Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘vasilli’

breit

Breit (machen)!

Schon mal in Athen gewesen?
Ist mir über die Feiertage zum Jahresende 2017 passiert – freiwillig und gerne. War sehr effizient.
Na ja! Diese 2 Wochen sind jetzt schon längst wieder um. Zeit, Athen den Rücken zu kehren, war dann aber schon gegeben nach dieser zeitlich relativ langen Dauer – ich hätte es allerdings gern auch noch länger mitgemacht. Eine weitere Woche im Hotel wäre wohl zu viel des Guten geworden.
Im Hotel Electra waren wir untergekommen. Beim Buchen über Booking.com war dort nichts mehr zu buchen Mitte November 2017. Angeblich alles ausgebucht. Doch wir wollten unbedingt noch mal ins Electra und sonst nirgendwo rein. Denn 2010 oder 11 hatte es uns dort bereits gut gefallen, und die Lage des Hotels in der Stadt war als „ideal“ noch zu sehr in Erinnerung. Also bemühten wir das Portal der HRS, und siehe da, es gab noch Kapazitäten.
Nicht unbedingt das Schlechteste, was diese Stadt an der Akropolis als vier Sterne Hotel zu bieten hat, und zwar unweit vom Syntagma-Platz, von Monastiraki, dem Stadtpark (Zapeion), dem Omonoia oder der Plaka ist es gelegen. Sie wissen gewiss, ersterer ist dort, wo auch das Parlament ist, wo das Grande Bretagne Hotel steht, welches man sich wahrscheinlich nie leisten wird können – und warum auch?
Es hätte auch gern bescheidener ausfallen können unsere Unterkunft, also nicht unbedingt gehobene Mittelklasse ẚ la Electra – doch leben wir nicht alle, voraussichtlich, lediglich nur einmal? Kann schon sein, dass zukünftig nicht mehr ins Electra, temporär in town, eingezogen wird, weil, ja, weil die Plaka nun wirklich nicht mehr das herzugeben scheint, was ich von ihr in Erinnerung hege: noch nicht einmal eine Diskothek gibt es dort mehr. Stellen Sie sich das mal vor! Keine Bar, die mich neugierig gemacht hätte, um mal einen Schritt hineinzusetzen, nur immer wieder Shops, in denen man touristische Mitbringsel einkaufen soll, was auch sonst, und natürlich Restaurants. Kann gut sein, dass in ihr doch noch irgendwo eine Bouzouki ist, wir konnten davon jedenfalls nichts mitkriegen. Und dann war ich ehrlich gesagt noch nie so ein großer Bouzouki-Gänger und mein Reisebegleiter ebenso. Stehe nicht so auf Im-Kreis-sich-bewegend-gemeinsam-Hüpfen mit dröhnendem Ouzo in Kopf und Blut – und der Zigarette zur Ausnahme zwischen den Fingern, mal wieder.
Ja, das Wetter war spitzenmäßig zum Jahresende – ein sonniger Tag folgte dem anderen, wahre Festtagsstimmung herrschte geradezu, wenn man zu Letzterer nicht Weihnachtsmänner, Schnee und Eis unbedingt benötigt. In Vouli-Athen gingen Mutige sogar ins Meer. Wir hielten uns zurück, obgleich wir in Zypern ganzjährig Schwimmen gehen. Man will halt nichts riskieren. Bloß nicht krank in Athen sein! Nicht hier!
Natürlich sind Griechen noch immer supernett und dem Englischen meist mächtig. Außerdem wird man nur noch selten preislich überfordert – nicht so wie einst. Ja, mein Lieblings-Café befindet sich eigentlich am Omonoia und nicht etwa woanders. Der Omonoia-Platz hat ja bekanntlich schon länger einen schlechten Ruf: Prostitution, Drogen usw. Das erwähnte Café ist links gelegen vom Kaufhaus HONDOS – man muss, wenn man aus dem Hondos raus kommt noch links über die Straße gehen und am Ende jenes Teils vom kreisförmigen Omonoia-Platz, wo eine weitere Straße in den Platz mündet, die allerdings nicht mehr mit Autos befahren wird – dort ist es. Dieses Café hat seinen Charme als einziges der Cafés, die an diesem zentralen Ort der griechischen Hauptstadt mal waren oder noch sind, behalten. Im Erdgeschoss warten 1000e Süßigkeiten, die man allerdings auch zum Tee oder Kaffee bestellen kann, und letztere gilt es natürlich im Stock darüber zu konsumieren – in sehr gediegener Atmosphäre. Dort oben angekommen, erscheint der Omonoia plötzlich wieder als das Zentrum der Stadt, der er einst war, spätestens, wenn man sich in einen der Stühle sinken hat lassen – und das Bad in der Menge in den Straßen so eine wohlige Pause erfährt. Dass das Café, dessen Namen sich zu merken, nicht beabsichtigt war, noch immer ein begehrter Ort ist, ermisst sich daran, dass überwiegend Griechischsprecher dort zu verweilen scheinen. Es scheint auch ein Treff Intellektueller, sagen wir, der alten Schule zu sein.
Ja, Sonne kriegen Sie dort drin wahrlich nicht ins Gesicht gestrahlt, verehrte Leser, dafür sitzen Sie aber in einer einfach wirklich netten, klassizistischen Umgebung – sauber und bestens aufgehoben. Ausprobieren macht Sinn – und ins Gespräch kommt man auch recht locker mit weiteren Gästen, so es Athene denn so bestellt. Klasse!
Das Electra Hotel, in dem wir abgestiegen waren, wie gesagt, hat zwar auch ein Restaurant, und das im 5. Stockwerk, doch das Schicksal hatte offensichtlich entschieden, dass wir dort nicht Essen gingen, obwohl auch unser Zimmer im Fünften gelegen war. Die Terrasse des Restaurants hatte schon was – Blick auf die Akropolis in Reinform – oder so ähnlich. Hinterm Omonoia gibt es indes 2 weitere Restaurants, die geradezu besucht werden müssen. Das eine finde ich stets auf Anhieb und das andere bekamen wir zufällig ab (wie immer), als wir auch diesmal wieder aus dem National Museum in Richtung Omonoia kreuz und quer durch die Straßen unterwegs waren und plötzlich standen wir davor und gingen natürlich schnurstracks hinein – schön mit Holz ausgetafelt und die Bediener supernett; und sie sind eben wie Bediener gekleidet und benehmen sich auch so. Man kommt sich vor, schon fast, wie Zeus in Kreta.
Fischsuppe wurde es für uns an jenem Tag begleitet mit einem halben Liter Retsina. War allerdings nicht der Renner die Suppe, aber, was soll‘s, schlecht war sie keinesfalls!
Kann gut sein, dass beim nächsten Athen-Besuch das Titania-Hotel angesteuert wird. Das Gebäude liegt recht nahe zum Omonoia und ist vom Preis her so billig oder teuer wie das Electra. Was mich angeht, finde ich die Gegend um den Omonoia doch etwas herausfordernder und interessanter als die Plaka oder Kolonaki. Obgleich, was wirklich Spaß machte, war, früh morgens auf dem Syntagma einen Kaffee oder Tee in der Sonne zu trinken – im athenischen Winter alle Male. Man sitzt dort, wenn die Luft etwas kälter ist, so ‚kalt‘ in etwa wie in Mitteleuropa an einem schönen Herbsttag, wirklich am richtigen Platz – Sonne pur, nur die Getränke sind etwas überteuert. Letzteres scheint aber niemanden groß fern zu halten. Glücklich, wer dort einen Platz in der Sonne ergattern kann. Da wir bekanntlich meist ‚früh‘ unterwegs sind, konnte so um 10 Uhr 30 immer gerade noch so ein Platz draußen an der Sonne in Beschlag genommen werden – ja, zum Jahreswechsel fängt das Leben offenbar zeitlich später an in Athen. Und wenn die Sonne an diesem Ort nicht mehr scheint, geht man einfach 50 Meter rüber auf die andere Seite des Syntagmas in ein weiteres Café, wo Helios dann noch recht lange verweilen dürfte.
Genau wissen, tu ich eben Gesagtes nicht, weil, wie gesagt, wir ja stets noch einen Platz erhielten und danach etwas Stadterkundung machten – Kultur. Nicht nur der Ortsteil Glyfada hat uns willkommen geheißen, sondern diesmal ausgiebiger denn je auch Vouliagmeni. Klar, dort ist das neue Kulturzentrum Niarxos. Wir nahmen an einer Führung durch das neu errichtete Gebäude teil, was im Internet zu buchen ist – die Nationalbibliothek wird gerade dorthin ausgelagert. Und obgleich die Führung auf Griechisch geschah und nicht jedes Detail verstanden werden konnte, ist dieser Gebäudekomplex recht imposant und hoch modern, wie sich herausstellte. Ein reicher Reeder hat dafür mal tief in die Tasche gegriffen, eben Herr Niarxos, der seinerzeit in Konkurrenz mit dem bekannteren Milliardär Onasis stand, oder so. Einfach mit der U-Bahn von Syntagma 3 Stationen nach „Fix“ fahren, dann auf die Tram 4 oder 5 umsteigen und knapp eine halbe Stunde und etwas länger durch die Stadt gondeln damit, bis nach XXX (sorry, aber sich durchfragen, macht Laune). Liegt unweit vom Meer das Zentrum in Rede. 3 Veranstaltungen haben wir uns angesehen (Mikado, La Boheme, Dornröschen). Die waren OK. Doch die beste Veranstaltung läuft in „Athens“ auf den Straßen.
Also: Wir waren auch auf dem Syntagma zum Jahreswechsel Punkt 24 Uhr. Erhofft hatten wir uns, ehrlich gesagt, etwas anderes zu sehen als das, was wir dann geboten bekamen. Doch dann war es so, wie es kam, auch OK. Nun: Der Platz war überwiegend gefüllt mit Flüchtlingen. Als hätte man denen gesagt: Geht ihr mal dort hin, wir Griechen bleiben dann weg! Es ist und war atmosphärisch einfach etwas sonderbar, zumal ja auch nur wenige Frauen oder Mädchen zu sehen waren – spürbares Adrenalin und Testosteron überall am Rumoren. Doch wie gesagt: Das war dann halt OK so wie es geschah.
Nein, in einen Club oder dergleichen sind wir danach nicht gegangen – überhaupt nie. Die Plaka scheint nichts Ansprechendes bereitzuhalten in Sachen Clubs wie einst, und schon wieder hoch nach Kolonaki wollten wir nicht und womöglich noch gesagt bekommen: Tut uns leid, aber ihr könnt hier nicht rein.
Kolonaki ist aber ansonsten ganz OK zum Ausgehen, wenn man sich auf Café-Bars der etwas gehobeneren Art, oder wie man diese Orte nennen soll, beschränkt. Eigentlich passiert das Leben in diesem Stadtteil in ein paar wenigen Straßen nachts. Die berühmte Melina Merkouri ist ja in Kolonaki großgeworden, wie sie in ihrem Buch schreibt – „Geboren Griechin“ -, welches ich für 3 Euro irgendwo auf der Straße erwarb. Ein Volltreffer. Die Zeilen im Buch bersten vor Lebensfreude und Athener way of life! Wahrscheinlich kann das Lebensgefühl dieser Frau und ‚ihrer‘ Stadt so nie und nimmer auf Deutsch oder eine andere Sprache transferiert werden.
Und das hat durchaus Vorteile, dass Kolonaki sein Leben auf ein Paar Straßen beschränkt. Doch ich weiß, dass diese Aussage nicht wirklich zutrifft. Denn es gibt Kolonaki und dann gibt es noch einmal ein Kolonaki. Das Letztere liegt noch etwas weiter oben in Richtung Lykabidos-Berg. Die Mühe dort rauf machten wir uns diesmal nicht.
Es ist einfach interessant und äußerst unterhaltsam den Griechen beim Ausgehen zuzusehen, vor allem den Frauen, die die tollsten Klamotten tragen in Kolonaki und diese sehr wohl auch zu tragen wissen, was herüberkommt als wäre ihnen dies das Natürlichste von der Welt, wie man sagt – und so viel Prunk und Pracht in Zeiten der viel beklagten Krise, die herrschen soll.
Auch in Piräus muss man wahrscheinlich recht marginal, also am Rand dieses Stadtteils irgendwo, unterwegs sein, um so etwas wie Armut anzutreffen. Ja, Piräus soll anscheinend noch eine eigenständige Stadt sein, obgleich die Chinesen sich dort dicke eingekauft haben am Hafen, doch wahrscheinlich nicht nur dort. Die Rede in Bezug auf Piräus, es erinnerte mich gleich an Zypern, ist von „Energie-Hub“, welches man plant in Zukunft zu werden; und versteht sich, über Energie hinaus soll Piräus der Anlaufhafen noch für ganz andere Dinge werden. Zu befürworten wäre solch Entwicklung gewissermaßen, wenn, ja wenn die asiatischen Investoren dann nicht vergessen, den sogenannten Alteingesessenen auch noch was vom Kuchen abzugeben.
Letzteres könnte so in etwa klappen, denke ich. Ein einziger Lebensrausch, der sich auch in Piräus vor dem erstaunten, „in Zypern verprovinzionalisierten Auge“ abspielt, wie es kürzlich mal jemand etwas treffend in Worte fasste. Das Leben pulsiert in Athen und man ist gleich 20 Jahre jünger. Trinkt, isst, lacht, unterhält sich und geht und geht und wird nicht müde vom Zusehen und Mitmachen. Und genau das unter Anderem ist es, was diese Stadt für mich und wohl auch viele andere so interessant und besuchenswert macht.
Recht schön ist auch, dass man sich in Sachen Sicherheit scheinbar nicht allzu viele Sorgen machen muss zwischen Syntagma, Plaka und Omonoia etc. Hat ja keiner gesagt, dass unbedingt in den Stadtteil Exarchia gegangen werden muss, wo sich alle Nase lang die Polizei mit Autonomen und anderen klopft. Oder dorthin, wo die Züge in alle Richtungen fahren – unweit vom Hauptbahnhof der Stadt. Dort in der Nähe wurde mir vor knapp 5 Jahren mal von einer Meute griechischer Bürger aufgebracht gesagt, dass es sie wenig juckt, dass ich einen deutschen Pass hätte. Ich hätte den Platz, besser die Stadt, noch besser das Land zu räumen, weil ich nicht die passende Hautfarbe hätte!
So kannte ich die Griechen noch nicht.
So kenne ich sie eigentlich noch immer nicht.
Doch da wabert etwas, was solch Sentiment wohl stützt und hochspülen lässt.
Nun, noch kann so etwas nicht davon abbringen, begeistert und immer wieder nach Athen zu reisen.
Ja, die wären handgreiflich geworden, wenn damals nicht die Mücke gemacht worden wäre, wie man sagt. Wahrscheinlich war es mein Pass, der den Übergriff verhinderte, beziehungsweise herauszögerte? Das ist die Frage, die ich noch heute stelle.

Zypernfrage

Bin also schon längst wieder zurück in Zypern.
Ein bisschen Regen hat sich auch schon gezeigt. Heute am 13. Januar 2018 bin ich endlich ins kühle Nass gesprungen, und zwar erstmals im Neuen Jahr. Es war herrlich! Die Staudämme sind gefährlich niedrig im Wasserstand. Ich gehe mal davon aus, dass der liebe Gott es auch dieses Jahr mit den Zyprern wieder gut meinen wird und die Stauseen noch rechtzeitig mit dem nötigen Nass füllen wird – inzwischen sollen die nur noch zu 13% mit Süßwasser gefüllt sein. Scheint niemand wirklich zu rühren, wahrscheinlich, da viele allsonntäglich brav zur Kirche gehen und beten. Denn gespart wird hier noch nicht beim Wasserverbrauch. Man redet davon wie über eine bevorstehende Grippewelle, die vielleicht doch noch abgewendet werden kann. Obgleich, ein wenig mehr als sonst könnte der Zuständige für den Regen dort OBEN denen hier unten auf Zypern schon zeigen, was es bedeutet, temporär kein oder wenig Trinkwasser zu haben.
Wird wohl nicht passieren, gewiss, weil die Inselgöttin Afrodite ihre Hände mal wieder mit im Spiel haben wird. Die Wetterprognosen sagen, dass Regen bis Anfang Februar ausbleiben könnte – und vielleicht noch später fällt.
Sie werden es nicht glauben, kaum, dass die Tinte trocken ist: Heute Nacht hat es zum knapp einstündigen mittelprächtig starken Regen sogar wegen Poseidon geblitzt (14.01.18)! Inzwischen (30.01.) liegt sogar Schnee auf dem Troodos. Es regnet zuweilen in Strömen etc.

Leider konnte ich meine mittelprächtige Aversion gegen zyprische Tagespolitik nicht vollends ablegen 2 Wochen in Athen, verehrte Leser. Kaum hier, muss ich gleich den Radio ausstellen oder das zyprische Fernsehprogramm in Richtung BBC umstellen, weil ich all DAS nicht hören will. Zeitungen kriege ich auch keine gelesen, ohne dass mich gähnende lange Weile einholt, die kauf ich schon gar nicht mehr, ein Touch Verzweiflung könnte auch noch dabei eine Rolle spielen.
Einiges, wie ich finde Unwichtiges, scheint anscheinend dennoch zu passieren tagespolitisch. Im Norden der Insel, beispielsweise, wurde gewählt.
Im Süden wird demnächst gewählt – hoffentlich endlich! Siehe unten mehr dazu.
Sie sehen, es ist schon fast alles berichtet, was im Entferntesten tagespolitisch oder kulturell auf interessant getrimmt daherkommt auf Zypern. Zwecks Wahn, oder wie Sie es nennen mögen, der hier abläuft, kurz diese teilweise Übersetzung eines Artikels aus der Cyprus Mail vom 16. Januar 2018, Seite 5:
„Zyperns erstes Patrouillenboot (OPV), welches in Israel gebaut wurde, wurde von Präsident Anastasiadis auf der Evangelos Florakis Marinebasis bei Mari auf See geschickt. Man erwartet, dass das Boot die Marine stärkt und die Rolle Zyperns als ein Sicherheitskontributör in der Region stärkt und darüber hinaus, sagte Anastasiadis bei seiner Ansprache zu diesem Event. … Das OPV ist 62 Meter lang und 8 Meter breit, wiegt 450 Tonnen und kann 2.500 nautische Meilen erreichen, hat eine Geschwindigkeit von 32 Knoten. Ausgestattet ist es mit automatischen Gewehren und kann Flugabwehrraketen an Bord nehmen. Meldungen zufolge belaufen die Kosten 44 Millionen €.“
Kurz: Wir alle dürfen nun gespannt darauf warten, wann die heißen Kohlen mit dem OPV aus dem Mittelmeer (mit) gefischt werden (sollen), versteht sich heldenhaft, beispielsweise mit Israel, weil die Rede in dem Artikel lediglich von „friendly neighbouring countries“ ist und weil Israel ja die Boote an Zypern verkauft und hergestellt hat und man eh auf Kooperation seit geraumer Zeit macht.
Die Analyse nicht weniger Zeitgenossen ist nämlich auch die, dass Israel schon in naher Zukunft zu einer Art Show-down blasen könnte mit einem oder einigen seiner arabischen Nachbarn, und zwar bevor die Trump-Administration zum Teufel gejagt wurde, beziehungsweise nicht mehr im Amt sein wird.
Und entschuldigen Sie. Doch dass so ein Boot ausgerechnet nach dem Kapitän benannt wird, dessen Schiff in die Luft bei Mari ging und mit ihm 13 Matrosen 2011, weil Munition darauf gelagert war, die meines Wissens nach Syrien unterwegs war, und das eher illegal, ist schon fast kitschig zu nennen. Ja, es ist sentimentaler Kitsch, der der Wählerschaft noch den letzten Nerv zugunsten Anastasiadis ziehen soll – oder ähnlich!
Vernebelungstaktik der Superschlauen!?
Hoffen wir also, dass in der von Anastasiadis vor kurzem eröffneten Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst endlich diejenigen herangezogen werden auf der Insel, die sich mit solchem, davor bezeichneten einfallslosen Gefühlsgedusel irgendeines Regierenden nicht mehr länger ablenken lassen, also von dem, was wirklich anstatt ansteht – beispielsweise sich mit dem Norden Zyperns zu einigen, in dem man von seinem hohen Ross – etwas zumindest – heruntersteigt.
In diesem Zusammenhang sei noch kurz angefügt, dass die Griechischzyprer demnächst aber womöglich doch die lachenden Dritten, mal wieder, werden könnten, wahrscheinlich war Afrodite mal wieder mit Poseidon im Hadis, denn es ist inzwischen klarer absehbar, dass Erdogan drüben in der Türkei unter Größenwahn leidet; und das zeigt sich an vielen seiner Entscheidungen: Zoff mit den USA, Abmurxvorhaben der Kurden, wahrscheinlich nicht aller Kurden, oder der Plan neuerdings, einen zusätzlichen Kanal am Bosporus (Istanbul) zu bauen, um den Schiffsverkehr besser handhaben zu können, wo man dort ja eh gerade eine weitere Brücke übers Wasser gelegt hat und einen weiteren Flughafen baut etc.
Zuletzt in Sachen Zypernfrage:
Es kann nur gehofft werden, dass DIE da in Brüssel und Berlin etc. weise genug sind, dem Expansionsdrang des Sultans am Bosporus zur ‚Hilfe‘ zu kommen – denn jeder Ballon platzt, wenn man zu viel Luft reinbläst.
„HAVA!“
Allerdings gebe es auch für diesen Fall eine Art Ausweg eventuell, wie auch Erdogan weiß, nämlich: Notfalls den Griechischzyprern vor den Kopf treten, und das wäre noch nicht mal so ganz unberechtigt.
Wieso?
Letztere haben zu oft hören oder lesen lassen, wie auch der General Sekretär der UNO, Antonio Guiterres, feststellte kürzlich, dass sie, die Griechischzyprer, offensichtlich nicht überzeugend genug gewillt sind, den eventuell anstehenden Erdgas-Reichtum, den sie vor Zypern zu ermitteln und dann zu fördern sich auf den Weg gemacht haben, mit den mehrheitlich türkischsprachigen Nordzyprern zu teilen, wenn es dann so weit sein wird – und zwar gerecht zu teilen.
Ob es zum Krieg in Kurdistan kommt? Den Waffenexporteuren wird es Recht sein.
Die USA haben heute, den 18.01.18 offenbar den Salto rückwärts gemacht. Bedeutet: Lassen ihre wackeren kurdischen Kämpfer womöglich, wie vielerorts bereits prognostiziert, so auch hier, dann, wenn es drauf ankommt, im kurdischen Niemandsland stehen und die Türkei ihr blutiges Handwerk erledigen? Wir werden es schon demnächst sehen im TV.
Ja, ich weiß, das Gebiet namens Kurdistan soll zu Syrien gehören oder der Türkei, dem Irak sowie zum Iran. Zeit, dass ein kurdischer Staat endlich Wirklichkeit wird, so auch einer namens Palästina, die lebensfähig sein können – damit die Welt eine sicherere wird in dieser Region. Zyperns Vereinigung ist bei all dem, was eben gesagt wurde, nicht unerheblich, nur: man darf leider eher pessimistisch bleiben: kein Palästina, kein Kurdistan, kein vereintes Zypern!?

Doch ehrlich, das Schwimmen im Meer bei Maroni war mal wieder klasse – meine Badesaison 2018 wurde also eröffnet. Eine Französin, könnte es gewesen sein, die auch noch mit im Wasser war. Ich rief zu ihr rüber: „Lovely, isn’t it!“ Und sie antwortete kurz mit diesem mir vertrauten Akzent aus dem Elsass.
Eine kleine Katze hat man dort am Strand ausgesetzt. Sie sah noch gut aus. Ein schönes Tier. Heute den 18ten regnet es in Strömen. Was die kleine jetzt wohl dort draußen macht? Leider haben wir schon eine im Asyl, genauer: einen Kater. Eine zweite geht einfach nicht – davon abgesehen versorgen wir 2 weitere, die nicht ins Haus hineinkommen. Irgendwann muss halt mal Schluss sein!

Life

Und wissen Sie was? Auf Fisch habe ich plötzlich gar keine Lust mehr, umso mehr unser Kater. Jahrelang aß ich den hier auf Zypern, jedoch mit dem insgeheimen Verdacht, er könne aus den Fischanlagen von vor der Insel stammen. Eine recht ausgedehnt große Anlage liegt vor dem Governors Beach, wo dort tauchend sogar mal rote Fische gesichtet werden konnten, wahrscheinlich aus dem Roten Meer wurden die angespült, vermute ich. Der Klimawandel macht es wohl möglich und die Erweiterung des Suez Kanals bei Port Said vor ein paar Jahren sowieso.
Nun, wer in den Gewässern um Zypern schon mal tauchen war mit Taucherbrille, wird gewiss festgestellt haben, dass nun wirklich nicht (mehr) von Fischreichtum gesprochen werden kann – selten, dass man noch einen Fisch zu Gesicht bekommt. Und als ich in Athen den Oktopus endlich mal wieder so zubereitet erhalten konnte letztens, wie ich ihn nun mal haben möchte, muss wohl was in Gang gekommen sein im Hirn – was ich mir damals schon dachte, als ich denselben genüsslich verspeiste. Und seither mag ich nicht mehr so richtig in Fisch beißen. Komisch! Also zukünftig lieber Oktopus essen anstatt Fisch, auch wenn ersterer auf Zypern, aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, einfach nicht so gut zubereitet wird wie in Griechenland.
Jemand, mit dem ich in Griechenland über das zuvor genannte Phänomen sprach, meinte, es habe wahrscheinlich damit zu tun – bitte festhalten -, dass der Achtfüßler in Griechenland länger und intensiver totgeschlagen wird. Das sei nämlich von Nöten, um ihn dann so servieren zu können, dass er nicht wie Gummi in seiner Konsistenz ist, wenn man draufbeißt.

Stellen Sie sich vor, da hatte ich doch vor Kurzem die „Maroni News“ in der Hand. Na ja, „News“ nennt sich das Blatt zwar schon, doch es ist eben eher ein Anzeigenblatt. Egal, clevere Engländer haben sich jedenfalls auf diese Weise eine Nische geschaffen, und das ist wohl, was letztendlich zählt. Und da stand diesmal etwas von Thai Chi Unterricht und Yoga drin.
Zum Thai Chi ging ich somit gestern erstmals. Ein Knut aus Karlsruhe gibt die Kurse. In Maroni passiert das Trainieren im so genannten „Old Coffee“ und der Besitzer dieses Ortes, der John, der machte gleich mit. Seit Jahren laufen wir, meist im Sommer, aneinander vorbei, weil wir wohl denselben Beach aufsuchen. Jetzt haben wir uns etwas kennengelernt. John meinte, dass in dem recht großen Café-Gebäude, wo wir im ersten Stock unsere Thai Chi Lesson hatten, eine zyprische Filmcrew des Senders RIK ein- und ausgeht, so eine Art zyprische Lindenstraße-Soap-Opera wird dort offenbar gedreht. Bingo. Dürfte sich finanziell auszahlen – hoffe ich jedenfalls für John und seine attraktive Frau. Denn ob dieser Ort gut besucht ist, darüber habe ich komischerweise gewisse Zweifel. Kann gut sein, dass ich mich da volle Kanne täusche, wie man sagt.
Der Thai Chi Lehrer Knut ist Deutscher und scheint erst seit dem Herbst 2017 in Zypern zu sein. Anscheinend hat er das Meiste auf eine Karte gesetzt und sich entschieden, hier (vorerst) Wurzeln zu fassen. Entsprechend unternehmerisch ist er unterwegs.
Spannend.
Bin gespannt, was aus seinen Plänen wird im Lauf der zyprischen Zeit. Irgendwie war mir so, als würde ein neuer Wind mit ihm und die Leute, mit denen er zu verkehren scheint, durch die Insel geweht werden.
Was seinen Thai Chi Stil angeht:
Den asiatischen Namen, den er da verwendet, kann ich mir noch nicht merken, den er nur kurz erwähnte. Obgleich, bewerben tut er seine Kurse mit „Modern Thai Chi“, wenn ich es richtig erinnere. Was gesagt werden kann, ist, dass Knut sein Handwerk versteht! Es war eine sehr gute, weil präzise Einführung – und glauben Sie es mir, ich hatte derer schon viele in Sachen Thai Chi über die Jahre.
Ja, ich bin es, der ewige Anfänger in dieser Disziplin! Zurück aus dem Südwesten Deutschlands werde ich auch die anderen Anbieter asiatischer Künste in Zypern nun endlich auch mal aufsuchen gehen. Da wäre nämlich noch Reiki und Yoga im Angebot. Gibt es in Psematismenos neuerdings alles um die Ecke. Und das in diesen kleinen Dörfern, auf Zypern, am äußersten Ende der EU – eigentlich am Nabel der Welt!?
In das Café von John werde ich bestimmt nochmals gehen, zurück auf der Insel. Warum bis nach Nikosia, Kitti, Limassol oder Larnaka fahren, wo das Glück doch so naheliegt, eventuell in Maroni. Ist sowieso ein interessantes Dorf, Maroni, das schon länger danach schreit, etwas mehr beachtet zu werden. Ein bisschen tiefer in die von Engländern dominierte Inselwelt eintauchen, scheint überfällig geworden – die Kreise der Russen ergeben sich dabei wahrscheinlich auch noch, sowie der Türken, der Araber, Afrikaner, Chinesen usw.
Letzteres kann schleichend verebbenden Englischkenntnissen gewiss nur guttun!

Miau

Apropos guttun: Wissen Sie, da gibt es neuerdings nämlich jemanden, den Vasillis. Das ist ein noch nicht 6 Monate alter Kater. Und dieser Kater der lebt nun mit uns. Er ist blind. Was ich jetzt schreibe, hört sich echt krass an, sorry: Seine Blindheit scheint uns eine Art Leitlinie sein zu können.
Keine Ahnung, wie viel Male ich schon in unserem Garten war – meist zeitlich kurz. Irgendwie nie so wirklich aufmerksam dabei im Geist, offenbar nicht wirklich präsent. Mit Vasilli ist jede einzelne kleine Pflanze des Gartens eine Neuentdeckung geworden. Der riecht das ganze Gelände sorgfältig ab – kartografiert es so, vermute ich, denn er sieht ja nichts.
Wir hatten Vasilli die erste Woche, als wir ihn von seiner Mutter glaubten trennen zu müssen, weil ihm das eine Auge einfach zu sehr aus dem Kopf heraushing und eiterte, nachtsüber in der Toilette eingeschlossen. Das ließ er sich auch gefallen. Zwischenzeitlich waren wir beim Arzt in Larnaka mit ihm – und der entfernte das Auge und mit dem anderen sieht er wahrscheinlich wenig bis gar nichts. Die Vet-Klinik dort ist ein goldener Griff. Die sind echt gut!
Inzwischen hat Vasilli alle nötigen Impfungen, und: die Rede ist bereits von Kastration. Was mir gar nicht gefällt. Unsere Reise nach Deutschland steht demnächst an, am 19. Januar. Es soll stürmen, Sturm Frederike. Hier regnete es auch. Gott-Zeus hat die Gebete der Zyprer also erhört.
Vasilli bewegt sich Tag und Nacht frei im Haus, und dies traumwandlerisch präzise, nur, wenn er in den Garten geht, dann ist da stets jemand von uns bei ihm: denn die anderen Katzen, seine Mutter inbegriffen, sind ein rauer Haufen. Derzeit gerade wieder sehr hörbar, denn es herrscht schon über eine Woche 24 Stunden Balz, und das laut und nicht gerade zimperlich.
Vasilli bringt also häufige Aufenthalte im Garten mit sich, ein Ort, den man sonst meist nur vom Balkon aus begutachtet, auch, da Gärtner die Arbeiten darin verrichten, wo er doch eigentlich Kontemplation pur sein könnte. Zurück zur Bio!
Vasilli bringt es auch fertig, dass derzeit kein Gift im Garten verspritzt werden darf. Davor konnte mit Argumenten gegen das Spritzen niemand durchkommen. Da wurde einfach losgespritzt. Letzteres scheinen eventuell alle hier auf Zypern so und in regelmäßigen Abständen zu tun, tun zu lassen. Ich würde mal behaupten, bei uns alle 2 Monate mindestens – und dann, bitte sehr, was das Zeug hält!
Klar, um unseren Garten wird natürlich noch immer giftig zugeschlagen, aber eben nicht mehr bei uns. Anscheinend scheint irgendwo durchgedrungen zu sein, dass so viel Gift die Katzen, Vögel und wer sonst noch in dem Grün sich aufhält, halt doch schädigen könnte – denn die beiden Katzen, die ums Haus streifen und gefüttert werden, haben schon den 3. Wurf nicht durchbringen können, von dem ich mitbekommen habe. Dass darüber jemand ernsthaft traurig wäre, mich inbegriffen, kann allerdings auch nicht ausgemacht werden. Sorry!
Ja, es herrscht Katzenschwemme auf Zypern – ganz im Gegenteil zu den Singvögeln, deren Hauptfeind allerdings nicht Katzen oder Kater sind, sondern der durch so genannte Delikatessen verwöhnte Mensch. Und andauernd kreuzt eine neue Katze bei uns hier auf dem Hügel auf. Einheimische sind oft so frei, ihre Tierchen dort oben bei den Ausländern, oder eben am Meer oder in den Feldern, auszusetzen. Gewiss tun das nicht nur die sogenannten Einheimischen.
Jeder Wurf ist den beiden Katzen, die uns auserwählten also verreckt. Vasilli ist einer jener 5 Kätzchen aus dem letzten Wurf der schwarz-weißen Katze. Er hat gerade noch so überlebt, die Kurve gekriegt – blind. Ein angenehmer Zeitgeist. Sehr ruhig. Dreht nur selten auf. Fährt gerne Auto. Hoffentlich fliegt er auch gerne im Flugzeug. Wie sich herausstellte, ist das der Fall. Die Tasche, die 50x40x23 cm höchstens groß sein darf bei der griechischen Fluggesellschaft Aegean, in der er in der Kabine mitgenommen werden kann, die mag Vasilli jedenfalls überhaupt nicht. Haben wir gestern ausprobiert und sein Protest war entsprechend. Verebbte aber nach knapp 10 Minuten. Das ist der Grund, warum Vasilli nun nicht jeden Tag in dieser Tasche sitzen muss zur Gewöhnung, wenn wir mit ihm runter ans Meer fahren, wo er nur an einem ganz bestimmten Ufer vor Maroni wie ein Hund neben, vor oder hinter einem läuft über 500 Meter und mehr – unaufgefordert. Nachts legt er sich gern auf sein Lammfell zum Schlafen im anderen Zimmer. Das Lammfell hat ihm die Nachbarin vererbt, die vor kurzem auf ihn aufpasste. Oder aber er legt sich in meinem Zimmer auf das Bett daneben. Ein sehr verständiger Kater, der versteht, dass er sich nicht in meinem Bett aufhalten soll. Einige Tage danach in Nikosia war er vielleicht ganz froh, dass es die oben erwähnte Tasche gibt. Praktischerweise kann man sie sich um die Schulter binden, so dass man Körperkontakt halten kann. Nicht ein einziges Mal hat er protestiert darin. Der Lärm der vielen Autos war ihm wohl doch zu unheimlich – und die Leute an anderen Tischen im Café. Heute ist auch der Tag vor dem Abflug, früh morgens: zuerst nach Athen und dann nach Frankfurt – Easyjet nimmt keine Tiere an Bord. Vasilli schlägt sich wacker, weil, seit der Mittagszeit bekommt er nichts mehr zu Essen, voraussichtlich bis zum nächsten Tag um 12 Uhr oder so. Man weiß ja nicht genau, was ansteht, eben wegen dem Sturm Frederike, der in Deutschland ganze Bundesländer den Zugverkehr offenbar lahmlegen lässt – sicherheitstechnisch. Mal sehen.
Vasilli ist meine erste sehr nahe und tagtägliche Begegnung mit einer Katze. Verzeihen Sie es erneut, doch ich mag mir kein Denkverbot auferlegen in dieser Sache: Seine Blindheit ist ein Geschenk. Es bringt sehr nah. Er braucht mich und wahrscheinlich brauchen wir ihn. Unser Guru. OK, ich krieg mich wieder ein, no problem!
Thunfisch will er haben – ohne Öl!
Was als Nächstes erreicht werden soll, ist, dass Vasilli sich im Garten bewegt, ohne andauernd beaufsichtigt werden zu müssen. Dazu muss er allerdings körperlich größer sein und stärker, damit er sich im ‚Notfall‘ wehren kann, jedenfalls so lange, bis man vor Ort ist, um ihm aus der Klemme zu helfen. Heute hätte ihm seine Mutter fasst eine Ohrfeige verpasst. Ich konnte von Weitem noch dazwischenrufen – und sie verpasste Vasilli haarscharf mit ihrer Tatze. Der arme Vasilli war danach recht eingeschüchtert, wollte nicht wieder raus in den Garten. Er hat offensichtlich erkannt, dass da draußen, wo es ihn der Neugierde wegen stets hinzieht, nicht alles heiterer Sonnenschein ist, auch nicht die anderen Katzen – und dass so ein Menschenhaus ein geradezu idealer Fluchtpunkt ist. Lernt er jeden Tag etwas dazu. Aufgrund seiner speziellen Situation kriegt man viel davon mit.
Tage davor hatte ihn seine Mutter nicht angefaucht und seine Großmutter schien recht gelangweilt zu sein, ihn zu sehen. Doch das Bild scheint sich zu ändern, wenn Mutter denkt, der menschliche Schatten um Vasilli ist außer Sichtweite.
Eine gute Bekannte meinte, dass Kater-Kastraten dickere Köpfe bekämen nach dem Eingriff. Mag sein, dass auch so ein Bosskopp-Vasilli gefallen könnte. Gestern beim Doktor zum letzten Check vor dem Flug verhindern können, dass ihm erneut die Krallen gestutzt wurden. Noch finde ich kein Vergleichsbild dafür. Vielleicht ähnelt das Nägelkürzen bei Katzen dem Zustand, den ein Mensch aushalten darf, wenn er einen Gips am Arm trägt?
Hat man mit funktionsfähigen Hoden als blinder Kater bei Menschen lebend mehr Aussicht auf Zufriedenheit und ein glückliches Dasein oder eher nicht? Ich weiß es nicht.
Wissen Sie was dazu?

Germany

Wissen Sie etwa Genaueres zum sogenannten Diesel-Skandal? Viele sind ja der Meinung, dass der Skandal an diesem Skandal ist, dass genau das, was man denkt, dass wohl dabei herauskommen wird, wirklich herauskommt – also, dass VW & Co lustig weitermachen, so in etwa, wie gehabt oder Euthanasie-mäßig versuchen lässt; Mengele lässt grüßen – oder so. Und dass die angeblich unabhängige Justiz des Landes dazu die Steigbügel hält, und wie sich zeigt, dies immer unverblümter. Ein Blick in die Lahrer Zeitung vom 25. 01. 18, Frontpage:
„Klage abgeschmettert – Düsseldorf: Die Straßenverkehrsämter müssen die vom VW-ABGAS-Skandal betroffenen Diesel laut Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts nicht stilllegen. Die Deutsche Umwelthilfe(DUH) habe in dieser Frage kein Klagerecht [, ja wenn nicht mal die, bitte sehr, wer dann?]. „Der Bundestag hat sich dagegen entschieden und wir [sagen die Richter] haben das zu respektieren“.
HALLO! Unabhängigkeit der Justiz endgültig adé? Wie kann man sich auf das, mit Verlaub, schwammelige Gerede der Politiker im Bundestag beziehen als richterliche Instanz – und in solch wichtiger Angelegenheit? Hat nicht der derzeitige Außenminister groß im Bundestag getönt, beispielsweise, die Rüstungsexporte würden zurückgeschraubt and the rest o fit! Nein, die sind, seit Gabriel dort zeichnet, gestiegen! 2015 und 2017 verzeichneten Rüstungsexporte Rekorde. ‚Hurra!‘
Da denkt etwa jemand an uns? Wie sozial Herr Gabriel, nein wirklich. Er ist ja auch jemand von der SPD, wo „sozial“ zumindest noch im Namen übriggeblieben ist.
Doch ehrlich, die Aktion der JUSOS, die gerade läuft in Reihen der Jugendorganisation der SPD, ist recht lustig – auch wenn der eine, die andere von ihnen in naher Zukunft eh von den zuweilen fragwürdigen, innerparteilichen Strömungen der SPD vereinnahmt werden wird, spätestens, wenn sie in die SPD vollends übergewechselten altersbedingt und dort so etwas wie Karriere machen wollen. Ansonsten, wenn sich einstige Jusos da nicht einfügen, heißt es eventuell bye-bye auf der innerparteilichen Karriereleiter!
Die Jusos haben also, wie Sie gewiss mitbekommen haben verehrte Leserschaft, dazu ausgerufen, dass man mal schnell in die Mutterpartei, die SPD, eintreten soll, um die anstehende Große Koalition (Groko) niederzustimmen demnächst. Bis zum 6. Februar noch möglich, Leute! Guter Einfall, beispielhafte Mitgliedergewinnung. Bravo!
Gefällt den SPD-Parteibonzen aber dennoch nicht. Weil die wollen ihre Groko. An der Macht wollen die sein, offenbar bis zum Ab… . Komme, was wolle!
So sind die eben drauf!? Letzteres bestätigt sich anscheinend, und das gerade vor unser aller Augen. Was solch Mentalität unter anderem bewirkt, ist, dass Selbstdarsteller wie Tayyip Erdogan geradezu dazu ermuntert werden, ihren Narzissmus auszutoben. Der fordert Panzermaterial, wo er eh schon über 300 davon gen Kurdistan gerichtet in tödlicher Mission wegbrummen lässt. Wird durch unklare Positionierung in Berlin ermuntert, Kurden zu jagen – und vor allem auf dem Rücken der kurdischen Zivilbevölkerung, sei es die in Syrien, der Türkei oder eben im Irak.
Klar, Sie glauben doch nicht etwa, dass wenn der Erdogan schon mal durchstartet in dieser Angelegenheit, dass er Kurden im Irak verschont? Und die Kurden in der Türkei, jene ‚Türken‘, die in den ‚falschen‘ Provinzen leben, die haben halt Pech gehabt. Kommt ja eh niemand, ihnen wirklich beizustehen. Außer schalen Worten von, und unsicherem Asylstatus in der EU, hat man für die gerade nur noch wenig Verwendung.
Ja klar, wenn wieder ISIS-artige Leutchen aufs Trapez kommen, irgendwo in den Weiten des kurdisch dominierten Orients, vor allen dort, wo Reichtum im Boden ruht, Erze, Öl, etc., dann dürfen die Kurden erneut ‚hoffen‘, dass man sie zum Verheizen braucht.
Im Grunde, entschuldigen Sie, sind die Kurden mit Schuld. Weil seit Beginn des letzten Jahrhunderts ist ihnen diese seltsame historische Rolle schon mehrmals zu Teil geworden, doch sie lassen sich immer wieder darauf ein – in der Hoffnung, ihr Kurdistan zu erhalten. Not this way, PLEASE!

Zum Schluss: Berechtigte Hoffnung auf Besserung der Menschengattung besteht neuerdings – wussten Sie doch, oder? Ja! Die Chinesen haben ‚erfolgreich‘ Primaten geklont. Somit ist eigentlich klar: Du und ich, wir sind reproduzierbar – oder eben, es kann auf uns verzichtet werden!?
Und bei so viel Spiegelung, sei es auch nur des Erbguts, kommt einem schon recht viel Freude in den Sinn, wenn man bedenkt, dass ja vielleicht doch die AfD die Oppositionsführerschaft im Bundestag erhält, nur weil Politiker wie Schulz von der SPD der Macht zuliebe eine Kehrtwende machen, der sogar Donald Trump etwas abgewinnen dürfte. Nun, die Rede ist von einer Art historischen Spiegelung. Denn war es nicht so, dass einst in grauer demokratischer Vorzeit des legendären Weimarer Republikchens Politiker der Rechten im Parlament eine ähnlich geartet machtvolle Stellung im Parlament einsackten wie heutzutage voraussichtlich die AfD, Oppositionsführerschaft, also, bevor der FÜHRER damals für ‚ORDNUNG‘ sorgte?
„Wehret den Anfängen“, hieß es mal. Ist nirgends mehr klar erkennbar in der Republik, dieser Spruch: weder im deutschen Parlament, noch im Umgang mit Erdogan und seiner Clique – und schon gar nicht gegenüber denjenigen, die auf zu viel Zaster sitzen – und ganz offensichtlich im Bundestag (mit-)regieren.
Irgendwer schrieb kürzlich, ich glaube in der TAZ, dass es doch Sinn machte, einen Grundeinkommen für alle einzuführen, der bei beispielsweise 1.500 € läge. Was diesen Gedanken wirklich interessant, ja, höchst progressiv macht, ist, dass dieser Autor auch eine Einkommensbegrenzung andachte. Die legte er bei 10 Millionen € fest – ebenfalls pro Monat.
Genau das ist ES, ging es da durch den Kopf: mit weniger als 1.500 kann man nicht wirklich gut leben und mehr als 10 Millionen im Monat, wer um alles in der Welt braucht so viel Geld?
Kommen Sie mir nun nicht mit Kommunismus und dergleichen, das solche Denke sein soll. Nein. Das ist ein Begriff aus der Klamottenkiste. Reden wir doch von Bio-Effizientismus!
Wo sind die Damen und Herren, die sich für so etwas KLUGES im Namen der Leute endlich mal breit machen im Reichstag?

In Zypern muss anscheinend nochmals gewählt werden das kommende Wochenende. Es steht unentschieden zwischen Anastasiadis und Papadopolous bei der letztens vollzogenen Wahl. Ersterer soll aber das Rennen machen. Nächstes Wochenende wissen wir es. So rum oder anders: Jeweils die falschen sind am Ruder im überwiegend Griechisch sprachigen Teil der Insel! Als wären die da alle breit!

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: