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Archive for November 2011

Mazedonien?

Wir wären hier ja nicht die Website Zypernundmehr (Türkei-EU-Russland), wo man sich thematisch bewegt in der Region. Daher ist heute Mazedonien dran, die mazedonische Frage. Den hier präsentierten und ausgewählten Text bitte mit einer gewissen inneren Distanz, wenn ich so sagen darf, aufnehmen. Er liefert dem interessierten Leser aber dennoch  einen interessanten Einblick in einen Teil des Balkans, von dem in nächster Zeit wohl noch öfters die Rede sein dürfte in den Medien.

„Nach dem I. Weltkrieg 1918, waren die Menschen Jugoslawiens in einem einzigen Staat vereinigt worden, den man Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen nannte. 1931 wurde dieser Name geändert zu Königreich Jugoslawien. Es sollte bemerkt werden, dass die Kreation des Staates, der keine ethnische Homogenität hatte, im Nachhinein insbesondere von Frankreich und dessen Außenpolitik geleitet war. Frankreich, indem es einen Staat stütze, der französiche Politik in dieser sensitiven Gegend hochhielt, beabsichtigte so eine Barriere zu bilden, um die Ausdehnung Österreichs zu behindern – und später Deutschlands Einfluss und Penetration.

Am Ende des II. Weltkrieges, innerhalb des Rahmens der Reorganisation des Staates Jugoslawien zu einer föderalen Republik, wurden 6 Volksrepubliken gegründet (31.Januar 1946). Die wurden später sozialistische Republiken genannt: Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzogwenien, Montenegro, Serbien und Mazedonien.

Diese Aufteilung verursachte wirklich großen Schaden für Serbien, wobei Slowenien und Kroatien ihre Einigkeit beibehielten. Denn Serbien war in 3 sozialistische Republiken geteilt worden, und war derart stark verkleinert worden. Höchstwahrscheinlich war das Kroatiens Antwort zur Führungsrolle, welche bis dato in den Händen Serbiens lag, insbesondere in der Zeit zwischen den Weltkriegen… .

Mit dem Aufkommen der autonomen Republik Mazedonien, die 10,5% der Fläche Jugoslawiens einnimmt mit einer Bevölkerung von 2 Millionen Einwohnern ungefähr, hatte die jugoslawische Regierung zwei Optionen:

a) Die Verstärkung Südjugoslawiens, um jedweden bulgarischen Einfluss zu unterdrücken oder Aspirationen für die Region; denn die bulgarische Präsenz war unübersehbar stark und pro-bulgarische Bewegungen galt es nicht zu unterschätzen.

b) Mazedonien als Ganzes zu kreieren, also nicht nur den jugoslawischen Teil davon, sondern es als Verbindungsglied für eine Föderation der Menschen des Balkans zu schaffen. Das war auch das Ziel der Bulgaren gewesen zur Zeit zwischen den Weltkriegen. Bemerkenswert ist, dass Xristo Tatrchev, Präsident des Zentralkommitees der Internationalen Mazedonischen Revolutionsorganisation, in seinen Memoiren schreibt: „Wir dachten, dass später ein autonomes Mazedonien fähig sein würde, sich Bulgarien leichter anzuschließen – oder: wenn das nicht verwirklicht werden könne, dann sollte es halt das Bindeglied einer Föderation der Menschen des Balkans werden (Sophia 1928).“

Nach dem II. Weltkrieg versuchte Stalin, eine Föderation der Balkanstaaten zu kreieren. Griechenland sollte da mit rein. Derart sollte ein Zutritt zur Ägäis gesichert werden, über den die Sowjetunion komplette Kontrolle gehabt hätte. Zumal Mazedonien der Knochen war, um den gestritten wurde sowie der Grund für ein Zerwürfnis zwischen Jugoslawien und Bulgarien, versuchte Stalin mit dem Stalin-Tito-Dimitrov-Plan, Mazedonien als ein Bindeglied zu gebrauchen, indem er es von den beiden Ländern abtrennte, die es für sich beanspruchten (Bulgarien und Serbien).

Doch nach dem Zerwürfnis zwischen Tito und der Sowjetunion 1948 nahm der jugoslawische Führer den Plan Stalins auf seine Weise auf, indem er, selbstverständlich, Bulgarien entfernte. Das jugoslawische Mazedonien von 1946 bestand aus Gegenden, die zuvor Südserbien genannt worden waren oder Vardaska Banovina. Seit 1946 nennen  es die Jugoslawen Vardar Mazedonia, indem sie zum griechischen Mazedonien ägäisches Mazedonien sagen und zu dem kleinen Teil in Bulgarien sagen sie pirin Mazedonia (Pirinska Makedonia).

Historiker aus Skopje wollten dieser neu entstandenen sozialistischen Republik eine eigene politische und nationale Existenz verschaffen. Wie wir wissen, sind die Hauptcharakteristika einer Nation: Einigkeit des Landes (also ein gemeinsames Vaterland) und politische Organisationen, Sprache, Religion und Herkunft, die eine gemeinsame Vergangenheit haben, ein gemeinsames Bewusstsein. Das sind wiederum Charakteristka, die allein nicht ausreichen oder nötig sind, welche aber in Kombination eine eigenständige Identität einer Nation kreieren. Diese Charakteristika versuchten sie der neuen Republik Mazedonien einzuverleiben. In anderen Worten, sie wollten eine Nation fabrizieren. Die Mittel, die sie benutzten, waren die Folgenden:

1. Seperate Staatsorganisation: All die lokalen Staatsorganisationen, die kreiert worden waren mit Skopje als deren Zentrum, innerhalb des Rahmens des föderalen Jugoslawien, wurden Mazedonien genannt (mazedonische Regierung, mazedonisches Parlament). Und sogleich nahm dieser Terminus eine politische und Staatsdimension an, die sich im Laufe der Zeit etablierte.

2. Seperate Sprache: Die jugoslawische Verfassung erkannte einen lokalen Dialekt als die offizielle Sprache an, die Mazedonisch genannt wurde. Sie wurde dem Serbo-Kroatischen und dem Slowenischen als im Rang gleich stehend angesehen. Dieser mazedonische Dialekt, der bis dato nur als Dialekt der bulgarischen Sprache angesehen worden war, wurde von linguistischen Teilen gesäubert, die vielleicht zu Streitigkeiten in der Zukunft hätten führen können. So wurde dieser sodann die offizielle Sprache der Region und wird seither in Schulen gelehrt. Kinder lernten diese Sprache und gewöhnten sich daran, unabhängig davon, welchen Dialekt sie zu Hause sprechen. Auf diese Weise nahm die Nachkriegs-Generation ein liguistisches Instrument an, welches von oben angeordnet worden war, durch den Willen des Staates und aus politischen Gründen.

3. Unabhängige Kirche: Trotz der Tatsache, dass die kommunistische Ideologie die Religion nicht akzeptiert, war Religiosität dennoch tief in den Leuten verwurzelt, die Kirche ist mit der historischen Tradition der Leute eng verbunden. Deswegen wurde die Mazedonische Autocephalous Kirche 1964 gegründet – nach der Einmischung der kommunistischen Partei, wegen Ochrid als Sitz und trotz der starken Reaktion des serbischen Patriarchats. Diese Emanzipation war ein klarer Verstoß gegen die kanonischen Gesetze der Orthodoxen Kirche; war aber eingeleitet worden, um die mazedonische Autonomie zu verstärken vis-a-vis Serbiens Autonomie. Der Slogan dazu lautete: „Ein Staat, eine Kirche, eine Nation“!

4. Seperate Nationalität: Falls die politische Existenz konsolidiert werden könne und die allgemeinen politischen Ziele gestärkt, war wichtig, dass die Bevölkerung der Region ein Bewusstsein für Mazedonien sich erschuf, und zwar als seperate Nation. Daher versuchten sie, ein nationales mazedonisches Bewusstsein zu propagieren und zu kreieren. Bei diesen Anstrenungen war wichtig, eine seperate geschichtliche Vergangenheit anzulegen, um eine mazedonische Geschichte zu fabrizieren. Historiker wurden alsbald mobilisiert und ein Institut der Nationalen Geschichte wurde gegründet, und zwar in Skopje. Sofort wurde es mit vielen Studenten angefüllt, die anfingen, extensiv Forschung zu betreiben in Bibliotheken und Archiven. Sie sammelten viel Material, veröffentlichten Bücher, Hefte und Journale in beeindruckender Menge. Indem also Studien betrieben wurden und veröffentlicht wurde, wurde der Versuch unternommen, die historische Data neu zu interpretieren, um seine Ziele letztlich zu erreichen.

Das erste Ziel war, jedwede Verbindung zwischen Mazedoniern und Bulgaren zu kappen, wie auch zu den Serben. Sodann die Leute zu überzeugen, dass sie zu einer seperaten slawischen Nation gehören, der Mazedoniens. Das ist also der Grund, warum die Histore und die Sprache gesäubert werden musste von allen bulgarischen und serbischen Elementen. Alle bulgarische und serbische Data aus der Histore, die mit der Region in Verbindung steht, wie historische Ereignisse, Leute, Aktionen und intellektuelle Werke zählen hierzu. All die wurden umbenannt, und wurden mazedonisch gemacht; dergestalt konnten sie danach in das meue Mazedonien inkooperiert werden. Was nicht hineinpasste, wurde schlichtweg als feindlich stigmatisiert.

Das zweite Ziel war, den griechischen Charakter Mazedoniens zu eliminieren, wie auch dessen Anteil in der mazedonischen Geschichte. Und so etwas konnte bestens realisiert werden, indem die griechische Präsenz in der Region minimiert wurde. Dazu wurde die griechische Rolle falsifiziert oder missinterpretiert, insbesondere die kulturellen und intellektuellen Beiträge der Griechen, der griechisch orthodoxen Kirche und griechischen Schulen.

Das dritte Ziel war nach Material zu suchen, um die historische Entwicklung der so genannten Mazedonier projektieren zu können, um dergestalt die seperate nationale Identität unter Beweis zu stellen, wie auch ihre historischen Bande seit der Antike zu belegen. Ich mag hier angekommen bemeken, dass dieser Versuch das Umgekehrte vom normalen Prozedere ist sozusagen: sie studierten nämlich moderne Geschichte zuerest, um dann zur Antike überzugehen.

Das vierte Ziel war, die Große Idee zu kreieren, die den Massen ein Bewusstsein gibt. Daher fingen die Historier in Skopje an zu erklären, dass Mazedonien als Ganzes ein slawisches Land sei, in seiner historischen Tradition, wie auch in seiner ethnischen Komposition. Deswegen galt es, es nun zu vereinen und einen geeinigten Staat zu gründen. Nach dem II. Weltkrieg war lediglich der jugoslawische Teil national re-etabliert worden im Rahmen der jugoslawischen Föderation. Die anderen beiden Teile, Ägäisch Mazedonien und Pirin Mazedonien, mussten noch angeschlossen werden, um zu Jugoslawisch Mazedonien zu gehören.

Das historische Konstrukt, welches die Historiker von Skopje zusammenschusterten, ist ungefähr das Folgende:

Als das Aufkommen und die Ansiedlung der Slawen in der Region sich ereignete im Mittelalter, konnten die Slawen von Skopje keine antiken Orte präsentieren, die ihre stete Anwesenheit belegt hätten. Andererseits war die Histore des antiken Mazedoniens und die Arbeit Alexander des Großen eine ziemliche Angelegenheit für ihre Propaganda, weil beide waren allgemein bekannt und hatten großen Eindruck hinterlassen. Für die Historiker war wichtig, Zweifel über den griechischen Charakter des antiken Mazedoniens zu werfen. Daher behaupteten sie, die Mazedonier der Antike seien keine Griechen gewesen, sondern ein Illyrischer Stamm. Ihre Könige seien keine Griechen gewesen, sondern lediglich Philhellenen. Die herrschende Klasse sei im Lauf der Zeit hellenisiert worden, doch die Leute blieben Mazedonier, genauer Illyrer, nicht Griechen. Alexander war kein Grieche, er hat nicht griechische Kultur in die Welt getragen, sondern den Name Mazedoniens. Während der Periode seiner Nachfolger begann die Hellenisierung, vor allem in der Oberschicht, weil viele Griechen Sklaven und Händler gewesen seien, daher.

Im Mittelalter also ließen sich die Slawen in Mazedonien nieder, wo sie, nach der Auslegung von Skopje, einen Großteil der dortigen Bevölkerung umbrachten oder aber assimilierten. So wurde Mazedonien bereits in ein paar Jahren slawisch. Eben weil diese Indigenen Illyrer und nicht Griechen waren. Die Slawen, die in Mazedonien sich niederließen, vermischten sich mit den Nicht-Griechen und haben sich dergestalt ihren Anteil am antiken Erbe erworben, unabhängig von der griechischen Präsenz vorort.

Auf diese Weise beansprucht Skopje nicht nur die Geschichte, sondern auch die zivilisatorischen Errungenschaften in der Region. Gleichzeitig minimierten diese Historiker von Skopje die Präsenz der Bulgaren, und behauteten, dass die Expansion des ersten bulgarischen Staates auf mazedonisches Gebiet lediglich temporär gewesen sei und oberflächlich. Es war den Bulgaren also nicht gegeben, dass diese Expansion die Mazedonier hätte bulgarisieren können. Diese blieben weiterhin ein seperater slawischer Stamm.

Charakteristisch ist der Fall Samuel, der wegen seiner Revolution, darin erfolgreich war, einen eigenen unabhängigen Staat zu gründen, und zwar in der schlecht zugänglichen Region des Nord-Westens von Mazedonien.  Er wurde zum Zaren der Bulgaren ausgerufen (977-1014). Es stellte sich heraus, dass er ein gefährlicher Kontrahent für Byzanz war und dessen Herrscher Basil II nannte ihn Bulgaricatious (genannt: der Schlächter). Nach dem Zeugnis jener Historiker von Skopje, war Samuels Staat mazedonisch, weil die slawischen Mazedonier das dominante nationale Element gewesen seien und mit den Bulgaren nichts gemein hatten. Sie versichern desweiteren, dass Samuel, Sohn eines byzantinischen Beamten, ein Mazedonier war, eben weil er der Führer eines  mazedonischen Staates war.
Wie auch immer. Die Bulgaren sagen zu recht, Samuel hatte den Beinamen Bulgaroctunous und nicht Mazenoctunos.

Diese Historiker von Skopje behaupten des Weiteren, dass Konstantin Cyril und Methodus, die 2 Apostel der Slawen, Mazedonier gewesen sein sollen, zumal sie in Thessaloniki geboren wurden, wo seinerzeit die Menschen Slawen waren und jedermann sprach dort ein pures Slawisch. Aus diesem Grunde bauten die beiden Brüder das Alphabet auf dem Slawo-Mazedonischen oder dem Proto-Mazedonischen auf. Was zur Konsequenz hat, dass die jugoslawischen Mazedonier von heute direkte Nachfolger dieser Proto-Mazedonier sind, die das Alphabet und die Kultur in der Welt der Slawen verbreiteten. Die Terminologie im Gebrauch (Slawischen Mazedonier, Proto- Mazedonier), gilt es zu erwähnen, kann in keiner Urkunde gefunden werden und wurde auch von anderen Schreibern nicht vorgeschlagen oder so etwas.

Die Historiker behaupten, dass zur Zeit der türkischen Okkupation das historische Gedächtnis der Slawischen Mazedonier ausgelöscht worden war, so auch ihr Nationalbewusstsein. Das beruhte auf politischen und sozialen Gründen und der ganz speziellen Politik der Osmanen. Die haben ihre Untertanen nämlich nach Religion und nicht Rasse klassifiziert. Eine Rolle dabei spielten auch die Privilegien  des Ökumenischen Patriarchat und die assimilative Macht der griechischen Kirche. Zumal eh die meisten Privilege in den Händen der Griechen waren, haben viele Slawischen Mazedonier sich gezwungen gesehen, sich als Griechen auszugeben. Im Freiheitskampf kämpften sie jedoch neben den Griechen. Die Historiker schreckten auch nicht davor zurück, jemand wie Markos Botsaris als Mazedonier zu präsentieren und nennen ihn Marko Boisvarot von Prilet.

Gemäß den Historikern begann das nationale Erwachen der Mazedonier im 19. Jahrhundert und erreichte seinen Gipfel am Ende des Jahrhunderts mit der Internationalen Mazedonischen Revolutionären Organisation  1893 – die in Wirklichkeit eine bulgarische Organisation war – wie auch mit bewaffneten Kämpfen am Anfang des 20ten Jahrhunderts. Zu jener Zeit kämpften die Slawischen Mazedonier an vielen Fronten, nicht allein gegen Griechen und Bulgaren – auch gegen die Serben und deren Nachbarn, wie auch gegen die Osmanen und dessen Sozialsystem. Der Kampf hatte zum Ziel, einen unabhängigen mazedonischen Staat zu kreieren, doch blieb das damals ohne Erfolg. Erst 1944 wurde ein Teil Mazedoniens frei und wurde eine autonome Republik innerhalb der Jugoslawischen Föderation. …“

Der Text liegt unter folgender Adresse auf Englisch vor und wurde von dort für Sie von mir übersetzt: www.hri.org/docs/macque/text2.html

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Putin, König ohne Sonne

Einigkeit,

dazu fällt uns doch gewiss gleich das Ströphlein ein: „Eingkeit, Recht und Freiheit“!

Einigkeit bezüglich der Eurobonds, die Merkel zufolge wirklich nicht kommen sollen und nun Stabilitäts-Sonstwas genannt werden? Das Recht auf Wut, auch die des gutsituierten Bürgers, aufs System und dergleichen eventuell; und dann die Freiheit, dorthin in Deutschland als jemand mit so genanntem Migrationshintergrund in Urlaub zu fahren, wo Teile des Bundeslandes, der Stadt, „befreit“ sind.

Ja, wir haben es vernommen. Frau Bundeskanzlerin hat den Schand-Bann ausgesprochen, hat wahrscheinlich so angewidert „puuh“! damit gesagt wie Besucher eines Boxkampfes neulich, wo ein Politzombie seine Wiedergeburt erneut in Erinnerung rufen wollte. Putin, von dem ist die Rede, und seiner „Geeinigten Russland Partei“. Dem steht offenbar kein zaghafter Widerspruch der Straße  ins Haus ausgeführt von ein Paar Hanffrötzi, wie in Nikosia, wo die hin und wieder zusammenkommen, um Protest vielleicht auch mit so etwas wie Karneval zu verwechseln – zuweilen. Es dürften also viel eher „befreite“ Dimensionen a la Kairo ins Haus Putin stehen. Und Tahrir heißt ja so was wie „Befreiung“!

Schon blöd, wenn ein Sonnenkönig merkt, dass die Toiletten eingebaut werden. Damals in Versaille bei Ludwig dem XIV. war so ein alltäglicher Ort im Bauplan nicht vorgesehen. Sowas wurde mal an deutschen Schulen beigebracht, ist zu hören.

Putin wird die erlittene Schmach nicht so einfach überpudern (können), die er erlitt, als ihn die Massen ausbuhten als er geruhte nach einem Boxkampf irgendwo in einer Arena Russlands den Boxring von sich eingenommen einzunehmen.

In der Türkei gibt es eine scheinbar von sich eingenommene Opposition, die CHP. Die behauptet, Erodgan habe gedroht, die Details über Tunceli/Dersim preiszugeben. Doch widererwarten antwortete Kilicdaroglu, der Führer der Opposition: „Tus doch! Wir wollen eh, dass die Archive geöffnet werden“! Nun zeigt sich, dass Erdogan irgendwie ein Problem zu haben scheint. Es darf mit Spannung gewartet werden, was dahinter steckt.

Die CHP, unter der Führung Atatürks hatte einst unter anderem mit Mustafa Kemals (Raschid) Ziehtochter, der ersten Pilotin der Türkei, nach der auch ein Flughafen Istanbuls benannt ist, Bomben auf Dersim abgeworfen. Sabiha Gökcen hieß die Dame. Und dann war dort noch so ein anderer Teil des  Massakers in Tunceli/Dersim, worüber die verschiedensten gruseligen Details kursieren.
Nein, nicht das Massaker an den Armeniern zur Zeit des Ersten Weltkriegs ist gemeint. Das an den Kurden/Aleviten aus Tunceli, die halt auch einen eigenen Kopf haben.

Und so, wie Mustafa Kemal, der den Namen Kemal dann in Raschid umgewandelt hat, als ein Weitere Sonnekönig, wenn man es so sehen will, unter vielen Türken gehandelt wurde und immer noch gehandelt wird, so und mehr möchte nun auch Tayyip Erdogan erstrahlen. Und weil zuvor bereits von Russland die Rede war und weiterhin sein soll, sei daran erinnert, dass ja seiner Zeit die Russen für das Entstehen der Republik Türkei eine gewichtige, ja, entscheidende Rolle einnahmen. Sie hielten den Nacken der Befreiungskrieger frei. Atatürk vertrieb derweil Franzosen, Italiener, Griechen und andere.

Dass diese Dinge erwähnenswert für die anstehende Zukunft sein dürften, liegt durchaus auf der Hand. Sonnenkönig Putin tritt nämlich im Vorfeld mit gedimmtem Strahlenkranz auf. Da braucht er bestimmt noch ein paar Glanztupfer zukünftig. Ankara dürfte bis dahin genügend Material, will ich es mal nennen, angesammelt haben, welches allemal die Russlandkarte betonter spielen lässt – vielleicht sogar zwingend, irgendwie.
Konkret manifestieren sich solche Dinge im Allgemeinen in Form von Militärbasen, Technolgietransfers, und letztere gern im Hinblick auf Atomkraft, was wiederum ein Thema in Ankara ist, darauf kann gewettet werden, welches als Art Prestigefrage mehr und mehr gilt. Schließlich wollen Sonnenkönige im Lichte von Etwas leuchten, ja, wie Es selbst leuchten. Man hat ja nicht „von Ungefähr“ die Lampe/Glühbirne im Partei-Emblem der türkischen Regierungspartei namens AKP.

In der Regierungszeit Xristofias, im Süden Zyperns, dürfte eventuell die Lunte zu so einem Entscheid bezüglich Russland und der Türkei in Zukunft gelegt worden sein.

Nordzypern! Was eigentlich eignete sich daher mehr, als russische Militärbasen oder dergleichen in Karpaz/Nordzypern zum Freundesbeweis zukünftig zu installieren? Die Engländer werden die Russen im Norden schon gewähren lassen? Ich tippe mal, ja!

Man bedenke, Syrien ist um die Ecke, wo Russland eh drin ist und gerne aus regionalstrategischen Erwägungen und überhaupt das Sich-dort-in-der-Region-breit-machen weiter betreiben mag.

Wie die vielen Touristen und Geschäftsleute aus Russland in der Gegend mehr als nur verdeutlichen, eventuell.

Es ist in gewisser Weise wie mit den Chinesen. Auch sie werden präsenter und sie füllen die Orte, die die Amerikaner, Engländer und vielleicht noch Franzosen in unseren Köpfen und Herzen füllten – nicht mehr ganz so langsam geht dieser Wandel voran, aber unüberseh- und fühlbar.

Es gilt wohl nicht nur für Europa, dem ausge“puuh“tinten Russen Putin zukünftig Zugeständnisse machen zu dürfen, damit er nicht auf Abwege gerät (Kaukasus, Ukraine, Balkan oder Finnland, Litauen, Serbien, Syrien z.-B).

Was nicht alles getan werden muss für ein freies Europa! Gorbatschow, gerade in Berlin, beklagt, dass der Sonnenkönig in Moskau nicht begreift, dass nochmal von Vorne angefangen werden muss – ohne den Glanz eines Königs! Uneines Putinland steht wohl an! Und dann?

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Dining in Nordzypern

Ein Artikel aus der Radikal vom 20.11.11, geschrieben von Ogul Türkkan, den ich mir erlaube, für Sie zu übersetzen!

 

„Ist von Essen in Zypern die Rede, kommt einem als erstes Pfirsich-Kebab in den Sinn (Seftali kebab). Kann nicht sagen, ich sei geradezu ein fanatischer Anhänger davon. Doch wenn immer ich in Zypern bin, verdrück ich einen. Da ich stets wenig Zeit habe, begebe ich mich gern in Girne (Kirenia) zu Niazi. Da ess ich immer wieder gutes Essen. Besonders der Joghurt, der Salat, der Humus und der Döner sind dort exzellent. Diesmal wollte ich zyprischen Wein probieren und auf der Getränkeliste fiel mir der Chateau Saint Hillarion ins Auge. Ist ein 2006er gewesen. Wird aus der Shiraz und Cabernet Traube hergestellt. Zufällig war ich an diesem Tag auch auf dem Schloss vorort. Schien mir, als sei das wunderschöne Schloss dem Mittelalter des Zeichentrickfilms namens Baumwoll-Prinz (pamuk prens) entsprungen.
Der Wein war wie das Schloss gut herangereift gewesen, der Geschmack einer ausgereiften Frucht. Preislich war er im Vergleich zu den anderen ok., sein Geschmack phantastisch! Also guckte ich, was es denn eigentlich sonst noch so an Weinen gab. Aus der Türkei gabs dort 2e von großen Produzenten, dann noch einige von kleineren, die billigsten waren argentinische, italienische und französische. Früher hatte ich stets gesagt, in Zypern wird der Kebab mit Whisky zu sich genommen. Ja, das Angebot an Whiskys war auch wesentlich reicher, als das an Weinen.
Ich hatte ja aber den Chateau Saint Hillary entdeckt, den ich nun mit Wohlgefallen trank. Weil da ist noch, was ich loswerden mag: Wenn jemand in ein Land geht, wo Wein gekelltert wird, sollte er auch den Wein von dort trinken! Nach Paris fahren und dort Döner essen, ist ja wohl schräg, eben so auch beim Wein.
Da ichs gerade von Frankreich habe: es gibt auf Nordzypern auch ein französisches Restaurant. Sein Name ist Saint-Tropez. Essen mit französichen Namen gabs in diesem Ort, aber ich kann nicht sagen, dass es entsprechend französich schmeckte. Dafür hat es sich preislich in Istanbuls „fine dinning“ Kategorie bewegt. Der Saint Hillarion kostete hier gegenüber dem gleichen bei Niazi nahezu das Doppelte. Erinnerte mich irgendwie an deren „Double baked“ Käse, der im Angebot ist mit schoko-soufle darum.

So kams, dass ich auf die Idee kam, wo ich doch schon mal in Zypern war, über den Pfirsich-Kebab hinausgehen zu müssen. Also begab ich mich auf die Suche. Die Zyprer sprachen von einem Metzger namens Yorgos. Der ist in einem Dorf namens Korucam, wo er einen Familienbetrieb leitet. Die sind Maroniten, Zyperns 3. Volk sozusagen, aus dem Libanon ausgewanderte Katholiken. Am Dorfanfang fragte ich jemand nach dem Weg zu Yorgos. Der sprach kein Türkisch, bedeutete mir in dem er „Kirche, Kirche!“ (cami) sagte, dass es wohl in deren Nähe zu sein hat.

Yorgos Platz ist ein Mix aus Fleischerei und Restaurant. Den Wein bieten sie dort aus Kanistern an, einheimischen Wein probierte ich nicht, doch, das Essen und die Kochweise waren ziemlich interessant. Die Oliven waren recht fest, die Marinaden durchwachsen, der Joghurt vorzüglich, ein wunderbarer Salat, so auch die Leber und der berühmte Diebes-Kebab des Hauses (hirsis kebabi). Außer Maria, der Besitzerin, sprach dort niemand Türkisch. Der Laden war brechend voll. Das Essen, wird gesagt, sei noch authentisches zyprisches Essen. Ganz offensichtlich war, es wurde mit Liebe zubereitet.

Außer Pfirsich- und Diebes-Kebab gibt es in Zypern durchaus noch anderes zu entdecken für auf den Teller. Zum Beispiel: zeytin izgara, küp kebabi, ceviz receli usw.

Ich habe also gelernt, wo du hingehst iss, was die Einheimischen essen. Atme ihre Luft, trinke ihr Wasser. Auf Zypern isst man nicht französisch. In Frankreich trinkt man nicht amerikanischen Wein. Wenn du in einem Land bist, welches Wein kelltert, dann trinke diesen Wein!“

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Türkei und Syrien

Eine Übersetzung eines  Artikels von Cengiz Candar, einem recht bekannten Journalisten in der Türkei, aus der Radikal-Tageszeitung vom 19.11.11.

„Syrien, scheint in der Innenpolitik und dem politischen Denken der Türkei interessante Situationen zu kreieren. 911 km ist die Grenze zu diesem Nachbarland lang und die blutige Spur, die die Zeit des Wandels hinterlässt, bringt einigen Kopfzerbrechen. Einigen.

Noch nicht vor all zu langer Zeit gingen 2 Abgesandte der CHP (Sozialdemokraten der Türkei) zum Unrechtsregime, der Diktatur in Syrien, zwecks Solidaritätsbekunden. Das ist in diesen Kreisen Tradition. Bülent Ecevit ist seiner Zeit bereits nach Bagdad geeilt, um Saddam Hussein seine Solidarität anzubieten. Und dergestalt wurde Solidarität auch der PKK verdeckt zu Teil damals.

Was auffällt, ist, dass die der PKK nahestehende Presse sich in gewisser Weise ähnlich wie die Führung in Damaskus anhört. Zu der Zeit, als die Türkei mit der PKK in ‚Kriegsverhandlungen‘ steckte, bestand zwischen der Baath Partei Syriens und der PKK ein Zusammenwirken. Die PKK hatte ihre Wurzeln unter dem Schutzschild Syriens geschlagen und so lebte die bereits bis 1999 bestehend Beziehung erneut auf. Zumindest aber kann davon gesprochen werden, dass damals der Kern des syrischen Regimes, also die Assad-Mahlouf-Familien, gegen die Türkei die PKK-Karte ausspielten. Und dass dem so war, belegen Dokumente.

„Der Feind der PKK ist mein Freund“, war einst zur Tradition geworden (in der Türkei). Doch eben weil dieser Gedanke nicht so recht ausgereift war und ist, was wir hier schon mehrfach berichtet haben, wurde auf das Pferd Iran-Syrien gesetzt, also auf den falschen Gaul.
Es gibt indes andere Kreise, die den stetigen Fall des Regimes in Syrien mit Tränen in den Augen verfolgen. Und unter diesen, paradoxerweise, gibt es einige Islamisten, die dem syrischen Regime wirklich sehr nahe stehen. Das sind auch die, die finden, dass bei allem, was im Mittleren Osten passiert, ein von den USA ausgefertigter Masterplan existiert, siehe das BOP-Projekt . Letzteres ist ein Name, welcher ihnen wie ein Fluch klingt; und die auch daher glauben, dass etwas, was gegen Syrien oder den Iran unternommen würde, die Türkei, die sich vielleicht gegen Syrien einbringen könnte demnächst, einem Abenteuer gleichkommt. Dergleichen löst bei ihnen geradezu Allergien aus. Das sind auch die, die eine isolationistische Außenpolitik zu jeder Zeit abonniert zu haben scheinen, mit der CHP und der PKK auf dem gleichen Ast abhängen; die, obgleich sie strenge Sunni-Muslime vorgeben zu sein, dass in Syrien bestehende Alevitische-Nusayri-Regime unterstützen, was ihnen noch nicht mal klar wird. Ja, die mit den USA im Gepäck die Welt zu begreifen suchen und diesen davor genannten Widerspruch nicht zu sehen vermögen.
Mit dieser Denke kommen die gewiss nicht darauf, dass es in erster Linie um den Menschen, des Menschen wegen geht. Die sehen das blutende syrische Volk nicht, respektieren es nicht. Das Volk, welches bereits 8 Monate sich auflehnt, sehen sie zwar, doch sie blicken anstatt in Richtung geheime Zimmer in Washington, die sie gar nicht sehen. In dem sie das tun, ehren sie nämlich gewissermaßen einen Tyrannen – und das ist es wiederum, was sie nicht sehen.

Die großen Opfer des syrischen Volkes haben die arabische Welt derart beeinflusst inzwischen, dass 22 Mitglieder der Arabischen Liga, außer zweien, dem Regime in Syrien seine Legitimität abgesprochen haben. Die beiden, die dagegen stimmten, waren die dem syrischen Regime verpflichtete Hizbullah in Libanon und der Jemen. Einige, die nicht besser als Syrien sind, Sudan und Algerien, haben sogar nicht davor zurückgeschreckt, Syrien den arabischen Schutzschild zu verweigern. Der ausgewogene und stets zurückhaltende König von Jordanien, Abdullah II, meinte gar, Assad müsse abtreten.

Zu hören war, dass die Arabische Liga am 16. November in Marokko Assad ein Ultimatum von genau 3 Tagen gestellt hat, um die Lage zu beruhigen, andernfalls Sanktionen! Die Unterstützung des syrischen Regimes, welche weicht, bezieht sich nicht alleine auf arabische Länder. Eines der im Sicherheitsrat befindlichen Mitglieder, welches Syrien bislang gewogen war, China, fängt an, langsam sich umzuorientieren. Dass Russlands Unterstützung Syriens für Immer und Ewig sein wird, glaubt niemand mehr. Sogar Iran sagt, Assad müsse seine Hausaufgaben machen. Teheran könnte dem Regime ebenfalls schon bald untreu werden.

Da also alle Zeichen darauf hinweisen, dass das Regime in Damaskus nicht mehr lange auf den Beinen sein wird, ist sich dem Wandel anzunähern, sozusagen historisch richtig von Ankara. Was nicht gewusst wird bislang, ist, wann Assad verschwunden sein wird und wie und was danach kommt? Die Frage ist also, kommt es zu einer Intervention und wird die Türkei daran teilhaben? Nach dem, was so durch Teile der hiesigen Presse geistert, soll bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen gesagt worden sein: „Kommt nicht in Frage!“

Obgleich es Libyen als Beispiel gibt, wo die NATO Gaddafi mit-stürzte, wird das syrische Regime nicht durch eine von außen kommende Militäroperation fallen. Die Antwort auf die Frage: auf was wird eigentlich im Fall Syriens noch gewartet? bringt das Englische: Implusion… . Und was ist mit der Pufferzone entlang der türkischen Grenze, falls die Türkei einschreitet? Das liegt als Thema schon mal auf dem Tisch. Das wird in Frage kommen, wenn in der Region Halep (Syrien) das große Morden losgehen sollte – und wie 1991 im Norden des Iraks 1000e von Menschen fliehen.

Dass die Türkei gewillt ist, aus den begangenen Fehlern von 1991 im Golfkrieg ihre Lehren zu ziehen, beweist folgende Aussage: „Die Türkei hat damals den irakischen Oppositionellen ihr Land nicht geöffnet. Die haben sich in London und andernorts organisiert. Diesmal haben wir den gleichen Fehler nicht begangen!“
Die syrische Opposition hat diesmal in der Türkei einen Platz gefunden. Diejenigen also, die den Platz demnächst an der Führung in Syrien einnehmen werden, können daher als eine Art Investition der Türkei in die Zukunft begriffen werden. Die Türkei hat aufgehört, eine regionale Macht zu sein, welche am Beibehalten des Status Quo interessiert ist. Sie ist nun an Wandell interessiert, will die Zukunft der Region aktiv mitgestalten. Vor diesem Hintergrund wird sich nicht länger durchsetzen in der Region, einen Nationalstaat mit Diktatur zu etablieren, sondern eine Demokratie.
Auf diese Weise wird die Türkei den USA zwar teils ihren bislang gezogenen Vorteil beschneiden. Von einem sehr hohen Beamten erfuhren wir indes, dass derzeit die Zusammenarbeit der Türkei mit den USA besonders intensiv ist. In der Außenpolitik, wie auch in der Region, ist eine Politik des Annäherns zu vollziehen, welches eines der Prinzipien ist, denen die Türkei sich zu widmen, sich danach auszurichten hat. Jedes in der Türkei entfachte Schwanken beim Thema Demokratisierung verunmöglicht eventuell die betriebene Außenpolitik, die man verfolgt. Unsere Regierung darf diesen letzten Punkt nicht vergessen, muss sich das irgendwo ganz dicke notieren …“

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Kulturelles Leben auf Zypern

Die Kultur ist zurück, könnte man schreiben. Obgleich, in den Sommermonaten schläft die Kultur keineswegs auf Zypern. Beinahe alle Vorstellungen  finden dann in den großen Amphitheatern statt unter freiem Himmel. Für den Besucher bedeutet das, in der frischen Luft Kultur genießen zu können, zumeist in entspannter, nahezu formloser Atmosphäre. Nun, da die Abende wieder kühler sind, sind die Veranstaltungen nach „indoors“ zurückgekehrt – wie auch ich, Bob de Walt, in diesen Blog, verehrte Leser.

Im Oktober wurde in Limassol und Nikosia Haydns „Die Schöpfung“ gegeben. Das „Cyprus Symphony Orchestra“ spielte dazu auf, dirigiert von dem britischen Chorleiter Edward Higginbottom. Gespielt wurde das Werk mit dem „Choir of New College Oxford“ und den Solisten Sona Gargaloyan, Thomas Hobbs und Kyros Patsalides. Im exklusiv männlichen Chor befanden sich auch Knaben, wie zu sehen und zu hören war, die Stimmen schmelzten unvergleichlich harmonisch zu Einem.
Wie Ihnen gewiss bekannt ist, kam die englische Version, die auf Miltons „Paradise Lost“ basiert, 1795 in Haydns Hände während seines Aufenthaltes in England.  Er ließ es sich sodann auf Deutsch übersetzen und zelebriert seither musikalisch die sechs Tage der Schöpfung. Desweiteren dürfte ihnen nicht unbekannt sein, dass dieses Werk zum Repertoire der religiösen, sprich liturgischen englischen Musik gehört, was an jener Aufführung darin kulminierte, dass das Theater in Limassol entsprechend angefüllt war mit englischen Expats, also Briten, die seit Jahren auf Zypern leben. Es war sehr gut besucht. Doch, ich muss sagen, es war, alles in allem, eine gelungene und eindrückliche Aufführung.

Einige Wochen danach begann die Musik-Saison der Pharos Arts Foundation, und zwar mit einem Klavierrezital des Spaniers Javier Perianes. Der noch junge Pianist spielte Schubert (Sonate No. 21), Debussy (Auszüge aus dem 1. Buch der Préludes) und Chopin (Mazurkas und eine Ballade). Auch hier kann ich nichts Nachteiliges vermelden. Es war wirklich ein gelungener Auftakt der Saison. Javier Perianes hat bereits an den bekanntesten Musiktheatern gespielt. Er wird von international anerkannten Orchestern und Dirigenten eingeladen. Sein leichter und sensitiver Anschlag ist zwar zuweilen recht kraftvoll, dann aber auch wieder verhalten, und wahrscheinlich deshalb hat ihn kürzlich ein Kritiker als „Lyriker der Tastatur“ bezeichnet. Ich fand, als ich ihn da so spielen sah, dass er wahrhaft ein gewinnendes Wesen hat. Es gelang ihm, auch mich und andere Anwesende im Publikum mit seinem Spiel sprichwörtlich zu erobern.

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PKK & Co

Ja, es gibt so etwas offenbar: Terroristen-Chaoten.

Vielleicht müsste man eher von Hobos, statt Terroristen sprechen? Der Definition des Wortes Hobo in der TAZ vom 12.11.11 zufolge handelt es sich bei Hobos um Leute unter anderem, die ihre Angelegenheit in die Hand nehmen. Wenn dem so ist, könnte doch auch von Hobo-Chaoten gesprochen werden bezüglich der kurdischen PKK-Kämpfer. Oder doch nicht?

Doch wie dem auch sei. Wie kommt es eigentlich zu denen? Hier ein Einblick:

„Mevlude Günguns Tochter Emine lief von zu Hause weg, um den Militanten der PKK vor 2 Jahren beizutreten. Sie war damals 14 Jahre alt. Der Sohn Ramazan, jetzt 20, wurde inzwischen zur türkischen Armee einberufen. Das hat die Familie, wie viele andere in der kurdischen Ecke des Landes, im Inneren entzweit – gefangen zwischen einer Guerilla, die für Minderheitenrechte und lokale Autonomie kämpft und einer Regierung, die sagt, sie wolle Frieden machen und fürchtet, das Land zu teilen.

„Meine anderen Kinder haben keine Ahnung, wo die beiden sind“, sagt Frau Güngun, 35 Jahre alt, die 6 kleine Kinder hat. Manchmal fragen die: „Und was ist, wenn sie sich gegenüberstehen? Denkst du Emine wird Ramazan töten oder er sie?“

Von ihm hört sie zumindest gelegentlich. Er schreibt oder ruft an, doch von der Tochter hat sie, seit diese davonlief, nicht mehr gehört. Mit einer entfernten Cousine ist sie ausgebüchst, der Heybet, ihrer besten Freundin, die auch 14 Jahre alt war. Der Bruder Saleh der Heybet dient ebenfalls in der türkischen Armee.

Seit Juni 2011 haben die Gefechte zwischen Regierung und den Guerilla zugenommen …. . Mit Horror sah Frau Güngun im September im Fernsehsender der PKK, der von Dänemark ausstrahlt, dass die Freundin ihrer Tochter, Heybet, umgekommen ist bei einer Schießerei mit der türkischen Armee nahe der Grenze zum Irak. „Es war, als hätte ich meine eigene Tochter verloren. Sie waren immer zusammen… .“

Der Kampf für die Rechte der Kurden ist emontional schmutzig. Viele Menschen sind Partisanen der PKK inm Südosten der Türkei. Andere sympatisieren, sind aber kriegsmüde und wollen eine friedliche Lösung.
Familien werden, wie beschrieben, entzweit, zumal der Armeedienst Pflicht ist für Türken, was Kurden nicht ausschließt. Die, die eher mit den Rebellen sind, gehen in die Berge. Die anderen sind gezwungen, zur Waffe gegen diejenigen zu greifen, die sie lieben.

Einige kurdische Nationalisten behaupten, die türkische Regierung habe in den letzten Jahren kurdischstämmige Wehrdienstleistende in ihrer Heimatgegend dienen lassen, wo sie eher in die Lage geraten, gegen die PKK kämpfen zu sollen. Das sei als ein Versuch zu verzeichnen, der belegen soll, dass die Rebellen kalte Killer sind. Eine etwaige Unterstützung der Armee durch die Kurden soll derart erreicht werden… .

Taubet Güngun und ihre ferne Verwandte sagen, sie hätten keine Anhaltspunkte gehabt, dass ihre Töchter weglaufen könnten… . Wie viele andere Kinder in der Bergregion, hatte auch ihre Tochter Emine an Antiregierungsprotesten teilgenommen, hatte sogar bereits mit 8 jahren an einem tagelangen Hungerstreik sich beteiligt, um die Rechte von Gefangenen einzufordern.
„Wie jede Mutter hatte auch ich gesagt: „Bitte iss, du wirst sonst krank!“ Aber sie antwortete: „Nein, ich mache, was alle hier tun!“

In Sirnak, sagen die Leute, habe die Zahl derer, die in den umgebenden Bergen verschwinden wieder zugenommen, während sich der Kampf zwischen Armee und der Guerilla intensiviert hat… .

„Jedermanns Kinder geht in die Berge, nicht nur unsere“, sagt Taubet Güngun. „1000e Mütter gibts, deren Kinder dort sind. Wir sind daran gewöhnt, sie dorthin zu geben wie auch an den Militärdienst… . Meine Tochter ist mit der PKK, doch ich bin auch die Mutter eines türkischen Soldaten!“

(Übersetzung aus der New York Times, Beilage der Süddeutschen Zeitung, vom 7.11.11, geschrieben von Liam Stack)

Die PKK, offensichtlich derzeit sensationslüstern, entführte gerade ein Schiff vor Izmir mit 20 Personen darauf. Die Geiseln sind inzwischen befreit, die Entführer, wenn ich richtig informiert bin, tot.
In Mersin wurden heute anscheinend PKK-Angehörige festgenommen, die mit Kalaschnikovs unterwegs waren. Die türkische Botschaft in Damaskus wurde von regierungstreuen Horden gestürmt, wie auch die Botschaft der Saudis.

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Herr Bopp!

Sehr geehrter Herr Bopp,

als ehemaliger Diplomat der Schweizer Eidgenossenschaft waren Sie unter anderem im Einsatz in Zypern, wo Sie nach Ihrer Pensionierung sich niedergelassen haben.

Wann genau arbeiteten Sie in Zypern und wie war die politische und gesellschaftliche Lage, die Sie damals vorfanden?

 


Meine Zeit in Zypern dauerte von 1993 – 1998. Auf wirtschaftlicher Ebene wurden die Serviceleistungen in Zypern ausgebaut und der Tourismus lief auf Hochtouren. Die Anzahl der Gäste stieg jährlich, das zyprische Pfund war hoch dotiert, obwohl die Spannungen an der grünen Linie enorm waren. Damals fanden es die politischen Parteien opportun, die Extremisten nicht in Schach zu halten, die fortwährend provozierten. Bei Schusswechseln sind deshalb junge Leute zu Tode gekommen. Die Türkei war nicht gut angesehen, und die zyprische Regierung konnte für sich die positiven Punkte des Problems auf dem internationalen Bankett vor allem buchen. Der Buhmann war im In- wie im Ausland der Norden, Nordzypern.

Der Bevölkerung im Süden ging es finanziell gut. Der Unterschied diesbezüglich zum zvprisch-türkischen Teil war so groß, dass im Süden das Wort  „Wiedervereinigung“ lediglich Wortgefechten diente. Die Regierung, wie auch die Bevölkerung, wollten für die wirtschaftliche Einheit kein Geld aufwenden.

Der starke Mann im Norden war damals Rauf Denktasch, der von der damaligen türkischen Regierung und deren Militärapparat gestützt wurde. Er hatte die Gründung des türkischzyprischen Staates eingefädelt und arbeitete dafür, dass dieser international anerkannt wird. Erfolg hatte er zwar keinen damit, aber immerhin war es ihm vergönnt, die griechisch-zyprische Freundesfront auf internationaler Ebene zu durchlöchern. In der Republik Zypern (Südzypern) wurde indes der Staatsapparat aufgebläht, die Kredite flossen großzügig, und weder Politiker noch Bürger scherten sich um das Staatsdefizit.

Was unterscheidet  Zypern von Ihren Aufenthalten beispielsweise in Südamerika oder Afrika?

Es sind enorme Unterschiede, was die Mentalität betrifft. Die Denkweise ist insular. Gemeinsam hingegen haben alle den nationalen Stolz. An allen negativen Eigenheiten sind die Ausländer schuld, entweder wegen der in der Geschichte durchlebten Kolonisation des Südens von Amerika oder eben wie z.B. in Zypern die Besetzung der Insel durch die Osmanen und das Britische Königreich.

Was genau meinen sie mit „insular?“ Könnten Sie das bitte näher illustrieren? Gibt es womöglich Berührungspunkte mit der Schweizer Befindlichkeit im Herzen Europas bezüglich dieser Wahrnehmung Ihrerseits?

Mit insular meine ich den speziellen Bezug auf eine enge Denkweise, die nicht über den eigenen Horizont hinausgeht. Es ist dies eine mentale Abschottung gegenüber Neuem, eine Starrheit, die dem Althergebrachten verpflichtet ist, die sich nicht modernisieren will, das Verdrängen eigener Unzulänglichkeit; die also daher einer Evolution nach vorne entgegensteht. Es sind dies Einzelne und Gruppen von Menschen – sei es in Zypern oder der Schweiz -, die ich die Ewiggestrigen nennen mag, die nicht mehr unterscheiden können und wollen, was geändert, was bewahrt oder weiterhin verwendet werden soll . Das sind die mit der Scheuklappenmentalität.

Was genau war Ihre Aufgabe im Dienst der Schweiz?

Da die schweizerischen diplomatischen Vertretungen, von einigen Ausnahmen abgesehen, numerisch klein sind, war ich nicht nur für die politische Berichterstattung verantwortlich, sondern auch für wirtschaftliche und kulturelle Belange. Dazu kam noch die konsularische Aufsicht, wobei diese Arbeiten durch einen Konsul erledigt wurden.

Meine Tätigkeit in La Paz hingegen war ausgedehnter, da Bolivien in der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit das Schwerpunktland in Südamerika ist. Diese letztere Abteilung war entsprechend personalintensiv, über 20 Millionen Franken jährlich wurden umgesetzt, und die Zusammenarbeit mit den bolivianischen Behörden war intensiv. Geleitet wurde diese Sparte von Experten in der Entwicklungszusammenarbeit. Meine Tätigkeit bezog sich auf die Koordination der Verhandlungen der Botschaft mit den politischen Behörden Boliviens.

Welche Projekte hatte die Schweiz damals zu laufen und welche laufen noch immer?

Damals im Sudan stand die humanitäre Hilfe für den im Bürgerkrieg stehenden Süd-Sudan an erster Stelle. Diese Hilfe bestand aus einem Gemeinschaftswerk der UNO und der europäischen Staaten mit teilweiser Kooperation der USA und Kanada. Kleinere NGOs, die der ländlichen Bevölkerung halfen, ihren Lebensstandard zu erhöhen, wurden finanziell unterstützt. In Bolivien standen und stehen heute noch viele Projekte zur Verbesserung der Landwirtschaft an erster Stelle. Wichtig waren auch der Aufbau juristischer Beratung in abgelegenen Gebieten und die Bewusstseinsbildung der zivilen Gesellschaft. Kleinkreditbanken wurden ins Leben gerufen und die Leute entsprechend ausgebildet. im Kleinbergbau waren die Umweltschäden, resp. die Gesundheit der Minenarbeiter ein großes Problem. Projekte zur Verbesserung der Arbeitsweise und der Umwelt wurden erfolgreich eingeführt. Ebenfalls wurde in Kooperation mit Kleinbetrieben das europäische Lehrsystem für Jugendliche eingeführt, d.h. dass der Lehrbetrieb dem Jugendlichen die Möglichkeit gibt, pro Woche eine gewisse Anzahl von Stunden parallel dazu eine technische Schule zu besuchen, so dass nicht nur am Job ausgebildet wird, sondern auch ein gewisses technisches Know-how vermittelt wird. Für die Lehrmeister werden ebenfalls technische Kurse organisiert. Viele Projekte wurden und werden in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Entwicklungsbüros und NGOs durchgeführt. Auf Bitte der bolivianischen Regierung wurde in enger Zusammenarbeit das Büro des Ombudsmanns seinerzeit eingerichtet und organisiert. Dessen erste Amtsinhaberin war eine Frau.

Und an welchen Projekten ist die Schweiz in Zypern zu Ihrer Zeit, sowie danach oder davor, involviert gewesen, wenn überhaupt?

Die Botschaft führte keine Projekte durch. Was das UN-Mandat angeht, dort war das dritte Mitglied des „Committee for Missing Persons (CMP)“ ein Schweizer Diplomat, der wiederum von einem schweizerischen Assistenten sekundiert wurde. Seinerzeit wurde eine effiziente Arbeit des CMP von den zwei ersten Mitgliedern (griechisch-zyprisch und türkisch-zyprisch) in aller Regel blockiert. Später sprach die UN ein Machtwort und die ersten Ausgrabungen von Massengräbern konnten unternommen werden.

Wie beurteilen Sie den EU-Beitritt Zyperns 2004?

Die Auflagen zum Beitritt im Aligemeinen sind viel zu niedrig gewesen. Die Lösung des Zypernproblems hätte Bedingung sein müssen, resp. die Umsetzung des UNO-Planes (Annanplan) hätte in Angriff genommen werden müssen.

Hat Zypern Ihrer Ansicht nach prinzipiell das Recht, zusammen mit Israel nach Erdgas zu bohren und ist das klug zu diesem Zeitpunkt?

Ob Zypern dazu rechtens ist, liegt nicht in meiner Beurteilungskompetenz. Der Zeitpunkt und die Art, wie die Bohrungen organisiert wurden, sind meines Erachtens, eher unklug.

Die Ära Xristofias war und ist eine, in der die Insulaner einen beträchtlichen Schritt nach vorne zu setzen im Stande waren – und wenn dem so ist, dann welchen?

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, würde ich sagen, sind die Resultate der Präsidentschaft von Herrn Xristofias nicht sehr glänzend. Ob sie bei günstigeren Umständen der Weltwirtschaft besser wären, ist eine rein hypothetische Frage, die nicht beantwortet werden kann. In den täglich getroffenen wirtschaftlichen und finanziellen Entscheidungen spielen Xristofias Studien in der damaligen Sowjet Union eine scheinbar nicht zu missachtende Rolle. Und die Gewerkschaften, auf die er blindlings zu hören scheint, sind mir persönlich zu mächtig im Lande, um die Grundentscheide zur Verbesserung des Staatshaushaltes positiv, das heißt, den Erfordernissen entsprechend, zu gestalten.

Die Katastrophe vorn 11. Juli in Mari hat den Präsidenten und seine Regierung tief, sehr tief im Ansehen und der Akzeptanz der Bevölkerung fallen lassen. Ebenfalls haben sämtliche Parteien, außer der AKEL, ihm die Gefolgschaft gekündigt.

Wie verorten Sie die Präsenz vieler russischer Staatsbürger in der Region und insbesondere in Zypern?

Seit dem Zerfall der Sowjet Union versuchen die russischen Behörden, wie auch die russischen Wirtschafts- und Geschäftsleute, sich vorteilhafte Basen überall auf der Welt zu schaffen. Anscheinend bietet die Republik Zypern dazu sehr gute Bedingungen, unter Umständen auch solche, die auf der Kippe zur Legalität stehen. Russische Firmen sind im Sponsoring kultureller Veranstaltungen sehr aktiv.

Wird Zypern eventuell wie Griechenland den Euro-Raum verlassen müssen?

Ob die beiden Länder den Euro-Raum verlassen oder eben nicht, löst weder die Probleme dieser Länder, noch bringt es den Euro-Raum wieder in Ordnung. Der richtige Zeitpunkt dazu ist verpasst worden. Dies ist keine Frage der nationalen Entscheidung mehr, sondern wird in Brüssel oder im gesamt europäischen Kontext entschieden werden. Bei Zypern als noch kleineres Land wie Griechenland sind wahrscheinlich nochmals andere Parameter anzuwenden.

Entwerfen Sie bitte ein Zukunftsszenario: also, wie stellen Sie sich eventuell vor, dass Zypern in 10 Jahren (2021) aussehen könnte?

Ich müsste Hellseher sein, um diese Prognose machen zu können, Und sogar dann wäre der Überraschungseffekt, den die Wirklichkeit bieten dürfte, immer noch enorm. In dieser Hinsicht sind sich auch nicht bedeutendste Wirtschaftsexperten einig.

Zuletzt mag ich Sie bitten, bezüglich der Umwelt, dem Meer etc., der Kultur Gesamtzyperns, und Südzvperns insbesondere, eine Einschätzung abzugeben.

Die zyprischen Politiker kümmern sich nicht sehr um die Umwelt, um den Schutz der Natur und des Meeres. Das Thema wird rhetorisch ausgewalzt, aber in die Tat umgesetzt wird wenig. Private Organisationen versuchen das Beste zu tun, doch meistens mit gebremstem Erfolg, denn im Bewusstsein der allgemeinen Bevölkerung ist Umweltschutz noch nicht als Thema angekommen. Die Schulen sind meines Wissens nicht verpflichtet, den Kindern diese Art von Bewusstsein zu vermitteln. Hingegen wird zur Verbreitung so genannt zyprischer Kultur einiges getan.

Archäologischen Funde aus Zypern werden in den bekanntesten Museen der Welt ausgestellt. Ebenfalls wird versucht, die hiesige Folklore in den europäischen Hauptstädten bekannt zu machen – werden wir spätestens 2012 erleben, wenn Zypern den Vorsitz in der EU in der zweiten Hälfte des Jahres inne haben wird.

Um ausländische Kultureinflusse auf der Insel zu fördern, werden zwar staatliche Beitrage bezahlt, doch gemäß dem, was Kulturschaffende mir und anderen anvertrauten diesbezüglich, ist dieser Betrag viel zu gering.

Dafür nimmt jedoch privates Sponsoring zu, wie z.B. beim jährlichen Zypernfestival, der Opernaufführung in Paphos sowie bei diversen Theater- und Musikfestivals, die sich im Lauf der Jahre etablieren konnten.  Die antiken und neu erstellten Amphitheater sind zu diesem Zweck hervorragende Aufführungsstätten und werden meines Erachtens baulich gut unterhalten.

Wir danken Ihnen recht herzlich für dieses Interview, Herr Bopp!!!!

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