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Archive for März 2015

Den folgenden Artikel hat uns Herr Meitner zugeschickt. Sein Anliegen ist eines, dass nicht nur Berlin betrifft – es hat mit der politischen Kultur und dem Gebahren von Amtsträgern zu tun. Letztere, hat es den Anschein, gerieren sich immer öfters als niemand anders verantwortlich als sich selbst – und gewissen anderen, wohl bekannten Akteuren, die Macht und Geld besitzen. Daher wendet sich Herr Meitner auf diese Weise direkt an den Oberbürgermeister Müller:

„Der Herr Oberbürgermeister Müller schließt nicht aus, dass das Tempelhofer Feld trotz des erfolgreichen Volksentscheids mittelfristig doch noch bebaut wird. „In den nächsten drei, vier Jahren wird das keine Rolle spielen“, sagt Herr Müller. Aber an eine spätere Randbebauung und kulturelle Nutzung des Feldes „sollte man denken“. Siehe: http://www.tagesspiegel.de/

Wie ist das eigentlich mit der Verfassung, Herr Oberbürgermeister?
Muss sich denn da wirklich jeder dran halten?
Ein Oberbürgermeister von Berlin ja offensichtlich nicht!? Dies sozusagen bewiesenermaßen nicht, denn wie sonst kann es sein, dass Sie meinen, diesen obigen Satz formulieren zu müssen. Davon, dass Sie weder von der Berliner Verfassung, noch von der Bundesverfassung nie etwas gehört haben, dürfen wir doch wohl nicht ausgehen.
Und genau Sie waren es, der damals im Mai 2014, als der Volksentscheid zum Tempelhofer Feld zustande gekommen war, im RBB sagte: es handelte sich bei dem Tempelhofer Feld-Gesetz (ThFG) um ein Gesetz und damit müsse „man umgehen.“
Nein, Herr Oberbürgermeister, Sie müssen nicht „mit dem Gesetz umgehen“, sondern sie söllten sich an das Gesetz halten! Doch diese Absicht haben Sie bewiesenermaßen durch Ihre zuvor zitierten Äußerungen hintertrieben.

Warum auch den Souverän, also das Volk, und dessen Willen respektieren? Oder wenn doch, denn dann wohl nur, wenn dieser Ihnen gerade mal zu Pass kommt, z. B. um entsprechende Wahlergebnisse zu generieren. Der Umstand aber, dass es das Volk ist, welches das Tempelhofer Feld-Gesetz gemacht hat (direkte Demokratie) und nicht die Mehrheiten in den Parlamenten (repräsentative Demokratie), ist das eher unbequem, Herr Müller? Anscheinend ist dem so und daher kündigen Sie gleich mal an, dass erwähntes Gesetz – wenn auch nicht sofort – langfristig keine Gültigkeit haben wird, die es nun aber einmal hat!

Im übrigen – Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister – grenzt ihre oben wiedergegebene Äußerung an Unredlichkeit und zeigt, dass Sie das Volk, genauer, dessen Entscheid, nicht ernst nehmen, solange nicht Ihre Positionen vertreten werden, ist zu vermuten.
Letzteres lässt sich unter anderem auch daran fest machen, dass Sie ernsthaft den Versuch machen, einen Zusammenhang zwischen der herrschenden Wohnungsnot (wie lange stellt die SPD den Oberbürgermeister doch gleich noch mal in Berlin?) und dem Volksgesetz herstellen. Die Wohnungsnot ist das Ergebnis der Versäumnisse Ihrer Partei vordringlich. Es wäre schön, wenn dafür einfach mal so etwas wie Verantwortung übernommen würde! Würde Ihnen und Ihrer Partei wirklich gut anstehen: Einsicht, Reformwille und unangenehme Dinge nicht unter den Teppich kehren zu wollen etc.

Herr Müller: Über 750.000 Menschen in Berlin haben das ThFG geschaffen!
Und wie viele Mitglieder hat die SPD bundesweit? 500.000 sollen es noch nicht mal sein. Und worüber entscheiden Mitglieder der SPD? Kann es sein, dass Gegenstand eines innerparteilichen Entscheides letztes Jahr lediglich war, ob der Koalitionsvertrag mit der CDU akzeptiert wird oder nicht (auf Bundesebene – versteht sich)?

Da Sie als Oberbürgermeister aus öffentlichen Kassen finanziert werden, wäre es wünschenswert und schön, wenn Sie sich während Ihrer Arbeitszeit mal zuvor angeführtes Zahlenverhältnis und dessen Bedeutung vergegenwärtigten, bevor Sie sich hinstellen und so etwas sagen wie: langfristig werde das ThGF nicht eingehalten werden.
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Ergänzend mag ich noch fragen, welchen Sinn es macht, die Partizipation der Bevölkerung an der Erstellung des Entwicklungs- und Pflegeplans für das Tempelhofer Feld zu gewähren, wenn Sie als Oberbürgermeister bereits jetzt schon ankündigen, dass Sie sich gar nicht bemühen werden, das Gesetz langzeitig einzuhalten. Ist das nicht Partizipation als Augenwischerei? Und nun wird auch klarer, warum es Ihnen so wichtig war, ausgerechnet jemanden vom BUND und eine von der Senatsverwaltung finanzierte Person zur (angeblichen) Koordination des erwähnten Plans einzusetzen. Bei dieser Amgelegenheit kommt sogleich Walter von der Vogelweides: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing…“ in den Sinn.

Verstehen Sie?

Ja, der 25. 05. 2014, der Tag des Volksentscheides in Berlin zum Tempelhofer Feld, ist ein historischer Tag in Sachen mehr Demokratie in der BRD. Es war eventuell nicht Ihr Tag. Doch der damals gefällte Entscheid der Berliner Bevölkerung wird durch ihren Entscheid, ganz offensichtlich nicht aufrichtig mit der Berliner Bevölkerung zusammen arbeiten zu wollen, torpetiert.
Das Gute daran ist, die Bevölkerung weiß jetzt, wo Sie sich verorten und wie. Und brauch sich wahrscheinlich nicht mehr irgendwelchen Illusionen hingeben? Sagen Sie nun bitte nicht: diese Frage erübrigt sich.
Und wenn doch, dann Danke Herr Oberbürgermeister für SO VIEL VERLOGENE OFFENHEIT!“

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oder

Ein bisschen Schleichwerbung der sympatischen Art!?

Dass in den USA die Rassengleichheit – auch vor dem Gesetz – leider nicht gegeben ist, bekräftigt einmal mehr das Verhalten der Partei der US-Republikaner und ist wohl eine Art Schleichwerbung für all diejenigen, die ähnlicher oder gar gleicher Gesinnung sind. Das, was die da abziehen derzeit, ist offener Rassismus, und zwar gegen den Präsidenten des Landes, Obama! Nach der Devise scheinbar: Den Schwarzen müssen ihre Schranken aufgezeigt werden, indem bislang gültige Verhaltensschranken für Politiker im Umgang mit dem Träger des höchsten Amtes im Lande überschritten werden, versteht sich von eben diesen zuvor genannten Verfechtern der Vorherrschaft der Weißen in den USA – und wahrscheinlich auch in der Welt. Derartiges Gedankengut kann hierzulande ja nicht all zu fremd sein, zumal auch hier Menschen überdeckt mit weißer Robe, einem Hühnerei gleich, Kukluksklan mimen und beruflich womöglich noch bei der Polizei oder anderen Staatsorganen beschäftigt sind.
Dass der israelische Premier Netanjahu eine gewisse Vorreiterrolle zu diesen Angriffen auf Obama und seine Crew spielt, indem er seinen seltsamen Besuch bei den US-Republikanern vor kurzem lancierte, will hier wenig verwundern im Angesicht der Politiken Israels gegen die palästinensische Bevölkerung Palästinas. Ach ja, genau: es soll ja kein Palästina geben. Kurdistan sollte es ja auch nie geben. Ja, sogar Israel selbst sollte es einst nie wieder geben und nun ist es dennoch da. Dürfen wir alle also hoffen, dass dann auch demnächst Palästina und Kurdistan sein werden, wo schließlich auch bewerkstelligt werden konnte vor langer, langer Zeit, dass Weihnachten eben im Dezember sein soll und Ostern im Frühjahr.

Und was steht in der Badischen Zeitung vom 11. März 2015 u.a.: „Man möchte meinen, eine Regierung, die sich in einer so verzweifelten Lage befindet [wie die griechische], würde sich bemühen, Freunde und Verbündete zu gewinnen. Stattdessen vergiften griechische Regierungspolitiker jetzt die ohnehin aufgeladene Atmosphäre auch noch mit Drohungen gegen die europäischen Partner.“
Wenn Letzteres kein merkwürdig übermaltes Osterei ist, dann was bitte? Sogar die ARD strahlte am Sonntagabend aus, wie das Spiel um Griechenland eigentlich und vielleicht wirklich zu verstehen und zu sehen ist: Dass die mächtigen Nordeuropäer mit den eventuell noch mächtigeren Banken Länder wie das kleine Griechenland gnadenlos in den Schwitzkasten nehmen und nahmen und sich dabei ungesetzlichen, ja unmenschlichen Methoden am laufenden Band geradezu bedienen. Folglich dürfte dann wohl ein weiteres seltsam buntes Osterei sein, dass Baden-Württemberg netterweise beabsichtigt, Syrer, die bereits eine gute Ausbildung genossen haben oder aber eben sogenanntes Potenzial zeigen, Stipendien vom DAAD erhalten sollen. Und was ist mit Afrikanern, Asiaten etc? Letzteres ist dann offensichtlich nicht Selektion von potentiellen Einwanderern anhand ihrer religiösen Zugehörigkeit, wenn Afrikanern diese Möglichkeit nicht auch gewährt oder angeboten wird. Übrig bleibt denn doch nur Selektion nach rassischen Kriterien als Erklärung, oder? Da hilft auch nicht, dass an Ostern braune sowie weiße Eier übermalt werden. Immerhin: Tidjane Thiam leitet von nun an die Credit Suisse. Er ist ein an der Elfenbeinküste geborener Schwarzer, der allerdings in Frankreich aufwuchs. Ja, stimmt. Die Schweiz ist nicht in der EU – aber dennoch sei das Farbspezifikum des Herrn Thiam erwähnt.
Jedenfalls haben die Schoko-Osterhasen ihre Position in den Regalen wieder erfolgreich eingenommen. Und weil die Schweiz nun schon erwähnt wurde und heute ja mal Schleichwerbung betrieben wird: Ja, nur die kleinen goldenen Hasen von Lindt, und sonst keine anderen kommen mir in den Schlund!

Die Zyprer haben es eigentlich einfacher, sich in Sachen Osterfreuden zu entscheiden, weil da stehen an nahezu jedem Ortseingang – und in den Ortschaften sowieso – riesengroße bunte Ostereier, die wahrscheinlich noch größer sind als die Eier eines Emu oder eines Strauß. Ihre Größe symbolisiert geradezu automatisch Auferstehung. Weil das Wort Auferstehung impliziert ja schon ein Nach-Oben. Größe. Eigentlich nicht Existentes auf der Welt.

Nun, die gute CBS Kultur Info aus Basel am Spalentorweg 14 in der Schweiz, die der Fremdenverkehrszentrale Zyperns nahe steht, erinnert freundlicher Weise an das göttliche Auferstehungsereignis namens Ostern in einer Mail, und auch daran, dass insbesondere in Zypern diese Feiertage einen erhöhten Status haben, anstatt zum Beispiel wie bei den Deutschen oder Schweizern. Zugegeben: das trifft nicht auf alle Schweizer oder Deutsche zu, doch das zu bestimmen, soll nun wirklich nicht hier geschehen.
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Herr Christian Schäffler vom CBS Kultur Info schreibt u.a.: „Stolz ist die Kirche von Zypern darauf, dass ihre Gründung bereits in der Bibel Erwähnung findet, nämlich in Apostelgeschichte 13,4-123; in dieser Perikope wird geschildert, wie Paulus und Barnabas nach Zypern kommen und das Evangelium verkündigen. Barnabas, ein gebürtiger Zypriot, wird der Tradition nach im Jahr 45 erster Bischof der Insel bis zu seinem Tod durch Steinigung im Jahr 61 unter Kaiser Nero in Salamis. … In dem von der Republik Zypern kontrollierten Gebiet leben 80 Prozent mit einer orthodoxen Glaubensorientierung. … Zypern hat … christliche Minderheiten vorzuweisen. Der römisch-katholischen Kirche gehören 1,7 Prozent der Bevölkerung an, 1,2 Prozent sind Anglikaner, 0,7 Prozent Maroniten, 0,3 Prozent armenische Christen. Ferner sind auch kleine Gemeinden protestantischer Kirchen (Adventisten, Lutheraner, Reformierte) vertreten. [Kann gut sein, dass in diesen Prozentzahlen andere Europäer und Christen aus dem Rest der Welt, die sich in Zypern niedergelassen haben, drin sind, was ich aber nicht denke].
Auch der Ostersonntag steht ganz im Zeichen alter Traditionen. Dazu gehören auch bestimmte Speisen wie die Ostersuppe Magiritsa aus Lamminnereien sowie das Schenken von gekochten Eiern. Die Ostereier sind fast ausschliesslich Rot bemalt, weil sie das vergossene Blut Christi symbolisieren sollen. Kinder schlagen die Eier gegeneinander, wessen Ei unbeschädigt bleibt, erlebt ein besonders glückliches Jahr und darf auch das Ei seines Gegners behalten.

Selten kommt man den Zyprioten so nahe wie an ihrem wichtigsten und fröhlichsten Fest. …
Für Kulturinteressierte bietet die Insel sechs grosse und elf kleine Routen, um das religiöse Zypern mit seinen über 60 Andachtsstätten und zehn byzantinischen Kirchen, die dem UNESCO-Weltkulturerbe angehören, kennenzulernen. …
Die Kirche von Zypern … ist die orthodoxe Kirche in Zypern und gilt als eine der Kirchen der sieben Konzilien der orthodoxen Kirche, eine autokephale (rechtlich selbständige), aber in voller Kirchengemeinschaft stehende Kirche.
Sie gliedert sich in ein Erzbistum, fünf Metropolien und 11 Klöster. Der Hauptsitz der Kirchenverwaltung befindet sich in Nikosia. Derzeitiger Metropolit ist Seine Seligkeit Chrysostomos II. (Englistriotis) (geb. 1941), der seit November 2006 als Erzbischof von Nea Justinianopolis und ganz Zypern amtiert. …

Allerdings findet im orthodoxen Zypern das Osterfest nicht am selben Termin statt wie in der Schweiz. Das orthodox geprägte Land richtet sich nach dem julianischen Kalender. … Vor dem Osterfest fasten die meisten Gläubigen. Die große Fastenzeit beginnt mit dem „grünen Montag“ nach dem Karneval und dauert fünfzig Tage bis Ostern. Viele Gläubige beschränken ihr Fasten jedoch auf die Karwoche, wenn auch die feierlichen Prozessionen stattfinden.
Am Gründonnerstag werden die Ikonen mit schwarzen Tüchern verhüllt und am Karfreitag schmücken Frauen in allen zypriotischen Dörfern und Städten ein besticktes Tuch, den Epitaph mit Blumen. Er stellt symbolisch das Grab Christi dar. Beim Gottesdienst küssen die Gläubigen diesen liturgischen Gegenstand [wo einem Gedanken an Herpes-Übertragung und dergleichen Erfreulichem unweigerlich durch den Kopf gehen beim Hinsehen], bevor er am Abend in einer feierlichen Prozession durch die Ortschaften getragen wird. Das Fest der Auferstehung Christi wird am Ostersamstag häufig mit einem Feuerwerk begangen, [welches nicht mit dem Geballer in der zeitlich viel zu langgezogenen Jagdzeit der Jäger an Sonntagen und Mittwochs verwechselt werden sollte] oder es werden Osterfeuer entzündet.

Während der Mitternachtsmesse in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erschallt in allen Kirchen der Ruf „Christos anesti – Christus ist auferstanden“. [Auf den Straßen hört man immer wieder, wie sich Leute mit dieser Formel begrüßen]. Besonders eindrucksvoll zelebrieren die Zyprioten die Auferstehungsmesse im Kloster Agios Neophytos bei Pafos. Nach alter Tradition darf nach der Zeremonie jeder Besucher sein Osterlicht mit nach Hause tragen. …

Ein schöner Start in den Frühling sind für Einheimische und Touristen die Ostertage auf Zypern, denn Ostern ist … für die Zyprioten das Familienfest des Jahres.“

Das roteste Osterei des Jahres 2015: Reparationszahlungen der BRD an Griechenland in von Griechenland geforderter Höhe!

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