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breit

via breit

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breit

Breit (machen)!

Schon mal in Athen gewesen?
Ist mir über die Feiertage zum Jahresende 2017 passiert – freiwillig und gerne. War sehr effizient.
Na ja! Diese 2 Wochen sind jetzt schon längst wieder um. Zeit, Athen den Rücken zu kehren, war dann aber schon gegeben nach dieser zeitlich relativ langen Dauer – ich hätte es allerdings gern auch noch länger mitgemacht. Eine weitere Woche im Hotel wäre wohl zu viel des Guten geworden.
Im Hotel Electra waren wir untergekommen. Beim Buchen über Booking.com war dort nichts mehr zu buchen Mitte November 2017. Angeblich alles ausgebucht. Doch wir wollten unbedingt noch mal ins Electra und sonst nirgendwo rein. Denn 2010 oder 11 hatte es uns dort bereits gut gefallen, und die Lage des Hotels in der Stadt war als „ideal“ noch zu sehr in Erinnerung. Also bemühten wir das Portal der HRS, und siehe da, es gab noch Kapazitäten.
Nicht unbedingt das Schlechteste, was diese Stadt an der Akropolis als vier Sterne Hotel zu bieten hat, und zwar unweit vom Syntagma-Platz, von Monastiraki, dem Stadtpark (Zapeion), dem Omonoia oder der Plaka ist es gelegen. Sie wissen gewiss, ersterer ist dort, wo auch das Parlament ist, wo das Grande Bretagne Hotel steht, welches man sich wahrscheinlich nie leisten wird können – und warum auch?
Es hätte auch gern bescheidener ausfallen können unsere Unterkunft, also nicht unbedingt gehobene Mittelklasse ẚ la Electra – doch leben wir nicht alle, voraussichtlich, lediglich nur einmal? Kann schon sein, dass zukünftig nicht mehr ins Electra, temporär in town, eingezogen wird, weil, ja, weil die Plaka nun wirklich nicht mehr das herzugeben scheint, was ich von ihr in Erinnerung hege: noch nicht einmal eine Diskothek gibt es dort mehr. Stellen Sie sich das mal vor! Keine Bar, die mich neugierig gemacht hätte, um mal einen Schritt hineinzusetzen, nur immer wieder Shops, in denen man touristische Mitbringsel einkaufen soll, was auch sonst, und natürlich Restaurants. Kann gut sein, dass in ihr doch noch irgendwo eine Bouzouki ist, wir konnten davon jedenfalls nichts mitkriegen. Und dann war ich ehrlich gesagt noch nie so ein großer Bouzouki-Gänger und mein Reisebegleiter ebenso. Stehe nicht so auf Im-Kreis-sich-bewegend-gemeinsam-Hüpfen mit dröhnendem Ouzo in Kopf und Blut – und der Zigarette zur Ausnahme zwischen den Fingern, mal wieder.
Ja, das Wetter war spitzenmäßig zum Jahresende – ein sonniger Tag folgte dem anderen, wahre Festtagsstimmung herrschte geradezu, wenn man zu Letzterer nicht Weihnachtsmänner, Schnee und Eis unbedingt benötigt. In Vouli-Athen gingen Mutige sogar ins Meer. Wir hielten uns zurück, obgleich wir in Zypern ganzjährig Schwimmen gehen. Man will halt nichts riskieren. Bloß nicht krank in Athen sein! Nicht hier!
Natürlich sind Griechen noch immer supernett und dem Englischen meist mächtig. Außerdem wird man nur noch selten preislich überfordert – nicht so wie einst. Ja, mein Lieblings-Café befindet sich eigentlich am Omonoia und nicht etwa woanders. Der Omonoia-Platz hat ja bekanntlich schon länger einen schlechten Ruf: Prostitution, Drogen usw. Das erwähnte Café ist links gelegen vom Kaufhaus HONDOS – man muss, wenn man aus dem Hondos raus kommt noch links über die Straße gehen und am Ende jenes Teils vom kreisförmigen Omonoia-Platz, wo eine weitere Straße in den Platz mündet, die allerdings nicht mehr mit Autos befahren wird – dort ist es. Dieses Café hat seinen Charme als einziges der Cafés, die an diesem zentralen Ort der griechischen Hauptstadt mal waren oder noch sind, behalten. Im Erdgeschoss warten 1000e Süßigkeiten, die man allerdings auch zum Tee oder Kaffee bestellen kann, und letztere gilt es natürlich im Stock darüber zu konsumieren – in sehr gediegener Atmosphäre. Dort oben angekommen, erscheint der Omonoia plötzlich wieder als das Zentrum der Stadt, der er einst war, spätestens, wenn man sich in einen der Stühle sinken hat lassen – und das Bad in der Menge in den Straßen so eine wohlige Pause erfährt. Dass das Café, dessen Namen sich zu merken, nicht beabsichtigt war, noch immer ein begehrter Ort ist, ermisst sich daran, dass überwiegend Griechischsprecher dort zu verweilen scheinen. Es scheint auch ein Treff Intellektueller, sagen wir, der alten Schule zu sein.
Ja, Sonne kriegen Sie dort drin wahrlich nicht ins Gesicht gestrahlt, verehrte Leser, dafür sitzen Sie aber in einer einfach wirklich netten, klassizistischen Umgebung – sauber und bestens aufgehoben. Ausprobieren macht Sinn – und ins Gespräch kommt man auch recht locker mit weiteren Gästen, so es Athene denn so bestellt. Klasse!
Das Electra Hotel, in dem wir abgestiegen waren, wie gesagt, hat zwar auch ein Restaurant, und das im 5. Stockwerk, doch das Schicksal hatte offensichtlich entschieden, dass wir dort nicht Essen gingen, obwohl auch unser Zimmer im Fünften gelegen war. Die Terrasse des Restaurants hatte schon was – Blick auf die Akropolis in Reinform – oder so ähnlich. Hinterm Omonoia gibt es indes 2 weitere Restaurants, die geradezu besucht werden müssen. Das eine finde ich stets auf Anhieb und das andere bekamen wir zufällig ab (wie immer), als wir auch diesmal wieder aus dem National Museum in Richtung Omonoia kreuz und quer durch die Straßen unterwegs waren und plötzlich standen wir davor und gingen natürlich schnurstracks hinein – schön mit Holz ausgetafelt und die Bediener supernett; und sie sind eben wie Bediener gekleidet und benehmen sich auch so. Man kommt sich vor, schon fast, wie Zeus in Kreta.
Fischsuppe wurde es für uns an jenem Tag begleitet mit einem halben Liter Retsina. War allerdings nicht der Renner die Suppe, aber, was soll‘s, schlecht war sie keinesfalls!
Kann gut sein, dass beim nächsten Athen-Besuch das Titania-Hotel angesteuert wird. Das Gebäude liegt recht nahe zum Omonoia und ist vom Preis her so billig oder teuer wie das Electra. Was mich angeht, finde ich die Gegend um den Omonoia doch etwas herausfordernder und interessanter als die Plaka oder Kolonaki. Obgleich, was wirklich Spaß machte, war, früh morgens auf dem Syntagma einen Kaffee oder Tee in der Sonne zu trinken – im athenischen Winter alle Male. Man sitzt dort, wenn die Luft etwas kälter ist, so ‚kalt‘ in etwa wie in Mitteleuropa an einem schönen Herbsttag, wirklich am richtigen Platz – Sonne pur, nur die Getränke sind etwas überteuert. Letzteres scheint aber niemanden groß fern zu halten. Glücklich, wer dort einen Platz in der Sonne ergattern kann. Da wir bekanntlich meist ‚früh‘ unterwegs sind, konnte so um 10 Uhr 30 immer gerade noch so ein Platz draußen an der Sonne in Beschlag genommen werden – ja, zum Jahreswechsel fängt das Leben offenbar zeitlich später an in Athen. Und wenn die Sonne an diesem Ort nicht mehr scheint, geht man einfach 50 Meter rüber auf die andere Seite des Syntagmas in ein weiteres Café, wo Helios dann noch recht lange verweilen dürfte.
Genau wissen, tu ich eben Gesagtes nicht, weil, wie gesagt, wir ja stets noch einen Platz erhielten und danach etwas Stadterkundung machten – Kultur. Nicht nur der Ortsteil Glyfada hat uns willkommen geheißen, sondern diesmal ausgiebiger denn je auch Vouliagmeni. Klar, dort ist das neue Kulturzentrum Niarxos. Wir nahmen an einer Führung durch das neu errichtete Gebäude teil, was im Internet zu buchen ist – die Nationalbibliothek wird gerade dorthin ausgelagert. Und obgleich die Führung auf Griechisch geschah und nicht jedes Detail verstanden werden konnte, ist dieser Gebäudekomplex recht imposant und hoch modern, wie sich herausstellte. Ein reicher Reeder hat dafür mal tief in die Tasche gegriffen, eben Herr Niarxos, der seinerzeit in Konkurrenz mit dem bekannteren Milliardär Onasis stand, oder so. Einfach mit der U-Bahn von Syntagma 3 Stationen nach „Fix“ fahren, dann auf die Tram 4 oder 5 umsteigen und knapp eine halbe Stunde und etwas länger durch die Stadt gondeln damit, bis nach XXX (sorry, aber sich durchfragen, macht Laune). Liegt unweit vom Meer das Zentrum in Rede. 3 Veranstaltungen haben wir uns angesehen (Mikado, La Boheme, Dornröschen). Die waren OK. Doch die beste Veranstaltung läuft in „Athens“ auf den Straßen.
Also: Wir waren auch auf dem Syntagma zum Jahreswechsel Punkt 24 Uhr. Erhofft hatten wir uns, ehrlich gesagt, etwas anderes zu sehen als das, was wir dann geboten bekamen. Doch dann war es so, wie es kam, auch OK. Nun: Der Platz war überwiegend gefüllt mit Flüchtlingen. Als hätte man denen gesagt: Geht ihr mal dort hin, wir Griechen bleiben dann weg! Es ist und war atmosphärisch einfach etwas sonderbar, zumal ja auch nur wenige Frauen oder Mädchen zu sehen waren – spürbares Adrenalin und Testosteron überall am Rumoren. Doch wie gesagt: Das war dann halt OK so wie es geschah.
Nein, in einen Club oder dergleichen sind wir danach nicht gegangen – überhaupt nie. Die Plaka scheint nichts Ansprechendes bereitzuhalten in Sachen Clubs wie einst, und schon wieder hoch nach Kolonaki wollten wir nicht und womöglich noch gesagt bekommen: Tut uns leid, aber ihr könnt hier nicht rein.
Kolonaki ist aber ansonsten ganz OK zum Ausgehen, wenn man sich auf Café-Bars der etwas gehobeneren Art, oder wie man diese Orte nennen soll, beschränkt. Eigentlich passiert das Leben in diesem Stadtteil in ein paar wenigen Straßen nachts. Die berühmte Melina Merkouri ist ja in Kolonaki großgeworden, wie sie in ihrem Buch schreibt – „Geboren Griechin“ -, welches ich für 3 Euro irgendwo auf der Straße erwarb. Ein Volltreffer. Die Zeilen im Buch bersten vor Lebensfreude und Athener way of life! Wahrscheinlich kann das Lebensgefühl dieser Frau und ‚ihrer‘ Stadt so nie und nimmer auf Deutsch oder eine andere Sprache transferiert werden.
Und das hat durchaus Vorteile, dass Kolonaki sein Leben auf ein Paar Straßen beschränkt. Doch ich weiß, dass diese Aussage nicht wirklich zutrifft. Denn es gibt Kolonaki und dann gibt es noch einmal ein Kolonaki. Das Letztere liegt noch etwas weiter oben in Richtung Lykabidos-Berg. Die Mühe dort rauf machten wir uns diesmal nicht.
Es ist einfach interessant und äußerst unterhaltsam den Griechen beim Ausgehen zuzusehen, vor allem den Frauen, die die tollsten Klamotten tragen in Kolonaki und diese sehr wohl auch zu tragen wissen, was herüberkommt als wäre ihnen dies das Natürlichste von der Welt, wie man sagt – und so viel Prunk und Pracht in Zeiten der viel beklagten Krise, die herrschen soll.
Auch in Piräus muss man wahrscheinlich recht marginal, also am Rand dieses Stadtteils irgendwo, unterwegs sein, um so etwas wie Armut anzutreffen. Ja, Piräus soll anscheinend noch eine eigenständige Stadt sein, obgleich die Chinesen sich dort dicke eingekauft haben am Hafen, doch wahrscheinlich nicht nur dort. Die Rede in Bezug auf Piräus, es erinnerte mich gleich an Zypern, ist von „Energie-Hub“, welches man plant in Zukunft zu werden; und versteht sich, über Energie hinaus soll Piräus der Anlaufhafen noch für ganz andere Dinge werden. Zu befürworten wäre solch Entwicklung gewissermaßen, wenn, ja wenn die asiatischen Investoren dann nicht vergessen, den sogenannten Alteingesessenen auch noch was vom Kuchen abzugeben.
Letzteres könnte so in etwa klappen, denke ich. Ein einziger Lebensrausch, der sich auch in Piräus vor dem erstaunten, „in Zypern verprovinzionalisierten Auge“ abspielt, wie es kürzlich mal jemand etwas treffend in Worte fasste. Das Leben pulsiert in Athen und man ist gleich 20 Jahre jünger. Trinkt, isst, lacht, unterhält sich und geht und geht und wird nicht müde vom Zusehen und Mitmachen. Und genau das unter Anderem ist es, was diese Stadt für mich und wohl auch viele andere so interessant und besuchenswert macht.
Recht schön ist auch, dass man sich in Sachen Sicherheit scheinbar nicht allzu viele Sorgen machen muss zwischen Syntagma, Plaka und Omonoia etc. Hat ja keiner gesagt, dass unbedingt in den Stadtteil Exarchia gegangen werden muss, wo sich alle Nase lang die Polizei mit Autonomen und anderen klopft. Oder dorthin, wo die Züge in alle Richtungen fahren – unweit vom Hauptbahnhof der Stadt. Dort in der Nähe wurde mir vor knapp 5 Jahren mal von einer Meute griechischer Bürger aufgebracht gesagt, dass es sie wenig juckt, dass ich einen deutschen Pass hätte. Ich hätte den Platz, besser die Stadt, noch besser das Land zu räumen, weil ich nicht die passende Hautfarbe hätte!
So kannte ich die Griechen noch nicht.
So kenne ich sie eigentlich noch immer nicht.
Doch da wabert etwas, was solch Sentiment wohl stützt und hochspülen lässt.
Nun, noch kann so etwas nicht davon abbringen, begeistert und immer wieder nach Athen zu reisen.
Ja, die wären handgreiflich geworden, wenn damals nicht die Mücke gemacht worden wäre, wie man sagt. Wahrscheinlich war es mein Pass, der den Übergriff verhinderte, beziehungsweise herauszögerte? Das ist die Frage, die ich noch heute stelle.

Zypernfrage

Bin also schon längst wieder zurück in Zypern.
Ein bisschen Regen hat sich auch schon gezeigt. Heute am 13. Januar 2018 bin ich endlich ins kühle Nass gesprungen, und zwar erstmals im Neuen Jahr. Es war herrlich! Die Staudämme sind gefährlich niedrig im Wasserstand. Ich gehe mal davon aus, dass der liebe Gott es auch dieses Jahr mit den Zyprern wieder gut meinen wird und die Stauseen noch rechtzeitig mit dem nötigen Nass füllen wird – inzwischen sollen die nur noch zu 13% mit Süßwasser gefüllt sein. Scheint niemand wirklich zu rühren, wahrscheinlich, da viele allsonntäglich brav zur Kirche gehen und beten. Denn gespart wird hier noch nicht beim Wasserverbrauch. Man redet davon wie über eine bevorstehende Grippewelle, die vielleicht doch noch abgewendet werden kann. Obgleich, ein wenig mehr als sonst könnte der Zuständige für den Regen dort OBEN denen hier unten auf Zypern schon zeigen, was es bedeutet, temporär kein oder wenig Trinkwasser zu haben.
Wird wohl nicht passieren, gewiss, weil die Inselgöttin Afrodite ihre Hände mal wieder mit im Spiel haben wird. Die Wetterprognosen sagen, dass Regen bis Anfang Februar ausbleiben könnte – und vielleicht noch später fällt.
Sie werden es nicht glauben, kaum, dass die Tinte trocken ist: Heute Nacht hat es zum knapp einstündigen mittelprächtig starken Regen sogar wegen Poseidon geblitzt (14.01.18)! Inzwischen (30.01.) liegt sogar Schnee auf dem Troodos. Es regnet zuweilen in Strömen etc.

Leider konnte ich meine mittelprächtige Aversion gegen zyprische Tagespolitik nicht vollends ablegen 2 Wochen in Athen, verehrte Leser. Kaum hier, muss ich gleich den Radio ausstellen oder das zyprische Fernsehprogramm in Richtung BBC umstellen, weil ich all DAS nicht hören will. Zeitungen kriege ich auch keine gelesen, ohne dass mich gähnende lange Weile einholt, die kauf ich schon gar nicht mehr, ein Touch Verzweiflung könnte auch noch dabei eine Rolle spielen.
Einiges, wie ich finde Unwichtiges, scheint anscheinend dennoch zu passieren tagespolitisch. Im Norden der Insel, beispielsweise, wurde gewählt.
Im Süden wird demnächst gewählt – hoffentlich endlich! Siehe unten mehr dazu.
Sie sehen, es ist schon fast alles berichtet, was im Entferntesten tagespolitisch oder kulturell auf interessant getrimmt daherkommt auf Zypern. Zwecks Wahn, oder wie Sie es nennen mögen, der hier abläuft, kurz diese teilweise Übersetzung eines Artikels aus der Cyprus Mail vom 16. Januar 2018, Seite 5:
„Zyperns erstes Patrouillenboot (OPV), welches in Israel gebaut wurde, wurde von Präsident Anastasiadis auf der Evangelos Florakis Marinebasis bei Mari auf See geschickt. Man erwartet, dass das Boot die Marine stärkt und die Rolle Zyperns als ein Sicherheitskontributör in der Region stärkt und darüber hinaus, sagte Anastasiadis bei seiner Ansprache zu diesem Event. … Das OPV ist 62 Meter lang und 8 Meter breit, wiegt 450 Tonnen und kann 2.500 nautische Meilen erreichen, hat eine Geschwindigkeit von 32 Knoten. Ausgestattet ist es mit automatischen Gewehren und kann Flugabwehrraketen an Bord nehmen. Meldungen zufolge belaufen die Kosten 44 Millionen €.“
Kurz: Wir alle dürfen nun gespannt darauf warten, wann die heißen Kohlen mit dem OPV aus dem Mittelmeer (mit) gefischt werden (sollen), versteht sich heldenhaft, beispielsweise mit Israel, weil die Rede in dem Artikel lediglich von „friendly neighbouring countries“ ist und weil Israel ja die Boote an Zypern verkauft und hergestellt hat und man eh auf Kooperation seit geraumer Zeit macht.
Die Analyse nicht weniger Zeitgenossen ist nämlich auch die, dass Israel schon in naher Zukunft zu einer Art Show-down blasen könnte mit einem oder einigen seiner arabischen Nachbarn, und zwar bevor die Trump-Administration zum Teufel gejagt wurde, beziehungsweise nicht mehr im Amt sein wird.
Und entschuldigen Sie. Doch dass so ein Boot ausgerechnet nach dem Kapitän benannt wird, dessen Schiff in die Luft bei Mari ging und mit ihm 13 Matrosen 2011, weil Munition darauf gelagert war, die meines Wissens nach Syrien unterwegs war, und das eher illegal, ist schon fast kitschig zu nennen. Ja, es ist sentimentaler Kitsch, der der Wählerschaft noch den letzten Nerv zugunsten Anastasiadis ziehen soll – oder ähnlich!
Vernebelungstaktik der Superschlauen!?
Hoffen wir also, dass in der von Anastasiadis vor kurzem eröffneten Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst endlich diejenigen herangezogen werden auf der Insel, die sich mit solchem, davor bezeichneten einfallslosen Gefühlsgedusel irgendeines Regierenden nicht mehr länger ablenken lassen, also von dem, was wirklich anstatt ansteht – beispielsweise sich mit dem Norden Zyperns zu einigen, in dem man von seinem hohen Ross – etwas zumindest – heruntersteigt.
In diesem Zusammenhang sei noch kurz angefügt, dass die Griechischzyprer demnächst aber womöglich doch die lachenden Dritten, mal wieder, werden könnten, wahrscheinlich war Afrodite mal wieder mit Poseidon im Hadis, denn es ist inzwischen klarer absehbar, dass Erdogan drüben in der Türkei unter Größenwahn leidet; und das zeigt sich an vielen seiner Entscheidungen: Zoff mit den USA, Abmurxvorhaben der Kurden, wahrscheinlich nicht aller Kurden, oder der Plan neuerdings, einen zusätzlichen Kanal am Bosporus (Istanbul) zu bauen, um den Schiffsverkehr besser handhaben zu können, wo man dort ja eh gerade eine weitere Brücke übers Wasser gelegt hat und einen weiteren Flughafen baut etc.
Zuletzt in Sachen Zypernfrage:
Es kann nur gehofft werden, dass DIE da in Brüssel und Berlin etc. weise genug sind, dem Expansionsdrang des Sultans am Bosporus zur ‚Hilfe‘ zu kommen – denn jeder Ballon platzt, wenn man zu viel Luft reinbläst.
„HAVA!“
Allerdings gebe es auch für diesen Fall eine Art Ausweg eventuell, wie auch Erdogan weiß, nämlich: Notfalls den Griechischzyprern vor den Kopf treten, und das wäre noch nicht mal so ganz unberechtigt.
Wieso?
Letztere haben zu oft hören oder lesen lassen, wie auch der General Sekretär der UNO, Antonio Guiterres, feststellte kürzlich, dass sie, die Griechischzyprer, offensichtlich nicht überzeugend genug gewillt sind, den eventuell anstehenden Erdgas-Reichtum, den sie vor Zypern zu ermitteln und dann zu fördern sich auf den Weg gemacht haben, mit den mehrheitlich türkischsprachigen Nordzyprern zu teilen, wenn es dann so weit sein wird – und zwar gerecht zu teilen.
Ob es zum Krieg in Kurdistan kommt? Den Waffenexporteuren wird es Recht sein.
Die USA haben heute, den 18.01.18 offenbar den Salto rückwärts gemacht. Bedeutet: Lassen ihre wackeren kurdischen Kämpfer womöglich, wie vielerorts bereits prognostiziert, so auch hier, dann, wenn es drauf ankommt, im kurdischen Niemandsland stehen und die Türkei ihr blutiges Handwerk erledigen? Wir werden es schon demnächst sehen im TV.
Ja, ich weiß, das Gebiet namens Kurdistan soll zu Syrien gehören oder der Türkei, dem Irak sowie zum Iran. Zeit, dass ein kurdischer Staat endlich Wirklichkeit wird, so auch einer namens Palästina, die lebensfähig sein können – damit die Welt eine sicherere wird in dieser Region. Zyperns Vereinigung ist bei all dem, was eben gesagt wurde, nicht unerheblich, nur: man darf leider eher pessimistisch bleiben: kein Palästina, kein Kurdistan, kein vereintes Zypern!?

Doch ehrlich, das Schwimmen im Meer bei Maroni war mal wieder klasse – meine Badesaison 2018 wurde also eröffnet. Eine Französin, könnte es gewesen sein, die auch noch mit im Wasser war. Ich rief zu ihr rüber: „Lovely, isn’t it!“ Und sie antwortete kurz mit diesem mir vertrauten Akzent aus dem Elsass.
Eine kleine Katze hat man dort am Strand ausgesetzt. Sie sah noch gut aus. Ein schönes Tier. Heute den 18ten regnet es in Strömen. Was die kleine jetzt wohl dort draußen macht? Leider haben wir schon eine im Asyl, genauer: einen Kater. Eine zweite geht einfach nicht – davon abgesehen versorgen wir 2 weitere, die nicht ins Haus hineinkommen. Irgendwann muss halt mal Schluss sein!

Life

Und wissen Sie was? Auf Fisch habe ich plötzlich gar keine Lust mehr, umso mehr unser Kater. Jahrelang aß ich den hier auf Zypern, jedoch mit dem insgeheimen Verdacht, er könne aus den Fischanlagen von vor der Insel stammen. Eine recht ausgedehnt große Anlage liegt vor dem Governors Beach, wo dort tauchend sogar mal rote Fische gesichtet werden konnten, wahrscheinlich aus dem Roten Meer wurden die angespült, vermute ich. Der Klimawandel macht es wohl möglich und die Erweiterung des Suez Kanals bei Port Said vor ein paar Jahren sowieso.
Nun, wer in den Gewässern um Zypern schon mal tauchen war mit Taucherbrille, wird gewiss festgestellt haben, dass nun wirklich nicht (mehr) von Fischreichtum gesprochen werden kann – selten, dass man noch einen Fisch zu Gesicht bekommt. Und als ich in Athen den Oktopus endlich mal wieder so zubereitet erhalten konnte letztens, wie ich ihn nun mal haben möchte, muss wohl was in Gang gekommen sein im Hirn – was ich mir damals schon dachte, als ich denselben genüsslich verspeiste. Und seither mag ich nicht mehr so richtig in Fisch beißen. Komisch! Also zukünftig lieber Oktopus essen anstatt Fisch, auch wenn ersterer auf Zypern, aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, einfach nicht so gut zubereitet wird wie in Griechenland.
Jemand, mit dem ich in Griechenland über das zuvor genannte Phänomen sprach, meinte, es habe wahrscheinlich damit zu tun – bitte festhalten -, dass der Achtfüßler in Griechenland länger und intensiver totgeschlagen wird. Das sei nämlich von Nöten, um ihn dann so servieren zu können, dass er nicht wie Gummi in seiner Konsistenz ist, wenn man draufbeißt.

Stellen Sie sich vor, da hatte ich doch vor Kurzem die „Maroni News“ in der Hand. Na ja, „News“ nennt sich das Blatt zwar schon, doch es ist eben eher ein Anzeigenblatt. Egal, clevere Engländer haben sich jedenfalls auf diese Weise eine Nische geschaffen, und das ist wohl, was letztendlich zählt. Und da stand diesmal etwas von Thai Chi Unterricht und Yoga drin.
Zum Thai Chi ging ich somit gestern erstmals. Ein Knut aus Karlsruhe gibt die Kurse. In Maroni passiert das Trainieren im so genannten „Old Coffee“ und der Besitzer dieses Ortes, der John, der machte gleich mit. Seit Jahren laufen wir, meist im Sommer, aneinander vorbei, weil wir wohl denselben Beach aufsuchen. Jetzt haben wir uns etwas kennengelernt. John meinte, dass in dem recht großen Café-Gebäude, wo wir im ersten Stock unsere Thai Chi Lesson hatten, eine zyprische Filmcrew des Senders RIK ein- und ausgeht, so eine Art zyprische Lindenstraße-Soap-Opera wird dort offenbar gedreht. Bingo. Dürfte sich finanziell auszahlen – hoffe ich jedenfalls für John und seine attraktive Frau. Denn ob dieser Ort gut besucht ist, darüber habe ich komischerweise gewisse Zweifel. Kann gut sein, dass ich mich da volle Kanne täusche, wie man sagt.
Der Thai Chi Lehrer Knut ist Deutscher und scheint erst seit dem Herbst 2017 in Zypern zu sein. Anscheinend hat er das Meiste auf eine Karte gesetzt und sich entschieden, hier (vorerst) Wurzeln zu fassen. Entsprechend unternehmerisch ist er unterwegs.
Spannend.
Bin gespannt, was aus seinen Plänen wird im Lauf der zyprischen Zeit. Irgendwie war mir so, als würde ein neuer Wind mit ihm und die Leute, mit denen er zu verkehren scheint, durch die Insel geweht werden.
Was seinen Thai Chi Stil angeht:
Den asiatischen Namen, den er da verwendet, kann ich mir noch nicht merken, den er nur kurz erwähnte. Obgleich, bewerben tut er seine Kurse mit „Modern Thai Chi“, wenn ich es richtig erinnere. Was gesagt werden kann, ist, dass Knut sein Handwerk versteht! Es war eine sehr gute, weil präzise Einführung – und glauben Sie es mir, ich hatte derer schon viele in Sachen Thai Chi über die Jahre.
Ja, ich bin es, der ewige Anfänger in dieser Disziplin! Zurück aus dem Südwesten Deutschlands werde ich auch die anderen Anbieter asiatischer Künste in Zypern nun endlich auch mal aufsuchen gehen. Da wäre nämlich noch Reiki und Yoga im Angebot. Gibt es in Psematismenos neuerdings alles um die Ecke. Und das in diesen kleinen Dörfern, auf Zypern, am äußersten Ende der EU – eigentlich am Nabel der Welt!?
In das Café von John werde ich bestimmt nochmals gehen, zurück auf der Insel. Warum bis nach Nikosia, Kitti, Limassol oder Larnaka fahren, wo das Glück doch so naheliegt, eventuell in Maroni. Ist sowieso ein interessantes Dorf, Maroni, das schon länger danach schreit, etwas mehr beachtet zu werden. Ein bisschen tiefer in die von Engländern dominierte Inselwelt eintauchen, scheint überfällig geworden – die Kreise der Russen ergeben sich dabei wahrscheinlich auch noch, sowie der Türken, der Araber, Afrikaner, Chinesen usw.
Letzteres kann schleichend verebbenden Englischkenntnissen gewiss nur guttun!

Miau

Apropos guttun: Wissen Sie, da gibt es neuerdings nämlich jemanden, den Vasillis. Das ist ein noch nicht 6 Monate alter Kater. Und dieser Kater der lebt nun mit uns. Er ist blind. Was ich jetzt schreibe, hört sich echt krass an, sorry: Seine Blindheit scheint uns eine Art Leitlinie sein zu können.
Keine Ahnung, wie viel Male ich schon in unserem Garten war – meist zeitlich kurz. Irgendwie nie so wirklich aufmerksam dabei im Geist, offenbar nicht wirklich präsent. Mit Vasilli ist jede einzelne kleine Pflanze des Gartens eine Neuentdeckung geworden. Der riecht das ganze Gelände sorgfältig ab – kartografiert es so, vermute ich, denn er sieht ja nichts.
Wir hatten Vasilli die erste Woche, als wir ihn von seiner Mutter glaubten trennen zu müssen, weil ihm das eine Auge einfach zu sehr aus dem Kopf heraushing und eiterte, nachtsüber in der Toilette eingeschlossen. Das ließ er sich auch gefallen. Zwischenzeitlich waren wir beim Arzt in Larnaka mit ihm – und der entfernte das Auge und mit dem anderen sieht er wahrscheinlich wenig bis gar nichts. Die Vet-Klinik dort ist ein goldener Griff. Die sind echt gut!
Inzwischen hat Vasilli alle nötigen Impfungen, und: die Rede ist bereits von Kastration. Was mir gar nicht gefällt. Unsere Reise nach Deutschland steht demnächst an, am 19. Januar. Es soll stürmen, Sturm Frederike. Hier regnete es auch. Gott-Zeus hat die Gebete der Zyprer also erhört.
Vasilli bewegt sich Tag und Nacht frei im Haus, und dies traumwandlerisch präzise, nur, wenn er in den Garten geht, dann ist da stets jemand von uns bei ihm: denn die anderen Katzen, seine Mutter inbegriffen, sind ein rauer Haufen. Derzeit gerade wieder sehr hörbar, denn es herrscht schon über eine Woche 24 Stunden Balz, und das laut und nicht gerade zimperlich.
Vasilli bringt also häufige Aufenthalte im Garten mit sich, ein Ort, den man sonst meist nur vom Balkon aus begutachtet, auch, da Gärtner die Arbeiten darin verrichten, wo er doch eigentlich Kontemplation pur sein könnte. Zurück zur Bio!
Vasilli bringt es auch fertig, dass derzeit kein Gift im Garten verspritzt werden darf. Davor konnte mit Argumenten gegen das Spritzen niemand durchkommen. Da wurde einfach losgespritzt. Letzteres scheinen eventuell alle hier auf Zypern so und in regelmäßigen Abständen zu tun, tun zu lassen. Ich würde mal behaupten, bei uns alle 2 Monate mindestens – und dann, bitte sehr, was das Zeug hält!
Klar, um unseren Garten wird natürlich noch immer giftig zugeschlagen, aber eben nicht mehr bei uns. Anscheinend scheint irgendwo durchgedrungen zu sein, dass so viel Gift die Katzen, Vögel und wer sonst noch in dem Grün sich aufhält, halt doch schädigen könnte – denn die beiden Katzen, die ums Haus streifen und gefüttert werden, haben schon den 3. Wurf nicht durchbringen können, von dem ich mitbekommen habe. Dass darüber jemand ernsthaft traurig wäre, mich inbegriffen, kann allerdings auch nicht ausgemacht werden. Sorry!
Ja, es herrscht Katzenschwemme auf Zypern – ganz im Gegenteil zu den Singvögeln, deren Hauptfeind allerdings nicht Katzen oder Kater sind, sondern der durch so genannte Delikatessen verwöhnte Mensch. Und andauernd kreuzt eine neue Katze bei uns hier auf dem Hügel auf. Einheimische sind oft so frei, ihre Tierchen dort oben bei den Ausländern, oder eben am Meer oder in den Feldern, auszusetzen. Gewiss tun das nicht nur die sogenannten Einheimischen.
Jeder Wurf ist den beiden Katzen, die uns auserwählten also verreckt. Vasilli ist einer jener 5 Kätzchen aus dem letzten Wurf der schwarz-weißen Katze. Er hat gerade noch so überlebt, die Kurve gekriegt – blind. Ein angenehmer Zeitgeist. Sehr ruhig. Dreht nur selten auf. Fährt gerne Auto. Hoffentlich fliegt er auch gerne im Flugzeug. Wie sich herausstellte, ist das der Fall. Die Tasche, die 50x40x23 cm höchstens groß sein darf bei der griechischen Fluggesellschaft Aegean, in der er in der Kabine mitgenommen werden kann, die mag Vasilli jedenfalls überhaupt nicht. Haben wir gestern ausprobiert und sein Protest war entsprechend. Verebbte aber nach knapp 10 Minuten. Das ist der Grund, warum Vasilli nun nicht jeden Tag in dieser Tasche sitzen muss zur Gewöhnung, wenn wir mit ihm runter ans Meer fahren, wo er nur an einem ganz bestimmten Ufer vor Maroni wie ein Hund neben, vor oder hinter einem läuft über 500 Meter und mehr – unaufgefordert. Nachts legt er sich gern auf sein Lammfell zum Schlafen im anderen Zimmer. Das Lammfell hat ihm die Nachbarin vererbt, die vor kurzem auf ihn aufpasste. Oder aber er legt sich in meinem Zimmer auf das Bett daneben. Ein sehr verständiger Kater, der versteht, dass er sich nicht in meinem Bett aufhalten soll. Einige Tage danach in Nikosia war er vielleicht ganz froh, dass es die oben erwähnte Tasche gibt. Praktischerweise kann man sie sich um die Schulter binden, so dass man Körperkontakt halten kann. Nicht ein einziges Mal hat er protestiert darin. Der Lärm der vielen Autos war ihm wohl doch zu unheimlich – und die Leute an anderen Tischen im Café. Heute ist auch der Tag vor dem Abflug, früh morgens: zuerst nach Athen und dann nach Frankfurt – Easyjet nimmt keine Tiere an Bord. Vasilli schlägt sich wacker, weil, seit der Mittagszeit bekommt er nichts mehr zu Essen, voraussichtlich bis zum nächsten Tag um 12 Uhr oder so. Man weiß ja nicht genau, was ansteht, eben wegen dem Sturm Frederike, der in Deutschland ganze Bundesländer den Zugverkehr offenbar lahmlegen lässt – sicherheitstechnisch. Mal sehen.
Vasilli ist meine erste sehr nahe und tagtägliche Begegnung mit einer Katze. Verzeihen Sie es erneut, doch ich mag mir kein Denkverbot auferlegen in dieser Sache: Seine Blindheit ist ein Geschenk. Es bringt sehr nah. Er braucht mich und wahrscheinlich brauchen wir ihn. Unser Guru. OK, ich krieg mich wieder ein, no problem!
Thunfisch will er haben – ohne Öl!
Was als Nächstes erreicht werden soll, ist, dass Vasilli sich im Garten bewegt, ohne andauernd beaufsichtigt werden zu müssen. Dazu muss er allerdings körperlich größer sein und stärker, damit er sich im ‚Notfall‘ wehren kann, jedenfalls so lange, bis man vor Ort ist, um ihm aus der Klemme zu helfen. Heute hätte ihm seine Mutter fasst eine Ohrfeige verpasst. Ich konnte von Weitem noch dazwischenrufen – und sie verpasste Vasilli haarscharf mit ihrer Tatze. Der arme Vasilli war danach recht eingeschüchtert, wollte nicht wieder raus in den Garten. Er hat offensichtlich erkannt, dass da draußen, wo es ihn der Neugierde wegen stets hinzieht, nicht alles heiterer Sonnenschein ist, auch nicht die anderen Katzen – und dass so ein Menschenhaus ein geradezu idealer Fluchtpunkt ist. Lernt er jeden Tag etwas dazu. Aufgrund seiner speziellen Situation kriegt man viel davon mit.
Tage davor hatte ihn seine Mutter nicht angefaucht und seine Großmutter schien recht gelangweilt zu sein, ihn zu sehen. Doch das Bild scheint sich zu ändern, wenn Mutter denkt, der menschliche Schatten um Vasilli ist außer Sichtweite.
Eine gute Bekannte meinte, dass Kater-Kastraten dickere Köpfe bekämen nach dem Eingriff. Mag sein, dass auch so ein Bosskopp-Vasilli gefallen könnte. Gestern beim Doktor zum letzten Check vor dem Flug verhindern können, dass ihm erneut die Krallen gestutzt wurden. Noch finde ich kein Vergleichsbild dafür. Vielleicht ähnelt das Nägelkürzen bei Katzen dem Zustand, den ein Mensch aushalten darf, wenn er einen Gips am Arm trägt?
Hat man mit funktionsfähigen Hoden als blinder Kater bei Menschen lebend mehr Aussicht auf Zufriedenheit und ein glückliches Dasein oder eher nicht? Ich weiß es nicht.
Wissen Sie was dazu?

Germany

Wissen Sie etwa Genaueres zum sogenannten Diesel-Skandal? Viele sind ja der Meinung, dass der Skandal an diesem Skandal ist, dass genau das, was man denkt, dass wohl dabei herauskommen wird, wirklich herauskommt – also, dass VW & Co lustig weitermachen, so in etwa, wie gehabt oder Euthanasie-mäßig versuchen lässt; Mengele lässt grüßen – oder so. Und dass die angeblich unabhängige Justiz des Landes dazu die Steigbügel hält, und wie sich zeigt, dies immer unverblümter. Ein Blick in die Lahrer Zeitung vom 25. 01. 18, Frontpage:
„Klage abgeschmettert – Düsseldorf: Die Straßenverkehrsämter müssen die vom VW-ABGAS-Skandal betroffenen Diesel laut Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts nicht stilllegen. Die Deutsche Umwelthilfe(DUH) habe in dieser Frage kein Klagerecht [, ja wenn nicht mal die, bitte sehr, wer dann?]. „Der Bundestag hat sich dagegen entschieden und wir [sagen die Richter] haben das zu respektieren“.
HALLO! Unabhängigkeit der Justiz endgültig adé? Wie kann man sich auf das, mit Verlaub, schwammelige Gerede der Politiker im Bundestag beziehen als richterliche Instanz – und in solch wichtiger Angelegenheit? Hat nicht der derzeitige Außenminister groß im Bundestag getönt, beispielsweise, die Rüstungsexporte würden zurückgeschraubt and the rest o fit! Nein, die sind, seit Gabriel dort zeichnet, gestiegen! 2015 und 2017 verzeichneten Rüstungsexporte Rekorde. ‚Hurra!‘
Da denkt etwa jemand an uns? Wie sozial Herr Gabriel, nein wirklich. Er ist ja auch jemand von der SPD, wo „sozial“ zumindest noch im Namen übriggeblieben ist.
Doch ehrlich, die Aktion der JUSOS, die gerade läuft in Reihen der Jugendorganisation der SPD, ist recht lustig – auch wenn der eine, die andere von ihnen in naher Zukunft eh von den zuweilen fragwürdigen, innerparteilichen Strömungen der SPD vereinnahmt werden wird, spätestens, wenn sie in die SPD vollends übergewechselten altersbedingt und dort so etwas wie Karriere machen wollen. Ansonsten, wenn sich einstige Jusos da nicht einfügen, heißt es eventuell bye-bye auf der innerparteilichen Karriereleiter!
Die Jusos haben also, wie Sie gewiss mitbekommen haben verehrte Leserschaft, dazu ausgerufen, dass man mal schnell in die Mutterpartei, die SPD, eintreten soll, um die anstehende Große Koalition (Groko) niederzustimmen demnächst. Bis zum 6. Februar noch möglich, Leute! Guter Einfall, beispielhafte Mitgliedergewinnung. Bravo!
Gefällt den SPD-Parteibonzen aber dennoch nicht. Weil die wollen ihre Groko. An der Macht wollen die sein, offenbar bis zum Ab… . Komme, was wolle!
So sind die eben drauf!? Letzteres bestätigt sich anscheinend, und das gerade vor unser aller Augen. Was solch Mentalität unter anderem bewirkt, ist, dass Selbstdarsteller wie Tayyip Erdogan geradezu dazu ermuntert werden, ihren Narzissmus auszutoben. Der fordert Panzermaterial, wo er eh schon über 300 davon gen Kurdistan gerichtet in tödlicher Mission wegbrummen lässt. Wird durch unklare Positionierung in Berlin ermuntert, Kurden zu jagen – und vor allem auf dem Rücken der kurdischen Zivilbevölkerung, sei es die in Syrien, der Türkei oder eben im Irak.
Klar, Sie glauben doch nicht etwa, dass wenn der Erdogan schon mal durchstartet in dieser Angelegenheit, dass er Kurden im Irak verschont? Und die Kurden in der Türkei, jene ‚Türken‘, die in den ‚falschen‘ Provinzen leben, die haben halt Pech gehabt. Kommt ja eh niemand, ihnen wirklich beizustehen. Außer schalen Worten von, und unsicherem Asylstatus in der EU, hat man für die gerade nur noch wenig Verwendung.
Ja klar, wenn wieder ISIS-artige Leutchen aufs Trapez kommen, irgendwo in den Weiten des kurdisch dominierten Orients, vor allen dort, wo Reichtum im Boden ruht, Erze, Öl, etc., dann dürfen die Kurden erneut ‚hoffen‘, dass man sie zum Verheizen braucht.
Im Grunde, entschuldigen Sie, sind die Kurden mit Schuld. Weil seit Beginn des letzten Jahrhunderts ist ihnen diese seltsame historische Rolle schon mehrmals zu Teil geworden, doch sie lassen sich immer wieder darauf ein – in der Hoffnung, ihr Kurdistan zu erhalten. Not this way, PLEASE!

Zum Schluss: Berechtigte Hoffnung auf Besserung der Menschengattung besteht neuerdings – wussten Sie doch, oder? Ja! Die Chinesen haben ‚erfolgreich‘ Primaten geklont. Somit ist eigentlich klar: Du und ich, wir sind reproduzierbar – oder eben, es kann auf uns verzichtet werden!?
Und bei so viel Spiegelung, sei es auch nur des Erbguts, kommt einem schon recht viel Freude in den Sinn, wenn man bedenkt, dass ja vielleicht doch die AfD die Oppositionsführerschaft im Bundestag erhält, nur weil Politiker wie Schulz von der SPD der Macht zuliebe eine Kehrtwende machen, der sogar Donald Trump etwas abgewinnen dürfte. Nun, die Rede ist von einer Art historischen Spiegelung. Denn war es nicht so, dass einst in grauer demokratischer Vorzeit des legendären Weimarer Republikchens Politiker der Rechten im Parlament eine ähnlich geartet machtvolle Stellung im Parlament einsackten wie heutzutage voraussichtlich die AfD, Oppositionsführerschaft, also, bevor der FÜHRER damals für ‚ORDNUNG‘ sorgte?
„Wehret den Anfängen“, hieß es mal. Ist nirgends mehr klar erkennbar in der Republik, dieser Spruch: weder im deutschen Parlament, noch im Umgang mit Erdogan und seiner Clique – und schon gar nicht gegenüber denjenigen, die auf zu viel Zaster sitzen – und ganz offensichtlich im Bundestag (mit-)regieren.
Irgendwer schrieb kürzlich, ich glaube in der TAZ, dass es doch Sinn machte, einen Grundeinkommen für alle einzuführen, der bei beispielsweise 1.500 € läge. Was diesen Gedanken wirklich interessant, ja, höchst progressiv macht, ist, dass dieser Autor auch eine Einkommensbegrenzung andachte. Die legte er bei 10 Millionen € fest – ebenfalls pro Monat.
Genau das ist ES, ging es da durch den Kopf: mit weniger als 1.500 kann man nicht wirklich gut leben und mehr als 10 Millionen im Monat, wer um alles in der Welt braucht so viel Geld?
Kommen Sie mir nun nicht mit Kommunismus und dergleichen, das solche Denke sein soll. Nein. Das ist ein Begriff aus der Klamottenkiste. Reden wir doch von Bio-Effizientismus!
Wo sind die Damen und Herren, die sich für so etwas KLUGES im Namen der Leute endlich mal breit machen im Reichstag?

In Zypern muss anscheinend nochmals gewählt werden das kommende Wochenende. Es steht unentschieden zwischen Anastasiadis und Papadopolous bei der letztens vollzogenen Wahl. Ersterer soll aber das Rennen machen. Nächstes Wochenende wissen wir es. So rum oder anders: Jeweils die falschen sind am Ruder im überwiegend Griechisch sprachigen Teil der Insel! Als wären die da alle breit!

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kleiner Rundumschlag

via kleiner Rundumschlag zum Jahresende 2017

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Erlauben Sie, dass folgendes vorweggeschickt wird:
Diese Ausgabe wird auf „Zypernundmehr-News“ nicht wie sonst zum 30ten des Monats, sondern davor, wie unschwer zu sehen ist, noch vor dem 18. Dezember 2017 im Netz stehen. Nicht das wir vorhätten umzuziehen oder dergleichen. Aber dennoch: Es geht nach Griechenland – unser gelobtes Land, wenn Sie diese etwas merkwürdigen Anwandlungen freundlicher Weise mal nachsehen wollen. Den Veröffentlichungstermin für diesen Artikel vorzuschieben, bringt außerdem mit sich, dass Sie dann zumindest über die Feiertage auch Was zu lesen haben.
Gestern in der „Zauberflöte“ gewesen – eine Ausstrahlung im Rialto, die ansonsten direkt aus der Metropolitan Opera New York rüberkommt, diesmal aber nicht direkt, sondern konserviert.
Vom Hocker hat dies Aufführung nun wirklich nicht gehauen – behaupte ich. Überhaupt habe ich die Zauberflöte wahrscheinlich das erste Mal bewusst und inhaltlich mitdurchstreifen können und fragte währenddessen dauernd im Geist, auch weil ich länger in Österreich lebte: War Mozart nicht ein Österreicher? Weil die verwendete Sprache, na wie soll man es sagen, kam so aalglatt daher, so gar nicht wienerisch, eben reinstes Hochdeutsch – und inhaltlich ist die Zauberflöte doch sehr betagt, wollen wir es mal gutmeinend benennen. Das, was gesungen wird, so richtig mitzubekommen, macht bekanntlich der eingeblendete Text (Libretto) unten am Bildschirm möglich.
Schon interessant zu sehen, wie auf Deutsch Gesungenes sich auf Englisch und/oder Griechisch ausdrückt, beziehungsweise ausgedrückt wird. Zuweilen war die griechische Übersetzung so lückenhaft, dass, wären wir im Jemen, Syrien oder Ägypten gewesen, ich gleich an Zensur gedacht hätte.
Kommt man aus dem Rialto nach solch einer Übertragungen, wo unweit der Küste mit aller Regelmäßigkeit so etwas ausgestrahlt wird, und biegt gleich rechts ab, so ist knapp 100m weiter ein neues Restaurant/Bar vorhanden, wo sogar eine deutsche Studentin derzeit jobbt. Dieses Etablissement ist schätzungsweise im oberen sozialen Spektrum anzusiedeln. Nach einem Besuch einer Opernaufführung, sei es auch nur auf der Leinwand, gibt es nun also endlich einen wirklich passenden und sehr angenehmen Ort in Limassol, um das erhöhende Erlebnis einer Theater- oder Opernaufführung ausklingen zu lassen. Alles andere in der Gegend ist stets knallvoll, eventuell auch zu rauchig und meist irgendwie zu laut – nein, ich werde nun nicht schreiben: zu jung.
Ob man junge Katzen ins Rialto mitnehmen darf, ist wohl eher zu bezweifeln. Auf Flügen soll das aber möglich sein, auch in der Kabine. Wir haben es mit „Cobalt“ probiert. Das ist die neue zyprische Airline, die vorgibt, die untergegangene „Cyprus Airways“ mehr oder minder zu ersetzen – deren Nachgänger zu sein. Letzteres will hier anhand der Tatsache bezweifelt werden, dass eine kleine 6 Monate alte Katze einfach nicht an Bord gebucht werden kann. Das ein zukünftiger Passagier etwa bei einem Büro der Airline irgendwo in Larnaka, Limassol oder Nikosia vorbeigehen könnte, um die Angelegenheit mit der Katze an Bord zu erledigen, wenn es schon per Telefon nicht klappt, das vergessen Sie bestens gleich. Alles läuft bei Cobalt anscheinend über Call-Center. Und die Damen und Herren dort nehmen die Reisedetails wieder und wieder auf, doch wie versprochen rückzurufen, um, wie sie sagen, das OK für die Katze an Bord zu erteilen, darauf warten wir wahrscheinlich bis in die nächste Steinzeit – die ja dank Trump und Co vielleicht gar nicht mehr soweit fort ist, zeitlich.
4 Mal hatten wir es versucht und auch zurückgerufen und nochmals angerufen: ES KLAPPTE NICHT. Also haben wir AEGIAN gebucht. Wunderbar. Alles paletti, vorerst jedenfalls. Mal sehen, was kommen wird.
JAB!
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Sie kennen das bestimmt:
Umzug!
Als Korrespondent ist man an dieses Phänomen nun wirklich zur Genüge gewöhnt, mögen Sie denken.
Stimmt!
Doch ist es immer noch ein Akt, von A nach B usw. sich zu bewegen oder zu ziehen. Vielleicht wird das Umziehen manchem leichter, je älter. Vielleicht hat die Andere immer weniger Lust darauf. Und wieder beginnt ein neues Jahr: Weihnachten, Neujahr, 3 Könige, Fasnacht, Ostern. Die Termine stehen eigentlich fest im Kalender und trotzdem kommen sie gewissermaßen einem Umzug gleich. Man driftet von dem einen Event in den folgenden. Ja, sogar wenn man mit den Festtagen nichts am Hut hat.
In diesem Zusammenhang folgenden Witz:
Sagt Hans zu Ismail am Strand nahe der Stadt Tanger, Marokko:
„Eh, wo hast du denn die teuren Adidas-Turnschuhe her, und wieso sprichst du sogar etwas Deutsch?“
„Ach, ich arbeite in Deutschland.“
„Ach, ja? Als was denn?“
„Im Innenministerium bei de Maizière. Für jede so genannte freiwillige Rückreise bezahlt mich der oder das Ministerium – von Mal zu Mal gibt es mehr. Aber: Eigentlich ein Hungerlohn bei all den Kosten, die anfallen: neuer Pass, Schleuser, Proviant. Dennoch: Immer noch besser als irgendwo in Marokko 12 Stunden für nahezu Nichts zu arbeiten – und das ohne Sex, Drugs und heiße Partys inklusive Reise-Abenteuer.“

Weiteres aus Südwest, verehrte Leser – und dann auch noch Südost.

Wettermäßig geht es eigentlich nicht mehr viel besser als hier im Südwesten Deutschlands. Sogar noch etwas Winter ist uns geblieben, und das trotz Klimawandel: Regen, Sonne, Schnee. Wirklich alles verhältnismäßig gut dosiert vorhanden. Sie wissen gewiss noch: Baden-Württemberg hat 2013 das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes aufgelegt – Reduktion von Treibhausgasen und so. Kohlendioxidausstoßminderung um 25% bis 2020. Und daher hat das Ländle Konzepte entwickelt. Konkrete Strategien. Die öffentliche Hand soll da mit ran. Kommunen. Beide möglichst vorbildlich. Die Stadt Lahr im Schwarzwald ist beispielsweise seit 1990 auf diesem Trip: „Global denken, lokal handeln!“ Energie einsparen, effizienter nutzen. Erneuerbare Energien erzeugen und nutzen. In Lahr, beispielsweise, sollen zukünftig strengere Baustandards herrschen. Weg von den Benzinern ist eines der Motto, und daher fängt diese Stadt bei ihrem Fuhrpark an damit. Demnächst. Es wird also einiges getan in Sachen Energie-mit-Köpfchen-nutzen. Sogar Arbeitsplätze gibt es im Südwesten Deutschlands (Nordwesten der Schweiz, Osten Frankreichs) für jene, die Arbeiten wollen. Ausbildungsmöglichkeiten. Gute Restaurants, auch wenn die Speisekarte meist viel zu fleischig ist. Ein einziges vegetarisches Gericht haben aber nahezu alle im Angebot.
Sogar über die Café-Kultur gibt es nichts zu meckern, wenn man nicht gerade in Kandern nach solch einem Platz oder Kultur sucht. OK, dort gibt es einen jungen Griechen, der sich anscheinend bemüht im „Städtlebeck“, aber … . Lörrach ist da schon besser ausgestattet – auch Badenweiler, sogar Müllheim oder Steinen hinter dem Berg in Richtung Rheinfelden. Sogar auf der höchsten Etage eines Kaufhauses in der Stadt Lörrach kann man Kaffee-trinken-Gehen – oder gleich etwas essen. Die haben dort renoviert. Und tut mir leid: Jetzt gefällt es mir da oben nicht mehr. Es ist so komisch offen geworden. So, als würden wir alle die Hosen runter lassen müssen auf Kommando – oder ähnlich.
Dafür habe ich aber die Eisdiele am Hauptplatz vor dem Markt in Lörrach entdeckt, an der ich, ich gebe es zu, mit innerlich gerümpfter Nase – oder so – jahrelang vorüberging. Wahrscheinlich italienisch. Schokolade- und Vanilleeis. MMMH! Nuss schmeckt mir dort nicht. Und was anderes als die 3 Sorten bestelle ich in der Regel nicht in Eiscafés, die ich ansonsten auch so gut wie immer nur von außen sehe, also nicht betrete. Doch dieser Schuppen da mit den großen Fenstern und ich glaube zu erinnern mit hellgrünem Mobiliar, der hat was. Der mittzwanziger Bediener versteht sein Geschäft. Ist absolut unscheinbar und doch total präsent – auf die Angenehme. Muss auch den Somaliern aufgefallen sein, die dort verkehren. Wenn sie denn Somalier sind. Ich komme darauf, weil ich so an die 30 % der Worte, die da fließen, die sprechen nämlich so wahnsinnig schnell, dem Arabischen zuzuordnen glaube. Kann gut sein allerdings, dass die ganze Konversation auf Arabisch läuft, in irgendeinem westsudanesischen Dialekt oder so, dem ich nicht mehr bekanntes Vokabular abringen kann als jenes, was hier zuvor in Prozenten angegeben wurde. So auf nebenbei geschieht die beschriebene Registration des Wortsalates um mich herum, weil Zeitung lesend.
Zeitlich davor saß ich als gegenüber in einem weiteren Café, welches im Sommer, wie auch das Eiscafé, Tische nach draußen zum Platz hin zu stehen hat und etwas auffällig teuer ist, aber einen wirklich guten Tee serviert. Warnung an alle: Dort besser keinen Kuchen bestellen, der Ihrer Meinung nach auch noch etwas sättigen soll! Die Stücke sind so dünn bemessen, da kriegt man beim Hinsehen schon fast Schwindsucht, und schmecken tun die teuren Stückchen eigentlich alle wie vom Fließband, das heißt: aus einer Großbäckerei. Wahrscheinlich täusch ich mich da. Sorry!
Markt wird an jenem Ort etwas weiter hinten bekanntlich auch jeden Samstag abgehalten. Und genau dort, schräg gegenüber von der italienischen Pizzeria, die auf „Restorante“ macht, und die ich noch nie aufgesucht habe, ist ein weiteres Restaurant-Café neuerdings, in dem nun endlich, das erste Mal, wirklich gut gegessen werden konnte, das einzige vegetarische Gericht auf der Karte nämlich, welches es warm erhältlich gibt. Es hat mich im Sturm erobert.
Man sitzt allerdings etwas gewöhnungsbedürftig in dieser Location. Diesmal setzte ich mich, in Verlegenheit geraten deswegen, ans Fenster auf einen hohen Hocker und ließ die Passanten mit ihren Augen auf meinem Teller mitessen. Die ‚normalen‘ Tische mit Stühlen, die mich nicht antörnen, wie man sagt, sind dort im Raum so komisch angeordnet. Man mag sich nirgends wirklich gern hinsetzen. Und dass dem so ist, ist auch komisch. Zum Glück hat das Achtele Roten aus Italien zum Essen wunderbar gepasst. Meine über alles geliebte Linzertorte war auch im Angebot. Sie werden es nicht glauben, ich konnte ihr widerstehen. Sie war so merkwürdig dunkel, viel zu dunkel. Die sah nicht aus wie sonst, wie die von Mutti und den anderen in dieser Kunst Involvierten.

Nee, den Leuten scheint es gut zu gehen in Deutschland. Alle auf Weihnachtsbummel. Geschenkejagd. Mesale Tule soll aus Haft in der Türkei entlassen werden, wird gerade im Radio verkündet, genauer: dass so etwas Leute in Ulm fordern. In Ulm hat man sich dazu offenbar dort getroffen, wo ein Denkmal gegen den Nationalsozialismus sein soll. OK, und warum verkauft ihr dann noch immer Waffen in die Türkei oder nach Saudiarabien etc., wo ihr solche Denkmäler in der Gegend herumstehen habt? Und weshalb nehmt ihr den türkischen, politisch tätigen Mufti Erdogan nicht fest, wenn er sich mal aus seinem Bau in den Norden Europas traut, wie gerade vor Kurzem nach Athen? Der hat doch schon zur Genüge verbrochen. Und die nötigen Stellen in den jeweiligen EU-Regierungen wissen von seinen Untaten und die seiner Helfer – und noch von MEHR.
Ach so, geht nicht, weil man mit Diplomaten und Politikern so nicht umgehen darf. Und der libanesische Präsident Hariri kürzlich in Saudiarabien?
Aber Journalisten, die darf man wegsperren – Yücel etc. Bei denen ist das nicht so schlimm wie bei Politikern. Ja?
Die Amis müssen diese türkische Angelegenheit wahrscheinlich wieder richten für uns Europäer aus der EU. PESCO? Dazu später etwas mehr.

Die Amis haben den Erdogan eventuell derzeit wirklich auf dem Kicker. Doch so recht daran glauben, mag ich noch nicht. Für was die den wohl wieder brauchen? Welche heiße Kartoffel soll der aus dem Sack holen, in den keiner blicken kann und darf außer den US-Amerikanern? Letzteres, weil die Amerikaner den oben zuhalten und außerdem dessen Inhalt mit eingefüllt haben, darum!
Mit den Kanadiern zusammen will der ‚gute‘ Herr Trump anscheinend seine Welt retten gehen, kam mir so am Rande als News vorbeigeflogen von irgendwoher – und dass diese lästigen Steuern, die die Reichen eh schon ungenügend abdrücken, endlich noch mehr gemindert werden können in den USA. Und Letzteres ist anscheinend eine „Erfolgsstory!“
Ein Typ des US-Außenministeriums war ja vor ein paar Wochen sogar in Nordzypern – und scheint erst danach noch schnell im Süden der Insel vorbeigeguckt zu haben. Würde wohl niemand wirklich verwundern, wenn der Norden Zyperns doch noch eine US-Militärbasis verpasst kriegt. Ob man die Türkei auf diese Weise abstraft oder aber belohnt?
Sie mögen es nicht glauben, doch passt aus hiesiger Sicht der mysteriöse Trip des Mahmoud Abbas nach Saudiarabien gut hier her thematisch. Der saudische Kronprinz hatte den Palästinenser Abbas wohl gerufen, und Ersterer heißt Muhammad ibn Salman. Der Supersaudi, so wird er jedenfalls in den meisten Medien neuerdings herumgereicht, machte dem Palästinenser Vorschläge, die selbst jene der Feinde des palästinensischen Präsidenten von Washingtons Gnaden übertreffen – um das Schicksal des Landes Palästina endlich und für alle Male zu lösen, und zwar: ein palästinensischer Staat bestehend aus 2 nicht miteinander verbundenen Teilen soll her. Und jetzt kommt es: mit lediglich beschränkter Souveränität. Und so etwas schlägt ein Saudiaraber einem Präsidenten Palästinas vor!
Er solle sich nicht aufregen, sondern darauf vertrauen, denn das richte sich schon Alles zu seinen Gunsten, meinte so in etwa Salman zu Abbas dem Palästinenser. Trump posaunt derweil, Jerusalem als jüdische Hauptstadt haben zu wollen und dass die US-Botschaft genau dorthin verlegt werde.
He is looking for trouble?
Nee, keineswegs.
Außer, dass diese Angelegenheit abends als Nachricht im Fernseher untergeht, wird vonseiten der EU etc. kein Finger WIRKLICH gerührt werden – wahrscheinlich auch nicht von anderen. Netanjahu war schon in Brüssel, und hat dazu aufgerufen, die Botschaften der EU-Staaten nach Jerusalem zu verlegen. Ich glaube, Ungarn und vielleicht Tschechien haben schon eingewilligt dazu.
Scheinprogressive wie die Grünen und Linken im Brüsseler Parlament und in den Regierungssitzen der jeweiligen EU-Mitgliedsländer werden etwas motzen darüber; und dann geht es wieder ums eigene Wohl.
Wir werden sehen, ob Zypernundmehr-News mit derartigen Einschätzungen real Entstehendem vorgreifen wird. Gern täuschten wir uns darin. Keine 6 Monate werden vergehen und dann ist das Thema tot, beziehungsweise spruchreif, wie man sagt. Sie verstehen?
Mancher hätte vor dem Hintergrund der Trumpisierung des so genannten Westens der Welt wenig dagegen, wenn wieder ein paar kanadische Truppen in den Südwesten Deutschlands verlegt würden. Pure Nostalgie, sonst nichts – und vielleicht auch die teils aufkommende Einsicht, dass sich die weltpolitische Lage nicht gerade erst verschiebt, sondern schon längst verschoben hat. Die sprichwörtlich 7 fetten Jahre der westlichen Zivilisation sind ausgetanzt. Zar Putin und der Neukaiser in Peking haben übernommen. Und das hat eben gewisse Auswirkungen.

„Verdammt lang her, verdammt lang“, rockt da gerade jemand aus dem Transistorradio passend zum Kontext. Mindestens 20 Jahre und länger nicht mehr angeschmissen dieses kleine, tragbare Radiogerät. Ist all die Jahre immer brav mit umgezogen. In Izmir gekauft auf dem Markt für umgerechnet 10 Mark damals, ein Ort, der so schön unübersichtlich-übersichtlich ist und wo es auch so zugeht, teil-überdacht und unweit vom Meer mit der recht schönen Promenade – wenn nicht gerade die Polizei Ausweise kontrollierend tätig ist.
Das waren noch Zeiten! Was habe ich Izmir und alles, was es ausmacht, geliebt. Heutzutage würde ich noch nicht mal geschenkt plus 5-Sternebunker dorthin fliegen. Obgleich ja eigentlich nichts passieren dürfte.
Wer bin ich schon?
Drauf ankommen möchte ich es aber nicht lassen. Weil türkische Knäste sind zwar interessant, aber halt auch gefährlich, sehr gefährlich mit deutschem Pass in diesen Tagen, vermute ich mal so ins Blaue.
Ahmet vorgestern ebenso, also aus dem Blauen, angerufen. Das alte Haus lebt noch, zum Glück. Ist gerade in Sivas und nicht, wie sonst immer, in Istanbul, Aksaray.
Ach Sivas!
Dort habe ich Ahmet 1983 kennengelernt. Was war ich begeistert von den Menschen in Sivas – und nicht nur von Ahmets recht großem Bekannten- und Freundeskreis. War aber dennoch nie wieder dort. Wollte es vor Kurzem endlich tun, als ich es dann doch lieber bleiben ließ – wegen Erdogan. Hoffentlich schaffen die sich endlich diesen Monarchen vom Hals, versteht sich: auf zivilisierte Art und Weise! Diesen Sultan in „disguise“ (verdeckt).
Wenn ich diese amerikanisierte Wendung verwende, sollten Sie wissen, ist da immer dieser eine Hit von Michael Jackson am Werk in mir – irgendwie. Nein! Ich bin kein Jackson Fan. Doch die Jackson 5 sowie seine erste Solo-LP, die hatten was – die zogen um die Welt und hinterließen ihren Sound und Message in Hirnen.
In Sivas bildete ich mir damals ein, erstmals kapiert zu haben, was Anatolien ist und wie es sich anfühlt – weiter als weite Weite. Solange du nicht da warst, stimmen deine Vorstellungen darüber und das, was du dazu liest, solange du nicht dort warst. Das letzte Sätzchen liest sich schon fast anatolisch – oder so?
Ja, ich bin einer derjenigen, die das türkische Leben der Türkei richtig vermissen inzwischen. Schon fast 2 Jahre nicht dort gewesen. Fühlt sich an wie anderthalb Leben lang und vielleicht noch etwas länger.
Nee, hier in Europa, das ist anders. Die Türken hier sind gut und schön, aber … . Da fehlt meist was. Versteht sich, dass wenn hier von Türken geschrieben wird, einfach alle die Völker gemeint sind, die in der Türkei leben – auch und vor allem Zigeuner. Ach, welch Kultur, welch Reichtum, der sich da seit Jahrhunderten zu behaupten weiß im türkischen Teil von Trakien und anderen Orten wie Istanbul – irgendwie.
„Cingene!“
Und ich weigere mich, von Fahrenden zu schreiben! Weil ich habe nichts mit der Nazi-Vergangenheit Deutschlands am Hut! Auch mein deutscher Pass zieht mich in diese Dunstwolke nicht rein! Ich, so wie andere nach dem II. Weltkrieg Geborene, lassen (und wollen) uns dieses Monster des Monströsen nicht einimpfen (lassen); und unseren Sprachgebrauch vor plötzlich ausgebrochener super Korrektheit, fragt sich nur wessen, schon fast ad absurdum führen, wie im vorherigen Falle!
Es gibt da noch andere Beispiele, wie Sie alle wissen. Mir gefällt das Wort „Zigeuner“, ist positiv besetzt, so gut oder positiv wie „Schwarzer“ oder „Negerküsse“. Sie wissen doch gewiss: Die letzteren sind Leckerli, die mit dunkel brauner Schokoladeguss oder so etwas überzogenen sind. Das sind die süßen Dinger mit der flauschigen noch süßeren weißen Masse darin – früher in jeder Bäckerei ganz vorne stehend in der Vitrine zu haben gewesen.

In der Stadt Lahr, habe ich den Eindruck, leben die vielen Völker recht harmonisch miteinander. Anders als in Lörrach, geschweige denn in Kandern, sind sie in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen – selbstverständlich/er sichtbar?! In Kandern oder Lörrach denkt man:
„Ach, schau an, ein türkisches Geschäft.
Huch, und da sogar ein Araber.“
Diesen Blick auf die Nachbarschaft, oder wie man es besser nennt, kannst du dir in Lahr sonst wo hinstecken.
„Tamam?“
Mal sehen, wie das eben Gesagte im April 2018 zum Vorschein kommt, und zwar bei der Landesgartenschau. Ja, die wird in Lahr ihre Tore öffnen und es wird gerade mit Volldampf gebaut und gemacht. Soll alles nach Plan laufen. Das Wasser, welches im sogenannten Seepark-Areal auch noch im kommenden April unheimlicher Weise irgendwo versickern wird, ist zu erfahren, wird wohl erst nach dem Ende der Landesgartenschau daran gehindert werden, unerlaubt und unerwünscht wegzutauchen auf die zuvor so in etwa beschriebene Art und Weise.
Das klingt weniger umweltbewusst. Verzeihen wir es den Lahrern, aber nur, solange die Landesgartenschau ein Erfolg wird?
Und dann, wann ist so ein Event ein Erfolg zu nennen?
Die Leute scheinen geradezu schon einer Art Zerstreuungssucht zu unterliegen. Sind auf Achse wie Neu-Nomaden. Brauchen offenbar eine Reiz- oder/und Kuriositätsbefriedigung, und das andauernd, so scheint es, auch im so genannt Realen, und nicht im Internet allein.
Es scheint noch andere Baustellen in dieser Stadt zu geben. Doch: Lahr schafft offenbar das Kunststück, dennoch schäublische Schwarze Zahlen zu schreiben. Apropos politisch etwas rechts, wie es ja der Herr Schäuble ist, der derzeitige Bundestagspräsident:
Da sitze ich doch im Zug nach Basel. Ja, und was sehe ich in Basel einfahrend auf einem riesengroßen Bild an der Vorderwand der schweizerischen Basler Zeitung, die auch mal weltansichtsmäßig andere Zeiten erlebt hat als jetzt unter dem Regiment des Blocher-Clans (SVP) – letzterer Familie ist endlich in die Galerie der 10 reichsten Clans der Schweiz eingedrungen nach kürzlich herausgegebener Statistik?
Werbung für den Europa-Park in Rust sehe ich.
„Lauter die Glocken nie klingen, als zu rechten Seilschaft hin … .“

Weil wir schon beim Klingen sind: Zur Landesgartenschau in Lahr, wenn denn nichts dazwischenkommt, wird auch das Landes-Musik-Festival erklingen und/oder durchgeführt. Letztere ist auf den 23. Juni 2018 gesetzt worden. 20 Jahre gibt es das Festival schon. Und solch Anlass lässt sich dann schon besser zusammen feiern, zumal die Landesgartenschau 10 Jahre alt werden soll heuer:
Blasmusikverbände, Hackbrettensembles, Akkordeonorchester usw., aber offenbar keine orientalisch anmutende Orchestrierung weit und breit, die angekündigt wird.
Wussten wir es doch, werden einige jetzt denken. Wirklich schön wäre, finden Sie vielleicht, würden sich hier in Deutschland beheimatete orientalische Instrumente Spielende (türkisch-, kurdisch-, arabische) musikalisch an der vom Ministerpräsidenten des Ländles gestifteten Conradin-Kreutzer-Tafel als Amateurmusiker beteiligen.
Diese Tafel ist vielleicht schon seit 150 Jahren im Umlauf, glaube ich zu erinnern. Jedenfalls wird groß getönt, dass Amateurmusiker sich noch zu der Art Wettbewerb bis zum 15. Januar 2018 anmelden können (www.landesmusik-festival.de), der dort dann wohl steigen wird. Wäre echt klasse, wenn da ein paar Kurden etc. sich anmeldeten.
Eigentlich müssten die dann doch wohl mit einem Preis bedacht werden. Erfinderisch wie Mensch nun mal sein kann, siehe das Olympische Komitee im Fall Russland und seinen gedopten Sportlern, die ohne Flagge antreten werden dürfen, könnte ja dann schnell noch eine Tafel kreiert werden, auf der die Namen der ‚Orientalen‘ draufstünden, aber halt nicht, zu ehren oder so Conradin Kreutzers?
Ja, OK! Wir werden hier wieder etwas umgänglicher. Versprochen!
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Jedenfalls ist der Wald um Kandern das Beste, versprochen, weniger die aus Menschen gemachte Nachbarschaft. Ersteres lässt das Herzchen eines nach Gesundheit und Harmonie strebenden Menschen also nur höher hüpfen – wie bei der ersten gesichteten Traumfrau oder Traummann. Man muss einfach nur eintreten ins gezähmte Grün und das grüne Ästewerk, dann nach Bedarf weitergehen und bestens niemandem von der selben Spezies über den Weg laufen – und ALLES wird oder ist gut.
Die beste Droge weit und breit – WALD. Man muss es nur wollen. Man sollte sich einfach nur die Zeit nehmen dafür. Und nicht lang darüber lesen, schreiben oder quaki-quaki machen, sondern tun.
Jetzt kann ich es ja schreiben:
Danke, dass es Dich gibt, Wald in Kandern, auch wenn Du Dir neuerdings nackte Menschen in Dir gehend gefallen lassen darfst. Stimmt, die scheinbar unermüdlichen Holzfäller reichen Dir bereits. Wenn es richtig beobachtet wird, haben die vom Rathaus ausgesendeten Sensenmänner des Nutzwaldes von Kandern im Winter ‚kreative‘ Pause. Wahrscheinlich hinterm Ofen mit einer Bierflasche im Ansatz und einem Wurstbrot griffbereit. Klar doch: und dem Handy am Ohr oder/und dem TV-Bildschirm in Aktion. Zigarette in der anderen Hand. Wahrscheinlich nicht alleine. Mit Frau. Oder Kumpel. Hund. Katze, und die weiß, wann es angebracht ist, sich zu zeigen. Das einfache Leben eben. Lebensglück. Jeder auf seine Art. Und das ist gut so. Hier bei uns im Südwesten darfst Du. Du darfst dich sein, solange du weißt, wer die anderen sind – oder signalisierst, dass du begriffen hast, wer sie darzustellen vorgeben und es, zumindest in ihrer Gemeinschaft weilend, akzeptierst. Wie eben alle anderen auch. Das nennt man schlicht und einfach Zusammenleben. Und Normen, die braucht es dabei nun mal. Besser, nehme ich an, als mit der Faust sich Wege bahnen. Apropos Wege bahnen:
Gerade machen minderjährige Marokkaner Mannheim unsicher. Keiner will sie stoppen können, weil minderjährig.
Hey Leute! Geht’s noch?
Wenn ihr das jetzt nicht unterbindet, was glaubt ihr, was in ein paar Jahren da vor euch stehen wird? Eine weitere arabisch-sprachige Bande, die in den Zeitungen als Superkriminelle alle 3 oder 4 Monate Schlagzeile macht. Das könnte dann wirklich die eine Bande zu viel werden, die die AFD und Konsorten ganz nach oben spült im Ländle.
So wird man zwar auch berühmt, also serienweise Straftaten begehend. Doch diese Art eines sozialen Aufstieges sollte nicht juristisch oder von Amtswegen – oder beides – ermöglicht werden.
Beispielsweise Charr, der Libanese, der Herr hat sich immerhin nach oben geboxt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – Schwergewichtsweltmeister ist er kürzlich geworden. OK, er hatte sich eingebildet, schon mit deutschem Führerschein oder AOK-Mitgliedschaftskarte Deutscher zu sein und sich daher als deutschen Schwergewichtsweltmeister ausrufen lassen – wahrscheinlich sogar selbst so genannt.
Soll vorkommen.
Ist ja auch vorgekommen, dass jemand wie Max Schmeling mal Boxweltmeister gewesen sein soll, wo einige andere Jungs den Titel durchaus auch verdient hätten, nur eben die falsche Hautfarbe abgekriegt hatten und so irgendwie nie wirklich die Chance hatten, nach OBEN gespült zu werden, damals; und durchaus auch noch heute hie und da.
Und in die Fußstapfen des Letzteren sollte man Charr ruhig treten lassen, finden wir – in die Schmelings.
Was soll das denn?
Diese Fußspuren werden doch sowieso ausgetreten, sind eh schon ausgelatscht.
Herr Charr hat sich gemüht! Das gehört belohnt! Ihr wollt doch Leute integrieren, positive Vorbilder?
Bitte, da ist es!
Na, dann ist er halt ein Deutscher ohne deutschen Pass.
Und jetzt? Weltuntergang?
„Alles eine Frage der Perspektive“ würde eine gute Bekannte hier wohl sagen.
Fehlt nur noch, dass ein Weißer demnächst auf 100 Meter schneller rennt als es ein Farbiger je geschafft hat und die deutsche Nationalelf diesmal in Russland erneut Weltmeister wird.
Soll heißen: Alles möglich! Eigentlich.
In der Badischen Zeitung ist man sich seiner Sache offensichtlich schon ziemlich sicher. Also, dass der Fußball-Weltmeister, Deutschland, die Vorrundenspiele überstehen wird zur WM 2018: Mexiko, Schweden und noch jemand nicht wirklich Zurechnungsfähiges ist scheinbar bei ihnen in der Gruppe. Doch Löw, der Bundestrainer, ist ein ausgeschlafener Junge, zufällig aus Freiburg oder Umgebung. Er wird diese Überheblichkeiten eines Journalisten der Badischen keinesfalls in die Köpfe seiner Nationalelfspieler einsickern lassen – hoffen wir es mal. Diese Haltung, das weiß er, ist Gift für die Mannschaft. Also müsste man der Badischen schon fast unterstellen – demjenigen, der diesen Artikel zum 02. 12. 17 schrieb -, das größte Ziel der meisten, die mit der deutschen Elf fiebern werden 2018, derart zu unterlaufen!?
Die Schweizer sind auch wieder bei der WM dabei. Man staune.
Wussten Sie, dass Zürich das ökonomische Zugpferdchen ist in CH, dass die Kantone Neuenburg, Schaffhausen die noch besseren Schweizer Zugpferdchen geworden sind ökonomisch? Kanton Schwyz und Zug schlagen sich mittelprächtig. Hingegen Genf, Graubünden und sogar das Aargau verzeichnen Verluste. Basel hält sich so olala, doch Baselland mimt mit 0,8% Minus in der Statistik des Schweizerischen Bundesamt einen der Verlierer, zufällig einen jener, die gegenüber der deutschen Grenze liegen – und das ist wiederum verwunderlich.
Weil den Deutschen soll es ja gut gehen. Und denen geht es ja anscheinend gut, weil sie unter anderem Viele billig arbeiten lassen und Waren an der Grenze zur Schweiz, beispielsweise, verlockend günstig aus der Sicht des Schweizer Verbrauchers feilbieten auf deutscher Seite – sogar Steuern können an der Grenze wegen dem Kauf drüben noch geltend gemacht werden auf dem Weg zurück in die Schweiz mit den Koffern voll Ware.
Dass die Schweizer beim Fußball gegen Brasilien gewinnen bei der WM 2018, ist vielleicht deshalb gegeben, weil die brasilianischen Kicker eventuell innerlich angefressen auf den Platz kommen, um zu kicken. Soll heißen: Deren Management hat nämlich deren Quartiere in Sotchi, irgendwo in Russland nahe Georgien ist es gelegen, schon vor den Match-Auslosungen klargemacht. Nach dem Motto: Wer zuerst kommt, malt zuerst, haben sie nach den vermeintlich besten Hotelanlagen vor Ort in Sotchi, oder was für eine Art Unterkunft es genau ist, gegriffen. Nur waren die Losentscheide so, dass keiner der Spielorte der brasilianischen Mannschaft für die Vorrunde nahe Sotchi liegen, und so der so-und-so-fache Weltmeister aus Südamerika dann zu jedem Spiel durchs große, weite russische Land zuweilen zeitlich lange fliegen wird dürfen.
Es besteht also Hoffnung, dass die Schweiz dabei hilft, diesen Dauergast bei Weltmeisterschaften mitauszuradieren.
Endlich mal die Peruaner dabei. Die Saudis, das ist hier eine ganz spezielle Meinung, gehörten eigentlich gleich nach Hause geschickt, beziehungsweise erst gar nicht ins putinsche Zarenreich gelassen, weil sie im Jemen sowie in Syrien eine Art existenzieller Gegner Putins, und überhaupt des zivilisierten Umgangs miteinander, darstellen.
Auch wenn ich ja sonst nicht so auf Putin kann, der seinen Beichtvater namens Tichon immer näher an sich heranrücken lassen soll in Sachen Weltansicht, aber, Putins Meinung oder Einstellung gegenüber dem Verwalter des wichtigsten Teils des muslimischen Erbes in Mekka, dieser Einstellung könnte gern etwas abgewonnen werden, wenn der Einfluss dieses Tichon auf Putin nicht wäre.
Letzterer ist so etwas wie der russische Kulturkardinal. Nach Aussagen der schweizerischen Basler Zeitung vom 5. Dezember 17 habe Tichon in etwa das Folgende gesagt:
„Die Erschießung der Zarenfamilie 1918 durch die Bolschewisten sei ein Ritualmord, also ein Menschenopfer, gewesen.“
Die Basler Zeitung kommentiert das eben Gesagte daraufhin, wie folgt:
„Eine antisemitische und eigentlich längst widerlegte Version. Die [russische] Öffentlichkeit staunte, das staatliche Ermittlungskomitee [Russlands] aber hat die Fahndung nach den Beweisen für den [erwähnten] Ritualmord schon aufgenommen“ – und das Letztere, kein Scherz, nach dem Verlauf von knapp über 100 Jahren.
Es lebe der Stahlinismus putinscher Prägung. Das „h“ im Wort Stalin ist gewollt eingefügt worden.

Die Türkei hat auch fußballerisch glücklicherweise früh genug erkannt, dass ihre derzeitigen Politiken nicht dazu geeignet sind, bei den Weltmeisterschaften im Fußball 2018 im größten Land der Welt, solch geografische Größe durch eingebildete kemalistische oder erdoganistische Größe fußballspielerisch herauszufordern, oder gar mit religiös unterwanderten, verbalen Ausfällen des neuen Paschas von Kazim Pascha Istanbuls begleiten zu lassen – von Erdogan Abi, wie manche Bewohner der Türkei inzwischen sarkastisch zu ihrem Führer sagen. „Abi“ steht für großer Bruder, und wie wir wissen, können Beziehungen zu großen Brüdern recht umfangreich sein und verstanden werden.
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Der Hit-Song „Fresh“ von Cool and the Gang aus anno domino wird gerade gespielt im SWR1. Na klar, es ist der 02. Dezember und so wie die Zyprer schon seit Monaten Wahlkampf betreiben, der dann hoffentlich im kommenden Februar sein Ende gefunden haben wird 4 Minuten lang, so ist hier im Südwesten und wahrscheinlich in Gesamt-Deutschland Weihnachten schon längst auf Hochtouren.
Dieses Jahr will mir Weihnachten irgendwie gefallen – und das seit vielen Jahren. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich vom Alter her die 60er Marke gerissen habe?
Was auch immer: Die weihnachtlichen Lichtelein, an ganz normalen Bäumen sogar angebracht zuweilen wie in Städten wie Lahr, sind wahrscheinlich doch zu betörend für jemand, der jahrzehntelang dieses Fest gern gemieden hat – was in islamischen Ländern verweilend nicht gerade schwerfällt, wenn man sich nicht in großen Hotels aufhält oder auf der deutschen Botschaft arbeitet oder oder.

Bevor Weihnachten dieses Jahr so richtig losgetreten wurde, war ich zufällig auf der „Chryanthema“ in Lahr im Schwarzwald. Inzwischen wurden jene in dieser Stadt mit Preisen ausgezeichnet, die die schönsten Kunstwerke aus Chrysanthemen gebastelt hatten im Rahmen der zuvor bezeichneten Festtage. Den ersten Preis machte ein Freundeskreis namens „Eichrodtschule“. Die waren clever genug, den 20. Geburtstag des Chrysanthemen-Fests in Lahr zu thematisieren, indem sie einfach einen Geburtstagskuchen aus Chrysanthemen zusammensteckten, der auch recht eindrücklich optisch rüberkam.
Schon mal was vom Europa-Park in Rust am Rhein gehört?
Ja, weiter oben, werden Sie wahrscheinlich antworten.
Nun dann! Dieser Park wurde auch wieder ausgezeichnet, allerdings andernorts für was anderes. Eine Kirche gibt es in jenem Park, der sogar auch mit einem Schweizer Zirkuspastoren bestückt sein soll. Die Kirche geht eben manchmal schon etwas eigentümliche Wege. Wie wir alle ja noch aus der nicht allzu weit zurückliegenden teutschen Vergangenheit wissen.
Hingegen: „LichtBlicke“ ist eine der Sensationen, die zu Weihnachten in Lahr feilgeboten wird. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt scheint mit de Bezeichnung LichtBlicke vor allem gemeint zu sein. Und ich muss gestehen, die letztere ist zumindest auf dem Marktplatz der Stadt nachts recht dezent, sehr schön anzusehen. Und noch schöner: Am frühen, sehr frühen Morgen leuchten die vielen Lampen nicht mehr wie beispielsweise in Zypern bei selbigem, also weihnachtlichem Veranstaltungsgrund, wo Energiesparen leider meist noch immer – vorerst – eine Floskel der meisten Berufspolitiker ist, um gewisse Interessen und Interessengruppen zu bedienen, und die Lämpchen leuchten und leuchten, oft sogar auch tagsüber.

Apropos Interessengruppen:
Da liest das Darüber-wenig-erfreute-Auge, dass Macron und der Grieche Tsipras dem SPDler Schulz zur Groko angeblich raten – zur Großen Koalition und so. Dass Ägyptens Ex-Premierminister Schafiq sich in Kairo wieder blicken lassen darf. Dass die Mubarak-Söhne mit großer Wahrscheinlichkeit einige Millionen Euro aus der Schweiz, sozusagen, loseisen werden können auf gerichtlichem Weg. Dass Seehofer immer noch nicht die Zügel aus der Hand zu geben gedenkt innerhalb der CSU und es offenbar darauf anlegt, als Politclown oder öffentlich gebrandmarkter Unverbesserlicher zu enden. Dass das Rottweiler Münster endlich wieder in altem Glanz erstrahlt und dass in Stuttgart im Museum so viele nackt gemalte Männer wie noch nie davor in ganz Deutschland, und zwar JETZET zu bestaunen und zu bewundern sein sollen. Zuletzt, weil das muss der Aufzählung einfach noch beigefügt werden: dass „ein Buch als Aufruf zum Kannibalismus“ 350 Jahre alt wird, schreibt die Lahrer Zeitung am 04. 12. 17.
Die Rede ist von Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“, welches ich mir einst im Jemen verweilend griff, weil es in zweisprachiger Ausgabe – Englisch/Arabisch – zu haben war. Jetzt kommen wir also über Umwege endlich den tieferen Beweggründen der Krise in Arabien näher?
Den Saleh, jedenfalls, haben die Huthis Anfang Dezember 17 im Jemen umgebracht. Musste wohl so kommen. War nicht viel Andres zu erwarten. Der frühere, langjährige Präsident des Landes, Saleh, hätte sich womöglich doch noch den Saudis angedient, nachdem er sie jahrelang gemeinsam mit dem Stamm der Huthis bekämpft hat – nicht etwa für die einfachen Leute unbedingt, sondern doch schon eher und ziemlich offensichtlich wegen der eigenen Macht. Und ja, auch Sie haben es vernommen: Spendenaufrufe neuerdings, und das sogar für den Jemen.
Weiß jetzt auch noch nicht genau, wie ich von diesem Kontext zum nächsten gelange, aber … . Kann es sein, dass immer wieder zu Jahresende eine Art Würdigungsmacke ausbricht? Spendenaufrufe sowieso. Und Saleh wollte ich mit seiner Erwähnung, hier, nicht gewürdigt haben. Ihn als Menschen, OK.
Nun: Schlägt man die Zeitungen in dieser weihnachtlichen Phase also auf, so wird praktisch auf jeder Seite was von einer Würdigung oder Preisverleihung berichtet – offenbar eine inflationäre Angelegenheit, siehe zum Beispiel in Zypern den alljährlichen „Hearts of Gold“ Preis für soziales Engagement.
Daher:
Vermachen Sie Zypernundmehr-News bitte bloß keinen Preis – auch nicht würdigen, bitte!

Ja, und in diesem Zusammenhang muss in eigener Sache würdigend jemand zu Grabe getragen werden: „Kandernundmehr“. Diese, von uns betriebene News-Webseite wird ihre Tore schließen. Alles, was es zum Thema Südwest und Kandern etc. zu berichten gibt, wird einfach NUR NOCH auf Zypernundmehr-News Verbreitung finden!
Für Ihr entgegengebrachtes Beileid bedankt sich das oben näher bezeichnete Internet-Blättle-Team. DANKE!

Stellen Sie sich mal das vor: Der Vorbeter der Lahrer Moschee, der Herr Babur, ließ wissen, dass man ja inzwischen EIGENE Leute habe, die man in die Türkei schicke, um dort ausgebildet zu werden, und um dann auf Deutsch den Islam in Deutschland (Lahr) zu verkünden.
Schon fragte es bei mir:
Ob das nicht an dem vorbeistreift, was eigentlich angedacht ist vonseiten der meisten Regierenden im Bundestag zu Berlin? Denn was nützt es, wenn da vorne jemand auf Deutsch genau das in einer Moschee sagt, was nicht (mehr) in muslimische, dem Islam zugeneigte Köpfe hineinsoll? Als hätte der Staat, Staaten der EU, nichts Besseres zu tun als unentwegt und 24 Stunden lang, Hörposten in Moscheen zu installieren. Ein aufgeklärterer, und somit mit westlicher Aufklärung und Lebensweise durchzogener Geist, sollte doch wohl eher Einzug halten (lassen), ein Etwas, dass sich im Rahmen der EU-Verfassungen sozusagen selbst-regulierend lebt. Doch so etwas dürfte aus Deutschland stammenden, angehenden Imamen – in unter dem Diktat des Herrn Erdogan stehenden Institutionen der Türkei – gewiss nicht vermittelt werden können in Ankara oder Istanbul etc.
Folglich: Gut und schön, dass in der Vogesenstraße in Lahr eine Moschee im Rohbau steht, die demnächst fertig gestellt sein soll. Doch wozu braucht es dort eigentlich Kellerräume, die, wie Herr Babur wissen lässt, LEIDER eine zeitliche Verzögerung des Projekts bewirken?
Was sich hier des Weiteren indirekt zur Frage geradezu formuliert, ist:
Das Original in Mekka kannte keine Keller. Und wenn die Moschee hier in Lahr Fußheizung haben muss, nun dann, warum auch nicht, auch, dass der Bau halt teurer werden dürfte als geplant. Doch ist irgendwie auch und ganz plötzlich die Frage in den Raum gerückt aufgrund des Kellers, ob daher vielleicht auf die Funktion des Minaretts verzichtet wird – Gebetsausrufung usw.? Ist ein Keller etwa plötzlich nötig, weil an jenem unterirdischen Ort anstatt vom luftigen Minarett die Lautsprecher erklingen werden – sozusagen im Gegensatz zu dem, was in der Türkei allgemein praktiziert wird? Ist Letzteres eine zu erwartende Maßnahme zwecks guter Nachbarschaft im Viertel?
Oder was ist der Grund für eine etwas kostspielige Kelleranlage? Was soll dort denn alles gelagert werden? Wein dürfte es wohl nicht sein. „Suçuk?“ Das ist die nach Knoblauch und anderen Gewürzen riechende türkische ‚Nationalwurst‘. Oder gar „Hellimi“-Käse aus dem Norden Zyperns?
Mancher Muslim könnte Bedenken anmelden, müsste erfahren werden, dass Koran- und Hadithbücher in einem Keller dieser Moschee aufbewahrt werden sollen. Ein Keller ist nun mal im Boden und folglich tief gelegen, näher zur Hölle als die Betenden in einer Moschee darüber – sofern jemand Himmel und Hölle in etwa so verortet. Immerhin: Nicht umsonst wird ja vom Himmel gesprochen, und keiner käme auf die Idee, dann an Erdmitte zu denken. Oder?
Obgleich, es stimmt, die vielen heiligen Bücher könnten an solch tief gelegenem Ort der oben Gottesdienst haltenden Gemeinde durchaus eine Art Schutz vor dem Bösen von Unten her sein!?
Wie ich jetzt auf so etwas komm?
Kann Ihnen gesagt werden, wie das Bild entsteht, weil es, wenn Sie gestatten, in Ableitung vom Original, so oft mit eigenen Augen gesehen wurde – allerdings außerhalb Europas meistens. Die Rede ist nämlich davon, dass sich, beispielsweise, ältere Damen oder Herren in überwiegend muslimisch geprägten Ländern zuweilen auf der Straße gehend plötzlich bückten, was mich anfänglich etwas verwunderte, und das ‚nur‘, weil sie ein kleines Stück Brot auf dem Boden liegen gesehen hatten, bückten sie sich danach. Das hoben sie auf und platzierten es dann erhöht irgendwo in der Straße.
Nein, sie verzehrten das Stückchen Brot nicht etwa selbst! Letzteres habe ich noch nicht mit ansehen müssen, was dieser Tage im Jemen aber wahrscheinlich ‚gelingen‘ dürfte, und zwar mit religiös-instrumentalisierter Hilfe aus Saudi Arabien, Israel und den USA – die Europäer dürfen sich dabei zumindest indirekt angesprochen sehen; und Ägypter sowie die Emiratis etc. zu erwähnen in diesem Kontext, ist durchaus auch wichtig – diese Handlanger Washingtons etc.
Das heißt im Übertrag, um zurück zur Moschee in der Vogesenstraße in Lahr zu kommen:
Auch der Koran oder die Hadithe stehen in der Regel gesondert, nämlich erhöht. Kein Muslim, glaube ich, würde s/einen Koran auf den Fußboden stellen oder legen, außer, darunter wäre ein Stück Stoff oder Ähnliches – oder aber es gäbe keine andere Wahl und der Ort wäre erkenntlich sauber.
Das heißt: Auch wenn so ein Keller unter einer Moschee sauber ist, und auch wenn man Korane dort sorgfältig lagerte, falls man so etwas überhaupt vorhat in Lahr, so will wahrscheinlich vielen einfach nicht das Bild im Hirn verschwinden, dass dennoch darüber mit Füßen, Knien, Ellbogen und jeweiliger Stirn eines Gläubigen und anderen, die den Raum betreten, gewissermaßen getreten, darauf eingewirkt wird.

Wie sehen Sie diese Angelegenheit, verehrte Leser?

Apropos Zusammensein: Interessierte, die sich vorstellen können, als islamische Krankenhaus- und Gefängnisseelsorger arbeiten zu wollen, weiß nicht, ob man dafür bezahlt wird, wahrscheinlich schon, können sich dazu ausbilden lassen. Das wird als „umfangreiche Weiterbildungsmaßnahme“ in der Lahrer Zeitung angepriesen. 190 Unterrichtsstunden sind zu absolvieren plus 55 Stunden Praktikum sowie 25 Std. Supervision begleitend. Interessenten wenden sich an 0621/4371 4002 oder an alfred.miess@mannheimer-institut.de.
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Verzeihung!
Sie mussten gerade austreten?
Hoffentlich nicht an einer Autobahn und ohne Geld. Der Liedermacher Rainald Grebe hat nämlich gerade seinen Prozess verloren. Wollte das Freipinkeln in Autobahntoiletten durchdrücken. Kurz: Der Richter wies Grebe darauf hin, er hätte seinen Prozess besser in einem anderen Bundesland als Rheinland-Pfalz ausgeführt, „denn es sei der Bund, der mit der zuständigen Autobahn Tank & Rast GmbH 1998 einen inzwischen wieder gekündigten Rahmenvertrag geschlossen habe [d.h., es kann also wieder umsonst Wasser etc. laufengelassen werden in diesem Bundesland an Autobahnen] – einen Rechtsanspruch auf kostenlose Toiletten an Autobahnen gibt es laut Urteil weiterhin nicht. Zudem sei auch die Daseinsvorsorge nicht immer kostenlos. Dazu gehöre die Versorgung mit Trinkwasser. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (AZ. 5 K 1284/16.Ko) Lahrer Zeitung 5.12.17.“

Kurz noch Einiges zu Zypern bevor der Artikel im digitalen, ewig vorhandenen und weihnachtlichen, neujährlichen Orkus verschwindet:
Wie gesagt: Schon bald sind Wahlen auf Zypern. Ein Wahlprogramm, bei dem die Leute sich orientieren könnten, welcher Partei sie ihre Stimme geben, soll nicht wirklich erkennbar bislang erarbeitet worden sein – von keiner der Parteien und das knapp 40 Tage vor dem Ereignis. Das lässt darauf schließen, unweigerlich sozusagen, dass hier Politik nicht in erster Linie nach Nutzen–Kosten–Erwägungen betrieben wird, sondern nach Loyalitäten.
Stellen Sie sich das so in etwa vor wie bei einem Sportverein: mit der Verein großgeworden, dabeigeblieben. So in etwa.
Obgleich dringend benötigt, gelingt es den Regierenden in Nikosia-Süd knapp 40 Tagen vor den Wahlen in 2018 auch noch immer nicht, Untersekretäre zu bestimmen – weil eine Krähe der anderen Krähe möglichst nichts gönnt. Dann soll die ganze Chose anstatt halt den Bach runtergehen. So in etwa muss die innere Einstellung der Beteiligten in etwa sein. Man ist halt sehr auf sich versiert.
Ich! Ich! Und nochmals Ich!
Lediglich der Untersekretär für Schifffahrt konnte klar gemacht werden von den im Dauerstreit stehenden politischen Parteien Zypern-Süds. Und das ist ausgerechnet derjenige, wo überhaupt so etwas wie Leistung, die erbracht wird und wurde, ausgemacht werden kann. Was vorrangig damit zu tun hat, dass diesem Untersekretariat keine der politischen südzyprischen Parteien zu nahesteht, dass so genannte Ausländer die Show rennen.
Beispielsweise ist das Resort Tourismus in der Hand der DIKO – und daher geht dort nur eins vor allem: Chaos und Intransparenz. Ein Sauhaufen, würden die Bayern sagen. Die zyprische Telekommunikationsgesellschaft, Cyta, steht leider auch unter dem Damoklesschwert der DIKO.
Ähnlich sieht es bei der Ernennung des Untersekretariats für die so genannte „Entwicklung“ aus. Diese ist in der Hand der schein-kommunistischen AKEL. Die träumen meist vom Verstaatlichen und Ähnlichem. Das heißt: Das Investitionsklima, welches ausgerechnet in den Händen dieser Partei ist, dürfte auch in absehbarer Zeit weiterhin etwas abgebremst aufhellen – was allerdings nicht unbedingt das Schlimmste ist oder wäre, wenn das Wohl der Allgemeinheit wirklich oberste Priorität hätte.
Immerhin: Zypern hat sich im Gegensatz zu Malta und Dänemark der PESCO verpflichtet. Die wurde gerade vor Kurzem aus der Taufe gehoben in der EU und wird gewiss noch ein Kandidat für einiges Kopfzerbrechen sein – so auch auf der Insel. Denn das lang angepeilte Verteidigungsbündnis der EU namens Pesco hat so seine eigene Laufrichtung, und wenn nicht, dann dürfte sich so etwas Ähnliches schon demnächst herausstellen – sozusagen unweigerlich.
Und Zypern ist nun mal unweit gewisser Interessenzonen gelegen; und Israel, neuerdings ein enger Freund Nikosias, spielt va banque in der Region südöstliches Mittelmeer – eigentlich bis über den Atlantischen Ozean hinweg und tief in den Irak, Ägypten, Türkei, Griechenland und sogar im Jemen ist das spürbar.
Apropos „va banque“: Der ehemalige Oberhäuptling der Bank of Cyprus wurde verknackt, der Herr Andreas Eliades. Doch ganz fest steht es noch nicht.
Wie so oft wird es wohl auch nun wieder so gemacht. Genauer:
Es handelt sich um einen psychologischen Trick, der so genial ist wie Trump umweltbewusst. Diese Art Täuschung wird auch in Deutschland gern angewendet, versteht sich, mit Hilfe der sogenannten etablierten Medien gelingt es meist besonders gut.
Da ist also ein reicher einflussreicher Mann oder Firma (Frau kommt so gut wie nie vor), der beim Schummeln im großen Stil erwischt wurde. Nun, so richtig stimmt das mit dem „erwischt“ schon nicht, weil ja zu viele meist über Jahre das Schummeln aus der Ferne – oder gar näher – begleiten oder betrachten, ja, oft auf ignorant schaltend wachsen lassen – aus welchen Gründen auch immer.
Und ebenso ungewiss ist oft, weshalb dieser Mensch oder diese Firma nun jetzt ausgerechnet bestraft wird, wo das ALLES doch zuweilen schon seit Jahrzehnten läuft.
Dem aufmerksamen Betrachter ergeben sich nun mal solche Fragen, da sich weitere Fragen anschließen: Was wird da schon wieder abgedeckt; und wer braucht das, um seine Kartoffeln damit zu braten etc.?
Das, was vorweggesagt wurde, spricht so in etwa an, dass solche Firmen oder Personen dann meist in der Presse verrissen werden – nach Strich und Faden. Und dann ist meist für auffällig lange Ruhe um sie. Die kehrt wie ein Schlafmittel in Gedächtnisse ein. Und dann kommt irgendwann ein Gerichtstermin, gern ohne große Öffentlichkeit oder Ankündigungen, aber meist doch so viel dazu irgendwo vermerkt, dass Boulevard Zeitungen nicht an den Karren gefahren werden kann, wie: Ihr habt darüber ja gar nicht berichtet. Kurz: Oft wird der Ball dann niedergehalten, wie man sagt. Da steht dann: Herr F oder Firma G wurde zu einer bedingten Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung bestraft.
Der Typ setzt sich danach in sein eventuell teures Auto und fährt dorthin, wo er hinwill; wohingegen andere, solche wie Du und ich beispielsweise, bei solch gravierenden Straftaten absitzen gehen dürften.
So läuft der Hase.
Wer eine Katze hat, der weiß, was zu tun ist, wenn der Kater keinesfalls mitkriegen soll, dass die anderen Katzen vor dem Haus zeitlich vor ihm etwas zu Essen kriegen: ablenken!
Ansonsten? Man lenkt sich auf Zypern gern vor dem Fernseher sitzend ab. Oder man geht gleich ins Stadion und schlägt mit Fäusten, Stöcken, was auch immer mit hineingeschmuggelt werden kann, zu – auch davor.
Die Gewalt in zyprischen Stadien und davor wird immer extremer. Es ‚braucht‘ offenbar einen Toten, bis die Politiker WIRKLICH reagieren (lassen).
Zuletzt: Sollte Ihnen jemand gerade Cyprus-Bitcoins anbieten, dann überlegen Sie sich das noch einmal, ob Sie wirklich gleich NEIN sagen wollen!!!?
Guten Rutsch ins Neue Jahr und feiern Sie schön.
Zypernundmehr-News, Redaktion

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kibris 2017

via Kibris 2017 u. s. w.

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Kibris 2017 u. s. w.

Vorweg einige Bemerkungen zu ‚Jamaika‘ und dergleichen in Germanys Reichstag – und zur SPD und dem ‚Wundermittel‘ Glyphosat. Von der erwähnten politischen Partei kann nicht als Insider berichtet werden. Es sind eher Betrachtungen eines einigermaßen durchschnittlich gut informierten Zeitgenossen, die Sie erreichen werden.

Derzeit sondieren DIE da vom Bundestag noch. Bis dieser Artikel erscheint in zwei-drei Tagen dürfte MAN sich noch zu keinem Ergebnis durchgerungen haben – wer mit wem und wie.

Dass es zu Neuwahlen kommt, wird hier eher ausgeschlossen. Wünschenswert wäre eine Minderheitenregierung. Nur so etwas werden sich die Verhandler der durch das Wahlergebnis befugten politischen Parteien wohl nicht verpassen – leider. Uns Bürgern dieser Republik gehörte so ein Regieren aber schon mal verpasst, auch, damit voraussichtlich bei vielen wieder so etwas wie Freude und Neugier, ja, Interesse fürs Politische und MEHR entfacht würde, und zwar, beispielsweise, vermittels Diskussionen im Bundestag – die sich dort ja, vorerst, eh schon allein wegen der AFD etwas interessanter gestalten dürften zukünftig, mit höherem Unterhaltungswert usw. Deutschland braucht außerdem dringend noch mehr und sichtbarer – für gewiss die meisten Bewohner dieses Landes – Demokratie, und weniger von Oben-herab-Regieren, wie es die vorherige GROKO und alle Regierungen davor bislang abgezogen haben – mehr oder minder noch immer abziehen als stünde die GROKO schon.

In dem dieser Herr Schmidt von der CSU vor Kurzem im Europäischen Parlament nicht wie „vereinbart“ in Brüssel mit Stimmenthaltung stimmte in Sachen Glyphosat, mal ehrlich: Braucht es noch mehr Beweis dafür, dass ein problematisches Demokratieverständnis in wahrscheinlich dem größten Teil der sogenannt oberen (politischen) Klasse der Gesellschaft zu krass kursiert?

Und dann wäre da noch das Schleckerurteil. An das Urteil, damals, dieses ehemaligen Fußballers namens Höhnes, der jetzt wieder auf Manager macht beim FC Bayern, mag man sich schon gar nicht mehr erinnern oder sich ausmalen, dass die verurteilten Schleckerkinder mit ihrer Berufung doch noch durchkommen. Zu lediglich 2 Jahren noch etwas wurden die verknackt:

Wie glauben diese Verbeamteten in Justiz und Politik hierzulande eigentlich vor allem junge Menschen davon überzeugen zu können, für die Gemeinschaft eintreten zu sollen und sich legal ‚nach oben‘ durchzuboxen, wenn solche Urteile gefällt und solche Verhalten vorexerziert werden?

Wie es der Zufall will, jährte (40) sich der Mord an dem Arbeitgeber-Präsidenten Schleyer, offenbar am 28. 11. Dessen Sohn traf die ehemalige Terroristin Silke Maier-Witt in Skopje. Letztere entschuldigte sich für ihre Taten von damals. Mir ging durch den Kopf, als der Artikel in der Bild überflogen wurde: „Wie viele Bildleser haben vor dem zuvor gezeichneten Hintergrund wohl so etwas gedacht, wie: Eine Sauerei war der Mord an Schleyer schon. Aber geändert hat sich an den Gründen dafür eher wenig bis gar nichts – diese sind dabei, sich noch zu verschlimmern!

Eigentlich schon fast egal, was DIE untereinander in den Sondierungsgesprächen auskaspern, wenn es auf GROKO erneut hinausläuft. Hält sich ja eh niemand WIRKLICH ans zuvor angeblich mühevoll Ausgekasperte im politischen Alltag!

Ja!

Dann soll sie doch als Minderheitsregierung regieren, die Merkel!

Mal sehen, ob die SPD ihren Profilierungshunger im Gespräch in den eigenen Reihen und gegenüber den Verlockungen der CDU etc. noch einmal überwinden kann und wieder in die Opposition freiwillig abtaucht – und GROKO hoffentlich nicht ermöglicht.

OK, die Gefahr besteht, dass Präsident Steinmeier dann anordnet, was er besser nicht anordnete: Neuwahlen.

Die Grünen streben ja eh kompromisslos zur Macht. Mendeln die eigentlich oder sind die doch eher darwinistisch drauf?

Man kommt einfach nicht umhin, zumindest ein einziges Mal, sich als Blue Print einen der jährlich herauskommenden „Cyprus Country Reports“ zu greifen (www.cyprusprofile.com), diesmal den Report der CountryProfiler Ltd. für das Jahr 2017. Und ich kann es Ihnen jetzt schon verraten: Etwas zu grüner Politik oder dergleichen, Partei der Grünen und so, konnte ich dort drin jedenfalls nirgends lesen.

In der Folge wird recht freizügig aus erwähntem Country Report Info abgesaugt und Ihnen sodann dargereicht zur Verdauung – oder so.

Auf der Kreuzung zwischen Europa, Afrika und Asien liegt Zypern, wie Sie ja wissen. Ein kleines, geteiltes Land – Zypern. Das drittgrößte Inselchen im Mittelmeer. Es teilt eine 300 km lange Seegrenze mit Ägypten, 108 km mit dem Libanon und 71 km mit der Türkei. Griechenlands Festland liegt ungefähr 800 km weit entfernt von Zypern – nordwestlich. Die Insel hat angeblich inzwischen 10.000 Jahre menschliche Geschichte auf dem Buckel. Zypern war vielen Kulturen ausgesetzt, die teils aufgenommen wurden – hineinschmolzen. Kurz: die strategische Lage im südöstlichen Mittelmeer formte und formt die Insulaner ausschlaggebend mit – so unter anderem auch ihre Involviertheit in den internationalen Handel und Geschäfte. Naheliegend ist auch daher, dass sich im äußersten Südosten der EU ein steuerfreundliches Investitionsklima entwickelte. Der genannten Union gehört Zypern bekanntlich seit dem Jahr 2004 an. Es hatte sogar schon die Ratspräsidentschaft der EU inne – „erfolgreich“, wird gern und stets betont.

Dieses Land unterhält mit 60 Staaten sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen. Urlauber finden sich im Vergleich zu den Jahren davor überproportional ein, seit die Türkei, Ägypten, Libanon und Tunesien in Sachen Tourismus einigermaßen schlappmachten. Die dazugehörigen Regime gebärden sich einfach zu unfreundlich, zu autokratisch, zu menschenverachtend – sind eigentlich zu gefährlich, um dort unbesorgt Ferien zu machen als Europäer (Tunesien ist nicht ganz so schlimm, Libanon wird es gerade mal wieder, aber…). Geiselnahme (beispielsweise Yücel) steht daher stets im Raum für Reisende, Racheaktionen ohnehin, schlichtweg Hass, der sich auf den Westen richtet und Touristen trifft, treffen kann – Homophobie nimmt bizarr zu, siehe Ägypten, siehe die Türkei, Iran sowieso.

Zypern hingegen ist einigermaßen friedlich. Man definiert sich im griechischen Teil der Insel prononciert als christlich, als Wiege des Westlichen. 340 Tage durchschnittlich scheint die Sonne – und MEHR. Die Strände sind offen für jeden, soll heißen: Hotels und andere Anrainer ans Meer können das Durchqueren oder Betreten ‚ihrer‘ Strände der Öffentlichkeit nicht verbieten, genauer: sie sind dazu angehalten, den Durchgang so zu ermöglichen, dass man nicht den Eindruck gewinnt, man betrete Privateigentum – im Gegensatz zum Norden der Insel, wo Hotels und andere Interessierte der Öffentlichkeit den Zugang offenbar gern versperren.

Klar doch, als Service-Center sieht man sich auf Zypern auch gern, und zwar für Schifffahrt, die Finanzmärkte und, wie bereits erwähnt, für den Handel. Über 100 Schiffslinien laufen die Insel an, aber dennoch gibt es noch nicht mal eine einzige Fähre nach Israel, Griechenland, Ägypten oder in die Türkei. Irgendwann mal war das aber der Fall. Vom Norden der Insel kann allerdings von Fährbetrieb in die Türkei gesprochen werden. Ja, sogar nach Syrien bestand mal die Möglichkeit als Passagier auf Handels- und anderen Schiffen mitzufahren. Ist derzeit der angespannten, kriegerischen Lage mit viel Überredungskünsten vielleicht nur noch nach dem Libanon oder Ägypten möglich. Genaueres kann hierzu lediglich vor Ort erfahren werden, wie zu vernehmen ist, da solch Entscheide offenbar nach Bauchgefühl von den Kapitänen gefällt werden – oder wer auch immer dafür zuständig ist.

Das Jahr 2015 signalisierte einen früheren Exit Zyperns als erwartet aus der Rezession und Finanzkrise sowie einen Rückgang zu ökonomischem „Wachstum“ – was ja bekanntlich neuerdings das Mantra schlechthin ist allerorts. Die EU-Kommission sagte Zypern ein Wachstum von 2,5% fürs Jahr 2017 voraus. Hallo! Sie sind wieder WER. Nicht von Ungefähr, also, lassen sich immer mehr Headquarters internationaler Firmen auf der Insel nieder: Fundmanagers, Promoters und viele andere. Das Investment Fond Geschäft könnte sich vor Ort zu einem Zig-Millionen-Euro-Ding entwickeln, zu etwas Großem halt, was den Zyprern gewiss nach eigenem Dafürhalten zu Gesicht steht, wozu sie sich irgendwie berufen sehen. So jedenfalls klingt es, wenn man gewisse Broschüren liest oder Nachrichten hört: „Alternative Investment Fonds“, heißt eine der Erfolgsformeln. Deren Anzahl hat sich bereits verdreifacht auf Zypern. Ausländische UCITS werden ebenfalls gehandelt. UBS, JP Morgan und auch Julius Bär promoten einen solchen UCITS gerade in Zypern.

Noch schnell ein paar Worte zur zyprischen Börse, dem „Cyprus Stock Exchange“ (CSE). Verständlich ist für jenen, der die allgemeine Verfassung der Zyprer zu kennen glaubt, dass sich die zyprische Börse vorgenommen hat, DER regionale Player im südöstlichen Mittelmeer zu sein, das Tor nach der EU etc. Dabei konzentriert man sich auf sogenannte Nischenmärkte, wird gesagt. Die CSE offeriert einen voll-computerisierten Online-Handel, Clearing und Settlement, so auch einen Zugang zur „Athens Exchange“, und zwar über ihre Allgemeine Handelsplattform. Griechische Märkte klinken sich über die eben genannte Plattform ihrerseits in den zyprischen und anderen Märkten ein. Gefragt scheint bei den Griechen vor allem der Markt zyprischer Versicherer zu sein. Ein neuer Service ermöglicht es nicht-gelisteten Firmen, ihre Registrierung vonseiten des „Cyprus Central Depository“ und der „Central Registry“ managen zu lassen. Ein regulativer Rahmen wurde des Weiteren erstellt, um sogenannte „Global Depository Receipts“ (GDRs) einführen zu können. Diese werden in internationalen und sich entwickelnden Börsen gehandelt. Sie repräsentieren den Anteil einer Eigentümerschaft bei einer Firma, der zu jederzeit in Aktien konvertiert werden kann. Das ermöglicht vor allem kleinen Familienunternehmen, beispielsweise, dass Familienangehörige Geld abziehen („divest“) können, ohne das Set-Up ihres Unternehmens zu riskieren – und um die Liquidität zu erhöhen, indem eine Investitionsbasis („investor base“) derart eröffnet wird. Eine andere innovative CSE-Initiative war die Einführung eines Systems für die Applikation elektronischer Online-Submissionen, die beim Aussteller via der CSE-Webseite gelistet werden. Die Rede ist vom „Online-Application-Portal“. Darüber hinaus wurde ein weiterer regulativer Rahmen, nämlich der für die Handhabung von sogenannten Depository Interests (DIs), eingeführt. Dieser erleichtert den grenzübergreifenden Handel zwischen Zypern und Großbritannien, und zwar für dual-gelistete, sogenannte „interested companies“.

Nun: Im Jahr 2015 wurden also signifikante Änderungen bei der Kategorisierung und Struktur des zyprischen Markts vorgenommen mit dem Ziel, sich den relevanten internationalen Märkten besser anzupassen. Hinzukommt: Der ECM (Markt für aufkommende Unternehmen) des Cyprus Stock Exchange offeriert vereinfachte Listing-Kriterien zu günstigeren Preisen, womit anscheinend erfolgreich Firmen angezogen werden: internationale und nationale. Ein verstärkt personalisierter Service kann angeboten werden zu wettbewerbsgünstigen Beiträgen, da alle Kosten möglichst unterschwellig gehalten werden. Dem Betrachter eröffnet sich folgende Einsicht: Irgendwie werden die ganze Zeit neue Werkzeuge erfunden am Börsenmarkt: siehe OASIS, LEI, LSE, ISIN, CFI, ANNA, AIF, ETF usw.

Das soll genügen, um Sie nicht noch mit Details darüber, wer wieviel Millionen auf Zypern wo investiert, zu langweilen/erschlagen/ oder zu ermüden etc.

Und wenn Fonds oder Depositorys allein nicht glücklich machen, wie wäre es dann mit dem maritimen Bereich?

Erst 7% des Bruttosozialproduktes machen zwar solche maritimen Geschäftchen der Insulaner aus, was sich aber nach oben in der Ausrichtung zukünftig ändern dürfte – das heißt, dass noch mehr Bruttosozialprodukt erschaffen wird. Die so genannte Zypern Registratur soll die drittgrößte maritime Flotte innerhalb der EU stellen. Und wird seit Jahren unter den 10 besten und größten der Welt gelistet. Zypern hat anscheinend das größte Schiffsmannschafts-Management weltweit. 2010 wurde ein von der EU abgesegnetes und vorteilhaftes Tonnage-Steuer-System eingeführt. Limassol ist DER Hafen in Zypern-Süd. Freihandelshafen. Die Sky-Line der Stadt erliegt, das heißt kriegt gerade verpasst, eine „multi-million-euro“ Transformation. Von EU-Tarifen und Zollbestimmungen ist Zypern sozusagen ausgesondert. Larnakas Hafen soll dieses Jahr verbessert und ausgebaut werden. Ein deutlicher Boom folgte der Privatisierung der Dienste im Hafen von Limassol.

Wie gesagt, der Tourismus zieht an, wie man sagt, und endlich ist man aufgewacht in den südzyprischen Ministerien und scheint das Projekt „12 Monate Tourismus“ auf Zypern strategisch klüger und vielversprechender angehen zu wollen. Die CTO, das staatliche Tourismusbüro des dafür zuständigen Ministeriums, hat vor Kurzem sogar eine Weinstraße erfunden und installiert. 6 unterschiedliche Routen wurden angelegt. Bio-Landwirtschaft soll es auch geben und einen Zuwachs haben. Leider konnte ich solch Ding noch nicht bestaunen gehen und wüsste auf Anhieb nicht, auf welchem Wochenmarkt Produkte daraus zu kaufen sind – und ob die überhaupt den nordeuropäischen Standards entsprechen. Was mir sehr oft begegnet stattdessen, sind Menschen, die Kanister schleppen oder diese hinter Traktoren angebracht haben, in denen Gift gegen alles Mögliche im Garten, auf dem Feld und wer weiß, wofür noch zu sein scheint. 46.980 Hektar des südlichen Insellandes sollen aber biomäßig beackert werden, wird behauptet – mit steigender Tendenz, wie gesagt.

Manche sagen indes auch: Es bliebe den Zyprern nichts anderes über, als 12 Monate im Jahr Touristen zu empfangen, abzufertigen oder endlich so richtig loszutreten, da sich der Markt entsprechend anbietet, beziehungsweise aufdrängt – wegen der Semi-Kriege in der Nachbarschaft. Und wer stößt schon gern einen, wenn schon nicht sonderlich schönen, so doch aber nützlichen Menschen (gemeint ist der Tourismus) von der Bettkannte, oder?

Und wissen Sie was? Paphos ist dieses Jahr, 2017, die eine Europäische Hauptstadt der beiden für diesen Titel bestimmten Städte innerhalb der EU. Wir haben hier schon zur Genüge daran herumgemeckert, wie ungenügend diesem Titel letztlich Rechnung getragen wurde und wird in Paphos. Doch in den Selbstdarstellungen der Zyprer ist Paphos als die „Europäische Hauptstadt 2017“ NATÜRLICH ein Erfolg – der legendäre Geburtsort der Afrodite ist sie ja sowieso schon.

Da auch nach ÖL und Gas gebohrt wird im Meer, was einfach nicht in ‚ausreichender‘ Menge auf zyprischer Seite im Mittelmeer gefunden werden kann, ist das Projekt TOURISMUS durchaus mit einem Fragezeichen zu versehen, und zwar wegen der zu erwartenden Betriebsunfälle beim Bohren nach Öl oder Gas im Meeresbooten; ein Fragezeichen, welches auch durch die anhaltenden Streitigkeiten der Griechischzyprer mit der exzentrischer werdenden Türkei nicht kleiner werden dürfte. Letzteres, die vage soziopolitische Lage Zyperns, ist so etwas im Laufe der Jahre geworden wie die zyprische Auflage der Never Ending Story.

Zum Beispiel wird bei Vassilikos, welches unweit vom Fischerdorf Zygi liegt, eine „multi-billion“ Investition, die mit der Exploration von Gas zu denken ist, getätigt. Man spricht vollmundig von „Energy Center“, welches dort hochgezogen wird. Eine Verflüssigungsanlage für Erdgas ist auch noch immer angedacht, die dann nach Vassilikos kommen wird. Wie gesagt, es ist angedacht. Sicher ist noch lange nicht, dass es dazu kommt. Viele Anrainer stoßen bereits Gebete gen Afrodites Geburtsplatz vor Paphos aus, dass sie, die Schönste der Schönen, diese potentielle Gefahr für Flora und Fauna verhindern möge – wenn sie schon den anderen Wahnsinn zulässt.

Ja, viele Container verlassen den Hafen von Limassol – oder kommen dort an. Dennoch: Bekanntlich haben die Zyprer angefangen, sich vorsichtshalber ein weiteres Pferdchen zu besorgen, auf welches sie und andere setzen werden können, was ziemlich klug ist bei solch vager oder von äußeren Faktoren abhängigen Lage: „Bildung“.

Nein, so richtig Grün werden DIE jedenfalls vorerst nicht politisch oder in Sachen Bildung. Sprechen wir daher besser von einer Kategorie namens zyprisch-grün, die anstatt besteht, eben auch, weil der grüne Gedanke in der Bildung eher mangelhaft vermittelt wird – noch ist dem so. Den Machthabenden auf Zypern geht es wie Frau Merkel: Die reden meist nur großmündig über oder von der LIEBEN Umwelt.

Gemeint war davor also Bildung im wahrsten Sinne als Industrie – oder dergleichen. Als Wirtschaftssektor. Kollaboriert wird in Zypern-Süd unter anderen mit der St. Georg Medical School (Uni London), University of Central Lancashire etc. Im Norden Zyperns haben sie diesen Wirtschaftszweig auch schon für sich entdeckt, den der Bildung.

Die Hochschulen Zyperns haben durchaus Aussicht, noch wesentlich besser qualifiziert, und in der Welt angesehen zu werden – siehe zum Beispiel den „Technologie Park“. Das Ding ist allerdings erst im Entstehen. Doch immerhin, ein Schritt in eine wahrscheinlich vielversprechende Richtung!

Nikos Anastasiadis ist der 7. Präsident im Süden der Insel. Am 24. Februar 2013 war es so weit, und wenn alles ‚schiefgeht‘, Scherz beiseite, wird er es nächsten Februar 2018 nochmals ins Amt des Präsidenten von Zypern schaffen. Der DISY-Partei gehört Anastasiadis an. Ein steter Wechsel der Parteien an der politischen Spitze prägt bislang, grob gesagt, in Zypern die politische Landschaft. Vor der DISY hatte die AKEL-Partei jemanden im höchsten Amt des Staates – Herrn Xristofias. Ob bei den häufigen Wechseln der Parteizugehörigkeit an der Spitze im Staat von kurzfristigen Kolonisierung des Landes durch eben jene regierenden politischen, griechisch-zyprischen Parteien gesprochen werden könnte, erscheint manchem gar nicht so abwegig.

Ja, aber kolonisiert wurden die Zyprer von den Griechen im Altertum (1400 v.Chr.) dennoch. Das ist belegt. Und seither hatte (hat?) man viele ausländische Herrscher. So viele in der Tat, dass man schon zu fragen beginnt, was ist das eigentlich wirklich, wie ist es zu verorten, was sich heutzutage griechisch-zyprisch geriert? Franken, Venezianer, die Osmanen bis 1571, 1878 die Briten, alle waren sie mal tonangebend auf Zypern. Die Griechischzyprer wurden erst 1960 unabhängig, genauer, dieses Völkergemisch wurde in die ‚Freiheit‘ entlassen, das nichtsdestotrotz darüber einig wurde, sich zukünftig genetisch mehrheitlich als Griechen zu verorten – was gewiss der Überprüfung bedürfte, wenn einem die Verwandtschaften der Zyprer wichtig genug wären. Dies, zumal vor der griechischen Übernahme im Altertum wohl als erste Zyprer Afrikaner, Araber, Juden und andere galten, die die Insel mit ihrem Erbgut etc. sozusagen grundiert haben dürften. Das ewige Streitthema.

Inzwischen ist das Aufeinander-Einhacken und Sich-Beine-Stellen, vielleicht auch wegen den eben geschilderten Zusammenhängen, gewissermaßen institutionalisiert – siehe beispielsweise die „acquis communautaire“, die das auf ihre Weise von außen unterstützt seitens der EU. Ja, das ist so zu sehen. Die EU hat ihre Gesetze nämlich für den Norden der Insel, für die Türkische Republik Zypern, als außer Kraft stehend deklariert – und das obgleich der Grund und Boden, auf dem diese türkische Republik besteht, ein Teil der EU sein soll, als solcher in Brüssel ausgewiesen wird. Auf den Hick-Hack des Wieso, Warum und Weshalb dem so ist, wird hier nicht eingegangen. Zu widersprüchlich, zu umfangreich. Zu oft andernorts versucht worden, das zu erklären, wie auch hier in anderen Beiträgen. Und mit Widerhaken und anderen Behelfen klappt den involvierten zyprischen Streithähnen meist, diesen Sachverhalt auf ihre Weise jeweils verständlich zu machen – jeder mit entsprechender Argumentation. Aber halt nicht so überzeugend wird das getan, dass es sie selbst überzeugte, schwant nicht wenigen, wenn sie sich Reden von Politikern und Kulturtreibenden etc. anhören.

Und auch daher tun sich viele schwer damit, dass der Süden der Insel bei der EU und den United Nations Mitglied ist, wo es doch einen größtenteils zyprisch-türkischsprachigen Norden Zyperns gibt, worin ein gewisser Widerspruch liegt. Ein EU-Beitrittskandidat dürfte nämlich nur dann Vollmitglied der EU werden, wenn er seinen Trouble mit Nachbarn oder mit ethnischen Gruppierungen im Land etc. beiseitelegen konnte.

Nun, dem ist also so, dass Zypern-Süd nun der EU angehört, und auch von daher konnte das Land im Süden der Insel Verträge bezüglich Tarifen und Handel (GATT) unterzeichnen sowie den Multilateralen Investment Garantie Agentur Vertrag (MIGA). Und was sagt Präsident Anastasiadis unter anderem und durchaus auch in diesem Kontext: Der südzyprische Bankensektor habe weitere Herausforderungen zu bestehen, die „Non-Performing-Loans“ müssten dringend restrukturiert werden.

Also: Das Letztere sind Gelder, die man schuldig ist, die keine Sau zurückzahlen mag; wo es doch so schön ist, auf Pump unterwegs zu sein, denken offenbar noch immer viele zyprische Unternehmen. Diese Non-Performer, nenne ich sie mal, sind nach Ansicht des zyprischen Finanzministers vor allem auch ein juristisches Problem – die hohe Verschuldung der Bürger ist ein weiteres. Viele bezahlen ihre Schulden an die Banken nicht, weil sie es nicht können oder wollen oder, weil sie auf den Segen von oben warten. Normalerweise erfolgt der Letztere gern vor Wahlen, wenn zyprische Politiker auf Stimmenfang sind und zuweilen unglaubliche Dinge versprechen – wie gerade derzeit Anastasiadis. Auch vielleicht solche Versprechen, wie, dass Verpflichtungen der zuvor erwähnten Natur nicht in voller Höhe oder gar nicht mehr beglichen werden müssen.

Nun ja, hat sich der Präsident Anastasiadis eventuell gedacht, nicht so schlimm. Ihr kriegt doch demnächst eh euer Casino, welches „major US entertainment groups“ an Bord hat. Und dieser Umstand, den der Finanzminister nicht aufhört zu betonen, soll offenbar uns gewöhnliche Betrachter und/oder den zyprischen Bürger in Sicherheit wiegen, vermute ich. Lizenzen wurden bereits vergeben. Das Größte und Tollste, was die Welt je gesehen hat, wird entstehen. Wer macht sich nach so etwas noch Sorgen um zahlunwillige Bürger oder Firmen zwecks Kredittilgungen bei einer popeligen Bank? Außerdem entstehen weitere Luxushäfen an der Goldküste Zyperns, „marina“ genannt – und natürlich Golfplätze. Diese sogenannten „Multi-Zweck-Projekte“ werden ES dann aber wirklich und spätestens richten!? Alles Five Stars! Das meiste davon jedenfalls: Melco, Hard Rock, Limassol Marina, Yacht-Marina in Aghia Napa für 600 Schiffli plus Twin-Tower, Radisson Blu in Larnaka, Amathus Beach Hotel, Parklane Luxury Collection Resort & Spa, Le Meridien in Limassol, Harrods Design Studio, Sun City Spa, welches Chinesen errichten etc.!

Und auch daher ist Präsident Anastasiadis offensichtlich überzeugt, dass alles gut wird. Hoffen wir, dass die Schuldner der Banken sich in solchen Orten wie den demnächst entstehenden Luxus-Spielhöhlen nicht komplett verschulden gehen – soll ja schon vorgekommen sein andernorts in der Welt. Ansonsten hilft da wohl noch, dass Zypern ja eine der niedrigsten Steuerraten für Unternehmen hat? Die liegt derzeit bei niedrigen 12,5%. OK, Brexit könnte Herrn Anastasiadis einen Strich durch die Rechnung machen, wegen der traditionellen Nähe der Zyprer zu den Engländern – eventuell. Doch der Brexit birgt auch Chancen. Beispielsweise lassen sich viele Briten einen zyprischen Pass ausstellen. Viele wohnen ja dauerhaft auf der Insel. Meine Nachbarn gehören auch dazu, ehemalig bei der Armee angestellte. Nichts Besonderes also. Doch auch jene, egal woher sie kommen, die mal schnell 2-3 Millionen investieren können, kriegen einen süd-zyprischen Pass. Und dann muss noch verstanden werden, dass Großbritannien Zyperns zweitgrößter Handelspartner ist. Dass die Gesetze meist nach britischem Recht geschrieben sind auf Zypern, macht diese Angelegenheit gewiss auch nachvollziehbarer – sozusagen mit „copy and paste“ wurden die Gesetze in der Vergangenheit aus dem britischen Rechtsraum übernommen. Der EU Chef-Unterhändler Michel Barnier stellte schon mal fest in Sachen Brexit, er betrachte es als lebenswichtig, die Unteilbarkeit der 4 Freiheiten beizubehalten: die Bewegungsfreiheit, sowie die Freiheit, sich geschäftsmäßig irgendwo etablieren zu können – zumal ja tausende von Zyprern in Großbritannien leben und arbeiten. Die beiden anderen Freiheiten sind hier irgendwie untergegangen: SORRY.

Untergehen soll jedenfalls nicht, den Rahmen etwas zu zeichnen, in dem auch Zypern sich bewegt, diesen kurz zu vergegenwärtigen, weil sonst könnten Sie noch denken, Zypern ist wie das Paradies gelegen – unnahbar, echt fern und so; daher:

Obwohl ein [US-]Präsident in der Außenpolitik über weitreichende Vollmachten verfügt, kann er einen radikalen Kurswechsel nur dann vollziehen, wenn er seine wichtigste Waffe einsetzt: die Macht der Überzeugung. Trump hat sich als erbärmlicher Verkäufer seiner eigenen Revolution entpuppt. Der Kongress korrigiert seine Anbiederung an Russland, Gerichte setzen seine Einwanderungserlasse außer Kraft, Bundesstaaten und Großstädte bekennen sich zu den Pariser Klimazielen. Die außenpolitischen Debatten in der Regierung dominieren jetzt sein Sicherheitsberater H.R. McMaster, Verteidigungsminister James Mattis und Stabschef John Kelly: drei erfahrene Generäle und erklärte Internationalisten. Zwei wichtige Verfechter von Trumps nationalistischer Agenda, der kremlfreundliche Sicherheitsberater Michael Flynn und der interventionsfeindliche Chefstratege Steve Bannon, haben den Machtkampf verloren und die Regierung verlassen. … In vielen Fragen setzt sich zunehmend die Linie vergangener Jahrzehnte durch. Nafta wird nicht gekündigt, sondern nachverhandelt, China nicht der Währungsmanipulation angeklagt, internationale Kooperationen sind nicht mehr tabu, seit der Präsident im Nordkorea-Konflikt erfahren muss, dass es Probleme gibt, die sich nicht mit brachialen Parolen lösen lassen [und im Libanon sacken die Saudis mal schnell den Ministerpräsidenten Hariri ein, was Trump zwar noch nicht bedenklich zu finden scheint (Stand 13. 11. 17), was aber sein Außenminister weniger lustig findet]. Sogar die Nato hält Trump wieder für eine wichtige Organisation. Am deutlichsten wird sein Kurswechsel beim Einsatz des Militärs. Nach seiner Wahl hatte er noch gesagt, die „Politik von Interventionen und Chaos“ müsse zu einem Ende kommen. Im Gegensatz zum Zauderer Obama ordnete Trump im April jedoch einen Militärschlag gegen einen syrischen Luftwaffenstützpunkt an, von dem aus Flugzeuge des Assad-Regimes einen weiteren Chemiewaffeneinsatz geflogen waren. Und nach dem er jahrelang den sofortigen Rückzug aus Afghanistan gefordert hatte, kündigte er Ende August an, den Wünschen seiner Generäle nach einer Truppenerhöhung zu folgen. … [Derweil:] Russland modernisiert seine atomaren Langstreckenraketen und marschiert in Nachbarstaaten ein, Nordkorea entwickelt Trägersysteme, die Atomsprengköpfe auf amerikanische[s] Territorium lenken können, China weitet seine Hoheitszone im Südchinesischen Meer rücksichtslos aus, die Taliban und der IS sind in Afghanistan auf dem Vormarsch [,wie Erstere auch in Teilen Afrikas], fast täglich attackieren russische und chinesische Hacker Regierungsdatenbanken, Moskau greift mit Datenklau, Manipulation und Falschinformation direkt in den Präsidentschaftswahlkampf [der USA] ein, der Klimawandel bedroht die Landwirtschaft in Kalifornien und im Südwesten [der USA] sowie die Existenz jenes Teils Floridas, der noch über Wasser liegt“ [– und der Konflikt um nichts Weiteres als Macht spitzt sich im Nahen Osten zwischen dem Iran und Saudi Arabien zu, die sich anscheinend vorgenommen haben, von Nebenschauplatz zu Nebenschauplatz sich die Stirn zu bieten, was Ankara nur in Alarmbereitschaft versetzen kann und auch daher mit Überraschungen in Sachen Zypern eventuell gerechnet werden muss. Jetzt ist offensichtlich der Libanon ein weiterer Nebenschauplatz, wenn diese Entwicklung nicht noch abgewürgt werden kann, und Beirut ist so wenig wie Syrien allzu weit weg von Zypern. Daher: Wenn Israel dem offenbar vorhandenen Willen der Saudis doch noch folgt und im Libanon kriegerisch eingreift, hat die martialische Rhetorik von Präsident Anastasiadis und anderen wirklichen oder vermeintlichen, zyprischen Patrioten den Grat des eventuellen Explodierens im Realen vielleicht schon bald erreicht.

Das Zitat davor stammt aus der Frankfurter Allgemeinen vom 13.11.17, Name des Artikels: „Die Revolution findet nicht statt“].

Wie also schon zu lesen war: In Zypern findet stattdessen so etwas wie eine Revolution statt, und zwar im Bereich höchste-Standards-bestes-Leben-und-sauberstes-ALLES. Wer Letzteres glaubt, wird selig!?

Touristen auf Zypern sind wahrscheinlich herzlich eingeladen, so etwas zu glauben – und alle anderen natürlich auch. Immerhin: Die folgende Einsicht, von der nun berichtet wird, ist schon seit Längerem gereift, nämlich, dass noch mehr Tourismus – und überhaupt Reichtum – geschafft werden könnte, wäre die Insel eine vereinigte. Man liest diesen Spruch von der Einigkeit so in etwa immer wieder, der einem Gebet gleich aufgesagt werden kann – gewiss von allen Leuten im Parlament: Und dann haben die wahrscheinlich auch noch diesen Spruch drauf: In einer Region steigender Ungewissheit sowie globaler Unsicherheit und asymmetrischen Bedrohungen, würde eine Lösung der Zypernfrage Zypern zu einem Symbol der Hoffnung (oder des christlichen Abendlandes) machen – die verwickeltsten Probleme könnten nach einer Vereinigung friedlich durch Dialog aufgelöst werden.

Amen!

Nun, Zypern zeigte eine gehörige Portion Widerstandskraft in Folge der Finanzkrise 2013, rühmt man sich derzeit gern. Durch Diversifikation („naturalisation scheme“) der Wirtschaft und ‚harten‘ Sparmaßnahmen konnte der Krise anscheinend erfolgreich, was auch sonst, entgegengetreten werden. Ein Jahr früher als geplant, hatte man sich aus den Fängen der Krise befreit, wie bereits gesagt wurde, und zwar genauer: im Jahr 2016.

Externen Schocks war die zyprische Wirtschaft schon oft ausgesetzt, zum Beispiel: der Coup, der von Griechenland unterstützt durchgeführt wurde und in seiner Folge die Besetzung des Nordens durch die Türkei 1974.

Des Weiteren: Das Bruttosozialprodukt soll mit der Entstehung Nordzyperns um 16.9% geschmälert worden sein – und 1975 soll dieser Wert gar bei 19% gelegen haben. Versteht sich, dass man sich durch „harte Arbeit“ und dergleichen aus der Misere zu retten wusste und es offenbar noch immer weiß. Ja, ein Wachstum wurde also geschaffen, welches über 30 Jahre angehalten habe. Direkt-Investitionen von Ausländern lagen im Jahr 2016 bei 9.1%. Vom Exporteur von Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten (1961 – 73) mauserte sich Zypern-Süd zu einem Exporteuer von verarbeiteten Produkten, und zwar ab Ende der 1970er Jahre, bis in die frühen 80er, wird behauptet. Und zeitlich erst danach kam der Tourismus, Service-Industrie und Geschäftle-Machen im Finanzsektor etc. in den gesellschaftlichen und politökonomischen Werkzeugkasten der Regierenden in Nikosia-Süd. Ein weiteres Stichwort in diesem Zusammenhang: „telecommunication hub“.

Kommunikation über Satelliten soll zukünftig eine herausragende Rolle spielen. Ein flexibles und konkurrenzfähiges Satellitensystem soll inzwischen bereits geschaffen worden sein. Genauer: 1 Satelliten hat man derzeit da oben herumschweben. Ein weiterer dürfte schon bald in ein anderes Orbit geschossen werden, das heißt, man wird ihn dorthin schießen lassen. 300 Millionen Euro wurden bereits lockergemacht, um sich in diesem Sektor auszudehnen.

Scheint nicht gerade viel Geld zu sein, dass da investiert wird. Doch wir wissen ja: Kleintier macht auch Mist. Das weiß jeder Besitzer eines Katers, der im Haus lebt, beziehungsweise residiert, beispielsweise. Klar doch, ein 4G Breitband soll demnächst jedem Zyprer verfügbar sein.

Kartoffeln, mag noch nachgereicht werden, sind DAS Rohprodukt der Landwirtschaft, welches am prozentual das meistexportierte Produkt ist. Kartoffeln machen 40% des Gesamtexports landwirtschaftlicher Produkte aus. Jedes Jahr im Frühling herrscht daher so etwas wie Kartoffel-Saison.

Vom Halloumi haben sie gewiss auch schon gehört, ein Schafskäse, der allerdings kein Schafskäse mehr ist. Knapp die Hälfte der verwendeten Milch zur Herstellung dieses Käses darf Kuhmilch sein. Ein Eigentor, nach hiesigem Dafürhalten. Warum? Weil auch bei Bauern im Süden oder im Norden Zyperns der Schafskäse noch und nur mit Schafsmilch hergestellt wird – doch wir in Resteuropa erhalten das erwähnte Mischprodukt, dessen Namen die Südzyprer sich auch noch absicherten (PDO), sodass ihn bloß niemand stiehlt. Das ist ok, mögen Sie denken, ok. Was daran allerdings nicht ok ist, ist, dass der reine Schafskäse aus dem Norden, der auch einen anderen Namen hat als Helloumi uns in Freiburg oder Brüssel lebend nicht erreicht. Beim Schafskäse aus dem Norden ist dem so, weil die Südzyprer das zu verhindern wissen.

Protected Geographical Indication (PDO) ist ein Label, auf welches man in Zypern ganz scharf zu sein scheint, so eine Art Gütesiegel soll es sein, welches man anscheinend auch dem südzyprischen Halloumi verpasst. Weitere Produkte haben das Siegel ebenfalls, so, wie Loukoumi, Zivania (Schnaps) und einige Weine. Loukoumi ist nicht jedermanns Sache. Es ist (sehr) süß „und sieht so komisch aus“, sagte eine Bekannte kürzlich. Wein wird hüben wie drüben angebaut. Dieses alkoholhaltig Flüssige ist meist recht gut im Geschmack. Reben, und der aus ihnen hergestellte Wein namens Maratheftiko, Ofthalmo oder Mavro, sind echtzyprischen Ursprungs, wird gesagt.

Sie, verehrte Leser, wissen doch gewiss, dass Wein auf Zypern schon seit Urzeiten angebaut wird.

65% der Meeresprodukte (Fisch etc.) wird anscheinend exportiert, und zwar vordringlich in den Nahen Osten. Leider gibt es um Zypern herum immer mehr Fischfarmen, woraus man auch immer mehr seinen Fisch erhält, wenn nichts wissend in einem Fischrestaurant Fisch bestellt wird. In die USA wird angeblich auch Fisch exportiert. Wie das gehen soll, müsste noch eruiert werden. Die USA sind schließlich umgeben von 2 Ozeanen und haben ihre eigene Fischfangindustrie. Die Amis, wird hier vermutet, brauchen den Fisch aus dem – zumindest um Zypern – leergefischten Mittelmeer nicht. Oder doch?

Ja klar, Zitrusfrüchte werden ebenfalls exportiert. Die gehen meist nach Großbritannien und eben auch in die USA. Und da wir schon dabei sind: Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte Zyperns sind ansonsten Getreide, Melonen, Gemüse, Früchte, Mandeln, Oliven und Carobs etc. Letzteres sind die dünnen schwarzen Dinger, die wie Bananen geformt sind, nur eben dünner. Haben viel Kalzium und werden hoffentlich schon bald wieder reger angefragt vom Markt – eben wegen des hohen Kalziumgehalts.

So in etwa, jedenfalls, lauten auch zyprische Eigendarstellungen im Groben und Ganzen. Die Weltbank klassifizierte Zypern-Süd bereits recht früh als „high income country“. Apropos: Der sogenannte zyprische „bailout“ zu Zeiten der Finanzkrise ergriff im Jahr 2013 die Aufmerksamkeit der ganzen weiten und großen Welt, zumal es der einzige Bailout seiner Art weltweit war, der als Bedingung einen „bail-in“ verpasst bekommen hatte, eines der Bankendepos. Das hatte sich vor allen die Eurogroup so ausgedacht. 10 Milliarden Euro waren im kleinen Zypern ja auch verschwunden gewesen, um die Angelegenheit mal sehr stark vereinfacht darzustellen. Und diese in der Null versunkene Summe wird unter anderem versucht wieder reinzuholen, in dem man auch kleinen zyprischen Sparen ihren angesparten ‚Reichtum‘ beschnitt. PUNKT. Einige reichere Leutchen und Firmen auf Zypern wurden aber von dieser gruseligen Maßnahme rechtzeitig in Kenntnis gesetzt, wird gemunkelt. Die meisten reagierten dann auch entsprechend – Kohle abziehen.

Plötzlich war die Kredibilität der Bank of Cyprus Toppriorität geworden, nachdem man angefangen hatte, die zyprische Bankenlandschaft aufzuräumen. Hurra, haben da gewiss manche laut geschrien, vielleicht auch jene, die schon immer fanden, dass die Laiki Bank aufgelöst gehört? Der Bankensektor ist inzwischen jedenfalls wesentlich kleiner im Süden, er sei jetzt „gesünder“, nennt es der Finanzminister Harris Georgiadis. Die Banken operieren inzwischen unter einem kreditwürdigeren Regelwerk und einer angeblich effektiven Aufsicht, haben neue Managements und zahlenmäßig mehr ausländische Teilhaber sind involviert, die recht zufriedenstellend Geld reinbuttern – aus zyprischer Sicht.

Erneut hurra, denn die Europäische Zentralbank ließ Zypern einen rigorosen Stresstest durchlaufen, der ‚natürlich‘ bestanden wurde. Liquidität der Banken und Zahlungsfähigkeit des Bankensystems sollen seither wiederhergestellt sein, Einlagen stiegen anscheinend um mehr als 3 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Insolvenz- und Abschottungsgesetzgebung führten also zu einer Reduktion von mehr als 4.3 Milliarden Euro überfälliger 90-tägiger Darlehen im Oktober 2015 bis Oktober 2016. Trotz der ‚Härte‘, die das Land traf, konnten unter ‚strenger‘ Anleitung der Eurogroup und dem IMF fundamentale Schwächen nach eigenen Aussagen beseitigt werden – vorerst. Soll hier heißen: Dieselben und andere Schwächen scheinen sich längst wieder einzuschleichen – nicht weitersagen!

Gewiss wird an einigen Orten bereits gespannt darauf gewettet, wann ES wieder so weit sein wird auf Zypern – bis es crashed?

Vielleicht ist ja die herrschende Arbeitslosigkeit ein guter Indikator dafür, dass halt doch noch nicht finanziell freigeschwommen werden konnte, wie man es uns weiß machen will. Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen hat unwesentlich abgenommen – wenn überhaupt. Sie liegt bei 14.9% im Jahr 2015; und 2016 lag sie bei 13.3%. Dass der Wert 2017 auf 11% fallen wird, davon geht anscheinend die Europäische Kommission aus – eventuell ist sie die einzige, die das so tut. Apropos: Die Inflationsrate erholte sich 2015 und lag bei -1.5%. Ein Jahr danach war sie auf -1.2% gesunken, was mit dem gesunkenen Ölpreis zusammenhängen soll unter anderem. Wiederum die Europäische Kommission ist es, die äußerst optimistisch für das Jahr 2017 eine Inflationsrate im positiven Bereich erwartet, nämlich so um den Null-Wert und für das Jahr 2018 gar eine bei +1.1%.

Mehr als die Hälfte des Handels Zyperns wird mit der EU geführt. Griechenland und Großbritannien sind jene Länder, die am meisten Exportgüter aus Zypern beziehen.

Zuletzt noch dies: Shakespeare soll der erste Literat gewesen sein, der in seinem Werk, „Othello“, Zypern zum Gegenstand machte. Doch das stimmt so nicht ganz. Denn bereits 1509 wurde in Augsburg aus dem Werk eines anonymen Autors die Abenteuer des „Fortunatus“ verfasst. Fortunatus heißt der Protagonist und stammt aus dem heutigen Famagusta, die einst größte Hafenstadt der Insel, welche bekanntlich seit 1974 im türkischen Teil liegt und von den Türkischzyprern „Gazi-Mağusa“ genannt wird. Fortunatus gewinnt die Welt nicht etwa mit einem Sack voll Flöhe, sondern „Glück“. Mit dem Titel „Die Templer auf Cypern“, wurde 1803 der erste Teil der dramatischen Gedichte namens „Die Söhne des Thales“ herausgegeben. Ihr Autor war jemand namens Zacharias Werner. Das Werk spielt 1306 in Limassol. Und der Schwager Goethes, Christian August Vulpious, verlegte seinen Roman „Armidoro“ 1804 inhaltlich nach Zypern. Die Geschichte dramatisiert die Zeit, als Zypern von den Venezianern besetzt war. Für auf die Bühne wurde das Drama „Rosamunde, Fürstin von Zypern“ von Helmina von Chezy 1823 verfasst. Franz Schubert schrieb die Musik dazu.

Versteht sich, dass es mittlerweile einige deutschsprachige Autoren gibt, die ihr Werk der Insel Zypern in irgendeiner Weise widmeten. Vielleicht ist eines der bekanntesten Werke hierzu, nämlich: „Caterina Cornaro, Königin von Zypern, Herrin von Asolo“, welches die in Italien geborene Deutsche Jetta Sachs-Collignon geschrieben hat als Roman. „Afrodite ging vorbei“ ist ein poetischer Roman über Liebe, was auch sonst, geschrieben von Gudrun Embacher. Ein weiteres Buch, wo die Handlung in Zypern spielt, heißt „Die Andere“. Norgard Michailides war derjenige, der das letztere Buch geschrieben hat als Roman. Es handelt vom Leben einer Deutschen in Zypern, welches die Heimat ihres Mannes ist. „Zypern war sein Ithaka“ hat der Dresdner Walter Krausse verfasst. Im Internet kann man von Heinz Herbert folgendes Buch erhalten: „Ausgerechnet Zypern“! Ebenso ist von Ulli Piller im Netz verfügbar: „Im Kreis reisen“. Wer sich für das Thema Zypern literarisch interessiert, sollte bei einem in Köln verorteten Verlag sein Glück probieren: Romiosini (www.romiosini-verlag.de). Dort wird zyprische Literatur in deutscher Übersetzung feilgeboten.

(Für Letzteres wurde als Quelle Dirk Sangmeisters „Zypern in der deutschen Belletristik des frühen 19. Jhr. verwendet sowie Sabine Rogges: „Zypern und der vordere Orient im 19. Jhr. Die Levante im Fokus von Politik und Wissenschaft der europäischen Staaten“; verlegt in Münster bei Waxmann, 2009.)

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Alpöhi

Quelle: Alpöhi

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