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Archive for Februar 2013

Zur Erbauung, und weil ja sonst Nichts in den zyprischen Blättern stehen würde, doch vor allem um dem neugewählten Präsidenten der Griechischzyprer, Anastasiadis, gleich zu sagen, wo es lang geht und ihm eine Steilvorlage gebend, behauptet der Präsident auf der türkischen Seite der zyprischen Insel, Eroglu, dass selbst nach einer Vereinigung, die unserer Meinung nach eh nicht gelingen wird unter Anastasiadis und seinem Gegenspieler Eroglu, die türkischen Truppen weiterhin in Nordzypern (KKTC) stationiert blieben.

Eroglu allerdings spricht davon, dass eine Lösung der Zypernfrage drin sein könnte, da Anastasiadis bemüht sein könnte, als neuer Mann an der Macht, auch mit neuen Ansätzen an den Verhandlungstisch zu treten. Das kann er sich unserer Meinung nach abschminken – auch wenn Merkel & Co. Herrn Anastasiadis in den Werten Hintern treten würden, um eine Einigung mit Nordzypern zu erzwingen und den Verbleib Südzyperns in der Eurozone dafür in Aussicht stellten im Gegenzug. Eroglu soll der Meinung sein, dass die EU und die UN vordringlich diejenigen bislang gewesen sind, die eine Vereinigung der Insel hintertrieben hätten. Das soll der Präsident des Nordens, der als solcher noch immer nur von der Republik Türkei anerkannt wird, auf einer Lesung an der Universität von Bursa/Türkei von sich gegeben haben, einem Bericht des Press Information Office (PIO-Südzypern) von gestern zufolge.

Der Außenminister, Özürgün, des türkisch-zyprischen Nordens findet, dass es ein Unding sei, dass auch Anastasiadis, der angeblich einen neuen Ansatz verfolge in den anstehenden Verhandlungen mit dem Norden, bereits davon spricht, wie gehabt, die KKTC müsse auf die griechische Republik Zypern, den Süden, zukommen. Das sei schlicht weg ein Unding, womit er darauf hinweisen will, dass es schließlich die Tükischzyprer seien, die eine Lösung des Problems bislang wirklich versucht hätten und sie zudem diejenigen seien, die den Konflikt nicht entfacht hätten seinerzeit. Doch vor allem hätten die Griechzyprer aus  dem Süden zum Anan-Plan mit „Nein“ gestimmt, nicht die Türkischzyprer. Özürgün erinnerte an die Aussage Erdogan’s gegenüber Merkel, die gerade vor ein paar Tagen die Türkei besuchte: „Zypern und der EU-Beitritt der Türkei sind zwei verschiedene Angelegenheiten!… Das ist die Politik, die wir derzeit verfolgen bezüglich Zypern. Die Zypernfrage ist eine zwischen der türkisch- und griechischzyprischen Seite.“ Folglich, schließt Özürgün, bezugnehmend auf den verbreiteten Vorwurf, dass die nordzyprische Administration eine willfährige Puppe Ankara’s lediglich sei: „Der Gesprächspartner sind die Türkischzyprioten!“

Der Türkischzyprer Kudret Özersay, Vorsitzender der ‚Assoziation Saubere Gesellschaft‘ weilte gerade in Berlin. Er besuchte eine Konferenz zu Zypern mit dem Titel: „Neue Bedrohungen und Perspektiven in Zypern!“, wo er eine Rede hielt. Wesentliches kam scheinbar nicht zustande. Er hat sich mit einigen Politikern der SPD und von den Grünen ausgetauscht. Doch auch der britische High Commissioner drosch schon mal im Vorfeld der anstehenden Verhandlungen der beiden Inselhälften Stroh, die anstehenden Verhandlungen lassen bereits jetzt schon gähnen vor langer Weile, dass er das Erforderliche beitragen werde, um eine Lösung des Problems zu erhalten. Dass dem so ist, darf nach Meinung Vieler bezweifelt werden, da bei einer Vereinigung der Insel gewiss als nächster Punkt der Status der britischen Militärbasen in den Fokus des öffentlichen Interesses rücken würde. Das weiß der High Commissioner, Mr. Kidd’s, selbstverständlich. Er dürfte zumindest von so einer Entwicklung ausgehen, ist zu vermuten.

In Dubai nimmt derweil die Handelskammer der KKTC an einer Messe teil. Gewiss werden dort auch Gespräche geführt, bezüglich der zu fördernden Erdgasbestände, die vor Zypern liegen. Der Minister für Wirtschaft, Sunat Atun, ist einer, der der türkischzyprischen Delegation dorthin Geleit gibt. Atun berichtet, dass die Exporte in den Golf gesteigert werden konnten (Milchprodukte).

Der sogenannte EU-Infopoint hat beschlossen, ein Büchlein herauszugeben, welches darlegt, welche Hilfen an die Türkischzyprer gegeben werden. Eine Delegation aus Brüssel unter der Führung Frau Michaela di Bucci’s besuchte vor ein paar Tagen den Norden Lefkosia’s zu diesem Zweck. Die Presse des Nordens wurde mit Details zum Hilfsprogramm der EU gefüttert. Bucci sprach von einer Anhebung der Hilfe und davon, dass 1000 Verträge unterzeichnet worden wären.

Helene Flautre, Vorsitzende der Gruppe innerhalb der EU, die den Beitritt der Türkei übersieht, soll neuerdings davon sprechen, dass die Zypernfrage nicht genug Grund biete, die Türkei weiterhin außerhalb der EU zu halten – die Aufnahmeverhandlungen nicht voranzutreiben.

Wie also zu lesen ist (PIO), ist das finanziell in starke Nöte geratene Frankreich plötzlich auf einem neuen Trip – wahrscheinlich, nachdem sicher gestellt wurde, dass das prosperierende Land, die Türkei, Renault’s, Peugoet’s und Dergleichen kauft. Hoffen wir mal, dass da nicht auch noch Atomkraftwerke und andere bedenkliche Technologien darunter fallen – was aber wahrscheinlich so oder ähnlich noch zutage treten dürfte, auch, dass die Position Frankreich’s sich im Grunde nicht geändert hat. Die Franzosen sind vor allem an einer Lösung des Problems der Türkei mit Armenien interessiert.

Flautre findet, Erdogan solle doch eine Geste vom Stapel lassen und Anastasiadis, dem neugewählten Präsidenten der Griechischzyprer, ein Angebot machen, zum Beispiel, dass Schiffe unter der Flagge der Republik Zypern nun endlich in türkische Häfen einfahren dürften.

Leider hat sich Erdogan bei diesem Thema schon ziemlich aus dem Fenster gelehnt mit seinen Aussagen in den letzten 2 Jahren. Der Hauch von Käuflichkeit könnte den Nimbus, den er sich um seine Person aufgebaut hat, durch solch einen Schritt innerhalb der türkischen Bevölkerung, aber auch in der Arabischen Welt, stark beschädigen.

Da der EU-Beitritt der Türkei längst nicht mehr so wichtig ist, bzw. die Türkei sich ihres ‚Wertes‘ mehr als bewusst ist, wird sie ihre Interessen ziemlich sicher nicht auf diese Weise, wenn so gesagt werden darf, unter Preis verkaufen.

Flautre erinnert u.a. daran, dass der Premier der Türkei seit 2004 zu keinen Sitzungen der EU eingeladen worden sei, wie es zuvor offenbar üblich gewesen ist – wegen den Unstimmigkeiten bezüglich Zypern und Armenien. Flautre findet, dass die Bemühungen der Türkei damals beim Anan-Plan gewürdigt gehörten und dass die Südzyprer diejenigen waren, die den Anan-Plan zum erliegen brachten mit ihrem negativen Abstimmungsverhalten. Von daher, findet Flautre, sei das Misstrauen Ankara’s gegenüber der EU nachvollziehbar. Sie sagt, dass mit dem Öffnen der Häfen für Schiffe Ankara seiner ausgegebenen Politik Ausdruck verleihen könnte, die unter anderem davon geleitet ist, stets einen Schritt voraus sein zu wollen diplomatisch und den Frieden bzw. gute Beziehungen mit den Nachbarn zu suchen.

Zypern und Griechenland lägen derzeit flach, wegen ihren ökonomischen Problemen, meint Flautre. Von den beiden könnte keine Initiative erwartet werden. Ankara indes, hätte die Mittel genau dazu.

Was hier unverständlich bleibt, ist, warum die Türkei schon wieder Vorleistungen erbringen soll? Wie wäre es, wenn die EU ihre Wackelkandidaten (Zypern und Griechenland, letzteres ist wie die Türkei Garantie-Macht ist in Sachen Zypern) mal an die Leine nähme, vor dem Hintergrund des Abstimmungsverhalten zum Anan-Plan?!

Es ist an der Zeit, dass Europa vom hohen Ross herunter kommt und endlich ehrlicher und überzeugender derjenige ist, der auf jemanden zugeht, in dem Fall auf die Türkei – möglichst bald!

   

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Am Sonntag dem 17. Februar fand der erste Wahlgang für den neuen Präsidenten statt. Leider schaffte es Nicos Anastasiades im 1, Wahlgang nicht, doch wird sein weit zurückliegender Konkurrent kaum aufholen können, wie sich am Sonntag bei der Stichwahl bewahrheitete.

Trotz Wahlkampf und Bankrott des Staates ging das kulturelle Leben weiter. Die Pharos Arts Foundation bringt auch in diesem Jahr großartige Künstler nach Nikosia. Als 2. Konzert dieser Wintersaison stand auf dem Programm das Flöten und Klavier Rezital mit der Australierin Ana de la Vega und dem Briten Robin Green. Beide Künstler haben bisher renommierte Preise eingeheimst und haben als Solisten mit bekannten Orchestern gespielt. Auf dem Programm standen Charles-Marie Widor (1844-1937), Camille Saint-Saens (1835ß1921), Francis Poulenc (1899-1963), sowie der 1916 geborene Henri Dutilleux, sowie J.S. Bach und Gabriel Fauré (1845-1924). Aus diesem klassischen Repertoire in die Moderne katapultiert war „Jabuzri“ von Nigel Edwards. Dieses Werk umfasst alle Gemütslagen vom Lyrischen zur Leidenschaft und zur romantischen und dramatischen Tongebung.

Wie aus dem Programm hervorgeht, stammte die Mehrheit der ausgewählten Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert, mit Ausnahme von Bach und Edwards. Suiten und Sonaten für Flöte und Klavier stehen in der allgemeinen Musikliteratur nicht im Überfluss zur Verfügung. Die noch jungen Solisten haben mit Virtuosität und der in der Gegenwart – leider im Trend liegenden Schnelligkeit – gespielt. Darunter litt besonders der runde Klang der Flöte. Die hohen Töne klangen schrill.

Fortgesetzt wurde die Reihe im Rialto Theater in Limassol mit der Live-Übertragung aus der Metropolitan Oper in New York. Dieses Mal ging Giuseppe Verdis „Rigoletto“ über die Bühne und zwar in einer modernen Version, die nach Las Vegas und in die zwanziger Jahre verlegt wurde. Die Begründung des Regisseurs Michael Mayer: „Geld regiert, bringt Macht und die Käuflichkeit der Menschen ist so geblieben, wie sie auch damals im 16. Jahrhundert sich ausgelebt hat.“

Im Großen Ganzen war diese moderne Art faszinierend, hat aber in vielen Details nicht überzeugt, fand ich. Der noch junge Dirigent Michele Mariotti hatte das Orchester voll im Griff. Gilda wurde von der deutschen Sopranistin Diana Damrau gesungen und Rigoletto von Zeljko Lucic, beide mit großartigen Stimmen und emotionaler Tiefe in der dramatischen wie auch in der lyrischen Rolle. Die wichtige Rolle, die des Herzogs von Mantua, wurde vom bekannten Tenor Piotr Beczala gesungen, der, meiner Meinung nach, in dieser Aufführung schlecht bei Stimme war. Er tönte unsicher, die Höhen waren forciert, gezwungen und off-tune. In den Nebenrollen als Sparafucile und Maddalena brillierten Stefan Kocán und Oksana Volkova. Leider wurde in dieser modernen Produktion das schrille Las Vegas überzeichnet.

Die nächste Aufführung wird Wagners „Parsifal“ sein aus der Metropolitan

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wegbefördert!

Die Sonne scheint noch immer und erfreulicher Weise schon wieder. Echt,

war eine gute Idee, Berlin den Rücken zu kehren. Zwar gibt es in Berlin

kulturell Einiges zu sehen und zu hören, nur, dass gibt es hier im

Südwesten der Republick auch plus guter, frischer Luft und 10 Mal mehr

freundlichen Leuten – macht wahrscheinlich das viele Grün, die Nähe zum

Elsass und der Schweiz aus. Zu ähnlicher Einsicht, wie Montag abend auf

einem Fernsehkanal (3sat?) zu sehen und zu hören war, ist auch ‚der‘

Philosoph der Nation, wie es scheint ist das gerade Herr Sloterdijk, gekommen, der

anscheinend in Karlsruhe sein langes, glattes und weißes Denkerhaar ins

Kopfkissen zu drücken geruht, wenn nicht auf Reisen.  Er scheint dort

geboren zu sein und scheint, wie manch anderer, im Alter die Vorzüge des

Südwesten doch noch – hoffentlich rechtzeitig – zu schätzen gelernt zu

haben.

 

Dass der Südwesten, die Schweiz – oder das Elsass – auch ihre

‚Befleckungen‘ haben, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. So darf

davon gelesen werden in der Badischen Zeitung, dass Menschen in der Schweiz

weggeschlossen wurden, denen das seltsame Verdikt „lasterhafter Lebenswandel,

arbeitscheu oder liederlich“ erteilt worden war. Die werden demnächst rehabilitiert.

Davon haben sie wahrscheinlich nicht all zu viel, weil Knast nun mal Knast ist!

Da war in der Vergangenheit ja auch noch diese Geschichte mit den Kindern,

die aus Familien gerissen oder Heimen stammend, dann oft als Art Sklaven gehalten

wurden.

Doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein in Helvetien; gewiss gibt es aber bereits schon

andere Auswüchse, von denen hoffentlich bald berichtet werden wird. Sie

sind hiermit herzlich eingeladen, dieseblen hier in den Kommentar zu bringen.

 

Fasnacht scheint gerade auf vollen Touren abzulaufen. Mein Entschluss,

dem Treiben nicht beizuwohnen, hat ganz praktische Gründe – ich mag

nicht als Zielscheibe für eventuell rassistische Übergriffe herumlaufen. Ja,

auch hier in der Gegend gibt es NSU-Befürworter und Anhänger. Das kann

nicht geleugnet werden – und maskiert, könnte die eine oder der andere

niedere Triebe geneigt sein – auch in dieser Hinsicht – auszuleben, an

jemand, der wie ich, allein unterwegs ist.

Dass so Etwas passieren würde, ist aber eher unwahrscheinlich – aber dennoch!

„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste,“ habe ich schon als kleiner Steppke

gelernt.

 

Um eben Gesagtes noch etwas zu konkretisieren: In der Gemeinde Olten

drüben in der Schweiz wird dem- oder derjenigen, die dort ihren Wohnsitz

aufnehmen, zur Begrüßung als Erstes eine Schachtel Jod-Tabletten

überreicht. Und die sollen spätestens dann geschluckt werden, wenn das

Atomkraftwrek Gösgen einen schwereren Unfall haben sollte. Das,

verehrte Leser, ist eben Vorausplanung.

Menschengemachte Katastrophe billigend in Kauf genommen, könnte nicht

‚entzückender‘ ins Bild gefasst werden. Der Autor, ein gewisser Capus

(Solothurner Zeitung) schreibt des Weiteren: „vielleicht sollte man diese Tabletten

… unter Aufsicht der Einwohnerkontrolle [gleich] verabreichen, denn nach einer

gewissen Zeit werden sie unwirksam … .“ Er spricht da offenbar aus eigener Erfahrung

mit dem Pharmaprodukt.

 

Von Leuten, die sich neu ansiedeln irgendwo zu sogenannten Ausländern

zu kommen, ist, wie Ihnen gewiss auffallen wird, keine all zu große

intellektuelle Leistung. Sei’s drum! Denn es ist nun angebracht, von

sogenannten Ausländern zu sprechen, also Ausländern, die eigentlich

keine Ausländer mehr so richtig sind. Die Rede ist von Menschen, die

schon über einen sehr langen Zeitraum in einem Land leben und dort zum

Beispiel brav Steuern zahlen und sich integriert haben, bzw. integriert

werden sollen. Kurz: die schweizerischen Parteien SVP, CVP und FDP

haben ein Problem damit, dass sogenannte Ausländer bei der Polizei der

Schweiz eine Anstellung finden. Da fragt man sich schon, wenn man durch

Basel und andere Ortschaften in der Schweiz geht, wie das eigentlich noch

funktionieren soll können, ohne, bei dem hohen Anteil an offensichtlich

Zugewanderten, die die Straßen füllen und zum Bruttoinlandsprodukt

beitragen? Die Solothurner Zeitung hat leider nicht genauer bestimmt,

welche Ausländer gemeint sind – doch wohl nicht diejenigen, ist

anzunehmen, die gerade ihre Koffer ausgepackt haben, um danach ein

neues Leben in der Schweiz zu beginnen?

 

In Deutschland wird bekanntlich versucht, nicht nur, aber auch, über die

deutsche Kultur den Neuankömmlingen aus aller Welt, deutsches Leben

schmackhaft zu machen. Inwieweit diese Einsicht auch in der Schweiz

gegriffen hat, kann nicht ermessen werden. Es ist aber stark davon

auszugehen, dass diese Erkenntnis so usos inzwischen ist, dass dazu kein

weiteres, teures Expertengremium, womöglich über viele Jahre, eine

Studie zu unternehmen hätte.

 

Dass es zu solch Studien kommen wird in der Schweiz, dürfte

neuerdings unwahrscheinlicher geworden sein, dies, da Herr J.F. Jausin zur

UNESCO und der Organisation der Frankophonen als Botschafter

derselben wechselt. Die Rede ist vom Chef fürs Bundesamt für Kultur

(BAK) der Schweiz.  Auf seinem neuen Posten löst er Rodolphe Imhoof ab,

der in wohlverdiente Pension zu gehen beabsichtigt. Jausin war 2005

unter Parteikollege Pascal Couchepin Direktor des BAK.

Die SP-Führung spricht sich allerdings gegen diese Postenvergabe aus. Die

Kunstschaffenden der Schweiz freuen sich indes mehrheitlich, dass der als

sperrig geltende Jausin endlich „wegbefördert“ wurde.

 

Wegbefördern, wenn das denn so gesagt werden kann, um noch

verständlich zu bleiben, soll die Immobilienblase werden in der Schweiz,

und zwar durch höhere Eigenmittel der Banken. Und in dieser Richtung wurde

doch wirklich etwas beschlossen. Durchaus vergleichbar mit den gerade im

Entwurf befindlichen Maßnahmen in Deutschland bezüglich des

sogenannten Fleischskandals, die die ‚gute‘ Ilse Aichner da auf die

Lebensmittelproduzenten loslassen will wie einen zahnlosen Hund, sind

in etwa die in der Schweiz im Finanzsektor. Es wird nämlich kritisiert, dass

lediglich 1% mehr Eingenkapital den antizyklischen Puffer nicht erfolgreich

entfalten könne. Vielmehr müssten mindestens 2,5% veranschlagt werden,

um im Fall der Fälle, der gewiss wieder eintreffen dürfte irgendwann, diesem

von Seiten der Banken ausreichender gewappnet entgegen gewirkt werden kann.

Es riecht hier wie dort – mal wieder – nach Augenwischerei.

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Zuguterletzt noch eine Nachricht, die uns zeigen soll, dass Demokratie

durchaus auch funktionieren kann. Es ist den monegassischen Croupiers

nämlich gelungen, ins Parlament des Landes einzuziehen mit einer Partei.

Diese Damen und Herren sollen sogar dafür votieren, dass auch in

Monacco Abtreibung möglich sein soll. Die ‚Casino-Revolution‘ wird 24

Sitze im Nationalrat zukünftig einnehmen. Im Gegensatz zur Piratenpartei

in Deutschland braucht sich das monegassische Piratengeschlecht der

Grimaldis allerdings keine Sorgen zu machen, die Macht aus den Händen

geben zu müssen – an Croupiers, Arbeiter und dergleichen, Bar-, Zimmer-,

Kinder- und/oder Hausmädchen (-männer).  

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Kurz: Anastasiadis wird die Wahlen jetzt am Wochenende – hoffentlich – im ersten Wahlgang gewinnen im Süden Zyperns. Noch-Präsident Xristofias werde von der EU in die Enge getrieben. Er habe keine Mitschuld an der Misere im Land, ließ er auf seinem Abschiedsbesuch in Athen wissen, wo er seine erste Auslandsreise bei Amtsantritt hin getan hatte. Dass 2009 trotz Krise im benachbarten Griechenland Geld verballert wurde auf Zypern und von seiner Administration, der Überschuss des Haushalt (+ 3,5%) auf – 6% innerhalb von zwei Jahren runter gewirtschaftet worden ist, die Staatsschulden sich mehr als verdoppelt haben, seit die AKEL von Xristofias im Amt ist, ließ der Präsident in Athen unkommentiert.

Noch liegt der Schnee, noch ist es angenehm kalt. Die Sonne ist eigentlich immer mal wieder draußen. Den ersten Storch habe ich sogar schon vor mir sitzen gehabt, in Basel am Schützenhaus. Fastnacht scheint doch noch nicht vorüber zu sein in der Region. Nächstes Wochenende geht es in Weil am Rhein mit der Buurenfasnacht (3800 Hästräger, 147 Cliquen und 25 Wagen) noch mal rund, und vor allem in Basel wird für ein paar Tage die 5. Jahreszeit den Lebensrhythmus bestimmen.

Eine Forsa-Umfrage will herausgefunden haben, dass die Menschen in Südwest-Deutschland, diejenigen sind in der Republik, die die Fastenzeit durchziehen: Verzicht auf Fleisch, Zigaretten, Alkohol, außerehelichen Geschlechtsverkehr etc. Anscheinend wird auf den Konsum von Alkohol bevorzugt verzichtet, gaben 68% der Befragten an.
Das trifft sich gut mit den ermittelten Werten in Sachen Luftqualität. Die soll in Baden-Württemberg seit 1994 kontinuierlich sich verbessert haben. Wir legen den Fastenden daher nahe, die Gelegenheit zu ergreifen, und etwas mehr und länger als sonst sich im Freien aufzuhalten. Wir hoffen, dass die 380 Mitarbeiter der Hess AG, die ihren Job verlieren, weil der Leuchtenspezialist nach einer Bilanzfälschungsaffäre Insolvenz anmelden musste, sich dennoch über die Nachricht von eben freuen können.
Der Nordschwarzwald soll ja zum Naturpark werden. Viele Tiere und Pflanzen kehren langsam wieder zurück in diese Waldgegend. Die Holzbearbeitungsindustrie und andere leisten allerdings noch heftigen Widerstand und verweisen auf Arbeitsplätze, die verloren gingen und, versteht sich, Gewinne. Dass nicht alles in Geld und Arbeitsplätzen messbar sein sollte, wird sich hoffentlich auch unter diesem Personenkreis noch herumsprechen. Umweltorganisationen wie NABU halten indes dagegen, dass im Gegenteil neue, und eventuell mehr Arbeitsplätze durch den Betrieb eines Nationalparks entstehen würden. Doch bevor das Nationalpark genannt werden darf, muss noch durch einige Transformationen gegangen werden.

nov12 122

Eine ähnlich reizvolle Landschaft gibt es noch andernorts, wie zum Beispiel auch im Schweizerischen Graubünden. Wie zu erfahren ist, regt sich vermehrt Widerstand gegen die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 dort. 57% der Bevölkerung sollen befürchten, dass die Spiele zu teuer werden könnten. Sotschi in Russland, wo die nächsten Winterspiele stattfinden sollen, könnte bei vielen potentiellen Bewerbern Bedenken aufkommen lassen, ob sich solche Investitionen wirklich noch rechnen und ob der Umwelt damit nicht zu sehr geschadet wird.

Ein zeitlich viel naheliegender Event hier in der Region ist die MUBA in Basel vom 22.2.13, die bis zum 3.3.13 dauern wird. Gastländer sind dieses Jahr Indonesien und Ungarn. Ein spezieller Fokus, worauf sich ebenfalls schon gefreut werden darf, wird auf der Region des Hochschwarzwaldes liegen – wo das zuvor behandelte Thema (Holzwirtschaft gegen Nationalpark) gewiss nochmal in einem anderen Licht beschienen werden wird. Versteht sich, dass der Stolz der Messebetreiber diesmal nicht allein die Auswahl des Programms und des Themas der Messe ist, sondern das Messegelände selbst. Es wird sich nämlich im neuesten Kleidchen präsentieren, welches nicht gerade billig war – 430 Millionen Franken. Bleibt zu hoffen, dass der Hallenkomplex „der Superlative“ unsere Erwartungen erfüllt und den Hype darum, der inzwischen über die Medien losgebrochen wird, und dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben wird, in den heiligen Hallen auch außerhalb von Messeveranstaltungen sich aufzuhalten. Das wäre zu wünschen, da das Messegelände in Kleinbasel wirklich sehr zentral gelegen ist und der einzige nennenswerte Ort zum Ausgehen im Bezirk, der Claraplatz, schon längst nicht mehr die vielfältigen Bedürfnisse der Bevölkerung und der steigenden Zahl der Baselbesucher in befriedigender Art und Weise erfüllen kann. Bei 141.000 qm müsste sich doch was machen lassen in dieser Richtung, hoffen wir! Eine sogenannte „City-Lounge“, indoors, soll den Bedürfnissen eventuell entgegen kommen, ist zu erfahren. Eingeweiht wird das Gebäude am 23. April 2013 mit einer uns unbekannten Sängerin namens Lana del Roy.

Davor kann man sich aber schon mal richtig in Messebesuch-Laune bringen, da am 16. März die Regio-Messe in Lörrach ihre Forte aufmachen wird. Sie dauert bis zum 30. Mai und soll die drittgrößte Messe in der Region inzwischen sein. Der so genannte Bauernmarkt, den es auf dieser Messe seit 2009 gibt, wird in dreifacher Größe zum Vorjahr antreten. Trachten- und Heimattage werden erstmals organisiert werden und die Besucher aus aller Welt – so sie denn kommen – mit alemannischem Charme ist anzunehmen, verzaubern. Des Weiteren wird es eine Sonderschau „Zukunftsmobilität“ geben. Wenn das hier richtig verstanden wurde, werden sich Städte aus der Region dem Publikum präsentieren und der dazugehörige Verkehrsverbund.

Beim Stichwort Verkehr sei kurz erwähnt, dass der Schweizer Hellmut Kuhlmann die Herzen dafür erwärmen möchte, um von Wladiwostok bis nach Paris eine 10.000 Kilometer Stromleitung zu legen. Wie kürzlich im Weltspiegel auf ARD gesehen werden konnte, hat ein kasachischer Unternehmer, der inzwischen in der Schweiz u.a. residiert, ähnliche Pläne, die er, wenn es richtig erinnert wird, Seidenstraßen Projekt, oder ähnlich, nannte. Ein Stromnetz mit bis zu 450.000 Volt könnte in Betrieb genommen werden, rechnet Kuhlmann vor. Alles, was es vorerst bedürfte, sind 200 Milliarden Euro, und die nötige Sicherheit und politischen Willen etc.

Am nötigen Willen hat es offenbar in Friedlingen, am Grenzposten zur Schweiz, nicht gemangelt. Dort wurden von deutscher Seite, genauer der Gemeinde Weil am Rhein, 1,8 Millionen Euro für ein neues Zollgebäude verbaut, welches auf Grund seines Aussehens bereits „Ufo“ genannt wird. Die Stadt hat 50% Zuschuss aus dem Interreg-Programm dafür erhalten. Die Schweiz veranschlagte das Gebäude mit 3,4 Millionen Franken.
Und da wir schon beim lieben Geld sind: Letztes Jahr sind in der Schweiz ganz still und leise 854 Milchbetriebe verschwunden, die gegen die Großbetriebe und die bürokratischen Auflagen und andere Unwegsamkeiten nicht weiter bestehen können. Der Trend ist für manche besorgniserregend, was in Bundes-Bern aber noch nicht angekommen zu sein scheint. Der nächste Milchskandal kommt bestimmt, der dann härter auftreffen könnte, weil dann die Last auf weniger Schultern ruhen wird.

Paul Bulcke kann von diesem Los, also der Last auf vielen Schultern, ein Liedchen singen. Sein Verdienst bei Nestle liegt wahrhaft auf vielen Schultern und wurde nun endlich für 2011 mit 9,8 Millionen Franken deklariert, inklusive Bonis. Er ist mit so einem Lohn selbstverständlich nicht mehr in der Liste der Bestverdiener. Wenn nicht alles täuscht, sitzen einige von denen bei einigen Schweizer Banken.
Frau Finanzministerin Widmer Schlumpf hat zu unserer Überraschung den Forderungen der USA entsprochen und hat grünes Licht für das US-Steuergesetz Fatca gegeben. Das Abkommen wird demnächst in Bern unterzeichnet. Jetzt müssen Konten von US-Amerikanern in der Schweiz gemeldet werden, automatisch und unverzüglich. Auf das Finanzministerium der Schweiz, um Neudeutsch zu sprechen, wartet ein Shitstorm, und zwar im Hinblick auf weitreichende Forderungen gewisser europäischer Staaten wie der BRD, die mit dem Unterzeichnen der Fatca die Verhandlungsposition der Schweiz geschwächt sehen dürften.

Carsten Kengetel verlässt schon mal das sinkende Schiff, könnten einige unter Ihnen denken. Der Chef der UBS-Investmentbank scheint das Investmentbanking der Bank nun offenbar abgewickelt zu haben. Der Deutsche war Spitzenverdiener bei der UBS und hatte mit 9,3 Millionen das höchste Gehalt im Unternehmen. Er kam zur UBS von Goldmann Sachs, was einigen unter Ihnen gewiss die Verluste erklärt, die er bei der UBS eingefahren hat.
Der Konzernchef Sergio Ermotti zusammen mit Axel Weber haben Sam Molinaro zu Kengetels Nachfolger auserwählt.

Der Schweizer Kurzfilm „Grounding 2026“ wird der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden. Er hat nämlich den Untergang der Schweiz zum Thema. Es wird ein großer Schaden fürs Land dadurch erwartet, darum wird er vorerst nicht ausgestrahlt.
Aus ähnlichem Grunde rufen die Baselbieter Sozialdemokraten Unmut auf den Plan in weiten Bevölkerungsteilen, weil diese Partei den Auftrag, Wahlplakate für sie zu kleben, über die Grenze nach Deutschland vergeben haben soll. Das schade diesem Sektor in der Schweiz, lautet die Kritik.

Emails, die hier eingegangen sind, war letztes Jahr wiederholt zu entnehmen, dass sich Teilnehmer von Kursen an der VHS Weil am Rhein darüber beschwerten, vor geschlossenen Türen gestanden zu haben bei Kursbeginn – bevorzugt früh morgens am Samstag. Wie hier bekannt wurde, und sogleich sarkastisch kommentiert worden ist, soll die VHS Weil am Rhein in einer der Zeitungen der Region vor ein paar Tagen folgendermaßen titeln: „Zum Semesterstart der VHWS gibt es noch viele freie Plätze!“

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Generalisieren, das gilt nicht. Doch dennoch, sei’s diesmal drum!

Es soll nämlich vorgekommen sein, dass jemand zum wiederholten Male in der deutschen Botschaft von Nikosia den so genannten Newsletter der Botschaft per Internet bestellte, doch irgendwie klappte das die letzten 2 Jahre nicht. Genau deswegen ging diese Person, zufällig zurück in Zypern, an der deutschen Botschaft vorbei, um herauszufinden, an was das denn wohl liegen könnte. Die Dame am Empfang telefonierte sogleich in die entsprechende Abteilung im Botschaftsgebäude und nahm danach die Details (Email-Adresse etc.) dieser Person auf und wies darauf hin, dass der Newsletter in letzter Zeit unregelmäßig-regelmäßig erscheinen würde. Der deutsche Staatsbürger, der nun glaubte, dass an gegebener Stelle die Daten, die er hinterlassen hatte, entsprechend eingegeben werden, sodass zukünftig der Newsletter erhalten wird, schaute recht verdutzt drein, als er ein paar Tage später in seiner Email eine Mail von der Botschaft herausfischte, wie er berichtet, die besagte, dass er es doch einfach nochmals probieren solle, den Newsletter zu bestellen via Internet.

Das erboste diese Person einigermaßen, die nicht verstehen will, warum sie schon wieder das Antragsformular für den Newsletter ausfüllen soll, welches bereits 4-5 Mal über die letzten 2 Jahre ohne erwünschtes Ergebnis ausgefüllt worden war per Internet – als ob die Unregelmäßigkeit der Herausgabe des Newsletters bedingte, dass andauernd aufs Neue ein Antragsformular zum Erhalt des Newsletters von Bürgern der BRD, und eventuell anderen, ausgefüllt werden müsse. Ein Unding!

Also ließ dieser deutsche Staatsbürger an der zuständigen Stelle in der Botschaft wissen, dass ihm die Behandlung durch das dafür zuständige Botschaftspersonal in Nikosia nicht sonderlich gefalle und erhob die Frage, ob es nicht so etwas wie Service gebe vor dem Hintergrund dessen, dass das Formular schon 4-5 Mal in den letzten 2 Jahren von ihm ausgefüllt worden sei?

Seither hat dieser Staatsbürger, der sich gern über Deutsche in Zypern und anders relevante Angelegenheiten vor Ort informieren würde, nichts wieder von der deutschen Botschaft in Nikosia gehört oder gelesen.

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Ein anschauliches Beispiel der Abgehobenheit in Amtsstuben oder Ähnlichem, ist auch der tolle Beschluss letztens gewesen, zu dem die EU-Staatschefs gelangten. Im Vorfeld sprachen alle vom Entscheid für die gemeinsame Sache. Das ist und blieb leider nur Geschwätz. Anstatt den Hoffnungsträger europäischen Kooperationswillens, die Netzwerk-Initiative, zu stützen und auszubauen, haben die Damen und Herren dieselbe von 51 auf 30 Milliarden €uro zurecht gestutzt, oder kastriert. Ade Datenautobahn, ade erneuerbare Energie plus der nötigen Stromnetze etc. All das dümpelt nun zukünftig eventuell dahin, nur damit die Staatschefs mit ein Paar Millionen für schwache Regionen im jeweiligen Land dorthin scheinbar siegreich zurückkehren können, die Leute derart weiterhin verdummbeutelnd – die dann wohl auch noch so ’nett‘ sind, und ihre Stimme dem Regierungschef geben zur Wiederwahl. Bleibt zu hoffen, dass die so genannten Haushaltsexperten im Europäischen Parlament diesen Wahnsinn noch gestoppt kriegen. 

In diesem obigen Zusammenhang steht nicht unbedingt das widersinnige Verhalten der Ehefrau des Schweizer Konsuls in Istanbul, die vor kurzem glaubte, auf ihren diplomatischen Schutz vertrauen zu dürfen und davon fuhr mit ihrem Auto, ohne dem Verunfallten zu helfen, nachdem sie einen türkischen Staatsbürger in Istanbul umgefahren hatte. Oder es gab da vor kurzem noch – mal wieder – einen Fall in der Republik, wo der Doktortitel erschlichen wurde, diesmal – zum Hohn aller, die sich wissenschaftlich mühen – von der gerade abgetretenen Bildungsministerin Deutschlands selbst, die davon sprach, ihr Amt weiter führen zu wollen – trotz allem. Inzwischen ist sie ja zurückgetreten. Dass die Diskussion darüber nicht abzubrechen scheint dieser Tage, hat, nach unserem Dafürhalten, auch damit zu tun, dass es hier in erster Linie um klassenspezifische Belange geht. In jahrelangem Kontakt mit Leuten aus dem diplomatischen Corps, konnte durchaus festgestellt werden, dass viele dieser Menschen Bodenhaftung verloren zu haben scheinen – so auch Politiker und andere. Leider stößt dieses Phänomen vermehrt verschiedensten Extremismen geradezu Tür und Tor auf, welches in den Diskussionen über die Causa Schavan- zumindest denen im SWR2 geführten – seltsamer Weise nicht zu entnehmen ist als Argument dafür, warum Frau Schavan hart bestraft werden müsste. Und das Argument mit der Jugendsünde, die sie begangen habe, die jeder Mal begehen dürfte, finden wir, diesses Argument hat hier praktisch kein Gewicht, weil diese Frau mit ihrem Erschleichen eines Titels auch eine gesellschaftliche Position erschlich, die erst nach 50 Jahren (oder so) aufgeflogen ist. Dass sie sozusagen under cover aufgestiegen ist in der gesellschaftlichen Hierarchie und fälschlich entsprechend gut lebte mit allen Ehren etc., muss genau deswegen hart geahndet werden. Weil ein Jugendlicher, der sich ein Vergehen leistet, zum Beispiel wiederholt Schwarz gefahren ist und dabei ‚dummer Weise‘ schon relativ früh erwischt wird, dem kann es durchaus passieren, dass er dafür für einige Monate in den Bau geht – und dann ist meistens nichts mehr drin mit sozialem Aufstieg und Ehren mit Lob und Sonderrechten. Und dass Bill Clinton vor seiner Wahl zum Präsidenten der USA darauf angesprochen bejaht, als Jugendlicher mal Grass geraucht zu haben, kann mit der Tat der Frau Schavan nicht verglichen werden, wie geschehen im SWF2, da Clinton damals das Rauchen dieser Substanz gewiss nicht in die erreichte gesellschaftliche Position hievte, in der er damals als Präsidentschaftskandidat sich befand; und wahrscheinlich eher nicht dazu beitrug, ihn den Mann der Hillary werden zu lassen.

Warum sollte sich eine junge Person eigentlich noch ins Zeug legen in der Republik, die einigermaßen Grips in der Birne hat, wenn hundert, ja inzwischen tausendfach vorgemacht wird in der BRD, dass entweder Geld, und nichts weiter als Geld und/oder die nötige Chuzbe, den Weg nach Oben – und sonst scheinbar nichts, außer der große Gewinn beim Lotto oder die ‚richtige soziale Abstammung‘ – weiter helfen können?

Das Bewusstsein vermeintlicher Auserwähltheit, welches Menschen in gewissen Positionen immer öfters zu beschleichen scheint, dünkt auch jenen Staatsbürger, der in Nikosia wegen seines kleinen Anliegens regelmäßig Schiffbruch erleidet, einer der Beweggründe zu sein, dass sogar einfachste Anfragen nicht mehr beantwortet oder bearbeitet werden. Und dem ist nicht so, weil es sich auf der Botschaft in Nikosia um eine Frau handelt, sondern die eingebildete Abgehobenheit vom Volke treibt diese Eliten offenbar vermehrt dazu, wie zu sehen ist –  und wehe dem Staatsbürger, der sich erdreist, unbequeme Fragen zu stellen! Das geht scheinbar nicht, auch, wenn dieser Staatsbürger es ist, der mit vielen anderen den Lohn und den Status dieser Amts-Eliten finanziert. Die Amtsanmaßung in Deutschland hat inzwischen – wieder – unerträgliche Ausmaße angenommen, wie die hohe Anzahl der Vorfälle belegt: Gutenberg, die ehemaligen Bundespräsidenten etc. Die Würde des Amtes ist drauf und dran, zu einer Farce zu werden und scheint sich gewandelt zu haben zum leider bekannten Macht-heraushängen-Lassen im Amte, so lange, bis es quietscht!

Auf anderer Ebene, doch damit durchaus in Zusammenhang stehend, erbost, dass der Stadtstaat Berlin noch immer am Tropf hängt als die Stadt, wo die regierende Elite sitzt. Und das Abhängen am Tropf tut Berlin recht unverschämt und gut genährt, mal abgesehen von den verschlampten Geldern in Zig-Millionenhöhe am Flughafen Schönefeld und anderswo in der Hauptstadt, und dennoch wird weiterhin die Hälfte des Betrages des Länderfinanzausgleichs von dieser Stadt verschluckt werden. Immerhin, es rührt sich etwas Protest, der allerdings nicht das Prinzip dahinter (siehe oben) in Frage stellt.

In Basel stört derzeit ein gewisser Eric Weber, ein Rechtsausleger, die Versammlungen des „Grossen Rats“ der Stadt. Mit den unmöglichsten Anfragen und Zwischenbemerkungen legt dieser Volksvertreter den Sitzungsbetrieb in Basel nahezu lahm. Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen Amtsmissbrauch in anderer Sache. Kurz: Die Gesellschaften Europas müssen es dringlicher denn je schaffen, so genannte Eliten, Volksvertreter und Exzellenzen durch ein klares, übersichtliches Verfahren ausschalten zu können, sowie auch nur der Verdacht begründet zu sein scheint, dass dieselben dabei sind, Bodenhaftung verloren zu haben und ihren Job eher zum Schaden des Gemeinwesens versehen. Wie beim Führerschein etwa, muss es eine Art Punkteliste geben und mode of conduct (Verkehrsregeln). Und wer so und so viel Beschwerden, die als nicht unerheblich – oder anders – eingestuft werden, eingefahren hat, muss unwiderruflich seine Ämter ruhen lassen – und zwar ohne die ‚lustigen‘ Abfindungen und bis die Sache geklärt ist. Es muss, wie das wiederholte Klauen von Schokolade oder von Fahrrädern bestraft werden bei Jugendlichen oder Erwachsenen – fühlbar und mit Ansehensverlust. Das wäre es – und nur das -, was „auf gleicher Augenhöhe“-Sein ist. Diese Floskel von der Augenhöhe hören wir schon seit Jahren aus Mündern des elitären Klientels an der Macht und in so genannten Positionen. Man kann es schon nicht mehr hören, weil es einen weiteren Betrug, im Ansatz zumindest, eventuell verbirgt, nämlich, den Schleichweg an der proklamierten Volkssouveränität vorbei.     

nov12 090

 

Ansonsten: In Basel soll die Innenstadt zukünftig noch besser genutzt werden. Der Barfüsserplatz, zum Beispiel, soll entlastet werden. Manchen wird es freuen, dass EasyJet am Flughafen Mullhouse-Basel-Freiburg sein Potential in den letzten 4 Jahren vorort um angeblich das Doppelte erhöhen konnte. Die Lufthansa Technik Switzerland am Flughafen schließt zum Ende April, wie nun feststeht und in Zypernundmehr vor einiger Zeit bereits berichtet worden war. Eine Art Schönheitswettberwerb für den Flughafen wurde ausgeschrieben. Der Tower etc. sollen ansprechender aussehen zukünftig. Demnächst werden direkte Flüge nach Antalya und Catania ins Streckennetz aufgenommen, eben dort. Bleibt noch zu wünschen, dass der festgestellte Waffenschmuggel an der Dreiländergrenze wieder zunimmt. Dieser soll 2012 um über beunruhigende 50% zugenommen haben. Nicht unbedingt damit in Zusammenhang stehend, sei an dieser Stelle dennoch erwähnt, dass es der Schweiz ‚endlich‘ gelungen ist, mit Angola eine Rückübernahme aus in der Schweiz abgewiesenen Flüchtlingen unter Dach und Fach zu bringen. Ein ähnliches Abkommen ist der Schweiz vor nicht all zu langer Zeit auch mit dem Kongo gelungen. Doch nicht die Flut von Asylanten breitet sich aus wie eine Epidemie, sondern die Grippe. Diese hat die Schweizer nach Angaben des kostenlosen „Blick am Abend“ bereits die fünfte Woche im Griff. Erfreulich dahingegen ist, dass nun scheinbar nachgewiesen werden konnte, dass der Lachs es sehr wohl schafft, den Rhein hoch bis nach Aargau zu schwimmen. Eine weitere erfreuliche Nachricht, den Schweizer Nachbarn betreffend, ist, dass in Zürich anscheinend 96,7% der Flüge im letzten Jahr pünktlich abgefertigt werden konnten. Wenn die Schweizer auf den Vorschlag der EU eingehen, ein Insektizid, dass vorrangig fürs Sterben der Bienen verantwortlich gemacht wird, wie in der EU, für den Zeitraum von 2 Jahren zu verbieten, um zu sehen, ob sich dadurch der Bestand der Bienen erneuert und vergrößert, kann die Schweiz auch auf diesem Gebiet zuversichtlicher in die Zukunft blicken eventuell. Ökonomisch, trotz den Milliarden, die die UBS in den Sand setzte, scheint es den Eidgenossen auch dieses Jahr zu gelingen, der Krise ein Schnippchen zu schlagen, siehe die erfreulichen Aussichten in der Tourismusbranche. Die Nachfragen aus China und Indien stimmen dieselbe zuversichtlich. Allerdings wird bereits prognostiziert, dass die Krise 2014 Bern um so härter erwischt, wenn nicht noch entsprechende Vorkehrungen getroffen werden: siehe gewisse Abkommen mit der EU, Banken (Konkurrenz mit Shanghai und Singapur), weltweit operierende Konzerne, die in der Schweiz registriert sind, vor allem diejenigen, die in Afrika geschäften etc. Die Schweizer Frauen, im Gegensatz zu den Männern, retteten die Ski-Sport-Ehre der Schweiz als Wintersportnation. Lara Gut (21) löste im Abfahrtsrennen das Ticket für die Wintersportler der Schweiz zur WM. Ähnlich wie Großbritannien und die Schweiz (Swissnex) wird auch die Türkei in 5 Staaten ein Wissenschafts- und Technologienetz aufbauen. Die Schweiz verbindet via Swissnex 22 Staaten, Großbritannien (SIN) 25.

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Erdogans großer Wurf?

Sie waren bestimmt schon mal in Istanbul, oder Sie haben es sich schon seit Längerem vorgenommen, dort einen Besuch abzustatten. Was Besucher aus dem arabischen Raum betrifft, wächst deren Anzahl beständig – am Taksim gibt es sogar eine Disco, wo nur Araber rein kommen. Das wurde mir jedenfalls von einem der Türsteher gesagt. Ich solle doch nach nebenan, wo die Gays hingehen. Hätte ich kurz vor dem nicht die unschöne Szene gesehen, in der ein Gast etwas grob auf die Straße befördert worden war, der in einem Schwall aus Englisch und Persisch sich zu verteidigen suchte, vielleicht wäre ich morgens um 3 Uhr ganz mutig und alleine reingegangen, um zu sehen, was im Clubleben Istanbuls so alles abläuft.

Es gibt ein recht schönes Areal neuerdings und unweit vom Taksim, wo das Elite World und andere 5 Sternehotels sind, dort ist so etwas wie das neue Gesicht Istanbuls entstanden: sauber, gut angezogen, vermögend, stilvoll. Doch den größeren Rest um den Taksim-Platz, den Taksim sowieso, kann man vorerst abschreiben – Umbauarbeiten. Es soll vom Tarlabasi-Boulevard her eine Straße unter dem Taksim durchgetrieben werden. Bis runter zur Polizeistation von Tarlabasi ist das Gebiet bereits zum Abriss markiert. Neuerdings werden in der Türkei, nach dem, was zu lesen ist, auch Häuser von Aleviten markiert. Die Übergriffe auf diese Volksgruppe häufen sich – entsprechend.

Ich frage mich schon die ganz Zeit, wie das Aufmotzen der Stadtmitte umgesetzt werden soll und wird. Obgleich vor Jahren wurde am Taksim auch jahrelang an der Metro herumgebastelt, die dann doch wirklich noch fertig wurde auf diesem Abschnitt. In Bezirken wie Vefa, die damals zeitgleich mit dem Metroausbau in Mitleidenschaft gezogen wurden, klafft noch immer ein unschönes Loch in der Erde des Bezirks; und noch immer ist keine Metrostation in Sicht – nichts. Unweit von dort, genauer von vor dem Stadtteil Sishane rüber nach Kücükpazar schweben derzeit Brückenteile überm Wasser namens Bogaz, die wahrscheinlich zu einem Ganzen demnächst zusammen gesetzt werden. Ein Fischer, den ich fragte auf der alten Brücke, die rüber von Unkapani nach Sishane führt, wusste leider auch nicht, wann diese Bauarbeiten beendet sein sollen. Kurz: wer Istanbul besuchen will, und sich vorgenommen hat, den Taksim als Ausgangspunkt für alle Aktivitäten zu nehmen, der oder die sollte sich diesen Gedanken gleich abschminken zumindest bis in den Herbst, da sollen diese Arbeiten dann beendet sein.

nov12 111

Doch das sind eigentlich alles Nebensächlichkeiten. Inzwischen treiben die Krise, die Kriege und die Ideologien und Vorlieben die Türkei in Recht verwegene Gewässer. Wie hier bereits geschrieben wurde, ist die Erdogan-Regierung der Türkei nicht sonderlich an einem Beitritt in die EU mehr interessiert. Das zeigt sich nun mit Vehements. Der türkische Ministerpräsident Erdogan spricht neuerdings, und diesmal mit mehr Eifer als jemals zuvor, davon, die Türkei möge nun endlich ein Mitglied der Shanghai 5 werden. Das sind inzwischen eigentlich 6 Länder, da Özbekistan zu Tatschikistan, Kirgistan, Kazachstan, Russland und China hinzugekommen ist. Erdogan spricht bereits davon, dass dieser Verbund wesentlich geeigneter sei als die EU für die Türkei – und seine geheime Agenda. Denn es ist doch wohl leichter, dort eine Art ‚Einmann-Demokratie‘ nach dem Modell Russlands zum Beispiel zu etablieren. Und Erdogan, der eigentlich mal dringend einen Bericht zur Lage seines Gesundheitszustandes an die Öffentlichkeit gelangen lassen sollte, hätte daher wirklich vielleicht Besseres zu tun, als sich mit seinem alten Weggefährten Abdullah Gül (türk Präsident) zuguterletzt doch noch um die anstehende Macht im Lande zu raufen. Die jahrelang demonstrierte Eintracht der Beiden bröckelt zusehends.

Dass die Türkei gleichfalls NATO-Partner ist, scheint Erdogan dabei egal zu sein. Er stellt sich die Türkei auch hier als Vermittler und Brückenbauer vor. Dass die NATO mit den Shanghai 5 durch die Aufnahme der Türkei ver- und gebunden werden könnte, könnte sich noch als politisch großen Schachzug Erdogans herausstellen. Es ist nur zu befürchten, dass dann, wenn diese Dinge wirksam werden, gesundheitliche Probleme den Schöpfer dieser Initiative, Erdogan, daran hindern könnten, die Fäden entsprechend zu spinnen. Doch gibt es durchaus Grund zu hoffen, dass diese diplomatische Steilvorlage seinerseits durch Diplomaten der Türkei angepackt und umgesetzt werden wird können – die in einem ausgezeichneten Ruf stehen auf diplomatischem Parkett.

Und da bietet es sich doch an, schon mal Fakten zu schaffen. Die werden in Ankara bekanntlich schon seit Jahrzehnten geschaffen. Und dieses jahrelange Bemühen könnte sich lohnen. Noch, allerdings, steht – mal wieder – alles auf des Messers Schneide. Ja, das liebe, gute Petrol ist das Thema. Ein riesengroßes Schiff wurde kürzlich gekauft von der Türkei. Das ist rot wie die türkische Flagge und soll vorerst im Schwarzen Meer nach Erdöl auf die Suche gehen. Vor Zypern tun das für die Türkei noch Firmen aus dem Ausland. Die Türkei ist also dabei, sich diesen Markt anzueignen, und dass die Petro-Chemie sich in der Türkei schon seit Längerem angesiedelt hat sowie andere damit in Zusammenhang stehenden industriellen Zweige ist nichts Neues mehr.

Neu ist indes, dass Ankara mit dem Norden des Iraks noch einmal an den Verhandlungstisch sich gesetzt hat dieser Tage. Bagdad hatte ein solches Abkommen der Türkei mit dem Norden des Iraks bereits erfolgreich hintertrieben 2012. Doch was zusammen gehört, könnten einige denken, kann eben nicht auseinander gehalten werden – vor allem dann nicht, wenn es um die Interessen Ankaras geht. Eins-zwei-drei wurde nun erneut so ein Erdölexport via Türkei und dessen Förderung unterzeichnet – an Bagdad vorbei. Die USA sollen Ankara bereits darauf hingewiesen haben, dass das die Einheit des Iraks unterminieren könnte. Doch der kurdische Führer im Norden des Iraks, Barzani, meint, man wolle eh die amerikanische Exxon aus dem Spiel haben und seine eigene Fördertechnik (ziemlich sicher im Zusammenspiel mit der Türkei) anbringen. Dass die Spannungen der Kurden und Türken mit den Arabern dadurch zunehmen, so wird wohl gepokert von Barzani und Ankara, dürfte sich aufgrund der Konflikte im arabischen Raum in Grenzen halten. Zu den Beschwerden aus Washington bezüglich des ausgehandelten Deals der Türkei mit der Führung des Nordiraks antwortet Ankara gemäß der Cumhuriyet-Tagezeitung vom 31.01.13 so:

  1. Wir sind dafür, dass die Einheit des Iraks geschützt gehört und Handel gemäß der irakischen Verfassung betrieben werden soll. Aber das ist nicht unser Problem, sondern das von Maliki, dem Regierungschef des Iraks. Warum machen Sie denn dagegen nichts?
  2. Wer uns seit Jahren zum Dialog mit den Kurden drängte, das waren doch Sie! Jetzt, wo wir einen Schritt setzen, genau das verstärkt so zu tun, fangen Sie weswegen an, dagegen zu sein?
  3. Amerikanische Firmen arbeiten indes aber im Norden von Irak. Warum reagieren Sie eigentlich nicht auf deren Aktivitäten dort (genau so, wie bei uns)?

Eine weitere Frage ist, inwieweit die Türkei in den Konflikt in Syrien involviert ist – dass Ankara involviert ist, wird niemand bestreiten. Die Rede ist davon, dass Ankara seit geraumer Zeit an der Grenze bei Urfa, in Ceylanpinar, die syrische Variante der al Qaida gegen Kämpfer der kurdischen PKK etc. unterstützt. Die al Qaida in Syrien wird dort die Nusra Front genannt.

Zwar fährt Ankara Gesprächsbereitschaft mit den Kurden in den Medien auf, Haftverbesserungen für Öcalan etc., doch an der syrischen Grenze entscheidet sich, ob Kurdistan im Norden des Iraks ein Staat namens Kurdistan wird oder weiterhin eine Provinz vom Irak (Türkei?) bleibt.

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