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MuuuuuH

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MuuuuuH

atom heart mother
https://www.youtube.com/watch?v=yusGUGTVAyw
Bei „Lindner“ am Wittenbergplatz in Berlin, früh morgens um 07 Uhr 45 auf dem Tauentzien. Dort sind Türen an einem gewöhnlichen Montagmorgen um jene Uhrzeit offensichtlich noch geschlossen. Das Geschäft gibt vor, wie zu lesen ist an der Tür, um 08 Uhr 30 zu öffnen. Und wahrscheinlich wird dann auch Frühstück und dergleichen ausgeben – so ist es dann auch geschehen. Ein sonniger Morgen. So könnte demnächst DER Tag beginnen, an dem Nordkorea vorsichtshalber zwei Atombomben abschickt: Eine nach über den Atlantik und eine auf den sogenannten alten Kontinent.
Verwunderlich ruhig, hier, so um 7 Uhr 55 morgens zum Wochenanfang, als wäre das Unglück schon geschehen in weiterer Ferne. Ein nahezu in Lumpen gekleideter Obdachloser mittleren Alters auf der kleinen Grünanlage unweit des beliebten Lindner scheint sich zu fragen: „Was tun mit dem relativ langen Tag und der atomar gekürzten Lebenszeit?“ Der Straßenverkehr etwas weiter weg, unmittelbar hinter der beschriebenen Szene, ist in einer Art Langsam-Auftaumodus. Es scheint ein geschäftiges Wochenende zurückzuliegen. Erwähnen wir es doch gleich: Sogar das KADEWE rechts schräggegenüber – „Shoppen, Erleben, Geniessen!“ – scheint seine Kunden noch mit geschlossenen Pforten fernzuhalten um diese Uhrzeit. Letzteres in etwa so, wie derzeit (08. August 17) bei der Bäckereikette „Heitzmann“ im Südwesten der Republik es bezüglich Eiern der Fall ist, wo manch morgendlicher Gast auf ihr oder sein Spiegelei verzichten muss – inzwischen schon nicht mehr (12.08.17). Die Eier gab’s nicht, weil eventuell fipronillastig, also noch nicht atomar verseucht!? Da mussten das Gewerbe und wir, die Kundschaft, doch glatt warten, bis alles wieder seinen anscheinend gewohnten Gang annahm. Der allgemein herrschende Schock, könnte man resümieren, über den ‚UNFALL‘ wurde also aufgeführt und jetzt ist auch mal wieder gut damit. Bis zum nächsten, ähnlich gelagerten Skandal, wo dann wieder gebratene, gekochte oder auch rohe Eier – oder was anderes – erneut nicht zu sich genommen werden dürfen. Wie gesagt: Jetzt werden die Eier wieder zum Frühstücksei feilgeboten, obgleich der Skandal eventuell noch längst nicht seinen medialen Höhepunkt erklommen haben dürfte. Und dieser Höhepunkt sind dann wohl entweder Fipronil-Tote oder atomar Verseuchte oder beides.
Irgendwie kommt man bei all dem eben Erwähnten nicht umhin, hier an den niedersächsischen Ministerpräsidenten „Weil“ zu denken, der sich ja seine Rede zum Abgasproblem von VW korrigieren ließ vor einiger Zeit – sein Vorgänger und späterer Bundeskanzler Schröder, wird am 13. August 17 verkündet, unterstütze Herrn Weil in seinem Handeln. Und zwar denkt man in obigem Zusammenhang an diesen Herrn vielleicht besser in etwa so: Was, wenn die Eierprüfer der Republik wie Ministerpräsident Weil sich ihre Gutachten von den Eierproduzenten, wie soll man sagen, insgeheim (mit) absegnen ließen oder lassen? Die Belgier und Holländer haben jedenfalls Monate lang gewusst, dass das recht offene Geheimnis, fipronile Eier, nicht mehr länger als solches in den Akten und Kaufhäusern geführt werden kann und darf – zig millionenfach. Inzwischen sitzen schon ein paar Manager hinter schwedischen Gardinen. Und gar nicht vorstellbar, was passieren wird, wenn demnächst die Werte anzeigen, dass irgendwo atomares Zeug bedenklich messbar hoch leaked – zum Beispiel von Fessenheim aus etc.
Hier, in diesem Kontext, nun von Anstiftung zum Rechtsbruch zu schreiben, das gehört sich nicht. Bringt gewiss tausende von Klagen ein – und daher tun wir das somit nicht, auch, wenn der Flüchtlingsrat und die Lehrergewerkschaft Baden-Württembergs anscheinend zu einer solchen Tat angehalten haben sollen. Genauer: Schülern beigebracht haben sollen, wie man seine ausländischen Mitschüler vor dem Zugriff des Staates schützt, wenn der Betroffene im Asylanerkennungsverfahren durchgerutscht ist. Das ist nun auch wirklich zu humanistisch oder aktivistisch oder beides für die zahm zu haltende Schülerschaft des Landes – zu gefühlsduselig?
Zumal ja auch die Zahl der Urlauber im Lande steigt, im Musterländle nämlich, genauer gesagt. Schlösser und Burgen sind der touristische Renner, DIE Anziehungspunkte schlechthin. Da sollte man eigentlich denken dürfen, dass so manch schlecht ausgebildete asylsuchende Hand gebraucht wird, Wegle, Mäuerle und Ausstellungsräumle, versteht sich, billig oder niederschwellig entlohnt, sauber und in Ordnung zu halten. Bekanntlich sind diese Jobs unter ‚Einheimischen‘ zu den Löhnen, die manch Asylsuchender dafür erhält, nicht sonderlich gefragt. Wahrscheinlich ist auch daher der Krankenstand unter Einheimischen recht hoch, die auf diese Weise solche Jobs von sich abwenden – wenn irgend möglich. Viele glauben ohnehin nicht an die weit verbreitete Mär, dass auf den Arbeitsmarkt drängende Asylsuchende die Ziffer der jährlichen Sozialausgaben des Staates beim Sinken in Richtung Nullwert behinderten. Die zuvor erwähnte Ziffer liegt derzeit so in etwa bei 918 Milliarden €. Das ist eigentlich ein dicker Brocken für Sozialausgaben eines Landes, den manche Regierung andernorts gewiss gern als BIP ausweisen würde wollen. Diese knappe Billion € will also erstmal angeschafft sein!
Bekanntlich läuft der Export hierzulande gerade auf Hochtouren; und manch Knebelvertrag-Ähnliches mit manch sogenanntem Drittweltland wurzelt gewiss auch auf der simplen Tatsache, dass wir im angeblich boomenden Deutschland auch, aber nicht nur, auf Kosten vieler sogenannter Drittweltstaatler uns um die Verteilung der erzielten Gewinne (Beute) aufgrund solcher, zuweilen, etwas knebelnden Verträge in, versteht sich, geordneter und möglichst zivilisierter Weise – untereinander – streiten. In diesem Zusammenhang mag noch hinzugefügt werden, dass das Musterländle, das ist also Baden-Württemberg, halt dann doch nicht so mustergültig – oder so – zu sein scheint. Stellen Sie sich doch so etwas mal in solch Ländle vor: Vor lauter Männern bleiben die Frauen im Ländle, genauer im Landesparlament zu Stuttgart, im bundesweiten Vergleich äußerst unterrepräsentiert – und das ist offenbar der Fall bei allen Fraktionen erwähnten Parlaments. Immerhin: Die Frauen im baden-württembergischen Parlamentle murren langsam hörbarer auf, wird behauptet.
Durchaus hier her gehörig ist beispielsweise auch der vollführte Schattenkampf von Ministerpräsident Kretschmann, dem Grünen Landesvater Baden-Württembergs mit recht politisch schwarzer Seele, der diesem dominanten Männerverein namens Landesparlament ja vorsteht. Der steht sein Amt als Mann ausfüllend zwar nicht im Schatten, dafür aber irgendwie im Weg! Den Grünen, seiner eigenen Partei wirft er Schatten, dunkler als sein grüner Anstrich je werden dürfte! Der unterhält ihnen zu dicke Seilschaften mit Porsche und Mercedes und Co., war zwischen den Zeilen und auch in seinen Verlautbarungen eigentlich die ganze Zeit über schon zu lesen und zu hören gewesen – doch jetzt stehen Wahlen an und da hört die machtorientierte grüne Seele der Grünen solche Unterschiede halt plötzlich leichter heraus. Weil jetzt wäre gerade die Chance gegeben, dass die Grünen-Partei ihren Abgas-Reibach bundesweit macht, sich vor den Wahlen den Wählern gegenüber reingewaschen verabreichen könnte in dieser Angelegenheit, um endlich wieder über die 10%-Marke zu kommen bei den anstehenden Wahlen im September – und vielleicht gar mehr: 20? Wenn da nur nicht dieser Kretschmann wäre, der sogar von folgendem spricht: Diesel sei alternativlos, vorerst – oder Ähnlichem. Cem Özdemir in der Berliner Parteizentrale der Grünen ist wenig amüsiert. Überhaupt: Geschwind thematisch zurück nach Berlin mit uns!

Unter anderen Dingen ist es diesmal ein Geburtstag, der mich in diese Stadt kommen lässt aus der südwestlichen Provinz. Wirklich Glück gehabt, was das Wetter betrifft. Die Unterkunft unweit des Lützowplatz‘ in Berlin ist, was mein Bewegungsprofil in der Hauptstadt Deutschlands so im Allgemeinen angeht, strategisch-perfekt ausgefallen. Es ist dessentwegen vergönnt, all meine Wege, zu Fuß erledigen zu können – eigentlich. Sogar ein Mann in meinem Alter hält sein Fahrrad auf der Potsdamer Straße an und fragt: „Bisch dü nit dr Alexandr?“ Wuchs im Dorf neben dem unseren auf und ging mit einem Schulfreund auf eine weiterführende Schule andernorts. Jedenfalls: Nichts, das wirklich „zu weit“ weggelegen wäre. Der Tiergarten liegt ja bekanntlich ebenfalls nahe am Lützowplatz, und darüber hinaus ist es jener Teil dieses Gartens, indem viel Ruhe und massives Grün ganz besonders gegeben zu sein scheinen; wo eigentlich alles so wie schon vor Jahrzehnten aussieht. Kann gut sein, dass eventuell mehr Jogger herumlaufen als es damals der Fall war, als auch ich diese Stadt dauerhaft bevölkerte. Damals hielt ich mich im sogenannten „Vorderen Teil“ des Parks meist auf, also dem Part, der unweit des S-Bhf. Tiergartens liegt. Ja, dort um die Ecke wohnte ich mal: im „Siegmundshof“, im Studentenwohnheim. Wie es aussieht, gibt es den dort Siggihof nicht mehr; und derzeit hinter jenem verschwundenen Ort auch nicht mehr die kleine Brücke übers Wasser, die direkt nach dem Stadtteil Moabit führte. Es wird dort gerade ausgiebig gebaut. Noch zu wenig ist zu sehen, um erschließen zu können, was da mal hinkommen wird anstatt der Brücke. 4 lange, aber wichtige Jahre verbrachte ich im, am und um den Siegmundshof.
Klar wurde auch schon damals von mir die gesamte Fläche des Tiergartens bespielt joggend, sonst könnte vorheriger Vergleich wohl auch nicht gezogen werden, nämlich, dass es in jenem, praktisch gegenüberliegenden anderen Ende des Parks so aussieht, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Eigentlich begleitete mich diesmal, auf recht weitläufigen Wegen durch den Tiergarten vom Hotel am Lützowplatz aus, eine Idee, welche letztlich in folgende Frage an mich ausfranzte: „Hast du auch schon früher in dieser Stadt unterwegs überall hineingeschaut, um zu sehen, ob da jemand herum ist, den du kennst? Oder hast du damals eher auf dein Ziel fokussiert dich durch die Straßen Berlins bewegt, alles andere – möglichst, einfach – ausblendend? Weil jetzt, als kurzfristiger Besucher, wandern meine Augen fast durch jedes Café, Restaurant oder Ansammlung von Menschen, an dem oder denen ich vorbeigehe, wohl mit der Erwartung, auf bekannte Gesichter zu treffen. Und das geschieht dergestalt, dass man sich wiederum fragen müsste, wohin ein solcher Mensch womöglich noch geführt wird in einer ihm bekannt-unbekannten Stadt wie Berlin sich so in etwa fortbewegend? Jedenfalls sollte zurück in der Provinz ausprobiert werden, ohne diese Seitenblicke oder ohne diese Art ,Suchmaske‘ meines Weges zu gehen, falls ich es denn dort überhaupt so tu.
Eine Bekannte meinte zu dieser Beobachtung an mir selbst, dass ich vielleicht doch nicht so selbstsicher sei, wie es von mir gewünscht werde. Eine andere sagte, es liege an meinem Beruf: Journalist. Ja, sogar als urzeitlicher Spähertyp oder Jäger wurde ich schon erkannt; und da schwant einem, dass das anvisierte Experiment, an den Leuten vorbeizuschauen und einfach meines Weges zu gehen, Dinge und Einsichten offenbaren könnte, auf die so ansonsten nicht gekommen würde.

Wären Sie darauf gekommen, dass die deutsche Frauenelf gegen die Däninnen bei der EM im Fußball schon so schnell ihre Handtasche nimmt und den EM-Cub in Holland verlässt? Guckten recht bedrückt in die Kameras, die Spielerinnen und die Trainerin. Letztere, habe die Spielerinnen an zu langer Leine gehen lassen. Denen hätte, jeder Spielerin einzeln, trotz des frühen Abgangs im EM-Tournier zumindest eine Rosen-Neuzüchtung in die Hände gedrückt gehört – eine Rose namens „Ottmar Hitzfeld“. So heißt die neue Sorte Rose wirklich, was aber der Trainerin der Frauennationalelf vielleicht zu viel Winken mit dem Zaumpfahl hätte gewesen sein können? Inzwischen wissen wir aber, am 12. 08. 2017, dass Frau Jones ihren Trainerin-Job erst mal behalten darf. Gezüchtet wird das wunderschöne Gewächs in Wollbach bei Kandern von Fritz Jacobi – ein Freund des ehemaligen deutschen Bundestrainers Hitzfeld. Wenn ich mich nicht täusche, trainierte Hitzfeld auch mal die Schweizer Nationalelf. Nach Wollbach zieht es ihn unter anderem auch wegen dem Gasthof „Krone“, der von erwähntem Jacobi in Wollbach betrieben wird.
Nun: Wahrscheinlich hat dem projektierten Erfolg der deutschen Frauennationalelf die Leichtigkeit im Sein gefehlt. Die Fußballerinnen kamen einem eh so seltsam im Erfolgsdruck stehend vor in der Glotze – so als müssten sie der Nation unbedingt beweisen, dass Frau aus Deutschland erneut Nummer 1 im Fußball ist – nur sein kann. Bei den Männern ist man diesen Erwartungs-Umstand ja schon fast gewohnt. Nichts anderes kommt da außerdem in Betracht! Ist doch klar, oder? Als ließe sich Erfolg wie Pappbecher produzieren.
Frag mich, wo all die vielen Pappbecher eigentlich herkommen? Hier um die Ecke, irgendwo hinterm Wittenbergplatz, muss ein Geschäft mit dem Zeug dazu beitragen, die Stadt an der Spree mit Pappe zu vermüllen. Dachte, die Papp-Dinger werden langsam wieder aus dem Verkehr gezogen.
Der „Remondis“ Mülldienst leert gerade eine große Mülltonne schräg vor dem noch geschlossenen Lindner Café. Das rechteckige Müll-Container-Ding aus Hartplastik, welches in der Farbe Schwarz gehalten ist und am Straßenrand des Platzes steht, wurde über die Fahrerkabine des Fahrzeuges von stählernen Greifern des selbigem hinweggehoben, sodass der Müll von dort oben nach unten Fallen konnte, genauer: hinter das Fahrerhäuschen auf den ‚Rücken‘ des LKWs. Der Müll fährt folglich Huckepack mit wie im Urwald manch Affenkind, wenn Affen-Mutti klettern geht. Der Herr von der Remondis, der Fahrer im orangenen Overall auf Dunkelblau, lässt sich jedenfalls viel Zeit. Versteht sich, der Motor seines Lasters läuft und läuft. Im Supermarkt weiter oben hier am Wittenbergplatz ist er gerade für einige lange Minuten verlorengegangen. Jetzt kommt er raus und redet mit einer wesentlich jüngeren Frau, die vertraut und genauso gemächlich neben ihm hergeht. Sie hat aufgestecktes, offensichtlich blondgefärbtes Haar und könnte vielleicht eine lebenslustige Türkin sein – in den besten Jahren mit freundlichen Gesichtszügen. Er sah aus wie viele Berliner über die 50 halt so aussehen: große Brille, unübersehbaren Bauch, blond wie jemand von der Küste mit ebenfalls freundlichem Ausdruck im Gesicht, hat vielleicht ein kleines Hohlkreuz, wenn er steht. Sein Bewegungsapparat erscheint aber geschmeidig. Denn so setzt er sich auf seinen offenbar großen Füßen fort. Und das recht hohe Führerhaus des LKW’s erklimmt er trotz dickem Bauch hurtig und geschwind. Der Junge hat WAS am Laufen, denkt es da bei mir unweigerlich.
Irgendjemand will uns derzeit einreden, alle Signale weisen darauf hin, dass in der BRD die Dinge im Allgemeinen, wie man sagt, am Laufen sind – wie geschmiert. Sogar Straßenverengungen, zwecks Erneuerung, halten da niemanden wirklich mehr auf in Berlin. Das ist mir gestern sehr markant aufgefallen. Deutschland marschiert vorwärts!, hätte man einst mit vor Stolz geschwellter Brust gewiss gesagt oder empfunden dabei – oder aber Kritik am Marsch der Deutschen nach vorne, als nichtswürdig abgetan.
Es sei ganz gut, sagte man mir, dass ich mal kurz in der Hauptstadt vorbeischauen würde aus der sonnigen „Provinz“. Weil wohl deswegen konnte sich das Wetter Berlins nun doch eher dazu entschieden haben, wesentlich mehr Sonnenschein zuzulassen – „haha!“
Bei dem Stichwort Sonnenschein komm ich in Bezug auf Berlin komischer Weise schnell auf „Flughafen Tegel“ in meiner kleinen Assoziationskette da oben im Köpfchen, irgendwo. Obwohl: In letzter Zeit flieg ich immer über Schönefeld in Richtung Brandenburger Tor, wo Tegel doch so tief in mir abgelegt erscheint, dass die Aussage Herrn Mehdorns, des Ex-Flughafenchefs, dass „ohne Tegel in Berlin nichts gehe“, mental schon geradezu Sonnenbrand verursacht – also mein Gemüt wie viele, viele wohltuende Sonnenstrahlen erhellt.
Es muss jetzt wirklich mal eruiert werden, wer denn eigentlich alles aus Basel nach Tegel fliegt anstatt nach Schönefeld? All die ehemaligen „Westberliner“ können diese Treue zu „Tegel“ vielleicht etwas mitempfinden – also die Treue zum Flughafen ist gemeint, nicht die zum Anstältle mit den Gittern.
Nichts gegen Willi Brandt. Doch dass der mit seinem Namen bestückte Flughafen im Osten Berlins nichts werden konnte auf Anhieb, darüber waren sich viele eigentlich schon von Anfang an im Klaren. Doch, was da an diesem in Bau befindlichen Flughafen inzwischen ist und abläuft, hat wahrhaft auch meine Erwartungen übertroffen. Kann Geldmachen noch dreister organisiert werden?
Nur gut, dass die „Precobs“ schon in der Testphase sind hier in Deutschland? Deren Pilotphase muss nun aber doch noch verlängert werden, oh, wie schlimm. Danach will man dann aber wirklich und endgültig abgecheckt haben, ob die genannte Verbrechens-Prognosesoftware auch wirklich ihr Geld und Einsatz wert sein wird = Precobs. Kostet nur schlappe 260.000€ mehr Steuergelder die Verlängerung der Testphase. Doch danach wird dann auch gewusst, angeblich, ob Freund Computer namens Precobs die Polizei-Streifen auch in Deutschland jeweils an die ‚richtigen‘ Orte schickt, um Verbrechen zu verhindern. Fragt sich nur, wie man das Ergebnis dieser Tests einigermaßen stichhaltig überprüfen will können? Hier ist schließlich nicht US-Amerika, wo die reale Welt und eine ihrer vielen dunklen Seiten so in etwa ausgerechnet werden könnten! Noch nicht!?

Ähnlich wie bei den Autos, ist Letzteres eigentlich! Dass das mit deren Sauberkeit nicht stimmen kann, das war doch eigentlich ALLEN irgendwie klar. Und auch daher: War Tricksen nicht in Deutschland erfunden worden? Oder Absprachen treffen? Oder das Immer Oben-auf-sein-Müssen? Apropos tricksen:
„Es ist passiert: In diesen Tagen wurde die Kommission gegründet, die sich über die Altersversorgung der Abgeordneten im baden-württembergischen Landtag Gedanken machen soll. … Ziemlich geladen ist bei diesem Thema vor allem das Wahlvolk. Als es Anfang des Jahres davon erfährt, dass ein fraktionsübergreifender Pakt aus Grünen, CDU und SPD in einem hastigen Verfahren zu staatlichen Pensionen zurückkehren und nebenbei andere Sach- und Geldleistungen der Abgeordneten deutlich erhöhen will, ist es vorbei mit der Frühjahrsmüdigkeit in den Stuttgarter Polit-Fluren … Die Mehrheit des Landesparlaments brach mit diesem klandestinen [geheimen] Verfahren eine stillschweigende Vereinbarung, die es mit seinen Wählern im Jahr 2008 eingegangen war … [, die Parlamentsreform. Der Deal:] … Wir verzichten auf die staatlichen Pensionen, dafür erhöhen wir die Diäten und erhalten einen Zuschuss für die private Altersversorgung. … Üppigkeit ersetzte Üppigkeit. Doch selbst das reicht nicht mehr. Mit ein Grund ist ein Programmierfehler aus dem Jahr 2008, es geht um eine Art Bestandsschutz. Ältere Abgeordnete können weiterhin die staatliche Rente genießen, jüngere indes haben privat vorzusorgen (Oberbadische).“ Ob es WIRKLICH ein „Programmierfehler“ ist oder war, wollen aber nicht alle glauben. Bekanntlich sind die Strukturen hierzulande derart ausgefeilt, abgekocht und zuweilen eingesessen, dass mit dem Trickreichsten stets zu rechnen ist, vor allem, wenn es um die Bewahrung von geradezu als traditionell angesehene Pfründe geht, die man sich bequemt einzustreichen.
Und jetzt gibt es also so etwas wie Futterneid, der die Nachrücker in den Ämtern und Behörden etc. eben auch Tricksen lässt – was auch sonst!
Ja, für derartiges Sentiment muss man halt Verständnis haben, sagen manche. Denn in Berliner Behörden herrschen, trotz nicht gerade niederer Arbeitslosenzahl, doch wirklich noch immer über 4.000 Stellen übers städtische Gewissen, die nicht besetzt worden sind 2017. Und Letzteres verführt dann wohl dazu, dass dann – geradezu schon gezwungenermaßen – getrickst wird!? Zum Beispiel so, wie es die Fraktionschefin der Linken vorschlägt. Sie will eine „Staatssekretärin“, die sich allein und nur dem Personal des Landes Berlin widmet. Wer sich’s finanziell leisten kann, bitte! Derjenige beantrage dann, wie gelesen werden kann, so eine weitere Institution. Wenig geistreich, oder?
Als wenig trick- oder geistreich könnte der anvisierte Militärschlag der Trump-Administration gegen Nordkorea in die Geschichtsbücher Einlass finden – gegen Venezuela wird inzwischen auch schon wortreich gebissen aus dem Trump-Tower. Finn Mayer-Kuckuk äußert in der Oberbadischen vom 10.08.17 folgende Meinung: „ … Die Supermacht USA wiederum versucht seit den frühen 90er-Jahren, Nordkorea von seinem Atomkurs abzubringen. Dennoch hat Kims Vater Jong II 2006 seine erste Kernwaffe erfolgreich getestet. Sein Sohn hat nun den Durchbruch geschafft. Sein Militär hat die Interkontinentalraketen entwickelt, mit denen sich die Bombe in entfernte Länder tragen lässt – sogar bis in die deutsche Hauptstadt. Kims Waffen sind eigentlich Weltraumraketen. Wenn sie von einem hohen Scheitelpunkt wieder auf den Planeten herabfallen, werden sie so schnell, dass Abwehrsysteme sie kaum noch erfassen können… .“ Ich hore gerade Franky Goes to Hollywood im Hintergrund, ein Stichwortgeber erster Güte: „Relax, don’t do it, anywhere you wanna do it!“ Kann gut sein, dass der Gute statt anywhere, „anyway“ singt.
Wenn schon nicht sonderlich viel Grips angestrengt wird beim Drohen mit Krieg oder Zuhören des Radioprogramms mit einem Ohr in einem Gasthaus sitzend, dann sollten doch zumindest gewisse Tricks sitzen, die man anwendet in Washington – oder hier. Wir dürfen uns überraschen lassen, wie zum Beispiel die Nachricht noch Purzelbäume mit Kollateralschäden schlagen wird, die bislang (08.August 17) eventuell nur in arabischsprachigen Medien gelesen werden kann, nämlich, dass die USA gemeinsam mit den Arabischen Emiraten dem daniederliegenden Jemen in dessen Provinz Schebwa gerade die Erdöl – und -gas Vorkommen ausräumen. Letzteres äußerst ruhmreiches Verhalten der mit reichsten Nationen auf diesem Erdball kommentierte Zypernundmehr-News bereits mit „Aasgeier“ in der Facebook-Ausgabe von Zypernundmehr – und meinte so die Geisteshaltung zu bezeichnen, die wohl vorrangig Platz genommen zu haben scheint bei dieser aggressiven Übernahme – und alles schweigt. Dass die Nachricht nicht aus der Luft gegriffen zu sein scheint, hat sich jedenfalls hie und da in Arabisch sprachigen Medien bestätigt.
Putin hat jedenfalls schon mal Diplomaten der USA aus dem Land verbannt vor Kurzem. Hier auf Zypernundmehr-News bringen wir Letzteres Reagieren Putins allerdings, im Gegensatz zu den Verlautbarungen andernorts, mit dem angesagten Krieg in Nordkorea in Verbindung und nicht damit, dass Putin sich für irgendeine Politik vonseiten der USA gegenüber Russland revanchieren wolle. Das zwar auch, doch vor dem Hintergrund des Nordkorea-Konfliktes oder –Kriegsgeschäfts ist Ersteres nun wirklich schon fast nicht mehr erwähnenswert.

Wir, die Menschengemeinschaft, kratzen also gerade an einem atomaren Konflikt; und niemand scheint dort oder dagegen einschreiten zu wollen? Wir tun gerade so, als verbreitete sich das Zeug nicht mit Wind und Regen todbringend, wahrscheinlich bis über die Hälfte des Planeten. Und welche Folgeschäden da sonst noch ins Haus stehen, wollen wir uns gar nicht ausmalen? Ist doch eigentlich sowieso verrückt. Da legt man sich mit der Auto-Branche an wegen Diesel und Verunreinigung und Höchstwerteüberschreitungen und andernorts auf der Welt explodieren ‚lustig‘ die ‚lustigsten‘ Technologien in Sachen human-gesteuertem Selbstmord.
Was tun? Rückzug in die Wälder! Meditieren, bis das Nirwana aufschreit! Fasten! Endlich mal Stretchen, und zwar solange, bis der Spagat und all die anderen mühsamen Verrenkungen, sozusagen, im Kasten sind! Friedensmärsche? Mancher mag denken: Ist mir eh alles viel zu irrational. Ich geh lieber weiterhin meinen Lieblingsbaum umfassen und füttere meine Katzen.
So ein Atomkrieg – oder ‚nur‘ Atomangriff – dürfte unangenehm werden. Außerdem besteht Aussicht, dass einige Chemielabore in der Welt hinzukommend noch BEWEISEN wollen, was sie können, um Säugern das Leben auf Erden – nahezu – zu verunmöglichen. Was tun gegen so viel Wille zum Selbstmord? Uns reicht doch eigentlich schon die alltägliche Hetze nach ein Paar Schilling mehr; oder einigen Sekunden weniger; oder einem Rang höher etc.

Irgendwie blieb ich, ungefähr so, in Gedanken an den Gehegen im Tiergarten hängen, genauer: des Berliner Zoos. Nicht, dass ich da (Tierknast) etwa reingegangen wäre als Zoobesucher. Nein! Man kann auch von draußen ein bisschen was sehen von dem tierischen Leben und Leiden im Zoologischen Garten hinter Gittern und eingegrenzten, super-kleinen Bereichen. Und irgendwie dachte es in mir wie von selbst: Affen können doch Sprechen und Denken (Ihre Nähe zu uns soll bei 1,3 liegen). Fähigkeiten, welche ihnen lange nicht zugestanden wurden. Obgleich ich nie näheren Kontakt zu wirklichen Affen hatte, habe ich schon auf Grund meines Umgangs mit Hunden, Katzen und Hühnern etc. in früher Jugend beobachten können, dass diese Wesen sehr wohl kommunizieren – auch untereinander. Von daher war ich mir schon immer dessen sicher, dass, was Affen angeht, die Wissenschaft irgendwann zu meiner Erkenntnis gelangen wird.
Versteht sich, dass eventuell die meisten Menschen sich dieser Tatsache, dass Tiere kommunizieren, schon immer bewusst waren, aber halt das gewisse ABER voranstellten: aber nicht so wie wir; aber längst nicht so ausgeprägt intelligent wie wir etc.
Da der Vergleich, wie zu sehen war und ist, offenbar meist mit uns erfolgt und Affen nun mal menschenähnlich sind, ihre natürlichen Habitate von uns Menschen aber weggerafft werden, sollte ihnen eine reale Möglichkeit gegeben und erschaffen werden, in unseren Gesellschaften zukünftig aktiver zu leben – möglichst ohne Käfige und abgetrennte Territorien. Gewiss käme es zu Unfällen und womöglich neuen Verbrechensformen. Doch die nähere, tagtägliche Auseinandersetzung mit unseren nächsten Verwandten im sogenannten Tierreich – und bei uns auf dem Rasen – könnte vielleicht auch dazu ertüchtigen, gegen anvisierte Atomkriege, gegen Forschung in der Massenvernichtung und gegen Konkurrenz bis zum Abwinken ein Zeichen setzen zu wollen. Die Hunde und Katzen, Kühe und Schweine, Vögel und Fische, die wir uns so halten, oder um uns herum dulden, schaffen das nicht, uns von der Industrialisierung Getriebenen dahin zu bringen, nicht den kollektiven Selbstmord zu begehen (in Form eines etwas zu ‚heftig‘ geführten Krieges). Apropos: Zu wenig Wasser fließt derzeit im oberen Baselbiet (CH). Somit haben dortige Fische wirklich und zunehmend, jedes Jahr aufs Neue neuerdings, ein existentielles Problem.
Stellen Sie sich vor: ein Schimpanse hangelt sich im KADEWE durch die Hallen – auf Einkaufstrip. Die Idee oder das Bild ist einfach bahnbrechend. Und bei Verkaufsschluss werden träg gewordene Orang-Utans mit speziellen Installationen dazu animiert, sich an gewisse Orte im Geschäft zu bewegen, wo zum einen Wärme, und zum anderen auch etwas zu essen ausliegt.
Was sich da alles ändern würde und müsste – wir hätten wahrscheinlich schon bald keine Zeit für anderen Blödsinn. Wahrscheinlicher scheint jedoch zu sein, dass ein scheinbar neuer Clash der Kulturen anstünde. So wie ich Mensch einschätze, ist wohl zu erwarten, dass so manche Schrotflinte neu in Stellung gebracht würde. Unser Umgang mit ein paar ausgewilderten Wölfen (vor kurzem am Schluchsee) oder Bären, die UNS zu nahe kamen, sollte jedenfalls nicht davon abhalten, es erst recht anzugehen – die Affen unter uns anzusiedeln, also auszuwildern. Letztere könnten gewiss auch gut Fensterputzen in hoher Höhe, Früchte von Bäumen ernten, die Stunde für 3 echte Kongo-Bananen oder so. Überhaupt gehörten Affen auch vermehrt in Volksschulen – auch solche Arten, mit denen man nicht so leicht seinen Schabernack treiben kann.
Nein, hier wurde nicht die Neufassung von „Planet der Affen“ gesehen!
Wir Menschen haben den Urwald zum Nutzwald gemacht, also sollten wir möglichst viele Urwaldbewohner in unseren urwaldmäßig anmutenden Großstädten auch einen Platz einräumen, den sie sich nach längerem Aufenthalt unter uns gewiss einzurichten wüssten mit etwas mehr Unterstützung unsererseits, mehr als die der Käfigaufenthalte in Zoos. Es kann nur bereichernd sein und uns vielleicht etwas vom menschbezogenen Ego-Trip holen. Zurück von unseren Urahnen zu heutigen Exemplaren.
Apropos Ego: Wie einigen schon aufgefallen sein könnte, ist Frau von der Leyen schnell in der Schusslinie medialer Schrotflinten – und nicht nur, weil sie eine Frau ist. Auch nicht, weil sie ohne einen breiten, militaristischen Gürtel an ihrer militaristischen Hose zu haben, sich abbilden lässt als Verteidigungsministerin der BRD. Wo doch ansonsten bei ihr jedes Detail gut abgestimmt erscheint – man denke an die scheinbar unverwüstliche Frisur. Der Titel in der Berliner Morgenpost vom 31. Juli 2017 mit Leyens gürtellosem Hosen-Bild daneben lautet: „Trauerarbeit in Mali“. Da war sie als oberste Militärin der entnazifizierten Nation – Deutschlands!
Der fehlende Gürtel an der Hose Frau Ministerins ist einigen womöglich einmal mehr Beweis dessen, dass sie von den Soldaten und Soldatinnen so weit entfernt ist, wie es der fehlende Gürtel an solch einer Hose zu sein vermag. Sie ist manchem so deplatziert auf dem Posten der bundesrepublikanischen Verteidigung wie Maduro auf dem Präsidentensitz in Venezuela – oder Trump als oberster Kriegsfürst, äh, Präsident, in den USA. Und nicht vergessen: Wer neuerdings Reisen in Terrorcamps unternimmt, macht sich nach deutschem Gesetz strafbar. Das beschloss der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Bleibt wohl zu hoffen, dass Orte wie Nordzypern oder Venezuela nicht auch noch dieses Label verpasst kriegen.
Armes Venezuela, arme Bundeswehr! Letzteres irgendwie auch daher, da die Verteidigungsministerin offenbar recht unsensibel intern durchgreift zuweilen – eben wie jemand dem militärischen Corps von außen Aufgepfropftes. Wahrscheinlich bringt Von der Leyen so manchen hartgesottenen Soldaten zum Weinen wie einst Goethe seine Zeitgenossen mit den „Leiden des jungen Werthers“.

Heute regnet es dicke Sommer-Tränen. Bin gut eingepackt, habe lange Unterhose und langärmliges Unterhemd vorsichtshalber an – und das im Hochsommer und in der Hauptstadt. Das Hotelzimmer hier in Berlin ist nicht warm und nicht kalt. Grenzwertig erträglich. Frühstücken war schon. Ich sehe, die Sonne ist jetzt plötzlich wieder draußen aus den grauen, mir noch bekannten berlinerischen Wolkenknäueln. Das ist wunderbar, dass sie sich zeigt. Was tun? Abends bin ich zum Essen eingeladen und den Tag darauf, werde ich abfliegen. Hasenheide.
Zu Fuß unterwegs in Berlin ist empfehlenswert. Das Gebiet, in dem ich mich bewege, ist mir wirklich noch immer gut bekannt. Es gelingt sogar von Moabit – U-Bhf. Turmstraße – bis in die Hasenheide auf dem wahrscheinlich kürzesten Fußweg zu gelangen – versteht sich, ohne Straßenkarte. Scheute auch nicht davor zurück, vom Hermannplatz bis kurz vor den Nollendorfplatz zu Fuß zu gehen – nachts. Es war jedes Mal wunderschön. Nur leider streikte die Kamera ausgerechnet dann, als es was zu fotografieren gab in der Potsdamerstr. Heute Nacht daher nochmal rausgehen und Bildaufnahmen machen? Unwahrscheinlich.
Unwahrscheinlich sollte allerdings erst recht sein oder werden, dass, was auch immer auf dem sogenannten „Abgasgipfel“, der in Deutschland am 02. August 17 abgehalten wurde, beschlossen worden ist, nicht als endgültig angesehen werden darf und kann, auch, da Umwelt- und Verbraucherverbände kategorisch ausgeschlossen wurden. Letztere durften sich dazu also nicht einfinden. Ein Skandal! Da schließen jene, die den Bock in der Republik seit Längerem und immer wieder vom Stapel ließen und lassen, jene aus, die den Bock nicht verbockt haben. So etwas ist zwar nicht nur in der BRD möglich, doch in ihr erstaunen solch Gipfelkonstellationen besonders, weil man sich ja gern so demokratisch und volksnah gibt als Bundesrepublik Deutschland – doch vor allem gerecht. Auf Letzteres müssen wir – gerechterweise – nun wirklich mal Einen lassen vor Staunen?
Womöglich wollen DIE von der Autofront und Co. wirklich mit ein bisschen erneuter ‚Manipulation‘ der Software in den betroffenen Autos sich dem Klimaziel der EU-Staaten annähern? Ganz zu schweigen von der Verantwortung über mehrere 100, wenn nicht gar tausende Tote, die DANK der angeblich verträglichen und so ausgewiesenen Abgaswerte für Dieselfahrzeuge etc. ins Gras beißen ‚durften‘. Wer diesen arroganten Fratzen in den Autohäusern (VW, BMW, Mercedes etc.) keine Hardware-„Nachrüstung“ reindrücken kann als Regierung, der sollte sich auch nicht in Regierungsposition wähnen. Dann, nämlich, sind Letztere ausgewiesene Handlanger der Ersteren. Nichts weiter! Hoffentlich bemisst sich – auch – an dem, wie die Autos umgerüstet werden, die Teilnahme der Bürger an den Wahlen in Deutschland im September 2017. Denn: Warum wählen gehen, wenn man eh nichts wirklich wählt?
OK, es gibt neuerdings sogar in Baden-Württemberg einen Bürgerbeauftragten, Herrn Volker Schindler – Landtagsnebengebäude in Stuttgart, Urbanstraße 32. „Jedem steht seine Tür offen!“, sagt der 63-Jährige sinngemäß. Vizepolizeipräsident war er davor. Eine Webseite legt sich dieser Ombudsmann auch noch zu, ist zu vernehmen. Sein Amt ist eine Geburt der grün-roten Koalition im Ländle. Ungefähr 150 Fälle haben sich bei ihm bereits angeschwemmt. Um zu erfahren, was Herr Schindler und seine paar Angestellten denn eigentlich so treiben im Dienst, müssen wir anscheinend bis Anfang Februar 2018 warten. Dann wird ein Sachstandsbericht angefertigt und veröffentlicht. Hoffen wir mal, dass der gute Herr Schindler Wirkkraft über Stuttgart hinausgehend entfalten wird können und wollen. Vielleicht ist ja auch das der Grund, weshalb es noch keine Webseite gibt, nämlich, dass er diese nicht unbedingt entfalten mag? Eine Email-Adresse soll aber vorhanden sein und wahrscheinlich auch eine Telefonnummer. Es gibt Republik-weit erst weitere 4 Ombudsmänner (-frauen). Probleme mit Sozialämtern, dem Bauamt, den Jobcentern und der Polizei scheinen ganz oben auf der Liste der Probleme zu stehen, welche die Ombudsleute der jeweiligen Bundesländer in der BRD abarbeiten. Immerhin: In Freiburg fahren die Polizisten auch auf Segways neuerdings Streife.
Die Justiz – anscheinend in allen EU-Staaten – ist im vorherigen Belang, dem allgemeinen und sich ausbreitenden Gerechtigkeitsdefizit, auch nicht – mehr – so ganz ohne. Blickt man beispielsweise nach London in diesen Tagen, sieht man auch dort zunehmende Demokratie-Defizite, wo auch immer hingesehen wird. Als würde sich ein neues Kaiserreich gerade aus den Niederungen der Nicht-Existenz herauskristallisieren wollen in Europa. So ungefähr kommt einem der herrschende Zeitgeist mittlerweile vor. Da hat doch ein Londoner Gericht die Klage eines irakischen Generals gegen Tony Blair abgelehnt. Denn: Angriffskrieg zu führen, sei zwar im internationalen Recht verankert, aber halt nicht in jenem Recht von England und Wales. Heißt für Briten dann wohl weiterhin: Geht raus in die Welt und steckt sie – notfalls; oder im Interesse des Landes – in Brand! Hier, Zuhause in Großbritannien, wird euch dafür schon keiner belangen – jedenfalls nicht in einer gehobenen Position eines ehemaligen Premierministers.
Und ähnliche Mechanismen und Sichtweisen, wie die oben aufgezeigten, protektieren also auch unsere Abgas-Künstler der Autolobby in Germany. Nur eine Frage dazu, die scheinbar nie gestellt wird: Warum stehen in der so hoch entwickelten deutschen Landschaft eigentlich noch immer nicht 10 Mal mehr Aufladestationen für Elektro/Gas-Autos? Man müsste die Stationen einfach nur sichtbarer machen und überhaupt mal anbringen, sodass Bürger sich sagen könnten: Aha, scheint jetzt kein größeres Abenteuer mehr zu werden, sich für den „Fortschritt“ zu entscheiden.
Vergesst es, vielleicht alles wirklich nur dummes Gezocke das Gerede von der Energiewende, und zwar von den meisten in Entscheidungspositionen, die so abgehoben sind, dass sie noch nicht mal den Lauf der technologischen Entwicklung mitkriegen, den sie behaupten, anzuführen – die glauben, notfalls auf den Zug aufspringen zu können, wo sie doch aber eigentlich den Anspruch an sich haben, was auch ihre Gehälter und Lebensstile bezeugen, stets den neuesten Entwicklungen ein Gesicht, nämlich das ihrige, gegeben zu haben und geben zu müssen.
Nun, was steht in der TAZ vom 01. August 2017 dazu so in etwa und unter anderem:
„Die nun verordnete Sauberkeit und Transparenz in der [französischen] Politik stößt in der Gesellschaft auf breite Zustimmung … Gesetze zur Moralisierung der Politik … . [D]ie neuen Regeln, die die Beschäftigung von Verwandten und Angehörigen als Mitarbeiter verbieten, [gehen manchen] viel zu weit … kollaterale Opfer der Fillon-Affäre … . Zugleich sieht das [neue französische] Gesetz vor, dass [französische] Politiker nicht mehr wie früher aus der Parlamentskasse Mittel zur Verfügung haben, die sie nach Gutdünken für lokale Subventionen verteilen können [130 Millionen €] … [Eine] Form von Klientelismus. Zudem müssen die Abgeordneten Belege für die Spesenentschädigung liefern. Zuvor bekamen sie eine Pauschale. Wer als [französischer] Politiker wegen Verbrechen oder entehrenden Delikten verurteilt wird, verliert außerdem die Wählbarkeit für eine vom Richter bestimmte Dauer [hat die Macron-Regierung zusätzlich angeordnet]. Betroffen von dieser Zusatzstrafe wären auch Anstiftung zu Rassenhass, Diskriminierung oder Beschimpfungen aufgrund der sexuellen Orientierung. Nur teilweise wurden dagegen parallele Aktivitäten der Parlamentsmitglieder als Berater während ihres Mandats zur Vermeidung von möglichen Interessenkonflikten untersagt [, die parallelen Aktivitäten gehörten jedoch genau wegen der Interessenkonflikte abgeschafft. Dafür verdienen die Damen und Herren in den Parlamenten ja wohl auch ein nicht gerade geringes Gehalt. Ein Manko, ihnen teils den Nebenerwerb zu lassen!].“
Die alten Nutznießer der bislang herrschenden Um- oder Zustände im französischen Parlament hatten auf Grund angeblicher Unprofessionalität der Neuen im französischen Parlament dasselbe kurzfristig verlassen (die Kommunisten und Konservativen), als die Diskussion zum neuen, zuvor erwähnten Gesetz lief.
Doch: La Republic est en marche, alors (Die Republik ist also auf dem Marsch)! Dass sich dennoch europaweit ein gewisses Muster auf allen Ebenen zeigt, wie eben wieder, welches auf Super-Fly-Mentalität vieler seiner Bewohner und Führungskräfte verweist oder schließen lässt, belegt auch ein Weiteres, nämlich, dass die hohen und weniger hohen Damen und Herren in den jeweiligen Gesellschaften innerhalb der EU nicht massiv auf so ein Mittel wie Video-Konferenz langsam zugreifen beim Kommunizieren miteinander. Dienstreisen sind nämlich im Verlauf des letzten Jahres bis Anfang August 2017 nicht gesunken – jedenfalls nicht in der BRD. Hierzu könnte man sehr wohl auch titeln: „Ratlosigkeit allerorten“, was die TAZ allerdings – wiederum typisch – bei einem Thema sich herausnimmt zu tun, welches den außer-europäischen Kongo in Afrika betrifft, der gerade oder noch immer als Land zerfällt. Bekanntlich rührt die EU auch dort an der herrschenden Misere äußerst unlöblich mit – unter Krokodilstränen. Wundern Sie sich nicht, wenn demnächst so etwas wie „ein Aufschrei“ inszenierter Weise – wieder – durch die Republik donnert: „Massenmord in Kongo!“ – (Mali oder Algerien etc.).
Nein, das moralische Feigenblatt, welches diesmal von Frankreich ausgehend der Politik der EU umgehängt werden soll – siehe, was weiter oben geschrieben steht -, umgehängt wird, kann nur sehr lokal, wenn überhaupt, und kürzest im Bestand sein, sollten sich die Systeme, das ist der gesamte EU-Apparat, nicht entsprechend justieren – vor allem aber in der außer-europäischen Politik. Letztere ist ja bekanntlich nicht so außer-europäisch, weil die Auswirkungen dieser Außenpolitik/en vermehrt innenpolitisch irgendwo und -wie einschlagen in der EU, und dies, wenn nicht verstärkt, so doch öfters!
Erinnert Sie Letzteres schon fast an die historische TV-Serie übers Osmanische Reich, die von TRT ausgestrahlt wird? Das soll Erdoĝans Lieblingsserie sein (muhteşem yüzyıl). Das Drehbuch hat sich, welch Zufall, im Lauf der Zeit immer mehr den Wünschen und Vorstellungen der türkischen Regierungsclique angepasst. Wer demnächst in der Türkei als türkischer Staatsbürger (oder Besucher?) glaubt, dass die Balkan-Feldzüge der Osmanen einst letztlich nicht als SIEG zu werten sind, der könnte womöglich – schon bald – als „Heimatverräter“ bezeichnet werden. Für den ist wahrscheinlich noch irgendwo in irgendeinem türkischen Knast ein Ort zur Verfügung, wo ausgestreckt liegend gerade noch so ein Schlafplatz behauptet werden kann, – eventuell.
Wir wollen hier doch schnell nochmals daran erinnern, und egal, wie man sich das Maul darüber offensichtlich verrenkt, dass von Beginn des Jahres 2017 an bis Ende April 2017 von der BRD Rüstungsgüter in der Höhe von 5,6 Millionen Euro an den türkischen Nato-Partner verschickt wurden. Ganz zu schweigen von der Absonderlichkeit, dass Erdoĝan neuerdings auch eine 3 Meter hohe Mauer entlang der iranischen Grenze errichten lässt, die, wie jene zu Syrien, ebenfalls löchrig ist und bleiben wird wie ein Schweizer Käse. Eine kurze Interpretation dieses Vorgehens: Es sollen dergestalt die Kurden in der Region herausgefordert, klein gemacht und letztlich angegriffen werden. Umso mehr verwundert, zu lesen, dass der Iran, die Türkei und Putin-Land kooperieren wollen. Ein wahres Durcheinander oder Wechselbad der Gefühle, welches uns die nahöstliche Politik – auch derzeit – beschert: Wer ist mit wem gegen wen unterwegs? Die ‚Fronten‘ sind geradezu im fliegenden Wechsel.
Apropos Türken oder Grenzen: Im Stadtteil Friedlingen von Weil am Rhein, der genau an den Grenzübergang in die Schweiz und Frankreich/Elsass grenzt, hat die Polizei und andere Staatsorgane einige Verdächtige vor geraumer Zeit eingesammelt. Es ging dabei um den Brandanschlag auf die Moschee in jenem Stadtteil Weils am Rhein. Ja, eine Moschee der DITTIB ist dort. Kurden sollen dafür verantwortlich sein. Die PKK.
Dass die offizielle Vertretung der türkischen Muslime in Deutschland, die DITTIB, ins Visier von Kurden und anderen Unterdrückten der Türkei kommt, die in Deutschland Zuflucht finden und fanden, war und ist weiterhin zu erwarten. Schließlich ist die DITTIB eines der Standbeine des Regimes in Ankara. In der Schweiz und Frankreich haben die auch ihre Niederlassungen jedoch unter anderen Namen. Der Aktionsradius von DITTIB/Deutschland gehört nicht nur gründlicher untersucht, sondern auch etwas mehr beschnitten.
Der Aktionsradius der Bürger und Besucher Kanderns wird auch weiterhin (etwas) beschnitten. Nun ja, man kann es so sehen, man könnte es aber auch anders ausdrücken – nicht so dramatisch. Wo dieser Zug gen Kandern hinfahren soll? Nun, in Weil am Rhein wurde in der Stadtverwaltung fraktionsübergreifend abgesegnet, dass ein freies WLAN-Netz in kommunalen Gebäuden etc. installiert und zugänglich gemacht wird für die Allgemeinheit. Geplant ist, diesen freien Zugang auf Geschäfte in der Stadt zu erweitern. Keine Ahnung, wo der Stand der Diskussion darüber ist – falls es überhaupt ein Thema in Kanderns Gemeinderat ist. Zu befürchten ist nämlich, dass das Thema so, wie der Anschluss der Eisenbahn an das ganz normale Bahnnetz, womöglich noch die kommenden 20 Jahre vor sich hindämmert. Sehen wir es positiv: Es hat gewiss auch seine gute Seite, dass die geografische Abgeschlossenheit Kanderns sich gewissermaßen bewahrt und dies auch auf digitaler Ebene. Gucken wir doch mal, was Bernhard Walker in der Badischen Zeitung vom 03. August 17, allerdings in Bezug auf den Sozialstaat, hierzu dennoch so in etwa schreibt:
„ … Die Jobcenter zum Beispiel müssen sich mit einer aberwitzigen Bürokratie herumschlagen. Die „Fallakte“ einer Familie, die Hartz IV bekommt, kann Hunderte Seiten dick sein. Der Versuch von Bund und Ländern, zu weniger Regeln zu kommen, änderte daran wenig. „Wir erziehen zur Unselbständigkeit“, hat schon vor geraumer Zeit ein Jobcenter-Chef gesagt – ein Weckruf, der leider ungehört verhallte. Dass oft Hilfen nicht aus einer Hand bei Menschen ankommen, ist übrigens auch längst bekannt. Nach wie vor kommt es aber vor, dass sich drei Behörden – zum Beispiel Jobcenter, Arbeitsagentur und Wohngeldstelle – um ein und denselben Menschen kümmern, ohne sich dabei untereinander auszutauschen. Mit mehr Geld allein ist es also nicht getan. Denn die Crux ist, dass sich der Sozialstaat oft genug selbst im Wege steht.“
Und die letzten zwei-drei Sätze des obigen Zitats erscheinen schon fast wie eine Art Grundlage für die Herren und Damen im Rathaus von Kandern, wie allerdings auch andernorts oft, um sozusagen SEIN Ding durchzuziehen, um letztlich die Interessen von Randgruppen zu bedienen, also jener, die zwar Macht und Geld haben, aber deren Interessen meist nicht dem Wunsch der Mehrheitsbevölkerung Rechnung tragen; siehe Eisenbahn (Autolobby) und freies Internet an gewissen, öffentlichen Plätzen – beispielsweise in Kandern.
Glücklicherweise, kann man da nur noch anfügen, wird die Gesellschaft Deutschlands bunter. Noch nie lebten so viele Menschen aus dem Ausland in Deutschland. Es herrscht inzwischen alljährlich Höchststandsmeldung diesbezüglich. Das ist ganz gut so, würde Herr Wowereit hier wohl wieder sagen, der sich ja als Bürgermeister Berlins einst zu seiner Homosexualität bekannte, um nicht erpressbar zu sein diesbezüglich. Denn, wegen dieser Neubürger, wird die Rente in zwanzig Jahren oder mehr eventuell doch noch Realität sein oder werden – HURRA. In der Schweiz und Finnland sieht es dahingegen noch immer Finster aus. Zu wenig Zuwanderung. Jetzt zählen gerade mal 18,5 Millionen Menschen zu diesem Personenkreis in der BRD. Das heißt: Man ist noch längst nicht aus dem Schneider.
Tore auf?
Nein, das können wir uns wahrscheinlich auch nicht leisten. Rosinenpicken. So hart es sich anhört, scheint die eine Lösung zu sein, jedenfalls nicht das Tore-Aufmachen ẚ la Merkel 2016. Birgt viel zu viele Probleme auf Dauer – siehe Extremismus und böser Neid. Bekanntlich neigen schlecht gebildete Menschen eher zu extremen Positionen und Aktionen – doch längst nicht immer. Neid ist allerdings ein weit verbreitetes Phänomen, auch hier in der BRD, sei am Rande kurz erwähnt. Soll heißen: Gut ausgebildete Menschen auf Deutschlands Straßen stehen zu lassen oder dorthin zu schicken oder in schlechte Jobs abzuschieben, könnte sich im Lauf der Zeit zu noch unüberwindbarerem Trouble akkumulieren als viele Menschen mit guter Bildung, die neu nach Deutschland gelangen, Ersteren vor die Nase zu setzen mit billigeren Löhnen.
Daher ist den Regierenden in Berlin, Paris etc. dringend geraten, noch mehr Eingebürgerte, auch einige mehr jener mit anderen rassischen Merkmalen, auf die politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bühnen zu holen – in sprichwörtlich erste Reihen und dem Jugendwahn der Wirtschaft und anderen etwas abzuschwören und ältere, sogenannte Einheimische in Weiterbildung, Beruf und Arbeit noch besser einzubinden. Was aber nicht bedeuten darf, dass der Rentenstand auf St. Nimmerleinstag hinausgezogen wird.
Im Grunde ist es bei Obigem wie mit der sogenannten Umweltfrage. Deutschland sackt nämlich bei diesem Thema ins Mittelfeld ab. China und Indien rennen den ehemaligen Klimaschützern, den Deutschen, geradezu davon. Warum? Weil der Hebel nicht energisch genug umgelegt wird hierzulande. Alte, deutsche Klüngel (VW, BMW, Siemens usw.) verweigern sich aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen der energiearmen Entwicklung – letztendlich. Stichwort: Schnelles Geld, Kohleausstieg und damit in Verbindung stehend: zu viel Strom, der eigentlich vorhanden ist. Das heißt: die deutschen Kohlekraftwerke produzieren meist nur noch Strom fürs Ausland. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches seit Januar 2017 in Kraft ist, scheint im Bundestag niemanden so wirklich aus der Ruhe zu bringen. Christian Marull schreibt in der Oberbadischen vom 02. August 2017 bezugnehmend auf Uwe Leprich, ein Energie-Experte, der die Auswirkungen des genannten Gesetzes durchaus positiv einschätzt, aber: „Hinter den [energie-effizienten] Genossenschaften stünden oft große Projekt-Entwickler. Über diesen Umweg umgehen sie das Bundes-Immissionsschutzgesetz, das für die Bürgerenergieprojekte nicht umfänglich gilt. Darin sind unter anderem der Schutz von Menschen oder Tieren vor Lärm und anderen Immissionen geregelt. Ende Juni hatte die schwarz-rote Koalition deshalb kurzfristig die Konditionen geändert. Ab 2018 müssen auch die Bürgerenergiegesellschaften eine Immissionsschutz-Genehmigung vorweisen. … Auch auf die regionale Verteilung der Windkraft-Projekte hat die neue Vergabepraxis negative Auswirkungen: „Weil der Windanlagenbau im Norden Deutschlands deutlich günstiger ist, gab es bei der ersten Ausschreibungsrunde kaum Zuschläge für den Süden. Das ist fatal“, warnt Leprich. … Der Diesel-Gipfel … ist für ihn deshalb allenfalls ein kleiner Schritt in die richtige Richtung: „Im Verkehrssektor muss sich noch einiges tun. Vieles was seit 30 Jahren in der Schublade schlummert, muss wieder hervorgekramt werden … – im Prinzip die ganze Maßnahmenpalette, die man sich bisher nicht getraut hat anzugehen [im Bundestag].“
In Bruchsal werden gerade Volocopter für Dubai hergestellt. Fliegende Autos sozusagen. Die setzen auf und heben ab wie Hubschrauber. Sie haben Platz für zwei Personen. Ihr Problem sind die lange, kreisrunde Flügelanlage. Sollte die Letztere automatisch verstellbar eines Tages gefertigt werden können, also so, dass sich die Propeller möglichst platzsparend am Gehäuse des Volocopters zusammenfalten, dann steht diesem Exportschlager aus Deutschland wohl auch in seinem Ursprungsland selbst nichts mehr im Wege. In Dubai scheint man an Flugtaxi-Einsätze zu denken, vorerst. Ja, einiges gibt es zu tun und einiges wird getan. Die zuvor zitierte Oberbadische schreibt beispielsweise auf Seite 1: „Für die Entwicklung des Projekts „Zollquartier Lörrach-Riehen“ kann die Stadt Lörrach mit einem Bundeszuschuss in Höhe von bis zu 5,3 Millionen Euro rechnen, wenn die Stadt ein Drittel der Kosten übernimmt. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Oberbürgermeister Jörg Lutz möchte in diesem Zusammenhang Machbarkeitsstudien für die Tram-Verlängerung und die Tieferlegung der S-Bahn-Strecke in Lörrach in Auftrag geben, damit „zwei Gespenster“ nicht dauerhaft in der Stadt herumgeistern.“
Apropos herumgeistern: Seit dem 02. August geistern wir alle in dieser deutsch republikanischen Welt im wahrsten Sinne des Wortes herum. Grund: Wir haben unsere uns ‚zustehenden‘ Ressourcen für dieses Jahr bereits am 02. August 2017 verbraucht. So viel zum Öko-Fußabdruck und dem anderen Gerede über Sauberkeit.
Ging vor Kurzem nicht mehr durch Berlin, sondern seit Längerem mal wieder durch Freiburg im Breisgau. Wie immer parkte ich das Auto möglichst nahe zur Eschholzstraße in der Haslacher Straße, wo es ja bekanntlich immer einen Parkplatz gibt, der nichts kostet. War wieder mal auf dem Weg zum derzeitigen Lieblings-Café, dem „Jo“ und nahm die kleine Abkürzung über eine Tankstelle auf der anderen Straßenseite der Eschholzstraße. Und was sehe ich: Anzeigen-Zeitungen in Hülle und Fülle, die dort zum Mitnehmen herumliegen, so auch der „Kultur Joker“. Wahrscheinlich gibt es das Anzeigen-Ding schon seit Ewigkeiten, doch irgendwie habe ich das nicht mitbekommen. Ein herrlicher Kulturführer. Ich bin ganz begeistert und verblüfft und gestehe: Ich muss den Blick wohl doch mehr in Richtung Gegenstände und Utensilien lenken, anstatt in die Gesichter der Menschen und auf den Gang der Leute. Im Kultur Joker steht u.a. gleich auf Seite 1: „Wie bewohnen wir unsere Welt? Um dieser Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln nachzugehen und über Grenzen zu denken, findet die documenta 14 diesmal an zwei Schauplätzen statt, in Athen und Kassel; eines ihrer Mottos lautet „Von Athen lernen“ … Auffallend ist, dass nicht nur junge Künstler dabei sind; vielmehr haben zahlreiche Teilnehmer die 80 überschritten …Für Dokumentaleiter Adam Szymczyk ist Alter kein relevantes Kriterium für Bedeutung, vielmehr hat er bei der Auswahl von Werken aus dem 20. Jahrhundert nach Ideen gesucht, die noch heute wichtig sein könnten; somit wurde etwa der Soziologe und Querdenker Lucius Burckhardt (1925 – 2003) ausgewählt, der sich damit beschäftigt hat, wer entscheidet, wie wir unsere Mitwelt gestalten und wie diese auf uns zurück wirkt. Burckhardt bezeichnete seine Forschungen in den 1980er Jahren als Spaziergangswissenschaft und hat diesen Denkansatz als Dozent, durch Bücher, Aktionen, Fotografien und mit „landschaftstheoretischen Aquarellen“ vermittelt.“ Mehr dazu: http://www.kulturjoker.de. Im Joker werden wir auch darauf aufmerksam gemacht, uns das „Mundologia“-Programm mal zu geben. „Unter den Referenten der Mondologia-Reihe 2017/18 (www.mundologia.de) sind die größten Abenteurer unserer Zeit, darunter der weltberühmte Polarforscher Arved Fuchs, Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg, und Bergsteigerlegende Hans Kammerlander. Aber auch junge Wilde wie Mountainbike-Rennfahrer Tobias Woggon und Globetrotter Dylan Wichrama, der mit einem selbstgebauten, von seinem Motorrad angetriebenen Floß 700 Kilometer über den gefährlichen Pazifik segelte, stehen auf der Bühne.“ Eine reine Männerveranstaltung also, könnten Sie bereits denken. Nun, gerade sind zwei Lahrer Kletterer auf dem Montblanc du Tacul erfroren. Grund: Wetterumschwung und wahrscheinlich derselbe Drive, der die anderen zuvor Erwähnten zu „Großen Abenteuern“ treibt.
Zum Schluss: Hans Wüthrich, ein 1937 im Schweizer Aeschi Geborener ist nämlich seit 10 Jahren Bürger Kanderns. Das Besondere daran: Er ist Komponist. Wüthrich ist Mitglied der „Akademie der Künste Bern“, steht im Kompendium namens „Komponieren in der Schweiz“ und erhielt zahlreiche internationale Preise für Orchester- und Bühnenstücke etc. Er soll allerdings inzwischen schon nach Arlesheim als seinem neuen Wohnort unterwegs sein. Er wurde am 03. August 2017 genau 80 Jahre alt.
In Kandern wird gerade dem angeblich bedeutendsten Keramiker des Elsass‘ eine Ausstellung gewidmet im Keramik-Museum – Léon Elchinger. Sein Enkel Marc vertritt ihn, sozusagen, und ist selbst auch Keramiker. Ersterer scheint den Begründer der Kanderner Kunstkeramik gekannt zu haben – Max Laueger. Wahrscheinlich sind sich die beiden im Jahr 1900 in Paris bei der Weltausstellung über den Weg gelaufen. Symbolismus, Historismus, Art nouveau, Art déco und auch die klassische Moderne, all diese Bereiche hatte der Großvater, nach Auskünften des Enkels, drauf. Marc Elchner hat vor, eine Führung zu machen – schon demnächst, hier in Kandern.
Der neue griechische Wirt im Städtlebeck in Kandern verkauft keine selbstgebackenen Brötchen; und der Ochsen wird im Herbst voraussichtlich von einem Chinesen wiedereröffnet.
Apropos Griechen: Mit Kontrollen und Sperrungen von Konten versucht das griechische Finanzministerium, Steuerschulden einzutreiben und Steuerhinterziehung vor allem in den Urlaubszentren dies Landes einzudämmen. Wie die griechische Finanzpresse am Dienstag berichtete [dem 08.08.17], schulden rund 3,8 Mio. griechische Bürger und Unternehmen dem Staat insgesamt 95 Mrd. Euro … „Große Hoffnungen machen wir uns nicht [, sagte ein Beamter des Finanzamtes, und:] Wir wären glücklich, wenn wir 4 bis 5 Mrd. Euro eintreiben könnten.“ Immerhin: Die Arbeitslosigkeit soll langsam auf dem Rückzug sein in Hellas. Ähnlich positiv sieht es auch in Lörrach-Haagen aus. Kommt natürlich drauf an, welches Maß man anlegt: „Angesichts des zu erwartenden Einwohnerzuwachses auf möglicherweise über 4000 begrüßt der Ortsvorsteher Bemühungen zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Einklang mit der Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts … Wenn Unternehmermut und feiner Kunstsinn zueinander finden, dann kann ein Gesamtwerk entstehen, das den Betrachter ins Staunen versetzt. Lebhaftes Beispiel einer solchermaßen gut gelungenen Symbiose ist eben die „Alte Spinni“ Haagen. Vom „Schmuddele“ einer Fabrikbrache hat sich das Hornschuch-Areal an Industrie- und Eisenbahnstraße in nur wenigen Jahren zu einem attraktiven Gewerbepark gemausert … (Oberbadische 10.08.17).“

Immer weiter so?!

Quelle: Immer weiter so?!

Immer weiter so?!

Zypern ist schon fast im Krieg mit der Türkei, haben Sie das so auch schon vernommen?
Mit den bösen „Attilas“ könnte das – mal wieder – der Fall werden, wenn man den griechisch-zyprischen Rednern zum 43.n Erinnern an die Besetzung/Befreiung durch türkische Truppen unterstellt, dass sie im Grunde auch diese alte Furcht vor den Türken auch ansonsten, andauernd, so oder anders verklausuliert zum Ausdruck bringen wollen. Man bewahrt, diesmal, aber „Kaltblütigkeit“ als Republik Zypern und als fast wichtigstes Mitglied der EU gegenüber den „Provokationen“ der Türken, lässt sich, egal, was komme, von Ankara nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht durch „unerlaubte Bohrungen“ auf dem „Hoheitsgebiet“ Süd-Zyperns im südöstlichen Mittelmeer – nur, weil die Türken vor der Insel und in zyprischen Gewässern nachsehen lassen, ob dort das große, zukünftige Vermögen im Meer liegt, als Nachkommen eines Zweiges des Hellenismus große Sorge haben? Nein, das kann bei so viel Gewissheit auf der Seite der Sieger zu sein und derjenigen, die Recht haben in Sachen Zypernfrage, nie und nimmer der Fall werden. So ungefähr dürften die meisten griechisch-zyprischen Politiker in etwa denken – und nicht nur sie.
Es kann daher dem Vernehmen nach nicht sein, dass Anfang August 2017 die Insel kriegerisch entflammt sein könnte de, vor allem, durchaus zwiespältigen Politik Nikosia-Süds wegen. Obgleich, die Erde scheint gerade gehörig bedrohlich zu rumpeln in jener Region, Erdbebengefahr. Hoffen wir, dass weder die eine, noch die andere Gefahr zuschlagen wird.
Gehen wir mal dazu über anstatt, die Ersten zu sein, die die Frage stellen, ob dieses geologisch zu betrachtende Phänomen womöglich mit den vielen Bohrungen der in Stellung gebrachten Erdgas-Haie auf Bohrinseln zusammenhängen könnte? Man unternimmt seinerseits, also als Republik Zypern, durchaus auch Probebohrungen zwecks Erdgas oder Erdöl, die spätestens im März oder April 2018 beendet sein sollen. Wer weiß, zu einem Zeitpunkt, eventuell, an dem womöglich dasselbe herausgefunden wurde wie bei den Probebohrungen der Türken: „Wir sind steinreich!“, könnte es dann heißen. Oder, man ist nur reich. Oder es ist lächerlich wenig Erdöl oder Erdgas festgestellt worden, so dass es sich nicht lohnt dafür, ja, wie soll es ausgedrückt werden, sterben zu gehen.

Gerd Höhler schreibt in der Oberbadischen am 14. Juli 2017 bereits:
„Nach dem Schiffbruch bei den Zypern-Verhandlungen [in Crans-Montana] … eskaliert der Streit um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. … Mit der Ankunft des Bohrschiffs West Capella, …, eskaliert ein seit Jahren schwelender Streit. Im Auftrag des französischen Konzerns Total soll die unter der Flagge Panamas fahrende West Capella im sogenannten Block 11 nach Erdgas suchen – 150 Kilometer vor der südzyprischen Hafenstadt Limassol. … Die Regierung der international anerkannten Republik Zypern … hat in den vergangenen Jahren in Verträgen mit den Anrainerstaaten Israel und Ägypten die Wirtschaftszonen in der Region abgesteckt, vor der Süd- und Ostküste der Insel 13 Explorationsgebiete, sogenannte Blocks, ausgewiesen und Förderkonzessionen vergeben, unter anderem an Total.
Aber die Türkei … spricht … Zypern das Recht ab, vor ihren Küsten nach Bodenschätzen zu suchen. … Der türkische Premierminister Binali Yildrim warnte die zyprische Regierung vor „einseitigen Schritten“. Die Energievorkommen vor den Küsten der Insel gehörten „beiden [zyprischen] Seiten … . Ankara will nicht nur die türkischen Zyprer beteiligen, die Türkei erhebt auch selbst Ansprüche auf Teile der von Zypern ausgewiesenen Fördergebiete, und zwar nicht nur im Norden, wo die Wirtschaftszonen beider Länder aneinandergrenzen, sondern auch südwestlich der Insel. Noch komplizierter wird der Streit dadurch, dass die Türkei die Republik Zypern völkerrechtlich gar nicht anerkennt. Überdies hat die Türkei die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen bisher nicht ratifiziert, die als Grundlage für die Festlegung von Wirtschaftszonen in internationalen Gewässern gilt [Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, erhebt sich schon die Frage: Wer ist hier der Aggressor? Soll heißen: Wie kann man nicht klar festgelegten Zonen zu Bohren beginnen als Zwerg namens Republik Zypern, ohne sich mit einem der mächtigsten Akteure in der Region, der Türkei, abgesprochen zu haben? Gute Nachbarschaft? Erdogan sagt:] „Es sei nicht nachvollziehbar, dass einige Energieunternehmen sich an den verantwortungslosen Aktionen der griechischen Zyprer beteiligten … Ich möchte diese Firmen daran erinnern, dass sie damit die Türkei als Freund verlieren könnten.“ Gemeint sind „die Noble Energie, die koreanische Kogas sowie die Konzerne Shell und Exxon Mobil … .
Die Türkei führt vor der Südwestküste Zyperns ein zweitägiges Manöver durch [also Mitte des Monats Juli]. Derweil sind weiter südlich des Blocks 11 griechische, französische und israelische Kriegsschiffe sowie der US-Flugzeugträger George H.W. Bush aufgefahren … Dass die Türkei angesichts der Lage einen militärischen Konflikt riskiert, ist unwahrscheinlich.“
Angesichts des eben Geschilderten sowie des Streits der Türkei mit Deutschland, der schon bald negativ finanziell zu Buche schlagen könnte/dürfte, muss man sich eigentlich schon fragen: Und wann lässt Ankara Scharen von Flüchtlingen gen Norden ziehen, die sie bei sich einigermaßen und vertraglich abgesichert für die EU in Zaum hält? Bis kurz vor die Wahlen in Deutschland wird da etwa gewartet?
Mancher Player schätzt wohl, dass die Unbeliebtheit Erdoĝans derart groß ist, dass Angela Merkel dann erst Recht als Siegerin ihre vierte Amtszeit antreten wird können.
Um das auch noch gesagt zu haben: Diese Chance müsste ihr das deutsche Wahlvolk eigentlich auch geben, schon allein, damit sie noch GEWISSE Dinge zum Wohle der Deutschen und Europas in die Wege leiten kann, siehe Flüchtlingspolitik, die sie teilweise, und ganz gewiss mitverbockt hat – und manche hoffen, dass Frau Bundeskanzlerin sich auch in Sachen Frauenpower noch ersichtlicher in Szene setzen müsste, zukünftig, und es hoffentlich noch tun wird. Stichwort: Gleichberechtigung, gleiche Löhne usw. Sollte Frau Merkel Letzteres Politikfeld erkenntlicher angehen als bislang, die Frauenpower ist gemeint, wird sie der Olymp historisch großer, deutscher Politiker unweigerlich und ohne große Wenns und Abers mit epochaler Wertschätzung und unübersehbarem Denkmal verewigen.
Außerdem entspricht das Thema Frauenrecht eh dem Zeitgeist und eine Art geschlechtsspezifische ‚Revolution‘ steht definitiv bevor – zumindest europaweit, doch gewiss auch weltweit!

Da dieser Artikel über einen gewissen Zeitraum entsteht und so in etwa alle 14 Tagen so etwas wie er ins Netz soll, sei Ihnen gesagt: Heute ist der 15. Juli 2017. Und eigentlich müsste bei diesem HISTORISCHEN Datum ja gleich Bezug genommen werden auf den angeblichen Putsch vor einem Jahr in der Türkei etc. Doch das langweilt die Redaktion gerade – sorry, und womöglich bereits auch schon Sie. Ich meine, was soll das ganze Geschrei, wenn Erdoĝan dennoch im Balkan und dem Nahen Osten eine unerträgliche Rolle spielen kann, sogar bis in den Jemen lässt er ‚Hilfe‘ inzwischen schicken, nur, weil der Westen, vorneweg die EU, ihm die Mittel dazu nicht nimmt. Brüssel will ihn weiterhin bei der Stange halten: Stand 27. Juli 2017. Ja, denn der Geldfluss in die Türkei und aus ihr heraus könnte durchaus etwas behindert werden; man müsste dann halt notfalls zugucken, wie andere Akteure den Platz besetzen, den man als EU bislang eingenommen hat an der Seite der, verzeihen Sie, Retro-Osmanen in Ankaras Regierungsbezirk und darüber hinaus. Die Rede ist also von Platzhaltern, von solchen Kandidaten wie dem Herrn Putin oder gar jenem aus dem Land der fliegenden Drachen, Tian Min – Square. Gemeint ist das ehemalige Kaiserreich im Fernosten, wo die Mauer durchs Land noch heutzutage steht und auch etwas glorifiziert wird, auch, weil sie ja so alt und groß ist. Kung-Fu und so gibt es dort auch. Ist jetzt klar, wer gemeint ist? Genau das Land, wo Dissidenten nicht unterbinden können, dass der Westen sich dem teils menschenverachtenden Regime beim Geschäftchen-Machen anbiedert, anstatt sich vornehm vom schnell verdienten Geld – auf dem Rücken zu vieler Leute – zu verabschieden. Letzteres der so hochgehaltenen Werte wegen, die irgendwie zu unterschiedlich in Anwendung kommen: gegenüber Russland, USA oder China sehr flexibel; und gegenüber den meisten Staaten Afrikas oder Asiens zuweilen sehr doktrinär.
Na und?, werden Sie hier vielleicht denken. Die Welt ist schließlich rund. Sollte Russland oder China glauben, als Platzhalter des Westens für oder in der Türkei vollends ‚einspringen‘ zu müssen, dann bitte sehr! Die EU könnten, beispielsweise, in Georgien, Armenien oder in der Mongolei etwas aggressiver auftreten als sonst, sozusagen zwecks Retourkutsche oder Abgleich – gern auch in Weißrussland oder Moldawien und natürlich der Ukraine und dem Baltikum. Wir leben schließlich in keiner statischen Welt, mögen Sie des Weiteren gedacht haben.
„Alles beweglich!“
In anderen Worten: Irgendwas ist immer am Laufen. Womit Sie auf jeden Fall nicht die Unwahrheit sagten oder denken würden.
Nun, aus diesem letzteren Blickwinkel heraus könnte dann auch betrachtet werden, dass neuerdings in den Nachrichten der „RIK“, der staatlichen Fernsehstation des überwiegend griechisch-sprachigen Zyperns-Süd, nicht nur verkündet wird, was jemand der dort etablierten Parteien zu Diesem oder Jenem meint; nein, jetzt hört man auch nahezu immer in den griechisch-zyprischen Nachrichten, was denn die Leutchen von der „ELAM“ verzapfen. Das ist in deutschen Dimensionen ungefähr so, als würde in der „Tagesschau“ der ARD oder in der „Heute“ im ZDF zu einem aktuellen Thema auch nahezu immer berichtet werden, was die „AFD“ oder die sogenannten „Identitären“ zu sagen haben.
Letztere sollen ja demnächst mit ihren Schiffen vor Libyen Stress machen gehen – unterwegs dorthin sind sie ja schon etwas Länger und bis Monatsende, wenn nichts dazwischenkommt, bestimmt schon voll in Aktion vor Libyen. Inzwischen ist der 27. Juli und wir wissen nun, dass etwas dazwischenkam: Ausgerechnet im Hafen von Famagusta/Ammochostos/Gazi-Maĝusa Nordzyperns mussten die vermeintlichen Aktivisten des identitär ‚Guten‘ Anker werfen. Unter anderem werden sie beschuldigt, gegen MONEY Flüchtende aus Sri Lanka an Bord genommen zu haben bei ihrem Einsatz etc. Wäre das nicht passiert, könnte – vielleicht dennoch demnächst – passieren, von diesen identitären Herrschaften mit Bildern und Berichten versorgt zu werden, die schildern, wie ein Flüchtlingsboot kenterte und niemand unter ihnen sich angesprochen fühlte, den Absaufenden zu helfen. Des Weiteren könnte deren Aufenthalt vor der lybischen/syrischen/etc. Küste durchaus auch ein positives Etwas bringen: Sie haben sich nämlich vorgenommen, unter anderem zu untersuchen, ob die bislang in Aktion tretenden ‚freiwilligen‘ Helfer, beispielsweise der Sea-Watch, eventuell doch mehr sind als lediglich nur Helfer. Letzteres heißt konkreter: Unterstützer der Menschenhändler, ja, verdeckte Menschenschmuggler höchstselbst. Bislang wird das bestritten und man fordert Beweise für solche Behauptungen vonseiten der selbsternannten humanistischen Flüchtlingsretter. Außerdem sollen die jetzt – per Gerichtsbeschluss so beschlossen Ende Juli 2017 – Flüchtlinge, die sie aus der See fischen, gefälligst selbst in italienische oder andere europäische Häfen bringen und sie nicht mehr an andere Schiffe, die gerade in der Gegend sind, abgeben können. Das würde deren Schlagkraft jedenfalls mindern. Es kann daher aus hiesiger Sicht der Begründung einiges abgewonnen werden, dass auf Grund dieser Humanisten auf hoher See sich das Risiko vermehrt auf fraglich gebauten Booten sich auf den Weg gen Norden zu machen. Soll heißen: Diese liberalen und links zu verortenden Organisationen fördern durchaus, gewissermaßen, diesen halsbrecherischen Akt vieler junger Afrikaner/innen und anderer, sich ihrem ‚Schicksal’ glauben, auf diese Weise stellen zu müssen. Tragisch, würden ausgerechnet die Identitären diesen Nachweis liefern, dass Sea-Watch und andere wie sie zur Flucht und Menschenschmuggeln animieren/unterstützen/es in die Wege leiten. Auch deutsche Identitäre befinden sich unter der international zusammengestellten nach Faschismus riechenden Schiffscrew – politisch recht braun gesinnt, also, wie in einem Interview mit deutschen Identitären auf jenem Schiff zu vernehmen war (SRF1 25.Juli 2017).

Und, dass es nicht Ohne ist, in dieser Gegend des Mittelmeeres mit dem ‚falschen‘ Reisepass unterwegs zu sein, zeigten uns beispielsweise Morde in Hugharda/Ägypten Mitte des Monats Juli 2017, wo bekanntlich auch deutsche Touristen – mal wieder – ihr Leben ließen. Es ist längst nicht mehr so wie einst nach 1945, dass man mit deutschem Pass in der Welt gern gesehen wird. Der Aufenthalt da draußen irgendwo, und das willkommener Maßen, begrenzt sich mehr und mehr für Deutsche. Und Letzteres hat grob gesagt zwei Gründe: die betriebene, zu marktorientierte Außenpolitik; und die Geschäftchen mit Despoten, die deutsche Firmen so betreiben. Nicht alle Geschäftchen oder Außenpolitiken, um Gottes willen sind verwerflicher Natur; aber offenbar sind vielen Menschen da draußen doch zu viele Abkommen darunter, die wiederum ihren Absturz und den deutschen Reichtum miteinander zu verknüpfen beginnen/begonnen zu haben scheinen. Da kann man noch so schöne Worte verlieren im Bundestag. Fakt, ist zuweilen Fakt, auch wenn Faked News gerade der meist gehörte Schlager der Ablenkungsmanöver in den Debatten auf Regierungsebene oder in den Medien sein könnte – „postfaktisch“.
Letzteres erscheint in etwa so zusammenhängend oder strukturiert etc. wie das angeblich „freie“ Surfen im Netz mit dem Tor-Browser. Ja, Zwiebel hin und her, doch wer, bitte sehr, sitzt an der Schaltstelle dieses Browsers? War und ist es nicht zufällig – mal wieder – ein militärisches Projekt der USA? Und haben die das Ding nicht ausgewildert, damit man ihre interne Kommunikation nicht so leicht nachverfolgen kann? Weil wo viele Schäflein weiden, so richtig viele, da weiß man nicht mehr so recht, wo der Wolf im Schafsfell steckt. Das heißt: das Ablenkungsmanöver ist eigentlich gelungen. Und ehrlich gesagt: Gewisse Freiheiten sind dann halt einfach zu frei. Und da muss jemand Freiheit beschneiden können? Ja! Im letzten Fall, ja!

Nicht lustig, ganz und gar nicht!

Doch man kann ja von solchen Eventualitäten schreiben, wie man will. Irgendwie findet man kein, oder offenbar zu wenig Gehör. Also, erinnern wir daran, dass das Meer vor Libyen auch nicht unbedingt so weit weg ist von den Stränden Zyperns, wie auch all diese schwelenden Konflikte in der Region, von denen hier längst noch nicht alle aufgezählt wurden in diesem Artikel, ganz zu schweigen von den ‚uralten‘ (Palästina, Syrien, Kurden, Drusen, Chaldäer, Armenier, allgemein: Glaubenskonflikte), die nach Adam-Riese die Spannung vor Ort zusätzlich wie ein Gewitter aufladen, welches sich dann wohl auch irgendwann entladen wird/müsste/dürfte.
Und dieses Abregnen wäre nun gerade wirklich nicht angebracht, zumal die Besucherzahlen auf Zypern derzeit Rekorde brechen – hüben wie drüben.
Tschja! Trittbrettfahren ist bekanntlich gefährlich, denn ein Kontrolleur könnte nach durchzechter Nacht schlecht draufkommen und auch da draußen, wo sie sich gar mit den Fingernägeln an Teilen des Busses im Verkehrsfluss festkrallen, Fahrscheine verlangen. Obgleich: Als ich vor vielen, vielen Jahren in Kairo war, bestand die Gefahr nicht, an einer Stange oder Türrahmen eines öffentlichen Busses sich irgendwie haltend, noch abkassiert zu werden. Das war „ayib“, gehörte sich nicht. Diese Plätze waren auch daher meist gut besetzt. Und ich möchte nicht wissen, wie viele jener Trittbrettfahrer es mit Knochenbrüchen und dergleichen bezahlten, nur, weil sie zu schwach die/der andere/n wie sie zu stark waren.
Hoffentlich entlädt sich weiter oben herbeifantasiertes/prognostiziertes Gewitter nicht über zyprischen Köpfen in absehbarer Zeit. Da sind wir doch ganz alarmiert und gewissermaßen selbstbezogen genug, uns so etwas besser gleich aus dem Kopf zu schlagen; und anstatt die vielen Touristen noch schneller abzukassieren, die ja sogar neuerdings auch ohne viel Werbe-Etat oder -Strategie usw. ins Ferienparadies der „Einmaligen Chance“ einer Wiedervereinigung offenbar gut gesättigter Inselbewohner kommen. Diesen Reichtum abzuschöpfen, scheint mehr Sinn zu machen und ist insgeheim ein weiterer Punkt, wo man sich in den Verhandlungen über Zypern gewiss einig ist!?
***
Ein kleiner Kulturschock war heute, den 15. 07. 2017, ein bisschen im türkischen Fernsehen herumzuzippen. HILFE! Nur noch nationalistischer Kitsch, geht’s noch? Und dann gab es das alles vor allem auch noch auf einem weiteren Sender der Türkei, nämlich auf TRT1, wahrscheinlich auf allen, und zwar dicke religiös verbrämt, dass einem der kalifatsstaatlich verordnete Dschihad geradezu schon ins Haus zu osmanisieren schien. Es war und ist sehr befremdend, zu sehen, dass so etwas offenbar die meisten Leute anziehen soll, unter denen man sich vielleicht ein Drittel seiner bisherigen Lebenszeit aufgehalten hat – und sich dabei eigentlich recht wohl und einigermaßen sicher fühlte. Gerade in Berlin und kurz abgetaucht in Neukölln kann einiges vom neuen osmanischen Selbstbewusstsein sozusagen hautnah erlebt werden. Politische Diskussionen mit alt Bekannten nehmen zuweilen recht irrationale Züge an. Wirklich sehr beeindruckend, wohin manch menschlicher Geist sich im Laufe der Zeit versteigen kann. Es tut den Ohren merkbar weh, den akustischen, osmanisch gefärbten Müll verstehen zu dürfen, der auch durch die Mattscheibe auf Türkisch, auch, in deutsche Stuben dringt. Gruselig megaloman; im Grunde schon fast ein Dauerlacher wie ein seltsam realer Cartoon – irgendwo dazwischen oszillierend, denke ich!
Nicht sehr viel weniger sonderbar ist, wie im Meer vor Zypern mit Menschenleben und dem Frieden, sozusagen letztlich, vielleicht zu hoch gepokert wird, wenn man sich die Spannungen vor Ort mal nüchtern betrachtet – von zu vielen Seiten meines Dafürhaltens wird das Spiel nämlich betrieben. Als ginge es nur noch um dieses blöde Erdöl aus dem Meer vor Zypern, Syrien, Libanon, Türkei und Ägypten, komme was wolle, und als könnte man anstatt nicht die Gelegenheit ergreifen und ENDLICH auf alternative Energien vollkommen um-zu-‚rüsten‘. Nein, da macht sich die Republik Zypern zum Spielball dieser Spannungen oder zum Schläger, mit dem dieser Ball ins Feld befördert wird. Und das Spielfeld hat, nebenbei bemerkt, einen klaren, ganz bestimmten Ursprungsnamen: Dominanzgehabe-gepaart-mit-Gier-und-männlicher-Eitelkeit-ohne-Weitsicht.

Protzen, was das Zeug hält wie unter Gorillas! Nur, Letztere kennen so etwas wie eine natürliche Grenze, auch, ist zu vermuten, da sie ihre Lebenswelt, Urwald, einigermaßen realistisch einschätzen. Soll heißen: Gorillas bringen sich nicht gegenseitig um – denk ich jedenfalls.
Donald Trump ist also in bester Gesellschaft, sollte er mal unter Zyprern etwas länger verweilen. Leider sind die Nachbarn Zyperns so in etwa im selben, derart aufgestylten Fahrwasser unterwegs.
Time of changes!?
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Letzteres ist oder müsste eigentlich ein Stichwort sein, bei dem Sie, verehrte Leser, neuerdings gleich schreien könnten: „fakeles!“
Nein, es sind nicht die einst berühmt berüchtigt gewordenen Fakeles aus Griechenland gemeint, die immer dann mit Bestechungsgeldern gefüllt werden woll/t/en, wenn sie auf den Tisch zu legen oder unter demselben durchzuschieben waren/sind auf einem Amt oder andernorts. Diesmal sind es Akten, die ausgerechnet jetzt und nach über 40 Jahren aus den Depots irgendwo in Griechenland herausgeholt wurden, in denen die „ganze Wahrheit“ drinsteht – die angebliche Wahrheit über den Zypernkonflikt 1974 und seine Anfänge. Jetzt, Ende Juli 2017, sind die an die Republik Zypern übergebenen Akten eigentlich schon kein Thema mehr in den Medien. Eingesackt!
„HAHAHA!“
Da lachen doch die Turkeys. Schönen Klang haben Truthähne jedenfalls, finden Sie nicht? Mal abgesehen davon, dass die Turkey auf Englisch Türken genannt werden, haben die Dinger, also die Akten über Zypern 1974, so lange in griechischen Kellern gelagert und sind auf diese und auch auf andere Weise dahingestaubt, dass doch eigentlich in den Medien gefragt werden müsste, was aber offenbar kaum passiert: „Ja, sind die Akten etwa bereits vorsortiert worden von den Griechen? Wurden sie gesichtet und wer hat was, wann und wie daraus abgestaubt?“
Nun, von Letzterem ist wohl auszugehen, doch bewiesen kann von hieraus nichts werden. So unprofessionell kann man selbst als Grieche oder Zyprer sich nicht leisten zu sein, diesen Nachweis so leicht erbringen zu lassen von jemand, der kein HELLENE ist. Und dann, was gleich noch stutziger macht als das eben Gedachte, was einen schier schon fast keinen Atem finden lässt: Da werden nun diese angeblich hochbrisanten Akten einfach so und irgendwo im Keller des zyprischen Parlaments verschwinden, nein, die sind da schon am Verschwinden?
Warum dort?
Wer darf das Zeug sichten, alle?
Auch ich?
Genau das, glaube ich, wird nicht der Fall sein! Und niemand schreit laut genug, jedenfalls noch nicht, bis hier her vernehmlich, dass dieses Zeug gefälligst von unabhängigen Organen, beispielsweise einem Institut in der Schweiz oder Brüssel, zu sichten sei – zumal man ja auch sonst gleich zur UNO rennt und in die Schweiz, um unabhängige Mitwisser zu haben in Sachen Streitgut Zypern!
Und das tun wir nun hiermit. RÜCKT DIE AKTEN RAUS – ALLE!
So dürfte sich also auch auf dieser Ebene, zukünftig, nicht etwa Entlastung, sondern weitere Spannungen, die mithilfe aus dem Kontext gerissener Zitate aus besagten Aktenbergen sich zu all dem Wahnsinn, der sowieso schon im Aufbau befindlich ist, dazu addieren.
Wobei wir also bei folgender Frage angekommen sind: Wem nützt das alles und wieso lässt man die Dinge so aneinander reiben oder aufeinander krachen, wie man es nun mal tut? Diejenigen, die das so veranlassen, können ja gewiss nicht blöder sein als man selbst. Also muss die Frage nach Interessen, die derart bedient werden, gestellt werden. Wahrscheinlich ist es, auch, ein diplomatisches Cover-up, welchen man sich davon verspricht. Das bedeutet: Schön alles schummrig und undurchsichtig halten, weil dann kann man, unter anderem, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen, um sich beißen.
Es sieht also so aus, als würde alles so weitergehen wie gehabt – ohne sich ein detailliertes Wissen als Entscheidungsträger angeeignet zu haben in Sachen Zypernfrage und so, wie gehabt, drauf-los-beißen.
Nur:
Das kann so nicht viel Länger der Fall sein oder so bleiben unter Entscheidungsträgern. Denn irgendwann ist ein Maß mit Unwissenheit nun mal voll! Irgendwann ist derjenige, der dieses volle Maß Bier andauernd leeren soll, mal bedient – und kotzt ab. Entschuldigen Sie die wenig diplomatische Sprache.
Die zuletzt geführten Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer in Crans-Montana, Schweiz, sind also, wie hier projiziert wurde in Beiträgen davor, ein unterhaltsamer Shopping-Ausflug für die Herren und Damen Verhandlungsführer vordringlich geblieben – ganz offenbar. Die haben sich womöglich wirklich auf die eben erwähnte Art und Weise im Geist oder wirklich beim Verhandeln übergeben, wie man vornehmer sagen würde. Im September 2017 könnte dann vielleicht wieder kurz ein Trip in die Schweiz für dieselben Herrschaften drin sein. Nicht verzagen, ihr Guten! Diesmal hoffentlich, um Frieden heranzuklotzen und nicht, um, Verzeihung, wie zuvor umschrieben, abzukotzen, hätte ich schon fast geschrieben – also: um Shopping zu machen.
Exzellenz mag eben an tollen Plätzen gesehen werden und sich aufhalten, sagen sich da gewiss einige Beteiligte an derartigen Verhandlungen über Zypern an Orten wie Genf, New York oder demnächst womöglich noch Sidney? Keine Angst daher, verehrte Leser: Es wird das nächste Mal wahrscheinlich nicht an den gleichen Ort in der Schweiz zurückgehen zum Verhandeln. Das wäre doch wohl eine Zumutung. „Immer nach Crans-Montana … .“ Uhh, welch schreckliche Vorstellung!
Da die Zyprer und der Rest derer, die sich da irgendwo in der Schweiz oder New York zuweilen Treffen in Sachen Zypern, offensichtlich auch auf Drama stehen – siehe eben die Zypernverhandlungen oder auch Herrn Macron mit Trump am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag -, wäre vielleicht ein geeigneter Medienspektakel, wenn die zyprischen Präsidenten Anastasiadis und Akıncı sowie der Rest der Zypern-verhandelnden-Crew sich beim nächsten Treff auf dem „Rütli“ in der Schweiz träfen, das ist dort, wo die Schweizer sich einst das Ja-Wort gaben, „die Schweiz“ sein zu wollen. Wäre das nicht fernsehserienreif und Disney-Park-gleich-schön? Seifenoper pur. Europa Park reif!
Dieses seifige Genre hat ja als Phänomen eh verstärkt das Hirn der Menschen, weltweit, geradezu wie geschmiert, erobert, die Seifenoper. Nicht vergessen: Seife plus Wasser und in den Händen gewendet, hat zum Effekt, dass aus ihr Schaum hervorkommen kann, wenn man es richtig anstellt, was glaube ich all jenen, die sich bei solch Verhandeln über Zypern nach dem Gang zur Toilette gelingen müsste, wenn die Seife nicht mit einer moderneren Vorrichtung ausgetauscht wurde, wo auf einen Knopf gedrückt werden muss, damit das Schmiermittel herauskommt. Weil zum richtigen Zeitpunkt einen Knopf zu bedienen, ist nun mal eine andere Herausforderung als ein Stück Seife in den Händen zu bewegen. Nein, Personal, welches abseift und Händchen abtrocknet, soll noch nicht installiert worden sein an solch illustren Orten wie Crans-Montana.
Das wäre eigentlich der Knaller schlecht hin – ober-super-chic. Denn: Schaumschlagen tun politische Schaumschläger auch aus Zypern gern und gewiss schon seit den Tagen der Schaumgeborenen Afrodite. Also wird das Jahr 2018 gewiss das Jahr zyprischen Schaumschlagens schlechthin werden, zumal die Insulaner, wie eben aufgezeigt wurde, ja eine lange Tradition im demokratischen Seifenblasenherstellen haben. Verehrte Leser, wir werden es schon bald sehen, welche Seifenkistenrennen demnächst vom Stapel gelassen werden.
Wollen wir daher hoffen, dass der ökonomisch-politische Schaum nicht in Form von im Meereswasser des südöstlichen Mittelmeers treibenden schlierigem Öl, ja, wie wollen wir es nennen, seinen Abgang findet. Es soll aber auch Abgänge geben, die beispielsweise zur körperlichen Erleichterung führen. Man sagte ja einst oft in diesem eventuell positiveren Zusammenhang des angeführten Ausdrucks: „dem geht Einer ab!“ Gewiss würde eine Vereinigung der beiden Teile Zyperns nicht dazu führen, dass allen Beteiligten, die als Schutzmacht der Insel Kasperle-Theater aufführen, Einer abginge deswegen. Den Engländern von der britischen Insel, ist zu vermuten, liegt an solch verkappt orgastischem, womöglich eher zyprischem Abgang wahrscheinlich wenig. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Franzosen neuerdings deswegen sich „TOTAL“ ersichtlicher im südöstlichen Mittelmeer mit Schiffen und dergleichen bewegen – Stichwort: Bohrinselchen. Mal ganz abgesehen davon: Das anglophile Zypern, ja, halten Sie sich fest, verehrte Leser, es ist ein Mitglied der Francophonie und das bereits seit Jahren. Alors, alors! Voyez vous? Nun, die überwiegend französische Total, die im südöstlichen Mittelmeer das Erdöl mit anderen großen Firmen fördern soll für die Zyprer, doch vorerst sondiert, um zu sehen, ob da überhaupt genug zu holen ist, ist keine allzu schlechte Wahl. Schließlich hat Frankreich „die“ BUMM, also Atombombe. Kann auch gut sein, dass Afrodite bei den Macrons aus und ein geht und daher die französische Unterstützung zyprischer Außenpolitiken zukünftig noch bis ins Intimste reichen, aber hoffentlich nicht bumsen lässt – und Letzteres, also Intimstes, ist gewiss das zyprische Hügelchen namens St. Hillarion, wo vielleicht sogar so etwas wie ein Kreuz noch dran ist. Keine Ahnung, wie ich da jetzt draufkomme. Bums!
Zuweilen denkt es gar bei manchen, dass Jean d‘ Arc in ihrer Zeit wahrscheinlich im Grunde Afrodite in disguise war (versteckt). Und das schreib ich, damit Sie besser nachvollziehen können, warum die Franzosen nun langsam etwas mehr Initiative in Sachen Zypern zu ergreifen scheinen, politisch.
Wie hier ersichtlich wird, verehrte Leser: Es ist höchste Zeit, in Details zu gehen bezüglich Zypern usw., damit wir uns nicht noch in mythischen oder gar außerirdischen Dingen oder Welten verstricken, wo doch Das irdische, unterm Meeresboden Liegende im südöstlichen Mittelmeer, geradezu in die entgegengesetzte Richtung weist!?


Es sieht nämlich so aus: Die Griechen können noch immer nicht im Ausland wählen gehen. Stellen Sie sich das mal vor: Menschen aus der Wiege der Demokratie müssen in die Wiege zurückkehren, um ihre Stimme abgeben zu können bei größeren oder kleineren Wahlen – wo es doch Internet gibt. In Irland und Albanien herrscht innerhalb Europas derselbe Missstand – nur bei denen können wir es noch so in etwa verstehen, oder? Sogar die Türken können im Ausland wählen! Also da bleibt einem doch die Spucke weg. Was ist bloß aus dem Vater der Demokratie geworden – unserem Griechenland? Mutter hier zu schreiben, wurde bewusst vermieden, da in der irdischen Welt bislang keine Griechin je das Zepter als Ministerpräsidentin einer demokratisch gewählten Regierung Griechenlands schwingen durfte – auch nicht unter derzeitiger, kommunistischer Führung. Nicht, dass es unbedingt zu erwarten wäre unter Kommunisten. Zumal, entschuldigen Sie, die sogenannte Obristen-Junta Griechenlands einst, am 21. April 1974, ja auch alles Männer waren [genauer: jene, die an der Oberfläche als Obristen in leitender Stellung agierten. Soll heißen: Gewiss hat so manche Frau die Kleinarbeit für so manchen dieser Herren im Hintergrund erledigt].
Die Obristen haben damals mal schnell Schluss gemacht mit dem zarten Pflänzchen namens Demokratie in Hellas/Griechenland. Die haben diesem Pflänzchen ganz rigoros den Gar ausgemacht – von 1967 bis 1974. Und dabei waren auch die Griechen drauf und dran zu jenem Zeitpunkt, so etwas wie eine Avantgarde zu etablieren – in Sachen Kultur und so. Wir erinnern: die 68er in Germany zu jener Zeit, die ja damals geradezu Furore machte, allerdings auch erkenntlicher im Politischen und nicht so, wie die Avantgarde zeitlich davor in Griechenland vorwiegend eher künstlerisch.
Nun ja, sogar in Zypern sollen zu jener Zeit schon einige von diesen Avantgardisten und Hippies etc. ‚herumgestrauchelt‘ sein, mit langen Haaren und dergleichen mehr – mit Rolling Stones, Jimi Hendrix und der Rockröhre Janis Joplin mit im wortwörtlichen Anschlag oder eben Sack. Also: die weniger Privilegierten versuchten sich damals in den jeweiligen Gesellschaften zu emanzipieren. Die Wirtschaften waren so in etwa wieder auf Gewinn gestellt nach dem II. Weltkrieg und so etwas wie „Gerechtigkeit“ war akustisch plötzlich überall zu hören.
Und solch Vokabular gefiel vielen nicht, es gefiel den Obristen in Griechenland ganz und gar nicht. Und daher mussten viele Griechen ins Ausland flüchten, um nicht in dunklen Kerkern elend zu verenden. Nach Deutschland sind von ihnen auch einige gelangt – und nicht zu wenige.
Als 1974 die Türken in Zypern einen Teil der Insel besetzten, um Türkischzyprer zu ‚schützen‘, brach jedenfalls nicht die gleiche Solidaritätsbewegung europaweit aus wie für die hippen Griechen als die Obristen in Griechenland zuschlugen. Doch ist mir eigentlich erst jetzt, komischerweise, so ganz richtig und klar geworden, dass das ja jener Zeitraum in Griechenland war, der auch den Abschied der Griechen von der obristischen Diktatur bedeutete. Ich sah nämlich am 26. Juli 2017 die Feierlichkeiten zur Befreiung der Griechen auf einem griechischen Fernsehkanal. Der Präsident Griechenlands, der mit der weißen Mähne, erwähnte bei seiner erfreulich kurzen Rede auch Zypern etc.
Nachvollziehbar?!
Doch als die türkischen Truppen einfach nicht mehr aus Nordzypern abzogen, hätte sich so etwas wie eine Solidaritätsbewegung schon etablieren können/müssen. Warum bloß ist das nicht so passiert? Die Zyprer hatten nämlich den ziemlich tragischen ‚Fehler‘ begangen, finde ich, dass sie mehrheitlich nach Frankreich und vor allem nach England exilierten. Die Griechen zur Zeit der Obristen, ihrerseits, hatten sich zwar auch dieselben Destinationen ausgesucht gehabt, doch vor allem auch Deutschland (Ost, wie auch West) – ein Unterschied offenbar. Willi Brandt, den man dann irgendwann nett absetzte, da man ihm einen spionierenden Ostfloh ans oder ins Ohr gesetzt hatte, unterstützte die jungen, griechischen Wilden in ihrem Kampf gegen die obristischen Faschisten. Außerdem war er zu jenem Zeitpunkt mit einer wesentlich jüngeren Frau, als er es war, geheim zusammen, was ihn wohl direkt-indirekt so agieren ließ, ist zu vermuten. So sehr tat er das Unterstützen der jungen Wilden aus Griechenland, dass er sich wohl fast zu sehr mit dem sogenannten Großkapital Deutschlands anlegte dabei. Und es ist noch nicht ganz klar, inwieweit diese Letzteren den Herrn Guillaume (den Ostfloh) an dem Machtzerfall Brandts mitnagen ließen.
Brandt, jedenfalls, sah die Wiederbelebung des Faschismus in Europa durchaus entstehen und gegeben von Griechenland aus. Dem galt es entgegenzutreten. Doch viele aus dem sogenannten deutschen Großkapital hatten ja bekanntlich – einige durchaus gewinnbringend – die Nazizeit überstanden und ihre Gesinnung nicht zweifelsfrei über Bord geworfen/ oder werfen müssen – von der Richterschaft nach 1945 in der BRD mal ganz zu schweigen.
Zu jener Zeit waren sogar Sendungen auf Griechisch im deutschen Radio erstmals möglich geworden, eben der vielen Exilanten aus Griechenland wegen. Die Geburtsstunde solcher Sendungen für „Gastarbeiter“ – wenn man vom Englischen und Französischen mal absieht, die ja schließlich auch Sprachen der Schutzmächte waren, die in Deutschland nach dem Krieg 1945 aufspielten und plötzlich – oder zum Glück zu UNSEREN „Alliierten“ wurden.
Wussten Sie, dass der Geburtsort der griechischen Kommunisten die TU von Berlin gewesen sein soll? „Das waren noch Zeiten!“
Und da soll doch hier nun mal endlich erwähnt sein, dass es die USA – mal wieder – waren, die – auch damals bereits – ein extremistisches Regime unterstützten. Und Letztere waren damals eben in Griechenland die Obristen, die ja dann auch ihr ‚Wunderwerk‘ in Zypern anrichteten, als sie ausholten, Zypern mit Griechenland auf Komme-was-Wolle zu vereinigen.
Schach matt!
Hätte es eigentlich werden müssen, „matt!“, doch diese Art aufrührerische zivile Bewegung, die Willi Brandt wohl mit anführte indirekt, bot auch den USA die Stirn und nicht nur den Obristen. Und das geschah zu einer Zeit, wo die alliierte Schutzmacht USA in West-Deutschland noch uneingeschränkt ihr Ding durchziehen konnte wegen dem verlorenen Krieg der Nazis. Letztere, die Großreichsdeutschen, hatten diesen zum Glück verloren gehabt.
Es hatte sich also eine Art Solidarität entwickelt gehabt für Griechenland in der deutschen Bevölkerung in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und dies teils auch auf Regierungsebene; und Selbiges wesentlich geringer, schon fast nicht erwähnenswert, ereignete sich auch für die griechischen Zyprer nach 1974 im ehemaligen West- und Ostdeutschland.
Sie, verehrte Leser, kennen den derzeitigen Außenminister Griechenlands Herrn Nikos Kotzias gewiss aus dem Fernseher? Nun, der war damals einer jener Griechen, die nach Deutschland geflüchtet waren und dort politisch unterwegs war, also im sogenannten ‚Untergrund‘ aktiv gewesen ist. Das sind größtenteils Leute gewesen, die da aus Griechenland geflüchtet kamen, die die 68er-Bewegung in Deutschland oft mitgeprägt und vor allem auch mitgelebt haben. Rudi Dutschkes Veranstaltung „für Griechenland“ etc. unterstreicht das, und sei hier nur kurz erwähnt. Sogar das Goethe Institut in Athen war aktiv. Das ist das Goethe in Nikosia in gewisser Weise auch heutzutage, muss man schon sagen. Auch sie stellen Räume der Begegnung – auf kultureller Ebene – zur Verfügung und haben Veranstaltungen Süd-Nordzypern, oder wie auch immer geartet oder genannt, zu laufen. Doch das Ding greift nicht wirklich, weil die Zyprer, ist zu vermuten, wie gesagt, vor allem in Großbritannien ihre Stränge ziehen; und dort scheint sich das meiste Engagement der exilierten Zyprer in, nennen wir es, neoliberalen Reihen des gegebenen Systems, also auf oder in dem britischen Nährboden, zu verlaufen.
Mit am Härtesten, wie man sagt, auf deutscher Seite, muss damals Günter Grass drauf gewesen sein in Sachen Solidarität mit den Griechen. Der offenbar voll engagiert war und nichts Besseres eines Tages zu tun hatte, als sich 1972 an die Studentenschaft Athens zu wenden mit seiner, dort zumindest noch gut erinnerten, „Hymne auf die Demokratie“, und sich so in die Herzen der Griechen spielte. Ja klar, er hatte gewiss auch im Hinterkopf, nur so seine Buch-Auflagen Zuhause in Deutschland erhöhen zu können, berühmt zu werden. Vielleicht war es aber auch nicht so! Vielleicht ist es einfach Einsatz für eine Sache gewesen, nicht mehr und nicht weniger – bedingungslos! Theodoros Daskarolis schreibt in der Eksantos (Εξάντος) im Juni 2017:
„… Genau zu jenem Zeitpunkt, im Frühjahr 1974, kam Günter Wallraff nach Athen und kettete sich freiwillig am Syntagma-Platz fest, um dort Flugblätter gegen die Diktatur zu verteilen. Er wurde losgelöst, verhaftet, verprügelt und bis zum Fall der Junta am 24. Juli 1974 gefangen gehalten, wo er dann mit den anderen politischen Gefangenen freikam. Dies bildete vielleicht den höchsten Akt der Solidarität mit dem griechischen Widerstand. Ausgeführt von einem deutschen Schriftsteller. Zum genau richtigen Zeitpunkt, um zu beweisen, dass noch nichts zu Ende war, dass die Tyrannei sich nicht etablieren, nicht mehr lange dauern konnte.“
Insofern ist es wohl Schicksal, dass die Zyprer noch immer herumwurschteln und ihre Vereinigung nicht zustande kriegen – und auf diese wurschtelnde Weise wohl den vermeintlich vorhandenen Rest an Solidarität im Ausland verspielen.
Ihnen, verehrte Leser, ist vielleicht vorhin das Datum aufgefallen, an dem die Junta ins Jenseits befördert worden war: Das war demnach 3 oder 4 Tage nachdem die Türken auf Zypern eingeritten sind, um türkische Interessen zu verteidigen und die Türkischzyprer, muss einfach so gesagt werden, aus den Klauen der Griechischzyprer befreiten – versteht sich, mit einem Gegen- oder Aufpreis.
Inzwischen scheint der Zug in Sachen Wiedervereinigung Zypern indes dennoch noch längst nicht abgefahren zu sein. Im Gegenteil. Wer sich historische Sporen erringen mag in Deutschland, der Schweiz oder Österreich, den Italienern mag man es auch noch zutrauen, wie auch den Franzosen, der sollte gemeinsam mit Zyprern eine große Solidaritätsfront, oder wie es genannt werden darf, aufbauen – gern übers Netz. Vielleicht klappt es ja dann mal, dass die Insel sich vereinigt. So eine vordringlich von außen betriebene Sache wäre wahrscheinlich eh von Nöten, den letzten 43 getrennten Jahre zufolge, da sich die völlig uneinigen Bevölkerungsteile auf Zypern unter dieser eben erwähnten solidaren Front einrichten könnten, um letztlich doch noch das Ziel zu erreichen – Wiedervereinigung ohne größeren, kriegerischen Stress.
Ja, wir werden hier gleich wieder konkreter, versprochen! Und zwar jetzt:

„Die Jahre 1970 bis 1972 zeichneten sich in Bezug auf die Zypernfrage dadurch aus, dass sie relativ ruhig waren [aus ehemals westdeutscher Sicht]. Die interkommunalen Verhandlungen bewirkten, dass es keine nennenswerten Zwischenfälle zwischen den beiden [zyprischen] Volksgruppen gab; das internationale Interesse an der Zypernfrage war abgekühlt. Neben den interkommunalen Gesprächen zwischen Kliridis und Denktaş waren für diesen Zeitraum vor allem auch die Enosis-Bestrebungen prägend, denn rechte nationalistische Kräfte innerhalb der griechischen Volksgruppe [ auf Zypern] bemühten sich darum, die Enosis [Vereinigung Zyperns mit Griechenland] – wenn nötig auch – gewaltsam herbeizuführen. Die dritte Gesprächsrunde [heute spricht man von Wiedervereinigungsverhandlungen] war im November 1969 ohne konkrete Resultate zu Ende gegangen und obwohl sich Denktaş im Dezember erneut kompromissbereit gezeigt hatte, hatte [Erzbischof] Makarios das erzielte Ergebnis abgelehnt – in der Hoffnung, noch weitere Zugeständnisse erreichen zu können. Aufgrund der für den Juli 1970 anberaumten Parlamentswahlen wurden die offiziellen Gespräche der vierten Runde erst im September 1970 begonnen und endeten ein Jahr später.“ In der Fußnote steht hier: „… Die Wahlen 1970 waren die ersten Parlamentswahlen seit 1960. Aufgrund der problematischen innerzyprischen Verhältnisse waren die Wahlen seit 1965 immer wieder aufgeschoben worden und die Legislaturperiode des Parlaments durch eine Änderung des Wahlgesetzes immer wieder um ein Jahr verlängert worden.“
Im Text geht es so weiter: „Aus den Parlamentswahlen ging die kommunistische AKEL als deutlicher Sieger hervor … . Um im bürgerlichen Lager keine Verstimmung zu verursachen und im westlichen Ausland nicht den Eindruck zu erwecken, in Zypern drohe eine Machtübernahme durch die kommunistische Partei, hatte sich die AKEL auf die Aufstellung von nur neun Kandidaten beschränkt, die alle in das Parlament gewählt wurden … . Auch während der vierten Gesprächsrunde wurde offensichtlich, dass ein Kompromiss weiterhin in greifbarer Nähe war. Denktaş hatte zahlreiche Zugeständnisse gemacht und forderte zu Recht ein gewisses Entgegenkommen in der Frage der lokalen Selbstverwaltung. Makarios ließ sich nicht von seinem Pokerspiel abbringen und wies Kliridis an, in der Autonomiefrage keine Zugeständnisse zu machen. Somit endete auch die vierte Runde im September 1971 ohne Ergebnis. Letztlich wurden die Gespräche mit Unterbrechungen bis zur türkischen Invasion im Juli 1974 ohne Ergebnis weitergeführt. Dass es in diesem Zeitraum zu keiner gütlichen Einigung kam, lag an Makarios‘ taktischen Spielchen [, so in etwa, wie auch heutzutage Erzbischof Chrisostomos hinter den Kulissen seine Fäden zieht. Dass dem nur so sein kann, belegen unter anderem im TV immer wieder hohe zyprische Politiker, die in irgendeiner orthodoxen Kirche des Landes politisch gefärbte Reden zu diesem oder jenem Anlass halten]; [Makarios] hoffte, letzten Endes doch noch weitere Zugeständnisse von der türkischen Seite zu [erpressen]. Er erkannte nicht, dass Denktaş‘ Verhandlungsspielraum – von Ankara entscheidend mitbestimmt – ausgeschöpft war [, siehe Anastasiadis, Akıncı & Co in der Neuzeit]. … Während sich die Gespräche hinzogen, entwickelten die rechten Kräfte Pläne zur gewaltsamen Herbeiführung der Enosis [heutzutage sitzt neuerdings die neo-faschistische ELAM im griechisch-zyprischen Parlament]. Im März 1970 versuchte die … rechtsgerichtete Nationale Front, Makarios durch ein Attentat zu beseitigen und die doppelte Enosis herbeizuführen. Die Ermordung von Makarios scheiterte, und die Nationale Front löste sich, nachdem im weiteren Verlauf zahlreiche ihrer Mitglieder verhaftet worden waren, auf. Nach der Zerschlagung der Organisation trat erneut Grivas auf den Plan. Dieser hatte zwar nichts mit der Nationalen Front zu tun, verfolgte aber ebenfalls das Ziel der Enosis. Von Athen aus koordinierte er in den nächsten Monaten den Aufbau militärischer Strukturen in Zypern nach dem Vorbild der [zyprischen, paramilitärischen] EOKA-Bewegung in den 1950er Jahren und bereitete gleichzeitig seine Rückkehr nach Zypern vor. Obwohl vom griechischen Geheimdienst beobachtet, gelangte Grivas im August 1971 nach Zypern [, erinnert irgendwie an Zschäpe und Co. der NSU in Deutschland?]. Vor Ort kontrollierte er nun den Ausbau der neuen Untergrundorganisation, die sich als EOKA-B bezeichnete. Makarios war der Aufbau der Organisation nicht verborgen geblieben und er organisierte als Gegenmaßnahme eine Sonderpolizeieinheit, die mit Waffen aus der CSSR ausgerüstet wurde. Nachdem diese Entwicklungen im Frühjahr 1972 in Athen bekannt geworden waren, versuchte die Militärregierung, in Zypern einzugreifen. In einer Verbalnote wurde Makarios aufgefordert, sich aus der Politik zurückzuziehen, und auch Grivas sollte die Insel verlassen. Makarios widersetzte sich den Athener Versuchen, Einfluss auf Zypern zu nehmen. Das aufgrund der griechischen Forderung zwischenzeitlich angespannte Verhältnis zwischen Nikosia und Athen normalisierte sich, nachdem die griechische Regierung signalisiert hatte, die Beziehungen wieder harmonisieren zu wollen. Allerdings knüpfte Athen an diesen Schritt die Bedingung, eine Umbildung im zypriotischen Kabinett vorzunehmen, da nach Athener Lesart einige Minister, wie zum Beispiel Außenminister Kyprianou, die bilateralen Beziehungen belasteten. Makarios stimmte dieser Forderung zu und bildete Mitte Juni 1972 das Kabinett um. Kyprianou kam diesem Schritt zuvor und trat bereits am 5. Mai zurück. … Auch Grivas ließ sich von dem Athener Vorstoß nicht beeindrucken und konzentrierte sich auf den Ausbau der EOKA-B. Zu ersten gewaltsamen Übergriffen, die den Auftakt zu Grivas‘ Plan der Machtübernahme in Zypern und der anschließenden Vereinigung mit Griechenland bilden sollten, kam es jedoch erst 1973. Nachdem die dritte interkommunale Gesprächsrunde [zwischen türkisch-griechisch Zyprern] beendet worden war, ohne dass sich eine Annäherung zwischen den beiden Volksgruppen abgezeichnet hatte, beobachteten beide Lager die politischen und wirtschaftlichen Bemühungen der jeweils anderen Seite mit Misstrauen [bis zum heutigen Tag]. Einfache Kontakte mit ausländischen Regierungen, beispielsweise im Rahmen der Entwicklungshilfe, wurden nicht mehr sachlich betrachtet, sondern als Versuch gesehen, die fremden Regierungen für die eigene Position zu gewinnen. Bei Makarios sorgte zudem der Standpunkt der türkischen Regierung in der Anerkennungsfrage der zypriotischen Regierung für Unmut. Ankara hatte angekündigt, dass man nicht mehr bereit sei, die volle Völkerrechtsfähigkeit der von den griechischen Zyprioten geführten Regierung anzuerkennen. In einem Gespräch zwischen Botschafter Török und dem türkischen Geschäftsträger in Nikosia betonte Letzterer, dass die Türkei sich in zunehmendem Maße gezwungen sehe, in internationalen Organisationen die Rechtsmäßigkeit der zypriotischen Vertreter zu bestreiten. Diese Entwicklungen deuteten darauf hin, dass die Türkei unter Umständen bereit wäre, befreundete Staaten darum zu bitten, die türkische Selbstverwaltung samt Verwaltungsrat als legitime Vertretung der türkischen Zyprioten anzuerkennen [, was man dem türkischen Außenminister, heutzutage, durchaus auch noch zutrauen darf].
Für Makarios bedeutete diese latente Gefahr natürlich, dass er den westlichen Staaten gegenüber eine konziliantere Politik betreiben musste; denn nur so konnte er verhindern, dass der Status der türkischen Zyprioten eine Erhöhung erfuhr und die Gefahr der Teilung der Insel zunahm [siehe hier, beispielsweise, die heutige Nähe zu Russland]. Mit Blick auf die Bundesrepublik war eine kompromissbereite Politik gleich in mehrfacher Hinsicht geboten. So benötigte die zypriotische Regierung die Unterstützung der Westdeutschen bei ihrem Ziel, mit der EWG ein Assoziierungsabkommen zu schließen. Ohne die Assoziierung lief Zypern Gefahr, wichtige Märkte in Europa zu verlieren, was besonders auf den britischen Markt zutraf. Durch die angestrebte Vollmitgliedschaft Großbritanniens in der EG hätte Zypern diesen für die Insel besonders bedeutenden Absatzmarkt verloren, da den geltenden Regeln zufolge die Zölle und Abgaben für Produkte von außerhalb der EWG hätten erhöht werden müssen [siehe die trilateralen Verträge, heutzutage, mit Jordanien, Israel, Ägypten und natürlich Griechenland]. Einen weiteren Faktor stellte der Bereich des Tourismus dar, dessen Entwicklung durch die Bundesrepublik maßgeblich unterstützt wurde; er sollte zur Stütze der zypriotischen Wirtschaft ausgebaut werden – auch durch Zypernreisen westdeutscher Touristen. Besonders die Frage nach der Anerkennung der DDR entwickelte sich für Makarios zu einem Dilemma. Die starken linken Kräfte im Land, aber auch Teile des Regierungsapparates waren einer völkerrechtlichen Anerkennung der ostdeutschen Republik nicht abgeneigt und erhöhten den Druck auf den Präsidenten [Erzbischof Makarios ist gemeint]. Ein solcher Schritt hätte nicht nur die türkisch-zypriotische Administration anerkannt, sondern auch die Unterstützung für die bereits genannten politischen und wirtschaftlichen Ziele eingestellt.
Während sich die zypriotische Regierung um eine Anerkennung der türkisch-zypriotischen Administration durch die Bundesrepublik sorgte, die aber, wie die vorliegenden Akten zeigen, von Bonn gar nicht in Erwägung gezogen worden war, sahen die Bundesdeutschen die Aktivitäten der UDSSR im gesamten Mittelmeerraum, aber auch die Tätigkeit der DDR in Zypern weiterhin als potenzielle Bedrohung ihrer außenpolitischen Ziele. Im Januar 1970 stellt Török fest, die innenpolitische Auseinandersetzung habe dazu geführt, dass einige Länder, unter anderem die UDSSR und andere Länder des Ostblocks, ihre Unterstützung für Zypern reduziert hätten, um nicht in den Verdacht zu geraten, die eine oder andere Seite stärker zu fördern. Dies sei ein naheliegender und vor allen Dingen kostensparender Schritt. Leider sei es der Bundesrepublik nicht möglich, diesem Beispiel zu folgen, da die DDR im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich weiterhin mit Tätigkeiten in Erscheinung trete, die letztendlich auf die völkerrechtliche Anerkennung abzielten. Deshalb müsse auch die Bundesrepublik in diesen Bereichen entsprechend aktiv bleiben und hierbei auf eine ausgewogene Unterstützung beider Volksgruppen achten. Zwar habe er bisher eine gerechte Aufteilung der Fördermittel erreichen können, es sei aber damit zu rechnen, dass dies in der Öffentlichkeit nicht entsprechend gewürdigt und die Unzufriedenheit der einen oder anderen Volksgruppe immer wieder zum Ausdruck gebracht werde.
Zwischen den bundesdeutschen und den zypriotischen Interessen hatte sich also eine Pattsituation eingestellt, der von den jeweiligen Regierungen Rechnung getragen werden musste. Beide Seiten besaßen keine Druckmittel und waren in gewisser Weise von dem Wohlverhalten der anderen Seite abhängig. Dieser Zustand bestimmte in der Folge auch die bilateralen Beziehungen; hier zeigte sich, dass man weitgehend auf die Interessen der anderen Seite Rücksicht nahm.
Die DDR hingegen war weiter bestrebt, in Zypern Erfolge zu erzielen und durch weitere intensive Kontaktpflege die zypriotische Regierung zu einem Einlenken in der Anerkennungsfrage zu bewegen (Quelle: S. 300 – 304, Thorsten Kruse, „Bonn – Nikosia – Ostberlin“, Verlag: Franz Phillipp Rutzen.“
Wie eben eventuell auch noch herausgelesen werden konnte, hat die damalige innerdeutsche Anerkennungs-Kiste die Zyprer für einige Zeit recht gut genährt finanziell. Und dennoch sind und waren die Regierenden auf Zypern in ihren Köpfen eher nach in Richtung Großbritannien, USA oder Australien etc. ausgerichtet. Letzteres hat gewiss mit der Kolonisation durch das britische Königreich zu tun, von der einige behaupten, sie bestünde in gewisser Weise noch heute fort. Letzteres ist selbstverständlich eine Anspielung auf die Militärbasen, die die Briten auf Zypern – illegal, sagen nicht wenige – unterhalten. Dieses Thema gewinnt einmal mehr im Rahmen der sogenannten Brexit-Verhandlungen der EU mit Großbritannien eine wahrscheinlich entscheidende Rolle irgendwann. Schon bald wird sich uns entblättern, was Engländer unter Großbritannien denn noch immer und genauer verstehen. Es ist allerdings nicht abzusehen, sollten Sie über 50 Jahre alt sein, dass Sie in ihrer Lebenszeit den Abschluss dieses Teils der Brexit-Verhandlungen erleben werden. 43 Jahre Zypernkonflikt dürfte den Brexit-Verhandlungen ein wohl realistisches Zeitfenster vorgeben?

Zuletzt: Hexenjagd. Der Hexer heißt „Eide“, ist Norweger und ‚belustigt‘ die Zyprer als Sonderberater der UN in Sachen Zypern. Es musste ja mal so kommen, dass nun fertig mit lustig und höchstwahrscheinlich auch mit Eide ist. Diese bösen Ausländer! Zum Glück gibt es stets unter denselben immer einen, den man an den Galgen wegen Nicht-Wiedervereinigung führen kann. Diesmal ist es mal wieder ein Sonderberater der UN. „Gelogen hat der“, steht in der griechisch-zyprischen meist geschrieben, als ob das nicht alle Beteiligten nahezu andauernd irgendwie täten! Mit den Türken liege er in einem Bett politisch! Solch Urteil trifft bislang eigentlich jeden, der als Nicht-Zyprer die Klappe aufmacht in solch exponierter Stellung bei der UN und in Zypern und mal etwas Wahrheit erzählt in Sachen zyprischem Wiedervereinigungsprozess.
Nichts Verwunderliches also!
Interessanter als all das, ist eigentlich, sich die Nachrichten aus Süd-Zypern mal ohne Ton anzusehen. Schnell erkennt man ewig gleiche Rituale: Minister, die aus Autos steigen, Eide und sein Stab, die dann auch sogleich zur Stelle sind, um die Herrschaften zu begrüßen, die aus ihren stets schwarzen Karossen kriechen. Keine Ahnung, welches Nichtssagende oder Floskeln die sich dabei an den Kopf werfen, wenn sie sich kurz die Hand geben, denn die Münder, die bewegen sich. Nun: Spannend ist also die Körpersprache sich zu betrachten. Das Dauergrinsen von Herrn Eide hat sich in letzter Zeit trotz unerhörtem Druck nur geringfügig eingestellt. Man sieht ihm aber an, dass es ihm so gar nicht wohl ist in seiner Haut. Wäre es mir auch nicht. Da gibt es folgende Szene. Präsident Anastasiadis setzt sich grußlos neben ihn. Neben Herrn Eide sitzt der Türkischzyprer. Präsident Akıncı. Und jetzt kommt’s. Nach einer kurzen Weile beugt sich Letzterer etwas vor, streckt seine rechte Hand in Richtung Anastasiadis aus, so dass diese über der Körpermitte von Herrn Eide, der ja dazwischen sitzt, zum Halt gelangt, und Anastasiadis, der ja eigentlich bemüht ist, nicht auf diese Seite zu sehen, sieht die Hand, die ihm gereicht wird trotzdem und ergreift sie – Eide lehnt sich in seinem Sitz zurück als hätte er einen leichten Kinnhaken erhalten. Die beiden zyprischen Präsidenten wechseln zwei-drei Worte über/um Herrn Eide hinweg und lehnen sich dann wie zwei Jungs, die es einem weiteren gezeigt haben, zurück in ihren Sitzen. Insofern, meine Analyse, leistet Herr Eide kostbarste, offenbar wiederversöhnliche Arbeit unter den Zyprern. Opfert sich auf wie Jesus und für die Sache und lässt sich – gediegen – schikanieren und übergehen.
Weiß auch nicht, weshalb Eide glaubt, die Typen jeden Tag, nahezu, immer wieder und auf die gleiche Weise da draußen an ihren Limousinen abholen zu müssen. Die finden ihren Weg dorthin, wo Schatten und Kameras sind, auch von alleine – und, versteht sich: Mikrofone. Und in diese Letzteren sprechen sie derzeit Unerhörtes über den Norweger. Sein Dienstherr bei der UN, der Portugiese, scheint ihm aber beizustehen. Irgendwie kommt der einem vor von der Position Herr, Generalsekretär der UNO, wie der Papst in Rom.
Vielleicht sollte Herr Eide mal so richtig um sich schreien, wenn die Zypernverhandler zusammensitzen und ihr Schauspiel beginnen wollen, erneut abzuspielen. Was ja eigentlich auch sein Job sein dürfte, diese Leute mal zusammenstauchen! Er wird doch sowieso gefeuert. Und dieses Opfer, seinerseits, könnte womöglich den Durchbruch in den Köpfen längst abgehängten Verhandlungen doch noch bringen? OK, Herr Eide will ja Außenminister von Norwegen werden und muss aufpassen, dass ihm dieser nächste Job nicht noch von der Schippe springt, nur, weil er zu viel Opferbereitschaft für die Zusammenführung der beiden Teile Zyperns aufbrachte, wo doch gar nicht allen Beteiligten klar zu sein scheint, ob dieses Ziel wirklich und schon ‚so bald‘ erreicht werden mag.
Eleni Theocharous von der Solidaritäts Partei der Republik Zypern:
„Wir haben schon seit Längerem bemerkt, dass der unrühmliche Eide sich wie ein Agent türkischer Interessen verhält.“
Sogar der Erzbischof äußert sich anti-Eide-mäßig. Anscheinend ist die griechisch-orthodoxe Kirche doch nicht so weit weg von der Tagespolitik, wie es einem ansonsten beteuert wird. „Eide muss ausgewechselt werden!“, meint er. Und nachdem das erfolgt ist, dürfen wir alle schlussfolgern, soll das Wiedervereinigungsverhandel-Spielchen wieder von vorne beginnen: sich annähern, mal hier, mal dort Kaffee trinken und Interviews geben, noch schnell nach New York und dann zum angeblichen Finale irgendwo in der Schweiz eintrudeln, sodass es dann irgendwann wieder Zeit ist, eine neue Runde zu beantragen – und wahrscheinlich den oder die nächste Sonderratgeber/in der UN auszutauschen, weil die verunglückten Verhandlungen ja schließlich jemand verschuldet haben muss, nämlich, alle möglichen Akteure, aber letztlich nicht jemand aus Zypern-Süd oder -Nord!
Ehrlich gesagt: Wer sich diesen Wahnsinn reinziehen soll und kann, der wird es gewiss die nächsten 20 und – oh Schreck – 30 Jahre einigermaßen lässig weiterhin verkraften dürfen, alle Woche, nein, jeden zyprischen Tag davon zu hören und auch vom Neuesten, von etwas wie „ETI“, welches schätzungsweise in etwa ähnlich irrational funktionieren wird wie die Zypernverhandlungen oder der Beitrittsprozess der Türkei oder der Brexit oder oder oder …!
ETI steht für Europäische Interessengemeinschaft oder so ähnlich. In diesen Mantel wollen einige in Brüssel nämlich die Türkei reinpressen. Die Schweiz könnte da auch noch ihr Fett abkriegen, weil man sie vielleicht als Rollenmodell für ETI auszuerwählen gedenkt. Doch wollen wir unsere Rechnung nicht ohne den schlecht ausrechenbaren Herrn Trump machen. Der wird demnächst gewiss noch konkreter Auskunft darüber geben, was er sich im südöstlichen Mittelmeer an Entwicklungen wünscht. Ganz entschieden ist nämlich noch längst nicht, welchem Lager er letztendlich die Stange halten wird: den Saudis oder den Qataris. Und das hat Implikationen bis nach Nikosia via Tel Aviv, Ankara, Kairo und Damaskus. Welche Pirouetten Athen noch drehen könnte mit/unter amerikanischer Charme-Offensive wollen wir uns vor dem Hintergrund oben bereits geschilderten Aktionen in der Geschichte Griechenlands besser nicht geben und abwarten, um zu sehen, ob es überhaupt zu so etwas Konkreterem kommt vonseiten Washingtons. Bekanntlich haben schwammige Formulierungen und Abschlüsse etc. den Vorteil, dass man sie in jede Ecke des Mittelmeers ziehen kann.
Eine der Fragen dürft also sein: Wer, neben Israel, erhält eine Art Sonderprotektion – oder -förderung der USA in der Region Südosteuropa/Naher Osten/Nordafrika? Wie wird das erwachte Interesse Chinas sich vor dem Hintergrund schwindender demokratischer Prozesse in Washington auswirken? Und hier zuletzt: Wird die Achse Macron – Merkel halten können, zumal die beiden Charakteren ganz offensichtlich sehr unterschiedlich sind, wie auch ihre Weltbilder?

Quelle: Es läuft wie geschmiert

Life ist live!

Morgen soll der Sommer wieder zurück sein. Wir schreiben heute den 03. 07., beziehungsweise den 13. Juli 2017. Es ist empfindlich kalt. Man könnte wohl Schwimmen gehen im Baggersee – in dem zwischen Sasbach und Whyl gelegenen. Das ist jener unweit des Atomkraftwerks in Fessenheim/Elsass.

Nach vielen Jahren der Inbetriebnahme, man staune und höre, fragt man sich in Fessenheim, ob denn der Hochwasserdamm des Atomkraftwerks zum nahen Rheinseitenkanal genügt für im Fall der Fälle? Wenig verwunderlich ist, dass niemand darüber Auskunft geben kann, also eine Antwort dazu parat hat, die auf wissenschaftlichen Kriterien beruhte. Das ist ungefähr so skandalös, allerdings im größeren und viel gesundheitspolitisch relevanteren Maßstab, als die Sauerei, anders kann man es nicht nennen, dass für die Stadt Kandern noch immer kein Mietspiegel durch den Gemeinderat gepuscht worden ist – wenn überhaupt jemals jemand auf die Idee kam, so mieterfreundlich sich vor dem hohen Haus zu äußern. Ganz zu schweigen von dem Gerücht, dass in einem neugebauten Haus der Gemeinde Rust, welches zu günstigen Konditionen gebaut werden konnte mit der Auflage, für 10 Jahre keine Zimmer an Touristen (des Europa Parks) zu vermieten, im Vorfeld 1/3 der neu entstandenen 18 Mietwohnungen an Asylsuchende vergeben wurde – Kungelmungel im Ruster Rathaus? Dem Vernehmen nach sollen die restlichen 2/3 an verfügbarem Wohnraum an Arbeiter aus dem Europa Park vonseiten des Betreibers des Parks, der Mack-Familie, angemietet worden sein. In anderen Worten: Vergessen Sie es, in Rust eine Wohnung zu finden als einfache Person; oder in Kandern in absehbarer Zeit das, was ansonsten großkotzig „eingeführte Mietbremse“ in Baden-Württemberg genannt wird, vorzufinden. Und nicht vergessen, ja? Die Knäste im Südwest-Musterländle sind rappel-zappel-voll. Stellen Sie sich mal den folgenden Fall vor, der wohl als eine der Folgen der Überfüllung der Gefängnisse mit Insassen in Betracht zu ziehen ist: Demnächst kommen dann noch mehr Leute, die elektronische Fußfessel tragen mit Mietübernahmeschein vom Sozi als Mietplatzkonkurrenten auf den heißumworbenen Wohnungsmarkt Badens, der vor allem entlang des Bahngleises, welches aus dem Norden kommend in den Süden existiert; und entlang der Schweizer Grenze sowieso. Der qm-Preis in Kandern kratzt gerade an der 13 Euro Marke und das bitte sehr für Wohnraum in ganz „normaler“ Lage. Auf einen Gefangenen sollen zwischen 40 bis 60 Wärter kommen in Baden-Württemberg. Das wäre was. Das Verhältnis ist selbstverständlich umgekehrt. Wollen Sie, verehrte Leser, sich bei solch Relation etwa noch ausmalen, wieviel Mietsuchende beispielsweise auf eine Wohnung in Kandern, Rust oder Freiburg kommen? Scherz bei Seite: Damit soll allerdings nicht gesagt worden sein, dass wohnen in Miete mit einem Aufenthalt hinter Gittern hier oder andernorts in Vergleich gezogen wurde. Gewiss gibt es aber irgendwo irgendjemand, der genau dieses Verhältnis schon untersucht haben dürfte, ist anzunehmen. Für was gibt es schließlich Studien und Doktorarbeiten. Untersuchungsgegenstand ist oder war dann eventuell: Wieviel mehr Mieter (Nutzer) kommen im Vergleich zu Vermietern (Eigentümer) in den Knast?

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Weiß auch nicht, wie ich von diesem Thema zum folgenden kommen werde. Jedenfalls: Der Fußball-Club „Team-Afrika“ hat seine Existenz eingestellt. Dass das so kommen musste, war eigentlich voraussehbar – es war eh eine Schnapsidee, wer auch immer sie geboren hatte. Konterproduktiv. Warum eine Fußballmannschaft bestehend aus asylsuchenden Afrikanern betreiben, wo dieselben doch integriert werden wollen und sollen und es genügend Clubs in der Gegend zum Kicken gibt?

Das war eher falsch, längst nicht gefälscht indes wie die Akten des Sonderermittlers im Fall Amri. Sie erinnern: Gedächtniskirche am Kudamm, Weihnachtsmarkt 2016, Tote wegen LKW, der in eine Besuchermenge fuhr.

Irgendwie ist der Wurm öfters drin als früher, wie man sagt, wenn es um Islam, Araber und Afrikaner zu gehen scheint in Deutschland und seinen Behörden. Vernünftige, leichter nachvollziehbare Lösungen und auch Beschlüsse in Behörden und Gerichten wären schon angesagt, um das Zusammenleben zu erleichtern, denken nicht wenige.

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Jedenfalls: So etwas wie Vernunft ließ mich gestern anstatt endlich mal nach dem schönen, alten Sélestat im Elsass fahren – war nun wirklich mehr als angesagt nach knapp 4 Jahren Präsenz am Oberrhein. Sollten Sie einen Film, der im Mittelalter spielt, drehen wollen, dann könnte ihnen das Elsass einiges bieten, so auch diese Stadt.

In der deutschen Stadt Kandern wurde anstatt das „Städtli“-Fest am 2. Juli geboten. Es wird wohl so gewesen sein wie immer: außer, dass die Sonne gefehlt haben dürfte und meine Wenigkeit. In der Region Dreiländereck scheint ab Anfang Juli eh die Fest-Saison ausgebrochen zu sein, wie immer im vermeintlichen Sommer, so dass man sich seine Festbesuche wahrhaft einteilen muss, wenn man einigermaßen mobil ist.

Das Bläserfest in Weil am Rhein, beispielsweise, war ich mir kurz ansehen vor einigen Tagen. Na ja! Ich hatte mich auf deftige Volksmusik gefreut, doch dann wurde das Gequake, was man andauernd im Radio spielt gespielt. Hingegen wurde auf dem Sommerfest in Egringen genau diese Erwartung erfüllt, deftige, schöne Volksmusik. Seit 1975 ist das dort der Fall. Der örtliche Musikverein pflegt seit 43 Jahren eine Freundschaft mit der Madrisa aus Kloster-Dorf aus Graubünden/Schweiz. Die Schweizer Musiker wurden auch dieses Jahr wieder herzlich von Gastfamilien aufgenommen und gaben Zugabe auf Zugabe, so begeistert waren ihre Zuhörer – insgesamt dreie.

Das zehnte Milka Schokofest lockte bereits Ende Juni. Bekanntlich steht in Lörrach am Bahnhof eine Produktionsanlage dieses Schokoladenfabrikanten. Allerdings kämpfen die dort drin gerade mit Viren. Nein, nicht in der Schokolade, sondern in den Computern der Chefetage und womöglich sogar im Betriebsablauf. Opfer des überall in den Medien befindlichen Hackerangriffs ist die Milka in Lörrach hinterm Bahnhof geworden. Zu Weihnachten gibt es dann also frei-gehackte Milka-Schokolade („free-hack“!).

Die Redaktion Zypernundmehr-News weist daraufhin, dass beim Verwenden dieser oder ähnlich gearteter ‚Formulierungen‘ in Werbeslogans für Milka-Produkte bei widerrechtlichem Gebrauch eine Klage wegen Diebstahl geistigen Eigentums ins Haus stehen dürfte – „free-hack“.

Nein, ich bin gestern nicht an einem Feststand auf irgendeinem Straßenfest eingesunken, auch wenn man das eben vermuten konnte, sondern nach meiner Elsass-Visite zog es mich doch noch in den neu eröffneten „Grünen Baum“, ein Restaurant bekanntlich außerhalb von Badenweiler in reizvoller Lage befindlich. Ein herrliches Restaurant, auch wenn es zum Draußen-Sitzen zu kalt gewesen ist. Die neuen Betreiberinnen sind ausgesprochen nett und wirken erfreulich unabgehoben. Die Küche ist exzellent. Gestern fiel der Entscheid auf Breitbandnudeln mit Pfifferlingen und Salat. Kann gut sein, dass der Salat derzeit nirgendwo im Dreiländereck so vortrefflich angemacht wird wie dort. Auf dem Peleponnes in Griechenland unterwegs, so auch in Zypern, stört/e, dass zu oft Salat gereicht wird, den man sich selbst anmachen soll. Das ist mir persönlich dann doch zu viel Autonomie auf/unter und über dem Tisch. Dass mir so etwas hier im Dreiländereck bloß nicht als Leitfaden einreißt. Bloß nicht! Ach so ja: Erträgliche Preise leiten die feine Atmosphäre im Grünen Baum sozusagen abschließend zu einem unvergleichlichen Erlebnis hin.

Und wenn wir schon beim Leiten sind: In Sachen Digitalisierung soll der Südwesten Deutschlands „Leitregion“ werden. Nun, wenn man sich den losgebrochenen Bau-Boom ansieht – man muss gar nicht suchen danach – dann dürfte an eben Gesagtem wohl was dran sein. 70 und mehr Seiten wurden bedruckt, um die Digitalisierungsstrategie als Modellvorhaben vorzustellen vonseiten der Regierenden in Südwest. Die Frage ist natürlich schon: Was haben wir uns unter solch Strategie vorzustellen, etwa führerlose Busse und Züge, lehrerlose Schulklassen, schalterlose Bahnhöfe, womöglich noch ärztelose Arztpraxen? Man wird ja nicht jünger, stimmt’s? Sich an Ähnliches im Geist zu gewöhnen, ist gewiss vorteilhaft für die und in Zukunft. An autonom fahrende Autos zu denken, bereitet jedenfalls weniger Kopfzerbrechen, wenn man sich mal etwas genauer umsieht und sieht, wie sich nun mal Menschen im Alter von 80 oder 90 Jahren im Allgemeinen bewegen – meist eingeschränkt. Das heißt, uns Anfang den 1960er Jahren Geborenen – oder kurz danach oder davor – dürften solche digital-automatisieren Hilfen demnächst mehr als willkommen sein, um die voraussichtlich sich einstellende eingeschränkte Autonomie bei der Bewältigung des Alltages weiterhin – so in etwa – gewährleistet zu sehen. Eine Arbeitsgruppe verschiedenster Ministerien im Südwesten Deutschlands hat der Digitalisierungsstrategie zufolge Ziele formuliert. Was an dieser Angelegenheit ganz besonders spannend sein dürfte, ist, diese digitalisierte Fusselarbeit sich auszudenken, sich dort hineinzudenken; aber auch, sich dieselbe überhaupt noch vorstellen zu können. Sieht auch daher ganz so aus, als sollte Wissen in Sachen Informatik nicht nur in Grundschulen als Pflichtfach eingeführt werden, wie es demnächst geschehen soll, sondern ebenso, dass ein Angebot für alternde Arbeitsnehmer, Arbeitslose und Rentner/Pensionäre geschaffen wird, um sich dieser Materie bei Interesse nähern zu können, versteht sich, möglichst praxisbezogen und preiswert. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim scheint hierfür ein geeigneter Ansprechpartner zu sein. Am meisten freut man sich jetzt schon auf die anscheinend geplante „Bildungsplattform“, auf der solch Inhalte abgerufen werden können. Fragt sich nur: Wird der Zugang dann umsonst möglich sein und wird er so dargeboten, dass die Flinte nicht gleich ins Korn geworfen werden muss, sagen wir, wenn man jemand ist, der von Informatik wenig weiß und das Abitur vor über 20 oder 30 Jahren absolviert hat?

Man könnte sich durchaus vorstellen, dass etwas mehr Digitalisierung auch dazu beitragen dürfte – wenn denn ein Austausch der Daten, wie vereinbart gelingt und durchgehalten wird mit Ländern wie der Türkei -, dass Väter und Mütter ihre Kinder nicht so ohne Weiteres in derartigen Ländern wie der Türkei unter Zwang verheiraten können. Ja, Letzteres gibt es noch immer. Gerade wieder der Fall gewesen bei einem Schweizer mit türkischen Wurzeln (Basel). Der soll seine beiden Töchter geradezu genötigt haben, jeweils jemanden zu heiraten, den die Töchter nicht sonderlich toll fanden. Eine 3,5-jährige Strafe hat sich dieser Schweizer eingeholt, wegen physischer und psychischer Gewalt an seinen Töchtern. Die Maximalstrafe soll bei 5 Jahren für solche Delikte liegen in der Schweiz: Zwangsverheiratung. Die Lebenswelt des muslimischen Schweizers mit türkischen Wurzeln war wohl etwas zu lebensfremd für Schweizer Verhältnisse. Doch es gibt Organe, beispielsweise auch in Deutschland, die derartige, nennen wir es milde ‚archaische‘ Sichtweisen, durchaus stützen. Und bei dieser Gelegenheit mag kurz, aber bestimm eingeschoben werden, dass der baden-württembergische Landesvater, Kretschmann, unseren türkischen Mitbürgern auf längere Sicht besehen keinen Gefallen bereitet, wenn er glaubt, mit einer religiös verbrämten oder überzogenen Plattform wie der DITTIB weiterhin eng zusammenarbeiten zu müssen. DITTIB ist viel zu separatistisch und türkisch-nationalistisch unterwegs, um es mal in solch Begrifflichkeit zu setzen. Und das soll bedeuten: Die haben eine nicht-integrative Integration ihrer, wahrscheinlich ausschließlich, muslimischen Mitglieder zu laufen und so etwas gehört mit Distanz, viel mehr kritischer Distanz angegangen. Diese Organisation ist sozusagen erwiesenermaßen einer der Stabilisatoren einer deutsch-türkischen Parallelgesellschaft. DITTIB legt letztlich sozio-politisch Maßstäbe an, die mit dem projektierten Ziel der EU, so, nie und nimmer zusammenpassen kann. Die anvisierte Politik Kretschmanns gegenüber der DITTIB kann daher folgendermaßen in eine Frage, seinerseits, also an sich, gekleidet werden, Kretschmann: Wie schaffe ich nachfolgenden Ministerpräsidenten Baden-Württembergs bloß möglichst harte sozio-politische Nüsse, an denen die sich dann abarbeiten dürfen?

Dieser Bundesverband namens DITTIB beteiligt sich ja jetzt schon nicht an Friedensmärschen von Muslimen gegen islamistischen Terror!!!

Mindestens ebenso kurzsichtig erscheint ein Kabinettsbeschluss durch die Landesregierung Baden-Württembergs, der besagt, dass ausgerechnet der Fremdsprachenunterricht in Klasse 1 und 2 der Grundschule abgeschafft gehört. Mal abgesehen von der Nähe zu Frankreich ist es schon ein Skandal – auch wenn in der Schweiz gerade ähnlich seltsame Dinge beschlossen werden in einigen Kantonen. Der neue französische Präsident Macron soll sich derzeit gerade mühen, den Franzosen zu verklickern, dass Deutsch unbedingt forciert gehörte. Und was machen DIE in Baden-Württemberg? Denn dummerweise beziehen sich die Kürzungen nicht etwa auf den Englischunterricht, sondern auf den im Französischen.

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Mit obigem nicht in Zusammenhang stehend und auch nicht so zu lesen oder zu verstehen:

Die asiatische Tigermücke ist auf dem Vormarsch. Die Stadt Freiburg im Breisgau soll so an die 200.000 Euro lockergemacht haben, um die Plage, die einer Stechmücke gleich funktioniert, in Zaum zu halten.

Und auch das Folgende ist nicht im Zusammenhang stehend mit der Tigerfliege:

Täglich hören wir, dass die Anzahl der Flüchtlinge wieder zunimmt. Wir, verehrte Leser, sind uns wohl schon länger darüber einig, dass in den jeweiligen Herkunftsländern der Flüchtlinge Maßnahmen getroffen gehörten, um den Druck und Wunsch bei Fluchtbereiten, sich auf den Weg zu machen, geschmälert ist oder wird, also: das GLÜCK woanders suchen zu wollen/zu müssen. Und dann verwundert schon etwas, wenn Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende des Landkreises Lörrach abgebaut werden sollen. Kann gut sein, dass auf Behörden, anders als hier, die Zahlen 1 und 1 zusammengezählt werden. Denn die nächste Welle von Asylsuchenden ist doch wohl absehbar, das heißt, im Anmarsch. Der Abbau solcher Anlagen lässt den Schluss durchaus zu, dass da jemand zwei- oder dreifach verdienen will?

Doch vielleicht wird das hier nicht ganz richtig verstanden? Und daher schnell einen Auszug eines Artikels von Bernhard Konrad, der am 21. Juni 17 folgendes in der Oberbadischen schrieb: „Die Gemeinschaftsunterkünfte des Landkreises werden abgebaut. Flüchtlinge wechseln in die Anschlussunterbringung. Mit dieser beginnt der eigentliche Integrationsprozess. Nachdem die Verwaltung mehrere Alternativen geprüft hat, möchte sie dem Gemeinderat das Areal Neumatt-Brunnwasser als Standort für wertige Unterkünfte in Containerbauweise vorschlagen. Das Gelände eigne sich besser als die Optionen auf dem Füssler-Areal und an der Lauffenmühle, so Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeister Michael Wilke unisono. … Die Container-Siedlung soll eine auf drei Jahre angelegte Übergangslösung sein, so Lutz … Die Verwaltung schlägt vor, auch den nördlichen Bereich des Gebietes als Baufläche zu entwickeln. Diese biete Platz für 150 bis 300 Wohnungen. Der überwiegende Teil bleibe für die Nutzungsvarianten „Sport“ und „Freizeit“ erhalten. Dabei biete sich die Schaffung eines gemeinsamen Tenniszentrums verschiedener Vereine an, hieß es. Zudem sei Raum für einen zweiten Fußballtrainingsplatz vorhanden. … Die rund elf Hektar große Fläche an der Hornbergstraße für die Anschlussunterbringung gehört der katholischen Kirche und war bereits vor Jahren für den Bau einer Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises vorgesehen. … Die katholische Kirche stelle sich ihrer Verantwortung und werde das Gelände für den Bau der Anschlussunterbringung zur Verfügung stellen – dies ausdrücklich zu einer reduzierten Pacht [sagte Pfarrer Thorsten Becker].“

Das heißt, die Kirche in/bei Lörrach ist so großzügig und menschenfreundlich gegen eine „reduzierte“ Pacht den Gemeinden ‚auszuhelfen‘. Sollte eine Kirche kein gewerbliches Unternehmen sein und sollte sie letztlich den Gläubigen gehören, wovon aber wohl nicht auszugehen ist?, dann hätte diese barmherzige Institution ja auch auf das Mittel der Schenkung zurückgreifen können. Doch Letzteres ist gewiss zu christlich oder dergleichen gedacht!? Chronisch überlastet!

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Am Hasenloch könnte es schon bald zu weniger Stau kommen. Das Loch ist eben dort chronisch überbelastet, wo oft nichts mehr geht verkehrstechnisch, und zwar vor Lörrach gelegen auf der B-317 am Zubringer zur Autobahn A-98. Das Hasenloch soll möglichst noch vor dem Jahr 2025 wie Hasenfluchtwege funktionieren – reibungslos. Die üblichen Akteure wurden dazu installiert, zum Beispiel die Firma Rapp, die bekanntlich in verschiedene Bereiche streut: straßen-, sowie hoch- und tiefbautechnisch. Inzwischen fahren im Schnitt täglich mehr als 42.000 Autos durchs zeitweilig überlastete Hasenloch. Interessant an dieser Auftragsvergabe ist, dass anscheinend die in aller Munde befindliche Digitalisierung, die über uns hereinbrechen wird oder soll, beispielsweise des Verkehrs und seiner Teilnehmer, nicht zur Genüge in Betracht genommen worden sein könnte, mal abgesehen davon, dass diese ja noch in der Versuchsphase befindlichen digitalen Helfer auch noch nicht wirklich quantifiziert und dergleichen werden können. Das heißt dann wohl: Rapp & Co. haben sich einen guten Fisch an Land gezogen mit dem „Projekt Hasenloch“, ein Fischlein, das gewiss nochmals aufgebraten werden muss, eventuell wieder und wieder, da das Hasenloch einer gewissen technischen Anpassung bedarf, die dann von Rapp & Co. wohl unter Mehraufwendungen zu verbuchen sein wird gegenüber dem Rechnungsprüfer im Gemeindehaus von Lörrach. Der Steuerzahler lässt grüßen!

Letzteres soll auch darauf verweisen, dass die Belastung am Hasenloch vielen Beobachtern noch nicht so ausufernd zu sein scheint, wenn man nicht gerade nachmittags um 16 Uhr dort durch muss oder morgens um 08 Uhr. Zugegeben, es ist unangenehm, für eventuell mehr als 5 bis 10 Minuten im Stau zu stehen, doch ob dieser Umstand nun gleich solch einen großangelegten Umbau braucht und zu diesem Zeitpunkt, der dann womöglich bei angepeilter Fertigstellung wieder nicht den gegebenen Erforderlichkeiten entspricht, ist fraglich.

Klar doch, als Ex-Berliner fällt einem da gleich der BER-Flugplatz in Berlin ein, der gewissen Bauherrn auf ähnliche Weise für die nächsten 20 und mehr Jahre sicher bezahlte Arbeit in Aussicht stellt. Auch dort soll bei Betriebseröffnung dieselbe eventuell dann doch nicht erfolgen können, weil an anderen Teilen des Gesamtprojekts gewisse Installationen etc. schon wieder veraltet sind, folglich aus Sicherheits- und anderen Gründen eine Eröffnung nicht in Völle erfolgen wird können – wenn überhaupt je. Das auto-distributiv wiederkehrende Entflechtungsproblem ist also ein recht interessantes Phänomen mit Wachstumspotential.

BR 2014? Ost-Entflechtungskonzept? Zürich? Flughafen? Die Schweizer? Genau! Letztere, die Schweizer, haben diese zuerst genannte in Deutschland ungeliebte Teilgenehmigung erteilt. Und die besagt, dass sie sich lediglich auf Schweizer Gebiet erstreckt. Es geht, also, um den ‚Ausbau‘ des Flugraumes des Flughafen Zürich. An die Schweiz grenzende Gemeinden in Deutschland, wie beispielsweise Waldshut, finden es derweil wenig lustig, dass „die Schweizer“ ihren eigenen Kopf haben wollen und nicht in Richtung Italien oder sonst wo hin ausbauen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt der Schweizer Genehmigungsbehörde macht folglich Zicken, nach manch deutscher Lesart. Das Schweizer Amt will den deutschen Bundesverkehrsminister Dobrindt einwickeln, was eventuell auch gelingen wird. Der CSU-Politiker soll die Verlegung gewisser Flugrouten demzufolge abnicken. Doch auch die Grünen machen Zicken, und zwar im fernen Stuttgart. Sie wollen herausgefunden haben, dass die Lärmbelästigung, verursacht vom Flughafen Zürich aus, weiterhin gegeben wäre über Teilen Deutschlands und man deswegen mit Sturheit gegenüber den Schweizer Vorhaben zu reagieren habe.

Herr Winfried Hermann von den Grünen in Stuttgart sollte jedenfalls nicht außer Acht lassen, dass viele Leute in Waldshut und Umgebung sich zwar über den Fluglärm gern beklagen, der gar nicht so unausstehlich sein soll, und andererseits aber bevorzugt im nahegelegenen Zürich gern mal schnell in den Flieger nach Irgendwo hüpfen. Wir dürfen also gespannt sein, ob das schweizerische Teilgenehmigungsgesuch durchgehen wird. Und dabei haben wir doch mit den Schweizern so viel gemeinsam. Guido Neidinger schreibt am 23. Juni 2017 in der Oberbadischen:

Mit unseren Basler Nachbarn haben wir Lörracher einiges gemeinsam. Wir sitzen hier wie dort viel im Freien, trinken gerne Cappuccino, zahlen dafür allerdings in Basel mindestens das Doppelte. Aber in einem Punkt haben die Basler es besser. Nein, nicht nur, weil sie das Tram haben und wir nicht, sondern weil ihr Fluss [Rhein] im Sommer zu einem abgasfreien Teil des Nahverkehrs wird, also zum öffentlichen Personennahverkehrsmittel – dank Wickelfisch. Selbiger Wickelfisch ist die wasserdichte Weiterentwicklung des Radlerrucksacks. In den Wickelfisch steckt der Basler Anzug, Krawatte, Hemd, Schuhe und Geldbeutel. Dann zieht er die Badehose an und wirft sich samt Wickelfisch in den Rhein. Von dem lässt er sich bis zur Höhe seines Arbeitsplatzes treiben, steigt ans Ufer, trocknet sich ab, zieht seine Klamotten an und ab geht’s ins Büro. … .“

Wie? Sie nennen das ein Entenbad nehmen? Auch recht! Apropos Entenbad: Die Gewerbeflächen im sogenannten Entenbad-Gebiet Lörrachs, Brombach-Ost, werden nun doch voraussichtlich für die Zentralklinik in Gebrauch genommen. Nichts mehr mit Gewerbegebiet, wie ausgewiesen in den Stadterschließungsplänen. Von 6,6 Hektar vor Ort ist hier soeben die Rede gewesen. Kurz: Ein Mix ist wohl geplant, und zwar einer von ein bisschen Gewerbe und einem bisschen Klinik usw. Man wird dort dann auch noch eine Brücke in naher Zukunft anlegen, zur Verkehrsentlastung. So wird die B-317 wohl einigermaßen problemlos angefahren werden können von dort (Schopfheimer Straße). All das eben Gesagte ist allerdings noch nicht in den berühmten trockenen Tüchern. Nach den Sommerferien des Jahres 2017 wollen sich die Stadtgranden daranmachen und Fakten schaffen. Wir dürfen somit abwarten, was die sich da noch alles einfallen lassen werden.

Wie hier bereits in Artikeln davor „angetönt“ wurde, wie die Schweizer gern sagen: Das Dreiländereck überzieht sich schleichend aber sicher mit Beton, Glas, Stahl und Stein. Und das ist offenbar beschlossene Sache. Es liegt nun an UNS, diese Entwicklung einigermaßen kritisch zu begleiten und nicht nur Beifall zu klatschen – auch wenn es viele unter uns nicht mehr ins Grüne und in die derzeit noch vorhandenen ausgedehnten Nutz-Wälder zieht. Der Flora, letztlich der besseren Atemluft zuliebe, ganz zu schweigen von ästhetischen Aspekten, obliegt es den Bürgern, nicht nur nach Arbeitsplätzen und kurzen Wegen zu schielen, sondern diese eben erwähnten Faktoren mit zu bedenken. Ein Gewerbegebiet – siehe Plan B2 des Brombacher Ortschaftsrates – in ein Wohngebiet zu legen, ist gewiss problematisch. Bleibt die Frage: Welche Art Gewerbe wird dort angesiedelt? Bleiben wir doch in Lörrach!

Die Wohnanlagen andernorts, nämlich an der Dammstraße in Lörrach, sollen inzwischen bezugsfertig sein. Die „Wohnbau-Lörrach“ gibt sich zufrieden. Neun neue Häuser wurden hingesetzt, von Grund auf neu. Es soll keinen Sinn gehabt haben, die alten Häuser zu bewahren. Kränzle-Fischer-Wasels aus Karlsruhe zogen sich das ausgeschriebene Projekt der Stadt an Land und scheinen gute Arbeit abgeliefert zu haben – was eigentlich erst nach einigen Jahren wirklich so beurteilt werden kann. Die Dammstraßen-Erneuerung hat für die Stadt eine Art Modellcharakter, wird gesagt. Soll heißen: Weitere Projekte dieser Art werden sich die Dammstraße zum Vorbild nehmen, wodurch gewiss Kosten gespart werden können, und zwar so lange, bis wieder andere Wohnkonzepte Stadtplaner von ihrer Attraktivität überzeugen.

So auch in Weil am Rhein. 2019 soll die „Dreiländergalerie“ fertiggestellt sein. Der Gemeinderat hat das Projekt nun endgültig durchgewunken. Das trifft sich insofern gut, da die Dreiländerhängebrücke bereits ihr 10-jähriges Bestehen Anfang Juli 2017 gefeiert hat. Sie hat jährlich mehr als eine Million Nutzer; sowie den „Footbridge Award 2008“ als Auszeichnung gewonnen. Nach dem, was die Computeranimation der „Dreiländergalerie“ verspricht, passen Galerie und Hängebrücke stilistisch gut zusammen. Es wird ein äußerst modernistisches Äußeres geben, welches wohl wegweisend sein wird. Jedenfalls: Es sind noch keine Mietverträge abgeschlossen worden fürs Einkaufszentrum namens Dreiländergalerie. Letztere sind durchaus mit Bedacht zu schließen. Als negativ Beispiel ist – mal wieder – die Ewigbaustelle in Berlin, der oben genannte Flughafen, zu nennen. Dort haben sich anfänglich auch einige besonders Geschäftstüchtige eingekauft, die jetzt allerdings umsonst klagen, da die Argumentation folgendermaßen so in etwa lautet: Die Verträge mit den Flughafenbetreibern waren noch nicht zeitlich festgesurrt. Es war lediglich die Rede von der Fertigstellung zu diesem oder jenem Zeitpunkt. Folglich habt ihr keinen Anspruch auf Wiedergutmachung oder dergleichen. Punkt!

Apropos Dreiländerbrücke: Es gibt NATÜRLICH auch eine „Bürgerbrücke (Passerelle)“, die sozusagen parallel zur Dreiländerbrücke läuft. Die wurde bereits 2003 gegründet. Es handelt sich genauer um einen Förderverein bei der Bürgerbrücke. Ob es für Sie förderlich geworden wäre, das Lofo-Gesamtareal käuflich zu erwerben, können abschließend nur Sie taxieren. Bekanntlich hat dieser High-Tech-Kunststoffverarbeiter und Metallbearbeiter, das Lofo ist gemeint, Ende vergangenen Jahres Bankrott gemacht. Die taiwanesische Shin Kong Group war als finanzieller Unterstützer abgesprungen. Die Stadt Weil ist eine der Bewerber um dieses Gelände. Letztere lässt auch gleich wissen, dass, sollte sie die Ausschreibung nicht an Land ziehen können, die „Planungshoheit“ aber dennoch bei ihr liegt. Jemand der also vor hat, dort groß Lärm zu machen gewerblich, wird angeblich abblitzen als Bewerber, wird gesagt. Das geht, zumal der Gemeinderat von Weil dem Areal vorweg eine „Veränderungssperre“ auferlegt hat.

Nun ja. Wie sagt man: Es ist schon viel Wasser den Rhein heruntergeflossen. Soll heißen, wenn der Interessent fürs Areal jemand richtig finanziell großes und ökonomisch dickes sein wird wie beispielsweise Siemens oder VW, dann will ich die Herren und Damen vom Weiler Gemeinderat gern nochmal von Ruhestörung und dergleichen reden hören an solch einem Ort. Das Gelände in Weil am Rhein umfasst 50.000 qm, die allerdings wieder oder nur gewerblich gebraucht werden sollen. Bei dem Wohnungsmangel in der Stadt ist diese Zielsetzung wahrscheinlich nicht jedermann nachvollziehbar. Sollte die Fläche, wo bislang noch die Anlage (Betriebsräume) drauf ist, die bis Mitte Juli auch verkauft sein will, nicht veräußert worden sein, ist angedacht, die Fläche partiell an die Interessenten zu bringen. Immerhin hat die Stadt beschlossen, dass im Toka-Areal kein Hotel hinkommt, wie geplant, sondern dass 63 Wohnungen anstatt entstehen sollen. Der Investor namens Toka hat also begriffen, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Weil am Rhein immens ist und man wohl für die nächsten 50 Jahre und mehr im Wohnungsmarkt gut Geld verdienen wird können. Was das sogenannte Johannes Areal angeht in der Stadt, kann die Amann Wohnbau nun mit dem Abriss des Areals beginnen. Es liegt eine Baugenehmigung vor. Im Westen des Areals sollen 47 Zwei- und Dreiraumwohnungen entstehen. Die Neumieter müssen sich über geeigneten Parkplatz keine großen Sorgen machen, da eine Tiefgarage gleich mitgebaut werden wird. Die soll 68 Plätze haben. Doch noch ist nicht verlautbart, wieviel ein Stellplatz kostet und ob derselbe pauschal in der Miete drin sein wird oder nicht. Somit ist für weniger Lärm auf der Straße im Kleinen schon mal etwas vorgesorgt. Zwei weitere Projekte sollen ihren Beitrag leisten auf dem Weiler Wohnungsmarkt, demnächst. Oberbürgermeister Wolfgang Dietz hat es vorgestellt. 182 Wohnungen sollen demnach insgesamt in der August-Bauer-Straße erscheinen und das andere unweit des Hieber Marktes – nördlich davon. Noch kurz: Die Postfiliale in Alt-Weil wird zukünftig im Elektrohaus Gempp gastieren. Mehr Lärm, eventuell, dürfte in den Wohncontainern für Flüchtlinge entstehen, die AUSGERECHNET auf dem Messeplatz in Weil unterkommen sollen – temporär, wird gesagt, nicht länger als 3 Jahre. Widerstand dagegen rumort jedenfalls schon in der unmittelbaren Nachbarschaft. Das Regierungspräsidium hat eine Beschwerde der zuvor erwähnten Nachbarn bereits abgelehnt, und zwar im fernen Freiburg.

Da wartet wohl noch etwas soziale Spannung in der Breslauer Straße nahe der Solarstadt auf beide: die Flüchtlinge und die dort ansässigen Weiler.

Apropos Solar: Im Frauenhofer Institut Freiburgs gibt es zwei neue Chefs: den Physiker Hans Martin Henning und Andreas Bett – eine Doppelspitze. Das Institut hat so an die 1150 Mitarbeiter weltweit, wurde 1981 von Adolf Goetzberger gegründet und hat vorrangig Sonnenenergie-Systeme im Fokus.

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Es geht in dieser Welt nicht nur um den Lärm, der die Stimmung verdreckt und auch krankmachen soll, sondern noch um den anderen Dreck, der verursacht wird und als Top-of-the-world von unseren lieben Politikern als alternativlos ins Häusle geliefert wird und wurde, zuweilen: Elektrizität.

In diesem Bezug wird es Ihnen gleich wieder wie Schuppen von vor den Augen fallen. Ja, da waren ja mal diese Leute da irgendwo im Schwarzwald oder so, in Schönau. Genau, und die hatten vor sage und schreibe 20 Jahren den Politikern, die nahezu alle von „alternativlos“ quasselten, die Harke gezeigt. „So nicht!“, müssen die Schönauer damals in etwa geklungen haben, genauer: die von der EWS = Elektrizitätswerk Schönau. Ökostrom. Das Örtle namens Schönau liegt im Landkreis Lörrach. Am 01. Juli 1997 begann diese Sache um das Thema Stromversorgung sich zu regen. Inzwischen ist die Übernahme des Stromnetzes durch eine Bürgerbewegung lebende Geschichte. Orden ließ man sich bereits umhängen und Preise hat die Bürgerbewegung auch, zur Genüge eventuell, abgegriffen. Alles in bestem Fahrwasser also. Kunden werden bundesweit gewonnen – so an die 160.000 derzeit. Umweltfreundliches Gas und Windräder auf den Hügeln bei Schopfheim sind inzwischen sogar angebracht. Die EWS hat sich schon längst zu einer Genossenschaft gewandelt. Ihre noch immer gleichlautende Message indes lautet: Energie ja, Kernkraft nein!

Familie Sladek führte seiner Zeit die Ökostrom-Bewegung an.

Weil wir es schon von „Bewegung“ haben, wie man sagt. Die Schwulen- und Lesbenbewegung kann ja nun aufhören, den Christopher Street Day abzuhalten, weil, man kann ja jetzt gleichgeschlechtlich heiraten, so wie die sogenannten Heteros. In knapp 3 Monaten könnte es damit losgehen. Man darf sich jetzt schon fragen, was all diejenigen zu erwarten haben, die eine eheähnliche Partnerschaft eingingen, aber nicht als verheiratet wie die ANDEREN angesehen werden mögen? Kann aber durchaus sein, dass CDU/CSU vor den Kadi ziehen, vors Bundesverfassungsgericht. Zwar besteht wenig Aussicht, wird gesagt, dass die dort einen Erfolg erzielen werden mit ihrem Einspruch gegen „die Ehe für Alle“, doch die lieben Wähler könnten es den Christlichen mit ihrer Stimme bei den Wahlen im September 2017 danken. Wie gesagt, ein großes VIELLEICHT muss da in den Raum gestellt werden oder verbleiben. Letzteres auch, weil ein weiteres Thema der Stammwählerschaft der Christlichen dann halt doch nicht so gefallen könnte; obgleich viele durchaus einsehen, dass ein gewisser Bedarf an jungen, motivierten Menschen besteht in der Republik. Die Rede ist von folgendem unter anderem: Im Südwesten Deutschlands sollen noch nie so viele Ausländer gelebt haben wie derzeit. Knapp 121.000 von ihnen sind dazugekommen im letzten Jahr. Jetzt beträgt ihre Zahl – lediglich – 1,67 Million. 29.500 darunter sollen Syrer sein. Wo die nur alle sind? Kaum, dass einem mal einer begegnet. Bei Afghanen sieht es ähnlich aus. 24.300 sollen in Baden-Württemberg gemeldet gewesen sein im Jahr 2016. Nur gut, also, dass der Südwesten gerade boomt in Sachen Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 2%. Rund 200.000 Menschen ohne Arbeit soll es noch geben von dieser aussterbenden Spezies noch geben. All jene unter Ihnen, die ihre Ruhe haben wollen, sollten daher besser nicht in den Südwesten ziehen, beziehungsweise, aus dem Südwesten wegziehen, weil sonst findet das Arbeitsamt womöglich (doch) noch einen Job für Sie. Zur Kenntnisnahme: Hartz-IV-Empfänger bleiben immer länger arbeitslos. Hoffen wir mal, dass das nicht damit zusammenhängt, dass in Baden-Württemberg doch mehr Reichsbürger leben als angenommen. Das sind UNSERE Selbstverwalter. So um die 1.530 soll es von denen im Südwesten geben. Dass diese Leute insgesamt 261 Waffenscheine besitzen sollen, muss das denn sein?

Wir wollen hier aber schnell darauf hinweisen, dass die Löhne, die ausbezahlt werden, ganz zu schweigen von den Verträgen, die abgeschlossen werden, oft, vielleicht sogar zu oft, eher als prekär beziehungsweise am Rande des arbeitsrechtlich Verträglichen anzusehen sind, wie hie und da zu erfahren ist. Leider hat auch Herr Bundespräsident Steinmeier auf Antrittsbesuch im Ländle dieses Thema beflissentlich unter den Tisch fallen lassen letztens. Nur gut, dass unsere Leser zumindest hier daran erinnert werden, dass der goldene Schein des neuen Wirtschaftswunders einen langen, wie auch immer gearteten Schatten wirft: graubräunlich? Diesen Letzteren Makel, wenn er denn in der vorgeschlagenen Farbgebung überhaupt bestehen sollte, können leider keine lieben Tierchen mal kurz wegfressen, wie es gerade in Freiburg im Park hinterm Caritas Bildungszentrum geschehen soll. Nie wieder Rasenmäher im Einsatz haben. Vielleicht auch nie wieder Dünger? Jedenfalls leisten die tierischen Helfer den Bekundungen zufolge hervorragende Arbeit. Pflanzen blühten, seit deren Einsatz für gut befunden wurde, besser. Also, was hält uns davon ab, zukünftig den Beruf des Ziegenvermieters zu installieren? Hätte auch den wünschenswerten Nebeneffekt, dass der meist recht teuer verkaufte Bio-Ziegenkäse aus Bulgarien, Frankreich oder Griechenland preistechnisch unterboten werden könnte plus oder wegen dem Siegel: Made in Germany? Obgleich, die da in Brüssel wollen ja UNSERE Bio-Eier-Regularien verwässern demnächst. Da fällt einem gleich wieder der noch immer anhaltende Streit der Zyprer über den Halloumi-Käse wieder ein. Die türkisch-zyprische Variante namens Halimi, man staune, ist nämlich die schafs- beziehungsweise ziegenmilchhaltigere.

Brüssel hat aber wohl doch eher Vorteile als Nachteile für die EU-Bürger zu bieten. Ziegenvermieten dürfte also genehmigt werden, so auch die Schaffung des entsprechenden Berufes (oder Berufung).

Der Beruf des Frauenvermieters ist ja verboten, also der des Zuhälters. Seit dem 01. Juli 2017 ist außerdem noch ein neues Gesetz draußen. Und das macht gar nicht alle, die im horizontalen Gewerbe arbeiten (müssen), glücklich. Registrieren sollen sie sich, eine Art Ausweis erhalten mit Bild und Namen drauf. Und das aller Schlimmste: Gangbang soll nun nicht mehr gehen in den Puffs. Das Letztere ist: eine Frau mit mehreren Männern in Aktion – und so. Das lässt schon die Frage aufkommen, ob unter dieses Verbot dann auch fällt: Sex eines Mannes mit mehreren Frauen? Wie sagte man dazu wohl am passendsten: Banggang?

Man weiß ja nie in dieser Republik. Besser man fragt als nach! Dass ohne Gummi nichts mehr gehen sollte, scheint vielen im zuvor genannten Gewerbe noch immer nicht ganz klar geworden zu sein. Dass eine polizeiliche Anmeldung in Deutschland nun erforderlich zu sein scheint für Prostituierte auch nicht. Doch wie sieht es eigentlich aus mit jenen, die man Stricher bezeichnet, also männliche Prostituierte?

Wie dem auch sei: Das hat sich Frau Ministerin und ihr Stab gut ausgedacht. Das Gesetz wird wohl auf längere Sicht besser für alle Beteiligten sein, und daher Bravo! Die Gesundheitskontrollen könnten noch etwas verbindlicher formuliert werden vonseiten des Ministeriums, beklagen einige. Freier, die Sex ohne Kondome fordern, sollte man irgendwie – keine Ahnung wie – zur Rechenschaft ziehen können, findet eine Bekannte, die hier nicht namentlich genannt werden mag. Sie wissen doch: Schon manch Utopie erblickte das Licht der Welt!

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Thomas Quasthof beehrte das Stimmen-Festival in Lörrach wie ein großer Stern, der alles überstrahlt. Der 57-Jährige hat sich hoffentlich wohlgefühlt in Lörrach. Die Oberbadische schreibt am 27. Juni 2017 bereits im zweiten Absatz davon, dass Quasthof mit „Contergan-Behinderung“ das Licht der Welt erblickte. Wusste ich nicht wirklich bewusst, dass dem so ist, auch, weil Aufnahmen seiner Arme bislang offenbar diesen Umstand, zumindest für mich, nicht ins Zentrum stellten. Es war ein Etwas, das wohl so ist, wie es ist, aber dass nicht weiter in Betracht gezogen wurde. Und ich finde diesen Umstand nun unglücklich hervorgehoben, vor allem, da gleich danach die Rede davon war, er habe „eine beispiellose Weltkarriere aufgebaut – vom Mikrofon des Radiomoderators bis auf die großen internationalen Opern- und Schauspielbühnen – und widmet sich als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik „Hannes Eisler“ in Berlin engagiert der Förderung des musikalischen Nachwuchses.“ Als sei er, mit Verlaub, (auch) im Hirn eingeschränkt. Dorothee Philipp interviewte den Künstler für die Oberbadische und bekam unter anderem auf die Frage: „Es gibt zwei Filme über Sie, darunter den Dokumentarfilm „The Dreamer“ von Michael Harder. Finden Sie sich darin wieder?“ zur Antwort kurz und bündig: „Ich guck mir Filme über mich nicht an. Live ist einfach schöner!“

Sein Auftritt war also ein Erfolg am Stimmenfest in Lörrach und fusionierte offenbar die ‚scheinbar‘ Gesunden mit den ‚offensichtlich‘ Behinderten.

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Was soll man da noch sagen? Ist zu hoffen, dass die bereits in die Wege geleitete Fusion des Universitätskrankenhauses von Basel (USB) mit den Krankenhäusern im Umfeld Basels (Baselbiet – KSBL) gelingt. Bis zum 03. Oktober kann allerdings dagegen noch Stellung bezogen werden. Die dort beschäftigten, sollen einen einheitlichen Anstellungsvertrag erhalten (GAV=Gesamtarbeitsvertrag). Angeblich wird es im Zuge all der zu treffenden Maßnahmen und Umgestaltungen zu keinen Entlassungen kommen. In Sachen Kapital- und Stimmanteile wird zukünftig die Lage so aussehen, dass die Baselbieter sich demnach eine Art Vetorecht aufrechterhalten können bei wichtigen Beschlüssen etc.

Es regt sich in der Region Basel so einiges, unter anderem auch, für Freunde der Oper ganz besonders verlockend, dass die Fluggesellschaft „Skywork Airlines“ neuerdings Flüge nach Wien anbietet. Somit hätten die Schweizer, denn die Airline ist schweizerisch, zwei der interessantesten Bühnen – und vieles anderes mehr – miteinander verbunden: die in Basel und die in Wien. Fantastisch! Ganz zu schweigen von den Museen in beiden Städten und deren unmittelbaren Umgebung. Im Dreiländermuseum gibt es am 15. Juli um 17 Uhr Operette. Ein fröhliches Musikprogramm wird versprochen. Bela Fischer aus Wien wird erstmals klimpern. Er ist in der so genannten Genre Operette beheimatet. Witzige Geschichten umrahmen den Event, die erzählt werden.

Doch nun doch noch dies in Sachen Kooperation und so, Oberbadische vom 11. Juli 2017:

Mit Frankreich ist das so eine Sache: So nah uns dieser Nachbar geografisch liegt: Es existieren immer noch Berührungsängste, was wohl hauptsächlich an der Sprachbarriere liegt. Auch Kulturkooperationen scheinen mitunter mit der deutschsprachigen Schweiz besser zu funktionieren als mit dem Elsass. Das wird anders werden, zumindest, was die Zusammenarbeit zwischen dem Burghof Lörrach sowie dem Stimmen-Festival und dem Theater La Coupole in Saint-Louis betrifft. Wohl selten haben sich zwei so gleichgesinnte Geister gefunden wie die beiden Kulturhaus-Leiter: Markus Muffler vom Burghof und Eleonora Rossi, die neu seit Januar die elsässische La Coupole leitet … Auf das [Stimmen-]Festival insgesamt ist die weit gereiste, mehrsprachige Frau, gespannt. Stationen ihres beruflichen Wirkens sind und waren Rom, Paris, Wien, Florenz, Berlin, Frankfurt. Zuletzt lebte und arbeitete sie im Senegal, in einer Stadt, die ebenfalls den Namen Saint-Louis trägt … .“

Des Weiteren in Sachen Kultur – und wir mögen Sie hier angekommen wissen lassen, dass Ihnen lediglich ein kleiner Abriss vermittelt wird, von dem, was im Dreiländereck in diesem Bereich geschieht, diesmal, wie Ihnen eventuell schon aufgefallen ist, mit Schwerpunkt Lörrach -:

Die Stadt Lörrach hat sich wahrscheinlich dazu durchgerungen, nicht der so genannten Bürgerstiftung die Taschen mit Steuergeldern zu füllen, dafür, das neu zu bauende Museumsdepot zu betreiben, sondern wird es selbst tun. Die Geschäftsführung des Dreiländermuseums hat also eingesehen, dass Besitz günstiger kommt als andauernd Miete zu bezahlen, die dann womöglich noch einer Mieterhöhung unterliegt. Im Obergeschoss des geplanten Museumsdepots sollen nämlich auch daher Räume zur gewerblichen Nutzung rein. Das scheint Sinn zu machen, zumal so wahrscheinlich schon ein beträchtlicher Betrag erwirtschaftet werden kann, den so ein Depot nun mal auffrisst.

Man ist vielerorts im Südwesten dabei, seine Lehren zu ziehen – leider auch neue Schützengräben zu öffnen aus Unwissenheit oder aus anderen Gründen. So auch in Sachen Schulbetrieb. Komischerweise soll ein Mangel an Grundschullehrern in Baden-Württemberg bestehen. Bekanntlich leben wir hier in einer Republik, wo die Grenzen zwischen den Bundesländern offen sind. Insofern ist dieser Mangel etwas verwunderlich, da es beispielsweise in Berlin viele ausgebildete Fachkräfte gibt, die vielleicht nur mal richtig angesprochen gehörten – auch wenn für viele in Berlin Wohnende Berlin als Wohn- und Arbeitsort alternativlos zu sein scheint. Zuhause arbeitslos am Tisch sitzen und zu lamentieren, wie schlecht die Welt doch ist oder im Südwesten der Republik zu malochen und sich im Berufsleben wiederzufinden, sind halt doch zwei verschiedene Stiefel, die manchen einen Umzug in Erwägung ziehen lassen dürften/könnten/sollten/müssten. Währenddessen läuft folgendes so in etwa ab: In Baden-Württemberg sollen nicht anerkannte Gymnasiallehrer auf Grundschüler losgelassen werden, also Lehrer, die es nicht schafften, sich einen Job in einem Gymnasium zu ergattern. Der Haken daran ist nicht, dass dieser Personenkreis mal abgelehnt wurde und daher womöglich so etwas wie einen Makel an sich habe. Nein! Die meisten dürften schlichtweg nicht ausgebildet sein, Grundschülern das Lernen schmackhaft zu machen. Vielen unter ihnen ist der Umgang mit Erstklässlern oder Viertklässlern nicht ganz geheuer, ist anzunehmen, weil sonst hätten sie sich schließlich nicht auf die Lehre an Gymnasien ausbilden oder spezialisieren lassen.

In Basel am Biozentrum läuft auch nicht alles nach Plan – ganz und gar nicht. Der Sanitärplaner des Zentrums scheint etwas Mist gebaut zu haben. Den gilt es nun zu ersetzen, doch nicht nur das. Die Eröffnung des Biozentrums wird sich voraussichtlich ins Jahr 2019 verzögern.

Kennen wir doch irgendwoher?

Es habe gravierende Mängel, das Biozentrum: Wasser- Gasanschlüsse etc. Keiner mag den entstandenen Schaden bislang öffentlich beziffern. Dennoch kann vernommen werden, dass die Entwicklung der Chemie am Rheinknie in Basel in diese Richtung vorerst verstärkt sich zu bewegen beschlossen wurde.

Wir werden zu der Panne dann Auskunft geben, wenn sich diesbezüglich jemand aus der Verwaltung hinter den aufgestapelten Ordnern hervorgetraut haben wird. Dafür, könnte man schon fast schreiben, wird in Basel neuerdings angedacht eine Seilbahn vom Badischen Bahnhof bis vielleicht zum Stadion in St. Jakob zu bauen. Was so manches Herz auch höherschlagen lassen dürfte, gerade laufen wieder die Aufbauarbeiten dazu, ist, dass die Basel Tattoo ihren Vertrag mit Eidgenössischen Department für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verlängern kann. Das letzte Jahr die Veranstaltung besucht. Seither sind meine Vorbehalte – wegen dem „Militär“ etc. – geschwunden.

***

In Lörrach, jedenfalls, stimmt die Kasse der Stadtverwaltung. 3,25 Millionen Euro sind ‚zu viel‘ in der Kasse. Genauer: Man hat 3,25 Mill. Euro mehr zur Verfügung als vorgesehen war. Dennoch fiel am 04. Juli um 19.30 Uhr der Strom in Lörrach aus – vom Adlergässchen bis zur Kirchstraße nämlich. Na ja, allzu dramatisch waren die Ursachen dafür dann doch nicht: Die Anlagen wurden gewartet und dabei war lediglich ein kleiner Fehler unterlaufen, trotz ausführlicher Planung dieser Wartungsunternehmung.

Apropos Planung: Die liebe Gäubahn von Stuttgart nach Zürich soll nun doch schneller als derzeit demnächst unterwegs sein. Die Frage ist nur: Wann ist demnächst? 2026 eventuell, wird gesagt. Bekanntlich hat es ja bislang nicht geklappt, ein zweites Gleis aufzulegen. Also soll der Neigetechnikzug zurück aufs Gleis. Ist wohl das Naheliegendste gewesen. Diese Meldung wird jedenfalls als Erfolgsmeldung verkauft, ist aber genauer betrachtet ein Zeichen von ärmlicher, bürokratischer Korinthenkackerei. Stündlich einen Intercity-Doppeldecker ENDLICH zwischen Stuttgart und Zürich verkehren zu lassen, wäre mehr als angesagt, auch vor dem Hintergrund, dass das Dreiländereck sich immer erkenntlicher zur Mitte Europas herauskristallisiert und folglich ein solcher Anschluss äußerst entlastend und gleichzeitig befördernd wirken könnte – auf/in verschiedenen Bereichen. Und jetzt der Knaller: Auch, wenn es mal so weit sein sollte, dass der Doppeldecker der Schiene mit Schienenneige in Anwendung kommt, soll wegen „fehlender Technik“ eh nur von Stuttgart bis nach Singen gefahren werden können. Wären wir nicht in der Mitte Europas, würde vielleicht gesagt werden können: „typisch!“ Es ist ein Skandal sondergleichen!

Immerhin: Im Rheinhafen von Weil am Rhein sind sie alle zufrieden, was die Einnahmen angeht – das Geschäft läuft. Zwar wurde 2016 ein Defizit von rund 200.000 € ausgewiesen, doch die Zeichen der Zeit scheinen auf Erfolgskurs zu stehen. Es wird umgesetzt und rangeklotzt. Herr Carlos Gingado, Geschäftsführer des Hafens in Weil, meint, dass abgeschriebene Projekte zeitlich davor noch ein Defizit von über zwei Millionen verzeichnen ließen. Insofern also einige Außenstände abgeackert werden konnten.

Auch der „Obstgroßmarkt Südbaden“ strahlt über alle 4 Backen. Das „Egro“, so heißt der Markt, in Eggerntal wird mit Kirschen bester Güte versorgt diese Saison – in großer Quantität. Die mir noch immer nicht in Völle oder Gänze bekannten Kirschbäume im Umkreis von und in Kandern und Müllheim versorgen unter anderen den oben genannten Großmarkt.

Da gibt es diesen einen Baum in Schallsingen, sag ich Ihnen, rot wie die Liebe die Kirschen daran, süß wie das Leben, gut erreichbar wie die aufgestellten Kassen zum Bezahlen der meist liebevoll am Straßenrand bereitgestellten, einst aus der Schwarzmeerregion ‚eingewanderten‘ Kirschen.

Bei der Messe in Friedrichshafen/Bodensee sieht es den Verlautbarungen gemäß ähnlich aus – man ist auf Erfolgskurs. 2016 wurde ein klares Plus bei den Einnahmen verzeichnet und die Besucherzahlen stiegen (712.580 Besucher plus 4727 Medienvertreter aus 51 Ländern). Nicht schlecht, also! In Friedrichshafen scheinen die Macher einigermaßen weitsichtig genug zu sein, und erst gar nicht groß oder lang auf einen geeigneten Ausbau der Bahnverbindungen warten zu wollen; oder einen Bedarf groß an die Glocke zu hängen – weil dort hängen bei der Bahn offensichtlich viele Projekte und/oder Strategien zu lange. Anstatt wird gehofft, dass der Flughafen in Friedrichshafen aufgemotzt wird, was wohl der Fall sein wird, um das gesetzte Ziel – Mehrung der Umsätze und allgemeines Wachstum – schneller und effektiver zu erreichen und der Herausforderungen in Sachen Messe im internationalen Vergleich begegnen zu können.

Die DB und ihre Geschäftsführungs- und Planungsstrategien sind wirklich drauf und dran, erneut zu entgleisen, muss befürchtet werden. Und dann auch noch DAS:

Eine Bürgerinitiative wehrt sich derzeit gegen die Erweiterung der Rheintalbahn, die ja bekanntlich möglichst mit Kilometer 250 durch die Lande rasen soll (u.a. zwischen Offenburg und Weil am Rhein). 15 Kommunen (u.a. Lahr, Kenzingen, Müllheim) bilden derzeit den Widerstand gegen das Vorhaben sowie 9 Bürgerinitiativen. Diese Widersacher lassen gerade ein Büro in Zürich eine Optimierungsanalyse in Sachen Lärmschutz, Kosten und Flächenverbrauch erstellen.

Doch es gibt natürlich auch Positives zu berichten, was die DB angeht. Die Gemeinde Schopfheim darf nach zeitlich sehr langem Warten nun doch noch damit rechnen, dass der vor Jahren bereits in Aussicht gestellte S-Bahnanschluss (Oberfeld) endlich in Betrieb gehen wird. Das Genehmigungsverfahren soll endlich abgeschlossen sein. Versteht sich, dass noch mal schnell 300.000 € Mehrkosten auf die Gemeinde zukamen. Immerhin: Die Schweiz wird 220.000 SFR beisteuern, sodass sich die zusätzlichen Ausgaben der Gemeinde in Grenzen halten. Der Schweiz, genauer der Stadt Basel, ist daran gelegen, dass diese Haltestelle verwirklicht wird. Ein „Pendlerfond“ wird die genannten Gelder aus dem Schweizer Ärmel schütteln, ist zu erfahren. Wir staunen alle groß, denn seit dem 04. Juli 2017 buddeln und baggern sie im Oberfeld in Schopfheim. Es passiert ETWAS.

Andreas Geldner im Leitartikel der Oberbadischen vom 12. Juli 2017:

Die Selbstdarstellung des Start-up-Standorts Baden-Württemberg erinnert an ein Bonmot des einstigen Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt: „Der Schwab tut so, als ob er arm sei, aber er ist beleidigt, wenn andere ihm das glauben!“ sagte Manfred Rommel dereinst … Doch wer die Debatte [um die Gründerkultur] verfolgt, erlebt auf vielen Veranstaltungen im Land ein Ritual. Auf der Einladung stehen dramatische Fragezeichen zur Zukunft des baden-württembergischen Erfolgsmodells. Doch am meisten Beifall gibt es immer für die Redner, die betonen, wie großartig doch alles sei … Eine lebendige Start-up-Kultur darf nicht einfach ergänzend zum Bestehenden sein. Im Gegenteil: Zu ihr gehört die nagende Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen. Sie lebt vom Wunsch nach Aufbruch, nach radikal neuen Ideen, nach dem „Denken außerhalb der Box!“ Wirklich ambitionierte Gründer sind unzufrieden mit dem Status quo … Der größte Feind einer Weiterentwicklung des Start-up-Standortes Baden-Württemberg ist die Sattheit … So präsentiert man beim Start-up-Gipfel, der doch der gemeinsamen Außendarstellung dienen soll, gleich neuen regionale „Ökosysteme“. Zugleich wird aus der Betonung der eigenen Stärken schnell das Naserümpfen über die windigen Gestalten, die in Berlin zu einem Anlaufpunkt für internationale Start-up-Investoren gemacht haben. Oder über die Amis, die Autos zwar programmieren, aber niemals solide bauen können. Oder über die Spinner, die mit Apps auf den Markt gehen, hinter deinen keine neue Technologie steckt, sondern „nur“ ein kreatives Geschäftskonzept. Was sie dabei übersehen: Vor allem das Lernen von anderen ist die Essenz der Innovation. Insofern gibt es keine bewährten Modelle, sondern nur Modelle, die sich immer neu bewähren müssen. Das ist Start-up-Denken!“

Soviel mal schnell dazu und nun wieder konkreter, auch dazu: Bei Schopfheim am „Rohrenkopf“ geht nach langem Streit nun auch eine Windenergieanlage ENDLICH ans Netz. Der Windpark dort war lange sehr umstritten. Die Gersbacher, die in unmittelbarer Nähe des Windparks leben, sollen dem Event der Einweihung ferngeblieben sein, wohingegen Umweltminister Franz Untersteller den Strahlemann abgegeben haben soll und sich sowie das Projekt ins beste Licht zu rücken suchte.

Eine zwiespältige Angelegenheit!

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Und auf diese Weise, zwiespältig so in etwa, schreiten wir im Stoff voran, siehe die Oberbadische vom 08. Juli 2017:

„… Seit der Schließung der Roten Brücke über den Hodbach in Istein durch die Gemeinde schieben Einwohner immer wieder die Absperrungen auf die Seite. … Es brodelt im Dorf … . Und dass die Rote Brücke vollständig gesperrt wurde, noch bevor eine Mitteilung im Amtsblättchen veröffentlicht werden konnte, das stieß auch Ortsvorsteher Franz Kiefer unangenehm auf. Schnell initiierten Anwohner eine Unterschriftensammlung und griffen zur Selbsthilfe. … Da half es auch nicht, dass Ortsvorsteher Kiefer und der Werkhof mehrmals die Absperrung wieder aufstellten – nur Stunden später war sie wieder demontiert. Ab Montag wird das nicht mehr möglich sein, dann rückt ein Abrissunternehmen an. Und wieder halfen sich die Isteiner selbst. Vor einigen Tagen haben Unbekannte einen Behelfssteg errichtet, der nach dem Abriss als provisorischer Übergang dienen soll. Drei rutschsichere Planken aus dem Gerüstbau erlauben das trockene Queren des Bachs. Und an eingeschlagenen Pfosten angebrachte Seile weisen einen sicheren Zuweg – den übrigens Kiefer und Stanislaus Scherer in Eigenarbeit hergerichtet haben … .“

Das sind doch einfach schöne Nachrichten. Die erfreuen das Herz und lassen daran glauben, dass die Menschen von dem vielen digitalen Zeug und anderem, welches sie vermehrt umgibt, noch nicht ganz auf passiv gestellt werden konnten. In diese Art Kategorie Mensch dürfen wir wohl auch Herrn Spohn aus Eimeldingen unterbringen. Die Oberbadische vom 08. Juli:

Eine vielschichtige Klangwelt empfängt den Besucher, wenn Frieder Spohn aus Eimeldingen seine 25 historischen mechanischen Turmuhren, eine nach der anderen, in Gang setzt. Jede ist eine Besonderheit, jedes Laufwerk hat seine eigene Klangfarbe … .“

Persönlich verpasst, wurde der Auftritt von Kyriakos Kalaitzidis mit dem Ensemble namens en Chordais beim Stimmenfestival in Lörrach. „Rembetiko“-Musik hat er vorgetragen – die Musik der Armen und Aufständischen von einst in Griechenland. Am 15. Juli geht das Stadtradeln zu Ende, welches nach einer Pause in der Lerchenstadt stattfindet, und zwar zum 5. Mal beim Wettbewerb des „KlimaBündnisses“. Letzteres ist ein Synonym für Lörrach.

Noch zu erreichen sind hingegen die Geburtstagsfeier der Dieter-Kaltenbach-Stiftung, die am 15. Juli von 10.30 Uhr bis 17 Uhr stattfinden wird, und zwar in Stetten in den Räumen sowie dem Gelände der Stiftung selbst (Lörrach, Konrad-Adenauer Straße).

Auch in Haltingen, welches vor Weil am Rhein gelegen ist, kann man noch rechtzeitig eintreffen, um mit der Gemeinde, wo die Staus der Autos auf der Hauptstraße jedenfalls verheerender wirken als im Hasenloch vor Lörrach, ihr 1250-jährige beurkundete Existenz zu feiern. Ulrich Wössner lässt die Besucher auf seinem Anwesen bei Interesse auch sehen, wie es in Haltingen so in etwa in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgesehen hat – sehenswertes Zeug aus jener Zeit gibt es da zu begucken, beispielsweise einen Schweinestall. Das Anwesen ist denkmalgeschützt. Am 15. und 16. Juli 2017 müssten Sie sich dann in die Kleine Dorfstraße 16 begeben dazu.

Dem noch nicht genug sei unbedingt noch kurz das Nepomukfest in Neuenburg erwähnt, welches seit 1969 veranstaltet wird. Am 14. Juli um 17 Uhr geht es los. Es dürfte wohl etwas laut werden – viele Bands, die auftreten werden.

Sehen Sie mal, was dem Gemeindeblatt Neuenburgs entnommen werden kann, gedruckt am 07. Juli 2017:

WISSENSWERTES: Ab Juli 2017 tritt der letzte Teil des Flexi-Rentengesetzes in Kraft. Wesentliche Punkte sind dabei der Ausgleich von Abschlägen bei vorgezogenen Altersrenten sowie die Neuregelung des Hinzuverdiensts bei Rentenbezug. Wer im Alter bei einer vorgezogenen Rene keine Abschläge in Kauf nehmen möchte, hat ab Juli 2017 die Möglichkeit, bereits ab dem 50. Lebensjahr zusätzliche Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. Das war bislang erst ab dem 55. Lebensjahr möglich. [Liest sich ganz nach einer Neuauflage der Riesterrentenfalle?]. Diese Zahlungen können als Aufwendungen für Altersvorsorge bei dem Finanzamt geltend gemacht werden … Weitere Auskünfte zu den Themen Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in unserem Regionalzentrum in Freiburg unter 0761 207070, … [siehe auch:] www.deutsche-rentenversicherung-bw.de.“ Für unser Dafürhalten scheint es angeraten, keine Nägel mit Köpfen zu machen im Gespräch mit der Rentenversicherung, sondern sich lediglich zu informieren und dann nochmals bei einem unabhängigen Träger, notfalls Anwalt, sich nochmals zu informieren – der eventuell eher in ihrem ganz speziellen Interesse das Angebot erfassen kann, oder aber auch davon abrät.

***

Zuletzt noch ein paar Worte zum 15. Juli, dem Tag, an dem vor einem Jahr in der Türkei angeblich ein Putsch niedergerungen wurde vonseiten der türkischen Regierung. Inzwischen scheint allen klar zu sein, dass die türkische AKP-Regierung eiskalt rechnete und die vermeintlichen Putschisten geradezu zum Putschen angetrieben hat mit sehr raffiniert installierten Maßnahmen, damit DANACH durchgegriffen werden konnte – und man greift noch immer durch. Ein Deutscher Menschenrechtler, der letzte Woche eingesperrt wurde, sitzt noch immer. Ja, sein Knastaufenthalt wurde sogar verlängert. Wenn man bedenkt, dass die Knäste in Istanbul auf Grund der Großrazzia, die Erdogan und seine Leute veranlassten, eh schon knüppel-dicke-voll sein dürften, kann wohl ermessen werden, wer den Knast in der Türkei kennt, weiß, von was die Rede ist, welche Zustände herrschen. Der Aufenthalt wurde vom zuständigen Gericht auf weitere 7 Tage vorerst verlängert – wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Dieser Mensch war zu einem Workshop in Sachen Menschenrecht in Istanbul!

Jetzt, da das eben Gesagte wohl allen Beteiligten und Beobachtern, so, offen und klar ist, verwundert schon, dass

a) Erdogan in Hamburg herumspazieren darf auf dem G20 Gipfel;

b) keine Reisewarnung für die gesamte Türkei ausgesprochen wird, und

c) Organe wie die DITTIB noch immer als Ansprechpartner hofiert werden innerhalb Deutschlands. Offenbar genügt darüber hinaus gehend nicht, dass TÄGLICH Menschen, meist kurdischer Herkunft, in der Türkei staatlicher Willkür ausgesetzt sind – was allerdings auch jedem Besucher mit deutschem Pass dort passieren kann, wenn es DUMM kommt, wie man sagt, auch tödlich.

Insofern sind die betriebenen Politiken, auch gegenüber der eigenen meist schlecht informierten deutschen Bevölkerung in diesem Belang, Türkei, als (eher) verantwortungslos zu bezeichnen. Letzteres trifft gewiss spätestens dann zu, wenn deutsche Touristen – auch wenn sie türkischen Ursprungs sein sollten etc. – in größerer Zahl massiv in Schwierigkeiten geraten auf Urlaub in der Türkei. Dass man sich wenig um das Schicksal Einzelner zu kümmern scheint, die als Urlauber dort Schlimmes durchmachen ‚dürfen‘, daran sollen wir uns wohl gewöhnen. Und das wird immer weniger eingesehen, dass wir das tun sollen! Die Schonzeit für Erdoĝan und der Flüchtlings-Deal mit ihm müssen beendet werden, damit die türkische Opposition unter Kılıçdaroĝlu nicht umsonst nahezu 450 km demonstrierend durch Anatolien gezogen ist – „adalet“ (Gerechtigkeit) fordernd.

Leider ist der zuvor erwähnte CHP-Vorsitzende alles andere als ein Garant dafür, dass der Türkei doch noch ein Beitritt zur EU ohne Bauchschmerzen angeboten werden könnte in Zukunft. Allerdings mit Erdogan und dessen Schlepptau, in dem der Qatar und irgendwelche islamistisch gesinnten Killer sitzen unter anderen, ist es keinesfalls zu erwarten, dass ein EU-Beitritt erfolgen kann, der der Türkei im Grunde schon länger zustünde. Wollen wir hoffen, dass der Abzug deutscher Militärs in Incirlik/Türkei ein erster Schritt in besagte Richtung ist – es wäre vor allem allen Türken zu wünschen, die sich schon länger als Europäer definieren (wollen).

Stellen Sie sich zuletzt mal vor, jemand vollführte Liegestützen an einem der heiligsten Orte in einer Moschee, beispielsweise in der Stadt Kayseri – am Maschraq. Na was mit dieser Person alles passierte und ob er unter einem Jahr in den Knast müsste, wenn er erwischt wird, das möchte man besser nicht wissen. Warum das seltsame Beispiel? Ein Videokünstler hat Liegestützen auf einem Altar in Deutschland gemacht und erhielt vom Landesgericht Saarbrücken einen Freispruch.

Quelle: Pokern in Crans-Montana

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