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Alpöhi

oder

Wenn der Willöhi mit dem Alpöhi …

 

Sagen Sie ruhig, was Sie wollen: Doch die Schweiz ist halt doch eine Reise wert – genauer Zürich diesmal! Beim letzten Aufenthalt dort vor ein paar Tagen galt es, diesen Eindruck erstmals einzugestehen, denn seit sehr vielen Jahren wurde ich einfach nicht warm mit diesem Ort: Und nun kann gesagt werden: Gut, dass es in unmittelbarer Nähe von Kandern, welches an der Schweizer Grenze auf bundesdeutschem Gebiet gelegen ist, diesen, ja, wie soll es genannt werden, schweizerischen Erholungs-, Flucht- oder kulturellen Ort am Zürichsee gibt.
So richtig schön großstädtisch ist es dort, wunderbare Restaurants und Menschen und das auch noch auf „lässig“. Derart, also als „lässig“, bewerten die meisten Schweizer im Allgemeinen nahezu alles, und zwar in verschiedensten Lebenslagen.
Weniger lässig ist, oder scheint zu sein, dass es etwas seltsam still geworden ist um das Trara im Berner Parlament bezüglich der Beziehungen zur EU. Der Schweizer Bundesrat „tönt“ derzeit zu diesem Thema verhalten. Man klammert sich offenbar an eine Unsicherheit der Zukunft. Unsicher ist dieselbe ja, weil man in der Gegenwart nie weiß, was am Ende einer Angelegenheit in der bevorstehenden Zukunft herauskommt. Letzteres ist nun aber nicht so zu verstehen, dass die Zukunft der nordwestlich gelegenen Alpenländer ernsthaft gefährdet oder Ähnliches sei.

Nun, der Ignazio, der wird es dann wohl zukünftig richten – der neue Außenminister und Bundesratsneuling aus dem Schweizer Kanton Tessin, der Herr Cassis. Der tritt zum 01. November 2017 seinen Dienst an, betrieb bisher Sozial- und Gesundheitspolitik. Ein Büro zur Vorbereitung aufs Amt hat man ihm sogar eingerichtet, ‚netterweise‘. Kann schon sein, dass der tessinische Politiker dort etwas indoktriniert werden soll, zum Beispiel von Bundeskanzler Walter Thurnherr von der CVP – hin zur politischen Mitte. Den Tessiner etwas glattbügeln oder halt weltanschaulich gleicher machen, könnte durchaus angestrebt sein.
Herrn Cassis‘ Amtsvorgänger als Außenminister ist ja bekanntlich Herr Didier Burkhalter von der schweizerischen FDP gewesen. Eine der Hinterlassenschaften des Letzteren an den neuen im Amt ist: die Ausgaben für die Entwicklungshilfe auch künftig an einen Richtwert („aide publique au développemente) gebunden zu sehen. Damit kam Burkhalter bei der letzten Motion im Parlament vor seinem finalen Abgang als Politiker auch durch – anscheinend wollten ihm die Damen und Herren im hohen Haus zu Bern keine Niederlage mit auf den Pensionärs-Weg geben und so wurde das Ding eben entsprechend ‚abgesegnet‘.
Oh, wie edel.
Der körperlich kleine, aber scheinbar wendige Herr Cassis darf allerdings bei den anstehenden bilateralen Verhandlungen mit der EU auf wenig Einsehen oder Nachsicht, wie sie Burkhalter widerfuhr, hoffen. Doch in Sachen Entwicklungszusammenarbeit hat der Neue im Amt erheblich mehr Aktionspotential und kann daher mit mehr Einsicht rechnen – so auch in der Schweiz selbst, eventuell. Er als zukünftiger Leiter der EDA, des Außendepartments der CH, kann nämlich die Höhe der Ausgaben für Entwicklung und dergleichen mehr letztendlich bestimmen. Wir werden sehen, ob er – an einem der Hebel der Macht sitzend – entsprechend seiner vollmundigen Reden agieren wird, die er als kleiner Nationalrat vor der Berufung ins hohe Amt bei der EDA geschwungen hat und sich daran erinnert, oder den Schwanz einzieht, wie man sagt. Letzteres ist ihm ja bereits gelungen, als er kaum als Außenminister auserkoren, sich von gewissen schweizerischen Vereinigungen, die von nicht wenigen Schweizern auch als Waffennarren angesehen werden, wieder trennte – denen er doch gerade kurz vor seiner Berufung beigetreten war als Mitglied.
Der sogenannte Kohäsionsfond der EU, indem vermögendere Staaten Europas, so auch die Schweiz, weniger reiche EU-Staaten (mit-)finanzieren, gehörte schon etwas ausgemistet, finden nicht wenige. Nur kurz einige Beispiele für von der Schweiz mitgefüllte Töpfe: die Prävention von Adipositas in Polen ist eventuell so eine Sache. Eine weitere: Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden des baltischen Estlands, das Karpfental bei Lublin oder eine bevölkerungsnahe Polizei in Ungarn usw.
Hier wird schon etwas geprasst von Seiten der Schweizer Regierenden. Zumindest dürfte dieser Eindruck bei genannten Projekten der einen oder dem anderen entstanden sein – so auch die Frage nach dem Nutzen. Und es könnten noch weitere solche recht ‚exotischen‘ Ausgabe-Posten aufgezählt werden. Wichtigere Dinge, die der Schweiz letztendlich auch etwas oder mehr bringen, die mehr Publizität beispielsweise haben und werbetechnisch weiter streuen, gehörten vor allem finanziert, wird kritisiert. Man kann schließlich nicht alle glücklich machen, und muss derartige Ausgaben auch, ohne weniger Bauchschmerzen zu kriegen, gegenüber der heimischen Bevölkerung vertreten können; oder gegenüber Schwarzfahrern, die eine Buse zahlen sollen wegen ihrer kostenlosen ‚Leidenschaft‘, Angewohnheit oder Notwendigkeit etc.
Letzteres wird hier auch deswegen angeführt, da ernsthafte Überlegungen in einigen Städten der Schweiz gerade wieder am Laufen sind, die Öffentlichen (Bus, Bahn) kostenlos operieren zu lassen. Teils scheint dieses Projekt an einigen Orten schon angelaufen zu sein. 786647300 Franken Entwicklungshilfe der EDA schreien jedenfalls danach, gezielter und effektiver, das heißt mit positiverem Echo in der Welt, in und für die Schweiz eingesetzt zu werden zukünftig! Es ist schreibt bereits wenig amüsiert von „Tropische[m] Subventionsregen“ zu lesen, den die Schweizer in der EU niederprasseln lassen.
Und da wäre noch die „Greco“ zu erwähnen in diesem Zusammenhang. Nein, nicht schon wieder die Griechen, sondern die Europaratskonvention gegen Korruption, die den Schweizern die Augen langsam, aber sicher öffnet. Die Eidgenossen unterzeichneten diese Konvention einst recht beschwingt und mit wenig Vorbehalt – bereits 2006. Nur, wie sich inzwischen herausstellt: Die Art und Weise, wie die Parteienfinanzierung in Bern läuft, wird andernorts in Europa einfach nicht so richtig eingesehen. Ähnlich gelagert ist die Kritik der Greco auch im Bereich Schweizer Justiz. Denn Richter der Schweiz können/müssen/sollten einer Partei angehören. Müssen sich gar zur Wiederwahl einer Behörde zeigen, die dann über ihr Schicksal, sozusagen, befindet. Bundesgerichte usw. werden im Alpenland nämlich nach Parteienproporz bestellt und die Bundesversammlung wählt die/ihre Richter alle 6 Jahre ins Amt. Die Verbindung zwischen Politik und Justiz ist so manchem offensichtlich bedenklich eng, der Greco ist sie eindeutig zu eng. Hinzukommt: Richter bezahlen ‚freiwillig‘ eine „Mandatssteuer“. Schweizer Richter treten demnach einen Teil ihres Einkommens an eine jeweilige politische Partei des Landes ab. „Ämterkauf“, macht als Wort die Runde. Versteht sich, dass die Parteien auf diese kleine Bonuszahlung vonseiten der Richterschaft keinesfalls verzichten wollen und daher sich Einmischungen der Greco in solch tiefsitzende, innerschweizerische Angelegenheiten verbieten. Zwischen 3 bis 6% beträgt der Anteil eines Richtergehalts, welches „freiwillig“ an Parteien abgetreten wird. Sogar die Linken im Schweizer Parlament sollen diese Praxis gutheißen – so auch die Grünen, obgleich die Letzteren eigentlich eine Schieflage ausmachen können daran. Insofern steht der Europarat vor einer recht taffen (tough) Alpenwand, die offenbar so steil ist wie eine der Wände des Matterhorns!

Taff, wegen einem etwaigen Gruppenzwang, wegen einer eventuellen Gleichschaltung?

Bei solch Phänomen wie einer Gleichschaltung der Schweiz mit der EU oder einer vermehrten Angleichung derselben muss das politische Ziel einer Partei oder ihrer Vertreter offenbar oft zurückstehen, koste es den Steuerzahler, was es wolle – siehe beispielsweise die zuvor erwähnten Ausgaben für Entwicklungshilfeprojekte innerhalb der EU durch die Schweiz.
Ja, man hadert in Bern inzwischen doch wieder etwas mehr mit der anvisierten, sogenannten institutionellen Gleichschaltung an die EU. Teufelswerk schlechthin, ist den Meisten dergleichen nun wieder. Der Euphemismus „Konsolidierungsvertrag“ macht wahrscheinlich auch daher anstatt Gleichschaltung oder Ähnliches neuerdings die Runde. Insofern darf nicht davon ausgegangen werden, wie einige Leser hier vielleicht denken könnten, dass das Monster Gleichschluss der Eidgenossen an die EU schon aus der Welt geschafft ist, nur weil sich der Begriff dafür geändert oder verkonsolidiert hat. Denn die EU drängelt, zumindest etwas spürbarer und demnächst noch mehr, ist zu vermuten, und zwar spätestens dann, wenn die Deutschen ihr Ding gebacken bekommen haben – gemeint ist ihre Regierungsbildung 2017 nach den bereits vollzogenen Wahlen.

Soll sie doch drängeln, die EU?

Man wird sehen, wie sich der neue Außenminister Cassis im Namen der Eidgenossen letztendlich positionieren wird in dieser „lustigen“ Angelegenheit der Gleichschaltung oder höheren Anpassung des Landes an EU-Normen. Davon zu sprechen, es sei diesbezüglich noch alles offen, wäre nun meinerseits euphemistisch formuliert.
Warum?
Da die Schweiz an der Leine der EU läuft und nicht umgekehrt. Darum!

Na ja, so irgendwie ist dem schon mit der erwähnten Leine, doch nicht ganz. Schließlich haben die südlichen Nachbarn der Deutschen ihren eigenen Kopf – so „urchig“, schelmisch, kauzig und altklug!? Diesen Alpöhi-Kopf versucht man ihnen schon seit Jahren, sozusagen schrittweise, zu waschen. Keine Angst! Die Schweizer, ihrerseits, sind ja zum Glück höchst vertraut mit zivilisatorischer Reinlichkeit und derartig installierten EU-Waschvorgängen. Soll heißen: Noch gilt es das richtige Waschverfahren innerhalb der EU zu eruieren und zu installieren, um das bisschen Swissness, das da noch wäre, europäischer zu schweizern – so ungefähr halt.
„Einrahmen!“
Letzteres: Damit die Bundesberner sich in einer Art Rahmenvertrag Brüssels einrichten können, butterweich gemacht oder meinetwegen auch hineingestolpert – mit welchem Adjektiv auch immer man sich hier positionieren mag.
Das bisherige Vertragsverhältnis mit der EU könnte mit erwähntem Rahmenvertrag die Schweizer angeblich rechtlich noch besser an EU-Norm angleichen, sprich: die rechtliche Gleichstellung der Schweiz mit Staaten der EU würde so endlich Fuß fassen – wohingegen die Gegner dessen – wieder, oder noch immer, ja, vermehrt – von rechtlicher „Unterstellung“ anstatt Gleichstellung der Eidgenossen mit der EU sprechen, die da anvisiert werde. Und diese Gegner sind es auch, die so merkwürdige Fragen stellen, wie: „Weshalb haben wir Schweizer wohl einen höheren Lebensstandard als beispielsweise die Deutschen oder Franzosen?“ Ihre Antwort dazu liefern sie auch gleich mit: „Weil wir die Meister unseres Schicksals sind, darum!“ Und: „Noch sind wir es,“ hört man sie des Weiteren sagen, „die nicht jeden Unfug mitmachen müssen, den sich irgendwelche Bürokraten in Brüssel, Berlin, Paris oder sonst wo in der EU ausdenken!“
Flexibel wie eine Küchenmaus in Zwangssymbiose mit einer die ganze Küche vereinnahmenden Katze, also, muss die Schweiz auf mögliche Veränderungen der Stimmungslage dieses Katers, der zudem ins Alter kommt, reagieren können – und selbiges Reaktionspotential scheint noch ausreichend gegeben zu sein. Es mag noch hinzugesetzt werden:
Es ist dieses eben beschriebene Katzenwesen, letztlich, welches den Frieden in und um die Küche hauptsächlich garantiert, da seine Präsenz kläffende Hunde draußen auf dem Hof zweimal überlegen lässt, die Wurst vom Küchentisch zu holen – oder ähnlich.
Die mausgleiche Beweglichkeit der Schweizer in Rede erachten dieselben also als Art biologistischen Selektionsvorteil. Ja, Darwin lässt grüßen! Und: Der Kater namens EU ist im Gegensatz zu solch helvetisch, spritziger Beweglichkeit eher ein „sturer“ alter Bock. Will seit knapp 10 Jahren einen Rahmenvertrag durchdrücken, der den Schweizern so, wie er im Detail entworfen ist, nicht in den Kram passt – hat keine wirklichen Schlupflöcher für eine kleine, lebensfreudige Maus in oder an sich, lässt wenig Selbstbestimmung zu, wo man doch bislang auch ohne den EU-Kater sich seine Löcher in andere Regionen des Hauses namens Welt durchaus selbst graben konnte und wollte; sowie auf eigenen hohen Bergen lässig Aussicht in alle Richtungen halten mag – weil man spätestens dort zu sich findet. Ein Exportschlager, den keiner so leicht physisch abtragen kann und wird – um den die Eidgenossen gar so mancher still und heimlich beneidet.

Dass die meist lieben Schweizer automatisch europäisches Recht übernehmen sollen, ist auch hier nur schwer vorstellbar – für alle ungefähr 200 Verträge, die sie mit der EU schlossen. Ist das nötig? Dann, wenn das geschehen wäre, könnte die EU beispielsweise Durchfahrtgebühren ENDLICH senken. Toll, und was noch?
Klar! Die geplante „Vereinnahmung“, Rahmenvertrag, „Übernahme“ oder Angleichung der Schweiz umzusetzen, ist eh noch mal eine andere Frage rechtlich besehen. Leicht ist oder wird es jedenfalls nicht. Unmöglich ist es allerdings auch nicht. Es werden, davon abgesehen, im eben dargelegten, vorgesehenen bilateralen Verhältnis zur EU immer noch EU-Gesetze bestehen bleiben – nur so zum allgemeinen Verständnis der verqueren Lage -, die in der Schweiz keine Geltung hätten. Alles klar?
Advokaten hätten und haben also weiterhin genügend Arbeitsbereiche, auf oder in denen sie sich austoben können, zumal EU-Richter und Schweizer Behörden einfach nicht immer einer Ansicht sind – und sein werden. Die Schweizer Linken, vor allen, befürworten den erwähnten Gleichschluss mit der EU, wird behauptet. Die schweizerische Unabhängigkeit, die eh nicht besteht, doch von der man als solche spricht in Bundesbern, wäre bei einem Anschluss des Landes an die EU „dynamisch“ gewährleistet, finden die Linken der Schweiz. Nur, und die Frage scheint durchaus angebracht angesichts des teils sehr vereinnahmenden Verhaltens Brüssels an Orten, wo es effektiv um Macht und somit wirklich viel Geld geht: gilt dieses angeblich dynamische Regelwerk, welches man den Schweizern anbietet, eigentlich auch längerfristig und das noch garantiert? Würde sich das Ding nicht im Lauf der Zeit so einschleifen, dass geradezu unweigerlich als Folgeschritt ein EU-Vollbeitritt erneut als beherrschender Gedanke aufkäme und dieser, diesmal, vom Schafotte des schweizerischen „Stimmvolks“ seinerseits mit erhobenem Haupt ins Leben schreiten könnte oder würde?
Wollen wir wirklich so eine (geschliffene) Schweiz?
Sind doch so schön bunt, die Frankennoten. Fehlt noch, Schweizer führen ihre Autos plötzlich auf der linken Seite wie die Zyprer oder Engländer. Viele Eidgenossen sprechen zudem auch Rätoromanisch, was sie uns im Lichte Heidis Idyll für immer ins Herzchen schießen lässt. Und dann nicht vergessen: der Genfer See, der Zürich See und all die anderen blauen Flecken in der bergigen Landschaft, die von so viel Grün umgeben sind und mit buntesten Blümli bestückt sowie mit ewig kauenden Kühen, Geisen auf der einen oder anderen Alm, die richtig WIRKLICH Wirklichkeit im europäischsten Selbst herüberbringen (helfen). Mit EU-Status wäre diese eventuell europäischste Exotik dann wohl schnell dahin!?

Stichwort Exotik! Als jemand mit Magister Artium in der Islamwissenschaft bleibt nicht aus, dass einem Frau Irène Kälin ins Augenmerk gerät. Sie ist eine Schweizerin, die vor nicht allzu langer Zeit ihren grünen Parteikollegen Jonas Fricker im Nationalrat der Schweiz ersetzen ging – und das als Islamwissenschaftlerin. Arabisch soll sie sprechen können. Welche weitere, orientalische Sprache die 30-Jährige wohl noch draufhat: Türkisch, Persisch oder gar Kurdisch? Aus eigener Erfahrung glaub ich zu wissen, dass diese Frage zu stellen bei Islamwissenschaftlern in der Regel durchaus von Bedeutung ist – zumal viele Studierende dergestalt auch erkennen lassen, mit welchem/n Kulturkreis/en sie sich wahrscheinlich vor allem auseinandersetzten im Studium oder auch privat.
Frau Kälin wohnt in Lenzburg CH und will sich ihr Studium durch Arbeit, nebenbei, finanziert haben. Feministisch soll sie sein. Lässt sich aber von einem Mann die Tür aufhalten, wenn es passieren sollte. Hat damit, wie zu vernehmen ist, keine Probleme. Sie ist jung, modisch und keinesfalls gekleidet wie eine Grassroot-Grüne. „We can do it!“, stand auf ihren Wahlplakaten, und sie war darauf mit erhobener Siegerfaust zu sehen. Kind zweier Atomgegner ist die Irène, die wegen Proust, Rousseau, ägyptischem Bauchtanz und über die arabische Sprache zum Studium der Islamwissenschaft, unter anderem, gekommen sein will. Ihren Master macht sie gerade über den Zusammenhalt muslimischer Gemeinschaften in der Eidgenossenschaft. Welche Gemeinschaften das wohl genauer sind? Religionswissenschaft hat sie sich auch noch angeschaut im Studium, wahrscheinlich als Nebenfach oder zweites Hauptfach. Lehnt Religionen aber ab, ist zu erfahren. Religionen dienten zu oft, so Kälin, zur Unterdrückung unterschiedlichster Volksgruppen – seien geradezu ein Tool fürs Kriegeführen. Kälin spricht sich für eine offizielle Anerkennung des Islams in der CH aus. Was wohl so manchen verwundert, wo sie doch mit Religionen nichts am Hut haben mag. Einbindung von Minderheiten sei urschweizerisch, ist hier thematisch angekommen eines ihrer Stichworte und Argumente. 90% der Muslime in der Schweiz, so Kälin, lebten in etwa so säkular wie die Christen. Und dass es auf dem Land in der Schweiz sehr wohl noch patriarchale Strukturen gibt, die manch muslimischer Vorstellung von der Stellung der Frau in der Gesellschaft und der Familie ziemlich ähnlich sei, muss Frau Kälin anscheinend auch noch von sich geben zuweilen. Schade nur, finden wir, dass die so tolerante grüne Frau Kälin dann aber kein Problem mit der Vollverschleierung – Burka und so – hat, und dies in den Straßen der aufgeklärten Schweiz. Das sei ein Phänomen, welches noch viel zu wenig in Erscheinung trete, meint sie. Was sagen wir in Deutschland gerne, wenn es um irgendwelche extremen Abweichungen von der Norm geht gesellschaftlich: „Wehret den Anfängen!“
Schweizer Burkaträgerinnen, also Konvertitinnen, versuchten, irgendwelche persönlichen Probleme dergestalt zu bewältigen, nach Kälin – that‘s it! Mehr Frauen fordert Kälin in den Nationalrat der Schweiz. Mit dem Ex-Blick-Chef ist sie liiert, der im „Good-News-Bereich“ arbeite. Der Blick ist eine relativ bekannte Zeitung der Schweiz. Ein bisschen wie die Bild in Deutschland.
Erkenntlich grüne Positionen haben wir Frau Kälin eigentlich noch nicht so wirklich prononciert und immer wieder vertreten gehört. Kommt wahrscheinlich noch. Zu den neuen Regelungen in Sachen Zivilstand in CH ebenso nichts vernehmlich gehört von ihr. Denn neuerdings ist es den Schweizern egal, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Im Fokus steht nun das Kind, welches gemeinsam gezeugt wurde, welches von beiden finanziell versorgt gehört. Auch ledige Väter sind von dieser Regelung betroffen und können sich nicht mehr aus ihrer Verantwortung schleichen. Alle! Von der grünen Politikerin hätte mancher schon gern vernommen, was sie gedenkt dagegen einzubringen, dass diese fortschrittliche Regelung der CH nicht wieder durch die Hintertür gekippt wird? Und Aussicht auf Letzteres ist dem Vernehmen nach durchaus im Werden.
Die Rede ist bislang von einer Obergrenze für einen monatlichen Unterhalt von Mutter und Kind, die bei 3000 Franken liegen wird für den jeweiligen Kindesvater, der blechen soll und muss. Für deutsche Verhältnisse unglaublich viel Geld, für die meisten Schweizer erschwinglich, wird gesagt. Was auch sehr fortschrittlich ist im Alpenland, ist, dass in den meisten Kantonen Mütter bis zur Einschulung des Kindes zu Hause bleiben können, genauer: bis das jüngste Kind 10 Jahre alt ist. Ansonsten: Ein Schweizer Mann ist einer Frau durchaus – noch – eine Art Lebensversicherung!?

Nun! Schließlich kommt man nicht von Nichts in den Nationalrat der Schweiz, auch dann nicht, wenn man den Koran womöglich vorhat, grüner zu lesen oder dafür politisiert, dass auch mal ein Muslim einen Nobelpreis erhält? Scherz bei Seite. Frau Kälin hat solche Intentionen voraussichtlich nicht – und das ist einerseits schade und andererseits gut so! Sonst gibt es nur wieder einen Skandal einer Grünen? Ihr Vorgänger im Amt meinte ja: „Als ich das letzte Mal so eine Dokumentation von Transporten von Schweinen gesehen habe, sind mir unweigerlich die Bilder der Massendeportation nach Auschwitz aus dem Film „Schindlers Liste“ hochgekommen … . Die Menschen, die dort deportiert wurden, hatten eine kleine Chance, zu überleben. Die Schweine, die fahren in den sicheren Tod.“ Und weg war der Grüne aus der politischen Landschaft der Schweiz. Ebenso ein Grüner, der sein Geschlechtsteil fotografierte und die tollen Fotos ausgerechnet aus dem Nationalratssaal etc. an seine Geliebte sendete. Welch Mission! Der ist auch weg. Zuletzt sah sich eine Grüne ums Verrecken, wie man im Alemannischen sagt, von einem politisch Rechtskonservativen eines Abends sexuell angezogen – oder auch nicht. Jedenfalls endete die Nacht, die zu Ehren eines neuen Landammmannes begonnen hatte, im Bett. Illegales Zeug soll er ihr verabreicht haben, um sie gefügiger zu machen. Nichts ist bewiesen, außer, dass beide ihr politisches Köfferchen packen mussten.
Sie sehen, verehrte Leser: Die Grünen in der Schweiz, wie soll man es sagen, haben ihre spezielle Form der Nachfolgen oder -wehen der 68er ‚Revolution‘ ausgebildet. Vielleicht ist es ja auch die zeitlich danach durchlebte Punk-Welle der zeitgenössischen Musikszene gewesen, die seinerzeit in der Schweiz recht ‚konstruktiv‘ sich zu schaffen machte in den eidgenössischen Köpfen – und es irgendwie und manches Mal immer noch tut – auch erfrischend.

Knall hart: Weniger gut ist, dass die SVP nun zwei Bundesräte hat: die Herren Maurer und Parmelin. Was liest man unter anderem noch so in Schweizer Blättern: „Ueli Maurer hat die Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform verloren. Er wird im zweiten Anlauf kleinere, etwas sozialere Brötchen backen müssen. Sonst sagt das Volk noch einmal nein. Natürlich – wie immer – nicht das ganze Volk, sondern nur die etwas größere und vernünftigere Hälfte. Das Steuerhinterzieher-Geheimnis war jahrzehntelang die heilige Kuh der bürgerlichen Parteien. Die Amerikaner haben es geknackt. Neu müssen die Schweizer Steuerbehörden sogar die Kontostände der Oligarchen, die Russland geplündert haben, nach Moskau senden. Die Banken sehen keine andere Möglichkeit, als in diesen für sie sauren Apfel zu beißen.“
OK, es stimmt. Die UBS-Großbank droht gerade wieder indirekt mit einer Verlegung ihres Hauptsitzes ins Ausland. Genauer: Ihr CEO, Herr Ermotti, hat das vor Kurzem getan. Und so etwas muss sich die Alpennation also auch noch bieten lassen, denken wohl manche, die unter einigen Strapazen diesen Bankriesen in der Phase der Bankenkrise vor dem Kollaps gerettet hat. Andere Gesellschaften dieser Bank mussten damals amputiert werden, sodass das Zocken an den Finanzmärkten mit dem Kapital der Leute endlich ein Ende hat und das Überleben der Bank gesichert ist. Die UBS macht jetzt vermehrt auf Vermögensverwaltung. Nichts mehr drin, angeblich, mit Investmentbanking. Ein Verhalten, welches ihre Aktionäre doch nun, bitte sehr, mit einem Kursaufschlag honorieren mögen. Schließlich macht man ja auch verstärkt auf Digitalisierung, was doch so mühsam sei und Zeit, Geld und Arbeitsplätze raubt. Herr Ermotti – nicht, dass da bei Ihnen irgendwelche Zweifel aufkämen – war im Jahr 2016 immerhin bestbezahlter Banker der Schweiz! Und: Der Gute gibt so in etwa von sich: Backoffice-Geschäfte einer Bank bringen mehr als die des Frontoffice. Sie verstehen?

Nun, eindringlich bat der bereits erwähnte Herr Maurer, seine SVP-Mannen und -Frauen seiner Kapitulation zuzustimmen hinsichtlich des „Steuerhinterzieher-Geheimnisses“. Die besagte heilige Kuh der bürgerlichen Parteien, welche ja die Amerikaner geschlachtet haben, wie bereits erwähnt wurde oben. Den zuvor erwähnten Wunsch Mauerers, den „[m]achten sie [ihm] im Parlament – im Gegensatz zum restlichen Parlament – aber nicht. Sie stimmten gegen die Interessen des Bankenplatzes Schweiz, wissend, dass sie keine Chance hatten. Motto: Schweizer Fahnen schwenken ohne Konsequenzen. Wenn es zu einer neuen Finanzkrise kommt, wird die Schweiz, wird Ueli Maurer die nach wie vor unterkapitalisierte UBS ein zweites Mal retten müssen. Denn die Bank profitiert weiterhin, ohne einen Franken zu bezahlen, von einer faktischen Staatsgarantie. … .“

„Neu ist Guy Parmelin zuständig für die Armee und die Geheimdienste. Er produziert einen Flop nach dem anderen. So schloss der Waadtländer die Erneuerung der Flugabwehr ab, ohne das Dossier auch nur studiert zu haben [, was hier allerdings bezweifelt wird]. … Nehmen wir an, Terroristen sprengen eines der uralten Schweizer Atomkraftwerke in die Luft. Und der bereits mit einem einfachen Personaldossier überforderte Parmelin müsste die Weichen stellen. Niemand stellt sich das vor, deshalb regt sich niemand auf. Die Schweiz vertraut darauf, dass andere für unsere Sicherheit sorgen [wie weiter oben bereits angedeutet wurde – siehe Maus, Kater]. Und nicht die SVP. Vermutlich zu Recht.“

Und nun doch noch geschwind zur, wie soll ich ihn nennen, modernen Version des Alpöhi, zu Hern Armin Capaul:
„Eines ist schon mal sicher: Sein Aussehen hilft der Sache ganz gewaltig. Es ist schwer vorstellbar, dass Armin Capaul ebenso viel Erfolg hätte, wenn er glattrasiert in Jeans und Polohemd aufträte … passt perfekt zum Anliegen … . [Er lässt] die Nation über die Frage abstimmen …, ob Kühe Hörner haben sollen oder nicht. … [Das] Enthornen von Kühen, Stieren und Ziegen ist keine Kleinigkeit. … Für ihn ist die Hornfrage zudem nur ein Symptom für das ganze System der „industrialisierten Landwirtschaft … – das geht auf Dauer nicht auf. … [U]mdenken, und die Hörner sind ein Anfang.“
[U]nter dem Grauhaar tickt ein messerscharfer Verstand, gepaart mit einem an Starrheit grenzenden Willen. … „Wenn die Leute heute beim Wandern an einer Kuhweide vorbeikommen, reden sie darüber, wie viele Kühe keine Hörner haben“, sagt er zufrieden.
Schweizweit sind das 90 Prozent der Rinder, 200 000 Kälber werden jedes Jahr neu enthornt. [Seine Initiative] will das Abbrennen der Hörner allerdings nicht verbieten, sondern Landwirte mit einer Prämie von einem Franken pro nicht verstümmeltes Tier und Tag belohnen. „Keine Partei, keine Tierschutzorganisation hat mich beim Sammeln unterstützt, mit Ausnahme von Tierbotschafter.ch … Sie hätten das Thema nicht in ihren Programmen, haben sie gesagt.“ …
Soeben hat sich der Ständerat mit der Initiative befasst und die Vorlage deutlich abgelehnt. Auch im Nationalrat, der im kommenden März abstimmen wird, rechnet Capaul wenig Chancen aus. Aber das kümmert ihn nicht sonderlich: „Endlich redet man über das Thema, das war mein Ziel … . Ich habe die Bevölkerung und die Medien hinter mir. …“
„Ich habe Capaul unterschätzt“ [sagt Bundesrat Johann Schneider-Ammann].
„Dass man die Hörner entfernt, ist kein alter Brauch, sondern eine Praxis, die erst vor rund 35 Jahren begann. Auslöser war die sogenannte tierfreundliche Umstellung auf angeblich artgerechte Freilaufställe, in denen das Vieh sich frei bewegt. Doch bald zeigte sich, dass sich die Kühe im freien Stall beengt fühlten, aggressiv wurden und einander attackierten. Hörner dienen in der Herde als Rangabzeichen, sie signalisieren: Abstand halten. Deshalb brauchen behornte Kühe mehr Raum zum Ausweichen, und den hatten sie nicht in ihrem Stall. … .
„Ja, offene Wunden gibt es nicht mehr, [so Capaul,] dafür aber schlimme innere Verletzungen, wenn eine Kuh der anderen den Kopf in die Flanke stößt.“ … .
Doch die Hörner einer Kuh unterscheiden sich vom Geweih des Rotwilds insofern, als sie kein totes Material sind, sondern durchblutet, mit Nervenfasern durchzogen und sehr empfindlich sind. „Dem Kalb drei Wochen nach der Geburt mit dem Lötkolben die Hörner wegzubrennen, ist als ob man einem Säugling die Arme abschneidet. … Laut Bundesverfassung wird der Bund beauftragt, tierfreundliche Produktionsformen zu finden. Die Kühe können sich nicht wehren, also geben wir ihnen eine Stimme – die inzwischen entstandene <Interessengemeinschaft Hornkuh>“, sagt Capaul.

Wenn wir hier schon bei Denken mit, in und für die Gemeinschaft sind: Ja, die Schweizer beschäftigen sich durch die Hintertür mit so etwas altgebackenem wie dem Marxismus – siehe Vollgeld-Initiative:
„Tatsächlich wollen die Initianten [, der vom Ständerat und Bundesrat abgelehnten Initiative,] ein Problem lösen, das in der Schweiz noch von niemandem erkannt wurde. Sie erklären, dass mit einem neuen Verfassungsartikel verhindert werden soll, dass die Banken in Zukunft weiter „privates Geld“ schaffen können. Das sei ein liberales Anliegen. Träger der Initiative ist der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo). Die Initiative hat drei Stoßrichtungen: Erstens sollen die Banken zur Verhinderung der privaten Geldschöpfung den Kunden keine Sichtgelder, über die der Zahlungsverkehr abgewickelt wird, auf eigene Rechnung anbieten können. Es geht dabei um rund 500 Milliarden Franken. Die „private Geldschöpfung“ der Banken ließe sich durch eine kleine Änderung im Nationalbankgesetz einfacher umsetzen: Banken müssten für Sichtgelder bei der Nationalbank (SNB) 100 Prozent Mindestreserven halten. Das wollen die Initianten aber ausdrücklich nicht. Es geht ihnen um sehr viel mehr.
Das ist ersichtlich aus der zweiten Forderung: Diese Sichtgelder sollen von den Banken nur treuhänderisch betreut und direkt bei der Nationalbank angelegt werden. Was diese mit den zusätzlichen rund 500 Milliarden Franken machen soll, beschreibt der Initiativtext wie folgt: Die Nationalbank „bringt … neugeschaffenes Geld schuldfrei in Umlauf, und zwar über den Bund oder über die Kantone oder indem sie es direkt den Bürgerinnen und Bürgern zuteilt.“ Das tönt unverständlich, heißt jedoch im Klartext: „Die SNB muss neugeschaffenes Geld verschenken.“ Wiederum im Klartext ausgedrückt: „Bankkunden werden mit ihrem Geld anstelle der Steuerzahler den Staat finanzieren. Wehren könnten sich die Kunden nicht. Nur die SNB dürfte Zahlungsverkehrskonten anbieten. Würde die SNB nur einen Drittel des in den letzten zehn Jahren neugeschaffenen Geldes verschenken, wäre die Nationalbank rechnerisch eine banca rotta, hätte mit mehr Schulden als Vermögen ein negatives Eigenkapital: Leergeld statt Vollgeld.
Hinter dem Ganzen steht, und das ist der dritte Aspekt, eine Ideologie … . Gemäß den Initianten soll künftig in der Verfassung stehen: „Der Bund gewährleistet die Versorgung der Wirtschaft … mit Finanzdienstleistungen. Er kann dabei vom Grundsatz der Wirtschaftsfreiheit abweichen.“ Die SNB „gewährleistet … die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten.“ Das Gesetz „regelt … die Begrenzung des Eigenhandels“. …
Die Grundideen der Initiative finden sich im „Kommunistischen Manifest“ von 1848. Dort haben Karl Marx und Friedrich Engels geschrieben: „Das Proletariat wird der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital entreißen.“ Und sie haben diese Forderung wie folgt präzisiert: „Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.“ …
Doch es ginge vielleicht auch anders im Jahr 2017:
„Derzeit angesagt sind Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin. … Ganz sicher ist, dass sich die Zentralbanken mit den Themen rund um die Kryptowährungen sehr rasch und sehr intensiv beschäftigen müssen. … Die SNB könnte durch ein Projekt beispielsweise folgenden Vorschlag prüfen: Neben dem Buchgeld für Banken und den Banknoten für die Wirtschaft gibt die SNB als dritte Form von staatlichem Geld „Swisscoins“ aus. Sie verwendet hierfür wie Bitcoin die Blockchain-Technologie. Die Swisscoins sind Verbindlichkeiten der SNB, im Gegensatz zur virtuellen Währung Bitcoin. Auch im Gegensatz zu den hochspekulativen Bitcoins sind die Swisscoins im Wert stabil wie Banknoten. Swisscoins teilen einen weiteren Vorteil mit den Banknoten: Sie gehen beim Handel direkt vom Zahlungspflichtigen an den Zahlungsempfänger, ohne Intermediäre. Ihre Verwendung ist anonym, die Privatsphäre wird damit auch im elektronischen Zahlungsverkehr bewahrt. Das wäre liberale monetäre Modernisierung ohne ideologische Scheuklappen.“
Aus hiesiger Sicht bestehen hier allerdings dennoch ideologische Scheuklappen, und zwar massiv. Soll heißen: Das Geld läuft zwar wie am Schnürchen und ohne Barrieren bei Swisscoins & Co., wenn es denn zu solch Schweizer Währung käme, aber die Gemeinschaft hat wenig/er bis gar keinen monetären Nutzen daraus.

Der Alpöhi könnte in Kandern irgendwann mal Wittöhi genannt worden sein. Nun, wollen wir nicht länger das wahrscheinlich noch Wichtigere zurückhalten.
Ja, die Wittlinger Höhe unweit von Kandern wird überwunden werden, und das jeden Tag ab Dezember 2017, genauer: wochentags von 05 Uhr bis 24 Uhr von Lörrach-Brombach/Hauingen nach Kandern und zurück; samstags von 06 Uhr bis 24 Uhr und sonntags ab 07 Uhr bis 24 Uhr. Die Kosten der Buslinie belaufen sich nach Schätzungen auf rund 470 000 Euro.
Ein verkehrstechnischer Quantensprung, der mehr als von Nöten ist und war!

 

Der 52-jährige Martin Roth ist der neue Polizeichef für Basel-Stadt geworden.

 

Dieser Beitrag, Alpöhi, den Sie hier auf Kandernundmehr-News (Zypern…) eben gelesen haben, hat als Blaupause, sozusagen, sich der schweizerischen Weltwoche bedient (41. und 42 Ausgabe).
Auf die Idee brachte mich ein nahestehender Freund, dem ich – naiv wie ein Pennäler – erzählte am Telefon und in Zürich verweilend, dass die Weltwoche ja recht informativ sei. Offenbar habe ich vergessen gehabt, dass mir die Zeitung schon von früher bekannt war – sein muss. Jedenfalls dachte ich komischerweise zu jenem Zeitpunkt, es handle sich um eine Neuerscheinung. Solche Aussetzer passieren offenbar, wenn man sich auf Zypern oft und seit Jahren aufhält und prononciert auf Griechisch etc. liest.
Und was bekam ich zu hören am Hörer im Hotel in Zürich und als Kommentar zu meiner ‚Neuentdeckung‘ Weltwoche: „Des Faschischtebladd ka mr gstohle bliebe!“
So verhärtet hörte er sich dabei an, dass ich stutzig wurde. Vielleicht hatte die angenehme Zeit in Zürich bereits meine Fühlerchen im Kopf zu sehr kontaminiert? War das möglich? Was tun? Ich kaufte eine weitere Ausgabe der Weltwoche, die 42te.
Bislang bin ich lediglich dazu gekommen, jene Artikel gründlicher zu lesen, die unmittelbar mit der Schweiz zu tun haben. Finde die Darstellungen darin aber wirklich interessant – vor allem als Nichtschweizer, vermute ich. Und Zack! Plötzlich war die Idee geboren, die Weltwoche mal als Blaupause heranzuziehen. Schon saß ich und bediente mich dieser Grundlage auf meine Weise.
Über 6 Euro kostet die Weltwoche in Deutschland. Ein stolzer Preis. Dass ich sie trotz der gesetzten Markierung jenes Freundes hin und wieder kaufen werde, wurde jedenfalls von mir mit mir verabredet.

Also: Alle Zitate, oben, stammen aus der Weltwoche. Danke für Ihre Werte Aufmerksamkeit und verzeihen Sie, die unfreiwillige Auseinandersetzung mit diesem rechtskonservativen Medienauftritt der Blocher-Gruppe aus der Schweiz, Basel.

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