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CYP-November 2016

Erster richtiger Regen fällt gerade hier auf Zypern. Nicht all zu dauerhaft, aber früh morgens den 01. November 2016 ist das Geplätscher doch ziemlich präsent. Sogar blitzen tut’s, irgendwo da draußen über dem weiten dunklen Meer. Vom Mond keine Spur, zumindest nicht über dem Meer das von hier aus betrachtet vor Syrien liegt. Libanon?

Die Uhren wurden hier jedenfalls der Winterzeit angepasst. Und somit ist klar, der Verfasser dieses Artikels sitzt im griechischsprachigen Süden der Republik Zypern, denn im Norden wollen sie, wie in der Türkei, nie wieder Gottes Räder der Zeit vor- oder nachdrehen. Ob auf Grund der Verhaftungswelle in der Türkei sozusagen instinktiv der Norden der Insel eher gemieden wird von mir? Das frag ich mich jetzt gerade, wo der Regen und das Blitzen im Gegensatz zu den Verhaftungen, die Erdogan vornehmen lässt im Land, eine Pause einlegen.

Es ist ganz still hier am frühen Morgen. Zu weit vom Meer entfernt, um bei zu viel Flut, bei zu viel Zorn, der womöglich vom Himmel kommt (oder von Menschen, die was auf dem Kerbholz haben), in den Sog des Wassers gezogen zu werden. Das hoffen wir hier oben, oberhalb des Meeres jedenfalls, auf knapp 100m.

Ja, das Argument mit dem Kerbholz, sollten Sie die Klammer vorhin mit gelesen haben, hat mich kürzlich überzeugt, als eine Journalistin zur Lage in der Türkei so in etwa meinte: Das Regime von Ankara ist so grimmig und erbarmungslos, weil zu viele Politiker der Regierungspartei und andere, die das System Erdogan stützen, was ausgefressen haben. Die versuchen nun mit allen Mitteln, ihren begangenen Schmutz unterm Tisch zu halten. Und daher auch das Gerede, schlussfolgere ich, von „Reinigung!“, die durchgeführt gehörte – Erdogan zufolge. So ausgeprägt sollen diese Reinigungsmaßnahmen in der Türkei inzwischen sein, dass kürzlich der Weg zum Mausoleum Atatürks in der Hauptstadt Ankara von LKW’s in der Stadt versperrt gewesen sein soll. Straßen waren plötzlich umgeleitet oder gesperrt worden aus fadenscheinigem Grunde. So als ob jemand das Erinnern an den einstigen Supermann in der Türkei, Kemal Atatürk, verhindern wollte.

Zum großen Reinemachen kommt es nun endlich auch in der Zypernfrage. Endlich! Anscheinend treffen sie sich dazu am 07. November 2016 in der Schweiz, in einem Ort namens Mont Pelerin. Schön in den Alpen gelegen dürfte der sein. Dass der Griechischzyprer Anastasiadis, wie zuvor geplant, die Parteiführer der zyprischen Parteien nun doch nicht dorthin mit nimmt, lässt schon fast glauben, dass die Wiedervereinigung Verhandelten mit einer Lösung der Frage namens Zypern vom alpinen Berg steigen könnten.

Wahrscheinlich werden sie von Helikoptern dort hoch geflogen. Und sollten die Verhandlungen unfruchtbar sein und bleiben, wünschte man sich wohl, die Herren – und auch einige Damen? -, die da zu einer Einigung kommen sollen, wären dazu angehalten worden, den Weg nach dort oben mit einem Schweizer Führer hochzuklettern. Schön langsam und beschwerlich. Solche Touren oder Trips sind es ja doch meist, die die Teilnehmer daran etwas zusammenschweißen.

Vielleicht hätte man das plus gemeinsamem Abstieg organisieren sollen für Die, werden wir vielleicht im Nachhinein sagen, wenn NICHTS sich geändert haben wird an der Aufteilung der Insel. Und womöglich wäre so ein Aufstieg auch noch billiger gekommen, als mit Helikoptern dort hochgeflogen zu werden. Oder glauben Sie etwa, dass die erlesene Entourage von Herrn Anastasiadis und Herrn Akinci – in besten Hotel gastierende Verhandlungsführer einer Wiedervereinigung, an die so recht niemand wirklich glaubt, dass sie beim Verhandeln wirklich herauskommen wird am 11. oder 12. November 2016 – mit dem Bähnchen nach dort oben fahren? Anscheinend soll das Bähnle von Vevey aus diese gewiss schöne Reise auf den Mont Pelerin anbieten. Die zyprischen Politiker müssten gewiss auch keine einigermaßen erschwinglich teuren Tickets lösen fürs Bähnle, wie der Rest der Besucher dieser Gegend. Denn die Schweiz übernimmt ja netterweise die Organisation dieses Events.

Gehen wir mal davon aus, dass ‚das Gewerbe‘, wie man sagt, trotz der Höhe und trotz der relativen Distanz zu Genf seine Stellung gerade am Beziehen ist in Mont Pelerin, und das eventuell auf eigene Kosten. Letzteres dürfte gewiss so normal sein, wie eben der Umstand, dass wie beim letzten Mal, als in Bürgenstock die Wiedervereinigung Zyperns verhandelt wurde, die Herren und Damen aus Zypern, den Ort, wie auch jetzt wieder, mehr oder minder nicht verlassen konnten. Es soll halt eine Art Klausur-Stimmung herrschen, die so manchem an Genf gewöhnten Verhandler die Lust am Verhandeln genommen haben mag damals – siehe das Ergebnis von einst: OXI, also NEIN. Ja, es dürfte manch Teilnehmer an den Verhandlungen dort oben auf dem Berge recht dröge sein oder werden, so weggeschlossen wie ein Strafgefangener, ein einsamer Kuhhirte oder ein Mönch.

Wir dürfen also gespannt sein, welche Kuhhandel ausgehandelt werden bezüglich Zypern. Bekanntlich gibt es in den Schweizer Bergen Kühe, die allerdings zu dieser Jahreszeit schon längst ins Tal abgetrieben wurden.

Und ob die schönen Tierchen je so hoch ins Gebirge kommen?

Doch zu einem Kuhhandel unter Zyprern wird es dennoch kommen müssen in Mont Pelerin, egal, wie die Qualität des Grases draußen vor den Konferenzräumen dann auch sein mag. Man wird dort also den Boden einer zukünftigen zyprischen Realität vorerst endgültig und gemeinsam ausloten, ja sogar, wenn der Boden zwar grün wie Gras ist, aber künstlich wie manche grüne Fläche, auf die man neuerdings mal hie, mal da treten soll, wissend, es ist kein Gras, sondern plumpes Stück Plastik, auf welches man gerade tritt.

Hier genau darüber die üblichen Spekulationen aufzureißen, nämlich, ob man sich darauf einigen wird, dass die Stadt Güzelyurt (Morfou) auf Zypern wieder an die Griechischzyprer übergeben wird, ebenso wie Gazimagusa (Famagusta), damit werde ich Sie nicht langweilen. Ebenso die Frage nach dem Verbleib der sogenannten türkischen Siedler oder ob man sich nun doch noch einigen kann, die Präsidentschaft sozusagen jeweils im Turnus passieren zu lassen: einmal ein Türkischzyprer und einmal ein Griechischzyprer. Und was wird sein, wenn in vielleicht nicht all zu weiter Zukunft ein Türkischzyprer mit eindeutig festlandtürkischen Wurzeln unbedingt das Präsidentenamt anstreben soll? Was, wenn ein, sagen wir, auf Zypern lebender Schweizer oder Franzose sich zum Präsidenten machen lassen will, weil auch er (oder sie) wie der Türke inzwischen Zyprer ist? Schweigen wir doch vorerst bestens gleich zum Thema Schutzmächte und warten ab, was Die da oben in Mont Pelerin dazu auskaspern werden. Die Türken wollen die Schutzmacht jedenfalls, die anderen angeblich nicht.

Viel zu weit gedacht. Das haben Sie richtig erkannt, verehrte Leser. Viel zu kompliziert, die zuvor aufgeworfene Frage der Präsidentschaft eines Festlandtürken oder Schweizers in der zukünftigen Republik Zypern? Doch noch so viel zu diesem Thema, wozu uns Pambou Charalambous in der Alitheia-Tageszeitung vom 30. Oktober 2016 weiterhilft:

„… Von 1964 bis heute besitzt Zypern ein Wesen [Existenz] als Staat, es hat jedoch seine griechische Identität verloren.“

Und Letztere soll bereits in etwa dem 11. und/oder 12. Jahrhundert sich hier auf der Insel festgemacht haben. Vor den Griechen waren Ägypter, Perser, Römer usw. diejenigen, die sich womöglich „Zyprer“ nannten.

„Seit 1974 hat sich die demografische Situation Zyperns dramatisch geändert“, schreibt Charalambous des Weiteren.

„40% der Insel haben inzwischen keine griechischen Bürger, sondern Türken. Zu solch demografischem Phänomen kam es im Lauf der Zeit zum ersten Mal, und zwar innerhalb 33 Jahren. Und diese Entwicklung geschieht zum Zeitpunkt, wo die Griechsichzyprer ein Staatswesen haben.“

***

Die letzte Phase der Verhandlungen zur Wiedervereinigung Zyperns wird also demnächst in der Schweiz angebrochen. Wollen wir mal hoffen, dass es nicht zu einer Art wallonischen Lösung kommt – siehe CETA. Und genau das ist womöglich zu befürchten. Sollte das der Fall werden, wäre es vielleicht doch angebracht, denken nun gewiss einige, die sogenannten Schutzmächte verharrten noch ein Weilchen auf der Insel (England, Griechenland und die Türkei) – denn die allgemeine Stimmung unter Zyprioten ist nun nicht gerade so toll auf der Insel, dass man die beiden Bevölkerungsteile mit nicht ganz ausgehandelten, womöglich sonder-rechtlichen Abkommen aufeinander ‚loslassen‘ sollte. Die bewaffneten Auseinandersetzungen in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf Zypern sind doch hoffentlich jedem, der in Mont Pelerin verhandelt und zu gerne sich mit einer Wiedervereinigung in die Annalen der Historie eingehen sehen würde, noch bewusst?

Ja, manchmal ist dieser Gedanke schon präsent, dass beispielsweise der Generalsekretär der UN, Ban Ki Moon, das ‚Ding‘ einfach abgeschlossen haben will, um sich damit – und sei es auch nur für einen Tag – zu schmücken. Barak Obama würde gewiss auch nicht „Nein!“ Sagen zu solch Schmuckstückchen wie einer ‚gelungenen‘ Wiedervereinigung Zyperns.

Beide verlassen bekanntlich schon demnächst ihre Posten oder Ämter.

Ob es also ein Nehmen und Geben sein wird, welches das Treffen in Mont Pelerin auszeichnen wird oder aber, dass jede verhandelnde Partei doch eher versucht, ihre Interessen durchzuboxen, anstatt eine Art Konsens zu suchen, werden uns die Geschichtsbücher schon demnächst lehren.

Und da wäre, hier angekommen, ja auch noch Moskau zu erwähnen. Dorthin hat sich nämlich der zyprische Außenminister, Kasoulidis, auf den Weg gemacht, wahrscheinlich, um von Herrn Putin Inspiration zu erhalten für Mont Pelerin.

Ein gewisser Kostas Melakopidis soll gerade ein Buch herausgebracht haben, welches sich der russisch-zyprischen Beziehungen widmet. Es wird allerdings von einem Journalisten der Alitheia, Alekou Konstantinidis, völlig zerrissen. Das Buch heißt: „A pragmatic idealist perspective!“

Der Autor Melakopidis schreibt in seiner Analyse der angesprochenen Beziehung von einer Art fundamentalen Beziehungsgeschichte, die bestehe. Das Letztere soll etwas sein, wo nicht allein die Interessen eines Landes vertreten und durchgeboxt werden, sondern wo eher so etwas wie eine religiöse und noch anders geartete gleiche Gesinnung den Ton angeben. Wahrscheinlich nimmt der Autor auch Bezug darauf, dass der Hellenismus und somit die Hellenen den Russen eigentlich gar nicht so kulturell entfernt seien – und man in seinen politischen Beziehungen darauf Rücksicht nehme.

Alekou Konstantinidis, der Journalist der Alitheia, spricht sich gegen solche Auffassung aber klar aus und meint, dass Russland sich stets gemäß seiner Interessen verhalten habe gegenüber Zypern, siehe 1978:

„als Moskau den westlichen Rahmen ablehnte, um die Zypernfrage zu begleichen …“.

Konstantindis findet, dass der Wissenschaftler Melakopidis, der an der Universität Zypern forscht, mit seinen Positionen zum Verhältnis Zypern-Russland maßlos übertreibt – auch, was die Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion angeht.

Dass Russland aber ein Wörtchen mit zureden hat auf Mont Pelerin, kann nicht von der Hand gewiesen werden, auch wenn man sich in die Schweizer Berge versteckt.

Putin ist überall!

Ungefähr so, wie Erdogan es gerne im Nahen und Mittleren Osten sein würde – und wenn es irgendwie geht, dann mindestens auch noch in Südosteuropa, zumal der Islam doch eh ein Teil beispielsweise deutscher Kultur inzwischen ist! Der deutsche Präsident hat es schon verordnet oder verkündet, die Kanzlerin zumindest nachgesprochen, also leben wir es besser schon gleich? Gern, aber nicht so, wie sich Herr Erdogan den Islam vorstellt, mögen Sie denken!?

Inzwischen scheint die Sonne. Alles klar, noch einmal Schwimmen gehen im Meer, muss schon sein, bevor der Flieger bei Basel heute Nacht aufsetzt und Regen wohl was ganz was Gewöhnliches für einige Zeit wieder sein wird.

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Grazovac und MEHR

Graz.

Nachts regnet es. Tagsüber scheint die Sonne. Der Sommer soll nochmal voll zurückkommen – morgen schon. Das, was Balkan ansonsten in vielen von uns in der Erinnerung hervorruft, sitzt in der Herrengasse und an anderen Orten der Stadt Graz in der Straße am Straßenrand gut vertraut in Bettelpose. Wer durch den Balkan fährt, sieht jedoch, dass dieses Bild Bettelnder für den Balkan eigentlich atypisch ist. Denn diese Region am östlichen Mittelmeer ist grün wie der Norden Europas. Nicht vorstellbar bei solch einem Anblick, dass da jemand darben könnte.

Die Preise in Geschäften und Cafes kommen einem aus Nordeuropa kommend dort meist realistisch hoch vor: eine Tasse Kaffee für umgerechnet einen Euro. Dieses wunderschöne, vorherrschende Preisniveau hat sich in Graz, an einem der Tore zum Balkan, allerdings verflüchtet. Hier schmeckt der Kaffee zwar noch immer gut wie in Zagreb, Budva oder Sarajevo, nur, die Melange, die Wiener Melange, die kriegen die Steirer einfach nicht so hin wie sie in Wien gemacht wird und preisgünstig wie im Balkan gibt es Kaffee hier leider auch nicht zu trinken.

Das Unterschiedliche in Graz an der Melange fängt eigentlich schon mit der Größe der Tasse an, in dem sie serviert wird. Die Tassen sind mir in der Steiermark zu klein für eine wienerische Wiener Melange. Kann gut sein, dass dieser optische Mangel mein Geschmacksempfinden türkt. Immerhin: Die Kaffeekultur aus dem Balkan ist auch hier in Graz ausgeprägt präsent. Die Grazer sitzen vielleicht nicht gar all zu lange im Kaffeehaus wie nebenan im Balkan. Vielleicht.

Dass ein Balkan oder Österreich ohne türkische Mitbürger denkbar ist, ist auch aufgrund der Geschichte nicht vorstellbar.

Und warum sich überhaupt die Mühe machen, so etwas als Satz zu formulieren?

Auf ORF2 habe ich mir gestern Abend nämlich eine ‘lustige’ Sendung angesehen. War zufällig auf diesem Kanal gelandet, gerade aus der Stadt zurückgekehrt. Zu hören, nicht zu sehen, war diese Journalistin, die in einem Arbeiterviertel, irgendwo in Österreich (vermutlich Wien) auf breitestem Österreichisch Fragen stellte. Gezeigt wurden in dem Beitrag ‘wahrhaft einfache’ Bürger und ihre Sicht der Dinge. Einer sagte, er freue sich eigentlich immer, wenn einer von den Schwarzen umkomme. Ein anderer, dass die vielen Ausländer so einen Lärm machten mit ihren Brettern an den Füßen.

Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die Befragten in ihrer Welt, trotz gemeckere daran, recht gemütlich eingerichtet haben, wie auch “die Ausländer”, mit denen sie leben (dürfen). Einer Welt, wo man sich als abgehängt geradezu gern outed, wie es scheint, wo Knastaufenthalte halt Way-of-life sind und sein dürfen und man überhaupt Viere auch mal Fünfe sein lässt. Eine Welt, wo es noch andere Werte zu geben scheint, als gesellschaftlich an die sogenannte Spitze gelangen zu wollen. Und dementsprechend redeten die Befragten auch ins Mikrofon; und wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das Bekenntnis, so mag ich es nennen, welches von ihnen auf diese ungeschmückte Art abgelegt wurde, verdient in einer Welt, in der gewisse Dinge nicht mehr so ohne Weiteres gesagt werden dürfen zwecks politischer Korrektheit, die es offenbar nahezu überall einzuhalten gilt und die von den Medien insbesondere eingefordert wird, schon so ihren Respekt. Schließlich sind Gedanken schon längst nicht mehr so frei äußerbar wie das eine oder andere Liedchen aus der deutschen Schlagerwelt vermuten lässt. Und so ähnlich Geartetes hat auch auf dem Balkan seine Auswüchse, wie folgt:

Kroatiens Mitte-rechts-Regierung hat nicht einmal ein halbes Jahr überlebt, aber trotzdem viel Schaden angerichtet. Insbesondere das Verhältnis zu Serbien hat sich in diesem Jahr noch um einiges verschlechtert, obwohl es ohnehin schon belastet war. Der Hauptgrund: Das EU-Mitglied Kroatien blockierte die Eröffnung neuer Beitrittskapitel für Serbien. … [Die] Art und Weise, wie das kroatische Außenministerium vorging, war kontraproduktiv. Insbesondere Deutschland und Österreich – sowie EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn – setzten sich erfolgreich dafür ein, dass der jüngste EU-Staat dann doch einlenkte [Kroatien]. … [Es ist] Wahlkampf und in jedem Wahlkampf spielt das Verhältnis zu Serbien eine Rolle. Oft wird es auch missbraucht, etwa als kürzlich Serbien nach monatelangen Verzögerungen doch noch das EU-Verhandlungskapitel 23 “Justiz” eröffnen konnte. Da reagierte Kroatien sofort und verlangte einmal mehr, dass die universelle Zuständigkeit in Sachen Rechtsprechung in Serbien abgeschafft werden müsse, wenn es um Kriegsverbrechen gehe. … Kroatien besteht … darauf, dass das Kapitel 23 nicht geschlossen wird, bevor das Gesetz zur universellen Gerichtsbarkeit nicht geändert wird. [Serbien] will [daher] aber darüber nachdenken, der kroatischen Minderheit im eigenen Staat eine bessere Stellung zu verleihen. … Vieles könnte sich jedoch entspannen, wenn der Wahlkampf vorbei ist … .

… Der Zweite Weltkrieg ist ein sehr beliebtes Thema, um die Emotionen in Kroatien und Serbien hochzufahren. Diesen Sommer wird wieder einmal das Thema “Kardinal Stephanic” aufgekocht. So hat ein Zagreber Gericht [Kroatien] dessen Verurteilung wegen Nazi-Kollaboration aufgehoben. … Stephanic wurde 1946 im kommunistischen Jugoslawien zu 16 Jahren Haft verurteilt. Er hatte von 1941 bis 1945 das höchste Amt der katholischen Kirche in Kroatien inne. Das Zagreber Gericht argumentiert, Stephanic habe nie eine Chance auf ein faires Verfahren gehabt. Kroatische Katholiken bemühen sich seit langem um Stephanics Heiligsprechung.

[Kroatien] im Konflikt mit dem Nachbarland Bosnien-Herzogwina[, hier] geht es hingegen um etwas Aktuelles, nämlich um Handelsbeziehungen und Landwirtschaft: Die Republik Srpska [RS] verweigerte kürzlich ihre Unterschrift zur aktualisierten Version des EU-Abkommens, weil sie massive Einbußen für die bosnischen Landwirte befürchtete. Der Hintergrund: Als das alte EU-Abkommen zwischen Bosnien-Herzogwina und der EU abgeschlossen wurde, war Kroatien noch kein EU-Mitglied und exportierte viel zu besonders guten Bedingungen ins Nachbarland.

In Bosnien-Herzogwina hat man nun Sorge, dass zollfreie Produkte aus der gesamten EU den Markt überschwemmen könnten. Dabei geht es gerade um Produkte, die für Bosnien-Herzogwina mit seinem Agrarsektor lebenswichtig sind. Nun hat sich Deutschland in den Agrar-Handelsstreit eingemischt und seine Hilfe angeboten, wenn es um drohende Ausfälle in der bosnischen Landwirtschaft geht.” [Das obige Zitat wurde dem österreichischen Standard entnommen, August 20/21, Jahr 2016, die Autorin: Adelheid Wölfi, die aus Sarajevo berichtet.].

Dass sich die Deutschen einmischen, wie Wölfli schreibt, hat gewiss etwas Zweischneidiges – und daher wohl auch die Bedenken in Sarajewo.

Auf gleicher Seite des Standards aus Österreich, Sonntagsausgabe, wird davon berichtet, dass die Türkei anstrebe, 2023 Vollmitglied der EU zu sein. Ganz nach dem Motto, könnten Sie nun denken, verehrte Leser: Wie hält man eine Legende am Leben?

Dass Herr Biden aus den USA, Stellvertretender Präsident, heute nach Ankara geflogen kommt und angeblich dort nicht übernachten wird, soll ein Zeichen dafür sein, dass die Beziehungen Washingtons mit Ankara gerade nicht blendend sind. In Griechenland wie auch auf Zypern und in der Schweiz werden bereits mehr Flüchtlinge registriert, die ankommen, wohl auch, um noch immer dem Fernziel Deutschland, wenn so gesagt werden darf, zu erliegen. Und wenn so nicht gesagt werden darf, dann halt: ihren Besuch abzustatten.

Bidens Anwesenheit in Ankara wird indes wohl eher mit dem Vermeiden eines offenen Konflikts der USA mit den Russen in Syrien, dem Irak und womöglich gar der Türkei zu tun haben.

Die Flüchtlinge scheinen eher eine Art Bauernfunktion in einem Schachspiel geworden zu sein. Ihre Leben zählen zwar, doch eben entsprechend wenig. Eine Führung durch das Landeszeughaus von Graz lässt zu dieser Beurteilung durchaus gelangen, wo davon berichtet wurde, wie die einfachen Lanzer einst in forderster Front die hohen, besser gerüsteten Herren und das Land verteidigten. Von 5en kam im Schnitt einer lebend zurück aus dem Kampffeld. Und das Interessante daran: der Job an der Front als menschliches Schutzschild war gefragt, denn es gab doppelten Sold, aber wohl keinen doppelten Tod.

Letzteres gibt uns durchaus anschaulich ein Geschmäckle davon, wie die Welt anscheinend seit länger gestrickt ist. In der Wochenzeitung Profil Österreichs widmet man sich diese Woche dem Phänomen Flüchtlinge – rückblickend sozusagen. Denn ein Jahr ist vorüber, als dieser Andrang für Österreich begann. Wo denn wohl der Herr Biden sei, fragt einer der Autoren der Profil in diesem Kontext. Weil beim Konflikt auf dem Balkan in den 90er Jahren hätten die USA ohne große Umstände zu machen, über 10.000 Flüchtlinge aufgenommen. Und jetzt, wo es sich um Syrer handelt, scheint Washington, schlussfolgere ich, anscheinend seine humanistische Ader abhanden gekommen zu sein. Vielleicht ist Herr Biden also nach Wien unterwegs, um dem neuen politischen Superstar Österreichs, dem Herrn Kurz, seine Aufwartungen zu machen, wenn er schon nicht in Ankara oder sonstwo in der Türkei übernachtet. Gewiss hat er Biden wahrscheinlich in Ankara auch von kommenden Generationen, die es zu beschützen gilt, erzählt und Kindern, denen eine Zukunft gegeben werden müsse.

Auch wenn von den armen Kindern, die in dem Konflikt in Syrien und andernorts leiden, heuchlerisch in politischen Reden gesprochen wird, die Masse zählt offensichtlich dennoch wenig.

Wie der Anschlag in Gaziantep/Türkei zeigt, ist das Bild der zu beschützenden Kinder und Frauen drauf und dran sich zu drehen. Also da die zu Beschützenden als emotionales Erpressungsmaterial einigen eventuell nicht mehr genügen (Frauen, Kinder, Alte), werden sie nun anderweitig instrumentalisiert. Denn wieder einmal haben ideologische Eiferer sich eines Kindes bedient, um Terror zu sähen, diesmal in Gaziantep.

Insofern dürfte sich die Diskussion darüber, ob Burka oder dergleichen verboten gehört oder nicht, schon demnächst ad acta gelegt sehen. Denn sollten Kinder, Frauen oder Alte vermehrt zukünftig in Terrorakte verwickelt werden, wollen WIR wahrscheinlich nicht nur erkennen können, welches Gesicht DU hast, sondern auch, wie DU DICH bewegst und was DU an DEINEM Körper trägst.

Kann gut sein, dass Überleben im brasilianischen oder kongolesischen Dschungel unter Pflanzen, Tieren und Indigenen vielen schon bald möglicher erscheint als in unseren als zivilisiert geltenden Metropolen und/oder ihren Trabanten.

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Blutrote Oliven

Hätte dieser Berater Erdogans zum österreichischen Bundeskanler, vielleicht war es auch an den österreichischen Bundespräsidenten gerichtet, lediglich “verpiss Dich” in seiner Twitter-Message geschrieben, Gott, damit hätte doch eigentlich gelebt werden können. Wenn so eine Person, die so nahe zu Erdogan steht, allerdings nach dem verpiss Dich “Ungläubiger” anhängt, gilt es doch wohl eindeutiger der Meinung zu sein, dass damit ein weiteres Signal dafür gesetzt wurde, welcher Geist in Ankara offenbar herrscht: ein islamistischer. Zwar wird das Wort Kafir (Ungläubiger) in der Türkei häufiger benutzt in diesen Tagen der Herrschaft des Receb Tayyip Erdogan, doch einem Berater des Präsidenten darf so eine Stilblüte doch wohl nur ‘gelingen’, wenn die damit ausgedrückte Sicht auf Zuspruch von OBEN stößt. Bislang ist jedenfalls noch keine Nachricht darüber eingetroffen, dass dieser Mensch aus dem Beraterstab Erdogans entfernt worden ist.

Dass der deutsche Außenminister Steinmeier sich bequemt, möglichst auf Wegducken zu machen bei derartigen Vorkommnissen und von “Kooperation” anstatt spricht, die gegenüber der Türkei zur Anwendung kommen müsse, lässt nicht wenige konstatieren, dass diese Politiken des Herrn Außenministers inzwischen verfehlt sind. Sie sind verfehlt, da Erdogan und seine Crew mehr als eindeutige Zeichen weiterhin und sogar vermehrt ausgeben, das bisschen Demokratie, welches in der Türkei herrschte, endgültig für vorerst ad acta gelegt ist. Die Positionen der österreichischen Administration, im Gegensatz zur deutschen, im Umgang mit der Türkei sollten Herrn Steinmeier in deren Richtung schnellst einlenken lassen: denn Ankara pokert viel zu hoch.

Gewiss sind die Türken nicht die einzigen, die dieser Mode verfallen sind, hoch zu pokern. Solidarität ist dabei ein Wort aus der Vergangenheit geworden. Es herrscht untrügerisch Sultansein vor. Zu viele wollen der/die Größte in ihrem Resort sein und genau das der Welt zeigen. Damit hat man sich vorerst abzufinden?

Nein!

Die EU muss nach dem, was bislang in der Türkei-EU-Beziehung gelaufen ist, nun damit auch konsequent weiter machen. Man hätte die Türkei besser schon längst integriert. OK, das hat nicht geklappt, das sollte wohl nicht sein, also jetzt so erst mal weiter machen. Warum mit solch einer Blockadepolitik der EU weitermachen? Weil inzwischen sind türkische (kurdische/armenische/lazische/etc.) Mitbürger innerhalb der EU – nicht alle, aber eventuell bereits zu viele – dabei, ihren Erdogan Pro oder Contra-Konflikt mit Gewalt und Ausgrenzung der einen oder anderen Fraktion – plus sogenannten Einheimischen – auf die Spitze zu treiben. Wer hier weiter zusieht – a la Steinmeier – verkennt diese Lage. Und Herr de Maiziere, der deutsche Innenminister, hat den Braten zwar erkannt, doch leider fängt er bei den Asylantragstellern an. Doch es sind halt leider auch die türkischen/arabischen etc. Mitbürger an die Kandare zu nehmen, und zwar diejenigen, die nachweislich von ihren wenig bis gar nicht demokratischen Vorstellungen des Miteinanders sich nicht verabschiedet haben, verabschieden wollen oder glauben, es nicht zu können oder gar zu müssen. Dass manch Mitbürger mit sogenannt deutschen Wurzeln durchaus auch eine Problemfall ist, ist uns allen längst mehr als nur ersichtlich. Doch da es hier gerade ums Zusammenleben in Europa und somit auch in Deutschland geht, würde ein Anfang gesetzt beim verständlicher und nachvollziehbarer Politikbetreiben, wenn doch endlich mal mit den Dazugezogenen, sozusagen vor allem, begonnen würde, also jenen, die noch gar keinen europäischen Pass haben. Das würde gewiss so manchen Nazi zähmen, auf den Boden des Grundgesetzes (siehe BRD) bzw. Verfassung zurückzukehren.

Es geht jedenfalls nicht an, dass die zueben angeführte Reihenfolge umgekehrt gedacht wird: also zuerst die zu politisch rechten Europäer und dann die zu islamistischen, zu kriminellen etc. Zugezogenen ‘austrocknen’. Diesen Versuch hat man die letzten 20 oder 30 Jahre durchaus gewagt und auch teils durchgeführt, mit dem Ergebnis, welches wir heutzutage in ganz Europa haben: keine für die meisten betroffenen Bürger der EU klaren Positionen und Richtlinien von Seiten der Regierenden, die die Mehrheitsbevölkerung von ihrer, sagen wir, effektiven Existenz überzeugen könnten . Aber diese Überzeugung braucht es.

Die Lage ist unter anderen, dass zu viele türkische Mitbürger sich für einen eher extremen Kurs entschieden haben. Und auch daher ist die leidige Diskussion um Doppelstaatsbürgerschaft in Deutschland von großer Bedeutung und sehr wohl ein Zeichen, das gesetzt gehört. Diese doppelte Staatsbürgerschaft sollte fürs Erste ausgesetzt werden, und zwar für Nicht-EU-Bürger. Das heißt, wer sie hat, ok, der oder die hat Glück gehabt und hat sie, aber keine weiteren Bewilligungen! Diese Maßnahme erscheint angebracht, damit wirklich jeder merkt, dass er oder sie sich zu entscheiden haben. Keine Rosinenpickerei auf den Schultern der Gemeinschaft mehr in dieser Hinsicht! Ein klares Bekenntnis zu den jeweiligen Verfassungen und dass man mit Andersgläubigen und Anderslebenden, als man es selbst für richtig hält, sehr wohl zusammen leben will, kann und mag. Offensichtlich hat die doppelte Staatsbürgerschaft bei vielen diese Rosinenpickerei-Mentalität verstärkt. Man denke – nur so zum Beispiel – an den Vorfall, wo Erdogananhänger und andere türkischen etc. Nationalisten oder Faschisten mitten in Wien gleich nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei ein Lokal von Kurden niedermachen. Wo sind wir eigentlich?

Und dann die leidige Diskussion um das Burkaverbot. Ja, was denn sonst? Wir leben nicht in Afghanistan, sondern in Europa. In der BRD gibt es ein Vermummungsverbot. Reicht das nicht zur Erklärung? Wir dürfen gespannt sein, wie die Schweizer, die dieser Frage derzeit gerade etwas intensiver nachgehen als die BRD, sich entscheiden werden. Schließlich geht es um Petrol-Dollars, wird geschrieben, die arabische Touristen im Alpenland anscheinend zuhauf zurücklassen. Wegen diesen Touristen und ihrem Geld soll ja auch im Kempinski zu Berlin auf dem internationalen Telefon-Vorwahlregister des Hotels die Vorwahl für Israel nicht aufgeführt gewesen sein. Man habe Angst gehabt, die betuchte arabische Kundschaft zu vergraulen, soll ein Angestellter des Hotels gesagt haben. Hallo! So leben wir?

Die Bundesregierung und mit ihr im Verbund die EU lässt Erdogan nicht nur die Wiedervereinigungs-Verhandlungen in Zypern gegen die Wand fahren, wo doch jeder weiß, wie nützlich für die EU ein wiedervereinigtes Zypern zukünftig sein wird – die griechischzyprische Regierung hilft leider kräftig beim Verhindern mit -, nein, des kurzsichtigen Profits wegen werden auch sogenannte Minderheiten anscheinend europaweit immer wieder benachteiligt innerhalb Europas und der Wahnsinn nimmt anscheinend kein Ende, wie die zyprische Außenpolitk beispielsweise ein Mal mehr belegt. In Ägypten will man Präsident Sisi nun dabei helfen, seinen Traum zu verwirklichen: Olivenhaine im Sinai. Bekanntlich lässt Sisi unter dem Vorwand IS-Kämpfer zu jagen, die es dort durchaus auch gibt und die man vielleicht auch mit großgezogen hat durch schlechte Politiken, die Anbauflächen für sein geliebtes Projekt – Olivenhaine – freiräumen. Man weiß in Nikosia, man weiß es in Berlin und in Brüssel, dass Sisi so ungefähr etwas wie einen Genozid im Sinai durchführt. Und die Leute in Europas Schaltstellen der Macht wundern sich (angeblich), wenn einige solch Entwurzelten dann um sich ballern. Amoklauf und Terrorismus gehen gern Hand in Hand! Leider! Man muss die Ursachen dafür mit Taten bekämpfen, und nicht damit, dass man deren Verursacher politisch etc. stärkt.

In Montenegro kann man Romas und Sintis noch immer an der Straße betteln sehen. Viele von ihnen leben dort noch immer am Rande von Städten und zwar in Bruchbuden, in Behausungen, wo manch Bauer im Norden Europas sein Vieh womöglich nicht unterstellen würde. Was tun denn all diese europäischen Hilfsorganisationen seit Jahren, die die Romas und Sintis auf dem Balkan unterstützen, wenn ihre Situation noch immer so erbärmlich ist wie hier in Montenegro? Wo geht das Geld dafür eigentlich wirklich hin und wessen Politiken und Interessen werden eigentlich wirklich vertreten bei den und durch die Hilfsorganisationen?

Montenegro ist ein recht schönes Land. Überall gibt es Wifi in den Cafes und wohl auch daher keine gedruckte Presse auf Deutsch, Englisch, Französisch, ja, noch nicht mal auf Griechisch zu lesen oder zu kaufen an Kiosken. Die Hafenstadt Budva ist laut, und die stets engen Straßen sind auch außerhalb dieser Stadt – oder einer anderen – mit aller Regelmäßigkeit verstopft. Es ist schon fast ein Albtraum, auch, wie die Menschen – Touristen inbegriffen – sich eng auf eng an dem Strand von Budva aneinanderlegen sollen/dürfen/müssen. Und weil das ‘traute Zusammensein’ anscheinend nicht genügt, kommt dann noch Beschallung von einem Strand-DJ dazu: montenegrinische Hits, vermute ich. Abends dann zurück in der Höhe über der Stadt mit schönem Ausblick auf die pulsierende Stadt und das weite Meer dahinter passierts stets so um 21 Uhr. Von rechts gehen Strahler an, die 5-6 Lichtkegel in die wunderschöne Nacht ver-strahlen lassen, versteht sich Musik ist zu hören. Das alleridings nicht all zu laut. Es ist zum Glück recht hoch gelegen, wo wir da untergebracht sind. Zur Antwort auf diesen Spektakel, vermute ich, kommt dann ‘endlich’ so um 21.30 Uhr die lang erwartete Antwort von genau gerade vor einem von unten aus der Altstadt: zwei Lichtkegel, die die anderen, welch Sensation, zuweilen kreuzen und den ansonsten schönen Nachthimmel wirklich in Gänze einnehmen.

Wenn man ja mindestens ein Navi in einem Geschäft kaufen könnte (unseres gab den Geist auf), würde ich den Drang zur Technik, oder wie das zuvor beschriebene Lichtspektakel genannt werden darf, vielleicht noch gustieren können, so, wie man halt einen viel zu großen Klumpen Fleisch, den man in den Rachen bekommt, gustiert. Eigentlich fing das Ding mit dem Klumpen im Hals schon mit der Grenzkontrolle bei der Ankunft an. Eine ewig lange Schlange von Autos, die sich bis zur Grenze im Schneckentempo dahinwälzt, weil … . Konnte sich mir wirklich auch nicht erschließen. Kaffeepause? Schichtwechsel?

Kann schon vorkommen so in der Schlange stehend, wie passiert, dass ein Auto einen links überholt, weil man es wohl eilig hat oder vielleicht ein Verwandter oder Freund an der Grenze Dienst schiebt oder weil man halt glaubt, es sich leisten zu können oder oder. Zum Glück hatte das Verhalten kein Nachmach-Effekt erzeugt. Glück gehabt.

Montenegro ist einfach nicht gerüstet für den Massentourismus, den es sich offensichtlich aussuchte oder aussuchen ließ. Die Straße durch den Nationalpark bei Cetinje nach Kotor beispielsweise wird in der Karte vom ADAC als gut befahrbar angegeben, doch es ist ein Schrecken mit Ende: viel zu enge Straßen an viel zu steilen, ungesicherten Hängen.

Morgen gehts ENDLICH weiter nach Sarajevo. 6 Tage Montenegro sollen genügen. Uns wurde von einem Bekannten, der dort lebt, in Aussicht gestellt, dass es in Sarajevo (Bosnien-Herzogowina) ja wieder so friedlich unter den verschiedenen Völkern der Stadt zugehen soll. Dass alle wieder miteinander gut können. Das mag angesehen werden, auch, weil die Stadt an sich anscheinend sehenswert sein soll.

Cetinje, eine Stadt in Montenegro, muss unbedingt noch erwähnt werden, hat ein Kunstmuseum, welches wirklich, ganz wirklich sehr sehenswert ist. Die montenegrinischen Künstler, deren Werke dort aushängen, haben die meisten uns bekannten Kunstepochen und -stile mit Brillianz mit-, nach- oder vielleicht auch vorgemacht. Wirklich sehenswert! Ein Schatz!

Ansonsten: Das Meereswasser bei Budva und andernorts im Land ist sauber.

Leider soll das Meereswasser in Zypern bei Zygi nun endgültig, vorerst, zappenduster sein. Das wurde hier auf Zypernundmehr-News ja nicht nur dieses Jahr bereits berichtet, und dass es demnächst so weit kommen könnte mit dem Wasser im Meer. Jetzt scheint es, nach Berichten aus der zyprischen Presse, so weit zu sein, dass ein Schaden im Tourismus etc. eventuell ansteht deswegen. Ein Skandal, wie all das, was eingangs geschrieben wurde.

Der Außenminister Österreichs hat Recht: die EU braucht dringend einheitliche Regelungen, und zwar, füge ich hinzu, nicht nur im Asylrecht, sondern vor allem auch in der Wirtschaft, der Umwelt und der Politik. Leider besteht wenig Aussicht, dass es dazu kommen wird, da solche Leute, wie beispielsweise Außenminister Steinmeier, oder noch schlimmer, der Stellvertretende Bundeskanzler Gabriel, so etwas gewiss zu erschweren wissen. Die Grünen und die Truppe von der CDU stehen da leider in NICHTS nach.

Erdogan hat leichtes Spiel, Putin auch, und demnächst womöglich jemand wie Trump dann sowieso.

God bless die Ungläubigen der EU!

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Zeichen der Zeit

oder:

Die da oben

Dass die Ereignisse in der Türkei spurlos an Zypern vorbeigingen, kann so nicht gesagt werden. Sie schreiben und reden auf Zypern von der sogenannten Praxikomita, der Besetzung des Nordens von Zypern durch die Türkei 1974. Der Putsch, der in der Türkei vor kurzem misslang, erinnert die Insulaner offenbar an jene Ereignisse von 1974 sehr stark in diesen Tagen.

Anscheinend hat es keiner der türkischen Putschisten im Jahr 2016 versucht, sich auf die zyprische Insel zu retten. Offensichtlich sind die – nicht gerade von der Anzahl her wenigen – türkischen Armeeeinheiten in Nordzypern nicht in den Putschversuch involviert gewesen. Daraus kann geschlossen werden, dass die türkische Armee im Norden Zyperns inzwischen bereits mit Erdogan-treuen Obristen und Generälen bestückt ist mehrheitlich. Folglich darf es bereits als gewagt gelten, wenn der jetzige Präsident im Norden, Mustafa Akinci, öffentlich davon spricht, wie letztens, es mögen in der Türkei anstatt einer Islamisierung der Gesellschaft, das Besinnen auf die Grundprinzipien Atatürks beim politischen Handeln und Entscheiden voranstehen.

Bekanntlich haben acht türkische Piloten mit Hubschraubern die Flucht ins griechische Alexandropoulos unternommen, als klar wurde, dass ihr Putsch scheitert. Versteht sich, dass die Türkei deren Auslieferung fordert und versteht sich, dass die Flüchtenden einen Asylantrag in Griechenland stellten. Mal sehen, welchen Strick Herr Erdogan daraus drehen wird, wenn Griechenland sich weigert, die Flüchtenden auszuliefern oder gar die Hubschrauber zurückzugeben. Die Geflüchteten können ihrerseits eventuell heikle Details aus dem türkischen Armee-Innenleben berichten, welche Herrn Erdogan womöglich doch noch das Genick politisch, versteht sich, brechen könnten. Wir werden also gespannt abwarten, ob die EU mit derartig heiklen Informationen ausgestattet, gleich an die Öffentlichkeit geht, oder aber dem türkischen Präsidenten solche Details auf die Brust setzt, damit der endlich einlenkt, um an der Macht zu bleiben.

Vielen ist ja so ein Alfatierchen, wie es Herr Erdogan versucht darzustellen, eigentlich auch in Teilen Europas oder den USA gerade recht. Vor allen Dingen ist dem so, wenn dieses Tierchen so in etwa tut, was den Interessen dienlich ist. Es fällt einem dann auch leichter, das eine oder andere Auge mal zuzudrücken. Doch so?

Ob, also, die Türkei in der Folge dieser Ereignisse um den missglückten Putsch eher geneigt sein wird, die Forderungen der EU umzusetzen, zum Beispiel bezüglich der effektiven Anerkennung der Republik Zypern, ist zwar weiterhin fraglich, doch nicht ganz ausgeschlossen ist, dass Ankara sich etwas bewegen könnte. Wie sich nämlich zeigt, braucht die türkische Regierung offenbar einen gehörigen Druck zum Sich-Bewegen auf politischem Terrain – und schon scheinen sich sogenannt Rote Linien Ankaras sogar in Luft auflösen zu können. Die verwunderliche Annäherung der Türkei mit Israel vor kurzem, soll ja aufgrund des us-amerikanischen Drucks geschehen sein und ist durchaus ein Beispiel für eben Gesagtes. Und der Druck, der sich innerhalb des Landes aufgebaut hat/te, weil die russischen Touristen fernblieben – und noch immer mehrheitlich bleiben, ließ den türkischen Präsidenten sich mit Herrn Putin wieder annähern. Das ist ein weiteres Beispiel für Druck, der etwas bewegt in der Türkei. Plötzlich kann man wieder miteinander. Putin und Erdogan, wird ja gesagt, seien Seelenverwandte.

Seltsam eigentlich, dass Brüssel sich eines effektiven Druckmittels nicht endlich ersichtlich bedient. Schließlich ist die türkische Industrie nicht unwesentlich von den Kontakten zur EU abhängig. Ähnliches kann am 20. Juli 2016 sogar in der konservativen Badischen Zeitung gelesen weden.

Reiseverbote in die Türkei gehörten vor dem Hintergrund der derzeitigen Gefahrenlage und wegen dem verstörenden Verhalten Erdogans ausgesprochen, finden viele. Das Geschrei wird nämlich groß sein, wenn zig Nordeuropäer irgendwo an einem türkischen Strand oder in einer türksichen Stadt ihre Leben lassen wegen eines Terroranschlags. Vor allem das Geschrei nach den Verantwortlichen wird erneut ertönen. Und dass die sogenannte Parlamentsarmee der Deutschen in Incirlik nicht von Mitgliedern des deutschen Parlaments besucht werden darf, weil Erdogan dagegen ist, ist nicht zuletzt ein weiterer Indiz dafür, dass die Zeit des Herumkasperns nach Erdogans Maßgaben vorüber sein sollte in Brüssel. Und ist Notstandsgesetze zu erlassen, nicht das Machtmittel gewesen, welches Adolf an die Macht brachte. Erdogan greift gerade darauf zurück. Die Verantwortung für verunfallte Terroropfer und zu langes Zusehen beim eindeutigen Formen einer Diktatur, die man sogar noch protegiert durch zögerliches Verhalten etc., dürfen sich, was Deutschland angeht, die Koalitionsregierung im Bundestag jetzt schon ans Revier heften. Ohne Wenn und Aber!

Reicht doch wohl, dass die Briten ausgeschert sind und allen vormachen, und weiterhin vormachen werden, wie man Brüssel am Gängelband hält? Das zu befürchtende Szenarium ist nämlich das Folgende: Das britische Parlament könnte, zu einer Abstimmung – angeblich oder wirklich – getrieben, plötzlich befinden, dass Großbritannien doch nicht aus der EU austritt.

Was dann?

Schätzungsweise wird das gesteigerte Chaos, welches danach entstehen wird, von einigen, die britische Regierung inbegriffen, genutzt, nach Manier des Teile und Herrsche-Systems, welches die Briten bekanntlich seit Jahrhunderten verfeinern, erst Mal die Positionen auf Gewinn, was auch sonst, für die Briten zu stellen – und für all jene gleich mit, denen das britische Establishment wirklich am Herzen liegt.

Jedenfalls hat die Türkei bislang wenig Engagement gezeigt, ihre Verpflichtungen gegenüber der EU und somit auch Zyperns einzugehen. Manche sprechen ja von folgendem Kalkül, welches vorliege: Erdogan und seine Leute treiben es jetzt, nachdem verunglückten Putschversuch, auf die Spitze mit ihren undemokratischen Politiken, so lange das halt noch geht. Es geht ihnen ja schließlich darum, die türkische Verfassung zu ändern – komme, was wolle -, und zwar im Sinne Erdogans. Dafür könnte Zypern eine Teilvereinigung erhalten, also eine zyprische Lösung der über 40 Jahre bestehenden Teilung der Insel stünde demnach bevor, bei der ein Abzug der türkischen Soldaten auf Zypern in Gänze zwar nicht zu erwarten ist, doch dass Ankara Nikosia anerkennt und man zukünftig versucht, sich irgendwie kooperativer zu begegnen, könnte drin liegen. Wie ja auch in der Republik Zypern seit Jahren beteuert wird, dürfte eine Wiedervereinigung – auch unter den eben aufgezeichneten Bedingungen – sehr wohl noch mehr Reichtum und Wachstum generieren; und vor allem mehr Sicherheit in einer geostrategisch schwierigen Lage.

Wohl auch daher besteht die Türkei neuerdings bei der Uno seit 2014 (Turkuno DT/4513427) ausdrücklich darauf, dass doch mal bitte sehr klar gestellt gehört, dass die Republik Zypern sich in der See vor Zypern ein Gebiet anzueignen sucht, welches sie “AOZ” nennt, das zu einem großen Teil in den See-Bereich der Türkei und somit auch und vor allem den Bereich Nordzyperns fällt. Das Gebiet, welches der Republik Zypern zustehe als AOZ, liege aber eher irgendwo zwischen Griechenland und der Insel und nicht so nahe an dem der Bereich der Ägypter, die zufällig auf richtig große Mengen Erdöl/Erdgas vor noch nicht all zu langer Zeit gestoßen sind.

Als Laie in diesen Dingen kann beim Betracht der Karten nicht gesagt werden, diese Feststellungen der Türken sind völlig aus der Luft gegriffen. Letzteres trifft insbesondere auch dann zu, wenn eine Art Wiedervereinigung Zyperns kommt, die von einem Staat bestehend aus zwei föderativen Teilgebieten ausgeht; wo jeder Teil seinen Bereich verwaltet und man versucht, in einer gemeinsamen Regierung die politischen, ökonomischen und anderen Geschäfte zu koordinieren – gerecht und gleich.

Doch dass es in absehbarer Zeit zu so etwas kommt, kann bei dem herrschenden Nationalismus unter den Griechischzyprern wirklich nicht erwartet werden. Die Türkischzyprer dürfte noch immer das Wahlverhalten der Griechischzyprer beim Annanplan 2004 daran hindern, und auch daran, an einen mentalen Umschwung der griechischzyprischen Brüder und Schwester wirklich und ganz fest zu glauben, sodass man entsprechend wiedervereinigungsfreundlich sich geben würde oder gar abstimmte. Eine Blamage in 30 Jahren, oder so, genügt, dürften nicht wenige unter den Nordzyprern denken. Denn ihr Abstimmungsverhalten beim Annanplan wird von vielen als schämenswert erachtet. Als wolle man sich wie eine Klette an die Griechischzyprer hängen. Diesen Eindruck möchten viele nicht ein weiteres Mal von sich in die Welt gestreut sehen. Dann lieber mit den Türken weiterhin im Boot bleiben. Es kann unter Griechischzyprern ja noch nicht mal laut ausgesprochen werden, dass in diesem neuen Staatsgebilde ein Türkischzyprer für eine vereinbarte Zeit als Präsident vorstehen könnte. Griechischzyprische Nachrichtensender schreiben und sprechen noch immer vom “Attila”, wenn sie die Türken meinen. Nordzypern wird als Pseudostaat bezeichnet und seine politischen Vertreter, beispielsweise der Präsident, als Führer der Türkischzyprer: “Sogenannte …”.

Des Weitern gibt es noch ein Abkommen zwischen Nordzypern und der Türkei, seit 2011, welches Erdogan mit dem damaligen Präsidenten Nordzyperns, Eroglu, festsurrte. Es besagt, dass die Türkei im Falle der Fälle des Erdgas- oder Erdölreichtums, um es mal so zu bezeichnen, mehrheitlich an der türkischzyprischen AOZ beteiligt sein wird.

Vor dem Hintergrund, dass Eroglu eh türkeifreundlich ist und war, und aufgrund der Tatsache, dass die Türkei seit Jahrzehnten Milliarden Dollar zum Überleben der türkischen Zyprer aufwendet, ist diese Handlungsweise Eroglus durchaus nachvollziehbar. Sisi in Ägypten hat Saudi Arabien vor kurzem schließlich auch ein-zwei Inselchen im Roten Meer aus ähnlichen Beweggründen hinterlassen. Und amerikanische Militärbasen sind auch noch immer irgendwo in der BRD anzutreffen. Aus Dankbarkeit. Dankbarkeit kann nicht selten auch mit Geld oder/und politischem Einfluss beziffert werden.

Am 15. Juli vor einigen hundert Jahren soll das erste Papiergeld in Umlauf gekommen sein. Und am selben Datum im Jahr 2016 hatten die Türken eben ihren misslungenen Putsch, der ihnen allerdings 42 Jahre davor in Zypern zu ungefähr dem selben Tag gelungen ist.

Am 16. Juli 2016 dachte ich mir, ach gehst mal schwimmen, und zwar dort, wo es erlaubt ist und das Wasser ersichtlich rein: zwischen Sasbach und Wyhl. In Zienken, kann ja jetzt anscheinend niemand mehr schwimmen gehen, weil es keine Parkplätze mehr gibt, die wurden kurzerhand entfernt. Diese Gemeinde ist offensichtlich nicht in der Lage, sich mit dem Kiesgrubenbesitzer so zu einigen, dass man auch dort, wie zwischen Sasbach und Wyhl, einen Teil des Sees als Badesee ausrichtet. Andernorts nennt man das Bürgernähe.

Kalt war das Wasser, aber dennoch gut. War letzten Sonntag früh morgens um 08 Uhr bereits dort, so auch heute wieder. Im Wasser schön gemächlich schwimmend kam mir in den Sinn, einen alten Schulfreund nach dem Schwimmen mit meinem Besuch zu überraschen. Den habe ich seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen. Er wohnt dort in der Gegend, wie ich von seiner Mutter schon vor Monaten erfahren habe. Kaum an seinem Haus vorüber gefahren, stand er wie bestellt am Tor seines Vorhofes zum Angesprochen-werden bereit. Er spielte gerade mit seinem kleinen Hund. Zwei Kaffee getrunken, gute alte Zeiten aufleben lassen im Gespräch, kurz die Etappen seines und meines Wertegangs uns vorgetragen – und wir vermieden mit Bravur, dass er mir bei unserem letzten Treffen meine Framus-halbelektrische Guitarre, die ich ihm zum Aufbewahren gelassen hatte, nicht mehr zurückgeben wollte, und auch nicht zurück gegeben hat. Bis zum heutigen Tag.

Zur Strafe, sozusagen, habe ich mir danach am Auto die rechte Seite aufgerissen, nur, weil ich möglichst korrekt im Parkbereich einer Straße in Freiburg einparken wollte. Da war nämlich noch dieser Pfosten und obwohl ich gehörig aufpasste, ging das Einparken schief – schief wie der Putsch in der Türkei.

Vor knapp zwei Wochen dachte ich noch so bei mir: Ist doch eigentlich mal wieder Zeit zu einem kleinen Putsch am Bosporus. Dass man diesen dann gleich so diletantisch umsetzt, erinnert schon stark an meine Vorgehensweise, die Guitarre wieder zurückzuerhalten. Zugegeben, die waren bei ihrem Putschversuch nicht ganz so zurückhaltend wie ich, doch wahrscheinlich mindestens genau so doof?

Kann gut sein.

Kann aber auch sein, und irgend etwas will mich das einfach glauben lassen, mehr, als all die anderen Begründungen, dass der Putschversuch sehr wohl von Erdogan und seinen Gesellen ferngesteuert passiert ist. Schließlich bin ich ja auch, trotz besseren Wissens und nur wegen der Aussicht, einen Strafzettel zu erhalten, weil der hintere Reifen 10 cm über den auf dem Boden gezogenen weißen Strich ragte, sozusagen ferngesteuert in die Falle gefahren, also, mit der rechten Seite des Autos schön am Pfosten entlang geschrammt.

Obristen der türksichen Armee sollen den Putsch verschrammt haben, vielleicht auch einige Generälchen, ja, und natürlich der Herr Gülen im fernen US-Amerika, der sich gleich verdächtig laut von einer Mittäterschaft distanzierte. An seiner Stelle hätte ich gar keine Stellung bezogen. ‘Auf so etwas antworte ich nicht mehr’, hätte ich gesagt und gelangweilt weg vom Objektiv der Kamera geschaut. Bekanntlich wohnt der Gute in den USA.

Nun, unser guter Herr Receb Tayyip Erdogan hat nicht versäumt, dennoch gleich volle Kanne auszuholen nach dem angeblichen oder wirklichen Putschversuch: Die USA stecken hinter dem Putschversuch, sagt er. In dem man mit der großen Keule auf diese Weise verbal ausholt, kann man die kleineren Übel zwischenzeitig real wegräumen: unliebsame Richter, Staatsanwälte, natürlich Anwälte und, wie immer, noch schnell ein Paar Journalisten plus Notverordnung.

Bravo!

Doch Herr Obama wird sich mit Herrn Erdogan treffen, morgen oder übermorgen soll es so weit sein. Dass die beiden sich nicht grün sind, dürfte allen Beteiligten schon längst aufgefallen sein. Versteckt, wie alle seine Vorgänger, wird auch Erdogan unterm Tisch mit einem Abrücken der Türkei in Richtung Russland drohen. Insofern ist seine Annäherung mit Putin schon fast verdächtig gut in der Zeit gelegen. Es lässt vermuten, dass der Putsch, der so diletantisch ablief, die Annäherung an Russland und Israel davor bedingte und daher das Werk gewisser Thinktanks der besonderen Art ist.

Erdogan wird wohl Federn lassen müssen, um sein Ziel, Alleinherrscher, zu erreichen. Die Frage ist, wird er sie beim Kurden-, Israel-, Armenien-, Irak-, Iran- oder aber beim Zypernproblem lassen?

Was bleibt da noch zu hoffen, folglich? Dass Griechenland – nicht schon wieder – als ein weiteres Problem der Türkei in den Vordergrund gerät. Dass das Pro und Contra Erdogan zu sein, den Frieden in nordeuropäischen Ländern, in denen viele türkischstämmige Menschen leben, durch kluge Politiken im europäischen Inneren abgefedert werden kann. Und da habe ich so meine Zweifel, wenn zum Beispiel das sogenannte Weißpapier der deutschen Verteidigungsministerin inhaltlich angesehen wird. Es liest sich eher wie ein recht plumper Aufruf zur endgültigen Militarisierung – in letzter Konsequenz – des zivilen Lebens und/oder Bereichs. Nach dem Motto: Kontrolle ist gut, mehr Konrolle ist noch besser! Wer sich und anderen vertraut, scheint wohl selbst schuld zu sein. Das scheint die Denke dahinter zu sein.

Ja, die Schuldfrage ist wahrhaft kein Grund, die Schuldigen an der Misere auf die leyensche Weise noch mehr abzudecken. Die Regierungen Europas sind gut beraten, den Obersuperreichen Europas für den Zeitraum von 5 Jahren, beispielsweise, einen Schnitt von 50% der Einnahmen zuzumuten. Damit die Löcher in den Straßen endlich gestopft werden europaweit. Damit den Frauen ein gleichwertiges Gehalt für gleiche Arbeit bezahlt wird europaweit. Damit vor allem jungen Flüchtlingen eine ganz intensive Betreuung zugute kommt europaweit, gern mit der Perspektive, danach in der einstigen Heimat als Spezialisten und dergleichen zurückkehren zu können.

Ohne diese Kohle der Superoberreichen Europas darf man sich nicht groß wundern, wenn einige am anderen Ende der sozialen Hühnerleiter sich ähnlich radikalisieren Wie Die Da Oben!

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Die ersten 20 Minuten des Spiels Türkei – Spanien lediglich angesehen. Die Herren Spieler vom Bosporus haben sich nicht schlecht präsentiert. Dennoch denke ich, dass Spanien irgendwie – ungefähr so wie Italien – zumindest ein Tor geschossen haben dürfte gegen Die unterm Halbmond. Als dieser Artikel fertig gestellt war, habe ich masochistischer Weise doch noch im Netz das Ergebnis nachgesehen: 3:0 Klatsche. AUAH. Drei Kinder pro Ehepaar zumindest hatte der Präsident doch angeordnet, aber eine 3 zu NULL Klatsche? Ob Receb Tayyip Erdogan gut schlafen kann in diesen Tage, ist nicht herauszufinden. Schließlich ist er ein begeisterter Fußball-Fan und es kursieren genügend Videos im Netz, die ihn in Aktion als Fußballspieler zeigen – mit den seltsamsten Kommentaren und in den wunderbarsten Posen. Wir werden es wohl demnächst an seinen – nennen wir es – politischen Reaktionen erkennen können, ob das voraussichtliche, inzwischen bestätigte Versagen der türkischen Mond-Sterne (ay yildizler) – nationalen Fußballmannschaft der Türkei politisch indirekt zuschlägt. Schließlich ist nun Ende Juni 2016 und Herr Präsident Erdogan hatte ja angedroht, etwas zu tun, was den Europäern der EU nicht gefallen dürfte in Sachen Flüchtlingsdeal, wenn seine Untertanen nicht wie jeder Europäer der EU in derselben sich ebenso frei bewegen dürfen. Hoffen wir also, dass die Türkei ins Achtelfinale kommt? Ich glaube insbesondere im Osten und Südosten der Türkei dürfte der Bevölkerung, die stellenweise über 6 Monate mit einer Ausgangssperre leben ‚darf‘, ziemlich am hinteren Teil der türkischen Flagge vorbei gehen, ob die Nationalmannschaft zu unwiederbringlichem Ruhm sich aufspielt oder nicht. Die darben dort. Die sind im Krieg, beschossen vom eigenen Staat. Denn nicht alle dort sind „Terroristen“. Aber alle, ungefähr so wie die nun eventuell wirklich gebannten russischen Sportler, werden in eine Art Sippenhaft genommen von Ankara. Die Türkei ist kein sicherer Urlaubsort. Wer sich darauf verlässt, spielt eventuell so, wie die türkische Nationalelf in Frankreich – auf gut Glück?!

Europa dürfte sich demnächst herausgefordert sehen, wenn die Regierenden in der Türkei in Richtung EU politisch ausholen, wie angekündigt, oder wird gezwungen sein, ihr Gebiss einlegen zu müssen, denn diese/r europäische Tiger/in erscheint ja eher zahnlos bislang.

Es dürfte schwer sein, einen der Mitstreiter in der Gruppe D bei der Europameisterschaft davon zu überzeugen, etwas schlechter zu spielen. Vielleicht müssten die Dopingkontrollen der Mannschaft/en etwas lockerer betrieben werden? Schließlich ist Sport Politik und Politik ist Sport, nicht Spott, oder?

Das Dopen will man nun ja mit der Sperre für russische Olympioniden aus der Welt schaffen. Die derart Gebannten sollten eigentlich froh sein, dass sie sich der Sika-Gefahr nicht auszusetzen brauchen. Es ist schon verwunderlich, wie schnell diese Gefahr plötzlich keine Gefahr mehr sein soll in Brasilien.

Money makes the world (Olympiade) go round?

Gewiss ist da was dran.

Die Russen haben also einen harten Stand in der Welt. Müssen immer die Bösen abgeben. Die Armen.

Hier auf Zypern finden sie indes noch recht positiven Zuspruch. Meines Wissens sind die Russen diejenige Nationalität derzeit, die die zyprische Staatsbürgerschaft am meisten abgreift, wenn man so – etwas abschätzig mags klingen, sorry – sagen darf. Danach kommen auf der Liste derjenigen, die das tun, glaube ich, die Rumänen und dann verwunderlicherweise die Briten. Das heißt, die ehemaligen, ‚immer-noch Kolonialisten‘ sichern sich bereits vorsichtshalber ab in Sachen Brexit. Wahrscheinlich lässt sich dann als britischer Staatsbürger leichter für den Austritt aus der EU stimmen. Es ist immer gut, wird gesagt, noch eine Option in der Hinterhand zu halten. Die Briten haben das über die Jahrhunderte gelernt, wahrscheinlich sogar perfektioniert.

Die Franzosen sind da nicht ganz so geübt in dieser Angelegenheit. Irgendetwas scheint sie an der Ausübung dieser Kunst zu hindern. Vielleicht ist es ja letztendlich doch ihre Kontinentallage, die entweder zu viele oder zu wenige oder vielleicht nicht immer klar erkennbare Optionen auswählen lässt. Jemand, der auf einer Insel lebt und aufwächst, sieht die Dinge um sich eben ganz anders – klarer. Das sagt man ja auch von Menschen, die aus einem Tal stammen oder von richtig hohen Bergen abstammungsmäßig kommen.

Im Tal der anscheinend heroischen Erinnerungen fand sich am 16. Juli auch die AKEL-Partei auf Zypern wieder. Es sei der Tag gewesen, an dem man – gerade mal entstanden als Partei der kommunistischen Genossen in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts – entschieden hatte, sich mit Waffen und allem, was so dazugehört, aktiv am Kampf gegen die britischen Kolonialisten zu beteiligen. Gesagt, getan!

Viele Freiheitskämpfer ließen ihr Leben, deren Überreste teils heutzutage noch beerdigt werden, weil die von einer Kommission Ausgegrabenen anschliessend an die Familien zurückgegeben werden. Das Ergebnis des ruhmreichen Kampfes von einst ist uns ja bekannt: eine praktisch zwei- oder dreigeteilte Insel. Kommt auf die Sichtweise an.

Inwieweit Russland, seinerzeit Sowjetunion, in diesem Entscheid der damaligen AKEL-Führung beteiligt gewesen ist oder gewesen sein soll, muss in irgendwelchen Quellen stehen, die aber noch immer nicht zugänglich sind. Bei den Quellen, die das Wirken der sogenannten Faschisten um Grivas und Samson angehen, ist jedenfalls gewiss, dass bislang noch kein Wissenschaftler darauf zurückgreifen darf, um endlich mal die „Wahrheit“ zu berichtigen – also die Wahrheit über die Abläufe der Auseinandersetzungen zwischen Griechen und Türken und Griechisch/Türkisch-Zyprer. Diese Unterlagen liegen gut verschlossen in Athen und Nikosia, wurde gestern von Professor E. Solomou referiert, der sich mit der zyprischen Geschichte, wie er sagte, wissenschaftlich beschäftigt. Was er da gestern im Fontana-Salon des Hilton Hotels von Nikosia von sich gab, eingeladen vom Rotary, war allerdings ziemlich gedopt. Anscheinend waren seine beiden Vorträge davor, die den Zeitraum von 1878 bis 1960 umrissen, wesentlich detaillierter und kenntnisreicher. Nicht etwa, dass Herr Professor keine Kenntnisse hatte über die Abläufe von 1960 bis 2016, wie angekündigt. Viel eher scheint er sich zu zieren, den wissenschaftlichen Stand der Dinge in der Öffentlichkeit preiszugeben, den er allerdings vorgibt, zu vermitteln. Denn er weiß selbstverständlich vom kursierenden Narrativ, welches wenig bis zuweilen gar nichts mit den einstigen Tatsachen zu tun hat auf Zypern – also politisch und daher ideologisch gefärbt ist.

Und so musste sich der Prof. beim Dopen seiner geschichtlichen Darstellungen ausgerechnet von einem anwesenden Rechtsanwalt berichtigen lassen. Denn der Vortragende hatte so in etwa erzählt, dass das Rathaus in Nikosia kurz vor 1974 geteilt wurde, weil die Türken mal wieder Angst gehabt hätten, nicht zur Genüge an der Macht beteiligt zu werden. Und dass doch alles genau so, wie es von den Griechischzyprern seiner Zeit getan wurde, eh in der damaligen Verfassung des Landes festgelegt worden war, also die Türken daher sich unanagebrachter Weise benachteiligt fühlten und dass die Verfassung außerdem in Gänze den Zyprern von äußeren Kräften auferlegt worden sei.

Eine sonderbare Position, dachte ich. Denn dass die griechisch-zyprische Seite sehr wohl die Entscheidungen im Lande an sich rissen damals, indem die Türkischzyprer immer weniger bis gar nicht daran einbezogen wurden, ist nun mal eine Tatsache und kann auch nicht damit gerechtfertigt werden, wie der Prof. es versuchte, dass die Türkischzyprer doch eh nicht zur Genüge die geeignet ausgebildeten Leute gehabt hätten, um derartig hochstehendem politischen Entscheiden folgen zu können; bzw: eh mit 30% Mitspracherecht übervorteilt worden seien von den Engländern, wo den Türken doch eigentlich von ihrer damaligen Bevölkerungszahl her lediglich so um die 18% zugestanden hätten.

Herr Rechtsanwalt korrigierte und – zu meiner Verwunderung – ließ wissen, dass es so nicht gelaufen wäre, wie dargestellt, sondern vielmehr hätten die Griechischzyprer die Prozesse damals (wie eigentlich auch heute immer noch) ständig herausgezögert und zeitlich nach hinten verlegt, sodass keine Handlung oder kein Entscheid irgendwie abgeschlossen oder durchgeführt werden konnte, woraufhin man letztendlich, um nicht – schon wieder – total zu kollabieren tagespolitisch, beschloss, die Rathäuser aufzuteilen: eines im Norden und eines im Süden.

Der ehemalige Bürgermeister Lellos Dimitriadis, den ich nach dem Vortrag Herrn Solomous zum Interview geladen hatte bei sich zu Hause, wollte auf dieses Thema (Aufteilung des Rathauses von Nikosia) einfach nicht einsteigen – obgleich ich ihn zweimal darauf ansprach. Dafür erzählte er aber andere Anekdoten aus seiner über 30-jährigen Amtszeit und meinte unter anderem: „Man muss diese Leute in der griechischzyprischen Regierung mit „fait acomplie“ nehmen, also mit vollendeten Tatsachen schlagen. Und sogleich ließ er wissen, dass er dieses Konzept bei der Erneuerung des in Zypern berühmten Famagusta Gate sowie bei einer unterirdischen Garage angewendet hatte. Die Garage liegt unweit des heutigen Check-Points auf griechischzyprischer Seite der Ledra-Straße.

Überhaupt ist Herr Lellos, wie er genannt wird und genannt werden mag, noch immer rüstig mit seinen über 80 Jahren. Er wohnt in einem von außen unscheinbaren Anwesen, dessen gediegener Reichtum und Schönheit sich dem Besucher erst beim Betreten des Grundstücks erschließt. Seine Frau Olga hatte ausgerechnet gestern eine Tinnitus-Störung im Ohr erhalten mit Unwohlsein gepaart, sodass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Keiner weiß, was der Grund dafür ist. Dennoch war Herr Lellos so nett, das Interview, welches über eine Stunde ging, zu machen. 30 Jahre stand er Nikosia vor als Bürgermeister und scheint, wie bereits im Artikel zu Herrn Harmanci hier auf Zypernundmehr-News geschrieben wurde, mit dem heutigen Präsident des Nordens, Akinci, wirklich gut zusammen gearbeitet zu haben. Bei den Wahlen ins Bürgermeisteramt habe er praktisch kein Geld ausgegeben für Werbung, denn die Leute hätten ihn geliebt, wovon er heute noch zehrt, wenn er durch die Straßen gehe. Er als ausgebildeter Anwalt (Barrister) musste seinerzeit Präsident und Erzbischof Makarios, der ihn zum Bürgermeister ernannt hatte die ersten beiden Amtszeiten, ohne jemand anders eventuell nach einer Meinung darüber gefragt zu haben, klar machen, dass er „illegitim“ Bürgermeister der Stadt Nikosia geworden sei mit der Berufung, da sein Haus, in dem er noch immer wohnt, nicht im Stadtbereich Nikosias liege. Das Gesetz schreibe nämlich vor, ließ er die verwundert dreinblickende Eminenz wissen, dass ein Bürgermeister in der Stadt wohnhaft sein muss, für die er arbeitet. Also erweiterte der Erzbischof kurzerhand das Viertel, in dem Herr Lellos wohnt, woraufhin das andere Viertel namens Strovolos einen kleinen Teil seines Grund und Bodens verlor.

So einfach war die Welt zu ordnen einst.

Niemand wagte, dem Präsidenten und Erzbischof in einer Person, Makarios, in irgendeiner Sache zu widersprechen. Er war auch noch der Vertreter Gottes auf Erden!

Beide, Akinici und Dimitriadis, waren damals also Bürgermeister Nikosias: Nord und Süd. Herr Lellos wiederholte mir gegenüber gestern, man müsse „Die da“, damit meint er die Herren und Damen im Parlament, „austricksen“, also dopen. Anders komme man nicht zu seinem Ziel. Offenbar ist die Verwaltung und die dazugehörige Bürokratie in Nikosia (Nord sowie Süd) noch haarsträubender als in Damaskus, Kairo oder Berlin.

Eine Randbemerkung, die Herr Lellos, darauf angesprochen, machte, hat ihn mir wirklich sehr sympathisch werden lassen, war, dass seine frühere Hausangestellte, damals ein Mädchen aus dem Troodos, die im Haus über 40 Jahre tätig war, auf eigenen Entscheid ihrerseits noch immer bei ihm im Haus lebt und sich ihren Alterssitz sozusagen bei ihrem früheren Arbeitgeber eingerichtet hat, einrichten konnte und noch immer einige Arbeiten verrichten will. Gegensätzlich hört man leider zu oft von haarsträubenden Geschichten, in denen Haushilfen aus Asien nicht nur auf Zypern wie menschliche Werkzeuge oder dergleichen angesehen und benutzt werden.

Herr Lellos spricht davon, schon in ungefähr 2 Monaten ein Buch auf Griechisch und ein weiteres etwas später auf Englisch auf den Markt zu bringen. Wir dürfen gespannt sein. Auch daher war er sparsam mit Anekdoten aus seiner Amtszeit. Das eine der Bücher befasst sich nach seinen Angaben ausführlich mit den kooperativen Politiken, die er einst mit Herrn Mustafa Akinci aus dem Norden, dem heutigen Präsidenten Nordzyperns, verwirklichte. Er wolle sich nicht zu positiv über diesen Politiker äußern, da dies Akinci schaden könnte.

Beim Interview dopte Lellos Dimitriadis mit echtem Pfefferminztee, süßen „Ladyfingers“ (Nussmasse eingewickelt in gebackenem Teig und Honig) und viel Herzenswärme eines gereiften Mannes und zufrieden mit sich selbst Zurückblickenden in gemütlich eingerichtetem Arbeitszimmer, das irgendwie Freude am Leben und Schaffen widerspiegelt: Lernen durch Tun, etwas aufbauen kooperierend und Leben und leben lassen und MEHR, scheint seine Devise eventuell für alle Lebensbereiche zu sein!

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Völkermord

So, so! Da haben sich die Deutschen also „hinter“ den Verbrechen der Türken, genauer, des Osmanischen Reiches, an den Armeniern versteckt. So in etwa klingt der Sprecher des Präsidenten, Herr Ibrahim Kalın, der auch Botschafter zu sein scheint. Soll bedeuten, Herr Kalın findet, dieser Entscheid im Bundestag beruhe unter anderem darauf, dass die Deutschen in der Welt damit klar stellen wollen und wollten, dass sie nicht die einzigen Massenmörder seien, sondern da gäbe es ja auch noch solche Übeltäter wie die Osmanen, sprich: die Türken.

Bei all den Massenmördern, die es inzwischen leider zu verzeichnen gilt global, denke ich persönlich nicht, dass man Herrn Kalın in seiner Art Analyse zustimmen sollte. Immerhin hat er es darin geschafft, zu bemerken, dass „die Deutschen“, Nachfolger des NS-Regimes, es schaffen, die Schuld derer auf sich zu beziehen, die in ziemlich klarer Weise ihre Vorläufer waren. Und auch, dass man am Völkermord an den Armeniern beteiligt war.

Nun, die Türken könnten – obgleich sie offiziell mit ihrer Republik Türkei der Nachfolger des Osmanischen Reiches sind – dennoch daran erinnern, dass beim Morden und Vertreiben der Armenier aus den meisten ihrer ursprünglichen Siedlungsgebiete Kurden und Araber durchaus mitgeholfen haben (Teile derselben alle Male). So auch Perser.

In wie weit kurdische Verbände diese Mitschuld eingestehen, ist hier nicht bekannt. Es wäre also durchaus interessant, Herrn Demirtaş diese Frage mal zu stellen.

Was die Mitschuld der Araber am Völkermord der Armenier in Anatolien angeht, ist es schon schwieriger, hier einen Ansprechpartner wie beispielweise Herrn Demirtaş ausfindig zu machen.

Im Gegenteil zu den Kurden verhalten sich die Arabischsprecher in der Türkei ziemlich ruhig und einigermaßen angepasst. Bekanntlich leben diese an den Grenzen der Türkei zum Iran, dem Irak und natürlich Syriens. Zypern war vielen Armeniern Zufluchtsort. Im griechischen Teil Zyperns leben viele Armenier. Sie scheinen gut integriert zu sein, und sollte es eine Diskriminierung ihnen gegenüber geben, so kann diese wohl eher als sogenannter Einzelfall bezeichnet werden. Die Integration der Maroniten und Armenier in die südzyprische Gesellschaft darf also durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die der sogenannten Pontis, den Griechen, die nach dem ersten Weltkrieg aus dem Schwarzmeerraum in Zypern wie auch in Griechenland sich ansiedelten und noch immer untereinander Türkisch wie auch Russisch sprechen, ist vielleicht nicht ganz so gelungen, doch eigentlich schon – irgendwie.

Dumm nur, dass Herr Kalın, und mit ihm auch andere türkische Politiker, im Zusammenhang mit dem Entscheid im Bundestag zu den Armeniern und ihrer Ermordung in Anatolien 1915 offensichtlich nicht davon ablassen können, versteckt zu drohen. „Unser Präsident“, meint Kalın, sei doch in den letzten Jahren auf die Armenier im Lande zugegangen. Das ist „Völkermordspropaganda“.

Schon allein die Ausdrucksweise Herrn Kalıns klingt in unseren deutschsprachigen Ohren merkwürdig: Völkermordpropaganda.

Mit diesem Entscheid, sagt Kalın des Weiteren, wollen sie die Türkei unter Druck setzen. „Doch wird die Türkei gegenüber derartigen Anschuldigungen und Verleumdungen nicht ohne Reaktion verharren. Das kann so nicht gedacht werden. Was dabei herauskommen wird, darüber müssen sich nicht die Türken, sondern jene, die diese unverantwortlichen, unverständlichen und beziehungslosen Dinge auf den Plan bringen einen Kopf machen. Es kann nicht erwartet werden, dass die über 3 Millionen Türken, die in Deutschland leben, gegenüber diesem Entscheid sich passiv verhalten werden. Dieser Entscheid wird die Integration der Türken in die Bundesrepublik, aber auch die Beziehungen der Türkei mit Armenien nicht positiv beeinflussen.“

Der Entscheid im Bundestag war so, wie er gefällt wurde, überfällig! Der Zeitpunkt ist allerdings etwas seltsam gewählt.

Was genau steckt dahinter?

Man darf wohl so weit gehen, zu behaupten, dass sich Präsident Erdogan dieses Ei, also den Entscheid im Bundestag, auch wenn Merkel und andere auf abwesend machten, selbst ins Nest gelegt hat.

Nordeuropäer sind eventuell langsam, ja zuweilen behäbig, und man könnte manches Mal fast glauben, sie sind schwächlich, degeneriert und womöglich nur noch käuflich, doch dann überraschen sie – glücklicherweise noch – zum anscheinend richtigen Moment.

Die Türkei ist es doch eigentlich, und das scheint man unter Staatsobhäuptern mehrheitlich wieder erkannt zu haben, und sich darüber offensichtlich untereinander abgestimmt zu haben, die die EU braucht. Wenn letztere die Tore hochzieht, ist Erdogan nämlich schneller weg vom Fenster wie ihm lieb wäre. Ihm diese ‚lustige‘ Realität mal kurz vor Augen geführt zu haben, war also wichtig. Noch wichtiger wäre indes, dass die Türken sich von diesem Mann verabschiedeten.

Er hat ausgedient!

Es ist Zeit, ihm seine Verfehlungen im Inneren wie auch im Äußeren endlich vor zu halten – vor allem die seiner Familie und engsten Vertrauten. Die Zeit der Abrechnung hat begonnen.

Was Zypern angeht, ist Erdogan auch inzwischen eher ein Störfaktor geworden. Insgeheime Hoffnungen, dass er Nordzypern entlässt, um dafür so etwas wie Regionalmacht spielen zu können, womöglich im Verbund mit Israel, haben sich schon seit Längerem erledigt.

Der ehemalige Ministerpräsident Davutoglu hat diese Erledigung sozusagen mit seinem Abtritt aus dem Amt als Ministerpräsident klar angezeigt.

Ich wünschte mir Herrn Davutoglu auf einem Posten an einer namhaften Universität, zum Beispiel an der Universität von Basel.

Beim Votum im Bundestag zur Armenienfrage musste ich unweigerlich an all die türkischstämmigen Bekannten von einst denken, die ich in Berlin Neukölln, dem Wedding, Charlottenburg und Kreuzberg etc. kenne und kannte. Zu meiner Verwunderung waren eigentlich nahezu alle der Meinung, dass es die Armenier waren, die die Türken angegriffen hätten damals. Und die Türkei habe sich „nur verteidigt“. Und zu Misshandlungen sei es schon mal gar nicht gekommen: „Propaganda“.

Ja, und überhaupt, was ich denn frage. „Glaubst du vielleicht auch an diese Lügen?“ Und ob ich … .

Ja, viele dieser Leute kürzen derartige Diskurse ab, und zwar indem sie sich in Drohgebärden ergingen, in Beschimpfungen etc.

Es ist gut, dass all diese teils gewaltbereiten Leutchen, die glauben, die Osmanen seien Engel gewesen und der Rest Barbaren, nun unverblümt auch von deutscher Seite ins Gesicht gesagt bekommen haben: Armenier sind auch Menschen, denen man nicht einfach mal schnell so das Land unterm Arsch (Verzeihung) wegziehen kann und dann noch nicht mal dazu steht – und wenn dazu gestanden wird, das habe ich in Berlin durchaus auch hin und wieder mit anhören dürfen, war man stolz darauf, meinetwegen in Kahrman Maraş oder andernorts auf armenischem Besitz sich seine WELT erbaut zu haben. Es ist und war zuweilen unerträglich, was ich mir anhören durfte.

All DAS ist jetzt zumindest etwas, wie soll ich sagen, mit einer Art Salbe zur gelindert worden, auf deren Packung steht: „Völkermord!“

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Zypern und mehr

Erfreulich, dass die Schweizer sich der „Durchsetzungsinitiative“ der SVP, der ganz besonders schweizerischen Partei der Schweizer, widersetzten. Ein Staat mit einer Polizei, die eine Sonderverfügungsgewalt eines Richters in manchen Fällen ausüben könnte, konnte vorerst noch gestoppt werden, indem die Mehrheit der Schweizer (62%), die an der Wahl teilnahmen, entsprechend stimmten.

Eine gewisse Rechtsstaatlichkeit ist in der Alpenrepublik also noch gewährleistet.

In der Türkei müht man sich, wahrscheinlich redlich, so etwas wie Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu halten. Dem Präsidenten der Türkei, Tayyip Erdogan, gefällt aber nicht, was das höchste Gericht, ohne seine Zustimmung, beschlossen hat. Journalisten, die seiner Meinung nach „Spionage“ betrieben hätten, sind nun wieder auf freiem Fuß und werden, welch erdoganscher Schreck, gewiss nun erst Recht gegen ihn Arbeiten und Recherchieren.

Wie in der Philenews. Com aus Zypern bereits am 15. 02. 2016 gelesen werden konnte, kriegt Erdogan von Brüssel mehr oder minder alles hinten rein gesteckt. Sogar das Kapitel 17 der Beitrittsverhandlungen mit dem schwierigen Nachbarn der Zyprer will Jean Claude Juncker öffnen. Juncker verstecke sich hinter den Anordnungen Frau Merkels, der deutschen Bundeskanzlerin, behauptet die Philenews.

Die Kanzlerin war gestern Abend im Interview bei Anne Will im ARD und ist morgen in Freiburg im Konzertsaal. Irgendwie gab sie sich beseelt von der Idee, den bockigen Balkanstaaten ihre Sicht der Dinge durch Beharrlichkeit schmackhaft machen zu können. Leider braucht sie dazu die Türkei im Boot. Die ist aber schon beim letzten Treffen der EU-Riesen nicht in der Lage gewesen, teilzunehmen – Bomben in Ankara. Der Anschlag hielt den Ministerpräsidenten Davutoglu ab, Präsenz zu zeigen. Das war ihm gewiss recht, weil Frau Merkel nun mal auf Kohlen, ganz heißen Kohlen sitzt und so zu weiteren Zugeständnissen getrieben werden kann. Doch nicht nur sie sitzt auf solchen Kohlen.

Die Republik Zypern erzürnt, unter anderem, dass Erdogan in Brüssel fordert, die Zollvereinbarungen mit der EU zu Gunsten der Türkei zu sichern. Und das, wo Ankara sich noch immer wehrt, die Republik Zypern überhaupt als Staat anzuerkennen, die ja schließlich seit 2004 ein Mitglied der EU ist. Man kann nicht behaupten, Brüssel würde sich um Zypern als Ganzes so bekümmern wie um den Verbleib Großbritanniens in der EU. Ähnlich dürften die Klagen Griechenlands sein, das jeden Tag Gefahr läuft, dass gewisse Kreise Anschläge auf Flüchtlinge durchführen.

Das die Aufmerksamkeit Brüssels eher woanders ist, schmerzt gewisse Eitelkeiten und Befindlichkeiten der Griechen, aber auch der Zyprer, die schließlich demnächst mindestens genau so wichtig, und noch wichtiger sein werden wie die Briten. Denn sie zeichnet au: Erdgas, Erdöl, dicke Kontakte mit Israel, Schlichter der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten zu sein, Brücke nach Afrika und den Kaukasus, Sonderbeziehung zu Russland, Freund der Serben und Franzosen usw.

Die Briten sollten eh darum bangen, dann, wenn es so weit ist, dass die Größe und Wichtigkeit Zyperns in Europa erkannt wurde, ihre Militärbasen auf Zypern halten zu dürfen. Noch ist das kein offizielles Thema, doch alle wissen von diesem Thema, welches in einigen zyprischen Köpfen rumort.

Noch mehr Profil hätte die Regierung in Nikosia vor kurzem zeigen und entwickeln können, als eine gambianische Delegation vorgefahren kam, um den neuen Botschafter zu akzeptieren. Die feinen Pinkel im noch feineren Zwirn hätte man mal darauf aufmerksam machen können, und zwar aus rein diplomatischen Erwägungen, anstatt sie mit netten Worten einzuseifen sowie womöglich Möglichkeiten zur Geldanlage auf Zypern zu offerieren, die Flucht ihrer Jugend nach Europa endlich zu unterbinden. So weit bekannt, werden dieselbe von Banjul nicht angenommen, zurückgeschickt aus Europa. Wichtiger ist jedoch, dass mal jemand wie die Republik Zypern endlich klar und öffentlich den Affront wagt und dem gambianischen Halbgott Herrn Prof. Dr. … Jammeh ENDLICH erklärt, dass das Menschenrecht auch in seiner islamischer Republik gilt.

Das Regime in Gambia ist inzwischen nicht nur Menschen verachtend, sondern auch richtig gefährlich, und zwar für alle Beteiligten. Eine Brutstätte des islamistischen Terrors ist Gambia, weil den Bewohnern gar keine andere Alternative gelassen wird – außer nach Europa auszuwandern oder in den Gihad irgendwo zu ziehen. Viele werden es hier in Europa vermutlich nicht schaffen, sich von den alt eingeschliffenen Traditionen irgendwelcher halbgebildeter Prediger in der Heimat, im Denken und Handeln zu lösen. Das kommt einem im Gespräch mit einigen jungen Gambianern jedenfalls jetzt schon als Frage in den Sinn. Nahezu alle gambianischen Flüchtlinge hier in Deutschland leben auch daher in einer viel zu schizophrenen Realität: westliche Lebensweise versus alten Traditionen, die, wie bereits gesagt, aufgrund der verheerenden sozialen und politischen Lage in Gambia dort schon seit Jahren in Richtung extreme islamistische Formatierung der Bevölkerung tendiert. Viele dieser Leute sind Analphabeten und die Handelskammer berichtet bereits, dass zwei Drittel der Asylsuchenden, die in eine Lehre gehen, dieselbe abbrechen. Das schnelle Geld lockt, denn die Not der Angehörigen back in IRGENDWO ist wahrscheinlich groß.

Was manche Gambianer angeht, verwirrt ihr widersprüchliches Äußeres, welches oft vorspiegelt, ein cooler, junger Mensch mit westlich geprägter Denkstruktur sitzt vor einem. Vielleicht entsteht der Eindruck wegen der Bilder, die die Musikindustrie verbreitet in Musik-Clips etc. Doch hört man genauer hin, klingt da recht oft Frauen,- Homo, Bildungs-, Tierrechtefeindliches ans Ohr – und auch Rassistisches.

Ihr Wissen über den Islam ist meist sehr rudimentär. Was sie als Glauben deklarieren, sind offenbar eher (extreme) Positionen oder Ansichten irgendwelcher Dorfprediger, die behauptet haben, Dies und Das stehe so und nicht anders im „Heiligen Buch der Muslime“.

Ähnlich von der Richtung her könnte die Entwicklung auch im Norden Zyperns verlaufen, wenn die Wiedervereinigungsverhandlungen – mal wieder – ins Nichts verlaufen. Europa und die Republik Zypern

wurden auch auf Zypernundmehr-News schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass eine Islamisierung des NORDENS im Gange ist. Die Kibris Postasi schreibt im Februar 2016 bereits von „Glaubens Tourismus“, der ausgebaut gehörte. Und daher sollte das Grabmal namens „Kirklar Türbesi“ restauriert werden. Verantwortlich für die Pflege und Aufsicht des Grabes ist die „Sucuoglu Vakiflar (Stiftung). Das Ding soll dann unter „Alternativ Tourismus“ laufen.

Durchaus eine interessante Alternative, nur unterscheidet sich der Vorschlag Herrn Faiz Sucuoglu, derzeitiger Tourismusminister im Norden Zyperns, von dem, was man ansonsten unter „Alternativ Tourismus“ versteht.

Letzteres ist also etwas problematisch, auch, da wie die Entwicklung der Türkei anschaulich zeigt, seit Erdogan und sein Vorgänger Erbakan die politische Bühne der Türkei dominieren, dass das Land langsam, ja schon fast schleichend gleichzeitig auch immer extremere Züge verpasst kriegte von einst sogenannt gemäßigten Islamisten.

Der Ägypter Mursi, der von SISI aus dem Amt als Präsident des Landes getrieben wurde, hatte sich zwar die Türkei zum Vorbild genommen, doch war er viel zu eilig unterwegs. Er erließ neue Gesetze in besagte islamistische Richtung derart unerwartet schnell und leider offensichtlich extremistisch, dass sogar der dahin dämmernde Westen aufschreckte, woraufhin ja auch SISI an die Macht in Kairo kam – ein gefügiger, kalter Militär im Gewand eines Zivilisten.

Dass Zypern im Verbund mit Griechenland und Israel sich den Herrn SISI etwas zur Brust nehmen, ist nicht das Schlechteste. Sogar die Botschafterin der Republik Zypern in Israel, Frau Thessalia Sampos, steht in der zyprischen POLITIS vom 10. Februar 2016 geschrieben, meint, Zypern spielt eine stabilisierende Rolle in der Region. Sie muss es wissen, wo sie doch ihre Diplomarbeit zu diesem Thema geschrieben hat.

Vor den bevorstehenden Entwicklungen und Unruhen in Algerien, Libyen sowieso, reicht Israel als Standbein des Westens in der Region schon längst nicht mehr aus. Im Gegenteil. Das westliche Standbein namens Israel gehört so grunderneuert wie der Iran, auch, um den Irak und die Türkei einigermaßen beruhigt zu halten – und wir haben noch gar nicht von Syrien geredet, dem Jemen und Saudi Arabien etc. Sprechen wir doch von Tunesien. Der Westen sollte – so wie man Israel installierte – sich Tunesien bestens gestern schon gegriffen haben, um einen Standpunkt dort zu haben. Also einen, den man, wie Merkel mal zuweilen meint, „kompromisslos unterstützt!“

Selbstverständlich ist Zypern viel zu klein, um überall einen Fuß drin zu haben. Man sollte sich also entscheiden, wo es denn angebracht ist, sich einzubringen. Es ist gewiss Zeitverschwendung, sich mit den Folterern und Kriminellen in Gambia groß ins Benehmen zu setzen. Solche Gelegenheiten eines Botschafterwechsels gehören besser genutzt, wie angesprochen, um sich anderen Playern in der unmittelbaren Nachbarschaft eindrücklicher zu empfehlen.

Einheitsbrei hilft nicht, wenn man so klein wie Zypern ist, und schon gar nicht dann, wenn man eigentlich eine ganz hohe Meinung und Ansehen von sich hat! Es gilt, hin und wieder aus der Masse herauszustechen.

Zypern führt mit den USA demnächst Manöver auf See durch. Mit Ägypten wird man zukünftig auf militärischem Gebiet zusammen arbeiten. Der Iran bereitet sich darauf vor, auf schulischem Gebiet (Unis etc.) mit der Republik Zypern einen Austausch zu betreiben. Verträge wurden bereits unterzeichnet. Auch im Hafen und bei der Erdgasförderung scheint man sich den Iran warm halten zu wollen.

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