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Posts Tagged ‘weil am rhein’

Life ist live!

Morgen soll der Sommer wieder zurück sein. Wir schreiben heute den 03. 07., beziehungsweise den 13. Juli 2017. Es ist empfindlich kalt. Man könnte wohl Schwimmen gehen im Baggersee – in dem zwischen Sasbach und Whyl gelegenen. Das ist jener unweit des Atomkraftwerks in Fessenheim/Elsass.

Nach vielen Jahren der Inbetriebnahme, man staune und höre, fragt man sich in Fessenheim, ob denn der Hochwasserdamm des Atomkraftwerks zum nahen Rheinseitenkanal genügt für im Fall der Fälle? Wenig verwunderlich ist, dass niemand darüber Auskunft geben kann, also eine Antwort dazu parat hat, die auf wissenschaftlichen Kriterien beruhte. Das ist ungefähr so skandalös, allerdings im größeren und viel gesundheitspolitisch relevanteren Maßstab, als die Sauerei, anders kann man es nicht nennen, dass für die Stadt Kandern noch immer kein Mietspiegel durch den Gemeinderat gepuscht worden ist – wenn überhaupt jemals jemand auf die Idee kam, so mieterfreundlich sich vor dem hohen Haus zu äußern. Ganz zu schweigen von dem Gerücht, dass in einem neugebauten Haus der Gemeinde Rust, welches zu günstigen Konditionen gebaut werden konnte mit der Auflage, für 10 Jahre keine Zimmer an Touristen (des Europa Parks) zu vermieten, im Vorfeld 1/3 der neu entstandenen 18 Mietwohnungen an Asylsuchende vergeben wurde – Kungelmungel im Ruster Rathaus? Dem Vernehmen nach sollen die restlichen 2/3 an verfügbarem Wohnraum an Arbeiter aus dem Europa Park vonseiten des Betreibers des Parks, der Mack-Familie, angemietet worden sein. In anderen Worten: Vergessen Sie es, in Rust eine Wohnung zu finden als einfache Person; oder in Kandern in absehbarer Zeit das, was ansonsten großkotzig „eingeführte Mietbremse“ in Baden-Württemberg genannt wird, vorzufinden. Und nicht vergessen, ja? Die Knäste im Südwest-Musterländle sind rappel-zappel-voll. Stellen Sie sich mal den folgenden Fall vor, der wohl als eine der Folgen der Überfüllung der Gefängnisse mit Insassen in Betracht zu ziehen ist: Demnächst kommen dann noch mehr Leute, die elektronische Fußfessel tragen mit Mietübernahmeschein vom Sozi als Mietplatzkonkurrenten auf den heißumworbenen Wohnungsmarkt Badens, der vor allem entlang des Bahngleises, welches aus dem Norden kommend in den Süden existiert; und entlang der Schweizer Grenze sowieso. Der qm-Preis in Kandern kratzt gerade an der 13 Euro Marke und das bitte sehr für Wohnraum in ganz „normaler“ Lage. Auf einen Gefangenen sollen zwischen 40 bis 60 Wärter kommen in Baden-Württemberg. Das wäre was. Das Verhältnis ist selbstverständlich umgekehrt. Wollen Sie, verehrte Leser, sich bei solch Relation etwa noch ausmalen, wieviel Mietsuchende beispielsweise auf eine Wohnung in Kandern, Rust oder Freiburg kommen? Scherz bei Seite: Damit soll allerdings nicht gesagt worden sein, dass wohnen in Miete mit einem Aufenthalt hinter Gittern hier oder andernorts in Vergleich gezogen wurde. Gewiss gibt es aber irgendwo irgendjemand, der genau dieses Verhältnis schon untersucht haben dürfte, ist anzunehmen. Für was gibt es schließlich Studien und Doktorarbeiten. Untersuchungsgegenstand ist oder war dann eventuell: Wieviel mehr Mieter (Nutzer) kommen im Vergleich zu Vermietern (Eigentümer) in den Knast?

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Weiß auch nicht, wie ich von diesem Thema zum folgenden kommen werde. Jedenfalls: Der Fußball-Club „Team-Afrika“ hat seine Existenz eingestellt. Dass das so kommen musste, war eigentlich voraussehbar – es war eh eine Schnapsidee, wer auch immer sie geboren hatte. Konterproduktiv. Warum eine Fußballmannschaft bestehend aus asylsuchenden Afrikanern betreiben, wo dieselben doch integriert werden wollen und sollen und es genügend Clubs in der Gegend zum Kicken gibt?

Das war eher falsch, längst nicht gefälscht indes wie die Akten des Sonderermittlers im Fall Amri. Sie erinnern: Gedächtniskirche am Kudamm, Weihnachtsmarkt 2016, Tote wegen LKW, der in eine Besuchermenge fuhr.

Irgendwie ist der Wurm öfters drin als früher, wie man sagt, wenn es um Islam, Araber und Afrikaner zu gehen scheint in Deutschland und seinen Behörden. Vernünftige, leichter nachvollziehbare Lösungen und auch Beschlüsse in Behörden und Gerichten wären schon angesagt, um das Zusammenleben zu erleichtern, denken nicht wenige.

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Jedenfalls: So etwas wie Vernunft ließ mich gestern anstatt endlich mal nach dem schönen, alten Sélestat im Elsass fahren – war nun wirklich mehr als angesagt nach knapp 4 Jahren Präsenz am Oberrhein. Sollten Sie einen Film, der im Mittelalter spielt, drehen wollen, dann könnte ihnen das Elsass einiges bieten, so auch diese Stadt.

In der deutschen Stadt Kandern wurde anstatt das „Städtli“-Fest am 2. Juli geboten. Es wird wohl so gewesen sein wie immer: außer, dass die Sonne gefehlt haben dürfte und meine Wenigkeit. In der Region Dreiländereck scheint ab Anfang Juli eh die Fest-Saison ausgebrochen zu sein, wie immer im vermeintlichen Sommer, so dass man sich seine Festbesuche wahrhaft einteilen muss, wenn man einigermaßen mobil ist.

Das Bläserfest in Weil am Rhein, beispielsweise, war ich mir kurz ansehen vor einigen Tagen. Na ja! Ich hatte mich auf deftige Volksmusik gefreut, doch dann wurde das Gequake, was man andauernd im Radio spielt gespielt. Hingegen wurde auf dem Sommerfest in Egringen genau diese Erwartung erfüllt, deftige, schöne Volksmusik. Seit 1975 ist das dort der Fall. Der örtliche Musikverein pflegt seit 43 Jahren eine Freundschaft mit der Madrisa aus Kloster-Dorf aus Graubünden/Schweiz. Die Schweizer Musiker wurden auch dieses Jahr wieder herzlich von Gastfamilien aufgenommen und gaben Zugabe auf Zugabe, so begeistert waren ihre Zuhörer – insgesamt dreie.

Das zehnte Milka Schokofest lockte bereits Ende Juni. Bekanntlich steht in Lörrach am Bahnhof eine Produktionsanlage dieses Schokoladenfabrikanten. Allerdings kämpfen die dort drin gerade mit Viren. Nein, nicht in der Schokolade, sondern in den Computern der Chefetage und womöglich sogar im Betriebsablauf. Opfer des überall in den Medien befindlichen Hackerangriffs ist die Milka in Lörrach hinterm Bahnhof geworden. Zu Weihnachten gibt es dann also frei-gehackte Milka-Schokolade („free-hack“!).

Die Redaktion Zypernundmehr-News weist daraufhin, dass beim Verwenden dieser oder ähnlich gearteter ‚Formulierungen‘ in Werbeslogans für Milka-Produkte bei widerrechtlichem Gebrauch eine Klage wegen Diebstahl geistigen Eigentums ins Haus stehen dürfte – „free-hack“.

Nein, ich bin gestern nicht an einem Feststand auf irgendeinem Straßenfest eingesunken, auch wenn man das eben vermuten konnte, sondern nach meiner Elsass-Visite zog es mich doch noch in den neu eröffneten „Grünen Baum“, ein Restaurant bekanntlich außerhalb von Badenweiler in reizvoller Lage befindlich. Ein herrliches Restaurant, auch wenn es zum Draußen-Sitzen zu kalt gewesen ist. Die neuen Betreiberinnen sind ausgesprochen nett und wirken erfreulich unabgehoben. Die Küche ist exzellent. Gestern fiel der Entscheid auf Breitbandnudeln mit Pfifferlingen und Salat. Kann gut sein, dass der Salat derzeit nirgendwo im Dreiländereck so vortrefflich angemacht wird wie dort. Auf dem Peleponnes in Griechenland unterwegs, so auch in Zypern, stört/e, dass zu oft Salat gereicht wird, den man sich selbst anmachen soll. Das ist mir persönlich dann doch zu viel Autonomie auf/unter und über dem Tisch. Dass mir so etwas hier im Dreiländereck bloß nicht als Leitfaden einreißt. Bloß nicht! Ach so ja: Erträgliche Preise leiten die feine Atmosphäre im Grünen Baum sozusagen abschließend zu einem unvergleichlichen Erlebnis hin.

Und wenn wir schon beim Leiten sind: In Sachen Digitalisierung soll der Südwesten Deutschlands „Leitregion“ werden. Nun, wenn man sich den losgebrochenen Bau-Boom ansieht – man muss gar nicht suchen danach – dann dürfte an eben Gesagtem wohl was dran sein. 70 und mehr Seiten wurden bedruckt, um die Digitalisierungsstrategie als Modellvorhaben vorzustellen vonseiten der Regierenden in Südwest. Die Frage ist natürlich schon: Was haben wir uns unter solch Strategie vorzustellen, etwa führerlose Busse und Züge, lehrerlose Schulklassen, schalterlose Bahnhöfe, womöglich noch ärztelose Arztpraxen? Man wird ja nicht jünger, stimmt’s? Sich an Ähnliches im Geist zu gewöhnen, ist gewiss vorteilhaft für die und in Zukunft. An autonom fahrende Autos zu denken, bereitet jedenfalls weniger Kopfzerbrechen, wenn man sich mal etwas genauer umsieht und sieht, wie sich nun mal Menschen im Alter von 80 oder 90 Jahren im Allgemeinen bewegen – meist eingeschränkt. Das heißt, uns Anfang den 1960er Jahren Geborenen – oder kurz danach oder davor – dürften solche digital-automatisieren Hilfen demnächst mehr als willkommen sein, um die voraussichtlich sich einstellende eingeschränkte Autonomie bei der Bewältigung des Alltages weiterhin – so in etwa – gewährleistet zu sehen. Eine Arbeitsgruppe verschiedenster Ministerien im Südwesten Deutschlands hat der Digitalisierungsstrategie zufolge Ziele formuliert. Was an dieser Angelegenheit ganz besonders spannend sein dürfte, ist, diese digitalisierte Fusselarbeit sich auszudenken, sich dort hineinzudenken; aber auch, sich dieselbe überhaupt noch vorstellen zu können. Sieht auch daher ganz so aus, als sollte Wissen in Sachen Informatik nicht nur in Grundschulen als Pflichtfach eingeführt werden, wie es demnächst geschehen soll, sondern ebenso, dass ein Angebot für alternde Arbeitsnehmer, Arbeitslose und Rentner/Pensionäre geschaffen wird, um sich dieser Materie bei Interesse nähern zu können, versteht sich, möglichst praxisbezogen und preiswert. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim scheint hierfür ein geeigneter Ansprechpartner zu sein. Am meisten freut man sich jetzt schon auf die anscheinend geplante „Bildungsplattform“, auf der solch Inhalte abgerufen werden können. Fragt sich nur: Wird der Zugang dann umsonst möglich sein und wird er so dargeboten, dass die Flinte nicht gleich ins Korn geworfen werden muss, sagen wir, wenn man jemand ist, der von Informatik wenig weiß und das Abitur vor über 20 oder 30 Jahren absolviert hat?

Man könnte sich durchaus vorstellen, dass etwas mehr Digitalisierung auch dazu beitragen dürfte – wenn denn ein Austausch der Daten, wie vereinbart gelingt und durchgehalten wird mit Ländern wie der Türkei -, dass Väter und Mütter ihre Kinder nicht so ohne Weiteres in derartigen Ländern wie der Türkei unter Zwang verheiraten können. Ja, Letzteres gibt es noch immer. Gerade wieder der Fall gewesen bei einem Schweizer mit türkischen Wurzeln (Basel). Der soll seine beiden Töchter geradezu genötigt haben, jeweils jemanden zu heiraten, den die Töchter nicht sonderlich toll fanden. Eine 3,5-jährige Strafe hat sich dieser Schweizer eingeholt, wegen physischer und psychischer Gewalt an seinen Töchtern. Die Maximalstrafe soll bei 5 Jahren für solche Delikte liegen in der Schweiz: Zwangsverheiratung. Die Lebenswelt des muslimischen Schweizers mit türkischen Wurzeln war wohl etwas zu lebensfremd für Schweizer Verhältnisse. Doch es gibt Organe, beispielsweise auch in Deutschland, die derartige, nennen wir es milde ‚archaische‘ Sichtweisen, durchaus stützen. Und bei dieser Gelegenheit mag kurz, aber bestimm eingeschoben werden, dass der baden-württembergische Landesvater, Kretschmann, unseren türkischen Mitbürgern auf längere Sicht besehen keinen Gefallen bereitet, wenn er glaubt, mit einer religiös verbrämten oder überzogenen Plattform wie der DITTIB weiterhin eng zusammenarbeiten zu müssen. DITTIB ist viel zu separatistisch und türkisch-nationalistisch unterwegs, um es mal in solch Begrifflichkeit zu setzen. Und das soll bedeuten: Die haben eine nicht-integrative Integration ihrer, wahrscheinlich ausschließlich, muslimischen Mitglieder zu laufen und so etwas gehört mit Distanz, viel mehr kritischer Distanz angegangen. Diese Organisation ist sozusagen erwiesenermaßen einer der Stabilisatoren einer deutsch-türkischen Parallelgesellschaft. DITTIB legt letztlich sozio-politisch Maßstäbe an, die mit dem projektierten Ziel der EU, so, nie und nimmer zusammenpassen kann. Die anvisierte Politik Kretschmanns gegenüber der DITTIB kann daher folgendermaßen in eine Frage, seinerseits, also an sich, gekleidet werden, Kretschmann: Wie schaffe ich nachfolgenden Ministerpräsidenten Baden-Württembergs bloß möglichst harte sozio-politische Nüsse, an denen die sich dann abarbeiten dürfen?

Dieser Bundesverband namens DITTIB beteiligt sich ja jetzt schon nicht an Friedensmärschen von Muslimen gegen islamistischen Terror!!!

Mindestens ebenso kurzsichtig erscheint ein Kabinettsbeschluss durch die Landesregierung Baden-Württembergs, der besagt, dass ausgerechnet der Fremdsprachenunterricht in Klasse 1 und 2 der Grundschule abgeschafft gehört. Mal abgesehen von der Nähe zu Frankreich ist es schon ein Skandal – auch wenn in der Schweiz gerade ähnlich seltsame Dinge beschlossen werden in einigen Kantonen. Der neue französische Präsident Macron soll sich derzeit gerade mühen, den Franzosen zu verklickern, dass Deutsch unbedingt forciert gehörte. Und was machen DIE in Baden-Württemberg? Denn dummerweise beziehen sich die Kürzungen nicht etwa auf den Englischunterricht, sondern auf den im Französischen.

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Mit obigem nicht in Zusammenhang stehend und auch nicht so zu lesen oder zu verstehen:

Die asiatische Tigermücke ist auf dem Vormarsch. Die Stadt Freiburg im Breisgau soll so an die 200.000 Euro lockergemacht haben, um die Plage, die einer Stechmücke gleich funktioniert, in Zaum zu halten.

Und auch das Folgende ist nicht im Zusammenhang stehend mit der Tigerfliege:

Täglich hören wir, dass die Anzahl der Flüchtlinge wieder zunimmt. Wir, verehrte Leser, sind uns wohl schon länger darüber einig, dass in den jeweiligen Herkunftsländern der Flüchtlinge Maßnahmen getroffen gehörten, um den Druck und Wunsch bei Fluchtbereiten, sich auf den Weg zu machen, geschmälert ist oder wird, also: das GLÜCK woanders suchen zu wollen/zu müssen. Und dann verwundert schon etwas, wenn Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende des Landkreises Lörrach abgebaut werden sollen. Kann gut sein, dass auf Behörden, anders als hier, die Zahlen 1 und 1 zusammengezählt werden. Denn die nächste Welle von Asylsuchenden ist doch wohl absehbar, das heißt, im Anmarsch. Der Abbau solcher Anlagen lässt den Schluss durchaus zu, dass da jemand zwei- oder dreifach verdienen will?

Doch vielleicht wird das hier nicht ganz richtig verstanden? Und daher schnell einen Auszug eines Artikels von Bernhard Konrad, der am 21. Juni 17 folgendes in der Oberbadischen schrieb: „Die Gemeinschaftsunterkünfte des Landkreises werden abgebaut. Flüchtlinge wechseln in die Anschlussunterbringung. Mit dieser beginnt der eigentliche Integrationsprozess. Nachdem die Verwaltung mehrere Alternativen geprüft hat, möchte sie dem Gemeinderat das Areal Neumatt-Brunnwasser als Standort für wertige Unterkünfte in Containerbauweise vorschlagen. Das Gelände eigne sich besser als die Optionen auf dem Füssler-Areal und an der Lauffenmühle, so Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeister Michael Wilke unisono. … Die Container-Siedlung soll eine auf drei Jahre angelegte Übergangslösung sein, so Lutz … Die Verwaltung schlägt vor, auch den nördlichen Bereich des Gebietes als Baufläche zu entwickeln. Diese biete Platz für 150 bis 300 Wohnungen. Der überwiegende Teil bleibe für die Nutzungsvarianten „Sport“ und „Freizeit“ erhalten. Dabei biete sich die Schaffung eines gemeinsamen Tenniszentrums verschiedener Vereine an, hieß es. Zudem sei Raum für einen zweiten Fußballtrainingsplatz vorhanden. … Die rund elf Hektar große Fläche an der Hornbergstraße für die Anschlussunterbringung gehört der katholischen Kirche und war bereits vor Jahren für den Bau einer Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises vorgesehen. … Die katholische Kirche stelle sich ihrer Verantwortung und werde das Gelände für den Bau der Anschlussunterbringung zur Verfügung stellen – dies ausdrücklich zu einer reduzierten Pacht [sagte Pfarrer Thorsten Becker].“

Das heißt, die Kirche in/bei Lörrach ist so großzügig und menschenfreundlich gegen eine „reduzierte“ Pacht den Gemeinden ‚auszuhelfen‘. Sollte eine Kirche kein gewerbliches Unternehmen sein und sollte sie letztlich den Gläubigen gehören, wovon aber wohl nicht auszugehen ist?, dann hätte diese barmherzige Institution ja auch auf das Mittel der Schenkung zurückgreifen können. Doch Letzteres ist gewiss zu christlich oder dergleichen gedacht!? Chronisch überlastet!

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Am Hasenloch könnte es schon bald zu weniger Stau kommen. Das Loch ist eben dort chronisch überbelastet, wo oft nichts mehr geht verkehrstechnisch, und zwar vor Lörrach gelegen auf der B-317 am Zubringer zur Autobahn A-98. Das Hasenloch soll möglichst noch vor dem Jahr 2025 wie Hasenfluchtwege funktionieren – reibungslos. Die üblichen Akteure wurden dazu installiert, zum Beispiel die Firma Rapp, die bekanntlich in verschiedene Bereiche streut: straßen-, sowie hoch- und tiefbautechnisch. Inzwischen fahren im Schnitt täglich mehr als 42.000 Autos durchs zeitweilig überlastete Hasenloch. Interessant an dieser Auftragsvergabe ist, dass anscheinend die in aller Munde befindliche Digitalisierung, die über uns hereinbrechen wird oder soll, beispielsweise des Verkehrs und seiner Teilnehmer, nicht zur Genüge in Betracht genommen worden sein könnte, mal abgesehen davon, dass diese ja noch in der Versuchsphase befindlichen digitalen Helfer auch noch nicht wirklich quantifiziert und dergleichen werden können. Das heißt dann wohl: Rapp & Co. haben sich einen guten Fisch an Land gezogen mit dem „Projekt Hasenloch“, ein Fischlein, das gewiss nochmals aufgebraten werden muss, eventuell wieder und wieder, da das Hasenloch einer gewissen technischen Anpassung bedarf, die dann von Rapp & Co. wohl unter Mehraufwendungen zu verbuchen sein wird gegenüber dem Rechnungsprüfer im Gemeindehaus von Lörrach. Der Steuerzahler lässt grüßen!

Letzteres soll auch darauf verweisen, dass die Belastung am Hasenloch vielen Beobachtern noch nicht so ausufernd zu sein scheint, wenn man nicht gerade nachmittags um 16 Uhr dort durch muss oder morgens um 08 Uhr. Zugegeben, es ist unangenehm, für eventuell mehr als 5 bis 10 Minuten im Stau zu stehen, doch ob dieser Umstand nun gleich solch einen großangelegten Umbau braucht und zu diesem Zeitpunkt, der dann womöglich bei angepeilter Fertigstellung wieder nicht den gegebenen Erforderlichkeiten entspricht, ist fraglich.

Klar doch, als Ex-Berliner fällt einem da gleich der BER-Flugplatz in Berlin ein, der gewissen Bauherrn auf ähnliche Weise für die nächsten 20 und mehr Jahre sicher bezahlte Arbeit in Aussicht stellt. Auch dort soll bei Betriebseröffnung dieselbe eventuell dann doch nicht erfolgen können, weil an anderen Teilen des Gesamtprojekts gewisse Installationen etc. schon wieder veraltet sind, folglich aus Sicherheits- und anderen Gründen eine Eröffnung nicht in Völle erfolgen wird können – wenn überhaupt je. Das auto-distributiv wiederkehrende Entflechtungsproblem ist also ein recht interessantes Phänomen mit Wachstumspotential.

BR 2014? Ost-Entflechtungskonzept? Zürich? Flughafen? Die Schweizer? Genau! Letztere, die Schweizer, haben diese zuerst genannte in Deutschland ungeliebte Teilgenehmigung erteilt. Und die besagt, dass sie sich lediglich auf Schweizer Gebiet erstreckt. Es geht, also, um den ‚Ausbau‘ des Flugraumes des Flughafen Zürich. An die Schweiz grenzende Gemeinden in Deutschland, wie beispielsweise Waldshut, finden es derweil wenig lustig, dass „die Schweizer“ ihren eigenen Kopf haben wollen und nicht in Richtung Italien oder sonst wo hin ausbauen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt der Schweizer Genehmigungsbehörde macht folglich Zicken, nach manch deutscher Lesart. Das Schweizer Amt will den deutschen Bundesverkehrsminister Dobrindt einwickeln, was eventuell auch gelingen wird. Der CSU-Politiker soll die Verlegung gewisser Flugrouten demzufolge abnicken. Doch auch die Grünen machen Zicken, und zwar im fernen Stuttgart. Sie wollen herausgefunden haben, dass die Lärmbelästigung, verursacht vom Flughafen Zürich aus, weiterhin gegeben wäre über Teilen Deutschlands und man deswegen mit Sturheit gegenüber den Schweizer Vorhaben zu reagieren habe.

Herr Winfried Hermann von den Grünen in Stuttgart sollte jedenfalls nicht außer Acht lassen, dass viele Leute in Waldshut und Umgebung sich zwar über den Fluglärm gern beklagen, der gar nicht so unausstehlich sein soll, und andererseits aber bevorzugt im nahegelegenen Zürich gern mal schnell in den Flieger nach Irgendwo hüpfen. Wir dürfen also gespannt sein, ob das schweizerische Teilgenehmigungsgesuch durchgehen wird. Und dabei haben wir doch mit den Schweizern so viel gemeinsam. Guido Neidinger schreibt am 23. Juni 2017 in der Oberbadischen:

Mit unseren Basler Nachbarn haben wir Lörracher einiges gemeinsam. Wir sitzen hier wie dort viel im Freien, trinken gerne Cappuccino, zahlen dafür allerdings in Basel mindestens das Doppelte. Aber in einem Punkt haben die Basler es besser. Nein, nicht nur, weil sie das Tram haben und wir nicht, sondern weil ihr Fluss [Rhein] im Sommer zu einem abgasfreien Teil des Nahverkehrs wird, also zum öffentlichen Personennahverkehrsmittel – dank Wickelfisch. Selbiger Wickelfisch ist die wasserdichte Weiterentwicklung des Radlerrucksacks. In den Wickelfisch steckt der Basler Anzug, Krawatte, Hemd, Schuhe und Geldbeutel. Dann zieht er die Badehose an und wirft sich samt Wickelfisch in den Rhein. Von dem lässt er sich bis zur Höhe seines Arbeitsplatzes treiben, steigt ans Ufer, trocknet sich ab, zieht seine Klamotten an und ab geht’s ins Büro. … .“

Wie? Sie nennen das ein Entenbad nehmen? Auch recht! Apropos Entenbad: Die Gewerbeflächen im sogenannten Entenbad-Gebiet Lörrachs, Brombach-Ost, werden nun doch voraussichtlich für die Zentralklinik in Gebrauch genommen. Nichts mehr mit Gewerbegebiet, wie ausgewiesen in den Stadterschließungsplänen. Von 6,6 Hektar vor Ort ist hier soeben die Rede gewesen. Kurz: Ein Mix ist wohl geplant, und zwar einer von ein bisschen Gewerbe und einem bisschen Klinik usw. Man wird dort dann auch noch eine Brücke in naher Zukunft anlegen, zur Verkehrsentlastung. So wird die B-317 wohl einigermaßen problemlos angefahren werden können von dort (Schopfheimer Straße). All das eben Gesagte ist allerdings noch nicht in den berühmten trockenen Tüchern. Nach den Sommerferien des Jahres 2017 wollen sich die Stadtgranden daranmachen und Fakten schaffen. Wir dürfen somit abwarten, was die sich da noch alles einfallen lassen werden.

Wie hier bereits in Artikeln davor „angetönt“ wurde, wie die Schweizer gern sagen: Das Dreiländereck überzieht sich schleichend aber sicher mit Beton, Glas, Stahl und Stein. Und das ist offenbar beschlossene Sache. Es liegt nun an UNS, diese Entwicklung einigermaßen kritisch zu begleiten und nicht nur Beifall zu klatschen – auch wenn es viele unter uns nicht mehr ins Grüne und in die derzeit noch vorhandenen ausgedehnten Nutz-Wälder zieht. Der Flora, letztlich der besseren Atemluft zuliebe, ganz zu schweigen von ästhetischen Aspekten, obliegt es den Bürgern, nicht nur nach Arbeitsplätzen und kurzen Wegen zu schielen, sondern diese eben erwähnten Faktoren mit zu bedenken. Ein Gewerbegebiet – siehe Plan B2 des Brombacher Ortschaftsrates – in ein Wohngebiet zu legen, ist gewiss problematisch. Bleibt die Frage: Welche Art Gewerbe wird dort angesiedelt? Bleiben wir doch in Lörrach!

Die Wohnanlagen andernorts, nämlich an der Dammstraße in Lörrach, sollen inzwischen bezugsfertig sein. Die „Wohnbau-Lörrach“ gibt sich zufrieden. Neun neue Häuser wurden hingesetzt, von Grund auf neu. Es soll keinen Sinn gehabt haben, die alten Häuser zu bewahren. Kränzle-Fischer-Wasels aus Karlsruhe zogen sich das ausgeschriebene Projekt der Stadt an Land und scheinen gute Arbeit abgeliefert zu haben – was eigentlich erst nach einigen Jahren wirklich so beurteilt werden kann. Die Dammstraßen-Erneuerung hat für die Stadt eine Art Modellcharakter, wird gesagt. Soll heißen: Weitere Projekte dieser Art werden sich die Dammstraße zum Vorbild nehmen, wodurch gewiss Kosten gespart werden können, und zwar so lange, bis wieder andere Wohnkonzepte Stadtplaner von ihrer Attraktivität überzeugen.

So auch in Weil am Rhein. 2019 soll die „Dreiländergalerie“ fertiggestellt sein. Der Gemeinderat hat das Projekt nun endgültig durchgewunken. Das trifft sich insofern gut, da die Dreiländerhängebrücke bereits ihr 10-jähriges Bestehen Anfang Juli 2017 gefeiert hat. Sie hat jährlich mehr als eine Million Nutzer; sowie den „Footbridge Award 2008“ als Auszeichnung gewonnen. Nach dem, was die Computeranimation der „Dreiländergalerie“ verspricht, passen Galerie und Hängebrücke stilistisch gut zusammen. Es wird ein äußerst modernistisches Äußeres geben, welches wohl wegweisend sein wird. Jedenfalls: Es sind noch keine Mietverträge abgeschlossen worden fürs Einkaufszentrum namens Dreiländergalerie. Letztere sind durchaus mit Bedacht zu schließen. Als negativ Beispiel ist – mal wieder – die Ewigbaustelle in Berlin, der oben genannte Flughafen, zu nennen. Dort haben sich anfänglich auch einige besonders Geschäftstüchtige eingekauft, die jetzt allerdings umsonst klagen, da die Argumentation folgendermaßen so in etwa lautet: Die Verträge mit den Flughafenbetreibern waren noch nicht zeitlich festgesurrt. Es war lediglich die Rede von der Fertigstellung zu diesem oder jenem Zeitpunkt. Folglich habt ihr keinen Anspruch auf Wiedergutmachung oder dergleichen. Punkt!

Apropos Dreiländerbrücke: Es gibt NATÜRLICH auch eine „Bürgerbrücke (Passerelle)“, die sozusagen parallel zur Dreiländerbrücke läuft. Die wurde bereits 2003 gegründet. Es handelt sich genauer um einen Förderverein bei der Bürgerbrücke. Ob es für Sie förderlich geworden wäre, das Lofo-Gesamtareal käuflich zu erwerben, können abschließend nur Sie taxieren. Bekanntlich hat dieser High-Tech-Kunststoffverarbeiter und Metallbearbeiter, das Lofo ist gemeint, Ende vergangenen Jahres Bankrott gemacht. Die taiwanesische Shin Kong Group war als finanzieller Unterstützer abgesprungen. Die Stadt Weil ist eine der Bewerber um dieses Gelände. Letztere lässt auch gleich wissen, dass, sollte sie die Ausschreibung nicht an Land ziehen können, die „Planungshoheit“ aber dennoch bei ihr liegt. Jemand der also vor hat, dort groß Lärm zu machen gewerblich, wird angeblich abblitzen als Bewerber, wird gesagt. Das geht, zumal der Gemeinderat von Weil dem Areal vorweg eine „Veränderungssperre“ auferlegt hat.

Nun ja. Wie sagt man: Es ist schon viel Wasser den Rhein heruntergeflossen. Soll heißen, wenn der Interessent fürs Areal jemand richtig finanziell großes und ökonomisch dickes sein wird wie beispielsweise Siemens oder VW, dann will ich die Herren und Damen vom Weiler Gemeinderat gern nochmal von Ruhestörung und dergleichen reden hören an solch einem Ort. Das Gelände in Weil am Rhein umfasst 50.000 qm, die allerdings wieder oder nur gewerblich gebraucht werden sollen. Bei dem Wohnungsmangel in der Stadt ist diese Zielsetzung wahrscheinlich nicht jedermann nachvollziehbar. Sollte die Fläche, wo bislang noch die Anlage (Betriebsräume) drauf ist, die bis Mitte Juli auch verkauft sein will, nicht veräußert worden sein, ist angedacht, die Fläche partiell an die Interessenten zu bringen. Immerhin hat die Stadt beschlossen, dass im Toka-Areal kein Hotel hinkommt, wie geplant, sondern dass 63 Wohnungen anstatt entstehen sollen. Der Investor namens Toka hat also begriffen, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Weil am Rhein immens ist und man wohl für die nächsten 50 Jahre und mehr im Wohnungsmarkt gut Geld verdienen wird können. Was das sogenannte Johannes Areal angeht in der Stadt, kann die Amann Wohnbau nun mit dem Abriss des Areals beginnen. Es liegt eine Baugenehmigung vor. Im Westen des Areals sollen 47 Zwei- und Dreiraumwohnungen entstehen. Die Neumieter müssen sich über geeigneten Parkplatz keine großen Sorgen machen, da eine Tiefgarage gleich mitgebaut werden wird. Die soll 68 Plätze haben. Doch noch ist nicht verlautbart, wieviel ein Stellplatz kostet und ob derselbe pauschal in der Miete drin sein wird oder nicht. Somit ist für weniger Lärm auf der Straße im Kleinen schon mal etwas vorgesorgt. Zwei weitere Projekte sollen ihren Beitrag leisten auf dem Weiler Wohnungsmarkt, demnächst. Oberbürgermeister Wolfgang Dietz hat es vorgestellt. 182 Wohnungen sollen demnach insgesamt in der August-Bauer-Straße erscheinen und das andere unweit des Hieber Marktes – nördlich davon. Noch kurz: Die Postfiliale in Alt-Weil wird zukünftig im Elektrohaus Gempp gastieren. Mehr Lärm, eventuell, dürfte in den Wohncontainern für Flüchtlinge entstehen, die AUSGERECHNET auf dem Messeplatz in Weil unterkommen sollen – temporär, wird gesagt, nicht länger als 3 Jahre. Widerstand dagegen rumort jedenfalls schon in der unmittelbaren Nachbarschaft. Das Regierungspräsidium hat eine Beschwerde der zuvor erwähnten Nachbarn bereits abgelehnt, und zwar im fernen Freiburg.

Da wartet wohl noch etwas soziale Spannung in der Breslauer Straße nahe der Solarstadt auf beide: die Flüchtlinge und die dort ansässigen Weiler.

Apropos Solar: Im Frauenhofer Institut Freiburgs gibt es zwei neue Chefs: den Physiker Hans Martin Henning und Andreas Bett – eine Doppelspitze. Das Institut hat so an die 1150 Mitarbeiter weltweit, wurde 1981 von Adolf Goetzberger gegründet und hat vorrangig Sonnenenergie-Systeme im Fokus.

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Es geht in dieser Welt nicht nur um den Lärm, der die Stimmung verdreckt und auch krankmachen soll, sondern noch um den anderen Dreck, der verursacht wird und als Top-of-the-world von unseren lieben Politikern als alternativlos ins Häusle geliefert wird und wurde, zuweilen: Elektrizität.

In diesem Bezug wird es Ihnen gleich wieder wie Schuppen von vor den Augen fallen. Ja, da waren ja mal diese Leute da irgendwo im Schwarzwald oder so, in Schönau. Genau, und die hatten vor sage und schreibe 20 Jahren den Politikern, die nahezu alle von „alternativlos“ quasselten, die Harke gezeigt. „So nicht!“, müssen die Schönauer damals in etwa geklungen haben, genauer: die von der EWS = Elektrizitätswerk Schönau. Ökostrom. Das Örtle namens Schönau liegt im Landkreis Lörrach. Am 01. Juli 1997 begann diese Sache um das Thema Stromversorgung sich zu regen. Inzwischen ist die Übernahme des Stromnetzes durch eine Bürgerbewegung lebende Geschichte. Orden ließ man sich bereits umhängen und Preise hat die Bürgerbewegung auch, zur Genüge eventuell, abgegriffen. Alles in bestem Fahrwasser also. Kunden werden bundesweit gewonnen – so an die 160.000 derzeit. Umweltfreundliches Gas und Windräder auf den Hügeln bei Schopfheim sind inzwischen sogar angebracht. Die EWS hat sich schon längst zu einer Genossenschaft gewandelt. Ihre noch immer gleichlautende Message indes lautet: Energie ja, Kernkraft nein!

Familie Sladek führte seiner Zeit die Ökostrom-Bewegung an.

Weil wir es schon von „Bewegung“ haben, wie man sagt. Die Schwulen- und Lesbenbewegung kann ja nun aufhören, den Christopher Street Day abzuhalten, weil, man kann ja jetzt gleichgeschlechtlich heiraten, so wie die sogenannten Heteros. In knapp 3 Monaten könnte es damit losgehen. Man darf sich jetzt schon fragen, was all diejenigen zu erwarten haben, die eine eheähnliche Partnerschaft eingingen, aber nicht als verheiratet wie die ANDEREN angesehen werden mögen? Kann aber durchaus sein, dass CDU/CSU vor den Kadi ziehen, vors Bundesverfassungsgericht. Zwar besteht wenig Aussicht, wird gesagt, dass die dort einen Erfolg erzielen werden mit ihrem Einspruch gegen „die Ehe für Alle“, doch die lieben Wähler könnten es den Christlichen mit ihrer Stimme bei den Wahlen im September 2017 danken. Wie gesagt, ein großes VIELLEICHT muss da in den Raum gestellt werden oder verbleiben. Letzteres auch, weil ein weiteres Thema der Stammwählerschaft der Christlichen dann halt doch nicht so gefallen könnte; obgleich viele durchaus einsehen, dass ein gewisser Bedarf an jungen, motivierten Menschen besteht in der Republik. Die Rede ist von folgendem unter anderem: Im Südwesten Deutschlands sollen noch nie so viele Ausländer gelebt haben wie derzeit. Knapp 121.000 von ihnen sind dazugekommen im letzten Jahr. Jetzt beträgt ihre Zahl – lediglich – 1,67 Million. 29.500 darunter sollen Syrer sein. Wo die nur alle sind? Kaum, dass einem mal einer begegnet. Bei Afghanen sieht es ähnlich aus. 24.300 sollen in Baden-Württemberg gemeldet gewesen sein im Jahr 2016. Nur gut, also, dass der Südwesten gerade boomt in Sachen Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 2%. Rund 200.000 Menschen ohne Arbeit soll es noch geben von dieser aussterbenden Spezies noch geben. All jene unter Ihnen, die ihre Ruhe haben wollen, sollten daher besser nicht in den Südwesten ziehen, beziehungsweise, aus dem Südwesten wegziehen, weil sonst findet das Arbeitsamt womöglich (doch) noch einen Job für Sie. Zur Kenntnisnahme: Hartz-IV-Empfänger bleiben immer länger arbeitslos. Hoffen wir mal, dass das nicht damit zusammenhängt, dass in Baden-Württemberg doch mehr Reichsbürger leben als angenommen. Das sind UNSERE Selbstverwalter. So um die 1.530 soll es von denen im Südwesten geben. Dass diese Leute insgesamt 261 Waffenscheine besitzen sollen, muss das denn sein?

Wir wollen hier aber schnell darauf hinweisen, dass die Löhne, die ausbezahlt werden, ganz zu schweigen von den Verträgen, die abgeschlossen werden, oft, vielleicht sogar zu oft, eher als prekär beziehungsweise am Rande des arbeitsrechtlich Verträglichen anzusehen sind, wie hie und da zu erfahren ist. Leider hat auch Herr Bundespräsident Steinmeier auf Antrittsbesuch im Ländle dieses Thema beflissentlich unter den Tisch fallen lassen letztens. Nur gut, dass unsere Leser zumindest hier daran erinnert werden, dass der goldene Schein des neuen Wirtschaftswunders einen langen, wie auch immer gearteten Schatten wirft: graubräunlich? Diesen Letzteren Makel, wenn er denn in der vorgeschlagenen Farbgebung überhaupt bestehen sollte, können leider keine lieben Tierchen mal kurz wegfressen, wie es gerade in Freiburg im Park hinterm Caritas Bildungszentrum geschehen soll. Nie wieder Rasenmäher im Einsatz haben. Vielleicht auch nie wieder Dünger? Jedenfalls leisten die tierischen Helfer den Bekundungen zufolge hervorragende Arbeit. Pflanzen blühten, seit deren Einsatz für gut befunden wurde, besser. Also, was hält uns davon ab, zukünftig den Beruf des Ziegenvermieters zu installieren? Hätte auch den wünschenswerten Nebeneffekt, dass der meist recht teuer verkaufte Bio-Ziegenkäse aus Bulgarien, Frankreich oder Griechenland preistechnisch unterboten werden könnte plus oder wegen dem Siegel: Made in Germany? Obgleich, die da in Brüssel wollen ja UNSERE Bio-Eier-Regularien verwässern demnächst. Da fällt einem gleich wieder der noch immer anhaltende Streit der Zyprer über den Halloumi-Käse wieder ein. Die türkisch-zyprische Variante namens Halimi, man staune, ist nämlich die schafs- beziehungsweise ziegenmilchhaltigere.

Brüssel hat aber wohl doch eher Vorteile als Nachteile für die EU-Bürger zu bieten. Ziegenvermieten dürfte also genehmigt werden, so auch die Schaffung des entsprechenden Berufes (oder Berufung).

Der Beruf des Frauenvermieters ist ja verboten, also der des Zuhälters. Seit dem 01. Juli 2017 ist außerdem noch ein neues Gesetz draußen. Und das macht gar nicht alle, die im horizontalen Gewerbe arbeiten (müssen), glücklich. Registrieren sollen sie sich, eine Art Ausweis erhalten mit Bild und Namen drauf. Und das aller Schlimmste: Gangbang soll nun nicht mehr gehen in den Puffs. Das Letztere ist: eine Frau mit mehreren Männern in Aktion – und so. Das lässt schon die Frage aufkommen, ob unter dieses Verbot dann auch fällt: Sex eines Mannes mit mehreren Frauen? Wie sagte man dazu wohl am passendsten: Banggang?

Man weiß ja nie in dieser Republik. Besser man fragt als nach! Dass ohne Gummi nichts mehr gehen sollte, scheint vielen im zuvor genannten Gewerbe noch immer nicht ganz klar geworden zu sein. Dass eine polizeiliche Anmeldung in Deutschland nun erforderlich zu sein scheint für Prostituierte auch nicht. Doch wie sieht es eigentlich aus mit jenen, die man Stricher bezeichnet, also männliche Prostituierte?

Wie dem auch sei: Das hat sich Frau Ministerin und ihr Stab gut ausgedacht. Das Gesetz wird wohl auf längere Sicht besser für alle Beteiligten sein, und daher Bravo! Die Gesundheitskontrollen könnten noch etwas verbindlicher formuliert werden vonseiten des Ministeriums, beklagen einige. Freier, die Sex ohne Kondome fordern, sollte man irgendwie – keine Ahnung wie – zur Rechenschaft ziehen können, findet eine Bekannte, die hier nicht namentlich genannt werden mag. Sie wissen doch: Schon manch Utopie erblickte das Licht der Welt!

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Thomas Quasthof beehrte das Stimmen-Festival in Lörrach wie ein großer Stern, der alles überstrahlt. Der 57-Jährige hat sich hoffentlich wohlgefühlt in Lörrach. Die Oberbadische schreibt am 27. Juni 2017 bereits im zweiten Absatz davon, dass Quasthof mit „Contergan-Behinderung“ das Licht der Welt erblickte. Wusste ich nicht wirklich bewusst, dass dem so ist, auch, weil Aufnahmen seiner Arme bislang offenbar diesen Umstand, zumindest für mich, nicht ins Zentrum stellten. Es war ein Etwas, das wohl so ist, wie es ist, aber dass nicht weiter in Betracht gezogen wurde. Und ich finde diesen Umstand nun unglücklich hervorgehoben, vor allem, da gleich danach die Rede davon war, er habe „eine beispiellose Weltkarriere aufgebaut – vom Mikrofon des Radiomoderators bis auf die großen internationalen Opern- und Schauspielbühnen – und widmet sich als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik „Hannes Eisler“ in Berlin engagiert der Förderung des musikalischen Nachwuchses.“ Als sei er, mit Verlaub, (auch) im Hirn eingeschränkt. Dorothee Philipp interviewte den Künstler für die Oberbadische und bekam unter anderem auf die Frage: „Es gibt zwei Filme über Sie, darunter den Dokumentarfilm „The Dreamer“ von Michael Harder. Finden Sie sich darin wieder?“ zur Antwort kurz und bündig: „Ich guck mir Filme über mich nicht an. Live ist einfach schöner!“

Sein Auftritt war also ein Erfolg am Stimmenfest in Lörrach und fusionierte offenbar die ‚scheinbar‘ Gesunden mit den ‚offensichtlich‘ Behinderten.

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Was soll man da noch sagen? Ist zu hoffen, dass die bereits in die Wege geleitete Fusion des Universitätskrankenhauses von Basel (USB) mit den Krankenhäusern im Umfeld Basels (Baselbiet – KSBL) gelingt. Bis zum 03. Oktober kann allerdings dagegen noch Stellung bezogen werden. Die dort beschäftigten, sollen einen einheitlichen Anstellungsvertrag erhalten (GAV=Gesamtarbeitsvertrag). Angeblich wird es im Zuge all der zu treffenden Maßnahmen und Umgestaltungen zu keinen Entlassungen kommen. In Sachen Kapital- und Stimmanteile wird zukünftig die Lage so aussehen, dass die Baselbieter sich demnach eine Art Vetorecht aufrechterhalten können bei wichtigen Beschlüssen etc.

Es regt sich in der Region Basel so einiges, unter anderem auch, für Freunde der Oper ganz besonders verlockend, dass die Fluggesellschaft „Skywork Airlines“ neuerdings Flüge nach Wien anbietet. Somit hätten die Schweizer, denn die Airline ist schweizerisch, zwei der interessantesten Bühnen – und vieles anderes mehr – miteinander verbunden: die in Basel und die in Wien. Fantastisch! Ganz zu schweigen von den Museen in beiden Städten und deren unmittelbaren Umgebung. Im Dreiländermuseum gibt es am 15. Juli um 17 Uhr Operette. Ein fröhliches Musikprogramm wird versprochen. Bela Fischer aus Wien wird erstmals klimpern. Er ist in der so genannten Genre Operette beheimatet. Witzige Geschichten umrahmen den Event, die erzählt werden.

Doch nun doch noch dies in Sachen Kooperation und so, Oberbadische vom 11. Juli 2017:

Mit Frankreich ist das so eine Sache: So nah uns dieser Nachbar geografisch liegt: Es existieren immer noch Berührungsängste, was wohl hauptsächlich an der Sprachbarriere liegt. Auch Kulturkooperationen scheinen mitunter mit der deutschsprachigen Schweiz besser zu funktionieren als mit dem Elsass. Das wird anders werden, zumindest, was die Zusammenarbeit zwischen dem Burghof Lörrach sowie dem Stimmen-Festival und dem Theater La Coupole in Saint-Louis betrifft. Wohl selten haben sich zwei so gleichgesinnte Geister gefunden wie die beiden Kulturhaus-Leiter: Markus Muffler vom Burghof und Eleonora Rossi, die neu seit Januar die elsässische La Coupole leitet … Auf das [Stimmen-]Festival insgesamt ist die weit gereiste, mehrsprachige Frau, gespannt. Stationen ihres beruflichen Wirkens sind und waren Rom, Paris, Wien, Florenz, Berlin, Frankfurt. Zuletzt lebte und arbeitete sie im Senegal, in einer Stadt, die ebenfalls den Namen Saint-Louis trägt … .“

Des Weiteren in Sachen Kultur – und wir mögen Sie hier angekommen wissen lassen, dass Ihnen lediglich ein kleiner Abriss vermittelt wird, von dem, was im Dreiländereck in diesem Bereich geschieht, diesmal, wie Ihnen eventuell schon aufgefallen ist, mit Schwerpunkt Lörrach -:

Die Stadt Lörrach hat sich wahrscheinlich dazu durchgerungen, nicht der so genannten Bürgerstiftung die Taschen mit Steuergeldern zu füllen, dafür, das neu zu bauende Museumsdepot zu betreiben, sondern wird es selbst tun. Die Geschäftsführung des Dreiländermuseums hat also eingesehen, dass Besitz günstiger kommt als andauernd Miete zu bezahlen, die dann womöglich noch einer Mieterhöhung unterliegt. Im Obergeschoss des geplanten Museumsdepots sollen nämlich auch daher Räume zur gewerblichen Nutzung rein. Das scheint Sinn zu machen, zumal so wahrscheinlich schon ein beträchtlicher Betrag erwirtschaftet werden kann, den so ein Depot nun mal auffrisst.

Man ist vielerorts im Südwesten dabei, seine Lehren zu ziehen – leider auch neue Schützengräben zu öffnen aus Unwissenheit oder aus anderen Gründen. So auch in Sachen Schulbetrieb. Komischerweise soll ein Mangel an Grundschullehrern in Baden-Württemberg bestehen. Bekanntlich leben wir hier in einer Republik, wo die Grenzen zwischen den Bundesländern offen sind. Insofern ist dieser Mangel etwas verwunderlich, da es beispielsweise in Berlin viele ausgebildete Fachkräfte gibt, die vielleicht nur mal richtig angesprochen gehörten – auch wenn für viele in Berlin Wohnende Berlin als Wohn- und Arbeitsort alternativlos zu sein scheint. Zuhause arbeitslos am Tisch sitzen und zu lamentieren, wie schlecht die Welt doch ist oder im Südwesten der Republik zu malochen und sich im Berufsleben wiederzufinden, sind halt doch zwei verschiedene Stiefel, die manchen einen Umzug in Erwägung ziehen lassen dürften/könnten/sollten/müssten. Währenddessen läuft folgendes so in etwa ab: In Baden-Württemberg sollen nicht anerkannte Gymnasiallehrer auf Grundschüler losgelassen werden, also Lehrer, die es nicht schafften, sich einen Job in einem Gymnasium zu ergattern. Der Haken daran ist nicht, dass dieser Personenkreis mal abgelehnt wurde und daher womöglich so etwas wie einen Makel an sich habe. Nein! Die meisten dürften schlichtweg nicht ausgebildet sein, Grundschülern das Lernen schmackhaft zu machen. Vielen unter ihnen ist der Umgang mit Erstklässlern oder Viertklässlern nicht ganz geheuer, ist anzunehmen, weil sonst hätten sie sich schließlich nicht auf die Lehre an Gymnasien ausbilden oder spezialisieren lassen.

In Basel am Biozentrum läuft auch nicht alles nach Plan – ganz und gar nicht. Der Sanitärplaner des Zentrums scheint etwas Mist gebaut zu haben. Den gilt es nun zu ersetzen, doch nicht nur das. Die Eröffnung des Biozentrums wird sich voraussichtlich ins Jahr 2019 verzögern.

Kennen wir doch irgendwoher?

Es habe gravierende Mängel, das Biozentrum: Wasser- Gasanschlüsse etc. Keiner mag den entstandenen Schaden bislang öffentlich beziffern. Dennoch kann vernommen werden, dass die Entwicklung der Chemie am Rheinknie in Basel in diese Richtung vorerst verstärkt sich zu bewegen beschlossen wurde.

Wir werden zu der Panne dann Auskunft geben, wenn sich diesbezüglich jemand aus der Verwaltung hinter den aufgestapelten Ordnern hervorgetraut haben wird. Dafür, könnte man schon fast schreiben, wird in Basel neuerdings angedacht eine Seilbahn vom Badischen Bahnhof bis vielleicht zum Stadion in St. Jakob zu bauen. Was so manches Herz auch höherschlagen lassen dürfte, gerade laufen wieder die Aufbauarbeiten dazu, ist, dass die Basel Tattoo ihren Vertrag mit Eidgenössischen Department für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verlängern kann. Das letzte Jahr die Veranstaltung besucht. Seither sind meine Vorbehalte – wegen dem „Militär“ etc. – geschwunden.

***

In Lörrach, jedenfalls, stimmt die Kasse der Stadtverwaltung. 3,25 Millionen Euro sind ‚zu viel‘ in der Kasse. Genauer: Man hat 3,25 Mill. Euro mehr zur Verfügung als vorgesehen war. Dennoch fiel am 04. Juli um 19.30 Uhr der Strom in Lörrach aus – vom Adlergässchen bis zur Kirchstraße nämlich. Na ja, allzu dramatisch waren die Ursachen dafür dann doch nicht: Die Anlagen wurden gewartet und dabei war lediglich ein kleiner Fehler unterlaufen, trotz ausführlicher Planung dieser Wartungsunternehmung.

Apropos Planung: Die liebe Gäubahn von Stuttgart nach Zürich soll nun doch schneller als derzeit demnächst unterwegs sein. Die Frage ist nur: Wann ist demnächst? 2026 eventuell, wird gesagt. Bekanntlich hat es ja bislang nicht geklappt, ein zweites Gleis aufzulegen. Also soll der Neigetechnikzug zurück aufs Gleis. Ist wohl das Naheliegendste gewesen. Diese Meldung wird jedenfalls als Erfolgsmeldung verkauft, ist aber genauer betrachtet ein Zeichen von ärmlicher, bürokratischer Korinthenkackerei. Stündlich einen Intercity-Doppeldecker ENDLICH zwischen Stuttgart und Zürich verkehren zu lassen, wäre mehr als angesagt, auch vor dem Hintergrund, dass das Dreiländereck sich immer erkenntlicher zur Mitte Europas herauskristallisiert und folglich ein solcher Anschluss äußerst entlastend und gleichzeitig befördernd wirken könnte – auf/in verschiedenen Bereichen. Und jetzt der Knaller: Auch, wenn es mal so weit sein sollte, dass der Doppeldecker der Schiene mit Schienenneige in Anwendung kommt, soll wegen „fehlender Technik“ eh nur von Stuttgart bis nach Singen gefahren werden können. Wären wir nicht in der Mitte Europas, würde vielleicht gesagt werden können: „typisch!“ Es ist ein Skandal sondergleichen!

Immerhin: Im Rheinhafen von Weil am Rhein sind sie alle zufrieden, was die Einnahmen angeht – das Geschäft läuft. Zwar wurde 2016 ein Defizit von rund 200.000 € ausgewiesen, doch die Zeichen der Zeit scheinen auf Erfolgskurs zu stehen. Es wird umgesetzt und rangeklotzt. Herr Carlos Gingado, Geschäftsführer des Hafens in Weil, meint, dass abgeschriebene Projekte zeitlich davor noch ein Defizit von über zwei Millionen verzeichnen ließen. Insofern also einige Außenstände abgeackert werden konnten.

Auch der „Obstgroßmarkt Südbaden“ strahlt über alle 4 Backen. Das „Egro“, so heißt der Markt, in Eggerntal wird mit Kirschen bester Güte versorgt diese Saison – in großer Quantität. Die mir noch immer nicht in Völle oder Gänze bekannten Kirschbäume im Umkreis von und in Kandern und Müllheim versorgen unter anderen den oben genannten Großmarkt.

Da gibt es diesen einen Baum in Schallsingen, sag ich Ihnen, rot wie die Liebe die Kirschen daran, süß wie das Leben, gut erreichbar wie die aufgestellten Kassen zum Bezahlen der meist liebevoll am Straßenrand bereitgestellten, einst aus der Schwarzmeerregion ‚eingewanderten‘ Kirschen.

Bei der Messe in Friedrichshafen/Bodensee sieht es den Verlautbarungen gemäß ähnlich aus – man ist auf Erfolgskurs. 2016 wurde ein klares Plus bei den Einnahmen verzeichnet und die Besucherzahlen stiegen (712.580 Besucher plus 4727 Medienvertreter aus 51 Ländern). Nicht schlecht, also! In Friedrichshafen scheinen die Macher einigermaßen weitsichtig genug zu sein, und erst gar nicht groß oder lang auf einen geeigneten Ausbau der Bahnverbindungen warten zu wollen; oder einen Bedarf groß an die Glocke zu hängen – weil dort hängen bei der Bahn offensichtlich viele Projekte und/oder Strategien zu lange. Anstatt wird gehofft, dass der Flughafen in Friedrichshafen aufgemotzt wird, was wohl der Fall sein wird, um das gesetzte Ziel – Mehrung der Umsätze und allgemeines Wachstum – schneller und effektiver zu erreichen und der Herausforderungen in Sachen Messe im internationalen Vergleich begegnen zu können.

Die DB und ihre Geschäftsführungs- und Planungsstrategien sind wirklich drauf und dran, erneut zu entgleisen, muss befürchtet werden. Und dann auch noch DAS:

Eine Bürgerinitiative wehrt sich derzeit gegen die Erweiterung der Rheintalbahn, die ja bekanntlich möglichst mit Kilometer 250 durch die Lande rasen soll (u.a. zwischen Offenburg und Weil am Rhein). 15 Kommunen (u.a. Lahr, Kenzingen, Müllheim) bilden derzeit den Widerstand gegen das Vorhaben sowie 9 Bürgerinitiativen. Diese Widersacher lassen gerade ein Büro in Zürich eine Optimierungsanalyse in Sachen Lärmschutz, Kosten und Flächenverbrauch erstellen.

Doch es gibt natürlich auch Positives zu berichten, was die DB angeht. Die Gemeinde Schopfheim darf nach zeitlich sehr langem Warten nun doch noch damit rechnen, dass der vor Jahren bereits in Aussicht gestellte S-Bahnanschluss (Oberfeld) endlich in Betrieb gehen wird. Das Genehmigungsverfahren soll endlich abgeschlossen sein. Versteht sich, dass noch mal schnell 300.000 € Mehrkosten auf die Gemeinde zukamen. Immerhin: Die Schweiz wird 220.000 SFR beisteuern, sodass sich die zusätzlichen Ausgaben der Gemeinde in Grenzen halten. Der Schweiz, genauer der Stadt Basel, ist daran gelegen, dass diese Haltestelle verwirklicht wird. Ein „Pendlerfond“ wird die genannten Gelder aus dem Schweizer Ärmel schütteln, ist zu erfahren. Wir staunen alle groß, denn seit dem 04. Juli 2017 buddeln und baggern sie im Oberfeld in Schopfheim. Es passiert ETWAS.

Andreas Geldner im Leitartikel der Oberbadischen vom 12. Juli 2017:

Die Selbstdarstellung des Start-up-Standorts Baden-Württemberg erinnert an ein Bonmot des einstigen Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt: „Der Schwab tut so, als ob er arm sei, aber er ist beleidigt, wenn andere ihm das glauben!“ sagte Manfred Rommel dereinst … Doch wer die Debatte [um die Gründerkultur] verfolgt, erlebt auf vielen Veranstaltungen im Land ein Ritual. Auf der Einladung stehen dramatische Fragezeichen zur Zukunft des baden-württembergischen Erfolgsmodells. Doch am meisten Beifall gibt es immer für die Redner, die betonen, wie großartig doch alles sei … Eine lebendige Start-up-Kultur darf nicht einfach ergänzend zum Bestehenden sein. Im Gegenteil: Zu ihr gehört die nagende Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen. Sie lebt vom Wunsch nach Aufbruch, nach radikal neuen Ideen, nach dem „Denken außerhalb der Box!“ Wirklich ambitionierte Gründer sind unzufrieden mit dem Status quo … Der größte Feind einer Weiterentwicklung des Start-up-Standortes Baden-Württemberg ist die Sattheit … So präsentiert man beim Start-up-Gipfel, der doch der gemeinsamen Außendarstellung dienen soll, gleich neuen regionale „Ökosysteme“. Zugleich wird aus der Betonung der eigenen Stärken schnell das Naserümpfen über die windigen Gestalten, die in Berlin zu einem Anlaufpunkt für internationale Start-up-Investoren gemacht haben. Oder über die Amis, die Autos zwar programmieren, aber niemals solide bauen können. Oder über die Spinner, die mit Apps auf den Markt gehen, hinter deinen keine neue Technologie steckt, sondern „nur“ ein kreatives Geschäftskonzept. Was sie dabei übersehen: Vor allem das Lernen von anderen ist die Essenz der Innovation. Insofern gibt es keine bewährten Modelle, sondern nur Modelle, die sich immer neu bewähren müssen. Das ist Start-up-Denken!“

Soviel mal schnell dazu und nun wieder konkreter, auch dazu: Bei Schopfheim am „Rohrenkopf“ geht nach langem Streit nun auch eine Windenergieanlage ENDLICH ans Netz. Der Windpark dort war lange sehr umstritten. Die Gersbacher, die in unmittelbarer Nähe des Windparks leben, sollen dem Event der Einweihung ferngeblieben sein, wohingegen Umweltminister Franz Untersteller den Strahlemann abgegeben haben soll und sich sowie das Projekt ins beste Licht zu rücken suchte.

Eine zwiespältige Angelegenheit!

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Und auf diese Weise, zwiespältig so in etwa, schreiten wir im Stoff voran, siehe die Oberbadische vom 08. Juli 2017:

„… Seit der Schließung der Roten Brücke über den Hodbach in Istein durch die Gemeinde schieben Einwohner immer wieder die Absperrungen auf die Seite. … Es brodelt im Dorf … . Und dass die Rote Brücke vollständig gesperrt wurde, noch bevor eine Mitteilung im Amtsblättchen veröffentlicht werden konnte, das stieß auch Ortsvorsteher Franz Kiefer unangenehm auf. Schnell initiierten Anwohner eine Unterschriftensammlung und griffen zur Selbsthilfe. … Da half es auch nicht, dass Ortsvorsteher Kiefer und der Werkhof mehrmals die Absperrung wieder aufstellten – nur Stunden später war sie wieder demontiert. Ab Montag wird das nicht mehr möglich sein, dann rückt ein Abrissunternehmen an. Und wieder halfen sich die Isteiner selbst. Vor einigen Tagen haben Unbekannte einen Behelfssteg errichtet, der nach dem Abriss als provisorischer Übergang dienen soll. Drei rutschsichere Planken aus dem Gerüstbau erlauben das trockene Queren des Bachs. Und an eingeschlagenen Pfosten angebrachte Seile weisen einen sicheren Zuweg – den übrigens Kiefer und Stanislaus Scherer in Eigenarbeit hergerichtet haben … .“

Das sind doch einfach schöne Nachrichten. Die erfreuen das Herz und lassen daran glauben, dass die Menschen von dem vielen digitalen Zeug und anderem, welches sie vermehrt umgibt, noch nicht ganz auf passiv gestellt werden konnten. In diese Art Kategorie Mensch dürfen wir wohl auch Herrn Spohn aus Eimeldingen unterbringen. Die Oberbadische vom 08. Juli:

Eine vielschichtige Klangwelt empfängt den Besucher, wenn Frieder Spohn aus Eimeldingen seine 25 historischen mechanischen Turmuhren, eine nach der anderen, in Gang setzt. Jede ist eine Besonderheit, jedes Laufwerk hat seine eigene Klangfarbe … .“

Persönlich verpasst, wurde der Auftritt von Kyriakos Kalaitzidis mit dem Ensemble namens en Chordais beim Stimmenfestival in Lörrach. „Rembetiko“-Musik hat er vorgetragen – die Musik der Armen und Aufständischen von einst in Griechenland. Am 15. Juli geht das Stadtradeln zu Ende, welches nach einer Pause in der Lerchenstadt stattfindet, und zwar zum 5. Mal beim Wettbewerb des „KlimaBündnisses“. Letzteres ist ein Synonym für Lörrach.

Noch zu erreichen sind hingegen die Geburtstagsfeier der Dieter-Kaltenbach-Stiftung, die am 15. Juli von 10.30 Uhr bis 17 Uhr stattfinden wird, und zwar in Stetten in den Räumen sowie dem Gelände der Stiftung selbst (Lörrach, Konrad-Adenauer Straße).

Auch in Haltingen, welches vor Weil am Rhein gelegen ist, kann man noch rechtzeitig eintreffen, um mit der Gemeinde, wo die Staus der Autos auf der Hauptstraße jedenfalls verheerender wirken als im Hasenloch vor Lörrach, ihr 1250-jährige beurkundete Existenz zu feiern. Ulrich Wössner lässt die Besucher auf seinem Anwesen bei Interesse auch sehen, wie es in Haltingen so in etwa in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgesehen hat – sehenswertes Zeug aus jener Zeit gibt es da zu begucken, beispielsweise einen Schweinestall. Das Anwesen ist denkmalgeschützt. Am 15. und 16. Juli 2017 müssten Sie sich dann in die Kleine Dorfstraße 16 begeben dazu.

Dem noch nicht genug sei unbedingt noch kurz das Nepomukfest in Neuenburg erwähnt, welches seit 1969 veranstaltet wird. Am 14. Juli um 17 Uhr geht es los. Es dürfte wohl etwas laut werden – viele Bands, die auftreten werden.

Sehen Sie mal, was dem Gemeindeblatt Neuenburgs entnommen werden kann, gedruckt am 07. Juli 2017:

WISSENSWERTES: Ab Juli 2017 tritt der letzte Teil des Flexi-Rentengesetzes in Kraft. Wesentliche Punkte sind dabei der Ausgleich von Abschlägen bei vorgezogenen Altersrenten sowie die Neuregelung des Hinzuverdiensts bei Rentenbezug. Wer im Alter bei einer vorgezogenen Rene keine Abschläge in Kauf nehmen möchte, hat ab Juli 2017 die Möglichkeit, bereits ab dem 50. Lebensjahr zusätzliche Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. Das war bislang erst ab dem 55. Lebensjahr möglich. [Liest sich ganz nach einer Neuauflage der Riesterrentenfalle?]. Diese Zahlungen können als Aufwendungen für Altersvorsorge bei dem Finanzamt geltend gemacht werden … Weitere Auskünfte zu den Themen Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in unserem Regionalzentrum in Freiburg unter 0761 207070, … [siehe auch:] www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.“ Für unser Dafürhalten scheint es angeraten, keine Nägel mit Köpfen zu machen im Gespräch mit der Rentenversicherung, sondern sich lediglich zu informieren und dann nochmals bei einem unabhängigen Träger, notfalls Anwalt, sich nochmals zu informieren – der eventuell eher in ihrem ganz speziellen Interesse das Angebot erfassen kann, oder aber auch davon abrät.

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Zuletzt noch ein paar Worte zum 15. Juli, dem Tag, an dem vor einem Jahr in der Türkei angeblich ein Putsch niedergerungen wurde vonseiten der türkischen Regierung. Inzwischen scheint allen klar zu sein, dass die türkische AKP-Regierung eiskalt rechnete und die vermeintlichen Putschisten geradezu zum Putschen angetrieben hat mit sehr raffiniert installierten Maßnahmen, damit DANACH durchgegriffen werden konnte – und man greift noch immer durch. Ein Deutscher Menschenrechtler, der letzte Woche eingesperrt wurde, sitzt noch immer. Ja, sein Knastaufenthalt wurde sogar verlängert. Wenn man bedenkt, dass die Knäste in Istanbul auf Grund der Großrazzia, die Erdogan und seine Leute veranlassten, eh schon knüppel-dicke-voll sein dürften, kann wohl ermessen werden, wer den Knast in der Türkei kennt, weiß, von was die Rede ist, welche Zustände herrschen. Der Aufenthalt wurde vom zuständigen Gericht auf weitere 7 Tage vorerst verlängert – wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Dieser Mensch war zu einem Workshop in Sachen Menschenrecht in Istanbul!

Jetzt, da das eben Gesagte wohl allen Beteiligten und Beobachtern, so, offen und klar ist, verwundert schon, dass

a) Erdogan in Hamburg herumspazieren darf auf dem G20 Gipfel;

b) keine Reisewarnung für die gesamte Türkei ausgesprochen wird, und

c) Organe wie die DITTIB noch immer als Ansprechpartner hofiert werden innerhalb Deutschlands. Offenbar genügt darüber hinaus gehend nicht, dass TÄGLICH Menschen, meist kurdischer Herkunft, in der Türkei staatlicher Willkür ausgesetzt sind – was allerdings auch jedem Besucher mit deutschem Pass dort passieren kann, wenn es DUMM kommt, wie man sagt, auch tödlich.

Insofern sind die betriebenen Politiken, auch gegenüber der eigenen meist schlecht informierten deutschen Bevölkerung in diesem Belang, Türkei, als (eher) verantwortungslos zu bezeichnen. Letzteres trifft gewiss spätestens dann zu, wenn deutsche Touristen – auch wenn sie türkischen Ursprungs sein sollten etc. – in größerer Zahl massiv in Schwierigkeiten geraten auf Urlaub in der Türkei. Dass man sich wenig um das Schicksal Einzelner zu kümmern scheint, die als Urlauber dort Schlimmes durchmachen ‚dürfen‘, daran sollen wir uns wohl gewöhnen. Und das wird immer weniger eingesehen, dass wir das tun sollen! Die Schonzeit für Erdoĝan und der Flüchtlings-Deal mit ihm müssen beendet werden, damit die türkische Opposition unter Kılıçdaroĝlu nicht umsonst nahezu 450 km demonstrierend durch Anatolien gezogen ist – „adalet“ (Gerechtigkeit) fordernd.

Leider ist der zuvor erwähnte CHP-Vorsitzende alles andere als ein Garant dafür, dass der Türkei doch noch ein Beitritt zur EU ohne Bauchschmerzen angeboten werden könnte in Zukunft. Allerdings mit Erdogan und dessen Schlepptau, in dem der Qatar und irgendwelche islamistisch gesinnten Killer sitzen unter anderen, ist es keinesfalls zu erwarten, dass ein EU-Beitritt erfolgen kann, der der Türkei im Grunde schon länger zustünde. Wollen wir hoffen, dass der Abzug deutscher Militärs in Incirlik/Türkei ein erster Schritt in besagte Richtung ist – es wäre vor allem allen Türken zu wünschen, die sich schon länger als Europäer definieren (wollen).

Stellen Sie sich zuletzt mal vor, jemand vollführte Liegestützen an einem der heiligsten Orte in einer Moschee, beispielsweise in der Stadt Kayseri – am Maschraq. Na was mit dieser Person alles passierte und ob er unter einem Jahr in den Knast müsste, wenn er erwischt wird, das möchte man besser nicht wissen. Warum das seltsame Beispiel? Ein Videokünstler hat Liegestützen auf einem Altar in Deutschland gemacht und erhielt vom Landesgericht Saarbrücken einen Freispruch.

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oder

Fußball, Frieden, Dortmund!

Die Stadt Kandern im Landkreis Lörrach bei Basel in der Schweiz hat sich eine Informationsbroschüre geleistet. Das Geld scheint locker zu sitzen im Gemeindesäckel. Hochglanz plus eigenwilliges Format.

Zum Erstaunen wohl manch Kandernerin und Kanderners wurde als Cover-Bild der Broschüre eine Ansicht der Stadt von oben gewählt, genauer: die Perspektive, die man einnimmt, wenn am Waldrand oberhalb der August-Macke Schule gestanden wird. Die Paar gewellten Holzliegen an jenem Ort, wohl um die Aussicht zu genießen, zieren die rechte Bildseite des Covers; und das eine Ende der Stadt mit Tradition in der Keramik in Richtung Maulburg ziert die linke Seite des Umschlags der Broschüre. Über der beschriebenen Szene mit den roten Dächern einiger Häuser der Stadt in ungefährer Mitte des Bildes thront in der Ferne der Berg Blauen mit seinem Türmchen oben drauf – viel Grün, in Form von Bäumen, Wiesen und saftigem Gras, ist vor, wie auch hinter den abgebildeten Häuserdächern Kanderns zu sehen. Der Mensch, der den Raum dort ansonsten beherrscht, ist nirgends abgebildet auszumachen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck, dass es in und um Kandern friedlich und beschaulich sein dürfte. Dem ist eigentlich so allgemein. Doch ein Schwank nach links oder rechts mit dem Objektiv der Kamera geradewegs in den Wald von dort, wo die Aufnahme gemacht wurde, in den nächst gelegenen Waldweg, den Eichenweg, würde wahrscheinlich eine wahrhaftere Stimmung und Sachlage einfangen, wenn lediglich noch etwa 300 oder 400m zurückgelegt würden in Richtung Hammerstein. Dort wird nämlich abgeholzt – teils recht stark.

Im Kanderner Wald, besser Forst, wird hör- und unübersehbar abgeholzt und nicht wenige finden, das werde übermäßig betrieben. Wirklich sehr auffällig, diese ‚Lust‘ daran. Überall, mag man schon fast übertreiben, stapelt sich abgeschlagenes Holz: an den Seiten einiger Wanderwege oder einfach entlang der einen oder anderen kleinen Straße, die zu Dörfern wie beispielsweise Eglisholz etc. führen. Und nicht immer ist ersichtlich, dass das Holz neu geschlagen ist. Es gibt durchaus auch Holzhaufen anzutreffen, die scheinbar schon seit Jahren in Reih und Glied gestapelt herumliegen am Wegesrand.

Apropos: Die Waldbesitzer trafen sich neulich in Rottenburg. Ihre, von ihnen und anderen so genannte „Forstkammer“ ist zur Mitgliederversammlung angetreten. Thema: „Neustrukturierung der Forstverwaltung“. Wir erinnern: „Der gebündelte Rundholzverkauf durch ein Einheitsformat ist mit Marktgesetzen nicht zu vereinbaren,“ erging ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf, welches den Baden-Württembergern überhaupt nicht passt (Oberbadische 1. April 17). „Jetzt muss nicht nur der Verkauf, sondern auch die Struktur der Forstverwaltung umgebaut werden“, ist des Weiteren zu lesen. Und: „Bisher wurden Privatwaldbesitzer vom staatlichen Revierförster mitbetreut, das soll es künftig nicht mehr geben dürfen. [Sie] müssen sich ihre Ansprechpartner künftig selber suchen.“

Da für Waldbesitzer anscheinend „alles“ teurer werden soll, verlangen die nun ihrerseits zukünftig Geld dafür, dass sie Wege etc. freihalten – einen „Gemeinwohlausgleich“. Das „Einheitsforstamt“ ist nun also passé. Klaus Langer aus Lahr im Schwarzwald, wo einst die Kanadier ihr Hauptcamp in Deutschland aufgeschlagen hatten, ist einer der Privatwaldbesitzer und sagt nach Aussagen der Oberbadischen: „Das war einfach nur billig, der Privatwaldbesitzer bekam bisher einen Revierförster vor die Nase gesetzt und hatte keine Alternative ( 1. April 17).“ Präsident des Bundesverbands der Waldbesitzer ist Philipp Freiherr zu Guttenberg. Das ist – ja – der Bruder des Karl Theodor, der einstige Verteidigungsminister, der, so ist zu vernehmen, gerade wieder sein Comeback in die Politik gestartet haben soll in Bayern. Und der ‚Gute‘ (Philipp) meinte noch, und die Oberbadische zitiert den Herrn: „Den Wald auf die Ökologie reduzieren zu wollen, hätte desaströse Folgen.“

Die Waldkönigin, es gibt hierzulande auch Weinköniginnen, ist offenbar der Ansicht, dass das Image der Waldbesitzer und der Forstwirtschaft aufpoliert gehörte. „Der Forstarbeiter werde als Störenfried im Erholungsraum Wald wahrgenommen, dabei sei das wirtschaftliche Arbeiten im Wald notwendig (siehe Oberbadische vom 1. April 17).“ Gut nur, dass bislang noch keine Waldkönigin ob ihrer ‚waldfreundlichen‘ Äußerungen entthront werden musste. Die Oberbadische lässt den Leser in diesem Beitrag auch wissen, dass die evangelische Kirche Stuttgart im Ländle immerhin über 2700 Hektar Wald verfügt. Und der Vertreter der evangelischen Kirche zur genannten Veranstaltung in Rottenburg war der Herr Zink. Diesen Herrn Zink hat die Rede des Freiherrn zu Guttenberg anscheinend total begeistert – armer Wald, hallo Forst! Dass die Waldbesitzer sehr wohl vertrauensvoll mit ‚Wald‘ umgehen, das meinte der Herr Zink offenbar auch noch. Und jetzt anschnallen, denn er sagte: „Wir wünschen uns einen Vertrauensvorschuss statt Misstrauen von der Politik! (Oberbadische 1.4.17).“

Als jemand, der regelmäßig in einem bestimmten Teilabschnitt des Waldes, besser Forstes, um Kandern spaziert oder joggt im Vertrauen darauf, dass noch genügend Bäume stehen und nicht schon wieder irgendwelche Absperrungen wegen „Holzschlag“ fordern, dass man vertraute Wege im Forst umgeht und kein Zeugnis davon nimmt, was da gerade mit den Bäumen geschieht, las neulich die Nachricht in den Medien, dass nun ausgerechnet der „Rote Rain Weg“ unter anderen zum „Nackt-Wanderweg“ umgestaltet worden sein soll. Da kam sogleich etwas wie ein Aha-Erlebnis der besonderen Art auf. Wenn man die Natur schon nicht ausreichend und gemäß ihren Bedürfnissen schützt, ging es da unweigerlich durch den Kopf, dann muss man sich wohl auf vermeintlich natürlicher stellen als Mensch, indem der Forst sozusagen bis zu seinem letzten Quäntchen, und modemäßig nackt, aus-genutzt wird, wahrscheinlich auch zwecks innerem Ausgleich und des guten alten Egos der Menschen und dergleichen mehr. BRAVO. Das nennt sich dann wohl Effizienz. Oder läuft da etwa schon so etwas wie Euthanasie am Wald ab? Pfui, welch unpassendes Wort!?

Nicht nur in jener Gegend des Eichweges lassen derzeit nicht gerade wenige Bäume ihr Leben, um dann aufgestapelt herumzuliegen. Es ließe sich wohl auch bedarfsorientierter abholzen, denkt da so mancher. Die Gegenden, in denen sich die dröhnenden Motorsägen derzeit nahezu täglich lautstark austoben im Forst, sehen aus wie gerupfte Hühner – seither. Kann gut sein, dass dieser Vergleich etwas hinkt.

Hinken tut jedenfalls auch die wahrscheinlich vorerst einmalige Existenz dieser zuvor erwähnten Informationsbroschüre, die ungefragt, so wie alljährlich das Örtliche Telefonbuch, den Haushalten in ihre Briefkästen gesteckt worden ist – so wie die Sonntagszeitung zuweilen, trotz Hinweis, dass es nicht erlaubt ist, den Briefkasten mit ehemaligem Holz etc. unnötig zu verrammeln. Mal abgesehen von den Bergen von gelben Telefonbüchern, die, so kommt es einem vor, andauernd in Postfilialen meist auf dem Boden liegend herumlungern und das bevorzugt nahe an den Eingängen, sodass der interessierte Bürger sich was greifen kann davon, ist all das vielen schon länger too much, so auch der zuvor beschriebene Aufwand (Informationsbroschüre, das Örtliche etc.). Es stinkt förmlich nach Verschwendungssucht, für die vorwiegend das Holz aus den Forsten geradesteht als zu Papier verarbeitetes Produkt – nach Auftragsbeschaffungsmaßnahmen für gewisse Unternehmen zu Lasten des Steuerzahlers und des Forstes stinkt es auch etwas.

Wieso gibt man eigentlich vor, einerseits die Natur schützen zu wollen und andererseits wird mit ihren Ressourcen immer noch zu oft herumgesaut – und das im Jahr 2017, wo der Umweltgedanke schon längst in den Lehrplänen und Schulbüchern der untersten Schulklassen Eingang gefunden hat? Offenbar ist es zu viel verlangt, im Gemeindeblatt beispielsweise anzukündigen, dass es so etwas wie eine Informationsbroschüre demnächst gibt, die sich Bürger und Bürgerin bei Interesse bestellen können. Des Weiteren reichte im Gemeindeblatt oder/und auf einem Aushang in der Post etc. ein Vermerk, dass eine Liste zum Sich-Eintragen hier oder dort oder sonst wo ausliegt im Städtle – oder dass per Email-Adresse oder auf einer interaktiven Webseite sich eingetragen werden kann.

Nein!

Da muss – mal wieder? – die Druckerei Winter in Heitersheim den Auftrag zugeteilt bekommen, und zum Hohn, anders kann man es nicht nennen, steht auf der Rückseite der Broschüre unter dem Punkt „Druck“: „auf umweltschonendem, zertifiziertem Papier!“

Wir dürfen also hoffen, dass solche Jobs fair vergeben werden und nicht immer dieselben profitieren und endlich wirklich umweltschonender verfahren wird?!

Markus Grabitz berichtet in der Oberbadischen vom 01. April 17, und der passt hier gut rein, dass sich NGOs finanziell abhängig machten von staatlichen Fördergeldern, die sie oft Jahr auf Jahr erhalten. „Doch einige dieser geförderten Organisationen haben sich inzwischen zu hoch effektiven Marketingmaschinen [gemausert]. Sie haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Gesetzgebung und öffentliche Meinung. Da ist es sinnvoll, dass auch dieser Bereich künftig besser ausgeleuchtet wird. Transparenz tut immer gut [, vor allem bei der Vergabe von Aufträgen].“

Wahrscheinlich liegt die Informationsbroschüre der Stadt und des Kreises Kandern auch im Tourist-Informationsbüro aus. Dort gehört sie ehrlich gesagt auch hin. Ansonsten ist das Ding inhaltlich ziemlich OK. Schön farbig mit vielen Bildern und den wahrscheinlich wichtigsten Informationen zu Kandern. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass viele ortsansässige Unternehmen, wie selbstverständlich anscheinend, ihre Werbung darin untergebracht haben. Ob sie das Geld gekostet hat, sie sich finanziell am Entstehen der Broschüre beteiligten? Hoffen wir’s! Schließlich sind wir ja nicht in Wildwest – auch wenn Kandern in der glücklichen Lage ist, mit der Schwarzwald-Akademie recht viele Nachkommen von vermeintlichen oder wirklichen Wildwesthelden aus US-Amerika zu beheimaten. Soweit hier bekannt, sind die US-Bürger Kanderns mehrheitlich missionarisch unterwegs. Statt des Colts tragen die eventuell eine Bibel mit sich, und wenn nicht, dann ganz gewiss aber im Herzen.

Im Herzen von Basel sollen demnächst sogenannte Gratis-WCs das sogenannte Wildpinkeln bekämpfen. Man hat offenbar eingesehen, dass menschlichste Bedürfnisse behördlich verordnet abzuzocken, zuweilen recht widerspenstige Reaktionen hervorrufen kann bei Bürgern und Besuchern einer Stadt. Sollte in Kandern noch immer kein freizugängliches WLAN-Netz auf dem Blumenplatz, am Bahnhof und/oder vorm Rathaus etc. installiert sein, ist wohl nicht davon auszugehen, dass touristische Surfer im Internet wegen des zuvor angezeigten Mangels in der Stadt in die vorhandenen Netzzugänge der Bewohner oder gar der Behörden wie wild geworden und unerlaubt einbrechen werden. Auszuschließen ist auch nicht, dass so mancher Besucher Kanderns den Kandertälern einmal mehr ihre vermeintliche Rückständigkeit attestiert – und diese Beobachtung entsprechend nach außen kommuniziert.

Dass es kein freizugängliches Netz gibt, wenn es nicht schon besteht irgendwo in der Stadt, hat vielleicht auch ganz greifbare Gründe. In etwa so ist das nämlich zu verstehen, wie der Ausbau der Bahntrassen bundesweit. Es sollen immer weniger Kilometer Trasse jährlich vorhanden sein, anstatt mehr – auch wenn in Berlin von Umwelt und Verkehrseffizienz schwadroniert wird. In Deutschland muss man allerdings nicht lange suchen, um den Verursacher dieses Missstandes treffsicher auszumachen – die Autolobby.

Nun bekanntlich gibt es auch in Sachen Internet Unternehmen, die mit Haken und Ösen ihre Interessen verteidigen. Beispielsweise geht das so weit, dass in (wahrscheinlich ganz) Kandern noch immer ein sogenannter Regionalzuschlag von knapp 5 Euro monatlich bezahlt werden muss, wenn man beispielsweise bei 1und1 Kunde ist. War da nicht vor kurzem ein längeres Buddeln in den Straßen der Stadt? Hat man bei der Gelegenheit etwa keine Glasfaserkabel verlegt? Warum nicht mal mit Pepcom als Netzbetreiber zusammensitzen und dann arbeiten, wenn man es nicht schon längst tut? Und das scheint jetzt getan worden zu sein durch den „Zweckverband Breitbandversorgung Lörrach“. Alle 35 Städte des Landkreises sollen profitieren. Bis spätestens Ende 2018 sollen alle versorgt sein mit dem sogenannten „Backbone-Netz“. Spätestens dann werden der Einwohnerschaft und den Besuchern der Stadt Kandern hoffentlich endlich freie WLAN-Anschlüsse zur Verfügung gestellt. Die bereits bestehende lokale Lösung, die auf der Webseite der Stadt Kandern angegeben wird, ist die eines Betreibers, der einmalige Anschlusskosten fürs Internet zu Hause von über 160 Euro hat, wie auf Kandernundmehr-News im vorhergehenden Beitrag bereits beklagt worden ist. Diese Anschlusskosten sind alles andere als akzeptabel für viele Bewohner. Pepcom bietet seinen Dienst bereits in Rheinfelden an, anscheinend zufriedenstellend. Fördertöpfe sollen problemlos angezapft werden können, um das Projekt über Pepcom zu realisieren, siehe hierzu beispielsweise auch die Einholung der erforderlichen „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ durch Pepcom bei der Behörde. Denn jetzt sei das Innenministerium Ansprechpartner, nicht mehr das Landwirtschaftsministerium. Allerdings sollen pro Monat um die 40 Euro bezahlt werden vom privaten Endabnehmer für 50 Megabit pro Sekunde– keine sonderlich guten Aussichten kostenmäßig. Und wer im Netz schneller sein will, zahlt natürlich mehr.

Pfeifen wir drauf? Blasen wir’s weg! Die Oberbadische am 13. April. 17 meint: „Mindestens 200 Jahre alt, wahrscheinlich noch etwas älter sind die beiden Bassethörner, die 2008 in einem Konvolut von Instrumentteilen auf dem Speicher des Heimat- und Keramikmuseums in Kandern entdeckt wurden. Ihre Restaurierung für etliche zigtausend Euro im Jahr gab den Anstoß zum ersten internationalen Bassetthorn-Festival … . Selbstverständlich sind in allen Konzerten (26-28. Mai 2017 in Kandern) auch Werke aus der Entstehungszeit der Kanderner Speicherfunde zu hören. Vor allem Mozart, dem fast das komplette Matineeprogramm … gewidmet ist. … . Zudem gibt es etliche Workshops. Außerdem zeigt das Heimat – und Keramikmuseum teils schon sanierte, teils noch zu restaurierende historische Instrumente aus dem Speicherfund von 2008.“

Parallel dazu ist im nahegelegenen Basel demnächst das Klybeckplus am Entstehen. Riesen groß wird der Komplex und modern, wo solche inzwischen als irrelevant zu erachtenden Fragen wie freier Internetzugang auf öffentlichen Plätzen gewiss kein Diskussionsthema mehr sein dürften. „40 Fußballfelder umfasst das neue Quartier, das aus dem ehemaligen Industrieareal der BASF und Novartis entsteht. Die Bevölkerung darf mitreden.“ Von „Entwicklungsschub“ reden die Macher, von der „Zukunft von Basel“ (20MinutenCH, 31.März17).

Apropos Novartis: „Der griechische Justizminister Stavros Kononis hat sich … zum Untersuchungsverfahren gegen Novartis geäussert. Nach den vorliegenden Berichten habe er den Eindruck, dass der Pharmakonzern von der Schweiz aus <Tausende> von Ärzten und Beamten in Griechenland bestochen habe. … [Die] Schmiergelder seien gezahlt worden, um den Verkauf von Medikamenten auf der Basis widerrechtlicher und unwissenschaftlicher Kriterien anzukurbeln. … Im März demissionierte die mit dem Fall betraute [griechische] Staatsanwältin unter Verweis auf Drohungen aus dem Gesundheitssektor sowie <inoffiziellen Machtzentren>.“

Zwecks Entwicklungsschub wahrscheinlich, oder wie es genannt werden darf, hat die in Basel ansässige Novartis allerdings bereits 2016 wegen ihren Machenschaften in Südkorea eingeräumt, dortigen Ärzten Reisen an Kongresse und dergleichen mehr finanziert zu haben. Warum also, sollte sie dies nicht auch in Griechenland getan haben? Die Bosse der Novartis am Rheinknie lassen bislang lediglich hören, sie hätten noch keine Anklage oder Vorladung erhalten zum zuletzt erwähnten Fall.

Entwicklungsschub? Soll noch mal einer sagen, die haben Bad Bellingen, Schliengen und Kandern nicht. Stichwort: „Interkommunale Kooperation“ oder „ILEK-Konzept“. Alles klar? Also das Integrierte Ländliche Entwicklungsprojekt, und das beinhaltet genauer gesagt: Biotope der angesprochenen Gemeinden zu vernetzen, Böden erneuern, Infrastrukturen konservieren und zu pflegen, Ortskerne ausbauen usw. Das Konzept in Rede ist offenbar auch eine Art Money-Ausspuck-Maschine des Bundes. ELR = Entwicklung ländlicher Raum ist eine weitere solche Maschine, die Bürgermeistern zur Finanzierung gewisser Projekte zur Verfügung steht. Und an diese Töpfe tanzen sich die koordinierten Gemeinden Schliengen, Bad Bellingen und Kandern nun also gemeinsam ran. Nennen wir die 3e der Einfachheit halber Kabaschlie. Nein, das Herantanzen geschieht nicht, wie es als ansonsten über Nordafrikaner geschildert wird, die so ankommen sollen zuweilen, bevor sie mit spitzen Fingern in fremden Taschen zulangen. OK, Letztere kommen auch aus dem Süden, aber sie deklarieren sich halt nicht explizit und implizit als ‚der Süden‘. Ein kleiner, aber feiner Unterschied! Und das tut Kandern aber auf seiner oben erwähnten Broschüre, wo es unübersehbar geschrieben steht und durchaus, versteht sich, tut die Stadt das gerechtfertigt. Ist halt eine Frage der Perspektive. Nun, wie dem auch sei: Differenzierte Wegenetze von einer der genannten Ortschaften der Kabaschlie zur nächsten usw. sollen also „ertüchtigt“ werden. Schönes Wort: ertüchtigt. Steht tüchtig nicht im Gegensatz zu faul? Etwas veraltet kommt es einem schon vor, so, wie soll ich sagen, als sei es sprachlich angefault?

Die beabsichtigte Kooperation der Kabaschlie, genauer gesagt der 3 Bürgermeister in Vertretung ‚ihrer‘ Gemeinden und Einwohnerschaft – also Herr Bundschuh, Hoffmann und Renkert (Kandern) -, wird dann wohl projektierten Effizienzschub mit sich bringen und nicht faul dahinsiechen. Eine Kooperation, in der die Abläufe einfach etwas schneller funktionieren und nicht etwa dahingammeln. Wo ES halt funktioniert „wie aus dem FF!“ Kartierungen sind dann noch einfacher zu machen usw. Auch hier soll die Meinung der Öffentlichkeit Gewicht haben, sagen die Herren, so auch beim Flächennutzungsplan. Die Gesamtfläche des ILEK beträgt ungefähr 12 Tausend Hektar. Etwas mehr als 6 Tausend Hektar wird Kandern einbringen.

Was Weil am Rhein angeht, welches auf lange Perspektive damit rechnen darf, an das eben genannte Projekt auf die eine oder andere Weise sich angeschlossen zu sehen, wird vermeldet, dass das „Kompetenzzentrum“ in der Hegenheimer Straße Weils nun doch noch nicht gebaut werden kann. Das Gelände muss noch mal untersucht werden: Granatengefahr – II. Weltkrieg und so. Anscheinend soll ins neu entstehende Zentrum Mercedes Benz rein. Ähnlich sieht es in dieser Stadt auch mit dem überraschenden Beschluss des Gemeinderates aus, sich erstmal gegen die Fortsetzung der Planung zu einem „Einkaufscenter Dreiländereck“ zu stellen. Immerhin einen Hoffnungsschimmer gibt es in Weil am Rhein für all jene, die ebenfalls gerne in Cafés sich aufhalten. Im Läublinpark sind nämlich neue Pächter am Schaffen, und die wollen das unter Denkmalschutz stehende Häuschen im Park mit neuem Konzept für ihr geplantes Café beglücken. Das Grundstück gehört nun wieder der Gemeinde.

Und wenn das stimmt mit Mercedes Benz in Weil am Rhein in der Hegenheimer Straße, dann stimmt wohl auch die Aussage von Marco Fraune in der Badischen Zeitung vom 30. März 17, der schreibt, dass „die Autohausgruppe [… die in das Kompetenzzentrum rein soll] glücklicherweise nicht auf einen bestimmten Eröffnungstermin angewiesen“ ist. Man hört‘s doch immer wieder: „DIE haben Schotter bis zum Abwinken.“ Was sich zeigt, weil jene Autohausgruppe es nicht eilig zu haben scheinen.

Dafür, dass sich in Weil alles so zu verzögern scheint, ist aber die A16, die verläuft nicht allzu weit entfernt in der Schweiz, endlich fertiggestellt. Manch Schweizer wird wohl stöhnen: Da rücken uns die Franzosen noch näher auf den Pelz! Die meisten werden sich aber gewiss darüber freuen, dass im Berner Jura das letzte Teilstück bei Court und Loveresse nun endlich befahren werden kann. Die komplette Strecke wird „Transjura“ genannt, und die ist so um die 85 km lang. Vor 30 Jahren wurde bereits der erste Spatenstich in Saint Ursanne gemacht, um die Transjura ins Leben zu rufen. Jetzt lebt sie. Solch zeitlich verzögerte Fertigstellung eines Projektes ist eher unschweizerisch. Die erledigen ihre Dinge ansonsten zügig.

Die Transjura verläuft halt im französischsprachigen Teil der Schweiz, daher? Gemunkelt wird ja schon länger, dass die Deutschsprecher die Französischsprecher in der Schweiz etwas ‚hernehmen‘. Wie dem auch sei. Jedenfalls haben die Schweizer ein ausgezeichnetes Bahnverkehrsnetz. Und das scheint damit zusammenzuhängen, anders ist es manchem nicht zu erklären, dass es eben keine vermeintlich übermächtige Autolobby im Alpenland gibt wie in Germany, die zwecks eigener Interessen so manche nützliche Invention auslaufen gelassen haben soll – und so manchen mit ihrer Betriebsstrategie, auch gesundheitlich, ‚hernimmt‘.

Dass bei Nestlé an der Mauerstrasse in Basel Salpetersäure ausgelaufen ist, kann vorkommen. Kann leider gesundheitsgefährdend werden. Soll niemand wirklich beunruhigen. Ein Gabelstaplerfahrer scheint unaufmerksam gearbeitet zu haben. Aufgemerkt hat man, als die Besucherzahlen bei der BASELWORLD dieses Jahr recht rückläufig gewesen sind. Für das Jahr 2018 wird geplant, den Event (Uhren und Schmuck) auf 6 Tage herunterzufahren. Überhaupt klagen die Uhrenmacher der Schweiz recht laut neuerdings. Die Automation der Produktion von Uhren, auch offenbar der wertvollsten, hat viele handwerkliche Uhrmacher-Genies ins Hintertreffen geraten lassen. Besonders betroffen ist der französischsprachige Teil. Ihr Fachwissen ist ihnen in oder durch den Computer abgewandert worden, und so langsam dämmert genau dieser Umstand den meisten unter ihnen. Was dagegen tun?

Nun: Beiträge können Bürger beisteuern, die aktiv etwas tun oder beitragen wollen, und zwar zu einem Buchprojekt im deutschen Binzen, unweit von Basel, wenn von Bürgerbeteiligung schon die Rede war und die Frage aufgeworfen wurde, was getan werden kann. Ein Historiker namens Hubert Bernnat sucht Material zu 1250 Jahre Binzen. Hoffen wir mal, dass ihm das vorgesehene Projekt nicht noch in/durch die Binzen geht. Für Interessierte, die zur Dorfchronik von Binzen WAS beizusteuern wissen: 07621-660851.

Und, weil wir es zuvor von Wald und in gewisser Weise auch von der Gier der Menschen hatten: „Die Thonnerknaben – heute Symbol der Binzener Fasnacht – [galten] als die Robin Hoods des Kandertales (Badische Zeitung, 30. März 17).“ Die Badische berichtet auch, dass die Rümminger den Binzenern irgendwann im 18. Jahrhundert nahezu den ganzen Wald „abluchsten“. Und wir alle wissen, wofür das einst sogenannte „Holländerholz“ herhalten musste – um die Welt per Schiff vorerst zu erobern/zu erschließen/zu erkunden. Wählen Sie sich doch bitte das Verb, das Ihnen passender erscheint. Apropos: Ein Rümminger macht gerade gewiss wieder gut, was seine Vorfahren mal den Binzenern zumuteten. Das „Weingut Frick“ ist nämlich so frei, die 1250 Jahre Binzen-Feier zu unterstützen. Die Verkäufe des Weines werden das Jubiläumsfest mitfinanzieren. Und was gehört letztendlich noch zu einer guten Nachbarschaft zweier Gemeinden, die in der Geschichte mal etwas auf Abwege geraten waren? Genau, eine Frauengruppe, der „Frauenverein Binzen-Rümmingen“.

Hört sich an wie im Film die Abluchserei von Wald und Holz, dann der gute Wein dazu und der Frauenverein, in dem womöglich zusammen gehäkelt, gestrickt und Politik betrieben wird, stimmt’s? Und da wir nun schon beim Film angelangt sind thematisch: Herr Brenneisen Begründer der „Filmtage“ in Kandern zog mal wieder eine positive Bilanz, obwohl nur 4 Filme eingereicht worden seien dieses Jahr. Und was macht man, wenn man nicht – mehr – wie der Rattenfänger von Hameln durch die Gegend ziehen mag, um Leutchen zu begeistern, noch aktiver mitzumachen? Heutzutage heißt das Zauberwort auch im Kunstbereich „Workshops“. Die sollen den Besuchern beim nächsten Literaturtag 2018 in Kandern angeboten werden. Und somit ist, kalkuliert Brenneisen, der weitere Erfolg der Show in Kandern gesichert. Und hierzu noch ein Einfall aus eigener Produktion: Dass vielleicht jemand einen Film in den ‚Bauten‘, die vor der Stadt Kandern gelegen sind, dreht, in denen DIE Flüchtlinge untergebracht wurden. Wie, das ist als Sujet nicht mehr so originell, abgegriffen?

In Inzlingen soll es die Gemeinde jedenfalls vollbracht haben, die ihr zugewiesenen 36 Flüchtlinge privat unterzubringen. Nun, wenn auch nicht ausreichend Filmern Ehrennadeln angeheftet oder Preise überreicht werden, wer weiß, dann werden Flüchtlingshelfern jedenfalls noch immer welche angeheftet im Lande – oder aber ihr Engagement wird mit Reisen zum Bundespräsidenten nach Berlin ‚honoriert‘. Nein, Doping würde ich das Letztere nicht nennen. Reden wir doch von Streicheleinheiten für diejenigen, die es verdient haben mit ihrem bürgerlichen Engagement?!

Wer ansonsten noch was vom Dopen im Badischen versteht, oder verstanden hat, war ein Freiburger Sportmediziner. Nein, er ist nicht in der UdSSR ausgebildet worden, auch nicht in der DDR. Armin Klümper ist Papa-Dope für Spitzensportler der ehemaligen BRD gewesen. Klug oder umsichtig – genug – ist er offenbar auch, denn er setzte sich rechtzeitig nach Südafrika ab. Die badischen Behörden haben ‚netterweise‘ so lang gewartet, ist zu erfahren in einem Buch von Andreas Singler („Armin Klümper und das bundesdeutsche Dopingproblem“), bis Klümper die Koffer gen Afrika Süd gepackt gehabt hat – und dann erst wurde so etwas wie eine Untersuchungs-Sonstwas der Justiz inszeniert. Ja, ein bisschen Theater muss halt schon sein! Ach so, klar doch, Herr Klümper war nicht etwa ein Urwalddoktor vom Rande des Schwarzwaldes, nein, er wirkte an der Universität Freiburg, ja, der renommierten und, wie soll man sagen, der heideggerisch gezeichneten badensischen Spitzenuni – oder so in etwa. Wir wünschen dem 81-Jährigen Klümper in Südafrika alles – weiterhin? – richtig zu tun!

Irgendwie könnte Herr Klümper, wer weiß, schon als Prototyp oder Rollenmodell gewisser deutscher Verantwortlicher bei VW oder Daimler hergehalten haben. Versteht sich, wenn dem so war, dann wahrscheinlich ohne sein ‚unschuldiges‘ Wissen. Klümper soll nämlich auch gern und oft an sogenannten hohen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft usw. seine medizinischen Künste wirken gelassen haben – daher komm ich auf VW & Co. Wenn schon keine Vorbildfunktion Klümpers bei erwähntem Personenkreis besteht, dann vielleicht, dass er bei einigen seiner Patienten gewisse Abläufe in deren Leben – und auf anderen Ebenen und in anderen Bereichen – vorbildlich sozusagen bestätigt haben könnte mit seinen Anwendungen und Verhalten: gedopte Stickoxidmessungen, gedopte Motorentechnologie, gedopte Aufsichtsräte? Friedel Reinhold aus Freudenstadt schreibt folgenden Beitrag, der an dieser Stelle recht gut reinpasst:

Die Bundesregierung will das Elektro-Mobil forcieren. Vor Jahren hat der Inhaber der Raststätte Hegau … mit hohen Kosten eine Ladestation für Elektromobile eingerichtet. Als Hinweis hat er ein selbstgefertigtes Schild an der Einfahrt aufgestellt. Dies wurde ihm von Amts wegen untersagt, mit dem Hinweis, er habe keine amtliche Zulassung. Aber ein Schild mit amtlicher Zulassung gab es ja zu dieser Zeit noch gar nicht. Das Wiehern des Amtsschimmels habe ich heute noch in den Ohren“ und wir das der Autolobby & Co.

Doch, doch! Das Ding zuvor mit dem Heidegger trifft es irgendwie ganz gut. Der ‚gute‘ weise Mann als Philosoph von Freiburg hat in seinem Werk „Sein und Zeit“ schließlich auch zwischen den oder/und über die Beziehungen und Differenzen von Seiendem und dem Sein herumphilosophiert. Bekanntlich hat er dabei das, was eigentlich schon von jemand anders ausgebrütet worden ist, von Ernst Cassirer nämlich, so in etwa in der Aussage herumgedreht. Bei VW oder Daimler besitzt man ja auch seit Jahrzehnten das Wissen darüber, wie man einen Motor sauber, das heißt, wesentlich sauberer, unter die Menschen verschicken könnte. Doch man tut und tat es nicht in vielen Fällen, sondern entschied sich gewissermaßen fürs Gegenteil. Warum bloß? War’s nur Gier oder war es auch heideggersche Umkehrtaktik oder -philosophie gepaart mit Verachtung gegenüber dem – wie soll man ihn bloß nennen – einfachen Pöbel?

Ja, Cassirer war Jude und wurde von Heidegger wohl auch deswegen angegriffen. Der erstere emigrierte rechtzeitig in die USA Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (Universität Hamburg). Empfehlenswert ist auch daher, sich unbedingt in den Großen Meyerhof in Freiburg zu begeben in diesen Tagen, um das Theaterstück „Picasso“ anzusehen.

Picasso: „Bin ich verhaftet?“

Fräulein Fischer, eine der Schreibtischtäterinnen der Nazis: „Wir sind alle schuldig, kommt nur darauf an das richtige Gesetz zu finden“ (Badische Zeitung 30. März 17).

Im Stück geht es um den jüdischen Kunsthändler von Picasso. Das Theaterstück kann noch einmal am 27. April 2017 gesehen werden (0761-3837397). Vielleicht sollten Sie doch noch so viel Energie aufbringen und es ansehen gehen!?

Zur Energie und deren Gebrauch noch schnell aus der 20MinutenCh vom 4. April 2017 dies: „Liestal. Die Mittel des Baselbieter Energiepakets, mit dem Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich gefördert werden, sind fast aufgebraucht. … Die Mittel reichen noch knapp bis ins Jahr 2018… . Die weitere Finanzierung des Energiepakets ist allerdings infrage gestellt, nachdem das Baselbieter Stimmvolk im November 2016 die Einführung der Energieabgabe mit rund 57 Prozent Nein-Stimmen verworfen hat. … Liestal hofft auf ein Ja bei der nationalen Abstimmung zur Energiestrategie 2050 im Mai.“

Fordern Sie nun bloß kein „Nachhaltigkeitsreporting“ bei der Energiestrategie der Liestäler. Das Wort sagt Ihnen nichts? Roche mit Standorten in Mannheim und Wyhlen an der Schweizer Grenze hat es vorgemacht, diese Art des Reportings. Zusammen mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut haben die ‚Guten‘ von Roche sich sozusagen selbst kontrolliert, das heißt, ihren Nachhaltigkeitswert oder dergleichen ermittelt beim Produzieren von Medikamenten etc. Und dies taten sie unter, beziehungsweise mit sozialen und ökologischen Gesichtspunkten. Nun, die Roche findet, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit in der Produktion sich nicht ausschließen (müssen). Die CO2-Emissionen sollen von den Jahren 2007 bis 2014 um knapp weniger als 15% zurückgegangen sein.

Wir werden hier auf Kandernundmehr-News im Zusammenhang mit Roche und anderen wie Roche aber vorerst dennoch, trotz wirtschaftlichem Erfolg und selbst angezeigten sozialen Verbesserungen für die Arbeiter im Werk etc., von Chemischer Industrie sprechen und keine verbalen Weichspüler wie „Gesundheitsindustrie“ oder dergleichen verwenden wie andernorts, um das Phänomen zu bezeichnen. Doch machen wir uns nicht allzu viel Sorgen. Wieso auch? „Die Industrieproduktion in der Schweiz läuft wie zu Boomzeiten. Und die Aussichten sind rosig. Es sind weitere Produktionssteigerungen zu erwarten. Im März stieg der Einkaufsmanagerindex (PMI) um 0,8 Punkte auf einen Stand von 58,6 Zählern. Das ist der höchste Stand seit Februar 2011 und deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie die Credit Suisse am Montag bekannt gab. (Nordwestschweiz, 4. April 17, BZ).“

Und, siehe da, der öffentliche Rundfunk der Schweiz schreibt nun auch Schwarze Zahlen im Betriebsjahr 2016 – auch wenn er seit April 2015 per gerichtlichem Dekret verpflichtet wird, Mehrwertsteuer auf den Empfangsgebühren fortan selbst zu berappen (35 Mill. Franken jährlich). Ja, die gute Credit Suisse. Sie „verfolgt gegenüber Steuerhinterziehung eine Nulltoleranzpolitik“. In der Financial Times oder dem Wall Street Journal wurde anscheinend eine so lautende Anzeige von ihr höchst persönlich gestartet. Die BZ vom 4. April 17 schreibt des Weiteren auf Seite 10: „Für viele Schweizer Banken war das Verwalten von unversteuerten Vermögen jahrzehntelang ein wichtiges Standbein. Nach der Finanzkrise begannen aber die ausländischen Behörden gegen die lukrative Praxis vorzugehen. Nur mit der Bezahlung von Milliardenbeträgen konnten sich die Institute freikaufen. Zumindest für Europa und die USA ging die Bank bisher davon aus, dass sie dieses Thema nun zu den Akten legen kann. Die Schweizer Behörden waren nicht informiert über die koordinierten Razzien. Die Bundesanwaltschaft reagierte „befremdet über die Art und Weise, wie diese Operation unter bewusstem Nichteinbezug der Schweiz“ organisiert worden sei. Die geltenden Gepflogenheiten und Regeln der internationalen Zusammenarbeit [auch Kungel-Mungel also] und des Rechtshilfeverkehrs [also auch Rechtsumgehung teils] seien „hier offensichtlich nicht eingehalten“ worden, hiess es in einer Mitteilung. Die Bundesanwaltschaft [der Schweiz] erwarte eine schriftliche Erklärung der zuständigen federführenden niederländischen Behörden und prüfe das weitere Vorgehen.“ „Nach dem US-Stimmrechtsberater Glass Lewis rät auch die Schweizer Stiftung Ethos den Aktionären der Credit Suisse, an der Generalversammlung vom 28. April, alle Traktanden zu den Vergütungen von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat abzulehnen. Aus ihrer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass die zwölf Konzernleitungsmitglieder für das vergangene Geschäftsjahr Boni von insgesamt 26 Mio. Fr. erhalten sollen, derweil die Bank einen Verlust von 2,7 Mrd. Fr. erlitten hat. Inakzeptabel ist für die Stiftung zudem, dass jeder der 939 von der Bank als Schlüsselperson (<Key Risk Taker>) eingestufte Mitarbeiter eine Vergütung von durchschnittlich 1,5 Mio. Fr. erhält (NZZ, 08.04.17).“

Zeck, die hat gesessen! Wieder mal eine Watschen eingefangen. Die Credit Suisse kommt so wenig wie die Deutsche Bank aus dem Dunst von Betrug, Willkür und übertrieben arrogantem Auftreten auf den Finanzmärkten sowie andernorts offensichtlich einfach nicht so leicht heraus. Auch fällt es der Credit Suisse schwer, sich auf ihr ursprüngliches Geschäftsmodell zurück zu dimensionieren, also auf das pure Bankengeschäft ohne Spekulieren an der Börse hier und dort und woanders halt auch noch etc. Die schweizerische UBS pflegt das gleiche Problem (die Deutsche Bank sowieso); und auch von daher ist auf mittlere Sicht der angehäufte Wohlstand, aber auch das Ansehen der Schweiz in der Welt, eigentlich ziemlich gefährdet. Credit Suisse intern ist währenddessen reger Wechsel an der Spitze des Immobilienfonds zu verzeichnen: „Ruth Schmeling übernimmt von Francisca Fischer das Management des 360 Mio.Fr schweren CS REF Global und zugleich die Leitung des Bereichs Real Estate International. Rainer Scherwey, der diesen Bereich bisher unter sich hatte, gibt sein Amt sowie das Fondsmanagement des CS REF International aus persönlichen Gründen ab. Dort folgt ihm Marc-Oliver Tschabold, der seit 2008 bei der CS tätig ist.“

In diesem Zusammenhang denkt man sodann auch gleich an Kritiker wie den Schweizer Jean Ziegler, der wiederholt auf die nicht nur aus seiner Sicht unethischen Geschäftspraktiken einiger – Schweizer – Multis hinweist, die beispielsweise die Finger vom Dealen an der Börse mit Nahrungsmitteln und dergleichen nicht lassen können. Sie sind es noch immer zu oft, die die erwähnten Geschäfte sogar antreiben; und eher tatenlos zusehen, wenn ganze Landstriche dabei den Bach irgendwo in der sogenannten Dritten Welt runtergehen. Unbarmherzig und eiskalt auf Profit gedrillt!

Insofern gibt der aufgestaute und sichtbare Reichtum, beispielsweise in der Schweiz oder in Deutschland, wahrscheinlich so manchem Flüchtling aus Afrika oder sonst wo aus der Welt dort angekommen gewisse Einblicke. So zum Beispiel den, dass er oder sie im Angesicht dieses Luxus glaubt, plötzlich begreifen zu können, was ihm und seinesgleichen in der Heimat an Leid, Armut, Krankheit und Krieg etc. zugemutet wird, entweder diametral oder direkt oder beides in Beziehung stehend mit der prunkvollen Ambiente, die sich ihm oder ihr unverhohlen im Herzen Europas bietet. Aus dieser Warte betrachtet, das Thema Integration von Asylsuchenden anzugehen, bedarf gewiss viel mehr Abklärung, die aber, so ist anzunehmen, tunlichst gemieden wird von uns Mittel- und Nordeuropäern im Allgemeinen. Noch ist dem so. Wer hier der Bittsteller ist, soll allen Beteiligten von Anbeginn eines Asylverfahrens klar sein oder werden. Doch das ist es offenbar genau nicht immer, wie an zig Beispielen gezeigt werden könnte, wo das Verhalten der Fremden – oder gar Terroristen -, welches man nicht versteht oder einordnen kann, mal schnell lediglich mit ihrer Religion und der anderen kulturellen Prägung erklärt wird – ohne sich mal richtig fest an die eigene Nase zu fassen, noch besser eventuell: in diesen Kolben im Gesicht zu zwicken.

Und Letzteres deswegen nicht, also dass manch Asylsuchende/r sich als Bittsteller/in bereit ist zu sehen, weil viele unter ihnen sehr wohl die Zusammenhänge so ähnlich zu sehen gelernt haben, wie sie beispielsweise Jean Ziegler sie in einigen seiner Bücher – so oder wenig anders – formuliert. „Dass Ursula von der Leyen zum Thema [Beteiligung der Bundeswehr, indirekt, an einer großen Tragödie im nordsyrischen Al-Mansura] bislang schweigt, [wie auch die Nachrichten auf ZDF oder ARD etc.] ist ärgerlich. Denn wenn die Bundeswehr schon die Planung von solchen Luftanschlägen unterstützt, sollte die Öffentlichkeit hinterher wenigstens erfahren dürfen, wer was warum entschieden hat“, schreibt die Oberbadische am 1. April 17. Ja, Ziegler und andere seines Schlages sind dem Mainstream umstrittene Personen, so umstritten wie die Politiken von der Leyen & Co es anderen sind. Aber …

Na ja, wollen wir nicht behaupten, da kämen einem gleich Erinnerungen an düstere Zeiten, wenn von Ziegler die Rede ist, oder wenn das Vermögensverteilungs-Thema so, wie von seinesgleichen angeschnitten wird. „In Basel soll eine Gedenktafel bei Käppeljoch [daran] erinnern. … [, dass Ziegler und seinesgleichen …] mit dem Teufel verkehrt haben. Das da eben ist ausgemachter Qautsch: Anstatt „Ziegler“ müsste da nämlich was von „Hexen“ und deren Verbrennung stehen. Für zumindest 29 Frauen, von denen man Kenntnis hat, dass sie an jenem Ort einst vor recht langer Zeit gefoltert und getötet wurden, weil die Mehrheitsgesellschaft keine Meinung neben der ihrigen dulden wollte – und aus anderen Gründen -, wird erwähntes Gedenken beim Käppeljoch in Basel errichtet.

Versprochen: Ich nehme mich von nun an besser an die Leine. Kann doch nicht sein, den Leser so in die Irre zu führen: Hexen – Jean Ziegler usw. Demnächst womöglich noch Hunde? Weil letztere sollen, wie es sich auch in Deutschland gehört, eigentlich an der Leine gehen. In der Schweiz ist der sogenannte Leinenzwang aber von Region zu Region verschieden geregelt. Eigentlich müssen im Wald lediglich die Baselbieter und Aargauer Hundele an die Leine. In der restlichen Schweiz können sie lustig herumstreifen die meiste Zeit im Jahr und beispielsweise Bodenbrütern den Gar ausmachen. Und so spricht man im Amtsdeutsch oder Amtsschweizerisch von „Hunderiss-Zahlen“. Im Baselbiet liegen die im Jahr so um die 30 Vorfälle. Allerdings müssen die lieben Hunde im Baselbiet im Winter nicht an die Leine. Schließlich müssen sie ja auch mal Auslauf in den Wäldern haben. Rehe sollen kopflos vor allem dann zu rennen beginnen, wenn sich ihnen Hunde nicht kläffend, sondern leise nähern. Ach so ja: In Basel-Stadt müssen Hunde überhaupt nicht an die Leine. Wahrscheinlich werden von Hunden angefallene Menschen nicht unter die Hunderiss-Zahl subsummiert von der Behörde. Versicherungen dürften in einem solchen Fall für die entstandenen Kosten auch dann einstehen, wenn der Halter eines Hundes nicht ermittelt werden konnte, ist zu hoffen. Eine Krankenkasse hat ein jeder Schweizer.

Henry Habegger schreibt in der BZ vom 4. April 17: „ … Aber die neue Krankenkassen-Initiative, die jetzt aus der Westschweiz lanciert wird, ist aus anderem Holz geschnitzt. Sie ist keine Radikalkur, sondern eine Therapie in quasi homöopathischer Dosierung. Sie gibt den Kantonen mehr Einfluss, aber auch mehr Verantwortung bei der Tarif- und Prämiengestaltung in der obligatorischen Krankenversicherung. Gleichzeitig wird aber kein Kanton gezwungen, das neue System zu übernehmen. Wer will, bleibt beim heutigen. Also insgesamt ein sehr föderalistischer, ein sehr schweizerischer Ansatz. Ein Ansatz, der zudem den Wettbewerb zwischen zwei Systemen und auch zwischen den Kantonen verspricht. … Es spricht also viel für diese Initiative. … Wenn Kantone mehr Macht erhalten und mehr mitreden können bei Tarifen, kann das nur von Vorteil sein. Denn sie haben im Unterschied zu den Krankenkassen und deren Alliierten wirklich ein Interesse an möglichst tiefen Gesundheitskosten und damit Prämien.“ Die Sympany Unfallversicherer knackten gerade die Milliardenmarke. Die scheinen groß rauszukommen. Medartis in Basel wächst ebenso rasant. Der Name sagt es schon, es ist ein medizin-technisches Unternehmen. Gelegen ist es am Stücki-Science-Park in Basel. Produziert wird NUR in der Schweiz, sonst nirgendwo auf der Welt. Implantate. Noch ist die Medartis nicht an der Börse notiert und keinesfalls will sie sich wie einst die Synthes an Johnson & Johnson oder andere große – amerikanische – Haifische in der Med-Branche verkaufen, siehe auch die schweizerische Symetis (Herzklappen) – noch ist es also nicht so weit oder vielleicht wirklich nie! Gerade erst erfolgreich an die Börse ging die Berner Galenica Santé. Sie ist diejenige Tochtergesellschaft der Galenica, die die meisten Apotheken der Schweiz beliefert. Kann gut sein, schreibt die NZZ am 08.04.17, dass „Galenica Santé per 12. Mai in Galenica umbenannt wird.“

Erfolgsgeschichten made in Switzerland also! Ein weiterer Erfolg zeichnet sich gerade dort ab, wo der Kaiser sogar allein hinzugehen gedenkt: aufs Dusch-WC. Wer schon mal in der Türkei war, weiß so in etwa, was gemeint ist. Ein WC, wo ein Wasserstrahl angedreht werden kann, noch auf dem Klo sitzend, mit dem dann ALLES saubergewaschen werden kann. Tolle Erfindung. Und diese Erfindung scheint auf dem Markt für solche Artikel mehr und mehr Zuspruch zu erhalten in Nord- und Mitteleuropa. Villeroy & Bosch sollen auch schon auf den neuen Badezimmer-Trend aufgesprungen sein. Und bekanntlich macht das sogenannte gemeine Volk gern und erst dann Trends nach, wenn sie die Oberen einmal als chic empfanden. Gewiss könnte man so einen Thron auch in Holz anfertigen, wie ihn die Türken eben schon in der einfachsten Wohnung seit Jahren haben bei sich in der Türkei. Schreinerei Berger und Formativ in der Rebackerstraße 2/1, 79400 Kandern- Holzen sollten sich diese Geschäftsidee wirklich mal durch den Kopf schießen lassen – „Türkenklos für Badens Popos aus Holz“. Klingt doch wie ein gelungener Werbeslogan. Der ist hiermit urheberrechtlich geschützt! Die beiden, Formativ und Berger, gelten jedenfalls als kreativ. Komplette Küchen und Bäder stellen die beiden unter anderem her. Sie fertigen offenbar gern sogenannte Unikate an – also jeder seinen ganz speziellen Balken, um darauf sitzend sein Geschäft zu erledigen? Nee jetzt mal ernster. Die beiden sollen wahrhaft und wirklich auf die Bedürfnisse ihrer Kundschaft eingehen, schreibt die Oberbadische am 1. April 2017 – und es scheint kein Aprilscherz zu sein. Anfragen können gewiss nichts schaden in puncto Türkenklo aus Holz, verehrte Leser (07626-8036). Bedenken Sie doch: Was raus muss, das muss halt raus! Wir sind doch alle nur Menschen, stimmt’s?

Und manche Leute geben sich nicht damit zufrieden, lediglich auf der Toilette ES täglich einmal raus zu lassen. Die wollen einfach weg. Und was läge da im Dreiländereck wohnend näher, als sich an den Euroairport zu begeben? Nun, der Euroairport und seine neuen Destinationen liegen manchem eventuell näher zwecks Wegkommen als in der Stammkneipe Biere wegzuhauen. Zumal es nun vom Flughafen Mulhouse-Basel auch nach Dubrownik, Sylt, Jersey, Osijek; und mit der Small Planet nach Zypern, wie ja auch seit Jahren mit der Easyjet bekanntlich. Klar, man könnte auch mit dem Auto auf den Balkan, nach England oder eben nach Sylt fahren. Um nach Zypern mit „des Deutschen Mannes besten Freund“ zu gelangen, müsste man das Gefährt entweder umnutzen oder aber auf ein Schiff verladen lassen, was wahrscheinlich schwierig und vor allem teuer sein dürfte – durch die Türkei brettern bis nach Mersin und dann mit der Fähre? Also umnutzen!

Mit Umnutzungen hat sich Frau Barbara Buser im Großraum Basel einen Namen gemacht. Klar doch: Dafür hat sie einen Naturschutzpreis erhalten. Es geht bei ihr darum, Dinge umzunutzen: siehe das Hanro-Areal im Liestal/Schweiz, das Walzwerk in Münchenstein/CH. Sie ist auch die Gründerin der „Bauteilbörse Basel“. Ihre Ideen finden Verbreitung in der Welt. Pro Natura Basel hat dann wohl für 2017 die RICHTIGE gewählt, um ihren Naturschutzpreis entgegen nehmen zu lassen.

Weniger gut gewählt, kommt vielen der Entschluss der „Basellandschaftlichen Kantonalbank“ vor, die aus Sicht manches Kunden zu viele ihrer Schalter schließen möchte. Sie mag verstärkt Online gehen anstatt. Diese Bank hat sogar eine Bank auf Rädern im Repertoire, welche 6 Gemeinden abklappert mit ihrem Dienst – grenzt doch schon an Romantik, oder? Nur noch 18 Schalter, wo menschliches Personal bedient, sollen im Baselbiet bestehen bleiben. Videoberatung gibt es ansonsten – eventuell – anstatt. Für manch Senioren lassen solche Entscheide einer Bank gewiss recht dunkle Wolken aufziehen.

Die Arbeitsgemeinschaft der „Senioren/AG 60 plus“ der SPD Lörrach kann sich nicht wirklich beklagen. Die sind recht aktiv. Trafen sich neulich zur Mitgliederversammlung im Gasthaus Sonne in Schopfheim. Das ist dort, wo man zum Mittagstisch nur schwer, bis gar keinen Platz erhält und andere Gäste, die zeitlich nach einem kommen, an einen Tisch gesetzt werden, vor allem, wenn man alleine kommt und neu ist. Nun, was soll’s. Beim Griechen um die Ecke sind sie sogar ausgesprochen freundlich, sogar, wenn der Laden mal wieder brummt – und schmecken tut es dort auch. Das ist hier somit so was, wie ein Rat. Bernd Sevecke (ehemaliger Leiter des Markus-Pflüger Heims in Schopfheim) wurde jedenfalls wieder zum Vorsitzenden des Kreisseniorenrates gewählt. Hartmut Brauer ist nun sein Stellvertreter. Herr Seveckes Frau, die Giesela, ist Schriftführerin. Die eben Genannten gemeinsam mit Herrn Asal werden am 29. Juli 2017 in Esslingen an der Landesdelegiertenkonferenz der AG 60 teilnehmen. Man darf gespannt sein, welche Nachrichten sie von dort mit sich bringen werden. Dass die genannten Delegierten der AG 60 als archäologische Sensation in Esslingen gehandelt werden, dürfte die Nachricht von dort wohl nicht werden. Eher nicht. Indes sind es dennoch Lörracher, die einen sensationellen Fund gemacht haben, und zwar in Stetten, welches vor den Toren Basels liegt. Das Tennisheim des TuS Lörrach-Stetten sollte nämlich erweitert werden. Und da geschah ihnen, was auch in Orten wie beispielsweise auf Zypern oft passiert, wo uraltes Zeug plötzlich zum Vorschein kommt beim Buddeln, dass sogar auf ein versteinertes Skelett eines Heterodontosaurus gestoßen wird. Erweiterung der TuS Tennisklause kann man somit vorerst wohl vergessen? Des Weiteren heißt der Fund für die oder den einen oder anderen im Verein ja vielleicht doch, besser gleich ins archäologische Fach hobbymäßig zu wechseln, bis wieder anständig Tennis gespielt werden kann!? Herr Wehner und Herr Wetzel haben das versteinerte Raubtier von Stetten gefunden und gemeldet – den „Wehn-Wetz-Saurus!“ Vielleicht wird schon bald eine Replik dieses Sauriers am Fundort in Stetten zu sehen sein und den eben ersonnen Namen erhalten?

Jedenfalls wird eine Replik vom sogenannten „Männle“ auf dem Sener Platz Lörrachs das Original demnächst vertreten. Doch Letzteres nur dann, wenn die Spendenfreudigkeit der Lörracher und anderer entsprechend groß ist. 40.000 Euro-Stutz kostet so etwas. Ist auch Ihnen das Männle oder öffentliche Kunst im Allgemeinen in Lörrach solch einen Betrag wert? Guido Neidinger schrieb darüber am 1. April 17 und irgendwie muss da was dran sein, trotz des Datums (Oberbadische). Sie haben also die Wahl, verehrte Leser: Geld für Kunstprojekte zu spenden oder abwarten. Sie haben die Wahl allerdings auch, wenn Sie zukünftig mit dem Rad unterwegs sein werden. Genauer: Es steht zur Wahl, ob sie mit ihrem Fahrrad lieber auf der Straße fahren oder eben doch dort, wo die Fahrradfahrspur ansonsten angezeigt ist im deutschen Teil des Dreiländerecks – am Straßenrand oder auf den Gehsteigen. Dass Sie nun die Wahl darüber haben sollen unterwegs auf zwei Rädern, basiert auf einem Gerichtsentscheid. Von daher nicht wundern, wenn demnächst still und leise die blauen Schilder verschwinden, die ansonsten als festlegen, dass Radfahrer hier und nirgends anders zu fahren hätten im öffentlichen Verkehr. Ein bisschen Geduld ist aber schon noch von Nöten, bis es so weit sein wird – schätzungsweise 2 Jahre; dieser anvisierte Zeitraum wird hierzulande wahrscheinlich nicht dem prolongierten Beispiel des Flughafens in Schönefeld/Berlin folgen, wo sich noch immer nichts tut; und wo im Gegenteil die Bevölkerung bereits ihren Unmut kundtut darüber und fordert, dass der gute alte Flughafen Tegel keinesfalls geschlossen wird!

Im Südwesten der Republik, genauer in Schopfheim, soll die Bevölkerung sich mehrheitlich für ein Krankenhaus im Ort aussprechen – ja, auch fordern. Bloß wo den Kasten in der Gemeinde neu hinbauen? Viele finden, dass das vorhandene Krankenhaus einfach nur aufgemöbelt gehört, also in irgendeine erkenntlichere Richtung zu spezialisieren sei, anstatt eines Neubaus, und den womöglich noch in nächster Nähe zur Bundesstraße – versteht sich, all das nach Abstimmung mit den Spezialisierungen anderer Häuser. In Schopfheim scheint, wie in Berlin, langes Warten und eine größere Portion Geduld gefragt, bis die Herren und Damen im Landratsamt Lörrach klarer sehen. Um die Ecke von Schopheim, im Kleinen Wiesental, wo die vielen Kräuter auf den Wiesen anzutreffen sind, kommt das ersehnte Fördergeld für die Wasserwirtschaft und für sogenannte Altlasten wahrscheinlich endlich mal an. Man wurde bei der Verteilung der Gelder aus dem Fördertopf berücksichtigt. Im Landkreis Lörrach erhalten die Wiestäler dieses Jahr sogar den höchsten Förderbetrag. Ganz durch ist das Ding allerdings noch nicht. Der Landtagsabgeordnete Rainer Stichelberger SPD geht nach einem Bericht der Oberbadischen vom 1. April jedoch davon aus, dass dem so sein wird.

Andernorts, nämlich in Zell im Wiesental, beschäftigt unter anderem „die Umsetzung der neuen Weide-Wald-Abgrenzungen. Wenn diese durch den Forst so umgesetzt werden soll, wie es 2016 geplant war, würden viele Weidegrenzen oder Gebüschgruppen, die als Unterstände für Weidetiere dienen, zum Wald zugeschlagen werden. Die [genannte Umsetzung] könnte nicht im Sinne der Stadtverwaltung sein, so die Meinung vieler Mitglieder [des Landschaftspflegevereins Zeller Bergland]. Man einigte sich darauf, in den nächsten Wochen eine Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Landschaftspflegeverein und Forst zu forcieren, damit eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann. Auch Diethild Wanke von der Weideberatung des Landratsamts Lörrach will die Landwirte bei diesem Thema unterstützen. Sie freute sich, dass für den Mambacher Geißenberg ein neuer Bewirtschafter gefunden wurde (Oberbadische, 1. April).“

Bergig ist es in der Region gleichwohl. Nicht all zu hoch. Von Kandern kann über den einen Berg (südöstlich), vorbei am bereits erwähnten Anfang des Roten Rain Weges nach Schlächtenhaus und Steinen gelangt werden. Eine zauberhaft schöne Strecke wie in den Werbefilmen aus der Schweizer Alp, wo die Milch noch gut schmecken soll. Das „Scheideck“ im Wald lässt man auf der Fahrt von Kandern kommend Richtung Steinen rechts liegen, wie auch die Jugendherberge, in der vor noch nicht allzu langer Zeit Flüchtlinge untergebracht waren. Kann gut sein, dass einige von ihnen der abgelegenen Lage wegen nicht so glücklich darüber waren, dort behelfsmäßig untergebracht worden zu sein – damals. Kann aber auch sein, dass die dort einst wegen Platzmangel untergebrachten Flüchtlinge inzwischen die grüne Ruhe, den nahen Forst, Weiden und die Pferde auf der Koppel ums Haus vermissen und womöglich gar verklären in der Erinnerung. Wahrscheinlich ist es auch den eben genannten Neuzugezogenen zu danken, dass im schönen Steinen, welches direkt an der Bahntrasse nach Basel oder Zell im Wiesental liegt und für seine Schwarzwald-Wurstprodukte sogar in London bekannt ist, wo man eine Zweigstelle für die Produkte eines ortsansässigen Unternehmers bislang erfolgreich unterhält, die Zahl der Kinder, die einen Platz in einem Kindergarten brauchen, recht spürbar gestiegen ist. 2016 zogen 50 Kinder nach Steinen mit ihren Eltern, jetzt sind es bereits 70. Das Bürgermeisteramt Steinens mit seinem Stab scheint noch an einer Lösung dieser Herausforderung zu operieren. Da ist es durchaus vernünftig, werden einige nicht nur in Steinen schlussfolgern, nun endlich eine Überbrückung der B317 vor Steinen in Angriff zu nehmen, sei notwendig geworden. Spatenstich war am 01. April 17.

Und zuletzt noch dies aus Steinen: Der „Vogelpark Steinen“ ist wieder geöffnet. Zahlreiche Jungtiere sind zu sichten, so auch ein Baby-Känguru. Zu den Höhepunkten zählen anscheinend aber die Flugshows und die Berberaffen-Fütterung. Der Vogelpark ist also so eine Art Kleinzoo, auch mit Tieren hinter Gittern. In gewisser Weise haben die Tierchen im Vogelpark so und teils hinter Gittern ihren garantiert vertraulichen Raum, der sie schützt. Das ist gewollt, dass sie sich im Vertrauen darauf zurückziehen können. Im schweizerischen Olten gab es im Jahr 2013 eine sogenannte Babyklappe, wo Mütter in Not geraten, ihr Baby ablegen konnten im Vertrauen darauf, dass der/die kleine Erdenbewohner/in irgendwie überlebt. Jetzt sollen Schwangere eine vertrauliche Geburt in Solothurn, wie auch in Olten durchführen können. Was das bedeutet? Die Mütter brauchen vor, während und nach der Geburt ihre Identität nicht preiszugeben. Sind 6 Wochen verstrichen, kann so eine Frau das Neugeborene zur Adoption freigeben. Nur wie die Mutter die Zustimmung zur Adoption geben kann, ohne ihre Identität preiszugeben, dass bleibt vorerst weiterhin das Geheimnis von Isabel Hempen, die einen Artikel dazu in der Schweizer BZ vom 4. April 17 veröffentlichte. Die Betroffenen scheinen ein Pseudonym zu verwenden – und wirklich nicht mehr!? Irgendwie pseudo, oder?

Und manch Schweizer wohnt Art pseudomäßig in einer Stadt der Schweiz. Nach Schweizer Zivilrecht ist nämlich das Bürgerrecht in der Schweiz an den Heimatort gebunden. Es ist somit vor allem Gemeindebürgerrecht. Vielen Schweizern ist es eine kleine Stange Geld wert, sich an ihrem gegenwärtigen Wohnort einbürgern zu lassen. Sogar die Stadt Basel selbst wird da aktiv. Sie schreibt Leute an und bietet an, sich doch das Basler Bürgerrecht zu holen, beispielsweise als Züricher, der in Basel schon länger wohnt und arbeitet. Dass die Anzahl jener, die Basel wählen als Lebensmittelpunkt zunimmt, spricht vor allem auch dafür, dass es vielen inzwischen chic erscheint, als Basler zu firmieren – was vor Jahren für Züricher undenkbar war. Lokalpatriotismus adé!? Doch nicht jeder kann das zu durchlaufende Auswahlverfahren bestehen im Bürgerrechts-Erlang. Nur BRAVE Leute werden Basler, vor allem jene, die für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen, Arbeiten gehen und möglichst kein allzu langes Strafregister haben.

Ob Marhte Gosteli aufgrund ihrer politisch orientierten Aktivitäten auch ein Strafregister hat/te, ist hier nicht bekannt. Gewiss hat man sie in gewissen Schubladen und dergleichen gewisser Schweizer Behörden geführt und aufbewahrt – und vielleicht auch beobachten lassen? Nun, die große Frauenrechtlerin ist in ihrem 100sten Lebensjahr verstorben. Sie hatte in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich die Schweizer Frauenbewegung engagiert mitangeführt („Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung“ in Ittigen – Bern). Einen Ehrendoktor der Uni Bern erhielt sie 1995. 100 Jahre alt zu werden, hat schon was Majestätisches.

Die nationalrätliche Rechtskommission hat … mit 13 zu 11 Stimmen bei einer Enthaltung eine parlamentarische Initiative von Beat Flach … gutgeheissen. Flach verlangt die Streichung von Artikel 296 des Strafgesetzbuches [der Schweiz]. Dieser stellt die öffentliche Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts unter Strafe,“ besser bekannt unter der Majestätsbeleidigung. Wirklich immer wieder erfrischend fortschrittlich, diese Schweizer, und wie sie es schaffen, sich den Gegebenheiten rechtzeitiger als andere anzupassen – nicht immer, aber öfters. Und des Weiteren: „Die Rechtskommission ist der Ansicht, das Schweizer Strafrecht stelle auch ohne Artikel 296 genügend gesetzliche Grundlagen für eine Strafverfolgung zur Verfügung! (NZZ 08.04.17).“

In der oben bereits zitierten Ausgabe der NZZ und in Sachen Justierung erfahren wir beispielsweise, dass die Leitung der Basler „Kaserne“ von Sandro Lunin übernommen wird. Er verlässt das „Theaterspektakel“ Zürich. Der 1958 Geborene sei „die richtige Wahl für Basler Koproduktions-, Gastspiel- und Konzerthaus!“ Der Künstler und Basler Thomas Ritz erhält den Keller-Wedekind-Stiftungs-Preis. Er hinterfrage „unser Verhältnis zur Wahrnehmung und damit zur Wirklichkeit.“ Auch im französischen Elsass war Anpassen angesagt. Nun ist der Kraftakt wirklich vollendet. Peugeot hat im elsässischen Mulhouse seine Produktionsabläufe erneuert. Scheinbar können nun an einem Band verschiedene Autotypen hergestellt werden – „eine Revolution“ schreibt die L’Alsace begeistert. 56 Autos in 1 Stunde gehen vom Band. Der Peugeot 2008, 508, 508SW und der D57 Crossback werden so hergestellt. 18 Monate hat die Installation des neuen Produktionsverfahren bei Peugeot (PSA) in Mulhouse in Anspruch genommen.

Ein bisschen mehr Zeit als eventuell sonst sollte Ihr bevorstehender Besuch der 34.sten Buchmesse in Saint Louis/ Elsass schon in Anspruch nehmen, verehrte Leser. Die Buchmesse wird vom 12. bis zum 14. Mai ihre Pforten inmitten Saint Louis offenhalten für Sie. Das Motto der Buchmesse dieses Jahr lautet übersetzt: „Zusammenleben. Einer mit dem anderen!“ 200 Autoren, Denker, Romanciers sowie auch andere Künstler werden anwesend sein. Das alles geschieht unter der Leitung Herrn Jean-Claude Carrière, der als Ehrengäste Herrn Bernd Werber, Sylviane Jaoui, Franz-Olivier Giesbert und Tonino Benacquista haben und vorstellen wird. Gewiss wird die Buchmesse („édition du forum du livre“) unschlagbar, sozusagen, für das kulturelle Leben der Stadt und der Region einmal mehr ausstrahlen, gewiss auch viele Fragen aufwerfen, die beantwortet werden sollen – und teils wohl auch beantwortet werden.

Roger Federer ist DER Basler, der sie ALLE im Tennis derzeit schlägt, woran es wahrscheinlich wenig bis gar nichts zu hinterfragen gibt. Den FC Basel, der in der obersten Fußballliga der Schweiz spielt, wünscht man sich mal für eine volle Saison in der Bundesliga und/oder in der französischen Premier Division spielend, sowie den Freiburger FC in der Premier Division und/oder der Super League der Schweiz und den RC Straßburg – solange dieser nicht in der Premier Division Frankreichs untergekommen ist – in der 2. Bundesliga und/oder der 2. Liga der Schweiz. Deutschland eckt von seinen Dimensionen her inmitten Europas eh zumindest 4 Mal an Nachbarn an, die auch Fußball spielen können, sodass sich 4 Mal solch grenzübergreifender Austausch organisieren ließe. Wird nämlich höchste Zeit, dass Europa im Inneren endlich noch ersichtlicher und spürbarer zusammenwächst, warum nicht auch noch betonter über den Sport, den sich offenbar die meisten ansehen!?

Bayern München in der tschechischen und/oder österreichischen Liga – hurra, au ja toll! Das wollen wir sehen, allerdings dann mit der Auflage, sich keine neuen Spieler einkaufen zu dürfen. Doch wahrscheinlich reichen die, die sie haben, um dort noch weitere 5 Jahre lässig Erster werden zu können? Jedenfalls würde dann endlich mal jemand anders Meister in der Bundesliga werden; was so inzwischen auch auf den FC Basel zutrifft, der andauernd den Super League Meister der Schweiz stellt, ALLES GUTE DORTMUND – „… and give peace a chance … (Lennon, Ono)!“

 

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So, wie die Überschrift,  heißt offenbar eine Kolumne in der Oberrheinischen. In dieser hat sich Tim

Nagengast, offenbar ein Redakteur dieser Tageszeitung, den Beitrag „Seltsame Begegnungen“ am Samstag

(9.3.13) einfallen lassen – geleistet. Eigentlich musste er, wie er schreibt, nicht all zu viel dazu beitragen,

da ihm der Stoff von „auf der Straße“ zugetragen wurde – bis an sein Büro.

Da steht vor seinem Fenster – man stelle sich vor, wie vermessen und unwahrscheinlich – „auf einmal

ein Schwarzafrikaner.“  Welch Schock das gewesen sein muss. Kaum muss sich Nagengast davon

erholt haben, fielen ihm politische Korrektheit und dergleichen vorsichtshalber mal noch ein, was ihn

uns fragen lässt, ob etwa bereits „Südlichvommittelmeerwohnender“ gesagt werden müsse anstatt

„Schwarzafrikaner“. Wen Nagengast in diesem Zusammenhang genau mit „dieser selbsternannten

Sprachpolizei“ meint, ist unklar. Wahrscheinlich meint er seinen Brötchengeber und versucht dem

Leser zu vermitteln derart, dass ‚Neger‘ doch eigentlich ganz zutreffend sei als Bezeichnung, was er

aber so, selbstverständlich, aber auch nicht im Entferntesten je gesagt, gedacht oder gar interpretiert

hätte haben wollen. Der Gute. Er hat ja auch so viel zu schaffen, wie er schreibt, dass er noch nicht mal aus

dem Büro herauskommt, , um eine eventuell gelungenere Story aufzutun. Wollen wir hoffen,

dass er das Kandertal weiterhin von seinem Büro aus begutachtet. Wer weiß, was sonst noch alles

herauskommt, womöglich, dass noch so manch anderer von ihm heimtückisch zur Polizei gebracht wird –

zur Anzeige.

Denn: „Da steht er also an diesem schönen Vormittag (den ihm der folgende Anblick offenbar

vermiest hat), die graue Wollmütze tief ins Gesicht gezogen, einen Joint betont lässig im

Mundwinkel. Kein Witz.“ Kann mir nicht helfen, doch mir ist schon seit Längerem aufgefallen, dass

ich vom Aussehen einiger Zigaretten, die neuerdings im Gebrauch zu sein scheinen, nicht mehr zweifelsfrei auf ihren Inhalt geschlossen werden kann. Manche

der Dinger sehen aus wie Joints, die wahrscheinlich inzwischen schon jeder mal im Fernseher gesehen

hat. Die Raucher derselben sind zuweilen in Parks, Straßen und vor Schulen etc. anzutreffen.

Es scheint sich wohl eher um eine Art Tabak zum Drehen zu handeln.

Nagengast scheint sich mit der Materie offenbar besser auszukennen. Doch zurück zum Dialog Nagengast’s

mit dem Südlichvommittelmeerwohnenden: „Ich staune kurz und frage dann den jungen Mann, was er

den[n] wolle.[?] „Wie heißt diese Stadt?“, nuschelt er in recht passablem Deutsch… .“ Immerhin ein

„passables Deutsch“ wurde dem Afrikaner attestiert. Die Integration des in der Schweiz mit – nach

Nagelgast – Haftbefehl Gesuchten, scheint irgendwie Früchte getragen zu haben – wenn auch ’nur‘

sprachlich. Stellt sich also so ein Mensch in Weil am Rhein ausgerechnet vor ein Büro, das von Nagengast,

dessen Fenster auf die Straße hinausgeht und „parterre“ liegt, um zu fragen, in welcher Stadt er denn

ist und das auch noch in „passablem Deutsch“. Nun, wollen wir mal davon ausgehen, dass die

Realität auch solche Geschichten kennt und zulässt, in denen jemand mit relativ guten

Deutschkenntnissen so geistig weggetreten ist, genau das, was Nagengast schreibt, zu tun, nämlich,

ihm seine Papiere einfach so in die Hand zu geben, die belegen, dass er den Status „illegal“ verpasst

bekommen hat in der Schweiz und per Haftbefehl gesucht wird. Ich meine, es ist ja alles möglich,

auch, dass Leute, die den beschwerlichen und zumeist gefährlichen Weg von Afrika nach Europa

begingen, dann so blöde sind, nicht all zu weit von einer Polizeistation einem Fremden die Papiere zu

überreichen. Das sind Papiere, von denen der Afrikaner gewusst haben muss, was drin steht.

Vielleicht hatte er zuvor das ‚freudige‘ Erlebnis, sich wochenlang in Händen von Schleppern deren

Willkür ‚aussetzen zu dürfen‘, um Europa zu erreichen. Vielleicht war er ein senegalesischer Fischer,

ein Gambianer, doch die zieht es allgemein eher nach Bremen, wo auch Nagengast’s

Südlichvommittelmeerwohnender hin wollte, dessen Fischgründe vor allem auch von deutschen

Fischfangflotten der Superlative, selbstverständlich und hoch effizient mit bester Technik und so

ausgestattet, mehr oder weniger leer gefischt werden im Atlantik. Und endlich öffnet Mr. XY, in dem

Fall Redakteur Nagengast, seine Tür, sieht so vertrauensvoll aus, dass sich der von hinterm

Mittelmeer wagt, nach all seinen ‚lustigen‘ Erlebnissen auf dem Weg nach Europa, XY sich

auszuliefern mit der übergabe seiner Dokumente, um erneut und endlich schnur gerade in die

nächste, eventuell unfreiwillige Abhängigkeit zu gelangen.

Der „junge Mann“ will also nach Bremen. Und wie es sich gehört, klärt Nagengast ihn auf, dass

Bremen weit ist und „nimm mal bitte den Joint aus dem Schnabel, bevor du mir antwortest,“ ordnet

er an. Ich habe ja keine Ahnung, wie jung dieser Mensch war und wie traumatisiert von seiner Flucht

und eventuellen Kriegs-Erlebnissen. Er war ziemlich sicher, denke ich, wohl nicht unter 15 Jahren. Und

eben deswegen darf doch wohl von einer einigermaßen politisch korrekten Person erwartet

werden: a) dass sie ihren Gegenüber nicht dutzt, b) keine diffamierende Wortwahl findet – Schnabel, c)

nicht „Etwas unsanft […]seine Tüte [entsorgt]“, wie Nagengast im Anschluss wissen lässt. Der Verdacht

liegt jedenfalls im Raum, finde ich, dass der „Schwarzafrikaner“ seine Papiere an Nagengast ausgehändigt

haben könnte, weil er unter Druck gesetzt wurde von demselben: „nimm mal bitte den Joint aus dem

Schnabel, bevor du mir antwortest!“ Bekanntlich kann ein „bitte“ in einem Satz auch so ausgesprochen

werden, dass es einer eventuell verunsicherten und/oder verängstigten Person dabei kalt den Rücken

herunter laufen kann. Doch ich will mich da nicht festlegen. Es kommt, wie gesagt, nur eine Art Verdacht

auf, auch wegen dem, was in der Folge noch berichtet wird, unten.

„Da der ohnehin telefonieren will,“ schreibt Nagengast, „lotse ich ihn rasch zu jener Telefonzelle, die dem Polizeirevier am

nächsten liegt. Die paar Cent, die ich dem jungen Illegalen da zum Telefonieren spendiere, kann ich ja

vielleicht unter „vaterlandshilfe“ verbuchen, denke ich.“ Und während „der Afrikaner“ telefoniert,

geht Nagengast „rasch rüber zur Polizei, die umgehend reagiert“. Hurra! Guter Anscheißer, wie man zu

solchen Leuten in Wien sagen würde! Doch das reicht dem Anscheißer, Nagengast, im Korsett des

Redakteurs einer Tageszeitung, von der ich eigentlich dachte, dass Beiträge nochmals inhaltlich durchgecheckt

werden auf politische Korrektheit, nicht; und wie ein Berlusconi, oder wie all die Demagogen und

vermeintlich guten Redner, die Volkes Herz rühren wollen, begibt sich auch Nagengast zum großen Finale

des Weißwasch-Sauber-Artikels, nicht nur auf vaterländische, sondern auch auf völkische Höh und

schreibt, versteht sich, bereits all die Zeit auf Alemannisch: „Aber ich schau doch nicht zu, wie so ein komischer Vogel,

da seine Drogen importiert, offen damit herum läuft, seine Haftstrafe nicht antreten will, der Gesellschaft

auf der Tasche liegt, mir danach einen Haufen Mist erzählt und glaubt, ich bin so blöd und helfe ihm auch

noch weiter. Musst entschuldigen, aber da bist du bei mir an den Falschen geraten. An den ganz

Falschen… „

Ich denke, Beide – der namenlose Afrikaner und Nagengast – haben dringend eine

Resozialisierungsmaßnahme verdient. Mein Vorschlag: Gemeinsame Arbeit in einem Hospitz für eine

Woche! Das wird hoffentlich nachhaltig an ihrer Wahrnehmung nagen. Es ist sehr schade, dass

Rassismus in einer Zeitung wie der Oberrheinischen sich so verklauseliert und schlecht getarnt breit

kundtun darf!!!  

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Kurz: Anastasiadis wird die Wahlen jetzt am Wochenende – hoffentlich – im ersten Wahlgang gewinnen im Süden Zyperns. Noch-Präsident Xristofias werde von der EU in die Enge getrieben. Er habe keine Mitschuld an der Misere im Land, ließ er auf seinem Abschiedsbesuch in Athen wissen, wo er seine erste Auslandsreise bei Amtsantritt hin getan hatte. Dass 2009 trotz Krise im benachbarten Griechenland Geld verballert wurde auf Zypern und von seiner Administration, der Überschuss des Haushalt (+ 3,5%) auf – 6% innerhalb von zwei Jahren runter gewirtschaftet worden ist, die Staatsschulden sich mehr als verdoppelt haben, seit die AKEL von Xristofias im Amt ist, ließ der Präsident in Athen unkommentiert.

Noch liegt der Schnee, noch ist es angenehm kalt. Die Sonne ist eigentlich immer mal wieder draußen. Den ersten Storch habe ich sogar schon vor mir sitzen gehabt, in Basel am Schützenhaus. Fastnacht scheint doch noch nicht vorüber zu sein in der Region. Nächstes Wochenende geht es in Weil am Rhein mit der Buurenfasnacht (3800 Hästräger, 147 Cliquen und 25 Wagen) noch mal rund, und vor allem in Basel wird für ein paar Tage die 5. Jahreszeit den Lebensrhythmus bestimmen.

Eine Forsa-Umfrage will herausgefunden haben, dass die Menschen in Südwest-Deutschland, diejenigen sind in der Republik, die die Fastenzeit durchziehen: Verzicht auf Fleisch, Zigaretten, Alkohol, außerehelichen Geschlechtsverkehr etc. Anscheinend wird auf den Konsum von Alkohol bevorzugt verzichtet, gaben 68% der Befragten an.
Das trifft sich gut mit den ermittelten Werten in Sachen Luftqualität. Die soll in Baden-Württemberg seit 1994 kontinuierlich sich verbessert haben. Wir legen den Fastenden daher nahe, die Gelegenheit zu ergreifen, und etwas mehr und länger als sonst sich im Freien aufzuhalten. Wir hoffen, dass die 380 Mitarbeiter der Hess AG, die ihren Job verlieren, weil der Leuchtenspezialist nach einer Bilanzfälschungsaffäre Insolvenz anmelden musste, sich dennoch über die Nachricht von eben freuen können.
Der Nordschwarzwald soll ja zum Naturpark werden. Viele Tiere und Pflanzen kehren langsam wieder zurück in diese Waldgegend. Die Holzbearbeitungsindustrie und andere leisten allerdings noch heftigen Widerstand und verweisen auf Arbeitsplätze, die verloren gingen und, versteht sich, Gewinne. Dass nicht alles in Geld und Arbeitsplätzen messbar sein sollte, wird sich hoffentlich auch unter diesem Personenkreis noch herumsprechen. Umweltorganisationen wie NABU halten indes dagegen, dass im Gegenteil neue, und eventuell mehr Arbeitsplätze durch den Betrieb eines Nationalparks entstehen würden. Doch bevor das Nationalpark genannt werden darf, muss noch durch einige Transformationen gegangen werden.

nov12 122

Eine ähnlich reizvolle Landschaft gibt es noch andernorts, wie zum Beispiel auch im Schweizerischen Graubünden. Wie zu erfahren ist, regt sich vermehrt Widerstand gegen die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 dort. 57% der Bevölkerung sollen befürchten, dass die Spiele zu teuer werden könnten. Sotschi in Russland, wo die nächsten Winterspiele stattfinden sollen, könnte bei vielen potentiellen Bewerbern Bedenken aufkommen lassen, ob sich solche Investitionen wirklich noch rechnen und ob der Umwelt damit nicht zu sehr geschadet wird.

Ein zeitlich viel naheliegender Event hier in der Region ist die MUBA in Basel vom 22.2.13, die bis zum 3.3.13 dauern wird. Gastländer sind dieses Jahr Indonesien und Ungarn. Ein spezieller Fokus, worauf sich ebenfalls schon gefreut werden darf, wird auf der Region des Hochschwarzwaldes liegen – wo das zuvor behandelte Thema (Holzwirtschaft gegen Nationalpark) gewiss nochmal in einem anderen Licht beschienen werden wird. Versteht sich, dass der Stolz der Messebetreiber diesmal nicht allein die Auswahl des Programms und des Themas der Messe ist, sondern das Messegelände selbst. Es wird sich nämlich im neuesten Kleidchen präsentieren, welches nicht gerade billig war – 430 Millionen Franken. Bleibt zu hoffen, dass der Hallenkomplex „der Superlative“ unsere Erwartungen erfüllt und den Hype darum, der inzwischen über die Medien losgebrochen wird, und dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben wird, in den heiligen Hallen auch außerhalb von Messeveranstaltungen sich aufzuhalten. Das wäre zu wünschen, da das Messegelände in Kleinbasel wirklich sehr zentral gelegen ist und der einzige nennenswerte Ort zum Ausgehen im Bezirk, der Claraplatz, schon längst nicht mehr die vielfältigen Bedürfnisse der Bevölkerung und der steigenden Zahl der Baselbesucher in befriedigender Art und Weise erfüllen kann. Bei 141.000 qm müsste sich doch was machen lassen in dieser Richtung, hoffen wir! Eine sogenannte „City-Lounge“, indoors, soll den Bedürfnissen eventuell entgegen kommen, ist zu erfahren. Eingeweiht wird das Gebäude am 23. April 2013 mit einer uns unbekannten Sängerin namens Lana del Roy.

Davor kann man sich aber schon mal richtig in Messebesuch-Laune bringen, da am 16. März die Regio-Messe in Lörrach ihre Forte aufmachen wird. Sie dauert bis zum 30. Mai und soll die drittgrößte Messe in der Region inzwischen sein. Der so genannte Bauernmarkt, den es auf dieser Messe seit 2009 gibt, wird in dreifacher Größe zum Vorjahr antreten. Trachten- und Heimattage werden erstmals organisiert werden und die Besucher aus aller Welt – so sie denn kommen – mit alemannischem Charme ist anzunehmen, verzaubern. Des Weiteren wird es eine Sonderschau „Zukunftsmobilität“ geben. Wenn das hier richtig verstanden wurde, werden sich Städte aus der Region dem Publikum präsentieren und der dazugehörige Verkehrsverbund.

Beim Stichwort Verkehr sei kurz erwähnt, dass der Schweizer Hellmut Kuhlmann die Herzen dafür erwärmen möchte, um von Wladiwostok bis nach Paris eine 10.000 Kilometer Stromleitung zu legen. Wie kürzlich im Weltspiegel auf ARD gesehen werden konnte, hat ein kasachischer Unternehmer, der inzwischen in der Schweiz u.a. residiert, ähnliche Pläne, die er, wenn es richtig erinnert wird, Seidenstraßen Projekt, oder ähnlich, nannte. Ein Stromnetz mit bis zu 450.000 Volt könnte in Betrieb genommen werden, rechnet Kuhlmann vor. Alles, was es vorerst bedürfte, sind 200 Milliarden Euro, und die nötige Sicherheit und politischen Willen etc.

Am nötigen Willen hat es offenbar in Friedlingen, am Grenzposten zur Schweiz, nicht gemangelt. Dort wurden von deutscher Seite, genauer der Gemeinde Weil am Rhein, 1,8 Millionen Euro für ein neues Zollgebäude verbaut, welches auf Grund seines Aussehens bereits „Ufo“ genannt wird. Die Stadt hat 50% Zuschuss aus dem Interreg-Programm dafür erhalten. Die Schweiz veranschlagte das Gebäude mit 3,4 Millionen Franken.
Und da wir schon beim lieben Geld sind: Letztes Jahr sind in der Schweiz ganz still und leise 854 Milchbetriebe verschwunden, die gegen die Großbetriebe und die bürokratischen Auflagen und andere Unwegsamkeiten nicht weiter bestehen können. Der Trend ist für manche besorgniserregend, was in Bundes-Bern aber noch nicht angekommen zu sein scheint. Der nächste Milchskandal kommt bestimmt, der dann härter auftreffen könnte, weil dann die Last auf weniger Schultern ruhen wird.

Paul Bulcke kann von diesem Los, also der Last auf vielen Schultern, ein Liedchen singen. Sein Verdienst bei Nestle liegt wahrhaft auf vielen Schultern und wurde nun endlich für 2011 mit 9,8 Millionen Franken deklariert, inklusive Bonis. Er ist mit so einem Lohn selbstverständlich nicht mehr in der Liste der Bestverdiener. Wenn nicht alles täuscht, sitzen einige von denen bei einigen Schweizer Banken.
Frau Finanzministerin Widmer Schlumpf hat zu unserer Überraschung den Forderungen der USA entsprochen und hat grünes Licht für das US-Steuergesetz Fatca gegeben. Das Abkommen wird demnächst in Bern unterzeichnet. Jetzt müssen Konten von US-Amerikanern in der Schweiz gemeldet werden, automatisch und unverzüglich. Auf das Finanzministerium der Schweiz, um Neudeutsch zu sprechen, wartet ein Shitstorm, und zwar im Hinblick auf weitreichende Forderungen gewisser europäischer Staaten wie der BRD, die mit dem Unterzeichnen der Fatca die Verhandlungsposition der Schweiz geschwächt sehen dürften.

Carsten Kengetel verlässt schon mal das sinkende Schiff, könnten einige unter Ihnen denken. Der Chef der UBS-Investmentbank scheint das Investmentbanking der Bank nun offenbar abgewickelt zu haben. Der Deutsche war Spitzenverdiener bei der UBS und hatte mit 9,3 Millionen das höchste Gehalt im Unternehmen. Er kam zur UBS von Goldmann Sachs, was einigen unter Ihnen gewiss die Verluste erklärt, die er bei der UBS eingefahren hat.
Der Konzernchef Sergio Ermotti zusammen mit Axel Weber haben Sam Molinaro zu Kengetels Nachfolger auserwählt.

Der Schweizer Kurzfilm „Grounding 2026“ wird der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden. Er hat nämlich den Untergang der Schweiz zum Thema. Es wird ein großer Schaden fürs Land dadurch erwartet, darum wird er vorerst nicht ausgestrahlt.
Aus ähnlichem Grunde rufen die Baselbieter Sozialdemokraten Unmut auf den Plan in weiten Bevölkerungsteilen, weil diese Partei den Auftrag, Wahlplakate für sie zu kleben, über die Grenze nach Deutschland vergeben haben soll. Das schade diesem Sektor in der Schweiz, lautet die Kritik.

Emails, die hier eingegangen sind, war letztes Jahr wiederholt zu entnehmen, dass sich Teilnehmer von Kursen an der VHS Weil am Rhein darüber beschwerten, vor geschlossenen Türen gestanden zu haben bei Kursbeginn – bevorzugt früh morgens am Samstag. Wie hier bekannt wurde, und sogleich sarkastisch kommentiert worden ist, soll die VHS Weil am Rhein in einer der Zeitungen der Region vor ein paar Tagen folgendermaßen titeln: „Zum Semesterstart der VHWS gibt es noch viele freie Plätze!“

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