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via Wieder vereinigen!

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Frühling 2018!
Und wahrhaft, es liegt einiges in – oder hinter – den Büschen: Trump, Putin und die anderen, üblichen Verdächtigen.
Konkreter: Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die neue Bundesregierung Deutschlands unter anderen Zielen auch noch jenes hat, nämlich, ihre Bürger optimal in Sicherheit zu bringen oder zu wissen.
Nun klar, das geht eh nicht, also das mit der totalen Sicherheit, ja wahrscheinlich wird es nie gehen – und das ist, denken wohl einige unter Ihnen, auch besser so. Das mit der totalen Sicherheit stimmt also schon, siehe Facebook, um nur einen permanenten Unsicherheitsfaktor in unseren modernen Leben zu nennen, den man sich aber angeblich noch durch Kündigung des Facebook-Kontos vom Hals schaffen soll können, wird gesagt.
Ohne weitere Umschweife nun dies: So, wie die Dinge sich derzeit entwickeln weltpolitisch, müsste von den Groko-lern im ehemaligen Reichstag zu Berlin umgehend, unüberhörbar und unmissverständlich eingefordert werden, dass die US-Amis, also Trump und sein neuer – wahrscheinlich etwas kriegsgeiler – Außenminister Bolton, ohne Wenn und Aber ihre in Deutschland gebunkerten Atombomben und anderes derartiges Zeug bestens SOFORT mit sich nach Washington DC nehmen, gern auch nach Florida oder Dallas, aber nicht nach Hawaii oder Puerto Rico, Teile der USA, die von vielen Beobachtern als unfreiwillige Staaten der United States of America gesehen werden; die also etwa so, wie der westlich gelegene Teil Chinas, die Provinz Sinjiang, wo Türkisch gesprochen wird und die Bevölkerung, noch, mehrheitlich muslimisch ist, von Peking okkupiert wird. Alaska könnte auch noch genannt werden im vorherigen Zusammenhang, weil, ja weil diese Region eher im polaren Eis liegt, und die polaren Regionen sollen ja angeblich ALLEN gehören. Außerdem kann und sollte man dort nicht einfach mal schnell atomare Kriege führen, weil das könnte dann doch, von der Statik des sich drehenden Planeten her, schnell zu äußerst letalen Entwicklungen führen, wie zum Beispiel zu der, dass die Erde von der Umlaufbahn zur Sonne zu beträchtlich abweicht in der Folge etc.
Interessant ist bei der Erwähnung derartiger Szenarien auch, dass in den öffentlich-rechtlichen Medien der Deutschen stets, soweit hier festgestellt werden konnte, die Rede davon ist, dass sich der Westen (USA) und der Osten (Russland) lediglich in Europa gegenüberstünden, stehen könnten. Doch dass solch Positionierung an der Behring See viel eher und wesentlich nähergelegen der Fall ist, auf diese einfache Sicht scheint noch niemand gekommen zu sein? Das kann nicht sein. Also was ist los? Warum wird diese ‚Front‘ nicht gezeichnet? Wer hält da den Finger drauf, wenn überhaupt, sodass solch Szenarium nie öffentlich angedacht zu lesen ist?
Wie auch immer: Sollte diesen Leuten im Weißen Haus, Putin im Kreml inbegriffen, einfallen, ‚lustig‘ ein Paar von diesen ‚tollen‘ Sprengköpfen in Mitteleuropa aufeinander loszulassen, wäre die Merkel-Regierung vor allen anderen Regierungen der EU anzuklagen. Ja, wir wären es, die solch tolle Idee Putins oder Trumps ausbaden dürften, weil Merkel & Co wegsieht aus Schiss vor dem Größenwahn sogenannter und selbsterklärter Supermächte; oder die sehen weg aus von Angst getriebenem Arscheinziehen etc. Das mit dem Arscheinziehen musste einfach als Vokabel in diesen Text, verehrte Leser, da irgendwo anders im Mediendschungel (siehe unserem Facebook-Auftritt) ein Artikel verlinkt und kommentiert werden musste, indem eine Luxus-Prostituierte erneut behauptet, mit Trump ‚horizontal Geschäftchen‘ gemacht zu haben, auch, jetzt kommts, ihm einmal mit einer zusammengerollten Zeitung oder einem Journal den Popo versohlt zu haben – er soll gleich bereitwillig denselben, nackt, hingestreckt haben dazu.
Dieser, Sie mögen denken, ‚recht arschige‘, atomare Supergau-Einfall könnte den beiden erwähnten Hitzköpfen leider schon schneller ins Hirn kommen als einem lieb ist – weil hier in Mittel- und Südeuropa ist ja nicht wirklich „America“ oder „Russia“ ZUERST.
Und das Trump wegbeißt, was ihm nicht gefällt – Putin ist in dieser Disziplin auch recht professionell – stellen beide andauernd unter Beweis, und, ach wie ‚lustig‘ ausgerechnet einer meiner heimlichen Hoffnungsträger, der Xi im fernen China, hat sich diesem DING ebenfalls angeschlossen, und zwar auf seine Weise. Letzterer setzt eh gerade Trends, denen noch so mancher, der von sich annimmt, mit ‚höchsten‘ Zielen ausgestattet zu sein irgendwo auf der Welt gern nacheifern wird, nämlich: regieren auf Lebenszeit.
Und das muss nicht sein, das Ungeheuerliche, welches da ist, dass atomar besetzte Sprengköpfe auf unseren Köpfen ausgerechnet ‚aufblühen‘; auch nicht dann, wenn einige von uns zwischenzeitlich oder während so etwas Explosives passiert, in der Karibik oder lediglich in Thailand, Mauritius oder den Kapverdischen Inseln sich aufhalten sollten, da sie NATÜRLICH vor dem eben angesprochenen atomaren Crash rechtzeitig gewarnt wurden und es sich leisten können, mal schnell dorthin auszufliegen etc.
Wer weiß, vielleicht gilt es ja eh, NUR von einem begrenzten Crash ausgehen zu müssen, der beispielsweise nicht mehr als die Fläche Nord- oder Süddeutschlands ‚bearbeitete‘? Trump lässt jedenfalls schon mal Atomsprengköpfe dieser Wirkkraft in etwas größerer Stückzahl, ist anzunehmen, fertigen.
Frau Merkel & Co: REGEN SIE SICH BEZÜGLICH DER ATOMBOMBEN AUF DEUTSCHEM TERRITORIUM VERBUDDELT endlich VERNEHMLICH/ER UND EINDEUTIGER AUF AM TISCH MIT DEN AMIS BEIM netten SMALL-TALK SITZEND und zwar MIT ANSAGE, DASS ZEITLICH NAHEGELGENST mit FRISTSETZUNG DEREN VERSCHIFFUNG zu erfolgen hat, mit oben bereits angegebenen Zielorten!
Jedenfalls ist eines sicher: Die wenigsten Bürger Europas dürften im atomar verseuchten Nichts sitzen oder verbleiben wollen, wenn geschehen ist, was zuvor benannt wurde als „begrenzter Crash!“ Die wollen so etwas nicht mit großem Wunsch und Willen, beispielsweise nach Afrika sich als Flüchtlinge zu retten, so, wie jetzt gerade und von den Medien als Nachricht scheinbar gemieden, zigtausende Sudanesen im Tschad, die einfach nur einen Wunsch haben: Nach Europa, egal, was da auf sie wartet. Diese in die Flucht getriebenen Sudanesen denken anscheinend wirklich, es ist hier in Europa allemal alles besser als sich im Sudan oder Südsudan dem NICHTS, dem von Menschen geschaffenen Terror auszusetzen.
Apropos: So ganz unschuldig sind wir an den Entwicklungen in Ostafrika nicht, sieht man sich die deutsche Geschichte dort mal genauer an. Komisch nur, dass wir uns für Israel so fürsorglich verantwortlich fühlen, was auch in Ordnung ist, aber in Afrika unsere historische, und durchaus eher wenig löbliche, wenn überhaupt, Spur verwischt halten wollen – und uns verwundert geben, dass Afrikaner nun ausgerechnet von UNSEREM Reichtum zehren wollen, ohne was dafür getan zu haben; oder fast nichts dafür getan zu haben; oder nicht genug getan zu haben.
Das Letztere steht allerdings noch immer zur Frage, nämlich, ob es nicht doch so ist oder sein könnte, dass auch in dieser eben behandelten Angelegenheit Zahltag für all die ehemaligen Kolonialherren und -damen, wie man sagt, gekommen ist. Dass ENDLICH nicht nur in esoterischen und religiösen Büchern etc. geschrieben steht, dass ALLES, was man tut, irgendwie und irgendwann auf einen zurückfällt, sondern, dass solch Einsicht sich im Politischen noch besser widerspiegelte. Scheint irgendwie etwas Nachhaltiges zu haben. Und davon ist ja andauernd die Rede, auch wenn zu oft genau das Gegenteil davon veranlasst wird in Berlin – siehe beispielsweise die neuentfachte Gier in Afghanistan. Sowieso ein Unding, mal ganz davon abgesehen, wo wir gerade thematisch waren, dass noch immer afghanische Asylsuchende nach Afghanistan ausgewiesen werden – nachdem, was die EU und speziell die Deutschen dort anstellen.
Ja, ich lese gerade ein Buch über Reiki, und da steht so etwas auch drin, also dass alles irgendwie wieder auf einen zurückkommt. Wäre das Buch über Reiki nicht in Griechisch geschrieben, würde ich mich wahrscheinlich auch jetzt noch nicht mit dieser Heilmethode – etwas – auseinandersetzen. Als Vokabelbeschaffer scheint das Buch geeignet, doch scheinbar auch als Beschaffer neuer Denk- und Handlungsweisen. Bin noch am Anfang des Buches. Mal sehen, was dazu in einem Monat gesagt werden wird.

Zypern
Ja, gestern – mal wieder – einen Annäherungsversuch gemacht, und zwar, was auch sonst, in Richtung zyprische Tages-Politik. Um es etwas aufregender zu gestalten, habe ich mich für Sie den Ereignissen im dortigen Norden zugewandt. Oder sagen wir es doch, wie es war: Plötzlich erreichte mich ein Link, der doch wirklich versprach, eine gerade ablaufende Diskussion im nordzyprischen Parlament drauf zu haben. Und schon war ich live dabei.
Ja, ich hätte mir Notizen machen sollen. Denn ein-zwei Details gibt es ja meist, die auch an diesem Ort in die Welt entlassen inhaltlich neu sind. Jedenfalls ist und war herauszuhören, dass die gerade wieder angestrebten Wiedervereinigungsbemühungen des griechisch-zyprischen Präsidenten Anastasiadis ziemlich sicher ins Nichts verlaufen werden. Und dies nicht etwa, weil die Nordzyprer so bockbeinig wären, sondern, war zu hören, weil sich die Positionen und „hegemonialen An- und Absichten“ der mehrheitlich Griechisch sprechenden Südzyprer aber auch in gar nichts geändert hätten. Überhaupt sei schon allein aus diesem Gesichtspunkt die Aussage des Generalsekretärs der UNO Guterres zu verstehen und von Bedeutung, der in Grant Montana CH davon gesprochen hatte, dass sollte sich was Neues bei den Verhandlungen oder Positionierungen der Zyprer in Sachen Wiedervereinigung der Insel ergeben, er und sein Stab gern – wieder – bereit wären, sich in Stellung zu bringen, um endlich zu einem Abschluss zu kommen, aber nur DANN.
Nun das sei offensichtlich nicht der Fall, wurde bei der Übertragung aus dem nordzyprischen Parlament konstatiert, also müsse das Geheule namens zyprischer Wiedervereinigung oder gemeinsamer Insel-Heimat und Freude, Friede, gemeinsamer Gasreichtum aus dem südöstlichen Meer erst gar nicht angestimmt werden.
So in etwa, also, klangen die 3 Redner, die ausgestrahlt wurden, als die Verbindung plötzlich von unsichtbarer Hand gekappt wurde und nicht wieder in Stand zu setzen war, leider. Einer dieser türkisch-zypriotischen Politiker war Herr Tartar. Wie gesagt, ich machte keine Notizen, weil nicht erwartet wurde, dass etwas wirklich total Unbekanntes Erwähnung findet: Die Türkei sei als unzertrennlicher Partner der Nordzyprer auch zukünftig zu sehen, und die Isolation, welche außer der Türkei angeblich der Rest der Welt den Nordzyprern auferlegt, gelte es nun wirklich vollends zu durchbrechen.
Aufgrund des steigenden Tourismus denken nicht wenige Politiker des Nordens, dass ein Anschluss der Türkischzyprer an den Rest der Welt demnächst möglich sein wird. Alle Zeichen wiesen in diese Richtung, wurde gesagt. Ein Anschluss an die Türkei, als weitere Provinz derselben, ist offenbar für die meisten im nordzyprischen Parlament kein Thema.
Aufgrund der politischen Großwetterlage, die gleich anfänglich in diesem Artikel leicht umrissen wurde, ist schlichtweg jedwede Prognose zum zukünftigen Verlauf der Zypernfrage eher vergeudete Zeit. Soll heißen: Auf Zypern ist alles möglich, auch, dass alles so in etwa bleibt, wie es ist – nämlich Sonne, Meer, das unbeschwerte Leben und Geld verdienen. Ja, auch „top of the world“ und die nicht wenigen Lesern bereits bekannte Was-auch-sonst-Haltung, die vorzuherrschen scheint auf Zypern bezüglich einer Weltspitzenzugehörigkeit der griechisch-sprachigen Zyprioten, zählt hier dazu.
Nun, was liest das derart auf wenig Verwunderung gestellte Auge am 17. 03. 18 in der zyprisch-griechischen Tageszeitung Politis? Genau, es liest einen Artikel von Giorgos Kakourgis. Darin stand, dass sich anscheinend die USA in Form des US-Vize-Außenministers, Mitchel, in die angeblich verfahrene Verhandlungssituation der Zyprer einzumischen gedenken – eingemischt haben. Mitchel hat sich dazu auch die Beschwerden der Türkischzyprer angehört, was uns allerdings nicht bereits hoffen lassen sollte, dass solch Vorgehen des Außen-Departments gleich bedeutet, es würde nun endlich reiner Wein eingeschenkt auf, über, unter oder wegen Zypern. Wahrscheinlich noch bevor es auch in Deutschland klimatisch sommerlich ist dieses Jahr, kann abgesehen werden, welche Positionierung die USA vorschlagen und einnehmen im südöstlichen Mittelmeer.
Die Trump-Administration ist für Überraschungen ja bekannt, vielleicht auch mal auf Zypern – möglichst positiv bitte. Was immer das in diesem Zusammenhang genau bedeuten mag für Sie, dieses „positiv“. Letzteres, das zuweilen positive Überraschen des Herrn Trump, ist an dieser (leicht) schrägen Politikerprojektion durchaus interessant. Letzterer wird so charakterisiert, weil der Geschäftsmann Trump ja noch immer verdeckt operativ tätig zu sein scheint im Hintergrund, wie hie und da zu vernehmen ist.
Nicht zuletzt auch von daher wird man abwarten müssen, wie sich die US-Amerikaner mit Israel abstimmen – und vielleicht auch mit Brüssel, doch vor allem mit den Briten in Sachen südöstliches Mittelmeer. Für Israel muss ein vereinigtes Zypern nicht unbedingt ein Vorteil bedeuten, wie auch nicht für die Briten. Doch das kann natürlich auch anders gesehen werden. Ein uneiniges Zypern hat den Vorteil, dass die Israelis das instabile Gebilde vor der Haustür eigentlich nach Bedarf handhaben können – und handhaben. Dass sie da wenig Scheu haben dürften, beweist unter anderem durchaus, dass nach über 10 Jahren zugegeben wurde, man habe seinerzeit in Syrien das Entstehen einer Plutonium-Produktionsanlage für Nordkorea angeblich kurz vor deren Fertigstellung mal schnell in Schutt und Asche gebombt.
Anders als auf Zypern oder in Deutschland ist die Nachricht klar, die da, so ganz nebenbei, vermittelt wurde: Tel Aviv handelt, und redet Dinge nicht breit und breiter! Auch die Briten stehen im Ruf, nicht sonderlich zimperlich zu sein, wenn es um ihre Interessen geht. Mal sehen, wohin sie/uns das Giftmord-Ding mit den Russen, vor Kurzem in London, noch schiffen wird. Frau May gegen Herrn Putin. Hört sich ganz nach ‚Putin schießt May politisch ab‘ an – oder ähnlich. Was nicht allzu schwer sein dürfte, zumal es zu viele gierige Mäuler gibt, die an Mays Position knabbern, eine Situation, die sich Putin offensichtlich gekonnt vom Hals zu halten weiß, was zumindest so nach außen sichtbar wird, für uns.
Bekanntlich sollen nicht gerade wenige Israelis auf beiden Seiten der zyprischen Insel Eigentum erworben haben – Tendenz steigend. Engländer sind ja geradezu traditionell auf beiden Seiten angesiedelt, und dort, wo nur sie das Sagen haben – auf den 3 Militärbasen. Oder sind es doch nur 2e? Egal. Sie sind jedenfalls präsent, was sich mit dem Brexit definitiv verfestigen wird.
Wie all diese Mächte, von denen bislang die Rede war, ist auch unter Briten ein Rückbesinnen auf einstige Größe im Busche.
Eine einige Insel Zypern könnte unter vielen anderen Horizonten, die sich dergestalt öffneten, wiederum bringen, dass ein Anschluss Israels an die EU plötzlich ins Gespräch kommen könnte oder gar ein israelisches Zusammengehen mit den Briten – was dann in Rekordzeit durchgezogen würde, darf vermutet werden. Wenige wären verwundert, wenn solch Ding noch schneller als ein EU-Beitritt Serbiens beispielsweise erfolgte. Und wenn dem nicht so ist, dann, dass ein vereintes Zypern eine Art Frontlinie gegen das sich aufbauende Reich des Bösen, äh, Russlands und Co, welches sich in Syrien niederzulassen gedenkt, nein, sich eventuell bereits fest niedergelassen hat, gestützt und gezogen wäre. Die neue Pufferzone?!
Insofern wäre als der wahre Wackelkandidat in der Region Nahost/Südost-Europa derzeit eher die Türkei auszumachen und nicht Zypern Süd. Weil die mehrheitlich griechisch-sprachigen Zyprer im Süden haben sich bereits eindeutig positioniert, mehr nach Westen (Israel) als nach dem Osten (Russland), wohingegen Erdogan noch versucht, so etwas wie eine eigene, womöglich muslimische Art Insel zu erschaffen, was ihm wohl die EU, wie auch Russland erschweren werden. Die muslimische Insel, von der gerade die Rede ist, ist nicht etwa nur die Türkei plus dem ihr anheimgefallenen Nordzypern, sondern gemeint ist durchaus ein Verbund der Türkei mit anderen muslimischen Staaten in der Region südöstliches Mittelmeer und darüber hinaus, mit denen zusammen so etwas wie eine muslimische Insel erschaffen werden könnte: Iran, Libanon, Syrien, Irak, Katar, Bahrain, Ägypten, Saudi-Arabien, Pakistan etc.
Dumm ist an dieser durchaus aussichtsreichen und vielversprechenden Konstellation lediglich, dass Präsident Erdogan in Konkurrenz mit dem Iran steht, und dies wahrscheinlich vorrangig deswegen, weil die nicht ‚richtig‘ muslimisch sind. Und das bedingt, sozusagen automatisch, dass mit den Schiiten im Libanon wohl auch nicht Gut-Kirschen-Essen sein dürfte, wie man einst sagte, mal ganz abgesehen von den verschiedenen christlichen Strömungen, die gerade besonders um ihr Überleben im Nahen Osten fürchten.
Ja, das ist wohl das Hauptproblem des Herrn Erdogan und seiner Entourage, nämlich, dass er und die Seinen sich als bessere Muslime sehen als beispielsweise diejenigen im Iran oder Saudi-Arabien etc.
Dennoch: Die Türkei müsste sich schon bald einem Lager an die Brust werfen zwecks Überleben. Das Lager der Muslime ist (noch) zu schwach, nicht als solches kräftig genug, um seinen Widersachern auf Dauer ebenbürtig oder respekteinflößend genug Antwort geben zu können.
Bliebe Herrn Erdogan als goldener Ausweg eigentlich nur noch China. Doch die Chinesen sind nicht gerade zur Türkei nahgelegen angesiedelt – und treiben in türkischstämmigen Gebieten Chinas eine Politik, die selbst Erdogans Feinde oder Gegner wohl nicht sonderlich lustig finden dürften. Gemeint ist die schleichende Assimilation der türkischstämmigen, muslimischen Uiguren Chinas. Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes übervölkert – und ALLE gucken zu. Ein weiterer Punkt, den man dem Rest der Welt noch ankreiden wird, ankreiden muss, und zwar vor allem dann, wenn Reden geschwungen werden über Menschenrecht; und das dieses ökonomischen Interessen voranstehe.
Und dennoch: Peking mischt sich neuerdings bis an den Bosporus und darüber hinaus vernehmlicher ein, und zwar auf vielen Ebenen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum die USA plötzlich auf der griechisch-zyprischen Bühne stehen und diesmal mit direkterer Ansprache als sonst.
Noch soll Erdogan daran gelegen sein, Assad zu entmachten. Noch ist Ankara in der NATO und noch bestehen erhöhte Spannungen, derzeit auch mit Griechenland. Noch ist Erdogan auf bestem Weg, den Weg vieler Despoten zu gehen. Die Rede ist nicht von Den Haag, unbedingt, sondern von vor allem selbstverursachter internationaler Isolation. In gewisser Weise ist die Türkei auch in diesem Punkt eine Art Zwitterwesen. Ihre Position zum Westen, dem Osten oder der sogenannten Dritten Welt ist in etwa auch da anzusiedeln: dazwischen, überall und doch irgendwo, bloß wo genau mit eigener gesellschaftspolitischer Zielsetzung?
Es geht also weniger darum, die Paar zigtausend Kilowatt Gasenergie aus dem südöstlichen Mittelmeer zu holen, als vielmehr darum, Russland sowie China davon abzuhalten, den Schlüssel zur Weltherrschaft in die Hand zu bekommen.
Nun, dass dieser Schlüssel ausgerechnet bei oder in Zypern sein soll, wäre nun wirklich vermessen. Andererseits hat diese Illusion etwas geradezu romantisch Anziehendes. So anziehend gar, dass einem Angst-und-Bange werden kann als Europäer, und Zyprer sowieso.

Sieht ganz danach aus, als müssten Entscheide gefällt werden, die aber von einer Administration Anastasiadis gar nicht erwartet werden können – und dies wird vor dem Hintergrund und den Ergebnissen der letzten Regierungsperiode von Anastasiadis selbst gesagt, der ja wiedergewählt wurde vor Kurzem. Gemeint als Entscheid ist beispielsweise eine zielgeführte Wiedervereinigung der Insel, die ‚schlechtestenfalls‘ in Kauf nimmt auf griechisch-zyprischer Seite, herbe Verluste oder Zugeständnisse machen zu ‚dürfen‘. „Was auch sonst!“ Eine Wiedervereinigung der zyprischen Inselhälften könnte sich also als ein Teil dieses Schlüssels zur Weltherrschaft eines der großen Player herausschälen – aber eine Wiedervereinigung Zyperns mit Griechenland bitte bloß nicht wieder!? Obgleich: Wer weiß, wann dieses Thema oder Gespenst auf die politische Bühne im südöstlichen Mittelmeer Europas kommt – oder aber gehoben wird?

Wollen wir doch noch etwas in die Details sehen. Schließlich ist Frühling. Die Insel ist noch vorwiegend mit der Farbe Gelb überzogen und Grün. Vassili hat seinen Deutschland-Aufenthalt inzwischen wahrscheinlich schon längst vergessen. Sie wissen: Vassili, das ist unser knapp einjähriger Kater. Noch fauler ist er geworden, was das Spazierengehen angeht. Die viele Sonne fordert eben ihren Tribut. Dem Vernehmen nach dürfte es der Sonne in der Sommersaison 2018 eventuell ‚gelingen‘, die Wasserreservoire der Insulaner auf einen bedrohlichen Stand hinunter zu brennen. Man wird sehen. Gewiss oder hoffentlich hat Afrodite noch ein Ass im Ärmel für die Insulaner – wie meistens. Es könnten die kommende Saison eh weniger Touristen werden, die Zypern anpeilen als Ferienort, weil die Türkei und Ägypten mit ihren vermeintlich niederen Preisen wohl doch viele überzeugen dürften. Fehlte eigentlich nur noch, dass Erdogan deswegen geschwind der Anweisung des Gerichtshofes in Holland folgt und unrechtmäßig in Haft gehaltene Journalisten und andere entlässt. Ist ja auch ein Witz, dass das oberste Gericht der Türkei einige dieser Leute freispricht und Erdogan, dem das Urteil missfällt, genau das Gegenteil dessen anordnet, was auch noch zum Entsetzen der meisten Beobachter von den türkischen Behörden so durchgezogen wird.
Zusammen mit einer Art Entschuldigung des türkischen Präsidenten für die Art und Weise, wie die Dinge gelaufen sind nach dem angeblichen Putsch 2016 in der Türkei, könnte er im Handumdrehen die Türkei, wenn nicht dieses Jahr, so das Jahr darauf, zum Spitzenreiter der globalen Touristenschar als Destination machen, darf vermutet werden. Ob er so viel Größe zeigen wird? Herr Zuckerberg von Facebook hat es jedenfalls geschafft, gewisse Fehler in seinem Konzern einzugestehen.
Die Zyprer im Süden der Insel machen durchaus einige Anstrengungen, um das sprunghafte Verhalten der Masse namens Touristen zu beeinflussen. Ob es denn langfristig die richtigen Maßnahmen sind, die ergriffen wurden und werden, sei dahingestellt. Weil: In Zypern sind keine Chinesen am Ruder. Soll heißen: Letztere planen ihre Politiken langfristig und Erster tun das eher nicht. Und genau so in etwa kommt einem vor, was in Zypern allgemein, doch nicht immer, auf die Schnelle auf die Beine gestellt wird und wurde: eher kurzfristig. Nun: Das Kurzfristige bringt mindestens Arbeit und Arbeitsplätze, wenn andauernd etwas neu errichtet wird und dann schon bald wieder abgerissen oder erweitert werden soll oder muss, mögen Sie denken. Hoffen wir, dass sich die durchaus zuweilen kreative und wirklich intelligent eingesetzte Dynamik der Insulaner doch noch auf andere Art und Weise zur Schau zu stellen weiß.
Die Menschen im türkisch-zyprischen Norden träumen derzeit wahrscheinlich mehrheitlich davon, dass in der britischen Basis von Dereneia auf Zypern ein weiterer Übergang in den Süden – und zurück – eröffnet werde. Sie erhoffen sich dadurch, noch mehr Touristen und Geschäftsleute nach Famagusta und Umgebung aus dem Süden der Insel zu lenken. Zwar hat der Süden Zyperns, die Republik Zypern also, wenig Absicht, den mehrheitlich türkisch-sprachigen Nordzyprern ihr Überleben zu erleichtern, doch nicht nur Not macht erfinderisch, sondern auch die Liebe zum Geld – nennen wir es doch beim Namen. Ja, schon Länger wird darüber gerätselt, wie man seine ideologischen Scheuklappen umgehen könnte auf Zypern, um Famagusta und ein hermetisch abgeschlossenes Gebiet vor dieser Stadt wieder ins Rennen um Dollars und Euros etc. zu schicken. Es darf allerdings weiterhin mit eher verhaltener Spannung darauf gewartet werden, dass etwas Greifbares in dieser Angelegenheit passieren wird. Doch man weiß ja nie.
Ja. Auch dieses Thema ist derart abgenagt, dass der erwähnte Spannungsgrad eher der einer Erschlaffung gleicht. Hoffen wir, um so oder anders im Bilde zu bleiben, dass es sich noch nicht um eine ausgeprägte Impotenz dabei handelt. Da könnte noch was gehen, wenn die USA … .

Die US-Amerikaner lassen wissen, sie seien interessiert daran, dass die beiden Zyprer/innen sich wieder an Verhandlungstische setzen – und endlich mal zu einem Abschluss kommen. Bekanntlich gibt es eine Bedingung, irgendwo niedergelegt und aufgeschrieben, die verlangt, dass die Streitigkeiten zwischen den beiden Seiten erst beigelegt sein müssten, bevor ernsthaft mit der Exploration des Gases und/oder Erdöls, welches massenhaft vor der Insel liegen soll, begonnen werden kann. Scheinbar gibt es Anlass, daran zu glauben, dass da unten unterm Meer nun doch profitable Mengen liegen könnten – weil warum sonst sollte sich die Trump Administration plötzlich so in Szene setzen, mal abgesehen von dem Ringen um den Schlüssel der Weltmacht. Um der Türkei Eins auszuwischen? Möglich wäre das zwar als Erklärung, doch vielleicht eher unwahrscheinlich. Dies, zumal Erdogan und die Seinen erkennbar bemüht sind, es sich nicht völlig mit Trump zu verscherzen, denn der Letztere scheint wirklich keinen Spaß zu verstehen, wie die vor Kurzem veranlasste Besetzung des Außenministeramtes mit dem vorherigen CIA-Direktor Bolton eindeutig zeigt, sowie andere Neubesetzungen mit politischen Falken in Washington. Ein politischer Falke, wie er im Buche steht, soll dieser Bolton sein.
Politische Falken gibt es wirklich zur Genüge in der Türkei, derzeit. Der Stellvertreter des Außenministeriums und Außenminister Nordzyperns (KKTC) Özeray widerspricht scheinbar energisch der Behauptung, in Nordzypern ginge man an der Leine Ankaras. Maroniten Dörfer will er in Gesamtnordzypern besucht haben und kommt zu folgendem Schluss: Gar keinem offensichtlich, weil nirgends etwas zu seiner Rundreise gelesen werden kann (auf die Schnelle) und er sich über sein Twitter-Konto leider nicht den Fragen Zypernsundmehr-News stellte.
Özeray findet, dass die Verhandlungen mit dem zyprischen Süden eigentlich nur aus einem Grund wieder aufnahmefähig geworden seien: Um sich in Sachen Verteilung der Reichtümer aus dem Meer (Erdgas) gerecht zu einigen. Alles andere wären Themen, die sich danach praktisch wie von selbst lösten. Diese Analyse dürfte wohl den Nagel auf den Kopf getroffen haben, Herr Özeray! Daher hätten wir gerne ein Interview mit ihm geführt. Könnte ja noch Wirklichkeit werden. Wie gesagt, auch in Zypern gilt: Money makes the world go around!
Ansonsten gibt es aus dem Norden Zyperns eigentlich wenig zu berichten, was von Interesse ist, wenn man dort nicht lebt. Sie dürfen es glauben: Ich täusche mich da ganz gewiss. Dennoch: Dass den Behörden aufgefallen ist, dass zu viele nordzyprische Pässe von den Vorgängerregierungen ausgegeben wurden, ist ja schon seit über 30 Jahren bekannt. Doch jetzt gerade scheint dieses Thema innerhalb der nordzyprischen politischen Klasse etwas hoch zu kochen. Anscheinend ist die nationale Zugehörigkeit des einen oder der anderen Politiker/in im Norden Zyperns doch nicht ganz vorschriftsgemäß abgelaufen oder eindeutig genug. Soll heißen: Es ist nicht immer ganz klar ersichtlich nach den ‚herrschenden‘ Statuten, wie er oder sie zum nordzyprischen Pass kam – und wann.
Notiz zuletzt: Auf WDR 5 in den Nachrichten für Asylsuchende, Arabisch, vom 15. März 18, wird vermeldet, in Berlin sei die Anzahl der Messerangriffe auf das 200-fache im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das ergab sich bei einer Senatssitzung, als die Frage danach gestellt wurde. Der CDU-Abgeordneter Trapp regte daraufhin an, dass „Messerangriffe als Tötungsversuche und nicht nur als gefährliche Körperverletzung eingestuft“ gehörten. Diejenigen, die zum Messer greifen, sind vorrangig anscheinend männliche Asylsuchende, Flüchtlinge, unter 21 Jahren.In 80 von 2700 Fällen waren die ‚Täter‘ Kinder.

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Februar 2018 – und Euch geht’s gut!?

via Februar 2018

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breit

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breit

Breit (machen)!

Schon mal in Athen gewesen?
Ist mir über die Feiertage zum Jahresende 2017 passiert – freiwillig und gerne. War sehr effizient.
Na ja! Diese 2 Wochen sind jetzt schon längst wieder um. Zeit, Athen den Rücken zu kehren, war dann aber schon gegeben nach dieser zeitlich relativ langen Dauer – ich hätte es allerdings gern auch noch länger mitgemacht. Eine weitere Woche im Hotel wäre wohl zu viel des Guten geworden.
Im Hotel Electra waren wir untergekommen. Beim Buchen über Booking.com war dort nichts mehr zu buchen Mitte November 2017. Angeblich alles ausgebucht. Doch wir wollten unbedingt noch mal ins Electra und sonst nirgendwo rein. Denn 2010 oder 11 hatte es uns dort bereits gut gefallen, und die Lage des Hotels in der Stadt war als „ideal“ noch zu sehr in Erinnerung. Also bemühten wir das Portal der HRS, und siehe da, es gab noch Kapazitäten.
Nicht unbedingt das Schlechteste, was diese Stadt an der Akropolis als vier Sterne Hotel zu bieten hat, und zwar unweit vom Syntagma-Platz, von Monastiraki, dem Stadtpark (Zapeion), dem Omonoia oder der Plaka ist es gelegen. Sie wissen gewiss, ersterer ist dort, wo auch das Parlament ist, wo das Grande Bretagne Hotel steht, welches man sich wahrscheinlich nie leisten wird können – und warum auch?
Es hätte auch gern bescheidener ausfallen können unsere Unterkunft, also nicht unbedingt gehobene Mittelklasse ẚ la Electra – doch leben wir nicht alle, voraussichtlich, lediglich nur einmal? Kann schon sein, dass zukünftig nicht mehr ins Electra, temporär in town, eingezogen wird, weil, ja, weil die Plaka nun wirklich nicht mehr das herzugeben scheint, was ich von ihr in Erinnerung hege: noch nicht einmal eine Diskothek gibt es dort mehr. Stellen Sie sich das mal vor! Keine Bar, die mich neugierig gemacht hätte, um mal einen Schritt hineinzusetzen, nur immer wieder Shops, in denen man touristische Mitbringsel einkaufen soll, was auch sonst, und natürlich Restaurants. Kann gut sein, dass in ihr doch noch irgendwo eine Bouzouki ist, wir konnten davon jedenfalls nichts mitkriegen. Und dann war ich ehrlich gesagt noch nie so ein großer Bouzouki-Gänger und mein Reisebegleiter ebenso. Stehe nicht so auf Im-Kreis-sich-bewegend-gemeinsam-Hüpfen mit dröhnendem Ouzo in Kopf und Blut – und der Zigarette zur Ausnahme zwischen den Fingern, mal wieder.
Ja, das Wetter war spitzenmäßig zum Jahresende – ein sonniger Tag folgte dem anderen, wahre Festtagsstimmung herrschte geradezu, wenn man zu Letzterer nicht Weihnachtsmänner, Schnee und Eis unbedingt benötigt. In Vouli-Athen gingen Mutige sogar ins Meer. Wir hielten uns zurück, obgleich wir in Zypern ganzjährig Schwimmen gehen. Man will halt nichts riskieren. Bloß nicht krank in Athen sein! Nicht hier!
Natürlich sind Griechen noch immer supernett und dem Englischen meist mächtig. Außerdem wird man nur noch selten preislich überfordert – nicht so wie einst. Ja, mein Lieblings-Café befindet sich eigentlich am Omonoia und nicht etwa woanders. Der Omonoia-Platz hat ja bekanntlich schon länger einen schlechten Ruf: Prostitution, Drogen usw. Das erwähnte Café ist links gelegen vom Kaufhaus HONDOS – man muss, wenn man aus dem Hondos raus kommt noch links über die Straße gehen und am Ende jenes Teils vom kreisförmigen Omonoia-Platz, wo eine weitere Straße in den Platz mündet, die allerdings nicht mehr mit Autos befahren wird – dort ist es. Dieses Café hat seinen Charme als einziges der Cafés, die an diesem zentralen Ort der griechischen Hauptstadt mal waren oder noch sind, behalten. Im Erdgeschoss warten 1000e Süßigkeiten, die man allerdings auch zum Tee oder Kaffee bestellen kann, und letztere gilt es natürlich im Stock darüber zu konsumieren – in sehr gediegener Atmosphäre. Dort oben angekommen, erscheint der Omonoia plötzlich wieder als das Zentrum der Stadt, der er einst war, spätestens, wenn man sich in einen der Stühle sinken hat lassen – und das Bad in der Menge in den Straßen so eine wohlige Pause erfährt. Dass das Café, dessen Namen sich zu merken, nicht beabsichtigt war, noch immer ein begehrter Ort ist, ermisst sich daran, dass überwiegend Griechischsprecher dort zu verweilen scheinen. Es scheint auch ein Treff Intellektueller, sagen wir, der alten Schule zu sein.
Ja, Sonne kriegen Sie dort drin wahrlich nicht ins Gesicht gestrahlt, verehrte Leser, dafür sitzen Sie aber in einer einfach wirklich netten, klassizistischen Umgebung – sauber und bestens aufgehoben. Ausprobieren macht Sinn – und ins Gespräch kommt man auch recht locker mit weiteren Gästen, so es Athene denn so bestellt. Klasse!
Das Electra Hotel, in dem wir abgestiegen waren, wie gesagt, hat zwar auch ein Restaurant, und das im 5. Stockwerk, doch das Schicksal hatte offensichtlich entschieden, dass wir dort nicht Essen gingen, obwohl auch unser Zimmer im Fünften gelegen war. Die Terrasse des Restaurants hatte schon was – Blick auf die Akropolis in Reinform – oder so ähnlich. Hinterm Omonoia gibt es indes 2 weitere Restaurants, die geradezu besucht werden müssen. Das eine finde ich stets auf Anhieb und das andere bekamen wir zufällig ab (wie immer), als wir auch diesmal wieder aus dem National Museum in Richtung Omonoia kreuz und quer durch die Straßen unterwegs waren und plötzlich standen wir davor und gingen natürlich schnurstracks hinein – schön mit Holz ausgetafelt und die Bediener supernett; und sie sind eben wie Bediener gekleidet und benehmen sich auch so. Man kommt sich vor, schon fast, wie Zeus in Kreta.
Fischsuppe wurde es für uns an jenem Tag begleitet mit einem halben Liter Retsina. War allerdings nicht der Renner die Suppe, aber, was soll‘s, schlecht war sie keinesfalls!
Kann gut sein, dass beim nächsten Athen-Besuch das Titania-Hotel angesteuert wird. Das Gebäude liegt recht nahe zum Omonoia und ist vom Preis her so billig oder teuer wie das Electra. Was mich angeht, finde ich die Gegend um den Omonoia doch etwas herausfordernder und interessanter als die Plaka oder Kolonaki. Obgleich, was wirklich Spaß machte, war, früh morgens auf dem Syntagma einen Kaffee oder Tee in der Sonne zu trinken – im athenischen Winter alle Male. Man sitzt dort, wenn die Luft etwas kälter ist, so ‚kalt‘ in etwa wie in Mitteleuropa an einem schönen Herbsttag, wirklich am richtigen Platz – Sonne pur, nur die Getränke sind etwas überteuert. Letzteres scheint aber niemanden groß fern zu halten. Glücklich, wer dort einen Platz in der Sonne ergattern kann. Da wir bekanntlich meist ‚früh‘ unterwegs sind, konnte so um 10 Uhr 30 immer gerade noch so ein Platz draußen an der Sonne in Beschlag genommen werden – ja, zum Jahreswechsel fängt das Leben offenbar zeitlich später an in Athen. Und wenn die Sonne an diesem Ort nicht mehr scheint, geht man einfach 50 Meter rüber auf die andere Seite des Syntagmas in ein weiteres Café, wo Helios dann noch recht lange verweilen dürfte.
Genau wissen, tu ich eben Gesagtes nicht, weil, wie gesagt, wir ja stets noch einen Platz erhielten und danach etwas Stadterkundung machten – Kultur. Nicht nur der Ortsteil Glyfada hat uns willkommen geheißen, sondern diesmal ausgiebiger denn je auch Vouliagmeni. Klar, dort ist das neue Kulturzentrum Niarxos. Wir nahmen an einer Führung durch das neu errichtete Gebäude teil, was im Internet zu buchen ist – die Nationalbibliothek wird gerade dorthin ausgelagert. Und obgleich die Führung auf Griechisch geschah und nicht jedes Detail verstanden werden konnte, ist dieser Gebäudekomplex recht imposant und hoch modern, wie sich herausstellte. Ein reicher Reeder hat dafür mal tief in die Tasche gegriffen, eben Herr Niarxos, der seinerzeit in Konkurrenz mit dem bekannteren Milliardär Onasis stand, oder so. Einfach mit der U-Bahn von Syntagma 3 Stationen nach „Fix“ fahren, dann auf die Tram 4 oder 5 umsteigen und knapp eine halbe Stunde und etwas länger durch die Stadt gondeln damit, bis nach XXX (sorry, aber sich durchfragen, macht Laune). Liegt unweit vom Meer das Zentrum in Rede. 3 Veranstaltungen haben wir uns angesehen (Mikado, La Boheme, Dornröschen). Die waren OK. Doch die beste Veranstaltung läuft in „Athens“ auf den Straßen.
Also: Wir waren auch auf dem Syntagma zum Jahreswechsel Punkt 24 Uhr. Erhofft hatten wir uns, ehrlich gesagt, etwas anderes zu sehen als das, was wir dann geboten bekamen. Doch dann war es so, wie es kam, auch OK. Nun: Der Platz war überwiegend gefüllt mit Flüchtlingen. Als hätte man denen gesagt: Geht ihr mal dort hin, wir Griechen bleiben dann weg! Es ist und war atmosphärisch einfach etwas sonderbar, zumal ja auch nur wenige Frauen oder Mädchen zu sehen waren – spürbares Adrenalin und Testosteron überall am Rumoren. Doch wie gesagt: Das war dann halt OK so wie es geschah.
Nein, in einen Club oder dergleichen sind wir danach nicht gegangen – überhaupt nie. Die Plaka scheint nichts Ansprechendes bereitzuhalten in Sachen Clubs wie einst, und schon wieder hoch nach Kolonaki wollten wir nicht und womöglich noch gesagt bekommen: Tut uns leid, aber ihr könnt hier nicht rein.
Kolonaki ist aber ansonsten ganz OK zum Ausgehen, wenn man sich auf Café-Bars der etwas gehobeneren Art, oder wie man diese Orte nennen soll, beschränkt. Eigentlich passiert das Leben in diesem Stadtteil in ein paar wenigen Straßen nachts. Die berühmte Melina Merkouri ist ja in Kolonaki großgeworden, wie sie in ihrem Buch schreibt – „Geboren Griechin“ -, welches ich für 3 Euro irgendwo auf der Straße erwarb. Ein Volltreffer. Die Zeilen im Buch bersten vor Lebensfreude und Athener way of life! Wahrscheinlich kann das Lebensgefühl dieser Frau und ‚ihrer‘ Stadt so nie und nimmer auf Deutsch oder eine andere Sprache transferiert werden.
Und das hat durchaus Vorteile, dass Kolonaki sein Leben auf ein Paar Straßen beschränkt. Doch ich weiß, dass diese Aussage nicht wirklich zutrifft. Denn es gibt Kolonaki und dann gibt es noch einmal ein Kolonaki. Das Letztere liegt noch etwas weiter oben in Richtung Lykabidos-Berg. Die Mühe dort rauf machten wir uns diesmal nicht.
Es ist einfach interessant und äußerst unterhaltsam den Griechen beim Ausgehen zuzusehen, vor allem den Frauen, die die tollsten Klamotten tragen in Kolonaki und diese sehr wohl auch zu tragen wissen, was herüberkommt als wäre ihnen dies das Natürlichste von der Welt, wie man sagt – und so viel Prunk und Pracht in Zeiten der viel beklagten Krise, die herrschen soll.
Auch in Piräus muss man wahrscheinlich recht marginal, also am Rand dieses Stadtteils irgendwo, unterwegs sein, um so etwas wie Armut anzutreffen. Ja, Piräus soll anscheinend noch eine eigenständige Stadt sein, obgleich die Chinesen sich dort dicke eingekauft haben am Hafen, doch wahrscheinlich nicht nur dort. Die Rede in Bezug auf Piräus, es erinnerte mich gleich an Zypern, ist von „Energie-Hub“, welches man plant in Zukunft zu werden; und versteht sich, über Energie hinaus soll Piräus der Anlaufhafen noch für ganz andere Dinge werden. Zu befürworten wäre solch Entwicklung gewissermaßen, wenn, ja wenn die asiatischen Investoren dann nicht vergessen, den sogenannten Alteingesessenen auch noch was vom Kuchen abzugeben.
Letzteres könnte so in etwa klappen, denke ich. Ein einziger Lebensrausch, der sich auch in Piräus vor dem erstaunten, „in Zypern verprovinzionalisierten Auge“ abspielt, wie es kürzlich mal jemand etwas treffend in Worte fasste. Das Leben pulsiert in Athen und man ist gleich 20 Jahre jünger. Trinkt, isst, lacht, unterhält sich und geht und geht und wird nicht müde vom Zusehen und Mitmachen. Und genau das unter Anderem ist es, was diese Stadt für mich und wohl auch viele andere so interessant und besuchenswert macht.
Recht schön ist auch, dass man sich in Sachen Sicherheit scheinbar nicht allzu viele Sorgen machen muss zwischen Syntagma, Plaka und Omonoia etc. Hat ja keiner gesagt, dass unbedingt in den Stadtteil Exarchia gegangen werden muss, wo sich alle Nase lang die Polizei mit Autonomen und anderen klopft. Oder dorthin, wo die Züge in alle Richtungen fahren – unweit vom Hauptbahnhof der Stadt. Dort in der Nähe wurde mir vor knapp 5 Jahren mal von einer Meute griechischer Bürger aufgebracht gesagt, dass es sie wenig juckt, dass ich einen deutschen Pass hätte. Ich hätte den Platz, besser die Stadt, noch besser das Land zu räumen, weil ich nicht die passende Hautfarbe hätte!
So kannte ich die Griechen noch nicht.
So kenne ich sie eigentlich noch immer nicht.
Doch da wabert etwas, was solch Sentiment wohl stützt und hochspülen lässt.
Nun, noch kann so etwas nicht davon abbringen, begeistert und immer wieder nach Athen zu reisen.
Ja, die wären handgreiflich geworden, wenn damals nicht die Mücke gemacht worden wäre, wie man sagt. Wahrscheinlich war es mein Pass, der den Übergriff verhinderte, beziehungsweise herauszögerte? Das ist die Frage, die ich noch heute stelle.

Zypernfrage

Bin also schon längst wieder zurück in Zypern.
Ein bisschen Regen hat sich auch schon gezeigt. Heute am 13. Januar 2018 bin ich endlich ins kühle Nass gesprungen, und zwar erstmals im Neuen Jahr. Es war herrlich! Die Staudämme sind gefährlich niedrig im Wasserstand. Ich gehe mal davon aus, dass der liebe Gott es auch dieses Jahr mit den Zyprern wieder gut meinen wird und die Stauseen noch rechtzeitig mit dem nötigen Nass füllen wird – inzwischen sollen die nur noch zu 13% mit Süßwasser gefüllt sein. Scheint niemand wirklich zu rühren, wahrscheinlich, da viele allsonntäglich brav zur Kirche gehen und beten. Denn gespart wird hier noch nicht beim Wasserverbrauch. Man redet davon wie über eine bevorstehende Grippewelle, die vielleicht doch noch abgewendet werden kann. Obgleich, ein wenig mehr als sonst könnte der Zuständige für den Regen dort OBEN denen hier unten auf Zypern schon zeigen, was es bedeutet, temporär kein oder wenig Trinkwasser zu haben.
Wird wohl nicht passieren, gewiss, weil die Inselgöttin Afrodite ihre Hände mal wieder mit im Spiel haben wird. Die Wetterprognosen sagen, dass Regen bis Anfang Februar ausbleiben könnte – und vielleicht noch später fällt.
Sie werden es nicht glauben, kaum, dass die Tinte trocken ist: Heute Nacht hat es zum knapp einstündigen mittelprächtig starken Regen sogar wegen Poseidon geblitzt (14.01.18)! Inzwischen (30.01.) liegt sogar Schnee auf dem Troodos. Es regnet zuweilen in Strömen etc.

Leider konnte ich meine mittelprächtige Aversion gegen zyprische Tagespolitik nicht vollends ablegen 2 Wochen in Athen, verehrte Leser. Kaum hier, muss ich gleich den Radio ausstellen oder das zyprische Fernsehprogramm in Richtung BBC umstellen, weil ich all DAS nicht hören will. Zeitungen kriege ich auch keine gelesen, ohne dass mich gähnende lange Weile einholt, die kauf ich schon gar nicht mehr, ein Touch Verzweiflung könnte auch noch dabei eine Rolle spielen.
Einiges, wie ich finde Unwichtiges, scheint anscheinend dennoch zu passieren tagespolitisch. Im Norden der Insel, beispielsweise, wurde gewählt.
Im Süden wird demnächst gewählt – hoffentlich endlich! Siehe unten mehr dazu.
Sie sehen, es ist schon fast alles berichtet, was im Entferntesten tagespolitisch oder kulturell auf interessant getrimmt daherkommt auf Zypern. Zwecks Wahn, oder wie Sie es nennen mögen, der hier abläuft, kurz diese teilweise Übersetzung eines Artikels aus der Cyprus Mail vom 16. Januar 2018, Seite 5:
„Zyperns erstes Patrouillenboot (OPV), welches in Israel gebaut wurde, wurde von Präsident Anastasiadis auf der Evangelos Florakis Marinebasis bei Mari auf See geschickt. Man erwartet, dass das Boot die Marine stärkt und die Rolle Zyperns als ein Sicherheitskontributör in der Region stärkt und darüber hinaus, sagte Anastasiadis bei seiner Ansprache zu diesem Event. … Das OPV ist 62 Meter lang und 8 Meter breit, wiegt 450 Tonnen und kann 2.500 nautische Meilen erreichen, hat eine Geschwindigkeit von 32 Knoten. Ausgestattet ist es mit automatischen Gewehren und kann Flugabwehrraketen an Bord nehmen. Meldungen zufolge belaufen die Kosten 44 Millionen €.“
Kurz: Wir alle dürfen nun gespannt darauf warten, wann die heißen Kohlen mit dem OPV aus dem Mittelmeer (mit) gefischt werden (sollen), versteht sich heldenhaft, beispielsweise mit Israel, weil die Rede in dem Artikel lediglich von „friendly neighbouring countries“ ist und weil Israel ja die Boote an Zypern verkauft und hergestellt hat und man eh auf Kooperation seit geraumer Zeit macht.
Die Analyse nicht weniger Zeitgenossen ist nämlich auch die, dass Israel schon in naher Zukunft zu einer Art Show-down blasen könnte mit einem oder einigen seiner arabischen Nachbarn, und zwar bevor die Trump-Administration zum Teufel gejagt wurde, beziehungsweise nicht mehr im Amt sein wird.
Und entschuldigen Sie. Doch dass so ein Boot ausgerechnet nach dem Kapitän benannt wird, dessen Schiff in die Luft bei Mari ging und mit ihm 13 Matrosen 2011, weil Munition darauf gelagert war, die meines Wissens nach Syrien unterwegs war, und das eher illegal, ist schon fast kitschig zu nennen. Ja, es ist sentimentaler Kitsch, der der Wählerschaft noch den letzten Nerv zugunsten Anastasiadis ziehen soll – oder ähnlich!
Vernebelungstaktik der Superschlauen!?
Hoffen wir also, dass in der von Anastasiadis vor kurzem eröffneten Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst endlich diejenigen herangezogen werden auf der Insel, die sich mit solchem, davor bezeichneten einfallslosen Gefühlsgedusel irgendeines Regierenden nicht mehr länger ablenken lassen, also von dem, was wirklich anstatt ansteht – beispielsweise sich mit dem Norden Zyperns zu einigen, in dem man von seinem hohen Ross – etwas zumindest – heruntersteigt.
In diesem Zusammenhang sei noch kurz angefügt, dass die Griechischzyprer demnächst aber womöglich doch die lachenden Dritten, mal wieder, werden könnten, wahrscheinlich war Afrodite mal wieder mit Poseidon im Hadis, denn es ist inzwischen klarer absehbar, dass Erdogan drüben in der Türkei unter Größenwahn leidet; und das zeigt sich an vielen seiner Entscheidungen: Zoff mit den USA, Abmurxvorhaben der Kurden, wahrscheinlich nicht aller Kurden, oder der Plan neuerdings, einen zusätzlichen Kanal am Bosporus (Istanbul) zu bauen, um den Schiffsverkehr besser handhaben zu können, wo man dort ja eh gerade eine weitere Brücke übers Wasser gelegt hat und einen weiteren Flughafen baut etc.
Zuletzt in Sachen Zypernfrage:
Es kann nur gehofft werden, dass DIE da in Brüssel und Berlin etc. weise genug sind, dem Expansionsdrang des Sultans am Bosporus zur ‚Hilfe‘ zu kommen – denn jeder Ballon platzt, wenn man zu viel Luft reinbläst.
„HAVA!“
Allerdings gebe es auch für diesen Fall eine Art Ausweg eventuell, wie auch Erdogan weiß, nämlich: Notfalls den Griechischzyprern vor den Kopf treten, und das wäre noch nicht mal so ganz unberechtigt.
Wieso?
Letztere haben zu oft hören oder lesen lassen, wie auch der General Sekretär der UNO, Antonio Guiterres, feststellte kürzlich, dass sie, die Griechischzyprer, offensichtlich nicht überzeugend genug gewillt sind, den eventuell anstehenden Erdgas-Reichtum, den sie vor Zypern zu ermitteln und dann zu fördern sich auf den Weg gemacht haben, mit den mehrheitlich türkischsprachigen Nordzyprern zu teilen, wenn es dann so weit sein wird – und zwar gerecht zu teilen.
Ob es zum Krieg in Kurdistan kommt? Den Waffenexporteuren wird es Recht sein.
Die USA haben heute, den 18.01.18 offenbar den Salto rückwärts gemacht. Bedeutet: Lassen ihre wackeren kurdischen Kämpfer womöglich, wie vielerorts bereits prognostiziert, so auch hier, dann, wenn es drauf ankommt, im kurdischen Niemandsland stehen und die Türkei ihr blutiges Handwerk erledigen? Wir werden es schon demnächst sehen im TV.
Ja, ich weiß, das Gebiet namens Kurdistan soll zu Syrien gehören oder der Türkei, dem Irak sowie zum Iran. Zeit, dass ein kurdischer Staat endlich Wirklichkeit wird, so auch einer namens Palästina, die lebensfähig sein können – damit die Welt eine sicherere wird in dieser Region. Zyperns Vereinigung ist bei all dem, was eben gesagt wurde, nicht unerheblich, nur: man darf leider eher pessimistisch bleiben: kein Palästina, kein Kurdistan, kein vereintes Zypern!?

Doch ehrlich, das Schwimmen im Meer bei Maroni war mal wieder klasse – meine Badesaison 2018 wurde also eröffnet. Eine Französin, könnte es gewesen sein, die auch noch mit im Wasser war. Ich rief zu ihr rüber: „Lovely, isn’t it!“ Und sie antwortete kurz mit diesem mir vertrauten Akzent aus dem Elsass.
Eine kleine Katze hat man dort am Strand ausgesetzt. Sie sah noch gut aus. Ein schönes Tier. Heute den 18ten regnet es in Strömen. Was die kleine jetzt wohl dort draußen macht? Leider haben wir schon eine im Asyl, genauer: einen Kater. Eine zweite geht einfach nicht – davon abgesehen versorgen wir 2 weitere, die nicht ins Haus hineinkommen. Irgendwann muss halt mal Schluss sein!

Life

Und wissen Sie was? Auf Fisch habe ich plötzlich gar keine Lust mehr, umso mehr unser Kater. Jahrelang aß ich den hier auf Zypern, jedoch mit dem insgeheimen Verdacht, er könne aus den Fischanlagen von vor der Insel stammen. Eine recht ausgedehnt große Anlage liegt vor dem Governors Beach, wo dort tauchend sogar mal rote Fische gesichtet werden konnten, wahrscheinlich aus dem Roten Meer wurden die angespült, vermute ich. Der Klimawandel macht es wohl möglich und die Erweiterung des Suez Kanals bei Port Said vor ein paar Jahren sowieso.
Nun, wer in den Gewässern um Zypern schon mal tauchen war mit Taucherbrille, wird gewiss festgestellt haben, dass nun wirklich nicht (mehr) von Fischreichtum gesprochen werden kann – selten, dass man noch einen Fisch zu Gesicht bekommt. Und als ich in Athen den Oktopus endlich mal wieder so zubereitet erhalten konnte letztens, wie ich ihn nun mal haben möchte, muss wohl was in Gang gekommen sein im Hirn – was ich mir damals schon dachte, als ich denselben genüsslich verspeiste. Und seither mag ich nicht mehr so richtig in Fisch beißen. Komisch! Also zukünftig lieber Oktopus essen anstatt Fisch, auch wenn ersterer auf Zypern, aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, einfach nicht so gut zubereitet wird wie in Griechenland.
Jemand, mit dem ich in Griechenland über das zuvor genannte Phänomen sprach, meinte, es habe wahrscheinlich damit zu tun – bitte festhalten -, dass der Achtfüßler in Griechenland länger und intensiver totgeschlagen wird. Das sei nämlich von Nöten, um ihn dann so servieren zu können, dass er nicht wie Gummi in seiner Konsistenz ist, wenn man draufbeißt.

Stellen Sie sich vor, da hatte ich doch vor Kurzem die „Maroni News“ in der Hand. Na ja, „News“ nennt sich das Blatt zwar schon, doch es ist eben eher ein Anzeigenblatt. Egal, clevere Engländer haben sich jedenfalls auf diese Weise eine Nische geschaffen, und das ist wohl, was letztendlich zählt. Und da stand diesmal etwas von Thai Chi Unterricht und Yoga drin.
Zum Thai Chi ging ich somit gestern erstmals. Ein Knut aus Karlsruhe gibt die Kurse. In Maroni passiert das Trainieren im so genannten „Old Coffee“ und der Besitzer dieses Ortes, der John, der machte gleich mit. Seit Jahren laufen wir, meist im Sommer, aneinander vorbei, weil wir wohl denselben Beach aufsuchen. Jetzt haben wir uns etwas kennengelernt. John meinte, dass in dem recht großen Café-Gebäude, wo wir im ersten Stock unsere Thai Chi Lesson hatten, eine zyprische Filmcrew des Senders RIK ein- und ausgeht, so eine Art zyprische Lindenstraße-Soap-Opera wird dort offenbar gedreht. Bingo. Dürfte sich finanziell auszahlen – hoffe ich jedenfalls für John und seine attraktive Frau. Denn ob dieser Ort gut besucht ist, darüber habe ich komischerweise gewisse Zweifel. Kann gut sein, dass ich mich da volle Kanne täusche, wie man sagt.
Der Thai Chi Lehrer Knut ist Deutscher und scheint erst seit dem Herbst 2017 in Zypern zu sein. Anscheinend hat er das Meiste auf eine Karte gesetzt und sich entschieden, hier (vorerst) Wurzeln zu fassen. Entsprechend unternehmerisch ist er unterwegs.
Spannend.
Bin gespannt, was aus seinen Plänen wird im Lauf der zyprischen Zeit. Irgendwie war mir so, als würde ein neuer Wind mit ihm und die Leute, mit denen er zu verkehren scheint, durch die Insel geweht werden.
Was seinen Thai Chi Stil angeht:
Den asiatischen Namen, den er da verwendet, kann ich mir noch nicht merken, den er nur kurz erwähnte. Obgleich, bewerben tut er seine Kurse mit „Modern Thai Chi“, wenn ich es richtig erinnere. Was gesagt werden kann, ist, dass Knut sein Handwerk versteht! Es war eine sehr gute, weil präzise Einführung – und glauben Sie es mir, ich hatte derer schon viele in Sachen Thai Chi über die Jahre.
Ja, ich bin es, der ewige Anfänger in dieser Disziplin! Zurück aus dem Südwesten Deutschlands werde ich auch die anderen Anbieter asiatischer Künste in Zypern nun endlich auch mal aufsuchen gehen. Da wäre nämlich noch Reiki und Yoga im Angebot. Gibt es in Psematismenos neuerdings alles um die Ecke. Und das in diesen kleinen Dörfern, auf Zypern, am äußersten Ende der EU – eigentlich am Nabel der Welt!?
In das Café von John werde ich bestimmt nochmals gehen, zurück auf der Insel. Warum bis nach Nikosia, Kitti, Limassol oder Larnaka fahren, wo das Glück doch so naheliegt, eventuell in Maroni. Ist sowieso ein interessantes Dorf, Maroni, das schon länger danach schreit, etwas mehr beachtet zu werden. Ein bisschen tiefer in die von Engländern dominierte Inselwelt eintauchen, scheint überfällig geworden – die Kreise der Russen ergeben sich dabei wahrscheinlich auch noch, sowie der Türken, der Araber, Afrikaner, Chinesen usw.
Letzteres kann schleichend verebbenden Englischkenntnissen gewiss nur guttun!

Miau

Apropos guttun: Wissen Sie, da gibt es neuerdings nämlich jemanden, den Vasillis. Das ist ein noch nicht 6 Monate alter Kater. Und dieser Kater der lebt nun mit uns. Er ist blind. Was ich jetzt schreibe, hört sich echt krass an, sorry: Seine Blindheit scheint uns eine Art Leitlinie sein zu können.
Keine Ahnung, wie viel Male ich schon in unserem Garten war – meist zeitlich kurz. Irgendwie nie so wirklich aufmerksam dabei im Geist, offenbar nicht wirklich präsent. Mit Vasilli ist jede einzelne kleine Pflanze des Gartens eine Neuentdeckung geworden. Der riecht das ganze Gelände sorgfältig ab – kartografiert es so, vermute ich, denn er sieht ja nichts.
Wir hatten Vasilli die erste Woche, als wir ihn von seiner Mutter glaubten trennen zu müssen, weil ihm das eine Auge einfach zu sehr aus dem Kopf heraushing und eiterte, nachtsüber in der Toilette eingeschlossen. Das ließ er sich auch gefallen. Zwischenzeitlich waren wir beim Arzt in Larnaka mit ihm – und der entfernte das Auge und mit dem anderen sieht er wahrscheinlich wenig bis gar nichts. Die Vet-Klinik dort ist ein goldener Griff. Die sind echt gut!
Inzwischen hat Vasilli alle nötigen Impfungen, und: die Rede ist bereits von Kastration. Was mir gar nicht gefällt. Unsere Reise nach Deutschland steht demnächst an, am 19. Januar. Es soll stürmen, Sturm Frederike. Hier regnete es auch. Gott-Zeus hat die Gebete der Zyprer also erhört.
Vasilli bewegt sich Tag und Nacht frei im Haus, und dies traumwandlerisch präzise, nur, wenn er in den Garten geht, dann ist da stets jemand von uns bei ihm: denn die anderen Katzen, seine Mutter inbegriffen, sind ein rauer Haufen. Derzeit gerade wieder sehr hörbar, denn es herrscht schon über eine Woche 24 Stunden Balz, und das laut und nicht gerade zimperlich.
Vasilli bringt also häufige Aufenthalte im Garten mit sich, ein Ort, den man sonst meist nur vom Balkon aus begutachtet, auch, da Gärtner die Arbeiten darin verrichten, wo er doch eigentlich Kontemplation pur sein könnte. Zurück zur Bio!
Vasilli bringt es auch fertig, dass derzeit kein Gift im Garten verspritzt werden darf. Davor konnte mit Argumenten gegen das Spritzen niemand durchkommen. Da wurde einfach losgespritzt. Letzteres scheinen eventuell alle hier auf Zypern so und in regelmäßigen Abständen zu tun, tun zu lassen. Ich würde mal behaupten, bei uns alle 2 Monate mindestens – und dann, bitte sehr, was das Zeug hält!
Klar, um unseren Garten wird natürlich noch immer giftig zugeschlagen, aber eben nicht mehr bei uns. Anscheinend scheint irgendwo durchgedrungen zu sein, dass so viel Gift die Katzen, Vögel und wer sonst noch in dem Grün sich aufhält, halt doch schädigen könnte – denn die beiden Katzen, die ums Haus streifen und gefüttert werden, haben schon den 3. Wurf nicht durchbringen können, von dem ich mitbekommen habe. Dass darüber jemand ernsthaft traurig wäre, mich inbegriffen, kann allerdings auch nicht ausgemacht werden. Sorry!
Ja, es herrscht Katzenschwemme auf Zypern – ganz im Gegenteil zu den Singvögeln, deren Hauptfeind allerdings nicht Katzen oder Kater sind, sondern der durch so genannte Delikatessen verwöhnte Mensch. Und andauernd kreuzt eine neue Katze bei uns hier auf dem Hügel auf. Einheimische sind oft so frei, ihre Tierchen dort oben bei den Ausländern, oder eben am Meer oder in den Feldern, auszusetzen. Gewiss tun das nicht nur die sogenannten Einheimischen.
Jeder Wurf ist den beiden Katzen, die uns auserwählten also verreckt. Vasilli ist einer jener 5 Kätzchen aus dem letzten Wurf der schwarz-weißen Katze. Er hat gerade noch so überlebt, die Kurve gekriegt – blind. Ein angenehmer Zeitgeist. Sehr ruhig. Dreht nur selten auf. Fährt gerne Auto. Hoffentlich fliegt er auch gerne im Flugzeug. Wie sich herausstellte, ist das der Fall. Die Tasche, die 50x40x23 cm höchstens groß sein darf bei der griechischen Fluggesellschaft Aegean, in der er in der Kabine mitgenommen werden kann, die mag Vasilli jedenfalls überhaupt nicht. Haben wir gestern ausprobiert und sein Protest war entsprechend. Verebbte aber nach knapp 10 Minuten. Das ist der Grund, warum Vasilli nun nicht jeden Tag in dieser Tasche sitzen muss zur Gewöhnung, wenn wir mit ihm runter ans Meer fahren, wo er nur an einem ganz bestimmten Ufer vor Maroni wie ein Hund neben, vor oder hinter einem läuft über 500 Meter und mehr – unaufgefordert. Nachts legt er sich gern auf sein Lammfell zum Schlafen im anderen Zimmer. Das Lammfell hat ihm die Nachbarin vererbt, die vor kurzem auf ihn aufpasste. Oder aber er legt sich in meinem Zimmer auf das Bett daneben. Ein sehr verständiger Kater, der versteht, dass er sich nicht in meinem Bett aufhalten soll. Einige Tage danach in Nikosia war er vielleicht ganz froh, dass es die oben erwähnte Tasche gibt. Praktischerweise kann man sie sich um die Schulter binden, so dass man Körperkontakt halten kann. Nicht ein einziges Mal hat er protestiert darin. Der Lärm der vielen Autos war ihm wohl doch zu unheimlich – und die Leute an anderen Tischen im Café. Heute ist auch der Tag vor dem Abflug, früh morgens: zuerst nach Athen und dann nach Frankfurt – Easyjet nimmt keine Tiere an Bord. Vasilli schlägt sich wacker, weil, seit der Mittagszeit bekommt er nichts mehr zu Essen, voraussichtlich bis zum nächsten Tag um 12 Uhr oder so. Man weiß ja nicht genau, was ansteht, eben wegen dem Sturm Frederike, der in Deutschland ganze Bundesländer den Zugverkehr offenbar lahmlegen lässt – sicherheitstechnisch. Mal sehen.
Vasilli ist meine erste sehr nahe und tagtägliche Begegnung mit einer Katze. Verzeihen Sie es erneut, doch ich mag mir kein Denkverbot auferlegen in dieser Sache: Seine Blindheit ist ein Geschenk. Es bringt sehr nah. Er braucht mich und wahrscheinlich brauchen wir ihn. Unser Guru. OK, ich krieg mich wieder ein, no problem!
Thunfisch will er haben – ohne Öl!
Was als Nächstes erreicht werden soll, ist, dass Vasilli sich im Garten bewegt, ohne andauernd beaufsichtigt werden zu müssen. Dazu muss er allerdings körperlich größer sein und stärker, damit er sich im ‚Notfall‘ wehren kann, jedenfalls so lange, bis man vor Ort ist, um ihm aus der Klemme zu helfen. Heute hätte ihm seine Mutter fasst eine Ohrfeige verpasst. Ich konnte von Weitem noch dazwischenrufen – und sie verpasste Vasilli haarscharf mit ihrer Tatze. Der arme Vasilli war danach recht eingeschüchtert, wollte nicht wieder raus in den Garten. Er hat offensichtlich erkannt, dass da draußen, wo es ihn der Neugierde wegen stets hinzieht, nicht alles heiterer Sonnenschein ist, auch nicht die anderen Katzen – und dass so ein Menschenhaus ein geradezu idealer Fluchtpunkt ist. Lernt er jeden Tag etwas dazu. Aufgrund seiner speziellen Situation kriegt man viel davon mit.
Tage davor hatte ihn seine Mutter nicht angefaucht und seine Großmutter schien recht gelangweilt zu sein, ihn zu sehen. Doch das Bild scheint sich zu ändern, wenn Mutter denkt, der menschliche Schatten um Vasilli ist außer Sichtweite.
Eine gute Bekannte meinte, dass Kater-Kastraten dickere Köpfe bekämen nach dem Eingriff. Mag sein, dass auch so ein Bosskopp-Vasilli gefallen könnte. Gestern beim Doktor zum letzten Check vor dem Flug verhindern können, dass ihm erneut die Krallen gestutzt wurden. Noch finde ich kein Vergleichsbild dafür. Vielleicht ähnelt das Nägelkürzen bei Katzen dem Zustand, den ein Mensch aushalten darf, wenn er einen Gips am Arm trägt?
Hat man mit funktionsfähigen Hoden als blinder Kater bei Menschen lebend mehr Aussicht auf Zufriedenheit und ein glückliches Dasein oder eher nicht? Ich weiß es nicht.
Wissen Sie was dazu?

Germany

Wissen Sie etwa Genaueres zum sogenannten Diesel-Skandal? Viele sind ja der Meinung, dass der Skandal an diesem Skandal ist, dass genau das, was man denkt, dass wohl dabei herauskommen wird, wirklich herauskommt – also, dass VW & Co lustig weitermachen, so in etwa, wie gehabt oder Euthanasie-mäßig versuchen lässt; Mengele lässt grüßen – oder so. Und dass die angeblich unabhängige Justiz des Landes dazu die Steigbügel hält, und wie sich zeigt, dies immer unverblümter. Ein Blick in die Lahrer Zeitung vom 25. 01. 18, Frontpage:
„Klage abgeschmettert – Düsseldorf: Die Straßenverkehrsämter müssen die vom VW-ABGAS-Skandal betroffenen Diesel laut Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts nicht stilllegen. Die Deutsche Umwelthilfe(DUH) habe in dieser Frage kein Klagerecht [, ja wenn nicht mal die, bitte sehr, wer dann?]. „Der Bundestag hat sich dagegen entschieden und wir [sagen die Richter] haben das zu respektieren“.
HALLO! Unabhängigkeit der Justiz endgültig adé? Wie kann man sich auf das, mit Verlaub, schwammelige Gerede der Politiker im Bundestag beziehen als richterliche Instanz – und in solch wichtiger Angelegenheit? Hat nicht der derzeitige Außenminister groß im Bundestag getönt, beispielsweise, die Rüstungsexporte würden zurückgeschraubt and the rest o fit! Nein, die sind, seit Gabriel dort zeichnet, gestiegen! 2015 und 2017 verzeichneten Rüstungsexporte Rekorde. ‚Hurra!‘
Da denkt etwa jemand an uns? Wie sozial Herr Gabriel, nein wirklich. Er ist ja auch jemand von der SPD, wo „sozial“ zumindest noch im Namen übriggeblieben ist.
Doch ehrlich, die Aktion der JUSOS, die gerade läuft in Reihen der Jugendorganisation der SPD, ist recht lustig – auch wenn der eine, die andere von ihnen in naher Zukunft eh von den zuweilen fragwürdigen, innerparteilichen Strömungen der SPD vereinnahmt werden wird, spätestens, wenn sie in die SPD vollends übergewechselten altersbedingt und dort so etwas wie Karriere machen wollen. Ansonsten, wenn sich einstige Jusos da nicht einfügen, heißt es eventuell bye-bye auf der innerparteilichen Karriereleiter!
Die Jusos haben also, wie Sie gewiss mitbekommen haben verehrte Leserschaft, dazu ausgerufen, dass man mal schnell in die Mutterpartei, die SPD, eintreten soll, um die anstehende Große Koalition (Groko) niederzustimmen demnächst. Bis zum 6. Februar noch möglich, Leute! Guter Einfall, beispielhafte Mitgliedergewinnung. Bravo!
Gefällt den SPD-Parteibonzen aber dennoch nicht. Weil die wollen ihre Groko. An der Macht wollen die sein, offenbar bis zum Ab… . Komme, was wolle!
So sind die eben drauf!? Letzteres bestätigt sich anscheinend, und das gerade vor unser aller Augen. Was solch Mentalität unter anderem bewirkt, ist, dass Selbstdarsteller wie Tayyip Erdogan geradezu dazu ermuntert werden, ihren Narzissmus auszutoben. Der fordert Panzermaterial, wo er eh schon über 300 davon gen Kurdistan gerichtet in tödlicher Mission wegbrummen lässt. Wird durch unklare Positionierung in Berlin ermuntert, Kurden zu jagen – und vor allem auf dem Rücken der kurdischen Zivilbevölkerung, sei es die in Syrien, der Türkei oder eben im Irak.
Klar, Sie glauben doch nicht etwa, dass wenn der Erdogan schon mal durchstartet in dieser Angelegenheit, dass er Kurden im Irak verschont? Und die Kurden in der Türkei, jene ‚Türken‘, die in den ‚falschen‘ Provinzen leben, die haben halt Pech gehabt. Kommt ja eh niemand, ihnen wirklich beizustehen. Außer schalen Worten von, und unsicherem Asylstatus in der EU, hat man für die gerade nur noch wenig Verwendung.
Ja klar, wenn wieder ISIS-artige Leutchen aufs Trapez kommen, irgendwo in den Weiten des kurdisch dominierten Orients, vor allen dort, wo Reichtum im Boden ruht, Erze, Öl, etc., dann dürfen die Kurden erneut ‚hoffen‘, dass man sie zum Verheizen braucht.
Im Grunde, entschuldigen Sie, sind die Kurden mit Schuld. Weil seit Beginn des letzten Jahrhunderts ist ihnen diese seltsame historische Rolle schon mehrmals zu Teil geworden, doch sie lassen sich immer wieder darauf ein – in der Hoffnung, ihr Kurdistan zu erhalten. Not this way, PLEASE!

Zum Schluss: Berechtigte Hoffnung auf Besserung der Menschengattung besteht neuerdings – wussten Sie doch, oder? Ja! Die Chinesen haben ‚erfolgreich‘ Primaten geklont. Somit ist eigentlich klar: Du und ich, wir sind reproduzierbar – oder eben, es kann auf uns verzichtet werden!?
Und bei so viel Spiegelung, sei es auch nur des Erbguts, kommt einem schon recht viel Freude in den Sinn, wenn man bedenkt, dass ja vielleicht doch die AfD die Oppositionsführerschaft im Bundestag erhält, nur weil Politiker wie Schulz von der SPD der Macht zuliebe eine Kehrtwende machen, der sogar Donald Trump etwas abgewinnen dürfte. Nun, die Rede ist von einer Art historischen Spiegelung. Denn war es nicht so, dass einst in grauer demokratischer Vorzeit des legendären Weimarer Republikchens Politiker der Rechten im Parlament eine ähnlich geartet machtvolle Stellung im Parlament einsackten wie heutzutage voraussichtlich die AfD, Oppositionsführerschaft, also, bevor der FÜHRER damals für ‚ORDNUNG‘ sorgte?
„Wehret den Anfängen“, hieß es mal. Ist nirgends mehr klar erkennbar in der Republik, dieser Spruch: weder im deutschen Parlament, noch im Umgang mit Erdogan und seiner Clique – und schon gar nicht gegenüber denjenigen, die auf zu viel Zaster sitzen – und ganz offensichtlich im Bundestag (mit-)regieren.
Irgendwer schrieb kürzlich, ich glaube in der TAZ, dass es doch Sinn machte, einen Grundeinkommen für alle einzuführen, der bei beispielsweise 1.500 € läge. Was diesen Gedanken wirklich interessant, ja, höchst progressiv macht, ist, dass dieser Autor auch eine Einkommensbegrenzung andachte. Die legte er bei 10 Millionen € fest – ebenfalls pro Monat.
Genau das ist ES, ging es da durch den Kopf: mit weniger als 1.500 kann man nicht wirklich gut leben und mehr als 10 Millionen im Monat, wer um alles in der Welt braucht so viel Geld?
Kommen Sie mir nun nicht mit Kommunismus und dergleichen, das solche Denke sein soll. Nein. Das ist ein Begriff aus der Klamottenkiste. Reden wir doch von Bio-Effizientismus!
Wo sind die Damen und Herren, die sich für so etwas KLUGES im Namen der Leute endlich mal breit machen im Reichstag?

In Zypern muss anscheinend nochmals gewählt werden das kommende Wochenende. Es steht unentschieden zwischen Anastasiadis und Papadopolous bei der letztens vollzogenen Wahl. Ersterer soll aber das Rennen machen. Nächstes Wochenende wissen wir es. So rum oder anders: Jeweils die falschen sind am Ruder im überwiegend Griechisch sprachigen Teil der Insel! Als wären die da alle breit!

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kleiner Rundumschlag

via kleiner Rundumschlag zum Jahresende 2017

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Erlauben Sie, dass folgendes vorweggeschickt wird:
Diese Ausgabe wird auf „Zypernundmehr-News“ nicht wie sonst zum 30ten des Monats, sondern davor, wie unschwer zu sehen ist, noch vor dem 18. Dezember 2017 im Netz stehen. Nicht das wir vorhätten umzuziehen oder dergleichen. Aber dennoch: Es geht nach Griechenland – unser gelobtes Land, wenn Sie diese etwas merkwürdigen Anwandlungen freundlicher Weise mal nachsehen wollen. Den Veröffentlichungstermin für diesen Artikel vorzuschieben, bringt außerdem mit sich, dass Sie dann zumindest über die Feiertage auch Was zu lesen haben.
Gestern in der „Zauberflöte“ gewesen – eine Ausstrahlung im Rialto, die ansonsten direkt aus der Metropolitan Opera New York rüberkommt, diesmal aber nicht direkt, sondern konserviert.
Vom Hocker hat dies Aufführung nun wirklich nicht gehauen – behaupte ich. Überhaupt habe ich die Zauberflöte wahrscheinlich das erste Mal bewusst und inhaltlich mitdurchstreifen können und fragte währenddessen dauernd im Geist, auch weil ich länger in Österreich lebte: War Mozart nicht ein Österreicher? Weil die verwendete Sprache, na wie soll man es sagen, kam so aalglatt daher, so gar nicht wienerisch, eben reinstes Hochdeutsch – und inhaltlich ist die Zauberflöte doch sehr betagt, wollen wir es mal gutmeinend benennen. Das, was gesungen wird, so richtig mitzubekommen, macht bekanntlich der eingeblendete Text (Libretto) unten am Bildschirm möglich.
Schon interessant zu sehen, wie auf Deutsch Gesungenes sich auf Englisch und/oder Griechisch ausdrückt, beziehungsweise ausgedrückt wird. Zuweilen war die griechische Übersetzung so lückenhaft, dass, wären wir im Jemen, Syrien oder Ägypten gewesen, ich gleich an Zensur gedacht hätte.
Kommt man aus dem Rialto nach solch einer Übertragungen, wo unweit der Küste mit aller Regelmäßigkeit so etwas ausgestrahlt wird, und biegt gleich rechts ab, so ist knapp 100m weiter ein neues Restaurant/Bar vorhanden, wo sogar eine deutsche Studentin derzeit jobbt. Dieses Etablissement ist schätzungsweise im oberen sozialen Spektrum anzusiedeln. Nach einem Besuch einer Opernaufführung, sei es auch nur auf der Leinwand, gibt es nun also endlich einen wirklich passenden und sehr angenehmen Ort in Limassol, um das erhöhende Erlebnis einer Theater- oder Opernaufführung ausklingen zu lassen. Alles andere in der Gegend ist stets knallvoll, eventuell auch zu rauchig und meist irgendwie zu laut – nein, ich werde nun nicht schreiben: zu jung.
Ob man junge Katzen ins Rialto mitnehmen darf, ist wohl eher zu bezweifeln. Auf Flügen soll das aber möglich sein, auch in der Kabine. Wir haben es mit „Cobalt“ probiert. Das ist die neue zyprische Airline, die vorgibt, die untergegangene „Cyprus Airways“ mehr oder minder zu ersetzen – deren Nachgänger zu sein. Letzteres will hier anhand der Tatsache bezweifelt werden, dass eine kleine 6 Monate alte Katze einfach nicht an Bord gebucht werden kann. Das ein zukünftiger Passagier etwa bei einem Büro der Airline irgendwo in Larnaka, Limassol oder Nikosia vorbeigehen könnte, um die Angelegenheit mit der Katze an Bord zu erledigen, wenn es schon per Telefon nicht klappt, das vergessen Sie bestens gleich. Alles läuft bei Cobalt anscheinend über Call-Center. Und die Damen und Herren dort nehmen die Reisedetails wieder und wieder auf, doch wie versprochen rückzurufen, um, wie sie sagen, das OK für die Katze an Bord zu erteilen, darauf warten wir wahrscheinlich bis in die nächste Steinzeit – die ja dank Trump und Co vielleicht gar nicht mehr soweit fort ist, zeitlich.
4 Mal hatten wir es versucht und auch zurückgerufen und nochmals angerufen: ES KLAPPTE NICHT. Also haben wir AEGIAN gebucht. Wunderbar. Alles paletti, vorerst jedenfalls. Mal sehen, was kommen wird.
JAB!
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Sie kennen das bestimmt:
Umzug!
Als Korrespondent ist man an dieses Phänomen nun wirklich zur Genüge gewöhnt, mögen Sie denken.
Stimmt!
Doch ist es immer noch ein Akt, von A nach B usw. sich zu bewegen oder zu ziehen. Vielleicht wird das Umziehen manchem leichter, je älter. Vielleicht hat die Andere immer weniger Lust darauf. Und wieder beginnt ein neues Jahr: Weihnachten, Neujahr, 3 Könige, Fasnacht, Ostern. Die Termine stehen eigentlich fest im Kalender und trotzdem kommen sie gewissermaßen einem Umzug gleich. Man driftet von dem einen Event in den folgenden. Ja, sogar wenn man mit den Festtagen nichts am Hut hat.
In diesem Zusammenhang folgenden Witz:
Sagt Hans zu Ismail am Strand nahe der Stadt Tanger, Marokko:
„Eh, wo hast du denn die teuren Adidas-Turnschuhe her, und wieso sprichst du sogar etwas Deutsch?“
„Ach, ich arbeite in Deutschland.“
„Ach, ja? Als was denn?“
„Im Innenministerium bei de Maizière. Für jede so genannte freiwillige Rückreise bezahlt mich der oder das Ministerium – von Mal zu Mal gibt es mehr. Aber: Eigentlich ein Hungerlohn bei all den Kosten, die anfallen: neuer Pass, Schleuser, Proviant. Dennoch: Immer noch besser als irgendwo in Marokko 12 Stunden für nahezu Nichts zu arbeiten – und das ohne Sex, Drugs und heiße Partys inklusive Reise-Abenteuer.“

Weiteres aus Südwest, verehrte Leser – und dann auch noch Südost.

Wettermäßig geht es eigentlich nicht mehr viel besser als hier im Südwesten Deutschlands. Sogar noch etwas Winter ist uns geblieben, und das trotz Klimawandel: Regen, Sonne, Schnee. Wirklich alles verhältnismäßig gut dosiert vorhanden. Sie wissen gewiss noch: Baden-Württemberg hat 2013 das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes aufgelegt – Reduktion von Treibhausgasen und so. Kohlendioxidausstoßminderung um 25% bis 2020. Und daher hat das Ländle Konzepte entwickelt. Konkrete Strategien. Die öffentliche Hand soll da mit ran. Kommunen. Beide möglichst vorbildlich. Die Stadt Lahr im Schwarzwald ist beispielsweise seit 1990 auf diesem Trip: „Global denken, lokal handeln!“ Energie einsparen, effizienter nutzen. Erneuerbare Energien erzeugen und nutzen. In Lahr, beispielsweise, sollen zukünftig strengere Baustandards herrschen. Weg von den Benzinern ist eines der Motto, und daher fängt diese Stadt bei ihrem Fuhrpark an damit. Demnächst. Es wird also einiges getan in Sachen Energie-mit-Köpfchen-nutzen. Sogar Arbeitsplätze gibt es im Südwesten Deutschlands (Nordwesten der Schweiz, Osten Frankreichs) für jene, die Arbeiten wollen. Ausbildungsmöglichkeiten. Gute Restaurants, auch wenn die Speisekarte meist viel zu fleischig ist. Ein einziges vegetarisches Gericht haben aber nahezu alle im Angebot.
Sogar über die Café-Kultur gibt es nichts zu meckern, wenn man nicht gerade in Kandern nach solch einem Platz oder Kultur sucht. OK, dort gibt es einen jungen Griechen, der sich anscheinend bemüht im „Städtlebeck“, aber … . Lörrach ist da schon besser ausgestattet – auch Badenweiler, sogar Müllheim oder Steinen hinter dem Berg in Richtung Rheinfelden. Sogar auf der höchsten Etage eines Kaufhauses in der Stadt Lörrach kann man Kaffee-trinken-Gehen – oder gleich etwas essen. Die haben dort renoviert. Und tut mir leid: Jetzt gefällt es mir da oben nicht mehr. Es ist so komisch offen geworden. So, als würden wir alle die Hosen runter lassen müssen auf Kommando – oder ähnlich.
Dafür habe ich aber die Eisdiele am Hauptplatz vor dem Markt in Lörrach entdeckt, an der ich, ich gebe es zu, mit innerlich gerümpfter Nase – oder so – jahrelang vorüberging. Wahrscheinlich italienisch. Schokolade- und Vanilleeis. MMMH! Nuss schmeckt mir dort nicht. Und was anderes als die 3 Sorten bestelle ich in der Regel nicht in Eiscafés, die ich ansonsten auch so gut wie immer nur von außen sehe, also nicht betrete. Doch dieser Schuppen da mit den großen Fenstern und ich glaube zu erinnern mit hellgrünem Mobiliar, der hat was. Der mittzwanziger Bediener versteht sein Geschäft. Ist absolut unscheinbar und doch total präsent – auf die Angenehme. Muss auch den Somaliern aufgefallen sein, die dort verkehren. Wenn sie denn Somalier sind. Ich komme darauf, weil ich so an die 30 % der Worte, die da fließen, die sprechen nämlich so wahnsinnig schnell, dem Arabischen zuzuordnen glaube. Kann gut sein allerdings, dass die ganze Konversation auf Arabisch läuft, in irgendeinem westsudanesischen Dialekt oder so, dem ich nicht mehr bekanntes Vokabular abringen kann als jenes, was hier zuvor in Prozenten angegeben wurde. So auf nebenbei geschieht die beschriebene Registration des Wortsalates um mich herum, weil Zeitung lesend.
Zeitlich davor saß ich als gegenüber in einem weiteren Café, welches im Sommer, wie auch das Eiscafé, Tische nach draußen zum Platz hin zu stehen hat und etwas auffällig teuer ist, aber einen wirklich guten Tee serviert. Warnung an alle: Dort besser keinen Kuchen bestellen, der Ihrer Meinung nach auch noch etwas sättigen soll! Die Stücke sind so dünn bemessen, da kriegt man beim Hinsehen schon fast Schwindsucht, und schmecken tun die teuren Stückchen eigentlich alle wie vom Fließband, das heißt: aus einer Großbäckerei. Wahrscheinlich täusch ich mich da. Sorry!
Markt wird an jenem Ort etwas weiter hinten bekanntlich auch jeden Samstag abgehalten. Und genau dort, schräg gegenüber von der italienischen Pizzeria, die auf „Restorante“ macht, und die ich noch nie aufgesucht habe, ist ein weiteres Restaurant-Café neuerdings, in dem nun endlich, das erste Mal, wirklich gut gegessen werden konnte, das einzige vegetarische Gericht auf der Karte nämlich, welches es warm erhältlich gibt. Es hat mich im Sturm erobert.
Man sitzt allerdings etwas gewöhnungsbedürftig in dieser Location. Diesmal setzte ich mich, in Verlegenheit geraten deswegen, ans Fenster auf einen hohen Hocker und ließ die Passanten mit ihren Augen auf meinem Teller mitessen. Die ‚normalen‘ Tische mit Stühlen, die mich nicht antörnen, wie man sagt, sind dort im Raum so komisch angeordnet. Man mag sich nirgends wirklich gern hinsetzen. Und dass dem so ist, ist auch komisch. Zum Glück hat das Achtele Roten aus Italien zum Essen wunderbar gepasst. Meine über alles geliebte Linzertorte war auch im Angebot. Sie werden es nicht glauben, ich konnte ihr widerstehen. Sie war so merkwürdig dunkel, viel zu dunkel. Die sah nicht aus wie sonst, wie die von Mutti und den anderen in dieser Kunst Involvierten.

Nee, den Leuten scheint es gut zu gehen in Deutschland. Alle auf Weihnachtsbummel. Geschenkejagd. Mesale Tule soll aus Haft in der Türkei entlassen werden, wird gerade im Radio verkündet, genauer: dass so etwas Leute in Ulm fordern. In Ulm hat man sich dazu offenbar dort getroffen, wo ein Denkmal gegen den Nationalsozialismus sein soll. OK, und warum verkauft ihr dann noch immer Waffen in die Türkei oder nach Saudiarabien etc., wo ihr solche Denkmäler in der Gegend herumstehen habt? Und weshalb nehmt ihr den türkischen, politisch tätigen Mufti Erdogan nicht fest, wenn er sich mal aus seinem Bau in den Norden Europas traut, wie gerade vor Kurzem nach Athen? Der hat doch schon zur Genüge verbrochen. Und die nötigen Stellen in den jeweiligen EU-Regierungen wissen von seinen Untaten und die seiner Helfer – und noch von MEHR.
Ach so, geht nicht, weil man mit Diplomaten und Politikern so nicht umgehen darf. Und der libanesische Präsident Hariri kürzlich in Saudiarabien?
Aber Journalisten, die darf man wegsperren – Yücel etc. Bei denen ist das nicht so schlimm wie bei Politikern. Ja?
Die Amis müssen diese türkische Angelegenheit wahrscheinlich wieder richten für uns Europäer aus der EU. PESCO? Dazu später etwas mehr.

Die Amis haben den Erdogan eventuell derzeit wirklich auf dem Kicker. Doch so recht daran glauben, mag ich noch nicht. Für was die den wohl wieder brauchen? Welche heiße Kartoffel soll der aus dem Sack holen, in den keiner blicken kann und darf außer den US-Amerikanern? Letzteres, weil die Amerikaner den oben zuhalten und außerdem dessen Inhalt mit eingefüllt haben, darum!
Mit den Kanadiern zusammen will der ‚gute‘ Herr Trump anscheinend seine Welt retten gehen, kam mir so am Rande als News vorbeigeflogen von irgendwoher – und dass diese lästigen Steuern, die die Reichen eh schon ungenügend abdrücken, endlich noch mehr gemindert werden können in den USA. Und Letzteres ist anscheinend eine „Erfolgsstory!“
Ein Typ des US-Außenministeriums war ja vor ein paar Wochen sogar in Nordzypern – und scheint erst danach noch schnell im Süden der Insel vorbeigeguckt zu haben. Würde wohl niemand wirklich verwundern, wenn der Norden Zyperns doch noch eine US-Militärbasis verpasst kriegt. Ob man die Türkei auf diese Weise abstraft oder aber belohnt?
Sie mögen es nicht glauben, doch passt aus hiesiger Sicht der mysteriöse Trip des Mahmoud Abbas nach Saudiarabien gut hier her thematisch. Der saudische Kronprinz hatte den Palästinenser Abbas wohl gerufen, und Ersterer heißt Muhammad ibn Salman. Der Supersaudi, so wird er jedenfalls in den meisten Medien neuerdings herumgereicht, machte dem Palästinenser Vorschläge, die selbst jene der Feinde des palästinensischen Präsidenten von Washingtons Gnaden übertreffen – um das Schicksal des Landes Palästina endlich und für alle Male zu lösen, und zwar: ein palästinensischer Staat bestehend aus 2 nicht miteinander verbundenen Teilen soll her. Und jetzt kommt es: mit lediglich beschränkter Souveränität. Und so etwas schlägt ein Saudiaraber einem Präsidenten Palästinas vor!
Er solle sich nicht aufregen, sondern darauf vertrauen, denn das richte sich schon Alles zu seinen Gunsten, meinte so in etwa Salman zu Abbas dem Palästinenser. Trump posaunt derweil, Jerusalem als jüdische Hauptstadt haben zu wollen und dass die US-Botschaft genau dorthin verlegt werde.
He is looking for trouble?
Nee, keineswegs.
Außer, dass diese Angelegenheit abends als Nachricht im Fernseher untergeht, wird vonseiten der EU etc. kein Finger WIRKLICH gerührt werden – wahrscheinlich auch nicht von anderen. Netanjahu war schon in Brüssel, und hat dazu aufgerufen, die Botschaften der EU-Staaten nach Jerusalem zu verlegen. Ich glaube, Ungarn und vielleicht Tschechien haben schon eingewilligt dazu.
Scheinprogressive wie die Grünen und Linken im Brüsseler Parlament und in den Regierungssitzen der jeweiligen EU-Mitgliedsländer werden etwas motzen darüber; und dann geht es wieder ums eigene Wohl.
Wir werden sehen, ob Zypernundmehr-News mit derartigen Einschätzungen real Entstehendem vorgreifen wird. Gern täuschten wir uns darin. Keine 6 Monate werden vergehen und dann ist das Thema tot, beziehungsweise spruchreif, wie man sagt. Sie verstehen?
Mancher hätte vor dem Hintergrund der Trumpisierung des so genannten Westens der Welt wenig dagegen, wenn wieder ein paar kanadische Truppen in den Südwesten Deutschlands verlegt würden. Pure Nostalgie, sonst nichts – und vielleicht auch die teils aufkommende Einsicht, dass sich die weltpolitische Lage nicht gerade erst verschiebt, sondern schon längst verschoben hat. Die sprichwörtlich 7 fetten Jahre der westlichen Zivilisation sind ausgetanzt. Zar Putin und der Neukaiser in Peking haben übernommen. Und das hat eben gewisse Auswirkungen.

„Verdammt lang her, verdammt lang“, rockt da gerade jemand aus dem Transistorradio passend zum Kontext. Mindestens 20 Jahre und länger nicht mehr angeschmissen dieses kleine, tragbare Radiogerät. Ist all die Jahre immer brav mit umgezogen. In Izmir gekauft auf dem Markt für umgerechnet 10 Mark damals, ein Ort, der so schön unübersichtlich-übersichtlich ist und wo es auch so zugeht, teil-überdacht und unweit vom Meer mit der recht schönen Promenade – wenn nicht gerade die Polizei Ausweise kontrollierend tätig ist.
Das waren noch Zeiten! Was habe ich Izmir und alles, was es ausmacht, geliebt. Heutzutage würde ich noch nicht mal geschenkt plus 5-Sternebunker dorthin fliegen. Obgleich ja eigentlich nichts passieren dürfte.
Wer bin ich schon?
Drauf ankommen möchte ich es aber nicht lassen. Weil türkische Knäste sind zwar interessant, aber halt auch gefährlich, sehr gefährlich mit deutschem Pass in diesen Tagen, vermute ich mal so ins Blaue.
Ahmet vorgestern ebenso, also aus dem Blauen, angerufen. Das alte Haus lebt noch, zum Glück. Ist gerade in Sivas und nicht, wie sonst immer, in Istanbul, Aksaray.
Ach Sivas!
Dort habe ich Ahmet 1983 kennengelernt. Was war ich begeistert von den Menschen in Sivas – und nicht nur von Ahmets recht großem Bekannten- und Freundeskreis. War aber dennoch nie wieder dort. Wollte es vor Kurzem endlich tun, als ich es dann doch lieber bleiben ließ – wegen Erdogan. Hoffentlich schaffen die sich endlich diesen Monarchen vom Hals, versteht sich: auf zivilisierte Art und Weise! Diesen Sultan in „disguise“ (verdeckt).
Wenn ich diese amerikanisierte Wendung verwende, sollten Sie wissen, ist da immer dieser eine Hit von Michael Jackson am Werk in mir – irgendwie. Nein! Ich bin kein Jackson Fan. Doch die Jackson 5 sowie seine erste Solo-LP, die hatten was – die zogen um die Welt und hinterließen ihren Sound und Message in Hirnen.
In Sivas bildete ich mir damals ein, erstmals kapiert zu haben, was Anatolien ist und wie es sich anfühlt – weiter als weite Weite. Solange du nicht da warst, stimmen deine Vorstellungen darüber und das, was du dazu liest, solange du nicht dort warst. Das letzte Sätzchen liest sich schon fast anatolisch – oder so?
Ja, ich bin einer derjenigen, die das türkische Leben der Türkei richtig vermissen inzwischen. Schon fast 2 Jahre nicht dort gewesen. Fühlt sich an wie anderthalb Leben lang und vielleicht noch etwas länger.
Nee, hier in Europa, das ist anders. Die Türken hier sind gut und schön, aber … . Da fehlt meist was. Versteht sich, dass wenn hier von Türken geschrieben wird, einfach alle die Völker gemeint sind, die in der Türkei leben – auch und vor allem Zigeuner. Ach, welch Kultur, welch Reichtum, der sich da seit Jahrhunderten zu behaupten weiß im türkischen Teil von Trakien und anderen Orten wie Istanbul – irgendwie.
„Cingene!“
Und ich weigere mich, von Fahrenden zu schreiben! Weil ich habe nichts mit der Nazi-Vergangenheit Deutschlands am Hut! Auch mein deutscher Pass zieht mich in diese Dunstwolke nicht rein! Ich, so wie andere nach dem II. Weltkrieg Geborene, lassen (und wollen) uns dieses Monster des Monströsen nicht einimpfen (lassen); und unseren Sprachgebrauch vor plötzlich ausgebrochener super Korrektheit, fragt sich nur wessen, schon fast ad absurdum führen, wie im vorherigen Falle!
Es gibt da noch andere Beispiele, wie Sie alle wissen. Mir gefällt das Wort „Zigeuner“, ist positiv besetzt, so gut oder positiv wie „Schwarzer“ oder „Negerküsse“. Sie wissen doch gewiss: Die letzteren sind Leckerli, die mit dunkel brauner Schokoladeguss oder so etwas überzogenen sind. Das sind die süßen Dinger mit der flauschigen noch süßeren weißen Masse darin – früher in jeder Bäckerei ganz vorne stehend in der Vitrine zu haben gewesen.

In der Stadt Lahr, habe ich den Eindruck, leben die vielen Völker recht harmonisch miteinander. Anders als in Lörrach, geschweige denn in Kandern, sind sie in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen – selbstverständlich/er sichtbar?! In Kandern oder Lörrach denkt man:
„Ach, schau an, ein türkisches Geschäft.
Huch, und da sogar ein Araber.“
Diesen Blick auf die Nachbarschaft, oder wie man es besser nennt, kannst du dir in Lahr sonst wo hinstecken.
„Tamam?“
Mal sehen, wie das eben Gesagte im April 2018 zum Vorschein kommt, und zwar bei der Landesgartenschau. Ja, die wird in Lahr ihre Tore öffnen und es wird gerade mit Volldampf gebaut und gemacht. Soll alles nach Plan laufen. Das Wasser, welches im sogenannten Seepark-Areal auch noch im kommenden April unheimlicher Weise irgendwo versickern wird, ist zu erfahren, wird wohl erst nach dem Ende der Landesgartenschau daran gehindert werden, unerlaubt und unerwünscht wegzutauchen auf die zuvor so in etwa beschriebene Art und Weise.
Das klingt weniger umweltbewusst. Verzeihen wir es den Lahrern, aber nur, solange die Landesgartenschau ein Erfolg wird?
Und dann, wann ist so ein Event ein Erfolg zu nennen?
Die Leute scheinen geradezu schon einer Art Zerstreuungssucht zu unterliegen. Sind auf Achse wie Neu-Nomaden. Brauchen offenbar eine Reiz- oder/und Kuriositätsbefriedigung, und das andauernd, so scheint es, auch im so genannt Realen, und nicht im Internet allein.
Es scheint noch andere Baustellen in dieser Stadt zu geben. Doch: Lahr schafft offenbar das Kunststück, dennoch schäublische Schwarze Zahlen zu schreiben. Apropos politisch etwas rechts, wie es ja der Herr Schäuble ist, der derzeitige Bundestagspräsident:
Da sitze ich doch im Zug nach Basel. Ja, und was sehe ich in Basel einfahrend auf einem riesengroßen Bild an der Vorderwand der schweizerischen Basler Zeitung, die auch mal weltansichtsmäßig andere Zeiten erlebt hat als jetzt unter dem Regiment des Blocher-Clans (SVP) – letzterer Familie ist endlich in die Galerie der 10 reichsten Clans der Schweiz eingedrungen nach kürzlich herausgegebener Statistik?
Werbung für den Europa-Park in Rust sehe ich.
„Lauter die Glocken nie klingen, als zu rechten Seilschaft hin … .“

Weil wir schon beim Klingen sind: Zur Landesgartenschau in Lahr, wenn denn nichts dazwischenkommt, wird auch das Landes-Musik-Festival erklingen und/oder durchgeführt. Letztere ist auf den 23. Juni 2018 gesetzt worden. 20 Jahre gibt es das Festival schon. Und solch Anlass lässt sich dann schon besser zusammen feiern, zumal die Landesgartenschau 10 Jahre alt werden soll heuer:
Blasmusikverbände, Hackbrettensembles, Akkordeonorchester usw., aber offenbar keine orientalisch anmutende Orchestrierung weit und breit, die angekündigt wird.
Wussten wir es doch, werden einige jetzt denken. Wirklich schön wäre, finden Sie vielleicht, würden sich hier in Deutschland beheimatete orientalische Instrumente Spielende (türkisch-, kurdisch-, arabische) musikalisch an der vom Ministerpräsidenten des Ländles gestifteten Conradin-Kreutzer-Tafel als Amateurmusiker beteiligen.
Diese Tafel ist vielleicht schon seit 150 Jahren im Umlauf, glaube ich zu erinnern. Jedenfalls wird groß getönt, dass Amateurmusiker sich noch zu der Art Wettbewerb bis zum 15. Januar 2018 anmelden können (www.landesmusik-festival.de), der dort dann wohl steigen wird. Wäre echt klasse, wenn da ein paar Kurden etc. sich anmeldeten.
Eigentlich müssten die dann doch wohl mit einem Preis bedacht werden. Erfinderisch wie Mensch nun mal sein kann, siehe das Olympische Komitee im Fall Russland und seinen gedopten Sportlern, die ohne Flagge antreten werden dürfen, könnte ja dann schnell noch eine Tafel kreiert werden, auf der die Namen der ‚Orientalen‘ draufstünden, aber halt nicht, zu ehren oder so Conradin Kreutzers?
Ja, OK! Wir werden hier wieder etwas umgänglicher. Versprochen!
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Jedenfalls ist der Wald um Kandern das Beste, versprochen, weniger die aus Menschen gemachte Nachbarschaft. Ersteres lässt das Herzchen eines nach Gesundheit und Harmonie strebenden Menschen also nur höher hüpfen – wie bei der ersten gesichteten Traumfrau oder Traummann. Man muss einfach nur eintreten ins gezähmte Grün und das grüne Ästewerk, dann nach Bedarf weitergehen und bestens niemandem von der selben Spezies über den Weg laufen – und ALLES wird oder ist gut.
Die beste Droge weit und breit – WALD. Man muss es nur wollen. Man sollte sich einfach nur die Zeit nehmen dafür. Und nicht lang darüber lesen, schreiben oder quaki-quaki machen, sondern tun.
Jetzt kann ich es ja schreiben:
Danke, dass es Dich gibt, Wald in Kandern, auch wenn Du Dir neuerdings nackte Menschen in Dir gehend gefallen lassen darfst. Stimmt, die scheinbar unermüdlichen Holzfäller reichen Dir bereits. Wenn es richtig beobachtet wird, haben die vom Rathaus ausgesendeten Sensenmänner des Nutzwaldes von Kandern im Winter ‚kreative‘ Pause. Wahrscheinlich hinterm Ofen mit einer Bierflasche im Ansatz und einem Wurstbrot griffbereit. Klar doch: und dem Handy am Ohr oder/und dem TV-Bildschirm in Aktion. Zigarette in der anderen Hand. Wahrscheinlich nicht alleine. Mit Frau. Oder Kumpel. Hund. Katze, und die weiß, wann es angebracht ist, sich zu zeigen. Das einfache Leben eben. Lebensglück. Jeder auf seine Art. Und das ist gut so. Hier bei uns im Südwesten darfst Du. Du darfst dich sein, solange du weißt, wer die anderen sind – oder signalisierst, dass du begriffen hast, wer sie darzustellen vorgeben und es, zumindest in ihrer Gemeinschaft weilend, akzeptierst. Wie eben alle anderen auch. Das nennt man schlicht und einfach Zusammenleben. Und Normen, die braucht es dabei nun mal. Besser, nehme ich an, als mit der Faust sich Wege bahnen. Apropos Wege bahnen:
Gerade machen minderjährige Marokkaner Mannheim unsicher. Keiner will sie stoppen können, weil minderjährig.
Hey Leute! Geht’s noch?
Wenn ihr das jetzt nicht unterbindet, was glaubt ihr, was in ein paar Jahren da vor euch stehen wird? Eine weitere arabisch-sprachige Bande, die in den Zeitungen als Superkriminelle alle 3 oder 4 Monate Schlagzeile macht. Das könnte dann wirklich die eine Bande zu viel werden, die die AFD und Konsorten ganz nach oben spült im Ländle.
So wird man zwar auch berühmt, also serienweise Straftaten begehend. Doch diese Art eines sozialen Aufstieges sollte nicht juristisch oder von Amtswegen – oder beides – ermöglicht werden.
Beispielsweise Charr, der Libanese, der Herr hat sich immerhin nach oben geboxt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – Schwergewichtsweltmeister ist er kürzlich geworden. OK, er hatte sich eingebildet, schon mit deutschem Führerschein oder AOK-Mitgliedschaftskarte Deutscher zu sein und sich daher als deutschen Schwergewichtsweltmeister ausrufen lassen – wahrscheinlich sogar selbst so genannt.
Soll vorkommen.
Ist ja auch vorgekommen, dass jemand wie Max Schmeling mal Boxweltmeister gewesen sein soll, wo einige andere Jungs den Titel durchaus auch verdient hätten, nur eben die falsche Hautfarbe abgekriegt hatten und so irgendwie nie wirklich die Chance hatten, nach OBEN gespült zu werden, damals; und durchaus auch noch heute hie und da.
Und in die Fußstapfen des Letzteren sollte man Charr ruhig treten lassen, finden wir – in die Schmelings.
Was soll das denn?
Diese Fußspuren werden doch sowieso ausgetreten, sind eh schon ausgelatscht.
Herr Charr hat sich gemüht! Das gehört belohnt! Ihr wollt doch Leute integrieren, positive Vorbilder?
Bitte, da ist es!
Na, dann ist er halt ein Deutscher ohne deutschen Pass.
Und jetzt? Weltuntergang?
„Alles eine Frage der Perspektive“ würde eine gute Bekannte hier wohl sagen.
Fehlt nur noch, dass ein Weißer demnächst auf 100 Meter schneller rennt als es ein Farbiger je geschafft hat und die deutsche Nationalelf diesmal in Russland erneut Weltmeister wird.
Soll heißen: Alles möglich! Eigentlich.
In der Badischen Zeitung ist man sich seiner Sache offensichtlich schon ziemlich sicher. Also, dass der Fußball-Weltmeister, Deutschland, die Vorrundenspiele überstehen wird zur WM 2018: Mexiko, Schweden und noch jemand nicht wirklich Zurechnungsfähiges ist scheinbar bei ihnen in der Gruppe. Doch Löw, der Bundestrainer, ist ein ausgeschlafener Junge, zufällig aus Freiburg oder Umgebung. Er wird diese Überheblichkeiten eines Journalisten der Badischen keinesfalls in die Köpfe seiner Nationalelfspieler einsickern lassen – hoffen wir es mal. Diese Haltung, das weiß er, ist Gift für die Mannschaft. Also müsste man der Badischen schon fast unterstellen – demjenigen, der diesen Artikel zum 02. 12. 17 schrieb -, das größte Ziel der meisten, die mit der deutschen Elf fiebern werden 2018, derart zu unterlaufen!?
Die Schweizer sind auch wieder bei der WM dabei. Man staune.
Wussten Sie, dass Zürich das ökonomische Zugpferdchen ist in CH, dass die Kantone Neuenburg, Schaffhausen die noch besseren Schweizer Zugpferdchen geworden sind ökonomisch? Kanton Schwyz und Zug schlagen sich mittelprächtig. Hingegen Genf, Graubünden und sogar das Aargau verzeichnen Verluste. Basel hält sich so olala, doch Baselland mimt mit 0,8% Minus in der Statistik des Schweizerischen Bundesamt einen der Verlierer, zufällig einen jener, die gegenüber der deutschen Grenze liegen – und das ist wiederum verwunderlich.
Weil den Deutschen soll es ja gut gehen. Und denen geht es ja anscheinend gut, weil sie unter anderem Viele billig arbeiten lassen und Waren an der Grenze zur Schweiz, beispielsweise, verlockend günstig aus der Sicht des Schweizer Verbrauchers feilbieten auf deutscher Seite – sogar Steuern können an der Grenze wegen dem Kauf drüben noch geltend gemacht werden auf dem Weg zurück in die Schweiz mit den Koffern voll Ware.
Dass die Schweizer beim Fußball gegen Brasilien gewinnen bei der WM 2018, ist vielleicht deshalb gegeben, weil die brasilianischen Kicker eventuell innerlich angefressen auf den Platz kommen, um zu kicken. Soll heißen: Deren Management hat nämlich deren Quartiere in Sotchi, irgendwo in Russland nahe Georgien ist es gelegen, schon vor den Match-Auslosungen klargemacht. Nach dem Motto: Wer zuerst kommt, malt zuerst, haben sie nach den vermeintlich besten Hotelanlagen vor Ort in Sotchi, oder was für eine Art Unterkunft es genau ist, gegriffen. Nur waren die Losentscheide so, dass keiner der Spielorte der brasilianischen Mannschaft für die Vorrunde nahe Sotchi liegen, und so der so-und-so-fache Weltmeister aus Südamerika dann zu jedem Spiel durchs große, weite russische Land zuweilen zeitlich lange fliegen wird dürfen.
Es besteht also Hoffnung, dass die Schweiz dabei hilft, diesen Dauergast bei Weltmeisterschaften mitauszuradieren.
Endlich mal die Peruaner dabei. Die Saudis, das ist hier eine ganz spezielle Meinung, gehörten eigentlich gleich nach Hause geschickt, beziehungsweise erst gar nicht ins putinsche Zarenreich gelassen, weil sie im Jemen sowie in Syrien eine Art existenzieller Gegner Putins, und überhaupt des zivilisierten Umgangs miteinander, darstellen.
Auch wenn ich ja sonst nicht so auf Putin kann, der seinen Beichtvater namens Tichon immer näher an sich heranrücken lassen soll in Sachen Weltansicht, aber, Putins Meinung oder Einstellung gegenüber dem Verwalter des wichtigsten Teils des muslimischen Erbes in Mekka, dieser Einstellung könnte gern etwas abgewonnen werden, wenn der Einfluss dieses Tichon auf Putin nicht wäre.
Letzterer ist so etwas wie der russische Kulturkardinal. Nach Aussagen der schweizerischen Basler Zeitung vom 5. Dezember 17 habe Tichon in etwa das Folgende gesagt:
„Die Erschießung der Zarenfamilie 1918 durch die Bolschewisten sei ein Ritualmord, also ein Menschenopfer, gewesen.“
Die Basler Zeitung kommentiert das eben Gesagte daraufhin, wie folgt:
„Eine antisemitische und eigentlich längst widerlegte Version. Die [russische] Öffentlichkeit staunte, das staatliche Ermittlungskomitee [Russlands] aber hat die Fahndung nach den Beweisen für den [erwähnten] Ritualmord schon aufgenommen“ – und das Letztere, kein Scherz, nach dem Verlauf von knapp über 100 Jahren.
Es lebe der Stahlinismus putinscher Prägung. Das „h“ im Wort Stalin ist gewollt eingefügt worden.

Die Türkei hat auch fußballerisch glücklicherweise früh genug erkannt, dass ihre derzeitigen Politiken nicht dazu geeignet sind, bei den Weltmeisterschaften im Fußball 2018 im größten Land der Welt, solch geografische Größe durch eingebildete kemalistische oder erdoganistische Größe fußballspielerisch herauszufordern, oder gar mit religiös unterwanderten, verbalen Ausfällen des neuen Paschas von Kazim Pascha Istanbuls begleiten zu lassen – von Erdogan Abi, wie manche Bewohner der Türkei inzwischen sarkastisch zu ihrem Führer sagen. „Abi“ steht für großer Bruder, und wie wir wissen, können Beziehungen zu großen Brüdern recht umfangreich sein und verstanden werden.
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Der Hit-Song „Fresh“ von Cool and the Gang aus anno domino wird gerade gespielt im SWR1. Na klar, es ist der 02. Dezember und so wie die Zyprer schon seit Monaten Wahlkampf betreiben, der dann hoffentlich im kommenden Februar sein Ende gefunden haben wird 4 Minuten lang, so ist hier im Südwesten und wahrscheinlich in Gesamt-Deutschland Weihnachten schon längst auf Hochtouren.
Dieses Jahr will mir Weihnachten irgendwie gefallen – und das seit vielen Jahren. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich vom Alter her die 60er Marke gerissen habe?
Was auch immer: Die weihnachtlichen Lichtelein, an ganz normalen Bäumen sogar angebracht zuweilen wie in Städten wie Lahr, sind wahrscheinlich doch zu betörend für jemand, der jahrzehntelang dieses Fest gern gemieden hat – was in islamischen Ländern verweilend nicht gerade schwerfällt, wenn man sich nicht in großen Hotels aufhält oder auf der deutschen Botschaft arbeitet oder oder.

Bevor Weihnachten dieses Jahr so richtig losgetreten wurde, war ich zufällig auf der „Chryanthema“ in Lahr im Schwarzwald. Inzwischen wurden jene in dieser Stadt mit Preisen ausgezeichnet, die die schönsten Kunstwerke aus Chrysanthemen gebastelt hatten im Rahmen der zuvor bezeichneten Festtage. Den ersten Preis machte ein Freundeskreis namens „Eichrodtschule“. Die waren clever genug, den 20. Geburtstag des Chrysanthemen-Fests in Lahr zu thematisieren, indem sie einfach einen Geburtstagskuchen aus Chrysanthemen zusammensteckten, der auch recht eindrücklich optisch rüberkam.
Schon mal was vom Europa-Park in Rust am Rhein gehört?
Ja, weiter oben, werden Sie wahrscheinlich antworten.
Nun dann! Dieser Park wurde auch wieder ausgezeichnet, allerdings andernorts für was anderes. Eine Kirche gibt es in jenem Park, der sogar auch mit einem Schweizer Zirkuspastoren bestückt sein soll. Die Kirche geht eben manchmal schon etwas eigentümliche Wege. Wie wir alle ja noch aus der nicht allzu weit zurückliegenden teutschen Vergangenheit wissen.
Hingegen: „LichtBlicke“ ist eine der Sensationen, die zu Weihnachten in Lahr feilgeboten wird. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt scheint mit de Bezeichnung LichtBlicke vor allem gemeint zu sein. Und ich muss gestehen, die letztere ist zumindest auf dem Marktplatz der Stadt nachts recht dezent, sehr schön anzusehen. Und noch schöner: Am frühen, sehr frühen Morgen leuchten die vielen Lampen nicht mehr wie beispielsweise in Zypern bei selbigem, also weihnachtlichem Veranstaltungsgrund, wo Energiesparen leider meist noch immer – vorerst – eine Floskel der meisten Berufspolitiker ist, um gewisse Interessen und Interessengruppen zu bedienen, und die Lämpchen leuchten und leuchten, oft sogar auch tagsüber.

Apropos Interessengruppen:
Da liest das Darüber-wenig-erfreute-Auge, dass Macron und der Grieche Tsipras dem SPDler Schulz zur Groko angeblich raten – zur Großen Koalition und so. Dass Ägyptens Ex-Premierminister Schafiq sich in Kairo wieder blicken lassen darf. Dass die Mubarak-Söhne mit großer Wahrscheinlichkeit einige Millionen Euro aus der Schweiz, sozusagen, loseisen werden können auf gerichtlichem Weg. Dass Seehofer immer noch nicht die Zügel aus der Hand zu geben gedenkt innerhalb der CSU und es offenbar darauf anlegt, als Politclown oder öffentlich gebrandmarkter Unverbesserlicher zu enden. Dass das Rottweiler Münster endlich wieder in altem Glanz erstrahlt und dass in Stuttgart im Museum so viele nackt gemalte Männer wie noch nie davor in ganz Deutschland, und zwar JETZET zu bestaunen und zu bewundern sein sollen. Zuletzt, weil das muss der Aufzählung einfach noch beigefügt werden: dass „ein Buch als Aufruf zum Kannibalismus“ 350 Jahre alt wird, schreibt die Lahrer Zeitung am 04. 12. 17.
Die Rede ist von Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“, welches ich mir einst im Jemen verweilend griff, weil es in zweisprachiger Ausgabe – Englisch/Arabisch – zu haben war. Jetzt kommen wir also über Umwege endlich den tieferen Beweggründen der Krise in Arabien näher?
Den Saleh, jedenfalls, haben die Huthis Anfang Dezember 17 im Jemen umgebracht. Musste wohl so kommen. War nicht viel Andres zu erwarten. Der frühere, langjährige Präsident des Landes, Saleh, hätte sich womöglich doch noch den Saudis angedient, nachdem er sie jahrelang gemeinsam mit dem Stamm der Huthis bekämpft hat – nicht etwa für die einfachen Leute unbedingt, sondern doch schon eher und ziemlich offensichtlich wegen der eigenen Macht. Und ja, auch Sie haben es vernommen: Spendenaufrufe neuerdings, und das sogar für den Jemen.
Weiß jetzt auch noch nicht genau, wie ich von diesem Kontext zum nächsten gelange, aber … . Kann es sein, dass immer wieder zu Jahresende eine Art Würdigungsmacke ausbricht? Spendenaufrufe sowieso. Und Saleh wollte ich mit seiner Erwähnung, hier, nicht gewürdigt haben. Ihn als Menschen, OK.
Nun: Schlägt man die Zeitungen in dieser weihnachtlichen Phase also auf, so wird praktisch auf jeder Seite was von einer Würdigung oder Preisverleihung berichtet – offenbar eine inflationäre Angelegenheit, siehe zum Beispiel in Zypern den alljährlichen „Hearts of Gold“ Preis für soziales Engagement.
Daher:
Vermachen Sie Zypernundmehr-News bitte bloß keinen Preis – auch nicht würdigen, bitte!

Ja, und in diesem Zusammenhang muss in eigener Sache würdigend jemand zu Grabe getragen werden: „Kandernundmehr“. Diese, von uns betriebene News-Webseite wird ihre Tore schließen. Alles, was es zum Thema Südwest und Kandern etc. zu berichten gibt, wird einfach NUR NOCH auf Zypernundmehr-News Verbreitung finden!
Für Ihr entgegengebrachtes Beileid bedankt sich das oben näher bezeichnete Internet-Blättle-Team. DANKE!

Stellen Sie sich mal das vor: Der Vorbeter der Lahrer Moschee, der Herr Babur, ließ wissen, dass man ja inzwischen EIGENE Leute habe, die man in die Türkei schicke, um dort ausgebildet zu werden, und um dann auf Deutsch den Islam in Deutschland (Lahr) zu verkünden.
Schon fragte es bei mir:
Ob das nicht an dem vorbeistreift, was eigentlich angedacht ist vonseiten der meisten Regierenden im Bundestag zu Berlin? Denn was nützt es, wenn da vorne jemand auf Deutsch genau das in einer Moschee sagt, was nicht (mehr) in muslimische, dem Islam zugeneigte Köpfe hineinsoll? Als hätte der Staat, Staaten der EU, nichts Besseres zu tun als unentwegt und 24 Stunden lang, Hörposten in Moscheen zu installieren. Ein aufgeklärterer, und somit mit westlicher Aufklärung und Lebensweise durchzogener Geist, sollte doch wohl eher Einzug halten (lassen), ein Etwas, dass sich im Rahmen der EU-Verfassungen sozusagen selbst-regulierend lebt. Doch so etwas dürfte aus Deutschland stammenden, angehenden Imamen – in unter dem Diktat des Herrn Erdogan stehenden Institutionen der Türkei – gewiss nicht vermittelt werden können in Ankara oder Istanbul etc.
Folglich: Gut und schön, dass in der Vogesenstraße in Lahr eine Moschee im Rohbau steht, die demnächst fertig gestellt sein soll. Doch wozu braucht es dort eigentlich Kellerräume, die, wie Herr Babur wissen lässt, LEIDER eine zeitliche Verzögerung des Projekts bewirken?
Was sich hier des Weiteren indirekt zur Frage geradezu formuliert, ist:
Das Original in Mekka kannte keine Keller. Und wenn die Moschee hier in Lahr Fußheizung haben muss, nun dann, warum auch nicht, auch, dass der Bau halt teurer werden dürfte als geplant. Doch ist irgendwie auch und ganz plötzlich die Frage in den Raum gerückt aufgrund des Kellers, ob daher vielleicht auf die Funktion des Minaretts verzichtet wird – Gebetsausrufung usw.? Ist ein Keller etwa plötzlich nötig, weil an jenem unterirdischen Ort anstatt vom luftigen Minarett die Lautsprecher erklingen werden – sozusagen im Gegensatz zu dem, was in der Türkei allgemein praktiziert wird? Ist Letzteres eine zu erwartende Maßnahme zwecks guter Nachbarschaft im Viertel?
Oder was ist der Grund für eine etwas kostspielige Kelleranlage? Was soll dort denn alles gelagert werden? Wein dürfte es wohl nicht sein. „Suçuk?“ Das ist die nach Knoblauch und anderen Gewürzen riechende türkische ‚Nationalwurst‘. Oder gar „Hellimi“-Käse aus dem Norden Zyperns?
Mancher Muslim könnte Bedenken anmelden, müsste erfahren werden, dass Koran- und Hadithbücher in einem Keller dieser Moschee aufbewahrt werden sollen. Ein Keller ist nun mal im Boden und folglich tief gelegen, näher zur Hölle als die Betenden in einer Moschee darüber – sofern jemand Himmel und Hölle in etwa so verortet. Immerhin: Nicht umsonst wird ja vom Himmel gesprochen, und keiner käme auf die Idee, dann an Erdmitte zu denken. Oder?
Obgleich, es stimmt, die vielen heiligen Bücher könnten an solch tief gelegenem Ort der oben Gottesdienst haltenden Gemeinde durchaus eine Art Schutz vor dem Bösen von Unten her sein!?
Wie ich jetzt auf so etwas komm?
Kann Ihnen gesagt werden, wie das Bild entsteht, weil es, wenn Sie gestatten, in Ableitung vom Original, so oft mit eigenen Augen gesehen wurde – allerdings außerhalb Europas meistens. Die Rede ist nämlich davon, dass sich, beispielsweise, ältere Damen oder Herren in überwiegend muslimisch geprägten Ländern zuweilen auf der Straße gehend plötzlich bückten, was mich anfänglich etwas verwunderte, und das ‚nur‘, weil sie ein kleines Stück Brot auf dem Boden liegen gesehen hatten, bückten sie sich danach. Das hoben sie auf und platzierten es dann erhöht irgendwo in der Straße.
Nein, sie verzehrten das Stückchen Brot nicht etwa selbst! Letzteres habe ich noch nicht mit ansehen müssen, was dieser Tage im Jemen aber wahrscheinlich ‚gelingen‘ dürfte, und zwar mit religiös-instrumentalisierter Hilfe aus Saudi Arabien, Israel und den USA – die Europäer dürfen sich dabei zumindest indirekt angesprochen sehen; und Ägypter sowie die Emiratis etc. zu erwähnen in diesem Kontext, ist durchaus auch wichtig – diese Handlanger Washingtons etc.
Das heißt im Übertrag, um zurück zur Moschee in der Vogesenstraße in Lahr zu kommen:
Auch der Koran oder die Hadithe stehen in der Regel gesondert, nämlich erhöht. Kein Muslim, glaube ich, würde s/einen Koran auf den Fußboden stellen oder legen, außer, darunter wäre ein Stück Stoff oder Ähnliches – oder aber es gäbe keine andere Wahl und der Ort wäre erkenntlich sauber.
Das heißt: Auch wenn so ein Keller unter einer Moschee sauber ist, und auch wenn man Korane dort sorgfältig lagerte, falls man so etwas überhaupt vorhat in Lahr, so will wahrscheinlich vielen einfach nicht das Bild im Hirn verschwinden, dass dennoch darüber mit Füßen, Knien, Ellbogen und jeweiliger Stirn eines Gläubigen und anderen, die den Raum betreten, gewissermaßen getreten, darauf eingewirkt wird.

Wie sehen Sie diese Angelegenheit, verehrte Leser?

Apropos Zusammensein: Interessierte, die sich vorstellen können, als islamische Krankenhaus- und Gefängnisseelsorger arbeiten zu wollen, weiß nicht, ob man dafür bezahlt wird, wahrscheinlich schon, können sich dazu ausbilden lassen. Das wird als „umfangreiche Weiterbildungsmaßnahme“ in der Lahrer Zeitung angepriesen. 190 Unterrichtsstunden sind zu absolvieren plus 55 Stunden Praktikum sowie 25 Std. Supervision begleitend. Interessenten wenden sich an 0621/4371 4002 oder an alfred.miess@mannheimer-institut.de.
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Verzeihung!
Sie mussten gerade austreten?
Hoffentlich nicht an einer Autobahn und ohne Geld. Der Liedermacher Rainald Grebe hat nämlich gerade seinen Prozess verloren. Wollte das Freipinkeln in Autobahntoiletten durchdrücken. Kurz: Der Richter wies Grebe darauf hin, er hätte seinen Prozess besser in einem anderen Bundesland als Rheinland-Pfalz ausgeführt, „denn es sei der Bund, der mit der zuständigen Autobahn Tank & Rast GmbH 1998 einen inzwischen wieder gekündigten Rahmenvertrag geschlossen habe [d.h., es kann also wieder umsonst Wasser etc. laufengelassen werden in diesem Bundesland an Autobahnen] – einen Rechtsanspruch auf kostenlose Toiletten an Autobahnen gibt es laut Urteil weiterhin nicht. Zudem sei auch die Daseinsvorsorge nicht immer kostenlos. Dazu gehöre die Versorgung mit Trinkwasser. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (AZ. 5 K 1284/16.Ko) Lahrer Zeitung 5.12.17.“

Kurz noch Einiges zu Zypern bevor der Artikel im digitalen, ewig vorhandenen und weihnachtlichen, neujährlichen Orkus verschwindet:
Wie gesagt: Schon bald sind Wahlen auf Zypern. Ein Wahlprogramm, bei dem die Leute sich orientieren könnten, welcher Partei sie ihre Stimme geben, soll nicht wirklich erkennbar bislang erarbeitet worden sein – von keiner der Parteien und das knapp 40 Tage vor dem Ereignis. Das lässt darauf schließen, unweigerlich sozusagen, dass hier Politik nicht in erster Linie nach Nutzen–Kosten–Erwägungen betrieben wird, sondern nach Loyalitäten.
Stellen Sie sich das so in etwa vor wie bei einem Sportverein: mit der Verein großgeworden, dabeigeblieben. So in etwa.
Obgleich dringend benötigt, gelingt es den Regierenden in Nikosia-Süd knapp 40 Tagen vor den Wahlen in 2018 auch noch immer nicht, Untersekretäre zu bestimmen – weil eine Krähe der anderen Krähe möglichst nichts gönnt. Dann soll die ganze Chose anstatt halt den Bach runtergehen. So in etwa muss die innere Einstellung der Beteiligten in etwa sein. Man ist halt sehr auf sich versiert.
Ich! Ich! Und nochmals Ich!
Lediglich der Untersekretär für Schifffahrt konnte klar gemacht werden von den im Dauerstreit stehenden politischen Parteien Zypern-Süds. Und das ist ausgerechnet derjenige, wo überhaupt so etwas wie Leistung, die erbracht wird und wurde, ausgemacht werden kann. Was vorrangig damit zu tun hat, dass diesem Untersekretariat keine der politischen südzyprischen Parteien zu nahesteht, dass so genannte Ausländer die Show rennen.
Beispielsweise ist das Resort Tourismus in der Hand der DIKO – und daher geht dort nur eins vor allem: Chaos und Intransparenz. Ein Sauhaufen, würden die Bayern sagen. Die zyprische Telekommunikationsgesellschaft, Cyta, steht leider auch unter dem Damoklesschwert der DIKO.
Ähnlich sieht es bei der Ernennung des Untersekretariats für die so genannte „Entwicklung“ aus. Diese ist in der Hand der schein-kommunistischen AKEL. Die träumen meist vom Verstaatlichen und Ähnlichem. Das heißt: Das Investitionsklima, welches ausgerechnet in den Händen dieser Partei ist, dürfte auch in absehbarer Zeit weiterhin etwas abgebremst aufhellen – was allerdings nicht unbedingt das Schlimmste ist oder wäre, wenn das Wohl der Allgemeinheit wirklich oberste Priorität hätte.
Immerhin: Zypern hat sich im Gegensatz zu Malta und Dänemark der PESCO verpflichtet. Die wurde gerade vor Kurzem aus der Taufe gehoben in der EU und wird gewiss noch ein Kandidat für einiges Kopfzerbrechen sein – so auch auf der Insel. Denn das lang angepeilte Verteidigungsbündnis der EU namens Pesco hat so seine eigene Laufrichtung, und wenn nicht, dann dürfte sich so etwas Ähnliches schon demnächst herausstellen – sozusagen unweigerlich.
Und Zypern ist nun mal unweit gewisser Interessenzonen gelegen; und Israel, neuerdings ein enger Freund Nikosias, spielt va banque in der Region südöstliches Mittelmeer – eigentlich bis über den Atlantischen Ozean hinweg und tief in den Irak, Ägypten, Türkei, Griechenland und sogar im Jemen ist das spürbar.
Apropos „va banque“: Der ehemalige Oberhäuptling der Bank of Cyprus wurde verknackt, der Herr Andreas Eliades. Doch ganz fest steht es noch nicht.
Wie so oft wird es wohl auch nun wieder so gemacht. Genauer:
Es handelt sich um einen psychologischen Trick, der so genial ist wie Trump umweltbewusst. Diese Art Täuschung wird auch in Deutschland gern angewendet, versteht sich, mit Hilfe der sogenannten etablierten Medien gelingt es meist besonders gut.
Da ist also ein reicher einflussreicher Mann oder Firma (Frau kommt so gut wie nie vor), der beim Schummeln im großen Stil erwischt wurde. Nun, so richtig stimmt das mit dem „erwischt“ schon nicht, weil ja zu viele meist über Jahre das Schummeln aus der Ferne – oder gar näher – begleiten oder betrachten, ja, oft auf ignorant schaltend wachsen lassen – aus welchen Gründen auch immer.
Und ebenso ungewiss ist oft, weshalb dieser Mensch oder diese Firma nun jetzt ausgerechnet bestraft wird, wo das ALLES doch zuweilen schon seit Jahrzehnten läuft.
Dem aufmerksamen Betrachter ergeben sich nun mal solche Fragen, da sich weitere Fragen anschließen: Was wird da schon wieder abgedeckt; und wer braucht das, um seine Kartoffeln damit zu braten etc.?
Das, was vorweggesagt wurde, spricht so in etwa an, dass solche Firmen oder Personen dann meist in der Presse verrissen werden – nach Strich und Faden. Und dann ist meist für auffällig lange Ruhe um sie. Die kehrt wie ein Schlafmittel in Gedächtnisse ein. Und dann kommt irgendwann ein Gerichtstermin, gern ohne große Öffentlichkeit oder Ankündigungen, aber meist doch so viel dazu irgendwo vermerkt, dass Boulevard Zeitungen nicht an den Karren gefahren werden kann, wie: Ihr habt darüber ja gar nicht berichtet. Kurz: Oft wird der Ball dann niedergehalten, wie man sagt. Da steht dann: Herr F oder Firma G wurde zu einer bedingten Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung bestraft.
Der Typ setzt sich danach in sein eventuell teures Auto und fährt dorthin, wo er hinwill; wohingegen andere, solche wie Du und ich beispielsweise, bei solch gravierenden Straftaten absitzen gehen dürften.
So läuft der Hase.
Wer eine Katze hat, der weiß, was zu tun ist, wenn der Kater keinesfalls mitkriegen soll, dass die anderen Katzen vor dem Haus zeitlich vor ihm etwas zu Essen kriegen: ablenken!
Ansonsten? Man lenkt sich auf Zypern gern vor dem Fernseher sitzend ab. Oder man geht gleich ins Stadion und schlägt mit Fäusten, Stöcken, was auch immer mit hineingeschmuggelt werden kann, zu – auch davor.
Die Gewalt in zyprischen Stadien und davor wird immer extremer. Es ‚braucht‘ offenbar einen Toten, bis die Politiker WIRKLICH reagieren (lassen).
Zuletzt: Sollte Ihnen jemand gerade Cyprus-Bitcoins anbieten, dann überlegen Sie sich das noch einmal, ob Sie wirklich gleich NEIN sagen wollen!!!?
Guten Rutsch ins Neue Jahr und feiern Sie schön.
Zypernundmehr-News, Redaktion

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