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Archive for September 2014

Mal sehen, ob es sich diesmal ausgeht, wie die Wiener sagen, die restlichen Umschläge aus dem Rathaus Kandern abzuarbeiten – sozusagen als Nachschlag, also, falls Ihnen das Berlinerisch nicht geläufig ist, als Extrazugabe. Ja, längst Vergangenes, doch den Einen oder die Andere wird gewiss dennoch interessieren, was am Nabel der Welt, in Kandern, denn so ungefähr passiert.

Im Umschlag, in dem die Einladung der Gemeinde Kandern zur Gemeinderatssitzung drin ist, vom 22.09. 2014 werden als Erstes edle Spender aufgeführt. Der edelste Spender unter ihnen war und ist Herr Manfred Wrampfer aus Wollbach, der 589,83 € “… für den Kindergarten Wollbach” spendierte. Geschäftsbeziehungen sollen offenbar keine bestehen mit dem Kindergarten. Der Zweitedelste auf der Liste ist die Firma Wasserkraft Kandern mit 466, 48 €. Dahinter steckt scheinbar der Herr Brohammer, der gerne hätte, dass diese Spende für die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Sitzenkirch vergeben wird. Selbstverständlich gibt es noch einige Kleinedle im Kreisbezirk Kandern, die unter 100€ spendeten.

Auf der Seite, die mit “Haushaltsvollzug” überschrieben ist in der erwähnten Einladung der Gemeinde, wird in “Einnahmen” und in “Ausgaben” eingeteilt (2013). Beim Verkauf von Nutzholz – aus unserem relativ schönen Wald um die Stadt – wurden 460.133 € eingenommen. Die Waldarbeiter erhielten 284. 069 € und ihre Maschinen (“Anerkannter Aufwand”) beläuft sich auf 17.984 €. Die Erhaltung der Wege im Wald fraß 25.694 € weg. Letztlich musste für sogenannte Forstschutzkosten lediglich 2.591 € ausgegeben werden. Dass bei der “Ernte von Forsterzeugnissen” 60.497 € anfielen, kommt einem Außenstehenden gewiss komisch vor.

Ansonsten: Wald wurde dem Haushaltsvollzug zufolge nicht verkauft. Es wurde anstatt 0,6418ha Wald dazugekauft, der mit -9.633 € zu Buche schlug in der Sektion “Vermögenshaushalt” des Haushaltsvollzugs. Auf der Seite namens “Betriebsstatistik Gemeindewald Kandern” wird ein “Überschuss” ausgewiesen. Als Außenstehender kann leider nicht erslossen werden, was genau gemeint ist mit Überschuss: Bäume, freie Fläche? Für all diejenigen, die sich einen Reim daraus machen können: Im Jahr 2010 betrug dieser Überschuss 61.576 €, 2011 waren es 138.696 e, 2012 waren’s 107.538 € und 2013 ging der Betrag nochmals runter, und zwar auf 102.640 €.

Als Wirtschaftsziele werden die Fortsetzung der intensiven Kulturarbeit (womöglich immer noch sonntags und samstags notfalls heulende Motoren von Sägen im Wald) mit Schwerpunkt Durchforstungen (Bäume in Reihe und Glied stehend?) in den mittelalten Douglasienbeständen, Umsetzung der geplanten Alteichennutzung (also absägen?) im Holzeinig und Vermarktung der sehr hochwertigen Eichen, Erneuerung der restlichen Dächer an den Schautafeln des Walderlebnispfades (wo so tolle Fragen gestellt werden wie: “Wem gehört der Wald?” Die angebotene Antwort auf diese Frage, muss man sich wahrscheinlich nicht antun, oder doch?) sowie Vorbereitung der beiden Auszubildenden auf die Abschlussprüfung genannt.

An Einnahmen sieht der Haushaltsplan 578.000 € und an Ausgaben 488.300 € im Wirtschaftsplan 2015 vor, so dass ein Überschuss von 89.700 € erwartet wird (wie auf https://kandernundmehr.com/category/kandern-und-mehr bereits berichtet wurde). Im Vermögenshaushalt sind die Waldankäufe zur Waldarrondierung und Waldverkäufe jeweils zu 50.000 € vorgesehen. Zusätzlich sollen 10.000 € für den Waldwegebau (2015) aufgewendet werden. Vorgesehen ist eine Gesamtnutzung von 7.100 Festmetern (Vorjahr 7.300 Festmeter), woraus Verkaufserlöse aus Nutzholz in Höhe von 475.000 € resultieren.”

Des Weiteren: “ Der beigefügte 1. Haushaltsplan-Entwurf für das Jahr 2015 basiert auf den vorliegenden Mittelanmeldung und der teilweisen Übernahme der Haushaltsansätze aus der Finanzplanung des Haushaltsplans 2014. Die Zahlen des Finanzausgleichs basieren auf dem Haushalteserlass 2015. Die Personalkosten und der Schuldendienst wurden bereits berechnet… . Im Finanzplan wird im 1. Haushaltsplan-Entwurf im Jahr 2016 eine weitere Kreditaufnahme in Höhe von rund 1.275.000 € ausgewiesen. Die Nettokreditaufnahme (Neuaufnahmen abzüglich Tilgungen) beläuft sich im Finanzplanungszeitraum 2015 bis 2018 auf rund 1,5 Mio. €. Im Laufe der Haushaltsplanberatungen sollte diese Summe noch reduziert werden, um eine Genehmigungsfähigkeit der geplanten Stadthalle in den Jahren 2018 fortfolgende gewährleisten zu können. Da sich die Haushaltslage ab dem Jahr 2015 weit weniger moderat darstellt wie in den Vorjahren wird um entsprechende Vorschläge zum Ausgleich der Haushaltsjahre 2015 fortfolgende gebeten… .”

Wussten Sie, verehrte Leser, dass es eine Altkeidersammelstelle in Kandern-Stadt gibt? Nun, die “befindet sich im Bereich eines Halteverbots im Papierweg auf dem Grundstück Flst. Nr. 1457. Um keine gefährlichen Verkehrssituationen durch das festgesetzte Halteverbot hervorzurufen sowie die Spendenbereitschaft der Bürger wegen einem möglichen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung nicht zu gefährden, möchte der Antragsteller eine Verlegung der Kleidersammelstelle ums Eck, Richtung ‚Wohnpark an der Kander‘ vonehmen. Der dortige Standort kollidiert nicht mit einem Halteverbot, jedoch mit den Festsetzungen im Bebauungsplan ‚Papiermatt I‘. Dieser weist für den neuen Standort ‚Verkehrsgrün‘ aus. Des Weiteren ist die neue Sammelstelle an der Stelle geplant, auf der laut Bebauungsplan eine Baumpflanzung vorgenommen werden müsste.”

Und daher wird um eine “Befreiung vom Bebauungsplan nach § 31 Absatz 2 BauGB” ersucht. Nun der Beschlussvorschlag der Gemeinde dazu: “Das Einvernehmen der Gemeinde wird gemäß § 31 Absatz 2 BauGB in Verbindung mit § 36 BauGB für die Errichtung der Kleidersammelstelle innerhalb der im Bebauungsplan festgesetzten Fläche für ‚Verkehrsgrün‘ unter der Voraussetzung erteilt, dass die Fläche des ehemaligen Standorts der Kleidersammelstelle auf dem Grundstück FIst. Nr. 1457 entsprechend durch Grünmaßnahmen (Hecken, Sträucher) eingepflegt wird.”

Und weil der vorhergehende Beitrag auf Zypernundmehr-News (kandernundmehr) den Kanderner Maler Macke behandelte, soll nun kurz noch aufgeführt werden, was in der August-Macke-Schule denn sonst noch alles so läuft. Wie Sie wahrscheinlich wissen, wurde eine Etage im Schulgebäude, genauer, ein Flur, nach einem Bild, welches Mack in Tunesien seinerzeit malte, angemalt, so, als dass die Illusion entsteht, man befände sich unter Palmen, als ob man in Tunesien sei. Des Weiteren wurden von den Veranstaltern jenes Events, der im letzten Beitrag geschildert wurde, Bilder von Macke, in jedem Klassenzimmer eines, angebracht – als Spende und zur Aufmunterung der Schüler, oder so – denn Mcke malte sehr bunt, farbig.

Doch nun zum Gemeinderat von Kandern, und zwar der Sitzung vom 21. Juni 2014:

Mit Schreiben des Regierungspräsidiums Freiburg vom 10. Februar 2014 wurde unserem Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule (GMS) an der August-Macke-Schule zum Schuljahr 2014/2015 zugestimmt. Bereits vorab hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom Juli 2013 die Investitionen zur Anpassung der Räume an die derzeit bekannten Anforderungen einer GMS beschlossen.

Das bedeutete, dass u.a. Klassenzimmer durch Wanddurchbrüche zu Lernateliers zzgl. mittigem Flüsterzimmer/Inputraum auf Basis der durch die AMS-Steuergruppe erarbeiten Raumkonzepts umgebaut werden, sodass die GMS zum Schuljahr 2018/2019 inkl. Mensa ganzheitlich eingerichtet sein soll. Des Weiteren müssen Schränke mit separaten Schulfächern für jeden Schüler angeschafft werden. Der breite Eckteil des Flurs soll zu einem Ort für Coaching Gespräche umgenutzt werden. Als wichtiger ‚Wohlfühlfaktor‘ wird eine neue Wandfarbe angesehen. Unerlässlich für die intensivere Unterrichtsvorbereitung an der GMS ist auch die Einrichtung eines stillen Lehrerraums inkl. PC- und Arbeitsplätzen für konzentriertes Arbeiten.

Die Wanddurchbrüche in den Klassenzimmern des Neubaus sowie im Schüleraufenthaltsraum im Altbau Richtung Foyer wurden in den Pfingsferien getätigt, sodass die Malerarbeiten in beiden Neubau-Stockwerken Anfang Juli fertiggestellt werden konnten…. . Der Aufwand für den Betrieb einer GMS ist hoch. Eine Lerngruppe (Schülerklasse) wird immer von zwei Personen statt von einer betreut. Die Lerngruppen sind heterogen zusammengesetzt, sodass Schüler unabhängig vom jeweiligen individuellen Leistungsniveau primär gemeinsam unterrichtet werden. Aufgrund des Ganztageskonzepts müssen darüber hinaus mehr Stunden je Tag mit Unterbrechungen für außerschulische Aktivitäten (rhythmisierter Unterricht) abgedeckt werden. Hinzu kommen ein niedrigerer Klassenteiler und höhere Sachkostenzuschüsse in der GMS. Die Ausstattung des dazu erforderlichen Stillarbeitsraumes für Lehrer beläuft sich auf rund 6.700 Euro.“

Und so wurde beschlossen, für 40.000 € Schulmöbel zu beschaffen. Überplanmäßig werden weitere 20.000 € für “zusätzlich benötigte Mittel” bereitgestellt.

Mal sehen, ob auch heute wieder die Sonne rauskommt. Kann gut sein, dass unten im Tal bei Müllheim das der Fall ist. Kalt ist es noch nicht. Regnen, wie gerade in Zypern, tut es auch nicht – noch nicht! Alle obig angeführten Infos wurden der Einladung zur Gemeinderatssitzung der Stadt Kandern entnommen

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oder:

Kandern, wie’s rechnet und Rohre verlegt

Im Südwesten nichts Neues zu behaupten, wäre vermessen. Es ist zum Beispiel eindeutig Herbst geworden, auch wenn die Sonne es noch immer in diesen schönen Herbsttagen auf die Oberflächen unserer Gesichtshaut schafft – meist so um 11 Uhr bis 15/6 Uhr. Jedoch der Nebel regiert morgens, wahrscheinlich überall, vor allem, je näher man Vater/Mutter Rhein kommt. Das hat was, der Nebel. Erinnert den Badener, Deutschschweizer und Elsässer gewiss daran, dass im Verborgenen Bekanntes vorzufinden ist, sein dürfte, dass darin eingehüllt ist, wie gehabt.

Nun, gucken wir mal, was in dem Umschlag verborgen liegt, den das Rathaus von Kandern im Kandertal verschickt. Nach dem Öffnen des Umschlags steht fest: alle Events, die darin aufgeführt werden, gehören inzwischen der Vergangenheit an, obgleich, zu einigen muss der Gemeinderat ja demnächst noch zutimmen. Doch das soll uns selbstverständlich kein Hindernis sein.

Wenn wir hier nicht all zu schlecht informiert sind/wurden, geht es der Stadt Kandern einigermaßen gut finanziell. Damit es ihr auch zukünftig gut oder gar besser geht, wer weiß, kam der Gemeinderat offenbar auf die glänzende Idee, den Betrag für die Benutzung der “Schulsporthalle bei der Haupt- und Realschule” der Stadt um 80 € zu erhöhen, wenn die Veranstaltung, die man darin durchzuführen gedenkt, eine “Veranstaltung ohne Bewirtung” ist. Das heißt, es müssen 230 € berappt werden, wenn dieser Vorschlag vom Gemeinderat gestern so verabschiedet wurde – wovon ausgegangen werden darf. Veranstaltungen mit Bewirtung werden allerdings unsanft teurer, nämlich um 130 €. Das heißt, es müssen dann 380 € dafür hingelegt werden, wenn der Vorschlag abgenickt wurde im Gemeinderat – was wahrscheinlich der Fall war. “Allg. Nebenkosten je Veranstaltung (im Sommer um 25 €, Winter um 27 €)” und die “Reinigung (um 35 €)” der Sporthalle werden auch teurer.

Somit darf gewiss davon ausgegangen werden, dass demnächst Briefe in einige Haushalte in Kandern geflattert kommen, die die ‚freudige‘ Botschaft haben, dass der Jahresbeitrag für den einen oder anderen Verein im Ort LEIDER angehoben werden müsse. In den anderen Dörfern im Kreis Kandern sieht es ähnlich aus in Sachen Teuerung. Auffällig ist, dass die Reinigungskosten in der Kreishauptstadt Kandern mit 35 € am gravierendsten steigen sollen, sollte der Gemeinderat von Kandern das so verabschiedet haben. Die Gebühren, die bislang erhoben wurden, seien einfach “nicht mehr zeitgemäß”.
Was das wohl bedeutet? Etwa, dass inflationäre Entwicklungen zeitgemäß sind? Nun ja, wenn man an die Nachrichtenfülle denkt, die neuerdings in die Wohnzimmer prasselt, also ob Frau und Herr Deutsch politisch so wahnsinnig interessiert seien und deren Wiederholung alle 30 Minuten brauchten, weil sich die Leute sonst zurückgesetzt oder so etwas fühlen, lässt durchaus darauf schließen, dass Inflationäres gerade in zu sein scheint.

Und wem haben wir die Teuerungen in Kandern noch zu verdanken, na? Sie hätten es nicht für möglich gehalten, oder vielleicht haben Sie es ja doch schon geahnt: dem Schützenverein! Ja, nicht genug, dass die Jagdsaison demnächst wieder ausbricht, vielleicht schon ausgebrochen ist, weil, die Bogenschützen, steht geschrieben, würden zu gern auch Samstag und Sonntag üben in der Halle. Sagen Sie jetzt nicht: Sollen doch in den Wald gehen! Dahin könnten ihnen dann eigentlich auch noch der Chor des Männergesangsvereins sowie der Frauenchor Kanderns folgen, einen JazzChor gibts auch noch, denn die alle wollen auch in die nicht gerade riesengroße Halle.

Die Ersteren singen, also proben, im Gasthaus Ochsen aus Platznot und fragen, fordern, wollen, dass endlich mal eine Art “Entschädigungsleistung fließt!”

Die Angelegenheit ums Feuerwehrhäusle der Stadt muss noch abgesegnet werden durch den Gemeinderat. Und dem “Kauf eines Gerätewagens Transport GW-T für die Feuerwehrabteilung Kandern” ist zugestimmt worden. Nach der Neukalkulation der Kanal-,Klär- und Wasserversorgungsbeiträge, die unter dem Namen “Globalberechnung” alle 6 Jahre erfolgen muss, werden die Kanderner auch dafür zukünftig mehr Geld bezahlen dürfen. Doch noch muss die Globalberechnung dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden. “Die Neufassung der Globalrechnung [wurde] in der [Gemeinde-]Sitzung vom Fachbüro Schneider & Zajontz vorgestellt.

Also etwas genauer: Die “Herstellungskosten für die Wasserversorgung, “Stand 31.12. 2013”, der Stadt allein betrug 11.485.682,75 €. Nun noch etwas detaillierter: Das “Anlagevermögen der Abwasserbeseitigung” der “Ortskanalisation Kanderns” für die Mischwasserbeseitigung betrug 1.866.823,67 €, für die Schmutzwasserbeseitgung 1.561.794,19 € und für die Niederschlagsbeseitigung 2.045.736,38 €. Die sgenannten Sammler der Stadt für Misch- und Schmutzwasserbeseitigung betragen zusammen 105.262,64 €. Was die “Auslastbarkeitsuntersuchung für die Kläranlage ‚Bändlegrund’” in der Gemeinde Efringen-Kirchen angeht, “[leitet] die Stadt Kandern über [diese] Gemeinde in das Klärwerk Bändlegrund ein. Der Anteil der Gemeinde Efringen-Kirchen am Klärwerk Bändlegrund beträgt 5,08%. Für die Stadt Kandern stehen davon durchschnittlich 26,8% zur Verfügung”. Kurz: “Die Kläranlage Bändlegrund verfügt am Ende des Planungszeitraums der Globalrechnung über eine erhebliche Reservekapazität von 13,82%. Diese relativ hohen Reserven rühren daher, dass nach der Planung und Ausführung des Kläranlagenumbaus ein im Einzugsbereich der Kläranlage liegender großer Industriebetrieb seine Produktion aufgegeben hat. Fehler im Rahmen der Planung der Kläranlage liegen somit nicht vor. Die Reservekapazität ist deshalb nicht als Überkapazität im betragsrechtlichen Sinne anzusehen und hat damit für die Globalrechnung keine Auswirkungen”. In der der Stadt Kandern näher gelegenen Gemeinde Hammerstein gibt es auch eine Kläranlage, die von Kandern offenbar nicht mitbenutzt wird.

Dass der Tiefbrunnen “Riedlinger Bad” … “wegen Thalliumbelastung Ende 2011 vom Netz genommen” wurde, ist Ihnen gewiss nicht entgangen. Arsen soll auch drin gewesen sein. Nun: “Für die gemeinsame Reduzierung von Arsen und Thallium aus dem Wasser scheint es bisher noch keine standardisierten Aufbereitungsanlagen zu geben. Von den angefragten Ingenieurbüros hat anhand der Wasseranalyse nur die RBS wave GmbH aus Rheinhausen die gemeisame Reduzierung von Arsen und Thallium in Aussicht stellen können. [Sie] verfügt über langjährige Erfahrungen mit den verschiedenen Wasseraufbereitungstechniken und dem Bau von Wasseraufbereitungsanlagen. Die RBS wave GmbH schlägt vor, zunächst als ersten Schritt in einem Laborversuch die Realisierung zu prüfen und die wirtschaftlichste Lösung für die Aufbereitung zu finden. Für den Laborversuch werden rund 100 Liter Wasser aus dem Tiefbrunnen benötigt…. . Die Ausgaben können über die Fipo 6.3597.50300 “Gesamtplanung Wasserversorgung” abgesichert werden, die angesetzten 10.000,00 € sind vorhanden und würden leicht überschritten”. Quelle: Einladung zur Gemeinderatssitzung Kandern

Der Beschlussvorschlag des Kanderner Bürgermeisteramts besagt: “Der Auftrag für die Ingenieursleistung Laborversuch soll in Höhe von 5.000,00 € netto an die RBS wave GmbH vergeben werden. Nach der Prüfung der Realisierbarkeit und der Festlegung der wirtschaftlichsten Variante im Laborversuch soll die Ingenieursleistung Vorplanung in Höhe von 8.000,00 € netto an die RBS … aus Rheinhausen vergeben werden (28. August 2013)”.
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Und da wahrscheinlich viele, die ums Verrecken einfach nicht die Dienste der Telekom wahrnehmen wollen und daher lieber mehr Geld monatlich zahlen für ihren Internetanschluss in Kandern, zum Beispiel den Service von 1&1 vorziehen, auch weil die eventuell das leistungsstärkere Modem haben und anscheinend kundenfreundlicher sind, ist die folgende Nachricht durchaus von Belang, die in der Einladung der Stadt Kandern im Gemeinderat am 22. September 2014 Thema war und unter dem Tagesordnungspunkt “Stadtsanierung II, Ringverbindung sowie Leerrohrverlegung für Breitbandkabel von der Schwemme zur Hauptstraße” firmierte:

… “Gegenüber der Schwemme im Einmündungsbereich der Blumenmühlgasse, sind der dortige Fußweg und auch die Blumenmühlgasse im Rahmen der Baumaßnahme noch herzustellen.

Im Zuge der Planung wurde vom Planungsbüro Süd-West vorgeschlagen die neue, gegenüber der Schwemme vorgesehene Wasserleitung mit der bestehenden Wasserleitung in der Hauptstraße, beim Gasthaus Olympia zu verbinden. Somit entstünde eine Ringleitung und stagnierendes Wasser könnte vermieden werden. Zusätzlich hätte man künftig den Vorteil, bei Netzunterbrüchen flexibler reagieren zu können um die Versorgung sicherstellen zu können.

Die angedachte Wasserleitung müsste den Lippisbach unterqueren und eine künftige, vorgesehene Absenkung dieses Gewässeres um einen Meter für den weiteren Hochwasserausbau vorweg berücksichtigen. Die Maßnahme ist im Pressbohrverfahren vorgesehen. Die Wasserleitung selbst hätte einen Durchmesser von ca. 100m und würde in einem Hüllrohr mit Durchmesser von ca. 400mm gelegt werden. Das Hüllrohr kann gleichzeitig genutzt werden um den Lippisbach bzw. die Hauptstraße mit Breitband-Leerrohren zu queren, was zukünftig zwingend nötig sein wird (für all diejenigen, die ums Verrecken nichts mehr mit der Telekom zu tun haben wollen zum Beispiel).

Von einer Anbindung der Leitungen an die Lippisbachbrücke des Landes (Kronenbrücke) wird vom Planer abgeraten. Unterstromig wäre das wohl möglich, hierzu müsste jedoch zunächst die neue Landstraße bei der Schwemme überquert werden, dann wäre die Brücke zu passieren, anschließend wäre erneut die Landstraße wieder bis zur Gaststätte Olympia zu queren. Eine Befestigung der Leitungen an die oberstromige Brückenplatte ist nicht sinnvoll, da die Brücke einen schleifenden Rand aufweist.

Das Planungsbüro weist für die beschriebene Ausführung Nettokosten in Höhe von 139.495,80 € aus. In diesen Kosten sind die Baunebenkosten enthaten.

Die im Haushat für die Wasserversorgung enthaltenen Mittel für die Stadtsanierung II (382.000 €) würden insgesamt wohl ausreichen, da die bisherige Vergabe für den Bereich Wasserversorgung noch Reserven aufweisen.

FÜR DIE VERLEGUNG DER BREITBANDLEERROHRE SOLLTEN DIE VORHANDENEN MITTEL EBENFALLS AUSREICHEN, DA HIER LEDIGLICH LEERROHRE IM HÜLLROHR ANFALLEN!!!!” … (11. September 2014), Stadtbauamt: Amann.“

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Religionskriege

Vielleicht sind ja doch die meisten Kriege, in denen der sogenannte Westen involviert ist, sei es direkt oder indirekt, im Grunde nichts anderes als Religionskriege. Die Frage scheint noch immer zu lauten:Wer glaubt an das Richtige!

Gestern war ich in Lörrach im Alten Rathaus in einem der selbst organisierten Kurse, die dort angeboten werden. Irgendwie kam das Gespräch auf die USA, nicht etwa wegen der Bomben, die gerade mal wieder im Namen des richtigen Glaubens über dem Irak und Syrien aus US-Bombern abgeworfen werden, sondern es ging um die Kleinstädte, die in den USA angeblich so langweilig aussehen im Vergleich zu denen hier in der Region. Und dann fiel in diesem Zusammenhang so ein Satz wie: „na ja, Amerika ist ja auch viel jünger als Europa!“ Der Glaube daran, dass so etwas wie Kultur erst mit dem Niedermachen der indianischen Kultur aufkam, die als solche offenbar nicht wahrgenommen und gezählt wird, scheint wirklich tief verwurzelt zu sein. Sonst wäre wohl nicht gesagt worden: „… ist ja auch viel jünger als Europa“ in Bezug auf Kultur und Zivilisation.

Vielleicht wäre es von Nöten, nun den Begriff der Zivilisation sich anzusehen. Keine Ahnung, was dazu im Netz zu finden ist, doch hat dieser Begriff gewiss was mit Formung zu tun – dem Austreiben als barbarisch erachteter Verhaltensmuster und dergleichen. Die Rede ist unter anderem also auch von der Verfeinerung der Verhaltensweisen: man haut nicht mehr Köpfe ab, sondern man drückt wie im Spiel auf einen Knopf; man kämpft nicht mehr mit Fäusten, sondern lässt möglichst kämpfen, man isst mit Messer und Gabel und nicht mehr mit den Händen, man bewegt sich, um das Wohlbefinden zu erhöhen, aber nicht, um des unmittelbaren Überlebens willens etc. Und dann, das auch noch: Man schuf sich Gesetze, die einzuhalten insbesondere denen auferlegt wird, die in der scheinbar demokratischen Hierarchie unten stehen und nicht, dass so etwas wie das Faustrecht länger herrsche?

Genauer betrachtet, ist aber Letzteres die große Frage, nämlich: Wie barbarisch ist das, was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit genannt wird heutzutage, im Vergleich mit dem, was im sogenannten Westen als terroristisch, barbarisch und unerträglich gebrandmarkt wird?

Wiederholungstäter! So darf sich Obama nun auch, unter anderem, betiteln lassen – zumal er ja den USA Präsident stellt, wie seinerzeit die Bushs etc. Ohne den Sicherheitsrat hat er – wieder – zuschlagen lassen. Merkwürdig ist, dass diese Angriffsverteidigung, oder wie man das arme Pflänzchen im Namen des militärischen Friedens nennen darf, nun plötzlich möglich ist. Dies, weil dieser Angriff erst jetzt möglich ist, nach dem der Gegenentwurf zur christlichen Welt, der Islam, genauer Teile des Letzteren, sich auf brutale Weise sein Herrschaftsgebiet neu abzustecken beginnt. Als in Syrien die Zahl der zivilen Toten die 500 überschritten hatte, wäre eigentlich der Zeitpunkt gewesen, die Produktion des militärischen Komplexes anzukurbeln in gewissen Ländern, um die Produkte dieser friedensstiftenden Industrie als Bomben abwerfende Flugaktionen, wie vor ein paar Tagen erstmals in Syrien geschehen, starten zu lassen – und zwar gegen Assad. Warum war das zu jenem Zeitpunkt nicht denkbar? Eine Erklärung ist gewiss die, die man überhaupt nicht gerne hört und mit tausend und mehr Mündern gleich zu Hackfleisch redet: es war eben nicht der religiöse Gegenentwurf, den man bekämpft hätte, sondern eine Minorität im Islam, eine alewitische, die immerhin das Wohl der christlichen und anderen Religionen in Syrien vergleichsweise annehmbar gewährte. Diese religiösen, christlich gefärbten Minderheiten in Syrien sind ja bekanntlich mehrheitlich auch Unterstützer des Assad-Regimes.

Wahrscheinlich, mag es einigen Leuten in den Sinn kommen, hätte man als Nordeuropäer Ende des 19. Jahrhunderts nicht so gierig sein sollen. Man hätte andere Kulturen nicht so geringschätzig erachten dürfen, wie es kurz davor – und auch noch zu jener Zeit – in Amerika der Fall war. Und so haben Staaten aus Nordeuropa sich großen Teilen des Mittleren und Nahen Ostens bemächtigt – sogar Napoleon ließ Truppen in Unter-Ägypten ihr Werk vollführen. Wer sich in Hörsälen der Islamwissenschaftler umgetan hat, wird gewiss immer wieder davon hören, dass – wie auch andere Aktionen, die aus Nordeuropa lanciert wurden in jener Periode – die Kultur und Zivilisation, die sich offenbar die Nordeuropäer ausdachten und deren Behüter und Weiterentwickler sie vorgeben zu sein, den Ägyptern, ja, der ganzen arabischen Welt, versteht sich, Persien und Indien inbegriffen – von Afrika redete man meistens nicht, obgleich Ägypten ja in Afrika liegt – erst den Stupser in die ach so tolle Moderne verabreichten, sprich, Zivilisation nach westlichem Vorbild: Massenproduktion, Monokultur, Verfeinerung der Umgangsarten, Knöpfledrücken etc.

Nun, man hätte die Kurden damals nicht ausspielen sollen, behaupten einige. Man hätte ihnen vielleicht doch besser ihren Staat damals gegeben. Und die gleiche Frage erhebt sich nun wie damals: wird man es diesmal tun? Klar, die Europäer allein haben diese Möglichkeit damals nicht verbockt. Doch sie waren, wie auch heute, gegenüber den Persern, Arabern, Türken und Russen in der Lage, diese kurdische Identität und Staatlichkeit zu gewährleisten, wie sie ja auch Mitte des 20. Jahrhunderts Israel verabreicht wurde. Doch Israel ist halt irgendwie näher an der christlichen Auslegung der religiösen Wahrheit dran, oder wie man es nennen darf, als zum Beispiel der Islam, der den entscheidenden Nachteil zudem hat, zu behaupten, er erkenne seine Vorläufer zwar irgendwie an, aber jetzt sei er die letzte Wahrheit der Wahrheiten.

Wer mag denn so etwas schon! Im Umkehrschluss kann also kapiert werden, wie vieie Israelis, das Judentum, tendenziel das Christentum sehen: Wer will denn so was da? Oder: Was wollen die denn nur? Oder: Wir sind doch das Original etc.! Wie gesagt, nicht alle Muslime, Christen, Juden, Buddhisten, Hindus etc. folgen dieser Logik.

Irgendwie glaubten die meisten an der Macht in Nordeuropa am Ende des 19. Jahrhunderts, wie womöglich heutzutage immer noch, dass diese ‚Unzivilisierten‘ aufgrund der fühlbaren Stärke der Industriewalze (heute der digitalen Vernetzung) mit ihren tausendfachen Effekten (Rohölförderung, Gebietsaufteilungen, Ein- und Errichten von Handlangern, also Eliten etc.) sozusagen automatisch dazu gebracht werden, dass das westliche Weltbild und in dessen Folge auch die christliche Religion größtenteils übernommen würden – hatte ja in den (ehemaligen) Kolonien ‚wunderbar‘ geklappt, auch wenn gewisse Abstriche gemacht werden müssen, zumal unbestreitbar der Katholizismus in Uganda zum Beispiel nicht dem in Indien oder Kolumbien vollauf entspricht. Doch das war und ist ja auch nicht so wichtig – dennoch wichtig – solange die Fäden im Vatikan weiterhin zusammenlaufen – also in Europa.
Und auch wenn der neue Papst ein Argentinier ist, so ist sein Großvater doch noch jemand, der im Ersten Weltkrieg auf der Seite Italiens kämpfte, und zwar unweit jener Region, welch Zufall, wo bekanntlich Muslime leben – dem Balkan. Und diese Angelegenheit, also die Auseinandersetzung Islam – Christentum, spielte im Ersten Weltkrieg durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle, auch wenn dies in deutschen Schulbüchern wahrscheinlich noch immer nicht zur Rede kommt. Und dass im Vatikan ein Farbiger oder Asiate Papst wird, ist diametral zu zuvor Gesagtem als Bild durchaus passend. Und stellen Sie sich vor: Islam gleichberechtigt als Religions-Fach in Grund- und Hauptschulen etc. der BRD!?

Nun, dass dieser militärische Schlag unternommen wird von den USA und ihren Verbündeten, ist vor allem ein Zugeständnis an die Waffenindustrie. Wichtig scheint zu sein, zynischer geht’s wahrscheinlich nicht mehr, erst mal Geld zu verdienen – und wie in Deutschland ‚endlich‘ wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Immerhin: Endlich hat man mal eine ‚positive‘ Metapher für und mit der Farbe Schwarz und der Zahl 0. In einem Land, wo die Bevölkerung schon anfängt, ihre Kröten zu zählen, nur weil ein Paar mehr Flüchtlinge demnächst ankommen und bereits angekommen sind, einem Land, wo die Wirtschaft brummt, wie man sagt, wo immer dann, wenn man Erfolge zur Schau stellt der Nationalstolz schwillt, in so einem Land, wenn die Verkäufe plötzlich lahmen und es gilt, vom Reichtum was abzugeben, den man – siehe Deutsche Bank etc. – nicht unbedingt und immer mit fairen Mitteln sich erfochten oder erarbeitet hat, verwundert wenig, dass deren muslimischen Verbände und Bevölkerung sozusagen wie unter Dauerbeschuss geraten andauernd und öffentlich zu beteuern und zu beweisen haben, mehr oder minder, selbstverständlich nichts mit den als Terroristen Gebrandmarkten ISIS-Kämpfern und anderen zu tun haben. Dass die Muslime sich wie selbstverständlich gefallen lassen dürfen, überprüft, gecheckt und nochmals vernommen zu werden, ist schon fast usos, dies, um ganz sicher zu gehen, dass ihre Gesinnung den Erforderlichkeiten entspricht, die – wie bereits gesagt – denen vorrangig auferlegt werden, die nicht der Elite im Lande angehören. Und wehe, dem ist nicht so! Wehe!

Derzeit ist es gewiss schon eine Art Sicherheitsrisiko (auch für Herrn und Frau ‚Deutsch‘), also garantierte Aussicht darauf, gesondert registriert zu werden, in die Türkei zu fliegen, Türkisch oder Arabisch zu lernen, auf die Katze des persischen Nachbarn aufzupassen, das Schlimmste zu tun, zum Islam zu konvertieren – oder aber der Meinung zu sein, dass Kurden doch besser keine Waffen ausgehändigt werden sollten?
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Nach Meinung vieler, sollte die Türkei, Syrien, Irak und Iran mal dazu gebracht werden, anstatt dass die USA Bomben in Syrien und dem Irak abwerfen, einer kurdischen Staatlichkeit zuzustimmen, Israel dazu gebracht werden, selbiges für die Palästinenser zu machen, Nikosia dazu verpflichtet werden, endlich die seltsamen Spielchen zu unterlassen, die unnötig viel Geld verbrauchen und immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko in der Region geraten,

Religionskriege

Vielleicht sind ja doch die meisten Kriege, in denen der sogenannte Westen involviert ist, sei es direkt oder indirekt, im Grunde nichts anderes als Religionskriege. Die Frage scheint noch immer zu lauten:Wer glaubt an das Richtige!

Gestern war ich in Lörrach im Alten Rathaus in einem der selbst organisierten Kurse, die dort angeboten werden. Irgendwie kam das Gespräch auf die USA, nicht etwa wegen der Bomben, die gerade mal wieder im Namen des richtigen Glaubens über dem Irak und Syrien aus US-Bombern abgeworfen werden, sondern es ging um die Kleinstädte, die in den USA angeblich so langweilig aussehen im Vergleich zu denen hier in der Region. Und dann fiel in diesem Zusammenhang so ein Satz wie: „na ja, Amerika ist ja auch viel jünger als Europa!“ Der Glaube daran, dass so etwas wie Kultur erst mit dem Niedermachen der indianischen Kultur, die als solche offenbar nicht wahrgenommen und gezählt wird, scheint wirklich tief verwurzelt zu sein. Sonst wäre wohl nicht gesagt worden: „… ist ja auch viel jünger als Europa“ in Bezug auf Kultur und Zivilisation.

Vielleicht wäre es von Nöten, nun den Begriff der Zivilisation sich anzusehen. Keine Ahnung, was dazu im Netz zu finden ist, doch hat dieser Begriff gewiss was mit Formung zu tun – dem Austreiben als barbarisch erachteter Verhaltensmuster und dergleichen. Die Rede ist unter anderem also auch von der Verfeinerung der Verhaltensweisen: man haut nicht mehr Köpfe ab, sondern man drückt wie im Spiel auf einen Knopf; man kämpft nicht mehr mit Fäusten, sondern lässt möglichst kämpfen, man isst mit Messer und Gabel und nicht mehr mit den Händen, man bewegt sich, um das Wohlbefinden zu erhöhen, aber nicht, um des unmittelbaren Überlebens willens etc. Und dann, das auch noch: Man schuf sich Gesetze, die einzuhalten insbesondere denen auferlegt wird, die in der scheinbar demokratischen Hierarchie unten stehen und nicht, dass so etwas wie das Faustrecht länger herrsche?

Genauer betrachtet, ist aber Letzteres die große Frage, nämlich: Wie barbarisch ist das, was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit genannt wird heutzutage, im Vergleich mit dem, was im sogenannten Westen als terroristisch, barbarisch und unerträglich gebrandmarkt wird?

Wiederholungstäter! So darf sich Obama nun auch, unter anderem, betiteln lassen – zumal er ja den USA Präsident stellt, wie seinerzeit die Bushs etc. Ohne den Sicherheitsrat hat er – wieder – zuschlagen lassen. Merkwürdig ist, dass diese Angriffsverteidigung, oder wie man das arme Pflänzchen im Namen des militärischen Friedens nennen darf, nun plötzlich möglich ist. Dies, weil dieser Angriff erst jetzt möglich ist, nach dem der Gegenentwurf zur christlichen Welt, der Islam, genauer Teile des Letzteren, sich auf brutale Weise sein Herrschaftsgebiet neu abzustecken beginnt. Als in Syrien die Zahl der zivilen Toten die 500 überschritten hatte, wäre eigentlich der Zeitpunkt gewesen, die Produktion des militärischen Komplexes anzukurbeln in gewissen Ländern, um die Produkte dieser friedensstiftenden Industrie als Bomben abwerfende Flugaktionen, wie vor ein paar Tagen erstmals in Syrien geschehen, starten zu lassen – und zwar gegen Assad. Warum war das zu jenem Zeitpunkt nicht denkbar? Eine Erklärung ist gewiss die, die man überhaupt nicht gerne hört und mit tausend und mehr Mündern gleich zu Hackfleisch redet: es war eben nicht der religiöse Gegenentwurf, den man bekämpft hätte, sondern eine Minorität im Islam, eine alewitische, die immerhin das Wohl der christlichen und anderen Religionen in Syrien vergleichsweise annehmbar gewährte. Diese religiösen, christlich gefärbten Minderheiten in Syrien sind ja bekanntlich mehrheitlich auch Unterstützer des Assad-Regimes.

Wahrscheinlich, mag es einigen Leuten in den Sinn kommen, hätte man als Nordeuropäer Ende des 19. Jahrhunderts nicht so gierig sein sollen. Man hätte andere Kulturen nicht so geringschätzig erachten dürfen, wie es kurz davor – und auch noch zu jener Zeit – in Amerika der Fall war. Und so haben Staaten aus Nordeuropa sich großen Teilen des Mittleren und Nahen Ostens bemächtigt – sogar Napoleon ließ Truppen in Unter-Ägypten ihr Werk vollführen. Wer sich in Hörsälen der Islamwissenschaftler umgetan hat, wird gewiss immer wieder davon hören, dass – wie auch andere Aktionen, die aus Nordeuropa lanciert wurden in jener Periode – die Kultur und Zivilisation, die sich offenbar die Nordeuropäer ausdachten und deren Behüter und Weiterentwickler sie vorgeben zu sein, den Ägyptern, ja, der ganzen arabischen Welt, versteht sich, Persien und Indien inbegriffen – von Afrika redete man meistens nicht, obgleich Ägypten ja in Afrika liegt – erst den Stupser in die ach so tolle Moderne verabreichten, sprich, Zivilisation nach westlichem Vorbild: Massenproduktion, Monokultur, Verfeinerung der Umgangsarten, Knöpfledrücken etc.

Nun, man hätte die Kurden damals nicht ausspielen sollen, behaupten einige. Man hätte ihnen vielleicht doch besser ihren Staat damals gegeben. Und die gleiche Frage erhebt sich nun wie damals: wird man es diesmal tun? Klar, die Europäer allein haben diese Möglichkeit damals nicht verbockt. Doch sie waren, wie auch heute, gegenüber den Persern, Arabern und ‚Türken in der Lage, diese kurdische Identität und Staatlichkeit zu gewährleisten, wie sie ja auch Mitte des 20. Jahrhunderts Israel verabreicht wurde. Doch Israel ist halt irgendwie näher an der christlichen Auslegung der religiösen Wahrheit, oder wie man es nennen darf, dran, als zum Beispiel der Islam, der den entscheidenden Nachteil zudem hat, zu behaupten, er erkenne seine Vorläufer irgendwie an, aber jetzt sei er die letzte Wahrheit der Wahrheiten. Wer mag denn so etwas schon! Im Umkehrschluss kann also kapiert werden, wie die Israelis, das Judentum, nicht alle, aber tendenziell viele Juden, das Christentum sehen: Wer will denn so was da? Oder: Was wollen die denn nur? Oder: Wir sind doch das Original etc.!

Wie gesagt, nicht alle Muslime, Christen, Juden, Buddhisten, Hindus etc. folgen dieser Logik.

Irgendwie glaubten die meisten an der Macht in Nordeuropa am Ende des 19. Jahrhunderts, wie womöglich heutzutage immer noch, dass diese ‚Unzivilisierten‘ aufgrund der fühlbaren Stärke der Industriewalze (heute der digitalen Vernetzung) mit ihren tausendfachen Effekten (Rohölförderung, Gebietsaufteilungen, Ein- und Errichten von Handlangern, also Eliten etc.) sozusagen automatisch dazu gebracht wird, dass das westliche Weltbild und in dessen Folge auch die christliche Religion größtenteils übernommen würde – hatte ja in den (ehemaligen) Kolonien ‚wunderbar‘ geklappt, auch wenn gewisse Abstriche gemacht werden müssen, zumal unbestreitbar der Katholizismus in Uganda zum Beispiel nicht dem in Indien oder Kolumbien vollauf entspricht. Doch das war und ist ja auch nicht so wichtig – dennoch wichtig – solange die Fäden im Vatikan weiterhin zusammenlaufen – also in Europa.

Auch wenn der neue Papst ein Argentinier ist, so ist sein Großvater doch noch jemand, der im Ersten Weltkrieg auf der Seite Italiens kämpfte, und zwar unweit jener Region, welch Zufall, wo bekanntlich Muslime leben – dem Balkan. Und diese Angelegenheit, also die Auseinandersetzung Islam – Christentum, spielte im Ersten Weltkrieg durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle, auch wenn dies in deutschen Schulbüchern wahrscheinlich noch immer nicht zur Rede kommt. Und dass im Vatikan ein Farbiger oder Asiate Papst wird, ist diametral zu zuvor Gesagtem als Bild durchaus passend. Und stellen Sie sich vor: Islam gleichberechtigt als Religions-Fach in Grund- und Hauptschulen etc. der BRD!?

Nun, dass dieser militärische Schlag unternommen wird von den USA und ihren Verbündeten, ist vor allem ein Zugeständnis an die Waffenindustrie. Wichtig scheint zu sein, zynischer geht’s wahrscheinlich nicht mehr, erst mal Geld zu verdienen und wie in Deutschland ‚endlich‘ wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Immerhin: Endlich hat man mal eine ‚positive‘ Metapher für und mit der Farbe Schwarz und der Nummer 0. In einem Land, wo die Bevölkerung schon anfängt, ihre Kröten zu zählen, nur weil ein Paar mehr Flüchtlinge demnächst ankommen und bereits angekommen sind, einem Land, wo die Wirtschaft brummt, wie man sagt, wo immer dann, wenn man Erfolge zur Schau stellt der Nationalstolz schwillt – in so einem Land, wenn die Verkäufe plötzlich lahmen, und es gilt, vom Reichtum was abzugeben, den man – siehe Deutsche Bank etc. – nicht unbedingt und immer mit fairen Mitteln sich erfochten oder erarbeitet hat, verwundert wenig, dass deren muslimischen Verbände und Bevölkerung sozusagen wie unter Dauerbeschuss geraten und andauernd und öffentlich zu beteuern und zu beweisen haben, mehr oder minder, um bloß nicht schon wieder in die Schusslinie zu geraten, dass sie – um Gottes Willen – selbstverständlich nichts mit den als Terroristen Gebrandmarkten ISIS-Kämpfern und anderen zu tun haben. Dass die Muslime sich wie selbstverständlich gefallen lassen dürfen, überprüft, gecheckt und nochmals vernommen zu werden, ist schon fast usos, dies, um ganz sicher zu gehen, dass ihre Gesinnung den Erforderlichkeiten entsprechen, die – wie bereits gesagt – denen vorrangig auferlegt werden, die nicht der Elite im Lande angehören,. Und wehe, dem ist noch so! Wehe!

Derzeit ist es gewiss schon ein Sicherheitsrisiko (auch für Herrn und Frau ‚Deutsch‘) in die Türkei zu fliegen, Türkisch oder Arabisch zu lernen, auf die Katze des persischen Nachbarn aufzupassen, geschweige denn das Schlimmste zu tun, zum Islam zu konvertieren – oder aber der Meinung zu sein, dass Kurden doch besser keine Waffen ausgehändigt werden sollten?

Nach Meinung vieler, sollte die Türkei, Syrien, Irak und Iran mal dazu gebracht werden, anstatt, dass die USA Bomben in Syrien und dem Irak abwerfen, einer kurdischen Staatlichkeit zuzustimmen, Israel dazu gebracht wird, selbiges für die Palästinenser zu machen, Nikosia dazu verpflichtet werden

Religionskriege

Vielleicht sind ja doch die meisten Kriege, in denen der sogenannte Westen involviert ist, sei es direkt oder indirekt, im Grunde nichts anderes als Religionskriege. Die Frage scheint noch immer zu lauten:Wer glaubt an das Richtige!

Gestern war ich in Lörrach im Alten Rathaus in einem der selbst organisierten Kurse, die dort angeboten werden. Irgendwie kam das Gespräch auf die USA, nicht etwa wegen der Bomben, die gerade mal wieder im Namen des richtigen Glaubens über dem Irak und Syrien aus US-Bombern abgeworfen werden, sondern es ging um die Kleinstädte, die in den USA angeblich so langweilig aussehen im Vergleich zu denen hier in der Region. Und dann fiel in diesem Zusammenhang so ein Satz wie: „na ja, Amerika ist ja auch viel jünger als Europa!“ Der Glaube daran, dass so etwas wie Kultur erst mit dem Niedermachen der indianischen Kultur, die als solche offenbar nicht wahrgenommen und gezählt wird, scheint wirklich tief verwurzelt zu sein. Sonst wäre wohl nicht gesagt worden: „… ist ja auch viel jünger als Europa“ in Bezug auf Kultur und Zivilisation.

Vielleicht wäre es von Nöten, nun den Begriff der Zivilisation sich anzusehen. Keine Ahnung, was dazu im Netz zu finden ist, doch hat dieser Begriff gewiss was mit Formung zu tun – dem Austreiben als barbarisch erachteter Verhaltensmuster und dergleichen. Die Rede ist unter anderem also auch von der Verfeinerung der Verhaltensweisen: man haut nicht mehr Köpfe ab, sondern man drückt wie im Spiel auf einen Knopf; man kämpft nicht mehr mit Fäusten, sondern lässt möglichst kämpfen, man isst mit Messer und Gabel und nicht mehr mit den Händen, man bewegt sich, um das Wohlbefinden zu erhöhen, aber nicht, um des unmittelbaren Überlebens willens etc. Und dann, das auch noch: Man schuf sich Gesetze, die einzuhalten insbesondere denen auferlegt wird, die in der scheinbar demokratischen Hierarchie unten stehen und nicht, dass so etwas wie das Faustrecht länger herrsche?

Genauer betrachtet, ist aber Letzteres die große Frage, nämlich: Wie barbarisch ist das, was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit genannt wird heutzutage, im Vergleich mit dem, was im sogenannten Westen als terroristisch, barbarisch und unerträglich gebrandmarkt wird?

Wiederholungstäter! So darf sich Obama nun auch, unter anderem, betiteln lassen – zumal er ja den USA Präsident stellt, wie seinerzeit die Bushs etc. Ohne den Sicherheitsrat hat er – wieder – zuschlagen lassen. Merkwürdig ist, dass diese Angriffsverteidigung, oder wie man das arme Pflänzchen im Namen des militärischen Friedens nennen darf, nun plötzlich möglich ist. Dies, weil dieser Angriff erst jetzt möglich ist, nach dem der Gegenentwurf zur christlichen Welt, der Islam, genauer Teile des Letzteren, sich auf brutale Weise sein Herrschaftsgebiet neu abzustecken beginnt. Als in Syrien die Zahl der zivilen Toten die 500 überschritten hatte, wäre eigentlich der Zeitpunkt gewesen, die Produktion des militärischen Komplexes anzukurbeln in gewissen Ländern, um die Produkte dieser friedensstiftenden Industrie als Bomben abwerfende Flugaktionen, wie vor ein paar Tagen erstmals in Syrien geschehen, starten zu lassen – und zwar gegen Assad. Warum war das zu jenem Zeitpunkt nicht denkbar? Eine Erklärung ist gewiss die, die man überhaupt nicht gerne hört und mit tausend und mehr Mündern gleich zu Hackfleisch redet: es war eben nicht der religiöse Gegenentwurf, den man bekämpft hätte, sondern eine Minorität im Islam, eine alewitische, die immerhin das Wohl der christlichen und anderen Religionen in Syrien vergleichsweise annehmbar gewährte. Diese religiösen, christlich gefärbten Minderheiten in Syrien sind ja bekanntlich mehrheitlich auch Unterstützer des Assad-Regimes.

Wahrscheinlich, mag es einigen Leuten in den Sinn kommen, hätte man als Nordeuropäer Ende des 19. Jahrhunderts nicht so gierig sein sollen. Man hätte andere Kulturen nicht so geringschätzig erachten dürfen, wie es kurz davor – und auch noch zu jener Zeit – in Amerika der Fall war. Und so haben Staaten aus Nordeuropa sich großen Teilen des Mittleren und Nahen Ostens bemächtigt – sogar Napoleon ließ Truppen in Unter-Ägypten ihr Werk vollführen. Wer sich in Hörsälen der Islamwissenschaftler umgetan hat, wird gewiss immer wieder davon hören, dass – wie auch andere Aktionen, die aus Nordeuropa lanciert wurden in jener Periode – die Kultur und Zivilisation, die sich offenbar die Nordeuropäer ausdachten und deren Behüter und Weiterentwickler sie vorgeben zu sein, den Ägyptern, ja, der ganzen arabischen Welt, versteht sich, Persien und Indien inbegriffen – von Afrika redete man meistens nicht, obgleich Ägypten ja in Afrika liegt – erst den Stupser in die ach so tolle Moderne verabreichten, sprich, Zivilisation nach westlichem Vorbild: Massenproduktion, Monokultur, Verfeinerung der Umgangsarten, Knöpfledrücken etc.

Nun, man hätte die Kurden damals nicht ausspielen sollen, behaupten einige. Man hätte ihnen vielleicht doch besser ihren Staat damals gegeben. Und die gleiche Frage erhebt sich nun wie damals: wird man es diesmal tun? Klar, die Europäer allein haben diese Möglichkeit damals nicht verbockt. Doch sie waren, wie auch heute, gegenüber den Persern, Arabern und ‚Türken in der Lage, diese kurdische Identität und Staatlichkeit zu gewährleisten, wie sie ja auch Mitte des 20. Jahrhunderts Israel verabreicht wurde. Doch Israel ist halt irgendwie näher an der christlichen Auslegung der religiösen Wahrheit, oder wie man es nennen darf, dran, als zum Beispiel der Islam, der den entscheidenden Nachteil zudem hat, zu behaupten, er erkenne seine Vorläufer irgendwie an, aber jetzt sei er die letzte Wahrheit der Wahrheiten. Wer mag denn so etwas schon! Im Umkehrschluss kann also kapiert werden, wie die Israelis, das Judentum, nicht alle, aber tendenziell viele Juden, das Christentum sehen: Wer will denn so was da? Oder: Was wollen die denn nur? Oder: Wir sind doch das Original etc.!

Wie gesagt, nicht alle Muslime, Christen, Juden, Buddhisten, Hindus etc. folgen dieser Logik.

Irgendwie glaubten die meisten an der Macht in Nordeuropa am Ende des 19. Jahrhunderts, wie womöglich heutzutage immer noch, dass diese ‚Unzivilisierten‘ aufgrund der fühlbaren Stärke der Industriewalze (heute der digitalen Vernetzung) mit ihren tausendfachen Effekten (Rohölförderung, Gebietsaufteilungen, Ein- und Errichten von Handlangern, also Eliten etc.) sozusagen automatisch dazu gebracht wird, dass das westliche Weltbild und in dessen Folge auch die christliche Religion größtenteils übernommen würde – hatte ja in den (ehemaligen) Kolonien ‚wunderbar‘ geklappt, auch wenn gewisse Abstriche gemacht werden müssen, zumal unbestreitbar der Katholizismus in Uganda zum Beispiel nicht dem in Indien oder Kolumbien vollauf entspricht. Doch das war und ist ja auch nicht so wichtig – dennoch wichtig – solange die Fäden im Vatikan weiterhin zusammenlaufen – also in Europa.

Auch wenn der neue Papst ein Argentinier ist, so ist sein Großvater doch noch jemand, der im Ersten Weltkrieg auf der Seite Italiens kämpfte, und zwar unweit jener Region, welch Zufall, wo bekanntlich Muslime leben – dem Balkan. Und diese Angelegenheit, also die Auseinandersetzung Islam – Christentum, spielte im Ersten Weltkrieg durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle, auch wenn dies in deutschen Schulbüchern wahrscheinlich noch immer nicht zur Rede kommt. Und dass im Vatikan ein Farbiger oder Asiate Papst wird, ist diametral zu zuvor Gesagtem als Bild durchaus passend. Und stellen Sie sich vor: Islam gleichberechtigt als Religions-Fach in Grund- und Hauptschulen etc. der BRD!?

Nun, dass dieser militärische Schlag unternommen wird von den USA und ihren Verbündeten, ist vor allem ein Zugeständnis an die Waffenindustrie. Wichtig scheint zu sein, zynischer geht’s wahrscheinlich nicht mehr, erst mal Geld zu verdienen und wie in Deutschland ‚endlich‘ wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Immerhin: Endlich hat man mal eine ‚positive‘ Metapher für und mit der Farbe Schwarz und der Nummer 0. In einem Land, wo die Bevölkerung schon anfängt, ihre Kröten zu zählen, nur weil ein Paar mehr Flüchtlinge demnächst ankommen und bereits angekommen sind, einem Land, wo die Wirtschaft brummt, wie man sagt, wo immer dann, wenn man Erfolge zur Schau stellt der Nationalstolz schwillt – in so einem Land, wenn die Verkäufe plötzlich lahmen, und es gilt, vom Reichtum was abzugeben, den man – siehe Deutsche Bank etc. – nicht unbedingt und immer mit fairen Mitteln sich erfochten oder erarbeitet hat, verwundert wenig, dass deren muslimischen Verbände und Bevölkerung sozusagen wie unter Dauerbeschuss geraten und andauernd und öffentlich zu beteuern und zu beweisen haben, mehr oder minder, um bloß nicht schon wieder in die Schusslinie zu geraten, dass sie – um Gottes Willen – selbstverständlich nichts mit den als Terroristen Gebrandmarkten ISIS-Kämpfern und anderen zu tun haben. Dass die Muslime sich wie selbstverständlich gefallen lassen dürfen, überprüft, gecheckt und nochmals vernommen zu werden, ist schon fast usos, dies, um ganz sicher zu gehen, dass ihre Gesinnung den Erforderlichkeiten entsprechen, die – wie bereits gesagt – denen vorrangig auferlegt werden, die nicht der Elite im Lande angehören,. Und wehe, dem ist noch so! Wehe!

Derzeit ist es gewiss schon ein Sicherheitsrisiko (auch für Herrn und Frau ‚Deutsch‘) in die Türkei zu fliegen, Türkisch oder Arabisch zu lernen, auf die Katze des persischen Nachbarn aufzupassen, geschweige denn das Schlimmste zu tun, zum Islam zu konvertieren – oder aber der Meinung zu sein, dass Kurden doch besser keine Waffen ausgehändigt werden sollten?

Nach Meinung vieler, sollte die Türkei, Syrien, Irak und Iran mal dazu gebracht werden, anstatt, dass die USA Bomben in Syrien und dem Irak abwerfen, einer kurdischen Staatlichkeit zuzustimmen, Israel dazu gebracht wird, selbiges für die Palästinenser zu machen, Nikosia dazu verpflichtet wird

Religionskriege

Vielleicht sind ja doch die meisten Kriege, in denen der sogenannte Westen involviert ist, sei es direkt oder indirekt, im Grunde nichts anderes als Religionskriege. Die Frage scheint noch immer zu lauten:Wer glaubt an das Richtige!

Gestern war ich in Lörrach im Alten Rathaus in einem der selbst organisierten Kurse, die dort angeboten werden. Irgendwie kam das Gespräch auf die USA, nicht etwa wegen der Bomben, die gerade mal wieder im Namen des richtigen Glaubens über dem Irak und Syrien aus US-Bombern abgeworfen werden, sondern es ging um die Kleinstädte, die in den USA angeblich so langweilig aussehen im Vergleich zu denen hier in der Region. Und dann fiel in diesem Zusammenhang so ein Satz wie: „na ja, Amerika ist ja auch viel jünger als Europa!“ Der Glaube daran, dass so etwas wie Kultur erst mit dem Niedermachen der indianischen Kultur, die als solche offenbar nicht wahrgenommen und gezählt wird, scheint wirklich tief verwurzelt zu sein. Sonst wäre wohl nicht gesagt worden: „… ist ja auch viel jünger als Europa“ in Bezug auf Kultur und Zivilisation.

Vielleicht wäre es von Nöten, nun den Begriff der Zivilisation sich anzusehen. Keine Ahnung, was dazu im Netz zu finden ist, doch hat dieser Begriff gewiss was mit Formung zu tun – dem Austreiben als barbarisch erachteter Verhaltensmuster und dergleichen. Die Rede ist unter anderem also auch von der Verfeinerung der Verhaltensweisen: man haut nicht mehr Köpfe ab, sondern man drückt wie im Spiel auf einen Knopf; man kämpft nicht mehr mit Fäusten, sondern lässt möglichst kämpfen, man isst mit Messer und Gabel und nicht mehr mit den Händen, man bewegt sich, um das Wohlbefinden zu erhöhen, aber nicht, um des unmittelbaren Überlebens willens etc. Und dann, das auch noch: Man schuf sich Gesetze, die einzuhalten insbesondere denen auferlegt wird, die in der scheinbar demokratischen Hierarchie unten stehen und nicht, dass so etwas wie das Faustrecht länger herrsche?

Genauer betrachtet, ist aber Letzteres die große Frage, nämlich: Wie barbarisch ist das, was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit genannt wird heutzutage, im Vergleich mit dem, was im sogenannten Westen als terroristisch, barbarisch und unerträglich gebrandmarkt wird?

Wiederholungstäter! So darf sich Obama nun auch, unter anderem, betiteln lassen – zumal er ja den USA Präsident stellt, wie seinerzeit die Bushs etc. Ohne den Sicherheitsrat hat er – wieder – zuschlagen lassen. Merkwürdig ist, dass diese Angriffsverteidigung, oder wie man das arme Pflänzchen im Namen des militärischen Friedens nennen darf, nun plötzlich möglich ist. Dies, weil dieser Angriff erst jetzt möglich ist, nach dem der Gegenentwurf zur christlichen Welt, der Islam, genauer Teile des Letzteren, sich auf brutale Weise sein Herrschaftsgebiet neu abzustecken beginnt. Als in Syrien die Zahl der zivilen Toten die 500 überschritten hatte, wäre eigentlich der Zeitpunkt gewesen, die Produktion des militärischen Komplexes anzukurbeln in gewissen Ländern, um die Produkte dieser friedensstiftenden Industrie als Bomben abwerfende Flugaktionen, wie vor ein paar Tagen erstmals in Syrien geschehen, starten zu lassen – und zwar gegen Assad. Warum war das zu jenem Zeitpunkt nicht denkbar? Eine Erklärung ist gewiss die, die man überhaupt nicht gerne hört und mit tausend und mehr Mündern gleich zu Hackfleisch redet: es war eben nicht der religiöse Gegenentwurf, den man bekämpft hätte, sondern eine Minorität im Islam, eine alewitische, die immerhin das Wohl der christlichen und anderen Religionen in Syrien vergleichsweise annehmbar gewährte. Diese religiösen, christlich gefärbten Minderheiten in Syrien sind ja bekanntlich mehrheitlich auch Unterstützer des Assad-Regimes.

Wahrscheinlich, mag es einigen Leuten in den Sinn kommen, hätte man als Nordeuropäer Ende des 19. Jahrhunderts nicht so gierig sein sollen. Man hätte andere Kulturen nicht so geringschätzig erachten dürfen, wie es kurz davor – und auch noch zu jener Zeit – in Amerika der Fall war. Und so haben Staaten aus Nordeuropa sich großen Teilen des Mittleren und Nahen Ostens bemächtigt – sogar Napoleon ließ Truppen in Unter-Ägypten ihr Werk vollführen. Wer sich in Hörsälen der Islamwissenschaftler umgetan hat, wird gewiss immer wieder davon hören, dass – wie auch andere Aktionen, die aus Nordeuropa lanciert wurden in jener Periode – die Kultur und Zivilisation, die sich offenbar die Nordeuropäer ausdachten und deren Behüter und Weiterentwickler sie vorgeben zu sein, den Ägyptern, ja, der ganzen arabischen Welt, versteht sich, Persien und Indien inbegriffen – von Afrika redete man meistens nicht, obgleich Ägypten ja in Afrika liegt – erst den Stupser in die ach so tolle Moderne verabreichten, sprich, Zivilisation nach westlichem Vorbild: Massenproduktion, Monokultur, Verfeinerung der Umgangsarten, Knöpfledrücken etc.

Nun, man hätte die Kurden damals nicht ausspielen sollen, behaupten einige. Man hätte ihnen vielleicht doch besser ihren Staat damals gegeben. Und die gleiche Frage erhebt sich nun wie damals: wird man es diesmal tun? Klar, die Europäer allein haben diese Möglichkeit damals nicht verbockt. Doch sie waren, wie auch heute, gegenüber den Persern, Arabern und ‚Türken in der Lage, diese kurdische Identität und Staatlichkeit zu gewährleisten, wie sie ja auch Mitte des 20. Jahrhunderts Israel verabreicht wurde. Doch Israel ist halt irgendwie näher an der christlichen Auslegung der religiösen Wahrheit, oder wie man es nennen darf, dran, als zum Beispiel der Islam, der den entscheidenden Nachteil zudem hat, zu behaupten, er erkenne seine Vorläufer irgendwie an, aber jetzt sei er die letzte Wahrheit der Wahrheiten. Wer mag denn so etwas schon! Im Umkehrschluss kann also kapiert werden, wie die Israelis, das Judentum, nicht alle, aber tendenziell viele Juden, das Christentum sehen: Wer will denn so was da? Oder: Was wollen die denn nur? Oder: Wir sind doch das Original etc.!

Wie gesagt, nicht alle Muslime, Christen, Juden, Buddhisten, Hindus etc. folgen dieser Logik.

Irgendwie glaubten die meisten an der Macht in Nordeuropa am Ende des 19. Jahrhunderts, wie womöglich heutzutage immer noch, dass diese ‚Unzivilisierten‘ aufgrund der fühlbaren Stärke der Industriewalze (heute der digitalen Vernetzung) mit ihren tausendfachen Effekten (Rohölförderung, Gebietsaufteilungen, Ein- und Errichten von Handlangern, also Eliten etc.) sozusagen automatisch dazu gebracht wird, dass das westliche Weltbild und in dessen Folge auch die christliche Religion größtenteils übernommen würde – hatte ja in den (ehemaligen) Kolonien ‚wunderbar‘ geklappt, auch wenn gewisse Abstriche gemacht werden müssen, zumal unbestreitbar der Katholizismus in Uganda zum Beispiel nicht dem in Indien oder Kolumbien vollauf entspricht. Doch das war und ist ja auch nicht so wichtig – dennoch wichtig – solange die Fäden im Vatikan weiterhin zusammenlaufen – also in Europa.

Auch wenn der neue Papst ein Argentinier ist, so ist sein Großvater doch noch jemand, der im Ersten Weltkrieg auf der Seite Italiens kämpfte, und zwar unweit jener Region, welch Zufall, wo bekanntlich Muslime leben – dem Balkan. Und diese Angelegenheit, also die Auseinandersetzung Islam – Christentum, spielte im Ersten Weltkrieg durchaus eine nicht zu unterschätzende Rolle, auch wenn dies in deutschen Schulbüchern wahrscheinlich noch immer nicht zur Rede kommt. Und dass im Vatikan ein Farbiger oder Asiate Papst wird, ist diametral zu zuvor Gesagtem als Bild durchaus passend. Und stellen Sie sich vor: Islam gleichberechtigt als Religions-Fach in Grund- und Hauptschulen etc. der BRD!?

Nun, dass dieser militärische Schlag unternommen wird von den USA und ihren Verbündeten, ist vor allem ein Zugeständnis an die Waffenindustrie. Wichtig scheint zu sein, zynischer geht’s wahrscheinlich nicht mehr, erst mal Geld zu verdienen und wie in Deutschland ‚endlich‘ wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Immerhin: Endlich hat man mal eine ‚positive‘ Metapher für und mit der Farbe Schwarz und der Nummer 0. In einem Land, wo die Bevölkerung schon anfängt, ihre Kröten zu zählen, nur weil ein Paar mehr Flüchtlinge demnächst ankommen und bereits angekommen sind, einem Land, wo die Wirtschaft brummt, wie man sagt, wo immer dann, wenn man Erfolge zur Schau stellt der Nationalstolz schwillt – in so einem Land, wenn die Verkäufe plötzlich lahmen, und es gilt, vom Reichtum was abzugeben, den man – siehe Deutsche Bank etc. – nicht unbedingt und immer mit fairen Mitteln sich erfochten oder erarbeitet hat, verwundert wenig, dass deren muslimischen Verbände und Bevölkerung sozusagen wie unter Dauerbeschuss geraten und andauernd und öffentlich zu beteuern und zu beweisen haben, mehr oder minder, um bloß nicht schon wieder in die Schusslinie zu geraten, dass sie – um Gottes Willen – selbstverständlich nichts mit den als Terroristen Gebrandmarkten ISIS-Kämpfern und anderen zu tun haben. Dass die Muslime sich wie selbstverständlich gefallen lassen dürfen, überprüft, gecheckt und nochmals vernommen zu werden, ist schon fast usos, dies, um ganz sicher zu gehen, dass ihre Gesinnung den Erforderlichkeiten entsprechen, die – wie bereits gesagt – denen vorrangig auferlegt werden, die nicht der Elite im Lande angehören,. Und wehe, dem ist noch so! Wehe!

Derzeit ist es gewiss schon ein Sicherheitsrisiko (auch für Herrn und Frau ‚Deutsch‘) in die Türkei zu fliegen, Türkisch oder Arabisch zu lernen, auf die Katze des persischen Nachbarn aufzupassen, geschweige denn das Schlimmste zu tun, zum Islam zu konvertieren – oder aber der Meinung zu sein, dass Kurden doch besser keine Waffen ausgehändigt werden sollten?

Nach Meinung vieler, sollte die Türkei, Syrien, Irak und Iran mal dazu gebracht werden, anstatt dass die USA Bomben in Syrien und dem Irak abwerfen, einer kurdischen Staatlichkeit zuzustimmen, Israel dazu gebracht werden, selbiges für die Palästinenser zu machen, Nikosia dazu verpflichtet werden mit Nordzypern eine Zweistaaten-Lösung zu vereinbaren, und endlich die seltsamen Spielchen zu unterlassen, die unnötig viel Geld verbrauchen und immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko in der Region geraten sowie nur einigen Wenigen dienlich sind – Israel sollte darüber hinaus untersagt werden, die Golanhöhen und Teile Palästinas weiterhin zu okkupieren. Im Osten Griechenlands müsste dringend ein Referendum abgehalten werden, um zu ermitteln, was die Bevölkerung dort genau will: Anschluss an die Türkei, mehr Autonomie oder alles wie gehabt ok etc., etc.?

Wenn all diese Konflikte, wie geschehen in Schottland, demnächst nicht auf eine ähnliche Art und Weise gelöst werden, wird die Rüstungsindustrie noch länger unsere Wirtschaften beschäftigen, den so viel beschworenen Aufschwung in Betrieb halten – und genau das sollte sich ändern. Man täte gut daran, endlich gemeinsam gegen Krankheiten (Ebola, Aids, Hepatitis etc.) in den Krieg zu ziehen, gegen Hunger und gegen die Verschmutzung der Welt durch den Menschen, die auch diesmal wieder, wo auch immer in den USA das letzte Treffen der Umwelt wegen gewesen sein mag, nur schöne Sonntagspredigten erhielt. Frau Merkel ist erst gar nicht hin geflogen – bravo!?

, endlich die seltsamen Spielchen zu unterlassen, die unnötig viel Geld verbrauchen und immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko in der Region geraten, nur einigen Wenigen dienlich sind, und mit Nordzypern eine Zweistaaten-Lösung vereinbart – Israel sollte darüber hinaus untersagt werden, die Golanhöhen und Teile Palästinas weiterhin zu okkupieren. Im Osten Griechenlands müsste dringend ein Referendum abgehalten werden, um zu ermitteln, was die Bevölkerung dort genau will: Anschluss an die Türkei, mehr Autonomie oder alles wie gehabt ok etc., etc.?

Wenn all diese Konflikte, wie geschehen in Schottland, demnächst nicht auf eine ähnliche Art und Weise gelöst werden, wird die Rüstungsindustrie noch länger unsere Wirtschaften beschäftigen, den so viel beschworenen Aufschwung in Betrieb halten – und genau das sollte sich ändern. Man täte gut daran, endlich gemeinsam gegen Krankheiten (Ebola, Aids, Hepatitis etc. in den Krieg zu ziehen, gegen Hunger und gegen die Verschmutzung der Welt durch den Menschen, die auch diesmal wieder, wo auch immer in den USA das letzte Treffen gewesen sein mag, nur schöne Sonntagspredigten erhielt. Frau Merkel ist erst gar nicht hin geflogen – bravo!?

, endlich die seltsamen Spielchen zu unterlassen, die unnötig viel Geld verbrauchen und immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko in der Region geraten, nur einigen Wenigen dienlich sind, und  – Israel sollte darüber hinaus untersagt werden, die Golanhöhen und Teile Palästinas weiterhin zu okkupieren. Im Osten Griechenlands müsste dringend ein Referendum abgehalten werden, um zu ermitteln, was die Bevölkerung dort genau will: Anschluss an die Türkei, mehr Autonomie oder alles wie gehabt ok etc., etc.?

Wenn all diese Konflikte, wie geschehen in Schottland, demnächst nicht auf eine ähnliche Art und Weise gelöst werden, wird die Rüstungsindustrie noch länger unsere Wirtschaften beschäftigen, den so viel beschworenen Aufschwung in Betrieb halten – und genau das sollte sich ändern. Man täte gut daran, endlich gemeinsam gegen Krankheiten (Ebola, Aids, Hepatitis etc. in den Krieg zu ziehen, gegen Hunger und gegen die Verschmutzung der Welt durch den Menschen, die auch diesmal wieder, wo auch immer in den USA das letzte Treffen gewesen sein mag, nur schöne Sonntagspredigten erhielt. Frau Merkel ist erst gar nicht hin geflogen – bravo!?

nur einigen Wenigen dienlich sind, und  – Israel sollte darüber hinaus untersagt werden, die Golanhöhen und Teile Palästinas weiterhin zu okkupieren. Im Osten Griechenlands müsste dringend ein Referendum abgehalten werden, um zu ermitteln, was die Bevölkerung dort genau will: Anschluss an die Türkei, mehr Autonomie oder alles wie gehabt ok etc., etc.?
Wenn all diese Konflikte, wie geschehen in Schottland, demnächst nicht auf eine ähnliche Art und Weise gelöst werden, wird die Rüstungsindustrie noch länger unsere Wirtschaften beschäftigen, den so viel beschworenen Aufschwung in Betrieb halten – und genau das sollte sich ändern. Man täte gut daran, endlich gemeinsam gegen Krankheiten (Ebola, Aids, Hepatitis etc. in den Krieg zu ziehen, gegen Hunger und gegen die Verschmutzung der Welt durch den Menschen, die auch diesmal wieder, wo auch immer in den USA das letzte Treffen gewesen sein mag, nur schöne Sonntagspredigten erhielt. Frau Merkel ist erst gar nicht hin geflogen – bravo!?

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Russland – Zypern

oder: Wo der Hase begraben liegt!

Natürlich ist es schlicht unmöglich, das russisch-zyprische Verhältnis in einem Artikel wie diesem zufriedenstellend unterzubringen. Muss ja auch nicht sein. Auch nicht vor dem Hintergrund der letzten Präsidentschaft, dem Hintergrund der Xristofias Präsidentschaft, die die eines Kommunisten war, also, des ehemaligen Vorsitzenden der zyprischen AKEL-Partei.

In jener Phase wurde der Hase, von dem die Rede sprichwörtlich ist weiter oben, wohl vollends vergraben. Der seltsame ‚Auftritt‘ eines russischen Schiffs vor Zypern bepackt mit Waffen für Syrien, welches aufgebracht, dann doch von Nikosia stlllschweigend durchgewunken wurde, um seine ‚humanitäre‘ Fracht bei Assad abzugeben, ist und war ein beredtes Beispiel dafür.

Insofern hat die Republik Zypern, trotz der angeblich besonderen Beziehung zu Russland, dennoch die derzeitigen Politiken der EU gegenüber Russland im Ukrainekonflik mitgetragen. Gegenteilige Verlautbarungen im zyprischen Parlament der einen oder anderen Partei dazu fallen letztendlich wenig ins Gewicht, wenn dieselben nicht in Brüssel vertreten werden. Doch in Abwandlung mit dem Hänschen kann wohl gesagt werden: Was Xristofias nicht kann, lernt Anastasiadis nimmer mehr, oder so.

Nun, der Coffeeshop der zyprischen, englischsprachigen Sunday Mail Zeitung vom 31. August 2014 ist so nett, uns zum zyprisch-russischen Verhältnis eine ganz spezifische Ansicht zu gewähren:

“von Patroclos

Unsere politischen Parteien, kurz vor eine Buchverbrennung, die sie drauf und dran waren zu organisieren vor dem Präsidentenpalast, hielten sich [dennoch] zurück nach der schwerwiegenden Verlautbarung aus der Mutter-Botschaft Russlands, welche ihr starkes Missfallen bezüglich des Inhalts des letzten Buches ausdrückte, das Makarios Drousiotis geschrieben hat, Journalist und Autor, der gegenwärtig als ein Berater des Präsidenten angestellt ist.

All das, weil die 1.500 Worte große Verlautbarung der Botschaft, die in der Fileleftheros-Zeitung Zyperns veröffentlicht wurde, rief nicht nach der Verbrennung des verletzenden Buches, welches die dubiose Rolle beleuchtet, die die Soviet Union während und nach der türkischen Invasion Zyperns beleuchtet. Wäre das der Fall gewesen, hätten die Parteien pflichtbewusst ein Paar Exemplare des Buches gekauft und ein Paar Unterstützer gefunden, sie in Brand zu stecken, um so ihre Loyalität mit Mutter Russland zu unterstreichen.

Anstatt islamischer Praxis zu folgen, hat Mutter Russlands Botschaft sich darauf beschränk, das Buch als “wissenschaftlich sehr niederes Niveau und politisch unakzeptabel” zu erklären. Der Autor wurde also als “Amateur-Forscher beschuldigt, der die wissenschaftliche Methodologie historischer Forschung nicht drauf habe und Unparteilichkeit – und er wisse nicht, wie Ereignisse analysiert und evaluiert werden”.

Der russische Botschafter in Zypern, Stanislav Osadechiy, auf dessen Anweisung die Verlautbarung das Buch anzugehen betrieben wurde, führt sich auf, wie ein Oberer Soviet, der in der DDR oder Bulgarien stationiert war, als der Warschauer Pakt noch existierte, indem er Anweisungen an lokae Boten erlässt, die sich unklugerweise vom wahren Pfad des Sozialismus begeben haben.


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Wie anders kann sein, dass er dachte, das Recht zu haben, sich in unsere Angelegenheiten brazenly einzumischen, einen Autor an den Pranger zu stellen, nur weil er nicht mit dem übereinstimmt, was der schrieb – und sich über die Tatsache beschwert, dass dieser Autor ja für den Präsidenten arbeitet. Am Ende der Verlautbarungen wird gesagt:

“Das Einzige, was uns stört in Bezug zum extrem niederen wissenschaftlichen Niveau und politisch unakzeptablen Buch, ist die Tasache, dass es nicht von einem Amateur geschrieben wurde, sondern von einem speziell mit dem Präsidenten Liierten. Ist das Zufall?”

Der mütterliche Rat unseres russischen Obersoviet war ganz klar: Leute, die für den Präsidenten arbeiten, müssen nichts Schlechtes über die Soviet Union sagen, weil es die rusische Botschaft ärgert und sie denken lässt, dass wir kein Soviet-Satellite mehr sind.

Botschafter Osadchiy hat es sich zur Gewohnheit gemacht, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen und mütterlichen Rat von sich zu geben – (angeblich) immer unser Interesse im Auge haltend.

Letzten März kam er im Fernsehen und ließ uns wissen, dass Moskau nicht glücklich über die Parteinahme Zyperns mit der EU sei, als es um das Sanktionieren Russlands durch die EU wegen der Krim ging. Und Osadchiy warnte, dass “unsere Geschäftsmänner Kapital abziehen und ihre Aktivitäten zurückziehen”. Damals wie heute verschwendeten unsere politischen Parteien keine Zeit, den Botschafter zufriedenzustellen. Das Parlament verabschiedete eine Resolution, die davor warnte, unsere “wertvollen Bande” mit Mutter Russland zu überziehen. Letztere ist ja ein “fester Unterstützer der Republik Zypern in kritischen Zeiten in der Geschichte”.

Wie seltsam, dass unsere tollen Politiker, die bereit sind, es mit der ganzen Welt aufzunehmen, wenn es um unseren nationalen Stolz und Würde geht, froh sind, Moskaus Schoßhündchen zu sein. Hätte die US oder die briische Botschaft eine derartige beleidigende Verlautbarung von sich gegeben und einen zyprischen Autoren bedrängt und heruntergemacht sowie seine Arbeit, wären unsere Politiker ausgeflippt und hätten mutig über Redefreiheit referiert, würden eine offizielle Positionierung der Regierung fordern und Massendemonstrationen organisieren vor den jeweiligen Botschaften. Aber wenn Russland freie Rede in Zypern zu unterdrücken gedenkt, hat es die volle Unterstützung unserer zyprischen Politiker dabei.

4 Parteien, die EDEK, DIKO und die Allianz brachten eine Stellungnahme heraus, in der sie die Positiion der Botschaft völlig unterstützten und die Anstellung eines Mannes in Frage stellten wie Drousiotis mit seinen unakzeptablen Ansichten als Berater des Präsidetenten. Hätte Drousiotis sich für Pädophilie ausgesprochen, wären die Reaktion wohl nicht so feindschaftlich gewesen…. .

Der wertvollste Rat (an die Regierung) beinhaltete die dumpfe Verlautbarung der Allianz von Lillikas, die besagte: “Nach der offiziellen, verdammenden Verlautbarung durch die Russische Botschaft, hat der Präsident der Zyprischen Republik die Verpflichtung, eine Stellung zu beziehen, die die historische Wahrheit wiederherstellt und die Beziehung Zyperns mit den russischen Freunden!”… .

Präsident Nik (Anastasiadis) hat kürzlich einen totalen Narren aus sich gemacht. Sobald das Drousiotis Buch veröffentlicht war, arrangierte er ein Treffen mit dem russischen Botschafter, wo er sich ihm anbiederde und ihm sagte, dass er mit dieser Publikation nichts zu tun habe. Die Sicht des Autors würde nicht seine Sicht der Dinge reflektieren…. .”

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Spanien-Zypern

Also, dass man mit Serbien ja gut kann, war und ist allgemein bekannt. Doch die unten gepriesene Nähe zu Spanien überrascht nun schon den einen und die andere.
Wer sich mit seinen Nachbarn nicht all zu gut versteht, ist wahrscheinlich geneigt, sein Glück auch in der Ferne zu probieren. Obgleich, die Beziehungen zu Israel oder Griechenland sollen ja angeblich nicht all zu schlecht sein, behauptet Nikosia immer wieder. Doch dem Aufmerksamen Beobachter wird durchaus nicht entgangen sein, dass Israel nun ausgerechnet Teile seines Reichtums gefischt aus dem Meer vor Zypern, versteht sich, ohne Absprache mit den anderen Anrainern etc., nun lieber in Jordanien verticken geht. Wo die Zyprer doch so damit gerechnet hatten, auch der neu entdeckten Freundschaft wegen, einen größeren Teil vom israelischen Kuchen abzukriegen – aber noch, wie man sagt, ist ja noch nicht aller Tage Abend, oder so. Und das Problem mit den Griechen ist schnell benannt: Money, ta lefta!

Davon ausgehend, dass 99,9% unserer Leserschaft des Englischen mächtig sind, erlaubt sich Zypernundmehr-News einen weiteren Beitrag aus der Press and Information Cyprus vom 15.09.2014 hier ungekürzt und in Englisch wiederzugeben, ohne weitere Bemerkungen dazu. Es wird davon ausgegangen, dass Sie sich gewiss Ihr eigenes Bild und Meinung zu gestalten wissen:

„The President of the Republic receives
the credentials of the new Ambassador of Spain

The President of the Republic, Mr Nicos Anastasiades, received today, at a formal ceremony at the Presidential Palace, the credentials of the new Ambassador of the Kingdom of Spain, Mr Angel Lossada.

Presenting his credentials Mr Lossada said:

“Mr President,

It is a great honour for me to present to you today my credentials as Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary of the Kingdom of Spain to the Republic of Cyprus.

Spain and Cyprus share a common past, present and future. Our geographic location, around the “Mare Nostrum”, has facilitated exchanges between our two countries since antiquity. Our European identity, embodied by our commitment to democracy, human rights and rule of law, has made us close partners in the ever-evolving project of the EU. And these double roots, Mediterranean and European, bind us to work together and rise above the challenges that will lead to a better future.

Cyprus has recently marked its tenth anniversary as a member of the European Union. During this period of time, it has proven to be a reliable partner for all member states. It has also demonstrated the quality of its administration and its people as a whole, through the successful organization of the presidency of the Council of the European Union in the second semester of 2012.

Undoubtedly, the past ten years have allowed for a strengthening of our bilateral relations as well. Our similar positions on a number of issues – illegal migration or the commitment to the EU’s banking union, to name only a couple – are the expression of our mutual understanding, as is the launching by our two countries, at the end of 2013, of the “Mediterranean Group” that promotes coordination amongst the EU’s southern states. This initiative can only reinforce the ties between Spain and Cyprus even further. In particular, the threats posed by the security situation in Iraq, Syria or Libya will certainly require not only our attention, but also our close cooperation, if we want to preserve the much needed peace and stability.

One single example of our common interest in the Mediterranean is the fact that the Minister of Foreign Affairs of Cyprus, Mr Ioannis Kasoulides, will participate, on the 17th of September , in the ministerial conference that Spain organises in Madrid in order to discuss the stability and development challenges of Libya and Northern Africa. On this occasion, the Ministers of sixteen countries from the Mediterranean as well as from the Sahel, together with representatives of the Arab League, the European Union, the United Nations and the Union for the Mediterranean, will look together at the measures that can be taken to promote a solution to Libya’s political and security crisis. It is not a selfless endeavour entirely: both Spain and Cyprus know what is at stake for all of us. Thus, the Spanish initiative and the Cypriot active participation.

In connection to the security situation in the Mediterranean, Cyprus has also proven its generosity with its friends. Already in 2006, Spanish nationals were evacuated from Lebanon through Cyprus, together with countless other citizens from Western countries. The signing of a bilateral Agreement on Technical Arrangements for facilitations in crisis management in the Middle East, in May 2013, formalized the assistance that Cyprus has always been willing to offer to Spain. We are thankful for that.

The unprecedented economic crisis has affected in recent years many countries across the globe, and particularly certain members of the Eurozone. Spain knows very well from its own experience the sacrifices that must be done to address the situation, and, therefore, it especially appreciates the efforts done by your government and your people, and congratulates you for the courage to undertake the necessary but difficult reforms in order to put Cyprus back on the path to recovery. I am confident that your country will continue to muster the strength to do what is needed, and for that, it can count on the support of Spain and of the European Union. Eventually the Cypriot people’s present hardships will not go unrewarded.

In this context, I trust that the double taxation agreement between our two countries, which entered into force last May and will start deploying its effects in 2015, will prove to be an excellent tool to multiply trade and business ties between Spain and Cyprus, contributing to the economic recovery of both and to the development of common interests – be it in the field of energy, infrastructures, tourism, or any other that creates a closer interconnection between us. We must certainly stand united in our goal to return to the path of growth and job creation.

Regarding the Cyprus issue, Spain follows with great interest the current negotiations between the Greek Cypriot and Turkish Cypriot communities and wishes for a successful outcome, based on a bi-communal, bi-zonal federation, in compliance with the relevant resolutions of the United Nations Security Council, so that the island can finally be reunified.

Mr President,

Relations between Spain and Cyprus are already excellent. However, you can be assured that during my term as Ambassador in Nicosia, I will strive to deepen the ties between our countries in all fields.

Finally, as I present my Letters of Credence, I would like to convey to Your Excellency the warm greetings of His Majesty the King of Spain, Felipe VI, the Spanish nation and its government, with the kind request that you convey them to the Cypriot people.”

Replying the President of the Republic said:

“Your Excellency,

It is with distinct pleasure and sincere feelings of friendship that I receive today your Letters of Credence appointing you as the new Ambassador of the Kingdom of Spain to the Republic of Cyprus, as well as the Letters of Recall of your predecessor. I want to assure you that my Government and the people of Cyprus will provide you with every assistance in the performance of your high duties aiming at building upon the excellent bilateral relations that already exist between our two countries.

Cyprus and Spain enjoy deep-rooted friendly relations, based on trust and dialogue. Our shared values of justice, peace, democracy, human rights and rule of law have created a solid foundation both of our bilateral relations, as well as of our cooperation in the EU, the UN and other international fora. This common approach is also the basis for the further development of our relations in all fields.

Being members of the European Union and the newly launched Mediterranean Group has brought our countries even closer. Our similar views on regional issues and EU affairs, including the importance of the Mediterranean region, has further enhanced our cooperation and has provided new fields of joint action to address the challenges facing the EU and the Mediterranean.

This fruitful cooperation will be greatly enhanced by the imminent visit of Prime Minister Mariano Rajoy to Cyprus which will be an opportunity to reaffirm the very good level of bilateral relations and to further expand them.

The bonds of friendship between our two countries are also evident in the increasing number of young Cypriots wishing to learn the language and culture of Spain. The functioning of the ‘Aula Cervantes’ at the University of Cyprus exemplifies this interest, establishing a strong foundation for further cooperation in other fields.

Excellency,

We appreciate the readiness of Spain to provide technical expertise to Cyprus within the context of the Support Group for Cyprus established by the European Commission.

This assistance is a concrete proof of the support to the efforts of my Government to restore financial, economic and social stability and to implement the Memorandum of Understanding agreed with the Troika. Since the Eurogroup decision of March 2013, my Government has embarked on an ambitious adjustment programme aimed at tackling longstanding imbalances. There has been a considerable progress since then; the credit institutions have been restructured and recapitalized; substantial fiscal consolidation has been implemented; important structural reforms have been initiated.

However, the cost of the crisis has been severe and painful on the people of Cyprus. Significant challenges remain that will not be resolved overnight but I assure you that my Government remains committed to implementing the programme.

On this, I would like to express my satisfaction for the signature and recent entry into force of the Agreement on the Avoidance of Double Taxation which will deepen economic relations between Cyprus and Spain.

Your Excellency,

The excellent level of our relations is also reflected in the principled stance Spain maintains on the Cyprus problem. On behalf of the Government and the people of Cyprus, I would like to request you to convey my thanks to the Government of Spain, over its principled stance on the Cyprus Problem throughout the years. Our mutual respect for international law has been the basis for our long cooperation.

Your arrival to Cyprus coincides with a critical juncture for our island. Since I assumed my duties, I declared my intention to work relentlessly aiming at finding a viable and just solution to the Cyprus problem, which remains of top priority.

Since February 2014, a new negotiating process has started between the two communities, under the auspices of the UN Secretary General’s Good Offices mission, aiming at a comprehensive solution of the Cyprus problem, in accordance with the Joint Declaration adopted by the two leaders on 11 February 2014, the High Level Agreements, the United Nations Security Council Resolutions and the EU principles and values.
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The Government of Cyprus remains committed to continuing its efforts for a settlement which will bring stability and prosperity to a reunited Cyprus and its people, serve the legitimate interests and respect the human rights and fundamental freedoms of all Cypriots.

A settlement which will safeguard the EU values and principles throughout the island, with united Cyprus being an effective EU member state and an important and stabilizing regional actor in the Eastern Mediterranean that can utilize to the utmost its unique and privileged geographical position – a bridge between Europe, the Middle East, Africa and Asia -, particularly in light of the energy transformation taking place in the Eastern Mediterranean.

In parallel, the Government, as the Joint Declaration of 11 February 2014 clearly states, also remains committed to the adoption of bold Confidence Building Measures that will build trust between the two communities and provide a dynamic impetus to the negotiating process through restoring hope and confidence to the prospect of reaching a fair, viable and mutually accepted settlement.

We do hope that both Turkey and the Turkish Cypriot side will adopt a constructive stance, with good faith, not only as regards the mutual benefits associated with the implementation of Confidence Building Measures, but, and most importantly, to the efforts of reaching a solution through undertaking practical and substantial steps that will contribute effectively towards this end.

Excellency,

In welcoming you to Cyprus, I would kindly request that you convey to His Majesty the new King of Spain Felipe VI as well as to the Government and to the friendly people of Spain our warmest greetings and a message of friendship and solidarity. I conclude by extending my heartfelt wishes and by assuring you once more of the support of my Government and me personally to your valuable mission, so that your tenure will be highly constructive and fruitful, and carried out in such a way that the sound relationship that Cyprus enjoys with Spain will further flourish.

Ambassador Angel Lossada, I warmly welcome you to Cyprus.”

Present at the ceremony were the Minister of Foreign Affairs, Mr Ioannis Kasoulides, the Director of the Office of the President, Mr Panayiotis Antoniou, and the Chief of Protocol, Mr Nearchos Palas.“

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SMS versus Schaumschläger

Man dachte es sich ja schon!

„Wir brauchen keine speziellen Kenntnisse [dazu]. Das Recht auf Logik, aber, können wir nicht entfernen. Aufgrund dieses Rechts und dem Mangel an erneuerten Ansichten lege ich mein Problem dar – [dies] beim Thema der Veräußerungen. Seit Wochen hören wir die Parteien {Zyperns], die Gefahr der massenhaften Veräußerung von Häusern (unserer Mitbürger) überbetonen, sowie beruflich genutzter Räumlichkeiten [oder Häusern etc.]. Nur aufgrund der Basis der Logik – und ohne spezielle Kentnisse – wundere ich mich, an wen und zu welchem Preis die Banken all diese Häuser denn verkaufen werden, von denen man annimmt, sie würden veräußert.

Wer hat gerade das Geld, Häuser zu kaufen, die noch nicht mal eine Investition [wert] sind? Sogar die britischen Rentner, die irgendwann Zypern wählten [als ihren Alterssitz], haben es seit Jahren gelassen [zu investieren]. Ich glaube, sie [die Zyprer] leiten diese Frage auf die Unmöglichkeit, überzeugende Antworten auf die Unfähigkeit zu geben [zurück]; und so entdecken wir erneut die fremden investitativen Kassen, welche einmarschieren, um unsere Häuser zu kaufen. Meinen wir das wirklich ernst? Dass eine investitative Kasse ankäme (beachten Sie, investitativ), um zu niederen Preisen die Häuser der Zyprer zu kaufen? Um was damit zu tun?

Um sie nach 5, 10 oder 15 Jahren zu verkaufen, wenn sie im Wert gestiegen sind – wenn überhaupt je? Haben wir [etwa] nicht den Eindruck, dass diese Kassen bessere und gewinnbringendere Investitionen ihres Geldes irgendwo haben [dürften]? Sie könnten zum Beispiel ein großes, touristisches Projekt kaufen. Das ist eine Investition! Aber dann [,in diesem Fall,] sprechen wir von den großen Nutznießern, welche für diese Braut bezahlen würden, aber [gewiss] nicht für das Präkariat, wie es die Parteien [uns bislang] sagen.

Die Gefahr massenhafter Veräußerungen gibt es nicht. Und das wissen die Parteien genau. Die gibts nicht, weil es nichts bringt, die Banken hängen zu lassen in einer Ökonomie, in der sie beabsichtigen zu agieren. Es handlet sich klar um Angstmache, welche im letzten Stadium ist, außer dem Aspekt, der die Großnutznießer angeht. Und das ist im hohen Grad verdächtig.

Ja, es gibt Gefahren bei den neuen Strukturierung der Veräußerung [von Besitz], wo die Banken noch aufdringlicher und zynischer gegenüber den Kreditnehmern werden. Das ist ein Thema härterer Kontrollen der Banken, welche erfolgen kann und muss. Was so auch im begleitenden Gesetzentwurf in aller Ausführlichkeit vorgesehen wurde. Es geht hier nicht ums Thema massenhafter Veräußerungen, was auf allen Kundgebungen von unseren Abgeordneten erzählt wird. Es ist schade, dass die Wirtschaft erneut in ein Abenteuer geführt wird auf Grundlage eines Slogans [siehe unten], der der Realität nicht entspricht. Die Leute sind heutzutage in der Tat in einer prekären Lage. Dies vor allem der Polemik wegen.“

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Jorgos Kaskani, der hier zitiert wird, wird auch im Folgenden zitiert und er wird des Weiteren klarer machen, von was er da eigentlich auch noch spricht in seinem vorangegangenen Beitrag, siehe Politis-Tageszeitung vom 06.09. 2014.

„Nach jedem Verbrechen sucht die Polizei üblicherweise nach einem Anstifter- [guckt], ob dieser offensichtlich oder aber existent ist. Und so hört sie nicht auf, nach dem, der den Abzug betätigte, zu suchen – entweder jenen, der am Verbrechen profitiert oder denjenigen, der die Bedingungen dafür kreierte.
Oft hat dieser Zweitere, der Anstifter, mehr Bedeutung als der, der [das Verbrechen] ausgeführt hat. Dies, weil dort die größten und gefährlichsten Zirkel lokalisiert werden können.

Gestern haben alle Panik gehabt wegen der SMS eines Bekloppten, welcher die Bankenwelt [Zyperns] damit durcheinander brachte. Und die SMS kreierte [doch glatt] eine neue Instabilität der bereits angeschlagenen Ökonomie des Landes. Sie bewegte [sogar] das Präsidialamt. Die Polizei nahm die Order entgegen [,diesen Menschen festzunehmen] und begann, den Absender zu lokalisieren, der hinter der mysteriösen Nummer steckt (eine weitere Anekdote ist das).

Gut gemacht. Nur … sollten wir nicht den Anstifter suchen? Sollten wir nicht etwas mehr die Lächerlichkeit sehen, die der Unbekannte [hervorrief]? Und sollten wir nicht untersuchen, wer eine Situation kreiert, in der irgendein Draufgänger eine gefährliche Lage für eine Nation kreieren kann? Reichts [etwa] nicht, dass wir an einem Faden hängen? Wir tun [wirklich] alles für [einen Fall in die] totale Katastrophe.

Nun, wer ist der Anstifter? Das ist die einzige Frage, welche die Polizei beantworten kann, ohne besondere Untersuchungen anzustellen. Unsere politischen Führer! Weil keine bekloppte SMS kein Wert hätte und keine Panik hervorrufen würde, wenn unsere politischen Führer dieses toxische Umfeld nicht schaffen würden, in dem wir in den letzten Wochen lebten. Kein Draufgänger könnte solchen Schaden anrichten, lebten wir in einem Land – entgegen der Probleme und der Schwierigkeiten -, wo die Leute glaubten, eine stabile und seriöse Führung zu haben. Die Dimensionen, welche diese spezifische SMS-Affaire annahm, sind [eigentlich] analog [zu sehen] zu dem Zusammenhanglosen, welches jeden Abend in den Nachrichten [zu hören] ist.

Nun ja, sollte die Polizei ihre Arbeit tun wollen, lasst sie das Parlament und das Präsidialamt ausräuchern. Das ist der sicherste Weg, dieser Art von Problem zu begegnen. Die Anstifter [sollen sie bestens dort] einsammeln, die die geeigneten Bedingungen kreieren, in denen [sogar] SMS das Land ruinieren könnten!”

Der Wahnsinn, wie Sie lesen konnten, verehrte Leser, der tobt auch auf Zypern. Und auch, dass die zyprische Regierung nach wochenlangem nervtötenden Gequassel (täglich und stundenlang) darüber, ob man die gestellten Bedingungen der TROIKA annimmt oder nicht, letztlich diese doch, nahezu stillschweigend, angenommen hat, ist ein weiterer Beleg dafür, dass Zypern, welches den höchsten Fleischverbrauch hat pro Kopf in der EU, nicht nur das Land mit den Proleten an der Macht ist (wie Caesar Mawratsas in seinem Buch, “Gesellschaft der Proleten”, schreibt), sondern auch das mit den Schaumschlägern ib der Politik vor allem, die eigentlich nur noch langweilen.

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