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MuuuuuH

Quelle: MuuuuuH

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Immer weiter so?!

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Zypern ist schon fast im Krieg mit der Türkei, haben Sie das so auch schon vernommen?
Mit den bösen „Attilas“ könnte das – mal wieder – der Fall werden, wenn man den griechisch-zyprischen Rednern zum 43.n Erinnern an die Besetzung/Befreiung durch türkische Truppen unterstellt, dass sie im Grunde auch diese alte Furcht vor den Türken auch ansonsten, andauernd, so oder anders verklausuliert zum Ausdruck bringen wollen. Man bewahrt, diesmal, aber „Kaltblütigkeit“ als Republik Zypern und als fast wichtigstes Mitglied der EU gegenüber den „Provokationen“ der Türken, lässt sich, egal, was komme, von Ankara nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht durch „unerlaubte Bohrungen“ auf dem „Hoheitsgebiet“ Süd-Zyperns im südöstlichen Mittelmeer – nur, weil die Türken vor der Insel und in zyprischen Gewässern nachsehen lassen, ob dort das große, zukünftige Vermögen im Meer liegt, als Nachkommen eines Zweiges des Hellenismus große Sorge haben? Nein, das kann bei so viel Gewissheit auf der Seite der Sieger zu sein und derjenigen, die Recht haben in Sachen Zypernfrage, nie und nimmer der Fall werden. So ungefähr dürften die meisten griechisch-zyprischen Politiker in etwa denken – und nicht nur sie.
Es kann daher dem Vernehmen nach nicht sein, dass Anfang August 2017 die Insel kriegerisch entflammt sein könnte de, vor allem, durchaus zwiespältigen Politik Nikosia-Süds wegen. Obgleich, die Erde scheint gerade gehörig bedrohlich zu rumpeln in jener Region, Erdbebengefahr. Hoffen wir, dass weder die eine, noch die andere Gefahr zuschlagen wird.
Gehen wir mal dazu über anstatt, die Ersten zu sein, die die Frage stellen, ob dieses geologisch zu betrachtende Phänomen womöglich mit den vielen Bohrungen der in Stellung gebrachten Erdgas-Haie auf Bohrinseln zusammenhängen könnte? Man unternimmt seinerseits, also als Republik Zypern, durchaus auch Probebohrungen zwecks Erdgas oder Erdöl, die spätestens im März oder April 2018 beendet sein sollen. Wer weiß, zu einem Zeitpunkt, eventuell, an dem womöglich dasselbe herausgefunden wurde wie bei den Probebohrungen der Türken: „Wir sind steinreich!“, könnte es dann heißen. Oder, man ist nur reich. Oder es ist lächerlich wenig Erdöl oder Erdgas festgestellt worden, so dass es sich nicht lohnt dafür, ja, wie soll es ausgedrückt werden, sterben zu gehen.

Gerd Höhler schreibt in der Oberbadischen am 14. Juli 2017 bereits:
„Nach dem Schiffbruch bei den Zypern-Verhandlungen [in Crans-Montana] … eskaliert der Streit um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. … Mit der Ankunft des Bohrschiffs West Capella, …, eskaliert ein seit Jahren schwelender Streit. Im Auftrag des französischen Konzerns Total soll die unter der Flagge Panamas fahrende West Capella im sogenannten Block 11 nach Erdgas suchen – 150 Kilometer vor der südzyprischen Hafenstadt Limassol. … Die Regierung der international anerkannten Republik Zypern … hat in den vergangenen Jahren in Verträgen mit den Anrainerstaaten Israel und Ägypten die Wirtschaftszonen in der Region abgesteckt, vor der Süd- und Ostküste der Insel 13 Explorationsgebiete, sogenannte Blocks, ausgewiesen und Förderkonzessionen vergeben, unter anderem an Total.
Aber die Türkei … spricht … Zypern das Recht ab, vor ihren Küsten nach Bodenschätzen zu suchen. … Der türkische Premierminister Binali Yildrim warnte die zyprische Regierung vor „einseitigen Schritten“. Die Energievorkommen vor den Küsten der Insel gehörten „beiden [zyprischen] Seiten … . Ankara will nicht nur die türkischen Zyprer beteiligen, die Türkei erhebt auch selbst Ansprüche auf Teile der von Zypern ausgewiesenen Fördergebiete, und zwar nicht nur im Norden, wo die Wirtschaftszonen beider Länder aneinandergrenzen, sondern auch südwestlich der Insel. Noch komplizierter wird der Streit dadurch, dass die Türkei die Republik Zypern völkerrechtlich gar nicht anerkennt. Überdies hat die Türkei die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen bisher nicht ratifiziert, die als Grundlage für die Festlegung von Wirtschaftszonen in internationalen Gewässern gilt [Wenn man sich das mal durch den Kopf gehen lässt, erhebt sich schon die Frage: Wer ist hier der Aggressor? Soll heißen: Wie kann man nicht klar festgelegten Zonen zu Bohren beginnen als Zwerg namens Republik Zypern, ohne sich mit einem der mächtigsten Akteure in der Region, der Türkei, abgesprochen zu haben? Gute Nachbarschaft? Erdogan sagt:] „Es sei nicht nachvollziehbar, dass einige Energieunternehmen sich an den verantwortungslosen Aktionen der griechischen Zyprer beteiligten … Ich möchte diese Firmen daran erinnern, dass sie damit die Türkei als Freund verlieren könnten.“ Gemeint sind „die Noble Energie, die koreanische Kogas sowie die Konzerne Shell und Exxon Mobil … .
Die Türkei führt vor der Südwestküste Zyperns ein zweitägiges Manöver durch [also Mitte des Monats Juli]. Derweil sind weiter südlich des Blocks 11 griechische, französische und israelische Kriegsschiffe sowie der US-Flugzeugträger George H.W. Bush aufgefahren … Dass die Türkei angesichts der Lage einen militärischen Konflikt riskiert, ist unwahrscheinlich.“
Angesichts des eben Geschilderten sowie des Streits der Türkei mit Deutschland, der schon bald negativ finanziell zu Buche schlagen könnte/dürfte, muss man sich eigentlich schon fragen: Und wann lässt Ankara Scharen von Flüchtlingen gen Norden ziehen, die sie bei sich einigermaßen und vertraglich abgesichert für die EU in Zaum hält? Bis kurz vor die Wahlen in Deutschland wird da etwa gewartet?
Mancher Player schätzt wohl, dass die Unbeliebtheit Erdoĝans derart groß ist, dass Angela Merkel dann erst Recht als Siegerin ihre vierte Amtszeit antreten wird können.
Um das auch noch gesagt zu haben: Diese Chance müsste ihr das deutsche Wahlvolk eigentlich auch geben, schon allein, damit sie noch GEWISSE Dinge zum Wohle der Deutschen und Europas in die Wege leiten kann, siehe Flüchtlingspolitik, die sie teilweise, und ganz gewiss mitverbockt hat – und manche hoffen, dass Frau Bundeskanzlerin sich auch in Sachen Frauenpower noch ersichtlicher in Szene setzen müsste, zukünftig, und es hoffentlich noch tun wird. Stichwort: Gleichberechtigung, gleiche Löhne usw. Sollte Frau Merkel Letzteres Politikfeld erkenntlicher angehen als bislang, die Frauenpower ist gemeint, wird sie der Olymp historisch großer, deutscher Politiker unweigerlich und ohne große Wenns und Abers mit epochaler Wertschätzung und unübersehbarem Denkmal verewigen.
Außerdem entspricht das Thema Frauenrecht eh dem Zeitgeist und eine Art geschlechtsspezifische ‚Revolution‘ steht definitiv bevor – zumindest europaweit, doch gewiss auch weltweit!

Da dieser Artikel über einen gewissen Zeitraum entsteht und so in etwa alle 14 Tagen so etwas wie er ins Netz soll, sei Ihnen gesagt: Heute ist der 15. Juli 2017. Und eigentlich müsste bei diesem HISTORISCHEN Datum ja gleich Bezug genommen werden auf den angeblichen Putsch vor einem Jahr in der Türkei etc. Doch das langweilt die Redaktion gerade – sorry, und womöglich bereits auch schon Sie. Ich meine, was soll das ganze Geschrei, wenn Erdoĝan dennoch im Balkan und dem Nahen Osten eine unerträgliche Rolle spielen kann, sogar bis in den Jemen lässt er ‚Hilfe‘ inzwischen schicken, nur, weil der Westen, vorneweg die EU, ihm die Mittel dazu nicht nimmt. Brüssel will ihn weiterhin bei der Stange halten: Stand 27. Juli 2017. Ja, denn der Geldfluss in die Türkei und aus ihr heraus könnte durchaus etwas behindert werden; man müsste dann halt notfalls zugucken, wie andere Akteure den Platz besetzen, den man als EU bislang eingenommen hat an der Seite der, verzeihen Sie, Retro-Osmanen in Ankaras Regierungsbezirk und darüber hinaus. Die Rede ist also von Platzhaltern, von solchen Kandidaten wie dem Herrn Putin oder gar jenem aus dem Land der fliegenden Drachen, Tian Min – Square. Gemeint ist das ehemalige Kaiserreich im Fernosten, wo die Mauer durchs Land noch heutzutage steht und auch etwas glorifiziert wird, auch, weil sie ja so alt und groß ist. Kung-Fu und so gibt es dort auch. Ist jetzt klar, wer gemeint ist? Genau das Land, wo Dissidenten nicht unterbinden können, dass der Westen sich dem teils menschenverachtenden Regime beim Geschäftchen-Machen anbiedert, anstatt sich vornehm vom schnell verdienten Geld – auf dem Rücken zu vieler Leute – zu verabschieden. Letzteres der so hochgehaltenen Werte wegen, die irgendwie zu unterschiedlich in Anwendung kommen: gegenüber Russland, USA oder China sehr flexibel; und gegenüber den meisten Staaten Afrikas oder Asiens zuweilen sehr doktrinär.
Na und?, werden Sie hier vielleicht denken. Die Welt ist schließlich rund. Sollte Russland oder China glauben, als Platzhalter des Westens für oder in der Türkei vollends ‚einspringen‘ zu müssen, dann bitte sehr! Die EU könnten, beispielsweise, in Georgien, Armenien oder in der Mongolei etwas aggressiver auftreten als sonst, sozusagen zwecks Retourkutsche oder Abgleich – gern auch in Weißrussland oder Moldawien und natürlich der Ukraine und dem Baltikum. Wir leben schließlich in keiner statischen Welt, mögen Sie des Weiteren gedacht haben.
„Alles beweglich!“
In anderen Worten: Irgendwas ist immer am Laufen. Womit Sie auf jeden Fall nicht die Unwahrheit sagten oder denken würden.
Nun, aus diesem letzteren Blickwinkel heraus könnte dann auch betrachtet werden, dass neuerdings in den Nachrichten der „RIK“, der staatlichen Fernsehstation des überwiegend griechisch-sprachigen Zyperns-Süd, nicht nur verkündet wird, was jemand der dort etablierten Parteien zu Diesem oder Jenem meint; nein, jetzt hört man auch nahezu immer in den griechisch-zyprischen Nachrichten, was denn die Leutchen von der „ELAM“ verzapfen. Das ist in deutschen Dimensionen ungefähr so, als würde in der „Tagesschau“ der ARD oder in der „Heute“ im ZDF zu einem aktuellen Thema auch nahezu immer berichtet werden, was die „AFD“ oder die sogenannten „Identitären“ zu sagen haben.
Letztere sollen ja demnächst mit ihren Schiffen vor Libyen Stress machen gehen – unterwegs dorthin sind sie ja schon etwas Länger und bis Monatsende, wenn nichts dazwischenkommt, bestimmt schon voll in Aktion vor Libyen. Inzwischen ist der 27. Juli und wir wissen nun, dass etwas dazwischenkam: Ausgerechnet im Hafen von Famagusta/Ammochostos/Gazi-Maĝusa Nordzyperns mussten die vermeintlichen Aktivisten des identitär ‚Guten‘ Anker werfen. Unter anderem werden sie beschuldigt, gegen MONEY Flüchtende aus Sri Lanka an Bord genommen zu haben bei ihrem Einsatz etc. Wäre das nicht passiert, könnte – vielleicht dennoch demnächst – passieren, von diesen identitären Herrschaften mit Bildern und Berichten versorgt zu werden, die schildern, wie ein Flüchtlingsboot kenterte und niemand unter ihnen sich angesprochen fühlte, den Absaufenden zu helfen. Des Weiteren könnte deren Aufenthalt vor der lybischen/syrischen/etc. Küste durchaus auch ein positives Etwas bringen: Sie haben sich nämlich vorgenommen, unter anderem zu untersuchen, ob die bislang in Aktion tretenden ‚freiwilligen‘ Helfer, beispielsweise der Sea-Watch, eventuell doch mehr sind als lediglich nur Helfer. Letzteres heißt konkreter: Unterstützer der Menschenhändler, ja, verdeckte Menschenschmuggler höchstselbst. Bislang wird das bestritten und man fordert Beweise für solche Behauptungen vonseiten der selbsternannten humanistischen Flüchtlingsretter. Außerdem sollen die jetzt – per Gerichtsbeschluss so beschlossen Ende Juli 2017 – Flüchtlinge, die sie aus der See fischen, gefälligst selbst in italienische oder andere europäische Häfen bringen und sie nicht mehr an andere Schiffe, die gerade in der Gegend sind, abgeben können. Das würde deren Schlagkraft jedenfalls mindern. Es kann daher aus hiesiger Sicht der Begründung einiges abgewonnen werden, dass auf Grund dieser Humanisten auf hoher See sich das Risiko vermehrt auf fraglich gebauten Booten sich auf den Weg gen Norden zu machen. Soll heißen: Diese liberalen und links zu verortenden Organisationen fördern durchaus, gewissermaßen, diesen halsbrecherischen Akt vieler junger Afrikaner/innen und anderer, sich ihrem ‚Schicksal’ glauben, auf diese Weise stellen zu müssen. Tragisch, würden ausgerechnet die Identitären diesen Nachweis liefern, dass Sea-Watch und andere wie sie zur Flucht und Menschenschmuggeln animieren/unterstützen/es in die Wege leiten. Auch deutsche Identitäre befinden sich unter der international zusammengestellten nach Faschismus riechenden Schiffscrew – politisch recht braun gesinnt, also, wie in einem Interview mit deutschen Identitären auf jenem Schiff zu vernehmen war (SRF1 25.Juli 2017).

Und, dass es nicht Ohne ist, in dieser Gegend des Mittelmeeres mit dem ‚falschen‘ Reisepass unterwegs zu sein, zeigten uns beispielsweise Morde in Hugharda/Ägypten Mitte des Monats Juli 2017, wo bekanntlich auch deutsche Touristen – mal wieder – ihr Leben ließen. Es ist längst nicht mehr so wie einst nach 1945, dass man mit deutschem Pass in der Welt gern gesehen wird. Der Aufenthalt da draußen irgendwo, und das willkommener Maßen, begrenzt sich mehr und mehr für Deutsche. Und Letzteres hat grob gesagt zwei Gründe: die betriebene, zu marktorientierte Außenpolitik; und die Geschäftchen mit Despoten, die deutsche Firmen so betreiben. Nicht alle Geschäftchen oder Außenpolitiken, um Gottes willen sind verwerflicher Natur; aber offenbar sind vielen Menschen da draußen doch zu viele Abkommen darunter, die wiederum ihren Absturz und den deutschen Reichtum miteinander zu verknüpfen beginnen/begonnen zu haben scheinen. Da kann man noch so schöne Worte verlieren im Bundestag. Fakt, ist zuweilen Fakt, auch wenn Faked News gerade der meist gehörte Schlager der Ablenkungsmanöver in den Debatten auf Regierungsebene oder in den Medien sein könnte – „postfaktisch“.
Letzteres erscheint in etwa so zusammenhängend oder strukturiert etc. wie das angeblich „freie“ Surfen im Netz mit dem Tor-Browser. Ja, Zwiebel hin und her, doch wer, bitte sehr, sitzt an der Schaltstelle dieses Browsers? War und ist es nicht zufällig – mal wieder – ein militärisches Projekt der USA? Und haben die das Ding nicht ausgewildert, damit man ihre interne Kommunikation nicht so leicht nachverfolgen kann? Weil wo viele Schäflein weiden, so richtig viele, da weiß man nicht mehr so recht, wo der Wolf im Schafsfell steckt. Das heißt: das Ablenkungsmanöver ist eigentlich gelungen. Und ehrlich gesagt: Gewisse Freiheiten sind dann halt einfach zu frei. Und da muss jemand Freiheit beschneiden können? Ja! Im letzten Fall, ja!

Nicht lustig, ganz und gar nicht!

Doch man kann ja von solchen Eventualitäten schreiben, wie man will. Irgendwie findet man kein, oder offenbar zu wenig Gehör. Also, erinnern wir daran, dass das Meer vor Libyen auch nicht unbedingt so weit weg ist von den Stränden Zyperns, wie auch all diese schwelenden Konflikte in der Region, von denen hier längst noch nicht alle aufgezählt wurden in diesem Artikel, ganz zu schweigen von den ‚uralten‘ (Palästina, Syrien, Kurden, Drusen, Chaldäer, Armenier, allgemein: Glaubenskonflikte), die nach Adam-Riese die Spannung vor Ort zusätzlich wie ein Gewitter aufladen, welches sich dann wohl auch irgendwann entladen wird/müsste/dürfte.
Und dieses Abregnen wäre nun gerade wirklich nicht angebracht, zumal die Besucherzahlen auf Zypern derzeit Rekorde brechen – hüben wie drüben.
Tschja! Trittbrettfahren ist bekanntlich gefährlich, denn ein Kontrolleur könnte nach durchzechter Nacht schlecht draufkommen und auch da draußen, wo sie sich gar mit den Fingernägeln an Teilen des Busses im Verkehrsfluss festkrallen, Fahrscheine verlangen. Obgleich: Als ich vor vielen, vielen Jahren in Kairo war, bestand die Gefahr nicht, an einer Stange oder Türrahmen eines öffentlichen Busses sich irgendwie haltend, noch abkassiert zu werden. Das war „ayib“, gehörte sich nicht. Diese Plätze waren auch daher meist gut besetzt. Und ich möchte nicht wissen, wie viele jener Trittbrettfahrer es mit Knochenbrüchen und dergleichen bezahlten, nur, weil sie zu schwach die/der andere/n wie sie zu stark waren.
Hoffentlich entlädt sich weiter oben herbeifantasiertes/prognostiziertes Gewitter nicht über zyprischen Köpfen in absehbarer Zeit. Da sind wir doch ganz alarmiert und gewissermaßen selbstbezogen genug, uns so etwas besser gleich aus dem Kopf zu schlagen; und anstatt die vielen Touristen noch schneller abzukassieren, die ja sogar neuerdings auch ohne viel Werbe-Etat oder -Strategie usw. ins Ferienparadies der „Einmaligen Chance“ einer Wiedervereinigung offenbar gut gesättigter Inselbewohner kommen. Diesen Reichtum abzuschöpfen, scheint mehr Sinn zu machen und ist insgeheim ein weiterer Punkt, wo man sich in den Verhandlungen über Zypern gewiss einig ist!?
***
Ein kleiner Kulturschock war heute, den 15. 07. 2017, ein bisschen im türkischen Fernsehen herumzuzippen. HILFE! Nur noch nationalistischer Kitsch, geht’s noch? Und dann gab es das alles vor allem auch noch auf einem weiteren Sender der Türkei, nämlich auf TRT1, wahrscheinlich auf allen, und zwar dicke religiös verbrämt, dass einem der kalifatsstaatlich verordnete Dschihad geradezu schon ins Haus zu osmanisieren schien. Es war und ist sehr befremdend, zu sehen, dass so etwas offenbar die meisten Leute anziehen soll, unter denen man sich vielleicht ein Drittel seiner bisherigen Lebenszeit aufgehalten hat – und sich dabei eigentlich recht wohl und einigermaßen sicher fühlte. Gerade in Berlin und kurz abgetaucht in Neukölln kann einiges vom neuen osmanischen Selbstbewusstsein sozusagen hautnah erlebt werden. Politische Diskussionen mit alt Bekannten nehmen zuweilen recht irrationale Züge an. Wirklich sehr beeindruckend, wohin manch menschlicher Geist sich im Laufe der Zeit versteigen kann. Es tut den Ohren merkbar weh, den akustischen, osmanisch gefärbten Müll verstehen zu dürfen, der auch durch die Mattscheibe auf Türkisch, auch, in deutsche Stuben dringt. Gruselig megaloman; im Grunde schon fast ein Dauerlacher wie ein seltsam realer Cartoon – irgendwo dazwischen oszillierend, denke ich!
Nicht sehr viel weniger sonderbar ist, wie im Meer vor Zypern mit Menschenleben und dem Frieden, sozusagen letztlich, vielleicht zu hoch gepokert wird, wenn man sich die Spannungen vor Ort mal nüchtern betrachtet – von zu vielen Seiten meines Dafürhaltens wird das Spiel nämlich betrieben. Als ginge es nur noch um dieses blöde Erdöl aus dem Meer vor Zypern, Syrien, Libanon, Türkei und Ägypten, komme was wolle, und als könnte man anstatt nicht die Gelegenheit ergreifen und ENDLICH auf alternative Energien vollkommen um-zu-‚rüsten‘. Nein, da macht sich die Republik Zypern zum Spielball dieser Spannungen oder zum Schläger, mit dem dieser Ball ins Feld befördert wird. Und das Spielfeld hat, nebenbei bemerkt, einen klaren, ganz bestimmten Ursprungsnamen: Dominanzgehabe-gepaart-mit-Gier-und-männlicher-Eitelkeit-ohne-Weitsicht.

Protzen, was das Zeug hält wie unter Gorillas! Nur, Letztere kennen so etwas wie eine natürliche Grenze, auch, ist zu vermuten, da sie ihre Lebenswelt, Urwald, einigermaßen realistisch einschätzen. Soll heißen: Gorillas bringen sich nicht gegenseitig um – denk ich jedenfalls.
Donald Trump ist also in bester Gesellschaft, sollte er mal unter Zyprern etwas länger verweilen. Leider sind die Nachbarn Zyperns so in etwa im selben, derart aufgestylten Fahrwasser unterwegs.
Time of changes!?
***
Letzteres ist oder müsste eigentlich ein Stichwort sein, bei dem Sie, verehrte Leser, neuerdings gleich schreien könnten: „fakeles!“
Nein, es sind nicht die einst berühmt berüchtigt gewordenen Fakeles aus Griechenland gemeint, die immer dann mit Bestechungsgeldern gefüllt werden woll/t/en, wenn sie auf den Tisch zu legen oder unter demselben durchzuschieben waren/sind auf einem Amt oder andernorts. Diesmal sind es Akten, die ausgerechnet jetzt und nach über 40 Jahren aus den Depots irgendwo in Griechenland herausgeholt wurden, in denen die „ganze Wahrheit“ drinsteht – die angebliche Wahrheit über den Zypernkonflikt 1974 und seine Anfänge. Jetzt, Ende Juli 2017, sind die an die Republik Zypern übergebenen Akten eigentlich schon kein Thema mehr in den Medien. Eingesackt!
„HAHAHA!“
Da lachen doch die Turkeys. Schönen Klang haben Truthähne jedenfalls, finden Sie nicht? Mal abgesehen davon, dass die Turkey auf Englisch Türken genannt werden, haben die Dinger, also die Akten über Zypern 1974, so lange in griechischen Kellern gelagert und sind auf diese und auch auf andere Weise dahingestaubt, dass doch eigentlich in den Medien gefragt werden müsste, was aber offenbar kaum passiert: „Ja, sind die Akten etwa bereits vorsortiert worden von den Griechen? Wurden sie gesichtet und wer hat was, wann und wie daraus abgestaubt?“
Nun, von Letzterem ist wohl auszugehen, doch bewiesen kann von hieraus nichts werden. So unprofessionell kann man selbst als Grieche oder Zyprer sich nicht leisten zu sein, diesen Nachweis so leicht erbringen zu lassen von jemand, der kein HELLENE ist. Und dann, was gleich noch stutziger macht als das eben Gedachte, was einen schier schon fast keinen Atem finden lässt: Da werden nun diese angeblich hochbrisanten Akten einfach so und irgendwo im Keller des zyprischen Parlaments verschwinden, nein, die sind da schon am Verschwinden?
Warum dort?
Wer darf das Zeug sichten, alle?
Auch ich?
Genau das, glaube ich, wird nicht der Fall sein! Und niemand schreit laut genug, jedenfalls noch nicht, bis hier her vernehmlich, dass dieses Zeug gefälligst von unabhängigen Organen, beispielsweise einem Institut in der Schweiz oder Brüssel, zu sichten sei – zumal man ja auch sonst gleich zur UNO rennt und in die Schweiz, um unabhängige Mitwisser zu haben in Sachen Streitgut Zypern!
Und das tun wir nun hiermit. RÜCKT DIE AKTEN RAUS – ALLE!
So dürfte sich also auch auf dieser Ebene, zukünftig, nicht etwa Entlastung, sondern weitere Spannungen, die mithilfe aus dem Kontext gerissener Zitate aus besagten Aktenbergen sich zu all dem Wahnsinn, der sowieso schon im Aufbau befindlich ist, dazu addieren.
Wobei wir also bei folgender Frage angekommen sind: Wem nützt das alles und wieso lässt man die Dinge so aneinander reiben oder aufeinander krachen, wie man es nun mal tut? Diejenigen, die das so veranlassen, können ja gewiss nicht blöder sein als man selbst. Also muss die Frage nach Interessen, die derart bedient werden, gestellt werden. Wahrscheinlich ist es, auch, ein diplomatisches Cover-up, welchen man sich davon verspricht. Das bedeutet: Schön alles schummrig und undurchsichtig halten, weil dann kann man, unter anderem, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen, um sich beißen.
Es sieht also so aus, als würde alles so weitergehen wie gehabt – ohne sich ein detailliertes Wissen als Entscheidungsträger angeeignet zu haben in Sachen Zypernfrage und so, wie gehabt, drauf-los-beißen.
Nur:
Das kann so nicht viel Länger der Fall sein oder so bleiben unter Entscheidungsträgern. Denn irgendwann ist ein Maß mit Unwissenheit nun mal voll! Irgendwann ist derjenige, der dieses volle Maß Bier andauernd leeren soll, mal bedient – und kotzt ab. Entschuldigen Sie die wenig diplomatische Sprache.
Die zuletzt geführten Wiedervereinigungsverhandlungen der Zyprer in Crans-Montana, Schweiz, sind also, wie hier projiziert wurde in Beiträgen davor, ein unterhaltsamer Shopping-Ausflug für die Herren und Damen Verhandlungsführer vordringlich geblieben – ganz offenbar. Die haben sich womöglich wirklich auf die eben erwähnte Art und Weise im Geist oder wirklich beim Verhandeln übergeben, wie man vornehmer sagen würde. Im September 2017 könnte dann vielleicht wieder kurz ein Trip in die Schweiz für dieselben Herrschaften drin sein. Nicht verzagen, ihr Guten! Diesmal hoffentlich, um Frieden heranzuklotzen und nicht, um, Verzeihung, wie zuvor umschrieben, abzukotzen, hätte ich schon fast geschrieben – also: um Shopping zu machen.
Exzellenz mag eben an tollen Plätzen gesehen werden und sich aufhalten, sagen sich da gewiss einige Beteiligte an derartigen Verhandlungen über Zypern an Orten wie Genf, New York oder demnächst womöglich noch Sidney? Keine Angst daher, verehrte Leser: Es wird das nächste Mal wahrscheinlich nicht an den gleichen Ort in der Schweiz zurückgehen zum Verhandeln. Das wäre doch wohl eine Zumutung. „Immer nach Crans-Montana … .“ Uhh, welch schreckliche Vorstellung!
Da die Zyprer und der Rest derer, die sich da irgendwo in der Schweiz oder New York zuweilen Treffen in Sachen Zypern, offensichtlich auch auf Drama stehen – siehe eben die Zypernverhandlungen oder auch Herrn Macron mit Trump am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag -, wäre vielleicht ein geeigneter Medienspektakel, wenn die zyprischen Präsidenten Anastasiadis und Akıncı sowie der Rest der Zypern-verhandelnden-Crew sich beim nächsten Treff auf dem „Rütli“ in der Schweiz träfen, das ist dort, wo die Schweizer sich einst das Ja-Wort gaben, „die Schweiz“ sein zu wollen. Wäre das nicht fernsehserienreif und Disney-Park-gleich-schön? Seifenoper pur. Europa Park reif!
Dieses seifige Genre hat ja als Phänomen eh verstärkt das Hirn der Menschen, weltweit, geradezu wie geschmiert, erobert, die Seifenoper. Nicht vergessen: Seife plus Wasser und in den Händen gewendet, hat zum Effekt, dass aus ihr Schaum hervorkommen kann, wenn man es richtig anstellt, was glaube ich all jenen, die sich bei solch Verhandeln über Zypern nach dem Gang zur Toilette gelingen müsste, wenn die Seife nicht mit einer moderneren Vorrichtung ausgetauscht wurde, wo auf einen Knopf gedrückt werden muss, damit das Schmiermittel herauskommt. Weil zum richtigen Zeitpunkt einen Knopf zu bedienen, ist nun mal eine andere Herausforderung als ein Stück Seife in den Händen zu bewegen. Nein, Personal, welches abseift und Händchen abtrocknet, soll noch nicht installiert worden sein an solch illustren Orten wie Crans-Montana.
Das wäre eigentlich der Knaller schlecht hin – ober-super-chic. Denn: Schaumschlagen tun politische Schaumschläger auch aus Zypern gern und gewiss schon seit den Tagen der Schaumgeborenen Afrodite. Also wird das Jahr 2018 gewiss das Jahr zyprischen Schaumschlagens schlechthin werden, zumal die Insulaner, wie eben aufgezeigt wurde, ja eine lange Tradition im demokratischen Seifenblasenherstellen haben. Verehrte Leser, wir werden es schon bald sehen, welche Seifenkistenrennen demnächst vom Stapel gelassen werden.
Wollen wir daher hoffen, dass der ökonomisch-politische Schaum nicht in Form von im Meereswasser des südöstlichen Mittelmeers treibenden schlierigem Öl, ja, wie wollen wir es nennen, seinen Abgang findet. Es soll aber auch Abgänge geben, die beispielsweise zur körperlichen Erleichterung führen. Man sagte ja einst oft in diesem eventuell positiveren Zusammenhang des angeführten Ausdrucks: „dem geht Einer ab!“ Gewiss würde eine Vereinigung der beiden Teile Zyperns nicht dazu führen, dass allen Beteiligten, die als Schutzmacht der Insel Kasperle-Theater aufführen, Einer abginge deswegen. Den Engländern von der britischen Insel, ist zu vermuten, liegt an solch verkappt orgastischem, womöglich eher zyprischem Abgang wahrscheinlich wenig. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Franzosen neuerdings deswegen sich „TOTAL“ ersichtlicher im südöstlichen Mittelmeer mit Schiffen und dergleichen bewegen – Stichwort: Bohrinselchen. Mal ganz abgesehen davon: Das anglophile Zypern, ja, halten Sie sich fest, verehrte Leser, es ist ein Mitglied der Francophonie und das bereits seit Jahren. Alors, alors! Voyez vous? Nun, die überwiegend französische Total, die im südöstlichen Mittelmeer das Erdöl mit anderen großen Firmen fördern soll für die Zyprer, doch vorerst sondiert, um zu sehen, ob da überhaupt genug zu holen ist, ist keine allzu schlechte Wahl. Schließlich hat Frankreich „die“ BUMM, also Atombombe. Kann auch gut sein, dass Afrodite bei den Macrons aus und ein geht und daher die französische Unterstützung zyprischer Außenpolitiken zukünftig noch bis ins Intimste reichen, aber hoffentlich nicht bumsen lässt – und Letzteres, also Intimstes, ist gewiss das zyprische Hügelchen namens St. Hillarion, wo vielleicht sogar so etwas wie ein Kreuz noch dran ist. Keine Ahnung, wie ich da jetzt draufkomme. Bums!
Zuweilen denkt es gar bei manchen, dass Jean d‘ Arc in ihrer Zeit wahrscheinlich im Grunde Afrodite in disguise war (versteckt). Und das schreib ich, damit Sie besser nachvollziehen können, warum die Franzosen nun langsam etwas mehr Initiative in Sachen Zypern zu ergreifen scheinen, politisch.
Wie hier ersichtlich wird, verehrte Leser: Es ist höchste Zeit, in Details zu gehen bezüglich Zypern usw., damit wir uns nicht noch in mythischen oder gar außerirdischen Dingen oder Welten verstricken, wo doch Das irdische, unterm Meeresboden Liegende im südöstlichen Mittelmeer, geradezu in die entgegengesetzte Richtung weist!?


Es sieht nämlich so aus: Die Griechen können noch immer nicht im Ausland wählen gehen. Stellen Sie sich das mal vor: Menschen aus der Wiege der Demokratie müssen in die Wiege zurückkehren, um ihre Stimme abgeben zu können bei größeren oder kleineren Wahlen – wo es doch Internet gibt. In Irland und Albanien herrscht innerhalb Europas derselbe Missstand – nur bei denen können wir es noch so in etwa verstehen, oder? Sogar die Türken können im Ausland wählen! Also da bleibt einem doch die Spucke weg. Was ist bloß aus dem Vater der Demokratie geworden – unserem Griechenland? Mutter hier zu schreiben, wurde bewusst vermieden, da in der irdischen Welt bislang keine Griechin je das Zepter als Ministerpräsidentin einer demokratisch gewählten Regierung Griechenlands schwingen durfte – auch nicht unter derzeitiger, kommunistischer Führung. Nicht, dass es unbedingt zu erwarten wäre unter Kommunisten. Zumal, entschuldigen Sie, die sogenannte Obristen-Junta Griechenlands einst, am 21. April 1974, ja auch alles Männer waren [genauer: jene, die an der Oberfläche als Obristen in leitender Stellung agierten. Soll heißen: Gewiss hat so manche Frau die Kleinarbeit für so manchen dieser Herren im Hintergrund erledigt].
Die Obristen haben damals mal schnell Schluss gemacht mit dem zarten Pflänzchen namens Demokratie in Hellas/Griechenland. Die haben diesem Pflänzchen ganz rigoros den Gar ausgemacht – von 1967 bis 1974. Und dabei waren auch die Griechen drauf und dran zu jenem Zeitpunkt, so etwas wie eine Avantgarde zu etablieren – in Sachen Kultur und so. Wir erinnern: die 68er in Germany zu jener Zeit, die ja damals geradezu Furore machte, allerdings auch erkenntlicher im Politischen und nicht so, wie die Avantgarde zeitlich davor in Griechenland vorwiegend eher künstlerisch.
Nun ja, sogar in Zypern sollen zu jener Zeit schon einige von diesen Avantgardisten und Hippies etc. ‚herumgestrauchelt‘ sein, mit langen Haaren und dergleichen mehr – mit Rolling Stones, Jimi Hendrix und der Rockröhre Janis Joplin mit im wortwörtlichen Anschlag oder eben Sack. Also: die weniger Privilegierten versuchten sich damals in den jeweiligen Gesellschaften zu emanzipieren. Die Wirtschaften waren so in etwa wieder auf Gewinn gestellt nach dem II. Weltkrieg und so etwas wie „Gerechtigkeit“ war akustisch plötzlich überall zu hören.
Und solch Vokabular gefiel vielen nicht, es gefiel den Obristen in Griechenland ganz und gar nicht. Und daher mussten viele Griechen ins Ausland flüchten, um nicht in dunklen Kerkern elend zu verenden. Nach Deutschland sind von ihnen auch einige gelangt – und nicht zu wenige.
Als 1974 die Türken in Zypern einen Teil der Insel besetzten, um Türkischzyprer zu ‚schützen‘, brach jedenfalls nicht die gleiche Solidaritätsbewegung europaweit aus wie für die hippen Griechen als die Obristen in Griechenland zuschlugen. Doch ist mir eigentlich erst jetzt, komischerweise, so ganz richtig und klar geworden, dass das ja jener Zeitraum in Griechenland war, der auch den Abschied der Griechen von der obristischen Diktatur bedeutete. Ich sah nämlich am 26. Juli 2017 die Feierlichkeiten zur Befreiung der Griechen auf einem griechischen Fernsehkanal. Der Präsident Griechenlands, der mit der weißen Mähne, erwähnte bei seiner erfreulich kurzen Rede auch Zypern etc.
Nachvollziehbar?!
Doch als die türkischen Truppen einfach nicht mehr aus Nordzypern abzogen, hätte sich so etwas wie eine Solidaritätsbewegung schon etablieren können/müssen. Warum bloß ist das nicht so passiert? Die Zyprer hatten nämlich den ziemlich tragischen ‚Fehler‘ begangen, finde ich, dass sie mehrheitlich nach Frankreich und vor allem nach England exilierten. Die Griechen zur Zeit der Obristen, ihrerseits, hatten sich zwar auch dieselben Destinationen ausgesucht gehabt, doch vor allem auch Deutschland (Ost, wie auch West) – ein Unterschied offenbar. Willi Brandt, den man dann irgendwann nett absetzte, da man ihm einen spionierenden Ostfloh ans oder ins Ohr gesetzt hatte, unterstützte die jungen, griechischen Wilden in ihrem Kampf gegen die obristischen Faschisten. Außerdem war er zu jenem Zeitpunkt mit einer wesentlich jüngeren Frau, als er es war, geheim zusammen, was ihn wohl direkt-indirekt so agieren ließ, ist zu vermuten. So sehr tat er das Unterstützen der jungen Wilden aus Griechenland, dass er sich wohl fast zu sehr mit dem sogenannten Großkapital Deutschlands anlegte dabei. Und es ist noch nicht ganz klar, inwieweit diese Letzteren den Herrn Guillaume (den Ostfloh) an dem Machtzerfall Brandts mitnagen ließen.
Brandt, jedenfalls, sah die Wiederbelebung des Faschismus in Europa durchaus entstehen und gegeben von Griechenland aus. Dem galt es entgegenzutreten. Doch viele aus dem sogenannten deutschen Großkapital hatten ja bekanntlich – einige durchaus gewinnbringend – die Nazizeit überstanden und ihre Gesinnung nicht zweifelsfrei über Bord geworfen/ oder werfen müssen – von der Richterschaft nach 1945 in der BRD mal ganz zu schweigen.
Zu jener Zeit waren sogar Sendungen auf Griechisch im deutschen Radio erstmals möglich geworden, eben der vielen Exilanten aus Griechenland wegen. Die Geburtsstunde solcher Sendungen für „Gastarbeiter“ – wenn man vom Englischen und Französischen mal absieht, die ja schließlich auch Sprachen der Schutzmächte waren, die in Deutschland nach dem Krieg 1945 aufspielten und plötzlich – oder zum Glück zu UNSEREN „Alliierten“ wurden.
Wussten Sie, dass der Geburtsort der griechischen Kommunisten die TU von Berlin gewesen sein soll? „Das waren noch Zeiten!“
Und da soll doch hier nun mal endlich erwähnt sein, dass es die USA – mal wieder – waren, die – auch damals bereits – ein extremistisches Regime unterstützten. Und Letztere waren damals eben in Griechenland die Obristen, die ja dann auch ihr ‚Wunderwerk‘ in Zypern anrichteten, als sie ausholten, Zypern mit Griechenland auf Komme-was-Wolle zu vereinigen.
Schach matt!
Hätte es eigentlich werden müssen, „matt!“, doch diese Art aufrührerische zivile Bewegung, die Willi Brandt wohl mit anführte indirekt, bot auch den USA die Stirn und nicht nur den Obristen. Und das geschah zu einer Zeit, wo die alliierte Schutzmacht USA in West-Deutschland noch uneingeschränkt ihr Ding durchziehen konnte wegen dem verlorenen Krieg der Nazis. Letztere, die Großreichsdeutschen, hatten diesen zum Glück verloren gehabt.
Es hatte sich also eine Art Solidarität entwickelt gehabt für Griechenland in der deutschen Bevölkerung in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und dies teils auch auf Regierungsebene; und Selbiges wesentlich geringer, schon fast nicht erwähnenswert, ereignete sich auch für die griechischen Zyprer nach 1974 im ehemaligen West- und Ostdeutschland.
Sie, verehrte Leser, kennen den derzeitigen Außenminister Griechenlands Herrn Nikos Kotzias gewiss aus dem Fernseher? Nun, der war damals einer jener Griechen, die nach Deutschland geflüchtet waren und dort politisch unterwegs war, also im sogenannten ‚Untergrund‘ aktiv gewesen ist. Das sind größtenteils Leute gewesen, die da aus Griechenland geflüchtet kamen, die die 68er-Bewegung in Deutschland oft mitgeprägt und vor allem auch mitgelebt haben. Rudi Dutschkes Veranstaltung „für Griechenland“ etc. unterstreicht das, und sei hier nur kurz erwähnt. Sogar das Goethe Institut in Athen war aktiv. Das ist das Goethe in Nikosia in gewisser Weise auch heutzutage, muss man schon sagen. Auch sie stellen Räume der Begegnung – auf kultureller Ebene – zur Verfügung und haben Veranstaltungen Süd-Nordzypern, oder wie auch immer geartet oder genannt, zu laufen. Doch das Ding greift nicht wirklich, weil die Zyprer, ist zu vermuten, wie gesagt, vor allem in Großbritannien ihre Stränge ziehen; und dort scheint sich das meiste Engagement der exilierten Zyprer in, nennen wir es, neoliberalen Reihen des gegebenen Systems, also auf oder in dem britischen Nährboden, zu verlaufen.
Mit am Härtesten, wie man sagt, auf deutscher Seite, muss damals Günter Grass drauf gewesen sein in Sachen Solidarität mit den Griechen. Der offenbar voll engagiert war und nichts Besseres eines Tages zu tun hatte, als sich 1972 an die Studentenschaft Athens zu wenden mit seiner, dort zumindest noch gut erinnerten, „Hymne auf die Demokratie“, und sich so in die Herzen der Griechen spielte. Ja klar, er hatte gewiss auch im Hinterkopf, nur so seine Buch-Auflagen Zuhause in Deutschland erhöhen zu können, berühmt zu werden. Vielleicht war es aber auch nicht so! Vielleicht ist es einfach Einsatz für eine Sache gewesen, nicht mehr und nicht weniger – bedingungslos! Theodoros Daskarolis schreibt in der Eksantos (Εξάντος) im Juni 2017:
„… Genau zu jenem Zeitpunkt, im Frühjahr 1974, kam Günter Wallraff nach Athen und kettete sich freiwillig am Syntagma-Platz fest, um dort Flugblätter gegen die Diktatur zu verteilen. Er wurde losgelöst, verhaftet, verprügelt und bis zum Fall der Junta am 24. Juli 1974 gefangen gehalten, wo er dann mit den anderen politischen Gefangenen freikam. Dies bildete vielleicht den höchsten Akt der Solidarität mit dem griechischen Widerstand. Ausgeführt von einem deutschen Schriftsteller. Zum genau richtigen Zeitpunkt, um zu beweisen, dass noch nichts zu Ende war, dass die Tyrannei sich nicht etablieren, nicht mehr lange dauern konnte.“
Insofern ist es wohl Schicksal, dass die Zyprer noch immer herumwurschteln und ihre Vereinigung nicht zustande kriegen – und auf diese wurschtelnde Weise wohl den vermeintlich vorhandenen Rest an Solidarität im Ausland verspielen.
Ihnen, verehrte Leser, ist vielleicht vorhin das Datum aufgefallen, an dem die Junta ins Jenseits befördert worden war: Das war demnach 3 oder 4 Tage nachdem die Türken auf Zypern eingeritten sind, um türkische Interessen zu verteidigen und die Türkischzyprer, muss einfach so gesagt werden, aus den Klauen der Griechischzyprer befreiten – versteht sich, mit einem Gegen- oder Aufpreis.
Inzwischen scheint der Zug in Sachen Wiedervereinigung Zypern indes dennoch noch längst nicht abgefahren zu sein. Im Gegenteil. Wer sich historische Sporen erringen mag in Deutschland, der Schweiz oder Österreich, den Italienern mag man es auch noch zutrauen, wie auch den Franzosen, der sollte gemeinsam mit Zyprern eine große Solidaritätsfront, oder wie es genannt werden darf, aufbauen – gern übers Netz. Vielleicht klappt es ja dann mal, dass die Insel sich vereinigt. So eine vordringlich von außen betriebene Sache wäre wahrscheinlich eh von Nöten, den letzten 43 getrennten Jahre zufolge, da sich die völlig uneinigen Bevölkerungsteile auf Zypern unter dieser eben erwähnten solidaren Front einrichten könnten, um letztlich doch noch das Ziel zu erreichen – Wiedervereinigung ohne größeren, kriegerischen Stress.
Ja, wir werden hier gleich wieder konkreter, versprochen! Und zwar jetzt:

„Die Jahre 1970 bis 1972 zeichneten sich in Bezug auf die Zypernfrage dadurch aus, dass sie relativ ruhig waren [aus ehemals westdeutscher Sicht]. Die interkommunalen Verhandlungen bewirkten, dass es keine nennenswerten Zwischenfälle zwischen den beiden [zyprischen] Volksgruppen gab; das internationale Interesse an der Zypernfrage war abgekühlt. Neben den interkommunalen Gesprächen zwischen Kliridis und Denktaş waren für diesen Zeitraum vor allem auch die Enosis-Bestrebungen prägend, denn rechte nationalistische Kräfte innerhalb der griechischen Volksgruppe [ auf Zypern] bemühten sich darum, die Enosis [Vereinigung Zyperns mit Griechenland] – wenn nötig auch – gewaltsam herbeizuführen. Die dritte Gesprächsrunde [heute spricht man von Wiedervereinigungsverhandlungen] war im November 1969 ohne konkrete Resultate zu Ende gegangen und obwohl sich Denktaş im Dezember erneut kompromissbereit gezeigt hatte, hatte [Erzbischof] Makarios das erzielte Ergebnis abgelehnt – in der Hoffnung, noch weitere Zugeständnisse erreichen zu können. Aufgrund der für den Juli 1970 anberaumten Parlamentswahlen wurden die offiziellen Gespräche der vierten Runde erst im September 1970 begonnen und endeten ein Jahr später.“ In der Fußnote steht hier: „… Die Wahlen 1970 waren die ersten Parlamentswahlen seit 1960. Aufgrund der problematischen innerzyprischen Verhältnisse waren die Wahlen seit 1965 immer wieder aufgeschoben worden und die Legislaturperiode des Parlaments durch eine Änderung des Wahlgesetzes immer wieder um ein Jahr verlängert worden.“
Im Text geht es so weiter: „Aus den Parlamentswahlen ging die kommunistische AKEL als deutlicher Sieger hervor … . Um im bürgerlichen Lager keine Verstimmung zu verursachen und im westlichen Ausland nicht den Eindruck zu erwecken, in Zypern drohe eine Machtübernahme durch die kommunistische Partei, hatte sich die AKEL auf die Aufstellung von nur neun Kandidaten beschränkt, die alle in das Parlament gewählt wurden … . Auch während der vierten Gesprächsrunde wurde offensichtlich, dass ein Kompromiss weiterhin in greifbarer Nähe war. Denktaş hatte zahlreiche Zugeständnisse gemacht und forderte zu Recht ein gewisses Entgegenkommen in der Frage der lokalen Selbstverwaltung. Makarios ließ sich nicht von seinem Pokerspiel abbringen und wies Kliridis an, in der Autonomiefrage keine Zugeständnisse zu machen. Somit endete auch die vierte Runde im September 1971 ohne Ergebnis. Letztlich wurden die Gespräche mit Unterbrechungen bis zur türkischen Invasion im Juli 1974 ohne Ergebnis weitergeführt. Dass es in diesem Zeitraum zu keiner gütlichen Einigung kam, lag an Makarios‘ taktischen Spielchen [, so in etwa, wie auch heutzutage Erzbischof Chrisostomos hinter den Kulissen seine Fäden zieht. Dass dem nur so sein kann, belegen unter anderem im TV immer wieder hohe zyprische Politiker, die in irgendeiner orthodoxen Kirche des Landes politisch gefärbte Reden zu diesem oder jenem Anlass halten]; [Makarios] hoffte, letzten Endes doch noch weitere Zugeständnisse von der türkischen Seite zu [erpressen]. Er erkannte nicht, dass Denktaş‘ Verhandlungsspielraum – von Ankara entscheidend mitbestimmt – ausgeschöpft war [, siehe Anastasiadis, Akıncı & Co in der Neuzeit]. … Während sich die Gespräche hinzogen, entwickelten die rechten Kräfte Pläne zur gewaltsamen Herbeiführung der Enosis [heutzutage sitzt neuerdings die neo-faschistische ELAM im griechisch-zyprischen Parlament]. Im März 1970 versuchte die … rechtsgerichtete Nationale Front, Makarios durch ein Attentat zu beseitigen und die doppelte Enosis herbeizuführen. Die Ermordung von Makarios scheiterte, und die Nationale Front löste sich, nachdem im weiteren Verlauf zahlreiche ihrer Mitglieder verhaftet worden waren, auf. Nach der Zerschlagung der Organisation trat erneut Grivas auf den Plan. Dieser hatte zwar nichts mit der Nationalen Front zu tun, verfolgte aber ebenfalls das Ziel der Enosis. Von Athen aus koordinierte er in den nächsten Monaten den Aufbau militärischer Strukturen in Zypern nach dem Vorbild der [zyprischen, paramilitärischen] EOKA-Bewegung in den 1950er Jahren und bereitete gleichzeitig seine Rückkehr nach Zypern vor. Obwohl vom griechischen Geheimdienst beobachtet, gelangte Grivas im August 1971 nach Zypern [, erinnert irgendwie an Zschäpe und Co. der NSU in Deutschland?]. Vor Ort kontrollierte er nun den Ausbau der neuen Untergrundorganisation, die sich als EOKA-B bezeichnete. Makarios war der Aufbau der Organisation nicht verborgen geblieben und er organisierte als Gegenmaßnahme eine Sonderpolizeieinheit, die mit Waffen aus der CSSR ausgerüstet wurde. Nachdem diese Entwicklungen im Frühjahr 1972 in Athen bekannt geworden waren, versuchte die Militärregierung, in Zypern einzugreifen. In einer Verbalnote wurde Makarios aufgefordert, sich aus der Politik zurückzuziehen, und auch Grivas sollte die Insel verlassen. Makarios widersetzte sich den Athener Versuchen, Einfluss auf Zypern zu nehmen. Das aufgrund der griechischen Forderung zwischenzeitlich angespannte Verhältnis zwischen Nikosia und Athen normalisierte sich, nachdem die griechische Regierung signalisiert hatte, die Beziehungen wieder harmonisieren zu wollen. Allerdings knüpfte Athen an diesen Schritt die Bedingung, eine Umbildung im zypriotischen Kabinett vorzunehmen, da nach Athener Lesart einige Minister, wie zum Beispiel Außenminister Kyprianou, die bilateralen Beziehungen belasteten. Makarios stimmte dieser Forderung zu und bildete Mitte Juni 1972 das Kabinett um. Kyprianou kam diesem Schritt zuvor und trat bereits am 5. Mai zurück. … Auch Grivas ließ sich von dem Athener Vorstoß nicht beeindrucken und konzentrierte sich auf den Ausbau der EOKA-B. Zu ersten gewaltsamen Übergriffen, die den Auftakt zu Grivas‘ Plan der Machtübernahme in Zypern und der anschließenden Vereinigung mit Griechenland bilden sollten, kam es jedoch erst 1973. Nachdem die dritte interkommunale Gesprächsrunde [zwischen türkisch-griechisch Zyprern] beendet worden war, ohne dass sich eine Annäherung zwischen den beiden Volksgruppen abgezeichnet hatte, beobachteten beide Lager die politischen und wirtschaftlichen Bemühungen der jeweils anderen Seite mit Misstrauen [bis zum heutigen Tag]. Einfache Kontakte mit ausländischen Regierungen, beispielsweise im Rahmen der Entwicklungshilfe, wurden nicht mehr sachlich betrachtet, sondern als Versuch gesehen, die fremden Regierungen für die eigene Position zu gewinnen. Bei Makarios sorgte zudem der Standpunkt der türkischen Regierung in der Anerkennungsfrage der zypriotischen Regierung für Unmut. Ankara hatte angekündigt, dass man nicht mehr bereit sei, die volle Völkerrechtsfähigkeit der von den griechischen Zyprioten geführten Regierung anzuerkennen. In einem Gespräch zwischen Botschafter Török und dem türkischen Geschäftsträger in Nikosia betonte Letzterer, dass die Türkei sich in zunehmendem Maße gezwungen sehe, in internationalen Organisationen die Rechtsmäßigkeit der zypriotischen Vertreter zu bestreiten. Diese Entwicklungen deuteten darauf hin, dass die Türkei unter Umständen bereit wäre, befreundete Staaten darum zu bitten, die türkische Selbstverwaltung samt Verwaltungsrat als legitime Vertretung der türkischen Zyprioten anzuerkennen [, was man dem türkischen Außenminister, heutzutage, durchaus auch noch zutrauen darf].
Für Makarios bedeutete diese latente Gefahr natürlich, dass er den westlichen Staaten gegenüber eine konziliantere Politik betreiben musste; denn nur so konnte er verhindern, dass der Status der türkischen Zyprioten eine Erhöhung erfuhr und die Gefahr der Teilung der Insel zunahm [siehe hier, beispielsweise, die heutige Nähe zu Russland]. Mit Blick auf die Bundesrepublik war eine kompromissbereite Politik gleich in mehrfacher Hinsicht geboten. So benötigte die zypriotische Regierung die Unterstützung der Westdeutschen bei ihrem Ziel, mit der EWG ein Assoziierungsabkommen zu schließen. Ohne die Assoziierung lief Zypern Gefahr, wichtige Märkte in Europa zu verlieren, was besonders auf den britischen Markt zutraf. Durch die angestrebte Vollmitgliedschaft Großbritanniens in der EG hätte Zypern diesen für die Insel besonders bedeutenden Absatzmarkt verloren, da den geltenden Regeln zufolge die Zölle und Abgaben für Produkte von außerhalb der EWG hätten erhöht werden müssen [siehe die trilateralen Verträge, heutzutage, mit Jordanien, Israel, Ägypten und natürlich Griechenland]. Einen weiteren Faktor stellte der Bereich des Tourismus dar, dessen Entwicklung durch die Bundesrepublik maßgeblich unterstützt wurde; er sollte zur Stütze der zypriotischen Wirtschaft ausgebaut werden – auch durch Zypernreisen westdeutscher Touristen. Besonders die Frage nach der Anerkennung der DDR entwickelte sich für Makarios zu einem Dilemma. Die starken linken Kräfte im Land, aber auch Teile des Regierungsapparates waren einer völkerrechtlichen Anerkennung der ostdeutschen Republik nicht abgeneigt und erhöhten den Druck auf den Präsidenten [Erzbischof Makarios ist gemeint]. Ein solcher Schritt hätte nicht nur die türkisch-zypriotische Administration anerkannt, sondern auch die Unterstützung für die bereits genannten politischen und wirtschaftlichen Ziele eingestellt.
Während sich die zypriotische Regierung um eine Anerkennung der türkisch-zypriotischen Administration durch die Bundesrepublik sorgte, die aber, wie die vorliegenden Akten zeigen, von Bonn gar nicht in Erwägung gezogen worden war, sahen die Bundesdeutschen die Aktivitäten der UDSSR im gesamten Mittelmeerraum, aber auch die Tätigkeit der DDR in Zypern weiterhin als potenzielle Bedrohung ihrer außenpolitischen Ziele. Im Januar 1970 stellt Török fest, die innenpolitische Auseinandersetzung habe dazu geführt, dass einige Länder, unter anderem die UDSSR und andere Länder des Ostblocks, ihre Unterstützung für Zypern reduziert hätten, um nicht in den Verdacht zu geraten, die eine oder andere Seite stärker zu fördern. Dies sei ein naheliegender und vor allen Dingen kostensparender Schritt. Leider sei es der Bundesrepublik nicht möglich, diesem Beispiel zu folgen, da die DDR im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich weiterhin mit Tätigkeiten in Erscheinung trete, die letztendlich auf die völkerrechtliche Anerkennung abzielten. Deshalb müsse auch die Bundesrepublik in diesen Bereichen entsprechend aktiv bleiben und hierbei auf eine ausgewogene Unterstützung beider Volksgruppen achten. Zwar habe er bisher eine gerechte Aufteilung der Fördermittel erreichen können, es sei aber damit zu rechnen, dass dies in der Öffentlichkeit nicht entsprechend gewürdigt und die Unzufriedenheit der einen oder anderen Volksgruppe immer wieder zum Ausdruck gebracht werde.
Zwischen den bundesdeutschen und den zypriotischen Interessen hatte sich also eine Pattsituation eingestellt, der von den jeweiligen Regierungen Rechnung getragen werden musste. Beide Seiten besaßen keine Druckmittel und waren in gewisser Weise von dem Wohlverhalten der anderen Seite abhängig. Dieser Zustand bestimmte in der Folge auch die bilateralen Beziehungen; hier zeigte sich, dass man weitgehend auf die Interessen der anderen Seite Rücksicht nahm.
Die DDR hingegen war weiter bestrebt, in Zypern Erfolge zu erzielen und durch weitere intensive Kontaktpflege die zypriotische Regierung zu einem Einlenken in der Anerkennungsfrage zu bewegen (Quelle: S. 300 – 304, Thorsten Kruse, „Bonn – Nikosia – Ostberlin“, Verlag: Franz Phillipp Rutzen.“
Wie eben eventuell auch noch herausgelesen werden konnte, hat die damalige innerdeutsche Anerkennungs-Kiste die Zyprer für einige Zeit recht gut genährt finanziell. Und dennoch sind und waren die Regierenden auf Zypern in ihren Köpfen eher nach in Richtung Großbritannien, USA oder Australien etc. ausgerichtet. Letzteres hat gewiss mit der Kolonisation durch das britische Königreich zu tun, von der einige behaupten, sie bestünde in gewisser Weise noch heute fort. Letzteres ist selbstverständlich eine Anspielung auf die Militärbasen, die die Briten auf Zypern – illegal, sagen nicht wenige – unterhalten. Dieses Thema gewinnt einmal mehr im Rahmen der sogenannten Brexit-Verhandlungen der EU mit Großbritannien eine wahrscheinlich entscheidende Rolle irgendwann. Schon bald wird sich uns entblättern, was Engländer unter Großbritannien denn noch immer und genauer verstehen. Es ist allerdings nicht abzusehen, sollten Sie über 50 Jahre alt sein, dass Sie in ihrer Lebenszeit den Abschluss dieses Teils der Brexit-Verhandlungen erleben werden. 43 Jahre Zypernkonflikt dürfte den Brexit-Verhandlungen ein wohl realistisches Zeitfenster vorgeben?

Zuletzt: Hexenjagd. Der Hexer heißt „Eide“, ist Norweger und ‚belustigt‘ die Zyprer als Sonderberater der UN in Sachen Zypern. Es musste ja mal so kommen, dass nun fertig mit lustig und höchstwahrscheinlich auch mit Eide ist. Diese bösen Ausländer! Zum Glück gibt es stets unter denselben immer einen, den man an den Galgen wegen Nicht-Wiedervereinigung führen kann. Diesmal ist es mal wieder ein Sonderberater der UN. „Gelogen hat der“, steht in der griechisch-zyprischen meist geschrieben, als ob das nicht alle Beteiligten nahezu andauernd irgendwie täten! Mit den Türken liege er in einem Bett politisch! Solch Urteil trifft bislang eigentlich jeden, der als Nicht-Zyprer die Klappe aufmacht in solch exponierter Stellung bei der UN und in Zypern und mal etwas Wahrheit erzählt in Sachen zyprischem Wiedervereinigungsprozess.
Nichts Verwunderliches also!
Interessanter als all das, ist eigentlich, sich die Nachrichten aus Süd-Zypern mal ohne Ton anzusehen. Schnell erkennt man ewig gleiche Rituale: Minister, die aus Autos steigen, Eide und sein Stab, die dann auch sogleich zur Stelle sind, um die Herrschaften zu begrüßen, die aus ihren stets schwarzen Karossen kriechen. Keine Ahnung, welches Nichtssagende oder Floskeln die sich dabei an den Kopf werfen, wenn sie sich kurz die Hand geben, denn die Münder, die bewegen sich. Nun: Spannend ist also die Körpersprache sich zu betrachten. Das Dauergrinsen von Herrn Eide hat sich in letzter Zeit trotz unerhörtem Druck nur geringfügig eingestellt. Man sieht ihm aber an, dass es ihm so gar nicht wohl ist in seiner Haut. Wäre es mir auch nicht. Da gibt es folgende Szene. Präsident Anastasiadis setzt sich grußlos neben ihn. Neben Herrn Eide sitzt der Türkischzyprer. Präsident Akıncı. Und jetzt kommt’s. Nach einer kurzen Weile beugt sich Letzterer etwas vor, streckt seine rechte Hand in Richtung Anastasiadis aus, so dass diese über der Körpermitte von Herrn Eide, der ja dazwischen sitzt, zum Halt gelangt, und Anastasiadis, der ja eigentlich bemüht ist, nicht auf diese Seite zu sehen, sieht die Hand, die ihm gereicht wird trotzdem und ergreift sie – Eide lehnt sich in seinem Sitz zurück als hätte er einen leichten Kinnhaken erhalten. Die beiden zyprischen Präsidenten wechseln zwei-drei Worte über/um Herrn Eide hinweg und lehnen sich dann wie zwei Jungs, die es einem weiteren gezeigt haben, zurück in ihren Sitzen. Insofern, meine Analyse, leistet Herr Eide kostbarste, offenbar wiederversöhnliche Arbeit unter den Zyprern. Opfert sich auf wie Jesus und für die Sache und lässt sich – gediegen – schikanieren und übergehen.
Weiß auch nicht, weshalb Eide glaubt, die Typen jeden Tag, nahezu, immer wieder und auf die gleiche Weise da draußen an ihren Limousinen abholen zu müssen. Die finden ihren Weg dorthin, wo Schatten und Kameras sind, auch von alleine – und, versteht sich: Mikrofone. Und in diese Letzteren sprechen sie derzeit Unerhörtes über den Norweger. Sein Dienstherr bei der UN, der Portugiese, scheint ihm aber beizustehen. Irgendwie kommt der einem vor von der Position Herr, Generalsekretär der UNO, wie der Papst in Rom.
Vielleicht sollte Herr Eide mal so richtig um sich schreien, wenn die Zypernverhandler zusammensitzen und ihr Schauspiel beginnen wollen, erneut abzuspielen. Was ja eigentlich auch sein Job sein dürfte, diese Leute mal zusammenstauchen! Er wird doch sowieso gefeuert. Und dieses Opfer, seinerseits, könnte womöglich den Durchbruch in den Köpfen längst abgehängten Verhandlungen doch noch bringen? OK, Herr Eide will ja Außenminister von Norwegen werden und muss aufpassen, dass ihm dieser nächste Job nicht noch von der Schippe springt, nur, weil er zu viel Opferbereitschaft für die Zusammenführung der beiden Teile Zyperns aufbrachte, wo doch gar nicht allen Beteiligten klar zu sein scheint, ob dieses Ziel wirklich und schon ‚so bald‘ erreicht werden mag.
Eleni Theocharous von der Solidaritäts Partei der Republik Zypern:
„Wir haben schon seit Längerem bemerkt, dass der unrühmliche Eide sich wie ein Agent türkischer Interessen verhält.“
Sogar der Erzbischof äußert sich anti-Eide-mäßig. Anscheinend ist die griechisch-orthodoxe Kirche doch nicht so weit weg von der Tagespolitik, wie es einem ansonsten beteuert wird. „Eide muss ausgewechselt werden!“, meint er. Und nachdem das erfolgt ist, dürfen wir alle schlussfolgern, soll das Wiedervereinigungsverhandel-Spielchen wieder von vorne beginnen: sich annähern, mal hier, mal dort Kaffee trinken und Interviews geben, noch schnell nach New York und dann zum angeblichen Finale irgendwo in der Schweiz eintrudeln, sodass es dann irgendwann wieder Zeit ist, eine neue Runde zu beantragen – und wahrscheinlich den oder die nächste Sonderratgeber/in der UN auszutauschen, weil die verunglückten Verhandlungen ja schließlich jemand verschuldet haben muss, nämlich, alle möglichen Akteure, aber letztlich nicht jemand aus Zypern-Süd oder -Nord!
Ehrlich gesagt: Wer sich diesen Wahnsinn reinziehen soll und kann, der wird es gewiss die nächsten 20 und – oh Schreck – 30 Jahre einigermaßen lässig weiterhin verkraften dürfen, alle Woche, nein, jeden zyprischen Tag davon zu hören und auch vom Neuesten, von etwas wie „ETI“, welches schätzungsweise in etwa ähnlich irrational funktionieren wird wie die Zypernverhandlungen oder der Beitrittsprozess der Türkei oder der Brexit oder oder oder …!
ETI steht für Europäische Interessengemeinschaft oder so ähnlich. In diesen Mantel wollen einige in Brüssel nämlich die Türkei reinpressen. Die Schweiz könnte da auch noch ihr Fett abkriegen, weil man sie vielleicht als Rollenmodell für ETI auszuerwählen gedenkt. Doch wollen wir unsere Rechnung nicht ohne den schlecht ausrechenbaren Herrn Trump machen. Der wird demnächst gewiss noch konkreter Auskunft darüber geben, was er sich im südöstlichen Mittelmeer an Entwicklungen wünscht. Ganz entschieden ist nämlich noch längst nicht, welchem Lager er letztendlich die Stange halten wird: den Saudis oder den Qataris. Und das hat Implikationen bis nach Nikosia via Tel Aviv, Ankara, Kairo und Damaskus. Welche Pirouetten Athen noch drehen könnte mit/unter amerikanischer Charme-Offensive wollen wir uns vor dem Hintergrund oben bereits geschilderten Aktionen in der Geschichte Griechenlands besser nicht geben und abwarten, um zu sehen, ob es überhaupt zu so etwas Konkreterem kommt vonseiten Washingtons. Bekanntlich haben schwammige Formulierungen und Abschlüsse etc. den Vorteil, dass man sie in jede Ecke des Mittelmeers ziehen kann.
Eine der Fragen dürft also sein: Wer, neben Israel, erhält eine Art Sonderprotektion – oder -förderung der USA in der Region Südosteuropa/Naher Osten/Nordafrika? Wie wird das erwachte Interesse Chinas sich vor dem Hintergrund schwindender demokratischer Prozesse in Washington auswirken? Und hier zuletzt: Wird die Achse Macron – Merkel halten können, zumal die beiden Charakteren ganz offensichtlich sehr unterschiedlich sind, wie auch ihre Weltbilder?

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Es läuft wie geschmiert

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Pokern in Crans-Montana

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Pokern in Crans-Montana

Polit-Poker-und-mehr!

Der Sommer kann nun langsam ein solcher genannt werden – auch im sonnenverwöhnten Zypern. Das soll heißen, er war dieses Jahr wirklich spät dran. Zwar ist das Meerwasser noch etwas kalt gewesen am 18.06.17, aber nur noch etwas. Einmal drin, löste sich das Alles in Wohlgefallen auf – „und das ist gut so (Wowereit)!“

Sonntag war mal wieder, die Kathemerini-Sonntagsausgabe noch nicht gelesen, aber immerhin gekauft worden. Klar, wir hatten nach dem Frühstück erstmal Lust auf Schwimmen, unweit von dem Dorf Maroni, welches zwischen Limassol und Larnaka, bei Zyggi, gelegen ist. Der Beach dort hat neuerdings sogar einen Namen: „Maἴa Beach“. Viele Sonnenschirme, die da wieder aufgereiht sind, alle gelb, außer 2en oder 3en, die in einem sonderbar wie abgewaschen wirkenden Beige das Auge erfreuen sollen. Der Betreiber und sein Sohn werden wohl einen guten Schnitt machen, heute, und wie es aussieht auch in diesen Sommer. Wir gehen dort lediglich schwimmen seit Jahren, liegen also nicht unter Schirmen und konsumieren keine gesüßten Getränke oder gar Alkohol, die dort gern gereicht werden gegen Geld. Obwohl wir nichts kaufen, grüßt der Vater dennoch stets freundlich. Der Sohn indes nie, der vielleicht in England länger lebte – seiner Sprachkenntnis und Akzent zufolge. In der Sonne liegen an diesem von Menschen gut besuchten Beach – und das womöglich noch unter dem unvergleichlichen Geruch all der Sonnencremes in Gebrauch – schenken wir uns also gewöhnlich. Es gibt dort allerdings auch noch einen Teil vom Beach, wo man sich in den weichen, schönen Sand des recht attraktiven Beachstreifens legen kann – wo auch auffällig weniger von erwähntem Gebrauch des Hilfsmittels gegen die Sonne mitgekriegt wird im Allgemeinen. Weiter hinten, also weiter Weg von der Treppe, die nach unten führt, befindet sich dieser liege-sonnenschirmlose Bereich, wo die Ruhe eigentlich nur noch aus einer der beiden Villen schallend zersägt oder von Laubstaubsaugern oder Ähnlichem im Gebrauch von den Besitzern dort in Schach gehalten werden kann. Nichts drin mit Nacktbaden, was allerdings schon längst nicht mehr überall gilt in Zypern. Es gibt Orte, wo Hüllen fallengelassen werden, so zum Beispiel an Teilen des so genannten „Governor Beaches!“ Wie oft solch Lärm verursachendes Werkzeug in den beiden Villen im Sommer angeworfen wird, um den Garten auf ‚Schön‘ zu trimmen, weiß ich nicht, da wir in dieser Jahreszeit stets sehr früh unterwegs sind, als wollten wir der aufgehenden Sonne unseren Gruß darbringen – aber nicht unbedingt, um den Leuten zu entgehen. Letzteres daher nicht, weil man halt doch immer mal wieder auf jemanden trifft, die oder den man schon länger nicht mehr gesehen hat. Jemand neu kennenzulernen, ist auch nicht völlig ausgeschlossen. Na ja, so ungefähr. Meist ist die Sonne dann doch schon im Osten über dem Meer stehend zu sehen, wenn wir ankommen, und zwar über dem teils verbombten Syrien, dem zu oft mit Füßen getretenen Kurdistan, dem nahezu im Dauerkonflikt liegenden religiös schieden gesplitterten Libanon, Palästina und Israel, die mit ihrem Strahlenkranz aber noch nicht stechend zurückgrüßt. Diesen recht einfach wirkenden Strand, der uns auch daher im Herbst, Frühling und Winter erfreut, haben wir also wie jedes Jahr und einsichtiger Weise an die Gemeinschaft der Badefreudigen abgegeben. Alles zu seiner Zeit! Vor und nach der Sommersaison finden wir uns dort ziemlich regelmäßig ein, um Morgensport zu treiben: Laufen, Springen, Spurten, Rückwärtsgehen, Kniebeugen, Atemübungen und natürlich Schwimmen usw. Ja, man kann das ganze Jahr über schwimmen, wenn man sich innerlich auf die Begegnung mit kälterem Wasser eicht, so etwas zu einem höchst erfrischenden Erlebnis umzumünzen versteht. Ist wirklich nicht allzu schwer, weil das H2O nicht allzu kalt ist im Winter, schätzungsweise so um die 10 Grad. Nachts sind wir komischerweise nie am Strand, wahrscheinlich, weil die Aussicht vom Balkon suggeriert, man könne sich das sparen – was natürlich Blödsinn ist. Der Sand ist einfach so herrlich kniefreundlich weich, auch an diesem Beach. In den Büschen zwitschert es unentwegt. Welch Wunder, dass uns darin noch keine Leimruten oder Vogelfallen aufgefallen sind. Allerdings gucken wir auch nicht konsequent nach, ob dem so sein könnte. Man will sich ja schließlich den Morgen nicht verderben. Ganz schön egoistisch denken Sie? Jedenfalls ist es kein großes Vergnügen, mit der Singvogel-Jagd-Lobby Zyperns im Clinch zu liegen oder zu geraten – und die ist auf der Insel Afrodites recht ausgeprägt und kennt wenig Spaß, wenn es um das Einhalten ihrer Traditionen geht.

Apropos Traditionen: Seit Freitagnachmittag, den 23. Juni, haben zyprische Eltern und Kinder wieder Schulferien.

Die Politiker Zyperns, also jene an der Spitze der jeweiligen Parteien im griechisch-zyprischen Teil der Insel, werden demnächst wie Schulkinder des geteilten Landes auch in die Ferien gehen, und zwar in das mondäne Örtchen „Crans-Montana“ (C-M). Das ist am 27. Juni 2017 doch wirklich Realität geworden. Ja, das Örtchen liegt in den Schweizer Bergen. Ja, soll dort teuer sein, und, versteht sich, es ist angesagt, sich an jenem Ort ein Stelldichein zu geben als jemand von Welt. Ja, es lässt sich gut essen und trinken in C-M (also „Si-Äm“ gesprochen). Nebenbei kann dort oben auch etwas Politik betrieben werden. Denn je höher ein Ort in den Bergen oder im Ansehen der Leute, man höre, desto seriöser und authentischer das Tagwerk, welches dort vollbracht wird!?

Die jeweiligen Außenminister, jener aus dem Norden Zyperns und der aus dem Süden sind gemeint, werden dann – gewiss – auch noch in C-M vorbeischauen und noch andere Protagonisten, zum Beispiel einige andere noch der britischen Garantiemacht oder von der UN und der EU sowieso – „full house“, wie man beim Poker sagt. Das tun die Außenminister dann, bevor es den zuvor es den davor erwähnten Beteiligten und jenen, die effektiv etwas mehr tun werden als nur Leckerli zu stopfen, Reden und Interviews zu halten sowie Massagen zu genießen oder den Zahnarzt aufzusuchen, zu langweilig wird während der politisch angehauchten Ferienfahrt in Richtung Wiedervereinigung Zyperns im „schweizerischen Schicksal der Zyprer“, wie die Kathemerini Zyperns den bergigen Ort in der Schweiz auf Griechisch einmal umschrieb.

Zwar sollen die jeweiligen Außenminister in der Schweiz nur eintreffen, wenn in den politischen Treffen, die wie am Rande laufen dürften, ETWAS herausgekommen ist. Nur gut, dass das Wort „etwas“ ein sehr dehnbarer Begriff ist, etwa so, wie: Präsident Etwas zu Etwas hat von etwas eine etwaige Ahnung, lässt daher etwas ganz anders tun als Edward – oder so.

Der Sommer kann also kommen, ist inzwischen angekommen, wie bereits weiter oben festgestellt wurde. Keine Angst, die Herren Politiker aus Zypern kriegen ihre Sitzplätze auch kurzfristig in Fliegern gebucht – oder flogen womöglich gleich selber alle im präsidialen Flieger in die Schweiz. Ja, es werden mal wieder nur, wahrscheinlich nur, Männer unterwegs sein, von denen berichtet werden wird als Verhandelnde. Inzwischen weiß ich: Es sind alles nur Männer, zumindest auf griechisch-zyprischer Seite. Schon allein das ist ein Skandal! Frauen sitzen, sozusagen, brav in zweiter oder gar dritter Reihe und machen den Herren einen Großteil der Arbeit. Wo sind wir eigentlich? Das Vorhaben kann schon allein auf Grund dieser Schräglage nicht gelingen?! Ein Männerurlaub wie in den 50er Jahren?! Ich warte nur noch auf das Bild eines Politikers in einer der Medien, der auf einem großen Balkon einer Villa stehend in Grans-Montana seine kubanische Zigarre schmökt.

Ein präsidialer Jet, nur dergleichen kommt eigentlich in Frage, passte schon zum nötigen Wind, den man zu verursachen hat, wenn man sich nach einem Ort wie Crans-Montana begibt und, bitte sehr, dies als Staatsmann und mindestens genauso wichtig wie Churchill. Sie verstehen? Solch ‚wichtige‘ Gespräche in Nikosias neutraler Zone durchzuziehen, hat einfach nicht den nötigen kulturpolitischen Aufwind, würde nicht genügend Steuergelder verbraten – auch wenn die Verhandlungen am Schluss – wieder oder fast – zum Absturz zwischen Norden und Süden führen könnten.

Obgleich, es muss schon gesagt werden, dass ein bisschen Pokerface auch in mir schlummert. Und dieser Umstand lässt auch vermuten, dass Astrologie eigentlich die richtige Instanz wäre, um all die Faktoren, die in Erwägung zu ziehen sind, um den Ausgang der inner-zyprischen Bemühungen im schweizerischen Urlaub ermitteln zu können – aufgrund ihres außer-irdischen Überblicks. Der Verdacht liegt also in der Luft, dass durchaus auch andere Pokerfaces derartig spekulieren, nämlich, dass sich in Crans-Montana womöglich wirklich geeinigt werden könnte dieses Mal.

Na dann wäre was los. Hilfe! Wer sollte denn bitte sehr so etwas Vereinigtes ertragen? Die Zyprer etwa? Dagegen sind oder wären die Schwierigkeiten nach der Vereinigung von BRD und DDR geradezu ein Sonntagsspaziergang, oder so. Den zyprischen ‚Spaziergang‘ dieser vereinigten Art könnte dann womöglich jemand ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt als passend befunden haben?

Denn: Haben Sie auch schon davon gehört, dass die Israelis – bei dem trilateralen Treffen mit Griechenland und Zypern letztens – vorgeschlagen haben sollen: Ach, lasst uns doch die ganze Ölförderung im südöstlichen Mittelmeer zusammenlegen!

Bumms, dieser Vorschlag hatte gesessen!

Was tun?

Sonst heißt es ja immer: diversifizieren!

Wir schrieben es bereits: Das, was manche insgeheim denken und vielleicht auch schon als Plan in ihren Schubladen bereit zum-damit-in-die-Öffentlichkeit-treten liegen haben, scheint immer näher zu rücken. Und das ist: Den Israelis eine Perspektive zum Beitritt in die EU zu eröffnen.

Was halten Sie davon?

Bedenken Sie, die australischen UNFIcyp-Truppen haben gerade vor ein paar Tagen erst ihre Koffer gepackt auf Zypern.

Guter Entscheid!

Andere Länder, die m Rahmen der UN als Friedensvermittler auf Zypern tätig (sein sollen) sind, dürften diesem Beispiel folgen. Und auch daher gewinnt die erwähnte israelische Perspektive doch wohl an Gewicht in der Region.

Davon mehr, sagen sich eventuell nicht wenige, nach den Wahlen in Deutschlands September. Bis zu diesem Zeitpunkt könnten sich auch Griechen und Mazedonier endlich geeinigt haben wegen der Namensangelegenheit. Die Mazedonier wollen ja von ihrem Landesnamen nun Abstand nehmen und endlich gehorchen wollen, wie es Athen gern hätte – erstere haben ihren Preis dafür bereits benannt, versteht sich. Machen Sie sich da keine Sorgen, verehrte Leser. Die Mazedonier stellten im Gegenzug auch noch in Aussicht, etwas EU-licher zu werden; und die EU plus Griechenland, dass dieses Land dann wohl doch noch schnell unter den EU-Schirm kommt – bevor der russische Winter dort einbricht. Das ist doch schon mal was, oder?

An anderem Ort im Netz (Facebook: Zypernundmehr) wurde bereits vorgeschlagen, dass Mazedonien zukünftig „Mazi“ genannt gehört. Das ist zwar auch Griechisch und bedeutet „zusammen“. Das Wort scheint aber niemandem auf den Schlips ideologisch, oder wie auch immer geartet, zu treten. Scheint also allseits einigermaßen gut verdaubar zu sein. Außerdem ist MAZI doch so schön unserer Zeit gerecht kurz und schnell ausgesprochen und von seiner Wortbedeutung her einfach überwiegend positiv besetzt: gemeinsam in den Krieg, gemeinsam gegen Die anderen, gemeinsam in den Tod für die EU etc. Verzeihen Sie, dass dem Gemeinsamen so viele Gemeinsamkeiten zu entlocken sind, die, je nach Blickwinkel, halt doch zuweilen positiv rüberkommen – sozusagen zwangsweise. Hoffe, auch Sie können das so erkennen!

Nee, jetzt mal ehrlich: Mazedonien muss noch unter den EU-Deckmantel. Alles andere wäre Putin nicht nur den roten Teppich vor dem EU-Haus auszurollen, sondern auch den Hebel für fortdauerndes Chaos und Kuddel-Muddel an der „Süd-Ostflanke“ der EU in die Hand zu spielen – und an die langen, schlanken Greifer aus Peking wollen wir da gar nicht erst erinnern. Allerdings auch daran nicht, was die Welt am 27. Juni 2017 auf Seite 7 unter anderem schreibt: „… Österreichs Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil hat vor einem wachsenden Einfluss des Islam in Südosteuropa gewarnt. „Wir sehen auf dem Balkan eine schleichende Islamisierung!“ … . Ankara werde im Kosovo, Albanien und auch in Serbien immer einflussreicher: „Es wäre aus meiner Sicht nicht vertretbar, dass die Türkei im Rahmen von Nato-Einsätzen demnächst möglicherweise immer mehr Truppen am Balkan stellen wird“, sagte der Minister. Ein solches Übergewicht könne nicht im Interesse der Europäer liegen. Doskozil: „Deutschland und andere Staaten dürfen in ihrem Engagement am Balkan nicht nachlassen, damit das Gleichgewicht der Kräfte und die Stabilisierung der Demokratie in der Region nicht gestört werden.“ … So versucht die Türkei mit der großzügigen Renovierung zum Teil kriegszerstörter Moscheen in den Städten Banja Luka und Sarajevo (Bosnien), Priren und Pristina (Kosovo) oder als Großinvestor in verarmten Landstrichen Bosniens und Südserbiens, die Herzen der Menschen zu gewinnen. Im Kosovo sind türkische Unternehmen im Nahrungsmittelbereich, beim Straßenbau und im Energiesektor stark vertreten. In Albanien weitet sich der türkische Einfluss ebenfalls aus.“

Auch daher erscheint es einem schon als Art Wohltat, in den Nachrichten vom 29. 06. 17 zu erfahren, dass man beim G 20-Treffen in Hamburg Erdoĝan ENDLICH verbietet, bei seinen fanatisierten und teils auf Trotz gegenüber der Gesellschaft in der sie leben eingestellten Deutschen mit türkischem Hintergrund solches Sentiment auf- oder anzurühren. Vielen dieser Leute gilt es endlich ihre Attitüde oder verstiegene Hoffnung anzukratzen, die den Autokraten mit Sultan-Ambition vom Bosporus bereits wie einen muslimischen Heilsbringer zuweilen ansehen. Letzteres ist deR ganz gewiss nicht. Ein Blick auf seine Bankkonten, in die Knäste der Türkei, wo wieder verstärkt gefoltert wird etc. reicht eigentlich, um das zu verstehen. In diesem Zusammenhang muss einfach noch schnell das Erstaunen darüber ausgedrückt werden, dass für die kommende Wintersaison 2017 anscheinend Ägypten von sonnenhungrigen Urlaubern schon gut gebucht worden sein soll. Dass Ähnliches dann im Sommer 2018 für die Türkei ansteht, würde vor diesem Hintergrund nicht mehr verwundern. Und hier wäre die Politik gefragt, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Denn anscheinend halten Reisewarnungen Touristen nicht mehr davon ab, dennoch nach Orten wie Ägypten zu fahren. Frau Merkel & Co. müssten sich noch eindeutiger positionieren, damit dann keine Berichte eingehen über so-und-so-viel Touristen, die im Tempel von X oder Y gefangen, gefoltert oder abgeschlachtet wurden. Insofern ist es auch nicht klug von ihr, sich am 29. Juni 2017 im Parlament nicht zu dem Redeverbot des türkischen Präsidenten außerhalb der G20 (oder in der türkischen Botschaft) geäußert zu haben. Manche Leute brauchen klare Zeichen, vor allem in Zeiten wie diesen, wo offenbar schnell mal jemand glaubt, seinen Frust andere mit dem Leben bezahlen zu lassen und dann noch irgendwas von ISLAM quasselt danach.

Gelänge die Beilegung dieses dummen Streits der Mazedonier mit den Griechen, könnte eine gewisse EU-isierende Ausstrahlung den Kosovo und Serbien zu befrieden helfen. Sie werden es nicht wahrhaben wollen, doch irgendwie müssen diese ‚offenen Rechnungen‘ in und auch um das Gebiet der EU durchaus auch im Zusammenhang mit den Entwicklungen in Zypern gesehen und gesichtet werden.

In knapp 8 Monaten sollen Wahlen auf Zypern sein, auf der griechisch-sprachigen Seite. Ehrlich gesagt: Das Wahlgeblöke überall klingt bereits als seien die Wahlen nächste Woche. Das heißt: Wir werden 8 lange Monate mit dem Thema genervt und beschossen. Scheinbar scheint nichts Wichtigeres mehr zu bestehen in ‚dieser‘ zyprischen Welt – und schon allein daher sind die Verhandlungen vonseiten der griechisch-zyprischen Seite in Crans-Montana mehr als fragwürdig. Wahlen auf Zypern sind wie bei Darwin oder Shakespeares die Frage nach „sein oder nicht sein!“ Nun, hoffen wir, dass dabei nicht ein Ende herauskommt, dass dem aus der Haft entlassenen chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo gleicht: „Zum Sterben entlassen! (Welt)“.

Diese Frage nach dem Sein, auch wenn ein Ausrufezeichen dahinter angebracht wurde, hängt irgendwie immer über dem zyprischen Parteien-Himmel – 365 Tage im Jahr ist dort Wahl, irgendwie. Das Schachern innerhalb und zwischen den Parteien Zyperns mag manchen ein interessantes Thema sein, gewiss ist es aber ein akademischer Zeitvertreib, dessen vielleicht interessanteste Frage derzeit ist: Na, welche Ausrede oder Grund wird von der griechisch-zyprischen Seite wohl letztlich angeführt werden, den, wie immer, in Aussicht gestellten Erfolg der Verhandlungen doch nicht auf großer internationaler Bühne verkünden zu können? Welche Dramatik im 3. Akt des Theaterstücks namens Wiedervereinigungsverhandlungen auf Zypern ließ das Stück zum Drama werden und nicht zur Geschichte mit Happy End? Die Zuschauer schmachten jetzt schon danach, den Ausgang dieser hochinteressanten Aufführung miterleben zu dürfen. Die meisten schnarchen, nicht applaudieren, schon recht laut.

Wollen wir besser nicht so etwas wie eine Nutzen-Kostenrechnung erstellen. Es kann hier allerdings vorerst nur darauf verwiesen werden, dass die Cyprus Mail über das stets veranstaltete Wahlgetöse jahrein – jahraus näher Auskunft gibt auf Englisch und wahrscheinlich auch die Cyprus Weekly – und ganz gewiss alle griechisch-sprachigen Zeitungen Zyperns.

Ehrlich gesagt: Das Thema ist wirklich mindestens so ermüdend, wie die sogenannten Bemühungen in Sachen Wiedervereinigung des Landes sich andauernd anhören zu sollen, welche also zu oft ein Auftritt in New York oder in der Schweiz gewisser „Spitzenpolitiker“ der Insel begleitet.

Dennoch werden wir Sie über aller Wichtigstes, sogar scheinbar Wichtiges, auf dem Laufenden halten – sporadisch und mit dem anerbotenen Ernst sowie Distanz. Zum Beispiel ist die bereits erwähnte und zitierte Kathimerini am Sonntag, dem 18. Juni 2017, seitenweise voll mit dem zyprischen Wahl-Thema, und zwar, dass der Parteiunabhängige Mike Spanos nun doch nicht die (schein)kommunistische AKEL im Rennen um den Präsidentensitz auf Zypern vertreten wird.

Wahrscheinlich war das ein kluger Entschluss dieses Herren. Tagtäglich sieht man in den Nachrichten AKEL-Leute wie Malos, Kasamias, Kyprianou und wie sie alle noch heißen in ihren Startlöchern sitzend. Wer hat da eigentlich geglaubt, er könne an diesen Alfa-Tierchen der Partei vorbei einen von DRAUßEN an der Spitze positionieren?

Möglich wäre es zwar, aber nicht wirklich vorstellbar. Derjenige, der oder die das schafft, muss wahrscheinlich „das Kapital“, „mein Kampf“ sowie „Tom Sawyers“ wahlweise, aber im gleichen Zeitraum gelesen haben: einmal da ein Kapitelchen, einmal dort ein Kapitel usw.

Doch, ich bin jetzt mal der Meinung, dass solch Vorgehen eines zyprischen Politikers die Lösung der Zypernfrage durchaus auch bringen könnte, also, diese Klassiker so zu lesen. Welche, das Inselchen wiedervereinigende, Eingebungen ein solcher Mensch bei solch Lektüre erhält, behaupte ich kühn, kann, was die Zypernfrage angeht, eigentlich nur noch eine Erfolgsstory werden – zumal ja all das andere Geplänkel seit über 40 Jahren bislang nicht oder zu wenig geholfen hat. Jedenfalls, wenn es diesmal nicht klappt, dann bitte sehr all die Verhandlungsführenden und andere wichtige Protagonisten mit der RICHTIGEN Lektüre ausstatten – siehe oben!

Sie haben mich ertappt: Es fehlt mal wieder eine Frau, die als Autorin den Herren in Zypern noch hineingereicht gehörte zwecks Erlangen des immer wieder proklamierten obersten Ziels der zyprischen Politiker. Weil mir nichts Besseres einfällt auf die Schnelle und in der Not, wird empfohlen: Greift doch bitte noch zu Alice Schwarzer, irgendwas von dieser Frau Geschriebenes, am Geeignetsten erscheint aber: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen.“ Dieses Standardwerk des Feminismus sodann mit den zuvor erwähnten Büchern in vorgegebener Weise – ein Kapitel hier, ein anderes dort – lesen und die zyprische Welt wird gewiss afrodisierender!

Der griechisch-zyprische Präsident Anastasiadis gibt sich derzeit noch siegessicherer als sonst. Die zyprische Presse titelt dazu so schön: „Und jetzt liegt der Ball bei den Türken!“ Mal wieder, könnte man sagen, soll der dort liegen. Praktisch nichts getan vonseiten der Griechischzyprer, und dennoch soll der Ball bei den Türken liegen. Bravo! Das grenzt wirklich schon an Hexerei. Dass die Griechischzyprer sich nun offenbar doch mit den Türkischzyprern in der Schweiz – steuergelderverbratenderweise – treffen, ist vielen ein Ärgernis sondergleichen, mag ich Sie noch wissen lassen! Wer stoppt diesen Wahnsinn endlich? Das fragen sich nicht wenige.

Eine, der vielen Wahnsinnigkeiten, scheint man nach Jahren anscheinend aus der Welt geschafft zu haben, demnächst. Ein Wunder, wenn da nicht noch was verzögernd dazwischen kommt bei der sogenannten GeSY – Gesundheitsreform und so. Angelos Anastasiou schreibt in der Sunday Mail vom 18. Juni 17:

Die im Parlament angenommene Entscheidung, eine nationale Gesundheitsfürsorge nach jahrzehntelangem fruchtlosen Diskussionen einzurichten, war ein monumentaler Schritt vorwärts, obwohl es noch viele weitere Schritte braucht, bis diese Reform umgesetzt werden kann. Die Hauptsäule, die dieses System für alle Lohnempfänger, Angestellte und Beamte stützen soll, die einen Teil ihres Einkommens zum Gelingen beitragen, ist: weltweite Deckung gleichwertiger Gesundheitsfürsorge und freie Arztwahl der Patienten. Jedermann hat die Freiheit, die Grunddeckung bei privaten Gesundheitsversicherungen aufzustocken: entweder, um spezialisierte Serviceleistungen abzudecken, die nicht durch GeSY gedeckt sind, wie zum Beispiel der Erhalt von Markenmedizin oder um sich im Spital bei der Wahl eines Krankenzimmers abzugraden; oder es besteht sogar die Möglichkeit, die Bestimmungen von GeSY abzulehnen und irgendeinen Arzt, und dies jederzeit, konsultieren zu können, egal, ob dieser bei der GeSY registriert ist oder nicht.

Wie von der politischen Führung einstimmig vereinbart wurde, sollen am 01. März 2019 die Beitragszahlungen bei Rentnern, Lohnempfängern und Staatsangestellten mit 1,7% ihres Einkommens beginnen, der Arbeitgeberanteil liegt bei 1,85%, der Staatsbeitrag für seine Lohnsummen beträgt 1,65% – und Selbstständige berappen 2,55%. Am 1. März 2020 werden definitive Beitragszahlungen festgelegt für all die zuvor erwähnten Angestellten mit 2,65%, wobei die Arbeitgeber zusätzlich 2,9% beitragen und der Staat für seine Angestellten/Beamten 4,7% – sowie Selbständige mit 4%“ usw.

Summasummarum: Man wird dann hoffentlich ab dem Jahr 2020 über eine umfassende Gesundheitsversicherung aller Zyprer (Süden) verfügen. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wenn in Betracht gezogen wird, dass es immer noch kein Lärmschutzgesetz gibt, welches regelt, dass Veranstalter jedweder Art ihre Musik, Lärm – nennen Sie es, wie sie wollen – ab 22 Uhr, beispielsweise, nicht mehr haben dürfen, dass dieser oder jener Schallpegel nicht überschritten werden darf etc.

Es sieht bislang nicht so aus, als würden die Damen und Herren vom griechisch-zyprischen Parlament sich nun doch schon demnächst einig werden in dieser Lärm-Angelegenheit. Angeblich soll das im Oktober 2017 dann aber der Fall sein.

Bis dahin können Sie, verehrte Leser, als Kneipenbesitzer oder dergleichen aufdrehen, bis die Nachbarschaft auswandert – aber gewiss, bis die Touristensaison 2017 vorbei sein wird und alle Touris, hoffentlich beschwingt dadurch, an ihre Arbeit zurückgekehrt sein werden.

Warum Menschen neuerdings anscheinend andauernd mit Musik berieselt werden müssen, ist hier jedenfalls unverständlich. Ich versteige mich sogar zu der Behauptung ohne statistische Belege, dass das Gequake aus Lautsprecherboxen an Stränden letztlich den erwünschten Effekt – entspannt und mit Energie aufgefüllt zurück in die Heimat zu kommen – bekämpft oder schmälert. Es ist der CTO Zyperns, der Tourismusbehörde, dringend anzuraten, solche lärmfreien Orte an Stränden zu kreieren.

Da bietet sich schon an, wären Sie vorsorglich zu den 3.en internationalen Yoga-Tagen gegangen hier auf Zypern. Sind jetzt leider schon wieder vorbei. Fanden dieses Jahr am 21. Juni statt. Der High Commissionar Indiens in Nikosia hat den Event besorgt – ein Highlight. In Platres traf man sich dazu. Das ist ein Ort im Troodos Gebirge, wo die Luft nach Pinien und nochmals nach Pinien riecht. Schön schattig dort und gute Aussicht – sonntags im Sommer allerdings überrannt mit vorwiegend einheimischen Besuchern, die meist nicht gerade leise miteinander reden.

Immerhin, die Polizei Zyperns ist aktiv, und zwar dort, wo man es gar nicht so aktiv erwarten würde auf Zypern. Ganz körpernah sogar. Um Zuhältern auf die Schliche zu kommen, sollen Beamte sich als Freier engagiert haben. Und klar, da blieb wohl nicht aus, dass der fleißige Beamte sich eine volle Dose Hurenliebe abholen ging, um die Gute dann für ihre Dienste mit gezinktem Geld zu bezahlen, ja, und um sie dem Gesetz umgehend danach zuführen zu können. Eine 72-Jährige wurde sogar festgenommen. Vielleicht hätte die Dame bei Bedarf die mit Zuhälter verbotene, horizontale Arbeit auch ohne einen Zuhälter erledigt, wer weiß. Doch sie soll ja ‚nur‘ eine Hurenhalterin, also Zuhälterin gewesen sein.

Wie hier auf Zypernundmehr mehrfach berichtet wurde, ist das Problem sexueller Ausbeutung von Frauen, vor allem aus der Dritten Welt und möglichst jungen, durchaus gegeben und vom Ausmaß her als problematisch einzustufen – wenn der Norden dabei miteinbezogen wird.

Nun von Ausbeute, oder dergleichen, kann im Folgenden in gewisser Weise auch gesprochen werden.

Die Co-Op Zentral-Bank Zyperns fordert nämlich Lohnerhöhung; und wenn dem Wunsch nicht nachgegeben wird, dann … . Diese guten Forderungenstellenden der Co-Op haben anscheinend vergessen, dass sie ihr Hinterteil im Trockenen halten können, weil der zyprische Staat 1,7 Milliarden Euro von internationalen Kreditgebern ausgeliehen hatte. Machen Sie sich nicht weitere Sorgen, verehrte Leser: Das Sümmchen zahlt selbstverständlich der zyprische Steuerzahler ab, nicht etwa die Damen und Herren von der Co-Op, also die Arbeiter derselben, die an der Finanzkrise durchaus einen erwähnenswerten Anteil nahmen vor dem Jahr 2013 durch ihre Geschäftspraktiken etc. Dreist lebt offenbar länger und besser!

Nur für all jene, die es noch interessieren sollte: Die Co-Op ist noch längst nicht aus dem Schneider, was ihre Finanzen, Geschäftchen und die angeblich überwundene Krise angeht. In diesem Zusammenhang ist umso ‚lustiger‘, dass die zyprische Regierung danach schielt, diese Bank dennoch an der Börse gelistet zu sehen. Das soll im September 2017 möglichst der Fall werden. 25% der Anteile der Regierung an der Co-Op werden zu diesem Zwecke – hui, wie spendabel – an die Co-Op-Kunden vermacht, sozusagen.

Natürlich nörgelt nun der Oberstaatsanwalt, der Hauptprüfer solcher Dinge. Mal sehen, ob er den erwähnten Börsengang – noch – verhindern wird können, verhindern will.

Zur Info: Die Co-Op wurde ja zur Hightime der Krise zur Co-Op Zentral Bank. Und die Gewerkschaft hätte nun gern, dass alle Beschäftigten gleiche Löhne erhalten – also, dass diejenigen Mitarbeiter aus der Co-Op (vor 2013) nicht weiterhin ‚übervorteilt‘ werden. Es riecht ansonsten, Sie ahnen es schon, nach Streik. Der Haken daran: Die ‚sehr‘ realistischen Gewerkschafter wollen natürlich eine Lohnangleichung auf höchstem Niveau erreichen, also, dass alle den Lohn erhalten, den die bislang am meisten Verdienenden in der ehemaligen Co-Op erhielten. Wenn schon, denn schon!

Kurz: Die Forderungen der Gewerkschaft eignen sich eigentlich gut, die mentale Verfasstheit vieler Zyprer zu begreifen – immer schön übern Rand hinausschießen oder -schwappen! Es herrscht offenbar geradezu ein Drang zur Exklusivität bei vielen, längst nicht allen Zyprern, kommt es so manchem Beobachter der Lage vor. In eben aufgezeigter Richtung läuft auf Zypern der Hase, also, öfters davon, auch im Norden der Insel. Nichts, was Sie allzu sehr beunruhigen sollte!

Falls Sie noch nie was von einer „Maroni News“ hörten, braucht Sie auch das, eigentlich, nicht weiter zu beunruhigen. Ein kleines lokales Nachrichten-Blättle, welches wöchentlich oder monatlich herauskommt.

Wir haben es auch abonniert und irgendwie kam ich darauf, letztens mal wieder reinzuschauen. Wenig scheint sich geändert zu haben – Werbung, Werbung und nochmals Werbung. Ob dieses Zeitungsprojekt weiterhin finanziell unterstützt gehört, gehörte wahrhaft ernsthaft diskutiert. Was unseren Haushalt betrifft, hat es schon den Touch einer Art Solidaritätsbeitrag – denn wirklich lesen, tut das Ding meist niemand wirklich.

In der letzten Ausgabe, die mir in die Hände geriet, konnte was zu „Netflix“ erfahren werden. Scheint eine Plattform zu sein, auf der Filme usw. heruntergeladen werden können, wie “Game of Thrones“. Doch letzteres sei nicht zu haben, steht geschrieben, dafür aber im „exklusiven“ Angebot bei Netflix „The Crown!“ Sagen mir beide herzlich wenig. Diese Welle seine Freizeit zu gestalten, ging bislang an mir vorüber – die Welle der Internetspiele.

Todesanzeigen sind als recht zahlreich vorhanden in der Maroni News. Es ist aber OK, diesen Leuten bei Bedarf zuweilen etwas Geld für diesen zweimonatigen Service zukommen zu lassen. Es kann diesmal in der Maroni News erfahren werden, dass Bewohner des Dorfes Maroni an einer Müllsammelaktion beteiligt waren. Der Müll entlang einiger Straßen wurde eingesammelt. In der DIN-A6 Zeitung kann ein Toyota gesehen werden, auf dessen Ladefläche mehrere beige, prallgefüllte Säcke gesehen werden können. Die Aktion wurde allerdings bereits am 02. 04. 17 durchgezogen. Ich glaube, das ist auch der Zeitraum gewesen, wo die Singvogeljagd auf Zypern wieder ihren Höhepunkt hatte. Die freiwilligen Müllsammler hätten daher bestens gleich die Vogelfallen und Leimruten mit eingepackt, die dort – wo sie sich bemühten, ihr Umweltgewissen aufzubessern – gewiss todbringend aktiviert waren. Womöglich wurde von einem Tonband, an den Bäumen oder in den Sträuchern angebracht, Singvogelgezwitscher abgespielt. Wenn schon Müll wegsoll, dann also bitte auch diesen totbringenden Müll!

Sie haben Recht, es ist nicht ungefährlich, solche Fallen zu entfernen. Man mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele dieser Müllbeseitiger sich danach insgeheim ein Vogelschenkelchen gönnten.

Der Maroni News würde ein bisschen mehr Kritik an den Gegebenheiten in der Region Maroni recht guttun u.a.

Apropos kritisch: Es gilt hier, den ausgerufenen Lehrerstreik der Lehrergewerkschaft „Poed“ kritisch zu hinterfragen. Wen soll solch ein Streik mehr oder weniger zum Beginn der Sommerferien auf Zypern noch aus den Liegestühlen jagen Mitte des Monats Juni?

Und zwar ging es bei dem Streik um den Modus bei Neueinstellungen von Lehrern. Die Parlamentarier im Parlament haben kürzlich abgenickt, dass jene Lehrerschaft, die erstmals auf Schüler losgelassen wird, nicht mehr berufen, also ausgesucht wird, sondern, dass jene beruflichen Neulinge eine Prüfung zu durchgehen haben. Eigentlich findet man das aus Außenstehender auf den ersten Blick doch gar nicht so schlimm, wissend, dass auf der kleinen Insel Seilschaften jedweder Art oft bestehen und erbrachte Leistung nicht immer das Maß der Dinge zu sein scheint.

Allerdings haben die Parlamentarier in Nikosia-Süd für dieses neue Gesetz eine Übergangsperiode von 10 Jahren festgelegt. Das heißt, das Gesetz kommt nicht umgehend zur Anwendung und ist schon allein daher sehr gefährdet, jemals das Licht der Welt in Völle genießen zu dürfen. Denn: Bekanntlich sind die Abläufe in Zypern oft etwas schnelllebiger und vielleicht auch etwas leichtlebiger – vielleicht!

Anscheinend streikten mehr als 120 Grundschulen bei erwähntem Streik.

Bei dem Wort streiken, kommt einem unwillkürlich das englische Verb „to strike“ in Erinnerung. Bekanntlich sind die beiden Worte inhaltlich verwandt miteinander. Folter eher nicht. Und genau diese ist es, die ihre hässliche Fratze in der Türkei wieder verstärkt zu zeigen begonnen hat, wie bereits kurz erwähnt wurde – und das ist nicht nur in den sogenannt überwiegend kurdischen Gebieten der Republik Türkei der Fall. Nikosia-Süd, wie auch Brüssel, haben allen Grund, weiterhin, den Norden Zyperns aus der Umklammerung der Türkei unter jemand wie Erdoĝan zu befreien. Es könnten sich ansonsten im Norden Zyperns vermehrt Burschen und auch Mädels einschleichen, die man andernorts glaubt, nur noch durch das Abwerfen von Bomben und dergleichen loswerden zu können. Es ist also höchste Zeit, dass die Zyprer noch die Kurve kriegen bei ihren Verhandlungen, die sie hoffentlich diesmal mit mehr Ernst betreiben – Pokerface lässt ansonsten grüßen!

Das größte, tollste und natürlich Beste, was die Welt der Spieler je gesehen haben, soll nun – wo auch sonst – auf Zypern doch noch der Menschheit in Form eines Casinos – nein, gleich mehrerer – dargeboten werden. Das aller-umwerfendste soll die heimliche Hauptstadt Limassol abbekommen. Wir werden Ihnen darüber näher Berichten (Standort, Eigentümer, Dimensionen), wenn das Projekt wirklich auf den Beinen steht. Natürlich interessiert Sie, wie wir wissen, wie und in welchem Anteil die Orthodoxie sich mildtätig dabei einbringen wird. Es wird schon bald unter irgendeinem Teppich hervorgekehrt. Schließlich sind Geheimnisse dafür da, in der Öffentlichkeit Furore zu machen.

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Griechenland – Peleponnes – Athen

Quelle: Griechenland – Peleponnes – Athen

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