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Archive for März 2012

Der Ostergruß

Fortsetzung: alles verlogen?

 

Im Allgemeinen sollten politische Entscheidungsträger gezwungen sein, regelmäßig Rechenschaft abzulegen, vor uns, dem Volk. Schließlich ist ja jedes Jahr auch Ostern.

Behauptet wird: Selbstbestimmung und Selbstentfaltung setzen ökonomische Sicherheit, Bildungschancen und die viel beschworenen Zukunftsperspektiven „unserer Kinder“ voraus. Dem scheint zumindest bislang so in Gesellschaften zu sein, die von sich behaupten, modern zu sein – sich als Initiatoren und Verursacher der Moderne schlechthin verstehen und installier-t-en.

Die Moderne und was das denn wohl ist, soll hier aber nicht das Thema zu Ostern werden.

Wie dem auch sei: Es stellt sich weltweit im Laufe der Zeit offenbar immer mehr die Erkenntnis heraus, dass öffentliche Ressourcen allen irgendwie gehören, daher allen möglichst zugänglich sein sollten. Inwiefern das Militär eines Landes als öffentliche Ressource zu verstehen ist oder nicht oder irgendwie, überlasse ich ganz Ihren Einschätzungen, werte Leser. Zumeist ist dem aber so, dass das Militär in der Welt und in den ihr von Menschen eigenhändig aufgestülpten Staaten eine entscheidende Rolle innehat, die, ob man es will oder nicht, durchaus die Frage nach den Ressourcen und so aufkommen lässt – egal ob dieselben öffentlich, privat oder welcher Natur auch immer sind. Und die Ressource Osterei hat vielleicht manchen daran bereits im Stillen denken lassen, in Tschechien zu Ostern einzumaschieren, weil eben Knappheit an Eiern herrscht in der Republik.

Das Militär ist also schon eher unser Thema heute.

Nun, der Wandel, der sich z.B. in Tunesien vollzog, konnte vordringlich deswegen sich so und nicht anders vollziehen, da führende Militärs seiner Zeit zur Jasmin-Revolution 2011 sich weigerten, das eigene Volk unter Beschuss zu nehmen. Sie wechselten daraufhin die Seiten und schlossen sich den Aufständischen an. Das wiederum war der Anfang vom Ende eines der besten Freunde des Westens aus der Region, das Ende von Zine el-Abdine Ben Ali. Der Hebel in den Köpfen der Tunesier konnte dergestalt umgelegt gehalten werden. Man rannte nun nicht mehr länger vor der Regimegewalt davon. Ausnahmen in der Region bezüglich dieses Wandels sind Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und das etwas weiter gelegene Komoren-Inselchen. Nachahmer des Trends oder der ‚revolutionären‘ Welle – nennen Sie es, wie es Ihnen gefällt -, gab es sogar in Israel oder in China.

Den Forderungskatalog der Aufsässigen Araber und Nordafrikaner mit den Gründen des Zypernproblems seinerzeit in Vergleich zu setzen, soll hier gewagt werden, auch wenn das orthodoxe Ostern dieses Jahr nicht zum gleichen Zeitpunkt wie das in der BRD stattfindet. Nun: Diese eben erwähnten Aufständischen forderten unter anderem die Abschaffung ethno-konfessioneller Diskriminierung und das Ermöglichen eines Lebens in Würde für alle. Was den Punkt Erweiterung des parlamentarischen Mitspracherechts angeht, das auch noch gefordert wurde, mag ein Blick auf die langwierigen Verhandlungen zwischen Nord- und Südzypern genügen, um zu verstehen, dass die Aufnahme dieses Punktes durchaus nicht irrelevant ist im hiesigen diametralen Vergleich. Diese Forderung des parlamentarischen Mitspracherechts, nämlich, wird in den Verhandlungen auf Zypern zwischen dem Norden und dem Süden der Insel schon seit Langem diskutiert ohne konkretes Ergebnis bzw. Kompromiss. Und dass der Zypernkonflikt sehr wohl auch ethno-konfessionelle Züge hatte und hat, wird wohl niemand mehr von der Hand weisen – außer wahrscheinlich die ewig hartgesottenen Nationalisten auf der griechischen Hälfte der Insel. Ich mag nicht abstreiten, dass es solche Spezies auch im Norden gibt. Doch die sind gewiss nicht so einfach anzutreffen, wie im Süden.

Es soll von Ihnen, verehrte Leser, nun aber nicht so verstanden werden, dass etwa als Grund für das Zypernproblem ein monarchisches System vorgelegen habe, wenn im Anschluss geschrieben wird, dass als weitere Forderung von den Aufständischen in Teilen der arabisch/nordafrikanischen Welt gefordert wurde: beschränken der konstitutionellen Monarchie – zumal es ja bekanntlich keine Monarchie auf Zypern gibt (wenn mal von den Engländern und ihrer sozio-politischen Involviertheit vor Ort abgesehen wird). Jedenfalls gibt’s in Marokko oder Saudi Arabien dieses monarchische Phänomen zu bewundern und in Syrien kann man durchaus sagen, herrscht eine Art Monarchie, Feudalsystem.

Daher: Im zyprischen Kontext darf von Ihnen ‚beschränken der Monarchie‘ bitte mit Beschränkung der monitären, ökonomischen und politischen Wirkkraft der so genannten „Off-Shore“ Gesellschaften in Zusammenhang gesetzt werden.

Ja! Versteht sich, dass die OFF-Shore Gesellschaften seinerzeit, als der Zypernkonflikt stattfand, ein anderes Äußeres hatten: die Kolonialmacht England, Großgrundbesitzer, die Kirche. Die letztere ist auch heute noch zu wirkmächtig im politischen Alltag der griechischen Zyprer.

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Es sollte also in gewissen Köpfen langsam die Einsicht reifen, dass der so genannte Wandel in Ägypten und anderswo in der Region durchaus klare und unvermeidlich verbindliche Signale ausgibt, nämlich: Herr und Frau 0815 haben dort verstanden, dass die Mächtigen nicht unantastbar sind. Dass dieselben international, wie auch national, sehr wohl zur Rechenschaft gezogen werden können. Daher dürfen sich Leute wie der regierende Xristofias nicht wundern, wenn sie womöglich nach ihrer Amtszeit doch noch für die eine oder andere krumme Sache geradestehen werden müssen.

Und Letzteres mögen sich nicht nur gewisse Kreise auf Zypern durch den Kopf gehen lassen, sondern auch in der BRD, dem drittgrößten Waffenhändler mit Anwärterschaft auf den ersten Platz beim Verkauf von Streuminen. Doch keine Panik: Noch schweben die Damen und Herren an der Macht auf irgendwelchen erfolgsbilanzierten Wolken. Die können sich sogar Vernunftsfeinde, wie die von der FDP oder CSU, leisten.

Dennoch: Der erneute Einzug der Piraten-Partei in ein Landesparlament, diesmal an der Saar, lässt erkennen, dass auch im Land mit den ‚tollen hohen‘ Löhnen, noch mächtig Zoff in naher Zukunft anstehen dürfte. Das Vorspiel sind wohl die Endlos-Debatten über den letzten Bundespräsidenten, der den Umbruch im südöstlichen Mittelmeer, versteht sich auf seine Weise und – diesmal – gesamtdeutsch, spiegelt,.

Der Friedenspräsident Gauck, der wahrscheinlich gerade aufgebaut werden soll, wird den Frieden derer, die Frieden wirklich wollen, noch auszustehen haben.

Bzirske von VERDI, oder wie man ihn schreibt, formulierte es bereits, und zwar ungefähr so: Ehrensold für die Leute von der Müllabfuhr! Und daher, nehmen wir an, streikt das Bodenpersonal an Flughäfen und im öffentlichen Dienst die unterschiedlichsten Leutchen.

Na dann dem Herrn Gauck & der Crew im Bundestag ein Friede, Freude, Eierkuchen und jedem noch ein Osterei – und ein einziges Ei den Piraten?

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Bob de Walt,  zurück auf unserem Blog, berichtet diesmal über englische Komponisten.

 

Seit einiger Zeit finden die Konzerte des Symphonie Orchesters an verschiedenen Orten auf der Insel statt. So kommen auch Melomanen in den Randgebieten periodisch zu einem Musikgenuss. Zwar besuchte ich das Konzert in Lemesos. Es war englischen Komponisten gewidmet. Das Repertoire umfasste Werke vom 17. Jahrhundert an (Henry Purcell) über Edward Elgar, Ralph Vaughan Williams und Benjamin Britten bis hin zum jüngst verstorbenen Malcom Arnold.  Irgendwie schade ist es jedoch, dass keine noch lebenden zeitgenössischen Komponisten einbezogen wurden.

Das Rialto Theater war so ungefähr halbvoll, und die Mehrheit der Anwesenden war, wie hätte es anders sein können, Briten. Musikliebhaber anderer Nationen wollten sich den besonderen britischen Ohrenschmaus anscheinend auch nicht entgehen lassen, sie sind aber in der Minderheit gewesen.

Das Symphonie Orchester Zyperns unter der Leitung von Alkis Baltas hat es ausgezeichnet verstanden, das typisch Britische an der Musik, die romantische Tongebung mit den militärisch marschmäßig anmutenden Zwischeneinlagen zu mischen, besonders bei den „Soirées Musicales, Op. 9, von Benjamin Britten. Diese Art Musik wird gewöhnlich eher Edward Elgar zugeschrieben (besonders seinen Kompositionen „Pomp and Circumstances“). Die dargebotenen Stücke, „Sospiri“, Op. 70 und „Chanson de Matin“, Nr. 2, Op. 15, waren gekennzeichnet von einer sich äußerst langsam aufbauenden emotionalen Energie, die von einer Harfe unterstützt wurde. Man sah vor seinem geistigen Auge geradezu die sanfte Landschaft Englands.

Ralph Vaughan Williams Liederzyklus „Wanderlieder“, gesungen vom englischen Bariton Ivan Ludlow, der für den krank gewordenen Tassis Christoyannis eingesprungen war, gehört zum englischen Musikstil  des beginnenden 20. Jahrhunderts. Geschrieben wurden dieselben zwischen 1901 und 1907 und basieren auf einem Gedichtzyklus von Robert Louis Stevenson.  Die verschiedenen Lieder, die homogen ineinanderflossen und ein anmutig rhythmisches Ganzes bildeten an jenem Abend, vermochte ergreifend schön Ivan Ludlow zu intonieren. Der gebürtige Brite, der sich an der Guildhall School of Music and Drama ausbilden ließ, hat eine wirklich sehr wohlklingende, schön modulierende Baritonstimme. Nebst seinen Rezital-Vorträgen besitzt er auch ein sehr großes allgemeines  Repertoire, wird gesagt, und scheint ein gefragter Opern,  Konzert- und Oratoriensänger zu sein. Es erstaunt mich nicht, dass er an einigen der bedeutenden Opern- und Konzerthäusern in Europa und auch in den USA sehr gefragt ist.

Das musikalische Frühjahr hat wunderbar begonnen.

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Alles verlogen?

Dass die Russen neuerdings sich gegen Assad stellen, wird kolportiert in der Berliner Zeitung vom Sonntag.

Unabhängig von der Berliner Zeitung: Dass Gauck eine gute Präsidentenwahl ist, und dass er unparteiisch seines Amtes walten wird.

Dass dem Arabischen Frühling, kein europäischer Herbst folgen wird.

Dass deswegen die Türkei in die EU ohne Umschweife und sofort aufzunehmen ist.

Dass daher die Diplomatie Gesamteuropas, und insbesondere Süd-Zyperns, sich entsprechend zu installieren hat.

Dass das ehemalige Gebiet des berühmt berüchtigten mare nostrum der alten Römer, nun ein deniz (türk: Meer) mas (griech. Unser) zu werden hat.

Dass ohne die Türkei die EU zum Papiertiger verkommt und kein Global-Player sein wird können.

 

Augenfällig ist, wer es sehen mag, dass die so genannte Wanderungsbilanz von Türken zwischen Deutschland und der Türkei positiv oder negativ zu bewerten ist. Positiv sagt jemand, die oder der dafür ist, dass die in Europa lebenden Türken sich langsam aber sicher in das Land der Herkunft ihrer Eltern zurückbewegen. Negativ sagt jemand, der sich des Sachverhalts klar ist, nämlich, dass immer mehr gut ausgebildete junge Türken es vorziehen, Nordeuropa den Rücken zu kehren, um in der Türkei oder für die Türkei irgendwo auf der Welt Karriere zu machen.

 

Und was hier schon länger nicht mehr nachvollzogen werden kann, ist das Argument mancher, dass wenn die Türkei Vollmitglied in der EU würde, sie dann wegen ihrer recht viel-zähligen Bevölkerung in den Organen der EU, nach heutigen Richtlinien, eine führende Rolle übernähme. Ja aber, wo ist denn bitte das Problem dabei? Denn nachdem, wie Europa in Brüssel regiert wird, kann so ein Input wahrscheinlich nur noch heilend wirken. Man bekämpft Grippe ja bekanntlich auch mit Impfungen, wenn es anders gar nicht mehr zu gehen scheint – und das, wie wir inzwischen wissen, passiert immer öfters vorbeugend. Und dann: Ist die derzeitige Außenpolitik der EU etwa handlungsfähig? Unzureichend! Und doch wird argumentiert, die Türkei als weiteres Mitglied der EU würde den Handlungsrahmen sprengen. Das ist doch wohl inzwischen mehr als nur ein Witz. Das ist offener Blödsinn oder Rassismus oder Phobie der Klein-Klein-Denker.

Also, um es hier zu benennen: Die mehr als latent zu bezeichnende Handlungs/un/fähigkeit der EU beruht vor allem auf der ewig andauernden Frontstellung Deutschlands gegen Frankreich. Nicht etwa Xristofias in Zypern, der demnächst die EU-Präsidentschaft übernimmt und davon träumt, Weltpolitik zu machen, ist im Stande, eine Demokratisierung in der Region östliches Mittelmeer bis hinüber nach Nordafrika zu produzieren, sondern dann schon eher die Türkei. Erdogan hat mit dem im Prozess befindlichen Entkernen des früher strikt kemalistischen Staatsapparates der Türkei doch wohl vorerst zur Genüge bewiesen, im Gegensatz zu Xristofias und anderen führenden Persönlichkeiten der EU, dass er handelt und nicht leere Phrasen drischt. Ja vielleicht wird in Zukunft nicht davon gesprochen werden, dass Deutschland oder gar Georg Bush den Arabischen Frühling angestoßen haben, sondern dass es letztlich Erdogan war, der mit seiner überall hin vernehmbar sanften Islamisierung der Türkei und der erfolgreichen Entkernung eines zu tiefst despotischen und keinesfalls demokratischen Staatssystem, den Hoffnungsfunken gelegt hat. Er hat den Tunesiern, den Marokkanern etc. gezeigt, dass der Islam sehr wohl funktionieren kann in der so genannten Moderne. In wie fern Khomeini wiederum für Erdogan ein Vorbild seiner Zeit war, kann ich hier nicht abschließend beurteilen. Doch dass die islamische Revolution im Iran von 1979 ihn und seinen Lehrmeister Erbakan mitprägte – irgendwie –, ist nicht von der Hand zu weisen. Sie haben eben ihre türkische Ableitung von Khomeinis Revolution gemacht – und Erdogan hat im Verbund mit Gül seine Ableitung, um mit mathematischen Begriffen weiter zu formulieren, von Erbakan durchgesetzt, so, dass er im System Türkei wählbar geworden ist – trotz Knast, trotz verbotener Ideologie.

 

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Doch besehen wir uns mal im Groben, wie Europa nun gegenüber den so genannt befreiten Arabern auftritt.

 

Hier könnte damit begonnen werden zu schreiben: arrogant. Dabei könnte man es belassen. Wenn man den Nachrichten etwas zuhört, kann gelegentlich etwas von der – anscheinend selbstlosen – „Hilfe“ gehört werden, die – mal wieder – geleistet werde. Europa hätte allen Grund, ihre Peripherie ‚sauber‘ zu halten, besser Atmen zu lassen. Doch die Schritte in diese Richtung sind zumeist nur Worte, hinter denen sich zu oft und zu plump die alten, wohlbekannten Egoismen verbergen und das „Auf-gleicher-Augenhöhe-Reden-Gerede“ ist so manchem unter uns zur unerträglichen Phrase schlechthin geworden.

Gewiss, verehrte Leser, klingt ihnen noch der Begriff Euro-Mediterrane Partnerschaft (EMP) im Ohr, die einst beim Libyen-Konflikt oder -Krieg ausgegeben wurde. Das wurde dann irgendwann mal Barcelona-Prozess genannt. Frieden und Stabilität sollten einkehren mit diesem Instrument in Nordafrika. Versteht sich, dass man da als erstes gleich zu einer Freihandelszone griff als eines der zur Verfügung stehenden Instrumente. Jedenfalls wurde so ein Ding in Aussicht gestellt. Hurra, und als würde das nicht genügen – weil manche müssen sich immer wichtig tun -, kam selbstverständlich noch so etwas wie die europäische Nachbarschaftspolitik hinzu. Und weil das alles nicht reichte, und auch nachgewiesen werden muss, dass das Papier, auf dem Dies und Das festgehalten wird gefüllt ist mit Worten, die anscheinend Sinn machen, kam 2008 die Umbenennung der EMP in UM (Union für das Mittelmeer) hinzu. Wau! Sarkozy konnte mit diesem Schritt, wird behauptet, Gesicht wahren, und der wollte seinerzeit das UM führen.

Das war es dann aber auch schon.

6 Generälchen wurden noch ernannt, die wahrscheinlich guten Verdienst abgreifen, doch politisch oder wie auch immer geartet, passiert/e sonst nichts weiter Erwähnenswertes.

Aber das heißt nicht, dass der Barcelona-Prozess, entworfen, den befreiten Arabern und/oder Nordafrikanern zu helfen, nichts bewirkte. Doch, doch! Das Werkzeug wirkt, und zwar vordringlich zu Gunsten der Europäer, versteht sich. Denn es wurden vor allem Anliegen der Europäer behandelt: Terrorismus, Einwanderung etc. Die Öffnung europäischer Märkte, von denen die befreiten Araber und/oder Nordafrikaner effektiv hätten profitieren können, hat man in die Wüste geschickt, wahrscheinlich zu Gaddafi. Nichts da mit Agrarartikel nach Europa ohne Zoll und so oder gar Textilien!

 

Und weil zuvor schon von der Nachbarschaft, der all so guten, die Rede war: Europa hat/te nichts Eiligeres zu tun, nachdem die Bösewichte geschasst wurden in einigen arabischen Ländern, als schnell und noch schneller mit den ehemaligen und neuen Geheimdiensten sich zu vernetzen, so dass die Grenzkontrolle und anderes Zeug wie Anti-Terrorismus auch laufen. Ausgelagert wurde bislang die Förderung von Demokratie und Menschenrechten – scheint sich nun langsam geändert zu haben (siehe weiter unten). Ist ja auch nicht so wichtig, könnte man sarkastisch anmerken. Reicht doch, dass zum Beweis der Demokratie eine Bundeskanzlerin aus dem einstigen sozialistischen Osten Deutschlands und neuerdings ein Bundespräsident aus derselben Gegend dafür herhalten zu zeigen, wie demokratisch es in Europa zugeht. OK, es stimmt, die riesen Summe von 5,5 Mill Euro an Fördergeldern hat man locker gemacht. Wie spendierfreudig aber auch. Davor, man erinnere, hatte die europäische Investitionsbank – auch um beim Befrieden der Region zu helfen-, einige Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte gesteckt. Doof daran war seiner Zeit vor der Jasmin-Revolution von Tunesien, dass das Geld den korrupten Eliten in Tunesien oder/und Ägypten vorzugsweise zu Gute kam. Es stimmt, die BRD hat für 2012 -2013 zusätzliche Mittel in der Höhe von 100 Millionen Euro bereit gestellt: 60 davon in Demokratisierung, 40 in Bildung. Auch ist dem so, dass der Europäischen Entwicklungsbank gestattet wurde, ihr Entwicklungsvolumen für die Region von statt 1 Milliarde auf 6e zu erweitern. Es stimmt auch, dass die BRD im Gegensatz zu einigen Ländern im europäischen Süden ein erweitertes Handelsabkommen mit diesen so zu sagen befreiten arabischen oder nordafrikanischen Ländern anpeilt, zwecks besserem Zugang zu den europäischen Märkten.

 

Sonderbarer Weise scheinen die Marokkaner sich noch gängeln zu lassen, von ihrem verkorksten und dem Westen unterstützten monarchischen System. Doch wo Vergewaltiger noch immer ihre Opfer heiraten können, um dann Straffreiheit zu erlangen – das ist anscheinend auch noch der Fall im so genannt befreiten Tunesien –, liegt es dann wohl auch nahe, das zu verstehen, weil es ja um Ansichten geht, wie die der Familien-Ehre.

So wage ich mal zu sagen daraufhin und wahrscheinlich diametralst dazu, dass es wohl mehr als an der Zeit ist, dass der Ehrbegriff die Europäer im Verbund mit der Türkei endlich packte, dem syrischen Tyrannen das verlogene Handwerk zu legen. Wir lügen da nämlich sehenden Auges – weiterhin – mit.

Fortsetzung folgt!        

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hippes-limassol

Vorweg bemerkt: Das ist hier keine Schleichwerbung!

Bestimmt hat sich die Eine oder der Andere bereits gefragt: „Wohin mit mir in Limassol?“

Nicht etwa, dass wir hier eine abschließende oder gar zufriedenstellende Auskunft parat hätten. Die, die uns vorliegt, ist zwar schon etwas veraltet, nämlich vom 16. Oktober letzten Jahres aus der People, doch dürfte dem so sein, dass dieser Tipp ziemlich sicher immer noch ultra-in ist – und nicht all zu ernst genommen werden sollte.

Es ist dies also ein Interview, welches die People, das ist die Sonntags-Beilage der Alithea-Tageszeitung in Zypern, mit Betreibern einer Disko oder dergleichem geführt hat. Dem regelmäßigen Trinker von Hard-Drinks unter Ihnen, wird der Name Smirnoff gewiss etwas sagen – und vielleicht verwundern wird Sie, wie auch uns, was Smirnoff nicht alles tut, um an Bars und anderen Orten feucht-fröhlich die Runde zu machen.

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„ … Dort können die Teilnehmer an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen, die die kommenden 2 Monate stattfinden werden. Über unterschiedliche „posts“ kann entschieden und kommentiert werden.

 

Ich stell mir vor, dass die Wettstreiter verschiedene Preise erhalten?

 

Memnon: Klar! Das ist Teil des Spaß‘. Ehrlich. Alle Fans der Website www. Facebook.com/smirnofffamiliy sind den Erhalt eines Preises wert, sie, die einfach Ideen austauschen und Erfahrungen bezüglich der nächtlichen Aktivitäten teilen. Und nun sprechen wir mal über die VIP-Eintrittskarten zur Party a la Venezuela, die wir in Zypern haben werden. Ein ganz besonderer Preis von Smirnoff ist das. Und das Beste daran: Wer gewinnt, der reist mit 2 Freunden nach Berlin zu einer der 50 Partys der Smirnoff Nightlife Exchange Project – und wir sagen hier mit Zufriedenheit, das WIR dabei sein werden. Die ganze Welt wird uns sehen.

 

Ich verstehe: Party …

 

Memnon: Man beachte das Datum: 12.11.11. Das ist das Datum, an dem das Ende der Party-Saison sein wird. Ein Finale ist dies, für welches Smirnoff uns eine Party zur Verfügung stellt, die es so auf unserer Insel noch nie gab. Dazu gibt’s ansonsten eigentlich nichts Weiteres mehr zu sagen. Es wird auch für mich etwas Erstmaliges werden, diese Angelegenheit. Warte mit Ungeduld darauf, um das endlich zu erleben.

 

Giorgos: Ich kann dir jedenfalls sagen, dass diese Party inspiriert sein wird vom traumhaften Venezuela. So etwas habt ihr noch nicht mitgemacht. Und dann, wenn man sich vorstellt, dass so etwas an 50 weiteren Plätzen in der Welt zur gleichen Zeit abgeht, da möchte ich jetzt schon zu tanzen beginnen.

 

Memnon: Wir dürfen nicht all die anderen Partys zu erwähnen vergessen, die in Zypern abgehen in den „hotclubs“ der Insel mit Smirnoff Nightlife Exchange Project. Dort können unvergessliche Erfahrungen gemacht werden. Da frag ich also: Weshalb ist jede Party verschieden und einzig? Antwort: Alle haben ihren eigenen Charakter innerhalb der Partys, die von Smirnoff geschmissen werden.

 

Giorgos: Erinnerst du, bis wie lange in den Morgen wir in der Party PLIN2 in Protaras abgingen und uns zum Rhythmus „Rio“ bewegten … . Erinnerst du die Tänzerinnen. Der Tag war schon angebrochen.

 

Memnon: Hattest du die etwa vergessen? Und im Sfinakia von Nikosia die Darsteller mit Überraschungen aus Bangkok….

 

Giorgos: Was gibt’s da noch zu sagen? Auf Partys einmalige Erfahrungen machen, mit denen, die DA WAREN; und für viele, die noch kommen werden. Für die also, die diese Gelegenheit nutzen, werden wir sicherstellen, dass sie nichts verpassen. Lasst nicht die Chance aus, zur Smirnoff Nightlife Exchange Projekt zu gehen. Was abgeht, ist einfach nur Spass haben. So etwas kann uns nur Smirnoff bieten.“

 

Sollten Sie in den erlauchten Kreis zyprischer Party-Gänger aufgrund dieses Artikels – endlich – eintauchen und eine hippe Nacht oder mehrere hinter sich gebracht haben in Limassol oder sonst wo auf der Insel, dann lassen Sie uns das doch bitte wissen!

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Zypernfrage

Wenn hinten, weit in der Türkei,

Die Völker aufeinanderschlagen,

Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus

Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten;

Dann kehrt man abends froh nach Haus,

Und segnet Fried und Friedenszeiten (Goethe, Faust1)

Gerald Braun stellte einst fest: 95% der Kriege seit 1945 wurden in der Dritten Welt geführt. Letztere Region wurde zum Hauptkriegsschauplatz. In Europa gelang anstatt, eine Zone des Friedens zu schaffen. Bis zum heutigen Tag kann konstatiert werden, dass nahezu an die 60 Kriege allein im Nahen Osten geführt wurden von den über 150 gesamt geführten seit 45. Die Frage erübrigt sich daher, ob der Krieg in der Dritten Welt Europäer nichts angeht, auch wenn das voran gestellte Gedicht Goethes etwas Anderes erscheinen lassen mag. Jemand namens Gantzel ging daran, die über 150 Kriege, die geführt wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zu kategorisieren. Er stellte fest, es handelte sich dabei um System-, Macht-, Territorial-, und Fremdherrschaftskonflikte. Eine

Differenzierung in Schwellen- und Entwicklungsländer hat er berücksichtigt. Die Dritte Welt liegt bekanntlich auf 3 Kontinenten: Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika. Der Nahe Osten ist noch immer die kriegsträchtigste Region der Welt. Zur Klarstellung: Mit Naher Osten ist hier die Region von Iran im Osten bis Marokko im Westen und von der Türkei im Norden bis zum Sudan im Süden gemeint. Beim Betracht der Kriege in der Dritten Welt kann man schnell Opfer eines der zwei verbreiteten Denkextreme werden. Nämlich: Man könnte diese Kriege als rein lokale bzw. regionale Kriege nach dem Muster „Afrikaner bekämpfen sich“ oder „Araber und Perser kämpfen um die Vormacht am Golf“ deuten. Das andere Extrem besteht darin, Kriegsparteien in der Dritten Welt als Stellvertreter von Großmächten einzuordnen. Es muss indes gleichwohl eingeräumt werden, dass die Kriege in der Dritten Welt stets eine internationale Dimension haben, da sie in der Regel zum überwiegenden Teil mit in Amerika, Russland, China, Israel, Indien, Schweden oder sonst wo in Europa produzierten Waffensystemen geführt wurden und werden. In diesem Sinne sind – auch – die europäischen Industrieländer an den Konflikten nachweislich beteiligt. Ferdowsi hat indes mit Recht darauf verwiesen, dass bei einer Herausstellung des internationalen Faktors bei Kriegen nicht selten lokale und regionale Konfliktpotentiale und die Eigendynamik von Konflikten aus dem Blickfeld geraten können bzw. geraten. Was den Konflikt in Syrien angeht, ist es eventuell problematisch, bereits von internationalisiertem Konflikt zu sprechen. Daher bevorzugen wir hier die Formulierung, dass eine internationale Dimension eines regionalen Konfliktes vorliegt. Einen Stellvertreterkrieg haben wir derzeit in Syrien nur in Teilen gegeben, in seinen Anfängen eventuell. Der Kulturraum Naher Osten kennt den Krieg durchaus auch als einen Inhalt der Basisdoktrin der vorherrschenden Kultur, nämlich des Islams, bzw. im Islam. Krieg gab‘s jedenfalls schon immer. Aber den Krieg geführt mit technologischen Waffen und dazugehörigen Strategien und Systemen, den dürfen sich die Europäer als erste an die Brust heften. Und bei dieser Gelegenheit sei sogleich darauf verwiesen, dass die nationalstaatlich strukturierte Ordnung, ihren Ursprung in Europa ziemlich sicher haben dürfte bzw. hat. Und wir wissen darüber hinaus, verehrte Leser, dass mit dem Westfälischen Frieden von 1648 (nach dem 30-jährigen Krieg war der) erstmals ein geordnetes europäisches Staatensystem anfing, welches den Kern des heutigen internationalen bildet. In der Folge waren Europäer offenbar damit beschäftigt unter anderem, dieses System dem Rest der Welt aufzubrummen. Pikant an dieser letztgenannten Angelegenheit ist, dass oft die Folgen eines Krieges wichtiger sind als der Krieg selbst und seine Ursachen (siehe Sechs-Tage-Krieg zum Beispiel oder die Teilung Zyperns). Aus dem europäisch absolutistischen Staat des 17. Jahrhunderts ging andernorts, nämlich in Frankreich, nach der Französischen Revolution der moderne Nationalstaat hervor. Auch die heutigen Nationalstaaten des Nahen Ostens sind ein Ergebnis dieser Entwicklung (Eurozentrismus). Es entstand im damaligen Europa ein Staatensystem, welches auf Interdependenz, nicht aber auf Vasallentum basiert. Jeder dieser Staaten genießt möglichst innere und äußere Souveränität. Diese Konstellation der Staaten änderte sich definitiv nach dem Zweiten Weltkrieg, hin zu einem bipolaren System: USA – Sowjetunion; heute indes ist es zumindest tri-polar: China – USA – Russland/Indien/Brasilien. Es ist einst vorwiegend die Entkolonialisierung gewesen, die den zuvor skizzierten modernen Staat in der Dritten Welt so zusagen einführte. Interessant zu beobachten sind in der Region des Nahen Ostens folgende Denk-Richtungen: die der Integrationisten und der Desintergrationisten. Beide wirken eher auf regionaler und nicht auf globaler Ebene. Die Integrationisten wollen und wollten bestehende nationalstaatliche Grenzen jeweils durch eine angestrebte Vereinigung sich als ähnlich empfindender Staaten überwinden (arabische oder afrikanische Einheitsbewegungen). Dagegen wollen oder wollten die Desintergrationisten den Nationalstaat in einer umgekehrten Richtung sprengen; die in einem nationalstaatlichen Gebilde lebenden Minderheiten (z.B. die Kurden) wollen (wahrscheinlich mehrheitlich noch immer) für sich selbst einen Nationalstaat. Eigentlich sind beide Entwürfe, genauer betrachtet, im bestehenden Gehäuse des nationalstaatlich strukturierten internationalen Systems jeweils auf seine jeweilige Weise verfangen. Konkreter soll nun die Rede von Kriegen oder Konflikten sein, die durch einen Eskalationsprozess regionale Konflikte geworden sind – oder werden. Diese wiederum gestalten sich unweigerlich, auf globaler und/oder europäischer Ebene besehen, in einem Setting, welches Kenneth Waltz als das des „nuklearen Friedens“ beschreibt. Bekanntlich hat Israel die Atombombe und Iran will sie demnächst anscheinend haben. Es gilt also nie außer Acht zu lassen, dass in einem nuklearen Zeitalter gelebt wird. Dass in einem Zeitalter von Mega-Spielern, gewissen global operierenden Konzernen etc. Politik und Wirtschaft verflochten wirken. Dass Kommunikation in Bruchteilen von Sekunden passiert vom so genannten einen Ende der Welt zum anderen. Und dass, wie C. Wright Mills meint, mit einer Internationalisierung derartiger Konflikte wie dem in Syrien vorbeugend umzugehen sei? Diese Anschauung, verehrte Leser, hat sich bereits pervertiert im Falle Syriens – und im Falle Tunesiens kann sie nur schwerlich beweisen, dass sie zutrifft. Letzteres, da die internationale Gemeinschaft dem Entscheid des früheren Machthabers in Tunesien, Bin Ali, vorrangig nachgeholfen hat, massiv, so dass er die Koffer nach Saudi Arabien packte. Und ganz im Gegensatz zu der Annahme des Princeton Kriegsforscher Robert Gilpin, darf nicht mehr ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die so genannten Supermächte an einer nuklearen Auseinandersetzung nicht interessiert sind. Das war einmal der Fall, finden wir, als man sich noch in einer bi-polaren Welt befindlich wähnte. Heutzutage indes leben wir schon längst in einer tri-polaren Welt, die teils bereits eine tetra-polare Form ausbaut, eine gar penda-polare Welt durchaus als anstehende Realität denkbar hat werden lassen. In einer solchen Weltordnung könnte der so genannte Erstschlag, den es zu führen gilt bei ‚besonderer‘ Konstellation im Politischen oder überhaupt, noch schmerzlich zu tragen kommen. Der Egoismus und alte unbeglichene Rechnungen, zum Beispiel mit Europa, könnten dazu führen, um selbst möglichst wenig Verluste zu erleiden, einen Erstschlag wie beim Schach zu führen. Ein Unterschied wäre dann, dass es nicht eine westliche Macht ist, die das Knöpfchen angeblich – ‚legal‘ – drücken wird, wissend, dass in einer multi-polaren Welt der Rückschlag wahrscheinlich eher dort passiert, wo es schwach ist und, versteht sich, wo es sich lohnt. Dass also die zuvor bezeichneten politisch-ökonomischen Blöcke eher gegeneinander als miteinander operieren, zeigte sich zum Beispiel auch vor kurzem, als die beabsichtigte Zusammenlegung innerhalb des westlichen Blocks von Teilen der us-amerikanischen und europäischen Börse platzte – ganz zu schweigen von der zunehmend erdrückenden Unfähigkeit der EU-europäischen Akteure eine stringent homogenere Außen- und Innenpolitik zu organisieren. Bassam Tibi schreibt, wobei er sich allerdings auf einen anderen Kontext bezieht: „Wenn es den Supermächten im Rahmen von Krisenmanagement nicht gelingt, solche [regionalen] Konflikte zu bewältigen, dann bleibt es „im Bereich des Möglichen“, …, dass „ eine militärische Verstrickung [der] Großmächte in demselben Konflikt auf der jeweils gegnerischen Seite, und zwar gegen ihren Willen“ erfolgt.“ Tibi sieht den Nahen Osten als so einen Ort an, indem Großmächte im selben Konflikt auf der jeweils gegnerischen Seite sich postieren. Im Hinblick auf die Umbrüche in Griechenland und der Türkei etc. erscheint es immer weniger abwegig, Zypern als geradezu prädestiniert zu sehen, um zukünftig so einen Ort darzustellen, und zwar wegen seiner strittigen Lage wie auch wegen der Spaltung der Insel. Gehört Zypern eher zum Nahen Osten oder doch eindeutig zu Europa? Ist es letztlich mit Russland und dessen Orthodoxie nahe stehend oder doch eher mit den USA und der EU? Hält Zypern letztlich zu Israel, wenn es darauf ankommt oder doch zu den Arabern, genauer, den Palästinensern? Ist es eigentlich rechtmäßig in der EU oder doch nicht? Tibi des Weiteren: „ … Supermächte können „Normen und Regeln“ für ihren Umgang miteinander, kaum aber für regionale Konflikte außerhalb ihres Raumes entwickeln.“ Wie zu lesen ist, wird die EU hier eindeutig nicht als Supermacht eingestuft. Sie ist daher eine relative Supermacht, und zwar eine, die mit Duldung der wirklichen Mega-Players operiert. Wenn also die Chance demnächst erneut vertan wird von Xristofias, Brüssel und Co. die Zypernfrage zu lösen, dann könnten sich zuvor beschriebene Szenarien noch unversehens ereignen in Zukunft – denn Europa ist längst nicht mehr der Nabel der Welt!!!

(dieser Artikel lehnt sich sehr stark an die Einleitung des Buchs „Konfliktregion Naher Osten“ von Bassam Tibi aus dem Jahr 1989 an, welches in der Beck’schen Reihe erschienen ist)

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