Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘zypern’

Februar 2018

„Verlassen Sie Ihre Wohnung in einer Stunde“,
titelte die Taz am 01. Februar 2018 und meinte damit nicht etwa Menschen, die irgendwo in Syrien leben, sondern andere in Dortmund – die ersteren dürfen nämlich, leider, meist nicht mit einer Vorwarnung im Notfall rechnen. Dieser kommt ‚einfach‘ über sie! ‚Gott ist der größte, allumfassend weise‘ etc., steht ja im Koran – und wahrscheinlich nicht nur dort. Das erwähnen Muslime meist, wenn ein Desaster über sie oder andere hereingebrochen ist, wahrscheinlich zwecks Schockbewältigung und dergleichen.
Wer in Deutschland im Streit mit seinem Vermieter lebt, wird, wenn von Notfall-Wohnungsräumen die Rede ist, gewiss die Ohren spitzen – denn die Intown Property Management GmbH, die den Wohnblock der „Hannibal“ in Dortmund managed, schreibt die Tageszeitung des Weiteren, habe ein äußerst undurchsichtiges Netzwerk, dessen Enden in einem Vorort von Nikosia-Süd auf Zypern enden sollen. Die Rede ist von den zyprischen „Fanrouge Limited“ und der „KKLAW Nominees Ltd“. Beide Unternehmen sind im Handelsregister als Mütter der Hannibal eingetragen:
„… die Spuren enden schließlich bei einer zypriotischen Anwaltskanzlei in der Peripherie eines Vororts der Hauptstadt Nikosia“, wo sich „ein gewöhnliches Wohnhaus [befindet]. … Über solche Adressen landen die Mieteinnahmen aus dem Hannibal in der Steueroase am Mittelmeer“ – siehe auch, fügen wir hier da geradezu schon naseweis hinzu, die „Panama Papers“ etc.
Bevor hier noch auf Anderes eingegangen wird, sei noch kurz vorweg angemerkt:
Die Stadt Frankfurt a.M. scheint wieder eine Reise wert zu sein. Das wurde gerade übers letzte Wochenende ausgetestet. Meine Empfehlung, und das ist keine Schleichwerbung: Hotel Metropol! Klein, zentral und/aber fein mit 4 Sternen.
Ohne das offizielle kulturelle Programm der Großstadt am Main wirklich wahrzunehmen, die gerade Oberbürgermeister-Wahlen hat, kann man sich seine Zeit neuerdings in der Innenstadt durchaus locker und gut vertreiben. Die Münchner- und Kaiserstraße haben für Leute, die Berlin noch in einigermaßen guter Erinnerung haben, gewiss erholsamen, ja, erinnerungsträchtigen Charakter. Warum nach Berlin Kreuzberg oder Neukölln, wenn diese beiden Straßen Frankfurts so nahe sind? Stopover via Frankfurt scheinen auch daher zukünftig wieder etwas mehr Sinn zu machen – zum Beispiel solche von und nach Zypern pendelnd, anstatt immer wieder in Basel, Stuttgart oder Zürich.
Nun zurück zur Hannibal: Sonst ist es ja als das Argument „Eigenbedarf“, vor dem der fast nicht zu kündigende Mieter Angst haben muss in Deutschland, welches ein Vermieter aus dem Ärmel ziehen kann, um einen Mieter kündigen zu können – auch wenn man seine Miete monatlich brav bezahlt hat etc. Wie nun zu lesen ist, zieht die erwähnte Hannibal in Dortmund ein weiteres, sozusagen totsicheres Argument aus dem Sack, von dem man kaum spricht allgemein: „Unzureichender Brandschutz!“ Der Flughafen in Schönefeld/ Berlin lässt der bei Ihnen hier im Beitrag angekommen etwa schon um zwei Ecken schelmisch grüßen?
Apropos „schelmisch“, zumal ja dieser sonnige Staat zuvor schon genannt worden ist:
Vor kurzem wurde irgendwo verkündet, die EU habe ausgerechnet den Staat Panama von der Liste der Steuerparadiese gestrichen. Letzteres kommt im Vergleich eigentlich schon fast einer Streichung Deutschlands als einer der größten Umweltsünder in Europa gleich. Beide Streichungen sind oder wären doch wohl eher hirnrissig. Ein Schelmenstreich?
Nicht unbedingt hirnrissig, aber für manchen äußerst verwunderlich, ist, wie ausgerechnet der Grünen Politiker Kretschmer in Baden-Württemberg, der „Landesvater“, inzwischen zum „beliebtesten Ministerpräsidenten der Republik (Taz)“ mutiert sein soll. Immerhin hat die SPD im Ländle, Baden-Württemberg, angeblich bewiesen, dass sie an Reform interessiert ist. Sie wollte in der Politik mehr Frauen in Stellung bringen usw. Die CDU, die beim Reformieren eigentlich reformorientiert mitmachen wollte, habe dem Vorhaben aber doch noch den Riegel, vorerst, vorgeschoben in Stuttgart im Parlamentle. Frauen?
Immerhin: Ab dem 01. Februar 2018 ist die sogenannte Istanbul-Konvention in Kraft, wie wir noch alle erinnern, stimmt‘s? Frauen sollen ihr zufolge ja nicht etwa mehr oder öfter Kopftuch tragen oder ohne Widerspruch sich schlagen lassen, sondern ihnen wird mehr Recht bei Gewalt, die gegen sie ausgeübt wird, anstatt eingeräumt. Katja Grieger, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Frauen gegen Gewalt e.V. (Taz) sagt:
„Natürlich hätte ich mir in Details andere Formulierungen gewünscht. Aber die Konvention ist das stärkste Instrument gegen Gewalt gegen Frauen, das es momentan gibt. Sie ist eine echte Schatzkiste für all diejenigen, die diese Gewalt wirklich eindämmen wollen.“
Bis sich das Gegenteil, oder so was in diese Richtung neigend, herausstellt, mag hier noch angefügt werden. Immerhin: Das Merkel-Kabinett ist, was die Geschlechter angeht, erstmals GERECHT verteilt, wenn die SPD denn Groko-freundlich abstimmt demnächst. Soll heißen: Bei Neuwahlen in der Republik könnte die Neue in der CDU, die ehemalige Ministerpräsidentin aus dem Saarland (AKK), vielleicht aus Opportunismus oder anderen Beweggründen ihre Geschlechtsgenossinnen an der Macht im Reichstag doch wieder etwas davon zurückhalten. Vielleicht mit dem Argument: ‚Ich bin doch auch Frau‘, was dann ja ganz offensichtlich in Anlehnung an Merkels Argument „ich bin doch aus dem Osten!“ gelesen und verstanden werden müsste, welches sie ja angebracht hatte, um ihr ostloses Kabinett zu rechtfertigen. Wahrhaft, das wäre erster Beweis eigenständigen Denkens der Saarländerin!?
Wir dürfen also gespannt sein, ob und wann Frau in Germanistan endlich auf ungleiche Bezahlung der Geschlechter mit müdem Lächeln als historisch zurückliegend schauen kann. Wann bloß? Vergessen wir, erlauben Sie es bitte, doch besser das Geschrei um „#me too“ und wenden uns vielleicht entscheidend Wichtigerem zu: dem gleichen Lohn!
Obgleich, selbige zuvor gestellte Frage, die nach den Frauen, beantwortet in anderem Kontext, eventuell, eine Zeichnung in der Taz auf Seite 12 vom 01.02.18 auf ihre Weise:
Der Hintergrund dieser Zeichnung ist hellblau gehalten. In diesen wird mit einfachen schwarzen Strichen ein junger Mann gezeichnet, der an der Hand einen Schimpansen führt, dessen Fell in der Farbe Orange zu sehen ist; und auch dessen Konturen zieht der schwarze Stift ins Hellblaue. Beide Figuren sind von Hinten, vor einer Türe zur Rechten zu betrachten und halten Hände – der Affe gibt die linke, der Mensch die rechte. Der junge Mann guckt gerade eben mit freundlichem Gesichtsausdruck zum Affen herunter, wie vielleicht auch zu seinem Kind, Frau oder kleineren Bruder. Das Gesicht des ersteren ist in der Farbe Weiß-Rosa gehalten, so auch die eine Ferse seines Beins, die aus dem Blaumann geradezu ragt, den er trägt. Die Verse sticht farblich derart hinaus bei seinem gesetzten Schritt nach vorne, als wollte diese auf folgendes hinweisen: Gleich schlag ich eine Harke!
Wie gesagt, die beiden sind in Bewegung in Richtung Bild-Inneres, genauer: hin rechts zur bereits erwähnten Tür, welche in den hellblauen Hintergrund mit demselben schwarzen Stift gezeichnet ist wie die beiden selbst – und die ist nicht mehr allzu fern von ihnen. In der Mitte der Tür steht mit großen Lettern „DR.DIESEL!“ Ja, und was steht wohl in der Sprechblase über dem Menschen mit dem freundlichen Gesicht, der zum Affen spricht?
„GLAUB‘ MIR, ATEMTHERAPIE IST DER LETZTE SCHREI!“
Verehrte Leser: Das eben Geschriebene stürzt mich schon fast in einen Gewissenskonflikt, da ich, wie ja im letzten Beitrag hier noch gerätselt wurde, Kater Vassili nun doch kastrieren ließ. Es soll Folter sein, es nicht zu tun – und seine Markierungen würden unheimlich stinken etc.: Diesel me, Diesel we, Diesel du!?
Falls es noch immer nicht Klick gemacht hat: Die Tierversuche bei VW werden mit der Zeichnung in der Taz thematisiert und für manchen gewiss auch das herrschende Machtverhältnis Mann-Frau, und ersteres ist als Thema bei Ihnen wahrscheinlich schon längst wieder in der Klamottenkiste des täglichen Nachrichtenansturms gelandet? Nicht mehr aktuell!?
ΟΚ, das langweilt einige unter Ihnen bereits. Dann vielleicht ist dem auch so, weil Sie auf etwas zu viel Geld sitzen und einfach nicht wissen, was damit anfangen? Sie wissen ja, was neuerdings der Gier der Märkte und Banken wegen die Runde als lustigster Spruch des Jahrzehnts macht:
„Sparen kannst’te verjessen!“
Vielleicht probierten Sie es mal mit Investieren. Bloß wo? Wie wär’s, Sie eigneten sich endlich mal die Namen jener Kunstschaffenden an, und dann deren Werke, die derzeit und wahrscheinlich auch noch in 10 Jahren einfach NUR angesagt sind und eine gute Geldanlage sowieso zu sein scheinen:
Isa Genzken, Bridget Riley, Yayoi Kusuma, Luc Tuymans, Jeff Koons, Marlene Dumas, Lisa Yuskavage etc.
Diese Künstler nicht zu kennen, meine Damen und Herren, das können Sie sich ab jetzt nun wirklich nicht mehr leisten! Eigentlich kann es sich die Republik, also Deutschland, auch nicht leisten, alte Menschen eher schlecht pflegen zu lassen und Neuankömmlinge, wie die viel besprochenen Flüchtlinge, – mehr oder minder – zu oft sich selbst zu überlassen. Mal ganz abgesehen von den ‚normalen‘ schulpflichtigen Kindern, denen viel mehr Lehrmaterialien und Lehrer, Psychologen und hast-Du-nicht-gesehen zur Seite gestellt gehörten. Wieso hier und jetzt solch Geschrei? Dazu mehr am Ende dieses Beitrags. Jetzt erstmal das, was nun kommt:
Wir leben schließlich in 2018 – und Süd-Ost-Asien droht wie im Galopp an Europa vorbeizuziehen auf nahezu allen global veranstalteten Rennen, siehe demnächst Syrien oder Teile Afrikas, ja, auf ureigenem Terrain sogar, nämlich in Europa. AfD hin oder her! Die letzteren wollen auch nicht, dass ihre Kinder oder Kindeskinder im südostasiatischen Raum Klinken putzen gehen müssen – demnächst, also in absehbarer Zeit. Das will wahrscheinlich niemand wirklich riskieren und doch fällt Groko nur ein Paar kümmerliche Änderungen ein. Ein bisschen schneller soll das Netz werden. Mancher glaubt gehört zu haben, bis 2025 soll dem so für angeblich alle sein. Ja bis dahin haben die Asiaten uns schon weggekauft – und digital um-ge-surft wahrscheinlich sowieso!
OK, ich krieg mich wieder ein, ABER … .
Außerdem, und das steht hier nicht zufällig im vorherigen Kontext: Gerade mal 1 Ostdeutscher gehört dem neuen Kabinett an, wenn es denn zustande kommt und wenn DIE sich nicht doch noch berappeln davor. Wenn dieses Missverhältnis nicht Wasser auf die Mühlen einiger Rechter im Osten Deutschlands ist, was dann? Geht es noch unsensibler? Die Taz vom 08. 02. 18 zur Unsensibilität in anderem Gewand:
„… Die Verteidigungsausgaben sollen zwar weiter steigen, aber nur „im Verhältnis von eins zu eins“ zu Ausgaben für Entwicklungshilfe, humanitäre Hilfe und Krisenprävention [, die Rede ist offensichtlich von einer Mogelpackung, wo keine Sau mehr nachrechnen kann, vielleicht auch nicht belegen kann, wie man auf diesen oder jenen Ausgabensatz gekommen ist. Und:]. Bei den Rüstungsexporten fällt der Koalitionsvertrag gegenüber dem Sondierungspapier in einem Punkt zurück: Neue Geschäfte mit Ländern, die am Jemen-Krieg beteiligt sind, will die Große Koalition zwar weiterhin nicht genehmigen. Bereits angelaufene Geschäfte will die Koalition jetzt aber nicht mehr stoppen [, „die Schweine“, hat sich in meinen Redaktionsräumen darüber schon Jemand geärgert. Doch der Wahn geht weiter:]. Im Gegenzug sollen zwar „Kleinwaffen grundsätzlich nicht mehr in Drittländer exportiert werden. Grundsätzlich bedeutet aber immer, dass Ausnahmen möglich sind, [verstehen Sie?]. Grundlegende Verschärfungen wird es bei den Rüstungsexporten nicht geben. Auch sonst bleibt im Kapitel zur Außenpolitik fast alles beim Alten. … Union und SPD setzen auf Kontinuität.“
Das Letztere klingt äußerst unheilvoll, wenn DIE so weitermachen wollen! Insofern und wie eben dargelegt wurde, käme die entstehende Groko nicht erst im ausgewiesenen Punkt „Europa“ „dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron entgegen, der einen eigenen Haushalt für die Eurozone fordert“, sondern auch bei der allgemein betriebenen Aufrüstung, die ja in einer Art und Weise geschieht, als stünde ein Krieg an. Dass Wirtschaftskrieg der Obermacker bereits geführt wird, sollte uns allen so langsam mal dämmern – Krieg der Profilierungssucht. „Der von Macron gewünschte Posten eines europäischen Finanzministers kommt im Koalitionsvertrag nicht vor.“ Und dem ist so, wegen der Profilierungssucht.
Vielleicht machte es vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung eh mehr Sinn, einen EU-Kriegsminister zu installieren – auch aus prophylaktischen Gründen. Und da wir schon von Prophylaxe reden, und von solcher längst nicht mehr gesprochen werden kann im Folgenden, dies:
Schleuniger als schleunigst haben sich die Damen und Herren der Großen Koalition, wenn sie denn zustande kommt, dem Thema Gebrauch von Reserveantibiotika in der Tierhaltung und andernorts GEFÄLLIGST zu widmen! Die planen Milliarden von Euro sonst wo hinein zu stecken; und die Leute können derweil im Sommer darüber nachdenken, ob sie besser nicht in ihren geliebten, eventuell bakteriell gefährdeten Badesee reinspringen, um sich zu ‚erfrischen‘ – wo sich doch der sinkenden Löhne wegen recht viele Bürger nicht mehr leisten können, im Ausland irgendwo am Meer Urlaub zu machen. Wir erinnern: Die nächste Grippe könnte für die so Infizierten nämlich bereits klinisch „Schach-Matt“ bedeuten, und zwar resistenter Erreger wegen, die schlampige, um nicht zu sagen verantwortungslose Politiker Konzernen und anderen Machtzentren ‚erlauben‘, mal so in der Umwelt sich auszuprobieren. Diese Erreger lauern, wird gesagt, geradezu in unseren Körpern und warten auf eine Schwäche desselben, die dann gnadenlos genutzt wird – aller Voraussicht nach tun die Resistenten das zunehmend letal! Kurz:
Die zuweilen halbseidenen Methoden im Berliner Reichstag verursachen offenbar zunehmend merklicher Schäden, und zwar solche, die sich in Richtung irreparabel ganz unerfreulich neigen, wo man hinschaut. Es wird Zeit, den meisten betriebenen, sogenannten Politiken Einhalt zu gebieten und die Aufmerksamkeit oder Betriebsamkeit der politischen Akteure vom oder im Reichstag dorthin zu richten, wo sie für die Allgemeinheit ECHT nachvollziehbar von Nutzen sind, zum Beispiel: Weniger Antibiotika und/oder multiresistente Keime in der Tierhaltung, in Krankenhäusern etc., schärfere Kontrollen und härtere Strafen, eine Abkehr von der Massenproduktion hin zu Qualität; Ende des Betrugs an der Öffentlichkeit durch unethisch betriebenes Profitstreben, JETZT und in jedem erdenklichen Bereich!
Dass das sich demokratisch nennende System EU und/oder Deutschland inzwischen bis auf die Grundfestung versifft ist, beweist unter anderen auch, dass „die deutschen Vertreter Allianz und Munich Re … zumindest an[deuten], ihre Geschäfte prüfen zu wollen. Die Allianz schreibt auf Anfrage der taz, man untersuche „seit 2004 grundsätzlich alle potenziell kritischen Geschäftsabschlüsse systematisch auf ESG-Risiken“ – also auf Umwelt und Sozialrisiken.“ Soll unter anderem auch noch heißen, wie die Tageszeitung am 08. 02. 18 des Weiteren feststellt: Dass Versicherer wie die Allianz, Axa, Swiss Re oder Zurich etc. „bei der Expansion der Kohle“ in Polen kräftig mitmischen!“
Anstatt wird das Interesse der Leute auf die andere Kohle gelenkt – und zwar derzeit gern auf „Bitcoin“, die demnächst als „Eurocoin“ die Runde machen dürfte. Nicht nur das Institut für Makroökonomie (IMK) besorgt die auffallende „Sorglosigkeit [Taz]“, mit der in den USA und andernorts so etwas wie eine „Deregulierung“ im Finanzsektor gepuscht wird. Das IMK schreibe, resümiert die Taz am 08. 02. 18:
„Handlungsbedarf besteht … beim Handel mit Wertpapierderivaten. Das globale Volumen der zugrundeliegenden Werte „ist 2017 auf mehr als 500 Billionen US-Dollar“ (400 Billionen Euro) gestiegen – mehr als das Fünffache der weltweiten Wirtschaftsleistung. Diese Geschäfte müssten besser reguliert werden, sonst entstehe die nächste Spekulationsblase, [in der wir sehenden Auges schon längst – wieder – schwimmen].“
Und dennoch werden in Deutschland Kinder in diese Welt gesetzt. Dem Vernehmen nach sogar zusehend mehr. Das ist einerseits erfreulich. Andererseits darf dabei halt nicht das Globale aus dem Auge entlassen werden, wie bereits angetönt. Denn es ist zu befürchten, dass dieser Kinderzuwachs-Trend ein globales Echo hat – egal, von wem diese Vermehrungswelle ausging und geht. Einige behaupten ja, es seien „die Muslime“, die uns den Kinderreichtum im 21. Jahrhundert einbrockten, den wir bereits als überwunden ansahen. Nun, manch christliche und/oder jüdische etc. Splittergruppe könnte den Trend allerdings auch mit angestachelt haben – was ja im Grunde nicht das Schlimmste wäre, würden denn auch alle Mäuler zur Genüge gestopft werden: mit Nahrung, nicht mit Lappen oder dergleichen. Wussten Sie: Manche sollen sogar foltern, ohne solche Stimmen-Ersticker zu benutzen. Nun, auf diese Angelegenheit weiter oder näher einzugehen, erspar ich uns jetzt.

Nur gut, mag da die eine oder der andere unserer Leser resümieren, dass die Renten zumindest bis 2025 sicher sein sollen in Alemannia. Obgleich: Das Ende der sogenannten Zweiklassenmedizin kann nun von Herrn Schulz, dem abgesägten, vermeintlichen Außenminister, doch nicht mehr gesehen werden – und seinen Parteifreunden. So etwas wie eine weitere Arbeitsgruppe wird anstatt eingerichtet. Hurra! Die Versorgung gesetzlich Versicherter soll angeblich verbessert werden in Sachen Leistung und Zugang. All das wollen wir aber besser erst glauben, wenn wir es von der Groko umgesetzt sehen. Aus Erfahrung hat da so mancher seine Zweifel – vor allem als Nicht-Privatpatient. Doch immerhin, mag es da bei den Lesern denken: Anscheinend werden ab Januar 2019 Arbeitgeber und -nehmer wieder zu gleichen Teilen ihre Krankenversicherung bezahlen. Und:
„Auch ansonsten sollen die gesetzlichen Regelungen so geändert werden, dass Bezieher sozialer staatlicher Leistungen in ihrem Wohneigentum bleiben können. … Bis 2025 soll das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen und der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen [TAZ 08.02.18]].“ Aber:
„Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst soll als bis zum Jahr 2025 zu erreichendes Ziel für den Geltungsbereich des Bundesgleichstellungsgesetzes festgeschrieben werden [Taz 08.01.18].“
Die Betonung, verehrte Leserschaft, liegt hier auf dem unspektakulären „soll“.
Was mich betrifft, kann gesagt werden: Wusste ich’s nicht schon immer, dass die Rente wahrscheinlich dann einknickt, wenn ich dran komm? Schließlich bin ich ja ganz offensichtlich die Person, die immer das Ende einer Ära mitkriegen ‚darf‘: das Ende eines ‚freien‘ Afghanistans vor dem Einmarsch der Sowjets, wo ich damals eigentlich hinreisen wollte und dann etwas länger deswegen in der Türkei verblieb, die Umwandlung des Arbeitslosengeldes, als ich endlich auch mal auf arbeitslos machen wollte und, längst nicht zuletzt, der Anschlag Assads auf seine eigene Bevölkerung, als mehr oder minder die Koffer gepackt waren, um in Syrien zu leben und mich als Korrespondent und/oder Lehrer dort durchzuschlagen etc.
Nee, Sie glauben doch nicht etwa, dass ich mit knapp 61 Jahren mir Lorbeeren holen gehe ẚ la Yücel von der WELT, um einer (vermeintlichen) Nachricht wegen im Knast zu schmoren oder gar die Tastatur abzugeben, wie so manch anderer aus meiner Branche? Immer mehr macht sich bei einigen, die das Ding mit der Vernetztheit unserer Zivilisationen glauben verstanden zu haben, die Idee nämlich breit, dass aus Ländern mit skrupellosen Regimen – und auch über sie – nicht berichtet werden sollte; oder nur das aller Nötigste. Despoten nutzen den entfachten ‚Nachrichten-Hype‘ offensichtlich IMMER gekonnter zu ihren Gunsten aus. Und ihre ‚Schäfchen‘ werden durch den entfachten medialen Hype, so oder anders, erst recht in Mitleidenschaft gezogen. Viele finden, es ist an der Zeit, solche Regime, wie man sagt, zu schneiden, medial wegzuschneiden. Keine Korrespondenten, keine Botschaften. Keine Exporte.
Tut euer ‚Wunderwerk‘ ohne unsere Mithilfe!
Den Versuch wäre es definitiv wert. Jedenfalls Waffen dorthin zu verkaufen, Journalisten dort auflaufen zu lassen, im wahrsten Sinne des Wortes, im Bundestag große Reden darüber zu schwingen oder Verlage die Umsätze mit Nachrichten darüber steigern zu lassen, während die betroffenen Menschen nicht nur leiden, sondern auch noch die tollen Deals, die unsere Regierungen und Firmen aushandeln ausbaden dürfen, gehört definitiv in die Vergangenheit geschoben.
Abbruch der Handelbeziehungen!
PUNKT.
Nicht ganz Full-Stop! Der Pontifex in Rom hatte bekanntlich nichts Wichtigeres zu erledigen, als Erdogan zu sich zu rufen – noch Anfang Februar 2018. Angeblich seien sie sich nur in puncto Jerusalem einig geworden – also, dass diese „heilige“ Stadt nicht Hauptstadt Israels werden solle. Wer daran glaubt, dass die (beiden Geistlichen) nur bei diesem Punkt einig wurden, soll selig werden. Einmal mehr zeigte sich anhand dieser Visite des Mannes aus Kasım Paşa/Istanbul, dass je ekeliger ein Staatsmann zu ‚seiner‘ Bevölkerung ist, desto mehr, ganz offensichtlich, kriechen ihm andere Staatsmänner und -frauen Hinten hinein!
Ich meine, wir sprechen, beispielsweise, von dem Erdogan, dem die Religionsbehörde „Diyanet“ der Türkei direkt unterstellt ist. Die Betonung liegt auf „direkt“. Das für all jene, die Schnell-Leser sind und diesen Punkt vielleicht überlesen der Geschwindigkeit wegen. Letztere, die Diyanet also, brachte kürzlich, koranischer als der Koran, zur Welt, es sei unschicklich für einen Muslim, mit der linken Hand zu essen; ja, besser, so verstehen wir das hier, man ließe vom Essen mit Messer und Gabel ganz ab – zurück zum Essen mit der rechten Hand also. Insofern wäre schon mal interessant, Ihre Eminenz Erdogan öffentlich Essen zu sehen. Wir Bürger, wir vom „Volk“, sähen das wirklich gern mal, wie der Herr zu speisen gedenkt. Ob der Geistliche in spe wohl noch zur Gabel greift und dann mit welcher Hand? Weil die Gabeln, so weit hier bekannt, werden auch in türkischen Top-Restaurants links liegend um den Teller drapiert mit dem Messer rechts etc. Und nicht Jeder soll die Courage haben vor aller Leute Augen, diese Ordnung umzugestalten, also, dass das Besteck ‚falsch‘ um den Teller liegt beziehungsweise gebraucht wird. Diyanet findet auch, dass türkische Mädchen mit 8 Jahren heiratsfähig sind – und Jungs mit 12. Zafer Senocak in der Welt am Sonntag vom 25. Februar 2018:
„Im Jahr 1945 veröffentlichte der Philosoph Karl Popper … „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“. Dieses Buch hat das Denken der freiheitlichen Gesellschaften geprägt und diesen während des Kalten Krieges Orientierung gegeben. Heute müsste es wiederentdeckt werden. Denn wir sind gerade Zeugen der Gründung einer Internationalen, die man als ein Bündnis der Feinde der offenen Gesellschaft bezeichnen kann. … Ihre giftige Wirkung aber entfaltet diese Bewegung in Ländern, in denen die Demokratie nicht festgelegt ist [, andernorts wird hier von „Demokraturen“ gesprochen. Eigentlich wäre, finden nicht wenige, von „Diktakratien“ zu sprechen angesagter], wie zum Beispiel in der Türkei … Ankara ist inzwischen zu einem Symbol der Wiederkehr längst überwunden geglaubter Denkmuster geworden … Wie von jedem autoritären Regierungssystem geht von der Türkei inzwischen auch eine Gefahr nach außen aus. Doch in Europa wird dies nach wie vor nicht gesehen oder unterschätzt. … . Dabei entscheidet sich die Zukunft der europäischen Sicherheits- und Friedensordnung … vor allem auch in der Türkei. Die Flüchtlingsfrage war nur ein Vorgeschmack auf das, was passieren kann, wenn die Brücken in den Nahen Osten und nach Süden abbrechen und Europa seinen Einfluss in diesen benachbarten Regionen nicht mehr ausübt. …. Unter der Politik Erdogans wird das Land … immer mehr zum Trojanischen Pferd Russlands. … . Erdogan ist inzwischen [Putins] Geisel und sein Partner zugleich. … . [T]ürkische Staatspropaganda ist aggressiv aufgeladen und hat das Land mit einer Fantasiewelt großer Bedrohungen verkleidet [: der Westen, die USA, Israel]. … Die USA sind inzwischen der Feind Nummer eins in der Türkei … [, weil] die Sicherheitsinteressen Israels und die Agenda der Regierung in Ankara einfach nicht mehr zusammenpassen. … . Wie kann man mit Islamisten verhandeln? … . Ganz zu schweigen von unseren [deutschen] Politikern, deren samtweiches Auftreten gegenüber Figuren wie Putin und Erdogan weit davon entfernt ist, diese in ihre Schranken zu weisen. … . Es geht nicht nur um militärische Strategie[n]. sondern um die Art und Weise politischer Ordnung, um Lebensart, um Ausstrahlungskraft, es geht um Ängste und Sehnsüchte. Das türkische System verspricht inzwischen der islamischen Welt Hoffnung auf Verbesserung der Lebensumstände einfacher Menschen, so ähnlich wie die Kommunistische Partei Chinas den Bürgern [, Volksgenossen] Wohlstand in Unfreiheit beschert hat. Der Preis ist eine Gesellschaft der moralischen Verwerfung, der Unfreiheit und der Rechtsbeugung. [Letzteres ist vor allem das Unschönste daran]. … . Das Gespräch mit der Türkei darf nicht abreißen. Was heißt das genau? Wäre es nicht an der Zeit, einmal in das Land hineinzuhorchen und die säbelrasselnde Rhetorik des türkischen Regierungsapparats etwas ernster zu nehmen? … Durch Sprache wird Angst verbreitet. Aufwiegelung und Mobilisierung sind inzwischen zu Strategien des Machterhalts geworden. Zielscheibe ist dabei die liberale Philosophie des Westens … Eigentlich hat die Türkei mit dem Einmarsch in Syrien eine rote Linie überschritten. [Sie wurde und ist allerdings an Überschreitungen dieser Art gewöhnt, siehe Nordzypern, welches eher unrechtmäßig noch immer besetzt wird von türkischen Truppen. Inzwischen darf vernommen werden, dass Russland Ankara die Provinz um Aleppo versprochen haben soll, versteht sich, für eine kleine Gegenleistung – sich mit Assad nicht total anzulegen etc. Und wissen Sie was?]. … Selbst säkular eingestellte Türken [, so Senocak] kann der türkische Präsident mit seinem Ultranationalistischen inzwischen vor den Karren spannen. … Die offene Gesellschaft muss ihre Feinde besser erkennen und eine Sprache entwickeln, mit der diese entwaffnet werden können. Europa … hat es verlernt, Grenzen aufzuzeigen durch sprachliche Mittel, also noch bevor es zu einem bewaffneten Konflikt kommt. … Auch deshalb ist die Türkei-Politik Europas so krachend gescheitert. Wie kommt es, dass diesem Scheitern kein Plan B folgt, sondern allgemeine Ratlosigkeit?“
Wahrscheinlich kein Plan B, weil so etwas wie zu viel Selbstbezogenheit und Arroganz innerhalb der EU herrscht. Das Zustandekommen des letzteren, der Arroganz, ist ja vielleicht auch aus Gründen, wie dem folgenden nicht verwunderlich. Sieht man beispielsweise nach dem Irak, wo gerade wieder einige Menschen zum Tode verurteilt wurden, weil sie den IS nachweislich unterstützen etc., wird das ersichtlicher. Komisch daran ist nämlich, dass nachweislich so genannt weißhäutige nord- oder mitteleuropäische IS-Unterstützer dort im Irak keine Todesstrafe bis zu ihrem bitteren Ende zu erleiden haben. Die Rede war diesmal von einigen türkischen Frauen, denen das ‚Schafotte‘ bevorsteht. Soll heißen: Die erwähnte Arroganz mancher Europäer in hohen Ämtern sieht sich komplex und global, wie soll man es nennen, abgefedert.
Der Papst in Rom hat also indirekt bestätigt, indem er den Sultan in spe von Ankara bei sich vorbeikommen ließ – der sich vor laufender Kamera vor dem Pontifex in den Sessel fallen ließ und dann ganz selbstverständlich sitzen blieb, als sähe er nicht, dass ihm Letzterer durch eine nicht gerade kleine Pause vor dem eigenen Hinsetzen im Stehen die Gelegenheit einräumte, sich nochmals schnell zu erheben, oder so tun als ob, um das Protokoll dem Protokoll entsprechend durchzuführen -, dass Erdogan schon demnächst derjenige sein könnte, für den er hier bereits in anderen Beiträgen, wie auch in diesem hier, genannt wurde: SULTAN.
Was, also, haben die beiden Oberhäupter bequasselt und geheim vereinbart im Vatikan? Dass Katholiken in der Türkei beim Übergang ins Sultanat Türkei wenig zu befürchten haben werden? Dass ihre Position im Sultanat und bei der Übernahme Teilen von Syriens und dem Irak schon demnächst gestärkt wird, wenn der Papst diese oder jene Politik der EU oder Russlands noch etwas inbrünstiger befeuerte?
Schließlich, sagen wir es doch laut, ist auch die katholische Kirche ein Betrieb, der Geld verdient. Wie gesehen werden konnte, spekuliert diese Organisation sogar an Börsen etc. – und manches Mal da vergreift sich halt jemand in der Portokasse der Kirche innerhalb derselben, oder so, und verzockt sich beim Spekulieren mit Aktien etc., was natürlich spätestens dann bestraft wird – und so ja überhaupt nicht angedacht war anscheinend – wenn der Börsen-Coup nicht klappt; oder sich jemand mit der Kohle vom Kirchacker machen möchte. Und das, wo die Kirche uns doch seit jeher, sozusagen durch die Jahrhunderte, an die Abgabe eines Zehnten, oder wie es heutzutage genau genannt und aufgeteilt wird, unterwürfigst gewöhnte. Dazu fällt mir gerade die sprachliche Wendung des Pfarrers in der Kirche von Mahlberg ein, wo ich doch wirklich vorletzten Sonntag mich einfand. Was sagte der Priester? Weiß ich nicht mehr. Doch hängen geblieben ist, dass er sich in wenig geschickter Weise als „Engel“ im Auftrag des „Herren“ profilierte. Scheint außer mir niemand aufgefallen zu sein. Fast hätte ich den Finger gestreckt und nachgefragt. Beim Verlassen des himmlischen Gebäudes war ich dann aber bereits so eingewickelt von Gehörtem, dass keine Frage in diese Richtung (Du Engel, ich Jane?) lanciert wurde. „Hat wirklich Spaß gemacht!“, sagte ich anstatt lediglich und drückte das evangelische Patscherchen mit möglichst beseeltem Lächeln im vermeintlichen, angeblichen, abtrünnigen oder eben doch wiederbekehrten Christengesicht.
Money makes the church go around!
Am Gewinn und Profit, den wir in Deutschland gerade erleben und nahezu jeden Tag in neuer Erfolgsmeldung verpackt verabreicht bekommen, klebt zu offensichtlich Blut, klebt unschön Vernichtung von Lebensgrundlagen, klebt der pure Geiz gepaart mit Habgier eingehüllt in Heuchelei in Gestalt von Gerede über „Menschlichkeit“ und „Demokratie“ und auch Engeln etc. – und natürlich Wohltaten, die anscheinend getätigt werden in der Welt. Deutschland soll global besehen auf Platz Nr. 6 stehen in Sachen weltweiter Verschmutzung. Sollte das deutsche Verschmutzungspotential mal jemand hochrechnen, weil er oder sie denken, dass sei doch nichts gegenüber dem Dreck, welchen die USA oder China in die Welt entlassen, dann bitte ich, sich Deutschland genau in solch geografischer und entsprechender Einwohner-Größe umzurechnen, wie eine der beiden genannten Großmachte.
Nicht lustig, was bei dieser Hochrechnung als lebenswert herauskommt, stimmt’s?
„… Noch immer glauben viele, dass man mit Rechten [oder der betriebenen Politik] gut leben kann, dass man wegschauen kann, dass man sich arrangieren kann mit den Rechtsradikalen [mit der ins Werk gesetzten Außen- und Wirtschaftspolitik in Ländern wie Deutschland]. Die vielleicht ja, wenn sie nicht gerade „auf der Maus ausrutschen“ oder auf Buchmessen brüllen [oder via Trump & Co. ihre Markierungen setzen], wenn sie nicht gerade Kanzlerinnen „Nutte“ nennen [oder ihr ihre Hand nicht reichen] oder Häuser anzünden, ganz freundliche Nachbarn sein können. Leute, die auch mal helfen, wenn man in ihren Augen nicht gerade schwul, jüdisch, [arabisch, afrikanisch etc.], „fremd“, „komisch“ oder eine „Zecke“ ist.
Wer hier wegschaut hat seine Ruhe, schön, vielleicht kann er später sogar die Möbel eines anderen Nachbarn „arisieren“ [oder „heiliges“ Land endgültig wegnehmen, wie gerade mal wieder geschehen, die Landesgrenze seines Königreiches bis an die Bab al Jemen in Sanaa ausweiten etc.]. Wer das nicht will, sollte aufhören sich … [damit] abzufinden, denn was … hier oder sonst wo passiert, passiert auch] im Schwarzwald [in gewisser Weise], wird aber höchstens in Lokalblättern [oder Flugblättern] erwähnt. … . Es stimmt, hier braucht es Öffentlichkeit. Und Solidarität <<TAZ, 02.02.18>>. “
Apropos Solidarität:
Gestern den 01. Februar hörte ich sie mal wieder schreien. Sie wissen schon wen, jene, die immer wieder, seit Anfang der 80er Jahre ganz bestimmt, immer wieder von „Solidarität“ singen-reden-schreien. Ja, es war mal wieder so weit. Zufällig am Rathaus Platz in Lahr vorbeigeschlurppt auf dem Weg zu REWE an jenem Tag, wo es Tee zu 1 Euro 70 zu trinken gibt. Und da standen sie, versteht sich im Kreis, versteht sich nur sie standen da so, wahrscheinlich nur sie, einige unter ihnen auch in eine ungefähr 1 Meter 50 große gelb, grün, rot, weiße? Flagge gewickelt und sangen, schrien; ein Anblick, der mich wirklich schon seit über 30 Jahren innerlich nicht etwa gefrieren lässt, sondern mit den Jahren immer öfter eher zynisch dreinschauen lässt:
„HOCH!
DIE!
INTERNATIONALE!
S O L I D A R I T ÄT!“
Wie im Fußballstadion vom Spiel begeisterte Fans schrien sie das zitierte Sprüchle ab, oder aber sie chanteten zwecks Abwechslung, vermute ich: „Mörder“. So in etwa betete der eine von ihnen all das jedenfalls vor und der Rest schrie, vielleicht so an die 80 Leutchen, „Erdogan!“ nach dem also dieser Killer, wie nicht nur sie meinen, erwähnt worden war usw.
Vielleicht war der vermeintliche Protest, der wohl eher Protest war als ein Hilferuf, mehr an den leeren Raum des Kreises, den sie bildeten, gerichtet als an uns, die Herumstehenden und zufälligen Passanten? Vielleicht ist dieser Kreis ja ihr uns verschwiegenes Medium, tanzen doch auch im Kreis wie Derwische bei Hochzeiten, wie man weiß, den Halay; ein Medium also, welches sich auf die den Kreis umstehenden Passanten in geheimnisvoller Weise ergießen, sie einkreisen soll – oder so?
Denn ja, es ist im Grunde hohles Geschreie gewesen – mal wieder, nahezu hohl! Und das pseudo-revolutionäre, pseudo-progressive Schrei-Gesang-Manöver wiederholt sich egal wo, immer wieder so, und zwar spätestens dann, wenn Kurden Unrecht so angetan wird, dass dieses in den westlichen Medien sogar präsent wird oder ist. Muss allerdings gestehen, dass ihre Untereinander-Verstrittenheit sie diesmal wirklich recht böse in Bedrängnis bringen könnte im Nahen Osten – und dass sie sich dann auch noch ausgerechnet mit Assad wieder ins Bett zu legen gedenken, wo der Erdogan anrückt, ist äußerst unschön. Kann man eigentlich nur noch mit selbstverschuldeter Vergewaltigung vergleichen? Gibt es so etwas überhaupt?
Kurz: Kurden bauen seit Jahren einen taktischen Hammer nach dem anderen, und das, wie es aussieht, so lange Geschichte geschrieben wird. Sie sind, leider, die klassischen, ja eher selbstverschuldeten Verlierer – die Betonung liegt auf „eher!“ Nennen wir es so doch wirklich mal beim Namen!
Kurden werden 365 Tage im Jahr ‚in die Mangel‘ genommen, dort, wo sie ursprünglich leben oder lebten – mal mehr, mal weniger; und ‚gern‘, leider, tun sie sich auch untereinander Leid an. Und dieses ‚Spiel‘ hat sich teils gewissermaßen pervertiert.
So, wie Kurden um Sympathie werben in hiesigen Breitengraden, und das seit einigen Jahrzehnten, werden sie es voraussichtlich nie schaffen, den Großteil der Angesprochenen aus den Betten zu holen für ihr Anliegen – Kurdistan. Nur ein Grund dafür: Ihre eigene, kurdische Solidarität für andere Belange, sagen wir mal für den Krieg oder die Ausbeute im Kongo oder andernorts einzusetzen, etwas weiter weg von Kurdistan, ist außer in einem Zeitungsbericht in ihren Zeitungen, wenn überhaupt, nicht vernehmlich. So sind sie auch meist nicht – oder nicht zur Genüge – bei Themen präsent, die den Leuten auf den Nägeln brennen, beispielsweise in Ländern, in denen sie als Kurden mit deutschem, schweizerischem oder österreichischem etc. Pass leben – oder als Flüchtlinge, Arbeiter usw.
Geld anschaffen, welches nicht wenige unter ihnen dann auf irgendeine Weise nach Kurdistan transferieren, gern auch, um eigenen Reichtum zu mehren, was ja nichts Abwegiges ist, eigentlich, reicht nicht aus. Viel, zu viele Kurden, die in Europa leben, scheinen meist NUR politisch etc. aktiv in eigener Sache zu werden oder zu sein! Das darf mit Fug und Recht Solo-Solidarität, anstatt Solidarität genannt werden. Sie erscheinen zu oft auf sich lediglich bezogen, bis zum Abwinken, wie man sagt, schon fast wie Messieurs Trump, der sie wohl irgendwann in Stich lassen könnte in Kurdistan – temporär.
In ihre kurdischen Kreise Einblick zu erhalten, wie Varoufakis in anderem Zusammenhang schildert, ist als Nicht-Kurde eigentlich unmöglich. Bei Bankern und Politikern etc., wie Varoufakis in einem seiner Bücher schildert, muss man sich entscheiden, ob man zum inneren Zirkeln gehören will oder nicht. Als Nicht-Kurde wirst du wahrscheinlich nie in den Genuss gelangen, dich zu entscheiden. Die entscheiden das für dich nicht, weil du kein Kurde oder Kurdin bist. Und so ähnlich hermetisch abgedrängt scheint es auch noch immer für die kurdischen Frauen zu sein: Die proklamierte Gleichberechtigung, der sie unter Kurden angeblich frönen, ist genauer betrachtet halt doch NUR Makulatur.
Trumps Solidarität geht ja bekanntlich neuerdings so weit, hurra und sorry, dass er kleinere Atombomben bauen lässt – Micky-Mouse-Bomb lässt grüßen. Wird man doch wohl noch verniedlichen dürfen, das kleine Bummerle! Schließlich sind ja vorrangig eh die ANDEREN gefährdet, so ein Ding mal leibhaftig wie den Leibhaftigen vor sich aufschlagen zu sehen, andere, wie die in Nordkorea, Iran, Türkei, wenn die so weiter intrigieren, Teile Afrikas, so zum Test oder die in Indochina; Venezuela würde sich womöglich auch gut eignen? El Salvador!? Kuba? Zu nah an Miami, die Insel Kuba, wo Herr Trump golfen geht.
Über die Folgen wird bekanntlich erst als nachgedacht, nachdem das Kind im Atomstrahl geröstet ist – und die Wasser verseucht sind. Hauptsache, man hat gezeigt, dass man WAS tut – ‚siegt‘!
„Alle Bürger der EU sollen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Ein „Grundrecht auf Wasser“, wie es die Bürgerinitiative „Right2Water“ vor fünf Jahren gefordert hat, wird es aber nicht geben [, haben wir uns alle eh schon längst gedacht, dass die Haupt-Verantwortlichen darauf weiterhin unverantwortlich reagieren]. … . Dies sei nicht in der europäischen Grundrechtscharta vorgesehen <<Taz,02.02.18>>.“
Analog dazu:
Alle Bürger, die Internet haben, haben jedenfalls – derzeit noch – Zugang zu einem Radiosender namens „Schwarzwaldradio.com“. Eine neue Antenne auf dem Dach macht es möglich, dass der Sender nun empfangen wird. Viel Musik. Auffallend viele aus der Zeit, die da abgespielt wird, als ich 1976 in Berlin die verschiedensten Diskotheken und Cafés durchkämmte. Mal sehen, wie lange es geht, bis ich davon genug habe. Jetzt ist der Lärm erstmal recht nett-nostalgisch anzuhören.
Vassili, unser Kater, ist inzwischen kastriert, wie gesagt. Das scheint er gut wegzustecken. Das neue Trockenfutter mag er jedoch noch nicht. Muss daher wieder Thunfisch ohne Öl – „im eigenen Saft“ – kaufen gehen. Dann liebt er uns gewiss noch mehr. Vassili darf sogar auf dem Schreibtisch herumklettern, hinterm Laptop liegen. Dort scheint es total aufregend für ihn zu sein. Gespannt, was die Kastration mit ihm anrichten wird. Catsan-Streu soll aber möglichst nicht verwendet werden bei Katern, sagt die Tierärztin. Das Zeug könnte mit der Zeit auch zu einer Art innerlichen Verklumpung – oder dergleichen – führen. Sei zwar schön weiß in Farbe dieser Streu, aber nicht wenige Kater – Katzen eher weniger – würden den täglichen Kontakt damit mit ihrem kurzen Katzenleben bezahlen. Sterben an Verstopfung!
Mit Verstopfung oder Verbrennungen muss der Europa Park in Rust wohl eher nicht rechnen, obgleich ja doch schon recht auffällig ist, wie dessen Beziehungsnetz anscheinend gestrickt wird, unter anderem. Versteht sich, gemeint ist eine Verstrickung in die Politik, die ja bekanntlich auch, aber nicht nur Verstopfungen hervorrufen kann. Und die geht unter anderem folgendermaßen ab: Ja, stellen Sie sich das vor, der immer so fröhliche und absolut lustige Herr Özdemir von den Grünen hat die „Goldene Narrenschelle“ der „Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte“ im Europa Park zu Rust erhalten – die er gewiss verdient hat. Als Hofnarr macht er sich wahrscheinlich ganz gut, auch äußerlich vielleicht. Vor ihm haben die erwähnte Schelle die Herren Kretschmer, Oetinger, Bosbach und Frank Elstner erhalten. Versteht sich, diese Ehrung oder Preis ist ein Etwas, welches im Europa Park ausgedacht wurde und natürlich auch dort nur verliehen wird – alle Jahre wieder. So viele Männer in Folge als ‚Schellen‘-Empfänger verstopfen einer biologisch ursprünglichen oder ‚wirklichen‘ Frau gewiss den Erhalt des ach so begehrten Narren-Preises im ehemaligen Park des Barons, vielleicht hieß er sogar von Böcklins Au, vielleicht auch nicht. Wie dem auch sei, womöglich wirkte auch für Sie, verehrte Leser, eine vom ANDEREN Geschlecht als Preisgewinnerin der Narrenschelle durchaus mal erfrischend abführend, nach dem närrischen Motto: hellau, narri-narro, weg mit dem Männerklüngel – oder ähnlich, oder so!
Nun ja, zu der oben erwähnten Verbrennung, im übertragenen Sinne, könnte es wohl kommen in der Manager-Etage des Europa Parks und der Gemeinde Rust, wenn sich herausstellte, dass einer der erwähnten männlichen Preisträger der Narrenschelle dem Europa Park hie und da unter die ‚bedürftigen‘ und/oder unternehmerischen Ärmchen mit Hilfe seines Amts und Ansehens gegriffen hat. Obgleich, so dünn sind die Arme des Parks schon länger nicht mehr. Die wachsen von Rust hinaus bis fast an die Autobahn bei Ringsheim, welches als Ortschaft ja immerhin knapp 2 oder 3 km entfernt liegen dürfte von Rust; und wo schon wieder Hotels und so weiter entstehen – Vergnügungen der wahrscheinlich on top gelisteten Art. Oder hätten Sie etwa was anderes erwartet? Klasse braucht nun mal Platz und, versteht sich, Energie etc.!
Doch: Das wäre wahrhaft ein Fasnacht-Spaß, wenn die Büttenredner sich über dergleichen Machenschaften, wie die zuvor bezeichneten, die Mäuler zerreißen würden, könnten oder irgendwann mal werden – also dass der Europa Park und Politiker in Stuttgart, Berlin und so oder ähnlich eben Dies und nichts Anders getan … Noch ist alles gut under cover, falls es da überhaupt je etwas wie Unstimmigkeiten im Ablauf, oder wie es genannt wird, gegeben hat – wahrscheinlich nicht. Man hat ja schließlich aus den Fehlern anderer Leute gelernt – in Rust alle Male, ist zu hoffen.
Ein Blick nach Eppingen reicht dieses Jahr wohl mal wieder VOLL, um auf Besserung zu hoffen in Sachen Fehlerbereinigung. Da greifen sich die Eppinger-Hexen ein Mädchen, halten es über siedend-heißes Wasser, welches sie mit sich durch die Straßen auf klapprigem Wagen zerren beim Fasnachtsumzug und nachdem die ‚fesche Braut‘ ‚abgebrüht‘ wurde, lassen sie sie irgendwo in der Straße an den Beinen verbrannt stehen und ziehen weiter – Letzteres mit voller Absicht.
Das ist wirklich der tiefste Höhepunkt fasnachtlicher Lebens’freude‘ und wirklich super-ober-unlustig-lustig. Überhaupt passieren einige recht deftige Unfälle jedes Jahr beim fasnächtlichen Treiben, mal abgesehen von den Kinderlein, die alle so im Oktober oder Anfang November zur Welt kommen dürften. WANN WIRD DIESER WAHNSINN ENDLICH MAL so ZIVILISIERT, dass nicht nur der Nachwuchs 9 Monate später Herzen erfreut?
Ein total vermurxtes Traditionsbild, welches da herumgeistert, welches die Oberen der Narren glauben, der Tradition wegen nicht einschränken oder umbauen zu können!? Das angesprochene Bild gehört schon allein deswegen renoviert, weil es sexistischer Weise immer, so gut wie immer, weibliche Menschen sind, die Opfer darin ‚spielen‘ dürfen. Der oben genannten Narrenvereinigung, die Özdemir den Preis übergab, gehört umgehend die rote Karte gezeigt und ein kräftiges Wiedergutmachungsbußgeld aufgebrummt, sodass die verstaubten Traditionssäcke am Ruder bei der Vereinigung sich endlich bewegen – und Özdemir hätte seinen Preis schon allein wegen dieses Missstandes abgeben müssen, und nicht sich zum Obertrottel der Narren machen lassen. Integration ist gut, mitdenken als deutscher Politiker mit Migrationshintergrund ist besser! Man kann also, nun geradezu bewiesener Maßen, auch als eingedeutschter Politiker falsch deutschtümeln.
Und wenn Flüchtlinge grabschen, sei hier inkorrekt generalisierend vermerkt, dann werden sie schon fast verteufelt in den meisten Medien und in vielen Gesprächen der Leute, dann ist die Nation offenbar gleich alarmiert, dann bricht so was Ähnliches wie der ‚Dritte Bürgerkrieg‘ im Lande aus!
„Unsere Mädels!“, sagen einige, die greifen DIE ab!
Die ihr noch nicht mal vor euch selbst genügend absichert, siehe Eppingen. Die Rede ist hier von einem großzügigen Schmerzensgeld, welches die Narrenvereinigung aufbringen soll, und ebenso ist die Rede von der besten ärztlichen oder chirurgischen Behandlung, um entstandene Schäden, beispielsweise wie die Verbrennungen des ‚entführten‘ Mädchens in Eppingen, durch Spezialisten beheben zu lassen. Inzwischen ist Ende Februar 2018, mal gerade knappe 2 Wochen nach diesem Geschehen, und nichts, aber auch gar nichts mehr ist von diesem Fall oder anderen zu lesen oder zu hören, warum?
Gegen fahrlässigen Unsinn hilft gewiss auch nicht das Freigeben von Cannabis, welches nun sogar der Bund der Kriminologen einfordert, oder wie die Organisation sich genau nennt: „BDK“ nennt sie sich jedenfalls. Apropos fahrlässig oder Verkehr:
„Im Verkehrsbereich haben sich Union und SPD auf eine Stärkung des Bahnverkehrs geeinigt, etwa durch Elektrifizierung. Im Straßenverkehr sollen Elektromobilität und ÖPNV gefördert werden [, wie gesagt, die multiresistenten Bakterien erfolgreich aus der Welt zu schaffen oder wirksam isolierend einzukreisen, machte zuvörderst Sinn, anstatt selbstfahrende Autos oder Züge]. Konkrete Zielangaben fehlen jedoch. Der Steuervorteil für Diesel bleibt bestehen [, alte Seilschaften eben]. Schmutzige Motoren sollen nur nachgerüstet werden, sofern das „technisch möglich und wirtschaftlich“ ist [, geht es noch schwammiger und/oder eiriger?] … Durchgesetzt haben sich die Kräfte, die die deutsche Autoindustrie vor zu großen Veränderungen schützen wollen [, und somit verhindern, dass diese erfolgreich und mit Recht vor einem Kadi zur Rechenschaft zitiert werden, und zwar in klingender Münze]. [Diese Kräfte] finden sich in allen beteiligten Parteien [Taz 08.01.18].“
Und welch Zufall: Just, da sich Schulz an die Bütt stellte im Reichstag und von mehr Europa brabbelte, welches er führend als Projekt der Groko anzugehen vorgibt, beschließt man im hier nahe gelegenen Straßburg, dass es eher nichts sei mit gefordertem Demokratiezuwachs in Form einer Zweitstimme bei den Europawahlen. Sie wissen ja, der Schulz, der ist inzwischen abgeknickt, will oder kann nicht mehr, ist SPD-parteipolitisch entsorgt worden. Kurz: Der Europa-Stürmer der SPD wurde am Sturm auf die Bastille namens Selbstbedienungsladen EU ge- und verhindert. So kann man es nämlich durchaus auch sehen!
Ja, und warum sollte auch ein Wähler aus Baden im Südwesten Deutschlands einen elsässischen politischen Kandidaten Frankreichs wählen können, wo doch eh seit Jahrtausenden der Rhein und seit Jahrhunderten Staatsgrenzen das verhindern. Eigentlich sollte bei den Europawahlen im nächsten Jahr solch Wahlverhalten möglich sein, also, dass mit der Zweitstimme auch jemand aus Spanien oder sonst wo in der EU gewählt werden hätte können vom deutschen Stimmvolk. Die ‚lieben‘ Abgeordneten der CDU/CSU im EU-Parlament, unter anderen, haben offensichtlich dafür gesorgt, dass ein derartiges demokratisch gesinntes Entarten vorerst nicht stattfinden wird. ‚BRAVO‘.
Wie gesagt: Im Koalitionsvertrag beschlossen SPD und CDU/CSU am selben Tag etwas gegenteilig Lautendes. Doch was wird in der Praxis getan, eben, dass europäische Wahllisten nicht eingeführt werden!!! Schaumschlägerei, nichts weiter!

Verlagern wir uns zum Schluss noch schnell auf den sogenannten Westbalkan, um dergestalt erneut aufzuzeigen, wie konfus und teils inkompetent diese Leute, die wir in politische Ämter wählen, im kollektiven Zusammenspiel namens Politik/en anscheinend sind – und das lässt echt beunruhigt in die Zukunft sehen, mal abgesehen von Trump, den scheinbar immer mehr Zeitgenossen als Genie zu erkennen glauben, wahrscheinlich, bis es auch bei (I)ihnen im unangenehmsten Sinne des Wortes kracht:
Eigentlich sollten ja keine neuen Mitglieder der EU mehr sein. 2025 könnten etwaige Aspiranten vielleicht damit rechnen, dass Brüssel sich ihnen gnädig diesbezüglich entgegenneigt. Keiner erfülle die gestellten Konditionen – die Türkei schon mal gar nicht. Den Kandidatenstatus haben Länder wie Montenegro, Albanien, Serbien oder auch Mazedonien bereits – beim letzteren Kandidaten rebellieren ja alle Nase lang griechische Faschisten und andere Vaterlandsliebhaber, die finden, Mazedonien könne niemand anders auf der Welt heißen als allein nur eine griechische Provinz im Norden des Landes. OK Bosnien-Herzegowina und der Kosovo haben auch so etwas wie einen Kandidatenstatus. Leider haben einige von den Erwähnten Knatsch miteinander. Und das darf unter Bewerbern nicht sein, widerspräche den geltenden Aufnahmekriterien – da haben wir doch alle gerade kräftig gelacht? Weil, ja weil, ja weil Zypern genau das Gegenteil dieses hehren Prinzips oder Kriteriums Tag täglich vorlebt. Die Insel ist bekanntlich immer noch geteilt. Kann gut sein, dass solche ‚unwichtigen‘ Details nun auch auf dem Balkan – wieder – keine Rolle spielen sollen. Die Angst darum, den Balkan doch noch an die Türkei oder die Russen zu verlieren, geschweige denn an die Chinesen oder wer noch was bieten kann, scheint gesteigert in der EU. Neuerdings soll Geld – komme, was wolle – in die Region gebuttert werden. Insofern machte es schon fast Sinn, Dependenzen dort anzusiedeln, um mitabzuschöpfen. Geldsegen macht bekanntlich glücklich, und wer zahlt die Kosten, nun? Sie wissen es doch schon!
Reicht doch, sagen Sie hier eventuell, dass die Briten gerade aufdrehen und meinen, so in etwa, sie würden auf eine Zollunion mit der EU zukünftig auch pfeifen können. „Stabilität exportieren oder Instabilität importieren“, so kommentiert Hahn, der Erweiterungskommissar diese Sachlage. Früher hörte man als: „Besser den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach!“ In anderen Worten:
Die Führungsriege in Brüssel scheint sich vom Schicksal, welches wer auch immer ihnen eingebrockt hat, irgendwie geschlagen zu geben – auch wenn sie noch auf dicken Maxen macht. Und das, wo die Mehrheit auf dem Balkan, also vor noch nicht allzu langer Zeit, die EU als eine Art Hoffnungsträger für sich ansahen – und vielleicht auch für die Welt. Dieses Bild scheint sich aber langsam zu wandeln.
Nun ja, Staaten, wie die Türkei, China, England oder Russland tun gewiss ihr Übriges, um derartige Fixiertheit auf die EU zu zerstreuen. Offenbar mit steigendem Erfolg. Auftritte, wie der des Martin Schulz beispielsweise, dessen „Nie“ ein „Ja“ im Lichte der zu ergreifenden Macht oder Posten ist, hilft gewiss wenig, einen sozialen oder gar sozialistischen Weg der SPD, mit gebührlichem Ernst zu veranschaulichen europaweit – und darüber hinaus.
Merkels Abneigung gegen die Türkei wurde von ihr höchst persönlich in den letzten Jahren mehrfach ziemlich deutlich. Viele Menschen auf dem Balkan dürften sich daher ausrechnen, dass solch Sentiment maßgebender Politiker der EU irgendwie auch sie betreffen dürfte. Plötzlich erkennen wohl einige unter ihnen, dass die EU einem Ertrinkenden gleicht, der nach irgendeinem Halt zu greifen beginnt – womöglich demnächst noch nach ihnen oder ihrem. Ob die Menschen vom Balkan sich dazu instrumentalisieren lassen? Denn so lange die EU in Momenten, wo Stellung bezogen gehörte, bei brenzlichen tagespolitischen Themen des Balkans weiterhin die Klappe hält, wird dieses Bild von ihr vor Ort wahrscheinlich noch anschaulicher in Köpfe gemeißelt. Schließlich gibt es auf dem Balkan wahrhaft einige Spannungen. Und jedem ist klar: die könnten recht schnell außer Kontrolle geführt werden – von wem auch immer.
Wie kann es sein, dass die ehrenwerten Moralisten und Besserwisser in Brüssel oder Straßburg nicht einschreiten, wenn Kroatien droht, „den EU-Beitritt von Bosnien und Herzegowina sowie von Serbien zu blockieren, wenn die beiden Staaten nicht einige kroatische Forderungen erfüllen – wie zum Beispiel eine Änderung des Wahlrechts in Bosnien und Herzegowina.“ Oder dass nicht reagiert wird, wenn beispielsweise „im kroatischen Parlament Gedenkstunden für verurteilte Kriegsverbrecher abgehalten [werden] [Taz 07.02.18].“
Ja! Erdogan ist damit beschäftigt, unter anderen Akteuren, das Brüssler Loch im Balkan mit auszufüllen – nicht allein mit Geld, welches er womöglich teils aus Brüssel in die Taschen gesteckt kriegt. Ja, so paradox ist diese Welt zuweilen. Und ja, der Sultan vom Bosporus hat sich seinen Hof gewählt. Der heißt „Balkan“. Türkische Unterhaltungsschinken im Fernsehen bezaubern dort bereits die Massen seit Längerem, wie einst ‚Kunstwerke‘ ähnlicher Machart Deutsche und den Rest Westeuropas aus Amerika anzogen und formierten, gewissermaßen – seit nach dem II. Weltkrieg.
Die Türkei unter Erdogan hat daraus ihre Lehre gezogen. Und das hat unter anderen zur Konsequenz, dass die einstigen Osmanen den USA etwas die Stirn bieten – siehe Kurden, die in Syrien bombardiert werden, obgleich ja einige Kurden sich als Handlanger der USA verdingen. Das heißt: Erdogan klopft gerade ab, ob die Trump-Administration nicht vielleicht doch auch genauso wie die EU mit instabilem Rückgrat ist und sich durch Aktion manipulieren lässt – weil letztlich auch den Amerikanern das eigene Wohl (nur) zählt. Immerhin: Die sind neuerdings so ehrlich und posaunen: zuerst wir und dann ihr!
Zurück in den Balkan: Schon komisch, dass niemand in Brüssel laut schreit:
‚Kohlekraftwerk in Bosnien, das geht ja gar nicht!‘
Sonst wird ja auch als einigermaßen vernehmlich laut in Sachen Kohle geschrien, und zwar meist in Richtung Polen etc. Warum hier in Bosnien nicht? Weil in Bosnien wollen das Kohle-Stink-Luftverpestungswerk chinesische Firmen betreiben, wenn nicht gleich der chinesische Staat selbst. Deswegen! Kein Pieps, nur weil es das große China ist, welches solch Unding vorhat? Bei solch weicheirigem Verhalten kann man niemand überzeugen, der eh ein hartes Leben fristet, fristen muss, eben wie die Mehrheit der Menschen auf dem Balkan. Insofern:
China ist den Völkern auf dem Balkan eine wirkliche Alternative zur EU. Eigentlich schön blöde, wer sich im Balkan der EU anhängt. Die ersteren schaffen Fakten und anscheinend zunehmend auch Jobs, die anderen, also die EU, drehen einem noch immer den Traum vom Westen an, den sie selbst schon nicht mehr abzustauben im Stande sind vor lauter Mist, der tagtäglich darauf niederprasselt – home made!
Scheindemokratien haben die Moralisten der EU mit aufgebaut und unterhalten, auch auf dem Balkan. Ja, was anderes können die Leute vom Balkan denn denken, als vielleicht:
‚Die da in Brüssel wollten uns eh nur und von vornerein in den Sack stecken, verkaufen!‘
OK, einige aus der dortigen Elite durften und dürfen sich etwas gesundstoßen mit Hilfe Brüssels – meist die falschen. Doch der Rest? Der fährt noch heute nach Berlin, Paris oder sonst wo in EU-Istan, um als billiger Arbeiter eventuell seine oder ihre Gesundheit zu riskieren. Und zuhause treiben ihnen Mafiosi – der aus Brüssel verordneten ‚Demokratie‘ wegen – eh die Lust am dort Weiterleben zur Genüge aus. Ist doch viel einfacher für sie, einigermaßen demokratisch in Mitteleuropa zu leben, anstatt sich mit zu korrupten Leuten und Systemen herumzuschlagen ‚daheim‘.
Oh, die böse Korruption, die auf dem Balkan herrscht, hör ich jetzt schon die dafür mitverantwortlichen hinterlistig stöhnen. Hey Leute, ihr könntet die Korruption dort schon längst merklich eingedämmt haben, und die lässt sich nämlich eurer Politiken wegen letztlich nicht eindämmen. Das wird so auch andernorts geschlussfolgert, und zwar dort, wo andere Positionen bezogen werden als jene, die den Mächtigen in der EU oder Washington genehm sind.
Bräuchte es eines Beweises? Es gibt so viele, hier der eine:
Warum können ganz hundsgemeine, einfache Banken eigentlich Geldwertschöpfung betreiben? Warum nicht nur die jeweilige Zentralbank, die dann viel besser dafür Sorge tragen könnte, dass Kredite dort hinkommen, wo sie auch Herrn und Frau X etwas bringen – und somit der Allgemeinheit. Nein, da lässt man die Hosen runter und seit Mitte der 2000er Jahre dürfen Banken zuschlagen, wie es ihnen passt. Machen Geld noch und nöcher und es reicht DENEN immer noch nicht. Milliarden von Euro könnten besser angelegt werden. Die Nationen Europas könnten blühen. Die Welt, schlichtweg, könnte eine bessere sein. Doch warum tut man es nicht, wo doch alle wissen, dass das wahrscheinlich der Hauptlösungsweg ist: „Vollgeld!“ So heißt in der Schweiz eine Initiative dazu, von der man in deutschen Medien, ‚versteht sich‘, so gut wie nie hört. Es kann nicht angehen, dass sich Banken, wie gehabt, an Kreditvergaben derart unverschämt gesundstoßen, ja, dass noch immer in Schulbüchern, selbst in jenen von Wirtschaftsschulen, drinsteht, dass die Bank diese und jene Sicherheit brauche, um jenes oder dieses Projekt finanziell zu unterstützen – dass sie Angst haben müsse, ‚ihr‘ Geld zu verlieren. Total hinrissig. Weil eben inzwischen jede popelige Bank Geld erzeugen kann, indem sie Kredite finanziert. Die Zentralbank erhält davon lediglich einen bescheidenen Anteil und der Rest geht in den Hals der jeweiligen Bank – und die haben dann immer noch nicht genug und machen die Leute kirre, wegen Geld, welches im Grunde sie und niemand anders in die Welt gebracht haben, also eigentlich auch wieder streichen könnten, ohne dass die Welt dabei untergeht. Die Betonung liegt auf „eigentlich!“ Weil letztlich wäre eine solche Streichung ökonomisch wahrscheinlich eher Quatsch – oder schrecklich komplizierend.
Viel besser wäre, wie bereits gesagt, dass die Kompetenz Geld in Umlauf zu bringen, lediglich den jeweiligen Zentralbanken gehörte. Alles andere ist offener Betrug und Bauernfängerei. Und so etwas lehrt man noch immer nicht in Wirtschaftsgymnasien, wie zu hören ist. Es ist das wahrhaft der größte Skandal, dass niemand weiß, wie unser Geld auf die Welt kommt!
Geld:
Genau! Frau von der Leyen, die BRD-Kriegsministerin war vor Kurzem im Irak. Was macht denn die ausgerechnet dort? Wie Sie wissen: Israel flog in letzter Zeit, also Anfang Februar, mal wieder ‚lustig‘ Flugattacken in die Tiefen Syriens. Netanjahu hat anscheinend Kriegslust gepackt, wahrscheinlich um sich von seinen Betrugsvorwürfen abzulenken. Einen Teil Palästinas konnte man sich ja gerade vor knapp 1 Monat einheimsen. Niemand da, der in den westlichen Medien dagegen hörbar Einspruch einlegte – oder dagegen, dass die USA nun ihre Botschaft wirklich nach Jerusalem verlegen. Im Gegenteil. Von steigendem Antisemitismus ist in Deutschland die Rede anstatt und der Frage nach den Gründen dafür. Überall, in womöglich jeder ‚deutschen‘ Seele, wird gekramt nach vermeintlicher oder wirklich vorhandener Rechtslastigkeit und somit auch Antisemitismus. Doch dass mal jemand in den scheinbar gelenkten Fernsehdiskussionsrunden aussprechen würde, es sei ja wohl wenig verwunderlich, dass solch antisemitisches Sentiment in Mitteleuropa zunimmt, und nicht nur in der BRD, da Israel solch abstoßende, ja unmenschlicher werdende Politiken gegen die Palästinenser auffährt, ja, sogar gegen Flüchtlinge aus Afrika, die kurioser Weise glaubten, ausgerechnet in Israel einen ‚Unterschlupf‘ finden zu können, ihr Menschenrecht, ist offensichtlich nicht zu erwarten.

Read Full Post »

Erlauben Sie, dass folgendes vorweggeschickt wird:
Diese Ausgabe wird auf „Zypernundmehr-News“ nicht wie sonst zum 30ten des Monats, sondern davor, wie unschwer zu sehen ist, noch vor dem 18. Dezember 2017 im Netz stehen. Nicht das wir vorhätten umzuziehen oder dergleichen. Aber dennoch: Es geht nach Griechenland – unser gelobtes Land, wenn Sie diese etwas merkwürdigen Anwandlungen freundlicher Weise mal nachsehen wollen. Den Veröffentlichungstermin für diesen Artikel vorzuschieben, bringt außerdem mit sich, dass Sie dann zumindest über die Feiertage auch Was zu lesen haben.
Gestern in der „Zauberflöte“ gewesen – eine Ausstrahlung im Rialto, die ansonsten direkt aus der Metropolitan Opera New York rüberkommt, diesmal aber nicht direkt, sondern konserviert.
Vom Hocker hat dies Aufführung nun wirklich nicht gehauen – behaupte ich. Überhaupt habe ich die Zauberflöte wahrscheinlich das erste Mal bewusst und inhaltlich mitdurchstreifen können und fragte währenddessen dauernd im Geist, auch weil ich länger in Österreich lebte: War Mozart nicht ein Österreicher? Weil die verwendete Sprache, na wie soll man es sagen, kam so aalglatt daher, so gar nicht wienerisch, eben reinstes Hochdeutsch – und inhaltlich ist die Zauberflöte doch sehr betagt, wollen wir es mal gutmeinend benennen. Das, was gesungen wird, so richtig mitzubekommen, macht bekanntlich der eingeblendete Text (Libretto) unten am Bildschirm möglich.
Schon interessant zu sehen, wie auf Deutsch Gesungenes sich auf Englisch und/oder Griechisch ausdrückt, beziehungsweise ausgedrückt wird. Zuweilen war die griechische Übersetzung so lückenhaft, dass, wären wir im Jemen, Syrien oder Ägypten gewesen, ich gleich an Zensur gedacht hätte.
Kommt man aus dem Rialto nach solch einer Übertragungen, wo unweit der Küste mit aller Regelmäßigkeit so etwas ausgestrahlt wird, und biegt gleich rechts ab, so ist knapp 100m weiter ein neues Restaurant/Bar vorhanden, wo sogar eine deutsche Studentin derzeit jobbt. Dieses Etablissement ist schätzungsweise im oberen sozialen Spektrum anzusiedeln. Nach einem Besuch einer Opernaufführung, sei es auch nur auf der Leinwand, gibt es nun also endlich einen wirklich passenden und sehr angenehmen Ort in Limassol, um das erhöhende Erlebnis einer Theater- oder Opernaufführung ausklingen zu lassen. Alles andere in der Gegend ist stets knallvoll, eventuell auch zu rauchig und meist irgendwie zu laut – nein, ich werde nun nicht schreiben: zu jung.
Ob man junge Katzen ins Rialto mitnehmen darf, ist wohl eher zu bezweifeln. Auf Flügen soll das aber möglich sein, auch in der Kabine. Wir haben es mit „Cobalt“ probiert. Das ist die neue zyprische Airline, die vorgibt, die untergegangene „Cyprus Airways“ mehr oder minder zu ersetzen – deren Nachgänger zu sein. Letzteres will hier anhand der Tatsache bezweifelt werden, dass eine kleine 6 Monate alte Katze einfach nicht an Bord gebucht werden kann. Das ein zukünftiger Passagier etwa bei einem Büro der Airline irgendwo in Larnaka, Limassol oder Nikosia vorbeigehen könnte, um die Angelegenheit mit der Katze an Bord zu erledigen, wenn es schon per Telefon nicht klappt, das vergessen Sie bestens gleich. Alles läuft bei Cobalt anscheinend über Call-Center. Und die Damen und Herren dort nehmen die Reisedetails wieder und wieder auf, doch wie versprochen rückzurufen, um, wie sie sagen, das OK für die Katze an Bord zu erteilen, darauf warten wir wahrscheinlich bis in die nächste Steinzeit – die ja dank Trump und Co vielleicht gar nicht mehr soweit fort ist, zeitlich.
4 Mal hatten wir es versucht und auch zurückgerufen und nochmals angerufen: ES KLAPPTE NICHT. Also haben wir AEGIAN gebucht. Wunderbar. Alles paletti, vorerst jedenfalls. Mal sehen, was kommen wird.
JAB!
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sie kennen das bestimmt:
Umzug!
Als Korrespondent ist man an dieses Phänomen nun wirklich zur Genüge gewöhnt, mögen Sie denken.
Stimmt!
Doch ist es immer noch ein Akt, von A nach B usw. sich zu bewegen oder zu ziehen. Vielleicht wird das Umziehen manchem leichter, je älter. Vielleicht hat die Andere immer weniger Lust darauf. Und wieder beginnt ein neues Jahr: Weihnachten, Neujahr, 3 Könige, Fasnacht, Ostern. Die Termine stehen eigentlich fest im Kalender und trotzdem kommen sie gewissermaßen einem Umzug gleich. Man driftet von dem einen Event in den folgenden. Ja, sogar wenn man mit den Festtagen nichts am Hut hat.
In diesem Zusammenhang folgenden Witz:
Sagt Hans zu Ismail am Strand nahe der Stadt Tanger, Marokko:
„Eh, wo hast du denn die teuren Adidas-Turnschuhe her, und wieso sprichst du sogar etwas Deutsch?“
„Ach, ich arbeite in Deutschland.“
„Ach, ja? Als was denn?“
„Im Innenministerium bei de Maizière. Für jede so genannte freiwillige Rückreise bezahlt mich der oder das Ministerium – von Mal zu Mal gibt es mehr. Aber: Eigentlich ein Hungerlohn bei all den Kosten, die anfallen: neuer Pass, Schleuser, Proviant. Dennoch: Immer noch besser als irgendwo in Marokko 12 Stunden für nahezu Nichts zu arbeiten – und das ohne Sex, Drugs und heiße Partys inklusive Reise-Abenteuer.“

Weiteres aus Südwest, verehrte Leser – und dann auch noch Südost.

Wettermäßig geht es eigentlich nicht mehr viel besser als hier im Südwesten Deutschlands. Sogar noch etwas Winter ist uns geblieben, und das trotz Klimawandel: Regen, Sonne, Schnee. Wirklich alles verhältnismäßig gut dosiert vorhanden. Sie wissen gewiss noch: Baden-Württemberg hat 2013 das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes aufgelegt – Reduktion von Treibhausgasen und so. Kohlendioxidausstoßminderung um 25% bis 2020. Und daher hat das Ländle Konzepte entwickelt. Konkrete Strategien. Die öffentliche Hand soll da mit ran. Kommunen. Beide möglichst vorbildlich. Die Stadt Lahr im Schwarzwald ist beispielsweise seit 1990 auf diesem Trip: „Global denken, lokal handeln!“ Energie einsparen, effizienter nutzen. Erneuerbare Energien erzeugen und nutzen. In Lahr, beispielsweise, sollen zukünftig strengere Baustandards herrschen. Weg von den Benzinern ist eines der Motto, und daher fängt diese Stadt bei ihrem Fuhrpark an damit. Demnächst. Es wird also einiges getan in Sachen Energie-mit-Köpfchen-nutzen. Sogar Arbeitsplätze gibt es im Südwesten Deutschlands (Nordwesten der Schweiz, Osten Frankreichs) für jene, die Arbeiten wollen. Ausbildungsmöglichkeiten. Gute Restaurants, auch wenn die Speisekarte meist viel zu fleischig ist. Ein einziges vegetarisches Gericht haben aber nahezu alle im Angebot.
Sogar über die Café-Kultur gibt es nichts zu meckern, wenn man nicht gerade in Kandern nach solch einem Platz oder Kultur sucht. OK, dort gibt es einen jungen Griechen, der sich anscheinend bemüht im „Städtlebeck“, aber … . Lörrach ist da schon besser ausgestattet – auch Badenweiler, sogar Müllheim oder Steinen hinter dem Berg in Richtung Rheinfelden. Sogar auf der höchsten Etage eines Kaufhauses in der Stadt Lörrach kann man Kaffee-trinken-Gehen – oder gleich etwas essen. Die haben dort renoviert. Und tut mir leid: Jetzt gefällt es mir da oben nicht mehr. Es ist so komisch offen geworden. So, als würden wir alle die Hosen runter lassen müssen auf Kommando – oder ähnlich.
Dafür habe ich aber die Eisdiele am Hauptplatz vor dem Markt in Lörrach entdeckt, an der ich, ich gebe es zu, mit innerlich gerümpfter Nase – oder so – jahrelang vorüberging. Wahrscheinlich italienisch. Schokolade- und Vanilleeis. MMMH! Nuss schmeckt mir dort nicht. Und was anderes als die 3 Sorten bestelle ich in der Regel nicht in Eiscafés, die ich ansonsten auch so gut wie immer nur von außen sehe, also nicht betrete. Doch dieser Schuppen da mit den großen Fenstern und ich glaube zu erinnern mit hellgrünem Mobiliar, der hat was. Der mittzwanziger Bediener versteht sein Geschäft. Ist absolut unscheinbar und doch total präsent – auf die Angenehme. Muss auch den Somaliern aufgefallen sein, die dort verkehren. Wenn sie denn Somalier sind. Ich komme darauf, weil ich so an die 30 % der Worte, die da fließen, die sprechen nämlich so wahnsinnig schnell, dem Arabischen zuzuordnen glaube. Kann gut sein allerdings, dass die ganze Konversation auf Arabisch läuft, in irgendeinem westsudanesischen Dialekt oder so, dem ich nicht mehr bekanntes Vokabular abringen kann als jenes, was hier zuvor in Prozenten angegeben wurde. So auf nebenbei geschieht die beschriebene Registration des Wortsalates um mich herum, weil Zeitung lesend.
Zeitlich davor saß ich als gegenüber in einem weiteren Café, welches im Sommer, wie auch das Eiscafé, Tische nach draußen zum Platz hin zu stehen hat und etwas auffällig teuer ist, aber einen wirklich guten Tee serviert. Warnung an alle: Dort besser keinen Kuchen bestellen, der Ihrer Meinung nach auch noch etwas sättigen soll! Die Stücke sind so dünn bemessen, da kriegt man beim Hinsehen schon fast Schwindsucht, und schmecken tun die teuren Stückchen eigentlich alle wie vom Fließband, das heißt: aus einer Großbäckerei. Wahrscheinlich täusch ich mich da. Sorry!
Markt wird an jenem Ort etwas weiter hinten bekanntlich auch jeden Samstag abgehalten. Und genau dort, schräg gegenüber von der italienischen Pizzeria, die auf „Restorante“ macht, und die ich noch nie aufgesucht habe, ist ein weiteres Restaurant-Café neuerdings, in dem nun endlich, das erste Mal, wirklich gut gegessen werden konnte, das einzige vegetarische Gericht auf der Karte nämlich, welches es warm erhältlich gibt. Es hat mich im Sturm erobert.
Man sitzt allerdings etwas gewöhnungsbedürftig in dieser Location. Diesmal setzte ich mich, in Verlegenheit geraten deswegen, ans Fenster auf einen hohen Hocker und ließ die Passanten mit ihren Augen auf meinem Teller mitessen. Die ‚normalen‘ Tische mit Stühlen, die mich nicht antörnen, wie man sagt, sind dort im Raum so komisch angeordnet. Man mag sich nirgends wirklich gern hinsetzen. Und dass dem so ist, ist auch komisch. Zum Glück hat das Achtele Roten aus Italien zum Essen wunderbar gepasst. Meine über alles geliebte Linzertorte war auch im Angebot. Sie werden es nicht glauben, ich konnte ihr widerstehen. Sie war so merkwürdig dunkel, viel zu dunkel. Die sah nicht aus wie sonst, wie die von Mutti und den anderen in dieser Kunst Involvierten.

Nee, den Leuten scheint es gut zu gehen in Deutschland. Alle auf Weihnachtsbummel. Geschenkejagd. Mesale Tule soll aus Haft in der Türkei entlassen werden, wird gerade im Radio verkündet, genauer: dass so etwas Leute in Ulm fordern. In Ulm hat man sich dazu offenbar dort getroffen, wo ein Denkmal gegen den Nationalsozialismus sein soll. OK, und warum verkauft ihr dann noch immer Waffen in die Türkei oder nach Saudiarabien etc., wo ihr solche Denkmäler in der Gegend herumstehen habt? Und weshalb nehmt ihr den türkischen, politisch tätigen Mufti Erdogan nicht fest, wenn er sich mal aus seinem Bau in den Norden Europas traut, wie gerade vor Kurzem nach Athen? Der hat doch schon zur Genüge verbrochen. Und die nötigen Stellen in den jeweiligen EU-Regierungen wissen von seinen Untaten und die seiner Helfer – und noch von MEHR.
Ach so, geht nicht, weil man mit Diplomaten und Politikern so nicht umgehen darf. Und der libanesische Präsident Hariri kürzlich in Saudiarabien?
Aber Journalisten, die darf man wegsperren – Yücel etc. Bei denen ist das nicht so schlimm wie bei Politikern. Ja?
Die Amis müssen diese türkische Angelegenheit wahrscheinlich wieder richten für uns Europäer aus der EU. PESCO? Dazu später etwas mehr.

Die Amis haben den Erdogan eventuell derzeit wirklich auf dem Kicker. Doch so recht daran glauben, mag ich noch nicht. Für was die den wohl wieder brauchen? Welche heiße Kartoffel soll der aus dem Sack holen, in den keiner blicken kann und darf außer den US-Amerikanern? Letzteres, weil die Amerikaner den oben zuhalten und außerdem dessen Inhalt mit eingefüllt haben, darum!
Mit den Kanadiern zusammen will der ‚gute‘ Herr Trump anscheinend seine Welt retten gehen, kam mir so am Rande als News vorbeigeflogen von irgendwoher – und dass diese lästigen Steuern, die die Reichen eh schon ungenügend abdrücken, endlich noch mehr gemindert werden können in den USA. Und Letzteres ist anscheinend eine „Erfolgsstory!“
Ein Typ des US-Außenministeriums war ja vor ein paar Wochen sogar in Nordzypern – und scheint erst danach noch schnell im Süden der Insel vorbeigeguckt zu haben. Würde wohl niemand wirklich verwundern, wenn der Norden Zyperns doch noch eine US-Militärbasis verpasst kriegt. Ob man die Türkei auf diese Weise abstraft oder aber belohnt?
Sie mögen es nicht glauben, doch passt aus hiesiger Sicht der mysteriöse Trip des Mahmoud Abbas nach Saudiarabien gut hier her thematisch. Der saudische Kronprinz hatte den Palästinenser Abbas wohl gerufen, und Ersterer heißt Muhammad ibn Salman. Der Supersaudi, so wird er jedenfalls in den meisten Medien neuerdings herumgereicht, machte dem Palästinenser Vorschläge, die selbst jene der Feinde des palästinensischen Präsidenten von Washingtons Gnaden übertreffen – um das Schicksal des Landes Palästina endlich und für alle Male zu lösen, und zwar: ein palästinensischer Staat bestehend aus 2 nicht miteinander verbundenen Teilen soll her. Und jetzt kommt es: mit lediglich beschränkter Souveränität. Und so etwas schlägt ein Saudiaraber einem Präsidenten Palästinas vor!
Er solle sich nicht aufregen, sondern darauf vertrauen, denn das richte sich schon Alles zu seinen Gunsten, meinte so in etwa Salman zu Abbas dem Palästinenser. Trump posaunt derweil, Jerusalem als jüdische Hauptstadt haben zu wollen und dass die US-Botschaft genau dorthin verlegt werde.
He is looking for trouble?
Nee, keineswegs.
Außer, dass diese Angelegenheit abends als Nachricht im Fernseher untergeht, wird vonseiten der EU etc. kein Finger WIRKLICH gerührt werden – wahrscheinlich auch nicht von anderen. Netanjahu war schon in Brüssel, und hat dazu aufgerufen, die Botschaften der EU-Staaten nach Jerusalem zu verlegen. Ich glaube, Ungarn und vielleicht Tschechien haben schon eingewilligt dazu.
Scheinprogressive wie die Grünen und Linken im Brüsseler Parlament und in den Regierungssitzen der jeweiligen EU-Mitgliedsländer werden etwas motzen darüber; und dann geht es wieder ums eigene Wohl.
Wir werden sehen, ob Zypernundmehr-News mit derartigen Einschätzungen real Entstehendem vorgreifen wird. Gern täuschten wir uns darin. Keine 6 Monate werden vergehen und dann ist das Thema tot, beziehungsweise spruchreif, wie man sagt. Sie verstehen?
Mancher hätte vor dem Hintergrund der Trumpisierung des so genannten Westens der Welt wenig dagegen, wenn wieder ein paar kanadische Truppen in den Südwesten Deutschlands verlegt würden. Pure Nostalgie, sonst nichts – und vielleicht auch die teils aufkommende Einsicht, dass sich die weltpolitische Lage nicht gerade erst verschiebt, sondern schon längst verschoben hat. Die sprichwörtlich 7 fetten Jahre der westlichen Zivilisation sind ausgetanzt. Zar Putin und der Neukaiser in Peking haben übernommen. Und das hat eben gewisse Auswirkungen.

„Verdammt lang her, verdammt lang“, rockt da gerade jemand aus dem Transistorradio passend zum Kontext. Mindestens 20 Jahre und länger nicht mehr angeschmissen dieses kleine, tragbare Radiogerät. Ist all die Jahre immer brav mit umgezogen. In Izmir gekauft auf dem Markt für umgerechnet 10 Mark damals, ein Ort, der so schön unübersichtlich-übersichtlich ist und wo es auch so zugeht, teil-überdacht und unweit vom Meer mit der recht schönen Promenade – wenn nicht gerade die Polizei Ausweise kontrollierend tätig ist.
Das waren noch Zeiten! Was habe ich Izmir und alles, was es ausmacht, geliebt. Heutzutage würde ich noch nicht mal geschenkt plus 5-Sternebunker dorthin fliegen. Obgleich ja eigentlich nichts passieren dürfte.
Wer bin ich schon?
Drauf ankommen möchte ich es aber nicht lassen. Weil türkische Knäste sind zwar interessant, aber halt auch gefährlich, sehr gefährlich mit deutschem Pass in diesen Tagen, vermute ich mal so ins Blaue.
Ahmet vorgestern ebenso, also aus dem Blauen, angerufen. Das alte Haus lebt noch, zum Glück. Ist gerade in Sivas und nicht, wie sonst immer, in Istanbul, Aksaray.
Ach Sivas!
Dort habe ich Ahmet 1983 kennengelernt. Was war ich begeistert von den Menschen in Sivas – und nicht nur von Ahmets recht großem Bekannten- und Freundeskreis. War aber dennoch nie wieder dort. Wollte es vor Kurzem endlich tun, als ich es dann doch lieber bleiben ließ – wegen Erdogan. Hoffentlich schaffen die sich endlich diesen Monarchen vom Hals, versteht sich: auf zivilisierte Art und Weise! Diesen Sultan in „disguise“ (verdeckt).
Wenn ich diese amerikanisierte Wendung verwende, sollten Sie wissen, ist da immer dieser eine Hit von Michael Jackson am Werk in mir – irgendwie. Nein! Ich bin kein Jackson Fan. Doch die Jackson 5 sowie seine erste Solo-LP, die hatten was – die zogen um die Welt und hinterließen ihren Sound und Message in Hirnen.
In Sivas bildete ich mir damals ein, erstmals kapiert zu haben, was Anatolien ist und wie es sich anfühlt – weiter als weite Weite. Solange du nicht da warst, stimmen deine Vorstellungen darüber und das, was du dazu liest, solange du nicht dort warst. Das letzte Sätzchen liest sich schon fast anatolisch – oder so?
Ja, ich bin einer derjenigen, die das türkische Leben der Türkei richtig vermissen inzwischen. Schon fast 2 Jahre nicht dort gewesen. Fühlt sich an wie anderthalb Leben lang und vielleicht noch etwas länger.
Nee, hier in Europa, das ist anders. Die Türken hier sind gut und schön, aber … . Da fehlt meist was. Versteht sich, dass wenn hier von Türken geschrieben wird, einfach alle die Völker gemeint sind, die in der Türkei leben – auch und vor allem Zigeuner. Ach, welch Kultur, welch Reichtum, der sich da seit Jahrhunderten zu behaupten weiß im türkischen Teil von Trakien und anderen Orten wie Istanbul – irgendwie.
„Cingene!“
Und ich weigere mich, von Fahrenden zu schreiben! Weil ich habe nichts mit der Nazi-Vergangenheit Deutschlands am Hut! Auch mein deutscher Pass zieht mich in diese Dunstwolke nicht rein! Ich, so wie andere nach dem II. Weltkrieg Geborene, lassen (und wollen) uns dieses Monster des Monströsen nicht einimpfen (lassen); und unseren Sprachgebrauch vor plötzlich ausgebrochener super Korrektheit, fragt sich nur wessen, schon fast ad absurdum führen, wie im vorherigen Falle!
Es gibt da noch andere Beispiele, wie Sie alle wissen. Mir gefällt das Wort „Zigeuner“, ist positiv besetzt, so gut oder positiv wie „Schwarzer“ oder „Negerküsse“. Sie wissen doch gewiss: Die letzteren sind Leckerli, die mit dunkel brauner Schokoladeguss oder so etwas überzogenen sind. Das sind die süßen Dinger mit der flauschigen noch süßeren weißen Masse darin – früher in jeder Bäckerei ganz vorne stehend in der Vitrine zu haben gewesen.

In der Stadt Lahr, habe ich den Eindruck, leben die vielen Völker recht harmonisch miteinander. Anders als in Lörrach, geschweige denn in Kandern, sind sie in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen – selbstverständlich/er sichtbar?! In Kandern oder Lörrach denkt man:
„Ach, schau an, ein türkisches Geschäft.
Huch, und da sogar ein Araber.“
Diesen Blick auf die Nachbarschaft, oder wie man es besser nennt, kannst du dir in Lahr sonst wo hinstecken.
„Tamam?“
Mal sehen, wie das eben Gesagte im April 2018 zum Vorschein kommt, und zwar bei der Landesgartenschau. Ja, die wird in Lahr ihre Tore öffnen und es wird gerade mit Volldampf gebaut und gemacht. Soll alles nach Plan laufen. Das Wasser, welches im sogenannten Seepark-Areal auch noch im kommenden April unheimlicher Weise irgendwo versickern wird, ist zu erfahren, wird wohl erst nach dem Ende der Landesgartenschau daran gehindert werden, unerlaubt und unerwünscht wegzutauchen auf die zuvor so in etwa beschriebene Art und Weise.
Das klingt weniger umweltbewusst. Verzeihen wir es den Lahrern, aber nur, solange die Landesgartenschau ein Erfolg wird?
Und dann, wann ist so ein Event ein Erfolg zu nennen?
Die Leute scheinen geradezu schon einer Art Zerstreuungssucht zu unterliegen. Sind auf Achse wie Neu-Nomaden. Brauchen offenbar eine Reiz- oder/und Kuriositätsbefriedigung, und das andauernd, so scheint es, auch im so genannt Realen, und nicht im Internet allein.
Es scheint noch andere Baustellen in dieser Stadt zu geben. Doch: Lahr schafft offenbar das Kunststück, dennoch schäublische Schwarze Zahlen zu schreiben. Apropos politisch etwas rechts, wie es ja der Herr Schäuble ist, der derzeitige Bundestagspräsident:
Da sitze ich doch im Zug nach Basel. Ja, und was sehe ich in Basel einfahrend auf einem riesengroßen Bild an der Vorderwand der schweizerischen Basler Zeitung, die auch mal weltansichtsmäßig andere Zeiten erlebt hat als jetzt unter dem Regiment des Blocher-Clans (SVP) – letzterer Familie ist endlich in die Galerie der 10 reichsten Clans der Schweiz eingedrungen nach kürzlich herausgegebener Statistik?
Werbung für den Europa-Park in Rust sehe ich.
„Lauter die Glocken nie klingen, als zu rechten Seilschaft hin … .“

Weil wir schon beim Klingen sind: Zur Landesgartenschau in Lahr, wenn denn nichts dazwischenkommt, wird auch das Landes-Musik-Festival erklingen und/oder durchgeführt. Letztere ist auf den 23. Juni 2018 gesetzt worden. 20 Jahre gibt es das Festival schon. Und solch Anlass lässt sich dann schon besser zusammen feiern, zumal die Landesgartenschau 10 Jahre alt werden soll heuer:
Blasmusikverbände, Hackbrettensembles, Akkordeonorchester usw., aber offenbar keine orientalisch anmutende Orchestrierung weit und breit, die angekündigt wird.
Wussten wir es doch, werden einige jetzt denken. Wirklich schön wäre, finden Sie vielleicht, würden sich hier in Deutschland beheimatete orientalische Instrumente Spielende (türkisch-, kurdisch-, arabische) musikalisch an der vom Ministerpräsidenten des Ländles gestifteten Conradin-Kreutzer-Tafel als Amateurmusiker beteiligen.
Diese Tafel ist vielleicht schon seit 150 Jahren im Umlauf, glaube ich zu erinnern. Jedenfalls wird groß getönt, dass Amateurmusiker sich noch zu der Art Wettbewerb bis zum 15. Januar 2018 anmelden können (www.landesmusik-festival.de), der dort dann wohl steigen wird. Wäre echt klasse, wenn da ein paar Kurden etc. sich anmeldeten.
Eigentlich müssten die dann doch wohl mit einem Preis bedacht werden. Erfinderisch wie Mensch nun mal sein kann, siehe das Olympische Komitee im Fall Russland und seinen gedopten Sportlern, die ohne Flagge antreten werden dürfen, könnte ja dann schnell noch eine Tafel kreiert werden, auf der die Namen der ‚Orientalen‘ draufstünden, aber halt nicht, zu ehren oder so Conradin Kreutzers?
Ja, OK! Wir werden hier wieder etwas umgänglicher. Versprochen!
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Jedenfalls ist der Wald um Kandern das Beste, versprochen, weniger die aus Menschen gemachte Nachbarschaft. Ersteres lässt das Herzchen eines nach Gesundheit und Harmonie strebenden Menschen also nur höher hüpfen – wie bei der ersten gesichteten Traumfrau oder Traummann. Man muss einfach nur eintreten ins gezähmte Grün und das grüne Ästewerk, dann nach Bedarf weitergehen und bestens niemandem von der selben Spezies über den Weg laufen – und ALLES wird oder ist gut.
Die beste Droge weit und breit – WALD. Man muss es nur wollen. Man sollte sich einfach nur die Zeit nehmen dafür. Und nicht lang darüber lesen, schreiben oder quaki-quaki machen, sondern tun.
Jetzt kann ich es ja schreiben:
Danke, dass es Dich gibt, Wald in Kandern, auch wenn Du Dir neuerdings nackte Menschen in Dir gehend gefallen lassen darfst. Stimmt, die scheinbar unermüdlichen Holzfäller reichen Dir bereits. Wenn es richtig beobachtet wird, haben die vom Rathaus ausgesendeten Sensenmänner des Nutzwaldes von Kandern im Winter ‚kreative‘ Pause. Wahrscheinlich hinterm Ofen mit einer Bierflasche im Ansatz und einem Wurstbrot griffbereit. Klar doch: und dem Handy am Ohr oder/und dem TV-Bildschirm in Aktion. Zigarette in der anderen Hand. Wahrscheinlich nicht alleine. Mit Frau. Oder Kumpel. Hund. Katze, und die weiß, wann es angebracht ist, sich zu zeigen. Das einfache Leben eben. Lebensglück. Jeder auf seine Art. Und das ist gut so. Hier bei uns im Südwesten darfst Du. Du darfst dich sein, solange du weißt, wer die anderen sind – oder signalisierst, dass du begriffen hast, wer sie darzustellen vorgeben und es, zumindest in ihrer Gemeinschaft weilend, akzeptierst. Wie eben alle anderen auch. Das nennt man schlicht und einfach Zusammenleben. Und Normen, die braucht es dabei nun mal. Besser, nehme ich an, als mit der Faust sich Wege bahnen. Apropos Wege bahnen:
Gerade machen minderjährige Marokkaner Mannheim unsicher. Keiner will sie stoppen können, weil minderjährig.
Hey Leute! Geht’s noch?
Wenn ihr das jetzt nicht unterbindet, was glaubt ihr, was in ein paar Jahren da vor euch stehen wird? Eine weitere arabisch-sprachige Bande, die in den Zeitungen als Superkriminelle alle 3 oder 4 Monate Schlagzeile macht. Das könnte dann wirklich die eine Bande zu viel werden, die die AFD und Konsorten ganz nach oben spült im Ländle.
So wird man zwar auch berühmt, also serienweise Straftaten begehend. Doch diese Art eines sozialen Aufstieges sollte nicht juristisch oder von Amtswegen – oder beides – ermöglicht werden.
Beispielsweise Charr, der Libanese, der Herr hat sich immerhin nach oben geboxt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – Schwergewichtsweltmeister ist er kürzlich geworden. OK, er hatte sich eingebildet, schon mit deutschem Führerschein oder AOK-Mitgliedschaftskarte Deutscher zu sein und sich daher als deutschen Schwergewichtsweltmeister ausrufen lassen – wahrscheinlich sogar selbst so genannt.
Soll vorkommen.
Ist ja auch vorgekommen, dass jemand wie Max Schmeling mal Boxweltmeister gewesen sein soll, wo einige andere Jungs den Titel durchaus auch verdient hätten, nur eben die falsche Hautfarbe abgekriegt hatten und so irgendwie nie wirklich die Chance hatten, nach OBEN gespült zu werden, damals; und durchaus auch noch heute hie und da.
Und in die Fußstapfen des Letzteren sollte man Charr ruhig treten lassen, finden wir – in die Schmelings.
Was soll das denn?
Diese Fußspuren werden doch sowieso ausgetreten, sind eh schon ausgelatscht.
Herr Charr hat sich gemüht! Das gehört belohnt! Ihr wollt doch Leute integrieren, positive Vorbilder?
Bitte, da ist es!
Na, dann ist er halt ein Deutscher ohne deutschen Pass.
Und jetzt? Weltuntergang?
„Alles eine Frage der Perspektive“ würde eine gute Bekannte hier wohl sagen.
Fehlt nur noch, dass ein Weißer demnächst auf 100 Meter schneller rennt als es ein Farbiger je geschafft hat und die deutsche Nationalelf diesmal in Russland erneut Weltmeister wird.
Soll heißen: Alles möglich! Eigentlich.
In der Badischen Zeitung ist man sich seiner Sache offensichtlich schon ziemlich sicher. Also, dass der Fußball-Weltmeister, Deutschland, die Vorrundenspiele überstehen wird zur WM 2018: Mexiko, Schweden und noch jemand nicht wirklich Zurechnungsfähiges ist scheinbar bei ihnen in der Gruppe. Doch Löw, der Bundestrainer, ist ein ausgeschlafener Junge, zufällig aus Freiburg oder Umgebung. Er wird diese Überheblichkeiten eines Journalisten der Badischen keinesfalls in die Köpfe seiner Nationalelfspieler einsickern lassen – hoffen wir es mal. Diese Haltung, das weiß er, ist Gift für die Mannschaft. Also müsste man der Badischen schon fast unterstellen – demjenigen, der diesen Artikel zum 02. 12. 17 schrieb -, das größte Ziel der meisten, die mit der deutschen Elf fiebern werden 2018, derart zu unterlaufen!?
Die Schweizer sind auch wieder bei der WM dabei. Man staune.
Wussten Sie, dass Zürich das ökonomische Zugpferdchen ist in CH, dass die Kantone Neuenburg, Schaffhausen die noch besseren Schweizer Zugpferdchen geworden sind ökonomisch? Kanton Schwyz und Zug schlagen sich mittelprächtig. Hingegen Genf, Graubünden und sogar das Aargau verzeichnen Verluste. Basel hält sich so olala, doch Baselland mimt mit 0,8% Minus in der Statistik des Schweizerischen Bundesamt einen der Verlierer, zufällig einen jener, die gegenüber der deutschen Grenze liegen – und das ist wiederum verwunderlich.
Weil den Deutschen soll es ja gut gehen. Und denen geht es ja anscheinend gut, weil sie unter anderem Viele billig arbeiten lassen und Waren an der Grenze zur Schweiz, beispielsweise, verlockend günstig aus der Sicht des Schweizer Verbrauchers feilbieten auf deutscher Seite – sogar Steuern können an der Grenze wegen dem Kauf drüben noch geltend gemacht werden auf dem Weg zurück in die Schweiz mit den Koffern voll Ware.
Dass die Schweizer beim Fußball gegen Brasilien gewinnen bei der WM 2018, ist vielleicht deshalb gegeben, weil die brasilianischen Kicker eventuell innerlich angefressen auf den Platz kommen, um zu kicken. Soll heißen: Deren Management hat nämlich deren Quartiere in Sotchi, irgendwo in Russland nahe Georgien ist es gelegen, schon vor den Match-Auslosungen klargemacht. Nach dem Motto: Wer zuerst kommt, malt zuerst, haben sie nach den vermeintlich besten Hotelanlagen vor Ort in Sotchi, oder was für eine Art Unterkunft es genau ist, gegriffen. Nur waren die Losentscheide so, dass keiner der Spielorte der brasilianischen Mannschaft für die Vorrunde nahe Sotchi liegen, und so der so-und-so-fache Weltmeister aus Südamerika dann zu jedem Spiel durchs große, weite russische Land zuweilen zeitlich lange fliegen wird dürfen.
Es besteht also Hoffnung, dass die Schweiz dabei hilft, diesen Dauergast bei Weltmeisterschaften mitauszuradieren.
Endlich mal die Peruaner dabei. Die Saudis, das ist hier eine ganz spezielle Meinung, gehörten eigentlich gleich nach Hause geschickt, beziehungsweise erst gar nicht ins putinsche Zarenreich gelassen, weil sie im Jemen sowie in Syrien eine Art existenzieller Gegner Putins, und überhaupt des zivilisierten Umgangs miteinander, darstellen.
Auch wenn ich ja sonst nicht so auf Putin kann, der seinen Beichtvater namens Tichon immer näher an sich heranrücken lassen soll in Sachen Weltansicht, aber, Putins Meinung oder Einstellung gegenüber dem Verwalter des wichtigsten Teils des muslimischen Erbes in Mekka, dieser Einstellung könnte gern etwas abgewonnen werden, wenn der Einfluss dieses Tichon auf Putin nicht wäre.
Letzterer ist so etwas wie der russische Kulturkardinal. Nach Aussagen der schweizerischen Basler Zeitung vom 5. Dezember 17 habe Tichon in etwa das Folgende gesagt:
„Die Erschießung der Zarenfamilie 1918 durch die Bolschewisten sei ein Ritualmord, also ein Menschenopfer, gewesen.“
Die Basler Zeitung kommentiert das eben Gesagte daraufhin, wie folgt:
„Eine antisemitische und eigentlich längst widerlegte Version. Die [russische] Öffentlichkeit staunte, das staatliche Ermittlungskomitee [Russlands] aber hat die Fahndung nach den Beweisen für den [erwähnten] Ritualmord schon aufgenommen“ – und das Letztere, kein Scherz, nach dem Verlauf von knapp über 100 Jahren.
Es lebe der Stahlinismus putinscher Prägung. Das „h“ im Wort Stalin ist gewollt eingefügt worden.

Die Türkei hat auch fußballerisch glücklicherweise früh genug erkannt, dass ihre derzeitigen Politiken nicht dazu geeignet sind, bei den Weltmeisterschaften im Fußball 2018 im größten Land der Welt, solch geografische Größe durch eingebildete kemalistische oder erdoganistische Größe fußballspielerisch herauszufordern, oder gar mit religiös unterwanderten, verbalen Ausfällen des neuen Paschas von Kazim Pascha Istanbuls begleiten zu lassen – von Erdogan Abi, wie manche Bewohner der Türkei inzwischen sarkastisch zu ihrem Führer sagen. „Abi“ steht für großer Bruder, und wie wir wissen, können Beziehungen zu großen Brüdern recht umfangreich sein und verstanden werden.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Der Hit-Song „Fresh“ von Cool and the Gang aus anno domino wird gerade gespielt im SWR1. Na klar, es ist der 02. Dezember und so wie die Zyprer schon seit Monaten Wahlkampf betreiben, der dann hoffentlich im kommenden Februar sein Ende gefunden haben wird 4 Minuten lang, so ist hier im Südwesten und wahrscheinlich in Gesamt-Deutschland Weihnachten schon längst auf Hochtouren.
Dieses Jahr will mir Weihnachten irgendwie gefallen – und das seit vielen Jahren. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich vom Alter her die 60er Marke gerissen habe?
Was auch immer: Die weihnachtlichen Lichtelein, an ganz normalen Bäumen sogar angebracht zuweilen wie in Städten wie Lahr, sind wahrscheinlich doch zu betörend für jemand, der jahrzehntelang dieses Fest gern gemieden hat – was in islamischen Ländern verweilend nicht gerade schwerfällt, wenn man sich nicht in großen Hotels aufhält oder auf der deutschen Botschaft arbeitet oder oder.

Bevor Weihnachten dieses Jahr so richtig losgetreten wurde, war ich zufällig auf der „Chryanthema“ in Lahr im Schwarzwald. Inzwischen wurden jene in dieser Stadt mit Preisen ausgezeichnet, die die schönsten Kunstwerke aus Chrysanthemen gebastelt hatten im Rahmen der zuvor bezeichneten Festtage. Den ersten Preis machte ein Freundeskreis namens „Eichrodtschule“. Die waren clever genug, den 20. Geburtstag des Chrysanthemen-Fests in Lahr zu thematisieren, indem sie einfach einen Geburtstagskuchen aus Chrysanthemen zusammensteckten, der auch recht eindrücklich optisch rüberkam.
Schon mal was vom Europa-Park in Rust am Rhein gehört?
Ja, weiter oben, werden Sie wahrscheinlich antworten.
Nun dann! Dieser Park wurde auch wieder ausgezeichnet, allerdings andernorts für was anderes. Eine Kirche gibt es in jenem Park, der sogar auch mit einem Schweizer Zirkuspastoren bestückt sein soll. Die Kirche geht eben manchmal schon etwas eigentümliche Wege. Wie wir alle ja noch aus der nicht allzu weit zurückliegenden teutschen Vergangenheit wissen.
Hingegen: „LichtBlicke“ ist eine der Sensationen, die zu Weihnachten in Lahr feilgeboten wird. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt scheint mit de Bezeichnung LichtBlicke vor allem gemeint zu sein. Und ich muss gestehen, die letztere ist zumindest auf dem Marktplatz der Stadt nachts recht dezent, sehr schön anzusehen. Und noch schöner: Am frühen, sehr frühen Morgen leuchten die vielen Lampen nicht mehr wie beispielsweise in Zypern bei selbigem, also weihnachtlichem Veranstaltungsgrund, wo Energiesparen leider meist noch immer – vorerst – eine Floskel der meisten Berufspolitiker ist, um gewisse Interessen und Interessengruppen zu bedienen, und die Lämpchen leuchten und leuchten, oft sogar auch tagsüber.

Apropos Interessengruppen:
Da liest das Darüber-wenig-erfreute-Auge, dass Macron und der Grieche Tsipras dem SPDler Schulz zur Groko angeblich raten – zur Großen Koalition und so. Dass Ägyptens Ex-Premierminister Schafiq sich in Kairo wieder blicken lassen darf. Dass die Mubarak-Söhne mit großer Wahrscheinlichkeit einige Millionen Euro aus der Schweiz, sozusagen, loseisen werden können auf gerichtlichem Weg. Dass Seehofer immer noch nicht die Zügel aus der Hand zu geben gedenkt innerhalb der CSU und es offenbar darauf anlegt, als Politclown oder öffentlich gebrandmarkter Unverbesserlicher zu enden. Dass das Rottweiler Münster endlich wieder in altem Glanz erstrahlt und dass in Stuttgart im Museum so viele nackt gemalte Männer wie noch nie davor in ganz Deutschland, und zwar JETZET zu bestaunen und zu bewundern sein sollen. Zuletzt, weil das muss der Aufzählung einfach noch beigefügt werden: dass „ein Buch als Aufruf zum Kannibalismus“ 350 Jahre alt wird, schreibt die Lahrer Zeitung am 04. 12. 17.
Die Rede ist von Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“, welches ich mir einst im Jemen verweilend griff, weil es in zweisprachiger Ausgabe – Englisch/Arabisch – zu haben war. Jetzt kommen wir also über Umwege endlich den tieferen Beweggründen der Krise in Arabien näher?
Den Saleh, jedenfalls, haben die Huthis Anfang Dezember 17 im Jemen umgebracht. Musste wohl so kommen. War nicht viel Andres zu erwarten. Der frühere, langjährige Präsident des Landes, Saleh, hätte sich womöglich doch noch den Saudis angedient, nachdem er sie jahrelang gemeinsam mit dem Stamm der Huthis bekämpft hat – nicht etwa für die einfachen Leute unbedingt, sondern doch schon eher und ziemlich offensichtlich wegen der eigenen Macht. Und ja, auch Sie haben es vernommen: Spendenaufrufe neuerdings, und das sogar für den Jemen.
Weiß jetzt auch noch nicht genau, wie ich von diesem Kontext zum nächsten gelange, aber … . Kann es sein, dass immer wieder zu Jahresende eine Art Würdigungsmacke ausbricht? Spendenaufrufe sowieso. Und Saleh wollte ich mit seiner Erwähnung, hier, nicht gewürdigt haben. Ihn als Menschen, OK.
Nun: Schlägt man die Zeitungen in dieser weihnachtlichen Phase also auf, so wird praktisch auf jeder Seite was von einer Würdigung oder Preisverleihung berichtet – offenbar eine inflationäre Angelegenheit, siehe zum Beispiel in Zypern den alljährlichen „Hearts of Gold“ Preis für soziales Engagement.
Daher:
Vermachen Sie Zypernundmehr-News bitte bloß keinen Preis – auch nicht würdigen, bitte!

Ja, und in diesem Zusammenhang muss in eigener Sache würdigend jemand zu Grabe getragen werden: „Kandernundmehr“. Diese, von uns betriebene News-Webseite wird ihre Tore schließen. Alles, was es zum Thema Südwest und Kandern etc. zu berichten gibt, wird einfach NUR NOCH auf Zypernundmehr-News Verbreitung finden!
Für Ihr entgegengebrachtes Beileid bedankt sich das oben näher bezeichnete Internet-Blättle-Team. DANKE!

Stellen Sie sich mal das vor: Der Vorbeter der Lahrer Moschee, der Herr Babur, ließ wissen, dass man ja inzwischen EIGENE Leute habe, die man in die Türkei schicke, um dort ausgebildet zu werden, und um dann auf Deutsch den Islam in Deutschland (Lahr) zu verkünden.
Schon fragte es bei mir:
Ob das nicht an dem vorbeistreift, was eigentlich angedacht ist vonseiten der meisten Regierenden im Bundestag zu Berlin? Denn was nützt es, wenn da vorne jemand auf Deutsch genau das in einer Moschee sagt, was nicht (mehr) in muslimische, dem Islam zugeneigte Köpfe hineinsoll? Als hätte der Staat, Staaten der EU, nichts Besseres zu tun als unentwegt und 24 Stunden lang, Hörposten in Moscheen zu installieren. Ein aufgeklärterer, und somit mit westlicher Aufklärung und Lebensweise durchzogener Geist, sollte doch wohl eher Einzug halten (lassen), ein Etwas, dass sich im Rahmen der EU-Verfassungen sozusagen selbst-regulierend lebt. Doch so etwas dürfte aus Deutschland stammenden, angehenden Imamen – in unter dem Diktat des Herrn Erdogan stehenden Institutionen der Türkei – gewiss nicht vermittelt werden können in Ankara oder Istanbul etc.
Folglich: Gut und schön, dass in der Vogesenstraße in Lahr eine Moschee im Rohbau steht, die demnächst fertig gestellt sein soll. Doch wozu braucht es dort eigentlich Kellerräume, die, wie Herr Babur wissen lässt, LEIDER eine zeitliche Verzögerung des Projekts bewirken?
Was sich hier des Weiteren indirekt zur Frage geradezu formuliert, ist:
Das Original in Mekka kannte keine Keller. Und wenn die Moschee hier in Lahr Fußheizung haben muss, nun dann, warum auch nicht, auch, dass der Bau halt teurer werden dürfte als geplant. Doch ist irgendwie auch und ganz plötzlich die Frage in den Raum gerückt aufgrund des Kellers, ob daher vielleicht auf die Funktion des Minaretts verzichtet wird – Gebetsausrufung usw.? Ist ein Keller etwa plötzlich nötig, weil an jenem unterirdischen Ort anstatt vom luftigen Minarett die Lautsprecher erklingen werden – sozusagen im Gegensatz zu dem, was in der Türkei allgemein praktiziert wird? Ist Letzteres eine zu erwartende Maßnahme zwecks guter Nachbarschaft im Viertel?
Oder was ist der Grund für eine etwas kostspielige Kelleranlage? Was soll dort denn alles gelagert werden? Wein dürfte es wohl nicht sein. „Suçuk?“ Das ist die nach Knoblauch und anderen Gewürzen riechende türkische ‚Nationalwurst‘. Oder gar „Hellimi“-Käse aus dem Norden Zyperns?
Mancher Muslim könnte Bedenken anmelden, müsste erfahren werden, dass Koran- und Hadithbücher in einem Keller dieser Moschee aufbewahrt werden sollen. Ein Keller ist nun mal im Boden und folglich tief gelegen, näher zur Hölle als die Betenden in einer Moschee darüber – sofern jemand Himmel und Hölle in etwa so verortet. Immerhin: Nicht umsonst wird ja vom Himmel gesprochen, und keiner käme auf die Idee, dann an Erdmitte zu denken. Oder?
Obgleich, es stimmt, die vielen heiligen Bücher könnten an solch tief gelegenem Ort der oben Gottesdienst haltenden Gemeinde durchaus eine Art Schutz vor dem Bösen von Unten her sein!?
Wie ich jetzt auf so etwas komm?
Kann Ihnen gesagt werden, wie das Bild entsteht, weil es, wenn Sie gestatten, in Ableitung vom Original, so oft mit eigenen Augen gesehen wurde – allerdings außerhalb Europas meistens. Die Rede ist nämlich davon, dass sich, beispielsweise, ältere Damen oder Herren in überwiegend muslimisch geprägten Ländern zuweilen auf der Straße gehend plötzlich bückten, was mich anfänglich etwas verwunderte, und das ‚nur‘, weil sie ein kleines Stück Brot auf dem Boden liegen gesehen hatten, bückten sie sich danach. Das hoben sie auf und platzierten es dann erhöht irgendwo in der Straße.
Nein, sie verzehrten das Stückchen Brot nicht etwa selbst! Letzteres habe ich noch nicht mit ansehen müssen, was dieser Tage im Jemen aber wahrscheinlich ‚gelingen‘ dürfte, und zwar mit religiös-instrumentalisierter Hilfe aus Saudi Arabien, Israel und den USA – die Europäer dürfen sich dabei zumindest indirekt angesprochen sehen; und Ägypter sowie die Emiratis etc. zu erwähnen in diesem Kontext, ist durchaus auch wichtig – diese Handlanger Washingtons etc.
Das heißt im Übertrag, um zurück zur Moschee in der Vogesenstraße in Lahr zu kommen:
Auch der Koran oder die Hadithe stehen in der Regel gesondert, nämlich erhöht. Kein Muslim, glaube ich, würde s/einen Koran auf den Fußboden stellen oder legen, außer, darunter wäre ein Stück Stoff oder Ähnliches – oder aber es gäbe keine andere Wahl und der Ort wäre erkenntlich sauber.
Das heißt: Auch wenn so ein Keller unter einer Moschee sauber ist, und auch wenn man Korane dort sorgfältig lagerte, falls man so etwas überhaupt vorhat in Lahr, so will wahrscheinlich vielen einfach nicht das Bild im Hirn verschwinden, dass dennoch darüber mit Füßen, Knien, Ellbogen und jeweiliger Stirn eines Gläubigen und anderen, die den Raum betreten, gewissermaßen getreten, darauf eingewirkt wird.

Wie sehen Sie diese Angelegenheit, verehrte Leser?

Apropos Zusammensein: Interessierte, die sich vorstellen können, als islamische Krankenhaus- und Gefängnisseelsorger arbeiten zu wollen, weiß nicht, ob man dafür bezahlt wird, wahrscheinlich schon, können sich dazu ausbilden lassen. Das wird als „umfangreiche Weiterbildungsmaßnahme“ in der Lahrer Zeitung angepriesen. 190 Unterrichtsstunden sind zu absolvieren plus 55 Stunden Praktikum sowie 25 Std. Supervision begleitend. Interessenten wenden sich an 0621/4371 4002 oder an alfred.miess@mannheimer-institut.de.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Verzeihung!
Sie mussten gerade austreten?
Hoffentlich nicht an einer Autobahn und ohne Geld. Der Liedermacher Rainald Grebe hat nämlich gerade seinen Prozess verloren. Wollte das Freipinkeln in Autobahntoiletten durchdrücken. Kurz: Der Richter wies Grebe darauf hin, er hätte seinen Prozess besser in einem anderen Bundesland als Rheinland-Pfalz ausgeführt, „denn es sei der Bund, der mit der zuständigen Autobahn Tank & Rast GmbH 1998 einen inzwischen wieder gekündigten Rahmenvertrag geschlossen habe [d.h., es kann also wieder umsonst Wasser etc. laufengelassen werden in diesem Bundesland an Autobahnen] – einen Rechtsanspruch auf kostenlose Toiletten an Autobahnen gibt es laut Urteil weiterhin nicht. Zudem sei auch die Daseinsvorsorge nicht immer kostenlos. Dazu gehöre die Versorgung mit Trinkwasser. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (AZ. 5 K 1284/16.Ko) Lahrer Zeitung 5.12.17.“

Kurz noch Einiges zu Zypern bevor der Artikel im digitalen, ewig vorhandenen und weihnachtlichen, neujährlichen Orkus verschwindet:
Wie gesagt: Schon bald sind Wahlen auf Zypern. Ein Wahlprogramm, bei dem die Leute sich orientieren könnten, welcher Partei sie ihre Stimme geben, soll nicht wirklich erkennbar bislang erarbeitet worden sein – von keiner der Parteien und das knapp 40 Tage vor dem Ereignis. Das lässt darauf schließen, unweigerlich sozusagen, dass hier Politik nicht in erster Linie nach Nutzen–Kosten–Erwägungen betrieben wird, sondern nach Loyalitäten.
Stellen Sie sich das so in etwa vor wie bei einem Sportverein: mit der Verein großgeworden, dabeigeblieben. So in etwa.
Obgleich dringend benötigt, gelingt es den Regierenden in Nikosia-Süd knapp 40 Tagen vor den Wahlen in 2018 auch noch immer nicht, Untersekretäre zu bestimmen – weil eine Krähe der anderen Krähe möglichst nichts gönnt. Dann soll die ganze Chose anstatt halt den Bach runtergehen. So in etwa muss die innere Einstellung der Beteiligten in etwa sein. Man ist halt sehr auf sich versiert.
Ich! Ich! Und nochmals Ich!
Lediglich der Untersekretär für Schifffahrt konnte klar gemacht werden von den im Dauerstreit stehenden politischen Parteien Zypern-Süds. Und das ist ausgerechnet derjenige, wo überhaupt so etwas wie Leistung, die erbracht wird und wurde, ausgemacht werden kann. Was vorrangig damit zu tun hat, dass diesem Untersekretariat keine der politischen südzyprischen Parteien zu nahesteht, dass so genannte Ausländer die Show rennen.
Beispielsweise ist das Resort Tourismus in der Hand der DIKO – und daher geht dort nur eins vor allem: Chaos und Intransparenz. Ein Sauhaufen, würden die Bayern sagen. Die zyprische Telekommunikationsgesellschaft, Cyta, steht leider auch unter dem Damoklesschwert der DIKO.
Ähnlich sieht es bei der Ernennung des Untersekretariats für die so genannte „Entwicklung“ aus. Diese ist in der Hand der schein-kommunistischen AKEL. Die träumen meist vom Verstaatlichen und Ähnlichem. Das heißt: Das Investitionsklima, welches ausgerechnet in den Händen dieser Partei ist, dürfte auch in absehbarer Zeit weiterhin etwas abgebremst aufhellen – was allerdings nicht unbedingt das Schlimmste ist oder wäre, wenn das Wohl der Allgemeinheit wirklich oberste Priorität hätte.
Immerhin: Zypern hat sich im Gegensatz zu Malta und Dänemark der PESCO verpflichtet. Die wurde gerade vor Kurzem aus der Taufe gehoben in der EU und wird gewiss noch ein Kandidat für einiges Kopfzerbrechen sein – so auch auf der Insel. Denn das lang angepeilte Verteidigungsbündnis der EU namens Pesco hat so seine eigene Laufrichtung, und wenn nicht, dann dürfte sich so etwas Ähnliches schon demnächst herausstellen – sozusagen unweigerlich.
Und Zypern ist nun mal unweit gewisser Interessenzonen gelegen; und Israel, neuerdings ein enger Freund Nikosias, spielt va banque in der Region südöstliches Mittelmeer – eigentlich bis über den Atlantischen Ozean hinweg und tief in den Irak, Ägypten, Türkei, Griechenland und sogar im Jemen ist das spürbar.
Apropos „va banque“: Der ehemalige Oberhäuptling der Bank of Cyprus wurde verknackt, der Herr Andreas Eliades. Doch ganz fest steht es noch nicht.
Wie so oft wird es wohl auch nun wieder so gemacht. Genauer:
Es handelt sich um einen psychologischen Trick, der so genial ist wie Trump umweltbewusst. Diese Art Täuschung wird auch in Deutschland gern angewendet, versteht sich, mit Hilfe der sogenannten etablierten Medien gelingt es meist besonders gut.
Da ist also ein reicher einflussreicher Mann oder Firma (Frau kommt so gut wie nie vor), der beim Schummeln im großen Stil erwischt wurde. Nun, so richtig stimmt das mit dem „erwischt“ schon nicht, weil ja zu viele meist über Jahre das Schummeln aus der Ferne – oder gar näher – begleiten oder betrachten, ja, oft auf ignorant schaltend wachsen lassen – aus welchen Gründen auch immer.
Und ebenso ungewiss ist oft, weshalb dieser Mensch oder diese Firma nun jetzt ausgerechnet bestraft wird, wo das ALLES doch zuweilen schon seit Jahrzehnten läuft.
Dem aufmerksamen Betrachter ergeben sich nun mal solche Fragen, da sich weitere Fragen anschließen: Was wird da schon wieder abgedeckt; und wer braucht das, um seine Kartoffeln damit zu braten etc.?
Das, was vorweggesagt wurde, spricht so in etwa an, dass solche Firmen oder Personen dann meist in der Presse verrissen werden – nach Strich und Faden. Und dann ist meist für auffällig lange Ruhe um sie. Die kehrt wie ein Schlafmittel in Gedächtnisse ein. Und dann kommt irgendwann ein Gerichtstermin, gern ohne große Öffentlichkeit oder Ankündigungen, aber meist doch so viel dazu irgendwo vermerkt, dass Boulevard Zeitungen nicht an den Karren gefahren werden kann, wie: Ihr habt darüber ja gar nicht berichtet. Kurz: Oft wird der Ball dann niedergehalten, wie man sagt. Da steht dann: Herr F oder Firma G wurde zu einer bedingten Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung bestraft.
Der Typ setzt sich danach in sein eventuell teures Auto und fährt dorthin, wo er hinwill; wohingegen andere, solche wie Du und ich beispielsweise, bei solch gravierenden Straftaten absitzen gehen dürften.
So läuft der Hase.
Wer eine Katze hat, der weiß, was zu tun ist, wenn der Kater keinesfalls mitkriegen soll, dass die anderen Katzen vor dem Haus zeitlich vor ihm etwas zu Essen kriegen: ablenken!
Ansonsten? Man lenkt sich auf Zypern gern vor dem Fernseher sitzend ab. Oder man geht gleich ins Stadion und schlägt mit Fäusten, Stöcken, was auch immer mit hineingeschmuggelt werden kann, zu – auch davor.
Die Gewalt in zyprischen Stadien und davor wird immer extremer. Es ‚braucht‘ offenbar einen Toten, bis die Politiker WIRKLICH reagieren (lassen).
Zuletzt: Sollte Ihnen jemand gerade Cyprus-Bitcoins anbieten, dann überlegen Sie sich das noch einmal, ob Sie wirklich gleich NEIN sagen wollen!!!?
Guten Rutsch ins Neue Jahr und feiern Sie schön.
Zypernundmehr-News, Redaktion

Read Full Post »

Kibris 2017 u. s. w.

Vorweg einige Bemerkungen zu ‚Jamaika‘ und dergleichen in Germanys Reichstag – und zur SPD und dem ‚Wundermittel‘ Glyphosat. Von der erwähnten politischen Partei kann nicht als Insider berichtet werden. Es sind eher Betrachtungen eines einigermaßen durchschnittlich gut informierten Zeitgenossen, die Sie erreichen werden.

Derzeit sondieren DIE da vom Bundestag noch. Bis dieser Artikel erscheint in zwei-drei Tagen dürfte MAN sich noch zu keinem Ergebnis durchgerungen haben – wer mit wem und wie.

Dass es zu Neuwahlen kommt, wird hier eher ausgeschlossen. Wünschenswert wäre eine Minderheitenregierung. Nur so etwas werden sich die Verhandler der durch das Wahlergebnis befugten politischen Parteien wohl nicht verpassen – leider. Uns Bürgern dieser Republik gehörte so ein Regieren aber schon mal verpasst, auch, damit voraussichtlich bei vielen wieder so etwas wie Freude und Neugier, ja, Interesse fürs Politische und MEHR entfacht würde, und zwar, beispielsweise, vermittels Diskussionen im Bundestag – die sich dort ja, vorerst, eh schon allein wegen der AFD etwas interessanter gestalten dürften zukünftig, mit höherem Unterhaltungswert usw. Deutschland braucht außerdem dringend noch mehr und sichtbarer – für gewiss die meisten Bewohner dieses Landes – Demokratie, und weniger von Oben-herab-Regieren, wie es die vorherige GROKO und alle Regierungen davor bislang abgezogen haben – mehr oder minder noch immer abziehen als stünde die GROKO schon.

In dem dieser Herr Schmidt von der CSU vor Kurzem im Europäischen Parlament nicht wie „vereinbart“ in Brüssel mit Stimmenthaltung stimmte in Sachen Glyphosat, mal ehrlich: Braucht es noch mehr Beweis dafür, dass ein problematisches Demokratieverständnis in wahrscheinlich dem größten Teil der sogenannt oberen (politischen) Klasse der Gesellschaft zu krass kursiert?

Und dann wäre da noch das Schleckerurteil. An das Urteil, damals, dieses ehemaligen Fußballers namens Höhnes, der jetzt wieder auf Manager macht beim FC Bayern, mag man sich schon gar nicht mehr erinnern oder sich ausmalen, dass die verurteilten Schleckerkinder mit ihrer Berufung doch noch durchkommen. Zu lediglich 2 Jahren noch etwas wurden die verknackt:

Wie glauben diese Verbeamteten in Justiz und Politik hierzulande eigentlich vor allem junge Menschen davon überzeugen zu können, für die Gemeinschaft eintreten zu sollen und sich legal ‚nach oben‘ durchzuboxen, wenn solche Urteile gefällt und solche Verhalten vorexerziert werden?

Wie es der Zufall will, jährte (40) sich der Mord an dem Arbeitgeber-Präsidenten Schleyer, offenbar am 28. 11. Dessen Sohn traf die ehemalige Terroristin Silke Maier-Witt in Skopje. Letztere entschuldigte sich für ihre Taten von damals. Mir ging durch den Kopf, als der Artikel in der Bild überflogen wurde: „Wie viele Bildleser haben vor dem zuvor gezeichneten Hintergrund wohl so etwas gedacht, wie: Eine Sauerei war der Mord an Schleyer schon. Aber geändert hat sich an den Gründen dafür eher wenig bis gar nichts – diese sind dabei, sich noch zu verschlimmern!

Eigentlich schon fast egal, was DIE untereinander in den Sondierungsgesprächen auskaspern, wenn es auf GROKO erneut hinausläuft. Hält sich ja eh niemand WIRKLICH ans zuvor angeblich mühevoll Ausgekasperte im politischen Alltag!

Ja!

Dann soll sie doch als Minderheitsregierung regieren, die Merkel!

Mal sehen, ob die SPD ihren Profilierungshunger im Gespräch in den eigenen Reihen und gegenüber den Verlockungen der CDU etc. noch einmal überwinden kann und wieder in die Opposition freiwillig abtaucht – und GROKO hoffentlich nicht ermöglicht.

OK, die Gefahr besteht, dass Präsident Steinmeier dann anordnet, was er besser nicht anordnete: Neuwahlen.

Die Grünen streben ja eh kompromisslos zur Macht. Mendeln die eigentlich oder sind die doch eher darwinistisch drauf?

Man kommt einfach nicht umhin, zumindest ein einziges Mal, sich als Blue Print einen der jährlich herauskommenden „Cyprus Country Reports“ zu greifen (www.cyprusprofile.com), diesmal den Report der CountryProfiler Ltd. für das Jahr 2017. Und ich kann es Ihnen jetzt schon verraten: Etwas zu grüner Politik oder dergleichen, Partei der Grünen und so, konnte ich dort drin jedenfalls nirgends lesen.

In der Folge wird recht freizügig aus erwähntem Country Report Info abgesaugt und Ihnen sodann dargereicht zur Verdauung – oder so.

Auf der Kreuzung zwischen Europa, Afrika und Asien liegt Zypern, wie Sie ja wissen. Ein kleines, geteiltes Land – Zypern. Das drittgrößte Inselchen im Mittelmeer. Es teilt eine 300 km lange Seegrenze mit Ägypten, 108 km mit dem Libanon und 71 km mit der Türkei. Griechenlands Festland liegt ungefähr 800 km weit entfernt von Zypern – nordwestlich. Die Insel hat angeblich inzwischen 10.000 Jahre menschliche Geschichte auf dem Buckel. Zypern war vielen Kulturen ausgesetzt, die teils aufgenommen wurden – hineinschmolzen. Kurz: die strategische Lage im südöstlichen Mittelmeer formte und formt die Insulaner ausschlaggebend mit – so unter anderem auch ihre Involviertheit in den internationalen Handel und Geschäfte. Naheliegend ist auch daher, dass sich im äußersten Südosten der EU ein steuerfreundliches Investitionsklima entwickelte. Der genannten Union gehört Zypern bekanntlich seit dem Jahr 2004 an. Es hatte sogar schon die Ratspräsidentschaft der EU inne – „erfolgreich“, wird gern und stets betont.

Dieses Land unterhält mit 60 Staaten sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen. Urlauber finden sich im Vergleich zu den Jahren davor überproportional ein, seit die Türkei, Ägypten, Libanon und Tunesien in Sachen Tourismus einigermaßen schlappmachten. Die dazugehörigen Regime gebärden sich einfach zu unfreundlich, zu autokratisch, zu menschenverachtend – sind eigentlich zu gefährlich, um dort unbesorgt Ferien zu machen als Europäer (Tunesien ist nicht ganz so schlimm, Libanon wird es gerade mal wieder, aber…). Geiselnahme (beispielsweise Yücel) steht daher stets im Raum für Reisende, Racheaktionen ohnehin, schlichtweg Hass, der sich auf den Westen richtet und Touristen trifft, treffen kann – Homophobie nimmt bizarr zu, siehe Ägypten, siehe die Türkei, Iran sowieso.

Zypern hingegen ist einigermaßen friedlich. Man definiert sich im griechischen Teil der Insel prononciert als christlich, als Wiege des Westlichen. 340 Tage durchschnittlich scheint die Sonne – und MEHR. Die Strände sind offen für jeden, soll heißen: Hotels und andere Anrainer ans Meer können das Durchqueren oder Betreten ‚ihrer‘ Strände der Öffentlichkeit nicht verbieten, genauer: sie sind dazu angehalten, den Durchgang so zu ermöglichen, dass man nicht den Eindruck gewinnt, man betrete Privateigentum – im Gegensatz zum Norden der Insel, wo Hotels und andere Interessierte der Öffentlichkeit den Zugang offenbar gern versperren.

Klar doch, als Service-Center sieht man sich auf Zypern auch gern, und zwar für Schifffahrt, die Finanzmärkte und, wie bereits erwähnt, für den Handel. Über 100 Schiffslinien laufen die Insel an, aber dennoch gibt es noch nicht mal eine einzige Fähre nach Israel, Griechenland, Ägypten oder in die Türkei. Irgendwann mal war das aber der Fall. Vom Norden der Insel kann allerdings von Fährbetrieb in die Türkei gesprochen werden. Ja, sogar nach Syrien bestand mal die Möglichkeit als Passagier auf Handels- und anderen Schiffen mitzufahren. Ist derzeit der angespannten, kriegerischen Lage mit viel Überredungskünsten vielleicht nur noch nach dem Libanon oder Ägypten möglich. Genaueres kann hierzu lediglich vor Ort erfahren werden, wie zu vernehmen ist, da solch Entscheide offenbar nach Bauchgefühl von den Kapitänen gefällt werden – oder wer auch immer dafür zuständig ist.

Das Jahr 2015 signalisierte einen früheren Exit Zyperns als erwartet aus der Rezession und Finanzkrise sowie einen Rückgang zu ökonomischem „Wachstum“ – was ja bekanntlich neuerdings das Mantra schlechthin ist allerorts. Die EU-Kommission sagte Zypern ein Wachstum von 2,5% fürs Jahr 2017 voraus. Hallo! Sie sind wieder WER. Nicht von Ungefähr, also, lassen sich immer mehr Headquarters internationaler Firmen auf der Insel nieder: Fundmanagers, Promoters und viele andere. Das Investment Fond Geschäft könnte sich vor Ort zu einem Zig-Millionen-Euro-Ding entwickeln, zu etwas Großem halt, was den Zyprern gewiss nach eigenem Dafürhalten zu Gesicht steht, wozu sie sich irgendwie berufen sehen. So jedenfalls klingt es, wenn man gewisse Broschüren liest oder Nachrichten hört: „Alternative Investment Fonds“, heißt eine der Erfolgsformeln. Deren Anzahl hat sich bereits verdreifacht auf Zypern. Ausländische UCITS werden ebenfalls gehandelt. UBS, JP Morgan und auch Julius Bär promoten einen solchen UCITS gerade in Zypern.

Noch schnell ein paar Worte zur zyprischen Börse, dem „Cyprus Stock Exchange“ (CSE). Verständlich ist für jenen, der die allgemeine Verfassung der Zyprer zu kennen glaubt, dass sich die zyprische Börse vorgenommen hat, DER regionale Player im südöstlichen Mittelmeer zu sein, das Tor nach der EU etc. Dabei konzentriert man sich auf sogenannte Nischenmärkte, wird gesagt. Die CSE offeriert einen voll-computerisierten Online-Handel, Clearing und Settlement, so auch einen Zugang zur „Athens Exchange“, und zwar über ihre Allgemeine Handelsplattform. Griechische Märkte klinken sich über die eben genannte Plattform ihrerseits in den zyprischen und anderen Märkten ein. Gefragt scheint bei den Griechen vor allem der Markt zyprischer Versicherer zu sein. Ein neuer Service ermöglicht es nicht-gelisteten Firmen, ihre Registrierung vonseiten des „Cyprus Central Depository“ und der „Central Registry“ managen zu lassen. Ein regulativer Rahmen wurde des Weiteren erstellt, um sogenannte „Global Depository Receipts“ (GDRs) einführen zu können. Diese werden in internationalen und sich entwickelnden Börsen gehandelt. Sie repräsentieren den Anteil einer Eigentümerschaft bei einer Firma, der zu jederzeit in Aktien konvertiert werden kann. Das ermöglicht vor allem kleinen Familienunternehmen, beispielsweise, dass Familienangehörige Geld abziehen („divest“) können, ohne das Set-Up ihres Unternehmens zu riskieren – und um die Liquidität zu erhöhen, indem eine Investitionsbasis („investor base“) derart eröffnet wird. Eine andere innovative CSE-Initiative war die Einführung eines Systems für die Applikation elektronischer Online-Submissionen, die beim Aussteller via der CSE-Webseite gelistet werden. Die Rede ist vom „Online-Application-Portal“. Darüber hinaus wurde ein weiterer regulativer Rahmen, nämlich der für die Handhabung von sogenannten Depository Interests (DIs), eingeführt. Dieser erleichtert den grenzübergreifenden Handel zwischen Zypern und Großbritannien, und zwar für dual-gelistete, sogenannte „interested companies“.

Nun: Im Jahr 2015 wurden also signifikante Änderungen bei der Kategorisierung und Struktur des zyprischen Markts vorgenommen mit dem Ziel, sich den relevanten internationalen Märkten besser anzupassen. Hinzukommt: Der ECM (Markt für aufkommende Unternehmen) des Cyprus Stock Exchange offeriert vereinfachte Listing-Kriterien zu günstigeren Preisen, womit anscheinend erfolgreich Firmen angezogen werden: internationale und nationale. Ein verstärkt personalisierter Service kann angeboten werden zu wettbewerbsgünstigen Beiträgen, da alle Kosten möglichst unterschwellig gehalten werden. Dem Betrachter eröffnet sich folgende Einsicht: Irgendwie werden die ganze Zeit neue Werkzeuge erfunden am Börsenmarkt: siehe OASIS, LEI, LSE, ISIN, CFI, ANNA, AIF, ETF usw.

Das soll genügen, um Sie nicht noch mit Details darüber, wer wieviel Millionen auf Zypern wo investiert, zu langweilen/erschlagen/ oder zu ermüden etc.

Und wenn Fonds oder Depositorys allein nicht glücklich machen, wie wäre es dann mit dem maritimen Bereich?

Erst 7% des Bruttosozialproduktes machen zwar solche maritimen Geschäftchen der Insulaner aus, was sich aber nach oben in der Ausrichtung zukünftig ändern dürfte – das heißt, dass noch mehr Bruttosozialprodukt erschaffen wird. Die so genannte Zypern Registratur soll die drittgrößte maritime Flotte innerhalb der EU stellen. Und wird seit Jahren unter den 10 besten und größten der Welt gelistet. Zypern hat anscheinend das größte Schiffsmannschafts-Management weltweit. 2010 wurde ein von der EU abgesegnetes und vorteilhaftes Tonnage-Steuer-System eingeführt. Limassol ist DER Hafen in Zypern-Süd. Freihandelshafen. Die Sky-Line der Stadt erliegt, das heißt kriegt gerade verpasst, eine „multi-million-euro“ Transformation. Von EU-Tarifen und Zollbestimmungen ist Zypern sozusagen ausgesondert. Larnakas Hafen soll dieses Jahr verbessert und ausgebaut werden. Ein deutlicher Boom folgte der Privatisierung der Dienste im Hafen von Limassol.

Wie gesagt, der Tourismus zieht an, wie man sagt, und endlich ist man aufgewacht in den südzyprischen Ministerien und scheint das Projekt „12 Monate Tourismus“ auf Zypern strategisch klüger und vielversprechender angehen zu wollen. Die CTO, das staatliche Tourismusbüro des dafür zuständigen Ministeriums, hat vor Kurzem sogar eine Weinstraße erfunden und installiert. 6 unterschiedliche Routen wurden angelegt. Bio-Landwirtschaft soll es auch geben und einen Zuwachs haben. Leider konnte ich solch Ding noch nicht bestaunen gehen und wüsste auf Anhieb nicht, auf welchem Wochenmarkt Produkte daraus zu kaufen sind – und ob die überhaupt den nordeuropäischen Standards entsprechen. Was mir sehr oft begegnet stattdessen, sind Menschen, die Kanister schleppen oder diese hinter Traktoren angebracht haben, in denen Gift gegen alles Mögliche im Garten, auf dem Feld und wer weiß, wofür noch zu sein scheint. 46.980 Hektar des südlichen Insellandes sollen aber biomäßig beackert werden, wird behauptet – mit steigender Tendenz, wie gesagt.

Manche sagen indes auch: Es bliebe den Zyprern nichts anderes über, als 12 Monate im Jahr Touristen zu empfangen, abzufertigen oder endlich so richtig loszutreten, da sich der Markt entsprechend anbietet, beziehungsweise aufdrängt – wegen der Semi-Kriege in der Nachbarschaft. Und wer stößt schon gern einen, wenn schon nicht sonderlich schönen, so doch aber nützlichen Menschen (gemeint ist der Tourismus) von der Bettkannte, oder?

Und wissen Sie was? Paphos ist dieses Jahr, 2017, die eine Europäische Hauptstadt der beiden für diesen Titel bestimmten Städte innerhalb der EU. Wir haben hier schon zur Genüge daran herumgemeckert, wie ungenügend diesem Titel letztlich Rechnung getragen wurde und wird in Paphos. Doch in den Selbstdarstellungen der Zyprer ist Paphos als die „Europäische Hauptstadt 2017“ NATÜRLICH ein Erfolg – der legendäre Geburtsort der Afrodite ist sie ja sowieso schon.

Da auch nach ÖL und Gas gebohrt wird im Meer, was einfach nicht in ‚ausreichender‘ Menge auf zyprischer Seite im Mittelmeer gefunden werden kann, ist das Projekt TOURISMUS durchaus mit einem Fragezeichen zu versehen, und zwar wegen der zu erwartenden Betriebsunfälle beim Bohren nach Öl oder Gas im Meeresbooten; ein Fragezeichen, welches auch durch die anhaltenden Streitigkeiten der Griechischzyprer mit der exzentrischer werdenden Türkei nicht kleiner werden dürfte. Letzteres, die vage soziopolitische Lage Zyperns, ist so etwas im Laufe der Jahre geworden wie die zyprische Auflage der Never Ending Story.

Zum Beispiel wird bei Vassilikos, welches unweit vom Fischerdorf Zygi liegt, eine „multi-billion“ Investition, die mit der Exploration von Gas zu denken ist, getätigt. Man spricht vollmundig von „Energy Center“, welches dort hochgezogen wird. Eine Verflüssigungsanlage für Erdgas ist auch noch immer angedacht, die dann nach Vassilikos kommen wird. Wie gesagt, es ist angedacht. Sicher ist noch lange nicht, dass es dazu kommt. Viele Anrainer stoßen bereits Gebete gen Afrodites Geburtsplatz vor Paphos aus, dass sie, die Schönste der Schönen, diese potentielle Gefahr für Flora und Fauna verhindern möge – wenn sie schon den anderen Wahnsinn zulässt.

Ja, viele Container verlassen den Hafen von Limassol – oder kommen dort an. Dennoch: Bekanntlich haben die Zyprer angefangen, sich vorsichtshalber ein weiteres Pferdchen zu besorgen, auf welches sie und andere setzen werden können, was ziemlich klug ist bei solch vager oder von äußeren Faktoren abhängigen Lage: „Bildung“.

Nein, so richtig Grün werden DIE jedenfalls vorerst nicht politisch oder in Sachen Bildung. Sprechen wir daher besser von einer Kategorie namens zyprisch-grün, die anstatt besteht, eben auch, weil der grüne Gedanke in der Bildung eher mangelhaft vermittelt wird – noch ist dem so. Den Machthabenden auf Zypern geht es wie Frau Merkel: Die reden meist nur großmündig über oder von der LIEBEN Umwelt.

Gemeint war davor also Bildung im wahrsten Sinne als Industrie – oder dergleichen. Als Wirtschaftssektor. Kollaboriert wird in Zypern-Süd unter anderen mit der St. Georg Medical School (Uni London), University of Central Lancashire etc. Im Norden Zyperns haben sie diesen Wirtschaftszweig auch schon für sich entdeckt, den der Bildung.

Die Hochschulen Zyperns haben durchaus Aussicht, noch wesentlich besser qualifiziert, und in der Welt angesehen zu werden – siehe zum Beispiel den „Technologie Park“. Das Ding ist allerdings erst im Entstehen. Doch immerhin, ein Schritt in eine wahrscheinlich vielversprechende Richtung!

Nikos Anastasiadis ist der 7. Präsident im Süden der Insel. Am 24. Februar 2013 war es so weit, und wenn alles ‚schiefgeht‘, Scherz beiseite, wird er es nächsten Februar 2018 nochmals ins Amt des Präsidenten von Zypern schaffen. Der DISY-Partei gehört Anastasiadis an. Ein steter Wechsel der Parteien an der politischen Spitze prägt bislang, grob gesagt, in Zypern die politische Landschaft. Vor der DISY hatte die AKEL-Partei jemanden im höchsten Amt des Staates – Herrn Xristofias. Ob bei den häufigen Wechseln der Parteizugehörigkeit an der Spitze im Staat von kurzfristigen Kolonisierung des Landes durch eben jene regierenden politischen, griechisch-zyprischen Parteien gesprochen werden könnte, erscheint manchem gar nicht so abwegig.

Ja, aber kolonisiert wurden die Zyprer von den Griechen im Altertum (1400 v.Chr.) dennoch. Das ist belegt. Und seither hatte (hat?) man viele ausländische Herrscher. So viele in der Tat, dass man schon zu fragen beginnt, was ist das eigentlich wirklich, wie ist es zu verorten, was sich heutzutage griechisch-zyprisch geriert? Franken, Venezianer, die Osmanen bis 1571, 1878 die Briten, alle waren sie mal tonangebend auf Zypern. Die Griechischzyprer wurden erst 1960 unabhängig, genauer, dieses Völkergemisch wurde in die ‚Freiheit‘ entlassen, das nichtsdestotrotz darüber einig wurde, sich zukünftig genetisch mehrheitlich als Griechen zu verorten – was gewiss der Überprüfung bedürfte, wenn einem die Verwandtschaften der Zyprer wichtig genug wären. Dies, zumal vor der griechischen Übernahme im Altertum wohl als erste Zyprer Afrikaner, Araber, Juden und andere galten, die die Insel mit ihrem Erbgut etc. sozusagen grundiert haben dürften. Das ewige Streitthema.

Inzwischen ist das Aufeinander-Einhacken und Sich-Beine-Stellen, vielleicht auch wegen den eben geschilderten Zusammenhängen, gewissermaßen institutionalisiert – siehe beispielsweise die „acquis communautaire“, die das auf ihre Weise von außen unterstützt seitens der EU. Ja, das ist so zu sehen. Die EU hat ihre Gesetze nämlich für den Norden der Insel, für die Türkische Republik Zypern, als außer Kraft stehend deklariert – und das obgleich der Grund und Boden, auf dem diese türkische Republik besteht, ein Teil der EU sein soll, als solcher in Brüssel ausgewiesen wird. Auf den Hick-Hack des Wieso, Warum und Weshalb dem so ist, wird hier nicht eingegangen. Zu widersprüchlich, zu umfangreich. Zu oft andernorts versucht worden, das zu erklären, wie auch hier in anderen Beiträgen. Und mit Widerhaken und anderen Behelfen klappt den involvierten zyprischen Streithähnen meist, diesen Sachverhalt auf ihre Weise jeweils verständlich zu machen – jeder mit entsprechender Argumentation. Aber halt nicht so überzeugend wird das getan, dass es sie selbst überzeugte, schwant nicht wenigen, wenn sie sich Reden von Politikern und Kulturtreibenden etc. anhören.

Und auch daher tun sich viele schwer damit, dass der Süden der Insel bei der EU und den United Nations Mitglied ist, wo es doch einen größtenteils zyprisch-türkischsprachigen Norden Zyperns gibt, worin ein gewisser Widerspruch liegt. Ein EU-Beitrittskandidat dürfte nämlich nur dann Vollmitglied der EU werden, wenn er seinen Trouble mit Nachbarn oder mit ethnischen Gruppierungen im Land etc. beiseitelegen konnte.

Nun, dem ist also so, dass Zypern-Süd nun der EU angehört, und auch von daher konnte das Land im Süden der Insel Verträge bezüglich Tarifen und Handel (GATT) unterzeichnen sowie den Multilateralen Investment Garantie Agentur Vertrag (MIGA). Und was sagt Präsident Anastasiadis unter anderem und durchaus auch in diesem Kontext: Der südzyprische Bankensektor habe weitere Herausforderungen zu bestehen, die „Non-Performing-Loans“ müssten dringend restrukturiert werden.

Also: Das Letztere sind Gelder, die man schuldig ist, die keine Sau zurückzahlen mag; wo es doch so schön ist, auf Pump unterwegs zu sein, denken offenbar noch immer viele zyprische Unternehmen. Diese Non-Performer, nenne ich sie mal, sind nach Ansicht des zyprischen Finanzministers vor allem auch ein juristisches Problem – die hohe Verschuldung der Bürger ist ein weiteres. Viele bezahlen ihre Schulden an die Banken nicht, weil sie es nicht können oder wollen oder, weil sie auf den Segen von oben warten. Normalerweise erfolgt der Letztere gern vor Wahlen, wenn zyprische Politiker auf Stimmenfang sind und zuweilen unglaubliche Dinge versprechen – wie gerade derzeit Anastasiadis. Auch vielleicht solche Versprechen, wie, dass Verpflichtungen der zuvor erwähnten Natur nicht in voller Höhe oder gar nicht mehr beglichen werden müssen.

Nun ja, hat sich der Präsident Anastasiadis eventuell gedacht, nicht so schlimm. Ihr kriegt doch demnächst eh euer Casino, welches „major US entertainment groups“ an Bord hat. Und dieser Umstand, den der Finanzminister nicht aufhört zu betonen, soll offenbar uns gewöhnliche Betrachter und/oder den zyprischen Bürger in Sicherheit wiegen, vermute ich. Lizenzen wurden bereits vergeben. Das Größte und Tollste, was die Welt je gesehen hat, wird entstehen. Wer macht sich nach so etwas noch Sorgen um zahlunwillige Bürger oder Firmen zwecks Kredittilgungen bei einer popeligen Bank? Außerdem entstehen weitere Luxushäfen an der Goldküste Zyperns, „marina“ genannt – und natürlich Golfplätze. Diese sogenannten „Multi-Zweck-Projekte“ werden ES dann aber wirklich und spätestens richten!? Alles Five Stars! Das meiste davon jedenfalls: Melco, Hard Rock, Limassol Marina, Yacht-Marina in Aghia Napa für 600 Schiffli plus Twin-Tower, Radisson Blu in Larnaka, Amathus Beach Hotel, Parklane Luxury Collection Resort & Spa, Le Meridien in Limassol, Harrods Design Studio, Sun City Spa, welches Chinesen errichten etc.!

Und auch daher ist Präsident Anastasiadis offensichtlich überzeugt, dass alles gut wird. Hoffen wir, dass die Schuldner der Banken sich in solchen Orten wie den demnächst entstehenden Luxus-Spielhöhlen nicht komplett verschulden gehen – soll ja schon vorgekommen sein andernorts in der Welt. Ansonsten hilft da wohl noch, dass Zypern ja eine der niedrigsten Steuerraten für Unternehmen hat? Die liegt derzeit bei niedrigen 12,5%. OK, Brexit könnte Herrn Anastasiadis einen Strich durch die Rechnung machen, wegen der traditionellen Nähe der Zyprer zu den Engländern – eventuell. Doch der Brexit birgt auch Chancen. Beispielsweise lassen sich viele Briten einen zyprischen Pass ausstellen. Viele wohnen ja dauerhaft auf der Insel. Meine Nachbarn gehören auch dazu, ehemalig bei der Armee angestellte. Nichts Besonderes also. Doch auch jene, egal woher sie kommen, die mal schnell 2-3 Millionen investieren können, kriegen einen süd-zyprischen Pass. Und dann muss noch verstanden werden, dass Großbritannien Zyperns zweitgrößter Handelspartner ist. Dass die Gesetze meist nach britischem Recht geschrieben sind auf Zypern, macht diese Angelegenheit gewiss auch nachvollziehbarer – sozusagen mit „copy and paste“ wurden die Gesetze in der Vergangenheit aus dem britischen Rechtsraum übernommen. Der EU Chef-Unterhändler Michel Barnier stellte schon mal fest in Sachen Brexit, er betrachte es als lebenswichtig, die Unteilbarkeit der 4 Freiheiten beizubehalten: die Bewegungsfreiheit, sowie die Freiheit, sich geschäftsmäßig irgendwo etablieren zu können – zumal ja tausende von Zyprern in Großbritannien leben und arbeiten. Die beiden anderen Freiheiten sind hier irgendwie untergegangen: SORRY.

Untergehen soll jedenfalls nicht, den Rahmen etwas zu zeichnen, in dem auch Zypern sich bewegt, diesen kurz zu vergegenwärtigen, weil sonst könnten Sie noch denken, Zypern ist wie das Paradies gelegen – unnahbar, echt fern und so; daher:

Obwohl ein [US-]Präsident in der Außenpolitik über weitreichende Vollmachten verfügt, kann er einen radikalen Kurswechsel nur dann vollziehen, wenn er seine wichtigste Waffe einsetzt: die Macht der Überzeugung. Trump hat sich als erbärmlicher Verkäufer seiner eigenen Revolution entpuppt. Der Kongress korrigiert seine Anbiederung an Russland, Gerichte setzen seine Einwanderungserlasse außer Kraft, Bundesstaaten und Großstädte bekennen sich zu den Pariser Klimazielen. Die außenpolitischen Debatten in der Regierung dominieren jetzt sein Sicherheitsberater H.R. McMaster, Verteidigungsminister James Mattis und Stabschef John Kelly: drei erfahrene Generäle und erklärte Internationalisten. Zwei wichtige Verfechter von Trumps nationalistischer Agenda, der kremlfreundliche Sicherheitsberater Michael Flynn und der interventionsfeindliche Chefstratege Steve Bannon, haben den Machtkampf verloren und die Regierung verlassen. … In vielen Fragen setzt sich zunehmend die Linie vergangener Jahrzehnte durch. Nafta wird nicht gekündigt, sondern nachverhandelt, China nicht der Währungsmanipulation angeklagt, internationale Kooperationen sind nicht mehr tabu, seit der Präsident im Nordkorea-Konflikt erfahren muss, dass es Probleme gibt, die sich nicht mit brachialen Parolen lösen lassen [und im Libanon sacken die Saudis mal schnell den Ministerpräsidenten Hariri ein, was Trump zwar noch nicht bedenklich zu finden scheint (Stand 13. 11. 17), was aber sein Außenminister weniger lustig findet]. Sogar die Nato hält Trump wieder für eine wichtige Organisation. Am deutlichsten wird sein Kurswechsel beim Einsatz des Militärs. Nach seiner Wahl hatte er noch gesagt, die „Politik von Interventionen und Chaos“ müsse zu einem Ende kommen. Im Gegensatz zum Zauderer Obama ordnete Trump im April jedoch einen Militärschlag gegen einen syrischen Luftwaffenstützpunkt an, von dem aus Flugzeuge des Assad-Regimes einen weiteren Chemiewaffeneinsatz geflogen waren. Und nach dem er jahrelang den sofortigen Rückzug aus Afghanistan gefordert hatte, kündigte er Ende August an, den Wünschen seiner Generäle nach einer Truppenerhöhung zu folgen. … [Derweil:] Russland modernisiert seine atomaren Langstreckenraketen und marschiert in Nachbarstaaten ein, Nordkorea entwickelt Trägersysteme, die Atomsprengköpfe auf amerikanische[s] Territorium lenken können, China weitet seine Hoheitszone im Südchinesischen Meer rücksichtslos aus, die Taliban und der IS sind in Afghanistan auf dem Vormarsch [,wie Erstere auch in Teilen Afrikas], fast täglich attackieren russische und chinesische Hacker Regierungsdatenbanken, Moskau greift mit Datenklau, Manipulation und Falschinformation direkt in den Präsidentschaftswahlkampf [der USA] ein, der Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in Kalifornien und im Südwesten [der USA] sowie die Existenz jenes Teils Floridas, der noch über Wasser liegt“ [– und der Konflikt um nichts Weiteres als Macht spitzt sich im Nahen Osten zwischen dem Iran und Saudi Arabien zu, die sich anscheinend vorgenommen haben, von Nebenschauplatz zu Nebenschauplatz sich die Stirn zu bieten, was Ankara nur in Alarmbereitschaft versetzen kann und auch daher mit Überraschungen in Sachen Zypern eventuell gerechnet werden muss. Jetzt ist offensichtlich der Libanon ein weiterer Nebenschauplatz, wenn diese Entwicklung nicht noch abgewürgt werden kann, und Beirut ist so wenig wie Syrien allzu weit weg von Zypern. Daher: Wenn Israel dem offenbar vorhandenen Willen der Saudis doch noch folgt und im Libanon kriegerisch eingreift, hat die martialische Rhetorik von Präsident Anastasiadis und anderen wirklichen oder vermeintlichen, zyprischen Patrioten den Grat des eventuellen Explodierens im Realen vielleicht schon bald erreicht.

Das Zitat davor stammt aus der Frankfurter Allgemeinen vom 13.11.17, Name des Artikels: „Die Revolution findet nicht statt“].

Wie also schon zu lesen war: In Zypern findet stattdessen so etwas wie eine Revolution statt, und zwar im Bereich höchste-Standards-bestes-Leben-und-sauberstes-ALLES. Wer Letzteres glaubt, wird selig!?

Touristen auf Zypern sind wahrscheinlich herzlich eingeladen, so etwas zu glauben – und alle anderen natürlich auch. Immerhin: Die folgende Einsicht, von der nun berichtet wird, ist schon seit Längerem gereift, nämlich, dass noch mehr Tourismus – und überhaupt Reichtum – geschafft werden könnte, wäre die Insel eine vereinigte. Man liest diesen Spruch von der Einigkeit so in etwa immer wieder, der einem Gebet gleich aufgesagt werden kann – gewiss von allen Leuten im Parlament: Und dann haben die wahrscheinlich auch noch diesen Spruch drauf: In einer Region steigender Ungewissheit sowie globaler Unsicherheit und asymmetrischen Bedrohungen, würde eine Lösung der Zypernfrage Zypern zu einem Symbol der Hoffnung (oder des christlichen Abendlandes) machen – die verwickeltsten Probleme könnten nach einer Vereinigung friedlich durch Dialog aufgelöst werden.

Amen!

Nun, Zypern zeigte eine gehörige Portion Widerstandskraft in Folge der Finanzkrise 2013, rühmt man sich derzeit gern. Durch Diversifikation („naturalisation scheme“) der Wirtschaft und ‚harten‘ Sparmaßnahmen konnte der Krise anscheinend erfolgreich, was auch sonst, entgegengetreten werden. Ein Jahr früher als geplant, hatte man sich aus den Fängen der Krise befreit, wie bereits gesagt wurde, und zwar genauer: im Jahr 2016.

Externen Schocks war die zyprische Wirtschaft schon oft ausgesetzt, zum Beispiel: der Coup, der von Griechenland unterstützt durchgeführt wurde und in seiner Folge die Besetzung des Nordens durch die Türkei 1974.

Des Weiteren: Das Bruttosozialprodukt soll mit der Entstehung Nordzyperns um 16.9% geschmälert worden sein – und 1975 soll dieser Wert gar bei 19% gelegen haben. Versteht sich, dass man sich durch „harte Arbeit“ und dergleichen aus der Misere zu retten wusste und es offenbar noch immer weiß. Ja, ein Wachstum wurde also geschaffen, welches über 30 Jahre angehalten habe. Direkt-Investitionen von Ausländern lagen im Jahr 2016 bei 9.1%. Vom Exporteur von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten (1961 – 73) mauserte sich Zypern-Süd zu einem Exporteuer von verarbeiteten Produkten, und zwar ab Ende der 1970er Jahre, bis in die frühen 80er, wird behauptet. Und zeitlich erst danach kam der Tourismus, Service-Industrie und Geschäftle-Machen im Finanzsektor etc. in den gesellschaftlichen und politökonomischen Werkzeugkasten der Regierenden in Nikosia-Süd. Ein weiteres Stichwort in diesem Zusammenhang: „telecommunication hub“.

Kommunikation über Satelliten soll zukünftig eine herausragende Rolle spielen. Ein flexibles und konkurrenzfähiges Satellitensystem soll inzwischen bereits geschaffen worden sein. Genauer: 1 Satelliten hat man derzeit da oben herumschweben. Ein weiterer dürfte schon bald in ein anderes Orbit geschossen werden, das heißt, man wird ihn dorthin schießen lassen. 300 Millionen Euro wurden bereits lockergemacht, um sich in diesem Sektor auszudehnen.

Scheint nicht gerade viel Geld zu sein, dass da investiert wird. Doch wir wissen ja: Kleintier macht auch Mist. Das weiß jeder Besitzer eines Katers, der im Haus lebt, beziehungsweise residiert, beispielsweise. Klar doch, ein 4G Breitband soll demnächst jedem Zyprer verfügbar sein.

Kartoffeln, mag noch nachgereicht werden, sind DAS Rohprodukt der Landwirtschaft, welches am prozentual das meistexportierte Produkt ist. Kartoffeln machen 40% des Gesamtexports landwirtschaftlicher Produkte aus. Jedes Jahr im Frühling herrscht daher so etwas wie Kartoffel-Saison.

Vom Halloumi haben sie gewiss auch schon gehört, ein Schafskäse, der allerdings kein Schafskäse mehr ist. Knapp die Hälfte der verwendeten Milch zur Herstellung dieses Käses darf Kuhmilch sein. Ein Eigentor, nach hiesigem Dafürhalten. Warum? Weil auch bei Bauern im Süden oder im Norden Zyperns der Schafskäse noch und nur mit Schafsmilch hergestellt wird – doch wir in Resteuropa erhalten das erwähnte Mischprodukt, dessen Namen die Südzyprer sich auch noch absicherten (PDO), sodass ihn bloß niemand stiehlt. Das ist ok, mögen Sie denken, ok. Was daran allerdings nicht ok ist, ist, dass der reine Schafskäse aus dem Norden, der auch einen anderen Namen hat als Helloumi uns in Freiburg oder Brüssel lebend nicht erreicht. Beim Schafskäse aus dem Norden ist dem so, weil die Südzyprer das zu verhindern wissen.

Protected Geographical Indication (PDO) ist ein Label, auf welches man in Zypern ganz scharf zu sein scheint, so eine Art Gütesiegel soll es sein, welches man anscheinend auch dem südzyprischen Halloumi verpasst. Weitere Produkte haben das Siegel ebenfalls, so, wie Loukoumi, Zivania (Schnaps) und einige Weine. Loukoumi ist nicht jedermanns Sache. Es ist (sehr) süß „und sieht so komisch aus“, sagte eine Bekannte kürzlich. Wein wird hüben wie drüben angebaut. Dieses alkoholhaltig Flüssige ist meist recht gut im Geschmack. Reben, und der aus ihnen hergestellte Wein namens Maratheftiko, Ofthalmo oder Mavro, sind echtzyprischen Ursprungs, wird gesagt.

Sie, verehrte Leser, wissen doch gewiss, dass Wein auf Zypern schon seit Urzeiten angebaut wird.

65% der Meeresprodukte (Fisch etc.) wird anscheinend exportiert, und zwar vordringlich in den Nahen Osten. Leider gibt es um Zypern herum immer mehr Fischfarmen, woraus man auch immer mehr seinen Fisch erhält, wenn nichts wissend in einem Fischrestaurant Fisch bestellt wird. In die USA wird angeblich auch Fisch exportiert. Wie das gehen soll, müsste noch eruiert werden. Die USA sind schließlich umgeben von 2 Ozeanen und haben ihre eigene Fischfangindustrie. Die Amis, wird hier vermutet, brauchen den Fisch aus dem – zumindest um Zypern – leergefischten Mittelmeer nicht. Oder doch?

Ja klar, Zitrusfrüchte werden ebenfalls exportiert. Die gehen meist nach Großbritannien und eben auch in die USA. Und da wir schon dabei sind: Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte Zyperns sind ansonsten Getreide, Melonen, Gemüse, Früchte, Mandeln, Oliven und Carobs etc. Letzteres sind die dünnen schwarzen Dinger, die wie Bananen geformt sind, nur eben dünner. Haben viel Kalzium und werden hoffentlich schon bald wieder reger angefragt vom Markt – eben wegen des hohen Kalziumgehalts.

So in etwa, jedenfalls, lauten auch zyprische Eigendarstellungen im Groben und Ganzen. Die Weltbank klassifizierte Zypern-Süd bereits recht früh als „high income country“. Apropos: Der sogenannte zyprische „bailout“ zu Zeiten der Finanzkrise ergriff im Jahr 2013 die Aufmerksamkeit der ganzen weiten und großen Welt, zumal es der einzige Bailout seiner Art weltweit war, der als Bedingung einen „bail-in“ verpasst bekommen hatte, eines der Bankendepos. Das hatte sich vor allen die Eurogroup so ausgedacht. 10 Milliarden Euro waren im kleinen Zypern ja auch verschwunden gewesen, um die Angelegenheit mal sehr stark vereinfacht darzustellen. Und diese in der Null versunkene Summe wird unter anderem versucht wieder reinzuholen, in dem man auch kleinen zyprischen Sparen ihren angesparten ‚Reichtum‘ beschnitt. PUNKT. Einige reichere Leutchen und Firmen auf Zypern wurden aber von dieser gruseligen Maßnahme rechtzeitig in Kenntnis gesetzt, wird gemunkelt. Die meisten reagierten dann auch entsprechend – Kohle abziehen.

Plötzlich war die Kredibilität der Bank of Cyprus Toppriorität geworden, nachdem man angefangen hatte, die zyprische Bankenlandschaft aufzuräumen. Hurra, haben da gewiss manche laut geschrien, vielleicht auch jene, die schon immer fanden, dass die Laiki Bank aufgelöst gehört? Der Bankensektor ist inzwischen jedenfalls wesentlich kleiner im Süden, er sei jetzt „gesünder“, nennt es der Finanzminister Harris Georgiadis. Die Banken operieren inzwischen unter einem kreditwürdigeren Regelwerk und einer angeblich effektiven Aufsicht, haben neue Managements und zahlenmäßig mehr ausländische Teilhaber sind involviert, die recht zufriedenstellend Geld reinbuttern – aus zyprischer Sicht.

Erneut hurra, denn die Europäische Zentralbank ließ Zypern einen rigorosen Stresstest durchlaufen, der ‚natürlich‘ bestanden wurde. Liquidität der Banken und Zahlungsfähigkeit des Bankensystems sollen seither wiederhergestellt sein, Einlagen stiegen anscheinend um mehr als 3 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Insolvenz- und Abschottungsgesetzgebung führten also zu einer Reduktion von mehr als 4.3 Milliarden Euro überfälliger 90-tägiger Darlehen im Oktober 2015 bis Oktober 2016. Trotz der ‚Härte‘, die das Land traf, konnten unter ‚strenger‘ Anleitung der Eurogroup und dem IMF fundamentale Schwächen nach eigenen Aussagen beseitigt werden – vorerst. Soll hier heißen: Dieselben und andere Schwächen scheinen sich längst wieder einzuschleichen – nicht weitersagen!

Gewiss wird an einigen Orten bereits gespannt darauf gewettet, wann ES wieder so weit sein wird auf Zypern – bis es crashed?

Vielleicht ist ja die herrschende Arbeitslosigkeit ein guter Indikator dafür, dass halt doch noch nicht finanziell freigeschwommen werden konnte, wie man es uns weiß machen will. Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen hat unwesentlich abgenommen – wenn überhaupt. Sie liegt bei 14.9% im Jahr 2015; und 2016 lag sie bei 13.3%. Dass der Wert 2017 auf 11% fallen wird, davon geht anscheinend die Europäische Kommission aus – eventuell ist sie die einzige, die das so tut. Apropos: Die Inflationsrate erholte sich 2015 und lag bei -1.5%. Ein Jahr danach war sie auf -1.2% gesunken, was mit dem gesunkenen Ölpreis zusammenhängen soll unter anderem. Wiederum die Europäische Kommission ist es, die äußerst optimistisch für das Jahr 2017 eine Inflationsrate im positiven Bereich erwartet, nämlich so um den Null-Wert und für das Jahr 2018 gar eine bei +1.1%.

Mehr als die Hälfte des Handels Zyperns wird mit der EU geführt. Griechenland und Großbritannien sind jene Länder, die am meisten Exportgüter aus Zypern beziehen.

Zuletzt noch dies: Shakespeare soll der erste Literat gewesen sein, der in seinem Werk, „Othello“, Zypern zum Gegenstand machte. Doch das stimmt so nicht ganz. Denn bereits 1509 wurde in Augsburg aus dem Werk eines anonymen Autors die Abenteuer des „Fortunatus“ verfasst. Fortunatus heißt der Protagonist und stammt aus dem heutigen Famagusta, die einst größte Hafenstadt der Insel, welche bekanntlich seit 1974 im türkischen Teil liegt und von den Türkischzyprern „Gazi-Mağusa“ genannt wird. Fortunatus gewinnt die Welt nicht etwa mit einem Sack voll Flöhe, sondern „Glück“. Mit dem Titel „Die Templer auf Cypern“, wurde 1803 der erste Teil der dramatischen Gedichte namens „Die Söhne des Thales“ herausgegeben. Ihr Autor war jemand namens Zacharias Werner. Das Werk spielt 1306 in Limassol. Und der Schwager Goethes, Christian August Vulpious, verlegte seinen Roman „Armidoro“ 1804 inhaltlich nach Zypern. Die Geschichte dramatisiert die Zeit, als Zypern von den Venezianern besetzt war. Für auf die Bühne wurde das Drama „Rosamunde, Fürstin von Zypern“ von Helmina von Chezy 1823 verfasst. Franz Schubert schrieb die Musik dazu.

Versteht sich, dass es mittlerweile einige deutschsprachige Autoren gibt, die ihr Werk der Insel Zypern in irgendeiner Weise widmeten. Vielleicht ist eines der bekanntesten Werke hierzu, nämlich: „Caterina Cornaro, Königin von Zypern, Herrin von Asolo“, welches die in Italien geborene Deutsche Jetta Sachs-Collignon geschrieben hat als Roman. „Afrodite ging vorbei“ ist ein poetischer Roman über Liebe, was auch sonst, geschrieben von Gudrun Embacher. Ein weiteres Buch, wo die Handlung in Zypern spielt, heißt „Die Andere“. Norgard Michailides war derjenige, der das letztere Buch geschrieben hat als Roman. Es handelt vom Leben einer Deutschen in Zypern, welches die Heimat ihres Mannes ist. „Zypern war sein Ithaka“ hat der Dresdner Walter Krausse verfasst. Im Internet kann man von Heinz Herbert folgendes Buch erhalten: „Ausgerechnet Zypern“! Ebenso ist von Ulli Piller im Netz verfügbar: „Im Kreis reisen“. Wer sich für das Thema Zypern literarisch interessiert, sollte bei einem in Köln verorteten Verlag sein Glück probieren: Romiosini (www.romiosini-verlag.de). Dort wird zyprische Literatur in deutscher Übersetzung feilgeboten.

(Für Letzteres wurde als Quelle Dirk Sangmeisters „Zypern in der deutschen Belletristik des frühen 19. Jhr. verwendet sowie Sabine Rogges: „Zypern und der vordere Orient im 19. Jhr. Die Levante im Fokus von Politik und Wissenschaft der europäischen Staaten“; verlegt in Münster bei Waxmann, 2009.)

Read Full Post »

Probieren geht über …

Oktober ist es und ich habe keine Ahnung, also nicht so richtig, was eigentlich abläuft. Ist das nicht schön? So, nahezu ohne aktuelle Info zu leben oder diese zu konsumieren, sieht der Gipfel des Luxus‘ eines Journalisten aus?!
Probieren Sie es einfach mal auf ihre Weise aus!
Derart schnell kann man sich also vom sogenannten Zeitgeschehen absetzen. Sogar die Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung der Deutschen am 03. Oktober sind dieses Jahr davon betroffen gewesen, was mich angeht. Die deutsche Botschaft in Nikosia hatte diesmal irgendwo chic in der Altstadt von Nikosia zu einer Art Umtrunk geladen – oder wie man es noch besser nennen würde. Muss wohl ein netter Abend gewesen sein. Der neue Botschafter begrüßte die geladenen Gäste am Eingang zum festlichen Geschehen – mit seinem Mann. Da probierte sich also etwas Neues aus. Soll gut rübergekommen sein.
Frau von Storch, ein führendes Mitglied der AfD, war vor Kurzem im Hardtalk bei BBC zu sehen gewesen – im Interview. Hat sich recht gut verkauft. Wusste gar nicht, dass ihr Vater oder Großvater Finanzminister unter Hitler gewesen sein soll. Fragen dazu wusste die „von“ wortgewandt und in Englisch mit Leichtigkeit vom Hardtalk-Bildschirm zu fegen. Im Grundton etwa so: Ja, die Nazis haben damals Scheiße gebaut. Doch nicht alle in Naziuniform waren Scheißkerle. Die Interviewende vom BBC, fand ich, hat das Interview mit der Storch taktisch ungünstig geführt – stellte die Fragen komisch und bohrte an den zwar richtigen Stellen, aber eben ungeschickt. Konnte die Deutsche Neonazin in keine Ecke thematisch drängen, wo sie auch, doch nicht nur, hingehörte. Letzteres wäre schon allein deswegen von Nöten, damit sie und andere AfDler gleich anfänglich daran gehindert werden, ihr Selbstbewusstsein zu einstiger nazischer Größentiefe anschwellen wollen zu lassen. Soll ja schon vorgekommen sein, dass narzisstische Schwellungen große Teile einer Nation, wie die der Deutschen, aus dem Ruder laufen ließen gegenüber anderen Staaten und Völkern, die ihnen danach gerade noch so als der eine oder andere Werkstoff verarbeitet genügend legitimiert ‚existent‘ sein durften.
Lassen wir das, doch vergessen wir es nicht.
Zu Zypern wird es hier so in etwa in einem Monat Detaillierteres zu lesen geben. Ansonsten unsere Seite auf Facebook gleichen Namens mal durchschauen oder aber solche Blätter wie die Cyprus Mail oder gar die Nachrichten der Press and Information Cyprus – die Cyprus Weekly etc.
Ich sage Ihnen mal was: Morgen früh werde ich wieder an den Strand bei Maroni runtergehen – möglichst zeitlich früh am Morgen. Musste eine Woche Pause einlegen, weil ich hatte mir dort eine Verletzung unterm großen Zeh zugezogen. Ist jetzt verheilt. Dürfte nicht aufbrechen, wenn wieder im wunderbar weichen Sand – 50m hin und zurück und zurück und hin usw. – gelaufen wird unterm Sternenzelt plus Mond und neuerdings einigen Wolken überm Horizont.
Zypern ist extrem gut geeignet zum Rückzug, zur Kontemplation, zum körperlichen Aufbau für jene, die sich zusammenreißen wollen und können und es probieren, ETWAS effektiv zu ändern in unserer Existenz – an sich vordringlich. Letzteres war als notwendig erachtet worden. Also wurden 2 Monate Absenz vom täglichen, journalistischen Einerlei angeordnet – ein guter Einfall meinerseits!
Ja, der schöne weiche Sand am Strand von Maroni hatte da noch diesen Stein in sich vergraben. Und auf den war ich getreten, so dass die Kombination erst Joggen, dann Schwimmen, wie bereits gesagt, eine Woche ad acta gelegt werden musste. Schon bald werde ich allerdings in Zürich stehen, wo Schwimmen wohl nicht mehr drin sein wird im Zürichsee, weil zu kalt. Das Konzept, zuerst joggen, dann schwimmen, war dennoch ein Erfolg, der diesen Sommer 2018 ausmachen wird. Das will nächsten Sommer gewiss in irgendeiner Weise wiederholt werden.
Am Strand von Maroni gibt es eigentlich nie zu viele Besucher. Dieses Jahr ist das Wasser nicht nur durchgehend sauber, sondern auch noch warm wie in einer Badewanne – und sogar noch in den ersten Tagen des Oktobers. Dass in der nah gelegenen Ortschaft Mari Öl umgeschlagen wird in recht großen Mengen und aus dem arabischen Golf kommend und neuerdings sogar eine Müllverbrennungsanlage installiert sein wird, bei der, wie erfahren wurde, gewisse grundsätzliche Dinge nicht im Voraus geregelt wurden und daher ihr Betrieb vielleicht erst mal nicht von statten gehen könnte wie geplant, dürfte viele freuen.
Kurz: Dieses Jahr ist die Wasserqualität des Meeres vor Maroni nicht in Mitleidenschaft gezogen worden vom Ölumschlagen wie das Jahr davor; und das davor. Große Pläne haben die Technokraten in Nikosia ausgerechnet in Mari im Visier – Industriepark und so. Das heißt für viele Interessierte in letzter Konsequenz: Besser kein Haus oder dergleichen in Zygi, Tochni, Maroni oder gar Psematismenos kaufen. Solch ein Kauf könnte nämlich schon bald bereut werden – schätzungsweise in 5 bis 10 Jahren.
Die Ortschaft Kalavasos dürfte davon auch betroffen sein, wo verwunderlicher Weise viele deutsche Touristen sich einmieten. Die machen in Kalavasos auf Öko-Tourismus. Wie dem auch sei: Mit Fahrrad von dort aus in die Landschaft zu fahren oder ans Meer, ist verkehrstechnisch betrachtet recht mutig, finden nicht wenige, die hier viele Jahre leben und das wohl auch beurteilen können auf Grund ihrer Erfahrungen am Steuer eines Autos oder Mopeds etc. Das Meer dürfte von Kalavasos aus schätzungsweise über eine halbe Stunde Weg mit dem Fahrrad entfernt liegen – also nicht all zu weit. Fahrradwege sind zwar vorhanden im Lande, also dort wo überwiegend Griechisch gesprochen wird auf Zypern, doch definitiv ungenügend viele, beziehungsweise ungenügend lange (km).

In Zypern soll es ja auch so sein. Es gibt schon fast nichts anderes zu erwarten als das. Mal wieder den Sender Vouli angesehen im TV. Das ist der Fernsehsender, der direkt aus dem griechischen Parlament in Athen sendet. Da sah ich den Präsidenten des griechischen Parlaments in etwas seltsamen Gespräch mit dem obersten Kirchenfürsten der griechischen Orthodoxie. „Hä, was soll das jetzt!“ dachte ich und ging in die Küche, um ein Brot zu streichen. Zurück aus der Küche sah ich 10 oder noch mehr schwarze Kutten im griechischen Parlament sitzen, versteht sich, nicht etwa in erster Reihe, sondern noch vor dieser Reihe eine Reihe bildend sitzend, hinter der, wie auch sonst, der Präsident des Parlaments und seine Paar Helfer thronen.
Und dann kam es:
So etwas wie eine heilige Absolution – oder so – wurde dem Parlament und seinen Mitgliedern wahrscheinlich gnädiger Weise verabreicht. Machen die anscheinend jedes Mal so nach den Sommerferien in Athen.
Quel Schock!
Trennung von Staat und Religion offensichtlich eine Farce, auch in Griechenland?! In Zypern muss hoher Staatsbesuch ja stets bei Chrisostomos, dem Erzbischof, antreten – ansonsten ist das diplomatische Protokoll angeblich nicht zur Genüge eingehalten worden. Man stelle sich das Mal vor! Und da gehen all diese Leute, die uns ansonsten im Parlament von Brüssel und anderen europäischen Parlamenten erzählen, dass Staat und Kirche getrennt sein müssen in einer Demokratie, seit Jahren brav zum obersten Kirchenherren der Griechen oder Zyprer hin – spielen dieses abgekartete Spiel oder Ritual um die Macht im Land folglich mit. Abgekartet, schreibt es hier deswegen, weil der geschilderte Auftritt der griechisch-orthodoxen Schwarzkuttenträger in der Folge im Parlament demokratisch durchgeführte Wahlen, beispielsweise, nicht nur in neuem Licht erscheinen lässt, sondern irgendwie daran zweifeln lässt, dass die Bevölkerung über gewisse, genauer, über ganz gewisse Tatsachen offensichtlich ganz plump und einfach hinweggetäuscht wird. Etwa nach dem Motto: Stimmt halt auch ihr ab wie eure Volksvertreter, aber vergesst nicht, da ist jener Bereich, jenes Etwas, wo ihr gefälligst nicht euer Demokratie-Ding durchziehen könnt – so wie auch wir!
Ja, und so wurde das Parlament in Athen und die Abgeordneten, die brav wie einst Schüler in ihren Bänken standen, vom obersten religiösen Hirten der Griechen an seine Machtposition mit ihrem stummen Dastehen erinnert, ja sie stärkten und bestätigten diese Position so mal wieder – wie fromme Lämmer. Kommunisten waren NATÜRLICH auch darunter. Wie Sie wissen, verehrte LESER, in Athen regieren diese!
Können Sie sich vorstellen, was diese eben beschriebene Show bei Menschen, die ihr Hirn noch etwas eingeschaltet haben, bewirken muss? Die müssen sich doch von oben bis unten verarscht vorkommen, wie Kinder, die mal probieren dürfen, wie es ist, dem Weihnachtsmann über die Schulter gucken zu dürfen und dann ihr Bild vom himmlischen Weihnachtsmann mit Schlitten und Ren davor wahrscheinlich für immer im Nichts aufgehen sehen. Ja, es gibt wahrhaft irdische Wunder.
Und auch daher: Wer Erdogan und Co mit Themen belagert, die da einfordern, Religion und Staat müssten getrennt werden, so strikt und richtig, wie es in den verschiedensten europäischen Verfassungen der EU-Staaten heuchlerisch steht – es kann nur heuchlerisch genannt werden, weil die Realität offensichtlich überall in Europa so zu sein scheint -, der sollte sich schleunigst an der eigenen Nase halten!
Ja liebe Leute, und so hat Präsident Erdogan und Co durchaus nicht ganz unrecht, leider, sich auf seine Art zu empören über die Christen und ihre komische Moral – auch wenn uns, mir, das nicht gefällt.

Nachdem ausgiebig im Sand hin und her gelaufen wurde früh morgens, noch bevor die Sonne sich zeigt, geht es spätestens dann ins Meereswasser, wenn die ersten Mitschwimmer kommen, Zyprer. Letztere trudeln meistens ein, wenn die Sonne kein roter Ball überm Meer mehr ist, sondern ein immer weißer scheinender Kreis. Mal sind sie zu zweit, mal zu dritt. Die grüßen sogar und schwimmen in Gruppe hinaus, wo sie sich lauthals unterhalten. Wunderbar.
Zypern ist eine Reise wert. Man sollte seine Erwartungen als Tourist etwas zurückschrauben, dann kann es wahrscheinlich nur ‚gut‘ gehen. Wer sich an ruhige Orte begeben will, um SEIN oder IHR Ding zu machen, der ist hier, eigentlich, am richtigen Platz! Studieren ist gut, probieren ist wahrscheinlich noch besser!

Read Full Post »

Wahlen

Wahlen-Märchen!

Ja, es war einmal zur Wahl gestand – ?dähmlich?
Doch, doch, die Sonne, die scheint dennoch täglich hier auf Zypern. Jeden Tag recht heiß und das Ende September. Wie? Sätze ohne Verb sind keine Sätze? Nun, das ist der davor mit dem Wort „Tag“ darin, welcher „recht heiß“ sein soll, nun ausgewählter Weise doch!
Unvollkommen-vollkommen.
So, mit solch einer Art Formel, ließe sich Zypern eigentlich kürzest in Worte fassen. Und wem die nicht passt, der könnte oder kann ja von
vollkommen-unvollkommen
reden – oder so.

So ungefähr sind auch die anstehenden Wahlen auf Zypern einzustufen, oder aber: zur anstehenden Wahl steht den Wählern nichts wirklich Auswählbares zur Wahl.
Ach, was heißt hier: „anstehenden Wahl“ sowieso. Die heiße Wahlperiode ist auf Zypern ja bekanntlich schon seit knapp 2 Monaten unterwegs, also gelebte Wirklichkeit, obgleich die nun wirklich alle Welt bewegende Wahl der Insulaner anscheinend erst im Februar 2018 stattfinden soll – wenn nichts dazwischengerät, was eigentlich selten, wenn nicht gar nie, der Fall ist und war.
Sie, verehrte Leser, haben es bereits gewittert:
Der sogenannte Wahlkampf auf Zypern geht nicht nur MIR, wie man sagt, bereits kräftig auf den Sack. Nur gut, dass niemand dazu gezwungen ist, Zeitungen zu öffnen, Fernsehprogramme sich anzusehen, Wahlveranstaltungen zu besuchen usw. Und all jene, die sich das antun müssen auf dieser Insel, weil sie damit ihr Geld verdienen (wollen), die tun mir hiermit aufrichtig leid. Apropos: Die Inhalte der Wahlkampfreden sind, wie oben bereits getan, leicht mit ein paar Worten ins Bild gesetzt: Schuld sind IMMER die anderen!
Letzteres vereinfacht dem eventuell engagierteren Beobachter seine Beobachtung. Soll heißen: Man muss eigentlich nicht andauernd Zeitung lesen, Veranstaltungen besuchen, Nachrichten im Fernseher sich fortlaufend reinziehen auf Zypern und zum Stand der Dinge, eben, weil ziemlich klar ist, egal was war oder sein wird im griechisch-zyprischen Insulanerdasein: Die Türken sind schuld, und wenn nicht die, was eigentlich gar nicht sein kann, dann eben doch mal die Türkischzyprer, also die echten Türkischzyprer, versteht sich, sind gemeint, also diejenigen, so könnte jemand vermuten oder gar irgendwo gelesen haben, die nur zufällig Türkisch sprechen und eigentlich Griechischzyprer ursprünglich sind oder sein dürften – ganz tief und im Grunde, aber aus historischen und anderen Zusammenhängen die Sprache des Nachbarn, des, ja sagen wir es doch, des Feindes sprechen: Attilanisch, also Türkisch.
Sehen Sie, so einfach kann die Welt sein. Warum die Dinge verkomplizieren? Dieser gewisse „Volksgruppen-Führer“ im Norden, der Herr Akinci genannt wird, stellen Sie sich vor, was der sich einbildet, ja getraut, mit Worten und manches Mal auch mit Seufzern begleitet, in Mikrofone zu entlassen, die bis in den letzten Winkel der Welt zu tönen versuchen. Der Herr Mustafa Akinci, also, der will die schönen Reisen der Verhandlungsführenden in Sachen Wiedervereinigung der zyprischen Insulaner nach Nordamerika und in die Schweiz gefährden. Sagt, er sehe derzeit keinen Handlungsbedarf, die Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer im UN-Rahmen oder anders weiter zu betreiben.
Na, das werden DIE dem schon noch ausreden können! Schließlich ist ja auch er nicht unbedingt abgeneigt, wird hier zugegebenermaßen nur vermutet, der Weltbühne den wichtigsten Teil der Weltpolitik in all seiner Dramatik abzuspulen: die Zypern-Tragik-Komödie. Der Mustafa ziert sich wohl nur deswegen diese Ausflüge weiterhin mit gespielter Zuversicht vor den staunenden Massen anzupeilen, weil der Herr Erdogan in der Türkei anscheinend die Schnauze von all dem zyprischen Gemache voll hat – und dem Akinci das wohl auch so ähnlich kürzlich bei dessen Rapport in Istanbul gesteckt haben dürfte.
Also nichts mit historischer Größe und schönem Einkaufsbummel 2018.
Die TROIKA, die sich, glaube ich, längst nicht mehr so nennt oder nennen lässt, ist derzeit wieder auf der Insel. Ja, mal wieder! Checken, wo doch nur Erfolgsmeldungen zu hören sind übers zyprische Ökonomische.
Das Bilanzwunder!
Und der Tourismus boomt. So auch der Verkauf von angeblich mit der Hand gehäkelten Tischdeckchen. Aus den Bergen, noch vor dem Troodos-Gebirge, wo die Touristenbusse auf ihrer Tour durchs Inselreich meist auch noch vorbeikutschieren, dorther stammen diese nur auf Zypern so und nicht anders anzutreffenden liebevoll gehäkelten Unikate.
Nun: Wer also welchen Kandidaten bei den Wahlen unterstützt oder unterhakelt, warum und wieso, das kaspern die griechisch-zyprischen Parteien in langen, ganz langen Gesprächsrunden tagtäglich auf allen erdenklichen Kanälen aus, länger als 6 Monate vor dem Wahltermin, der, so scheint es, die Hauptlegitimation ihres Treibens, oder wie man es besser nennen sollte, zu sein scheint, ist.
Da auch ich neuerdings eine Art Fan des griechischen Fernsehsenders „Vouli“ geworden bin, weil zyprische Nachrichten etc. kann mein Geduldsfaden einfach nur noch schwer ertragen, der direkt und stundenlang LIVE aus dem Parlament in Athen ausstrahlt, die tollsten Debatten sage ich Ihnen, schwante mir kürzlich den Letzteren zusehend und hörend, dass Parlamentarier in Zypern solche Auftritte in ihrem Parlament, wo sie ja eigentlich hauptsächlich hingehörten, gar nicht abziehen können, weil sie anscheinend andauernd auf RIK1 oder 2 oder sonst wo mediale Auftritte absolvieren, ja, sogar schon morgens um 07 Uhr sitzen die da gestriegelt und geschniegelt.
Soll also keiner sagen, die würden sich nicht bemühen!
Und ehrlich gesagt verwundert genau das. Also dass es keine Live-Übertragungen aus dem zyprischen Parlament gibt. Die machen doch sonst – mit Verlaub – jeden modischen Schnickschnack gleich mit. Fast jeden. Wahrscheinlich haben die Herr- und Frauschaften des Parlaments zu Nikosia im Vorfeld schon eingesehen, dass der Unmut der Leute durch Direktübertragungen der erwähnten Art nur noch gesteigert werden könnte. Dumm sind sie also nicht!
Summasummarum. Es erhärtet sich folgender Eindruck: Egal, wer das Rennen bei den Wahlen im mehrheitlich griechisch-sprachigen Teil der Insel Zypern machen wird im Februar 2018, ändern wird sich wenig bis gar nichts in Sachen Zypernfrage. Und zuletzt genanntes Phänomen, der Zypernkonflikt, hat man mir und anderen so oft als das aller wichtigste Etwas auf Zypern ins Hirn gemeißelt, ohne dessen Lösung letztlich gar nichts wirklich geht, dass daher in finaler Konsequenz und mit der zuvor getroffenen Einschätzung, es eigentlich wenig Sinn macht, – man höre! – noch näher auf das Gequake im zyprischen Parlament, in den zyprischen Zeitungen oder Fernsehstationen etc., HIER, einzugehen – Komödienstadel plus Trauerspiel plus Minus usw.!
Yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Da sieht es im Norden des Irak schon etwas anders aus. Überhaupt ein Wunder, dass das Referendum abgehalten werden konnte letzten Sonntag. Ein Staat Kurdistan müsste der Internationalen Gemeinschaft eigentlich wichtig sein. Doch dieser Gemeinschaft fehlt die Weitsicht und der Wille, den kurdischen Konflikt – so wie andere – zu lösen. Letzteres kann nur so verstanden werden, dass derart seit Jahrzehnten dahinschwelende Konflikte (siehe Zypern) geradezu künstlich aufrechterhalten und als politisches Tool gebraucht und missbraucht werden – nicht immer, aber gern immer wieder!
Damit muss sich also auch in der sogenannten Kurdenfrage abgefunden werden.
Bei letzterer ist es allerdings etwas anders gelagert als in der Zypernfrage: Da den Kurden keine Staatlichkeit zuerkannt wird, die ihnen allein schon aus überall im Westen so hoch gehaltenen humanistischen Gründen zustünde, haben sie auch kein wirkliches Recht oder eine juristische Handhabe mit Erfolgsaussicht oder beides, sich und ihre Anliegen in sogenannt internationalen Abkommen etc. genügend abgesichert aufbewahrt zu sehen. Und so können Staaten wie jene, in denen Kurden mehrheitlich leben seit ewigen Gedenken, mit ihnen – mehr oder minder – umspringen wie es gerade passt. Notfalls vergast man einige, massakriert weitere, wirft nicht wenige von ihnen aus ihren angestammten Gebieten etc.
Und die Internationale Gemeinschaft guckt angeblich schockiert zu – und das schon seit Jahrzehnten, länger als ein Jahrhundert.
Humanistisches Schmierentheater der besonderen Art.
Das Geschrei um die Rohinjas in Myanmar wird also bald wieder verstummen, genauso, wie es auch wegen der Kurden schon einige Male in den letzten hundert und mehr Jahren aufkam und wieder verstummte etc. Stichwort Jemen etc.
Was die Kurden also angeht, profitieren ihre Nachbarn davon, dass diese Volksgruppe noch immer nicht genügend Cleverness, scheinbar, entwickelt hat, um sich geeinter auf dem politischen Parkett international darzubieten. Wenig geschickt, stufen viele gewiss auch ein, dass kurdische Führungen sich ausgerechnet, längst nicht alle unter ihnen, Israel als eine Art geheimen Helfer auserkoren haben. Die meisten Syrer, Palästinenser, Iraner, Afghanen, Pakistaner und Iraker dürfte diese nicht geheime-geheime Allianz mehrheitlich wohl nicht begeistern. Und so rührt sich auch selten ein Fingerchen, wenn es mal wieder in Kurdistan rumst.
Kurz: Trotz der Aussicht, dass Kurden sich eventuell viele Jahre gegenseitig die Köpfe einschlagen, wenn ein Staat Kurdistan bestünde, was zwar bedrückend irgendwie ist, gehörte ihnen dennoch die ersehnte Staatlichkeit verpasst. Viele Millionen Euro könnte die Türkei, beispielsweise, dort gewinnbringend investieren und Tausende Tote vermeiden – ihren Ruf in der Welt aufpolieren. Ähnlich sieht es natürlich auch mit dem Iran oder dem Irak aus etc. Man müsste den Kurden ja nicht unbedingt all das Land geben, welches sie einfordern, doch ein Großteil dessen schon. Kerkuk könnte gemeinsam betrieben werden mit den irakischen Arabern – weiterhin. Das kurdische Kirmanschah im Iran eignete sich hervorragend, als landwirtschaftliches Zentrum, welches gemeinsam betrieben werden könnte mit den Mullahs.
Bei solch einer Entwicklung, wie sie im Absatz davor entworfen wird – wenn wir schon von Islam und seinem Wesen und Geist die ganze Zeit hören dürfen in den Medien und als angeführtes Argument –, könnte islamisch orientierten Gesellschaften ihr religiöses Ding besser abgenommen werden, siehe hierzu Erdogan und Co., die Mullahs im Iran, und zwar vor allem von ihren Gesellschaften selbst. Doch auch die christlich-jüdisch verbrämten Europäer und andere gilt es hier kurz zu erwähnen mit ihrem hohen moralischen Anspruch, der zu vielen nur noch als Fassade erscheint – als Werkzeug, um das Gegenteil zu tun.
Eine solche Entwicklung, wie sie oben grob angerissen wurde, machte es dann auch geradezu schon fast unausweichlich, dass auch Tel Aviv reformierter auftritt – schon allein, weil israelisches Knowhow dann um so mehr gefragt sein wird, welches zweifelsohne auf vielen Gebieten besteht. Dass des Weiteren und im Zuge solch einer Entwicklung in Israel selbst ein Verständnis dafür um sich greifen dürfte, dass, beispielsweise, der Bereich zwischen der Westbank und dem Gazastreifen zusammen mit den Palästinensern betrieben werden sollte – on same footage – und dass Palästina, trotz dieses gemeinsam betriebenen Zwischenbereiches, ebenfalls eine Staatlichkeit haben sollte, ist machbar. Man muss es nur wollen. Des Weiteren könnte vereinbart werden, nach dem diese Schritte gesetzt wurden, innerhalb der kommenden 10 Jahre oder so darauf hinzuarbeiten, Palästina und Israel mittelfristig zu einen.
Dass in der Folge auch Zypern zu einer Einigung – endlich – käme, muss hier nicht weiter ausgeführt werden, auch wenn viele Griechischzyprer weiterhin engagiert sein dürften, solch eine Entwicklung zu hintertreiben. Auch nicht gerade wenige Türkischzyprer sind da schwer am Agieren. LEIDER.
Yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Dass die EU in Katalonien endlich die Klappe aufmachte, noch im Jahr 2017, und Madrid mal gehörig dreinredete, könnte durchaus helfen, die oben beschriebenen Prozesse ETWAS anzustoßen, bestens schon in allernächster Zukunft. Bei der Gelegenheit ist noch zu überlegen, ob denn die Neuerungen in der EU, welche Macron letztlich verlautbarte, gutgeheißen gehören im Sinne des kurzfristigen EU-Gemeinwohles; oder aber ob sie einen EU-Senkflug beförderten, der als Ausweg ein Engagement in Belangen wie jenen in Katalonien etc. unausweichlich machte – und die EU so auf längere Sicht aufmöbelte.
Kurz: Dass die katalonische Erfahrung der EU helfen könnte, eine Richtlinie vorzugeben international, eingesackten Völkern wie den Kurden ENDLICH ihre Staatlichkeit zu verleihen, so, dass dieses Unrecht weltweit aus der Welt geschafft wird; so, dass ALLE mit am Tisch sitzen können, und zwar mit erhobenem Haupt. Und das heißt, dass die UN-Regularien, wie von der Türkei richtigerweise eingefordert, wirklich und endlich geändert gehören. Es kann nicht sein, dass an zuvor erwähntem Tisch lediglich 5 Kasperle sitzen, wo es doch hunderte in dieser Welt sind. Ein neuer, wahrscheinlich mathematischer Modus muss her. Ja, das Zufallsprinzip gehört eingebaut. Zu warten, bis alle Kasperle mal in der UN führend drankommen, ist Hokuspokus. Die erwähnten Fünfe müssen auf 15 weitere Ständige UN-Kasperle erweitert werden und Sechse werden ausgelost, sagen wir, so alle 7 Jahre, so dass es insgesamt 21 Kasperle sind, die alle 7 Jahre ihren Senf abgeben, der möglichst umzusetzen und zu befolgen ist.
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Wahlen in Deutschland 2017 brachten also Nazis im alten und neuen Gewandt hervor, genauer: ins Parlament. Die ersteren, die im alten Gewandt, wird man wohl strafrechtlich verfolgen müssen. Die im neuen Nazi-Look gilt es zu zivilisieren – einzulullen.
Sogar Leuten, von denen man es gar nicht dachte, können der AfD im Parlament zu Berlin etwas abgewinnen, stell ich eher amüsiert fest. Zum Beispiel gibt es aufregende Debatten zu erwarten wegen der AfDler, argumentieren diese Leute, wie jene, die zuweilen in Athens Vouli geführt werden. Somit ist doch schon mal etwas gewonnen! Der Abschied von ARD und ZDF etc. wird wahrscheinlich somit noch mehreren Leuten leichter fallen, eben, da im Reichstag mehr Unterhaltung geboten werden wird.
Viele denken also auch, dass die AfD auch ansonsten eine Chance ist, nötigste Korrekturen im Parlament und im Lande anzubringen – zum Beispiel sollte als erste Maßnahme dringend verhindert werden, dass die Sitze im Parlament zahlenmäßig erweitert werden. Wer braucht mehr, mit Verlaub, Bundestagsabgeornete? Die sollen sich gefälligst strecken oder sonst wie einpassen, und zwar so, wie die Gegebenheiten vor Ort nun mal der vorhandenen Sitze wegen sind. PUNKT. Auch so könnte, beispielsweise, die alteingesessene Garde im Reichstag sich gezwungen sehen, bei all dem Druck von rechts, die Frauen-Karte endlich profunder auszuspielen. Die Flüchtlingskarte anstatt STRAIGHT zu spielen in Parlamentsdebatten, wem es noch nicht aufgefallen sein sollte, erscheint eher als etwas Einfallsloses. Doch! Über die Frauenfrage kann so mancher gemeinsamer Nenner und neue Horizonte im Parlament etc. gewiss gefunden werden – und Beschlüsse müssen nun halt auch mal gefasst werden. Und warum nicht auf diesem Nenner basierend – oder ähnlich? Das Parlament ist ja schließlich nicht nur da, die Belange der gut Betuchten und gut Ausgebildeten im Lande vorrangig zu bedienen – oder der besten Heuchler und Lügner. Die gute Frau der Mittel- und Unterschicht als eine der sozusagen gemeinsamen Ausgangspunkte und Projektionsflächen wünschen wir!
Klasse.
Da kann man sich dann recht gut auf spannende Wendungen und thematische Windungen der Vortragenden im Reichstag Zuhause vor der Kiste sitzend gefreut werden. Umwelt ist natürlich auch ein Thema. Doch es ist viel zu weit, zu ausgefranzt. Schränken wir es daher gleich mal ein: Stromversorgung. Ungefähr so integrativ ist Letzteres als Thema wie das Thema Frauen. Die Stromversorgung und ihre billige und möglichst unproblematische Bereitstellung und Produktion für ALLE ist wirklich ein Fundus, ein Aufhänger, der was bewegen kann. Es darf gespannt gewartet werden, welche Lösungen auf den Tisch kommen, beziehungsweise, angewendet oder umgesetzt werden.
Das Thema Integration von Flüchtlingen ist den Streitenden im Parlament natürlich auch ein Hausgemachtes. Doch bevor die sich darauf festbeißen, empfiehlt sich, dass erneut eine Art Schulreform in Germany durchgezogen und vorher durchdacht wird. Und spätestens hier freut man sich schon richtig, dass die FDP sich ja noch irgendwie profilieren muss – wenn sie denn in Regierung gerät, wovon hier mal ausgegangen wird. Allerdings wäre wenig Verwunderung zu erwarten, wenn Frau Merkel auf Neuwahlen setzt. Sie kann schließlich rechnen. Und dann würde sie ihre nötige Mehrheit ziemlich sicher erhalten, wenn die Türkei zwischenzeitlich keine Flüchtlingsmassen gen Norden wandern lässt oder oder.
Ja, Folgegenerationen mit computertechnischem Sachverstand gehören herangezüchtet in beiden Teilen Deutschlands, die geeint sein sollen. Ja, Generationen von Deutschen gilt es zu bilden, die vermehrt auch über den Erdball hinaus ihre Gedankenwelten und Berechnungen etc. anstellen und/oder fixieren. Denn es ist klarer denn je inzwischen absehbar, dass diese Dimension, angestoßen einst symbolisch mit Sputnik im All herumkurvend, gerade sozusagen jetzt durchbrochen wird – und die EU und ihre Bürger sollten bei dieser Entwicklung UNBEDINGT mit an vorderster Front sein, wenn man schon den Wasserstoff- oder sonst wie umweltfreundlich betriebenen Motor für Verkehrsmittel dabei war und ist zu verpennen.
Von daher ist die FDP wahrscheinlich wirklich erforderlich. So auch in etwa die Linken. Hoffen wir, dass Letztere sich nach Ansicht aller möglichen und unmöglichen Themen in der sich ausbreitenden Wirklichkeit als jene politische Kraft erweisen, die vor allem das Arbeitsrecht menschlich hält – auch das Recht für Tiere etc.
Bei aller Phantasie, die man so braucht, sind die Grünen, Ur-Mütter und Väter des grünen Gedankengutes, nun noch zu erwähnen, doch: Braucht man die noch? Die sind doch so überflüssig, eventuell, wie der Schwanzfortsatz beim Menschen – das Steißbein. Soll heißen: Alle Parteien im deutschen Parlament, doch vor allem ihre Wähler, haben sich schon seit Längerem eine gewisse Greenness oder grünes Profil zu eigen gemacht. So auch die CDU.
Apropos Christenpartei: Mag sich die CDU nicht wirklich mal so wirklich mehr um Moral, Gesetz und dergleichen kümmern in der Republik – Religion? Im Verbund mit Wirtschaft, sollte man meinen, wären die da gut thematisch aufgehoben. Ja genau. Und hier schließt sich, Sie werden verwundert Äuglein reiben, der Kreidekreis. Soll heißen: Die CDU, die braucht das Frauenthema wie der Teufel arme Seelen.
Falls da jemand im Parteienspektrum vergessen wurde, die Piraten und andere und so, macht nichts.
Thematisch sind die Leitlinien nun für die Gewählten, auch hier, klar ausgelegt worden. Die Wahl 2017 war ein Erfolg, eben weil endlich mehr oder minder die meisten Farben im Parlament vertreten sind, die so auf der Straße rumhüpfen!
Also gilt es diesen Schwung nach Brüssel zu tragen und seinen Einfluss dort irgendwie geschickt und nicht allzu plump geltend zu machen, geeignete Partner an Land zu ziehen. Viel Zeit bleibt nicht.
Und einen Fehler sollte man gleich anfänglich schon mal gar nicht tun, Frau Merkel: Den Briten zu viel Zeit, Aufmerksamkeit und Einfluss zu verschaffen. Den Polen, Ungarn und Slowenen etc. ruhig die Option eröffnen, doch aus der Union auszutreten, wenn es ihnen nicht passt. Letzteres, so sieht es nämlich aus, dürfte vielleicht der einzige Hebel sein, der diese Leute zur (kantschen) Vernunft bringt.
Klar doch: Griechenland braucht seine nächste Finanzspritze, so auch bald wieder Zypern, nehmen viele an. Die beiden letzteren Kandidaten gehörten vielleicht wirklich und hoffentlich, auch um das Zusammenwachsen der EU konkreter zu gestalten, schon bald mit einem kleinen Heer von Verwaltern, Beamten, Experten, Beobachtern und Beratern aus Brüssel und von andernorts in der EU entsandt ausgestattet, auch, doch nicht nur, damit sie der anfänglich vorgestellten Entwicklung im benachbarten Kurdistan und vor allem auch in Israel etc. auf ihre Weise stützend beistehen können.
So, das ist das vorläufige Ende dieser Geschicht. Und wenn die Beteiligten dieser Geschicht nicht gestorben sind, dann tun sie gewiss besser jetzt, was hier angedacht – nämlich, dies Politimärchen vollbringen! Und wer nämlich mit „h“ schreibt, ist …, wenn er das so tut, also so, wie EU-Politiken noch zu oft betrieben werden.

Read Full Post »

Urlaub?

Kreuz und quer!

Es war denn auch mal wieder genug des Guten – Regen, Sonne, Grau-in-Grau, Regen, kühler Wind, Sonne – und das im Sommer. Also wirklich! An einen Sommer haben viele unter uns andere Ansprüche – so auch ich!

Man steigt aus dem schön hellblauen Baggerseewasser, rein ins Auto und dann? Autoheizung an!

Geht’s noch?

Im Auto fahrend gibt’s so ungefähr 15 Minuten leichtes Schlottern der Kälte wegen mit aufgedrehter Heizung, bis der Körper sich wieder einigermaßen wohl fühlt, so, als wäre er in einem richtig schönen Sommer.

Vermutlich werden diese eben geschilderten Eindrücke oder Empfindungen schon sehr schnell aus meinem Gedächtnis gewichen sein, zurück auf Zypern – was am 22. August abends um 19 Uhr 25 der Fall sein müsste, wenn Easyjet und der liebe Gott und andere mitspielen. Sitze gerade im Café Beschle gegenüber vom SBB und schreibe das hier.

Kann natürlich sein, dass ausgerechnet dann, wenn ich in Larnaka eintrudel, die Temperaturen fallen.

Sollen sie doch!

Tiefer als 26 oder 27 Grad wird der Fall gewiss nicht werden, vorerst. Solch Aussicht ist nach so viel temperaturtechnischem Auf-und-Ab in der Rheinebene und dem angrenzenden Schwarzwald durchaus sehr erträglich, denke ich.

Sie, verehrte Leser, wird gewiss wenig verwundern, was als Nächstes hier geschrieben stehen wird:

Aus nicht weiter im Detail anführungswerten Gründen hat Zypernundmehr-News mir und Ihnen eine kleine Auszeit auf ihrer Seite verschrieben. Genauer: mir eine Zeit der Recherche. Letzteres dergestalt, dass die nächsten 2 Monate endlich wahrgemacht wird, was schon lange vor Augen schwebte: mit dem Auto kreuz und quer über die Insel streifen, schon fast ziellos mit einem griechischen Roman oder Sachbuch ausgestattet, sodann kleinste und unscheinbarste Dörfer, Täler und Hügel abklappern – oder aber vielleicht per Zufall irgendwo hängen bleiben, wo folgende Voraussetzung gegeben ist: ein total zyprisches Umfeld. Das soll bedeuten: Menschen, die in dieser Sprache hauptsächlich verkehren – möglichst auch mit mir.

Ja, jetzt will ich ES endlich herausfordern und wissen! Griechisch sprechen mit einfachen Leuten auf Zypern, für die Pafos, Nikosia, Limassol oder gar Larnaka Orte sind, die sie alle Schaltjahre mal besuchen – oder so ähnlich.

Sie ahnen es bereits: Griechisch und Zyprisch sind zweierlei Stiefel. Doch genau deswegen gilt es erst recht, sich in diese Art abgeschlossenen sprachlichen Zirkel zu begeben. Letztere, kommt es einem vor, schaffen es nicht nur bei mir, über viele Jahre hinweg davon abzuhalten, sich Zyperns Landleben zu geben – also nicht allein die Klöster und Kirchen, sondern vor allem die Menschen. Gewiss spielen da noch andere Faktoren mit als lediglich der zyprische Dialekt, der schon irgendwie einer eigenen Sprache nahekommt.

Den Norden werde ich auf Grund der Politiken der Türkei nicht miteinschließen. Keine Lust auf Yücel zu machen! Dem Despoten in Ankara muss inzwischen das Seltsamste zugetraut werden. Und dass der Einfluss seines Regimes im Norden Zyperns um sich greift, darauf braucht noch nicht mal gewettet werden – dem ist so!

Anfang November 2017 wird Zypernundmehr-News dann aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und Ihnen, verehrte Leserschaft, berichten, zum Beispiel davon, wo die sogenannten Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer inzwischen gelandet sind (sein sollen) und welches Thema die Insulaner gerade am meisten bewegt – aus meiner Sicht.

Sie werden im November gewiss mehrheitlich schon in Winterstimmung sein und von Weihnachten träumen. Ich werde wahrscheinlich noch gelegentlich im Meer Schwimmen gehen und langsam registrieren, dass der Sommer 2017 zu Ende geht.

Des Weiteren und abschließend wird darauf hingeweisen, dass Kommentierungen der Geschehnisse weiterhin – zu verschiedensten Themen, hauptsächlich aber zu Zypern – dennoch erfolgen werden, und zwar sporadisch. Um diese Beiträge zu lesen, bedarf es lediglich auf die Webseite von Zypernundmehr-News bei Facebook zu begeben und schon werden Sie mit Beiträgen und Kommentaren weiterhin, so gut es geht, versorgt.

Kandernundmehr-News wird sich auch Ende Oktober, Anfang November wieder zurückmelden!

Ihnen, verehrte Leser, 2 wunderbare Monate, die bevorstehen:

Gia sas (tschüss)!

 

Read Full Post »

Zypern ist schon fast im Krieg mit der Türkei, haben Sie das so auch schon vernommen?
Mit den bösen „Attilas“ könnte das – mal wieder – der Fall werden, wenn man den griechisch-zyprischen Rednern zum 43.n Erinnern an die Besetzung/Befreiung durch türkische Truppen unterstellt, dass sie im Grunde auch diese alte Furcht vor den Türken auch ansonsten, andauernd, so oder anders verklausuliert zum Ausdruck bringen wollen. Man bewahrt, diesmal, aber „Kaltblütigkeit“ als Republik Zypern und als fast wichtigstes Mitglied der EU gegenüber den „Provokationen“ der Türken, lässt sich, egal, was komme, von Ankara nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht durch „unerlaubte Bohrungen“ auf dem „Hoheitsgebiet“ Süd-Zyperns im südöstlichen Mittelmeer – nur, weil die Türken vor der Insel und in zyprischen Gewässern nachsehen lassen, ob dort das große, zukünftige Vermögen im Meer liegt, als Nachkommen eines Zweiges des Hellenismus große Sorge haben? Nein, das kann bei so viel Gewissheit auf der Seite der Sieger zu sein und derjenigen, die Recht haben in Sachen Zypernfrage, nie und nimmer der Fall werden. So ungefähr dürften die meisten griechisch-zyprischen Politiker in etwa denken – und nicht nur sie.
Es kann daher dem Vernehmen nach nicht sein, dass Anfang August 2017 die Insel kriegerisch entflammt sein könnte de, vor allem, durchaus zwiespältigen Politik Nikosia-Süds wegen. Obgleich, die Erde scheint gerade gehörig bedrohlich zu rumpeln in jener Region, Erdbebengefahr. Hoffen wir, dass weder die eine, noch die andere Gefahr zuschlagen wird.
Gehen wir mal dazu über anstatt, die Ersten zu sein, die die Frage stellen, ob dieses geologisch zu betrachtende Phänomen womöglich mit den vielen Bohrungen der in Stellung gebrachten Erdgas-Haie auf Bohrinseln zusammenhängen könnte? Man unternimmt seinerseits, also als Republik Zypern, durchaus auch Probebohrungen zwecks Erdgas oder Erdöl, die spätestens im März oder April 2018 beendet sein sollen. Wer weiß, zu einem Zeitpunkt, eventuell, an dem womöglich dasselbe herausgefunden wurde wie bei den Probebohrungen der Türken: „Wir sind steinreich!“, könnte es dann heißen. Oder, man ist nur reich. Oder es ist lächerlich wenig Erdöl oder Erdgas festgestellt worden, so dass es sich nicht lohnt dafür, ja, wie soll es ausgedrückt werden, sterben zu gehen.

Gerd Höhler schreibt in der Oberbadischen am 14. Juli 2017 bereits:
„Nach dem Schiffbruch bei den Zypern-Verhandlungen [in Crans-Montana] … eskaliert der Streit um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. … Mit der Ankunft des Bohrschiffs West Capella, …, eskaliert ein seit Jahren schwelender Streit. Im Auftrag des französischen Konzerns Total soll die unter der Flagge Panamas fahrende West Capella im sogenannten Block 11 nach Erdgas suchen – 150 Kilometer vor der südzyprischen Hafenstadt Limassol. … Die Regierung der international anerkannten Republik Zypern … hat in den vergangenen Jahren in Verträgen mit den Anrainerstaaten Israel und Ägypten die Wirtschaftszonen in der Region abgesteckt, vor der Süd- und Ostküste der Insel 13 Explorationsgebiete, sogenannte Blocks, ausgewiesen und Förderkonzessionen vergeben, unter anderem an Total.
Aber die Türkei … spricht … Zypern das Recht ab, vor ihren Küsten nach Bodenschätzen zu suchen. … Der türkische Premierminister Binali Yildrim warnte die zyprische Regierung vor „einseitigen Schritten“. Die Energievorkommen vor den Küsten der Insel gehörten „beiden [zyprischen] Seiten … . Ankara will nicht nur die türkischen Zyprer beteiligen, die Türkei erhebt auch selbst Ansprüche auf Teile der von Zypern ausgewiesenen Fördergebiete, und zwar nicht nur im Norden, wo die Wirtschaftszonen beider Länder aneinandergrenzen, sondern auch südwestlich der Insel. Noch komplizierter wird der Streit dadurch, dass die Türkei die Republik Zypern völkerrechtlich gar nicht anerkennt. Überdies hat die Türkei die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen bisher nicht ratifiziert, die als Grundlage für die Festlegung von Wirtschaftszonen in internationalen Gewässern gilt [Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, erhebt sich schon die Frage: Wer ist hier der Aggressor? Soll heißen: Wie kann man nicht klar festgelegten Zonen zu Bohren beginnen als Zwerg namens Republik Zypern, ohne sich mit einem der mächtigsten Akteure in der Region, der Türkei, abgesprochen zu haben? Gute Nachbarschaft? Erdogan sagt:] „Es sei nicht nachvollziehbar, dass einige Energieunternehmen sich an den verantwortungslosen Aktionen der griechischen Zyprer beteiligten … Ich möchte diese Firmen daran erinnern, dass sie damit die Türkei als Freund verlieren könnten.“ Gemeint sind „die Noble Energie, die koreanische Kogas sowie die Konzerne Shell und Exxon Mobil … .
Die Türkei führt vor der Südwestküste Zyperns ein zweitägiges Manöver durch [also Mitte des Monats Juli]. Derweil sind weiter südlich des Blocks 11 griechische, französische und israelische Kriegsschiffe sowie der US-Flugzeugträger George H.W. Bush aufgefahren … Dass die Türkei angesichts der Lage einen militärischen Konflikt riskiert, ist unwahrscheinlich.“
Angesichts des eben Geschilderten sowie des Streits der Türkei mit Deutschland, der schon bald negativ finanziell zu Buche schlagen könnte/dürfte, muss man sich eigentlich schon fragen: Und wann lässt Ankara Scharen von Flüchtlingen gen Norden ziehen, die sie bei sich einigermaßen und vertraglich abgesichert für die EU in Zaum hält? Bis kurz vor die Wahlen in Deutschland wird da etwa gewartet?
Mancher Player schätzt wohl, dass die Unbeliebtheit Erdoĝans derart groß ist, dass Angela Merkel dann erst Recht als Siegerin ihre vierte Amtszeit antreten wird können.
Um das auch noch gesagt zu haben: Diese Chance müsste ihr das deutsche Wahlvolk eigentlich auch geben, schon allein, damit sie noch GEWISSE Dinge zum Wohle der Deutschen und Europas in die Wege leiten kann, siehe Flüchtlingspolitik, die sie teilweise, und ganz gewiss mitverbockt hat – und manche hoffen, dass Frau Bundeskanzlerin sich auch in Sachen Frauenpower noch ersichtlicher in Szene setzen müsste, zukünftig, und es hoffentlich noch tun wird. Stichwort: Gleichberechtigung, gleiche Löhne usw. Sollte Frau Merkel Letzteres Politikfeld erkenntlicher angehen als bislang, die Frauenpower ist gemeint, wird sie der Olymp historisch großer, deutscher Politiker unweigerlich und ohne große Wenns und Abers mit epochaler Wertschätzung und unübersehbarem Denkmal verewigen.
Außerdem entspricht das Thema Frauenrecht eh dem Zeitgeist und eine Art geschlechtsspezifische ‚Revolution‘ steht definitiv bevor – zumindest europaweit, doch gewiss auch weltweit!

Da dieser Artikel über einen gewissen Zeitraum entsteht und so in etwa alle 14 Tagen so etwas wie er ins Netz soll, sei Ihnen gesagt: Heute ist der 15. Juli 2017. Und eigentlich müsste bei diesem HISTORISCHEN Datum ja gleich Bezug genommen werden auf den angeblichen Putsch vor einem Jahr in der Türkei etc. Doch das langweilt die Redaktion gerade – sorry, und womöglich bereits auch schon Sie. Ich meine, was soll das ganze Geschrei, wenn Erdoĝan dennoch im Balkan und dem Nahen Osten eine unerträgliche Rolle spielen kann, sogar bis in den Jemen lässt er ‚Hilfe‘ inzwischen schicken, nur, weil der Westen, vorneweg die EU, ihm die Mittel dazu nicht nimmt. Brüssel will ihn weiterhin bei der Stange halten: Stand 27. Juli 2017. Ja, denn der Geldfluss in die Türkei und aus ihr heraus könnte durchaus etwas behindert werden; man müsste dann halt notfalls zugucken, wie andere Akteure den Platz besetzen, den man als EU bislang eingenommen hat an der Seite der, verzeihen Sie, Retro-Osmanen in Ankaras Regierungsbezirk und darüber hinaus. Die Rede ist also von Platzhaltern, von solchen Kandidaten wie dem Herrn Putin oder gar jenem aus dem Land der fliegenden Drachen, Tian Min – Square. Gemeint ist das ehemalige Kaiserreich im Fernosten, wo die Mauer durchs Land noch heutzutage steht und auch etwas glorifiziert wird, auch, weil sie ja so alt und groß ist. Kung-Fu und so gibt es dort auch. Ist jetzt klar, wer gemeint ist? Genau das Land, wo Dissidenten nicht unterbinden können, dass der Westen sich dem teils menschenverachtenden Regime beim Geschäftchen-Machen anbiedert, anstatt sich vornehm vom schnell verdienten Geld – auf dem Rücken zu vieler Leute – zu verabschieden. Letzteres der so hochgehaltenen Werte wegen, die irgendwie zu unterschiedlich in Anwendung kommen: gegenüber Russland, USA oder China sehr flexibel; und gegenüber den meisten Staaten Afrikas oder Asiens zuweilen sehr doktrinär.
Na und?, werden Sie hier vielleicht denken. Die Welt ist schließlich rund. Sollte Russland oder China glauben, als Platzhalter des Westens für oder in der Türkei vollends ‚einspringen‘ zu müssen, dann bitte sehr! Die EU könnten, beispielsweise, in Georgien, Armenien oder in der Mongolei etwas aggressiver auftreten als sonst, sozusagen zwecks Retourkutsche oder Abgleich – gern auch in Weißrussland oder Moldawien und natürlich der Ukraine und dem Baltikum. Wir leben schließlich in keiner statischen Welt, mögen Sie des Weiteren gedacht haben.
„Alles beweglich!“
In anderen Worten: Irgendwas ist immer am Laufen. Womit Sie auf jeden Fall nicht die Unwahrheit sagten oder denken würden.
Nun, aus diesem letzteren Blickwinkel heraus könnte dann auch betrachtet werden, dass neuerdings in den Nachrichten der „RIK“, der staatlichen Fernsehstation des überwiegend griechisch-sprachigen Zyperns-Süd, nicht nur verkündet wird, was jemand der dort etablierten Parteien zu Diesem oder Jenem meint; nein, jetzt hört man auch nahezu immer in den griechisch-zyprischen Nachrichten, was denn die Leutchen von der „ELAM“ verzapfen. Das ist in deutschen Dimensionen ungefähr so, als würde in der „Tagesschau“ der ARD oder in der „Heute“ im ZDF zu einem aktuellen Thema auch nahezu immer berichtet werden, was die „AFD“ oder die sogenannten „Identitären“ zu sagen haben.
Letztere sollen ja demnächst mit ihren Schiffen vor Libyen Stress machen gehen – unterwegs dorthin sind sie ja schon etwas Länger und bis Monatsende, wenn nichts dazwischenkommt, bestimmt schon voll in Aktion vor Libyen. Inzwischen ist der 27. Juli und wir wissen nun, dass etwas dazwischenkam: Ausgerechnet im Hafen von Famagusta/Ammochostos/Gazi-Maĝusa Nordzyperns mussten die vermeintlichen Aktivisten des identitär ‚Guten‘ Anker werfen. Unter anderem werden sie beschuldigt, gegen MONEY Flüchtende aus Sri Lanka an Bord genommen zu haben bei ihrem Einsatz etc. Wäre das nicht passiert, könnte – vielleicht dennoch demnächst – passieren, von diesen identitären Herrschaften mit Bildern und Berichten versorgt zu werden, die schildern, wie ein Flüchtlingsboot kenterte und niemand unter ihnen sich angesprochen fühlte, den Absaufenden zu helfen. Des Weiteren könnte deren Aufenthalt vor der lybischen/syrischen/etc. Küste durchaus auch ein positives Etwas bringen: Sie haben sich nämlich vorgenommen, unter anderem zu untersuchen, ob die bislang in Aktion tretenden ‚freiwilligen‘ Helfer, beispielsweise der Sea-Watch, eventuell doch mehr sind als lediglich nur Helfer. Letzteres heißt konkreter: Unterstützer der Menschenhändler, ja, verdeckte Menschenschmuggler höchstselbst. Bislang wird das bestritten und man fordert Beweise für solche Behauptungen vonseiten der selbsternannten humanistischen Flüchtlingsretter. Außerdem sollen die jetzt – per Gerichtsbeschluss so beschlossen Ende Juli 2017 – Flüchtlinge, die sie aus der See fischen, gefälligst selbst in italienische oder andere europäische Häfen bringen und sie nicht mehr an andere Schiffe, die gerade in der Gegend sind, abgeben können. Das würde deren Schlagkraft jedenfalls mindern. Es kann daher aus hiesiger Sicht der Begründung einiges abgewonnen werden, dass auf Grund dieser Humanisten auf hoher See sich das Risiko vermehrt auf fraglich gebauten Booten sich auf den Weg gen Norden zu machen. Soll heißen: Diese liberalen und links zu verortenden Organisationen fördern durchaus, gewissermaßen, diesen halsbrecherischen Akt vieler junger Afrikaner/innen und anderer, sich ihrem ‚Schicksal’ glauben, auf diese Weise stellen zu müssen. Tragisch, würden ausgerechnet die Identitären diesen Nachweis liefern, dass Sea-Watch und andere wie sie zur Flucht und Menschenschmuggeln animieren/unterstützen/es in die Wege leiten. Auch deutsche Identitäre befinden sich unter der international zusammengestellten nach Faschismus riechenden Schiffscrew – politisch recht braun gesinnt, also, wie in einem Interview mit deutschen Identitären auf jenem Schiff zu vernehmen war (SRF1 25.Juli 2017).

Und, dass es nicht Ohne ist, in dieser Gegend des Mittelmeeres mit dem ‚falschen‘ Reisepass unterwegs zu sein, zeigten uns beispielsweise Morde in Hugharda/Ägypten Mitte des Monats Juli 2017, wo bekanntlich auch deutsche Touristen – mal wieder – ihr Leben ließen. Es ist längst nicht mehr so wie einst nach 1945, dass man mit deutschem Pass in der Welt gern gesehen wird. Der Aufenthalt da draußen irgendwo, und das willkommener Maßen, begrenzt sich mehr und mehr für Deutsche. Und Letzteres hat grob gesagt zwei Gründe: die betriebene, zu marktorientierte Außenpolitik; und die Geschäftchen mit Despoten, die deutsche Firmen so betreiben. Nicht alle Geschäftchen oder Außenpolitiken, um Gottes willen sind verwerflicher Natur; aber offenbar sind vielen Menschen da draußen doch zu viele Abkommen darunter, die wiederum ihren Absturz und den deutschen Reichtum miteinander zu verknüpfen beginnen/begonnen zu haben scheinen. Da kann man noch so schöne Worte verlieren im Bundestag. Fakt, ist zuweilen Fakt, auch wenn Faked News gerade der meist gehörte Schlager der Ablenkungsmanöver in den Debatten auf Regierungsebene oder in den Medien sein könnte – „postfaktisch“.
Letzteres erscheint in etwa so zusammenhängend oder strukturiert etc. wie das angeblich „freie“ Surfen im Netz mit dem Tor-Browser. Ja, Zwiebel hin und her, doch wer, bitte sehr, sitzt an der Schaltstelle dieses Browsers? War und ist es nicht zufällig – mal wieder – ein militärisches Projekt der USA? Und haben die das Ding nicht ausgewildert, damit man ihre interne Kommunikation nicht so leicht nachverfolgen kann? Weil wo viele Schäflein weiden, so richtig viele, da weiß man nicht mehr so recht, wo der Wolf im Schafsfell steckt. Das heißt: das Ablenkungsmanöver ist eigentlich gelungen. Und ehrlich gesagt: Gewisse Freiheiten sind dann halt einfach zu frei. Und da muss jemand Freiheit beschneiden können? Ja! Im letzten Fall, ja!

Nicht lustig, ganz und gar nicht!

Doch man kann ja von solchen Eventualitäten schreiben, wie man will. Irgendwie findet man kein, oder offenbar zu wenig Gehör. Also, erinnern wir daran, dass das Meer vor Libyen auch nicht unbedingt so weit weg ist von den Stränden Zyperns, wie auch all diese schwelenden Konflikte in der Region, von denen hier längst noch nicht alle aufgezählt wurden in diesem Artikel, ganz zu schweigen von den ‚uralten‘ (Palästina, Syrien, Kurden, Drusen, Chaldäer, Armenier, allgemein: Glaubenskonflikte), die nach Adam-Riese die Spannung vor Ort zusätzlich wie ein Gewitter aufladen, welches sich dann wohl auch irgendwann entladen wird/müsste/dürfte.
Und dieses Abregnen wäre nun gerade wirklich nicht angebracht, zumal die Besucherzahlen auf Zypern derzeit Rekorde brechen – hüben wie drüben.
Tschja! Trittbrettfahren ist bekanntlich gefährlich, denn ein Kontrolleur könnte nach durchzechter Nacht schlecht draufkommen und auch da draußen, wo sie sich gar mit den Fingernägeln an Teilen des Busses im Verkehrsfluss festkrallen, Fahrscheine verlangen. Obgleich: Als ich vor vielen, vielen Jahren in Kairo war, bestand die Gefahr nicht, an einer Stange oder Türrahmen eines öffentlichen Busses sich irgendwie haltend, noch abkassiert zu werden. Das war „ayib“, gehörte sich nicht. Diese Plätze waren auch daher meist gut besetzt. Und ich möchte nicht wissen, wie viele jener Trittbrettfahrer es mit Knochenbrüchen und dergleichen bezahlten, nur, weil sie zu schwach die/der andere/n wie sie zu stark waren.
Hoffentlich entlädt sich weiter oben herbeifantasiertes/prognostiziertes Gewitter nicht über zyprischen Köpfen in absehbarer Zeit. Da sind wir doch ganz alarmiert und gewissermaßen selbstbezogen genug, uns so etwas besser gleich aus dem Kopf zu schlagen; und anstatt die vielen Touristen noch schneller abzukassieren, die ja sogar neuerdings auch ohne viel Werbe-Etat oder -Strategie usw. ins Ferienparadies der „Einmaligen Chance“ einer Wiedervereinigung offenbar gut gesättigter Inselbewohner kommen. Diesen Reichtum abzuschöpfen, scheint mehr Sinn zu machen und ist insgeheim ein weiterer Punkt, wo man sich in den Verhandlungen über Zypern gewiss einig ist!?
***
Ein kleiner Kulturschock war heute, den 15. 07. 2017, ein bisschen im türkischen Fernsehen herumzuzippen. HILFE! Nur noch nationalistischer Kitsch, geht’s noch? Und dann gab es das alles vor allem auch noch auf einem weiteren Sender der Türkei, nämlich auf TRT1, wahrscheinlich auf allen, und zwar dicke religiös verbrämt, dass einem der kalifatsstaatlich verordnete Dschihad geradezu schon ins Haus zu osmanisieren schien. Es war und ist sehr befremdend, zu sehen, dass so etwas offenbar die meisten Leute anziehen soll, unter denen man sich vielleicht ein Drittel seiner bisherigen Lebenszeit aufgehalten hat – und sich dabei eigentlich recht wohl und einigermaßen sicher fühlte. Gerade in Berlin und kurz abgetaucht in Neukölln kann einiges vom neuen osmanischen Selbstbewusstsein sozusagen hautnah erlebt werden. Politische Diskussionen mit alt Bekannten nehmen zuweilen recht irrationale Züge an. Wirklich sehr beeindruckend, wohin manch menschlicher Geist sich im Laufe der Zeit versteigen kann. Es tut den Ohren merkbar weh, den akustischen, osmanisch gefärbten Müll verstehen zu dürfen, der auch durch die Mattscheibe auf Türkisch, auch, in deutsche Stuben dringt. Gruselig megaloman; im Grunde schon fast ein Dauerlacher wie ein seltsam realer Cartoon – irgendwo dazwischen oszillierend, denke ich!
Nicht sehr viel weniger sonderbar ist, wie im Meer vor Zypern mit Menschenleben und dem Frieden, sozusagen letztlich, vielleicht zu hoch gepokert wird, wenn man sich die Spannungen vor Ort mal nüchtern betrachtet – von zu vielen Seiten meines Dafürhaltens wird das Spiel nämlich betrieben. Als ginge es nur noch um dieses blöde Erdöl aus dem Meer vor Zypern, Syrien, Libanon, Türkei und Ägypten, komme was wolle, und als könnte man anstatt nicht die Gelegenheit ergreifen und ENDLICH auf alternative Energien vollkommen um-zu-‚rüsten‘. Nein, da macht sich die Republik Zypern zum Spielball dieser Spannungen oder zum Schläger, mit dem dieser Ball ins Feld befördert wird. Und das Spielfeld hat, nebenbei bemerkt, einen klaren, ganz bestimmten Ursprungsnamen: Dominanzgehabe-gepaart-mit-Gier-und-männlicher-Eitelkeit-ohne-Weitsicht.

Protzen, was das Zeug hält wie unter Gorillas! Nur, Letztere kennen so etwas wie eine natürliche Grenze, auch, ist zu vermuten, da sie ihre Lebenswelt, Urwald, einigermaßen realistisch einschätzen. Soll heißen: Gorillas bringen sich nicht gegenseitig um – denk ich jedenfalls.
Donald Trump ist also in bester Gesellschaft, sollte er mal unter Zyprern etwas länger verweilen. Leider sind die Nachbarn Zyperns so in etwa im selben, derart aufgestylten Fahrwasser unterwegs.
Time of changes!?
***
Letzteres ist oder müsste eigentlich ein Stichwort sein, bei dem Sie, verehrte Leser, neuerdings gleich schreien könnten: „fakeles!“
Nein, es sind nicht die einst berühmt berüchtigt gewordenen Fakeles aus Griechenland gemeint, die immer dann mit Bestechungsgeldern gefüllt werden woll/t/en, wenn sie auf den Tisch zu legen oder unter demselben durchzuschieben waren/sind auf einem Amt oder andernorts. Diesmal sind es Akten, die ausgerechnet jetzt und nach über 40 Jahren aus den Depots irgendwo in Griechenland herausgeholt wurden, in denen die „ganze Wahrheit“ drinsteht – die angebliche Wahrheit über den Zypernkonflikt 1974 und seine Anfänge. Jetzt, Ende Juli 2017, sind die an die Republik Zypern übergebenen Akten eigentlich schon kein Thema mehr in den Medien. Eingesackt!
„HAHAHA!“
Da lachen doch die Turkeys. Schönen Klang haben Truthähne jedenfalls, finden Sie nicht? Mal abgesehen davon, dass die Turkey auf Englisch Türken genannt werden, haben die Dinger, also die Akten über Zypern 1974, so lange in griechischen Kellern gelagert und sind auf diese und auch auf andere Weise dahingestaubt, dass doch eigentlich in den Medien gefragt werden müsste, was aber offenbar kaum passiert: „Ja, sind die Akten etwa bereits vorsortiert worden von den Griechen? Wurden sie gesichtet und wer hat was, wann und wie daraus abgestaubt?“
Nun, von Letzterem ist wohl auszugehen, doch bewiesen kann von hieraus nichts werden. So unprofessionell kann man selbst als Grieche oder Zyprer sich nicht leisten zu sein, diesen Nachweis so leicht erbringen zu lassen von jemand, der kein HELLENE ist. Und dann, was gleich noch stutziger macht als das eben Gedachte, was einen schier schon fast keinen Atem finden lässt: Da werden nun diese angeblich hochbrisanten Akten einfach so und irgendwo im Keller des zyprischen Parlaments verschwinden, nein, die sind da schon am Verschwinden?
Warum dort?
Wer darf das Zeug sichten, alle?
Auch ich?
Genau das, glaube ich, wird nicht der Fall sein! Und niemand schreit laut genug, jedenfalls noch nicht, bis hier her vernehmlich, dass dieses Zeug gefälligst von unabhängigen Organen, beispielsweise einem Institut in der Schweiz oder Brüssel, zu sichten sei – zumal man ja auch sonst gleich zur UNO rennt und in die Schweiz, um unabhängige Mitwisser zu haben in Sachen Streitgut Zypern!
Und das tun wir nun hiermit. RÜCKT DIE AKTEN RAUS – ALLE!
So dürfte sich also auch auf dieser Ebene, zukünftig, nicht etwa Entlastung, sondern weitere Spannungen, die mithilfe aus dem Kontext gerissener Zitate aus besagten Aktenbergen sich zu all dem Wahnsinn, der sowieso schon im Aufbau befindlich ist, dazu addieren.
Wobei wir also bei folgender Frage angekommen sind: Wem nützt das alles und wieso lässt man die Dinge so aneinander reiben oder aufeinander krachen, wie man es nun mal tut? Diejenigen, die das so veranlassen, können ja gewiss nicht blöder sein als man selbst. Also muss die Frage nach Interessen, die derart bedient werden, gestellt werden. Wahrscheinlich ist es, auch, ein diplomatisches Cover-up, welchen man sich davon verspricht. Das bedeutet: Schön alles schummrig und undurchsichtig halten, weil dann kann man, unter anderem, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen, um sich beißen.
Es sieht also so aus, als würde alles so weitergehen wie gehabt – ohne sich ein detailliertes Wissen als Entscheidungsträger angeeignet zu haben in Sachen Zypernfrage und so, wie gehabt, drauf-los-beißen.
Nur:
Das kann so nicht viel Länger der Fall sein oder so bleiben unter Entscheidungsträgern. Denn irgendwann ist ein Maß mit Unwissenheit nun mal voll! Irgendwann ist derjenige, der dieses volle Maß Bier andauernd leeren soll, mal bedient – und kotzt ab. Entschuldigen Sie die wenig diplomatische Sprache.
Die zuletzt geführten Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer in Crans-Montana, Schweiz, sind also, wie hier projiziert wurde in Beiträgen davor, ein unterhaltsamer Shopping-Ausflug für die Herren und Damen Verhandlungsführer vordringlich geblieben – ganz offenbar. Die haben sich womöglich wirklich auf die eben erwähnte Art und Weise im Geist oder wirklich beim Verhandeln übergeben, wie man vornehmer sagen würde. Im September 2017 könnte dann vielleicht wieder kurz ein Trip in die Schweiz für dieselben Herrschaften drin sein. Nicht verzagen, ihr Guten! Diesmal hoffentlich, um Frieden heranzuklotzen und nicht, um, Verzeihung, wie zuvor umschrieben, abzukotzen, hätte ich schon fast geschrieben – also: um Shopping zu machen.
Exzellenz mag eben an tollen Plätzen gesehen werden und sich aufhalten, sagen sich da gewiss einige Beteiligte an derartigen Verhandlungen über Zypern an Orten wie Genf, New York oder demnächst womöglich noch Sidney? Keine Angst daher, verehrte Leser: Es wird das nächste Mal wahrscheinlich nicht an den gleichen Ort in der Schweiz zurückgehen zum Verhandeln. Das wäre doch wohl eine Zumutung. „Immer nach Crans-Montana … .“ Uhh, welch schreckliche Vorstellung!
Da die Zyprer und der Rest derer, die sich da irgendwo in der Schweiz oder New York zuweilen Treffen in Sachen Zypern, offensichtlich auch auf Drama stehen – siehe eben die Zypernverhandlungen oder auch Herrn Macron mit Trump am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag -, wäre vielleicht ein geeigneter Medienspektakel, wenn die zyprischen Präsidenten Anastasiadis und Akıncı sowie der Rest der Zypern-verhandelnden-Crew sich beim nächsten Treff auf dem „Rütli“ in der Schweiz träfen, das ist dort, wo die Schweizer sich einst das Ja-Wort gaben, „die Schweiz“ sein zu wollen. Wäre das nicht fernsehserienreif und Disney-Park-gleich-schön? Seifenoper pur. Europa Park reif!
Dieses seifige Genre hat ja als Phänomen eh verstärkt das Hirn der Menschen, weltweit, geradezu wie geschmiert, erobert, die Seifenoper. Nicht vergessen: Seife plus Wasser und in den Händen gewendet, hat zum Effekt, dass aus ihr Schaum hervorkommen kann, wenn man es richtig anstellt, was glaube ich all jenen, die sich bei solch Verhandeln über Zypern nach dem Gang zur Toilette gelingen müsste, wenn die Seife nicht mit einer moderneren Vorrichtung ausgetauscht wurde, wo auf einen Knopf gedrückt werden muss, damit das Schmiermittel herauskommt. Weil zum richtigen Zeitpunkt einen Knopf zu bedienen, ist nun mal eine andere Herausforderung als ein Stück Seife in den Händen zu bewegen. Nein, Personal, welches abseift und Händchen abtrocknet, soll noch nicht installiert worden sein an solch illustren Orten wie Crans-Montana.
Das wäre eigentlich der Knaller schlecht hin – ober-super-chic. Denn: Schaumschlagen tun politische Schaumschläger auch aus Zypern gern und gewiss schon seit den Tagen der Schaumgeborenen Afrodite. Also wird das Jahr 2018 gewiss das Jahr zyprischen Schaumschlagens schlechthin werden, zumal die Insulaner, wie eben aufgezeigt wurde, ja eine lange Tradition im demokratischen Seifenblasenherstellen haben. Verehrte Leser, wir werden es schon bald sehen, welche Seifenkistenrennen demnächst vom Stapel gelassen werden.
Wollen wir daher hoffen, dass der ökonomisch-politische Schaum nicht in Form von im Meereswasser des südöstlichen Mittelmeers treibenden schlierigem Öl, ja, wie wollen wir es nennen, seinen Abgang findet. Es soll aber auch Abgänge geben, die beispielsweise zur körperlichen Erleichterung führen. Man sagte ja einst oft in diesem eventuell positiveren Zusammenhang des angeführten Ausdrucks: „dem geht Einer ab!“ Gewiss würde eine Vereinigung der beiden Teile Zyperns nicht dazu führen, dass allen Beteiligten, die als Schutzmacht der Insel Kasperle-Theater aufführen, Einer abginge deswegen. Den Engländern von der britischen Insel, ist zu vermuten, liegt an solch verkappt orgastischem, womöglich eher zyprischem Abgang wahrscheinlich wenig. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Franzosen neuerdings deswegen sich „TOTAL“ ersichtlicher im südöstlichen Mittelmeer mit Schiffen und dergleichen bewegen – Stichwort: Bohrinselchen. Mal ganz abgesehen davon: Das anglophile Zypern, ja, halten Sie sich fest, verehrte Leser, es ist ein Mitglied der Francophonie und das bereits seit Jahren. Alors, alors! Voyez vous? Nun, die überwiegend französische Total, die im südöstlichen Mittelmeer das Erdöl mit anderen großen Firmen fördern soll für die Zyprer, doch vorerst sondiert, um zu sehen, ob da überhaupt genug zu holen ist, ist keine allzu schlechte Wahl. Schließlich hat Frankreich „die“ BUMM, also Atombombe. Kann auch gut sein, dass Afrodite bei den Macrons aus und ein geht und daher die französische Unterstützung zyprischer Außenpolitiken zukünftig noch bis ins Intimste reichen, aber hoffentlich nicht bumsen lässt – und Letzteres, also Intimstes, ist gewiss das zyprische Hügelchen namens St. Hillarion, wo vielleicht sogar so etwas wie ein Kreuz noch dran ist. Keine Ahnung, wie ich da jetzt draufkomme. Bums!
Zuweilen denkt es gar bei manchen, dass Jean d‘ Arc in ihrer Zeit wahrscheinlich im Grunde Afrodite in disguise war (versteckt). Und das schreib ich, damit Sie besser nachvollziehen können, warum die Franzosen nun langsam etwas mehr Initiative in Sachen Zypern zu ergreifen scheinen, politisch.
Wie hier ersichtlich wird, verehrte Leser: Es ist höchste Zeit, in Details zu gehen bezüglich Zypern usw., damit wir uns nicht noch in mythischen oder gar außerirdischen Dingen oder Welten verstricken, wo doch Das irdische, unterm Meeresboden Liegende im südöstlichen Mittelmeer, geradezu in die entgegengesetzte Richtung weist!?


Es sieht nämlich so aus: Die Griechen können noch immer nicht im Ausland wählen gehen. Stellen Sie sich das mal vor: Menschen aus der Wiege der Demokratie müssen in die Wiege zurückkehren, um ihre Stimme abgeben zu können bei größeren oder kleineren Wahlen – wo es doch Internet gibt. In Irland und Albanien herrscht innerhalb Europas derselbe Missstand – nur bei denen können wir es noch so in etwa verstehen, oder? Sogar die Türken können im Ausland wählen! Also da bleibt einem doch die Spucke weg. Was ist bloß aus dem Vater der Demokratie geworden – unserem Griechenland? Mutter hier zu schreiben, wurde bewusst vermieden, da in der irdischen Welt bislang keine Griechin je das Zepter als Ministerpräsidentin einer demokratisch gewählten Regierung Griechenlands schwingen durfte – auch nicht unter derzeitiger, kommunistischer Führung. Nicht, dass es unbedingt zu erwarten wäre unter Kommunisten. Zumal, entschuldigen Sie, die sogenannte Obristen-Junta Griechenlands einst, am 21. April 1974, ja auch alles Männer waren [genauer: jene, die an der Oberfläche als Obristen in leitender Stellung agierten. Soll heißen: Gewiss hat so manche Frau die Kleinarbeit für so manchen dieser Herren im Hintergrund erledigt].
Die Obristen haben damals mal schnell Schluss gemacht mit dem zarten Pflänzchen namens Demokratie in Hellas/Griechenland. Die haben diesem Pflänzchen ganz rigoros den Gar ausgemacht – von 1967 bis 1974. Und dabei waren auch die Griechen drauf und dran zu jenem Zeitpunkt, so etwas wie eine Avantgarde zu etablieren – in Sachen Kultur und so. Wir erinnern: die 68er in Germany zu jener Zeit, die ja damals geradezu Furore machte, allerdings auch erkenntlicher im Politischen und nicht so, wie die Avantgarde zeitlich davor in Griechenland vorwiegend eher künstlerisch.
Nun ja, sogar in Zypern sollen zu jener Zeit schon einige von diesen Avantgardisten und Hippies etc. ‚herumgestrauchelt‘ sein, mit langen Haaren und dergleichen mehr – mit Rolling Stones, Jimi Hendrix und der Rockröhre Janis Joplin mit im wortwörtlichen Anschlag oder eben Sack. Also: die weniger Privilegierten versuchten sich damals in den jeweiligen Gesellschaften zu emanzipieren. Die Wirtschaften waren so in etwa wieder auf Gewinn gestellt nach dem II. Weltkrieg und so etwas wie „Gerechtigkeit“ war akustisch plötzlich überall zu hören.
Und solch Vokabular gefiel vielen nicht, es gefiel den Obristen in Griechenland ganz und gar nicht. Und daher mussten viele Griechen ins Ausland flüchten, um nicht in dunklen Kerkern elend zu verenden. Nach Deutschland sind von ihnen auch einige gelangt – und nicht zu wenige.
Als 1974 die Türken in Zypern einen Teil der Insel besetzten, um Türkischzyprer zu ‚schützen‘, brach jedenfalls nicht die gleiche Solidaritätsbewegung europaweit aus wie für die hippen Griechen als die Obristen in Griechenland zuschlugen. Doch ist mir eigentlich erst jetzt, komischerweise, so ganz richtig und klar geworden, dass das ja jener Zeitraum in Griechenland war, der auch den Abschied der Griechen von der obristischen Diktatur bedeutete. Ich sah nämlich am 26. Juli 2017 die Feierlichkeiten zur Befreiung der Griechen auf einem griechischen Fernsehkanal. Der Präsident Griechenlands, der mit der weißen Mähne, erwähnte bei seiner erfreulich kurzen Rede auch Zypern etc.
Nachvollziehbar?!
Doch als die türkischen Truppen einfach nicht mehr aus Nordzypern abzogen, hätte sich so etwas wie eine Solidaritätsbewegung schon etablieren können/müssen. Warum bloß ist das nicht so passiert? Die Zyprer hatten nämlich den ziemlich tragischen ‚Fehler‘ begangen, finde ich, dass sie mehrheitlich nach Frankreich und vor allem nach England exilierten. Die Griechen zur Zeit der Obristen, ihrerseits, hatten sich zwar auch dieselben Destinationen ausgesucht gehabt, doch vor allem auch Deutschland (Ost, wie auch West) – ein Unterschied offenbar. Willi Brandt, den man dann irgendwann nett absetzte, da man ihm einen spionierenden Ostfloh ans oder ins Ohr gesetzt hatte, unterstützte die jungen, griechischen Wilden in ihrem Kampf gegen die obristischen Faschisten. Außerdem war er zu jenem Zeitpunkt mit einer wesentlich jüngeren Frau, als er es war, geheim zusammen, was ihn wohl direkt-indirekt so agieren ließ, ist zu vermuten. So sehr tat er das Unterstützen der jungen Wilden aus Griechenland, dass er sich wohl fast zu sehr mit dem sogenannten Großkapital Deutschlands anlegte dabei. Und es ist noch nicht ganz klar, inwieweit diese Letzteren den Herrn Guillaume (den Ostfloh) an dem Machtzerfall Brandts mitnagen ließen.
Brandt, jedenfalls, sah die Wiederbelebung des Faschismus in Europa durchaus entstehen und gegeben von Griechenland aus. Dem galt es entgegenzutreten. Doch viele aus dem sogenannten deutschen Großkapital hatten ja bekanntlich – einige durchaus gewinnbringend – die Nazizeit überstanden und ihre Gesinnung nicht zweifelsfrei über Bord geworfen/ oder werfen müssen – von der Richterschaft nach 1945 in der BRD mal ganz zu schweigen.
Zu jener Zeit waren sogar Sendungen auf Griechisch im deutschen Radio erstmals möglich geworden, eben der vielen Exilanten aus Griechenland wegen. Die Geburtsstunde solcher Sendungen für „Gastarbeiter“ – wenn man vom Englischen und Französischen mal absieht, die ja schließlich auch Sprachen der Schutzmächte waren, die in Deutschland nach dem Krieg 1945 aufspielten und plötzlich – oder zum Glück zu UNSEREN „Alliierten“ wurden.
Wussten Sie, dass der Geburtsort der griechischen Kommunisten die TU von Berlin gewesen sein soll? „Das waren noch Zeiten!“
Und da soll doch hier nun mal endlich erwähnt sein, dass es die USA – mal wieder – waren, die – auch damals bereits – ein extremistisches Regime unterstützten. Und Letztere waren damals eben in Griechenland die Obristen, die ja dann auch ihr ‚Wunderwerk‘ in Zypern anrichteten, als sie ausholten, Zypern mit Griechenland auf Komme-was-Wolle zu vereinigen.
Schach matt!
Hätte es eigentlich werden müssen, „matt!“, doch diese Art aufrührerische zivile Bewegung, die Willi Brandt wohl mit anführte indirekt, bot auch den USA die Stirn und nicht nur den Obristen. Und das geschah zu einer Zeit, wo die alliierte Schutzmacht USA in West-Deutschland noch uneingeschränkt ihr Ding durchziehen konnte wegen dem verlorenen Krieg der Nazis. Letztere, die Großreichsdeutschen, hatten diesen zum Glück verloren gehabt.
Es hatte sich also eine Art Solidarität entwickelt gehabt für Griechenland in der deutschen Bevölkerung in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und dies teils auch auf Regierungsebene; und Selbiges wesentlich geringer, schon fast nicht erwähnenswert, ereignete sich auch für die griechischen Zyprer nach 1974 im ehemaligen West- und Ostdeutschland.
Sie, verehrte Leser, kennen den derzeitigen Außenminister Griechenlands Herrn Nikos Kotzias gewiss aus dem Fernseher? Nun, der war damals einer jener Griechen, die nach Deutschland geflüchtet waren und dort politisch unterwegs war, also im sogenannten ‚Untergrund‘ aktiv gewesen ist. Das sind größtenteils Leute gewesen, die da aus Griechenland geflüchtet kamen, die die 68er-Bewegung in Deutschland oft mitgeprägt und vor allem auch mitgelebt haben. Rudi Dutschkes Veranstaltung „für Griechenland“ etc. unterstreicht das, und sei hier nur kurz erwähnt. Sogar das Goethe Institut in Athen war aktiv. Das ist das Goethe in Nikosia in gewisser Weise auch heutzutage, muss man schon sagen. Auch sie stellen Räume der Begegnung – auf kultureller Ebene – zur Verfügung und haben Veranstaltungen Süd-Nordzypern, oder wie auch immer geartet oder genannt, zu laufen. Doch das Ding greift nicht wirklich, weil die Zyprer, ist zu vermuten, wie gesagt, vor allem in Großbritannien ihre Stränge ziehen; und dort scheint sich das meiste Engagement der exilierten Zyprer in, nennen wir es, neoliberalen Reihen des gegebenen Systems, also auf oder in dem britischen Nährboden, zu verlaufen.
Mit am Härtesten, wie man sagt, auf deutscher Seite, muss damals Günter Grass drauf gewesen sein in Sachen Solidarität mit den Griechen. Der offenbar voll engagiert war und nichts Besseres eines Tages zu tun hatte, als sich 1972 an die Studentenschaft Athens zu wenden mit seiner, dort zumindest noch gut erinnerten, „Hymne auf die Demokratie“, und sich so in die Herzen der Griechen spielte. Ja klar, er hatte gewiss auch im Hinterkopf, nur so seine Buch-Auflagen Zuhause in Deutschland erhöhen zu können, berühmt zu werden. Vielleicht war es aber auch nicht so! Vielleicht ist es einfach Einsatz für eine Sache gewesen, nicht mehr und nicht weniger – bedingungslos! Theodoros Daskarolis schreibt in der Eksantos (Εξάντος) im Juni 2017:
„… Genau zu jenem Zeitpunkt, im Frühjahr 1974, kam Günter Wallraff nach Athen und kettete sich freiwillig am Syntagma-Platz fest, um dort Flugblätter gegen die Diktatur zu verteilen. Er wurde losgelöst, verhaftet, verprügelt und bis zum Fall der Junta am 24. Juli 1974 gefangen gehalten, wo er dann mit den anderen politischen Gefangenen freikam. Dies bildete vielleicht den höchsten Akt der Solidarität mit dem griechischen Widerstand. Ausgeführt von einem deutschen Schriftsteller. Zum genau richtigen Zeitpunkt, um zu beweisen, dass noch nichts zu Ende war, dass die Tyrannei sich nicht etablieren, nicht mehr lange dauern konnte.“
Insofern ist es wohl Schicksal, dass die Zyprer noch immer herumwurschteln und ihre Vereinigung nicht zustande kriegen – und auf diese wurschtelnde Weise wohl den vermeintlich vorhandenen Rest an Solidarität im Ausland verspielen.
Ihnen, verehrte Leser, ist vielleicht vorhin das Datum aufgefallen, an dem die Junta ins Jenseits befördert worden war: Das war demnach 3 oder 4 Tage nachdem die Türken auf Zypern eingeritten sind, um türkische Interessen zu verteidigen und die Türkischzyprer, muss einfach so gesagt werden, aus den Klauen der Griechischzyprer befreiten – versteht sich, mit einem Gegen- oder Aufpreis.
Inzwischen scheint der Zug in Sachen Wiedervereinigung Zypern indes dennoch noch längst nicht abgefahren zu sein. Im Gegenteil. Wer sich historische Sporen erringen mag in Deutschland, der Schweiz oder Österreich, den Italienern mag man es auch noch zutrauen, wie auch den Franzosen, der sollte gemeinsam mit Zyprern eine große Solidaritätsfront, oder wie es genannt werden darf, aufbauen – gern übers Netz. Vielleicht klappt es ja dann mal, dass die Insel sich vereinigt. So eine vordringlich von außen betriebene Sache wäre wahrscheinlich eh von Nöten, den letzten 43 getrennten Jahre zufolge, da sich die völlig uneinigen Bevölkerungsteile auf Zypern unter dieser eben erwähnten solidaren Front einrichten könnten, um letztlich doch noch das Ziel zu erreichen – Wiedervereinigung ohne größeren, kriegerischen Stress.
Ja, wir werden hier gleich wieder konkreter, versprochen! Und zwar jetzt:

„Die Jahre 1970 bis 1972 zeichneten sich in Bezug auf die Zypernfrage dadurch aus, dass sie relativ ruhig waren [aus ehemals westdeutscher Sicht]. Die interkommunalen Verhandlungen bewirkten, dass es keine nennenswerten Zwischenfälle zwischen den beiden [zyprischen] Volksgruppen gab; das internationale Interesse an der Zypernfrage war abgekühlt. Neben den interkommunalen Gesprächen zwischen Kliridis und Denktaş waren für diesen Zeitraum vor allem auch die Enosis-Bestrebungen prägend, denn rechte nationalistische Kräfte innerhalb der griechischen Volksgruppe [ auf Zypern] bemühten sich darum, die Enosis [Vereinigung Zyperns mit Griechenland] – wenn nötig auch – gewaltsam herbeizuführen. Die dritte Gesprächsrunde [heute spricht man von Wiedervereinigungsverhandlungen] war im November 1969 ohne konkrete Resultate zu Ende gegangen und obwohl sich Denktaş im Dezember erneut kompromissbereit gezeigt hatte, hatte [Erzbischof] Makarios das erzielte Ergebnis abgelehnt – in der Hoffnung, noch weitere Zugeständnisse erreichen zu können. Aufgrund der für den Juli 1970 anberaumten Parlamentswahlen wurden die offiziellen Gespräche der vierten Runde erst im September 1970 begonnen und endeten ein Jahr später.“ In der Fußnote steht hier: „… Die Wahlen 1970 waren die ersten Parlamentswahlen seit 1960. Aufgrund der problematischen innerzyprischen Verhältnisse waren die Wahlen seit 1965 immer wieder aufgeschoben worden und die Legislaturperiode des Parlaments durch eine Änderung des Wahlgesetzes immer wieder um ein Jahr verlängert worden.“
Im Text geht es so weiter: „Aus den Parlamentswahlen ging die kommunistische AKEL als deutlicher Sieger hervor … . Um im bürgerlichen Lager keine Verstimmung zu verursachen und im westlichen Ausland nicht den Eindruck zu erwecken, in Zypern drohe eine Machtübernahme durch die kommunistische Partei, hatte sich die AKEL auf die Aufstellung von nur neun Kandidaten beschränkt, die alle in das Parlament gewählt wurden … . Auch während der vierten Gesprächsrunde wurde offensichtlich, dass ein Kompromiss weiterhin in greifbarer Nähe war. Denktaş hatte zahlreiche Zugeständnisse gemacht und forderte zu Recht ein gewisses Entgegenkommen in der Frage der lokalen Selbstverwaltung. Makarios ließ sich nicht von seinem Pokerspiel abbringen und wies Kliridis an, in der Autonomiefrage keine Zugeständnisse zu machen. Somit endete auch die vierte Runde im September 1971 ohne Ergebnis. Letztlich wurden die Gespräche mit Unterbrechungen bis zur türkischen Invasion im Juli 1974 ohne Ergebnis weitergeführt. Dass es in diesem Zeitraum zu keiner gütlichen Einigung kam, lag an Makarios‘ taktischen Spielchen [, so in etwa, wie auch heutzutage Erzbischof Chrisostomos hinter den Kulissen seine Fäden zieht. Dass dem nur so sein kann, belegen unter anderem im TV immer wieder hohe zyprische Politiker, die in irgendeiner orthodoxen Kirche des Landes politisch gefärbte Reden zu diesem oder jenem Anlass halten]; [Makarios] hoffte, letzten Endes doch noch weitere Zugeständnisse von der türkischen Seite zu [erpressen]. Er erkannte nicht, dass Denktaş‘ Verhandlungsspielraum – von Ankara entscheidend mitbestimmt – ausgeschöpft war [, siehe Anastasiadis, Akıncı & Co in der Neuzeit]. … Während sich die Gespräche hinzogen, entwickelten die rechten Kräfte Pläne zur gewaltsamen Herbeiführung der Enosis [heutzutage sitzt neuerdings die neo-faschistische ELAM im griechisch-zyprischen Parlament]. Im März 1970 versuchte die … rechtsgerichtete Nationale Front, Makarios durch ein Attentat zu beseitigen und die doppelte Enosis herbeizuführen. Die Ermordung von Makarios scheiterte, und die Nationale Front löste sich, nachdem im weiteren Verlauf zahlreiche ihrer Mitglieder verhaftet worden waren, auf. Nach der Zerschlagung der Organisation trat erneut Grivas auf den Plan. Dieser hatte zwar nichts mit der Nationalen Front zu tun, verfolgte aber ebenfalls das Ziel der Enosis. Von Athen aus koordinierte er in den nächsten Monaten den Aufbau militärischer Strukturen in Zypern nach dem Vorbild der [zyprischen, paramilitärischen] EOKA-Bewegung in den 1950er Jahren und bereitete gleichzeitig seine Rückkehr nach Zypern vor. Obwohl vom griechischen Geheimdienst beobachtet, gelangte Grivas im August 1971 nach Zypern [, erinnert irgendwie an Zschäpe und Co. der NSU in Deutschland?]. Vor Ort kontrollierte er nun den Ausbau der neuen Untergrundorganisation, die sich als EOKA-B bezeichnete. Makarios war der Aufbau der Organisation nicht verborgen geblieben und er organisierte als Gegenmaßnahme eine Sonderpolizeieinheit, die mit Waffen aus der CSSR ausgerüstet wurde. Nachdem diese Entwicklungen im Frühjahr 1972 in Athen bekannt geworden waren, versuchte die Militärregierung, in Zypern einzugreifen. In einer Verbalnote wurde Makarios aufgefordert, sich aus der Politik zurückzuziehen, und auch Grivas sollte die Insel verlassen. Makarios widersetzte sich den Athener Versuchen, Einfluss auf Zypern zu nehmen. Das aufgrund der griechischen Forderung zwischenzeitlich angespannte Verhältnis zwischen Nikosia und Athen normalisierte sich, nachdem die griechische Regierung signalisiert hatte, die Beziehungen wieder harmonisieren zu wollen. Allerdings knüpfte Athen an diesen Schritt die Bedingung, eine Umbildung im zypriotischen Kabinett vorzunehmen, da nach Athener Lesart einige Minister, wie zum Beispiel Außenminister Kyprianou, die bilateralen Beziehungen belasteten. Makarios stimmte dieser Forderung zu und bildete Mitte Juni 1972 das Kabinett um. Kyprianou kam diesem Schritt zuvor und trat bereits am 5. Mai zurück. … Auch Grivas ließ sich von dem Athener Vorstoß nicht beeindrucken und konzentrierte sich auf den Ausbau der EOKA-B. Zu ersten gewaltsamen Übergriffen, die den Auftakt zu Grivas‘ Plan der Machtübernahme in Zypern und der anschließenden Vereinigung mit Griechenland bilden sollten, kam es jedoch erst 1973. Nachdem die dritte interkommunale Gesprächsrunde [zwischen türkisch-griechisch Zyprern] beendet worden war, ohne dass sich eine Annäherung zwischen den beiden Volksgruppen abgezeichnet hatte, beobachteten beide Lager die politischen und wirtschaftlichen Bemühungen der jeweils anderen Seite mit Misstrauen [bis zum heutigen Tag]. Einfache Kontakte mit ausländischen Regierungen, beispielsweise im Rahmen der Entwicklungshilfe, wurden nicht mehr sachlich betrachtet, sondern als Versuch gesehen, die fremden Regierungen für die eigene Position zu gewinnen. Bei Makarios sorgte zudem der Standpunkt der türkischen Regierung in der Anerkennungsfrage der zypriotischen Regierung für Unmut. Ankara hatte angekündigt, dass man nicht mehr bereit sei, die volle Völkerrechtsfähigkeit der von den griechischen Zyprioten geführten Regierung anzuerkennen. In einem Gespräch zwischen Botschafter Török und dem türkischen Geschäftsträger in Nikosia betonte Letzterer, dass die Türkei sich in zunehmendem Maße gezwungen sehe, in internationalen Organisationen die Rechtsmäßigkeit der zypriotischen Vertreter zu bestreiten. Diese Entwicklungen deuteten darauf hin, dass die Türkei unter Umständen bereit wäre, befreundete Staaten darum zu bitten, die türkische Selbstverwaltung samt Verwaltungsrat als legitime Vertretung der türkischen Zyprioten anzuerkennen [, was man dem türkischen Außenminister, heutzutage, durchaus auch noch zutrauen darf].
Für Makarios bedeutete diese latente Gefahr natürlich, dass er den westlichen Staaten gegenüber eine konziliantere Politik betreiben musste; denn nur so konnte er verhindern, dass der Status der türkischen Zyprioten eine Erhöhung erfuhr und die Gefahr der Teilung der Insel zunahm [siehe hier, beispielsweise, die heutige Nähe zu Russland]. Mit Blick auf die Bundesrepublik war eine kompromissbereite Politik gleich in mehrfacher Hinsicht geboten. So benötigte die zypriotische Regierung die Unterstützung der Westdeutschen bei ihrem Ziel, mit der EWG ein Assoziierungsabkommen zu schließen. Ohne die Assoziierung lief Zypern Gefahr, wichtige Märkte in Europa zu verlieren, was besonders auf den britischen Markt zutraf. Durch die angestrebte Vollmitgliedschaft Großbritanniens in der EG hätte Zypern diesen für die Insel besonders bedeutenden Absatzmarkt verloren, da den geltenden Regeln zufolge die Zölle und Abgaben für Produkte von außerhalb der EWG hätten erhöht werden müssen [siehe die trilateralen Verträge, heutzutage, mit Jordanien, Israel, Ägypten und natürlich Griechenland]. Einen weiteren Faktor stellte der Bereich des Tourismus dar, dessen Entwicklung durch die Bundesrepublik maßgeblich unterstützt wurde; er sollte zur Stütze der zypriotischen Wirtschaft ausgebaut werden – auch durch Zypernreisen westdeutscher Touristen. Besonders die Frage nach der Anerkennung der DDR entwickelte sich für Makarios zu einem Dilemma. Die starken linken Kräfte im Land, aber auch Teile des Regierungsapparates waren einer völkerrechtlichen Anerkennung der ostdeutschen Republik nicht abgeneigt und erhöhten den Druck auf den Präsidenten [Erzbischof Makarios ist gemeint]. Ein solcher Schritt hätte nicht nur die türkisch-zypriotische Administration anerkannt, sondern auch die Unterstützung für die bereits genannten politischen und wirtschaftlichen Ziele eingestellt.
Während sich die zypriotische Regierung um eine Anerkennung der türkisch-zypriotischen Administration durch die Bundesrepublik sorgte, die aber, wie die vorliegenden Akten zeigen, von Bonn gar nicht in Erwägung gezogen worden war, sahen die Bundesdeutschen die Aktivitäten der UDSSR im gesamten Mittelmeerraum, aber auch die Tätigkeit der DDR in Zypern weiterhin als potenzielle Bedrohung ihrer außenpolitischen Ziele. Im Januar 1970 stellt Török fest, die innenpolitische Auseinandersetzung habe dazu geführt, dass einige Länder, unter anderem die UDSSR und andere Länder des Ostblocks, ihre Unterstützung für Zypern reduziert hätten, um nicht in den Verdacht zu geraten, die eine oder andere Seite stärker zu fördern. Dies sei ein naheliegender und vor allen Dingen kostensparender Schritt. Leider sei es der Bundesrepublik nicht möglich, diesem Beispiel zu folgen, da die DDR im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich weiterhin mit Tätigkeiten in Erscheinung trete, die letztendlich auf die völkerrechtliche Anerkennung abzielten. Deshalb müsse auch die Bundesrepublik in diesen Bereichen entsprechend aktiv bleiben und hierbei auf eine ausgewogene Unterstützung beider Volksgruppen achten. Zwar habe er bisher eine gerechte Aufteilung der Fördermittel erreichen können, es sei aber damit zu rechnen, dass dies in der Öffentlichkeit nicht entsprechend gewürdigt und die Unzufriedenheit der einen oder anderen Volksgruppe immer wieder zum Ausdruck gebracht werde.
Zwischen den bundesdeutschen und den zypriotischen Interessen hatte sich also eine Pattsituation eingestellt, der von den jeweiligen Regierungen Rechnung getragen werden musste. Beide Seiten besaßen keine Druckmittel und waren in gewisser Weise von dem Wohlverhalten der anderen Seite abhängig. Dieser Zustand bestimmte in der Folge auch die bilateralen Beziehungen; hier zeigte sich, dass man weitgehend auf die Interessen der anderen Seite Rücksicht nahm.
Die DDR hingegen war weiter bestrebt, in Zypern Erfolge zu erzielen und durch weitere intensive Kontaktpflege die zypriotische Regierung zu einem Einlenken in der Anerkennungsfrage zu bewegen (Quelle: S. 300 – 304, Thorsten Kruse, „Bonn – Nikosia – Ostberlin“, Verlag: Franz Phillipp Rutzen.“
Wie eben eventuell auch noch herausgelesen werden konnte, hat die damalige innerdeutsche Anerkennungs-Kiste die Zyprer für einige Zeit recht gut genährt finanziell. Und dennoch sind und waren die Regierenden auf Zypern in ihren Köpfen eher nach in Richtung Großbritannien, USA oder Australien etc. ausgerichtet. Letzteres hat gewiss mit der Kolonisation durch das britische Königreich zu tun, von der einige behaupten, sie bestünde in gewisser Weise noch heute fort. Letzteres ist selbstverständlich eine Anspielung auf die Militärbasen, die die Briten auf Zypern – illegal, sagen nicht wenige – unterhalten. Dieses Thema gewinnt einmal mehr im Rahmen der sogenannten Brexit-Verhandlungen der EU mit Großbritannien eine wahrscheinlich entscheidende Rolle irgendwann. Schon bald wird sich uns entblättern, was Engländer unter Großbritannien denn noch immer und genauer verstehen. Es ist allerdings nicht abzusehen, sollten Sie über 50 Jahre alt sein, dass Sie in ihrer Lebenszeit den Abschluss dieses Teils der Brexit-Verhandlungen erleben werden. 43 Jahre Zypernkonflikt dürfte den Brexit-Verhandlungen ein wohl realistisches Zeitfenster vorgeben?

Zuletzt: Hexenjagd. Der Hexer heißt „Eide“, ist Norweger und ‚belustigt‘ die Zyprer als Sonderberater der UN in Sachen Zypern. Es musste ja mal so kommen, dass nun fertig mit lustig und höchstwahrscheinlich auch mit Eide ist. Diese bösen Ausländer! Zum Glück gibt es stets unter denselben immer einen, den man an den Galgen wegen Nicht-Wiedervereinigung führen kann. Diesmal ist es mal wieder ein Sonderberater der UN. „Gelogen hat der“, steht in der griechisch-zyprischen meist geschrieben, als ob das nicht alle Beteiligten nahezu andauernd irgendwie täten! Mit den Türken liege er in einem Bett politisch! Solch Urteil trifft bislang eigentlich jeden, der als Nicht-Zyprer die Klappe aufmacht in solch exponierter Stellung bei der UN und in Zypern und mal etwas Wahrheit erzählt in Sachen zyprischem Wiedervereinigungsprozess.
Nichts Verwunderliches also!
Interessanter als all das, ist eigentlich, sich die Nachrichten aus Süd-Zypern mal ohne Ton anzusehen. Schnell erkennt man ewig gleiche Rituale: Minister, die aus Autos steigen, Eide und sein Stab, die dann auch sogleich zur Stelle sind, um die Herrschaften zu begrüßen, die aus ihren stets schwarzen Karossen kriechen. Keine Ahnung, welches Nichtssagende oder Floskeln die sich dabei an den Kopf werfen, wenn sie sich kurz die Hand geben, denn die Münder, die bewegen sich. Nun: Spannend ist also die Körpersprache sich zu betrachten. Das Dauergrinsen von Herrn Eide hat sich in letzter Zeit trotz unerhörtem Druck nur geringfügig eingestellt. Man sieht ihm aber an, dass es ihm so gar nicht wohl ist in seiner Haut. Wäre es mir auch nicht. Da gibt es folgende Szene. Präsident Anastasiadis setzt sich grußlos neben ihn. Neben Herrn Eide sitzt der Türkischzyprer. Präsident Akıncı. Und jetzt kommt’s. Nach einer kurzen Weile beugt sich Letzterer etwas vor, streckt seine rechte Hand in Richtung Anastasiadis aus, so dass diese über der Körpermitte von Herrn Eide, der ja dazwischen sitzt, zum Halt gelangt, und Anastasiadis, der ja eigentlich bemüht ist, nicht auf diese Seite zu sehen, sieht die Hand, die ihm gereicht wird trotzdem und ergreift sie – Eide lehnt sich in seinem Sitz zurück als hätte er einen leichten Kinnhaken erhalten. Die beiden zyprischen Präsidenten wechseln zwei-drei Worte über/um Herrn Eide hinweg und lehnen sich dann wie zwei Jungs, die es einem weiteren gezeigt haben, zurück in ihren Sitzen. Insofern, meine Analyse, leistet Herr Eide kostbarste, offenbar wiederversöhnliche Arbeit unter den Zyprern. Opfert sich auf wie Jesus und für die Sache und lässt sich – gediegen – schikanieren und übergehen.
Weiß auch nicht, weshalb Eide glaubt, die Typen jeden Tag, nahezu, immer wieder und auf die gleiche Weise da draußen an ihren Limousinen abholen zu müssen. Die finden ihren Weg dorthin, wo Schatten und Kameras sind, auch von alleine – und, versteht sich: Mikrofone. Und in diese Letzteren sprechen sie derzeit Unerhörtes über den Norweger. Sein Dienstherr bei der UN, der Portugiese, scheint ihm aber beizustehen. Irgendwie kommt der einem vor von der Position Herr, Generalsekretär der UNO, wie der Papst in Rom.
Vielleicht sollte Herr Eide mal so richtig um sich schreien, wenn die Zypernverhandler zusammensitzen und ihr Schauspiel beginnen wollen, erneut abzuspielen. Was ja eigentlich auch sein Job sein dürfte, diese Leute mal zusammenstauchen! Er wird doch sowieso gefeuert. Und dieses Opfer, seinerseits, könnte womöglich den Durchbruch in den Köpfen längst abgehängten Verhandlungen doch noch bringen? OK, Herr Eide will ja Außenminister von Norwegen werden und muss aufpassen, dass ihm dieser nächste Job nicht noch von der Schippe springt, nur, weil er zu viel Opferbereitschaft für die Zusammenführung der beiden Teile Zyperns aufbrachte, wo doch gar nicht allen Beteiligten klar zu sein scheint, ob dieses Ziel wirklich und schon ‚so bald‘ erreicht werden mag.
Eleni Theocharous von der Solidaritäts Partei der Republik Zypern:
„Wir haben schon seit Längerem bemerkt, dass der unrühmliche Eide sich wie ein Agent türkischer Interessen verhält.“
Sogar der Erzbischof äußert sich anti-Eide-mäßig. Anscheinend ist die griechisch-orthodoxe Kirche doch nicht so weit weg von der Tagespolitik, wie es einem ansonsten beteuert wird. „Eide muss ausgewechselt werden!“, meint er. Und nachdem das erfolgt ist, dürfen wir alle schlussfolgern, soll das Wiedervereinigungsverhandel-Spielchen wieder von vorne beginnen: sich annähern, mal hier, mal dort Kaffee trinken und Interviews geben, noch schnell nach New York und dann zum angeblichen Finale irgendwo in der Schweiz eintrudeln, sodass es dann irgendwann wieder Zeit ist, eine neue Runde zu beantragen – und wahrscheinlich den oder die nächste Sonderratgeber/in der UN auszutauschen, weil die verunglückten Verhandlungen ja schließlich jemand verschuldet haben muss, nämlich, alle möglichen Akteure, aber letztlich nicht jemand aus Zypern-Süd oder -Nord!
Ehrlich gesagt: Wer sich diesen Wahnsinn reinziehen soll und kann, der wird es gewiss die nächsten 20 und – oh Schreck – 30 Jahre einigermaßen lässig weiterhin verkraften dürfen, alle Woche, nein, jeden zyprischen Tag davon zu hören und auch vom Neuesten, von etwas wie „ETI“, welches schätzungsweise in etwa ähnlich irrational funktionieren wird wie die Zypernverhandlungen oder der Beitrittsprozess der Türkei oder der Brexit oder oder oder …!
ETI steht für Europäische Interessengemeinschaft oder so ähnlich. In diesen Mantel wollen einige in Brüssel nämlich die Türkei reinpressen. Die Schweiz könnte da auch noch ihr Fett abkriegen, weil man sie vielleicht als Rollenmodell für ETI auszuerwählen gedenkt. Doch wollen wir unsere Rechnung nicht ohne den schlecht ausrechenbaren Herrn Trump machen. Der wird demnächst gewiss noch konkreter Auskunft darüber geben, was er sich im südöstlichen Mittelmeer an Entwicklungen wünscht. Ganz entschieden ist nämlich noch längst nicht, welchem Lager er letztendlich die Stange halten wird: den Saudis oder den Qataris. Und das hat Implikationen bis nach Nikosia via Tel Aviv, Ankara, Kairo und Damaskus. Welche Pirouetten Athen noch drehen könnte mit/unter amerikanischer Charme-Offensive wollen wir uns vor dem Hintergrund oben bereits geschilderten Aktionen in der Geschichte Griechenlands besser nicht geben und abwarten, um zu sehen, ob es überhaupt zu so etwas Konkreterem kommt vonseiten Washingtons. Bekanntlich haben schwammige Formulierungen und Abschlüsse etc. den Vorteil, dass man sie in jede Ecke des Mittelmeers ziehen kann.
Eine der Fragen dürft also sein: Wer, neben Israel, erhält eine Art Sonderprotektion – oder -förderung der USA in der Region Südosteuropa/Naher Osten/Nordafrika? Wie wird das erwachte Interesse Chinas sich vor dem Hintergrund schwindender demokratischer Prozesse in Washington auswirken? Und hier zuletzt: Wird die Achse Macron – Merkel halten können, zumal die beiden Charakteren ganz offensichtlich sehr unterschiedlich sind, wie auch ihre Weltbilder?

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: