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Alpöhi

oder

Wenn der Willöhi mit dem Alpöhi …

 

Sagen Sie ruhig, was Sie wollen: Doch die Schweiz ist halt doch eine Reise wert – genauer Zürich diesmal! Beim letzten Aufenthalt dort vor ein paar Tagen galt es, diesen Eindruck erstmals einzugestehen, denn seit sehr vielen Jahren wurde ich einfach nicht warm mit diesem Ort: Und nun kann gesagt werden: Gut, dass es in unmittelbarer Nähe von Kandern, welches an der Schweizer Grenze auf bundesdeutschem Gebiet gelegen ist, diesen, ja, wie soll es genannt werden, schweizerischen Erholungs-, Flucht- oder kulturellen Ort am Zürichsee gibt.
So richtig schön großstädtisch ist es dort, wunderbare Restaurants und Menschen und das auch noch auf „lässig“. Derart, also als „lässig“, bewerten die meisten Schweizer im Allgemeinen nahezu alles, und zwar in verschiedensten Lebenslagen.
Weniger lässig ist, oder scheint zu sein, dass es etwas seltsam still geworden ist um das Trara im Berner Parlament bezüglich der Beziehungen zur EU. Der Schweizer Bundesrat „tönt“ derzeit zu diesem Thema verhalten. Man klammert sich offenbar an eine Unsicherheit der Zukunft. Unsicher ist dieselbe ja, weil man in der Gegenwart nie weiß, was am Ende einer Angelegenheit in der bevorstehenden Zukunft herauskommt. Letzteres ist nun aber nicht so zu verstehen, dass die Zukunft der nordwestlich gelegenen Alpenländer ernsthaft gefährdet oder Ähnliches sei.

Nun, der Ignazio, der wird es dann wohl zukünftig richten – der neue Außenminister und Bundesratsneuling aus dem Schweizer Kanton Tessin, der Herr Cassis. Der tritt zum 01. November 2017 seinen Dienst an, betrieb bisher Sozial- und Gesundheitspolitik. Ein Büro zur Vorbereitung aufs Amt hat man ihm sogar eingerichtet, ‚netterweise‘. Kann schon sein, dass der tessinische Politiker dort etwas indoktriniert werden soll, zum Beispiel von Bundeskanzler Walter Thurnherr von der CVP – hin zur politischen Mitte. Den Tessiner etwas glattbügeln oder halt weltanschaulich gleicher machen, könnte durchaus angestrebt sein.
Herrn Cassis‘ Amtsvorgänger als Außenminister ist ja bekanntlich Herr Didier Burkhalter von der schweizerischen FDP gewesen. Eine der Hinterlassenschaften des Letzteren an den neuen im Amt ist: die Ausgaben für die Entwicklungshilfe auch künftig an einen Richtwert („aide publique au développemente) gebunden zu sehen. Damit kam Burkhalter bei der letzten Motion im Parlament vor seinem finalen Abgang als Politiker auch durch – anscheinend wollten ihm die Damen und Herren im hohen Haus zu Bern keine Niederlage mit auf den Pensionärs-Weg geben und so wurde das Ding eben entsprechend ‚abgesegnet‘.
Oh, wie edel.
Der körperlich kleine, aber scheinbar wendige Herr Cassis darf allerdings bei den anstehenden bilateralen Verhandlungen mit der EU auf wenig Einsehen oder Nachsicht, wie sie Burkhalter widerfuhr, hoffen. Doch in Sachen Entwicklungszusammenarbeit hat der Neue im Amt erheblich mehr Aktionspotential und kann daher mit mehr Einsicht rechnen – so auch in der Schweiz selbst, eventuell. Er als zukünftiger Leiter der EDA, des Außendepartments der CH, kann nämlich die Höhe der Ausgaben für Entwicklung und dergleichen mehr letztendlich bestimmen. Wir werden sehen, ob er – an einem der Hebel der Macht sitzend – entsprechend seiner vollmundigen Reden agieren wird, die er als kleiner Nationalrat vor der Berufung ins hohe Amt bei der EDA geschwungen hat und sich daran erinnert, oder den Schwanz einzieht, wie man sagt. Letzteres ist ihm ja bereits gelungen, als er kaum als Außenminister auserkoren, sich von gewissen schweizerischen Vereinigungen, die von nicht wenigen Schweizern auch als Waffennarren angesehen werden, wieder trennte – denen er doch gerade kurz vor seiner Berufung beigetreten war als Mitglied.
Der sogenannte Kohäsionsfond der EU, indem vermögendere Staaten Europas, so auch die Schweiz, weniger reiche EU-Staaten (mit-)finanzieren, gehörte schon etwas ausgemistet, finden nicht wenige. Nur kurz einige Beispiele für von der Schweiz mitgefüllte Töpfe: die Prävention von Adipositas in Polen ist eventuell so eine Sache. Eine weitere: Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden des baltischen Estlands, das Karpfental bei Lublin oder eine bevölkerungsnahe Polizei in Ungarn usw.
Hier wird schon etwas geprasst von Seiten der Schweizer Regierenden. Zumindest dürfte dieser Eindruck bei genannten Projekten der einen oder dem anderen entstanden sein – so auch die Frage nach dem Nutzen. Und es könnten noch weitere solche recht ‚exotischen‘ Ausgabe-Posten aufgezählt werden. Wichtigere Dinge, die der Schweiz letztendlich auch etwas oder mehr bringen, die mehr Publizität beispielsweise haben und werbetechnisch weiter streuen, gehörten vor allem finanziert, wird kritisiert. Man kann schließlich nicht alle glücklich machen, und muss derartige Ausgaben auch, ohne weniger Bauchschmerzen zu kriegen, gegenüber der heimischen Bevölkerung vertreten können; oder gegenüber Schwarzfahrern, die eine Buse zahlen sollen wegen ihrer kostenlosen ‚Leidenschaft‘, Angewohnheit oder Notwendigkeit etc.
Letzteres wird hier auch deswegen angeführt, da ernsthafte Überlegungen in einigen Städten der Schweiz gerade wieder am Laufen sind, die Öffentlichen (Bus, Bahn) kostenlos operieren zu lassen. Teils scheint dieses Projekt an einigen Orten schon angelaufen zu sein. 786647300 Franken Entwicklungshilfe der EDA schreien jedenfalls danach, gezielter und effektiver, das heißt mit positiverem Echo in der Welt, in und für die Schweiz eingesetzt zu werden zukünftig! Es ist schreibt bereits wenig amüsiert von „Tropische[m] Subventionsregen“ zu lesen, den die Schweizer in der EU niederprasseln lassen.
Und da wäre noch die „Greco“ zu erwähnen in diesem Zusammenhang. Nein, nicht schon wieder die Griechen, sondern die Europaratskonvention gegen Korruption, die den Schweizern die Augen langsam, aber sicher öffnet. Die Eidgenossen unterzeichneten diese Konvention einst recht beschwingt und mit wenig Vorbehalt – bereits 2006. Nur, wie sich inzwischen herausstellt: Die Art und Weise, wie die Parteienfinanzierung in Bern läuft, wird andernorts in Europa einfach nicht so richtig eingesehen. Ähnlich gelagert ist die Kritik der Greco auch im Bereich Schweizer Justiz. Denn Richter der Schweiz können/müssen/sollten einer Partei angehören. Müssen sich gar zur Wiederwahl einer Behörde zeigen, die dann über ihr Schicksal, sozusagen, befindet. Bundesgerichte usw. werden im Alpenland nämlich nach Parteienproporz bestellt und die Bundesversammlung wählt die/ihre Richter alle 6 Jahre ins Amt. Die Verbindung zwischen Politik und Justiz ist so manchem offensichtlich bedenklich eng, der Greco ist sie eindeutig zu eng. Hinzukommt: Richter bezahlen ‚freiwillig‘ eine „Mandatssteuer“. Schweizer Richter treten demnach einen Teil ihres Einkommens an eine jeweilige politische Partei des Landes ab. „Ämterkauf“, macht als Wort die Runde. Versteht sich, dass die Parteien auf diese kleine Bonuszahlung vonseiten der Richterschaft keinesfalls verzichten wollen und daher sich Einmischungen der Greco in solch tiefsitzende, innerschweizerische Angelegenheiten verbieten. Zwischen 3 bis 6% beträgt der Anteil eines Richtergehalts, welches „freiwillig“ an Parteien abgetreten wird. Sogar die Linken im Schweizer Parlament sollen diese Praxis gutheißen – so auch die Grünen, obgleich die Letzteren eigentlich eine Schieflage ausmachen können daran. Insofern steht der Europarat vor einer recht taffen (tough) Alpenwand, die offenbar so steil ist wie eine der Wände des Matterhorns!

Taff, wegen einem etwaigen Gruppenzwang, wegen einer eventuellen Gleichschaltung?

Bei solch Phänomen wie einer Gleichschaltung der Schweiz mit der EU oder einer vermehrten Angleichung derselben muss das politische Ziel einer Partei oder ihrer Vertreter offenbar oft zurückstehen, koste es den Steuerzahler, was es wolle – siehe beispielsweise die zuvor erwähnten Ausgaben für Entwicklungshilfeprojekte innerhalb der EU durch die Schweiz.
Ja, man hadert in Bern inzwischen doch wieder etwas mehr mit der anvisierten, sogenannten institutionellen Gleichschaltung an die EU. Teufelswerk schlechthin, ist den Meisten dergleichen nun wieder. Der Euphemismus „Konsolidierungsvertrag“ macht wahrscheinlich auch daher anstatt Gleichschaltung oder Ähnliches neuerdings die Runde. Insofern darf nicht davon ausgegangen werden, wie einige Leser hier vielleicht denken könnten, dass das Monster Gleichschluss der Eidgenossen an die EU schon aus der Welt geschafft ist, nur weil sich der Begriff dafür geändert oder verkonsolidiert hat. Denn die EU drängelt, zumindest etwas spürbarer und demnächst noch mehr, ist zu vermuten, und zwar spätestens dann, wenn die Deutschen ihr Ding gebacken bekommen haben – gemeint ist ihre Regierungsbildung 2017 nach den bereits vollzogenen Wahlen.

Soll sie doch drängeln, die EU?

Man wird sehen, wie sich der neue Außenminister Cassis im Namen der Eidgenossen letztendlich positionieren wird in dieser „lustigen“ Angelegenheit der Gleichschaltung oder höheren Anpassung des Landes an EU-Normen. Davon zu sprechen, es sei diesbezüglich noch alles offen, wäre nun meinerseits euphemistisch formuliert.
Warum?
Da die Schweiz an der Leine der EU läuft und nicht umgekehrt. Darum!

Na ja, so irgendwie ist dem schon mit der erwähnten Leine, doch nicht ganz. Schließlich haben die südlichen Nachbarn der Deutschen ihren eigenen Kopf – so „urchig“, schelmisch, kauzig und altklug!? Diesen Alpöhi-Kopf versucht man ihnen schon seit Jahren, sozusagen schrittweise, zu waschen. Keine Angst! Die Schweizer, ihrerseits, sind ja zum Glück höchst vertraut mit zivilisatorischer Reinlichkeit und derartig installierten EU-Waschvorgängen. Soll heißen: Noch gilt es das richtige Waschverfahren innerhalb der EU zu eruieren und zu installieren, um das bisschen Swissness, das da noch wäre, europäischer zu schweizern – so ungefähr halt.
„Einrahmen!“
Letzteres: Damit die Bundesberner sich in einer Art Rahmenvertrag Brüssels einrichten können, butterweich gemacht oder meinetwegen auch hineingestolpert – mit welchem Adjektiv auch immer man sich hier positionieren mag.
Das bisherige Vertragsverhältnis mit der EU könnte mit erwähntem Rahmenvertrag die Schweizer angeblich rechtlich noch besser an EU-Norm angleichen, sprich: die rechtliche Gleichstellung der Schweiz mit Staaten der EU würde so endlich Fuß fassen – wohingegen die Gegner dessen – wieder, oder noch immer, ja, vermehrt – von rechtlicher „Unterstellung“ anstatt Gleichstellung der Eidgenossen mit der EU sprechen, die da anvisiert werde. Und diese Gegner sind es auch, die so merkwürdige Fragen stellen, wie: „Weshalb haben wir Schweizer wohl einen höheren Lebensstandard als beispielsweise die Deutschen oder Franzosen?“ Ihre Antwort dazu liefern sie auch gleich mit: „Weil wir die Meister unseres Schicksals sind, darum!“ Und: „Noch sind wir es,“ hört man sie des Weiteren sagen, „die nicht jeden Unfug mitmachen müssen, den sich irgendwelche Bürokraten in Brüssel, Berlin, Paris oder sonst wo in der EU ausdenken!“
Flexibel wie eine Küchenmaus in Zwangssymbiose mit einer die ganze Küche vereinnahmenden Katze, also, muss die Schweiz auf mögliche Veränderungen der Stimmungslage dieses Katers, der zudem ins Alter kommt, reagieren können – und selbiges Reaktionspotential scheint noch ausreichend gegeben zu sein. Es mag noch hinzugesetzt werden:
Es ist dieses eben beschriebene Katzenwesen, letztlich, welches den Frieden in und um die Küche hauptsächlich garantiert, da seine Präsenz kläffende Hunde draußen auf dem Hof zweimal überlegen lässt, die Wurst vom Küchentisch zu holen – oder ähnlich.
Die mausgleiche Beweglichkeit der Schweizer in Rede erachten dieselben also als Art biologistischen Selektionsvorteil. Ja, Darwin lässt grüßen! Und: Der Kater namens EU ist im Gegensatz zu solch helvetisch, spritziger Beweglichkeit eher ein „sturer“ alter Bock. Will seit knapp 10 Jahren einen Rahmenvertrag durchdrücken, der den Schweizern so, wie er im Detail entworfen ist, nicht in den Kram passt – hat keine wirklichen Schlupflöcher für eine kleine, lebensfreudige Maus in oder an sich, lässt wenig Selbstbestimmung zu, wo man doch bislang auch ohne den EU-Kater sich seine Löcher in andere Regionen des Hauses namens Welt durchaus selbst graben konnte und wollte; sowie auf eigenen hohen Bergen lässig Aussicht in alle Richtungen halten mag – weil man spätestens dort zu sich findet. Ein Exportschlager, den keiner so leicht physisch abtragen kann und wird – um den die Eidgenossen gar so mancher still und heimlich beneidet.

Dass die meist lieben Schweizer automatisch europäisches Recht übernehmen sollen, ist auch hier nur schwer vorstellbar – für alle ungefähr 200 Verträge, die sie mit der EU schlossen. Ist das nötig? Dann, wenn das geschehen wäre, könnte die EU beispielsweise Durchfahrtgebühren ENDLICH senken. Toll, und was noch?
Klar! Die geplante „Vereinnahmung“, Rahmenvertrag, „Übernahme“ oder Angleichung der Schweiz umzusetzen, ist eh noch mal eine andere Frage rechtlich besehen. Leicht ist oder wird es jedenfalls nicht. Unmöglich ist es allerdings auch nicht. Es werden, davon abgesehen, im eben dargelegten, vorgesehenen bilateralen Verhältnis zur EU immer noch EU-Gesetze bestehen bleiben – nur so zum allgemeinen Verständnis der verqueren Lage -, die in der Schweiz keine Geltung hätten. Alles klar?
Advokaten hätten und haben also weiterhin genügend Arbeitsbereiche, auf oder in denen sie sich austoben können, zumal EU-Richter und Schweizer Behörden einfach nicht immer einer Ansicht sind – und sein werden. Die Schweizer Linken, vor allen, befürworten den erwähnten Gleichschluss mit der EU, wird behauptet. Die schweizerische Unabhängigkeit, die eh nicht besteht, doch von der man als solche spricht in Bundesbern, wäre bei einem Anschluss des Landes an die EU „dynamisch“ gewährleistet, finden die Linken der Schweiz. Nur, und die Frage scheint durchaus angebracht angesichts des teils sehr vereinnahmenden Verhaltens Brüssels an Orten, wo es effektiv um Macht und somit wirklich viel Geld geht: gilt dieses angeblich dynamische Regelwerk, welches man den Schweizern anbietet, eigentlich auch längerfristig und das noch garantiert? Würde sich das Ding nicht im Lauf der Zeit so einschleifen, dass geradezu unweigerlich als Folgeschritt ein EU-Vollbeitritt erneut als beherrschender Gedanke aufkäme und dieser, diesmal, vom Schafotte des schweizerischen „Stimmvolks“ seinerseits mit erhobenem Haupt ins Leben schreiten könnte oder würde?
Wollen wir wirklich so eine (geschliffene) Schweiz?
Sind doch so schön bunt, die Frankennoten. Fehlt noch, Schweizer führen ihre Autos plötzlich auf der linken Seite wie die Zyprer oder Engländer. Viele Eidgenossen sprechen zudem auch Rätoromanisch, was sie uns im Lichte Heidis Idyll für immer ins Herzchen schießen lässt. Und dann nicht vergessen: der Genfer See, der Zürich See und all die anderen blauen Flecken in der bergigen Landschaft, die von so viel Grün umgeben sind und mit buntesten Blümli bestückt sowie mit ewig kauenden Kühen, Geisen auf der einen oder anderen Alm, die richtig WIRKLICH Wirklichkeit im europäischsten Selbst herüberbringen (helfen). Mit EU-Status wäre diese eventuell europäischste Exotik dann wohl schnell dahin!?

Stichwort Exotik! Als jemand mit Magister Artium in der Islamwissenschaft bleibt nicht aus, dass einem Frau Irène Kälin ins Augenmerk gerät. Sie ist eine Schweizerin, die vor nicht allzu langer Zeit ihren grünen Parteikollegen Jonas Fricker im Nationalrat der Schweiz ersetzen ging – und das als Islamwissenschaftlerin. Arabisch soll sie sprechen können. Welche weitere, orientalische Sprache die 30-Jährige wohl noch draufhat: Türkisch, Persisch oder gar Kurdisch? Aus eigener Erfahrung glaub ich zu wissen, dass diese Frage zu stellen bei Islamwissenschaftlern in der Regel durchaus von Bedeutung ist – zumal viele Studierende dergestalt auch erkennen lassen, mit welchem/n Kulturkreis/en sie sich wahrscheinlich vor allem auseinandersetzten im Studium oder auch privat.
Frau Kälin wohnt in Lenzburg CH und will sich ihr Studium durch Arbeit, nebenbei, finanziert haben. Feministisch soll sie sein. Lässt sich aber von einem Mann die Tür aufhalten, wenn es passieren sollte. Hat damit, wie zu vernehmen ist, keine Probleme. Sie ist jung, modisch und keinesfalls gekleidet wie eine Grassroot-Grüne. „We can do it!“, stand auf ihren Wahlplakaten, und sie war darauf mit erhobener Siegerfaust zu sehen. Kind zweier Atomgegner ist die Irène, die wegen Proust, Rousseau, ägyptischem Bauchtanz und über die arabische Sprache zum Studium der Islamwissenschaft, unter anderem, gekommen sein will. Ihren Master macht sie gerade über den Zusammenhalt muslimischer Gemeinschaften in der Eidgenossenschaft. Welche Gemeinschaften das wohl genauer sind? Religionswissenschaft hat sie sich auch noch angeschaut im Studium, wahrscheinlich als Nebenfach oder zweites Hauptfach. Lehnt Religionen aber ab, ist zu erfahren. Religionen dienten zu oft, so Kälin, zur Unterdrückung unterschiedlichster Volksgruppen – seien geradezu ein Tool fürs Kriegeführen. Kälin spricht sich für eine offizielle Anerkennung des Islams in der CH aus. Was wohl so manchen verwundert, wo sie doch mit Religionen nichts am Hut haben mag. Einbindung von Minderheiten sei urschweizerisch, ist hier thematisch angekommen eines ihrer Stichworte und Argumente. 90% der Muslime in der Schweiz, so Kälin, lebten in etwa so säkular wie die Christen. Und dass es auf dem Land in der Schweiz sehr wohl noch patriarchale Strukturen gibt, die manch muslimischer Vorstellung von der Stellung der Frau in der Gesellschaft und der Familie ziemlich ähnlich sei, muss Frau Kälin anscheinend auch noch von sich geben zuweilen. Schade nur, finden wir, dass die so tolerante grüne Frau Kälin dann aber kein Problem mit der Vollverschleierung – Burka und so – hat, und dies in den Straßen der aufgeklärten Schweiz. Das sei ein Phänomen, welches noch viel zu wenig in Erscheinung trete, meint sie. Was sagen wir in Deutschland gerne, wenn es um irgendwelche extremen Abweichungen von der Norm geht gesellschaftlich: „Wehret den Anfängen!“
Schweizer Burkaträgerinnen, also Konvertitinnen, versuchten, irgendwelche persönlichen Probleme dergestalt zu bewältigen, nach Kälin – that‘s it! Mehr Frauen fordert Kälin in den Nationalrat der Schweiz. Mit dem Ex-Blick-Chef ist sie liiert, der im „Good-News-Bereich“ arbeite. Der Blick ist eine relativ bekannte Zeitung der Schweiz. Ein bisschen wie die Bild in Deutschland.
Erkenntlich grüne Positionen haben wir Frau Kälin eigentlich noch nicht so wirklich prononciert und immer wieder vertreten gehört. Kommt wahrscheinlich noch. Zu den neuen Regelungen in Sachen Zivilstand in CH ebenso nichts vernehmlich gehört von ihr. Denn neuerdings ist es den Schweizern egal, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Im Fokus steht nun das Kind, welches gemeinsam gezeugt wurde, welches von beiden finanziell versorgt gehört. Auch ledige Väter sind von dieser Regelung betroffen und können sich nicht mehr aus ihrer Verantwortung schleichen. Alle! Von der grünen Politikerin hätte mancher schon gern vernommen, was sie gedenkt dagegen einzubringen, dass diese fortschrittliche Regelung der CH nicht wieder durch die Hintertür gekippt wird? Und Aussicht auf Letzteres ist dem Vernehmen nach durchaus im Werden.
Die Rede ist bislang von einer Obergrenze für einen monatlichen Unterhalt von Mutter und Kind, die bei 3000 Franken liegen wird für den jeweiligen Kindesvater, der blechen soll und muss. Für deutsche Verhältnisse unglaublich viel Geld, für die meisten Schweizer erschwinglich, wird gesagt. Was auch sehr fortschrittlich ist im Alpenland, ist, dass in den meisten Kantonen Mütter bis zur Einschulung des Kindes zu Hause bleiben können, genauer: bis das jüngste Kind 10 Jahre alt ist. Ansonsten: Ein Schweizer Mann ist einer Frau durchaus – noch – eine Art Lebensversicherung!?

Nun! Schließlich kommt man nicht von Nichts in den Nationalrat der Schweiz, auch dann nicht, wenn man den Koran womöglich vorhat, grüner zu lesen oder dafür politisiert, dass auch mal ein Muslim einen Nobelpreis erhält? Scherz bei Seite. Frau Kälin hat solche Intentionen voraussichtlich nicht – und das ist einerseits schade und andererseits gut so! Sonst gibt es nur wieder einen Skandal einer Grünen? Ihr Vorgänger im Amt meinte ja: „Als ich das letzte Mal so eine Dokumentation von Transporten von Schweinen gesehen habe, sind mir unweigerlich die Bilder der Massendeportation nach Auschwitz aus dem Film „Schindlers Liste“ hochgekommen … . Die Menschen, die dort deportiert wurden, hatten eine kleine Chance, zu überleben. Die Schweine, die fahren in den sicheren Tod.“ Und weg war der Grüne aus der politischen Landschaft der Schweiz. Ebenso ein Grüner, der sein Geschlechtsteil fotografierte und die tollen Fotos ausgerechnet aus dem Nationalratssaal etc. an seine Geliebte sendete. Welch Mission! Der ist auch weg. Zuletzt sah sich eine Grüne ums Verrecken, wie man im Alemannischen sagt, von einem politisch Rechtskonservativen eines Abends sexuell angezogen – oder auch nicht. Jedenfalls endete die Nacht, die zu Ehren eines neuen Landammmannes begonnen hatte, im Bett. Illegales Zeug soll er ihr verabreicht haben, um sie gefügiger zu machen. Nichts ist bewiesen, außer, dass beide ihr politisches Köfferchen packen mussten.
Sie sehen, verehrte Leser: Die Grünen in der Schweiz, wie soll man es sagen, haben ihre spezielle Form der Nachfolgen oder -wehen der 68er ‚Revolution‘ ausgebildet. Vielleicht ist es ja auch die zeitlich danach durchlebte Punk-Welle der zeitgenössischen Musikszene gewesen, die seinerzeit in der Schweiz recht ‚konstruktiv‘ sich zu schaffen machte in den eidgenössischen Köpfen – und es irgendwie und manches Mal immer noch tut – auch erfrischend.

Knall hart: Weniger gut ist, dass die SVP nun zwei Bundesräte hat: die Herren Maurer und Parmelin. Was liest man unter anderem noch so in Schweizer Blättern: „Ueli Maurer hat die Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform verloren. Er wird im zweiten Anlauf kleinere, etwas sozialere Brötchen backen müssen. Sonst sagt das Volk noch einmal nein. Natürlich – wie immer – nicht das ganze Volk, sondern nur die etwas größere und vernünftigere Hälfte. Das Steuerhinterzieher-Geheimnis war jahrzehntelang die heilige Kuh der bürgerlichen Parteien. Die Amerikaner haben es geknackt. Neu müssen die Schweizer Steuerbehörden sogar die Kontostände der Oligarchen, die Russland geplündert haben, nach Moskau senden. Die Banken sehen keine andere Möglichkeit, als in diesen für sie sauren Apfel zu beißen.“
OK, es stimmt. Die UBS-Großbank droht gerade wieder indirekt mit einer Verlegung ihres Hauptsitzes ins Ausland. Genauer: Ihr CEO, Herr Ermotti, hat das vor Kurzem getan. Und so etwas muss sich die Alpennation also auch noch bieten lassen, denken wohl manche, die unter einigen Strapazen diesen Bankriesen in der Phase der Bankenkrise vor dem Kollaps gerettet hat. Andere Gesellschaften dieser Bank mussten damals amputiert werden, sodass das Zocken an den Finanzmärkten mit dem Kapital der Leute endlich ein Ende hat und das Überleben der Bank gesichert ist. Die UBS macht jetzt vermehrt auf Vermögensverwaltung. Nichts mehr drin, angeblich, mit Investmentbanking. Ein Verhalten, welches ihre Aktionäre doch nun, bitte sehr, mit einem Kursaufschlag honorieren mögen. Schließlich macht man ja auch verstärkt auf Digitalisierung, was doch so mühsam sei und Zeit, Geld und Arbeitsplätze raubt. Herr Ermotti – nicht, dass da bei Ihnen irgendwelche Zweifel aufkämen – war im Jahr 2016 immerhin bestbezahlter Banker der Schweiz! Und: Der Gute gibt so in etwa von sich: Backoffice-Geschäfte einer Bank bringen mehr als die des Frontoffice. Sie verstehen?

Nun, eindringlich bat der bereits erwähnte Herr Maurer, seine SVP-Mannen und -Frauen seiner Kapitulation zuzustimmen hinsichtlich des „Steuerhinterzieher-Geheimnisses“. Die besagte heilige Kuh der bürgerlichen Parteien, welche ja die Amerikaner geschlachtet haben, wie bereits erwähnt wurde oben. Den zuvor erwähnten Wunsch Mauerers, den „[m]achten sie [ihm] im Parlament – im Gegensatz zum restlichen Parlament – aber nicht. Sie stimmten gegen die Interessen des Bankenplatzes Schweiz, wissend, dass sie keine Chance hatten. Motto: Schweizer Fahnen schwenken ohne Konsequenzen. Wenn es zu einer neuen Finanzkrise kommt, wird die Schweiz, wird Ueli Maurer die nach wie vor unterkapitalisierte UBS ein zweites Mal retten müssen. Denn die Bank profitiert weiterhin, ohne einen Franken zu bezahlen, von einer faktischen Staatsgarantie. … .“

„Neu ist Guy Parmelin zuständig für die Armee und die Geheimdienste. Er produziert einen Flop nach dem anderen. So schloss der Waadtländer die Erneuerung der Flugabwehr ab, ohne das Dossier auch nur studiert zu haben [, was hier allerdings bezweifelt wird]. … Nehmen wir an, Terroristen sprengen eines der uralten Schweizer Atomkraftwerke in die Luft. Und der bereits mit einem einfachen Personaldossier überforderte Parmelin müsste die Weichen stellen. Niemand stellt sich das vor, deshalb regt sich niemand auf. Die Schweiz vertraut darauf, dass andere für unsere Sicherheit sorgen [wie weiter oben bereits angedeutet wurde – siehe Maus, Kater]. Und nicht die SVP. Vermutlich zu Recht.“

Und nun doch noch geschwind zur, wie soll ich ihn nennen, modernen Version des Alpöhi, zu Hern Armin Capaul:
„Eines ist schon mal sicher: Sein Aussehen hilft der Sache ganz gewaltig. Es ist schwer vorstellbar, dass Armin Capaul ebenso viel Erfolg hätte, wenn er glattrasiert in Jeans und Polohemd aufträte … passt perfekt zum Anliegen … . [Er lässt] die Nation über die Frage abstimmen …, ob Kühe Hörner haben sollen oder nicht. … [Das] Enthornen von Kühen, Stieren und Ziegen ist keine Kleinigkeit. … Für ihn ist die Hornfrage zudem nur ein Symptom für das ganze System der „industrialisierten Landwirtschaft … – das geht auf Dauer nicht auf. … [U]mdenken, und die Hörner sind ein Anfang.“
[U]nter dem Grauhaar tickt ein messerscharfer Verstand, gepaart mit einem an Starrheit grenzenden Willen. … „Wenn die Leute heute beim Wandern an einer Kuhweide vorbeikommen, reden sie darüber, wie viele Kühe keine Hörner haben“, sagt er zufrieden.
Schweizweit sind das 90 Prozent der Rinder, 200 000 Kälber werden jedes Jahr neu enthornt. [Seine Initiative] will das Abbrennen der Hörner allerdings nicht verbieten, sondern Landwirte mit einer Prämie von einem Franken pro nicht verstümmeltes Tier und Tag belohnen. „Keine Partei, keine Tierschutzorganisation hat mich beim Sammeln unterstützt, mit Ausnahme von Tierbotschafter.ch … Sie hätten das Thema nicht in ihren Programmen, haben sie gesagt.“ …
Soeben hat sich der Ständerat mit der Initiative befasst und die Vorlage deutlich abgelehnt. Auch im Nationalrat, der im kommenden März abstimmen wird, rechnet Capaul wenig Chancen aus. Aber das kümmert ihn nicht sonderlich: „Endlich redet man über das Thema, das war mein Ziel … . Ich habe die Bevölkerung und die Medien hinter mir. …“
„Ich habe Capaul unterschätzt“ [sagt Bundesrat Johann Schneider-Ammann].
„Dass man die Hörner entfernt, ist kein alter Brauch, sondern eine Praxis, die erst vor rund 35 Jahren begann. Auslöser war die sogenannte tierfreundliche Umstellung auf angeblich artgerechte Freilaufställe, in denen das Vieh sich frei bewegt. Doch bald zeigte sich, dass sich die Kühe im freien Stall beengt fühlten, aggressiv wurden und einander attackierten. Hörner dienen in der Herde als Rangabzeichen, sie signalisieren: Abstand halten. Deshalb brauchen behornte Kühe mehr Raum zum Ausweichen, und den hatten sie nicht in ihrem Stall. … .
„Ja, offene Wunden gibt es nicht mehr, [so Capaul,] dafür aber schlimme innere Verletzungen, wenn eine Kuh der anderen den Kopf in die Flanke stößt.“ … .
Doch die Hörner einer Kuh unterscheiden sich vom Geweih des Rotwilds insofern, als sie kein totes Material sind, sondern durchblutet, mit Nervenfasern durchzogen und sehr empfindlich sind. „Dem Kalb drei Wochen nach der Geburt mit dem Lötkolben die Hörner wegzubrennen, ist als ob man einem Säugling die Arme abschneidet. … Laut Bundesverfassung wird der Bund beauftragt, tierfreundliche Produktionsformen zu finden. Die Kühe können sich nicht wehren, also geben wir ihnen eine Stimme – die inzwischen entstandene <Interessengemeinschaft Hornkuh>“, sagt Capaul.

Wenn wir hier schon bei Denken mit, in und für die Gemeinschaft sind: Ja, die Schweizer beschäftigen sich durch die Hintertür mit so etwas altgebackenem wie dem Marxismus – siehe Vollgeld-Initiative:
„Tatsächlich wollen die Initianten [, der vom Ständerat und Bundesrat abgelehnten Initiative,] ein Problem lösen, das in der Schweiz noch von niemandem erkannt wurde. Sie erklären, dass mit einem neuen Verfassungsartikel verhindert werden soll, dass die Banken in Zukunft weiter „privates Geld“ schaffen können. Das sei ein liberales Anliegen. Träger der Initiative ist der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo). Die Initiative hat drei Stoßrichtungen: Erstens sollen die Banken zur Verhinderung der privaten Geldschöpfung den Kunden keine Sichtgelder, über die der Zahlungsverkehr abgewickelt wird, auf eigene Rechnung anbieten können. Es geht dabei um rund 500 Milliarden Franken. Die „private Geldschöpfung“ der Banken ließe sich durch eine kleine Änderung im Nationalbankgesetz einfacher umsetzen: Banken müssten für Sichtgelder bei der Nationalbank (SNB) 100 Prozent Mindestreserven halten. Das wollen die Initianten aber ausdrücklich nicht. Es geht ihnen um sehr viel mehr.
Das ist ersichtlich aus der zweiten Forderung: Diese Sichtgelder sollen von den Banken nur treuhänderisch betreut und direkt bei der Nationalbank angelegt werden. Was diese mit den zusätzlichen rund 500 Milliarden Franken machen soll, beschreibt der Initiativtext wie folgt: Die Nationalbank „bringt … neugeschaffenes Geld schuldfrei in Umlauf, und zwar über den Bund oder über die Kantone oder indem sie es direkt den Bürgerinnen und Bürgern zuteilt.“ Das tönt unverständlich, heißt jedoch im Klartext: „Die SNB muss neugeschaffenes Geld verschenken.“ Wiederum im Klartext ausgedrückt: „Bankkunden werden mit ihrem Geld anstelle der Steuerzahler den Staat finanzieren. Wehren könnten sich die Kunden nicht. Nur die SNB dürfte Zahlungsverkehrskonten anbieten. Würde die SNB nur einen Drittel des in den letzten zehn Jahren neugeschaffenen Geldes verschenken, wäre die Nationalbank rechnerisch eine banca rotta, hätte mit mehr Schulden als Vermögen ein negatives Eigenkapital: Leergeld statt Vollgeld.
Hinter dem Ganzen steht, und das ist der dritte Aspekt, eine Ideologie … . Gemäß den Initianten soll künftig in der Verfassung stehen: „Der Bund gewährleistet die Versorgung der Wirtschaft … mit Finanzdienstleistungen. Er kann dabei vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit abweichen.“ Die SNB „gewährleistet … die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten.“ Das Gesetz „regelt … die Begrenzung des Eigenhandels“. …
Die Grundideen der Initiative finden sich im „Kommunistischen Manifest“ von 1848. Dort haben Karl Marx und Friedrich Engels geschrieben: „Das Proletariat wird der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital entreißen.“ Und sie haben diese Forderung wie folgt präzisiert: „Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.“ …
Doch es ginge vielleicht auch anders im Jahr 2017:
„Derzeit angesagt sind Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin. … Ganz sicher ist, dass sich die Zentralbanken mit den Themen rund um die Kryptowährungen sehr rasch und sehr intensiv beschäftigen müssen. … Die SNB könnte durch ein Projekt beispielsweise folgenden Vorschlag prüfen: Neben dem Buchgeld für Banken und den Banknoten für die Wirtschaft gibt die SNB als dritte Form von staatlichem Geld „Swisscoins“ aus. Sie verwendet hierfür wie Bitcoin die Blockchain-Technologie. Die Swisscoins sind Verbindlichkeiten der SNB, im Gegensatz zur virtuellen Währung Bitcoin. Auch im Gegensatz zu den hochspekulativen Bitcoins sind die Swisscoins im Wert stabil wie Banknoten. Swisscoins teilen einen weiteren Vorteil mit den Banknoten: Sie gehen beim Handel direkt vom Zahlungspflichtigen an den Zahlungsempfänger, ohne Intermediäre. Ihre Verwendung ist anonym, die Privatsphäre wird damit auch im elektronischen Zahlungsverkehr bewahrt. Das wäre liberale monetäre Modernisierung ohne ideologische Scheuklappen.“
Aus hiesiger Sicht bestehen hier allerdings dennoch ideologische Scheuklappen, und zwar massiv. Soll heißen: Das Geld läuft zwar wie am Schnürchen und ohne Barrieren bei Swisscoins & Co., wenn es denn zu solch Schweizer Währung käme, aber die Gemeinschaft hat wenig/er bis gar keinen monetären Nutzen daraus.

Der Alpöhi könnte in Kandern irgendwann mal Wittöhi genannt worden sein. Nun, wollen wir nicht länger das wahrscheinlich noch Wichtigere zurückhalten.
Ja, die Wittlinger Höhe unweit von Kandern wird überwunden werden, und das jeden Tag ab Dezember 2017, genauer: wochentags von 05 Uhr bis 24 Uhr von Lörrach-Brombach/Hauingen nach Kandern und zurück; samstags von 06 Uhr bis 24 Uhr und sonntags ab 07 Uhr bis 24 Uhr. Die Kosten der Buslinie belaufen sich nach Schätzungen auf rund 470 000 Euro.
Ein verkehrstechnischer Quantensprung, der mehr als von Nöten ist und war!

 

Der 52-jährige Martin Roth ist der neue Polizeichef für Basel-Stadt geworden.

 

Dieser Beitrag, Alpöhi, den Sie hier auf Kandernundmehr-News (Zypern…) eben gelesen haben, hat als Blaupause, sozusagen, sich der schweizerischen Weltwoche bedient (41. und 42 Ausgabe).
Auf die Idee brachte mich ein nahestehender Freund, dem ich – naiv wie ein Pennäler – erzählte am Telefon und in Zürich verweilend, dass die Weltwoche ja recht informativ sei. Offenbar habe ich vergessen gehabt, dass mir die Zeitung schon von früher bekannt war – sein muss. Jedenfalls dachte ich komischerweise zu jenem Zeitpunkt, es handle sich um eine Neuerscheinung. Solche Aussetzer passieren offenbar, wenn man sich auf Zypern oft und seit Jahren aufhält und prononciert auf Griechisch etc. liest.
Und was bekam ich zu hören am Hörer im Hotel in Zürich und als Kommentar zu meiner ‚Neuentdeckung‘ Weltwoche: „Des Faschischtebladd ka mr gstohle bliebe!“
So verhärtet hörte er sich dabei an, dass ich stutzig wurde. Vielleicht hatte die angenehme Zeit in Zürich bereits meine Fühlerchen im Kopf zu sehr kontaminiert? War das möglich? Was tun? Ich kaufte eine weitere Ausgabe der Weltwoche, die 42te.
Bislang bin ich lediglich dazu gekommen, jene Artikel gründlicher zu lesen, die unmittelbar mit der Schweiz zu tun haben. Finde die Darstellungen darin aber wirklich interessant – vor allem als Nichtschweizer, vermute ich. Und Zack! Plötzlich war die Idee geboren, die Weltwoche mal als Blaupause heranzuziehen. Schon saß ich und bediente mich dieser Grundlage auf meine Weise.
Über 6 Euro kostet die Weltwoche in Deutschland. Ein stolzer Preis. Dass ich sie trotz der gesetzten Markierung jenes Freundes hin und wieder kaufen werde, wurde jedenfalls von mir mit mir verabredet.

Also: Alle Zitate, oben, stammen aus der Weltwoche. Danke für Ihre Werte Aufmerksamkeit und verzeihen Sie, die unfreiwillige Auseinandersetzung mit diesem rechtskonservativen Medienauftritt der Blocher-Gruppe aus der Schweiz, Basel.

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Zypern und mehr

Erfreulich, dass die Schweizer sich der „Durchsetzungsinitiative“ der SVP, der ganz besonders schweizerischen Partei der Schweizer, widersetzten. Ein Staat mit einer Polizei, die eine Sonderverfügungsgewalt eines Richters in manchen Fällen ausüben könnte, konnte vorerst noch gestoppt werden, indem die Mehrheit der Schweizer (62%), die an der Wahl teilnahmen, entsprechend stimmten.

Eine gewisse Rechtsstaatlichkeit ist in der Alpenrepublik also noch gewährleistet.

In der Türkei müht man sich, wahrscheinlich redlich, so etwas wie Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu halten. Dem Präsidenten der Türkei, Tayyip Erdogan, gefällt aber nicht, was das höchste Gericht, ohne seine Zustimmung, beschlossen hat. Journalisten, die seiner Meinung nach „Spionage“ betrieben hätten, sind nun wieder auf freiem Fuß und werden, welch erdoganscher Schreck, gewiss nun erst Recht gegen ihn Arbeiten und Recherchieren.

Wie in der Philenews. Com aus Zypern bereits am 15. 02. 2016 gelesen werden konnte, kriegt Erdogan von Brüssel mehr oder minder alles hinten rein gesteckt. Sogar das Kapitel 17 der Beitrittsverhandlungen mit dem schwierigen Nachbarn der Zyprer will Jean Claude Juncker öffnen. Juncker verstecke sich hinter den Anordnungen Frau Merkels, der deutschen Bundeskanzlerin, behauptet die Philenews.

Die Kanzlerin war gestern Abend im Interview bei Anne Will im ARD und ist morgen in Freiburg im Konzertsaal. Irgendwie gab sie sich beseelt von der Idee, den bockigen Balkanstaaten ihre Sicht der Dinge durch Beharrlichkeit schmackhaft machen zu können. Leider braucht sie dazu die Türkei im Boot. Die ist aber schon beim letzten Treffen der EU-Riesen nicht in der Lage gewesen, teilzunehmen – Bomben in Ankara. Der Anschlag hielt den Ministerpräsidenten Davutoglu ab, Präsenz zu zeigen. Das war ihm gewiss recht, weil Frau Merkel nun mal auf Kohlen, ganz heißen Kohlen sitzt und so zu weiteren Zugeständnissen getrieben werden kann. Doch nicht nur sie sitzt auf solchen Kohlen.

Die Republik Zypern erzürnt, unter anderem, dass Erdogan in Brüssel fordert, die Zollvereinbarungen mit der EU zu Gunsten der Türkei zu sichern. Und das, wo Ankara sich noch immer wehrt, die Republik Zypern überhaupt als Staat anzuerkennen, die ja schließlich seit 2004 ein Mitglied der EU ist. Man kann nicht behaupten, Brüssel würde sich um Zypern als Ganzes so bekümmern wie um den Verbleib Großbritanniens in der EU. Ähnlich dürften die Klagen Griechenlands sein, das jeden Tag Gefahr läuft, dass gewisse Kreise Anschläge auf Flüchtlinge durchführen.

Das die Aufmerksamkeit Brüssels eher woanders ist, schmerzt gewisse Eitelkeiten und Befindlichkeiten der Griechen, aber auch der Zyprer, die schließlich demnächst mindestens genau so wichtig, und noch wichtiger sein werden wie die Briten. Denn sie zeichnet au: Erdgas, Erdöl, dicke Kontakte mit Israel, Schlichter der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten zu sein, Brücke nach Afrika und den Kaukasus, Sonderbeziehung zu Russland, Freund der Serben und Franzosen usw.

Die Briten sollten eh darum bangen, dann, wenn es so weit ist, dass die Größe und Wichtigkeit Zyperns in Europa erkannt wurde, ihre Militärbasen auf Zypern halten zu dürfen. Noch ist das kein offizielles Thema, doch alle wissen von diesem Thema, welches in einigen zyprischen Köpfen rumort.

Noch mehr Profil hätte die Regierung in Nikosia vor kurzem zeigen und entwickeln können, als eine gambianische Delegation vorgefahren kam, um den neuen Botschafter zu akzeptieren. Die feinen Pinkel im noch feineren Zwirn hätte man mal darauf aufmerksam machen können, und zwar aus rein diplomatischen Erwägungen, anstatt sie mit netten Worten einzuseifen sowie womöglich Möglichkeiten zur Geldanlage auf Zypern zu offerieren, die Flucht ihrer Jugend nach Europa endlich zu unterbinden. So weit bekannt, werden dieselbe von Banjul nicht angenommen, zurückgeschickt aus Europa. Wichtiger ist jedoch, dass mal jemand wie die Republik Zypern endlich klar und öffentlich den Affront wagt und dem gambianischen Halbgott Herrn Prof. Dr. … Jammeh ENDLICH erklärt, dass das Menschenrecht auch in seiner islamischer Republik gilt.

Das Regime in Gambia ist inzwischen nicht nur Menschen verachtend, sondern auch richtig gefährlich, und zwar für alle Beteiligten. Eine Brutstätte des islamistischen Terrors ist Gambia, weil den Bewohnern gar keine andere Alternative gelassen wird – außer nach Europa auszuwandern oder in den Gihad irgendwo zu ziehen. Viele werden es hier in Europa vermutlich nicht schaffen, sich von den alt eingeschliffenen Traditionen irgendwelcher halbgebildeter Prediger in der Heimat, im Denken und Handeln zu lösen. Das kommt einem im Gespräch mit einigen jungen Gambianern jedenfalls jetzt schon als Frage in den Sinn. Nahezu alle gambianischen Flüchtlinge hier in Deutschland leben auch daher in einer viel zu schizophrenen Realität: westliche Lebensweise versus alten Traditionen, die, wie bereits gesagt, aufgrund der verheerenden sozialen und politischen Lage in Gambia dort schon seit Jahren in Richtung extreme islamistische Formatierung der Bevölkerung tendiert. Viele dieser Leute sind Analphabeten und die Handelskammer berichtet bereits, dass zwei Drittel der Asylsuchenden, die in eine Lehre gehen, dieselbe abbrechen. Das schnelle Geld lockt, denn die Not der Angehörigen back in IRGENDWO ist wahrscheinlich groß.

Was manche Gambianer angeht, verwirrt ihr widersprüchliches Äußeres, welches oft vorspiegelt, ein cooler, junger Mensch mit westlich geprägter Denkstruktur sitzt vor einem. Vielleicht entsteht der Eindruck wegen der Bilder, die die Musikindustrie verbreitet in Musik-Clips etc. Doch hört man genauer hin, klingt da recht oft Frauen,- Homo, Bildungs-, Tierrechtefeindliches ans Ohr – und auch Rassistisches.

Ihr Wissen über den Islam ist meist sehr rudimentär. Was sie als Glauben deklarieren, sind offenbar eher (extreme) Positionen oder Ansichten irgendwelcher Dorfprediger, die behauptet haben, Dies und Das stehe so und nicht anders im „Heiligen Buch der Muslime“.

Ähnlich von der Richtung her könnte die Entwicklung auch im Norden Zyperns verlaufen, wenn die Wiedervereinigungsverhandlungen – mal wieder – ins Nichts verlaufen. Europa und die Republik Zypern

wurden auch auf Zypernundmehr-News schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass eine Islamisierung des NORDENS im Gange ist. Die Kibris Postasi schreibt im Februar 2016 bereits von „Glaubens Tourismus“, der ausgebaut gehörte. Und daher sollte das Grabmal namens „Kirklar Türbesi“ restauriert werden. Verantwortlich für die Pflege und Aufsicht des Grabes ist die „Sucuoglu Vakiflar (Stiftung). Das Ding soll dann unter „Alternativ Tourismus“ laufen.

Durchaus eine interessante Alternative, nur unterscheidet sich der Vorschlag Herrn Faiz Sucuoglu, derzeitiger Tourismusminister im Norden Zyperns, von dem, was man ansonsten unter „Alternativ Tourismus“ versteht.

Letzteres ist also etwas problematisch, auch, da wie die Entwicklung der Türkei anschaulich zeigt, seit Erdogan und sein Vorgänger Erbakan die politische Bühne der Türkei dominieren, dass das Land langsam, ja schon fast schleichend gleichzeitig auch immer extremere Züge verpasst kriegte von einst sogenannt gemäßigten Islamisten.

Der Ägypter Mursi, der von SISI aus dem Amt als Präsident des Landes getrieben wurde, hatte sich zwar die Türkei zum Vorbild genommen, doch war er viel zu eilig unterwegs. Er erließ neue Gesetze in besagte islamistische Richtung derart unerwartet schnell und leider offensichtlich extremistisch, dass sogar der dahin dämmernde Westen aufschreckte, woraufhin ja auch SISI an die Macht in Kairo kam – ein gefügiger, kalter Militär im Gewand eines Zivilisten.

Dass Zypern im Verbund mit Griechenland und Israel sich den Herrn SISI etwas zur Brust nehmen, ist nicht das Schlechteste. Sogar die Botschafterin der Republik Zypern in Israel, Frau Thessalia Sampos, steht in der zyprischen POLITIS vom 10. Februar 2016 geschrieben, meint, Zypern spielt eine stabilisierende Rolle in der Region. Sie muss es wissen, wo sie doch ihre Diplomarbeit zu diesem Thema geschrieben hat.

Vor den bevorstehenden Entwicklungen und Unruhen in Algerien, Libyen sowieso, reicht Israel als Standbein des Westens in der Region schon längst nicht mehr aus. Im Gegenteil. Das westliche Standbein namens Israel gehört so grunderneuert wie der Iran, auch, um den Irak und die Türkei einigermaßen beruhigt zu halten – und wir haben noch gar nicht von Syrien geredet, dem Jemen und Saudi Arabien etc. Sprechen wir doch von Tunesien. Der Westen sollte – so wie man Israel installierte – sich Tunesien bestens gestern schon gegriffen haben, um einen Standpunkt dort zu haben. Also einen, den man, wie Merkel mal zuweilen meint, „kompromisslos unterstützt!“

Selbstverständlich ist Zypern viel zu klein, um überall einen Fuß drin zu haben. Man sollte sich also entscheiden, wo es denn angebracht ist, sich einzubringen. Es ist gewiss Zeitverschwendung, sich mit den Folterern und Kriminellen in Gambia groß ins Benehmen zu setzen. Solche Gelegenheiten eines Botschafterwechsels gehören besser genutzt, wie angesprochen, um sich anderen Playern in der unmittelbaren Nachbarschaft eindrücklicher zu empfehlen.

Einheitsbrei hilft nicht, wenn man so klein wie Zypern ist, und schon gar nicht dann, wenn man eigentlich eine ganz hohe Meinung und Ansehen von sich hat! Es gilt, hin und wieder aus der Masse herauszustechen.

Zypern führt mit den USA demnächst Manöver auf See durch. Mit Ägypten wird man zukünftig auf militärischem Gebiet zusammen arbeiten. Der Iran bereitet sich darauf vor, auf schulischem Gebiet (Unis etc.) mit der Republik Zypern einen Austausch zu betreiben. Verträge wurden bereits unterzeichnet. Auch im Hafen und bei der Erdgasförderung scheint man sich den Iran warm halten zu wollen.

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Hoechstes-Amt-Polemik

Also über das Jahr 2011 kann man ja sagen, was man will, aber nicht, dass es ein langweiliges Jahr gewesen wäre.

Havel ist darin gestorben. So auch der große Führer, der sich Schweizer Zahnärzte ins entfernte Nordkorea einfliegen ließ, um seine Lücken – wahrscheinlich in jeder Hinsicht – kaschieren zu lassen. Noch andere ‚Größen‘ sind gestrauchelt: Gaddafi, Ben Ali, Mubarak, Saleh etc.

Wulff, der deutsche Leader der Nation, gezerrt ins derzeitige a-politische Rampenlicht, strauchelt. Erdogan in der Türkei strauchelt, doch eher aus gesundheitlichen Gründen. Versteht sich, Assad in Syrien, der darf leider noch weiter dahinstraucheln, weil seinen arabischen Brüdern von der Arabischen Liga der Erhalt dieses Machtmenschen noch immer mehr an Wert darzustellen scheint als hunderte Tote, die allein im Monat Dezember 2011 in Syrien zu beklagen sind, wegen der Unzufriedenheit der Leute dort mit dem eher unmenschlichen Assad-Regime.

Nach all den Namen, die hier nun bereits genannt wurden, ist also nicht zu erwarten, könnte der Eine oder die Andere unter Ihnen denken, dass Wulff das Handtuch wirft. Wenn der Herr Bundespräsident Wulff kein Machtmensch ist, dann wahrscheinlich eher einer, der den Dunstkreis von Macht und Prestige ziemlich sexy finden dürfte oder könnte? Macht gewiss Spaß, so durch die Welt kutschiert zu werden und von Allen strahlend als Bote deutscher Anständigkeit, deutschen Fortschritts und Arbeitstugend, die wahrscheinlich noch immer irgendwo besteht in der BRD und als Wert in der Welt sozusagen back home punktet, angehimmelt zu werden – Bundespräsidenten, nämlich, dürfen sich im Raum bevorzugter Behandlung an vorderster Stelle stehend vermuten. Bei derartig ausgezeichnetem Stand ist es gewiss schwer, sich für den Abgang vom Art Oberhäuptling der Nation zu entscheiden. Und wenn dem nicht so sein sollte, dann vielleicht doch, weil der Bundespräsident vor ihm ja einfach so gegangen ist – angeblich freiwillig.

Xristofias in Zypern hat den Absprung vom präsidialen Orte auch noch nicht geschafft. Von dem könnte sich Wulff zur Not beraten lassen, nach dem Motto: Wie sitzt man eine prekäre Situation als Präsident eines Landes aus? Zugegeben, Xristofias hat mehr Befugnisse im Amt als Wulff, doch Präsident, also Art Oberhäuptling, sind beide.

Was wäre eigentlich, wenn der vermeintlich einflussreichste Mann der Schweiz, der Herr Blocher von der SVP, nun auch noch hinter der Angelegenheit mit der SPV stünde? Ja, also von der Credite Suisse ist die Rede. Diese ehrenwerte Bank der Schweiz hat ziemlich emsig in Hedgfonds und seltsame Geldfonds investiert. Sie mauserte sich derart zu einer der größten Schattenbanken (SPV). Und die haben es mit der Transparenz nicht so. Dividenden institutioneller Investoren nach den Cayman-Inseln oder in andere Steuerparadiese finden gewisse Finanzregulatoren rein gar nicht lustig. Da gehen jährlich nämlich knapp 200 Millionen Euro verlustig, die sehr wohl die eine oder andere Steuerbehörde zu gerne eingezogen hätte. Dass Herr Blocher seine Finger nach der Basler Zeitung ausstreckt, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Nun, mögen Sie denken, so lange der Blocher nicht im FSB sitzt, sollte man den Guten gefälligst in Ruhe lassen. Das Financial Stability Board (FSB) mit Sitz in Basel, dem 24 Mitgliedsstaaten angehören, ist die Instanz, die im nächsten Jahr sich ernsthafter darum bemühen wird, dass darin auch Schweizer Banken eingebunden werden, sollten Sie nämlich noch wissen. Die Schweiz ist noch nicht einmal Partner einer Arbeitsgruppe der FSB, so dass undurchsichtige und zuweilen hoch-riskante Geldströme, die die Schweiz durchziehen – und sei es nur auf Bildschirmen – noch nicht wirklich transparenter gemacht werden können.

Doch, Sie haben es richtig erkannt, verehrte Leser, auch in der Schweiz, dem ruhigen Hafen im Herzen des Krisen gerüttelten Europas, rumort es. Stellen Sie sich Mal vor, es sind Wahlen und keiner geht hin? So ungefähr, vermuten wir, findet die SV Partei (SVP) der Schweiz ist der Vorstoß des schweizerischen Bundesrates zu bewerten, der heikle Initiativen für einen Volksentscheid neuerdings auf den Prüfstand stellen will. Also Volksentscheide wie derjenige: ist es z.B. gerechtfertigt beziehungsweise heikel, das Volk über den Bau einer Minarettes für eine Moschee im Ort des schweizerischen Kantons XY (ja oder nein) abstimmen zu lassen oder nicht etc.? Apropos: Straßburg, der Menschengerichtshof, hat sich diesbezüglich endgültig entschieden, und zwar für Folgendes der Basler Zeitung vom 20.12.11 zufolge: „… die Beschwerdeführer [haben] in ihren Klagen gegen die Schweiz nicht behauptet, dass der Verfassungszusatz mit dem Minarett-Bauverbot irgendeine konkrete Auswirkung auf sie haben könnte. Sie hätten lediglich gerügt, sie würden in ihren religiösen Überzeugungen verletzt. … sie [können] damit aber nicht als unmittelbare Opfer einer Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention betrachtet werden. Auch eine indirekte oder potentielle Opferstellung sei zu verneinen. …“

Klingt manchem gewiss abgehoben, das Urteil aus Straßburg. Ähnlich abgehoben erscheint anderen vielleicht, dass demnächst die Elite in der Welt über den Atlantik und wahrscheinlich noch in andere Destinationen unter sich zu reisen gedenkt möglichst, und zwar in der C-Series-Jets der demnächst auf dem Markt erscheinenden Odyssee Airlines – Gerüchten zufolge. Da wird es einen Sitzplatz nur in der Business-Class und höher zu ergattern geben. Bombardier-Jets werden diese Flüge gewiss bombensicher in und zur Elite ermöglichen, wird jetzt bereits versprochen.

Bombensicher schien Herrn Wulff seinerzeit gewesen zu sein, den guten Herrn Maschmeyer mal schnell mit 42 Tausend und ein paar kleinen Zerquetschten Euro beim Vertreiben seines wahrheitsgemäßen Buches zu stützen. Der gute Maschmeyer steht zudem in Verbindung mit der so genannten Swiss-Life. Nun, „Besser die Wahrheit“, so heißt das Buch also, welches der edle Gönner, Spender oder Finanzier mit Wulff und Co auf den Markt für das Lesevolk gebracht haben. Die Leute werden das Ding wahrscheinlich wie die Doofen kaufen, wie man sagt. Ich glaube, Sarrazin und zu Guttenberg stehen mit ihren Literatur-Klöppern bestehend aus 2 Deckeln mit Papier dazwischen auf der Verkaufsliste ganz oben und demnächst dann Bekenntnisse eines Halbwahrheiten von sich gebenden Bundespräsidenten – im Vorfeld geschrieben (hoffentlich von ihm ), oder so, für die anstehende literarischen Karriere, die womöglich klug lanciert wurde mit Skandal im Amt und allem, was einen guten Roman eben auch noch ausmacht heutzutage.

Ja, nun stelle man sich mal vor, wer alles in deutschen Knästen sitzt, wegen Schwarzfahren, Urkundenfälschung, Diebstahl und anderen Delikten. Diese Vergehen können bekanntlich auch bereits bei wenig Aufsehen erregendem Wertgegenstand den Delinquenten gen Knast führen. Doch da der Herr zu Guttenberg in der EU-Kommission sein angekratztes Image anstatt aufpolieren darf, schlagen wir schon mal vor, den ehrenwerten Herrn Wulff vielleicht doch besser zu den United Nations oder, was gewiss auch recht gut passt, zum Roten Kreuz zu entlassen, wenn er denn entlassen wird, bzw. abzudanken geruht, wo er gewiss gute Figur als Geldeintreiber, was auch sonst, machen dürfte.

Als kommenden Bundespräsidentin wünschen wir uns endlich eine Frau, eine, die bestens keine scheinbar so genannt reinen deutschen Wurzeln hat, sondern eine mit Migrationshintergrund bestens ist. Jetzt, wo das Amt des Bundespräsidenten sozusagen beschädigt, besudelt, ja, aus dem Himmel geholt ist, kann doch wohl auch mal an so jemanden im höchsten Amt der Deutschen gedacht werden dürfen?

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Chorisma

Nein, statt „o“ soll im Titel dieses Artikels nicht „a“ stehen. Kein Fehler, der hier passierte, kein Trug.

So schön wäre es ja gewesen! Doch es sollte wohl nicht sein. Noch ist es irgendwie – und doch wahrscheinlich nie mehr.

Vom Glanz eines Politikers ist die Rede. Das Charisma eines Politikers war auch in der türkischen Zaman Tageszeitung vom 14.12.11 das Thema.
Wie so viele Worte, ist auch dieses griechischen Ursprungs. Dass Präsident Xristofias aus Zypern ein charismatischer Politiker deswegen ist, wer weiß das schon? Tayyip Erdogan indes, der soll so einer sein, und sogar die Liste derer anführen, komischer Weise, die am meisten wie auch am wenigsten davon haben auf der Welt – der türkischen  Zaman Tageszeitung zufolge.

Desweiteren wird in dem Artikel der Zaman befunden, dass das so eine Sache sei mit dem Charisma eines Politikers. Weil, wenn derjenige sich dasselbe ein- oder ansteckt, ohne, dass sich das Ansehen des Landes, welches er vertritt, aufbessert in der Welt, dann müsse doch etwas schief gegangen sein. Man wird sehen, ob diese Schieflage des türkischen Charisma demnächst, wenn der neue Verfassungsentwurf steht, darin oder dadurch zurecht gerückt wird.

Immerhin, wie zu lesen war, durften Teile der so genannten Zivilgesellschaft Vorschläge zum Verfassungsentwurf einreichen. Inwieweit diese dann Berücksichtigung finden, und ob sie angefordert wurden, ist hier leider nicht bekannt. Ebenso konnte gelesen werden, dass der Begriff „millet“ tunlichst gemieden werden sollte in der neuen Verfassung (Volkszugehörigkeit). Vielmehr sei angebracht, von „türkischer Gesellschaft“ anstatt zu sprechen (Türk toplumu). Und dass das Militär noch entschiedener unter die Kontrolle der vom Volk gewählten Vertreter zu geraten habe, ist ein weiterer Vorschlag, der vielen Vorschläge, die unterbreitet wurden.
An anderer Stelle in dem Artikel der Zaman ist zu lesen, dass die Oppositionspartei (CHP) gleichzeitig Mit-Besitzerin der Is Bankasi (Arbeitsbank) ist, was gegen die Verfassung schon seit Längerem verstoße und daher abgeschafft gehöre.

Wenn dem bei der CHP wirklich so ist, dünkt mich, ist dieser Sachverhalt mindestens so anrüchig, wie Präsident Wulffs – knurr, knurr – Problem, der mal schnell eine halbe Million Euro, wie sich vielleicht demnächst heraustellen könnte, als Ministerpräsident seinerzeit vom Schwager, wenn wir richtig informiert sind, auf sein Konto von dessen Frau hat überweisen lassen. Somit bestand zwar kein Geschäftsverhältnis mit dem Schwager, das wird noch immer verlautbart, doch anrüchig, wie das zuvor geschilderte Ding bei der CHP, ist es allemal – und das Wulff-Häuschen ist selbstverständlich dennoch legal finanziert worden derart. Die damalige Aussage des damaligen Ministerpräsidenten Wulff bezüglich einer anderen Angelegenheit vor einem Ausschuss, der Aufklärung haben wollte zu Wulffs Verhältnis zu dem zuvor genannten Spender, Schwager, Geschäftsmann, ließ ihn scheinbar ein offenbar unwichtiges Detail in seiner Finanz-Vita und dem Verhältnis zu dieser Person aussparen, nämlich die halbe Mille. Die Moral von dieser Geschicht: Wer anderen von Moral predigt in hohem Amt, braucht die selbe nicht in gleicher Weise… . Jedenfalls, der edle Spender oder Geldverleiher bzw. Schwager scheint nicht nur verwandschaftlich liiert zu sein mit dem Hause Wulff, er ist auch noch Besitzer der Air Berlin zufällig – Gleiches im gesellschaftlichen Rang gesinnt sich halt zu Gleichem oder so. Mit diesem Herrn, wie soll ich sagen, hat sich der ehrenwerte Herr Wulff und heutige Bundespräsident der BRD allerdings bereits erwischen lassen in der Vergangenheit. Soll ja vorkommen, wie sonst wird man auch Bundespräsident, mögen einge unter Ihnen hier vielleicht denken. Der edle Spender der halben Million konnte seinerzeit nämlich nicht mit ansehen, dass sein Verwandter und/oder Freund lediglich in der Economy-Class nach irgendwohin flog, und war dann so nett, das Ticket, versteht sich, zur Business-Class abzugraden. Was das nötige Charisma einer Amtsperson  angeht, hat Herr Untertan, also wir,  dafür völliges Verständnis, nur weiter so!

Wenn an dieser eben geschilderten Sache also wirklich so oder ähnlich was dran ist, wie man sagt, dann übertrifft das durchaus an Werfe, Chuzbe oder dergleichen das neu lancierte zu Guttemberg-Ding. Dessen Entouree hat ihm nämlich zum Danke der Aberkennung seiner blaublütig eingefärbten bzw. mit erworbenen Doktortitelschaft einen wahrscheinlich gut bezahlten Beratungsposten bei der EU-Komission klar gemacht – alte Seilschaften eben, wie sie ja auch einst im so genannten Osten schon bestanden.
Dorthin, zur EU-Komission, wenn hier nicht ganz gefehlt wird, wurde bereits schon ein badenwürttembergischer Charismatiker, also Politiker mit Charisma und guten Englischkenntnissen, hinbeordert, der eigentlich schon etwas Blaublütiges an sich hatte – Oettinger.

Eigentlich schade, dass Charisma – wie auch das Beispiel Erdogan bestens veranschaulicht -mit Geld, viel Geld, gern und zumeist zusammen hängt. In der Schweiz hat das liebe Geld und seine Verstrickungen den Herrn Zupiger indes das Charisma etwas verdunkelt, und zwar gestern, weil sonst hätten sie ihn wohl noch in den Bundesrat gewählt. Die SVP hat nun ganz uncharismatisch lediglich einen Vertreter im Bundesrat und schreit vergebens und laut, die Konkordanz sei dahin. Bekanntlich waren im Bundesrat stets zu gleichen Teilen von den 3 größten Parteien jeweils 2 Vertreter im Rat  anzutreffen – zwecks Konkordanz. Jetzt glänzt dort anstatt eines zweiten Kandidaten der SVP charismatisch gar eine Frau, wiederholtermaßen sogar, nämlich die Widmer-Schlumpf (ehemalig SVP) von der BDP.

Und dann erst der aufgehende Juristenstern zu Berlin als Justizsenator, der, kaum im Amt, gleich mit seltsamen Verkäufen als Notar seinerzeit nach dem Ostausverkauf, oder wie man die Periode nennen darf, sich nun verantworten soll.

Zuversichtlicher stimmt uns da gewiss, dass die Vermutung sich noch bewahrheiten könnte, dass genügend Geld aus Russland in Zypern angelegt ist – und sei es nicht immer sichtbar oder nachvollziehbar -, welches bei Bedarf gewiss das Charisma von Herrn Xristofias nächstes Jahr bei der EU-Präsidentschaft aufmöbeln wird, weil der Rubel, wie man gern sagt, bei Bedarf eben rollt. Siehe das Versprechen Russlands der EU mit einigen Milliarden oder Millionen demnaechst mal schnell aus der Finazpatsche zu helfen. Und das Putin ein charismatischer Fuehrer ist, ist doch wohl unbestritten. Bekanntlich hat sich auch viel Geld aus Griechenland und noch von anderswoher nach Zypern und seinen finanziellen Schlupflöchern verkrochen – ins Chorisma, so nennen wir das nun. Das Chorisma, so scheints, ist eine weitere essentielle Zutat zum Charisma neben der des Geldes. Wahrscheinlich erübrigt es sich, verehrte Leser, nach diesem Begriff des Chorisma zu googeln. Der wird hiermit einfach, wie so mancher Trug,  in die Welt gesetzt.
Choris bedeutet auf Griechisch „nichts, ohne“.

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