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Es ist wirklich etwas los im Ländle, wenn man sich ansieht, was kulturell geboten wird. Schon irgendwie so viel davon gibt‘s, dass man sich fragen muss, ob die Leute etwa vor sich selbst, oder aber den langen Winterabenden vor dem Fernseher zu Hause fliehen? Letzteres ist verständlich, ersteres indes durchaus fraglich: Leute, die mit sich und der Welt nichts anderes mehr anfangen sollen können, als sich eine Ladung Ablenkung, äh, wie auch immer verpackte Kultur, abzuholen, kann so doch nicht sein. Diese Interpretation ist einfach Schwachsinn?

Nun, zum Glück markiert ja der heutige Muttertag am 14. Mai den Anfang dessen, gemeint ist, dass es wettermäßig von nun an wohl wirklich in Richtung 30 Grad und wahrscheinlich an einigen Tagen auch darüber hinaus gehen dürfte – und da muss man doch ganz einfach raus aus der Bude und in die Welt. Klar, man könnte in den Wald oder an einen Badesee gehen. Letztere sind allerdings längst nicht in genügend großer Anzahl im Dreiländereck vorhanden, wenn es mal richtig warm ist, also solche Seen, wo Frau X und Herr Y auch baden gehen dürfen, ohne sich gleich eine Anzeige, Buse oder eine „amende“ einzufangen. Oder eine Abmahnung! In den Rhein zu springen, ist nun wirklich nicht jedermanns Sache, auch wenn die Chemieriesen in Basel und andere behaupten, es bestünde gar keine Gefahr mehr, im kalten Rheinwasser zu schwimmen. Der Fluss sei von gefährlichen Resten aus den industriellen Anlagen so gut wie vollkommen befreit.

Wurde ja auch Zeit, dass das Sönnle mal sein Gesicht für länger zeiget, gell? Und nicht vergessen: die Le Pen ist weg vom Fenster, wahrscheinlich auch deshalb, weil die Sonne im Westen untergeht? Die Ratten verlassen jedenfalls gerade das Schiff namens geplanter Völkischer République Française. Hoffen wir mal, dass die Damen und Herren von der Front National nicht das Ufer wechseln, nein, nicht vom schwul oder lesbisch werden ist die Rede, das wäre uns wohl egal, sondern davon, dass die plötzlich auf dem anderen Rheinufer ihr völkisches Ding abziehen kommen. Schließlich sind im Herbst ja in Deutschland Wahlen und da sind Unterstützer eigentlich immer gefragt – aber nicht solche! Keine Angst, die Aussichten auf so ein Stelldichein werden sich wohl in einem überschaubaren Rahmen gestalten. Man mag in diesen Tagen nach der Wahl Macrons direkt öfters als sonst in Richtung Westen über den Rhein setzen vor Freude darüber, dass die Nazis weg vom Fenster sind – Bekanntschaften machen gehen, das Elsass von Grund auf sich doch noch mal etwas Näher ansehen. Vorurteile über Bord werfen. Weg damit! Die sind doch schließlich auch ein Teil unserer Freunde, der Franzosen. Mit Macron im Sattel im Elysée-Palast können Träume wahr werden. Nur welche? Dass die EU sich nun endlich dazu aufrafft, zweigleisiger zu fahren? In TRT-Türk war ein Wirtschaftsanalytiker am 11. 05. 2017 in den Abendnachrichten zu hören, der so etwas von sich gab wie Zweigleisigkeit der EU werde fortan zu erwarten sein. Welche Implikationen Macrons Herrschaft des Nicht-Establishments – siehe die Besetzung der Posten in seinem Kabinett – auch immer haben mag, sicher ist, dass Frankreich trotz erheblichen Problemen im Wirtschaftsbereich mit auf dem Gleis fahren wird, auf dem auch die BRD fährt – wenn es denn je zu so einer Aufsplittung der EU kommen wird. Dass im Elsass wieder vermehrt Deutsch gelernt werden soll, ist hie und da auch zu vernehmen. Und dass die völkischen Horden der Front National Frankreichs den Weg über die Schweiz nehmen könnten, um Deutschlands Wahlen zu unterwandern, mag noch nachgeschoben werden, könnte dann eigentlich nur dem Umstand zu ‚danken‘ sein, dass die davon gehört haben, dass die Tram-Linie 3 von Saint-Louis nach Basel seit dem 12. Mai. 17 um die Mittagszeit wieder zusammengefügt wurde, und so ihre ‚action clandestine‘ (Geheimaktion) durchzuziehen gedenken www.lalsace.fr/haut-rhin/2017/05/13/saint-louis-et-bale-sont-relies.

In der Schweiz – Thurgau – läuft der Trend derzeit anscheinend dahin, dass nun Französisch, welches sozusagen obligatorisch gleich von Anfang an in Grundschulen den Schülern verabreicht worden ist, gestrichen wird. Es sei den Kindern einfach zu viel zugemutet, wird gesagt, so, als ob es usos wäre, dass Englisch ab der 4. Klasse (wenn ich mich nicht täusche) als dominante Sprache geschluckt werden müsste und Französisch dann einfach EINS zu viel sei. Ganz ehrlichmal: Wer etwas rechnen kann in, sagen wir, globalen Dimensionen, und dies bis auf 15 Jahre voraus, der wird erkennen, dass beispielsweise Chinesisch, Indisch oder Spanisch zu lernen wesentlich mehr Aussicht haben könnte auf Erfolg – zumindest aber genau so viel wie Französisch oder Englisch, um den Fortschritt und das Lebensniveau der Schweizer sichern zu helfen. Französisch spielt durchaus in der gleichen Liga, vor allem, wenn dem Gerede darüber, dass Afrika in 10 Jahren und mehr die Goldgrube, metaphorisch gesprochen, schlechthin werden soll, beziehungsweise schon ist, Glauben geschenkt wird. Ob man nicht vielleicht besser andere Fächer streichen oder einschränken würde im schweizerischen Curriculum? Was die Schweiz angeht, geht es beim Thema Französisch ja auch um die Frage des inneren Zusammenhalts. Bekanntlich wird diese Sprache von knapp einem Drittel der Schweizer Bevölkerung als Muttersprache gesprochen – und es war auch mal vertraglich vereinbart, und ist es noch, darauf zu achten, dass auch Sprachen wie Romanisch oder Italienisch nicht ins Abseits geraten gegenüber Französisch und natürlich Deutsch – je nach muttersprachlicher Befindlichkeit der jeweiligen Kantone ausgerichtet, hat man sich das vorzustellen. Doch genau dieser Absprache kehrt man nun in einigen Kantonen den Rücken, nur, weil die Kleinen Mühe haben, ihre Handys mal zur Seite zu legen, um sich für den Staatsapparat Schweiz förderlichen, essentielleren Dingen zu widmen? Die betriebene Heraushebung des Deutschen, wie auch des Englischen im Schulbetrieb vieler Kantone der Schweiz, längst noch nicht aller, aber der meisten, steht dem multilingualen, weltoffenen alpinen Gesicht aber so auch gar nicht an – beißt sich irgendwann womöglich ins eigene Bein. Vielleicht liegt die Lösung ja darin, die Schüler Bantu, Mandinka oder aber Swaheli lernen zu lassen? Wenn schon, denn schon!

In Basel ist der gute alte Badische Bahnhof vielleicht schon demnächst nur noch schöne Erinnerung. Bekanntlich wollen die Schweizer diese Stadt ja noch etwas mehr durchlöchern wie einen Schweizer Käse. Das Geld scheint noch dafür vorhanden zu sein. Noch! Ob die Stadt Basel und ihre Bevölkerung solch einen Aufwand dann aber auch wirklich gustieren, ist eine andere Frage. Sicherlich hätte man als Baselbesucher oder Baslerin den Verkehr gern besser entspannt und mehr Parkplätze etc., was erwähntes Durchbohrungs-Projekt verspricht zu erschaffen. Doch eine Baustelle ist nun mal eine Baustelle. Und Großbaustellen haben die unangenehme Angewohnheit, dass sie Leute, die schon an ein gewisses Stauaufkommen und Parking-Not gewöhnt sind, dann womöglich sich endgültig entwöhnen könnten von diesem ‚Normalzustand‘, und plötzlich wenig Lust empfänden, ihre Investitionen oder Arbeitskraft in dieser Stadt zu binden. Nur mal so am Rande, und auch weil die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch zu sein scheint: Beim Buddeln im Basler-Grund könnte noch auf so manche ATTRAKTION aus der Steinzeit oder gar davor gestoßen werden, Stadtanlagen ungeahnten Ausmaßes oder Art Saurierfriedhöfe, die im einst trockengelegten Morast auf Entdeckung im 21. Jahrhundert lauern, sodass die Untertunnelungs-Arbeiten dann womöglich unschön prolongiert werden müssten – zur FREUDE all jener, die am Rheinknie endlich in etwas wie einer Metropole aus- und eingehen wollten, in der scheinbar alles wie auf Knopfdruck funktioniert. Und war da nicht mal die Rede von seismischen Aktivitäten, die in der Region am Rheinknie auf Grund gewisser Verschiebungen der Erdplatte, die sich vollziehen, geradezu zwangsläufig in katastrophalen Ausmaßen ergeben könnten – und bereits in homöopathischen Dosen ihr Dasein ankündigen und scheinbar nur auf einen Anlass warten?

Ja stimmt, Receb Tayyıp Erdoĝan in der Türkei hat es vorgemacht. Der hat ja schließlich auch einen weiteren Tunnel in Istanbul von Europa nach Asien oder umgekehrt verlegen lassen – und dort rumpelt es in der Erde andauernd noch mehr als am Rheinknie; und ALLE warten anscheinend, wann der Crash denn nun wohl kommt – nicht das den jemand wollte oder wünschte, doch Allahs Wege sind nun auch dort unergründlich. Danach, nach diesem Crash, der nie kommen möge, kann aber gewiss gut darüber gerätselt und diskutiert werden, wer ihn auslöste und wer vonseiten der Menschen dafür verantwortlich zeichnet, waghalsige Projekte, vor dem Hintergrund des Wissens über die hohe Wahrscheinlichkeit, dennoch umgesetzt zu haben. Wahrhaft, dann wird wieder etwas los sein! Dann werden es nicht nur Kollateralschäden lediglich der geophysikalischen Art bleiben, die man ausgiebig diskutiert.

Präsident Erdoĝan hat eh gerade seine Forderung nach Beitritt in die EU, Reisefreiheit seiner Bürger und noch einiges mehr erneuert – schreibt die griechischzyprische Eleftheria am 12. Mai 17 empört. Man darf gespannt sein, wie sich Brüssel verhalten wird, wenn die Meldung überhaupt der Wirklichkeit entspricht. Auf TRT-Türk oder RT Arabic etc. konnte den Tag danach davon bislang nichts vernommen werden. Klar doch: In Deutschland sind im Herbst Wahlen und Erdoĝan dürfte mal kurz mitgerechnet haben, also wenn diese Meldung stimmt: Jetzt die Flüchtlingspistole der Merkel und dem Kurz in Österreich, der gerade auf Neuwahlen zusteuert, auf die Brust setzen und dann ist die und der endlich WEG. Ob es sich mit einem Martin Schulz als Kanzler besser Kirschen essen lässt, kann durchaus sein. Der will ja schließlich Erfolge zeitigen und außerdem hat der noch dieses Sozial-Ding als SPD-ler zu laufen, was derzeit vielleicht doch nützlicher sein könnte im Umgang miteinander als dieses neoliberale Geschunkel der Merkel, welches noch nicht mal mit Washington, eigentlich wäre besser zu sagen mit dem Trumptower in New York, unter einer Decke liegend gesehen werden will. Zumindest Visafreiheit und ein fairerer Deal für die Türkei in der sogenannten Zollunion(EU-Türkei) könnten durchaus herausspringen mit etwas Hartnäckigkeit, dürfte das Kalkül (des angehenden Sultanats Türkei) lauten. Das hätte durchaus auch gewisse praktische Gründe, zumindest bei erstem Hinsehen: Die Republik Türkei, Stellvertreterin oder Reinkarnation des Osmanischen Reiches, könnte fortan für diese Art Gefallen nicht nur in der Türkei selbst Flüchtlingsströme und Aufsässige sowie unverbesserliche Kommunisten und Separatisten ‚stillstellen‘, sondern ihre Talente in dieser Disziplin durchaus auch im Kosovo, Mazedonien, Bosnien und Albanien unter Beweis stellen? Schulz wäre es wahrscheinlich Recht, würde er Bundeskanzler werden, den Türken wäre es auch Recht und Griechenland würde dafür halt etwas mehr Stütze einfahren – sei’s drum. Besser als Nichts. Mit welchen Mitteln man allerdings Bulgarien und Rumänien zu solchen Ausflügen der Türken auf dem Balkan überzeugen will, dazu ist mir noch nichts Überzeugendes eingefallen. Ihnen etwa?

Die USA könnten das den Letzteren mal kurz im einem trumpschen Tweed verständlich machen. Also dass die Türken für ihre ordnende Hand im Balkan im Gegenzug ja wohl die Schnauze halten, dass Teile der kurdischen Kämpfer auf syrischem Boden mit richtig guten US-Waffen – endlich – ausgestattet werden, und PUNKT. Wahrscheinlich könnte hier – sozusagen im Nachfolgeschritt und als Verschweißer trumpscher Verwerfungs-Nähte auf dem Balkan (weil hierarchische Ordnung muss halt doch irgendwie gehalten werden in diesen offensichtlich sehr chaotischen Zeiten) – die neue Administration in Frankreich zeigen, was sie draufhat. Die könnte Rumänen und Bulgaren gegenüber so „beherzt“ voranschreiten in obiger Angelegenheit, wie es die Verteidigungsministerin Deutschlands gerade im elsässischen Illkirchen tat. Wahrscheinlich verwendet Frau Ministerin das Adjektiv „beherzt“ neuerdings so oft in ihren Verlautbarungen, weil es ihr ans Herz geht, dass die bösen Nazis sich ausgerechnet in ihren Soldatenstuben, womöglich weltweit, wohl fühlen; oder aber, weil sie als Verteidigungsministerin ihre Aufgaben alles andere als beherzt angeht: kalt berechnend gepaart mit Schlendrian. Da hilft auch nicht, dass das blonde Haar stets geordnet am Kopf klebt als habe Frau Ministerin Stunden vor dem Spiegel dafür zugebracht. Frau von der Leyen hat gewiss noch einige andere Leichen in Bundeswehr-Kellern liegen: Afghanistan, Mali etc. Wir schlagen Frau Ministerin daher einen Besuch der „Urban Cultures in Transit“ vor – ist besser, als die mit Plagiaten volle Doktorarbeit Zuhause nachts – alleine – nochmals und um es sich selbst zu beweisen, dass man es draufhat, zu schreiben, und amüsanter ist es eventuell auch als bundeswehrhafte Leichen beim Saubermachenlassen aufgedeckt zu bekommen. Im „Vitra Design Museum“ läuft auch für Leute wie der Leyen das ab, was unter „Mudun“ geboten wird. Das ist Arabisch und ist der Plural von dem Wort Stadt – „Städte“. Ab dem 13. Mai kann der Event bereits besucht werden. Enden tut der Mudun-‚Spaß‘ im Vitra vor „Weil am Rhein“ allerdings bereits am 20. August. Bei den vielen Plagiaten in der Arbeit wird Frau Ministerin wahrscheinlich wenig Zeit haben, doch diesen Event, den sollte sie nicht vermissen, weil dann braucht man sich beim Thema zukünftig nicht mit der geistigen Arbeit anderer um sich werfen. Man kann dann, sozusagen, (mit) ORIGINAL glänzen. Und wer glänzt nicht gern am Sternenhimmel über dem Reichstag, äh, Bundestag? Die Mudun wird gewiss auch helfen, sich etwas Durchblick in Dingen zu verschaffen, Einfühlungsvermögen, die verstanden werden sollten in solch doch eigentlich recht bequemen verteidigungstechnischen Amt: „Die Ausstellung Mudun, Urban Cultures in Transit zeigt diese Metropolen [Ankara, Bagdad, Teheran, Tangier etc.] aus einer Mikroperspektive: Sie erzählt von der Architektur, von Stadtquartieren und den Protagonisten, die sie prägen. Anhand von zeitgenössischen Fotografien, Modellen und Texten stellt sie Dynamik und Atmosphäre einzelner Orte und das Verhältnis der Menschen zu ihrer räumlichen Umgebung dar. Das Projekt ist eine Kooperation des Vitra Design Museums mit den Herausgebern des Magazins Brownbook aus Dubai. Welche Bedeutung hat das architektonische Erbe des 20. Jahrhunderts? Und wo haben politisch Bedingungen das städtische Gefüge geformt? Welche interkulturellen Identitäten entstehen in der Diaspora? [Untersucht wird] die zeitgenössische Stadtkultur in der MENA-Region, einer Gegend, deren Metropolen Platz für kritische Debatten, Subkulturen und künstlerische Avantgarden bietet, [dazustellen] … www.designmuseum.de/de/ausstellungen/dedetailseiten/mudunurbanculturesintransit.html.“

 

Apropos Subkulturen: Da ist doch der Canto Allegro Chor aus Lörrach zum Papst gefahren. Sie wissen doch, dem Franziskus. Also der, der immer Füße küsst und/oder wäscht, ja, die von Kriminellen und anderen, die zu wenig Liebe – war es wohl – abgekriegt haben. Die Rede ist also von jenem Vertreter des Petrus, der Abtissinnen immer noch nicht ermöglichen mag, weil es im II. Konzil in den 1960er Jahren verunmöglicht wurde, dass Frauen, also Abtissinnen, wieder so ungefähr wie Bischöfe machtvoll auftreten innerhalb der Kirche, eben genau so, schalten und walten können. Zudem hohen Ereignis sind die glücklichen Sängerinnen und Sänger aus Lörrach auch noch in eine Generalaudienz des Papstes geraten, stellen Sie sich das vor, in eine Generalaudienz und durften huldvoll empfangen trällern. Das Bild www.verlagshaus-jaumann.de/inhalt.Loerrach-Loerracher-singen-fuer-papst.37df2626-c2b6-451c-aaac-912bb51b9312.html in der Zeitung von den im heiligen Schein des Papstes Getauften aus Lörrach, das müssen Sie sich einfach ansehen: Wie immer ist die Anordnung – und so wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit, Amen: Keine Frau, die etwa vorne im Bild steht, sondern in diesem Fall stehen dort eben 2 Männer, die den Vordergrund zieren, der eine weiß gekleidet wie der Heilige Geist so weiß und der andere schwarz wie, ja wie wohl, sagen wir, wie ein Erdensünder. Einer der beiden ist natürlich der Papst selbst und dahinter stehen dann die wahrscheinlich beglücktesten Sängerinnen und Sänger, die die Welt bislang gesehen hat. Wirklich eine Augenweide, wie sie da vor dem Herrschaftssitz des Papsts im Vatikan sich zeigen. Schön. Bravo. Gutgemacht. Da fallen einem gleich all die guten, sagen wir reformorientierten Dinge ein, die in der Welt missionarisch und anders betrieben wurden von der mächtigen Kirche und vielleicht doch vordringlich dazu verhalfen, dass solch Pracht erbaut und erhalten werden konnte, sodass man sich ungeniert davor mildtätigst oder beglückt, ja bestens beides, ablichten lässt. Die Oberbadische: „Da die Kirchengemeinde St. Peter [in Lörrach] im Jahr 2002 keinen Chor hatte, um dem Weißen Sonntag einen feierlichen Rahmen zu geben, beschlossen Eltern von Kommunionskindern einen Chor zu gründen. … . In Dankbarkeit für das Erreichte [man singt seit Jahren zusammen und tritt auch auf], aber auch mit der Zuversicht, weiterhin viele schöne Momente mit dem Chor erleben zu dürfen, war seit langem die Idee gereift, anlässlich des 15-jährigen Bestehens eine Chorreise nach Rom zu unternehmen. … Auftritt vor 70000 Gästen bei der Generalaudienz. Der größte Augenblick der Rom-Reise war der Moment, als Papst Franziskus auf den Chor Canto Allegro zuging, um sich bei ihm für den Gesang während der Generalaudienz zu bedanken. Canto Allegro fand neben einem Chor aus Ungarn ganz vorne am Altar einen Platz und hatte die Ehre, die Generalaudienz des Papstes mit seinem Gesang zu gestalten … Mit der persönlichen Zuwendung und dem Segen des Papstes hätte man sich am Ende keinen schöneren Dank vorstellen können.“

Nein, das ist nicht einfältig oder so etwas! Eher spirituell, vielleicht nicht spiritistisch unbedingt. Wem es was gibt nach Rom zu fahren und mit dem Papst sich abzulichten, also im Glanze Seiner Heiligkeit, dem sei es gegönnt. Doch wie gesagt: Herr Papst könnte, ja müsste, den Abtessinnen unbedingt wieder mehr Verfügungsgewalt in der katholischen Kirche zukommen lassen, letztlich der Frau an sich, und dann nehmen ihm VIELE Schäfchen wahrscheinlich noch Hingebungsvoller seine Milde ab. Es geht ihm dabei nichts verloren, außer 5 Minuten seiner himmlischen Sendbotenzeit. Schließlich hatte der Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, auch genügend Zeit gehabt, um Seelöwen im Zoo von Karlsruhe zu segnen. Soll sogar dafür von einem der tierischen Gläubigen geküsst worden sein, siehe Video www.badische-zeitung.de/video-freiburger-erzbischof-will-robbe-segnen-und-wird-gekuesst.

Wahrscheinlich sind es lediglich einige griesgrämigen Bischöfe, die ums Verrecken, wie man sagt, keine Frau auf ihrer Ebene sehen wollen. Diese Herrenriege mal kurz in 3 Minuten von diesen zuvor erwähnten 5 Minuten, die zur Verfügung stehen müssten, um ETWAS zu unterschreiben, zusammenstauchen – auf die Barmherzige, versteht sich. Herr Franziskus erbarmen Sie sich IHRER! Von den Katholikinnen ist die Rede. Ansonsten könnte womöglich noch jemand behaupten: Egal, was „Papa“ tut, es ist letztlich doch zu „verkopft und elitär!“

Dieses Argument machte in Lörrach bekanntlich so um den 11./12. Mai die Runde. Das Burghof-Theater wurde von Experten so bewertet. Die Wogen schlugen nach derart UNGLAUBLICHER Bewertung gleich recht hoch. Die Experten wüssten doch gar nicht, was im Burghof abläuft, hätten die Entwicklungen vor Ort verpennt – usw. Und auch wenn nun lediglich mit einer Enthaltung den Kulturleitlinien des Hauses zugestimmt wurde, konnte dennoch hie und da über die Jahre gehört werden in der Region, was da im Burghof läuft, „ist mir oft zu abgehoben!“ So alt wie der Veranstaltungsort selbst soll dieser Vorwurf sein. Und den meisten Häusern, wo aufgeführt wird, dürfte das Argument – zu abgehoben – bekannt sein.

Doch es sollte einen nicht in Sicherheit wiegen, dass mit einer Stimmenthaltung sich alle anwesenden Interessierten am Burghof hinter das Konzept stellten. Mal sehen, wie der Gemeinderat darüber befinden wird. Ich denke, die werden das Ding durchwinken, weil: „Frick [der Fachbereichsleiter im Burghof] erläuterte, die [kritischen] Interview-Aussagen hätten die Diskussion angeregt, seien aber erkennbar nicht nennenswert in die Leitlinien eingeflossen (Oberbadische 12.05.17).“ Diese Haltung ist bekannt. Verwundert hier zumindest niemand. Immer schön so weitermachen, scheint die Devise landauf-landab eh vermehrt zu sein, bis der Laden auseinanderfällt oder das Gegenteil sich durchschlägt – und dann ist immer noch genug Zeit, Wendehals zu machen. Sollte der Burghof in sogenannten Schwarzen Zahlen stehen, wird gewiss jede Kritik sozusagen im Turbo daran ersticken. Und wenn nicht, dann, wie gesagt, droht Erstickungsgefahr halt doch an dem, was eben davor gesagt worden ist vonseiten Herrn Fricks. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?!

An der deutsch-schweizerischen Grenze sollen immer mehr Westafrikaner auftauchen – und zwar auf dem Weg nach Deutschland. Wieso die Flüchtlinge Deutschland der Schweiz vorzuziehen scheinen, ist nicht ganz nachvollziehbar. Jetzt soll eine Aufstockung des Personals an der Grenze erfolgen. Doppelt so viele Grenzer werden uns dann mit Grenzkontrollen erfreuen. Es muss allerdings gesagt werden, dass die Art und Weise wie kontrolliert wird, bislang nicht verzweifeln lässt. Ein erträgliches Maß scheint noch immer gegeben. Wenn man halt drankommt, hat man ‚Pech‘ gehabt.

Glück haben bislang auch die 11 Elsässer nicht, die der La Répulique en marche von Präsident Macron rechtzeitig beigetreten sind. Die Rede ist von sogenannten „Marcheurs“ (Marschierern), die nicht nominiert wurden bislang. Diese Elsässer sind alle Macronisten der ersten Stunde. Noch sind 4 Sitze zu vergeben. Mal sehen, ob es für zumindest eine oder einen aus dem Elsass klappen wird. Eine derer ist beispielsweise die 28-Jährige Aurélie Tacquard, die bereits im Januar ihre Kandidatur durchgegeben hat an die Parteioberen bei der La République en marche. Ein Formular im Internet hatte sie dazu ausgefüllt nach eigenen Angaben gegenüber der Tageszeitung L‘Alsace und verschiedene Fragen zu ihrem politischen Wertegang, zum Motiv ihres Engagements und dergleichen mehr beantwortet. Auch bereits per Telefon soll sie sich dargestellt haben in einer Art Audit. Der konstituierende Ausschuss der Partei gibt bislang keine Erklärungen darüber ab, schreibt die Zeitung, warum ein Kandidat angenommen wurde und der oder die andere nicht. Was das Profil von Madame Tacquard angeht, glaubt sie, mit einem Ingenieur in der internationalen Agrarentwicklung und einem Master 2 in Ingenieurs-Projektierung gute Karten zu haben. Auch hat sie sich in öffentlichen Vereinen engagiert, darunter dem für Gärten in Wesserling, so auch als Freiwillige in Nepal und Mali etc. www.lalsace.fr/actualite/2017/05/12/commentilsonteulejobenmarche. Sie ist Kandidatin für den 4. Wahlbezirk am Hochrhein. Patrick Striby kandidiert für den 3. Wahlbezirk des Hochrheins. Vincent Thiebaut im 9. des Wahlkreises Niederrhein, Bruno Studer im 3., ebenfalls Niederrhein usw.

Doch was uns ebenso kümmern sollte, ist, dass Franzosen, sagt Mathilde Boudard, jährlich bis an die 30 Milliarden Zigarettenstummel in die Landschaft werfen. Und die beinhalten unter anderem arsenhaltige Stoffe. 3000 Zigarettenstummel, sagt sie, würden beispielsweise wöchentlich in Straßburgs Grand-Rue herumliegen. Ein gruseliges Phänomen, dem eigentlich niemand so richtig Aufmerksamkeit schenkte, bis jemand in London die Sache anging. Frau Boudard hat diese Idee von der britischen Insel nun nach Straßburg geholt, nämlich, eine spektakuläre Kreuzung eines Aschenbechers mit einer Urne und einer Mailbox. Boudard konnte dem Reporter der Alsace vorerst nur eine Visualisation des Dings zeigen. Nun, es handelt sich um ein Etwas, dass dazu beiträgt im Verbund mit FUN, sich ein aktiveres und besseres Umweltverhalten anzutrainieren – einen Stoß in die richtige Richtung Rauchern zu versetzen, nämlich dazu, die Kippe ganz aus ihrem Leben zu bannen. Die L’Alsace gibt die britische Quelle nicht an, auf die sich Frau Boudard vorgibt zu beziehen. Es dürfte dem so sein, dass sie die folgende Herangehensweise und/oder Überlegung aus England in ihr Konzept miteinbezogen hat: regulation.upf.edu/exeter-12-papers/Paper123 – Alemanno 2012 – Nudgings mokers.pdf. Der nächste Link trifft es vielleicht konkreter: thepsychreport.com/conversations/nudging-the-uk-a-conversation-with-david-halpern/.

Nun, da wir ja schon bei so etwas Ähnlichem wie der Umwelt sind, und Straßburg auch schon genannt wurde, soll den Lesern nun nicht vorenthalten werden, dass mit dem Auto in dieser Stadt unterwegs nicht auf die Bremse zu treten ist, wenn eine weiße Figur auf einem Fahrrad sitzend mit zwei Winkeln zur Seite plötzlich auf dem Asphalt auftaucht. Diese Figur ist nämlich der letzte Schrei, sozusagen, den die Stadt zu bieten hat. Basierend auf einem deutschen und niederländischen Modell ist der „vélorue“ nun in Funktion getreten. Bei 30 km/h kann ein Radfahrer nun eventuell sicherer mit dem Rad sich in die Mitte einer Straße begeben. Der Stellvertreter des sozialistischen Bürgermeisters, Jean-Baptiste Gernet, ist offenbar davon überzeugt, das geeignetste Instrument eingeführt zu haben, um Velofahrern noch mehr Sicherheit angedeihen zu lassen im Verkehr. Die Unfallstatistik wird uns in ein paar Jahren genauer Aufschluss liefern darüber. Das Männlein auf dem Fahrrad mit den beiden Winkeln zur Seite ist bislang einzigartig im Land. Das Konzept beruht u.a. auf der Einsicht, dass der Velofahrer eigentlich ‚der‘ Verkehrsteilnehmer im Stadtinneren sein sollte, der den Verkehr gewissermaßen reguliert, denn er ist es ja, der den Autofahrern mehr oder minder die einzuhaltende Geschwindigkeit aufdrängt oder vorgibt. Nicht, dass sie denken, bei „aufdrängt“ kommen ihm die Türken in den Sinn. Bloß nicht!

Kommen wir doch dennoch wieder auf unsere Türken zu sprechen. Doch zuerst noch: Die Partnerstadt Kanderns im Elsass hat mehrheitlich für Macron gestimmt.

Also: Türken haben es mit Binali Karakuş gewagt, ausgerechnet in der Ortenau eine Art Zweigstelle der Oppositionspartei in der Türkei, CHP, zu eröffnen. Anonyme Drohungen soll es schon gesetzt haben gegen die. Es geht genauer um eine Arbeitsgruppe, die gegründet wurde, als müssten Mitglieder der CHP demnächst aus der Türkei flüchten? Nun, dann sind sie in der Ortenau wahrscheinlich gut aufgehoben. Arbeitsplätze soll es auch genügend geben. Fachkräfte werden eh gesucht. Und was sagt Herr Karakuş gegenüber der Mittelbadischen Presse nun eigentlich: „… [Türken, die in Deutschland leben, genauer jene, die beim Referendum mit JA stimmten,] haben sich nicht weiterentwickelt. Viele sind nicht gut integriert. Außerdem sei in zahlreichen Moscheen, die vom türkischen Religionsministerium finanziert und mit Imamen beschickt werden, Propaganda für die Regierungspartei AKP und die Verfassungsänderung betrieben worden. … Er hat 18 Jahre lang die alevitische Gemeinde in Offenburg angeführt. … Der 56-Jährige schätzt, dass rund 70% der derzeit rund 50 Mitglieder der Ortenauer CHP Aleviten sind. Aber er betont: Wir sind nicht konfessionell gebunden, sondern für die Trennung von Religion und Politik.Seine Partei … wolle das Gespräch mit allen demokratischen deutschen Parteien suchen≥.

Karakuş verneint des Weiteren, dass die Konflikte in der Türkei auch in die Ortenau getragen würden. Er sei beim Referendum mit seiner Partei sogar herzlich empfangen worden in der DITIB-Moschee. Schon allein, dass das Letztere offensichtlich einer Erwähnung wert ist, zeigt, da ist eine Schieflage. Und die von der DITIB sind geschult und längst nicht so unprofessionell, sich auf einen Aleviten in ihrer Moschee zu stürzen oder ihr Missfallen offen zu äußern. Schließlich ist so einer, trotz allem, ein Landsmann – wenn auch ein wahrscheinlich eher abtrünniger. Und dass 70% der CHP-Partei oder Arbeitskreis in der Ortenau, was ist das Gebilde denn nun, bitte?, Aleviten sind, lässt die von Karakus geäußerte Forderung nach Trennung der Politik von der Religion (in diesem ganz spezifischen Fall) auch wieder in schrägem Licht erscheinen. Jedenfalls wurde hier noch nicht vernommen, dass ein Vorsitzender eines von der SPD geführten Landesverbandes oder Arbeitskreises sich ungefragt dazu angesprochen gesehen hätte, darüber Auskunft zu geben, wie die prozentuale Verteilung der Mitglieder in Sachen religiöser Zugehörigkeit zu verorten ist?

Marc Mudrac, der Autor dieses Beitrags, sollte unbedingt noch mal dort hinfahren und zum Beispiel mal fragen, warum Herr Karakuş und nicht eine Frau oder Alevitin dem Arbeitskreis oder der Partei vorsteht? Ob es, wenn schon keine religiöse, dann vielleicht eine in der Tradition verhaftete Zweitrangigkeit hinsichtlich Frauen und ihrem Engagement in solchen politischen Verbindungen gibt, wie sich an der Besetzung der Spitze eventuell in den meisten, wenn nicht gar allen alevitischen Vereinen in Deutschland zeigt? Womöglich ist dort in diesem Arbeitskreis oder Partei in der Ortenau noch gar niemand weiter aufgefallen, dass da etwas in dieser Richtung – verminderte Teilnahme von Frauen in Schlüsselstellungen – am Laufen ist? Siehe: www.bo.de/lokales/ortenau/tuerkische-chp-in-der-ortenau-gegruendet-und.bedroht.

Hier mag nun also nicht der Fokus darauf gelegt werden, ob eine Bedrohung dieser alevitisch-geprägten Partei in Deutschland im Raume steht oder stand, sondern vielmehr wüsste man zu gerne: ist es eine Partei, die nun in der Parteienlandschaft der BRD Platz findet oder ist es lediglich eine Arbeitsgruppe (Verein), die bekanntlich von Aleviten hundertfach in der BRD gegründet worden sind und auch entsprechend alimentiert werden? Das muss nun einfach mal klargestellt werden, damit keine Täuschungen oder dergleichen zu plump aufkommen können. Bislang konnte dazu keine Antwort erhalten werden, die auf der Facebook-Seite der CHP-Ortenau gestellt wurde.

Die baden online vom 13. Mai: „Das Offenburger Landgericht hat geurteilt: Der Volkswagenkonzern hat sittenwidrig und täuschend gehandelt. Der Autohersteller muss für alle Schäden haften. Geklagt hatte ein VW-Käufer.“ Ob das Urteil Bestand haben wird? Die haben ja so richtig Kohle in Wolfsburg. Und kommt einer angerannt, denken die nun gewiss, wollen sie alle was zurückhaben – also weg damit und hin zur obersten Instanz. Wahrscheinlich wird der Fall weitergereicht. In jenen Regionen der Justiz ist VW & Co voraussichtlich eh besser – unabhängig – verlinkt. Man wird sehen, was das Oberlandesgericht in Karlsruhe ausspucken wird; womöglich, dass jener Käufer des VW-Touran doch froh sein soll, dass er sein gekauftes Auto überhaupt behalten darf?

Scherz bei Seite, aber man weiß ja nie, wie die Granden der Welt Rechtsprechung, wie soll man sagen, noch unabhängiger werden lassen. Die sind die neuen Pioniere der internationalen Rechtsprechung schon seit Längerem.

Peter Vogel?

Objektklangkunst?

Sagt Ihnen nichts?

Er ist im Alter von 80 Jahren gestorben, der Freiburger. Gewiss wird er eine Retrospektive schon demnächst und verdienter Maßen erhalten. Einen Kunstpreis hätte er auch fast gekriegt, wäre er noch über den Oktober 2017 am Leben geblieben. Die Rede ist vom Oberrheinischen Kunstpreis. Der wird alle drei Jahre vergeben und soll mit 10.000 € dotiert sein. Schöne Reise, Herr Vogel, Sie wissen doch: It never rains in Southern California.

OK, nicht ganz stimmig dieser Übergang, man möge es verzeihen, doch irgendwie muss es ja weitergehen. Der 73-Jährige Albert Hammond scheint noch mal in den Südwesten der Republik gekommen zu sein, wahrscheinlich auch, um etwas Geld und Anhimmlung abzustauben. Denn verstaubt sind seine Hits ja eigentlich inzwischen schon etwas. Sind aber dennoch gern gehört von vielen Baby-Boomern (in den 50er und 60er Geboreren) insbesondere, auch schon damals. Die Songs von Hammond waren leichte Kost für leichte Momente. Was bestechend an Hammond ist, ist, dass aus seiner Feder so manch anderer Ohrwurm anderer Interpreten entstanden sind. Ich erinnere da die Hollies, die heute wahrscheinlich nur noch wenige namentlich kennen. Am 12. Mai hat der Musiker aus den USA in der Reithalle zu Offenburg einmal mehr die Freunde des West-Coast-Sound verzaubert, diesmal mit seiner „Songbook-Tour“. Hammond überschritt musikalisch wunderbar leicht Grenzen.

So in etwa tut das auch die Dramarturgin Barbara Engelhardt. Sie ist die neue Chefin im Straßburger Maillon für Alternatives-Theater ab dem 01. September 17. Das ist schon etwas ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass Straßburg nun mal nicht in erster Linie deutschsprachig ist. Doch sie spricht ja Französisch, übersetzte unter anderem. Und jetzt, wie ungeschickt aber auch, muss ich nochmals auf die völkischen Horden der Le Pen zu sprechen kommen, weil nämlich auch von Straßburg aus eine Tramlinie nach Deutschland demnächst fertiggestellt sein wird, also noch vor den anstehenden Wahlen im Herbst, weil: „Der Zufall wollte es, dass die Ernennung Engelhardts zeitlich mit der Verlängerung der Straßburger Tram… nach Kehl und mit der Bekanntgabe des ersten Rheinopern-Spielplans durch ihre neue, ebenfalls deutsche, Intendantin Eva Kleinitz zusammen fiel. Wenn das keine Zeichen für eine funktionierende deutsch-französische Kooperation sind!“ schreibt Kurt Witterstätter in der baden online vom 13. Mai. Da wollen wir ihm doch eilig zustimmen, doch eigentlich erst dann, wenn vergleichbare Einstellungen von Elsässern oder Franzosen, die ja alle, wir wissen es, Franzosen sind, sich überm Rhein vernehmlicher lesen oder hören ließen. Falls Sie mal in den erwähnten Opernspielplan reinschauen wollen: www.operanationaldurhin.eu/de-index-de.html. Heben Sie aber bitte nicht so ab, dass man sie noch einliefern muss. Nein, natürlich nicht in die Psychiatrie, was ja keine Schande wäre. Und hoffentlich auch nicht in ein Krankenhaus.

Kurzfristig sollen im Ortenaukreis aus wirtschaftlichen Gründen bis zu drei Klinikstandorte geschlossen werden: Gengenbach, Ettenheim und Oberkirch. Im Falle von drei Standorten soll neben Lahr und Wolfach nördlich von Offenburg eine neue Großklinik gebaut werden, in der die Offenburger Häuser aufgehen sollen.“

Dass das mir bekannte Krankenhaus in Ettenheim zumacht, erscheint einem schon in etwa so seltsam, als würde etwas sehr Zentrales für immer seine Tore schließen – beispielsweise das Brandenburger Tor. Wer vor dem Gymnasium dieser Kleinstadt oder darin, viele Stunden seiner Jugend verbracht hat, wird so in etwa nachvollziehen können, was gemeint ist. Nun, der Freiburger SC wird es gewiss zu richten wissen, solch verstaubte Befindlichkeit aus der Gegenwart zu räumen, denn der spielt meines Wissens das erste Mal mit Aussicht auf Erfolg um einen Platz zur Teilnahme in der Europa League. Man hatte sich ja schon auf ein dauerhaftes Stelldichein bei den Kellerkindern der Liga eingestellt gehabt; meist ging es mit steilem, vielversprechendem Anfang in die Saison und dann mit tiefstem Sturz in die zweite Liga schlechtestenfalls. Nun also scheint es der Christian doch noch deichseln zu wollen und seinem Familiennamen alle Ehre zu erweisen – also: den Unkenrufern einen Streich zu spielen. Es wäre dem SC Freiburg zu wünschen, sich da wo er jetzt gerade steht in der Liga, einzupendeln und mit der Zeit diesen Bayern-München-Wahn als erster in der Bundesliga endlich kräftig und belebend aufzumischen. Dann wird sich noch so mancher wieder ins Stadion begeben, der oder die ansonsten Zuhause auf dem Sofa bei den SC-Spielen mitbangt.

Apropos Freiburg: Das Loretto-Bad wird 175 Jahre alt – 1842. Johann Nepomuk Stadler hat es einst aufgebaut. Es soll inzwischen das älteste Bad Deutschlands sein. „Das Badewasser speist sich aus dem Hölderlebach, der wiederum kommt von den Hängen des Schauinsland – es ist also äußerst erfrischend … 1935: Schande: Juden wird der Zutritt untersagt. … 1990er Jahre: Das jährliche Streichen der Betonbecken mit blauer Farbe wird zum Event, danach gibt’s Kaffee und Kuchen … 2010: Stammbadegäste, darunter zwei 70-Jährige, klettern an einem sonnigen Sonntagmittag über den Zaun und besetzen das geschlossene Bad – als Protest gegen das ihrer Meinung nach zu frühe Saisonende … 2016: Streit im Damenbad zwischen verschiedenen Gruppen inklusive Polizeieinsätzen www.badische-zeitung.de/ein-bad-ein-traum-das-lorettobad-wird-175-jahre-alt.“

Versteht sich, dass da auch noch eine Ausstellung ist, die bis zum 29. Mai in der Meckelhalle der Sparkasse zu Freiburg, Kaiser-Joseph-Straße 186-190, besucht werden kann. So auch die MUBA-Messe in Basel, die gerade ihre Pforten geöffnet hat – unbedingt hingehen, sehenswert!

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oder

Fußball, Frieden, Dortmund!

Die Stadt Kandern im Landkreis Lörrach bei Basel in der Schweiz hat sich eine Informationsbroschüre geleistet. Das Geld scheint locker zu sitzen im Gemeindesäckel. Hochglanz plus eigenwilliges Format.

Zum Erstaunen wohl manch Kandernerin und Kanderners wurde als Cover-Bild der Broschüre eine Ansicht der Stadt von oben gewählt, genauer: die Perspektive, die man einnimmt, wenn am Waldrand oberhalb der August-Macke Schule gestanden wird. Die Paar gewellten Holzliegen an jenem Ort, wohl um die Aussicht zu genießen, zieren die rechte Bildseite des Covers; und das eine Ende der Stadt mit Tradition in der Keramik in Richtung Maulburg ziert die linke Seite des Umschlags der Broschüre. Über der beschriebenen Szene mit den roten Dächern einiger Häuser der Stadt in ungefährer Mitte des Bildes thront in der Ferne der Berg Blauen mit seinem Türmchen oben drauf – viel Grün, in Form von Bäumen, Wiesen und saftigem Gras, ist vor, wie auch hinter den abgebildeten Häuserdächern Kanderns zu sehen. Der Mensch, der den Raum dort ansonsten beherrscht, ist nirgends abgebildet auszumachen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck, dass es in und um Kandern friedlich und beschaulich sein dürfte. Dem ist eigentlich so allgemein. Doch ein Schwank nach links oder rechts mit dem Objektiv der Kamera geradewegs in den Wald von dort, wo die Aufnahme gemacht wurde, in den nächst gelegenen Waldweg, den Eichenweg, würde wahrscheinlich eine wahrhaftere Stimmung und Sachlage einfangen, wenn lediglich noch etwa 300 oder 400m zurückgelegt würden in Richtung Hammerstein. Dort wird nämlich abgeholzt – teils recht stark.

Im Kanderner Wald, besser Forst, wird hör- und unübersehbar abgeholzt und nicht wenige finden, das werde übermäßig betrieben. Wirklich sehr auffällig, diese ‚Lust‘ daran. Überall, mag man schon fast übertreiben, stapelt sich abgeschlagenes Holz: an den Seiten einiger Wanderwege oder einfach entlang der einen oder anderen kleinen Straße, die zu Dörfern wie beispielsweise Eglisholz etc. führen. Und nicht immer ist ersichtlich, dass das Holz neu geschlagen ist. Es gibt durchaus auch Holzhaufen anzutreffen, die scheinbar schon seit Jahren in Reih und Glied gestapelt herumliegen am Wegesrand.

Apropos: Die Waldbesitzer trafen sich neulich in Rottenburg. Ihre, von ihnen und anderen so genannte „Forstkammer“ ist zur Mitgliederversammlung angetreten. Thema: „Neustrukturierung der Forstverwaltung“. Wir erinnern: „Der gebündelte Rundholzverkauf durch ein Einheitsformat ist mit Marktgesetzen nicht zu vereinbaren,“ erging ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf, welches den Baden-Württembergern überhaupt nicht passt (Oberbadische 1. April 17). „Jetzt muss nicht nur der Verkauf, sondern auch die Struktur der Forstverwaltung umgebaut werden“, ist des Weiteren zu lesen. Und: „Bisher wurden Privatwaldbesitzer vom staatlichen Revierförster mitbetreut, das soll es künftig nicht mehr geben dürfen. [Sie] müssen sich ihre Ansprechpartner künftig selber suchen.“

Da für Waldbesitzer anscheinend „alles“ teurer werden soll, verlangen die nun ihrerseits zukünftig Geld dafür, dass sie Wege etc. freihalten – einen „Gemeinwohlausgleich“. Das „Einheitsforstamt“ ist nun also passé. Klaus Langer aus Lahr im Schwarzwald, wo einst die Kanadier ihr Hauptcamp in Deutschland aufgeschlagen hatten, ist einer der Privatwaldbesitzer und sagt nach Aussagen der Oberbadischen: „Das war einfach nur billig, der Privatwaldbesitzer bekam bisher einen Revierförster vor die Nase gesetzt und hatte keine Alternative ( 1. April 17).“ Präsident des Bundesverbands der Waldbesitzer ist Philipp Freiherr zu Guttenberg. Das ist – ja – der Bruder des Karl Theodor, der einstige Verteidigungsminister, der, so ist zu vernehmen, gerade wieder sein Comeback in die Politik gestartet haben soll in Bayern. Und der ‚Gute‘ (Philipp) meinte noch, und die Oberbadische zitiert den Herrn: „Den Wald auf die Ökologie reduzieren zu wollen, hätte desaströse Folgen.“

Die Waldkönigin, es gibt hierzulande auch Weinköniginnen, ist offenbar der Ansicht, dass das Image der Waldbesitzer und der Forstwirtschaft aufpoliert gehörte. „Der Forstarbeiter werde als Störenfried im Erholungsraum Wald wahrgenommen, dabei sei das wirtschaftliche Arbeiten im Wald notwendig (siehe Oberbadische vom 1. April 17).“ Gut nur, dass bislang noch keine Waldkönigin ob ihrer ‚waldfreundlichen‘ Äußerungen entthront werden musste. Die Oberbadische lässt den Leser in diesem Beitrag auch wissen, dass die evangelische Kirche Stuttgart im Ländle immerhin über 2700 Hektar Wald verfügt. Und der Vertreter der evangelischen Kirche zur genannten Veranstaltung in Rottenburg war der Herr Zink. Diesen Herrn Zink hat die Rede des Freiherrn zu Guttenberg anscheinend total begeistert – armer Wald, hallo Forst! Dass die Waldbesitzer sehr wohl vertrauensvoll mit ‚Wald‘ umgehen, das meinte der Herr Zink offenbar auch noch. Und jetzt anschnallen, denn er sagte: „Wir wünschen uns einen Vertrauensvorschuss statt Misstrauen von der Politik! (Oberbadische 1.4.17).“

Als jemand, der regelmäßig in einem bestimmten Teilabschnitt des Waldes, besser Forstes, um Kandern spaziert oder joggt im Vertrauen darauf, dass noch genügend Bäume stehen und nicht schon wieder irgendwelche Absperrungen wegen „Holzschlag“ fordern, dass man vertraute Wege im Forst umgeht und kein Zeugnis davon nimmt, was da gerade mit den Bäumen geschieht, las neulich die Nachricht in den Medien, dass nun ausgerechnet der „Rote Rain Weg“ unter anderen zum „Nackt-Wanderweg“ umgestaltet worden sein soll. Da kam sogleich etwas wie ein Aha-Erlebnis der besonderen Art auf. Wenn man die Natur schon nicht ausreichend und gemäß ihren Bedürfnissen schützt, ging es da unweigerlich durch den Kopf, dann muss man sich wohl auf vermeintlich natürlicher stellen als Mensch, indem der Forst sozusagen bis zu seinem letzten Quäntchen, und modemäßig nackt, aus-genutzt wird, wahrscheinlich auch zwecks innerem Ausgleich und des guten alten Egos der Menschen und dergleichen mehr. BRAVO. Das nennt sich dann wohl Effizienz. Oder läuft da etwa schon so etwas wie Euthanasie am Wald ab? Pfui, welch unpassendes Wort!?

Nicht nur in jener Gegend des Eichweges lassen derzeit nicht gerade wenige Bäume ihr Leben, um dann aufgestapelt herumzuliegen. Es ließe sich wohl auch bedarfsorientierter abholzen, denkt da so mancher. Die Gegenden, in denen sich die dröhnenden Motorsägen derzeit nahezu täglich lautstark austoben im Forst, sehen aus wie gerupfte Hühner – seither. Kann gut sein, dass dieser Vergleich etwas hinkt.

Hinken tut jedenfalls auch die wahrscheinlich vorerst einmalige Existenz dieser zuvor erwähnten Informationsbroschüre, die ungefragt, so wie alljährlich das Örtliche Telefonbuch, den Haushalten in ihre Briefkästen gesteckt worden ist – so wie die Sonntagszeitung zuweilen, trotz Hinweis, dass es nicht erlaubt ist, den Briefkasten mit ehemaligem Holz etc. unnötig zu verrammeln. Mal abgesehen von den Bergen von gelben Telefonbüchern, die, so kommt es einem vor, andauernd in Postfilialen meist auf dem Boden liegend herumlungern und das bevorzugt nahe an den Eingängen, sodass der interessierte Bürger sich was greifen kann davon, ist all das vielen schon länger too much, so auch der zuvor beschriebene Aufwand (Informationsbroschüre, das Örtliche etc.). Es stinkt förmlich nach Verschwendungssucht, für die vorwiegend das Holz aus den Forsten geradesteht als zu Papier verarbeitetes Produkt – nach Auftragsbeschaffungsmaßnahmen für gewisse Unternehmen zu Lasten des Steuerzahlers und des Forstes stinkt es auch etwas.

Wieso gibt man eigentlich vor, einerseits die Natur schützen zu wollen und andererseits wird mit ihren Ressourcen immer noch zu oft herumgesaut – und das im Jahr 2017, wo der Umweltgedanke schon längst in den Lehrplänen und Schulbüchern der untersten Schulklassen Eingang gefunden hat? Offenbar ist es zu viel verlangt, im Gemeindeblatt beispielsweise anzukündigen, dass es so etwas wie eine Informationsbroschüre demnächst gibt, die sich Bürger und Bürgerin bei Interesse bestellen können. Des Weiteren reichte im Gemeindeblatt oder/und auf einem Aushang in der Post etc. ein Vermerk, dass eine Liste zum Sich-Eintragen hier oder dort oder sonst wo ausliegt im Städtle – oder dass per Email-Adresse oder auf einer interaktiven Webseite sich eingetragen werden kann.

Nein!

Da muss – mal wieder? – die Druckerei Winter in Heitersheim den Auftrag zugeteilt bekommen, und zum Hohn, anders kann man es nicht nennen, steht auf der Rückseite der Broschüre unter dem Punkt „Druck“: „auf umweltschonendem, zertifiziertem Papier!“

Wir dürfen also hoffen, dass solche Jobs fair vergeben werden und nicht immer dieselben profitieren und endlich wirklich umweltschonender verfahren wird?!

Markus Grabitz berichtet in der Oberbadischen vom 01. April 17, und der passt hier gut rein, dass sich NGOs finanziell abhängig machten von staatlichen Fördergeldern, die sie oft Jahr auf Jahr erhalten. „Doch einige dieser geförderten Organisationen haben sich inzwischen zu hoch effektiven Marketingmaschinen [gemausert]. Sie haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Gesetzgebung und öffentliche Meinung. Da ist es sinnvoll, dass auch dieser Bereich künftig besser ausgeleuchtet wird. Transparenz tut immer gut [, vor allem bei der Vergabe von Aufträgen].“

Wahrscheinlich liegt die Informationsbroschüre der Stadt und des Kreises Kandern auch im Tourist-Informationsbüro aus. Dort gehört sie ehrlich gesagt auch hin. Ansonsten ist das Ding inhaltlich ziemlich OK. Schön farbig mit vielen Bildern und den wahrscheinlich wichtigsten Informationen zu Kandern. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass viele ortsansässige Unternehmen, wie selbstverständlich anscheinend, ihre Werbung darin untergebracht haben. Ob sie das Geld gekostet hat, sie sich finanziell am Entstehen der Broschüre beteiligten? Hoffen wir’s! Schließlich sind wir ja nicht in Wildwest – auch wenn Kandern in der glücklichen Lage ist, mit der Schwarzwald-Akademie recht viele Nachkommen von vermeintlichen oder wirklichen Wildwesthelden aus US-Amerika zu beheimaten. Soweit hier bekannt, sind die US-Bürger Kanderns mehrheitlich missionarisch unterwegs. Statt des Colts tragen die eventuell eine Bibel mit sich, und wenn nicht, dann ganz gewiss aber im Herzen.

Im Herzen von Basel sollen demnächst sogenannte Gratis-WCs das sogenannte Wildpinkeln bekämpfen. Man hat offenbar eingesehen, dass menschlichste Bedürfnisse behördlich verordnet abzuzocken, zuweilen recht widerspenstige Reaktionen hervorrufen kann bei Bürgern und Besuchern einer Stadt. Sollte in Kandern noch immer kein freizugängliches WLAN-Netz auf dem Blumenplatz, am Bahnhof und/oder vorm Rathaus etc. installiert sein, ist wohl nicht davon auszugehen, dass touristische Surfer im Internet wegen des zuvor angezeigten Mangels in der Stadt in die vorhandenen Netzzugänge der Bewohner oder gar der Behörden wie wild geworden und unerlaubt einbrechen werden. Auszuschließen ist auch nicht, dass so mancher Besucher Kanderns den Kandertälern einmal mehr ihre vermeintliche Rückständigkeit attestiert – und diese Beobachtung entsprechend nach außen kommuniziert.

Dass es kein freizugängliches Netz gibt, wenn es nicht schon besteht irgendwo in der Stadt, hat vielleicht auch ganz greifbare Gründe. In etwa so ist das nämlich zu verstehen, wie der Ausbau der Bahntrassen bundesweit. Es sollen immer weniger Kilometer Trasse jährlich vorhanden sein, anstatt mehr – auch wenn in Berlin von Umwelt und Verkehrseffizienz schwadroniert wird. In Deutschland muss man allerdings nicht lange suchen, um den Verursacher dieses Missstandes treffsicher auszumachen – die Autolobby.

Nun bekanntlich gibt es auch in Sachen Internet Unternehmen, die mit Haken und Ösen ihre Interessen verteidigen. Beispielsweise geht das so weit, dass in (wahrscheinlich ganz) Kandern noch immer ein sogenannter Regionalzuschlag von knapp 5 Euro monatlich bezahlt werden muss, wenn man beispielsweise bei 1und1 Kunde ist. War da nicht vor kurzem ein längeres Buddeln in den Straßen der Stadt? Hat man bei der Gelegenheit etwa keine Glasfaserkabel verlegt? Warum nicht mal mit Pepcom als Netzbetreiber zusammensitzen und dann arbeiten, wenn man es nicht schon längst tut? Und das scheint jetzt getan worden zu sein durch den „Zweckverband Breitbandversorgung Lörrach“. Alle 35 Städte des Landkreises sollen profitieren. Bis spätestens Ende 2018 sollen alle versorgt sein mit dem sogenannten „Backbone-Netz“. Spätestens dann werden der Einwohnerschaft und den Besuchern der Stadt Kandern hoffentlich endlich freie WLAN-Anschlüsse zur Verfügung gestellt. Die bereits bestehende lokale Lösung, die auf der Webseite der Stadt Kandern angegeben wird, ist die eines Betreibers, der einmalige Anschlusskosten fürs Internet zu Hause von über 160 Euro hat, wie auf Kandernundmehr-News im vorhergehenden Beitrag bereits beklagt worden ist. Diese Anschlusskosten sind alles andere als akzeptabel für viele Bewohner. Pepcom bietet seinen Dienst bereits in Rheinfelden an, anscheinend zufriedenstellend. Fördertöpfe sollen problemlos angezapft werden können, um das Projekt über Pepcom zu realisieren, siehe hierzu beispielsweise auch die Einholung der erforderlichen „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ durch Pepcom bei der Behörde. Denn jetzt sei das Innenministerium Ansprechpartner, nicht mehr das Landwirtschaftsministerium. Allerdings sollen pro Monat um die 40 Euro bezahlt werden vom privaten Endabnehmer für 50 Megabit pro Sekunde– keine sonderlich guten Aussichten kostenmäßig. Und wer im Netz schneller sein will, zahlt natürlich mehr.

Pfeifen wir drauf? Blasen wir’s weg! Die Oberbadische am 13. April. 17 meint: „Mindestens 200 Jahre alt, wahrscheinlich noch etwas älter sind die beiden Bassethörner, die 2008 in einem Konvolut von Instrumentteilen auf dem Speicher des Heimat- und Keramikmuseums in Kandern entdeckt wurden. Ihre Restaurierung für etliche zigtausend Euro im Jahr gab den Anstoß zum ersten internationalen Bassetthorn-Festival … . Selbstverständlich sind in allen Konzerten (26-28. Mai 2017 in Kandern) auch Werke aus der Entstehungszeit der Kanderner Speicherfunde zu hören. Vor allem Mozart, dem fast das komplette Matineeprogramm … gewidmet ist. … . Zudem gibt es etliche Workshops. Außerdem zeigt das Heimat – und Keramikmuseum teils schon sanierte, teils noch zu restaurierende historische Instrumente aus dem Speicherfund von 2008.“

Parallel dazu ist im nahegelegenen Basel demnächst das Klybeckplus am Entstehen. Riesen groß wird der Komplex und modern, wo solche inzwischen als irrelevant zu erachtenden Fragen wie freier Internetzugang auf öffentlichen Plätzen gewiss kein Diskussionsthema mehr sein dürften. „40 Fußballfelder umfasst das neue Quartier, das aus dem ehemaligen Industrieareal der BASF und Novartis entsteht. Die Bevölkerung darf mitreden.“ Von „Entwicklungsschub“ reden die Macher, von der „Zukunft von Basel“ (20MinutenCH, 31.März17).

Apropos Novartis: „Der griechische Justizminister Stavros Kononis hat sich … zum Untersuchungsverfahren gegen Novartis geäussert. Nach den vorliegenden Berichten habe er den Eindruck, dass der Pharmakonzern von der Schweiz aus <Tausende> von Ärzten und Beamten in Griechenland bestochen habe. … [Die] Schmiergelder seien gezahlt worden, um den Verkauf von Medikamenten auf der Basis widerrechtlicher und unwissenschaftlicher Kriterien anzukurbeln. … Im März demissionierte die mit dem Fall betraute [griechische] Staatsanwältin unter Verweis auf Drohungen aus dem Gesundheitssektor sowie <inoffiziellen Machtzentren>.“

Zwecks Entwicklungsschub wahrscheinlich, oder wie es genannt werden darf, hat die in Basel ansässige Novartis allerdings bereits 2016 wegen ihren Machenschaften in Südkorea eingeräumt, dortigen Ärzten Reisen an Kongresse und dergleichen mehr finanziert zu haben. Warum also, sollte sie dies nicht auch in Griechenland getan haben? Die Bosse der Novartis am Rheinknie lassen bislang lediglich hören, sie hätten noch keine Anklage oder Vorladung erhalten zum zuletzt erwähnten Fall.

Entwicklungsschub? Soll noch mal einer sagen, die haben Bad Bellingen, Schliengen und Kandern nicht. Stichwort: „Interkommunale Kooperation“ oder „ILEK-Konzept“. Alles klar? Also das Integrierte Ländliche Entwicklungsprojekt, und das beinhaltet genauer gesagt: Biotope der angesprochenen Gemeinden zu vernetzen, Böden erneuern, Infrastrukturen konservieren und zu pflegen, Ortskerne ausbauen usw. Das Konzept in Rede ist offenbar auch eine Art Money-Ausspuck-Maschine des Bundes. ELR = Entwicklung ländlicher Raum ist eine weitere solche Maschine, die Bürgermeistern zur Finanzierung gewisser Projekte zur Verfügung steht. Und an diese Töpfe tanzen sich die koordinierten Gemeinden Schliengen, Bad Bellingen und Kandern nun also gemeinsam ran. Nennen wir die 3e der Einfachheit halber Kabaschlie. Nein, das Herantanzen geschieht nicht, wie es als ansonsten über Nordafrikaner geschildert wird, die so ankommen sollen zuweilen, bevor sie mit spitzen Fingern in fremden Taschen zulangen. OK, Letztere kommen auch aus dem Süden, aber sie deklarieren sich halt nicht explizit und implizit als ‚der Süden‘. Ein kleiner, aber feiner Unterschied! Und das tut Kandern aber auf seiner oben erwähnten Broschüre, wo es unübersehbar geschrieben steht und durchaus, versteht sich, tut die Stadt das gerechtfertigt. Ist halt eine Frage der Perspektive. Nun, wie dem auch sei: Differenzierte Wegenetze von einer der genannten Ortschaften der Kabaschlie zur nächsten usw. sollen also „ertüchtigt“ werden. Schönes Wort: ertüchtigt. Steht tüchtig nicht im Gegensatz zu faul? Etwas veraltet kommt es einem schon vor, so, wie soll ich sagen, als sei es sprachlich angefault?

Die beabsichtigte Kooperation der Kabaschlie, genauer gesagt der 3 Bürgermeister in Vertretung ‚ihrer‘ Gemeinden und Einwohnerschaft – also Herr Bundschuh, Hoffmann und Renkert (Kandern) -, wird dann wohl projektierten Effizienzschub mit sich bringen und nicht faul dahinsiechen. Eine Kooperation, in der die Abläufe einfach etwas schneller funktionieren und nicht etwa dahingammeln. Wo ES halt funktioniert „wie aus dem FF!“ Kartierungen sind dann noch einfacher zu machen usw. Auch hier soll die Meinung der Öffentlichkeit Gewicht haben, sagen die Herren, so auch beim Flächennutzungsplan. Die Gesamtfläche des ILEK beträgt ungefähr 12 Tausend Hektar. Etwas mehr als 6 Tausend Hektar wird Kandern einbringen.

Was Weil am Rhein angeht, welches auf lange Perspektive damit rechnen darf, an das eben genannte Projekt auf die eine oder andere Weise sich angeschlossen zu sehen, wird vermeldet, dass das „Kompetenzzentrum“ in der Hegenheimer Straße Weils nun doch noch nicht gebaut werden kann. Das Gelände muss noch mal untersucht werden: Granatengefahr – II. Weltkrieg und so. Anscheinend soll ins neu entstehende Zentrum Mercedes Benz rein. Ähnlich sieht es in dieser Stadt auch mit dem überraschenden Beschluss des Gemeinderates aus, sich erstmal gegen die Fortsetzung der Planung zu einem „Einkaufscenter Dreiländereck“ zu stellen. Immerhin einen Hoffnungsschimmer gibt es in Weil am Rhein für all jene, die ebenfalls gerne in Cafés sich aufhalten. Im Läublinpark sind nämlich neue Pächter am Schaffen, und die wollen das unter Denkmalschutz stehende Häuschen im Park mit neuem Konzept für ihr geplantes Café beglücken. Das Grundstück gehört nun wieder der Gemeinde.

Und wenn das stimmt mit Mercedes Benz in Weil am Rhein in der Hegenheimer Straße, dann stimmt wohl auch die Aussage von Marco Fraune in der Badischen Zeitung vom 30. März 17, der schreibt, dass „die Autohausgruppe [… die in das Kompetenzzentrum rein soll] glücklicherweise nicht auf einen bestimmten Eröffnungstermin angewiesen“ ist. Man hört‘s doch immer wieder: „DIE haben Schotter bis zum Abwinken.“ Was sich zeigt, weil jene Autohausgruppe es nicht eilig zu haben scheinen.

Dafür, dass sich in Weil alles so zu verzögern scheint, ist aber die A16, die verläuft nicht allzu weit entfernt in der Schweiz, endlich fertiggestellt. Manch Schweizer wird wohl stöhnen: Da rücken uns die Franzosen noch näher auf den Pelz! Die meisten werden sich aber gewiss darüber freuen, dass im Berner Jura das letzte Teilstück bei Court und Loveresse nun endlich befahren werden kann. Die komplette Strecke wird „Transjura“ genannt, und die ist so um die 85 km lang. Vor 30 Jahren wurde bereits der erste Spatenstich in Saint Ursanne gemacht, um die Transjura ins Leben zu rufen. Jetzt lebt sie. Solch zeitlich verzögerte Fertigstellung eines Projektes ist eher unschweizerisch. Die erledigen ihre Dinge ansonsten zügig.

Die Transjura verläuft halt im französischsprachigen Teil der Schweiz, daher? Gemunkelt wird ja schon länger, dass die Deutschsprecher die Französischsprecher in der Schweiz etwas ‚hernehmen‘. Wie dem auch sei. Jedenfalls haben die Schweizer ein ausgezeichnetes Bahnverkehrsnetz. Und das scheint damit zusammenzuhängen, anders ist es manchem nicht zu erklären, dass es eben keine vermeintlich übermächtige Autolobby im Alpenland gibt wie in Germany, die zwecks eigener Interessen so manche nützliche Invention auslaufen gelassen haben soll – und so manchen mit ihrer Betriebsstrategie, auch gesundheitlich, ‚hernimmt‘.

Dass bei Nestlé an der Mauerstrasse in Basel Salpetersäure ausgelaufen ist, kann vorkommen. Kann leider gesundheitsgefährdend werden. Soll niemand wirklich beunruhigen. Ein Gabelstaplerfahrer scheint unaufmerksam gearbeitet zu haben. Aufgemerkt hat man, als die Besucherzahlen bei der BASELWORLD dieses Jahr recht rückläufig gewesen sind. Für das Jahr 2018 wird geplant, den Event (Uhren und Schmuck) auf 6 Tage herunterzufahren. Überhaupt klagen die Uhrenmacher der Schweiz recht laut neuerdings. Die Automation der Produktion von Uhren, auch offenbar der wertvollsten, hat viele handwerkliche Uhrmacher-Genies ins Hintertreffen geraten lassen. Besonders betroffen ist der französischsprachige Teil. Ihr Fachwissen ist ihnen in oder durch den Computer abgewandert worden, und so langsam dämmert genau dieser Umstand den meisten unter ihnen. Was dagegen tun?

Nun: Beiträge können Bürger beisteuern, die aktiv etwas tun oder beitragen wollen, und zwar zu einem Buchprojekt im deutschen Binzen, unweit von Basel, wenn von Bürgerbeteiligung schon die Rede war und die Frage aufgeworfen wurde, was getan werden kann. Ein Historiker namens Hubert Bernnat sucht Material zu 1250 Jahre Binzen. Hoffen wir mal, dass ihm das vorgesehene Projekt nicht noch in/durch die Binzen geht. Für Interessierte, die zur Dorfchronik von Binzen WAS beizusteuern wissen: 07621-660851.

Und, weil wir es zuvor von Wald und in gewisser Weise auch von der Gier der Menschen hatten: „Die Thonnerknaben – heute Symbol der Binzener Fasnacht – [galten] als die Robin Hoods des Kandertales (Badische Zeitung, 30. März 17).“ Die Badische berichtet auch, dass die Rümminger den Binzenern irgendwann im 18. Jahrhundert nahezu den ganzen Wald „abluchsten“. Und wir alle wissen, wofür das einst sogenannte „Holländerholz“ herhalten musste – um die Welt per Schiff vorerst zu erobern/zu erschließen/zu erkunden. Wählen Sie sich doch bitte das Verb, das Ihnen passender erscheint. Apropos: Ein Rümminger macht gerade gewiss wieder gut, was seine Vorfahren mal den Binzenern zumuteten. Das „Weingut Frick“ ist nämlich so frei, die 1250 Jahre Binzen-Feier zu unterstützen. Die Verkäufe des Weines werden das Jubiläumsfest mitfinanzieren. Und was gehört letztendlich noch zu einer guten Nachbarschaft zweier Gemeinden, die in der Geschichte mal etwas auf Abwege geraten waren? Genau, eine Frauengruppe, der „Frauenverein Binzen-Rümmingen“.

Hört sich an wie im Film die Abluchserei von Wald und Holz, dann der gute Wein dazu und der Frauenverein, in dem womöglich zusammen gehäkelt, gestrickt und Politik betrieben wird, stimmt’s? Und da wir nun schon beim Film angelangt sind thematisch: Herr Brenneisen Begründer der „Filmtage“ in Kandern zog mal wieder eine positive Bilanz, obwohl nur 4 Filme eingereicht worden seien dieses Jahr. Und was macht man, wenn man nicht – mehr – wie der Rattenfänger von Hameln durch die Gegend ziehen mag, um Leutchen zu begeistern, noch aktiver mitzumachen? Heutzutage heißt das Zauberwort auch im Kunstbereich „Workshops“. Die sollen den Besuchern beim nächsten Literaturtag 2018 in Kandern angeboten werden. Und somit ist, kalkuliert Brenneisen, der weitere Erfolg der Show in Kandern gesichert. Und hierzu noch ein Einfall aus eigener Produktion: Dass vielleicht jemand einen Film in den ‚Bauten‘, die vor der Stadt Kandern gelegen sind, dreht, in denen DIE Flüchtlinge untergebracht wurden. Wie, das ist als Sujet nicht mehr so originell, abgegriffen?

In Inzlingen soll es die Gemeinde jedenfalls vollbracht haben, die ihr zugewiesenen 36 Flüchtlinge privat unterzubringen. Nun, wenn auch nicht ausreichend Filmern Ehrennadeln angeheftet oder Preise überreicht werden, wer weiß, dann werden Flüchtlingshelfern jedenfalls noch immer welche angeheftet im Lande – oder aber ihr Engagement wird mit Reisen zum Bundespräsidenten nach Berlin ‚honoriert‘. Nein, Doping würde ich das Letztere nicht nennen. Reden wir doch von Streicheleinheiten für diejenigen, die es verdient haben mit ihrem bürgerlichen Engagement?!

Wer ansonsten noch was vom Dopen im Badischen versteht, oder verstanden hat, war ein Freiburger Sportmediziner. Nein, er ist nicht in der UdSSR ausgebildet worden, auch nicht in der DDR. Armin Klümper ist Papa-Dope für Spitzensportler der ehemaligen BRD gewesen. Klug oder umsichtig – genug – ist er offenbar auch, denn er setzte sich rechtzeitig nach Südafrika ab. Die badischen Behörden haben ‚netterweise‘ so lang gewartet, ist zu erfahren in einem Buch von Andreas Singler („Armin Klümper und das bundesdeutsche Dopingproblem“), bis Klümper die Koffer gen Afrika Süd gepackt gehabt hat – und dann erst wurde so etwas wie eine Untersuchungs-Sonstwas der Justiz inszeniert. Ja, ein bisschen Theater muss halt schon sein! Ach so, klar doch, Herr Klümper war nicht etwa ein Urwalddoktor vom Rande des Schwarzwaldes, nein, er wirkte an der Universität Freiburg, ja, der renommierten und, wie soll man sagen, der heideggerisch gezeichneten badensischen Spitzenuni – oder so in etwa. Wir wünschen dem 81-Jährigen Klümper in Südafrika alles – weiterhin? – richtig zu tun!

Irgendwie könnte Herr Klümper, wer weiß, schon als Prototyp oder Rollenmodell gewisser deutscher Verantwortlicher bei VW oder Daimler hergehalten haben. Versteht sich, wenn dem so war, dann wahrscheinlich ohne sein ‚unschuldiges‘ Wissen. Klümper soll nämlich auch gern und oft an sogenannten hohen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft usw. seine medizinischen Künste wirken gelassen haben – daher komm ich auf VW & Co. Wenn schon keine Vorbildfunktion Klümpers bei erwähntem Personenkreis besteht, dann vielleicht, dass er bei einigen seiner Patienten gewisse Abläufe in deren Leben – und auf anderen Ebenen und in anderen Bereichen – vorbildlich sozusagen bestätigt haben könnte mit seinen Anwendungen und Verhalten: gedopte Stickoxidmessungen, gedopte Motorentechnologie, gedopte Aufsichtsräte? Friedel Reinhold aus Freudenstadt schreibt folgenden Beitrag, der an dieser Stelle recht gut reinpasst:

Die Bundesregierung will das Elektro-Mobil forcieren. Vor Jahren hat der Inhaber der Raststätte Hegau … mit hohen Kosten eine Ladestation für Elektromobile eingerichtet. Als Hinweis hat er ein selbstgefertigtes Schild an der Einfahrt aufgestellt. Dies wurde ihm von Amts wegen untersagt, mit dem Hinweis, er habe keine amtliche Zulassung. Aber ein Schild mit amtlicher Zulassung gab es ja zu dieser Zeit noch gar nicht. Das Wiehern des Amtsschimmels habe ich heute noch in den Ohren“ und wir das der Autolobby & Co.

Doch, doch! Das Ding zuvor mit dem Heidegger trifft es irgendwie ganz gut. Der ‚gute‘ weise Mann als Philosoph von Freiburg hat in seinem Werk „Sein und Zeit“ schließlich auch zwischen den oder/und über die Beziehungen und Differenzen von Seiendem und dem Sein herumphilosophiert. Bekanntlich hat er dabei das, was eigentlich schon von jemand anders ausgebrütet worden ist, von Ernst Cassirer nämlich, so in etwa in der Aussage herumgedreht. Bei VW oder Daimler besitzt man ja auch seit Jahrzehnten das Wissen darüber, wie man einen Motor sauber, das heißt, wesentlich sauberer, unter die Menschen verschicken könnte. Doch man tut und tat es nicht in vielen Fällen, sondern entschied sich gewissermaßen fürs Gegenteil. Warum bloß? War’s nur Gier oder war es auch heideggersche Umkehrtaktik oder -philosophie gepaart mit Verachtung gegenüber dem – wie soll man ihn bloß nennen – einfachen Pöbel?

Ja, Cassirer war Jude und wurde von Heidegger wohl auch deswegen angegriffen. Der erstere emigrierte rechtzeitig in die USA Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (Universität Hamburg). Empfehlenswert ist auch daher, sich unbedingt in den Großen Meyerhof in Freiburg zu begeben in diesen Tagen, um das Theaterstück „Picasso“ anzusehen.

Picasso: „Bin ich verhaftet?“

Fräulein Fischer, eine der Schreibtischtäterinnen der Nazis: „Wir sind alle schuldig, kommt nur darauf an das richtige Gesetz zu finden“ (Badische Zeitung 30. März 17).

Im Stück geht es um den jüdischen Kunsthändler von Picasso. Das Theaterstück kann noch einmal am 27. April 2017 gesehen werden (0761-3837397). Vielleicht sollten Sie doch noch so viel Energie aufbringen und es ansehen gehen!?

Zur Energie und deren Gebrauch noch schnell aus der 20MinutenCh vom 4. April 2017 dies: „Liestal. Die Mittel des Baselbieter Energiepakets, mit dem Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich gefördert werden, sind fast aufgebraucht. … Die Mittel reichen noch knapp bis ins Jahr 2018… . Die weitere Finanzierung des Energiepakets ist allerdings infrage gestellt, nachdem das Baselbieter Stimmvolk im November 2016 die Einführung der Energieabgabe mit rund 57 Prozent Nein-Stimmen verworfen hat. … Liestal hofft auf ein Ja bei der nationalen Abstimmung zur Energiestrategie 2050 im Mai.“

Fordern Sie nun bloß kein „Nachhaltigkeitsreporting“ bei der Energiestrategie der Liestäler. Das Wort sagt Ihnen nichts? Roche mit Standorten in Mannheim und Wyhlen an der Schweizer Grenze hat es vorgemacht, diese Art des Reportings. Zusammen mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut haben die ‚Guten‘ von Roche sich sozusagen selbst kontrolliert, das heißt, ihren Nachhaltigkeitswert oder dergleichen ermittelt beim Produzieren von Medikamenten etc. Und dies taten sie unter, beziehungsweise mit sozialen und ökologischen Gesichtspunkten. Nun, die Roche findet, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit in der Produktion sich nicht ausschließen (müssen). Die CO2-Emissionen sollen von den Jahren 2007 bis 2014 um knapp weniger als 15% zurückgegangen sein.

Wir werden hier auf Kandernundmehr-News im Zusammenhang mit Roche und anderen wie Roche aber vorerst dennoch, trotz wirtschaftlichem Erfolg und selbst angezeigten sozialen Verbesserungen für die Arbeiter im Werk etc., von Chemischer Industrie sprechen und keine verbalen Weichspüler wie „Gesundheitsindustrie“ oder dergleichen verwenden wie andernorts, um das Phänomen zu bezeichnen. Doch machen wir uns nicht allzu viel Sorgen. Wieso auch? „Die Industrieproduktion in der Schweiz läuft wie zu Boomzeiten. Und die Aussichten sind rosig. Es sind weitere Produktionssteigerungen zu erwarten. Im März stieg der Einkaufsmanagerindex (PMI) um 0,8 Punkte auf einen Stand von 58,6 Zählern. Das ist der höchste Stand seit Februar 2011 und deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie die Credit Suisse am Montag bekannt gab. (Nordwestschweiz, 4. April 17, BZ).“

Und, siehe da, der öffentliche Rundfunk der Schweiz schreibt nun auch Schwarze Zahlen im Betriebsjahr 2016 – auch wenn er seit April 2015 per gerichtlichem Dekret verpflichtet wird, Mehrwertsteuer auf den Empfangsgebühren fortan selbst zu berappen (35 Mill. Franken jährlich). Ja, die gute Credit Suisse. Sie „verfolgt gegenüber Steuerhinterziehung eine Nulltoleranzpolitik“. In der Financial Times oder dem Wall Street Journal wurde anscheinend eine so lautende Anzeige von ihr höchst persönlich gestartet. Die BZ vom 4. April 17 schreibt des Weiteren auf Seite 10: „Für viele Schweizer Banken war das Verwalten von unversteuerten Vermögen jahrzehntelang ein wichtiges Standbein. Nach der Finanzkrise begannen aber die ausländischen Behörden gegen die lukrative Praxis vorzugehen. Nur mit der Bezahlung von Milliardenbeträgen konnten sich die Institute freikaufen. Zumindest für Europa und die USA ging die Bank bisher davon aus, dass sie dieses Thema nun zu den Akten legen kann. Die Schweizer Behörden waren nicht informiert über die koordinierten Razzien. Die Bundesanwaltschaft reagierte „befremdet über die Art und Weise, wie diese Operation unter bewusstem Nichteinbezug der Schweiz“ organisiert worden sei. Die geltenden Gepflogenheiten und Regeln der internationalen Zusammenarbeit [auch Kungel-Mungel also] und des Rechtshilfeverkehrs [also auch Rechtsumgehung teils] seien „hier offensichtlich nicht eingehalten“ worden, hiess es in einer Mitteilung. Die Bundesanwaltschaft [der Schweiz] erwarte eine schriftliche Erklärung der zuständigen federführenden niederländischen Behörden und prüfe das weitere Vorgehen.“ „Nach dem US-Stimmrechtsberater Glass Lewis rät auch die Schweizer Stiftung Ethos den Aktionären der Credit Suisse, an der Generalversammlung vom 28. April, alle Traktanden zu den Vergütungen von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat abzulehnen. Aus ihrer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass die zwölf Konzernleitungsmitglieder für das vergangene Geschäftsjahr Boni von insgesamt 26 Mio. Fr. erhalten sollen, derweil die Bank einen Verlust von 2,7 Mrd. Fr. erlitten hat. Inakzeptabel ist für die Stiftung zudem, dass jeder der 939 von der Bank als Schlüsselperson (<Key Risk Taker>) eingestufte Mitarbeiter eine Vergütung von durchschnittlich 1,5 Mio. Fr. erhält (NZZ, 08.04.17).“

Zeck, die hat gesessen! Wieder mal eine Watschen eingefangen. Die Credit Suisse kommt so wenig wie die Deutsche Bank aus dem Dunst von Betrug, Willkür und übertrieben arrogantem Auftreten auf den Finanzmärkten sowie andernorts offensichtlich einfach nicht so leicht heraus. Auch fällt es der Credit Suisse schwer, sich auf ihr ursprüngliches Geschäftsmodell zurück zu dimensionieren, also auf das pure Bankengeschäft ohne Spekulieren an der Börse hier und dort und woanders halt auch noch etc. Die schweizerische UBS pflegt das gleiche Problem (die Deutsche Bank sowieso); und auch von daher ist auf mittlere Sicht der angehäufte Wohlstand, aber auch das Ansehen der Schweiz in der Welt, eigentlich ziemlich gefährdet. Credit Suisse intern ist währenddessen reger Wechsel an der Spitze des Immobilienfonds zu verzeichnen: „Ruth Schmeling übernimmt von Francisca Fischer das Management des 360 Mio.Fr schweren CS REF Global und zugleich die Leitung des Bereichs Real Estate International. Rainer Scherwey, der diesen Bereich bisher unter sich hatte, gibt sein Amt sowie das Fondsmanagement des CS REF International aus persönlichen Gründen ab. Dort folgt ihm Marc-Oliver Tschabold, der seit 2008 bei der CS tätig ist.“

In diesem Zusammenhang denkt man sodann auch gleich an Kritiker wie den Schweizer Jean Ziegler, der wiederholt auf die nicht nur aus seiner Sicht unethischen Geschäftspraktiken einiger – Schweizer – Multis hinweist, die beispielsweise die Finger vom Dealen an der Börse mit Nahrungsmitteln und dergleichen nicht lassen können. Sie sind es noch immer zu oft, die die erwähnten Geschäfte sogar antreiben; und eher tatenlos zusehen, wenn ganze Landstriche dabei den Bach irgendwo in der sogenannten Dritten Welt runtergehen. Unbarmherzig und eiskalt auf Profit gedrillt!

Insofern gibt der aufgestaute und sichtbare Reichtum, beispielsweise in der Schweiz oder in Deutschland, wahrscheinlich so manchem Flüchtling aus Afrika oder sonst wo aus der Welt dort angekommen gewisse Einblicke. So zum Beispiel den, dass er oder sie im Angesicht dieses Luxus glaubt, plötzlich begreifen zu können, was ihm und seinesgleichen in der Heimat an Leid, Armut, Krankheit und Krieg etc. zugemutet wird, entweder diametral oder direkt oder beides in Beziehung stehend mit der prunkvollen Ambiente, die sich ihm oder ihr unverhohlen im Herzen Europas bietet. Aus dieser Warte betrachtet, das Thema Integration von Asylsuchenden anzugehen, bedarf gewiss viel mehr Abklärung, die aber, so ist anzunehmen, tunlichst gemieden wird von uns Mittel- und Nordeuropäern im Allgemeinen. Noch ist dem so. Wer hier der Bittsteller ist, soll allen Beteiligten von Anbeginn eines Asylverfahrens klar sein oder werden. Doch das ist es offenbar genau nicht immer, wie an zig Beispielen gezeigt werden könnte, wo das Verhalten der Fremden – oder gar Terroristen -, welches man nicht versteht oder einordnen kann, mal schnell lediglich mit ihrer Religion und der anderen kulturellen Prägung erklärt wird – ohne sich mal richtig fest an die eigene Nase zu fassen, noch besser eventuell: in diesen Kolben im Gesicht zu zwicken.

Und Letzteres deswegen nicht, also dass manch Asylsuchende/r sich als Bittsteller/in bereit ist zu sehen, weil viele unter ihnen sehr wohl die Zusammenhänge so ähnlich zu sehen gelernt haben, wie sie beispielsweise Jean Ziegler sie in einigen seiner Bücher – so oder wenig anders – formuliert. „Dass Ursula von der Leyen zum Thema [Beteiligung der Bundeswehr, indirekt, an einer großen Tragödie im nordsyrischen Al-Mansura] bislang schweigt, [wie auch die Nachrichten auf ZDF oder ARD etc.] ist ärgerlich. Denn wenn die Bundeswehr schon die Planung von solchen Luftanschlägen unterstützt, sollte die Öffentlichkeit hinterher wenigstens erfahren dürfen, wer was warum entschieden hat“, schreibt die Oberbadische am 1. April 17. Ja, Ziegler und andere seines Schlages sind dem Mainstream umstrittene Personen, so umstritten wie die Politiken von der Leyen & Co es anderen sind. Aber …

Na ja, wollen wir nicht behaupten, da kämen einem gleich Erinnerungen an düstere Zeiten, wenn von Ziegler die Rede ist, oder wenn das Vermögensverteilungs-Thema so, wie von seinesgleichen angeschnitten wird. „In Basel soll eine Gedenktafel bei Käppeljoch [daran] erinnern. … [, dass Ziegler und seinesgleichen …] mit dem Teufel verkehrt haben. Das da eben ist ausgemachter Qautsch: Anstatt „Ziegler“ müsste da nämlich was von „Hexen“ und deren Verbrennung stehen. Für zumindest 29 Frauen, von denen man Kenntnis hat, dass sie an jenem Ort einst vor recht langer Zeit gefoltert und getötet wurden, weil die Mehrheitsgesellschaft keine Meinung neben der ihrigen dulden wollte – und aus anderen Gründen -, wird erwähntes Gedenken beim Käppeljoch in Basel errichtet.

Versprochen: Ich nehme mich von nun an besser an die Leine. Kann doch nicht sein, den Leser so in die Irre zu führen: Hexen – Jean Ziegler usw. Demnächst womöglich noch Hunde? Weil letztere sollen, wie es sich auch in Deutschland gehört, eigentlich an der Leine gehen. In der Schweiz ist der sogenannte Leinenzwang aber von Region zu Region verschieden geregelt. Eigentlich müssen im Wald lediglich die Baselbieter und Aargauer Hundele an die Leine. In der restlichen Schweiz können sie lustig herumstreifen die meiste Zeit im Jahr und beispielsweise Bodenbrütern den Gar ausmachen. Und so spricht man im Amtsdeutsch oder Amtsschweizerisch von „Hunderiss-Zahlen“. Im Baselbiet liegen die im Jahr so um die 30 Vorfälle. Allerdings müssen die lieben Hunde im Baselbiet im Winter nicht an die Leine. Schließlich müssen sie ja auch mal Auslauf in den Wäldern haben. Rehe sollen kopflos vor allem dann zu rennen beginnen, wenn sich ihnen Hunde nicht kläffend, sondern leise nähern. Ach so ja: In Basel-Stadt müssen Hunde überhaupt nicht an die Leine. Wahrscheinlich werden von Hunden angefallene Menschen nicht unter die Hunderiss-Zahl subsummiert von der Behörde. Versicherungen dürften in einem solchen Fall für die entstandenen Kosten auch dann einstehen, wenn der Halter eines Hundes nicht ermittelt werden konnte, ist zu hoffen. Eine Krankenkasse hat ein jeder Schweizer.

Henry Habegger schreibt in der BZ vom 4. April 17: „ … Aber die neue Krankenkassen-Initiative, die jetzt aus der Westschweiz lanciert wird, ist aus anderem Holz geschnitzt. Sie ist keine Radikalkur, sondern eine Therapie in quasi homöopathischer Dosierung. Sie gibt den Kantonen mehr Einfluss, aber auch mehr Verantwortung bei der Tarif- und Prämiengestaltung in der obligatorischen Krankenversicherung. Gleichzeitig wird aber kein Kanton gezwungen, das neue System zu übernehmen. Wer will, bleibt beim heutigen. Also insgesamt ein sehr föderalistischer, ein sehr schweizerischer Ansatz. Ein Ansatz, der zudem den Wettbewerb zwischen zwei Systemen und auch zwischen den Kantonen verspricht. … Es spricht also viel für diese Initiative. … Wenn Kantone mehr Macht erhalten und mehr mitreden können bei Tarifen, kann das nur von Vorteil sein. Denn sie haben im Unterschied zu den Krankenkassen und deren Alliierten wirklich ein Interesse an möglichst tiefen Gesundheitskosten und damit Prämien.“ Die Sympany Unfallversicherer knackten gerade die Milliardenmarke. Die scheinen groß rauszukommen. Medartis in Basel wächst ebenso rasant. Der Name sagt es schon, es ist ein medizin-technisches Unternehmen. Gelegen ist es am Stücki-Science-Park in Basel. Produziert wird NUR in der Schweiz, sonst nirgendwo auf der Welt. Implantate. Noch ist die Medartis nicht an der Börse notiert und keinesfalls will sie sich wie einst die Synthes an Johnson & Johnson oder andere große – amerikanische – Haifische in der Med-Branche verkaufen, siehe auch die schweizerische Symetis (Herzklappen) – noch ist es also nicht so weit oder vielleicht wirklich nie! Gerade erst erfolgreich an die Börse ging die Berner Galenica Santé. Sie ist diejenige Tochtergesellschaft der Galenica, die die meisten Apotheken der Schweiz beliefert. Kann gut sein, schreibt die NZZ am 08.04.17, dass „Galenica Santé per 12. Mai in Galenica umbenannt wird.“

Erfolgsgeschichten made in Switzerland also! Ein weiterer Erfolg zeichnet sich gerade dort ab, wo der Kaiser sogar allein hinzugehen gedenkt: aufs Dusch-WC. Wer schon mal in der Türkei war, weiß so in etwa, was gemeint ist. Ein WC, wo ein Wasserstrahl angedreht werden kann, noch auf dem Klo sitzend, mit dem dann ALLES saubergewaschen werden kann. Tolle Erfindung. Und diese Erfindung scheint auf dem Markt für solche Artikel mehr und mehr Zuspruch zu erhalten in Nord- und Mitteleuropa. Villeroy & Bosch sollen auch schon auf den neuen Badezimmer-Trend aufgesprungen sein. Und bekanntlich macht das sogenannte gemeine Volk gern und erst dann Trends nach, wenn sie die Oberen einmal als chic empfanden. Gewiss könnte man so einen Thron auch in Holz anfertigen, wie ihn die Türken eben schon in der einfachsten Wohnung seit Jahren haben bei sich in der Türkei. Schreinerei Berger und Formativ in der Rebackerstraße 2/1, 79400 Kandern- Holzen sollten sich diese Geschäftsidee wirklich mal durch den Kopf schießen lassen – „Türkenklos für Badens Popos aus Holz“. Klingt doch wie ein gelungener Werbeslogan. Der ist hiermit urheberrechtlich geschützt! Die beiden, Formativ und Berger, gelten jedenfalls als kreativ. Komplette Küchen und Bäder stellen die beiden unter anderem her. Sie fertigen offenbar gern sogenannte Unikate an – also jeder seinen ganz speziellen Balken, um darauf sitzend sein Geschäft zu erledigen? Nee jetzt mal ernster. Die beiden sollen wahrhaft und wirklich auf die Bedürfnisse ihrer Kundschaft eingehen, schreibt die Oberbadische am 1. April 2017 – und es scheint kein Aprilscherz zu sein. Anfragen können gewiss nichts schaden in puncto Türkenklo aus Holz, verehrte Leser (07626-8036). Bedenken Sie doch: Was raus muss, das muss halt raus! Wir sind doch alle nur Menschen, stimmt’s?

Und manche Leute geben sich nicht damit zufrieden, lediglich auf der Toilette ES täglich einmal raus zu lassen. Die wollen einfach weg. Und was läge da im Dreiländereck wohnend näher, als sich an den Euroairport zu begeben? Nun, der Euroairport und seine neuen Destinationen liegen manchem eventuell näher zwecks Wegkommen als in der Stammkneipe Biere wegzuhauen. Zumal es nun vom Flughafen Mulhouse-Basel auch nach Dubrownik, Sylt, Jersey, Osijek; und mit der Small Planet nach Zypern, wie ja auch seit Jahren mit der Easyjet bekanntlich. Klar, man könnte auch mit dem Auto auf den Balkan, nach England oder eben nach Sylt fahren. Um nach Zypern mit „des Deutschen Mannes besten Freund“ zu gelangen, müsste man das Gefährt entweder umnutzen oder aber auf ein Schiff verladen lassen, was wahrscheinlich schwierig und vor allem teuer sein dürfte – durch die Türkei brettern bis nach Mersin und dann mit der Fähre? Also umnutzen!

Mit Umnutzungen hat sich Frau Barbara Buser im Großraum Basel einen Namen gemacht. Klar doch: Dafür hat sie einen Naturschutzpreis erhalten. Es geht bei ihr darum, Dinge umzunutzen: siehe das Hanro-Areal im Liestal/Schweiz, das Walzwerk in Münchenstein/CH. Sie ist auch die Gründerin der „Bauteilbörse Basel“. Ihre Ideen finden Verbreitung in der Welt. Pro Natura Basel hat dann wohl für 2017 die RICHTIGE gewählt, um ihren Naturschutzpreis entgegen nehmen zu lassen.

Weniger gut gewählt, kommt vielen der Entschluss der „Basellandschaftlichen Kantonalbank“ vor, die aus Sicht manches Kunden zu viele ihrer Schalter schließen möchte. Sie mag verstärkt Online gehen anstatt. Diese Bank hat sogar eine Bank auf Rädern im Repertoire, welche 6 Gemeinden abklappert mit ihrem Dienst – grenzt doch schon an Romantik, oder? Nur noch 18 Schalter, wo menschliches Personal bedient, sollen im Baselbiet bestehen bleiben. Videoberatung gibt es ansonsten – eventuell – anstatt. Für manch Senioren lassen solche Entscheide einer Bank gewiss recht dunkle Wolken aufziehen.

Die Arbeitsgemeinschaft der „Senioren/AG 60 plus“ der SPD Lörrach kann sich nicht wirklich beklagen. Die sind recht aktiv. Trafen sich neulich zur Mitgliederversammlung im Gasthaus Sonne in Schopfheim. Das ist dort, wo man zum Mittagstisch nur schwer, bis gar keinen Platz erhält und andere Gäste, die zeitlich nach einem kommen, an einen Tisch gesetzt werden, vor allem, wenn man alleine kommt und neu ist. Nun, was soll’s. Beim Griechen um die Ecke sind sie sogar ausgesprochen freundlich, sogar, wenn der Laden mal wieder brummt – und schmecken tut es dort auch. Das ist hier somit so was, wie ein Rat. Bernd Sevecke (ehemaliger Leiter des Markus-Pflüger Heims in Schopfheim) wurde jedenfalls wieder zum Vorsitzenden des Kreisseniorenrates gewählt. Hartmut Brauer ist nun sein Stellvertreter. Herr Seveckes Frau, die Giesela, ist Schriftführerin. Die eben Genannten gemeinsam mit Herrn Asal werden am 29. Juli 2017 in Esslingen an der Landesdelegiertenkonferenz der AG 60 teilnehmen. Man darf gespannt sein, welche Nachrichten sie von dort mit sich bringen werden. Dass die genannten Delegierten der AG 60 als archäologische Sensation in Esslingen gehandelt werden, dürfte die Nachricht von dort wohl nicht werden. Eher nicht. Indes sind es dennoch Lörracher, die einen sensationellen Fund gemacht haben, und zwar in Stetten, welches vor den Toren Basels liegt. Das Tennisheim des TuS Lörrach-Stetten sollte nämlich erweitert werden. Und da geschah ihnen, was auch in Orten wie beispielsweise auf Zypern oft passiert, wo uraltes Zeug plötzlich zum Vorschein kommt beim Buddeln, dass sogar auf ein versteinertes Skelett eines Heterodontosaurus gestoßen wird. Erweiterung der TuS Tennisklause kann man somit vorerst wohl vergessen? Des Weiteren heißt der Fund für die oder den einen oder anderen im Verein ja vielleicht doch, besser gleich ins archäologische Fach hobbymäßig zu wechseln, bis wieder anständig Tennis gespielt werden kann!? Herr Wehner und Herr Wetzel haben das versteinerte Raubtier von Stetten gefunden und gemeldet – den „Wehn-Wetz-Saurus!“ Vielleicht wird schon bald eine Replik dieses Sauriers am Fundort in Stetten zu sehen sein und den eben ersonnen Namen erhalten?

Jedenfalls wird eine Replik vom sogenannten „Männle“ auf dem Sener Platz Lörrachs das Original demnächst vertreten. Doch Letzteres nur dann, wenn die Spendenfreudigkeit der Lörracher und anderer entsprechend groß ist. 40.000 Euro-Stutz kostet so etwas. Ist auch Ihnen das Männle oder öffentliche Kunst im Allgemeinen in Lörrach solch einen Betrag wert? Guido Neidinger schrieb darüber am 1. April 17 und irgendwie muss da was dran sein, trotz des Datums (Oberbadische). Sie haben also die Wahl, verehrte Leser: Geld für Kunstprojekte zu spenden oder abwarten. Sie haben die Wahl allerdings auch, wenn Sie zukünftig mit dem Rad unterwegs sein werden. Genauer: Es steht zur Wahl, ob sie mit ihrem Fahrrad lieber auf der Straße fahren oder eben doch dort, wo die Fahrradfahrspur ansonsten angezeigt ist im deutschen Teil des Dreiländerecks – am Straßenrand oder auf den Gehsteigen. Dass Sie nun die Wahl darüber haben sollen unterwegs auf zwei Rädern, basiert auf einem Gerichtsentscheid. Von daher nicht wundern, wenn demnächst still und leise die blauen Schilder verschwinden, die ansonsten als festlegen, dass Radfahrer hier und nirgends anders zu fahren hätten im öffentlichen Verkehr. Ein bisschen Geduld ist aber schon noch von Nöten, bis es so weit sein wird – schätzungsweise 2 Jahre; dieser anvisierte Zeitraum wird hierzulande wahrscheinlich nicht dem prolongierten Beispiel des Flughafens in Schönefeld/Berlin folgen, wo sich noch immer nichts tut; und wo im Gegenteil die Bevölkerung bereits ihren Unmut kundtut darüber und fordert, dass der gute alte Flughafen Tegel keinesfalls geschlossen wird!

Im Südwesten der Republik, genauer in Schopfheim, soll die Bevölkerung sich mehrheitlich für ein Krankenhaus im Ort aussprechen – ja, auch fordern. Bloß wo den Kasten in der Gemeinde neu hinbauen? Viele finden, dass das vorhandene Krankenhaus einfach nur aufgemöbelt gehört, also in irgendeine erkenntlichere Richtung zu spezialisieren sei, anstatt eines Neubaus, und den womöglich noch in nächster Nähe zur Bundesstraße – versteht sich, all das nach Abstimmung mit den Spezialisierungen anderer Häuser. In Schopfheim scheint, wie in Berlin, langes Warten und eine größere Portion Geduld gefragt, bis die Herren und Damen im Landratsamt Lörrach klarer sehen. Um die Ecke von Schopheim, im Kleinen Wiesental, wo die vielen Kräuter auf den Wiesen anzutreffen sind, kommt das ersehnte Fördergeld für die Wasserwirtschaft und für sogenannte Altlasten wahrscheinlich endlich mal an. Man wurde bei der Verteilung der Gelder aus dem Fördertopf berücksichtigt. Im Landkreis Lörrach erhalten die Wiestäler dieses Jahr sogar den höchsten Förderbetrag. Ganz durch ist das Ding allerdings noch nicht. Der Landtagsabgeordnete Rainer Stichelberger SPD geht nach einem Bericht der Oberbadischen vom 1. April jedoch davon aus, dass dem so sein wird.

Andernorts, nämlich in Zell im Wiesental, beschäftigt unter anderem „die Umsetzung der neuen Weide-Wald-Abgrenzungen. Wenn diese durch den Forst so umgesetzt werden soll, wie es 2016 geplant war, würden viele Weidegrenzen oder Gebüschgruppen, die als Unterstände für Weidetiere dienen, zum Wald zugeschlagen werden. Die [genannte Umsetzung] könnte nicht im Sinne der Stadtverwaltung sein, so die Meinung vieler Mitglieder [des Landschaftspflegevereins Zeller Bergland]. Man einigte sich darauf, in den nächsten Wochen eine Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Landschaftspflegeverein und Forst zu forcieren, damit eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann. Auch Diethild Wanke von der Weideberatung des Landratsamts Lörrach will die Landwirte bei diesem Thema unterstützen. Sie freute sich, dass für den Mambacher Geißenberg ein neuer Bewirtschafter gefunden wurde (Oberbadische, 1. April).“

Bergig ist es in der Region gleichwohl. Nicht all zu hoch. Von Kandern kann über den einen Berg (südöstlich), vorbei am bereits erwähnten Anfang des Roten Rain Weges nach Schlächtenhaus und Steinen gelangt werden. Eine zauberhaft schöne Strecke wie in den Werbefilmen aus der Schweizer Alp, wo die Milch noch gut schmecken soll. Das „Scheideck“ im Wald lässt man auf der Fahrt von Kandern kommend Richtung Steinen rechts liegen, wie auch die Jugendherberge, in der vor noch nicht allzu langer Zeit Flüchtlinge untergebracht waren. Kann gut sein, dass einige von ihnen der abgelegenen Lage wegen nicht so glücklich darüber waren, dort behelfsmäßig untergebracht worden zu sein – damals. Kann aber auch sein, dass die dort einst wegen Platzmangel untergebrachten Flüchtlinge inzwischen die grüne Ruhe, den nahen Forst, Weiden und die Pferde auf der Koppel ums Haus vermissen und womöglich gar verklären in der Erinnerung. Wahrscheinlich ist es auch den eben genannten Neuzugezogenen zu danken, dass im schönen Steinen, welches direkt an der Bahntrasse nach Basel oder Zell im Wiesental liegt und für seine Schwarzwald-Wurstprodukte sogar in London bekannt ist, wo man eine Zweigstelle für die Produkte eines ortsansässigen Unternehmers bislang erfolgreich unterhält, die Zahl der Kinder, die einen Platz in einem Kindergarten brauchen, recht spürbar gestiegen ist. 2016 zogen 50 Kinder nach Steinen mit ihren Eltern, jetzt sind es bereits 70. Das Bürgermeisteramt Steinens mit seinem Stab scheint noch an einer Lösung dieser Herausforderung zu operieren. Da ist es durchaus vernünftig, werden einige nicht nur in Steinen schlussfolgern, nun endlich eine Überbrückung der B317 vor Steinen in Angriff zu nehmen, sei notwendig geworden. Spatenstich war am 01. April 17.

Und zuletzt noch dies aus Steinen: Der „Vogelpark Steinen“ ist wieder geöffnet. Zahlreiche Jungtiere sind zu sichten, so auch ein Baby-Känguru. Zu den Höhepunkten zählen anscheinend aber die Flugshows und die Berberaffen-Fütterung. Der Vogelpark ist also so eine Art Kleinzoo, auch mit Tieren hinter Gittern. In gewisser Weise haben die Tierchen im Vogelpark so und teils hinter Gittern ihren garantiert vertraulichen Raum, der sie schützt. Das ist gewollt, dass sie sich im Vertrauen darauf zurückziehen können. Im schweizerischen Olten gab es im Jahr 2013 eine sogenannte Babyklappe, wo Mütter in Not geraten, ihr Baby ablegen konnten im Vertrauen darauf, dass der/die kleine Erdenbewohner/in irgendwie überlebt. Jetzt sollen Schwangere eine vertrauliche Geburt in Solothurn, wie auch in Olten durchführen können. Was das bedeutet? Die Mütter brauchen vor, während und nach der Geburt ihre Identität nicht preiszugeben. Sind 6 Wochen verstrichen, kann so eine Frau das Neugeborene zur Adoption freigeben. Nur wie die Mutter die Zustimmung zur Adoption geben kann, ohne ihre Identität preiszugeben, dass bleibt vorerst weiterhin das Geheimnis von Isabel Hempen, die einen Artikel dazu in der Schweizer BZ vom 4. April 17 veröffentlichte. Die Betroffenen scheinen ein Pseudonym zu verwenden – und wirklich nicht mehr!? Irgendwie pseudo, oder?

Und manch Schweizer wohnt Art pseudomäßig in einer Stadt der Schweiz. Nach Schweizer Zivilrecht ist nämlich das Bürgerrecht in der Schweiz an den Heimatort gebunden. Es ist somit vor allem Gemeindebürgerrecht. Vielen Schweizern ist es eine kleine Stange Geld wert, sich an ihrem gegenwärtigen Wohnort einbürgern zu lassen. Sogar die Stadt Basel selbst wird da aktiv. Sie schreibt Leute an und bietet an, sich doch das Basler Bürgerrecht zu holen, beispielsweise als Züricher, der in Basel schon länger wohnt und arbeitet. Dass die Anzahl jener, die Basel wählen als Lebensmittelpunkt zunimmt, spricht vor allem auch dafür, dass es vielen inzwischen chic erscheint, als Basler zu firmieren – was vor Jahren für Züricher undenkbar war. Lokalpatriotismus adé!? Doch nicht jeder kann das zu durchlaufende Auswahlverfahren bestehen im Bürgerrechts-Erlang. Nur BRAVE Leute werden Basler, vor allem jene, die für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen, Arbeiten gehen und möglichst kein allzu langes Strafregister haben.

Ob Marhte Gosteli aufgrund ihrer politisch orientierten Aktivitäten auch ein Strafregister hat/te, ist hier nicht bekannt. Gewiss hat man sie in gewissen Schubladen und dergleichen gewisser Schweizer Behörden geführt und aufbewahrt – und vielleicht auch beobachten lassen? Nun, die große Frauenrechtlerin ist in ihrem 100sten Lebensjahr verstorben. Sie hatte in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich die Schweizer Frauenbewegung engagiert mitangeführt („Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung“ in Ittigen – Bern). Einen Ehrendoktor der Uni Bern erhielt sie 1995. 100 Jahre alt zu werden, hat schon was Majestätisches.

Die nationalrätliche Rechtskommission hat … mit 13 zu 11 Stimmen bei einer Enthaltung eine parlamentarische Initiative von Beat Flach … gutgeheissen. Flach verlangt die Streichung von Artikel 296 des Strafgesetzbuches [der Schweiz]. Dieser stellt die öffentliche Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts unter Strafe,“ besser bekannt unter der Majestätsbeleidigung. Wirklich immer wieder erfrischend fortschrittlich, diese Schweizer, und wie sie es schaffen, sich den Gegebenheiten rechtzeitiger als andere anzupassen – nicht immer, aber öfters. Und des Weiteren: „Die Rechtskommission ist der Ansicht, das Schweizer Strafrecht stelle auch ohne Artikel 296 genügend gesetzliche Grundlagen für eine Strafverfolgung zur Verfügung! (NZZ 08.04.17).“

In der oben bereits zitierten Ausgabe der NZZ und in Sachen Justierung erfahren wir beispielsweise, dass die Leitung der Basler „Kaserne“ von Sandro Lunin übernommen wird. Er verlässt das „Theaterspektakel“ Zürich. Der 1958 Geborene sei „die richtige Wahl für Basler Koproduktions-, Gastspiel- und Konzerthaus!“ Der Künstler und Basler Thomas Ritz erhält den Keller-Wedekind-Stiftungs-Preis. Er hinterfrage „unser Verhältnis zur Wahrnehmung und damit zur Wirklichkeit.“ Auch im französischen Elsass war Anpassen angesagt. Nun ist der Kraftakt wirklich vollendet. Peugeot hat im elsässischen Mulhouse seine Produktionsabläufe erneuert. Scheinbar können nun an einem Band verschiedene Autotypen hergestellt werden – „eine Revolution“ schreibt die L’Alsace begeistert. 56 Autos in 1 Stunde gehen vom Band. Der Peugeot 2008, 508, 508SW und der D57 Crossback werden so hergestellt. 18 Monate hat die Installation des neuen Produktionsverfahren bei Peugeot (PSA) in Mulhouse in Anspruch genommen.

Ein bisschen mehr Zeit als eventuell sonst sollte Ihr bevorstehender Besuch der 34.sten Buchmesse in Saint Louis/ Elsass schon in Anspruch nehmen, verehrte Leser. Die Buchmesse wird vom 12. bis zum 14. Mai ihre Pforten inmitten Saint Louis offenhalten für Sie. Das Motto der Buchmesse dieses Jahr lautet übersetzt: „Zusammenleben. Einer mit dem anderen!“ 200 Autoren, Denker, Romanciers sowie auch andere Künstler werden anwesend sein. Das alles geschieht unter der Leitung Herrn Jean-Claude Carrière, der als Ehrengäste Herrn Bernd Werber, Sylviane Jaoui, Franz-Olivier Giesbert und Tonino Benacquista haben und vorstellen wird. Gewiss wird die Buchmesse („édition du forum du livre“) unschlagbar, sozusagen, für das kulturelle Leben der Stadt und der Region einmal mehr ausstrahlen, gewiss auch viele Fragen aufwerfen, die beantwortet werden sollen – und teils wohl auch beantwortet werden.

Roger Federer ist DER Basler, der sie ALLE im Tennis derzeit schlägt, woran es wahrscheinlich wenig bis gar nichts zu hinterfragen gibt. Den FC Basel, der in der obersten Fußballliga der Schweiz spielt, wünscht man sich mal für eine volle Saison in der Bundesliga und/oder in der französischen Premier Division spielend, sowie den Freiburger FC in der Premier Division und/oder der Super League der Schweiz und den RC Straßburg – solange dieser nicht in der Premier Division Frankreichs untergekommen ist – in der 2. Bundesliga und/oder der 2. Liga der Schweiz. Deutschland eckt von seinen Dimensionen her inmitten Europas eh zumindest 4 Mal an Nachbarn an, die auch Fußball spielen können, sodass sich 4 Mal solch grenzübergreifender Austausch organisieren ließe. Wird nämlich höchste Zeit, dass Europa im Inneren endlich noch ersichtlicher und spürbarer zusammenwächst, warum nicht auch noch betonter über den Sport, den sich offenbar die meisten ansehen!?

Bayern München in der tschechischen und/oder österreichischen Liga – hurra, au ja toll! Das wollen wir sehen, allerdings dann mit der Auflage, sich keine neuen Spieler einkaufen zu dürfen. Doch wahrscheinlich reichen die, die sie haben, um dort noch weitere 5 Jahre lässig Erster werden zu können? Jedenfalls würde dann endlich mal jemand anders Meister in der Bundesliga werden; was so inzwischen auch auf den FC Basel zutrifft, der andauernd den Super League Meister der Schweiz stellt, ALLES GUTE DORTMUND – „… and give peace a chance … (Lennon, Ono)!“

 

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Κandernundmehr-News lebt!

Nein, dieses Internetblatt mit diesem eben genannten Namen lässt sich nicht so einfach aus der Welt befördern!

Dieses Blatt macht trotz einiger Widrigkeiten im Umfeld weiter!

Es hat etwas Zeit in Anspruch genommen – zugegeben -, sich neuauszurichten und gewisse grundsätzliche Entscheide zu fällen, doch jetzt sind sie gefällt!

Kandernundmehr-News wird jetzt, wie gehabt, objektiv, informativ und den frommen, guten und anders gearteten An-Schein der DINGE im Dreiländereck und natürlich in Kandern und darüber hinaus hinterfragend berichten – und dies stets zur Mitte eines Monats (plus, minus einen oder zwei Tag/e), und zwar ab März 2017.

Um sich einen Überblick zu holen von dem, was hier bislang berichtet worden ist, kann dieser auf kanderundmehr.com gewonnen werden. Auf der genannten Webseite ist der Button rechts namens „Kandern“ zu klicken, bevor speziell News zum Dreiländereck gelesen werden kann.

Sich etwas bei Zypernundmehr-News einzulesen, wie kandernundmehr-News auch noch heißt, gibt Ihnen einen Einblick in Politiken und andere Ereignisse, die im südöstlichen Mittelmeer – oft auch mit Bezug zu Deutschland – gerade relevant sind oder waren!

Kandernundmehr-News, nun separat eingerichtet auf Facebook, freut sich, Ihnen ihre unabhängige Sicht der Dinge weiterhin zu Hause, oder wo immer Sie sich gerade aufhalten, zur Verfügung zu stellen.

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Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz in Kehl beschwert sich bei der EU-Kommission in Brüssel über den französischen Staat. Die Ortenauer Verbraucherschützer wollen die französischen Behörden dazu bringen, keine Sozialabgaben mehr auf Mieteinkünfte, Einnahmen aus Kapitalvermögen und Wertzuwächse von Immobilien zu verlangen, die von EU-Bürgern erzielt werden, die in einem anderen EU-Land bereits sozialversichert sind. … Das Verbraucherschutzzentrum und zwei unabhängige Vereine berufen sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von Februar 2015. Dieses hatte das Vorgehen des französischen Staates untersagt. … Mit einem neuen Gesetz habe der französische Staat die Abgabepflicht aber wieder widerrechtlich eingeführt. Das Geld fließe zwar nicht mehr direkt in die Sozialversicherung, sondern an Fonds für die Altersversorgung. Diese Fonds übernahmen aber indirekt Aufgaben der Sozialversicherung, lautet die Argumentation (01. März 2017, Badische Zeitung).“

Was verstehen wir, was im Grunde ja schon alle unter uns bereits intus haben, nämlich: Behörden wollen kontrolliert sein! Nachdem, was alltäglich auf Bürger einfließt an Informationen, hat sich bei vielen der Eindruck festgesetzt: „Es wird immer schlimmer!“ Die Deutschen waren und sind für ihren Bürokratismus weltbekannt. Wer sich allerdings schon mal länger im Ausland aufgehalten hat, dürfte wohl meistens die Erfahrung gemacht haben, dass zuvor erwähnter Eindruck woanders zuweilen um Längen übertroffen wird.

Und so ist wenig verwunderlich, dass es zumindest einer Stimme bedarf, die gewisse Vorgänge und Schräglagen im DREILÄNDERECK benennt und davon berichtet – wie gehabt VÖLLIG unabhängig. Letzteres ist, was uns ganz besonders auszeichnet. Wir schreiben, was wir wollen im Rahmen der gegebenen Gesetze. Keiner da, dessen Interessen wir zu bedienen oder zu berücksichtigen hätten: Uns gefällt, was gefällt und missfällt, was eben missfällt etc., egal von wem!

Kandernundmehr-News, mag hier kurz angefügt werden, nimmt Anregungen Beobachtungen und Ansichten etc. der Leser gerne entgegen!

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Wer mit dem 55er-Bus schon mal von Weil am Rhein nach Basel gefahren ist, hat gewiss nach rechts gesehen auf der Brücke vor der Erlenstrasse, schräg gegenüber vom Badischen Bahnhof. Dort entsteht auf ‚bestem‘ Parkgelände ein Einkaufszentrum und wer weiß, was noch. Auf Kanderundmehr-News wurde schon vor Monaten beklagt, dass die schönen wilden Blumen dort für immer unterm Beton versenkt werden – obgleich: derzeit klafft gerade ein tiefes Loch. Wer weiß, wo die Erde, die die Blumen und Gräser einst beherbergte, hingeschüttet wurde?

Auch in Saint-Louis im Elsass, wo man eigentlich nirgends wirklich Tee trinken gehen kann, weil die Tassen so klein sind und der Preis dafür so hoch, wird „der Ausbau der regionalen Einzelhandelsfläche … auch im französischen Teil des Dreiländerecks forciert. Aktuell konkretisiert sich das seit Jahren am Euroairport (EAP) geplanten Einkaufszentrum.“ Der französische Konzern UNIBAIL will das Projekt bis 2022 fertiggestellt haben, schreibt die Badische Zeitung vom 01. März 2017 des Weiteren. Das Projekt entsteht zwischen Saint-Louis und dem Flughafen, irgendwo an der Autobahn 35. Verheißungsvoll liest sich, dass das Projekt auch Freizeitangebote einplant: Tennis, Kino, wer weiß, vielleicht sogar Theater. Eine „Tauchanlage!“ Bis hoch nach Emmendingen und Waldshut auf deutscher Seite sollen Kunden angezogen, beziehungsweise angesprochen werden. Was am Dreiländereck bezeichnend ist, ist, dass Aufbruchsstimmung herrscht – Goldgräberstimmung ist es nicht wirklich. Zwar kann durchaus Euphorie ausgemacht werden wie bei jenem klassischen Goldrausch einst über dem großen Teich. Bei manchem blinkern nämlich in den Augen geradezu sichtbar Euros anstatt wie bei den Goldgräbern in den Staaten Dollars zu Zeiten Billy the Kid.

Doch von Menschen geschaffener Wildwuchs wird diesmal ziemlich sicher nicht in die Landschaft gesetzt. Man hat auch im Südwesten Deutschlands gelernt, im Dreiländereck. Der Umweltgedanke, und vor allem der der Effizienz, haben trotz weiterem Betreiben vom Atomkraftwerk in Fessenheim im Elsass, planerisch Fuß gefasst – dennoch werden Umweltverbände und andere gewiss zuhauf auf Mängel hinweisen können, die dazu raten, von erwähntem Projekt abzusehen.

Ja, Block 2 in Fessenheim soll mal wieder in Betrieb gehen Anfang August 2017, unweit von Breisach ist Fessenheim gelegen, also auch nicht allzu weit von Freiburg oder Basel. Dass der Reaktorhersteller Areva eine fehlerhafte chemische Verbindung in den Unterlagen getürkt hatte, scheint des Profits wegen den maßgeblichen Beteiligten im ‚Reaktor-Risiko-Spiel‘ nicht wirklich von großem Belang zu sein – ist ja ‚nur‘ ein Atomkraftwerk. Und als sei das nicht schon genug, ist die Rede davon, dass es keine Sicherheitsbedenken mehr geben würde, weil, das betroffene Teil müsse nun doch nicht ausgetauscht werden.

Wie beruhigend!

Alles untersucht, alles gecheckt im Dampferzeuger unten, wird gesagt. Präsident Hollande hat bis Ende April 2017 die Möglichkeit, dem Spuk namens atomarer Notfall am Hochrhein ENDLICH ein Ende zu setzen. Warum tut er es nicht, nur, weil ein paar Leute lieber arbeitend in die Luft mit der alten Anlage fliegen wollen oder weil der Betreiber letztens 31 Leute eingestellt hat? Und dass die Bundesregierung nichts machen kann gegen das Betreiben dieser Anlage, ist auch nicht korrekt. Man ist schließlich anteilig mit im Boot und könnte sehr wohl einen entsprechenden Druck ausüben. Interessant ist, dass die Leute – wir eingeschlossen -, sich das einfach so gefallen lassen und das Risiko mittragen – um ihre Arbeitsplätze an solchen Orten kämpfen. Sagenhaft.

Reicht doch eigentlich schon zu wissen, dass bei einem atomaren Clash wohl nicht ausbleibt, dass man sogar in Rheinfelden oder Kandern was vom atomaren Unfall abkriegen dürfte; wie kann man an so einem unsicheren Ort bloß arbeiten gehen, wo an dem Atomkraftwerk über die Jahre eh Mangel über Mangel verzeichnet wird und niemand garantieren kann, dass UNS alle Mängel berichtet werden, die da LEIDER sein könnten und bereits verbucht wurden!

In derselben, zuvor herangezogenen Ausgabe der Badischen Zeitung wird des Weiteren – einen Steinwurf entfernt von dem Projekt unweit des Flughafens EAP – davon berichtet, dass die Kleinstadt Hunningue im Elsass ihre Pforten nun auch in Richtung Rhein versucht aufzumotzen und entsprechend ausbaut. Auf 30. 000 qm sollen so um die „300 Wohnungen, ein Hotel sowie Laden- und Büroflächen“ sich dort breitmachen. Und: das „Projekt schreibt sich ein in die seit 2011 verfolgte Vision des trinationalen Stadtteils „3Land.“ Die Brücke rüber ins Deutsche besteht ja bereits (seit 2007). Es müssen voraussichtlich noch weitere 5 Jahre oder mehr ins Land ziehen, bis alles steht. Ein Radel sich zuzulegen, macht hier in der Region allemal Sinn. Seit 2016 gibt es auch bei Hunningue einen Radfahrweg entlang dem Rhein.

Sollte man inzwischen in Kandern – im nicht allzu fernen Hinterland – auf die Idee gekommen sein, sich an diese Entwicklung besser anzubinden verkehrstechnisch, dann könnte zumindest auf deutscher Seite des Dreiländerecks von einer optimalen Ausgestaltung verkehrstechnisch gesprochen werden. Ein Fahrradweg besteht bereits bis Binzen von Kandern aus. Wünschenswert wäre noch ein befestigter Weg für Fahrradfahrer bis nach Haagen und somit Lörrach – ja, da ist ein Wald, aber … – von Kandern.

In Richtung Badenweiler, unweit von Kandern, gibt es auch die Ortschaft Sitzenkirch, wo es auch keinen Fahrradweg hingibt, auf zuweilen holprigem Waldrand. Kann gut sein, dass eine Eisenbahn-Trasse nach Müllheim via Sitzenkirch nicht berücksichtigt werden kann von Kandern aus. Es ist eher davon auszugehen, dass es die nächsten 100 Jahre nicht dazu kommt. Gern täuschte man sich da.

Vielleicht lässt ja das neuentdeckte „Alleinstellungsmerkmal“ die Sitzenkirchner durchaus berechtigt hoffen, dass zumindest ein Bahngleis von Kandern bis nach Sitznkirchen verlegt wird, auf dem dann FLEISCH in die Welt geschickt werden kann. Das wäre dann in etwa so eine Bahnstation wie in Kandern, nur, dass es dort Touristen sind, die man politisch korrekter Weise ja selbstverständlich nicht nur auf ihr FLEISCH reduzieren darf. Fährt man in der Gegend von Sitzenkirch mit dem Auto herum und sieht die friedlichen Kühe – mal nur ganz schwarze, woanders nur ganz helle – auf den schönen grünen Hängen stehen, überfällt einen unweigerlich so etwas in der Perzeption, wie: ländliche Idylle – das Gefühl von heiler Welt.

Doch wie könnte es anders sein: Dahinter steckt auch Geschäft, eines sogar, welches, wie gesagt, ein Alleinstellungsmerkmal hat, das, versteht sich, ausgeschlachtet gehört. Und dieses Merkmal versucht die Stadt Kandern nun wohl auch daher zu kapern, denn Sitzenkirch ist der Ort in der Region, der ein EIGENES Schlachthaus hat.

Manchem Beobachter mag dieser Ort, der auserwählt wurde, um das Schlachten in größerem Stil zukünftig zu betreiben in der Region irgendwie passend, anderen wohl eher unpassend vorkommen – das ehemalige Benediktinerinnenkloster. Es muss allerdings noch etwas ausgebaut werden und erneuert. Immerhin, der Gemeinderat in Kandern hat schon hurra geschrien, äh, positiv beschieden, dass man dabei ist. Ja, entweder die Studie des „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes“ oder aber ganz einfach, das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ wird den Kandernern ermöglichen, das Ding zu kapern, also sich anzuhängen oder einzubringen usw. Das Gebilde, welches gerade im Entstehen ist, heißt sodann „Schlachthausgemeinschaft“, in der sogar Gemeinden etwas weiter gelegen, wie Bad Bellingen oder etwas näher, Schliengen, Mitglieder sein werden.

Die armen schönen Kühe mit den schönen Fellen und wundersamen Augen auf den Weiden, Nutzvieh? Da wäre noch der nahe Nutzwald, der um Kandern und Sitzenkirch herum ziemlich intensiv genutzt wird: „Kein Zutritt, Achtung Lebensgefahr!“ stand da heute auf einem Schild und das hing an einem rotweißen Plastikband, welches mitten im Wald ausgerechnet MEINE bevorzugte Joggingstrecke abgeschnitten hat. Bei der Gelegenheit und schön im eigenen Schweiß vom Rennen kapierte ich plötzlich, dass das Wort „Forst“ überhaupt die angebrachtere Bezeichnung als „Nutzwald“ ist für das, was ich nun vielleicht nie wieder „Wald“ nennen werde in meiner Sprache.

Eine Bahntrasse von Kandern bis nach Haltingen muss einfach her – was auch sonst? Breitere Autostraßen etwa? Das kann’s nicht gewesen sein.

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Und unvermeidlich ist, auch wenn man sich zuweilen noch so in sein Tal verkriecht, dass halt doch etwas von der allgemeinen oben angeführten Entwicklung – und mehr – im Dreiländereck in Kandern ankommt. Wohnraum wird gebraucht. Letzteres hängt nicht nur mit den Flüchtlingen zusammen, wovon einige noch immer in Zelten vor Kandern hausen. Nein, die Region Dreiländereck wächst. Erfreulich ist, dass anscheinend auch mit zunehmend mehr Kindern gerechnet wird, die in Kandern eventuell zur Welt kommen oder mit ihren Eltern sich dort niederlassen. Die Gemeinde und ihr Gemeinderat stellen sich also darauf ein. Der Bebauungsplan „Rebacker II A“ kann als „Entwurf zur Offenlage“ auch im Netz angesehen werden. Die zweite Änderung des Plans wurde vom Gemeinderat am 27.07.2016 abgenickt. Darin steht, man habe sich für keinen Umbau des Kindergartens entschieden, sondern ein Neubau soll her. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben zu sein, auch wenn auf eine Umweltprüfung verzichtet wird. Man gibt vor, es eilig zu haben. Sagen wir mal: Die steigenden Mieten für den bereits vorhandenen Wohnraum plus Flüchtlingen vor der Stadt und eben auch der Zuzug von Grenzgängern macht das alles erforderlich. Das scheint angekommen zu sein. Inwieweit im Gemeinderat auch angekommen ist, endlich die Bahngleise auszubauen, damit täglich Züge bis nach Haltingen verkehren können, ist hier noch nicht bekannt. Auch dieses Projekt, so man inzwischen dafür ein Einsehen gewonnen hat, gehört mit Volldampf umgesetzt – bestens noch gleich eine Trasse nach Müllheim verlegen; nach Rheinfelden wäre wohl doch übertrieben?

Das Plangebiet in Rede (Rebacker II) befindet sich im „historisch gewachsenen Siedlungskern der Stadt Kandern – im Bereich des Forsthausgartens, im Bereich des bestehenden Kindergartens und die Freifläche davor“ sowie im Bereich der Forstverwaltung (1,61 ha). „… Die maximal überbaubare Grundfläche liegt unterhalb des Schwellenwertes des § 13a (1) Nr. 1 BauGB. … Die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich. … [E]ine Beeinträchtigung der Schutzgüter nach § 1 (6) Nr. 7 BauGB [liegt auch nicht vor] etc. … Innerhalb der Grün- und Freiflächen“ sollen möglichst „naturnahe Bereiche wie zum Beispiel kleine Trockenstandorte etc.“ hergestellt werden. „Da in die Lebensräume geschützter Arten eingegriffen wird, sind Maßnahmen zur Überwachung erforderlich. (siehe genannten Entwurf)“

Die beiden oben zuletzt angeführten Punkte stehen in den sogenannten „Empfehlungen“ des Entwurfs. Und dann steht da noch etwas, was insbesondere einige Anwohner um und in der Ochsengasse etc. ganz besonders erfreuen dürfte: Zwecks Platzmangel „wurde die Anzahl der auf den privaten Flächen nachzuweisenden Stellplätze erhöht. Aus dem gleichen Grund müssen Nebenanlagen, Einfriedungen, Stützmauern, Carports und Stellplätze, etc. einen Mindestabstand von einem Meter einhalten.“

Neuerdings gibt es in Kandern ja einen Verkehrspolizisten, der Streife läuft. Ob der wohl demnächst beauftragt wird, mit dem Maßband nachzumessen, ob die Abstände auch eingehalten wurden? Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, denn in Kandern regelwidrig parken, fällt recht schwer.

Auf diesen ‚sensationell lustigen‘ Einfall von eben kommt man doch des Messens von einem Meter Abstand wegen. Weil, ja, weil nämlich auf dem nördlichen Bereich des genannten Planungsgebietes Unschönes – eventuell – aufwartet, dass nicht so richtig ge- oder vermessen werden kann, wenn überhaupt vorhanden. Wie wir noch alle erinnern: Auch in Deutschland war mal Krieg. Und, Sie werden es nicht wahr haben wollen, verehrte Leser, Reste davon liegen noch immer herum, eigentlich gar nicht so weit von dort in Kandern, eventuell, wo Kinder in einen Kindergarten gehen usw.

Was ist also los!

Kampfmittelverdachtsfläche!“

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war im Juli 2016 ganze zwei Tage vor Ort und hat sich nach dem Zeug umgesehen, wo der neue Kindergarten hingebaut werden soll und/oder in dessen unmittelbarer Nähe. Angeblich haben die nichts von dem Zeug gefunden. So auch im Herbst des gleichen Jahres. Allerdings mag niemand ausschließen, dass da irgendwo, vielleicht weiter rechts oder doch eher links noch das eine oder andere Kampfmittel auf den nächsten Krieg wartet? Hier auf Kandernundmehr besteht EINDEUTIG die Meinung, dass das ganze Gelände, ohne Ausnahme, abgesucht wird, auch wenn nur der nördliche Teil als „Kampfmittelverdachtsfläche“ ausgewiesen wird! Vielleicht sollte man mal eine Mauereidechse lebendig ins Labor schicken, um zu sehen, ob dieser im Entwurf als schützenswerter tierische ‚Bewohner‘ des Geländes Ausgewiesene Spuren von diesem KRIEGSZEUG in oder an sich trägt – und danach setzt man ihn besser lebendig wieder dort ab, wo man ihn hergeholt hat. Er wohnt ja schließlich dort. Die Bestandssicherung dieser Eidechse ist nämlich behördlich angeordnet sowie entsprechende Maßnahmen, die es dafür zu ergreifen gilt!

Immerhin: Von sich aus prüft die Behörde, „ob einzelne Bäume mit vertretbarem Aufwand erhalten werden können.“ Nur wo fängt der „vertretbare[] Aufwand“ an und wo endet so etwas – bei 15 Euro 50 oder bei 15 Euro 60. Wer ermittelt diesen Wert und wie?

OK, man hat sich ja abgesichert, denn im Entwurf steht auch noch, was nicht übersehen werden darf: „Obwohl der Eingriff in den Baumbestand zulässig ist und keine Pflicht zu Ausgleichsmaßnahmen gemäß der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung besteht …“, kümmert man sich wie in etwa beschrieben um die Bäume. Ein Baum sollte möglichst auf jedem Grundstück stehen, wird empfohlen.

Die neuen Bauplätze werden einschließlich aller Kosten von der Stadt Kandern selbst veräußert.“

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Sollte man vor der Wahl stehen, sich von einem der überregionalen Anbieter eines Internetanschlusses verabschieden zu wollen, dann, so man in Kandern wohnt, gibt es einen örtlichen Provider, der sozusagen den Segen vom Bürgermeisteramt und höheren amtlichen Stellen hat. Der Haken an dieser Sache ist und bleibt vorerst, dass dieser 189 € Anschlussgebühr einmalig verlangt. Kann gut sein, dass diese Info schon veraltet ist, was hier aber nicht angenommen wird, weil die Webseite der Stadt Kandern das ja noch so anführt – und die sind hier ja schließlich auf Zack, wie man sagt.

So auf Zack ist man überhaupt allgemein, dass neuerdings sogar Personen, wie auf der Webseite der Stadt Kandern des Weiteren zu lesen ist, die „in Einrichtungen zum Schutz vor häuslicher Gewalt, in Einrichtungen zur Behandlung von Suchterkrankungen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder sonstigen Einrichtungen, …, in einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber oder sonstige ausländische Flüchtlinge oder in einer Justizvollzugsanstalt wohnen, … künftig ein sogenannter bedingter Sperrvermerk im Melderegister eingetragen [wird]. … . Bei Melderegisterauskünften an Private muss die Meldebehörde dann in diesen Fällen vor einer Auskunftserteilung die Betroffenen anhören und darf keine Auskunft erteilen, wenn durch die Beauskunftigung schutzwürdige Interessen von Betroffenen beeinträchtigt würden. … . [B]ei Melderegisteranfragen für gewerbliche Zwecke … muss künftig der gewerbliche Zweck immer angegeben werden. Die erlangten Daten dürfen nur für den angegebenen Zweck verwendet werden und dürfen vom Datenempfänger nicht wiederverwendet werden (Verbot des Datenpooling). Eine strikte Zweckbindung besteht auch für so genannte erweiterte Melderegisterauskünfte, für Gruppenauskünfte und für Daten, die trotz bestehender Auskunftssperre nach besonderer Begründung und Bewertung beauskunftet worden sind.“ Für Werbung und Weiteres muss eine Einwilligung der Betroffenen vorliegen. Außerdem scheint man bei der Meldebehörde explizit einen Vermerk anbringen lassen zu können: für Werbung etc. nicht weitergeben oder wie immer das dort formuliert ist. Denn solange wir diesen Zusatz nicht anbringen lassen, können unsere Daten abgegriffen werden, versteht sich in beschränktem Umfang doch für Werbezwecke sehr wohl.

Lesen sich doch eigentlich recht gut, die neuen Verordnungen im Melderegisterwesen. Doch dürfte es recht kompliziert und vor allem aufwendig werden mit der Zeit, zweckfremden Gebrauch zu verfolgen und aufzuspüren. Denn sehr oft dürften die Betroffenen keinen Schimmer davon haben, wie gehabt, was mit ihren Daten so alles getrieben wird.

Des Weiteren ist auf der Webseite der Stadt Kandern zu lesen: „Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers – Bestätigung“. Das bedeutet, eine „Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers bzw. des Wohnungseigentümers bei der Anmeldung und bei der Abmeldung (z.B. beim Wegzug in das Ausland) [wird wieder eingeführt]. Und wie einst in fernen Tagen in Berlin, kommt einem sozusagen automatisch zurück in die Erinnerung, muss nun auch wieder bei der Anmeldung in der Meldebehörde eine „Wohnungsgeberbescheinigung“ vorgelegt werden. Bei Untermietsverhältnissen, um es gleich klarzustellen für alle jenen, sind die Hauptmieter diejenigen, die zur Meldung auf das Amt zu schreiten haben. In Zeiten des AIRBnB und Wohnungstausch auf Zeit, ganz zu schweigen von Ferienwohnungen, wartet der Wahnsinn also bereits im Detail. Den Verwaltungsakt, der folgt, lässt jetzt schon grüßen: „Die Wohnungsgeberbescheinigung kann im Rathaus Kandern, Einwohnermeldeamt, Zimmer 1, der Stadt Kandern und auf den Ortsverwaltungen abgeholt werden. Zusätzlich stellen wir Ihnen das Formular auf unserer Homepage www.kandern.de zur Verfügung.

Und damit Sie nicht zu fix aus dem staatlichen Blickfeld geraten, also zu Ihrem Schutz und dem anderer: „Die Abmeldung einer Wohnung ist wie bisher NUR bei Wegzug in das Ausland bzw. Aufgabe einer Nebenwohnung erforderlich. In diesen Fällen ist auch eine Wohnungsgeberbescheinigung über den Auszug erforderlich. Neu: gesetzlich ist hier künftig ein Zeitfenster von einer Woche vo[n] bis zwei Wochen nach dem Auszug vorgesehen. … . Die Abmeldung einer Nebenwohnung … erfolgt künftig nur noch bei der Meldebehörde, die für die Hauptwohnung zuständig ist.“ Gut zu wissen, denken hier gewiss einige, die schon auf dem Weg waren, ihre Wohnung in Kandern beispielsweise in Kandern auf dem Amt kündigen zu gehen, jetzt, wo der Hauptwohnsitz ja jetzt in die Hauptstadt der Republik verlegt wurde auf die Schnelle oder anders.

Apropos: Die Anmeldepflicht bei Bezug einer neuen Wohnung wurde von einer auf zwei Wochen verlängert. Und wer in Deutschland bereits gemeldet ist und sich für 5 Monate und 28 Tage oder 29 in Berlin niederlässt oder Bremen und andernorts in der BRD muss das nicht melden. 6 Monate dürfen also nicht überschritten werden und wenn doch, dann rechtzeitig anmelden, ansonsten drohen wohl irgendwelche Strafen, ist zu vermuten. Touristen, die sonst im Ausland leben, müssen sich nach drei Monaten melden.

Und jetzt kommt’s, und zwar unter dem Namen „vorausgefüllter Meldeschein“. Und das Ding funktioniert so:

[D]ass im Falle einer Anmeldung die eigenen Meldedaten im automatisierten Verfahren der Meldebehörde am Zuzugsort bereitgestellt werden [ab Jahr 2018].“ Der Vorausgefüllte wird dann zur allgemeinen „Erleichterung“ im Bürokratiedschungel führen, hofft man.

Bevor wir noch zu anderen Informationen aus der Region kommen, noch schnell diesen Auszug einer Pressemitteilung der Stadt Kandern:

Die Stadt Kandern muss die getrennte Abwassergebühr rückwirkend zum 01.10.2010 einführen, da der Baden-Württembergische Verwaltungsgerichtshof den Frischwassermaßstab für die Berechnung der Niederschlagswassergebühr im Urteil vom 11.03.2010 für alle Kommunen in Baden-Württemberg beanstandet hat. Mit der neuen Abwasserberechnung entspricht die Stadt Kandern den Anforderungen der Rechtsprechung. Durch die Einführung der getrennten Abwassergebühr wird keine neue Gebühr erhoben, sondern lediglich der Aufwand für die Abwasserbeseitigung nach einem zusätzlichen und neuen Maßstab verteilt. Für die Erhebung der getrennten Abwassergebühr werden die Gesamtkosten der Abwasserbeseitigung aufgeteilt nach dem Aufwand für die a) Schmutzwasserbeseitigung und für die b) Niederschlagswasserbeseitigung.

Das hat zur Folge, dass es künftig eine SCHMUTZWASSERGEBÜHR und eine NIEDERSCHLAGSWASSERGEBÜHR geben wird … Bei der zukünftigen Gebührenerhebung soll die Niederschlagswassergebühr nach den bebauten und befestigten (versiegelten) Teilflächen der an die öffentliche Abwasserbeseitigung angeschlossenen Grundstücke …“ ermittelt werden.

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Denken wir an Fessenheim, denken wir auch an Wyhl. Sie erinnern noch, als vor ziemlich genau 40 Jahren das Freiburger Verwaltungsgericht zur Tat geschritten wurde vom Druck der Bevölkerung, die massiv gegen einen Atommeiler im Ländle protestierte. Nun, der in Fessenheim ist leider dennoch bedrohlich nah und wird und wird nicht abgestellt? Doch, können Sie es noch erinnern – genügend Parallelen dazu gibt es ohnehin heutzutage immer noch: Dieselgate etc. Nun, die Badische Zeitung vom 11. März 2017 schreibt also: „Die Wyhl-Urteile des Freiburger Verwaltungsgerichts hatten keinen Bestand. Die Klagen wurden im Berufungsverfahren beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim im Frühjahr 1982 abgewiesen. Der VGH kam aufgrund seiner (ebenfalls eingehenden) Beweisaufnahme zu dem Ergebnis, dass ein katastrophales Versagen des Reaktors „praktisch ausgeschlossen“ werden könne und es einer zusätzlichen Berstsicherung nicht bedürfe.“ Die Berstsicherung war damals das entscheidende Argument, welches angeführt wurde von den Atomgegnern, um den Kasten doch nicht in die Landschaft gesetzt zu bekommen. Erst 2002 „wurde schließlich ein Verbot des Neubaus von Atomkraftwerken im Atomgesetz festgeschrieben.“

Interessant ist jedoch, was Joachim von Bargen im genannten Artikel in der Badischen Zeitung noch zusammenträgt im obigen Zusammenhang:

Die Revision der Kläger – über sie entschied das Bundesverwaltungsgericht Ende 1985 – blieb erfolglos. Anders als in seiner bis zu diesem Urteil maßgeblichen Rechtsprechung, die noch von einer umfassenden Kontrollpflicht der Verwaltungsgerichte ausging (deshalb die aufwendigen Beweisaufnahmen), hieß es jetzt, dass es nicht Sache der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle sein könne, „die der Exekutive zugewiesene Wertung wissenschaftlicher Streifragen einschließlich der daraus folgenden Risikoabschätzung durch eine eigene Bewertung zu ersetzen.“ Soll unter anderem heißen: die Behörde hat ihre Kompetenzen überschritten. Man darf mit Fug und Recht sagen, dass alle möglichen behördlichen Kompetenz-Überschreitungen leider gehäuft losgetreten werden.

Das Projekt „Leuchtturm“ wird im Landkreis Lörrach gerade losgetreten. Die Erosionsgefahr durch Starkregen soll ermittelt werden. 288 000 € Fördergeld konnten bislang bereits eingestrichen werden dafür vom Projektträger namens Jülich. Mindestens ebenso positiv klingt, dass im Breigau-Hochschwarzwald ENDLICH ein Sozialticket eingeführt werden soll – sagen wir: es wird lautstark gefordert. Das würde im Monat dann so um die 33 € kosten. Vorbild für eine derartige, finanzielle Stütze ist hier in der Region Freiburg, wo es bereits so ein Ticket gibt. In Freiburg leistete man sich, könnte manche/r denken, DAFÜR chice Abfalltonnen zu 156 000 €. Sehen aus, als seien sie aus Silber gemacht und strahlen eben POSITIV wie das gepflegte Image der Stadt: steril, sauber, futuristisch. Und Strahlkraft haben hier im Ländle nicht nur silberne Mülleimer.

Uns allen hier in der Region ist natürlich Badenweiler als ein Hort der GUTBETUCHTEN und Strahlemänner und -frauen ein Begriff. Das ist DER Ort der Schickeria, wird gesagt. Viel Prominenz und dergleichen, alles möglichst diskret und schon fast steril gehalten, wie eine Tonne, in die nur kommt, wer dafür auserwählt wurde. Kurgäste gibt es natürlich auch noch, die einfach Wellness wollen und oft nicht ganz so begütert zu sein scheinen. Doch so recht weiß man nie, wie SCHWER die Jungs oder Mädels sind, die oft hochbetagt die Cafészene, ja, wie soll man sagen, prägen. Nun, trotzdem scheint der Kämmerer der Stadt zu klagen, der Herr Berninger. Der Säckel müsse enger geschnallt werden, hat er allerdings nicht gesagt. Es hörte sich eher an, wie bei einem orientalischen Händler, der ja aus Prinzip klagt, auch, wenn die Geschäfte gut gehen. Unter vielen anderen Posten müssten für Obdachlose und Flüchtlinge in Badenweiler beispielsweise 250 000 € jährlich ausgegeben werden. Dass knapp 500.000 € für zwei Feuerwehrautos ausgegeben werden, findet Berninger, sei eine Investition in die Zukunft. Hoffen wir mal, dass diese recht teure Investition dann auch alle Winkel und Höhen der Kleinstadt im Notfall erreichen wird können. Über Herrn Berninger war auch in Erfahrung zu bringen, dass der Besuch von Badegästen von 70 000 in den achtziger Jahren auf 40 000 zurückgegangen sei. Die Initiative Bus 111.de Badenweilers kämpft gerade dafür, dass der Nahverkehr noch mehr ausgebaut wird. Sie treffen sich am 14. März um 19.30 Uhr in der Blauenstraße 15 in Badenweiler – Finiresort.

Zum Schluss eine zuversichtlicher stimmende Nachricht: In der Ortschaft Sulzburg (Luftkurort) wird man im Sommer zum Baden oder Schwimmen keine 2 € mehr abdrücken müssen. Ehrlich gesagt, war dieser Geldbetrag nicht zu viel verlangt, für das, was geboten wird. Immerhin kann dort nach einem Bad im meist etwas kalten Waldsee heiß geduscht werden, ja, sogar was zu Trinken wurde einem plus nettem Plausch mit Herrn Weschenfelder gereicht. Letzterer wird dieses Jahr zwar noch vor Ort weilen, wenn die Badesaison eröffnet sein wird, doch eben diese 2 € entfallen. Es bleibt bei den Nutzungszeiten: von 08 Uhr bis 20 Uhr.

Erfreulich und gleichzeitig unerwartet, dass ein Gemeinderat mehrheitlich dafür stimmt, dass Gebühren (der Eintrittspreis) abgeschafft werden. Die Badestelle Sulzburg ist wirklich ein kleiner Juwel. Es darf davon ausgegangen werden, dass der Wegfall des Eintrittspreises keinen starken Zustrom von Badefreudigen aufkommen lassen wird. Zum einen ist der Ort recht entlegen gelegen, was auch den besonderen Charme ausmacht, und zum anderen ist es eben halt auch ein See, wo schon mal das eine oder andere Kraut beim Schwimmen am Bauch kribbeln kann – von unten. Die Liegewiese ist dort recht groß, das Schwimmbecken hingegen recht eng und klein, was wohl auch dazu beiträgt, dass die Badestelle nur für HARTGESOTTENE ein Magnet bleiben wird.

Nein, dieses Internetblatt mit diesem eben genannten Namen lässt sich nicht so einfach aus der Welt befördern!

Dieses Blatt macht trotz einiger Widrigkeiten im Umfeld weiter!

Es hat etwas Zeit in Anspruch genommen – zugegeben -, sich neuauszurichten und gewisse grundsätzliche Entscheide zu fällen, doch jetzt sind sie gefällt!

Kandernundmehr-News wird jetzt, wie gehabt, objektiv, informativ und den frommen, guten und anders gearteten An-Schein der DINGE im Dreiländereck und natürlich in Kandern und darüber hinaus hinterfragend berichten – und dies stets zur Mitte eines Monats (plus, minus einen oder zwei Tag/e), und zwar ab März 2017.

Um sich einen Überblick zu holen von dem, was hier bislang berichtet worden ist, kann dieser auf kanderundmehr.com gewonnen werden. Auf der genannten Webseite ist der Button rechts namens „Kandern“ zu klicken, bevor speziell News zum Dreiländereck gelesen werden kann.

Sich etwas bei Zypernundmehr-News einzulesen, wie kandernundmehr-News auch noch heißt, gibt Ihnen einen Einblick in Politiken und andere Ereignisse, die im südöstlichen Mittelmeer – oft auch mit Bezug zu Deutschland – gerade relevant sind oder waren!

Kandernundmehr-News, nun separat eingerichtet auf Facebook, freut sich, Ihnen ihre unabhängige Sicht der Dinge weiterhin zu Hause, oder wo immer Sie sich gerade aufhalten, zur Verfügung zu stellen.

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Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz in Kehl beschwert sich bei der EU-Kommission in Brüssel über den französischen Staat. Die Ortenauer Verbraucherschützer wollen die französischen Behörden dazu bringen, keine Sozialabgaben mehr auf Mieteinkünfte, Einnahmen aus Kapitalvermögen und Wertzuwächse von Immobilien zu verlangen, die von EU-Bürgern erzielt werden, die in einem anderen EU-Land bereits sozialversichert sind. … Das Verbraucherschutzzentrum und zwei unabhängige Vereine berufen sich dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von Februar 2015. Dieses hatte das Vorgehen des französischen Staates untersagt. … Mit einem neuen Gesetz habe der französische Staat die Abgabepflicht aber wieder widerrechtlich eingeführt. Das Geld fließe zwar nicht mehr direkt in die Sozialversicherung, sondern an Fonds für die Altersversorgung. Diese Fonds übernahmen aber indirekt Aufgaben der Sozialversicherung, lautet die Argumentation (01. März 2017, Badische Zeitung).“

Was verstehen wir, was im Grunde ja schon alle unter uns bereits intus haben, nämlich: Behörden wollen kontrolliert sein! Nachdem, was alltäglich auf Bürger einfließt an Informationen, hat sich bei vielen der Eindruck festgesetzt: „Es wird immer schlimmer!“ Die Deutschen waren und sind für ihren Bürokratismus weltbekannt. Wer sich allerdings schon mal länger im Ausland aufgehalten hat, dürfte wohl meistens die Erfahrung gemacht haben, dass zuvor erwähnter Eindruck woanders zuweilen um Längen übertroffen wird.

Und so ist wenig verwunderlich, dass es zumindest einer Stimme bedarf, die gewisse Vorgänge und Schräglagen im DREILÄNDERECK benennt und davon berichtet – wie gehabt VÖLLIG unabhängig. Letzteres ist, was uns ganz besonders auszeichnet. Wir schreiben, was wir wollen im Rahmen der gegebenen Gesetze. Keiner da, dessen Interessen wir zu bedienen oder zu berücksichtigen hätten: Uns gefällt, was gefällt und missfällt, was eben missfällt etc., egal von wem!

Kandernundmehr-News, mag hier kurz angefügt werden, nimmt Anregungen Beobachtungen und Ansichten etc. der Leser gerne entgegen!

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Wer mit dem 55er-Bus schon mal von Weil am Rhein nach Basel gefahren ist, hat gewiss nach rechts gesehen auf der Brücke vor der Erlenstrasse, schräg gegenüber vom Badischen Bahnhof. Dort entsteht auf ‚bestem‘ Parkgelände ein Einkaufszentrum und wer weiß, was noch. Auf Kanderundmehr-News wurde schon vor Monaten beklagt, dass die schönen wilden Blumen dort für immer unterm Beton versenkt werden – obgleich: derzeit klafft gerade ein tiefes Loch. Wer weiß, wo die Erde, die die Blumen und Gräser einst beherbergte, hingeschüttet wurde?

Auch in Saint-Louis im Elsass, wo man eigentlich nirgends wirklich Tee trinken gehen kann, weil die Tassen so klein sind und der Preis dafür so hoch, wird „der Ausbau der regionalen Einzelhandelsfläche … auch im französischen Teil des Dreiländerecks forciert. Aktuell konkretisiert sich das seit Jahren am Euroairport (EAP) geplanten Einkaufszentrum.“ Der französische Konzern UNIBAIL will das Projekt bis 2022 fertiggestellt haben, schreibt die Badische Zeitung vom 01. März 2017 des Weiteren. Das Projekt entsteht zwischen Saint-Louis und dem Flughafen, irgendwo an der Autobahn 35. Verheißungsvoll liest sich, dass das Projekt auch Freizeitangebote einplant: Tennis, Kino, wer weiß, vielleicht sogar Theater. Eine „Tauchanlage!“ Bis hoch nach Emmendingen und Waldshut auf deutscher Seite sollen Kunden angezogen, beziehungsweise angesprochen werden. Was am Dreiländereck bezeichnend ist, ist, dass Aufbruchsstimmung herrscht – Goldgräberstimmung ist es nicht wirklich. Zwar kann durchaus Euphorie ausgemacht werden wie bei jenem klassischen Goldrausch einst über dem großen Teich. Bei manchem blinkern nämlich in den Augen geradezu sichtbar Euros anstatt wie bei den Goldgräbern in den Staaten Dollars zu Zeiten Billy the Kid.

Doch von Menschen geschaffener Wildwuchs wird diesmal ziemlich sicher nicht in die Landschaft gesetzt. Man hat auch im Südwesten Deutschlands gelernt, im Dreiländereck. Der Umweltgedanke, und vor allem der der Effizienz, haben trotz weiterem Betreiben vom Atomkraftwerk in Fessenheim im Elsass, planerisch Fuß gefasst – dennoch werden Umweltverbände und andere gewiss zuhauf auf Mängel hinweisen können, die dazu raten, von erwähntem Projekt abzusehen.

Ja, Block 2 in Fessenheim soll mal wieder in Betrieb gehen Anfang August 2017, unweit von Breisach ist Fessenheim gelegen, also auch nicht allzu weit von Freiburg oder Basel. Dass der Reaktorhersteller Areva eine fehlerhafte chemische Verbindung in den Unterlagen getürkt hatte, scheint des Profits wegen den maßgeblichen Beteiligten im ‚Reaktor-Risiko-Spiel‘ nicht wirklich von großem Belang zu sein – ist ja ‚nur‘ ein Atomkraftwerk. Und als sei das nicht schon genug, ist die Rede davon, dass es keine Sicherheitsbedenken mehr geben würde, weil, das betroffene Teil müsse nun doch nicht ausgetauscht werden.

Wie beruhigend!

Alles untersucht, alles gecheckt im Dampferzeuger unten, wird gesagt. Präsident Hollande hat bis Ende April 2017 die Möglichkeit, dem Spuk namens atomarer Notfall am Hochrhein ENDLICH ein Ende zu setzen. Warum tut er es nicht, nur, weil ein paar Leute lieber arbeitend in die Luft mit der alten Anlage fliegen wollen oder weil der Betreiber letztens 31 Leute eingestellt hat? Und dass die Bundesregierung nichts machen kann gegen das Betreiben dieser Anlage, ist auch nicht korrekt. Man ist schließlich anteilig mit im Boot und könnte sehr wohl einen entsprechenden Druck ausüben. Interessant ist, dass die Leute – wir eingeschlossen -, sich das einfach so gefallen lassen und das Risiko mittragen – um ihre Arbeitsplätze an solchen Orten kämpfen. Sagenhaft.

Reicht doch eigentlich schon zu wissen, dass bei einem atomaren Clash wohl nicht ausbleibt, dass man sogar in Rheinfelden oder Kandern was vom atomaren Unfall abkriegen dürfte; wie kann man an so einem unsicheren Ort bloß arbeiten gehen, wo an dem Atomkraftwerk über die Jahre eh Mangel über Mangel verzeichnet wird und niemand garantieren kann, dass UNS alle Mängel berichtet werden, die da LEIDER sein könnten und bereits verbucht wurden!

In derselben, zuvor herangezogenen Ausgabe der Badischen Zeitung wird des Weiteren – einen Steinwurf entfernt von dem Projekt unweit des Flughafens EAP – davon berichtet, dass die Kleinstadt Hunningue im Elsass ihre Pforten nun auch in Richtung Rhein versucht aufzumotzen und entsprechend ausbaut. Auf 30. 000 qm sollen so um die „300 Wohnungen, ein Hotel sowie Laden- und Büroflächen“ sich dort breitmachen. Und: das „Projekt schreibt sich ein in die seit 2011 verfolgte Vision des trinationalen Stadtteils „3Land.“ Die Brücke rüber ins Deutsche besteht ja bereits (seit 2007). Es müssen voraussichtlich noch weitere 5 Jahre oder mehr ins Land ziehen, bis alles steht. Ein Radel sich zuzulegen, macht hier in der Region allemal Sinn. Seit 2016 gibt es auch bei Hunningue einen Radfahrweg entlang dem Rhein.

Sollte man inzwischen in Kandern – im nicht allzu fernen Hinterland – auf die Idee gekommen sein, sich an diese Entwicklung besser anzubinden verkehrstechnisch, dann könnte zumindest auf deutscher Seite des Dreiländerecks von einer optimalen Ausgestaltung verkehrstechnisch gesprochen werden. Ein Fahrradweg besteht bereits bis Binzen von Kandern aus. Wünschenswert wäre noch ein befestigter Weg für Fahrradfahrer bis nach Haagen und somit Lörrach – ja, da ist ein Wald, aber … – von Kandern.

In Richtung Badenweiler, unweit von Kandern, gibt es auch die Ortschaft Sitzenkirch, wo es auch keinen Fahrradweg hingibt, auf zuweilen holprigem Waldrand. Kann gut sein, dass eine Eisenbahn-Trasse nach Müllheim via Sitzenkirch nicht berücksichtigt werden kann von Kandern aus. Es ist eher davon auszugehen, dass es die nächsten 100 Jahre nicht dazu kommt. Gern täuschte man sich da.

Vielleicht lässt ja das neuentdeckte „Alleinstellungsmerkmal“ die Sitzenkirchner durchaus berechtigt hoffen, dass zumindest ein Bahngleis von Kandern bis nach Sitznkirchen verlegt wird, auf dem dann FLEISCH in die Welt geschickt werden kann. Das wäre dann in etwa so eine Bahnstation wie in Kandern, nur, dass es dort Touristen sind, die man politisch korrekter Weise ja selbstverständlich nicht nur auf ihr FLEISCH reduzieren darf. Fährt man in der Gegend von Sitzenkirch mit dem Auto herum und sieht die friedlichen Kühe – mal nur ganz schwarze, woanders nur ganz helle – auf den schönen grünen Hängen stehen, überfällt einen unweigerlich so etwas in der Perzeption, wie: ländliche Idylle – das Gefühl von heiler Welt.

Doch wie könnte es anders sein: Dahinter steckt auch Geschäft, eines sogar, welches, wie gesagt, ein Alleinstellungsmerkmal hat, das, versteht sich, ausgeschlachtet gehört. Und dieses Merkmal versucht die Stadt Kandern nun wohl auch daher zu kapern, denn Sitzenkirch ist der Ort in der Region, der ein EIGENES Schlachthaus hat.

Manchem Beobachter mag dieser Ort, der auserwählt wurde, um das Schlachten in größerem Stil zukünftig zu betreiben in der Region irgendwie passend, anderen wohl eher unpassend vorkommen – das ehemalige Benediktinerinnenkloster. Es muss allerdings noch etwas ausgebaut werden und erneuert. Immerhin, der Gemeinderat in Kandern hat schon hurra geschrien, äh, positiv beschieden, dass man dabei ist. Ja, entweder die Studie des „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes“ oder aber ganz einfach, das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ wird den Kandernern ermöglichen, das Ding zu kapern, also sich anzuhängen oder einzubringen usw. Das Gebilde, welches gerade im Entstehen ist, heißt sodann „Schlachthausgemeinschaft“, in der sogar Gemeinden etwas weiter gelegen, wie Bad Bellingen oder etwas näher, Schliengen, Mitglieder sein werden.

Die armen schönen Kühe mit den schönen Fellen und wundersamen Augen auf den Weiden, Nutzvieh? Da wäre noch der nahe Nutzwald, der um Kandern und Sitzenkirch herum ziemlich intensiv genutzt wird: „Kein Zutritt, Achtung Lebensgefahr!“ stand da heute auf einem Schild und das hing an einem rotweißen Plastikband, welches mitten im Wald ausgerechnet MEINE bevorzugte Joggingstrecke abgeschnitten hat. Bei der Gelegenheit und schön im eigenen Schweiß vom Rennen kapierte ich plötzlich, dass das Wort „Forst“ überhaupt die angebrachtere Bezeichnung als „Nutzwald“ ist für das, was ich nun vielleicht nie wieder „Wald“ nennen werde in meiner Sprache.

Eine Bahntrasse von Kandern bis nach Haltingen muss einfach her – was auch sonst? Breitere Autostraßen etwa? Das kann’s nicht gewesen sein.

***

Und unvermeidlich ist, auch wenn man sich zuweilen noch so in sein Tal verkriecht, dass halt doch etwas von der allgemeinen oben angeführten Entwicklung – und mehr – im Dreiländereck in Kandern ankommt. Wohnraum wird gebraucht. Letzteres hängt nicht nur mit den Flüchtlingen zusammen, wovon einige noch immer in Zelten vor Kandern hausen. Nein, die Region Dreiländereck wächst. Erfreulich ist, dass anscheinend auch mit zunehmend mehr Kindern gerechnet wird, die in Kandern eventuell zur Welt kommen oder mit ihren Eltern sich dort niederlassen. Die Gemeinde und ihr Gemeinderat stellen sich also darauf ein. Der Bebauungsplan „Rebacker II A“ kann als „Entwurf zur Offenlage“ auch im Netz angesehen werden. Die zweite Änderung des Plans wurde vom Gemeinderat am 27.07.2016 abgenickt. Darin steht, man habe sich für keinen Umbau des Kindergartens entschieden, sondern ein Neubau soll her. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben zu sein, auch wenn auf eine Umweltprüfung verzichtet wird. Man gibt vor, es eilig zu haben. Sagen wir mal: Die steigenden Mieten für den bereits vorhandenen Wohnraum plus Flüchtlingen vor der Stadt und eben auch der Zuzug von Grenzgängern macht das alles erforderlich. Das scheint angekommen zu sein. Inwieweit im Gemeinderat auch angekommen ist, endlich die Bahngleise auszubauen, damit täglich Züge bis nach Haltingen verkehren können, ist hier noch nicht bekannt. Auch dieses Projekt, so man inzwischen dafür ein Einsehen gewonnen hat, gehört mit Volldampf umgesetzt – bestens noch gleich eine Trasse nach Müllheim verlegen; nach Rheinfelden wäre wohl doch übertrieben?

Das Plangebiet in Rede (Rebacker II) befindet sich im „historisch gewachsenen Siedlungskern der Stadt Kandern – im Bereich des Forsthausgartens, im Bereich des bestehenden Kindergartens und die Freifläche davor“ sowie im Bereich der Forstverwaltung (1,61 ha). „… Die maximal überbaubare Grundfläche liegt unterhalb des Schwellenwertes des § 13a (1) Nr. 1 BauGB. … Die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich. … [E]ine Beeinträchtigung der Schutzgüter nach § 1 (6) Nr. 7 BauGB [liegt auch nicht vor] etc. … Innerhalb der Grün- und Freiflächen“ sollen möglichst „naturnahe Bereiche wie zum Beispiel kleine Trockenstandorte etc.“ hergestellt werden. „Da in die Lebensräume geschützter Arten eingegriffen wird, sind Maßnahmen zur Überwachung erforderlich. (siehe genannten Entwurf)“

Die beiden oben zuletzt angeführten Punkte stehen in den sogenannten „Empfehlungen“ des Entwurfs. Und dann steht da noch etwas, was insbesondere einige Anwohner um und in der Ochsengasse etc. ganz besonders erfreuen dürfte: Zwecks Platzmangel „wurde die Anzahl der auf den privaten Flächen nachzuweisenden Stellplätze erhöht. Aus dem gleichen Grund müssen Nebenanlagen, Einfriedungen, Stützmauern, Carports und Stellplätze, etc. einen Mindestabstand von einem Meter einhalten.“

Neuerdings gibt es in Kandern ja einen Verkehrspolizisten, der Streife läuft. Ob der wohl demnächst beauftragt wird, mit dem Maßband nachzumessen, ob die Abstände auch eingehalten wurden? Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, denn in Kandern regelwidrig parken, fällt recht schwer.

Auf diesen ‚sensationell lustigen‘ Einfall von eben kommt man doch des Messens von einem Meter Abstand wegen. Weil, ja, weil nämlich auf dem nördlichen Bereich des genannten Planungsgebietes Unschönes – eventuell – aufwartet, dass nicht so richtig ge- oder vermessen werden kann, wenn überhaupt vorhanden. Wie wir noch alle erinnern: Auch in Deutschland war mal Krieg. Und, Sie werden es nicht wahr haben wollen, verehrte Leser, Reste davon liegen noch immer herum, eigentlich gar nicht so weit von dort in Kandern, eventuell, wo Kinder in einen Kindergarten gehen usw.

Was ist also los!

Kampfmittelverdachtsfläche!“

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war im Juli 2016 ganze zwei Tage vor Ort und hat sich nach dem Zeug umgesehen, wo der neue Kindergarten hingebaut werden soll und/oder in dessen unmittelbarer Nähe. Angeblich haben die nichts von dem Zeug gefunden. So auch im Herbst des gleichen Jahres. Allerdings mag niemand ausschließen, dass da irgendwo, vielleicht weiter rechts oder doch eher links noch das eine oder andere Kampfmittel auf den nächsten Krieg wartet? Hier auf Kandernundmehr besteht EINDEUTIG die Meinung, dass das ganze Gelände, ohne Ausnahme, abgesucht wird, auch wenn nur der nördliche Teil als „Kampfmittelverdachtsfläche“ ausgewiesen wird! Vielleicht sollte man mal eine Mauereidechse lebendig ins Labor schicken, um zu sehen, ob dieser im Entwurf als schützenswerter tierische ‚Bewohner‘ des Geländes Ausgewiesene Spuren von diesem KRIEGSZEUG in oder an sich trägt – und danach setzt man ihn besser lebendig wieder dort ab, wo man ihn hergeholt hat. Er wohnt ja schließlich dort. Die Bestandssicherung dieser Eidechse ist nämlich behördlich angeordnet sowie entsprechende Maßnahmen, die es dafür zu ergreifen gilt!

Immerhin: Von sich aus prüft die Behörde, „ob einzelne Bäume mit vertretbarem Aufwand erhalten werden können.“ Nur wo fängt der „vertretbare[] Aufwand“ an und wo endet so etwas – bei 15 Euro 50 oder bei 15 Euro 60. Wer ermittelt diesen Wert und wie?

OK, man hat sich ja abgesichert, denn im Entwurf steht auch noch, was nicht übersehen werden darf: „Obwohl der Eingriff in den Baumbestand zulässig ist und keine Pflicht zu Ausgleichsmaßnahmen gemäß der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung besteht …“, kümmert man sich wie in etwa beschrieben um die Bäume. Ein Baum sollte möglichst auf jedem Grundstück stehen, wird empfohlen.

Die neuen Bauplätze werden einschließlich aller Kosten von der Stadt Kandern selbst veräußert.“

***

Sollte man vor der Wahl stehen, sich von einem der überregionalen Anbieter eines Internetanschlusses verabschieden zu wollen, dann, so man in Kandern wohnt, gibt es einen örtlichen Provider, der sozusagen den Segen vom Bürgermeisteramt und höheren amtlichen Stellen hat. Der Haken an dieser Sache ist und bleibt vorerst, dass dieser 189 € Anschlussgebühr einmalig verlangt. Kann gut sein, dass diese Info schon veraltet ist, was hier aber nicht angenommen wird, weil die Webseite der Stadt Kandern das ja noch so anführt – und die sind hier ja schließlich auf Zack, wie man sagt.

So auf Zack ist man überhaupt allgemein, dass neuerdings sogar Personen, wie auf der Webseite der Stadt Kandern des Weiteren zu lesen ist, die „in Einrichtungen zum Schutz vor häuslicher Gewalt, in Einrichtungen zur Behandlung von Suchterkrankungen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder sonstigen Einrichtungen, …, in einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber oder sonstige ausländische Flüchtlinge oder in einer Justizvollzugsanstalt wohnen, … künftig ein sogenannter bedingter Sperrvermerk im Melderegister eingetragen [wird]. … . Bei Melderegisterauskünften an Private muss die Meldebehörde dann in diesen Fällen vor einer Auskunftserteilung die Betroffenen anhören und darf keine Auskunft erteilen, wenn durch die Beauskunftigung schutzwürdige Interessen von Betroffenen beeinträchtigt würden. … . [B]ei Melderegisteranfragen für gewerbliche Zwecke … muss künftig der gewerbliche Zweck immer angegeben werden. Die erlangten Daten dürfen nur für den angegebenen Zweck verwendet werden und dürfen vom Datenempfänger nicht wiederverwendet werden (Verbot des Datenpooling). Eine strikte Zweckbindung besteht auch für so genannte erweiterte Melderegisterauskünfte, für Gruppenauskünfte und für Daten, die trotz bestehender Auskunftssperre nach besonderer Begründung und Bewertung beauskunftet worden sind.“ Für Werbung und Weiteres muss eine Einwilligung der Betroffenen vorliegen. Außerdem scheint man bei der Meldebehörde explizit einen Vermerk anbringen lassen zu können: für Werbung etc. nicht weitergeben oder wie immer das dort formuliert ist. Denn solange wir diesen Zusatz nicht anbringen lassen, können unsere Daten abgegriffen werden, versteht sich in beschränktem Umfang doch für Werbezwecke sehr wohl.

Lesen sich doch eigentlich recht gut, die neuen Verordnungen im Melderegisterwesen. Doch dürfte es recht kompliziert und vor allem aufwendig werden mit der Zeit, zweckfremden Gebrauch zu verfolgen und aufzuspüren. Denn sehr oft dürften die Betroffenen keinen Schimmer davon haben, wie gehabt, was mit ihren Daten so alles getrieben wird.

Des Weiteren ist auf der Webseite der Stadt Kandern zu lesen: „Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers – Bestätigung“. Das bedeutet, eine „Mitwirkungspflicht des Wohnungsgebers bzw. des Wohnungseigentümers bei der Anmeldung und bei der Abmeldung (z.B. beim Wegzug in das Ausland) [wird wieder eingeführt]. Und wie einst in fernen Tagen in Berlin, kommt einem sozusagen automatisch zurück in die Erinnerung, muss nun auch wieder bei der Anmeldung in der Meldebehörde eine „Wohnungsgeberbescheinigung“ vorgelegt werden. Bei Untermietsverhältnissen, um es gleich klarzustellen für alle jenen, sind die Hauptmieter diejenigen, die zur Meldung auf das Amt zu schreiten haben. In Zeiten des AIRBnB und Wohnungstausch auf Zeit, ganz zu schweigen von Ferienwohnungen, wartet der Wahnsinn also bereits im Detail. Den Verwaltungsakt, der folgt, lässt jetzt schon grüßen: „Die Wohnungsgeberbescheinigung kann im Rathaus Kandern, Einwohnermeldeamt, Zimmer 1, der Stadt Kandern und auf den Ortsverwaltungen abgeholt werden. Zusätzlich stellen wir Ihnen das Formular auf unserer Homepage www.kandern.de zur Verfügung.

Und damit Sie nicht zu fix aus dem staatlichen Blickfeld geraten, also zu Ihrem Schutz und dem anderer: „Die Abmeldung einer Wohnung ist wie bisher NUR bei Wegzug in das Ausland bzw. Aufgabe einer Nebenwohnung erforderlich. In diesen Fällen ist auch eine Wohnungsgeberbescheinigung über den Auszug erforderlich. Neu: gesetzlich ist hier künftig ein Zeitfenster von einer Woche vo[n] bis zwei Wochen nach dem Auszug vorgesehen. … . Die Abmeldung einer Nebenwohnung … erfolgt künftig nur noch bei der Meldebehörde, die für die Hauptwohnung zuständig ist.“ Gut zu wissen, denken hier gewiss einige, die schon auf dem Weg waren, ihre Wohnung in Kandern beispielsweise in Kandern auf dem Amt kündigen zu gehen, jetzt, wo der Hauptwohnsitz ja jetzt in die Hauptstadt der Republik verlegt wurde auf die Schnelle oder anders.

Apropos: Die Anmeldepflicht bei Bezug einer neuen Wohnung wurde von einer auf zwei Wochen verlängert. Und wer in Deutschland bereits gemeldet ist und sich für 5 Monate und 28 Tage oder 29 in Berlin niederlässt oder Bremen und andernorts in der BRD muss das nicht melden. 6 Monate dürfen also nicht überschritten werden und wenn doch, dann rechtzeitig anmelden, ansonsten drohen wohl irgendwelche Strafen, ist zu vermuten. Touristen, die sonst im Ausland leben, müssen sich nach drei Monaten melden.

Und jetzt kommt’s, und zwar unter dem Namen „vorausgefüllter Meldeschein“. Und das Ding funktioniert so:

[D]ass im Falle einer Anmeldung die eigenen Meldedaten im automatisierten Verfahren der Meldebehörde am Zuzugsort bereitgestellt werden [ab Jahr 2018].“ Der Vorausgefüllte wird dann zur allgemeinen „Erleichterung“ im Bürokratiedschungel führen, hofft man.

Bevor wir noch zu anderen Informationen aus der Region kommen, noch schnell diesen Auszug einer Pressemitteilung der Stadt Kandern:

Die Stadt Kandern muss die getrennte Abwassergebühr rückwirkend zum 01.10.2010 einführen, da der Baden-Württembergische Verwaltungsgerichtshof den Frischwassermaßstab für die Berechnung der Niederschlagswassergebühr im Urteil vom 11.03.2010 für alle Kommunen in Baden-Württemberg beanstandet hat. Mit der neuen Abwasserberechnung entspricht die Stadt Kandern den Anforderungen der Rechtsprechung. Durch die Einführung der getrennten Abwassergebühr wird keine neue Gebühr erhoben, sondern lediglich der Aufwand für die Abwasserbeseitigung nach einem zusätzlichen und neuen Maßstab verteilt. Für die Erhebung der getrennten Abwassergebühr werden die Gesamtkosten der Abwasserbeseitigung aufgeteilt nach dem Aufwand für die a) Schmutzwasserbeseitigung und für die b) Niederschlagswasserbeseitigung.

Das hat zur Folge, dass es künftig eine SCHMUTZWASSERGEBÜHR und eine NIEDERSCHLAGSWASSERGEBÜHR geben wird … Bei der zukünftigen Gebührenerhebung soll die Niederschlagswassergebühr nach den bebauten und befestigten (versiegelten) Teilflächen der an die öffentliche Abwasserbeseitigung angeschlossenen Grundstücke …“ ermittelt werden.

***

Denken wir an Fessenheim, denken wir auch an Wyhl. Sie erinnern noch, als vor ziemlich genau 40 Jahren das Freiburger Verwaltungsgericht zur Tat geschritten wurde vom Druck der Bevölkerung, die massiv gegen einen Atommeiler im Ländle protestierte. Nun, der in Fessenheim ist leider dennoch bedrohlich nah und wird und wird nicht abgestellt? Doch, können Sie es noch erinnern – genügend Parallelen dazu gibt es ohnehin heutzutage immer noch: Dieselgate etc. Nun, die Badische Zeitung vom 11. März 2017 schreibt also: „Die Wyhl-Urteile des Freiburger Verwaltungsgerichts hatten keinen Bestand. Die Klagen wurden im Berufungsverfahren beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim im Frühjahr 1982 abgewiesen. Der VGH kam aufgrund seiner (ebenfalls eingehenden) Beweisaufnahme zu dem Ergebnis, dass ein katastrophales Versagen des Reaktors „praktisch ausgeschlossen“ werden könne und es einer zusätzlichen Berstsicherung nicht bedürfe.“ Die Berstsicherung war damals das entscheidende Argument, welches angeführt wurde von den Atomgegnern, um den Kasten doch nicht in die Landschaft gesetzt zu bekommen. Erst 2002 „wurde schließlich ein Verbot des Neubaus von Atomkraftwerken im Atomgesetz festgeschrieben.“

Interessant ist jedoch, was Joachim von Bargen im genannten Artikel in der Badischen Zeitung noch zusammenträgt im obigen Zusammenhang:

Die Revision der Kläger – über sie entschied das Bundesverwaltungsgericht Ende 1985 – blieb erfolglos. Anders als in seiner bis zu diesem Urteil maßgeblichen Rechtsprechung, die noch von einer umfassenden Kontrollpflicht der Verwaltungsgerichte ausging (deshalb die aufwendigen Beweisaufnahmen), hieß es jetzt, dass es nicht Sache der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle sein könne, „die der Exekutive zugewiesene Wertung wissenschaftlicher Streifragen einschließlich der daraus folgenden Risikoabschätzung durch eine eigene Bewertung zu ersetzen.“ Soll unter anderem heißen: die Behörde hat ihre Kompetenzen überschritten. Man darf mit Fug und Recht sagen, dass alle möglichen behördlichen Kompetenz-Überschreitungen leider gehäuft losgetreten werden.

Das Projekt „Leuchtturm“ wird im Landkreis Lörrach gerade losgetreten. Die Erosionsgefahr durch Starkregen soll ermittelt werden. 288 000 € Fördergeld konnten bislang bereits eingestrichen werden dafür vom Projektträger namens Jülich. Mindestens ebenso positiv klingt, dass im Breigau-Hochschwarzwald ENDLICH ein Sozialticket eingeführt werden soll – sagen wir: es wird lautstark gefordert. Das würde im Monat dann so um die 33 € kosten. Vorbild für eine derartige, finanzielle Stütze ist hier in der Region Freiburg, wo es bereits so ein Ticket gibt. In Freiburg leistete man sich, könnte manche/r denken, DAFÜR chice Abfalltonnen zu 156 000 €. Sehen aus, als seien sie aus Silber gemacht und strahlen eben POSITIV wie das gepflegte Image der Stadt: steril, sauber, futuristisch. Und Strahlkraft haben hier im Ländle nicht nur silberne Mülleimer.

Uns allen hier in der Region ist natürlich Badenweiler als ein Hort der GUTBETUCHTEN und Strahlemänner und -frauen ein Begriff. Das ist DER Ort der Schickeria, wird gesagt. Viel Prominenz und dergleichen, alles möglichst diskret und schon fast steril gehalten, wie eine Tonne, in die nur kommt, wer dafür auserwählt wurde. Kurgäste gibt es natürlich auch noch, die einfach Wellness wollen und oft nicht ganz so begütert zu sein scheinen. Doch so recht weiß man nie, wie SCHWER die Jungs oder Mädels sind, die oft hochbetagt die Cafészene, ja, wie soll man sagen, prägen. Nun, trotzdem scheint der Kämmerer der Stadt zu klagen, der Herr Berninger. Der Säckel müsse enger geschnallt werden, hat er allerdings nicht gesagt. Es hörte sich eher an, wie bei einem orientalischen Händler, der ja aus Prinzip klagt, auch, wenn die Geschäfte gut gehen. Unter vielen anderen Posten müssten für Obdachlose und Flüchtlinge in Badenweiler beispielsweise 250 000 € jährlich ausgegeben werden. Dass knapp 500.000 € für zwei Feuerwehrautos ausgegeben werden, findet Berninger, sei eine Investition in die Zukunft. Hoffen wir mal, dass diese recht teure Investition dann auch alle Winkel und Höhen der Kleinstadt im Notfall erreichen wird können. Über Herrn Berninger war auch in Erfahrung zu bringen, dass der Besuch von Badegästen von 70 000 in den achtziger Jahren auf 40 000 zurückgegangen sei. Die Initiative Bus 111.de Badenweilers kämpft gerade dafür, dass der Nahverkehr noch mehr ausgebaut wird. Sie treffen sich am 14. März um 19.30 Uhr in der Blauenstraße 15 in Badenweiler – Finiresort.

Zum Schluss eine zuversichtlicher stimmende Nachricht: In der Ortschaft Sulzburg (Luftkurort) wird man im Sommer zum Baden oder Schwimmen keine 2 € mehr abdrücken müssen. Ehrlich gesagt, war dieser Geldbetrag nicht zu viel verlangt, für das, was geboten wird. Immerhin kann dort nach einem Bad im meist etwas kalten Waldsee heiß geduscht werden, ja, sogar was zu Trinken wurde einem plus nettem Plausch mit Herrn Weschenfelder gereicht. Letzterer wird dieses Jahr zwar noch vor Ort weilen, wenn die Badesaison eröffnet sein wird, doch eben diese 2 € entfallen. Es bleibt bei den Nutzungszeiten: von 08 Uhr bis 20 Uhr.

Erfreulich und gleichzeitig unerwartet, dass ein Gemeinderat mehrheitlich dafür stimmt, dass Gebühren (der Eintrittspreis) abgeschafft werden. Die Badestelle Sulzburg ist wirklich ein kleiner Juwel. Es darf davon ausgegangen werden, dass der Wegfall des Eintrittspreises keinen starken Zustrom von Badefreudigen aufkommen lassen wird. Zum einen ist der Ort recht entlegen gelegen, was auch den besonderen Charme ausmacht, und zum anderen ist es eben halt auch ein See, wo schon mal das eine oder andere Kraut beim Schwimmen am Bauch kribbeln kann – von unten. Die Liegewiese ist dort recht groß, das Schwimmbecken hingegen recht eng und klein, was wohl auch dazu beiträgt, dass die Badestelle nur für HARTGESOTTENE ein Magnet bleiben wird.

Klarstellung: Von Zelten ist die Rede, in denen die Asylsuchenden in Kandern wohnen. Fertighäuschen sind gemeint, die wohl stabiler und wärmer sind als ein Zelt. Der Begriff Zelt indes ist indes dennoch nicht ganz abwegig, könnten einige denken.

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Lavrov und die OSZE

KLEINBASEL IM AUSNAHMEZUSTAND

So, die OSZE in Basel ist zu Ende. Herr Burkhalter, das ist die Schweiz, wurde von wahrscheinlich allen Beteiligten in den Himmel gelobt. Dennoch war es ziemlich nervig, dass die Ukraine derart massiv im Mittelpunkt stand. Wo die Türkei ja doch auch einiges zu bieten hätte. Eine türkische Journalistin fand das dem jedenfalls so sei. Das Essen im japanischen Restaurant war auch nicht empfehlenswert: jeden Tag Nudeln. Das Rivella hat es vielleicht herausgerissen, die Enttäuschung. Weil das wurde bislang immer abgelehnt, da davon ausgegangen wurde, dass es so süßes Zeug ist. Doch war gar nicht so schlecht.

Die Tonaufnahmen sind nicht so besonders. Doch Herr Lavrov soll wiedergegeben werden, da ja eh alle die Positionen Steinmeiers kennen – dessen Rede gar nicht so schlimm war. Wer wirklich gut war, war der bosnische Botschafter, der aber leider nicht aufgezeichnet wurde – weil so etwas hatte man dann doch nicht erwartet. Mal sehen, ob der rumänische Beitrag noch hochgeladen werden kann. Herr Burkhalter ist leider auch durch die Lappen gegangen und viele andere.

Was die OSZE-Ministerkonferenz gebracht haben soll, kann vielleicht so abgerundet werden: alle beschwören, die Verträge von Minsk müssten endlich umgesetzt werden. Warum es dann nicht getan wird? Diese Antwort bleiben wir schuldig.

Der erste Link soll also dem rumänischen Beitrag gegeben werden. Das ist im Groben und Ganzen die westliche Argumentation. Sie hat aber etwas mehr Info, als die Rede von Außenminister Steinmeier. Der Link danach ist dann der zu Herrn Lavrov, dem russischen Außenminister, der am letzten Tag Rede und Antwort stand, was hier allerdings nicht zu hören sein wird. Es geht um seine Rede vom 4. Dezember, von gestern.

Verzeihen Sie die Tonqualität – die Nebengeräusche etc. Danke!

der Rumäne: https://myspace.com/webskip/music/songs?sid=96454187

der Russe: https://myspace.com/webskip/music/songs?sid=96454179

Wundern Sie sich nicht. Doch es ist Ende Jahr. Und immer dann ändert sich das Bild der Webseite. So auch dieses Mal.

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Da braut sich was zusammen in Basel. Heute waren die Straßen aber recht leer, heute am Sonntag, dem 23. November 2014. Wahrscheinlich war dem so, weil die Schweiz im Tennis endlich den Davis Cub gewonnen hat – bravo!
Die Uni am Petersplatz in Basel wartet jedenfalls gespannt darauf, dass die OSZE Anfang Dezember anfängt. Zwar ist jetzt auch gerade Messe für Kunst aus der Antike in Riehen/Basel, doch das Happening mit der OSZE wiegt wohl doch mehr. Wie zu sehen ist auf der Teilnehmerliste, wird Zypern selbstverständlich auch vertreten sein.
Fehlt eigentlich nur noch, dass die Akkreditierung klappen wird. Eigentlich dürfte dem nichts entgegenstehen. Doch seit die letztes Jahr nicht an der Messe in Leipzig klappte und niemand es nötig hatte, eine Begründung oder sonstwas zu geben und hier in Basel zu anderen Anlässen bereits mehrmals angeblich zu spät die Formulare eingereicht worden sein sollen, mag ich erstmal noch vorsichtig sein. Das Hindernis, welches sich bislang ergibt, ist, dass das Foto nicht dort, wo es wahrscheinlich mit der Akkreditierung weiter gehen soll, heraufgeladen werden konnte. Da ich aber meine Existenz bereits in einem sogenannten Verifizierungsverfahren bei der Congrex erfolgreich durchziehen konnte, wo seltsamer Weise auch das Foto hochgeladen werden konnte, habe ich mal vorsichtshalber eine Mail dort hin geschickt und darauf hingewiesen, dass der Stand der Dinge, der ist, der gerade geschildert wurde.
Mal sehen – ich geh davon aus, dass das der Fall sein wird -, ob es Morgen wieder Post von der Congrex gibt. Angeblich könne man sich an diese wenden, wenn man profile.congrex-switzerland. com eingibt – das klappt bei mir jedenfalls nicht. Wurde mehrfach probiert heute. Doch die Verifizierung ermöglicht, auf einen Link zu kommen, wo man mit der Congrex dann offenbar doch kommunizieren kann.
Ansonsten, nichts wirklich Neues aus der Schweiz. Die UBS ist geradezu traditionell bereits mal wieder in Schwierigkeiten, weil sie sich mal wieder beim Schummeln erwischen hat lassen – im großen Stil Kurse manipuliert, manipulieren lassen. Eins von beiden, oder beides, wird wohl zutreffen.
Das Gelände schräg gegenüber vom Badischen Bahnhof in Basel, also an der Erlenmattstraße soll nun also doch verbaut werden demnächst. Finden viele gewiss schade, denn im Frühjahr erfreuen recht bunte und viele, ansonsten nicht gesehene Blumen und vielleicht auch Gräser das Auge des Parkplatzsuchers, der nach erfolgtem erfolgreichen Auffinden eines Parkplatzes, der nichts kostet, die Wahl hat, an dem schönen Grün vorbeizugehen oder aber entlang der Schwarzwaldstraße, die lärmig diesen Ort der vielen parkenden Autos einsäumt – der Autos wegen, versteht sich.
Die OSZE-Veranstaltung oder Messe oder Treffen trifft stimmungsmäßig auf eine Bevölkerung eines Landes, die im Umbruch zu sein scheint. Das sind Bevölkerungen eigentlich immer. Stimmt. Doch dieser Umbruch, der in der Schweiz sich abzeichnet, kann noch nicht wirklich gefasst werden. Die Nähe zu Frankreich, und dem, was sich dort anbahnt in Sachen Zuwanderungspolitik und wegen des Aktionismus‘ der identitären Bewegung, dürfte noch interessante Auswirkungen zeitigen. Diese können durchaus ein positives Ende haben – was immer positiv ist. Positiv wäre zum Beispiel, dass Gewaltexzesse ausblieben, dass die Leute einen Kompromiss finden etc. Und bekanntlich liegt im Letzteren die Stärke der Schweizerischen Demokratie.

http://blog.bazonline.ch/datenblog/index.php/6573/masseneinwanderung

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„OSZE Konferenz Basel

Am 4. und 5. Dezember 2014 tagt in Basel der Ministerrat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Vorsitz die Schweiz dieses Jahr inne hat. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat der Bundesrat für die Zeit vom 2. bis 5. Dezember verschiedene Einschränkungen für die Benutzung des Luftraumes in der Region Basel beschlossen. Die Schweizer Luftwaffe wurde mit der Wahrung der Lufthoheit und der Durchsetzung der Massnahmen beauftragt.

In einem Radius von 25 nautischen Meilen (rund 46 km) um das Zentrum von Basel (siehe Karte) ist der Flugverkehr über schweizerischem Hoheitsgebiet eingeschränkt. Ähnliche Beschränkungen gelten auch für grenznahe Gebiete von Frankreich und Deutschland. An- und Abflüge zu den Flugplätzen und Heliports innerhalb der Sicherheits-Zone unterliegen besonderen Regeln und Verfahren, welche die Luftwaffe in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ausgearbeitet hat. So dürfen Flüge auf Sicht (VFR-Flüge) nur auf vorgegebenen Routen geflogen werden. Alle diese Flüge sind zudem bewilligungspflichtig. Zuständig für die Bewilligungen ist die Luftwaffe. Diese erteilt nur dann eine Erlaubnis zum Befliegen der Sichtflug-Routen, wenn vorher Pilot und Luftfahrzeug akkreditiert wurden. Die genauen Vorgaben und das Verfahren zur Akkreditierung sind den offiziellen Publikationen (VFR Manual SUP, NOTAM, DABS etc.) zu entnehmen.

Zur Unterstützung der zivilen Behörden führt die Luftwaffe ferner Transport- und Überwachungsflüge mit Helikoptern, Propellerflugzeuge und Kampfjets durch. Es ist deshalb in der Region Basel teilweise mit einer beträchtlichen Zunahme von militärischen Flugbewegungen zu rechnen, sowie mit einer erhöhten Militärpräsenz in der Nähe von Flugplätzen.

Einschränkungen für den Flugbetrieb gelten vom 2.bis 5. Dezember 2014 nicht nur für Flächenflugzeuge und Helikopter, sondern auch für andere Luftraumnutzer wie Modellflugzeuge (Drohnen), Deltasegler oder Gleitschirme. Die Kantonspolizei von Basel-Stadt, Baselland, Bern, Jura, Luzern und Solothurn erlassen dazu spezielle einschränkende Regelungen (Quelle: Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL).“

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Am Oberrhein

Eigentlich sitze ich dort täglich und eigentlich bin ich jeden Tag im Netz, schreibe etwas. Doch manchmal, Sie kennen das gewiss, da braucht man etwas Abstand, da will man dem, was man eigentlich nicht tun will, ruhig mal seine Leine lassen – mal keine Artikel ins Netz stellen ist gemeint. Da kann es dann anstatt vorkommen, dass man durch die wunderschöne Landschaft des Südwestens von Deutschland fährt mit dem Auto, womöglich noch eine Hörkassette zu den Niebelungen sich reinzieht in einer Mischform des Deutschen, ein Deutsch, welches zwischen Neu- und Mitteldeutsch anzusiedeln ist, und kriegt überhaupt kein schlechtes Gewissen, noch immer die Leserschaft von Zypernundmehr-News (bzw.: http://kandernundmehr.com) mit einem Beitrag nicht beglückt zu wissen – für das mag ich nun um Ihre milde Nachsicht anfragen.


Draußen scheint noch immer die Sonne, wo doch der Rest des Landes mit Regen und Frost beschenkt worden sein soll. In Basel ist der Petersplatz nicht mehr mit Buden verstellt und die Universität Basel hat Semesterferien – es scheint Prüfungszeit zu sein. Den Leutchen vom Einschreibebüro der Uni, die mich netterweise per Brief darauf hinwiesen, dass sich wieder als Hörer eingeschrieben werden könnte, ließ ich wissen, dass ich das zwar gern täte, jedoch leider die „mittelalterliche“ Anordnung der Universität, dass Hörer keinen Zugang zum WLAN-Netz der Universität haben dürften, mich von einer nochmaligen Einschreibung als Hörer Abstand nehmen lässt. Man zahlt pro Stunde immerhin 50 Franken! Für diesen Betrag kann man in Deutschland (an der Uni Freibung ganz bestimmt) ganze Studiengänge (nicht nur einen) belegen und erhält ziemlich sicher einen WLAN-Zugang, denke ich.
Bei den Geografen war ich eingeschrieben letztes Semester. Es ging in der Vorlesung um die Oberrheinregion. Die Vorlesung war einigermaßen spannend, wenn auch etwas verschult. Sie war eine Art Mix aus Vorlesung und Seminar. Zu meiner Zeit, als ich studierte vor knapp 15 Jahren, gab es solche Mixe noch nicht. Die Welt entwickelt sich ja bekanntlich weiter.

nov12 054

In Kandern scheint noch alles beim alten. So sieht es zumindest von außen aus. Bekanntlich sind derartige oberflächliche Ansichten trügerisch. Die VHS-Kandern hat ihr Programmheft in den Briefkästen der Stadt versinken lassen. Die scheinen also noch genügend Geld zu haben für so etwas. Nächste Woche wird Gemeinderatssitzung sein und dann wäre da noch was im Rahthaus zur Kandertalbahn demnächst, wo möglichst mit Anwesenheit meinerseits geglänzt werden soll. Muss doch mal erfragen, auch wenn das Thema für die Beteiligten kein Thema mehr sein könnte, warum die Stadt Kandern nicht darauf hinwirkt, dass die Stadt als vorläufiger Endpunkt der Bahnstrecke von Haltingen (liegt vor Basel) nicht so ausgebaut wird, dass mindestens 3 Mal täglich ein Zug von Haltingen nach Kandern verkehrt? Für mich erscheint das so mittelalterlich wie das Ding mit der WLAN-Verbindung an der Uni-Basel, und dass nach all dem Gequake voller umwelt-, familien- und verkehrsfreundlicher Parolen. Diesen Schritt nicht zu unternehmen, erscheint paradox.
Anstatt gibt es eine Gruppe von Anwohnern in Kandern am Bahnhof, die offensichtlich ein Problem damit haben, dass die Bahn sonntags (eventuell auch samstags?) mit Touristen bepackt 2-3 Mal (wenn überhaupt) einfährt. Es ist eine Dampflock. Davon ausgehend, nachdem, was zu lesen und zu hören ist, dass Kohle in Deutschland anscheinend noch immer der größte oder zweitgrößte Energiespender im Lande sein soll, erscheint es recht unverhältnismäßig, dass ausgerechnet in Kandern Umweltbedenken wirksam werden beim Verbrennen von Kohle für den Zug. Bekanntlich sind Autos, die in Deutschland erbauten vor allem, alles andere als umweltfreundlich und davon hat wahrscheinlich jeder Haushalt in Kandern mindestens eines, schätze ich. Die Autos werden anstatt tendenziell größer. Und all die technischen Erkenntnisse in Sachen umweltfreundlich, war zu sehen in einem Beitrag im Fernsehen kürzlich, scheinen von den großen in der deutschen Autobranche nur sehr mangelhaft umgesetzt zu werden. Die Republik mit ihrer Autolobby verschläft anscheinend lieber die Entwicklung und klotzt protzig und ignorant mit großen Karren – was im Gegensatz zu dem steht, was sie vorgeben, stets zu berücksichtigen: nämlich die Umwelt, die Nachhaltigkeit, die kommende Generationen etc.

Da früher ja alles viel besser war, nicht wahr, und da gewiss auch Sie sich zur Region in und um Basel noch etwas mehr sich einlesen wollen, freue ich mich, Sie nun mit einem Webauftritt zu verlinken, der Ihnen hoffentlich all das einigermaßen geben kann.
Es sei darauf hingewiesen, dass sollten Ihnen all die Namen, die anfänglich gegeben werden und Links sind auf dieser Webseite, nichts sagen, dann scrollen Sie ruhig nach unten, wo der – finde ich – sehr lesenswerte und informative Text Herrn Kutter’s dann seinen Anfang nimmt. Hier also der Link: http://www.markuskutter.ch/print/jura_v_print.htm

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Basel

News vom Südlichen Oberrhein!

Nespresso kann sich – noch – nicht beklagen: die Geschäfte laufen bombig! Nestlé, weltgrößter Nahrungsmittelhersteller, steigerte mal wieder die Umsätze – auf 68,4 Milliarden Franken (also um 4%). Der Verkaufsschlager von Nestlé, die Nespresso-Kapseln, soll derzeit aber etwas gefährdet sein. Ein US-Multi will das Kaffee-Genuss-aus-Kapseln-Geschäft mit absahnen zukünftig. Milka, Toblerone & Co, die dem US-Multi gehören, werden in ihren Filialen schweizweit nun auch Kaffee-Kapseln dealen, versteht sich, preislich günstiger und keinesfalls auch nur annähernd so erlesen wie die Kapseln vom Schweizer Konzern, ist anzunehmen.
In Anbetracht der Tatsache, dass Nestlé’s Geschäftspolitik vor allem in der sogenannten III.Welt äußerst menschenverachtend – zu oft – in Erscheinung tritt, hält sich gewiss bei so mancher oder manchem das Mitleid mit dem Schweizer Konzern in Grenzen (erinnern Sie zum Beispiel die Wasserquellen, die in Plastikflaschen abgefüllt werden, wo nebenan Einheimische sich mit H2O minderer Qualität begnügen ‚dürfen‘ – wenn überhaupt). Gnadenlos, um in anderem Bild zu sprechen, ist diese Praxis wie bei peruanischen Fischern, die jährlich an die 15.000 Delfine zerstückeln sollen, damit Haie angefüttert, gejagt und erlegt werden können. Gnadenlos wie Japaner, die neuerdings ganz trendy mit Meeressäugern spielen gehen, oder so, bevor sie mit dem Finger auf einen von ihnen zeigen und wahrscheinlich so etwas sagen wie: „den dort!“ Ja stimmt, Letzteres ist gut bekannt, passiert ziemlich sicher auf jedem Bauernhof, wo die Anna oder die Klara auf dem Mittagstisch landen und keine Milch mehr geben als geschlachtete Milchkuh.

Ganz gnadenlos hat die Züricher Privatbank Frey vor, ihre Pforten zu schließen – die USA machen zu viel Druck, angeblich, wegen dem sogenannten Steuerstreit. Wir dürfen wahrscheinlich davon ausgehen, das der Präsident und Gründer der Bank, Markus Frey, rechtzeitig seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat?

Ums Geld geht es halt immer wieder – zuweilen gnadenlos. So auch im Streit der Ansichten der Schweiz mit der EU. Das Boulevardblatt Blick aus der Schweiz brachte bereits am 18. Oktober ein Interview mit dem Schweizer Staatssekretär Yves Rossier, welches hier in Ausschnitten wiedergegeben werden soll – Gnadenlosigkeit hat ja so viele Facetten:

„Weitere Abkommen mit der EU kriegt die Schweiz nur, wenn sie Hand bietet zu einem Rahmenabkommen. Darin steht, welche Instanz im Konflikt entscheidet und wie künftiges EU-Recht in die bilateralen Verträge fließt… . Der Europäische Gerichtshof legt das EU-Recht aus. Das ist kein Urteil, schon gar nicht eine Verurteilung der Schweiz. Es gibt keine fremden Richter, die uns (Schweizern) vorschreiben, was wir zu tun haben. Aber es gibt Richter, die uns sagen, wie das EU-Recht zu verstehen ist… . Der Avis, das Rechtsgutachten des Gerichts, ist nicht die Lösung eines Rechtsfalls. Das Gutachten klärt die Rechtslage, danach ist es an den Streitparteien, auf Grundlage dieses Avis eine Lösung zu suchen. Falls es keine Lösung gibt, kann die Schweiz den Entscheid fällen, ob sie entsprechend der Rechtsauslegung handeln will oder eben nicht…. . Es geht … um ein Rechtsgutachten, wie EU-Recht zu verstehen ist, nicht um ein Urteil, wie gehandelt werden muss.

Wie würde es denn konkret weitergehen?

Der Auslegungsentscheid des Gerichtshofs geht zurück in den Gemischten Ausschuss. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten: die Schweiz akzeptiert die Rechtsauslegung. Wenn nicht, kann der Gemischte Ausschuss mit einem Kompromiss einen Ausweg suchen. Wenn keiner gefunden wird, kann die Schweiz Notbremse ziehen. Vor allem dann, wenn so große Interessen der Schweiz betroffen sind, dass wir die Umsetzung der Rechtsauslegung ablehnen müssen. Dann entscheidet die EU, ob sie gewisse bilaterale Verträge oder Teile davon suspendiert.

Wo liegt der Vorteil zu aktuellen Situation (für die Schweiz)?

Wir (die Schweizer) gewinnen Rechtssicherheit. Weil ein Verfahren Zeit braucht, können sich außerdem beide Seiten überlegen, was ihnen wichtiger ist: der Streit oder die bilateralen Verträge.

Mit anderen Worten: Die Schweiz hat gar keine Wahl, weil sie sonst die Verträge riskiert.

Nein, die Verträge wären nicht einfach verloren. Man könnte sie suspendieren oder andere Wege suchen. Wenn das für die Schweiz so wichtig ist – zum Beispiel wegen eines Volksentscheids – , muss und kann sie Nein sagen. Wir sind nicht in der EU, entscheiden deshalb nicht mit. Daher brauchen wir diese Möglichkeit. Die EU-Länder dagegen sind in die Entscheidung eingebunden, müssen also die Entscheide umsetzen.

Warum soll die EU da mitmachen?

Die EU hat eingesehen, dass ein supranationales Gericht und eine supranationale Überwachungsbehörde in der Schweiz wenig Chancen haben. Die Schweiz ist aber zu wichtig für sie, als dass keine Lösung für diese Fragen gefunden würde.

Was spricht gegen das Efta-Gericht?

Das Efta-Gericht fällt Urteile. Verurteilt es die Schweiz, dann ist – auf Französisch – die Messe gelesen (die Schweiz ist eines der EFTA-Mitglieder)

Das Urteil würde umgesetzt?

Ja, fakultative Urteile gibt es nicht. Das zweite Problem: Das Efta-Gericht könnte nur die Schweiz verurteilen, nicht aber die EU. Ein totales Ungleichgewicht. Das dritte Problem: Das Efta-Gericht ist vertraglich verpflichtet, immer der EU-Rechtsprechung zu folgen.

Deshalb will der Bundesrat den Europäischen Gerichtshof.

Mit ihm gibt es keine Überwachungsbehörde, die gegenüber der Schweiz, gegenüber dem Bund, den Kantonen, den Gemeinden Verfügungen erlassen könnte. Zudem könnten beide Seiten bei Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung des EU-Rechts den Gerichtshof anrufen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen dem automatischen und dem dynamischen Nachvollzug des EU-Rechts?

Da gibt es einen riesigen Unterschied. Der automatische Nachvollzug ist kein Nachvollzug, sondern schlicht die automatische Übernahme, die Verpflichtung, künftige Entwicklungen des EU-Rechts automatisch zu übernehmen. Dieser Automatismus ist ein No-Go.

Und der dynamische Vollzug?

Wir sind nicht Teil des EU-Binnenmarkts. Wir sind draußen. Wir haben unsere eignen Verfahren der Rechtsentwicklung mit allem, was dazugehört, wie zum Beispiel dem Gesetzesreferendum. Wir haben angeboten, die Anpassung zügig an die Hand zu nehmen, aber immer im Rahmen der Kompetenzen von Parlament, Volk und Kantonen. Das nennen wir dynamisch. Die EU ist einverstanden und besteht nicht mehr auf dem Automatismus!“

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Auch der Schweizer Pharmariese Roche steigerte seinen Umsatz um 3% (34,87 Milliarden Franken). Der ex-zweite Mann bei der Schweizer Bank UBS, Raoul Weil, wurde in Italien auf Betreiben der USA festgenommen. Keiner weiß, warum Raoul den sicheren Schweizer Raum verlassen hat, dieses Risiko einging. Jetzt steht ihm eine Auslieferung in die USA bevor, die von der Schweiz aus wahrscheinlich nie erfolgt wäre. Steuerbetrug im ganz großen Stil soll Raoul begangen haben – hat US-Steuerzahler so beraten und beraten lassen, dass sie in ihrem Heimatland keine oder wesentlich weniger Steuer bezahlten. Gnadenlos gibt sich ausgerechnet die UBS-Filiale in Kleinbasel, nach dem, was darüber zu lesen ist. Die Anwohner und Geschäftstreibenden dort am Claraplatz sind etwas konstatiert über die Aussagen der UBS bezüglich des Baus des sogenannten Claraturms am Riehenring, nämlich: auch wenn das Referendumskomitee negativ abstimme, würde die Häuserzeile am Riehenring dennoch abgerissen! Man fragt sich in Kleinbasel, ob die UBS glaube, den „Basler Souverän“ nicht akzeptieren zu müssen, also den Volkswillen. Im Boulevardblatt Blick am Abend ist des Weiteren die Rede von: „der Monsterbau gleicht einem Grabstein!“
Bei der Schweizer Firma Sulzer gehen 100 Jobs verloren demnächst. Roche indes wird am Standort Basel zukünftig noch mehr Geld investieren, noch mehr Arbeitsplätze und Gewinne derart generieren. Die Credit Suisse wird Schwulen-und-Lesben-freundlicher. Sie bietet in den USA für dieses Segment der US-Gesellschaft entsprechende Anlageprodukte neuerdings an. 26 Großfirmen in den USA nennen sich schwulen-lesbenfreundlich, unter anderen: Goldman Sachs, Thompson Reuters, der Pharmariese Merck und Pfizer, Chevron etc.
Was den Gebrauch der Eisenbahn angeht, wurde die Schweiz, beziehungsweise ihre Bevölkerung, weltweit wieder auf den ersten Platz gehievt vor den Japanern. Schweizer legen nämlich durchschnittlich 2.274 km zurück mit der Bahn.
Auf der US-amerikanischen „Medcloth“ Webseite kann Kleidung geordert werden, für all diejenigen, die sich swiss-like (wie Schweizer) kleiden möchten. Die Eidgenossen scheinen darüber wenig amüsiert, da das vermittelte Bild der US-amerikanischen Firma den Vorstellungen der Schweizer von sich wenig entspricht.
Die Internationale Bauausstellung (IBA) kann noch bis zum 9. November besucht werden in der Voltastraße 30 in Basel. Grenzüberschreitende Arbeiten und Projekte können dort besehen werden. Die Badische Zeitung schreibt dazu am 19. Oktober u.a.:“…dass das südbadische und elsässische Umland Basels mehr seien als dessen „Erlebnisraum“, dass es da Städte mit eigenen Plänen und Interessen [gibt]… . Zahlenmäßig größter Bereich dieser IBA sind aber die Landschaftsprojekte. Dabei geht es insbesondere um die Wiederentdeckung der Flussufer an Birs, Wiese und am Rhein. Dieser sei historisch bedingt vor allem als „Entsorgungsader“ benutzt worden und entsprechend gestaltet… . Mittels IBA solle er zwischen Möhlin und Kembs, beziehungsweise Schwörstadt und Bad Bellingen nun zu einer der schönsten durchgängig begehbaren Flusslandschaften Europas werden“. Des Weiteren im Weiler Teil der Zeitung: „… Ziel ist eine attraktive und auch für die Naherholung nutzbare Verknüpfung des Vitra Design Museums mit der Riehener Fondation Beyeler zu erhalten – sowohl als Fußweg, als auch für Radfahrer. Zudem soll eine Verbindung von den öffentlichen Verkehrsmitteln Zug und Tram zum Vitracampus entstehen.“ Von einer „Wiese Vital“ wird in diesem Kontext zukünftig die Rede sein, wobei die Gegend namens Langen Erle auf der Schweizer Seite und das Mattfeld auf der deutschen gemeint sein werden, die im Konzept „Garten der Metropole“ entsprechend eingebunden sind – siehe hierzu auch das Projekt „RhyCycling“.
Weniger erfreulich ist, dass in Schweizer Flüssen immer öfter resistente Darmbakterien gefunden werden. Wieso, warum und woher die kommen, darüber wird noch vornehm geschwiegen – noch! Rund 55 Personen sterben jährlich daran, berichtet die Basler Zeitung vom 22. Oktober 13.

Gnadenlos wird in Kandern demnächst wohl beschlossen vom Gemeinderat, dass die Zeiten unbeschwerten Parkens in der Stadt vorbei sein sollen. Ein Herr Frey aus Binzen wird demnächst beauftragt, Strafzettel auszustellen, für all diejenigen, die ihr Auto länger als 90 Minuten oder ohne Parkscheibe oder ohne Ohne parken. Wer in Städten öfters unterwegs ist mit dem Auto, weiß, wie nervig diese als Abzocke empfundene Vorgehensweise der Behörden ist.
Zuguterletzt: die Schweiz wird voraussichtlich die Gebühr zur Benutzung ihrer Autobahnen (Vignette) auf das Doppelte erhöhen, also so um die 80 €.

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