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Archive for Mai 2013

Aufgelesen am 25. Mai

Bundesarchiv B 145 Bild-F013023-0009, Berlin, ...

Bundesarchiv B 145 Bild-F013023-0009, Berlin, Staatsbesuch Präsident von Zypern (Photo credit: Wikipedia)

Für all diejenigen unter Ihnen, die mal wieder in richtig sauberem Wasser schwimmen wollten, in herrlich sauberm Meerwasser: Zypern hat seit 8 Jahren in Folge das sauberste Wasser zum Schwimmen, wurde erneut befunden, und halte sich entgegen anderer Staaten in Europa „strikt“ an die eu-weit geltenden Vorgaben, sodass 100% sauberes Meerwasser gewährleistet werden könnte. Malta folgt dem Bericht der PIO (Press Information Office) Zyperns zufolge mit 97%, Kroatien mit 95%. Griechenland mit 93%, BRD 88%, Portugal 87% und Italien mit 85% Sauberkeit des Wassers.
Die der PIO „vorliegenden Ergebnisse zur Wasserqualität in Europa des Wassers zum Schwimmen kam an Dienstag dem 21. Mai von dem Umweltkommissar K. janez Potcnik und der Exekutiv Direktorin der Europäischen Umwelt-Organisation, Frau Jacqueline McGlade, heraus. Das Ergebnis kam für Zypern zustande, indem Wasserproben von genau 112 Orten auf Zypern genommen worden, wird geschrieben, an Orten also, die als Badestrände ausgewiesen oder bekannt sind, ist zu vermuten – von Anfang Mai bis Ende Oktober 2012.
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Zur ‚Freude‘ all derjenigen, die bereits sehnsüchtig darauf warten, dass die Hauptverkehrsachse zwischen den Kleinstädten Masoto und Kiti aufgebessert wird im griechischsprachigen Teil Zyperns/ Provinz Larnaka, folgende Nachricht: Der zyprische Verkehrsminister Tassos Mitsopoulos verkündete nach einem Treffen mit dem Bürgermeister von Masoto, dass bereits seit 2011 eine Aufbesserung der Fahrbahn der erwähnten Hauptverkehrsachse nach Kiti geplant ist. Nun endlich, und auch aus fahrtsicherheitstechnischen Gründen und trotz finanziellen Schwierigkeiten im Lande, sei es höchst vorrangig geworden, diese Arbeiten 2014 anzugehen. Minister Mitsopoulos versprach, er würde sich entsprechend bei den dafür zuständigen Stellen im Staatsapparat ins Zeug legen.
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Zwar verspätet, aber dennoch als einigermaßen wichtig wird hier erachtet, darauf zu verweisen, dass der erste Erzbischof Makarios III Zyperns am 26. Mai 100 Jahre alt geworden wäre. Bekanntlich ist diese Person mit verantwortlich dafür, dass die Insel gespalten ist und ein Teil als Nordzypern (KKTC) derzeit existiert. Dennoch scheint er eine treue Anhängerschaft zu haben, die recht zahlreich unter den Insulanern vertreten zu sein scheint. Ein Abbild von ihm wird gern gezeigt und ist irgendwie noch immer omnipräsent.
Das Abgeordnetenhaus der Republik Zypern veranstaltete zu seinem Hundertjährigen im Theater von Strovolos/Nikosia einen Abend des Andenkens an ihn. Der Präsident des Parlaments, Omirou, hielt die Eröffnungsrede, danach gabs offenbar Musik u.a. mit Charalambos Garganourakis, Koulis theodorou, Sofia Michailidou etc.
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Das Verkehrsministerium Zyperns erinnerte vor kurzem die Autofahrerschaft wiederholt daran, dass im Gesetz von 2007 festgelegt worden ist, dass Autos ohne eine Lizens nicht auf der Straße zu fahren haben. Die Behörde weist jetzt bereits darauf hin, dass bis Juni 2013 genau 22.382 Autos ihre Lizens erneuert haben müssten. Davon betroffen sind Autos jedweden Typs.
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Das byzantinische Museum und die Pinakothek des Gebäudes des Erzbischofs Makarios III bleiben für die Öffentlichkeit vom 05. August 2013 bis zum 24. August 2013 geschlossen.
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Wen Statistik zu Zypern interessiert, und diesbezüglich getätigte Importe und Exporte der Insulaner, kann dieselben im Zeitraum Januar und Februar 2013 im Netz ansehen auf fein-säuberlichen Statistiken. Wir empfehlen, dazu mal einen Blick auf http://www.mof.gov.cy/mof/cystat/statistics.nsf/index_en/index_en?OpenDocument zu werfen. Die Statistiken können dort auch auf Englisch angesehen werden.
Auf dieser Webseite finden sich durchaus auch weitere Statistiken zu anderen Themen, die ziemlich interessante Info bergen, z.B. „Latest Figures: Residents of Cyprus Travelling Abroad“ oder „Index of Industrial Productions“ oder „Turnover Value in Services“ oder „Monthly economic indicator“ etc.
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Auf der anderen Seite der Mauer, sozusagen, also im Norden Zyperns, wird gegen die zunehmende Vergabe von Staatsbürgerschaften und Verkauf von Land an Ausländer gestreikt, mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Wochenende. Vorrangig geht es beim Streik darum, dass aus der Türkei stämmige Personen, die inzwischen in Zypern leben und arbeiten, nicht weiterhin verhältnismäßig oft, manche finden zu oft, mit diesen Privilegien, also zyprischen Papieren augestattet werden sollten.

Die Gewerkschaft KTOS aus dem Norden Zyperns wird mit ihrem Protest gegen diese Politik auf taube Ohren stoßen im Parlament, denken wir von Zypernundmehr-News. Diese Annahme stützt die Tatsache, dass inzwischen die Mehrheit der Bevölkerung des Nordens diese Politiken der Regierenden im türkischen Teil als gut einstufen dürfte. Letzteres ist vor dem Hintergrund zu betrachten und zu verstehen, dass die Bevölkerungsmehrheit im türkischsprachigen Nordzypern inzwischen Menschen sind, die vom Festland der Türkei stammen, die nach Zypern innerhalb der letzten 50 Jahren gezogen sind.
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Im Theatro Ena, welches es auch in Nikosia gibt, wird gerade das Stück namens „raus!“ aufgeführt. Hat uns gut gefallen, ist sehenswert – auf Griechisch allerdings. In der zweiten Hälfte dieser Produktion bleibt nicht aus, dass die Deutschen etwas auf die Schippe genommen werden – auf recht unterhaltende Art und Weise.
Es geht um ein Haus, welches geerbt wurde von einem Paar und einer Frau, in dem eine Hure und ein Stricher wohnen, die dort anschaffen. Die sollen den neuen Besitzern mehr Miete zahlen, nachdem die erfahren im Gespräch mit den beiden Mietern, dass es sich nicht um ein ’normales‘ Geschäft handelt, welches diese betreiben.
Schließlich, nach viel Wirren und lustigen Szenen, kommt der Deutsche aufs Trapez, der den Kasten, das Haus, kaufen soll und, wie sich herausstellt zum Schluss, trotz ‚deutscher Tugenden‘ wie Ehrlichkeit und Anstand, halt auch sein Süppchen kocht, wie die anderen auch – nämlich mit einer der Erbinnen.
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„… und dann schleich ich still und langsam, immer an der Wand lang, immer an der Wand lang!“ So ungefähr klang der Refrain in dem Gassenhauer von einst, der leider nur noch in Bruchstücken erinnert werden kann. Keine Ahnung, wer das gesungen und geschrieben hat – welch Schande.
Nun, die Berliner haben es den Chinesen seinerzeit nachgemacht, wird von einigen behauptet, als sie die Mauer auf Ruck-Zuck errichteten 1961 – einige Berliner, wohl gemerkt, stellten das Ding auf. Diesem Trend haben sich in der Folge dennoch viele angeschlossen.
Wie zu erfahren war und ist, scheint die Türkei nun auch das Leben an, hinter und vor Mauern, wahrscheinlich nicht darauf oder darunter, für sich entdeckt zu haben. Die Rede ist von einer 2,5 km langen Mauer, die bei Reyhanli an der syrischen Grenze gezogen werden soll, um den Krieg aus dem Land halten zu können – dessen Auswirkungen. Bekanntlich starben in Reyhanli vor kurzem mehrere türkische Staatsbürger. Von einer „Militärzone“ wird des Weiteren in diesem Zusammenhang gesprochen und von Stacheldraht.
Eine ganz andere stachelige Angelegenheit ist das Alkohl-Werbeverbot, welches die AKP-Regierung der Türkei neuerdings durchdrücken konnte im Parlament. Viele türkische Bürger können mit so einer Anordnung wahrscheinlich gerade noch leben, doch dass Alkohol von 22 Uhr bis 06 Uhr morgens an den gewohnten Orten unter Androhung einer hohen Geldstrafe von rund 200.000€ nicht mehr verkauft soll werden können, wird eine Art Zone ganz anderer Art erschaffen, ist zu befürchten, die in der Mitte der Gesellschaft ihren Platz einnehmen dürfte, und der erwähnten Militärzone an der Peripherie, an der Grenze zu Syrien, in puncto Militanz, die sie befördert und/oder bekämpft, eventuell schon bald in Wenig nachstehen könnte.
Nach unserem Dafürhalten ist der Zeitpunkt, solche Regelungen von Seiten der Regierung der Türkei zu verabschieden, eher eine Einladung an all diejenigen in der türkischen Gesellschaft, die nun aufhören könnten, einigermaßen ungestört damit hauptsächlich beschäftigt zu sein, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Das sind gewiss Viele. Die könnten nun aus Trotz, die muffige, provinzielle Enge der tausend-und-ein-Verbote frömmelnder Kreise in ihrer Nachbarschaft spürbarer und einengender wahrnehmend, nicht mehr – so – gewähren lassen wollen. Letztere sind also die Kreise, die bislang gnädig und gelangweilt aus humanistischen Gründen (oder wie man es nennen darf) geduldet wurden. 
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09_06_13
Ultra patika?
Na Sie wissen doch, Turnschuh und so.
Rennen.
So richtig lange und für den eigenen Ruhm auf jeden Fall.
Marathon.
Groschen gefallen?
Noch nicht?
Im Norden der Insel soll so ein Event am 25. Mai stattfinden, also heute.
12 km unter heißer Sonne.
Marathonisten aus 12 Nationen haben sich offenbar angemeldet, so auch aus der BRD. Die Strecke erstreckt sich vom Kantara Schloss zur Bellapais Abtei.
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Schlechte Nachricht ist die Einlieferung einer 70-Jährigen in das Krankenhaus von Kiperountas. Danach lag sie im Krankenhaus von Nikosia. Bei ihr wurden Miningitis-Bakterien nachgewiesen. Den Ärzten zufolge habe die Erkrankte daraufhin Herzprobleme erlitten, an denen sie starb. Die Anzahl von ungefähr 30 Personen, die mit ihr in engerem Kontakt standen, wurden vorsorglich mit einer Dosis Antibiotika versorgt.
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Der Troika sei dank, dass demnächst von den 300 vorhandenen Kooperativ-Läden, also Banken (υποκαταστημάτων των Συνεργατικών Πιστωτικών Ιδρυμάτων), 100 schließen werden. Demnächst dürfen sich Angestellte, die ihren Arbeitsplatz dort freiwillig räumen mögen, bei einer Behörde melden.
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Es wurde festgestellt in einer Umfrage, dass immerhin 55% der Jugendlichen Zyperns vorhaben, sich bei den nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 zu beteiligen. 31% der Befragten, die positiv antworteten, waren Frauen, 24% Männer.
62% der Zyprer und 64% Personen europaweit, die sich an den Wahlen nicht beteiligen werden, gaben an, dass sich durch ihre Wahlbeteiligung eh nichts ändern würde. Auch 74% der griechischen Jugendlichen sind dieser Meinung.
Von den zyprischen Jugendlichen, die nicht zur Wahl gehen werden, sind 57% gegen das europäische Projekt, die EU, eingestellt.
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Derzeit soll ein Video auf Youtube kursieren, welcher eine Schülerin zeigt, die sich im Unterricht nackt auszieht. ‚Gutes‘ Anschauungsmaterial für all diejenigen, die schon seit Längerem danach gieren, endlich weltweit wahrgenommen zu werden – groß rauszukommen.
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Vergessen Sie das Spiel der Bayern gegen Dortmund heute Abend. Gestern wurde auf dem Unabhängigkeitsplatz in Limassol gefeiert bis in den frühen Morgen. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die Apollon (Απολλων) den Meistertitel geholt, den zyprischen Cup (Kυπέλλο).
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Am 12. Juni ist es endlich so weit, schreibt die Kibris-Gazetes aus dem Norden bereits am 17. Mai 2013. Studenten, die ein Stipendium erhalten, werden dann eine Prüfung ablegen und danach wissen, ob sie ein Stipendium erhalten werden und in welcher Kategorie. Die Kategorie A können allerdings nur 11 Personen erhalten, und zwar diejenigen, deren Leistungen im Studium/Schule und der Prüfung entsprechend gut sind. In dieser Kategorie werden alle Studienkosten übernommen vom Staat. In der Kategorie B werden immerhin noch 50% der Kosten übernommen und in der Kategorie C lediglich 25%. Wieviel Personen für die Kategorien B und C zugelassen sind, wird leider nicht angegeben.
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Bekanntlich sollte am Governors Beach, unweit von Zygi im Süden der Insel gelegen, eine Universität gebaut werden am Meer – Meeresbiologie oder -forschung. Scheint nichts draus zu werden. Keiner redet mehr davon. Die Arbeiten vorort scheinen verebbt zu sein. Dass etwas weiter die Erdgasverflüssigungsanlage neuerdings geplant ist, haben wir auf Zypernundmehr-News bereits berichtet. Wenn bedacht wird, dass noch nicht mal ein Ministerium besteht, welches professionell mit der Thematik zukünftig verfahren wird können, finden wir, sollte vielleicht doch schnellstens mal jemand einsehen, dass die Erdgas- Erdölwirtschaft halt doch eines wissenschaftlichen Unterbaus bedarf. Geld fällt schließlich nicht vom Himmel, oder im zyprischen Fall, kommt nicht aus dem Meer so einfach gewachsen.
Was solls, könnten Sie denken, die im Norden haben doch an der Amerikanischen Universität in Girne/Kyrenia neuerdings einen Kampus an der Uni, wo Meeresbiologie oder dergleichen (sualtı araştırma merkezi) betrieben werden wird.
Am 15. Juni werden die sich dort gewiss medienwirksam ins Zeug legen und Liebkind machen – oder so. Die putzigen, kleinen, schönen Caretta-Caretta-Schildkröten, die angeblich geschützt sein sollen, werden nämlich dann ins wissenschaftliche Programm sozusagen aufgenommen. Dagegen ist selbstverständlich nichts zu sagen. Nein, das gilt es gut zu heißen, auch vor dem Hintergrund, dass Drillen nach Gas und Öl und dergleichen, welches geplant ist und bereits durchgeführt wird, zukünftig vermehrt, bekanntlich seine Nebeneffekte hat – mal abgesehen von prall-vollen Geldbeuteln Einiger unter uns.
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Die Vereinigung der Schreiber und Künstler Nordzyperns hat einen neuen Chef, Ümit Inatçı. Hoffen wir mal, dass er seinem Namen nicht alle Ehre macht. Den würden wir bei kurzem Betracht und etwas frei mit ‚Hoffnungsvoll Bockig (oder Stur)‘ übersetzen. Ein weiterer Name ist uns beim Erwähnen dieser Nachricht in der Kibris-Gazetes aufgefallen, da bekannt, Neşe Yaşin, die Autorin mehrer Bücher, wenn wir nicht täuschen und Lehrende an einer der Universitäten im Süden der Insel, wenn das noch zutrifft. In der Vereinigung der Schreiber und Künster Nordzyperns wurde sie (eventuell) in den Vorstand oder gewählt (yönetim kurulu). Mal sehen, ob wir sie zu einem Interview treffen dürfen. Sie ist, davon abgesehen, die unmittelbare Vorgängerin im Amt als Chef/in von Herrn Hoffnungsvoll Bockig (siehe oben) gewesen.
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Irregulär (in Zypern) anwesende Migranten, Personen, denen kein Asyl gewährt wurde und gewisse Asylsuchende wurden ins Gefängnis gesteckt, und zwar unter verlängerten Zeiträumen. Das Einsperren geschieht offenbar routinemäßig (von Seiten der Polizei der Republik Zypern), ohne dass nach Alernativen gesucht worden wäre. Menschen wurden (und werden) in schlechten Verhältnissen, also in unzureichenden Räumlichkeiten eingeschlossen; in Polizeizellen, die für kurze Zeiträume (eigentlich) verwendet werden wie auch in 2 Flügeln des Zentralgefängnisses von Nikosia“, prangert Amnesty International an, welche in der Cyprus Mail vom 24. Mai zitiert wird.
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In der Stadt Pafos wird demnächst eine Art Solidaritäts-Festival abgehalten. Wer 00357/99220152 anruft, kann seine Solidarität mit in Armut geratenen Familien und Menschen nicht nur kundtun, sondern seine Unterstüzung anbieten. Das Festival heißt Blumen-Festival (flower-). 

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Umfrage

Inventary 343

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English: Deloitte Office Building in Downtown ...

English: Deloitte Office Building in Downtown Chicago (Photo credit: Wikipedia)

Also so geht es ja wohl nicht!

Das gehört korrigiert!

Verehrte Leser der Zypernundmehr-News, hier folgt eine offizielle
Stellungsnahme (23.05.13) der Zentralbank Zyperns bezüglich dem
Moneyval und Deloitte Report, von dem bereits berichtet wurde.
Die Stellungsnahme der Zentralbank erreichte uns via Press and Information Office der Republik Zypern und in gekürzter Form kam sie in unseren Emailpostkasten vom Finanzminsterium der Insel.

Wir erlauben uns, die Stellungsnahme der Zentralbank für Sie ins
Deutsche zu übersetzen, und verzichten auf eine Stellungsnahme zur
Stellungsnahme der Zentralbank unsererseits.

Sie, verehrte Leser, sind gewiss in der Lage, ihre Stellung zur Stellungsnahme
einzunehmen.

CBC Presse-Ausgabe

Wegen der Presse, welche die 3-seitige Zusammenfassung vom 10. Mai 2013
erhielt, welche auf Ansinnen der Troika erstellt wurde und
beabsichtigte, ein Resüme des Moneyval und Deloitte Reports
(Bericht) zu liefern, der Anti-Geldwäsche-Prüfung (AML), die vor
kurzem in Zypern durchgeführt wurde, ist der Zentral Bank Zyperns
daran gelegen, folgende Erklärung abzugeben:

Die (oben genannte) Zusammenfassung liefert keinen Abriss des
hauptsächlichen Befunds des Reports (Deloittes + Moneyvals), sondern
eher eine Beschreibung der wahrgenommenen Schwächen des Systems. Das
wird getan, indem Rückschlüsse gezogen werden, wo im Original des
Reports, solche nicht zu finden sind. Der Mangel, die Autoren des
Reports nicht zu konsultieren und der Fehler, zu irgendwelchen
positiven Aspekten darin sich nicht zu beziehen, resultierte in
irrtümlichen und verfälschenden Schlüssen in den Medien, vor allem
in den internationalen.

Eine Zusammenfassung der (genannten) Reports kann (daher) nicht als
ausgewogen angesehen werden, wenn das Erwähnen einer Anzahl von
Stärken – im Rahmen der zyprischen AML und der effektiven
Implementation der Sorgfaltispflicht gegenüber dem Kunden der
zyprischen Banken – umgangen wird. Die (zyprischen) Behörden sind
inzwischen daran, eine detaillierte Reaktion darauf auszuarbeiten, und zwar für die
Troika, wie auch die Eurogroup.“

Was Deloitte angehe, sagt das Schreiben der Zentralbank, sei die oben
genannte Sorgfaltspflicht der Banken gegenüber ihrer Kundschaft
(CDD) in 6 untersuchten zyprischen Banken sehr wohl gewährleistet worden –
entgegen den Darstellungen in der Presse. Lediglich 4 der 27
Bereiche, die unter die Lupe genommen worden sind, müssten noch
weiterhin gescreened werden. Es sei des Weiteren von Deloitte klar
festgestellt worden, dass lediglich in 29 untersuchten Fällen von 570.00, es zu verdächtigen Aktivitäten gekommen sein könnte bei Transaktionen. Dieser Befund zeige, dass es sich hierbei um keine systemrelevanten Angelegenheiten gehandelt haben kann. Außerdem sei
der gesetzliche Rahmen in Sachen Geldwäsche, der in Zypern in
Anwendung ist und war, in Vielem dem anderer EU-Staaten gleich, ja,
viel differenzierter.

Zyprische Banken hätten sehr wohl Adressen und Pässe ihrer Kunden gecheckt,
entgegen der Verlautbarungen in der Presse, insbesonders dort, wo der
Kunde Eigentümeranteile von mehr als 10% innehat. EU-weit läge der
Satz hier bei 25%. Folglich sei Zypern in diesem Punkt strikter als
die meisten EU-Staaten.

Zuletzt steht geschrieben in diesem Absatz der Mail der Zentralbank, Deloitte habe festgestellt, dass Zypern sozusagen vorauseilend dafür gesorgt habe, dass die AML
umgesetzt und angewendet worden sei.

Inventary 347

Der weitere Report, nämlich der der Moneyval, habe der Zentralbank Zyperns zufolge
festgestellt: „die untersuchten Banken wiesen einen hohen Standard
auf, was ihr Wissen und Erfahrungen mit AML… angeht. Sie wiesen
eine intelligente Aufmerksamkeit dafür auf, dass die Reputation
(ansonsten) auf dem Spiel steht. Sie wiesen eine große
Bereitschaft auf, die CDD-Anforderungen zu erfüllen, welche im
Gesetzt und den zweitrangigen Regulationen festgesetzt sind, die von
der Zentrank Zyperns herausgegeben wurden… .“

Auch die zyprischen Manager der Banken in den Topetagen hätten bezeichnete
Aufmerksamkeit bezüglich des AML-Risikos aufgezeigt.

Eine starke Befolgung der Regelungen habe sich beim Umgang mit den Kunden
gezeigt – entgegen Pressedarstellungen. Eine Handhabe der Konten der Natur,
dass diese anonym oder lediglich mit Nummern geführt werden bzw. wurden, sei
auszuschließen. Alles wird in zyprischen Banken dokumentiert, jeder
Schritt.

Letzteres ist der Fall, obgleich eine komplexe Struktur im Bankwesen vorliegt, nämlich vor allem dann, wenn ein Kunde in zwei, drei und mehr Zuständigkeitsbereichen der
Gerichtsbarkeit zu verorten ist.

Nichts, aber auch gar NICHTS, konnten die Untersuchenden im zuvor erwähnten
Zusammenhang auffinden, nichts, dass den Bestimmungen
widersprochen habe und den Pressemitteilungen entspräche.

Die Rede von systematischen Unzulänglichkeiten, die offenbar aufgekommen
sein sollen, seien daher widerlegt worden, meint die Zentralbank Zyperns
in ihrer Stellungsnahme selbstbewusst.

Das Bild (der Banken in den Reports) ist im Allgemeinen nicht negativ.“

Desweiteren:

… kein Benchmarking der zyprischen AML-Prüfung wurde durchgeführt
(von Deloitte und Moneyvan), denn es war eine einzigartige, fokusierte und außergewöhnliche Evaluation, die nirgendwo anders in Europa stattfand.“

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English: Sergey Lavrov (Russia) Português: O c...

English: Sergey Lavrov (Russia) Português: O chancelere Sergei Lavrov (Rússia) (Photo credit: Wikipedia)

Am 19. Mai galt das allgemeine Andenken den Pontis, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts, vorwiegend, von gewissen Regionen der türkischen Schwarzmeerküste vertrieben worden waren, weil sie griechischen Ursprungs sind und waren. Viele davon leben seither auch in Zypern. Ponti’s sind u.a. daran zu erkennen, dass sie noch immer Türkisch untereinander sprechen (und auch Russisch). Die meisten konnten sich offenbar erfolgreich in die zyprische Gesellschaft integrieren über die Jahre. Viele scheinen jedoch dennoch in einer Art Grauzone stecken geblieben zu sein auf ihrem Weg. Die Gefängnisse sollen voll sein mit Pont’s, überspitzt ausgedrückt. Die Stadt Pafos scheint eine Hochburg zu sein, eine Stadt also, in der viele Ponti’s eine neue Heimat gefunden haben. Sie sind orthodoxe Christen zumeist. 

Am 21. Mai wird der Außenminister Ioannis Kasoulidis und der Präsident der Republik Anastasiadis in Brüssel auf Präsidenten des Europarats Hermann Van Rompuy, den Vorsitzender der Europäischen Vertretung Jose Manuel Barroso und und den Vorsitzenden der Europäischen Gemeinschaft K. Martin Schulz treffen. Anlass des Treffens ist u.a. der vieljährige Finanzrahmen, den es auszurichten gilt, und die Vorbereitungen für die Sitzung des Europäischen Rats Ende Mai.  

Der Verteidigungsminister Fotiou ist praktisch schon auf dem Weg nach Moskau. Unseres Wissens dürften die 3 russischen Kriegsschiffe vor Limassol noch vor Anker liegen. Er wird in Moskau an einer Konferenz teilnehmen mit dem Thema: Europäische Sicherheit – „ein militärischer und politischer Blick darauf“. Fotiou’s Rede wird folgendes Thema zum Inhalt haben: „Auf dem Weg zum Europäischen Rat (Dezember 2013) – Zyperns Perspektiven“. Voraussichtlich wird der Verteidigungsminister nicht nur seinen Counterpart in Moskau treffen, sondern auch den Außenminister, Sergey Lavrov. In der Duma wird Herr Fotiou ebenfalls vorstellig und dort mit Vladimir Komoedov, dem Vertreter der Staatssicherheit der Duma Gespräche führen.

Der zyprische Erziehungsminister geht ebenfalls auf Reisen, nach Spanien. Dort nimmt er an einer Konferenz zum Thema Jugend und Arbeit teil. Veranstalter ist die Universidad Europea von Madrid und ein Netzwerk namens International Universities. Herr Kenebvezos wird in Madrid wohl gewiss noch Zeit finden, ein paar Einkäufe zu tätigen?

Am Montagabend beehrte Herr Sarrazin von den Grünen  die Zyprer im Rahmen einer Veranstaltung bezüglich deutsch-zyprischer Beziehungen. Dieser Vorsatz war gut, die Räumlichkeiten in der Cyprus University auch. Die Veranstaltung fing sogar einigermaßen pünktlich an. Der Redner, Herr Sarrazin, wurde kurz vorgestellt; und dass ein weiterer Vortragender eventuell vorgesehen war, Axel Schäfer, ließ uns der Hand-Out, welcher auf Englisch und Griechisch auslag, vermuten. Die Hauptaussage dessen, was Manuel Sarrazin von sich gegeben hat in zuweilen sehr langatmiger Art und Weise und vor allem zumeist die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortend, könnte gewesen sein, dass Zypern keineswegs allein sei, dass es etwas wie Solidarität innerhalb der EU gäbe und dass jedes EU-Mitglied seinen Weg selbst bestimmt, von anderen Mitgliedern in diesem Entscheid nicht bedrängt werden könne. Doch insbesondere die Presse und deren Berichterstattung, die sich scheinbar zu oft einer Quelle bedient bei ihren Recherchen und sich daran hochziehe etc., machte Sarrazin immer wieder, einer Tretmühle gleich, als die wahren Mitschuldigen aus. Herr Sarrazin war aber sichtlich bemüht, objektiv zu wirken und die anderen Parteien im deutschen Parlament im Ausland, wie er meinte, nicht zu sehr zu kritisieren bei seinen zu lang geratenen Ausführungen. Letzteres trug vermutlich dazu bei, dass viele Anwesende im Auditorium vorzeitig den Raum verließen. Es ist allerdings aufgefallen, dass Sarrazin durchaus über eine gewisse Kompetenz in Sachen Finanzpolitik verfügt. Obgleich,  als Präsident des Teils in Brüssel, der sich der Europapolitik widmet, wenn das richtig verstanden wurde, ließ er seine Kompetenz diesbezüglich mehr als unterbelichtet – konnte nicht annähernd zufriedenstellend die Frage beantworten, ob es Initiativen oder Kreise gäbe, die im Lichte der Krise, der Syrienfrage und vor dem Hintergrund der gesammelten Erfahrung bei der deutschen Einheit, gibt, die die Republik Zypern dazu bewegen könnten, die Gelegenheit des Neuanfangs wegen der Krise beim Schopfe zu ergreifen, um eine Vereinigung mit dem Norden der Insel durchzuziehen – siehe DDR/BRD. Konkret: dass ein Staat Nordzypern anerkannt wird, um dann endlich Nägel mit Köpfen machen zu können. Herr Sarrazin vermochte leider nicht, sich auf die Metaebene zu begeben beim Beantworten dieser Frage, glaubte, andauernd seine Ansicht und die seiner Partei von sich geben zu müssen.

Im Norden von Zypern (KKTC) stehen eventuell vorgezogene Parlamentswahlen im Raum. Sollte das so bestimmt werden in nächster Zeit und im Parlament, könnten im zyprischtürkischen Teil der Insel Wahlen bereits Ende September 2013 durchgeführt werden. Es ist zu erwarten, dass die Regierung unter Kücük, der derzeitige Premierminister, die Wahlen gewinnen wird – auch wenn in der türkischzyprischen Afrika-Tageszeitung der Eindruck geformt wird, es gäbe eine geeinte Front gegen seine Politiken, die der verlängerte Arm der AKP der Türkei unter Erdogan sein sollen auf der Insel. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kücük erfolgreich aus den kommenden Wahlen hervorgehen könnte sind groß, vor dem Hintergrund der noch ausstehenden Ereignisse in Syrien und des Erdgasförderstreits zwischen den Anrainern in der Region, welcher gewiss noch zunehmen wird.
Die Türkei hat keinen Grund, ihren Einfluss auf Zypern zu schmälern, jetzt, wo dieser ‚endlich‘ am Regieren ist, siehe Kücük. Auch daher wird der Außenminister der Türkei, Davutoglu, in den nächsten Tagen einen seiner inzwischen als regelmäßig stattfindenden zu bezeichnenden Besuche abhalten.

Inventary 337

Angeblich sollen aus dem Norden Zyperns nach Ägypten bis zu 200t Hühnerfleisch exortiert werden demnächst. Mal abgesehen davon, dass uns die Tiere jetzt schon leid tun der als ziemlich sicher katastrophal zu bezeichnenden Umstände wegen, in denen sie aufwachsen ‚dürfen‘, fällt es uns schwer, guten Appettit zu wünschen.

Von Rompuy darf vor der großen Nationalversammlung der Türkei keine Rede halten, berichtet die griechischzyprische PIO aus der türkischen Milliyet-Tageszeitung. Der Präsident des Europarates hat sich nämlich wiederhlot zum Beitritt der Türkei in die EU negativ geäußert in der Vergangenheit und wird derart offenbar abgestraft.

Kann gut sein, dass die Regierungspartei der Türkei, die AKP, auch die kommenden Wahlen klar gewinnt. Dies, da die CHP, die die stärkste Kraft in der Opposition bislang ist, schon bald eine Art Autoimmun-Schwäche haben dürfte. Die Neo-Nationalisten der CHP scheinen sich mit den Reformisten der Partei nicht mehr einigen zu können. Eine Parteigründung und somit Aufspaltung der CHP, der Partei Atatürks, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Hinzukommt, dass Kilicdaroglu, der Führer der CHP, sich nicht profilieren kann in der Öffentlichkeit gegenüber Ministerpräsident Erdogan. Seine persönlichen Attacken auf den Ministerpräsidenten der Türkei überschreiten zuweilen das Maß des Zumutbaren, was viele Türken abschreckt; und Kilicdaroglu auf internationaler Ebene, wie jemand von der AKP kürzlich sagte, wie ein Hampelmann aussehen lässt.

Die Sigmalive schreibt am 19. Mai: „John Kerry, ist die Schlüsselfigur, die Berichten zufolge durchsetzt, dass Nikosia und Ankara sich kontaktieren. Es geht also um einen Versuch, die Verhandlungen bezüglich Zypern anzustoßen. In der Zwischenzeit wird im Nationalrat Zyperns das „sensationelle“ Dokument Downers bezüglich Xristofias (vorheriger Präsident Zyperns) diskutiert, welches „implizit und explizit“ die geführten Verhandlungen mit dem Norden aufzeigt.“ Kerry habe veranlasst, dass sich die beiden Außenminister der Republik Türkei und Zypern direkt und umgehend treffen. Downer, schreibt die Sigmalive, habe dazu in Ankara und Nikosia die nötigen Vorgespräche geführt, um das Treffen einzuleiten.
Der Präsident des griechischzyprischen Parlaments, Omirou, spricht sich gegen das, was in diesem von Downer vorgelegten Dokument festgehalten wurde seinerzeit, als Xristofias mit dem Norden verhandelte, entschieden aus. Auch Präsident Anastasiadis lässt zu unserer Verwunderung vernehmen, dass er den Inhalt der getroffenen Abmachungen der Xristofias-Regierung mit dem Norden in Völle nicht anerkennen werde. Der Erziehungsminister des Südens, Kiriakos Kenebezos, bringt seine Einwände derart zum Ausdruck: „Heute, wo türkische Kooperationsbereitschaft ihren tiefsten Stand erreicht hat, stellen die Einheit und Zusammengehörigkeit erforderliche Voraussetzungen dar, um unseren Kampf fortzusetzen, um unser Recht und Gesetz zu verteidigen (gegenüber den Türkischzyprioten und der Türkei!“

Zwischenzeitlich, wie bereits im Artikel davor erwähnt auf Zypernundmehr-News, werden sich die beiden zyprischen Präsidenten treffen, um dann wahrscheinlich Anfang Oktober die Verhandlungen mit dem Ziel einer Wiedervereinigung aufzunehmen.
Wir sind der Meinung, dass sollte Brüssel diesmal wieder nicht genügend Druck aufbauen, dass dann die vorgesehenen Verhandlungen erneut ergebnislos verlaufen werden. Anastasiadis scheint nicht der Politiker zu sein, der über den griechzyprisch-nationalistischen Schatten zu springen bereit und in der Lage ist. Erste Anzeichen dafür sind bereits, dass er die mit der Vorgängerregierung ausgehandelten Abmachungen (Xristofias – Eroglu) nicht anerkennen will. Wir finden, das ist ein Unding und gehört sanktioniert. So kann kein Vertrauen aufgebaut werden – mit wahrscheinlich Niemand!

Dass über 70-Jährige zukünftig keine Kredite mehr aufnehmen können, wie die Zentralbank Zyperns neuerdings vorsieht, und die Laufzeiten ihrer Kredite nicht verlängert werden können, wird von der Politis-Tageszeitung stark kritisiert. Sie schreibt, dass ein Großteil der Kreditnehmer Menschen aus dieser Altersgurppe seien. Ein Herauskommen aus dem „faulen Zyklus der Restrukturierung“ der Banken und des Staatswesens, sei so nicht möglich – dass in diesem Rad sogar stecken geblieben werden könne schlechtestenfalls.

Neue Blockade bei der Cyprus Airways zu erwarten, schreibt die Sigmalive in etwa des Weiteren. „Zum einen nimmt die Regierung neue Verpflichtungen an für Abfindungen, nämlich für die Airlines selbst, zum anderen für die Staatskasse, die unfähig ist auf Minister-Ebene, die Airline am Leben zu halten.“ Das Direktorium des Flug-Unternehmens habe Anastasiadis versichert, dass trotz allem keine weiteren Kosten auf den Staat zukämen, wenn derselbe grünes Licht gäbe, um bezeichnete Abfindungsregelung umzusetzen. Gewiss liegt eben dort der Wahnsinn im Detail begraben. Denn schon seit geraumer Zeit sind die Details dieser Regelung in der Diskussion und werden als „zu hoch“, „zu unrealistisch“ angefeindet.
Beim Treffen der dafür zuständigen Regierungsbeamten und Fachleuten der Airline soll es zu neuen, gegenseitigen Versprechen gekommen sein, und zwar bezüglich der Abfindungshöhe wie auch bezüglich des weiteren Verbleibs der 470 Arbeiter, die zuviel beschäftigt worden waren bei der Airline über Jahre. Nach dem, was zu vernehmen ist, hat die Troika bereits ihr Veto eingelegt, was die Abfindungsregelung angeht, die bislang kursiert. Grund: es ginge hier schließlich um Staatshilfe und man sähe daher keinen Grund, für eine derartige Regelung Gelder (κονδυλίων) freizugeben!
Sollte also in kürzester Zeit keine Regelung gefünden werden in dieser Angelegenheiten, wird die Cyprus Airways dann wohl schon bald Geschichte sein – vorerst.

Für manche/n unserer Leserinnen und Leser mag der Kauf von Kampfflugzeugen für, zum Beispiel, das Schweizer Militär so unnötig erscheinen wie die Absicht der zyprischen Regierung, Kriegsschiffe zur Sicherung ihrer zukünftigen und noch nicht in vollem Umfang als lukratives Geschäft bestätigten Erdgas- und Erdölfelder. Was sagt uns dieses Vorhaben Kriegsschiffe gerade jetzt kaufen zu wollen? Etwa, diese Leute haben ihre Krise mehr als verdient?
Der Verteidigungsminister Zyperns geht sogar so weit, den Zyprern weiß machen zu wollen, dass um allein feststellen zu können, wieviel Erdgas denn nun da unten irgendwo im Meeresboden versteckt ist, es bereits der Kriegsschiffe bedarf. Da der Minister gerade aus Israel zurückgekommen ist, liegt die Vermutung eventuell nahe, dass er vielleicht von denen diese Geschichte ‚reingedrückt‘ bekommen hat, damit die endlich ihr veraltetes Material an machtbessesene politische Zwerge von nebenan verhökert bekommen?
Keine Sorge, verehrte Leser, Herr Fotiou, der Verteidigungsminister Zyperns, weiß durchaus, diesen Kauf auch mit der derzeitigen Lage im Nahenosten zu verbinden gegenüber dem Steuerzahler – von denen es neuerdings immer mehr geben soll, die ihre Beiträge in etwa entrichten. Herr Fotiou sagt, die Region müsse gemeinsam mit Griechenland abgesichert werden. In ein zwei Tagen wird er in Moskau einfliegen. Mal sehen, mit welchem ‚Spielzeug‘ im Gepäck er von dort zurückkehren wird.

Wir berichteteen hier auf Zypernundmehr-News Letztens darüber, dass der Präsident Zyperns, Anastasiadis, vorerst erfolglos versucht hat, sich den Vize der Zentralbank von Zypern, den die Vorgängerregierung in die Zentrale der Zentralbank plaziert hat, zu entlassen – per Gericht. Die Jagd auf Überbleibsel der vorherigen AKEL-Regierung im Staatsapparat geht aber lustig weiter, im folgend Fall sogar irgendwie berechtigt, finden einige.
Anastasiadis ist derzeit nämlich damit beschäftigt, die vielen halbstaatlichen Organisationen, die sich ebenfalls während der Xristofias-Regierung im Staatsapparat installieren durften wie Läuse in den Pelz eines achtlosen Wirts, abzuschaffen bzw. von der Ausgabenliste der Staatskasse zu streichen. Anastasiadis fordert den dafür zuständigen Minister seiner Administration daher auf, bis zum 31. Mai 2013 mit entsprechenden Vorschlägen aufzuwarten. Solche Maßnahmen müssten einfach getroffen werden, und zwar solange die Krise das Land im Griff hat.

Die deutsche Bild-Zeitung will herausgefunden haben, dass im Europarat ein Bericht kursiert, der darlegt, wie die Zyprioten versuchten, Brüssel zu betrügen. Die Art und Weise, wie das versucht worden sei, hätte Brüssel keine andere Wahl gelassen, als dem in Not befindlichen Zypern nicht all zu sehr entgegen zu kommen. So seien zum Beispiel von 14.000 zyprischen Unternehmen, die durchgecheckt wurden, 12.000 Briefkastenfirmen gewesen. Wie auf Zypernundmehr-News im letzten Beitrag bereits berichtet wurde, wussten zyprische Banken oft nicht, wer denn eigentlich der Kunde, den sie führen, ist. Außerdem habe die zyprische Regierung seinerzeit, als der Haircut in Griechenland angesetzt wurde, ihre 2 Milliarden-Hilfe an Griechenland nicht zurückgefordert. Das ließ der griechische Wirtschaftsminister Giannis Stournaras bei einem Interview mit der zyprischen Politis wissen.

Am 23. Mai 2013 wird Präsident Anastasiadis auf den Briten Cameron treffen in Brüssel. Er wird dann auch mit Herrn Rompuy und Herrn Schulz zu einer Unterredung Gelegenheit finden. Hier wird mit Spannung erwartet, ob Anastasiadis gegenüber Cameron das bislang nahezu totgeschwiegene Thema der britischen Basen, welche bekanntlich in Zypern existieren, aufgreifen wird. Dass es da gewissen Redebedarf gibt, steht außer Frage für viele in seiner Partei, der DISI. Dringend müsste mit den Briten zum Beispiel über arbeitsrechtliche Dinge, umweltrelevante Themen und die Rolle der Briten bezüglich der bevorstehenden Verhandlungen mit dem Norden geredet werden. Ganz so außen vor, wie London vorgibt, in dieser letzteren Angelegenheit positioniert zu sein, sind die Briten nicht. Und dann wären da noch die heiklen Themen Erdgas, Verteidigung… und Landrückgabe?

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061212-N-3642E-151 Washington, D.C. - Australi...

061212-N-3642E-151 Washington, D.C. – Australian Minister for Foreign Affairs Alexander Downer listens to a reporter’s question. The media availability, held at the State Department’s Franklin Room, wrapped up daylong U.S.-Australian bilateral ministerial meetings. During the meetings, Secretary England and Minister Nelson signed a Memorandum of Understanding on the production of the F-35 Joint Strike Fighter program. (Photo credit: Wikipedia)

 

Ein Brief ging ein, gesandt von Präsident Anastasiadis an den Generalsekretär der UNO, Ban-Ki-Moon, in dem steht, es sei beobachtet worden, dass der Abgesandte der UNO für Zypern, Alexander Downer, am 29. Mai 2013 beabsichtige, politische Inhalte an Eroglu (Nordzypern) zu übergeben, die Anastiadis mit demselben durchgehen werde. Diese Info habe Anastasiadis der Präsident des Parlaments der Republik Zypern zugespielt, Herr Omirou. Downer unterminiere auf diese Art das Ansehen von Präsident Anastasiadis. Gleichzeitig wurde der Generalsekretär Ban-Ki-Moon aufgerufen, das zu unterbinden (siehe Kypros.com).

Bei dem zweiten ‚Verhör‘ des ehemaligen Wirtschaftsministers der Republik Zypern, Shiarly, ist aufgedeckt worden, dass die damalige Regierung offenbar doch bereits von dem bevorstehenden potentiellen finanziellen Risiko (Haircut) wusste, sich der Gefahr bewusst war. Ein Dokument vom 01. Februar 2013, welches verlesen wurde, scheint das zu bestätigen. Shiarly war darob, wird in der Sigmalive geschrieben, sichtlich erstaunt. Verwunderlicherweise wurde gleich anschließend bei der Befragung durch die Untersuchungskommission eine Pause eingelegt. Als die Befragung fortgesetz wurde, war dieser Punkt allerdings nicht wieder angesprochen worden. Man hat derart schon etwas den Eindruck kreiert, den ehemaligen Wirtschaftsminister nicht in Nöte bringen zu wollen. Auf die Frage, ob das Memorandum, welches mit der Troika abgefasst wurde, eine mögliche Auflösung der Banken vorsah, wie auch den Fall eines sogenannten Bail-In, antwortete Shiarly in etwa, dass, was die Stütze für die Laiki Bank angehe vonseiten des Europäischen Mechanismus zur Liquidität in Not Geratener in Höhe von 1 Milliarde 800 Millionen € nicht für Wahlvorbereitungen verwendet worden sei; und wies anstatt auf die Gefahr eines Staatsbankrottes seinerzeit hin. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass anscheinend der Direktor der Zyprischen Zentralbank offenbar bereits am 11. Dezember 2012 in New York den Vorschlag gemacht haben soll, einen Haircut durchzuführen, um das Finanzproblem zu lösen (siehe Sigmalive, Aliki Stilianou). Es geht hier also bereits auch u.a. um die Frage, letztlich, wer veranlasste, Spareinlagen unter 100.000€ mit einzubeziehen, um zukünftige Forderungen als Art Eigeneinlage zur Deckung der Hilfe aus Brüssel zu einzusetzen. Die Herren und Damen in der Zentralbank Zyperns hatten also ein ziemlich klares Bild darüber, was passiert, wenn sie diesen Schritt, Haircut, ausgesetzt sein werden. Der ehemalige Chef der Zyprischen Zentralbank sprach in diesem Zusammenhang angeblich auch davon, dass die zyprische Finanzwelt „Spielcasino“ ‚gespielt‘ habe, was dann auch von Schäuble, dem Finanzminister der BRD, entsprechend bestraft worden wäre.
Gefragt vom Untersuchenden der Untersuchungskommission, Piki, ob die Europäische Zentralbank Zypern gewarnt habe bezüglich der fiskalen Defizite, antwortete Shiarly, dass aufgrund der Info, die er gehabt habe, die aus 2010 stammte, die besser ausgewertet hätte werden müssen, dann gewiss ein besseres Ergebnis herausgekommen wäre. Was den aufgenommenen Kredit bei Russland angeht, musste Shiarly eingestehen, dass diese Maßnahme nicht geholfen habe, das finanzielle Problem zu lösen. Es sei lediglich eine temporäre Lösung des Problems daraus erwachsen – „um den Staat am Leben zu halten“. Seit dem Tag, an dem er in Amt und würden gekommen sei, habe es die Gefahr eines finanziellen Absturz praktisch täglich gegeben.
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kommitees für Institutionen, Herr Dimitris Sillouri, wird kommenden Montag vor dem Untersuchungsausschuss aussagen (siehe Ant1-News).

Lustig ist, dass kürzlich herausgekommen ist, dass die Regierenden Zyperns am 21. März 2013 darüber konferierten ‚untereinander‘, wie mit der Troika, der Eurogroup etc. zu verfahren sei. Dabei haben sie offensichtlich nicht mitbekommen, peinlicherweise, dass jemand von der Troika, genauer der Europäischen Zentralbank, bei diesem Treffen anwesend war – eine Griechin. Schon unangenehm, wenn ausgerechnet so jemand mit guten Griechischkenntnissen mitanhört, wie die Herren und Damen auf Zypern die Milliarden und Millionenbeträge, die im Raum stehen, verplanen und Möglichkeiten jedweder Art hinter verschlossenen Türen sondieren. Schifflein versenk dich, oder so!

 

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Die Livenews berichtet, dass noch immer Bemühungen von Bankkunden bestehen, verloren gegangene Gelder bei der Laiki Bank zurückzuholen; und auch, dass die Angestellten dieser Bank, die abgewickelt werden soll, ihre Arbeitsplätze mit allen Mitteln zu verteidigen trachten.

Die Alitheia Online vom 18. Mai 13 schreibt: „Neuer Streit brachte heute die Berufung von Spiros Stavrinakis, der entgegen des Entscheids des Präsidenten Zyperns, seine Anstellung als zweiter Mann in der Hierarchie der Zentralbank von Zypern antritt. Der Staatsanwalt Petros Kliridis verkündete heute durch seinen Vertreter beim höchsten Gericht, dass er in dieser Angelegenheit nicht erscheinen werde. Die Staatanwaltschaft gab den Fall daher zurück. Von der Regierung wird nun erwartet, sich einen (privaten) Anwalt zu nehmen in dieser Angelegenheit. Am 4. Februar 2013 war Stavrinakis von Ex-Präsident Xristofias zum Vize in der Zentralbank Zyperns berufen worden. Nikos Anastasiadis hatte am 9. April 13 beschieden: „die Berufung von Spirou Stavrinaki verstößt gegen die Verordnung 118(1) der Verfassung und wird daher aufgehoben und diese Ansicht ist sofort zu vollziehen… .“ Der Anwalt von Stavrinakis, Andreas Ladas, konnte diesem Entscheid von Anastasiadis jedoch erfolgreich begegnen, den auch die Zentralbank Zyperns selbst nicht unterstützt haben soll. Es darf davon ausgegangen werden, dass Anastasiadis die Berufung von Stavrinakis durch den vorherigen Präsidenten Xristofias als politisch motiviert einstuft. Wie dem auch sei, vorerst muss die Anastasiadis-Administration mit dem ‚roten Maulwurf‘ im zentralen Banksystem der Repüublik vorlieb nehmen (siehe Alitheia Online).

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Obgleich Nikosia vor ein paar Tagen noch laut hören ließ, dass ein Treffen mit dem Norden der derzeitigen Krise wegen auf keinen Fall möglich sei und die Lösung der Zypernfrage verwunderlicherweise hinten an stehen müsse, treffen sich alle Beteiligten des Verhandlungskarussells nun doch, nachdem alle brav in den USA vorgetanzt haben. Das Treffen von Eroglu und Anastasiadis wird bereits am 29. Mai 13  stattfinden. Der Regierungssprecher Stilianidis der Republik Zypern bezeichnet das geplante treffen als „rein sozial είναι >καθαρά κοινωνικού χαρακτήρα<“ (siehe newsbomb.gr).
Xristos Stilianidis ist in anderem Zusammenhang auch der Meinung, dass mit den Erleichterungen im Finanzsektor, die nun mit der Minderung der Depositrate und den erwarteten Kreditraten im Raum stehen, die Bedingungen geschaffen worden seien, die Wirtschaft des Landes mit Geld versorgen zu können. Seine Zuversicht beruht anscheinend vor allem darauf, dass die Minderung der Raten seit Jahren kein Thema war – ein gutes Anzeichen. Die Regierung habe Stilianidis zufolge alles gut geplant und sei in ständigem Kontakt, „Konsultationen“, mit der Zentralbank, der Staatsanwaltschaft und der Troika. Die erwarteten Kreditraten bewegen sich nach jeweils erfolgter Einschätzung der Kreditwürdigkeit des Landes etc. Über die Höhe der geminderten Kreditrate könne daher keine Angabe gemacht werden, sagt der Regierungssprecher, da dieselbe der Markt bestimme. Eine weitere, als wesentlich höhere Minderung der Raten ist in der nahen Zukunft durchaus nicht auszuschließen.
Interessant ist, dass an dem Treffen mit der Troika etc. auch russische Banken teilnahmen. Stilianidis darauf angesprochen meinte, es seien jedoch nur ganz allgemeine Dinge mit den russischen Bankern zur Sprache gekommen. Jedenfalls sei eine Besserung der Lage angestrebt, und die stehe auch bevor. Es ist inzwischen beschlossene Sache nach Stilianidis zufolge, dass die Cyprus Bank sozusagen das Gesicht der zyprischen Bankenlandschaft bleibt bzw. werden soll. Dies, da sie halt doch eine systematische Bank sei, die den Staat und seine Politiken stütze. Daher sei allen daran gelegen, dass sie möglichst bald aus dem Aufbau-Modus herauskomme, in dem sie sich derzeit befinde.
Über die Neubesetzung des Chef-Sessels in der Bank of Cyprus sei intensiv gesprochen worden von Seiten des Präsidenten Anastasiadis, so auch über die neue Rolle des Direktorengremiums der Bank (Διοικητικού Συμβουλίου). Zuletzt ließ Stilianidis wissen, dass die Restrukturierung der Bank sich im dem gesetzten Zeitplan der Troika bewege, das heißt, keine Verspätungen oder dergleichen Thema ist (siehe Politis online).

Wirtschaftsminister Georgiadis spricht von einem Schrumpfen der zyprischen Wirtschaft innerhalb der nächsten zwei Jahren, welches prognostiziert werde, und zwar um 13% voraussichtlich. Die Arbeitslosigkeit werde wahrscheinlich auf den Wert von 14% steigen. Und obgleich große Erdgasvorräte voraussichtlich zukünftig geborgen werden, man rechnet mit 1,7 Milliarden kubikmeter, werde die Regierung und seine Behörde selbstverständlich alle Hebel weiterhin in Bewegung setzen, um die Kredite zurückzuzahlen. „Rosige Zeiten“, meinte er, stünden nicht an vorerst. Wir sind daher bereit und gezwungen, fügte er hinzu, auch unpopuläre Entscheide durchzusetzen. Anders ginge es nicht. Zum Beispiel müsste dem Weggang von Deposits, welches in Banken liegt, ein Riegel weiterhin vorgeschoben werden, was seit letztem März ja der Fall ist. Die Goldreserven des Landes müssten allerdings nicht verkauft werden, um die 10 Milliarden zu begleichen, die Brüssel als Hilfe gibt. Es gäbe schließlich Alternativen, sagt Georgiadis. Der Wirtschaftsminister scheint noch immer bestreiten zu wollen, zu unserer Überraschung, dass in Zypern Geld gewaschen wurde (siehe vorhergehenden Artikel auf Zypernundmehr-News dazu und livenews).

 

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English: Deloitte Office Building in Downtown ...

English: Deloitte Office Building in Downtown Chicago (Photo credit: Wikipedia)

 

Präsident Anastasiadis, schreibt die Onlineausgabe der zyprischen Alitheia-Tageszeitung, hat nun die Dokumente in der Hand, welche den Verlauf der Verhandlungen mit dem Norden der Insel bei der UN implizit und explizit festhalten (2008 – 2012). Das ist insofern wichtig und interessant, da eventuell anderslautende, mündlich abgegebene Aussagen der vorherigen Xristofias-Regierung (AKEL) zu einzelnen Punkten anhand dieses Dokuments ‚korrigiert‘ werden können.

Die AKEL als die Linke im Land und Opposition neuerdings lässt mit ihrer Oppositionsarbeit, wie zu erwarten war, nicht lange auf sich warten. Sie hat die Flucht nach vorne schon gleich den ersten Tag nach den verlorenen Wahlen angetreten – das Klügste, was sie vielleicht seit Längerem in Angriff genommen hat. Wahrscheinlich waren die AKEL-Regierungsjahre wirklich ein Fehlgriff. Auf der Oppositionsbank dürften die Akelaner/innen durchaus eine bessere Figur abgeben und eine wichtige Funktion im Lande erfüllen; und nicht der Versuchung erliegen, wie zur Zeit, als sie in der Regierung waren, vom rechten Lager kaum noch unterscheidbar zu sein.
Nun, die AKEL hat also eben erst den Antrag im Parlament eingebracht, die Erhöhung von Mieten für Wohnungen und Geschäftsräume für den Zeitraum von einem Jahr in der Republik Zypern zu verbieten – eventuell sogar zu mindern (bis vielleicht 20%). Im Parlament wurde der Vorschlag wohlwollend aufgegriffen, indes bis auf den nächsten Mittwoch verschoben. Es müsse noch eruiert werden, ob die Unternehmer mit einer derartigen Verordnung nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen würden. Darüberhinaus bestünden verfassungsmäßige Fragen, die geklärt gehörten diesbezüglich. Sogar jemand wie Angelos Wotsis (DIKO) meinte, es müsse mit Maßnahmen wie dieser den Kleinbetrieben unter die Arme gegriffen werden (Siehe SigmaLive).

In der Politis vom 17.Mai.13 steht: „4 Schwächen des zyprischen Finanzsystems, die ein systemisches Problem verursachen, um adäquate Kontrollmaßnahmen anzubringen bezüglich der Geldwäsche, stellte die Troika in einem vertraulichen Bericht fest. Gemäß Bloomberg fasst der Bericht den Befund der (durchgeführten) Kontrolle zusammen, die die Moneyval und Deloitte abgeliefert haben… . [Sie] nehmen ihre positive Bewertung des zyprischen Systems von zuvor zurück.“ Desweiteren fanden Moneyval und Deloitte offenbar heraus: „Die (zyprischen) Banken kennen ihre Kunden nicht gut. Bei 70% der kompliziertesten Fälle, … konnte [auf Anhieb sozusagen] die Identität … von lediglich 9% der (untersuchten) Fälle von unabhängigen Quellen festgestellt werden. In die selbe Kategorie … schiebt die Troika das Problem der Abwesenheit von Kenntnis bezüglich der Gefahr eines Kunden (der Banken), insbesondere bei Personen mit politischen Verbindungen, die 10% der untersuchten Fälle (durch die Troika) ausmachten. Bemerkt wurde auch, dass die Banken ihre Info über Kunden, die ein ‚gefährliches‘ Profil aufweisen, nicht erneuern. Das hat zum Ergebnis, dass eventuelle Nachforschungen in Sachen Geldwäsche dadurch erschwert werden.
[Desweiteren] stellt die Troika eine große Abhängigkeit der Banken von Vermittlern (introducers) der effektiven Kontrolle der Kunden (due diligence) fest, die (wiederum) das Sammeln von ausreichender Data begrenzen. Das war auch der Fall bei komplexen und weniger transparenten Geschäftsmodellen (-strukturen).“ Auch an der Registratur von Unternehmen hat die Troika etwas auszusetzen. Diese sei nicht leicht nachvollziehbar, bzw. schwer zu kontrollieren. Ebenso seien seltsame Transaktionen gelaufen, und zwar in eindeutig nachweisbarer Manier. Kurz: „es gibt substantielle Mängel bei der Ausführung der Rahmenbestimmungen gegen Geldwäsche von Seiten der Banken (εντοπίζονται ουσιαστικά κενά στην εφαρμογή του πλαισίου για καταπολέμηση του „ξεπλύματος“ χρήματος από τις τράπεζες).“       

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Bekanntlich weilte Herr Erdogan in Washington. 6 Stunden soll er mit Herrn Obama verhandelt haben. Heraus ist dabei gekommen, dass die Politik der Türkei und der USA gegenüber Syrien etwas intensiviert wird und dass Assad bestens gleich seinen Platz räumen sollte – „die Öffentlichkeit gehört sensibilisiert für Syrien“, meinte Erdogan. Dass die türkisch-amerikanischen Beziehungen zu vertiefen seien, darüber waren sich beide einig. Zwar soll über Zypern gesprochen worden sein, zyprischen Presseberichten zufolge als zweitwichtigstes Thema dieses Treffens, doch Obama soll in seiner Rede vor der Presse dann doch kein Wort über dieses Thema ihrer gemeinsamen Agenda verloren haben. Zu erfahren war indes, dass innerhalb der letzten Dekade der Handel zwischen den beiden Ländern von 8 auf 20 Milliarden zugenommen haben soll. Obama erwähnte des Weiteren, dass die Aufständischen – oder inzwischen allgemein anerkannte Regierung Syriens? – verstärkt mit Waffen etc. beliefert werde, doch einen Zeitplan vor der Presse zu entwerfen, vermied der US-Präsident. Wir müssen uns also damit begnügen, dass demnächst in Genf mehr zu erfahren sein wird, über das, was mit Russland und China zu diesem Thema angestrebt und vereinbart werden soll – also den Themen Syrien und Zypern, um genauer zu sein. In der Kibris Tageszeitung Nordzyperns stand zu lesen, dass in Washington auch Herr Kücük, der Ministerpräsident Nordzyperns gewesen ist. Herr Eroglu wurde von Obama angeblich sogar als „Präsident“ bezeichnet. Die Nordzyprer klingen derzeit ziemlich zuversichtlich, wenn so gesagt werden kann, auf das richtige Pferdchen gesetzt zu haben. Zwar wird in Karpas nach Eröl gedrillt und die nordzyprischen Umweltschützer laufen dagegen im Sturm an, doch hat diese eher perifäre Gruppe keinen politischen Einfluss, was sich auch darin zeigt, wie die Zeitung vermuten lässt, dass mitten in einem Gebiet, welches als archäologisch wertvoll ausgewiesen ist, 100 und mehr Villen gebaut worden sind, die nun von der Behörde bestätigt bekommen haben, keine gecekondu, also wild und ohne Erlaubnis gebauten Häuser zu sein.

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4 Gefängniswärter im Knast von Lakatemeia/Südzypern haben nun doch noch ein Disziplinarverfahren bekommen, da ihnen Nachlässigkeit im Dienst nachgewiesen werden konnte. Am 16.10.2011 ist in einer der Zellen des Gefängnis‘ Herr Georgianou an einer Überdosis gestorben. Keiner weiß, wie die Drogen in seine Zelle kamen. Doch der Fakt, dass ein Gürtel dort aufgefunden werden konnte, der dort gar nicht sein dürfte, scheint das Disziplinarverfahren u.a. Gründen gerechtfertigt zu haben für die Richter.
Der frühere Wirtschaftsminister der Republik Zypern, also Südzyperns, der nur für ein paar Wochen im Amt war (vom 1.3.13 bis 2.4.13), namens Michalis Sarris, glaubt Folgendes von sich geben zu müssen: „der einzig sichere Euro heutzutage, ist der, welchen der Bürger in seiner Tasche hat!“ Das sagte er vor einer Untersuchungskommission gestern, und sparte nicht damit, seinen Zweifel am System und den ergriffenen Maßnahmen kundzutun. Seiner Aussage zufolge sei die Europ-Group, der Monetary Fond und die BRD für einen Haircut seinerzeit gewesen bei den Verhandlungen über wie im Falle Zyperns vorzugehen sei. Zypern sei allein dort in Brüssel gestanden und habe lediglich Luxemburg als Unterstützer seiner Positionen gehabt. 

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Ein Russe möchte man dieser Tage womöglich noch sein. Weil dann ist man gut aufgehoben in der Welt. Meister Putin lässt seine Schützlinge nämlich nicht im Stich. Daher sind neuerdings auch 3 Kriegsschiffe in Limassol vor Anker, und zwar um die Interessen russischer Staatsbürger in der Region zu wahren und zu schützen, verlautbart die Alitheia-Online vom 17. Mai 13. Durch den Suez kamen die Kriegsschifflein an, von weit her aus dem fernen Pazifik. So viel Aufwand wird wohl nicht umsonst betrieben. Darf nun bereits geschlottert werden vor Angst?
Es wäre doch so schön gewesen, wenn der Krieg im nahen Syrien an Zypern vorbeigerauscht wäre, ohne hier größeren Kollateralschaden zu hinterlassen. Dafür hätten gewiss viele sich noch einmal eine runde hohles Geschwätz über Absichten der beiden zyprischen Seiten, sich zu einem Zypern angeblich vereinigen zu wollen, angehört.
Und weil das scheinbar nicht reicht, werden wahrscheinlich auch russische U-Boote das leergefischte Mittelmeer in seinem südöstlichen Teil anfüllen, die vielleicht sogar Atom-sonstwie-Sprengköpfe mit sich befördern?

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Von all dem kann allerdings auf der heute eröffneten Tourismusmesse in Nikosia/Süd wenig gespürt werden. Obgleich, einen russischen Stand konnte ich nicht ausmachen. Es gab also keinen Touroperator aus Russland zu sehen. Und das, wo Russen in Scharen seit Jahren die Ökonomie Zyperns mit ihrer Präsenz stützen und beglücken. Keine einzige Broschüre in russischer Sprache ist von uns gesichtet worden. Stände aus Griechenland waren anstatt anwesend. Für Reisen nach Kroation, Österreich und sogar in die Schweiz wurde an einem Stand geworben. Das wars. Wein gibt es umsonst zu verkosten. Guter Käse scheint ebenfalls probiert werden zu können, Gebäck und viel buntes Werbematerial kann eingepackt und mitgeschleppt werden, welches ich mir vorgenommen habe, demnächst mal auszuwerten. Mal sehen, wie sich Zypern darin darstellt. Die Messe zielt offenbar nicht darauf ab, den ausländischen Kunden anzusprechen – denn die meisten Stände haben auch kein Material in englischer Sprache ausliegen.

Vergaß: von Anti-U-Boot-Kriegsführung ist in der Alitheia bereits unbequemerweise die Rede – fürchterlich! Irgendwie sitzt man auf dieser Insel wie jemand, der ein Gewitter aufziehen sieht und der unglaublichen Kulisse wegen, die sich da am Himmel vor seinen Augen auftut, den Regenmantel dennoch nicht anziehen geht – wie ein Hase im Angesicht der Schlange das Weg-Springen verlernt zu haben scheint.

 

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Später zum Neubeginn

Spät, doch scheinbar nicht zu spät, hat sich das Stauproblem in den größeren Städten Zypern wie von selbst verabschiedet – bravo?!
Es macht inzwischen wieder richtig Spaß, sich auf den Weg zu begeben, und das an Tageszeiten, wo Auto-hinter-Auto-stehen-in-Schlange garantiert war als sozusagen beiläufiger Zeitvertreib.
Die Straßen sind abends richtig leergefegt und ‚die‘ Promenade im Lande, die Makarios-Avenue, hat nur noch vor sehr wenigen Cafes Stühle draußen auf dem Gehsteig zu stehen – am einstigen Ort des Sehens und gesehen Werdens. Der Grund: “Unentschlossenheit und Verzögerungen führten zu einer Verschlechterung der Situation”, titelt die Cyprus Mail bereits am 09. Mai 13. Gemeint ist, selbstverständlich, die vorherige Xristofias-Regierung beim Umgang mit der hereinbrechenden Krise seinerzeit 2012.
Das Untätigkeit-trifft-auf-Krisenaktionismus kommt dann wohl bei so etwas heraus, könnten Sie schlussfolgern, genauer eventuell, wenn Orient auf Abendland stößt.

Im Goethe Insitut war kürzlich eine kleine, aber feine Ausstellung. Ein ungarischer Maler, Laslo Kova, mit seiner Frau, einer Polin, stellten aus – wohnen tun die beiden weitgereisten Künstler in Hamburg. Viele Schiffchen waren daher zu sehen, der Hamburger Hafen und sogar Bilder, die Venedig festhielten – Teile dieser Stadt, Impressionen. Wie der ungarische Botschafter in seiner einführenden Rede wissen ließ, sei nichts Revolutionäres festgehalten auf den ausgestelten Bildern. Und, wenn diese Einschätzung denn wirklich zutrifft, entsprechend unprädenziös kam die Ausstellung rüber; und die Preise der Bilder schienen meist nicht überdimensioniert zu sein.

Im Gensatz dazu, liegt es einem geradezu auf der Zunge, scheinen die Erwartungen und Ziele der SCORE dann vielleicht doch schon eher sich eine derartige Beurteilung gefallen lassen zu müssen, schwant uns – überdimensioniert in der Aufgabenstellung. SCORE ist eine Kreation made in Zypern und – wie könnte es anders sein – wird von der UNDP-ACT unterstützt. Doch SCORE wäre nicht SCORE, wenn hier nicht noch gesagt würde, dass es sich um einen Index handelt. Dieser SCORE-Index soll messen und festhalten, inwieweit und inwiefern Frieden in der Welt gestiftet und/oder gebaut werden konnte.
Wir haben unsere Zweifel nicht etwa, weil SCORE aus Zypern stammt, viel Gutes kommt schließlich von dieser Insel, welches hier entworfen und erstmals das Licht der Welt erblickte, sondern, dass das Messen von Frieden eine schwierige Angelegenheit sein dürfte, da die Parameter alles andere als klar abgrenzbar sein dürften – viele derselben, ist anzunehmen. Bislang wird SCORE, wenn es richtig verstanden wird, lediglich auf Zypern angewendet. Eine sogenannte Internationalisierung der Messdaten steht offenbar noch aus. Die Arabische Welt soll wohl der nächste Schritt werden.
Wir werden uns da mal reinhängen und schauen, was denn zum Frieden in Zypern bislang von SCORE gemessen wurde – herrscht dieser und wenn ja, dann relativ zu was oder etwa doch nicht?

Diese Art Fragestellung kann praktisch ohne weitere Übergangsschwierigkeiten fortgesetzt werden: wird bis Mitte Juni das Potential des Erdgas‘ – gelegen vor Zypern – nun endlich ermittelt oder wird sich dieser Termin erneut herauszögern? Wird Israel nun schon bald eine Aussage darüber verlautbaren, ob und wie es mit Zypern eine “Energie-Cooperation” einzugehen gedenkt oder lässt es die Insulaner – und das seit Anastasiadis das Thema auf Besuch in Isreal vor kurzem hoffnungsvoll angesprochen hat und leider keine entsprechende Antwort bilsang erhielt – wissen, nein, wir wählen doch lieber die teurere Variante über die Türkei? Letzteres würde gewiss aus politischen Gründen geschehen, und nicht etwa aus Niederträchtigkeit.

Dass Anastasiadis unter diesen unsicheren Voraussetzungen dennoch angeordnet zu haben scheint, die Gasverflüssigungsanlagen (LNG) auf Zypern zu bauen, ist auch daher äußerst riskant, weil gewisse Fachleute bereits darauf hinweisen, dass das Transportieren von Gas viel billiger käme, ohne es noch groß zu verflüssigen. Kann also gut sein, dass die Anastasiadis-Administration vorauseilend sozusagen zu spät sein könnte zukünftig bezüglich dieses Themas, welches bekanntlich sehr hoch gehängt wird in der politischen Agenda, weil es eine Art Befreiungsschlag aus den Klauen der Troika verheißungsvoll vorspiegelt – noch.

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Kann gut sein, Statistik dazu liegen uns leider nicht vor, dass viele Kunden der Laiki, doch vor allem der Cyprus Bank ihrer Bank zukünftig nicht treu bleiben oder sein wollen und auf ihre Weise zu ihrem Befreiungsschlag ausholen. Und das tun sie, indem sie ihr Kapital möglichst schnell abziehen, woanders hin. Nicht Wenige von ihnen haben schließlich Auf-die-Schnelle von ihrem Deposit in der Cyprus Bank, welches womöglich über 100.000€ gebunkert hatte, recht hohe Verluste einstecken dürfen.
Befürchtet wird also, dass sollte die Abwanderung von Bankkunden trotz allen scheinbar positiven Indikatoren anhalten, die Neueröffnung der Cyprus Bank, die die Laiki Bank schlucken durfte, dann auf wenig festem Grunde stehen wird. Die Alitheia-Zeitung malte vor einigen Tagen bereits das Bild eines Landes in unsere Gedächtnisse, welches wie Birma, glaube ich wurde geschrieben, ohne einen Bankensektor demnächst dahin dämmern könnte.
Um so mehr ärgert nicht nur die neue Regierung, dass die Banker die geforderte Restruktion der Bank nicht vornehmen, viel zu langsam vorangehen. Uns wundert schon länger, dass trotz Bankrott, oder wie es zu bezeichnen wäre, einige Laiki-Filialen auf sind und die Schilder über den Eingängen nicht mit Cyprus Bank ersichtlich ausgetauscht wurden. Ist das etwa eine gewollte Verspätung?

Doch nicht überall wird geschlafen, äh, sich verspätet. Nein! Die Bauwitschaft ist aufgewacht. Sogenannte Constructor wie T&A Cyview, Savva Home, Frangopoulos und Domopoli etc. sind erfreulicherweise zu der Überzeugung gekommen, dass ihre saftigen Haus- und Wohnungspreise gesenkt gehörten. Wenn hier nicht getäuscht wird, gehen die Damen und Herren davon aus, ihre Preise drastisch gesenkt zu haben. Ein Objekt zu 150.000€ kann nun eventuell zu 100.000€ gekauft werden. In diese Preisklasse fallen vorzugsweise Wohnungen, die 2 Schlafzimmer, eine Wohnzimmer, Küche, Bad, Balkon etc. aufweisen können. Es wird damit gerechnet, dass sich dieser Initiative der Baubranche noch andere Constructor in diesem Gewerbe anschließen.

Fehlt noch, könnten Sie denken, dass Zypern im Fußball sich zusammenwirft – eine Mannschaft aufbaut. Diese Hoffnung hat sich aber leider mal wieder zerschlagen. Das geplante Treffen bei der FIFA zu diesem Zwecke fiel, wie wohl nicht anders zu erwarten war, ins Wasser. TCFA und CFA können aus wahrscheinlich ebenfalls politischen Gründen noch nicht gemeinsam einem Ball hinterherlaufen.
Wahrscheinlich in indirektem Zusammenhang damit steht, dass das Fällen von Bäumen inselweit nicht gestoppt werden kann. Die Kommunikationskanäle sind nahezu geschlossen, jeder kocht sein eigenes Krisensüppchen – die Natur zahlt diese Rechnung schlechtestenfalls.
Dass die AKEL-Regierung in ihrer Regierungszeit zusätzlich an die 5.000 Menschen in Arbeit brachte im bereits aufgeblähten Amtsapparat, die nun alle ihre Mäuler gestopft haben wollen, lässt leider auch nicht mehr Bäume wachsen – Pech gehabt!
Ja, die gesteigerte Anzahl an Arbeitswilligen konnte nicht dazu beitragen, dass das zukünftig öl- und gasreiche Land – nach eigenen Einschätzungen der Zyprer – wahrscheinlich verspätet – wenn überhaupt – ein Ministerium für Petroleum oder so bilden wird, welches sich dann mit Fachwissen diesem Sektor widmen wird können – noch wird nämlich darüber nachgedacht: wann, wie und ob? Zur Erinnerung: Eigentlich ist geplant, bereits 2019 vom Erdgas-Segen im geliebten Heimatboden zu leben. Da ist nicht mehr viel Zeit also nicht dann, wenn man nicht von vornerein auf externe Expertise vollends angewiesen sein mag, oder?

Und dass das Misstrauen gegenüber Kräften von außen durchaus gut entwickelt ist, zeigt uns die Warnung von Präsident Anastasiadis an die CJCC. Letztere ist das Zyprisch Jüdische Gemeindezentrum, welches vor kurzem 10-jähriges Bestehen auf Zypern, genauer, in der Republik Zypern feierte. Sie sollten unbedingt davon absehen, im Norden Zyperns aktiv zu sein – die “illegalen Aktivitäten” dort nicht unterstützen.
Für das, dass Anastasiadis kurz vorher in Israel war und Israel als den besten Freund in der Region proklammierte, sind diese Bedenken seinerseits nun wirklich etwas bedenklich. Außerdem ist gewiss sogar den Schuhputzern hüben wie drüben bekannt, dass Israelis u.a. Im türkischen Teil Zyperns nicht gerade wenig Land gekauft haben und sozusagen ‚hochinteressante‘ Projekte zu laufen haben – gern auch über Strohmänner.
Israel dürfte folglich, vermuten wir, eine Energie-Cooperation mit einem stillschweigenden Agieren im Norden von Zypern verbinden wollen als einen der Gegenpreise, die man verlangt.
Kann gut sein, dass Moskau das so ähnlich sieht, obgleich es beide eigentlich nicht wirklich nötig haben, weil Zypern halt doch recht klein und unbedeutend ist – trotz EU. Moskau soll nämlich den an die Republik Zypern gewährten 2 Milliardenkredit netterweise zeitlich etwas gestreckt haben und den Prozentsatz etwas gemindert (zuvor 4,5% Zins).
Dass die orthodoxe Kirche von Zypern Arbeitsplätze schaffen will in naher Zukunft, Hotels zu bauen gedenkt und mit Russland und Israel ihren Segen auch in Form einer Photovoltaik-Anlage über die Insulaner zu bringen gedenkt, wurde bereits auf Zypernundmehr-News berichtet. (ein Bericht der PIO zu Anastasiadis und den Banken http://www.moi.gov.cy/moi/PIO/PIO.nsf/All/0DD0D2D4302A616BC2257B6D00282002?Opendocument

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Dennoch scheint es Einiges zu tun zu geben für die aufstrbende Nation, jedenfalls soll das die Zielrichtung sein, ist zu lesen. Denn viele Touristen scheinen noch immer die gleichen Beschwerden mit und über den/die Insulanern zu haben: teuer, unfreundlich, zuweilen gar frech. In den Leserbriefen der Cyprus Mail vom 12. Mai 13 kann gelesen werden, was uns auch bereits wiederfuhr – an selbigem Ort, nämlich in einer der chici-micki-Bars am Mac Kennsy-Beach von Larnaka. Dort kann es einem passieren, wie auch Peter Hunt, dass man nett an einem Tisch sitzt, trinkt und speist und plötzlich aufgefodert wird, einigermaßen freundlich, aber bestimmt, dass der Tisch zu wechseln sei, weil die Direktion des Etabisments habe vergessen, denselben als reserviert auszuweisen. Und schon sitzt man, weil man ja keinen Ärger will, in einer dunklen Ecke ohne schöne Aussicht.
Wir hatten damals gerade bestellt und warteten bereits auf unser Essen, sodass das Essen umgehend abbestellt und ohne nochmals nach hinten zu blicken oder auf eventuelle Einwände einzugehen, den Ort solchen ‚Unheils‘ mit erhobenem Haupt verlassen werden konnte. Es macht echt kein Spaß, noch immer zu oft und gern verspätet signalisiert zu bekommen: Dein Geld ja. Du, nein!

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