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Archive for Juli 2013

Die griechischsprachige Sigmalive schreibt, wie die meisten anderen griechischsprachigen Zeitungen Zyperns zur Lage der Cyprus Bank, die gerade Besuch von der Troika hatte, in etwa auch: “In einer allgemeinen Stellungnahme verkünden die Zentralbank und das Wirtschaftsministerium, dass die Verfahrensweise bezüglich der Art und Weise, wie die Bank of Cyprus das Auflösungsregime, den Haircut und die allmähliche Freigabe unabgesicherter Deposits vornehmen wird, feststeht.”

Wie hier auf Zypernundmehr-News bereits berichtet wurde, hat man sich auf 47,5% geeinigt (siehe vorhergehenden Artikel). “Aus diesem Grunde sichert die Rekapitalisierung der Bank of Cyprus eine hohe Kapitalbasis, welche das Minimum von 9% überschreiten wird. Die Zentralbank (Zyperns) informiert die Bank of Cyprus darüber, dass ab heute das Auflösungsregime verlassen wird.”

Die neuen Aktionäre der Bank werden sich demnächst zusammensetzen, bis dahin wird eine Art Übergangsdrektorium die Dinge in die Hand nehmen.

Die Philelefteros titelt in ihrer Internetausgabe bezüglich dieses Themas, nämlich dem des Geldes: “Tiefe Rezession bis 2014 in Zypern!”

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Kann gut sein, dass ab September viele Lehrer nicht mehr eingestellt werden in Zypern. Die Rede ist von eventuell 250. Das scheint, schreibt die griechischsprachige Livenews, mit 2 Dingen vorwiegend zu tun zu haben: a) mit dem Sparregime, welches mit der Troika vereinbart wurde vonseiten der Regierung b) mit geringer werdender Anzahl von Kindern; in Gymnasien und Regelschulen sollen voraussichtlich 1.300 Schüler weniger antreten im Herbst. Zu der Minderung der Schülerzahl soll es nach Ansicht der Troika durch den vermehrten Wegzug von Ausländern kommen. Nach Ansicht der Troika sind die erwähnten Einsparungen auch im Bereich der Erwachsenenbildung umzusetzen. Das Ministerium, ist zu lesen, rechnet allerdings damit, dass wahrscheinlich lediglich 150 Lehrkräfte letztlich betroffen sein werden.

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Mal davon abgesehen, dass ein italienisches Schiff, beauftragt von der Republik Zypern in ihrem Territorium “AOZ” zu erkunden, wieviel Reichtümer unter dem Meeresboden liegen oder wie am besten eine Plattform installiert wird etc., und von der Türkei daran gehindert wird, seinen Auftrag zu erfüllen, wird andernorts davon berichtet, dass das Öl, welches letzte Woche vor der Region Karpaz/Nordzypern ins Meer entwich (100.000t) inzwischen die Strände bei Aghia Napa erreicht haben soll.

Aghia Napa ist bekanntlich ein prominentes touristisches Ziel, wenn nicht sogar die touristische Attraktion für insbesondere junge Reisende, die Beach, Party und Fun haben wollen – der Werbung mancher Reiseveranstalter zufolge.

In diesem Zusammenhang lässt uns hoffen, dass jemand in der Administration der Republik Zypern inzwischen dazu angesetzt hat, die angedrohte Strafe Brüssels wegen schlechtgeführten Mülldeponien landauf-landab doch noch abzuwenden. Das Thema scheint jedoch nirgends eines zu sein dieser Tage und daher ist wohl eher davon auszugehen, dass der verschuldete Staat, der angeblich kein Geld hat und davon träumt, schon bald Klein-Saudi-Arabien zu sein im südöstlichen Mittelmeer, sich erlauben könnte, die zu erwartende Strafe aus Brüssel dann halt aufgebrummt zu bekommen.

Das Kalkül scheint dabei zu sein, dass aufgrund der angespannten finanziellen und demnächst womöglich sozialen Lage, solche Strafen eh nicht bezahlt werden können.

In Zypern, muss man wissen, werden Strafzettel höchst unregelmäßig bis gar nicht bezahlt und Autoversicherungen, genauer Straßenbenutzungsgebühren für Autos, offensichtlich auch nicht. Das Ministerium hat vor ein paar Tagen daher angedroht, zumal soundsovieltausend Autos sich ihre Plakette noch immer nicht abgeholt hätten zum Ende der gesetzten Frist, dass der Arm des Gesetzes nun, nicht wie sonst, mit aller härte diese Gefährte aus dem Verkehr ziehen wird.

Nun, ganz so schlimm wie im Norden Zyperns ist es noch längst nicht im Süden, wo man den Politessen dabei zusehen kann, wie sie den einen Falschparker ermahnen oder aufschreiben und den anderen, der schon länger falsch parkt, einfach übersehen – weil es vielleicht ein Verwandter ist, ein Nordzyprer oder aber einfach nur der Besitzer des Geschäfts ist, vor dem der Fußgängerstreifen dreist im Angesicht des Gesetzes usurpiert wird?

Angeblich zahlen nur Fremde aus dem Süden im Norden Strafzettel, und zwar diejenigen, die daran interessiert sind, erneut mit dem Auto im Norden auf Tour zu gehen.

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Im Norden Zyperns hat die CTP die meisten Stimmen erhalten bei den Wahlen letztes Wochenende. Der Kandidat der UBP, Kücük, ist schmerzlich abgestürzt. Kücük soll der Kandidat Ankara’s gewesen sein als Ministerpräsident. Der Umstand, dass er sich das Haar zur Wahl färben ließ, soll die Wählerschaft letztlich dazu gebracht haben, sich nicht noch einmal für die UBP von Kücük zu entscheiden, schreibt die Afrika in etwa.

Kann gut sein, dass die CTP sich in der Folge mit der Partei des Denktas-Sohns Erdal zusammentut, um eine Regierungskoalition zu bilden. Denktas-Junior soll in einer Art Blitzaktion unmittelbar nachdem das Wahlergebnis einigermaßen absehbar war, welches ihn wider erwarten mit seiner DP eine Rolle spielen wird lassen in der Parteienlandschaft des Nordens, sogleich eine Maschine nach Ankara bestiegen haben, um Order von Erdogan zu erhalten.

Die Afrika-Tageszeitung aus dem Norden schreibt, dass es im Prinzip egal ist, wer die Wahl letztlich gewonnen hat, weil so oder anders wird Ankara diejenige sein und bleiben, die die Entscheidungen trifft im Norden.

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Kaum zu glauben, doch jemand von der Regierung hat nun doch noch festgestellt, dass in der Republik Zypern durchaus eine hohe Zahl von Stränden und strandnahem Wald von Kleinunternehmern genutzt wird, die sich erlauben seit Jahren, öffentliche Plätze in Beschlag zu nehmen mit ihren ‚Diensten‘ und dabei das für den Staat wohl Wichtigste vergessen, nämlich, Abgaben dafür zu berappen. Derjenige, der dem endlch auf die Schliche gekommen ist, heißt Jorgos Nikos Kugialis.

Das beschriebene Phänomen ist so verbreitet und so offensichtlich, dass es sich bei dem Vorstoß des Herrn Kugialis wohl eher um ein Ablenkungsmanöver handeln dürfte, der Marke: schimpft über die Kleinen, dann werden die Großen schon vergessen!

Kugialis schimpft, dass insbesondere in der Region Aghia Napa und Protaras es ganz schlimm damit geworden ist. Nach dem, was in der Internetausgabe der griechischsprachigen Alitheia zu lesen ist, scheinen Kugialis lediglich die verpassten Einnahmen des Staates zu interessieren, der Aspekt Umwelt ist offenbar kein Thema.

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Und zum Schluss aus der showbiz.com.cy das wirklich Allerneuste und wahrscheinlich aller Wichtigste: “ Janis Spaliaris verursachte ganz entschieden eine Elektrifizierung der weiblichen Anwesenden, als er vorüberging. Bei seinem gestrigen Erscheinen bei Niko Ikonomopolos im Summer Breeze (Limassol) am Beach und in Begleitung von 2 Mädchen, tanzte er in der Pause mit ihnen zur Musik vom DJ wie weggetreten, und das vor hunderten Bewunderern. Als er dann im Anschluss hoch auf die Bühne stieg, sang Nikos Ikonomopolos für sie und schaute dabei tief in die Augen, ja, tanzte ebenfalls mit den beiden. Auf diese Art und Weise machte er diejenigen zu Lügnern, die wollen, dass er Partner der Rosita Kentala ist.”

So viel zu dem, was im Artikel davor, als das bezeichnet wurde, was in den Beilagen der Zeitungen mit den vielen bunten Bildern so im Allgemeinen zu lesen ist.

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English: A Saint Nicholas chapel on a pier in ...

English: A Saint Nicholas chapel on a pier in Limassol, Cyprus. (Photo credit: Wikipedia)

Die Botschaften der Republik Zypern in Tschechien, Syrien, Slowenien,
Indonesien und Kenya werden geschlossen – zumindest vorübergehend. Kann aber gut sein, dass die Schließung in Tschechien doch noch mal überdacht wird – es sei schließlich ein zentrales, wichtiges Land innerhalb der EU. Geld soll auf diese Weise eingespart werden, Geld, welches andernorts scheinbar noch immer mit vollen Händen herausgeworfen wird in Zypern.

Katerina.s@politis-news.com schreibt in ihrer Kolumne in der griechischsprachigen Politis vom Sonntag auf Seite 2 unter dem Titel “der spanische Schweißer”, unter anderem, dass es einst in Frankreich eine Redewendung gab, nämlich die vom “polnischen Klemptner!” Doch inzwischen würden die Polen eher wieder in Polen Haushalte mit ihren Diensten versorgen und Franzosen zumeist fränzösische Klemptner antreffen. Wenn sie sich da mal nicht täuscht, die Gute. Doch worauf sie hinaus will in ihrem Artikel ist folgendes: Mal abgesehen davon, dass Klemptner,
Elektriker und so weiter in Griechenland und Zypern, schreibt sie,
jahrelang ohne Steuern an den Staat abzuführen, recht gut verdienten, sind diese Berufe dennoch nicht gut angesehen. Sie habe kürzlich mit jemand von der Vitol Tank Terminal gesprochen, die in Basiliko arbeite
t.

Es gab dort von denen nämlich eine Stellenausschreibung, und sie fragte diesen Herrn, ob da denn auch Zyprer arbeiteten? Er soll müde gelächelt haben daraufhin und gesagt haben, dass die Mehrheit der Arbeiter aus Spanien stamme. Sogleich fügte er noch hinzu, dass die Arbeiter vor dem Hintergrund der Krise im europäischen Maßstab dennoch ordentlich bezahlt würden. Kurz: Zyprer hätten immer noch zu viele Flausen im Kopf, müssten unbedingt
mindestens als Direktor eingestellt
werden oder aber noch besser als
Rechtsanwalt, Manager und so.
Darunter, scheint es nicht zu gehen bei den
meisten Zyprern.

Giagoz Mikelidi schreibt in seiner Kolumne mit der Überschrift “Meeresluft”
in der Politis von letzten Sonntag: “…das Einzige, was ich verstehe, ist, dass die wohlhabenden Zyprer eine hohe Abgabe bezahlen werden, die ihr Geld etwas
belasten wird. Die Abzocker werden sich selbstverständlich dennoch wieder
bequem
zurücklehen dürfen. Das werden sie aus dem Ausland schlechtestenfalls dirigieren, werden Wohnungen in England kaufen und es sich im Allgemeinen gut gehen lassen. Der Rest, die, die nichts haben, werden noch weniger haben.
Niemand sagt was. Und diejenigen, die im Cafe die Klappe aufmachen,
die sind bereits weg. Vielleicht gehen die jetzt zum Meer mit angeschlossenem Pool. Vielleicht haben sie aber auch solche Gedanken aus
den Hirnen verbannt und leben in einer Welt ohne Hoffnung. Eines ist
sicher, dass es – hier auf Zypern – keine Empörten gibt. Es gibt
keine Leute, die an dem Punkt angekommen sind, sich an denen rächen
zu wollen, die es (das Geld/Besitz) ihnen wegnehmen.
Die sind wie von den TV’s gebannt, als würden sie auf etwas warten, dass geschehen soll, damit dieser Traum aufhört. Doch dieser Traum wird niemals aufhören und wenn er aufhört, beginnt schon der nächste, noch schlimmere. Zypern hat seinen Grund unter den Füßen verloren. Die Leute werden
(politisch und in ihren Rechten) von Dieben,
Entführern und Korrupten vertreten….”

Da gestern ja Sonntag war und Limassol nicht all zu weit ist, wurde das
Costa’s dort besucht. Das Costa ist ein Cafe, welches mit recht
gesalzenen Preisen aufwartet: Croissant zu 2.30€ oder ein kleiner
Capuccino zu 3.25€ etc. Wenn man dort sitzt, kommt es einem nicht
so vor, als hätte hier so etwas wie die Krise das Land im Griff. Ab
11 Uhr morgens brummt der Laden auch sonntags und die meisten Leute
haben ein Croissant und/oder noch ein weiteres Schleckerchen auf dem
Teller und begnügen sich meistens nicht mit der kleinen Variante
eines Kaffees. Man kann den nämlich auch mittel- und ganzgroß
haben, versteht sich, zu entsprechenden Preisen.

Die Sonntagsausgaben der Zeitungen haben auch noch immer recht
gepfefferte Preise. Zugegeben, sie haben sogenannte Beilagen, die
allerdings wenig lesenswert sind – zu viel bunte Bilder von immer
den gleichen angeblich gutaussehenden jungen Menschen. Wahrscheinlich
sind es gar nicht immer die selben Leute, die da abgekinpst werden,
nur, die sehen alle so gleich aus.

Die Politis hat erfreulicherweise umgestellt und aufgehört, ihre
Leserschaft mit diesen holz- und materieverschwendenden Beilagen zu
bombardieren, wie die Verkäuferinnen, die hierzulande ihre
Kundschaft leider noch immer ungefragt, auch beim kleinsten Utensil,
mit Plastiktüten eindecken. Und 2€ kostet die Politis am Sonntag
lediglich. Bei den anderen Zeitungen kommt man unter 3,50€ nicht
davon.

Wie also zu sehen ist, stellt die Sonntagsausgabe der Zeitungen eine Art
Teilung dar. Daher wohl sind die griechischsprachigen Zeitungen
Zyperns etwas ausführlicher in ihren Berichten – haben aber halt
leider auch erwähnten Abfall mit bunten Bildern, den man ungewollt
miteinkauft.

Der Streit darum, ob die Bank of Cyprus nun geteilt werden soll in einen
Bereich, der das Geldwirtschaftliche macht und den anderen, der die
Anlagewerte verwaltet, ist noch voll im Gange. Diejenigen, schreibt
die Politis, die sich bislang gesund gestoßen haben an den
zyprischen Verhältnissen, das Land mit ihrer Gier in den Ruin
trieben, sind mehrheitlich dafür, dass die Bank nicht aufgeteilt
werde. Präsident Anastasiadis habe sich zwar schon für eine Teilung
irgendwo, irgendwann und irgendwie ausgesprochen, doch könnte es
durchaus noch so kommen, dass er seine Meinung in letzter Minute noch
ändert – wegen Druck und anderem aus einer bestimmten Ecke des
Landes, also von interessierten Kreisen. Und dass Meinungen in
letzter Minute geändert werden im Süden von Zypern, wissen wir ja,
seit der Abstimmung zum Annanplan 2004. Oder seit der Aussage vor ein
paar Tagen des ehemaligen Chefs der Bank of Cyprus, Eliadis, wissen
wir, dass ein Chef, von dem man annehmen könnte, dass er
Verantwortung übernimmt, sich in letzter Minute scheinbar doch wider
der allgemeinen Erwartung verhalten kann. Herr Eliadis tut einem
recht leid, weil er sich vor dem Ausschuss, der ihn nach der Schuld
in Sachen Nahezu-Pleite dieser Bank fragte, an aber auch gar nichts
mehr erinnern konnte. Ja, andere in seiner Bank müssen die Gelder
für die Griechen damals locker gemacht haben. Er habe von nichts
gewusst. Er ist ganz unschuldig und er hat halt nur etwas hohe
Bonuszahlungen abgegriffen, insbesondere nachdem der gegangen war,
der seinen diktatorischen Betriebsführungsstil besonders störte und
den er jetzt anschwärzen wollte vor dem Ausschuss. Versteht sich,
dass für den Herrn Eliadis selbstverständlich seine hohen
Bonus-Einnahmen nicht zur Diskussion standen.

Immerhin, die Bank of Cyprus wurde nun auf 47,5% beim bail-in gesetzt. Das
heißt, genau so viel Prozent der Einlagen der Kontoinhaber werden
eingesackt, wenn dieselben über 100.000€ betrugen. Unseres
Dafürhaltens hat sich die Troika ganz schön runterhandeln lassen.

Am interessantesten in Zypern und bei der Restauration des Systems, die
angeblich gerade durchgezogen wird, ist, dass viele derjenigen, die
sich am Raubzug über die Jahre beteiligt haben, jetzt in der
freudigen Lage sind, die Bereinigung veranlassen zu sollen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Nikos Anastasiadis ist einer der neuen Teilhaber
der Bank, und zwar mit immerhin 2,8%.

Im Norden Zyperns scheint das Wahlergebnis so auszufallen, dass eine
Regierungskoalition von Nöten ist. Wer auch immer mit wem sich
zusammentun wird, es ist bereits die Rede davon, dass diese Koalition
dann gewiss nicht all zu lange halten dürfte.

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Vom Klauen und so

English: Concise presentation of Lapithos

English: Concise presentation of Lapithos (Photo credit: Wikipedia)

Vorgestern noch war Präsident Anastasiadis beschäftigt, unter anderem, mit Kranzniederlegungen und dem Halten von Reden. Er sprach von schwierigen Zeiten, die zu durchstehen sind und das bitte sehr gemeinsam. Noch einmal, beschwor er die Anwesenden am Jahrestag, muss der Wiederaufbau gelingen wie nach 1974. Vorgestern jährte sich das Eindringen der Türken oder die Befreiung der türkischen Zyprer von den griechisch-zyprischen Faschisten und somit die Trennung der Insel in zwei Hälften zum 39sten Mal.

Diesen Sonntag sind im Norden Zyperns Wahlen. Sollte die UBP das Rennen machen, was nicht auszuschließen ist, da anscheinend viel Geld aus Ankara hinter ihr steht, dann scheint sich zu bestätigen unter anderem, dass die Korankurse, die diese Partei in die Schulen und Kolleges im Norden Zyperns einführte, in der Bevölkerung mehrheitlich Anklang finden und kein Stolperstein darstellt/en.

 

Es bleibt wohl nicht aus, über jemand wie Niki Maragou zu stolpern, wenn man sich länger oder öfters in Zypern aufhält. Das Buch, welches im Andenken an sie von ihrer Tochter herausgegeben wurde dieses Jahr, hatte ich bereits vor ein-zwei Monaten gekauft, als eine Veranstaltung zu Marangou lief, wo der Gedichtsband von ihr vorgestellt wurde, der auf Englisch mit “for a faint idea” übersetzt wurde, den wir eher mit “unzählbare Ideen” übersetzen wollen (προς αμήδραν ιδέαν).

Anfänglich dachte ich nach kurzer Durchsicht dieses Gedichtbandes: Esoterik pur; und gerade billig war es auch nicht: 20 Euro.

Und die Gedichte haben zuweilen irgendwie etwas Esoterisches, Bei näherer Lektüre der ersten 15 Gedichte, erscheint die Autorin vor allem als eine Zyprerin, die an der Teilung der Insel leidet, gelitten hat.

 

Joachim Sartorius kannte Marangou persönlich und zählte sie offenbar zu seinen Freunden, als er in Zypern lebte. In jener Zeit, schreibt er verwundert in seinem Buch “Mein Zypern”, welches 2013 ebenfalls publiziert wurde: “Man sollte denken, dass in den zehn Jahren seit der türkischen Invasion die Zeit schon einiges geheilt oder gemildert hätte. Das Fatale aber war, dass die Griechen in Nikosia von ihren Wohnungen, von ihren Balkons, blickten sie nach Norden, den Pentadaktylos (Fünfingerberg) sahen, …, hinter dem Kyrenia und all ihre Besitzungen lagen. Es gab Tag für Tag kein Entrinnen vom Erinnern.”

Sartorius war damals im Dienste der deutschen Botschaft in Zypern und konnte sich offenbar eigener Schwäche nicht erwehren, die ihn ergriffen hatte, nachdem er ein Haus in Lapithos eines Engländers gesehen hatte, welches er für ein paar Monate mietete. Seinen griechisch-zyprischen Freunden, wie er schreibt, sagte er von diesem Vorhaben nichts – hätte ich wahrscheinlich auch so getan, weil auch heutzutage wird man mehrheitlich noch äußerst schief taxiert, wenn man davon erzählt, hin und wieder im Norden zu sein.

Und weil das Haus, nach Joachim Sartorius, das schönste Haus auf der Welt ist, jeder habe so einen Ort irgendwo, konnte er voll Sentiment und Erinnerungsdurst wohl nicht davon lassen, den Besitzer des Anwesens, einen Herrn Harrison, um einen Teller zu erleichtern, auf dem die Insignien des Hausbesitzers eingraviert standen, “des letzten Baumeisters der britischen Kolonialverwaltung auf Zypern”, der der Vater von Herrn Harris war.

So klaut also Einer vom Anderen, könnten Sie hier denken, womit sie nicht ganz unrecht haben dürften. Doch ob es sich im Falle Sartorius um Diebstahl handelt und der zuvor gemachte Vergleich mit seinem Verhalten und der Kolonialzeit der Briten angebracht ist, sei dahingestellt.

 

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Es ist wirklich Zufall, dass gerade diese diese beiden Bücher, das von Sartorius und Marangou, von mir gleichzeitig gelesen werden – eigentlich auch noch ein weiteres, durchaus informatives und wunderbar kompaktes Taschenbüchlein von Klaus Kreiser, “Geschichte der Türkei”, welches durchaus dienlich ist bei der Lektüre der beiden erstgenannten, weil sich derart das, was in unmittelbarer Nähe Zyperns damals passierte, in einem erweiterten Kontext nachvollzogen werden kann.

 

Sartorius haben wir es wohl mit zu verdanken, dass zu erfahren ist, Marangou habe eine zeitlang in Berlin gelebt, in den bewegten 60ern, wie er schreibt, doch dann irgendwann von der Revolution und der Linken die Schnauze voll bekommen hatte und zurück nach Zypern gezogen war, wo sie sich mit den Dingen anfing in Hochschulen und dergleichen sich zu beschäftigen, für die sie den Menschen heutzutage bekannt ist: Malerei und Poesie.

 

Was zum Klauen noch so gesagt werden könnte, soll Marangou das Wort gegeben werden aus den “Unzählbaren Ideen”:

 

“Weil ich von Rosen rede,

vom Durchdringen des Lichts,

der Unpässlichkeit der Liebe,

und unserem vergänglichen Leben,

denkt nicht, Freunde aus dem Norden,

dass, was 74 geschah,

nicht wie ein Fleck mein Leben überdeckt,

jeden Tag.

 

Der Mond kommt aus dem Meer hervor wie eine Wassermelonenscheibe,

und meine verstorbene Mutter auf der Veranda unseres Hauses

am Strand von Ammoxostos ruft uns,

wir sollen raus aus dem Wasser.

Ich sah neulich ein Bild, das gezeichnet worden war,

an der Wand einer Taverne in Karpaz.

Eine Taverne, die mit gestohlenen Stühlen bestückt ist,

gestohlenen Tischen, gestohlenen Türen,

geklauten Griffen.

 

“Das gehört meiner Mutter!”, sagte ich dem Tavernenbesitzer, “hier, da ist ihr Name eingraviert!”

“Jetzt aber gehört es mir”, sagte der, der aus dem Teil kommt, wo die Sonne aufgeht (so schilderte ihn mir seine Frau). “Das gehört jetzt mir!”, sagte er,

“Ganimet, sagt man dazu in Türkisch.”

 

 

Es darf davon ausgegangen werden, verehrte Leser, dass Herr Sartorius keine Kriegsbeute (ganimet) glaubte mitnehmen zu müssen, als er scheinbar nicht anders konnte, und den signierten Teller aus dem Haus Harrison an sich nahm. Immerhin, er schreibt darüber, eventuell wie jemand, der sich an seiner ‚Beute‘ noch im Jahr 2013 erfreuen kann.

Inwieweit Herr Harrison in die Teller-mitnehm-Angelegenheit eingeweiht ist, bleibt in den Darstellungen von Sartorius verborgen und scheint auch eher so verstanden werden zu dürfen, als hätte er denselben ohne Erlaubnis eingesteckt.

 

Überhaupt ist zu hören in Nikosia, wo sich noch einige an Sartorius erinnern können, seien es Deutsche oder Zyprer etc. mit denen ich sprach, dass der Aufenthalt im Traumhaus in Lapithos, welches, wie Satorius schreibt, er fast gekauft hätte, ihm von den griechischen Zyprern seinerzeit ziemlich übel genommen wurde. Einfühlungsvermögen an den Tag zu legen, ist offensichtlich auch jemand von der deutschen Botschaft nicht immer gegeben. Soll ja vorkommen.

 

Verschiedenes

 

Dass das mit Türkischzyprern-oder-Türken-Kontaktpflegen auch außerhalb Zyperns gewisse Implikationen haben kann, zeigt der Fall einer Politikerin Griechenlands, Yota Trigoni, die sich in Istanbul in der Nähe der Aghia Sofia/Sultanahmet als Teilhaberin eines Hotels einbrachte. Das genügte, um ihr das Leben so zu vermiesen im griechischen Parlament, dass sie vor ein paar Tagen ihren Rücktritt einreichte und nun nicht mehr die Nea Demokratia repräsentiert.

Kontaktpflege kann bekanntlich viele Gesichter haben.

Die Republik Zypern scheint sich endgültig dazu entschieden zu haben, die zukünftigen Erdgasförderanlagen etc. auch militärisch “zu sichern”. Dazu werden für über 100 Millionen Euro Kriegsschiffe von Israel gekauft. Das Geld soll im Zeitraum von 17 Jahren abgestottert werden. Für ein Land, welches angeblich in der Krise ist und offensichtlich der EU angehört, ist eine derartige Geldausgabe und strategische Festlegung doch wohl schon so eine Art Affront?

Niemand indes scheint es wirklich zu jucken in Brüssel. Niemand, der Nikosia sagt, diesen Deal umgehend rückgängig zu machen. Es bedarf nicht allzu großer Phantasie, um sich auszumalen, dass mit diesem Entscheid die Republik Zypern dem Nahostkonflikt um erhebliche Längen entgegengerudert ist. Bravo!?

 

Im Oktober 2013 sollen nun wirklich und endgültig die Proben der Bohrungen in der Region um Zypern, wo Erdgas und Erdöl en mas lagern sollen, ausgewertet sein. Dann wird sich zeigen, ob ein zweites Saudi Arabien namens Zypern realistisch wird, bzw. ist, sollten die Ergebnisse nicht geschönt werden aus welchen Gründen auch immer. Möglich scheint so etwas durchaus zu sein.

 

Immerhin, dass saudische Verhältnisse einkehren werden auf Zypern in den nächsten 10 Jahren, oder solche, die orthodoxen Juden vorschweben, scheint seit gestern vorerst aus der Welt geschafft worden zu sein. Es wurde, welch historischer Moment, offiziell die erste Genehmigung erteilt, ein Casino, von denen es beim Konkurrenten Nordzypern gleich über 20 gibt, zu betreiben.

Es ist nun vielleicht an der Zeit, die Kranzniederlegungen, die irgendwie sehr häufig in letzter Zeit im Fernsehen zu sehen sind, auf diese Neuerung zu erweitern? Weil so eine Genehmigung wäre ja nicht geschehen, sagen manche, die die scheinbar herrschende Moral hervorheben wollen dergestalt, wenn die böse Krise nicht am Werk wäre.

 

Die böse Toika ist jedenfalls gerade im Lande. Die sprechen von Aufteilung der Cyprus Bank. Es sollen verschiedene, abgetrennte Geschäftsbereiche entstehen, so dass, denken wir verstanden zu haben, nicht alles zusammenhängt und beim nächsten Crash nicht gleich das ganze Ding untergeht.

 

Für genauso bedenklich halten wir allerdings, dass die AKP-Regierung der Türkei, nachdem, was ihr Außenminister von sich gibt, den Verlauf der sogenannten Revolution in Ägypten zu tiefst bedauert, und findet, dass Mursi zurück in sein Amt gehört.

 

Wussten Sie, dass die Proteste gegen die Regierung und die Lebensverhältnisse in Bulgarien bereits in ihr zweites Jahr gehen? Die demonstrieren in den Straßen und keiner scheint daran interessiert zu sein außerhalb dieses Landes. Diese Bilder werden uns komischerweise so gut wie nie serviert. In Istanbul laufen ein paar hundert Leute zusammen und schon ist ihnen eine Medienpräsents sicher, als liege die Börse danieder. Ob wir da etwa gerade einem kleinen Aufmerksamkeitsschwindel erleben? Sind die Berichte, die die Öffentlichkeit erreichen über die staatlichen Rundfunk- und Fernsehanbieter etwa bereits derart gelenkt, wie es Snowdon & Co uns erahnen lassen?

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Ansonsten, nichts wirklich Neues. Der Norden hat seine Rechnungen noch immer nicht beglichen, die in Deutschland, der Türkei, England und andernorts entstehen, um den türkisch-zyprischen Tourismus vor Ort an den Menschen zu bringen. Das Ministerium beklagt, kein Geld zu haben.

 

Der türkische Sondergesandte zum Verhandeln des Beitritts der Türkei zur EU, Egemen Bagis, meinte vor kurzem, dass die Türkei sehr wohl interessiert sei, der EU beizutreten und ihre auferlegten Pflichten erfüllen mag. Doch niemand sage der Türkei in Brüssel konkret “was denn die gestellte Hausaufgabe eigentlich ist, die es zu tun gilt!”

 

Hat das Letztere etwa auch schon mit Diebstahl zu tun?

 

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Umwelt KKTC

Grün, ja schon, oder aber…

 

 

Aus der Einheit erwächst Stärke!” Man könnte denken, dass das einer der Wahlslogan ist, die im Norden Zyperns in Umlauf sind dieser Tage. Und ja, so was Ähnliches kann auf Wahlplakten durchaus gelesen werden. Doch das Zitat stammt aus der Kibris Zeitung v0m 16.07.13 aus dem Norden.

 

Der Artikel, den dieses Zitat schmückt in der Kibris, wird mit ausdruckstarken farbigen Bildern umrandet. Horizontal darüber kann auf dem Bild zumeist junge Menschen, Jungen und Mädchen, gesehen werden, in deren Mitte eigentümlicherweise ein Paar Plastiksäcke stehen.

 

 

Es geht, also, um eine Reinigungsaktion, die dort, wo die Schildkröten ihre Eier ablegen im Strand in der Region Karpaz, durchgeführt wurde. Die Meerestierchen sollen auf den von Menschen hinterlassenen Dreck möglichst nicht stoßen, der sie womöglich davon abhalten könnte, ihr Geschäftchen zu erledigen oder nochmals zu kommen. Eine wirklich schöne Geste von diesen jungen Menschen, wenn da nicht die vielen Projekte wären, die gewiss noch mehr Beton und andere Dinge in die Umwelt setzen werden.

 

Es scheint, dass auch dieser Reinigungsaktion ein vergeblicher Lauf gegen die zivilisatorische Zeit ist. Ja, es kommt einem, und das nicht nur in Zypern, vor, wie wenn jemand sein schlechtes Gewissen beruhigen will, und so uns, den Mitschuldigen, irgendwie eine Last mit abnimmt, wofür sie besten- oder schlechtestenfalls einen Orden, eine Erwähnung in einer Zeitung oder einen Posten in der Verwaltung von XY erhalten – und weitere tolle Sonntagsreden.

 

 

 

Bilbay Eminoglu berichtet auf einer anderen Seite der Kibris auf seine Weise von diesen Dingen:

 

 

Wie die Dinge laufen, ist gar nicht gut… . Wir sind offenbar gerade unterwegs, all das, was schön ist, wegzumachen. Kein Berg, kein Tal, kein Flüsschen, keinen Wald lassen wir in Ruh. Wir bewegen uns langsam aber sicher in Richtung Wüstenei. Diese Grünfeindlichkeit unsererseits kann nicht erklärt werden. Wo wir einen Baum ausmachen, ist er auch schon in Gefahr. Wo ein Wald steht, wird er schon zu Asche. Der Raubbau an der Umwelt Nordzyperns (KKTC) ist furchterregend. Jahrhundertalte Olivenhaine mit tausenden von Bäumen haben wir sogar abgemurxt.

 

 

Das Bäumefällen soll einer Genehmigung bedürfen. Das stimmt. Das heißt, hol dir deine Erlaubnis und dann schneid ab.

 

 

Können Sie sich noch erinnern? Anfang dieses Jahres wars. Da hat die Initiative zum Schutz des Karpaz-Nationalparks von Nikosia den Polizei Oberhauptmann angezeigt. Folgendes war angezeigt worden: “In der Region Dipkarpaz wird in der Gegend des Apolstolos Andreas Klosters ganz legal im ausgewiesenen Nationalpark an der Straße Erde ausgehoben, schwere Bulldozer sind am Werk bis runter ans Meer. Das hat das Umweltamt festgestellt. Es wurden Olivenbäume und Harnupbäume gefällt, die unter Schutz stehen. Ebenso erlagen Pflanzen diesem Eingriff, die nur in dieser Region existieren. In der Tat ist dieser Eingriff derart geschehen, dass das, was mal war, nicht wieder zurückgebracht wird werden können… .

 

 

Und was geschah nach der Anzeige? Es geschah nur den Bäumen etwas!

 

2012-11-18 12.12.22

 

Um Gottes Namen! Seht, was mit dem Fünffingerberg geschehen ist. Schaut euch doch an, wie wir den schönen Berg rupfen. Sieht jetzt aus wie als erinnerte er an den Rest eines Vulkans. Und wir geben noch immer keine Ruh!

 

Unten aufm Meeresboden die Rohre, die verlegt werden, werden Wasser aus der Türkei heranbringen, welches dann im Gecitköy-Damm aufgefangen wird. Die Steine für den Damm stammen aus dem Fünffingerberg. Dazu werden jahrundertalte Olivenbäume und andere Bäume draufgehen. Die Bürger und die Umweltaktivisten sind empört. Wenn es so weiter geht, werden wir Grün nur noch von Fotos kennen.

 

Zweifelsohne, die Umweltaktivisten sind nicht gegen das Wasserprojekt. Doch das kann nicht heißen, dass man dem Raubbau wortlos zusieht. Die Leute sagen: Als das Projekt begann, waren wir dagegen, dass die gefällten Bäume zu Holzkohle wurden, verbrannt wurden. Wir wollten, dass sie woanders wieder angepflanzt werden. Doch keiner der Beamten ließ darüber mit sich reden. Die Beamten sind derart stumpfsinnig; konnen Sie sich vorstellen, was hier noch in Zukunft los sein wird?

 

 

Die, die leben werden, werden es sehen. Unser Land, welches seines Grün wegen berühmt war, wird bei diesem Lauf der Dinge demnächst Oliven einführen müssen… , wahrscheinlich auch Zitrusfrüchte. Das ist kein Albtraum. Das ist Wirklichkeit!”

 

 

Zitronen aus Argentinien sind derzeit schon im Angebot im Süden. Da fragt man sich, warum die nicht alle Zitronen von den Bäumen holen, die zuhauf noch dranhängen. Oder warum die Dinger nicht so gelagert werden, dass sie außerhalb der Zitruserntezeit verwendet werden können? Wahrscheinlich ist das so naheliegend, dass niemand drauf kommt, oder aber es bringt nicht genug Gewinn, oder aber…

 

 

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Business in Zypern

Zypern Limassol

Zypern Limassol (Photo credit: Alsterstar)

 

 

Wie
Lettland, Lidl & Co?

 

 

 

 

 

 

Es
gibt Dinge, an die darf gern – so ganz nebenbei – hin und wieder
erinnert werden. Dass Zypern die drittgrößte Insel im Mittelmeer
ist, ist eines dieser Dinge, die der Eine oder die Andere eventuell
bereits vergessen hat. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert,
dass Zypern Europas am weitesten östlich gelegener Ort ist – so
lange die Türkei nicht volles EU-Mitglied ist. Wir könnten nun
sogleich die Diskussion darüber eröffnen, ob die Türkei eigentlich
bereits ein Teil der EU ist, foglich die Stadt Kars in der Türkei
der östlichst gelegene Punkt der EU wäre. Diese Diskussion bleibt
heute aber geschlossen gehalten, soll seine tornadogleichen Energien
in diesem Beitrag nicht entfalten dürfen.

 

 

 

 

 

 

2012-10-19 14.17.29

 

 

 

Viele
von Ihnen haben gewiss schon von der CIPA, der Cyprus Investment
Promotion Agency
, gehört.
Das
sind die
jenigen, die ihr
Brot damit verdienen, Zypern
vorrangig
internationalen
Firmen
derart schmackhaft zu machen, dass sie sich hier niederlassen
und/oder Geld investieren.
Im
zyp
ischen
Fernsehen kommt einem
immer
mal wieder
ein Bericht
unter,
in dem
die einstige Größe
der
Insel
hervorgehoben wird
– als das Nadelöhr der Welt. Ja, und das war Zypern in gewisser
Weise
auch,
zum Beispiel, als Phönizer, Perser, Römer, Griechen, Engländer,
Venezier, Türken etc.
sich
die Insel zuschacherten oder wegen
ihr
die Köpfe einschlugen.
Das
s
ihre
geografische Lage
auch
heute noch gewisse Vorteile
birgt,
zeigt sich
beispielsweise
daran, dass Reedereien
wie
die Colombia,
die
Intership Navigation
oder
die Bernhardt Schulte Shipmanagement Ltd. ihren Hauptsitz hier schon
seit Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts haben.
Dem
e
ntsprechend wurde
im Laufe der Zeit eine Arbeiterschaft herangezogen, die offenbar
zu
recht
als “gut ausgebildet” angepriesen
wird,
jedoch
auch andernorts
in der
Welt
so beurteilt wird.
Die Rede ist
also von
einer “sophisticated
infrastructure”, einer Infrastruktur, die den Erfordernissen der
hart umfochtenen Schiffahrtsbranche Stand hält und
die
Verlegungung des
Hauptsitzes einer Firma nach Zypern
plausibel
erscheinen lässt – vom
ökonomischen Standpunkt her.

 

 

 

 

 

 

Doch
längst nicht allein Schifffahrt, Banken, Versicherungen und
Off-shore-Firmen haben Zypern entdeckt. Es gibt hier durchaus
eventuell zukunftsweisendere
Entwicklungen,
wie die Amdocs eindrücklich aufzeigt, die sich darauf spezialisiert
hat, “Software und Kommunikationsdienste [bereitzustellen]. Die
Firna entwickelt, implementiert und managed Software und Dienste für
Betriebe (BBS), den Zahlungsverkehr und Kundenbeziehungsmanagement,
sowie für Systeme, die den Betriebsablauf (OSS) unterstützen.
Amdocs Kunden kommen traditionell aus dem Bereich der
Telekommunikationsdiensteanbie
ter
wie beispielsweise AT&T, T-Mobile, Voradfone, Telokom und
Mobilkom Austria.

 

 

 

Amdocs
hat etwa 17.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern weltweit. Die
wichtigsten Standorte befinden sich in Kanada, China, Zypern, Indien,
Irland, Israel und in den USA. Die Firmenzentrale befindet sich in
Chesterfield, Missouri, der offizielle Firmensitz liegt aber aus
steuerlichen Gründen auf der britischen Kanalinsel Guernsey”, wird
in Wikipedia geschrieben.

 

 

 

 

 

 

Versteht
sich
daher,
dass hier
sogleich
die Vorteilhaften Geschäftsbedungungen
Zyperns,
die
auch Banken
und Versicherungen
hier
bereithalten, als
Nächstes
Erwähnung
finde
n
und
selbstverständlich
die Doppelbesteuerung;
doch
auch,
dass die Bearbeitung von Anträgen und dergleichen verhältnismäßig
zügig, ohne all zu großen bürokratischen Aufwand, bewerkstelligt
werden k
ann.

 

 

 

Unseres
Wissens divergieren die Daten
und
Einschätzungen
bei
L
etzterem
noch
erheblich. Soll
besagen, es ist nicht immer und für jeden zu erwarten,
seine
Formalitäten in den jeweiligen Behörden
der
Republik Zypern
zügig
erledigt
zu sehen.
Das
triff auch
leider noch
nach dem 27. Juni 2012 zu, wird gesagt,
dem
Tag,
als der Ministerrat
Zyperns den “Fast-Track” Mechanismus (Entscheid Nummer 751/2012)
verabschiedete.

 

 

 

Diesem
Mechanismus zufolge soll der bürokratische Ablauf zum Beispiel bei
Lizensierungen erleichtert und vereinfacht werden. Inwieweit d
as
Fast- Track-Ding
bereits
der herrschenden Krise entgegenwirkt, wird verlässlicher Anfang
nächste
n
Jahr
es
(2014) gesagt
werden können. Jetzt
ist
es noch zu früh,
darüber
Aussagen zu machen, da
die
Messinstrumente
dafür
noch geeicht bzw.
eingestellt werden.

 

 

 

Doch
soviel noch dazu:
Stichwort
beim Fast-Track Mechanismus (FTM) ist
das
“strategische
Investieren”. Drei Anforderungen gibt es für Investoren zu
erfüllen, um FTM-mäßig überhaupt in den B
lickpunkt
zu geraten, ist auf der Webseite der CIPA zu lesen
(http://www.cipa.org.cy/fast-track-mechanism/):
(a) Der
Wert der Investition überschreitet 50 Mill. €,
(b)
kreiert signifikant
permanente Arbeit und
(c)
steht in Verbindung mit
Forschung und Inovation.

 

 

 

 

 

 

Die
CIPA bezeichnet sich als Anlaufstelle für Investoren in Zypern. Die
Anmeldeformulare zum FTM können auf der Webseite der CIPA zwar nicht
ausgefüllt werden, zumindest nicht auf unseren Computern, dafür
aber in ihrer englischen und griechischen Version heruntergeladen
werden.

 

 

 

 

 

 

CIPA,
ist des Weiteren zu lesen, freut sich über “die kürzliche
Veröffentlichung detaillierter Nachforschungen bezüglich Geldwäsche
auf Zypern vonseiten der Firmen Deloitte (Italien) und Moneyval und
hofft, dass sie einen Schlussstrich unter schlechtinformierte
Spekulationen zu diesem Thema ziehen. … . Trotz der umfassenden
Inspektion schlagen beide Berichte vor, dass die standardisierten
Blöcke zum Abfangen von Betrugsdelikten in Zypern – sehr wohl –
funktionieren, und dass die (zyprischen) Banken in hohem Maß den
Erforderlichkeiten, den Regularien und Statuten entsprechen, und in
gewissen Bereichen sogar über das hinausgehen, was in der EU oder im
internationalen Kontext erforderlich wäre.”

 

 

 

2012-10-19 14.17.11

 

 

 

 

 

 

Unsere
Leser werden sich gewiss an den Bericht der Deloitte und Moneyval
erinnern, der in Zypernundmehr-News im Beitrag “die
Untersuchungskommission” am 18.05.13 herauskam. Wir hatten in
Anlehnung an den Bericht von Deloitte und Moneyval davon berichtet,
dass Bankangestellte der Cyprus Bank und der Laiki-Bank ihre Kunden
oft nicht gut genug gekannt haben bei Kreditvergaben – so wie von
anderen bei Banken eher unüblichen Praktiken.

 

 

 

 

 

 

CIPA
streicht auf seiner Webseite in diesen Tagen wohl auch daher
wiederholt heraus, dass Geldwäsche alle Länder betrifft und niemand
wirklich dagegen gefeit ist. Und dass CIPA “völlig bereit ist, ein
wahres Bild bezüglich der Geldwäsche (auf Zypern) zu
kommunizieren.”

 

 

 

 

 

 

Sollte
sich jemand unter unseren
Lesern
Zypern als Hauptsitz ihrer/seiner Firma vorstellen können, empfehlen
wir als Lektüre,
und um
den ersten konkreten Schritt in diese Richtung zu setzen, das
Companies Law (Firmengesetz)
Zyperns
unter folgendem
Link:
http://www.cipa.org.cy/images/media/assetfile/The%20Companies%20Law,%20Cap%20113.pdf.

 

 

 

 

 

 

Zuletzt:
Unter Erfolgsgeschichte (success stories) wird auf der Webseite der
CIPA das deutsche Unternehmen Lidl an oberster Stelle angeführt.

 

 

 

 

 

 

Lidl,
so viel dazu, verkauft Brezeln, überhaupt Brot, dass eigentlich
genau so schmeckt wie in Germany – haargenau!

 

 

 

 

Ist
Zypern auch daher auf dem Weg, ein zweites Lettland zu werden?

 

 

 

 

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English: Mehmet Ali Talat, the second presiden...

English: Mehmet Ali Talat, the second president of Northern Cyprus. Deutsch: Mehmet Ali Talât, der zweite Präsident Nordzyperns. Español: Mehmet Ali Talat, el segundo presidente de Chipre del Norte. Français : Mehmet Ali Talat, le deuxième président de Chypre du Nord. Русский: Мехмет_Али Талат, второй президент Северного Кипра. Suomi: Mehmet Ali Talat, toinen Pohjois-Kyproksen presidentti. (Photo credit: Wikipedia)

Inzwischen fordern sogar bereits vermehrt die Lazen von der türkischen  Schwarzmeerküste ihr Recht ein, vor allem die in der Diaspora lebenden.  Ähnliches war zu erwarten. An die 60 religiöse und ethnische  Minderheiten der Türkei trafen sich vor ein Paar Tagen erstmals auf einer  Konferenz in Brüssel – der Friedens- und Demokratiekonferenz.

Es darf davon ausgegangen werden, dass auch Vertreter der christlichen  Ostkirche anwesend waren, die bekanntlich mit der Orthodoxie auf Zypern  direkt in Verbindung stehen. In Verbindung stehen derzeit angeblich auch  die beiden Inselhälften, allerdings auf einem Terrain, von welchem hier  bislang wenig berichtetet wurde. Auf Zypern geht nämlich das Gerücht  um, dass die Fußballclubs Nord- und Südzyperns sich zusammenlegen  wollen. Es fällt uns allerdings schwer, an dessen Verwirklichung zu glauben, nachdem,  was in den letzten Jahrzehnten in puncto Wiedervereinigung geschah. Bislang  wurden Wiedervereinigungsbemühungen mit an Perfektion grenzender  Sicherheit an die trennende Mauer Nikosia‘ s Mitte gefahren, welche die  Trennung der Insel noch immer unrühmlich markiert.

In der türkischen Milliyet-Tageszeitung schreibt Sefa Karahasan seit geraumer Zeit zu Zypern fortlaufend Artikel unter der Überschrift: „Inselperspektive (ada’dan bakis)“.

Sefa Karahasan schreibt, dass die Blicke sich umgehend nach Ankara  wenden, sollten am letzten Freitag die Gehälter der Beamten Nordzyperns  – wieder mal – nicht bezahlt werden. Es darf davon ausgegangen werden,  dass Ankara gemäß des „Wirtschaftsprogramms“, welches mit Nikosia- Nord abgeschlossen wurde, handeln wird – also den finanziell entstandenen Engpass beheben wird. Doch noch lässt Ankara den Norden  zappeln, wohl auch um zu zeigen, dass es mit dem Fall der Regierung  Kücük nicht einverstanden ist und erwartet, dass diese Scharte zuerst
ausgewetzt wird.

Der türkische Politiker Erhurman kommentiert diesen Sachverhalt, Karahasan’s zufolge, derart: „Ja, ihr sagt, ich regiere mich selbst und  gleichzeitig wollt ihr, dass Ankara sein Geld weiterhin an euch schickt. Auf  diese Weise kommt ihr aus den Schwierigkeiten nicht raus. Imgrunde ist  es eine Frage der Würde! Es ist an der Zeit, dass ihr uns eine würdige  Politik und politische Führung des Landes (Nordzyperns) versprecht…. Dass ihr  nicht weiterhin eine Ökonomie zu betreiben gedenkt, die von einer Hilfe, die  von außen kommt, abhängt. Dass so eine Politik von euch gemacht wird,  die Schritte in diese Richtung gesetzt werden… . Und dann, was will die Türkei  eigentlich von den zyprischen Politikern? Dieser Umstand, von dem ich sprach, hält schließlich seit Jahren unverändert an. Das muss im Detail  nicht nochmal erwähnt werden. “ Es gelte, das zuvor erwähnte
Wirtschaftsprogramm zwischen Nikosia-Nord und Ankara endlich
umzusetzen und die kriminellen Banden und Cliquen auf Nordzypern zu  zerschlagen, die sich dem erfolgreichen Vollzug des Programms
entgegenstellten. Erhurman findet des Weiteren, dass es nicht all zu
schwer sein kann, das zu bewerkstelligen. Er ist der Ansicht, dass
spätestens zum 28. Juli 2013 sich herausgestellt haben wird, ob sich was  in die richtige Richtung bewegt. An diesem Tag finden voraussichtlich die  Wahlen im Norden Zyperns statt.

Der Akademiker Yusuf Suicmez bringt das allgemeine Geschäftsgebahren  der Nordzyprer auf seine Art auf einen Nenner: „In Nordzypern wird  Politik betrieben mit dem Bewusstsein, dass ohne Bestechungsgeld  (rüschvet) zu bezahlen gar nichts geht. Vor den Wahlen versprechen sie  stets, all die Sünden der Vorgängerregierung zu ahnden. Und wenn sie  dann an der Macht sind, passiert gar nichts. Das ist immer so, meint  Suicmez, egal, welche Partei an die Macht kommt. Um etwas bewegen zu  können im Lande als Privatperson, ist das Parteibuch, welches man  vorzeigen kann, entscheidend. Seines Wissens sei bislang noch kein  türkisch-zypriotischer Politiker von einem Gericht Nordzyperns zu einer  Strafe verurteilt worden, wegen Bestechlichkeit, Betrug etc.

Und das Bestechlichkeit im Norden Zyperns wahrhaft ein Thema ist, zeigte  sich vor kurzem unter anderem bei einer Sitzung im Parlament des  Nordens, wo es um dieses Thema ging. Die erste Frau als Premierminister,  Sibel Siber, hatte bei ihrer ersten Vertrauensfrage im nordzyprischen Parlament  sogleich aufschlussreiche Offenbarungen zu durchstehen. Ejder Aslanbaba von der  Demokratie Partei behauptete frank und frei, dass der Vorsitzende seiner
Partei, Serdar Denktas, dem ehemaligen Gesundheitsminister Kasif
Bestechungsgelder bezahlt habe. 7.700 Dollars seien geflossen und CD’s,  die das belegen, hätte er auch gleich zur Hand. Es darf davon ausgegangen werden, dass eine sogenannte Säuberung des Parlaments, wie sie von einigen Abgeordneten gefordert wird, wahrscheinlich wenig bis nichts  ändern durfte. Der Meinung sind wir, weil so lange der Status des Landes nicht ändert, der der einer Art Piratenhochburg in der internationalen Community ist, wird das Gesetz des Schlüpfrigsten weiterhin seine Schleifspur ziehen können. Hasan Hasturer, ein erfolgreicher Journalist der Türkei, spricht von Morallosigkeit in der zyprischen Politik, die sich zu verewigen droht. Politiker würden sogar mit Huren beliefert.
Politik zu betreiben, sei etwas total Qualitätsloses geworden. Es ist an der Zeit, dass jemand die Politikerkaste in Nordzypern endlich zur Rechnung  bittet, findet er.

Leider sieht es weiterhin danach aus, dass große Teile der Bevölkerung an  diesem Verhalten seiner Politiker nicht ganz unschuldig sind. Denn es wird bereits jetzt schon darauf hingewiesen, dass viele Wähler ihre Stimme verkauft hätten. So war es immer, und so wird es wahrscheinlich vorerst bleiben. Das hat Tradition. Wurde so aus der Türkei sozusagen nahtlos übernommen, wo diese Stimmvergabepraxis bei Wahlen durchaus noch sehr verbreitet ist.

Die Rede ist derzeit vermehrt von einer Regierung der Technokraten, die  auf Grund der Probleme in nahezu jedem Bereich erstellt werden müsse  in Nordzypern. Bekanntlich war dieses Instrument – Regierung der  Technokraten – auch in Griechenland in der Diskussion, als die Krise ihren Anfang genommen hatte – ganz zu schweigen von Ägypten derzeit.

Der Präsident Nordzyperns wird voraussichtlich 2015 gewählt. Jemand von den Vereinten Nationen soll gesagt haben, dass dann durchaus passieren könnte, dass Mehmet Ali Talat zurück ins Amt kommt. Er ist der Präsident Nordzyperns vor Eroglu. Letzterer hat das Amt derzeit inne.

2.377 Staatsbürgerschaften sollen dieses Jahr bislang (01.07.13)
ausgegeben worden sein im Norden Zyperns. Diese Neubürger stammen größtenteils aus der Türkei. Die Mehrheit der Bevölkerung im Norden Zyperns wird inzwischen von dieser Bevölkerungsgruppe gestellt, was sich entsprechend im Wahlergebnis niederschlagen wird. Frühere Politiker der Türkei befinden sich sogar unter diesem Personenkreis, wie Sükrü Sina  Gürel, Zeki Celiker früherer MP der Gerechtigkeits und Fortschrittspartei  (AKP), Yalim Erez früherer Minister für Industrie der Türkei und der Sohn des verstorbenen Präsidenten Turgut Özal, Murat Mehmet Özal. Bekannte
Namen aus den Medien, die diese Liste mit anführen sind: Refik Erduran, Togay Bayatli, Mehmet Ugur Güneri and Reha Can Urus. Schließlich noch aus dem Bereich Sport: Alp Yalman, Güvenc Kurtlar und Rasim Kara (siehe PIO-Bericht Zyperns).

Zwischenzeitlich war zu vernehmen, dass der amerikanische Botschafter auf Zypern unterstreicht, dass eine Lösung des Zypernproblems gefunden werden kann und dass das Erdgas, welches vor Zypern liegt, dabei durchaus hilfreich sein dürfte. Gefragt sei vor allem guter Wille. Ein Teil der kommunistischen Bewegung der Republik Zypern wurde vor ein Paar Tagen demonstrierend vor der türkischen Botschaft in Nikosia angetroffen. Sie forderten die Einheit des Landes.

Kann gut sein, dass die herzustellende Einheit Zyperns bereits demnächst an einer Registrierung scheitert, die angeblich vorgenommen wurde. Der türkisch-zypriotische Politiker Serdar Denktas verkündete kürzlich mit Stolz, man habe eine nationale Airline unter dem Namen Cyprus International Airline angemeldet. Wie Sie sich denken können, verehrte Leser, wird das die Politiker auf der griechisch-zyprischen Seite ziemlich sicher dazu reizen, ihre in Reden dargebotenen Wiedervereinigungs-Vorsätze gleich wieder über Bord zu werfen. Der Plan eine North Cyprus Airline auf den Markt zu bringen, war im Jahr 2011 gescheitert, da sich der private Sektor mit dem staatlichen nicht einig werden konnte – weder in der Türkei, noch in Nordzypern.

Die Türkei und Ukraine planen gemeinsam, einen neuen Flugzeugtyp zu konstruieren. Beide Staaten unterstützen darüber hinaus eine Ringstraße,  die das Schwarze Meer umspannen soll.

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