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Archive for November 2012

Bekanntlich gibt es in der republik Zypern halbstaatliche Unternehmen. Die dortige Telokom ist eines der Halbstaatlichen. Offiziell ist die

Regierung in Finanznöten. Was läge da näher, als beim Nächstbesten nochmals Geld zu leihen als Staat. Genau das ist geplant. Nun hat die

Geschäftsführung der zyprischen Telekom diese Anfrage zu beantworten. Der Vorsitzende Stathis Kittis scheint mit seiner Meinung dazu noch

nicht rausrücken zu wollen. Anstatt spricht er nebulös von einer Regierung, die noch nicht mal 13. Monatsgehälter bezahlen könne, dürfte

eventuell Schwierigkeiten haben, die angeforderte Unterstützung in der Höhe von 100 Mill. €, wie auch immer ausgehandelt,

zurückzubezahlen. Außerdem spreche sich die CYTA-Gewerkschaft gegen die Gewährung einer derartigen Anleihe an den Staat aus.

Vorsichtshalber hat die Regierung bereits bei der Hafenbehörde ungefähr denselben Geldbetrag angefordert. Ob das ein kluger Schachzug

war vom zeitlichen Ablauf her, ist fragwürdig.
Dort, wo die Wahl kluge Schachzüge des fehlenden Geldes wegen vielleicht nicht weiterhin gegeben ist auf Zypern, entdecken nach

Berichten der Cyprus Mail immer mehr Männer und Frauen „das älteste Gewerbe der Welt“ wieder. Leider werden im Zuge dieser

Entwicklung vermehrt vor allem Frauen aus rumänien, Blugarien und auch Griechenland nach zypern verschickt, um ihre Schulden

abzuarbeiten und/oder ihre Familie zu ernähren. Prostitution ist nicht illegal auf Zypern, solange dieselbe nicht unter Zwang geschieht, nicht

‚verkauft‘ wird (von Land zu land), man sich nicht als Zuhälter betätigt, ein Puff führt. doch wo fängt Zwang an, und wo hört dieser auf? Eine

schwere Abgrenzung. Um diese Frage u.a. herauszufinden, hat das Mediterranean Institute of Gender Studies (Mittelmeer Institut für

Geschlechterfrschung), die zyprische Frauenlobby und das Europäische Parlament im Zyprischen Haus/Nikosia einen öffentlichen Dialog ins

Leben gerufen: „Frauen im der Prostitution in Zypern“. 2011 sollen lediglich 18 Fälle der Polizei zu Ohren gekommen sein, die einen Verstoß

gegen das geltende Gesetz darstellten.

In Zusammenhang stehend mit der ökonomischen Krise und der zunehmenden Prostitution, steht auch das Phänomen zunehmnder

Bürgerwehren. Angeblich soll in Peyia, der Cyprus Mail (CM) vom 29.11.12 zufolge, eine solche organisierte Bürgertruppe erfolgreich in

Operation sein. In Pafos und vermutlich anderen Städten der Republik Zypern, ist zu befürchten, dürfte dieses Modell übernommen werden.

Wir schreiben „ist zu befürchten“, da absehbar ist, dass Ausländer mit afrikanischem Aussehen oder asiatischem in Orten, wo sie nicht

wohnen, in gewissen Gegenden bei Nacht eben vor diesen ‚Helfern‘ alles andere als sicher sein dürften. Die Hexenjagd scheint eröffnet.

Interessant wäre zu erfahren, wie weit die Kompetenzen dieser Bürgerwehren gehen. Dürfen dieselben Taschen durchsuchen, Menschen

festhalten, auf Menschen schießen?

Und wo, bitte sehr, hält man ein Meeting darüber ab, wie man am Besten aus der Krise kommt, wo doch „angeblich“ kein Geld mehr in den

Kassen ist? Sie haben es erraten. In einem der teuersten Plätze der Insel. Und das ist das Paphos-Afrodite Hotel. Ein Schwede namens Rosen

kam auf die tolle Idee, ein paar Professoren und Fachleute dorthin zu laden. Leider ist nicht zu erfahren, wieviel Geld dieselben für ihre

Vorträge erhalten werden. Es spiegelt aber den abgehobenen Anspruch der Leute wider, und dass jeder immer noch in seine eigene Tasche

scheffelt, diesmal eben unter dem Flackschiff: „es gibt eine unanagetastete Resource an Menschen, die auf diese liebliche Insel gezogen

sind (300-400) von Schweden … die sich gerne an einer eine besseren Zukunft Zyperns beteiligten“ (siehe CM 29.11.12). Wir wollen Herrn

Rosen hier allerdings keine unlauteren Absichten unterstellen, sondern lediglich unsere Zweifel anmelden, die aufgrund der gewählten

Lokalität einfach automatisch in einem aufkommen. Herr Rosen betreibt u.a. folgende Internetseite, wo illegale Müllhalden auf Zypern

eingetragen werden können http://www.dumpmap.org/.

Derweil scheint der Konflikt in der Türkei zwischen Türken und Kurden sich auch allmählich nach Nordzypern zu verlagern. Studenten der sogenannten Internationalen Universität im Norden der Insel sollen sich die Köpfe eingeschlagen haben. 2 kurdischstämmige Studenten wurden bei diesen Zusammenstößen unter Studenten verhaftet.

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Über und um Grenzen hinweg

25.11.12

EuroparlTV des Europäischen Parlaments soll in Straßburg einen Kooperations-Vertrag mit dem nordzyprischen Sim-Fernsehkanal unterzeichnet haben. Demnach soll Sim jedwedes Material der EuroparlTV zukünftig nutzen dürfen. Trotz Streitigkeiten über den Grenzverkehr und Handel über die Grenze hinweg wurden nach Angaben des nordzyprischen Verkehrsministers 112 Tonnen Fisch an den Süden verkauft 2012, wofür – lediglich – 2,5 Millionen Euro eingenommen wurden. Der türkische Botschafter im Norden Zyperns wurde zur Weihnachtsfeier der UN im Süden der Insel nicht eingeladen. Der Präsident des Nordens, Eroglu, fand das sei etwas Unhaltbares. Sollte so etwas noch einmal passieren, würde das entsprechende Konsequenzen haben. 3,4 Millionen Sterling wurden einem Südzyprer bezahlt, der im Rahmen des Geld-gegen-Land-Verfahrens ein Grundstück in Kyreneia/Girne verkauft haben soll an einen türkisch-zyprischen Bieter (Acapulco Hotels). Schade, dass der Handel und Verkehr über die innerzyprische Grenze nicht mit mehr Offenheit und Bereitschaft zur Anerkennung dieser Tatsache erfolgt – der gegenseitigen Abhängigkeit.

 

Schade auch, dass Mursi den Erwartungen gewisser Kreise voll entspricht – und ganz klassisch, sozusagen zuschlägt innenpolitisch, und zwar dann, wenn er international gelobt wird für sein Verhandeln im Israel-Palästina-Konflikt. Es ist ein Jammerspiel sondergleichen, dass sich jemand, der vorgibt, demokratische Absichten zu haben, die Justiz glaubt ausschalten zu können im Lande mit entsprechenden Gesetzesänderungen. Vermutungen, eben jener gewissen Kreise, die schon immer davor warnten, dass die Islamisten zukünftig mit dem Militär gemeinsame Sache machen könnten (gegen die Interessen des Volkes), dürften sich bestätigt sehen. Da befreit sich jemand vom Tyrannen Mubarak, um eventuell selbst einer zu werden, womöglich eine Art Khomeini. Wie das römische Imperium zeigte, kann Alleinherrschaft durchaus fruchtbar sein. Doch die Art und Weise wie Mursi es anstellt, Alleinherrscher zu werden um unumschränkte Macht zu haben, ist mehr als Besorgnis erregend – es hat etwas Pathologisches.

 

Pathologisch auf andere Art und Weise mutet an, dass die EU sich für ihren Finanzplan nicht einigen konnte. In Zeiten wie diesen, wäre mehr Gemeinschaftssinn durchaus angebracht. Wenn die Weichen für den Plan 2014 – 2020 jetzt und auf Anhieb nicht gestellt werden können, wundert auch nicht, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz den Bach herunter geht. Es ist zu hoffen, dass in der Schweiz so langsam die Alarmanlage anspringt und sie sich etwas Durchlässigeres zu diesem Thema einfallen lassen. Zur Freude aller hat Baden Württemberg, nach Aussagen Herrn Kretschmanns, zusätzlich Steuerprüfer und -fahnder in der entsprechenden Behörde eingestellt. Dass Finanzminister Schäuble die Schweizer Hoffnungen doch noch erfüllen kann, also dass das Steuerabkommen, so wie es ist doch noch durchgewunken wird, wird hier als illusorisch eingeschätzt. In diesem Zusammenhang sind wir dankbar für die uns doch wirklich noch nicht bekannte Vokabel, die in diesem Bezug neuerdings im Umlauf ist, die der „Abschleicher“. Das sind diejenigen, die – Abkommen hin oder her – schon längst die Koffer gepackt haben, um ihr Geld zum Beispiel auf einer britischen Insel, in Österreich oder besser gleich in Singapur zu parken – die also sind damit gemeint, die sich vorzeitig aus dem Staub machen, „sich schleichen“, wie man in Wien gern sagt. Das Bankgeheimnis der Schweiz ist nicht mehr zeitgemäß, so, wie es nach Ansicht der politischen Rechten der Schweiz zu bestehen habe. Was die Beziehungen zur Schweiz angeht, könnten die deutsche Punk-Formation, die Totenhosen, ihren Hit anstimmen, um die Situation zu versinnbildlichen: „an Tagen wie diesen…“! Dass sich die Unstimmigkeiten auf den grenzübergreifenden freien Arbeitsmarkt auswirken, ist nicht absehbar, solange die SVP nicht an die Regierung kommt in der Schweiz. Doch auch dann wahrscheinlich wird derselbe nicht wesentlich eingeschränkt werden – weil der ökonomische Erfolg, der damit einhergeht, gewiss ideologischen Ansichten der SVP schnell umstimmen wird, wenn dieser ausbleibt oder abnimmt. Außerdem: Wir bleiben dabei: Multinational operierende Konzerne oder Unternehmen werden auch weiterhin ihr Schlupfloch finden und wahrscheinlich schon längst ausgemacht haben in diesem umstrittenen Steuerabkommen. Das lässt durchaus vermuten, dass es eigentlich auch um ein anderes Thema geht, vielleicht dem der Eingliederung der Schweiz in die EU, vielleicht, einen Sündenbock nicht so leicht aus der Kür zu entlassen. Die Schweizer geben da eine wunderbare Projektionsfläche ab. Bern ist gut beraten, sich möglichst bald aus dem Schussfeld zu ziehen, denn noch sind die USA, die ebenfalls ein Problem haben mit der Geldbeschaffungsstrategie gewisser Schweizer Institutionen und andere, noch nicht in den Sack gesteckt, wenn so gesagt werden darf. Es gibt da gewiss noch das eine oder andere Schlupfloch für beide Seiten.

 

Ob die Elsässer ausgerechnet jetzt ein Schlupfloch suchen sollten, um aus der zuweilen so empfundenen Umklammerung von Paris herauszukommen, ist fraglich – ebenso wie im katalanischen Spanien. Dass in Straßburg seit Jahren verstärkt Alemannisch an der Universität im Angebot ist, welches auch, wie zu hören ist, gut besucht wird von der Studentenschaft, ist zwar erfreulich, doch viel weiter sollten die Abspaltungs-Visionen nicht gehen, warnen Kenner der Lage. Paris kann sich eine Abspaltung des Elsass schlicht nicht leisten, aus vielen Grünen. Einer der unwesentlichsten Gründe dürfte sein, dass schließlich ein Straßburger seiner Zeit die Marseilles, die Nationalhymne, mit geradezu göttlicher Eingebung in einer Nacht verfasst hat, eben, als es mal wieder gegen die Deutschen zu ziehen galt. Diese Angelegenheit ist ungefähr so unwiederruflich wie das Projekt Stuttgart 21, gegen das noch immer gestreikt wird, anscheinend stets montags. Die Bohrungen sind hier wie dort zu tief bereits vorangeschritten.

Dabei läuft der Austausch über den Rhein doch gar nicht so schlecht – wenn auch etwas einseitig. Hierbei denken wir vor allem an Rust, und den Europapark dort, der gerade seine 12. Wintersaison eröffnet. Die französische Filmbranche wird sich in Rust nun auch noch niederlassen. 2014 soll „Arthur und die Minimäuse“ ihren Start nehmen. Wen es interessiert: am 14. 12. gastiert dort der chinesische Nationalzirkus. Doch es gibt durchaus auch andernorts hundertfach Verflechtungen über den Rhein zu verzeichnen. So treffen sich, ist zu hören, in unregelmäßig-regelmäßigen Abständen die Herren vom Tischtennisverein Müllhausen mit dem aus dem elsässischen Mullhouse zu Spiel und auch kleinerem Umtrunk etc. Der trinationale Atomschutzverband, Tras, in Eimeldingen traut den Versprechungen des französischen Präsidenten, das Atomkraftwerk in Fessenheim 2016 zu schließen, nicht – wir auch nicht. Tras rät daher, die Mitgliedschaft nicht aufzulösen – im Gegenteil. In wie weit Dienstag den 27.11.12 auf dem inzwischen als traditionellen Jahrmarkt bezeichneten Markt auch Anbieter aus dem Elsass vorstellig sein werden, um ihre Waren anzubieten, ist nicht bekannt. Es sollen indes bis an die 75 Anbieter ihre Waren feilbieten zwischen Blumenplatz und Marktplatz. Die St’art 2012, eine Kunstmesse, die heute ihre Forte öffnet, hat erstmals deutsche Aussteller auf dem Gelände, mit denen eine Joint Venture eingegangen worden ist. Die Messe kann auf dem Messegelände Wacken bis zum 26. 11. besucht werden, zwischen 11 und 21 Uhr. Das alles ist natürlich auch eine Frage der Finanzierung. Anscheinend wurde verstanden, dass anstatt in Konkurrenz zu stehen bei solchen Messen, es finanziell attraktiver werden könnte, wenn man kooperiert. Dass der FC Freiburg, der bekanntlich in der Bundesliga spielt, ein neues Stadion glaubt zu brauchen, ist noch nachvollziehbar. Immer mehr Freiburgern stößt indes der Gedanke auf, dass die Gemeinde einen Teil der horrenden Kosten übernehmen wird, da die Meinung vorherrschen zu scheint, dass ein Club, der hohe Gehälter an Fußballer zahlen kann, die gerade mal im unteren Bereich der Liga – und manchmal in der Mitte – herum krebsen, dann  auch gefälligst die Kosten fürs neue Stadion schultern solle. Bekanntlich war in Karlsruhe viel Geld in ein neues Stadion gesteckt worden, doch die Kicker des Vereins floppten und stiegen sogar ab – in Regionen, die von den Massenmedien TV und Radio nicht mehr entsprechend übermittelt und bezahlt werden. Die Stromkosten sollen wegen dem angeblichen Umstellen auf Strom aus der Energiewende ansteigen in der BRD zu Anfang Jahr. Von Experten wird geraten, bei einer Steigerung von über 8% Widerspruch einzulegen beim jeweiligen Stromanbieter – wenn nicht anders denselben zu wechseln. Vor dem Hintergrund, dass die Prognosen eines leichten Anstiegs der Gewinne deutscher Unternehmen für 2013 prognostiziert wird, sollte man sich diese Erhöhungen des Strompreises bei über 8% dann wahrscheinlich auch wirklich nicht gefallen lassen. Zu viel Geiz und Raffgier sind beide eher ungeil! Obwohl die Aufhebung der Jagdsteuer für die Jäger in Lörrach und Umgebung mit diesem Umstand wahrscheinlich nicht zusammenhängt, soll dennoch angefügt werden, dass das hier bedauert wird, weil diese sogenannte ehrenamtliche Tätigkeit durchaus und von vielen Mitbürgern anders gesehen werden dürfte – als zu besteuern, und zwar möglichst hoch.

 

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23.11.12

Gestern Abend war im Gasthaus Sonne in Kandern der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler zu hören. Herr Albrecht konnte einigermaßen überzeugen. Heute, am 23.11. 12 wird er mit den beiden anderen Kandidaten erneut Auskunft geben, was er als zukünftiger Bürgermeister von Kandern besser zu machen gedenkt, als sein Vorgänger. Er will zum Beispiel Mitarbeitertreffen einführen im Rathaus, wo Probleme und dergleichen intern besprochen werden können. Ein Bürgerbüro ist auch angedacht. Dass ein eventuell kostenloser Internetzugang geschaffen werden soll in der Stadt, ließ der noch Polizist im Verkehrsbereich, Albrecht, wissen, habe er bereits mit einem Geschäft in Kandern besprochen, gab er auf Anfrage zur Antwort. Noch etwas im Dunkeln hingegen scheinen die Pläne zur geplanten Stadthalle zu sein und wieso die so dringend und unbedingt gebaut werden soll müssen. Es gibt immerhin die Halle in der August Mack Schule, sowie die der kanadischen Missionare in Kandern selbst. Im Kreis Kandern wären da gewiss noch ein paar weitere Hallen, die genutzt werden können, zumal man sich ja in Sachen Kindergarten auch vorstellen kann, den nicht direkt in Kandern zu haben, sondern in Tannenkirchen. Sich mit den Missionierern aus Übersee kurzzuschließen, scheint noch niemand in den Sinn gekommen zu sein. Auffällig war, dass Leute von Außen, die in Kandern ansässig geworden sind, kein Thema zu sein scheinen für Herrn Albrecht. Lediglich als Touristen oder Bewohner des Altenheims fanden sie Erwähnung – im ehemaligen Osten sprach man von Devisenbringern. Es könnte doch sein, dass für diesen Personenkreis in Kandern, wie andernorts auch, sogenannte Integrationsprobleme bestehen? Der Wald, der die Stadt umgibt und von dem sie eigentlich auch zehrt, war leider kein Thema. Wir gehen davon aus, dass das am heutigen Abend der Fall sein wird. Ebenso wird wahrscheinlich dafür gesorgt werden, ließ der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Albrecht, wissen, dass der Bahnausbau nicht total verschlafen wird. Er werde sich dafür einbringen, doch sei das ein Projekt, welches wohl die nächsten 20 Jahre in Anspruch nehmen wird, bis eine Anbindung an Basel hergestellt werden kann auf Schienen, meinte er.

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Russland not amused

Alexander Downer scheint die Gespräche zwischen Nord- und Südzypern doch wieder in Schwung bringen zu wollen im Namen der UN – die reine Geldverschwendung. Dass diese Beurteilung zutrifft, stellt unter anderm unter Beweis, dass nach den Gesprächen Downers mit beiden Seiten vor einigen Tagen, die Präsidenten Nord- und Südzyperns einer Einladung Downers zu einem Essen (oder was es gab) fernblieben. Wer hat da wohl bei wem den Finger am Abzug? 

Ja, wer triggert den Abzug eigentlich? Verständlich, dass die Türkei den Finger darauf haben will, zumal die Patriot Raketen auf ihrem Hoheitsgebiet stationiert werden und es ihre Bevölkerung ist, die gefährdet ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich entschieden wird. Dass die Türkei als Nato-Partner Waffengeheimnisse ausspionieren würde, oder dergleichen, dürfte als Begründung Ankara die Verfügungsgewalt über die Raketen nicht zu geben, absurd sein. Die vermeintlich leichtfertigeren Türken könnten den Trigger leichter triggern als die so disziplinierten Deutschen? Bekanntlich gibt es gewisse Standards, wie diesen, in den Köpfen über die sogenannten „Sekundärtugenden“ einer Nation, schreibt die Badische Zeitung vom 23.11.12 in einem Artikel und anderem Kontext, und zwar bezüglich des Lobs des deutschen Bundespräsidenten. Der lobte nämlich nicht die Türken, ob besonderen Fleißes, sondern den Nachbarn, die Polen. Wird also Zeit, dass mit eingewachsenen Vorurteilen aufgeräumt wird, könnten einige denken, und den Türken zugetraut wird, die Patriots an der syrischen Grenze gewissenhaft und verantwortungsvoll zu gebrauchen – im Sinne der Nato und zum Besseren des Landes, der Türkei. Der Untersekretär im Außenministerium der Türkei, Sinirlioglu, der sich in China aufhielt, stellte dort erneut klar, dass dieser Konflikt in Syrien das ureigenste Interesse der Türkei betreffe und dass die Türkei daher entsprechend handeln werde, falls weiterhin syrische Bomben etc. auf ihrem Gebiet landen. Bekanntlich stützt China das Assad-Regime noch immer, auch wenn Iran inzwischen eingeknickt zu sein scheint u.a. wegen steigendem Druck zuhause; und bekanntlich tragen China und die Türkei unterschwellig einen Konflikt aus, der die türkisch stämmige Bevölkerung in den Grenzen Chinas betrifft, die unterdrückt und unter Zwang assimiliert werden von Peking. Der türkische Transportminister Yildrim gab kürzlich bekannt, dass einer der Hauptgründe, warum die Türkei die Republik Zypern nicht anerkennen könne, der sei, dass in den Beitritts-Verhandlungen der Türkei mit der EU das Kapitel Transport noch immer auf Eis gelegt sei. Ist diese Angelegenheit nur wie das Glas, welches halb voll oder halb leer ist anzusehen?

Pech, dass dieses Vorgehen der Nato an der türkischen Grenze zu Syrien den Russen anscheinend nicht ganz passt. Im Hinblick auf eine Lösung der Zypernfrage könnte sich dieser Störfall noch negativer ausweiten. Zum Beispiel so, dass Russland, welches sich übergangen sieht, entsprechend Aktionen seinerseits in Zypern lanciert, die eigentlich nicht mit dem, was ausgehandelt ist, konform laufen. Es wäre auch daher wünschenswert, dass sich die Europäer und Amerikaner endlich angewöhnten, auf Moskau zuzugehen, anstatt den angeschlagenen Riesen noch mehr zu kränken. Erdogan spricht bereits klar und deutlich von ethnischer Säuberung, die von Israel betrieben werde gegenüber den Palästinensern. Es ist durchaus vorstellbar, dass auch Russland sich, noch mehr herausgefordert durch den Westen, sich dieser Ansicht anschließen könnte. Den Maßnahmen und Einschätzungen der UN bezüglich dieses Konflikts hat Ankara vorsorglich schon mal den Laufpass verpasst. Die seien unhaltbar. Die US-Künstlerin Madonna, sei hier kurz eingeworfen, wird wegen ihrem Engagement für Homosexuelle in Russland von der dortigen Justiz nun doch nicht zur Verantwortung gezogen, das heißt, vor Gericht gezerrt.

 

Erfreulich, finden wir, ist in diesem Zusammenhang die Meldung, dass der Entwicklungshilfe-Etat der BRD gekürzt werden soll. Wie nicht anders zu erwarten, ist der erzkonservative Dirk Niebel von der FDP dagegen. Er wird dann aber immer noch rund 6.3 Milliarden zur Verfügung haben, um damit Unfug zu treiben. Die Struktur der Hilfsorganisationen und ihr Wirken in der Welt ist mehr als fraglich. Unter anderem kommt immer wieder die Frage nach der Verhältnismäßigkeit auf. Weil der Apparat verschlingt zu viel von den zur Verfügung gestellten Geldern selbst – ist eine bessere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und patzt zu oft beim Durchführen von Hilfsprogrammen, die an den Bedürfnissen derer, die Hilfe wirklich nötig hätten, vorbei geht. Letzteres passiert, weil gewisse Klientele in den Ländern, wo ‚geholfen‘ wird, bedient werden, die selbst wenig daran interessiert sind, dass ihre Bevölkerung mit erhobenem Haupt durch die Straßen geht und womöglich noch von Rechten und Pflichten laut zu sprechen beginnt. Diese Angelegenheit ist ein Dauerbrenner. Dürfte in etwa so lange vor sich hin köcheln wie die Affäre Schreiber, der nun endlich aussagen will, oder die des Ex-Bundespräsident Wulff, der schon wieder auf den Brettern der Welt steht, um – kluger Weise – sich reinzuwaschen.

 

Auf die Bretter, die manchen die Welt bedeuten, wird 2017 auch das wenig demokratische Kasachstan gehievt, indem die Expo in jenem Jahr stattfinden soll. Trotz Publikationsverbot, mit welchem einige Medien dort belegt sind, wird diese Meldung gewiss veröffentlicht werden dürfen. Ein gutes Beispiel – siehe vorherigen Bezug zu den Hilfsorganisationen -, welches vor Augen führt, wie es um die verzwickte Verwicklung zwischen Industrie und Selbstverständnis unserer Demokratien aussieht. Bekanntlich werden in Kasachstan viele Mineralien etc. gefunden und gefördert, die wir dringend brauchen und das zu einem ‚anständig‘ günstigen Preis. Zum anderen weiß eigentlich inzwischen jeder, dass die Bevölkerung Kasachstans geknechtet wird – auch genau dafür.

 

 

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Es war ein überraschender Abend. Die zyprische Sopranistin, Katerina Mina, die in London an der renommierten Guildhall School of Music and Drama studiert hat, dort lebt und schon mal in Zypern ein Konzert gibt, war kürzlich in Nikosia mit einem sehr variablen Programm. Die Künstlerin gewann seit 2008 verschiedene Preise. Sie gastiert in Konzertsälen und Opernhäusern quer durch Europa, wie auch im Mittleren Osten. Ihre CD’s werden von Irida Classical aufgenommen und vertrieben.

 

Als Auftakt an jenem Abend sang sie aus Verdis „Othello“ die Desdemonas Arie „Salce“, gefolgt von Bellini und Donizetti Liedern. Ihre dramatische Mittelstimme füllt sie dabei voll mit dem Schmerz, welcher den Verlust schöner Tage eben mit sich bringt. Sie transportierte mühelos die Gefühle in die höhere Stimmlage und hielt diese Fülle in der Höhe, ohne kantig oder spitz zu tönen. Einen gewissen italienischen Schmelz der Lieder brachte sie wundervoll zu uns, dem Publikum rüber. Besonders in den neapolitanischen Liedern von Tosti verband sie das leichte mit dem poetischen zu einer charmanten Klangfülle, welche sie als wirklich bühnenwirksame Sängerin, die eine unglaublich Präsenz besitzt, verbinden konnte. Stimmlich problemlos schaltete sie ins griechische Fach von Sakellarides und Hadjidakis um. Verständlich, dass sie mit dieser Einlage besonderen Applaus heimste, mit der klassischen Interpretation dieser Art von Liedern.

Ihr Begleiter, der Pianist, Komponist und Dirigent, Yiannis Hadjiloizou, war eine ausgezeichnete Wahl. Feinfühlig und akkurat begleitete er die Sängerin durch den Abend. Für sein Solostück, wie dies bei solchen Konzerten üblich ist, wählte er Chopins Nocturne op. 9 Nr. 2. Virtuos ließ er seine Finger über die Tasten gleiten und zauberte den chopin-eignen romantischen Klang wunderbar aus dem Instrument und Handgelenk.

 

Dieses Wohltätigkeits-Konzert darf durchaus ein Erfolg genannt werden. Über 300 Zuhörer kamen, um dem Konzert beizuwohnen. Beim anschließenden Empfang stand die Begeisterung darüber noch allen in den Gesichtern geschrieben. Organisiert wurde dieser Event vom Rotary Club Nicosia-Aspelia Der Nettoerlös kommt den Stipendien-Fonds des Aspelia Rotary Clubs zugute. Jährlich werden aus diesem Fonds an begabte junge Studierende aus dem Raum Nikosia Teilstipendien ausgerichtet bzw. vergeben.

 

 

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Soweit bekannt, ist in Zypern nichts weiter Weltbewegendes vorgefallen. Der Streit darum, wie die auf die Insel zukommende Flutwelle von Geldforderungen zu umschiffen wäre, hält an. Noch immer wird verkündet, dass die zyprische EU-Präsidentschaft ein Erfolg ist und bestens pariert wird – bis sich, wahrscheinlich danach, eventuell noch andere Meldungen, die dieses Bild kontrahieren könnten, ergeben.

 

Der Konflikt in Palästina und Israel dürfte die zyprische Außenpolitik etwas durcheinander bringen. Es dürfte eventuell schwieriger werden, einigermaßen glaubhaft zu vermitteln, dass man ein Ansprechpartner für beide Positionen sein will und kann – zumal man sich, was das Wirtschaftliche angeht, bereits eindeutig auf die Seite Israels geschlagen hat. Aus europäischer Sicht, und der des westlichen Projekts oder Hemisphäre, blieb der zyprischen Regierung wenig anderes übrig. Es kann also durchaus eine konsequente und zielgerichtete Politik der Insulaner, wie auch der EU, erkannt werden. Dass bei aller Unterschiedlichkeit europäischer Gesellschaften bislang noch ein gemeinsamer Nenner besteht, ist eine Tatsache, seit dem Mittelalter wegen der Christianisierung der keltischen Heiden Nordeuropas. Dieser gemeinsame Nenner heißt also Christentum. Und so, wie dasselbe das Römische Reich und deren Glauben an den Götterhimmel unterwanderte, befürchten einige, könnte der  Islam, der Buddhismus oder gar der Hinduismus dies schon bald in Europa bewerkstelligen. Doch noch gibt es ja die Kirchen, die u.a. durch Wohltätigkeit und Dienst am Menschen, so ist zu lesen, sich in Szene setzen und dies mit anderen Organen zu verhindern wissen.

 

Dass der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands, die Kirchen, nun etwas bestreikt soll werden dürfen, ist aber auch zu gnädig gegenüber der Arbeiterschaft. Die evangelische Kirche mit ihren ‚besonders arbeiterfreundlichen‘ Tarifen soll auch dieser Sonderregelung für Kirchen wegen einige ihrer Unternehmen unter dem Mantel Kirche halten – weil die Arbeiterschaft dann wegen der viel zu niedrigen Gehälter die Klappe zu halten hat. Das soll sich nun ändern, aber nur dann, wenn die Grundrechte der Kirche nicht gefährdet werden, beschied das Bundesarbeitsgericht. Der Streik müsse zu fairen Ergebnissen führen. Was auch immer das genau bedeuten soll. Dass der arbeitende Bürger sich erst von dieser Organisation abmelden muss, um an sie keine Steuern – mal einfach so und weil es die Kirche ist, was sonst? – zu entrichten, zeigt, dass dieser Staat im Staat nicht so ohne politischen Einfluss ist, wie uns stets eingeredet wird. Dass die Kirche noch immer eine gewichtige Rolle in der Politik spielt, zeigt sich auch andernorts. Die propagierte Trennung von Politik und Kirche wurde auch im demokratisch laizistischen Europa letztlich nie fein säuberlich und ganz umgesetzt. Um so verwunderlicher, wenn derartiges von Staaten wie der Türkei, Iran oder anderen vehement gefordert wird. Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen, festgeschrieben im Grundrecht der BRD, gehört abgeschafft. Die Kirchen sind schließlich inzwischen Unternehmen wie alle anderen auch, nur dass die fortwährend übervorteilt werden, auch und vor allem weil ein römischer Kaiser (Tacitus?) einst auf die Idee kam, diesen Glauben über Nordeuropa auszubreiten und anzunehmen. Ein weiterer Grund, der dafür spricht, die Sonderrechte der Kirchen zu beschneiden, ist, dass das Gleichbehandlungsgesetz der Sonderwürste wegen nach Belieben unterlaufen werden kann und wird: Was, Du bist evangelisch, katholisch oder sonst was? Dich nehmen wir hier nicht, such Dir Arbeit sonst wo!

Wie sagte Marx oder Engels: Die Religion ist das Opium des Volkes.

Heutzutage müsste man wohl besser von Alkohol sprechen.

 

Der Leiter des Weiler /Weil am Rhein) Polizeireviers hat wissen lassen, dass nun doch Testkäufe von Minderjährigen durchgeführt werden sollen. Wer an diesen Personenkreis Alkohol verkauft, darf  also weiterhin mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Der Krieg gegen illegale Alkohol-Ticker an Minderjährige ist somit erneut erklärt.

 

Dass die Bundeswehr demnächst mit ihren Patriot-Raketen den türkischen Teil zur syrischen Grenze ‚erfreut‘, könnte durchaus Anzeichen dafür sein, dass sich dort noch ein handfester Krieg entfachen wird. Obama und sein Beraterstab fordern ja schon seit geraumer Zeit mehr Engagement Europas ein – zum Beweis der vertraulichen Partnerschaft und aus anderen Gründen, versteht sich. Nimmt man das Beispiel des Römischen Reiches, dann ist diese Vorgehensweise nachvollziehbar. Cäsar und Cicero waren als Kaiser zu nachsichtig gegenüber dem Andrang der Heiden aus dem Norden. Der Preis war, dass das Imperium langsam aber sicher zusammenbrach. Vor diesem Hintergrund, und weil die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg nun mal gelaufen ist, wie sie gelaufen ist, scheint es wirklich wenig andere Alternativen zu geben, als Truppen in die Welt zu schicken, auch, da das System sich in absehbarer Zeit nicht hin zu einer egalitäreren Welt in absehbarer Zeit ändern wird. Etwas seltsam kommt es einem da dennoch vor, dass ausgerechnet in diesen Zeiten das Waffenregister in Deutschland in den Schlagzeilen steht: wer hat welche und wie viele Waffen Zuhause? Kommt doch etwas verspätet diese Frage, oder? Sei es drum, jetzt ist es so weit und Sie, verehrte Leser, sind nun aufgerufen, Ihre Kalaschnikow doch noch unterm Bett hervorzuholen, abzugeben oder zumindest registrieren zu lassen.

 

Sie müssen mit der Knarre ja nicht gleich nach Mali und dem Kongo reisen, wo deutsche Truppen bestimmt auch gern gesehen würden von den Bündnispartnern. Einige Einheiten davon dürften schon längst vor Ort sein. Gut möglich, dass da noch mehr bedarf ist an denselben. Würde hier niemand wundern, wenn demnächst die Regelung mit dem Wehrdienst wieder auf das, was sie war, zurückgeschraubt wird, nämlich auf Wehrdienst für Alle!

 

Der Drogenanbau, wird vermeldet (dpa) nimmt wieder zu auf der Welt. Bekanntlich sind amerikanische Soldaten im Krieg im Irak und andernorts ja auch – nicht nur – auf Droge im Kriegsalltag unterwegs gewesen: Amphitamine, Opiate, etc. Für Verwundete, Invalide und Gealterte wird nach dem Einsatz hoffentlich gut gesorgt.

 

Das Arbeitsamt hat vielleicht auch daher eingesehen, dass all die scheinbar faulen Arbeitslosen umgeschult gehören. Nichts mit zuhause sitzen und Spielchen am Bildschirm spielen, bis der Bierkasten leer ist oder das Grass weg gequalmt. Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt, wenn schon keine Kinder gemacht werden. Diese Arbeitslosen werden also umgeschult demnächst, und zwar zu Altenpflegern. Und von dort ist es gewiss nicht mehr weit zum Krankenpfleger.  Versteht sich, dass das in Form einer verkürzten Ausbildung geschehen wird: Turbo-Abitur, Turbo-Altenpfleger, Turbo-Soldaten? Gott gebe, dass viel Geld besessen wird, um sich in einer Privatklink versorgen lassen zu können, wenn es dann mal so weit sein sollte – und dass Europa weiterhin ein Hafen des relativen Friedens bleibt.

 

Manche Mitbürger scheinen es wirklich darauf anzulegen, genau in solch eine Pflege zu gelangen. So liest man immer wieder Dinge wie das Folgende: Raser wurde von Polizei in Schwaben (oder sonst wo) mit 190 km/h in der Stadt angehalten. Nun, zum Trost sei gesagt, dass schon bald eine Bestattung im Bodensee für deutsche Raser und andere Bürger möglich werden soll – die Schweizer kennen diese Art der Bestattung schon seit Längerem.

 

Dass mit Chemikalien verseuchte Kleidung Menschen unmittelbar tötete, konnte, so weit hier bekannt, noch nicht nachgewiesen werden. Dennoch hat Greenpeace endlich mal veranlasst, dass die Klamotten von einigen sogenannten Markenanbietern auf Chemikalien, die nicht besonders gesund sein sollen, veranlasst. In 20 Modemarken wurde so ein Zeug nun festgestellt. Lothar Matthäus, der ehemalige Klasse-Bomber im Fußball, der ja auch oft in Markenklamotten zu sehen war auf der Mattscheibe, ist vielleicht auch deswegen wieder solo und zu haben. Der 51-Jährige hat es irgendwie geschafft, dass die Häme der Nation seltsamer Weise sich gern auf ihn niederschlägt – und dass nur, weil er ein paar Bemerkungen gemacht hat in der Vergangenheit, die nicht all zu klug waren. Der Arme. Apropos! Ökologisch, lässt Greenpeace wissen, sind vor allem die Kleidungsstücke, die lange getragen werden und dann in den Augen mancher wahrscheinlich ärmlich aussehen. Also länger tragen und weniger waschen, vermuten wir.

 

Reingewaschen wurde nun endlich auch die Schweizer UBS, fast reingewaschen. Denn Kweku Adoboli, den man zocken ließ in der Hoffnung, er zockt noch mehr Kohle für diese Bank, ist nun auf 7 Jahre hinter Gitter verknackt worden. Wir können auf Anhieb keinen Banker erinnern, der wie Adoboli gezockt hat und als Weißer, denn Adoboli ist Ghanese mit schwarzer Hautfarbe, zu einer derart hohen Strafe verurteilt worden wäre. Kennen Sie da jemand?

Bleibt zu fragen, ob diese Art von Geschäften so gut für eine Bank wie die UBS oder die Deutsche Bank sind und waren. Eine gute Investition waren sie nur für einen begrenzten Zeitraum – wenn überhaupt.

 

Am Flughafen Basel wird gerade auch richtig viel Geld investiert. Es ist nun abgemachte Sache offenbar, dass das Frachtterminal dort ausgebaut wird. Das sollte die Anwohner in der Region durchaus aufhören lassen. Wie in letztem Beitrag berichtet wurde, wird bei Whylen-Grenzach die Entsorgungsanlage auf dem BASF Gelände ausgebaut. Es gilt hier durchaus zu fragen, welche Art Fracht denn so einen Ausbau des Flughafens jetzt und in der Zukunft so ökonomisch sinnvoll macht, dass eine derartige Investition gerechtfertigt sein soll?

 

50.000 Euro verursacht der Streit um Parkplätze wahrscheinlich, um denselben endlich beizulegen in Kandern. Dieser relativ hohe Preis für das Anliegen, um das es geht, ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt. Der Besitzer der Tröndlin-Küchenstudio in Kandern besteht offenbar darauf, dass die 19 Parkplätze, die diesem zustehen, so ausgewiesen werden auf dem Platz vor dem Bibilisaal in der Bibilisgasse, dass Leute nicht weiter davon ausgehen können, dieselben seien für jedermann zugängig. Eine Art Umfahrung mit Einbahnstraße ist geplant hinter dem Rathaus, welches an den Parkplatz grenzt. Bei so viel Nachbarschaftsliebe will man doch schon fast am liebsten vor Freude Ausbrechen. Das ist in Schweigmatt einer Kuh, die noch schnell nebenbei ein Kalb gebar, gelungen, schreibt die Badische Zeitung ebenfalls am 21.11.12. Jetzt werden die beiden Freiheitsliebenden, die eingezäunte Parkplätze für Kühe scheinbar nicht sonderlich lustig finden, Steckbrieflich gesucht. Wer die Flüchtenden sieht, kann sich an diese Telefonnummer wenden: 07622/9121.

 

Ob die beiden wohl gerade ihre glücklichste Lebenszeit durchleben – the time of their life? MUUUH!     

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Die Sonne scheint doch glatt schon wieder. Es ist immerhin Mitte November und ich sitze am Rande des Schwarzwaldes, nahe der Schweizer Grenze und auch nicht all zu weit vom Elsass – in Kandern. Gewiss haben Sie schon davon gehört, dass Kandern seit Mitte des 19. Jahrhunderts Stadtrecht hat. Mir ist es dennoch Dorf, und zwar im positiven Sinne. Die Luft ist hier gut, die Leute eigentlich freundlich – was will man mehr. Ich vergaß: Ein wunderbar grüner Wald, der ausgiebig ‚gepflegt‘ wird, ist auch in der unmittelbaren Nähe, ja, sogar eine Wasserquelle gibt es darin, wo viele Kanderner sich ihr Tee- oder Kaffewasser abzwacken. Wenn nicht getäuscht wird, war gestern Abend endlich die Baustelle Mitten im Dorf, in der Hammersteinstraße, beseitigt gewesen, unmittelbar vor dem Edeka im Ort gelegen. Über 2 Jahre haben die Erweiterungs- und Reperaturarbeiten zum Wasserschutz etc. gedauert.  Der Bürgermeister Kanderns ließ in anderer Angelegenheit wissen, nämlich bezüglich der anstehenden Bürgermeisterwahl, wo er als Kandidat wie Xristofias in Zypern nicht mehr zur Verfügung stehen wird, dass die Gerüchte um Gekungel bezüglich der Angestellten im Rathaus Fehldarstellungen seien. Es gäbe keine Seilschaften und die Angestellten seien kompetent und ausgesprochen nett zu den Bürgern. Ob er mit dieser Aussage eine Brücke zu seinen Bürgern aufbauen oder beibehalten konnte bleibt, nach dem, was zu hören ist im Ort und an den Stammtischen, fraglich.

Dass die Brücke zwischen der Schweiz bei Koblenz und Deutschland, die extra ins Denkmalbuch der Schweiz eingetragen worden ist, bestehen bleibt, könnte nun doch noch fraglich werden. Dass in Wyhlen-Grenzach demnächst womöglich eine richtig große Entsorgungsanlage errichtet werden soll auf dem BASF-Gelände vor Ort, lässt aufhören, weil mal wieder Reste des Entsorgten in den Rhein gegeben werden sollen, und zwar über die dortige Kläranlage der BASF. Es würde sich um eine Sondermüllanlage handeln, wenn es dazu kommt. Bis zum 21. Januar kann noch dagegen vorgegangen werden auf dem Behördenweg – gegen das große Geschäft. 60 Arbeitsstellen werden in Aussicht gestellt – wie verlockend. Mit Speck fängt man schließlich Mäuse, wird gesagt.

Der Radiosender „Kanal Ratte“ aus der Region sucht händeringend nach einem neuen Namen. Wir schlagen vor: Kanal Rhein Protektor! 

Auf der ersten Seite der Badischen Zeitung (BZ) vom 17.11.2012 waren der russische Präsident Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Merkel abgebildet. Letztere hat sogar gewagt, Menschenrecht anzusprechen und die girls von Pussy Riot. Danach ging es dann wohl zu Business wie gewöhnlich über. Doch davor scheint dem so gewesen zu sein, als hätten die beiden sich Wangenküssen verabreicht zur Begrüßung mit Festhalten am Oberarm. Diese Szene machte in der erwähnten BZ als Bild den Aufmacher. Könnte durchaus einen Preis für gelungene Fotografie politischen Opportunismus‘ gewinnen! Besser als der Truppenaufmarsch, der sich als Weltmacht gerierenden Israelis, ist das Gehabe der Beiden scheinbar alle Male. Warum Israel schon wieder um sich knallen wird, ist hier nicht wirklich nachvollziehbar. Einen Hund, den man schlägt oder schlecht behandelt, der beißt halt auch irgendwann mal sein Herrchen oder Frauchen. Die Palästinenser, die sehr wohl Menschen sind und selbstverständlich keine Hunde, also Menschen wie Sie und wir, handeln dennoch nach diesem Muster und beißen mal wieder um sich. Sie wehren sich gegen unmenschliche Behandlung – und wir gucken noch immer zu. Ja, wir liefern sogar Waffen nach Israel, die wir mit Steuergeldern mit bezahlen, damit das alles auch wirklich passieren kann? Es passiert leider auch in unserem Namen. Denn wir Deutschen haben uns als eine Art Schutzpatron dieser Nation auserkoren und von selbst in gewisser Weise dazu bestimmt. Eine ethische Grenze scheint es da nicht zu geben. Schon schlimm, wenn die unrühmliche Vergangenheit Handlungen deckt, die ein klitze-kleines Abbild eben dieser begangenen Grausamkeiten sind – andernorts.  

Natürlich ist das auch alles eine Frage des Geldes. Prominente Redner wie Bill Clinton sollen an die 200.000 Euro erhalten. Da der Clinton vor ein paar Monaten in Zypern war, kann man sich also ausrechnen, was die angeblich Krisengebeutelten dort von der Insel wieder Mal an Geld aus dem Fenster geschleudert haben – für ein paar Stunden. Gerhard Schröder soll bei 75.000 liegen für seine Vorträge, Heiner Geißler immerhin bei 15.000 – so auch Steinbrück nach eigener Einkategorisierung.

Leider ist zu befürchten, was alle schon ahnten seit Monaten, dass demnächst Frankreich offiziell an den Finanz-Tropf gehängt wird, wo Zypern eigentlich schon dran hängt. Zwar tönt der Präsident der zyprischen Republik, Xristofias, noch, er werde die gestellten Bedingungen der Troika nicht unterschreiben und dass die von der Opposition, die entgegengesetzter Meinung seien, sich endlich outen sollen. Das Wortgeplänkel erinnert durchaus an andere Orte, wo Politik gemacht wird – so zum Beispiel an Frankreich. Die Germanisierung der Wirtschaft dort wird wohl verspätet angekurbelt. Dass Hartz IV auf Französisch ins Auge gefasst ist, wird sich schon bald ganz konkret zeigen. Die Franzosen sollten sich schon mal anschnallen gehen. Das Streikrecht wurde nämlich vorsichtshalber schon eingeschränkt vor kurzem.

Eingeschränkt funktionsfähig ist auch der Arbeitsmarkt in Zypern, insbesondere für Jugendliche. An die 30% der Jugendlichen (Griechenland über 50%) sollen keine Arbeit haben. Da bietet es sich doch an, die gut ausgebildete Jugend in solchen Orten, die in der Krise sind, abzuschöpfen und ihnen gute Arbeitsmöglichkeiten mit einigermaßen gutem Verdienst zum Beispiel in Deutschland zu offerieren. Brain-Drain wird das auch genannt andernorts. Angeblich profitierten beide Seiten davon, meinte Bundeskanzlerin Merkel. Das erinnert stark an das Versprechen der Republik Zypern gegenüber ihrem Nordteil, denselben an Gewinnen, die bei erfolgreicher Förderung des Erdgases, welches vor der Insel liegen soll, bzw. liegt, gerecht zu beteiligen – zum Nutzen beider Seiten. Beschränktsein, ist ja nicht gleich beschränkt sein.

Oder?

Ein beschränktes Kontingent deutscher Soldaten soll nun jedenfalls in der Türkei an der syrischen Grenze in Stellung gehen. Ein paar Waffen bringen sie auch gleich mit, damit Raketen aus der Luft wie im Computerspiel geholt werden können. Womöglich werden diese Aktivitäten dann noch so weit getrieben zukünftig, und die Aussicht besteht irgendwie, dass deutsche Truppen irgendwann vor Israel stehen werden, versteht sich, (diesmal) als Befreier bzw. Waffenkameraden. Doof  nur, dass Ägypten eher geneigt ist, der Hamas, also den Palästinensern, seine Unterstützung zu gewähren, als sich auf die Seite Israels zu schmeißen. Was ja nicht ist, kann noch werden – unwahrscheinlich zwar, aber die Position der Türkei scheint auch hier in diesem Konflikt eine richtungsweisende Funktion zu erhalten, die, nach unserem Dafürhalten, noch nicht endgültig positioniert ist.

Es wird also noch ‚lustig‘ werden im südosteuropäischen Meer. Einerseits hat die Türkei offiziell ein Problem mit der israelischen Politik und andererseits holen sie sich jetzt über die Nato den Haupt-Verbündeten Israels in Europa, Deutschland, ins Land. Man könnte einen Konflikt nicht dramatischer gestalten, schon allein vor dem Hintergrund der noch immer offen gehaltenen Zypernfrage und der Frage, was nach Assad kommen wird, wie Jordanien und vor allem der Libanon den Tumult um sich auswerten – bzw. daraus hervorgehen werden?

Auch die Verhandlungen in Sachen Bankgeheimnis etc. der Schweizer mit den Deutschen kommen offenbar ins Stocken, weil Baden Württemberg den Vertrag nun doch nicht unterzeichnen will. In Athen scheint ein Schuldenerlass noch immer diskutiert zu werden, auch das Thema, was denn nun mit der Lagard-Liste ist, die verschwunden sein soll und Namen enthielt von reichen Griechen, die Konten in der Schweiz führen. Zum erneuten Schuldenschnitt für Griechenland haben Experten schon vor über einem Jahr geraten. Ob das unter Zwang geschieht, ist Ansichtssache. Anders als bei IKEA, die in der ehemaligen DDR Möbel fertigen ließ von Gefangenen unter Zwang, scheint dieser Zwang doch noch irgendwie anders geartet zu sein. Und dass die Art Zwangsgelder, die zu hohe Telefongebühren durchaus darstellen, nun auch etwas eingeschränkt werden in der BRD, wird nun endlich vermeldet. Und zwar sollen künftig Telefonate per Handy auf Handy eines anderen Anbieters bei 1,85 Cent pro Minute preislich fest gesurrt werden. Das ist zwar nicht billig, doch zumindest eine Richtschnur, die dem schnellen Rechner unter uns beim Telefonieren mit Blick auf die Uhr dienlich sein dürfte.

In Weil am Rhein, nach einer Umfrage der Badischen Zeitung, scheinen sich die Leute darüber zu mokieren, dass die Weihnachtsbeleuchtung noch nicht hängt und womöglich nicht so protzig ausfallen könnte als sonst. Sie sehen, es gibt noch wahre Probleme. So auch in Frankreich, wo die Schleckermäuler der Nation nun mit einer sogenannten Nutella-Steuer zu rechnen haben – die Armen. Die Palmbäume, die in Regenwäldern für die Herstellung von Nutella & Co herhalten in Südostasien dürften dennoch weiterhin Nebensache sein und bleiben, vermuten wir. Auch in Kandern war und ist Holz das Thema. War gut besucht die Veranstaltung in der Sonne vor ein paar Tagen. Die zuvor erwähnte Badische Zeitung schreibt auf Seite 26: „Kein Sturm, kein Käferbefall, keine Marktstörungen, nur die Transporte verteuern sich“ Des Weiteren: „ Beim Laubholz habe es eine sehr gute Nachfrage in allen Sortimenten gegeben, nur Buchenholz wird als Industrieholz derzeit weniger nachgefragt. Große Holzströme gehen mittlerweile in den Energiesektor, als Schlagraum, Brennholz oder Hackholz oder Holzpellets“ welches in jedem 4. Haushalt verwendet werden soll. Die „Laub-Wertholzsubmission in Müllheim“ soll gute Ergebnisse erzielt haben. Ein „Erlös von 461 Euro pro Festmeter“ wurde erzielt. Zu 90 Euro pro Festmeter ist das Nadelholz auch ein guter Verkaufserfolg, wird berichtet. Zum Ende Oktober im Jahr 2012 wurden bereits 2,9 Mill. Euro erwirtschaftet. Erfreulich ist, zu lesen, dass viele Sägewerke der Region nach Bayern und Österreich sich verlagern, aus wahrscheinlich ökonomischem Grund. Erfreulich, weil wir finden, dass die totale Inanspruchnahme der Waldfläche durch Menschen nicht länger gerechtfertigt sein kann. Schreiben Sie uns, Ihre Meinung dazu im Kommentar.

Die Gerüchteküche kommt nicht zur Ruhe. Die deutsche Stadt Hann soll Partnerstadt einer nordzyprischen Stadt werden.

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