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Archive for Oktober 2011

Istanbul Belediye

Eigentlich wollte ich einen Artikel zur kurdischen Angelegenheit in der Türkei übersetzen – doch mir ist nicht danach. Nicht heute, denn morgen verlasse ich nämlich Istanbul.

Nicht dass Sie glauben, ich würde nun deswegen groß Spaziergänge unternehmen – sitz im Hotel. Bin im 5. Stock mit Blick auf das Meer bei Yenikapi – dem Fischmarkt unter anderem. Kann gut sein, dass ich das nächste Mal im Babil Hotel übernachten werde, der Frühstücksraum scheint ganz oben auf dem Dach zu sein.

Sogar einen guten, alten Bekannten konnte ich heute Morgen problemlos einschleusen ins Hotelzimmerchen – wo er sogleich eine Dusche nahm.

Noch ist der Herbst freundlich, lächelt noch ins Gesicht. Er spielt mit seinem kalten Atem, bereitet die 3 kleinen, wahrscheinlich dort ausgesetzten, super-putzigen, rot-weißen Kätzchen darauf vor, dass schon bald Schluss sein könnte mit wetter-lustig. Die sind noch so klein, doch nach unten auf die verschieden großen vielen Felsen am Wasser können sie bereits springen, vielleicht ein Meter 70. Wie die an der steilen Betonwand von dort unten wieder hochkommen, ist mir ein totales Rätsel. Vielleicht benutzen sie die gleiche Spalte im Beton, um sich von oben nach unten zu bewegen wie ich neulich – hoch ziehen an beiden Enden der Betonspalte wie an einem Barren oder so könnten die Kätzchen sich aber nicht. Es gibt also noch Wunder.

Ich muss gestehen, dass mich die täglich vermeldeten Wunder in Van nicht am Fernseher halten. Der funktioniert eh nicht recht. Der Hotelboy war schon 2 Mal da, um das zu reparieren. Ich habe es inzwischen aufgegeben. Das Bild ist immer grieselig. Der Ton, der reicht mir jetzt einfach, basta. So hör ich nur etwas zu und schau aus dem Fenster dabei. Die Zahlen, die bezüglich Van genannt werden, mag ich gar nicht hören. Ganz seltsam. Da hör ich weg.

                                                        (in Berlin-Treptow)

Nicht hinhören dürften auch das Rathaus (belediye) von Karaköy, Vefa und Kücükpazar von Istanbul. Dieser Trend setzt sich leider in Aksaray fort, wenn auch noch nicht so dramatisch. Jahre lang, so lange ich Istanbul kenne, also seit 1979, geh ich in einen kleinen Park am Wasser bei Karaköy. Eine willkommene Gelegenheit sich vom Strom der Menschen und Autos zu befreien. Ein Denkmal eines osmanischen Paschas stand da als herum und dann auch noch das Grab von Yunusdede. Was aus letzterem wohl geworden ist? Die Pascha-Statue war vielleicht wirklich aus dunklem Marmor gegossen, doch irgendwie war die schon seit vor 15 Jahren abgeschrieben. Jemand muss die dort hin gesetzt haben, der Abitur hat oder so. Immerhin, dort  führten einst geteerte Wege hin, die mit etwas Grün und sogar Bäumen gesäumt waren. Das grüne, einigermaßen ruhige Areal ist jetzt weggeschlossen! Einfach weg. Nict begehbar fürs Volk.

Doch der Wahnsinn hat offenbar Logik. Gegenüber, auf der anderen Seite des Gewässers, dem Halic, also über die Brücke rüber von Karaköy nach Eminönü an der gewaltig-großen Moschee vorbei, dort, wenn man der Straße, auf der man ankommt  nach rechts folgt, hinter dem Menschenfang am Wasser wiederum rechts, wo die Boote ablegen, Fische zum Verspeisen verkauft werden und die, stets zu meiner Verwunderung,  dort befindliche Ökonomie Universität danach plötzlich da steht, diesmal stand sie da mit riesiger türkischer Fahne an der Front und einem streng drein guckenden jungen Kemal Atatürk Bildnis in schwarz-weiß mit braunem Gilb daneben. Es ist doch 88ster Jahrestag der Türkei; und keiner geht hin, könnte man sagen, also keiner soll den Feiertag so richtig feiern, weil das Erdbeben in Van ja noch „zu frisch“ ist,. Genau nun also ab dort, hinter der Uni bis zur nächsten Brücke bei Unkapani, also die ganze Front des Bezirks Kücükpazar, ist neuerdings ein ungefähr 2 Meter hoher Aluminiumzaun, hüben wie drüben, der die Menschen vom Halic und seinen grünen Ufern, die eh ‚nur‘ Rasen mit kleinen Sträucherchen und einigen wenigen Bäumen war, abtrennt.

„Es gibt ab jetzt einfach kein Grün mehr für euch!“ muss der Stadtoberpudel von Istanbul gebellt haben. Manche behaupten, dass das Maßnahmen seien unter anderem, die Menschen vom Konsum von Alkohol im Freien abhalten sollen. Das ist dort ‚gelungen‘.

Nach dem, was ich so mitkriege in Aksaray, wo mein Hotel in Yenikapi ist, scheint man es sich besser 2 Mal zu überlegen, nachts von den Hauptverkehrsadern dieses Viertels abzukommen. Viel Jugend unterwegs, die gelangweilt ist, Geld braucht und keinen Auslauf hat. In Yenikapi kann man zwar noch am Strand spazieren gehen tagsüber, doch um auf die Felsen zu kommen, die ins Meer hinaus führen in Form eines Stegs, muss neuerdings an einer Passage vorbeigegangen werden, wo ein Jemand drinsitzt. Es ist also wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis dort irgendwann mal jemand nach Zugangsberechtigungen fragt. An diesem Haus der Kontrolle mit bereits einer Art Sperre davor oben herum vorbeizukommen, wurde mit Stacheldraht und einem ähnlichen Zaun wie dem aus Aluminium andernorts verunmöglicht.

Eigentlich verwundert mich das alles überhaupt nicht. Es war ja schon über die vielen Jahre zu sehen, dass als schrecklichste Lösung so etwas herauskommen dürfte. Es scheint sich zu bewahrheiten wollen. Doch Istanbul hat gewiss für Abwechslung andernorts gesorgt, sollte man denken. Kann aber sein, dass diese Abwechslungen meinen Bedürfnissen nicht mehr so entsprechen. Ich könnte mich da aber auch geheuer täuschen.

In Vefa, oberhalb von Kücükpazar, wo ich mich einst oft aufhielt und verwundert wie alle dort damals vernehmen musste, dass unsere Ruhe nun gestört wird, weil das super-tolle Metroprojekt durchzuziehen sei. In Vefa ist inzwischen kein Bagger, Kran oder sonst so was zu sehen. Die Stelle, wo es in die Tiefe der Metro reingehen soll, liegt offen wie ein gezogener Zahn. Das Projekt dürfte vor 20 Jahren angefangen worden sein, oder wenig weniger. Die Zahn-Behandlung wurde offenbar abgebrochen und die beiden oder 3, fand ich damals, gar nicht so faulen mit einigen Familien bewohnten Zahn-Häuser wurden für so ein erbärmliches Ergebnis abgerissen. Der Patient hat entweder kein Geld mehr, macht eine medizinische Testreihe mit oder aber der Zahnarzt sitzt mit anderen Zahnärzten und säuft oder betet.

Mein Bekannter, von dem ich zuvor sprach, der wohnt neuerdings in Tarlabasi. Ein eigentlich 4 stöckiges Haus bewohnt er alleine. Elektrik hat er nicht, die will er nicht. „Sonst kommen wieder all die Leute!“ meint er. War einst ein ganz verruchter Ort, Tarlabasi.  Dieser Bezirk wird teilweise gerade renoviert. Einige Gebäude direkt am Tarlabasi Bulvari sind bereits gespenstisch leer. Die Orte erinnern an die Sexorte, die demnächst in Zürich aufgestellt werden sollen. Na ja, diese Boxen halt dann irgendwo in Zürich, wo man rein geht wie ein Hengst oder so. Das Haus, in welchem dieser Bekannte in Tarlabasi wohnt, soll nach dem Bebauungsplan der Stadt zufolge nicht abgerissen werden. Da der Bezirk nebenan, Beyoglu, floriert anscheinend, kann gut sein, dass eine Ausweitung des ‚Happy-Life-Segens‘ der verwestlichten Szene von Beyoglu auf Tarlabasi Sinn macht.

Sehr glücklich bin ich über all diese Entwicklungen nicht. Aber, es muss ja was geschehen. In Istanbul scheint man irgendwie in den Gegenden, in denen ich mich zumeist aufhalte, es nicht so recht zu schaffen, den Menschen den Wohnraum wohnlicher zu gestalten! Dass es um den schnöden Mammon noch immer und vor allem geht, zeigen mir oben in Aksaray an der Station Kabatas, wo die Straßenbahn losfährt zum Beispiel  in Richtung Sultan Ahmet, die Klamottenverkäufer, die die ganze Nacht hindurch ihr Zeug verkloppen, den ganzen Tag über sowieso, und anderer Kram.

Früher standen um die Station von Kabatas Huren und Taschendiebe, wahrscheinlich auch Polizisten in zivil und andere, die ein Durchkommen nicht so schwer machten wie diese Verkaufsstände. Irgendwie gab es zuvor mehr zu sehen. Die Klamotten und all das, die erinnern mich merkwürdiger Weise an so eine Art puritanischen Geist, der von Regierenden fürs Volk ausgedacht und propagiert wird.

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Mouskouri Nana

„Offenkundig angetan vom Stil der neuen Lieder, die sie aufgenommen hat und am 10.10.11 auf einer  neuen CD vorlegte namens „Lieder der Inseln“ (bei Universal), ist Nana Mouskouri eine der wichtigsten griechischen Kreativen, eine der Wenigen, auf die Griechenland im Ausland stolz sein kann.

Die international bekannte griechische Künstlerin – die unter den 5 bestverkauften Sängern weltweit rangiert – erklärt in der People  mit ihr für sie typischen Ausgewogenheit, was heutzutage in ihrer Welt aus der unseren ankommt.

Ich habe vor 50 Jahren angefangen zu singen. Griechische Lieder habe ich  aber selten gesungen. Weil als Anfängerin träumte ich von Anderem. Daraufhin bereiste ich die ganze Welt – mit dem griechischen Schiffseigner -, doch zur gleichen Zeit sang ich ausländische Lieder. Weil, wenn du in der Fremde lebst, obliegt es dir, auch deren Musik vorzutragen. Du kannst nicht woanders dazugehören wollen, ohne in ihrer Sprache zu singen. Nun, nach 50 Jahren beschloss ich, nicht mehr so oft Konzerte zu geben, sondern lediglich noch einige Scheiben zu machen. Ich mag nun zurückgewandt leben und meine Identität wiederfinden.

 

Wenn jemand singt, vertritt er sein Land innerhalb der Musik und das, was er kreiert. Das Lied ist jedoch nicht nur Gesang. Es sind auch Ideen und Werte, die transportiert werden. Ich habe das große Glück, viele Lieder von Manor Xatsidaki, Ksarxakou und Anderen zu singen. Mein Ausgangspunkt jedoch war stets Manos Xatsidakis und Nikos Gatsos. In diesen Liedern, die ich vortrage in der Welt, zeige ich, was, glaube ich, unser Land ausmacht: die Empathie, die nie stirbt, den Mut, die Schöpfungskraft, Freundschaft, das Griechenland, welches die Menschen respektieren und lieben in der Welt, eben weil es außerordentlich ausländerfreundlich ist. Das ist das Griechenland, welches ich nach außen trage.

Die Fremden, die kennen unsere Geschichte. Also immer, wenn ich im Ausland bin und Bedarf habe, mit ihnen möglichst nah zusammen zu kommen, versteh ich, dass sie unser Land kennen, es lieben, mehr als wir selbst. Sie erzählen mir vom Essen unseres Landes und den Orten, die sie besuchten.

 

Heutzutage haben all diese Leute aufgehört, Griechenland zu lieben, achten darauf, dass es keinen Unsinn macht, kritisieren es. Aber sie verurteilen es nicht. Wenn es aber Probleme zu lösen gilt, wo wir selbst gefordert sind, diese verzeihen sie uns nicht.

 

Ich kann keine Problemlösungen servieren. Ich bin nicht diejenige, die die Hand an der Macht hat, um Probleme zu lösen, die es gibt. Was ich sagen will: die Griechen hatten immer und überall Courage und Toleranz gezeigt. In den schwersten Stunden gibt es nur die Logik, die Lösungen aufweist – ohne dabei unsere Hoffnung zu verlieren, dass etwas Besseres passieren wird.

Sollten wir entscheiden, unterdrückt leben zu wollen, werden die Dinge sehr kompliziert. Wir helfen unserem Selbst nicht, eine Bewegung nach vorne auszuführen, um lediglich so die Lage zu reparieren.

 

Wissen Sie, ich bin ein Kriegskind. 20 Jahre danach kam die Diktatur, die Chunta. Diese Zeit habe ich allerdings nicht miterlebt, weil wir nicht in Griechenland lebten. Damals war unser Land in erster Reihe der Ereignisse. Der Unterschied zu heute ist, dass damals die Welt versuchte, uns zu helfen, unsere Freiheit zu erlangen. Und das gelang, ohne viel Schlechtes zurückzulassen. Heute, leider, sagen alle zu uns, „der schlechte Schüler!“ Das ist der Unterschied. Und die Angst die Sie haben, habe auch ich, kann ich hiermit versichern. Auch ich leide darunter, wenn ich zum Beispiel in ein Taxi steige und mir ein Ausländer sagt: „Was ist los? Wir bezahlen und ihr habt Probleme!“

(Übersetzung aus der People, der Sonntags-Beilage der Alithea, Zypern, vom 16.10.11, Seite 54/5)

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„Die zum Türkisch Orthodoxen Patriarchen gehörende Kirche in Galata/Istanbul wurde von Paulos Karahisarithis, der 1922 den türkischen Befreiungskampf unterstützte, gegründet.  Zuerst hieß er im Vornamen Papa Eftim, den er später zu Zeki Erenerol wandelte. Er gründete seine eigene Synode und erklärte sich zum Stellvertreter der Orthodoxie am Bosporus. 1924 zog er vom anatolischen Kayseri nach Galata um. Das Türkisch Orthodoxe Patriarchat wird von der Ostkirche nicht anerkannt. 2008 wurde die Tochter des inzwischen 3. Eftim, Sevgi Erenerol, im Zusammenhang mit Ergenekon verhaftet. Ihr älterer Bruder, der noch immer die Stellvertretung der Gemeinde inne hat, Ümit Erenerol, war auch verhört worden.

 

 

Der Sprecher der zyprischen Ostkirche im Stadtteil Fener/Istanbul, Peder Dositheos, sagt, dass die 1924 in Galata beschlagnahmte Kirche zurückzugeben ist, und dass man erwägt, Klage zu erheben. Dositheos meinte, die juristische Abteilung stelle soeben ein detailliertes Dosier zusammen, in dem „die Historiker feststellen, wem die Kirchen zuerst gehörten, und wie der Stand der Dinge jetzt ist. … . Sowie das Dosier fertig ist, wird es an die dafür zuständige Behörde weitergeleitet.“ Der Türkei wird der Prozess in Straßburg gemacht. Der Sprecher Dositheos: „ …Wie Sie wissen, müssen zuerst alle Instanzen in der Türkei durchlaufen werden… .“ Dosithoes behauptet, seit dem 18. Jahrhundert gehörten ihnen die Kirche; und dass eine Rückgabe eine spirituelle Angelegenheit ist. Dositheos des Weiteren: „Für unsere Gemeinde hat die Kirche einen immens hohen spirituellen Wert. Wir lernten dort, was im Alltag nicht in Gebrauch war.“ Er betonte, dass dies das erste Mal sei, dass das Patriarchat gegen die Türkei einen Prozess anstrebe. Zu den Dingen, die zurückgefordert werden, zählen auch Kirchen in Karaköy/Istanbul, die 1924 auf Atatürks Befehl an die Papa Eftim Familie übergeben werden mussten, die Türkisch Orthodoxe Mutter Maria (Meryem Anne), die Heilige Nikola (Aya Nikola) und die Heiliger Johannes (Aya Jannis) Kirchen. Die in Galata befindliche Mutter Maria Kirche wird noch immer von den Türkisch Zyprischen Orthodoxen (Türk Rum Orthodoks) als Zentrum benutzt. Der anstehende juristische Streit durch die Instanzen wurde vom Zyprischen Patriarchen Bartholomeos in Fener/ Istanbul bestätigt.

 

Dass die Heilige Johannes und Heilige Nikola Kirche 1965 beschlagnahmt wurden, bringt der Patriarch Bartholomeos folgendermaßen zur Sprache: „20 Jahre habe ich unsere Regierung (die türkische) gebeten, das Eigentum zurückzugeben. Doch eine Antwort darauf konnte ich nie erhalten.“ 3 Kirchen mit Garten wurden dem Patriarchat  weggenommen.

„Dem Papa Eftim wurde das vermacht. Es geht hier nicht um irgendeinen Besitz der zyprischen Gemeinde, welcher zurückzugeben ist. Hier geht’s auch darum, dass Ergenekon darin verstrickt ist,“ sagte Bartholomeos des Weiteren.

 

2005 hat der zyprische Patriarch von Fener/Istanbul am Menschenrechtsgericht wegen den Ausbildungsstätten auf der Großen Insel (Büyük Ada/Istanbul)  gegen die Türkei einen Prozess angestrebt. 2010 kam in Straßburg heraus, die Türkei müsse dieses Gelände zurückgeben und einen Schadenersatz zahlen.“

 

(Eine Übersetzung eines Artikels aus der Sabah-Tageszeitung der Türkei, geschrieben von Bilge Eser auf Seite 4 vom 24.10.2011)

 

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Ja, viele Menschen sind wegen dem Erdbeben in der Provinz Van gestorben – und sterben noch. Mich ekelt geradezu bereits, wie die türkischen Medien das Ereignis ausschlachten. „Die erste Equipe vor Ort waren wir. Wie in 9/11.“ „Ach, wir guten Türken. Nein, wie brüderlich wir doch sind und teilen.“ „Schon ?soundsoviel?-tausend Klicks auf meiner Webseite für mein Projekt gehabt, ich (ein Speaker im TV), der Initiator der Idee, Wohnraum in anderen Teilen der Türkei zur Verfügung zu stellen.“ „Das ist unser Beweis, unserer Brüderlichkeit, die Medien in Europa berichten davon sogar. Es gibt keine Unterschiede, ob du Türke oder Kurde bist.“ Etc.

 

Währenddessen läuft die Jagd auf PKK-Terroristen auf Hochtouren, unter dem Motto: „rein gehen, ausmerzen und raus!“

 

Hoffen wir, dieser Dreisatz ist nicht beim ach so selbstlosen Helfen der Türken, insbesondere ihrer Medien, für die Opfer in der Provinz Van am Werke auf seine Weise: dort auflaufen, um noch ein paar Groschen mehr zu Verdienen und so, sich um tun, und mitnehmen an Ruhm und Anderem, was sich gerade so ergibt und dann nichts wie raus von dort, nach Izmir, Istanbul, Ankara vom Ruhm der Berichterstattung und all den tollen Dingen, die man anleierte, verzapfte zehren, zehren, zehren!

 

In den türkischen Medien wird zumeist nur berichtet, wie viele angebliche Terroristen bereits abgeknallt wurden, bei der Aktion der Armee gegen die PKK – auch auf dem Territorium des Irak. Heute Morgen um 01 Uhr waren es 254. Doch niemand scheint die Frage zu stellen oder zu stellen dürfen, wie es bei dem ausgeprägten Sicherheitsapparat, der dort in der Gegend eh seit jeher ist, dazu kommen kann, dass angeblich/e Terroristen sich länger als 8 Stunden mit anscheinend über die Grenze gebrachter schwerster Bewaffnung der türkischen Soldateska mit so tödlichem Ausgang stellen konnte?  Ganz vorsichtig sei mal gefragt, ob schon mal jemand daran gedacht hat, die so genannten Kurucu, die kurdisch stämmigen Killer der türkischen Regierung vor Ort, unter Beobachtung zu nehmen plus ihren Auftraggebern, versteht sich? Mir scheint, dass, wie man sagt, die Kacke vorrangig dort am Dampfen ist!!!

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„Wer ist schuld an der zu beweinenden politischen Lage Zyperns?

Wenn ich Radio oder TV anmache, um Nachrichten zuhören oder zu sehen – seit dem schwarzen Tag des 11.07.2011, dem Vorfall in Mari – ist, was ich höre und sehe lediglich Streit der Politiker. Thema derselben ist: Wer wird die Macht ergreifen. Also die, die den Teller vor sich haben und essen oder die, die wie Raubvögel warten, ihnen das Essen wegzunehmen.

Mich erinnert das wirklich an die Geschichte von den sympathischen zyprischen Vierfüßlern, die sich ums Essen streiten in der Scheune anderer Leute. Unsere Politiker vergaßen, dass das Land weder jenen, noch denen gehört. Farbe oder Ideologie wird von niemand eingefärbt. Gehört uns allen, die wir nicht mehr Schafe von jemand sind, die in einem Pferch stehen. Freie, denkende Bürger sind wir. Es ist an der zeit, dass sich auch andere für Zypern interessieren, zumal Zypern schon seit tausenden Jahren besteht, so viele Besetzungen durchlebte und fortdauern wird, weil „nimm dir von dem,  was unser Gott gibt!“, wie man im Volk auf Zypern sagt.

Dieser Spruch, schade wärs drum, bliebe er in den Händen der Politiker und teilten sie für immer sein Erbe, welches sie sich zu erobern suchen.

Das Volk beschuldigt die Polititker, nicht zu ihrem Wort zu stehen – einerseits. Andererseits versuchen sie mit eben diesen die Reliquien der Macht zu teilen, welche der zuvor bezeichnete Teller voll Essen ist.

Freut mich, neuerdings zu sehen, dass sich auch Akademiker mit der Zypernfrage befassen. Angesagt ist das schon länger, um die Angelegenheit nicht den Politikern allein zu überlassen, denen deren Interesse – noch – fremd ist. An politischen Diskussionen im TV nehmen endlich auch Akademiker teil – und nicht nur Politiker. Hinlänglich bekannt dürfte sein, dass die Achtung der Leute und besonders der Jugend vor den Politikern stark gesunken ist.

Sie – nämlich – nötigen die Parteienlandschaft zu Brutstätten der Unzuverlässigkeit und Bestechlichkeit zu verkommen. Doch wer hat all diejenigen in Stellung gebracht, die außerhalb der Regierung dieselbe anklagen unfähig zu sein und fordern, sie zu bestrafen? Wir Bürger waren das sicherlich nicht, die wir täglich ums Brot kämpfen – jedenfalls jedoch die Parteien, die in der Regierung sind und waren und  zustimmten, dass das Essen namens Macht verteilt wird (siehe Kommission Kommunaler Dienste (E.D.Y.), halbstaatliche Organisationen, nationale Armee etc.).

Natürlich, wir haben Demokratie hier. Und die Parteien werden uns sagen, dass das Volk sie wählt. Da haben sie Recht. Die bewerten uns! Wandel jetzt! Unsere bis dato gemachte Erfahrung, ist gescheitert. Dem Volk gehört gestattet, die Geeignetsten – unter sich – zu suchen und zu wählen bei einer bestimmten Wahl. Und nicht, dass jemand Ungeeignetes dran kommt. Das ist von Grund auf wichtig, bezüglich wer das Volk regieren wird.

Wir, die wir uns wirklich für dieses Land einbringen wollen, müssen aufhören, lediglich Zuschauer zu sein. Jetzt ist der aktive Bürger gefragt. Das freie Wort muss her. Nur so wird das Establishment geändert und gutes Regieren wieder Einzug halten. Nur so kann unser Land voran kommen und seine Zukunft sichern. Unsere Zellkerne sind ein heroischer Hefeteig, die ständig leuchten und moderne Helden produzieren!“

Ein Beitrag von Dr. med. Nicos Danos. Wenn ich mich nicht täusche, wurde dieser in der Filelefteros-Tageszeitung Zyperns, wahrscheinlich am 12.10.11., gedruckt. Der Beitrag wurde mir zugesteckt von Patienten seinerseits. Herr Danos ist so etwas wie der Vertrauensarzt der deutschsprachigen Diplomatie und anderen Deutschsprechern auf der Insel. Er hat in Deutschland studiert und spricht Deutsch. Persönlich habe ich ihn noch nicht kennen gelernt, da ich zum Glück noch nicht so krank wurde, dass es eines Besuchs bei ihm bedurft hätte.

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Die Übrigbleiber

Wo halten sich Ratten am liebsten auf?

Nun ist es also anscheinend wirklich geschehen. Der ‚große, tolle Mann‘ aus Libyen wurde, nach dem, was türkische Medien berichten, totgeschlagen, gelyncht. Gewiss schon wieder kein schönes Bild von ihm und seinem einst so stolzen Gehabe und von der Menschlichkeit der angeblich aufkommenden Demokratie in diesem nordafrikanischen Land. Man hätte den Generale wohl besser vor einen Qadi gestellt, damit er uns noch reuevoll etwas vorweint.

Ja, und da waren es wohl nur noch 5 oder 6 Despoten mit dicken Hoden oder so.

 

In der Türkei weinen Mütter, Väter, Kinder und Angehörige von Getöteten gerade mal wieder. Vergeltung ist höchst-offiziell von der Regierung der Türkei bereits versprochen worden – und wird selbstverständlich schon längst vollstreckt. Spendenaufrufe im türkischen Fernsehen für die gefallenen Märtyrer sind wieder öfters zu sehen und zu hören. Kurdische Politiker fliegen in Ankara ein aus Kurdistan und sogar aus dem Iran.

Statements wie die, dass hinter der Gewalt der PKK vor allem äußere Mächte auszumachen sind, sind eigentlich auch nichts Neues mehr. Der Wunsch nach Frieden und Ruhe im Land auch nicht. Doch so leicht wird es Frieden und Ruhe nicht geben, wenn nicht wirklich Kompromissbereitschaft herrscht. Wenn nicht wirklich genügend Vertrauen durch gutes Beispiel aufgebaut wird. Wenn nicht ernsthafter verstanden wird, dass sich etwas ändert in der Welt, was man nun nicht still und heimlich zum Soundsovieltenmal in der Weltgeschichte auf seine Weise zu wiederholen braucht. Diktatoren und der Weg dorthin haben zwar viele Gesichter, doch inzwischen kann bereits auch Herr und Frau Normalbürger recht gut abschätzen, wo die eine oder andere Politik eines Landes hinführen könnte.

Leider kann ich kein Tränchen verlieren für den Herrn Gadhafi. Und dass solche Leute wie er scheinbar gern ins Dunkle sich verziehen – Saddam war in ein Erdloch gekrochen, der nun in ein Wasserrohr – finde ich, beleidigt Muttererde gerade nochmals. Denn diese Typen, vermute ich, haben gewiss wenig Gedanken an das Wohl der Erde verschwendet, womit das eben erwähnte „gerade nochmal“ verständlich wird, hoffentlich. Diese Despoten ließen und lassen Leute killen und unterdrücken anstatt.

Ob Ratten sauberes Wasser bevorzugen? Jedenfalls in engen, dunklen Gängen kriechen sie anscheinend gern herum. Als eines der schlimmsten Schimpfworte unter Ratten existiert wahrscheinlich: „du parfümierter Mensch!“ Das klingt bei uns Menschen übersetzt so, wie wenn jemand sagte: „du dreckige Ratte!“

An diesen recht vielseitig einsetzbaren Tierchen wird ausprobiert demnächst, ob die künstlichen Venen und Organe, die die Menschheit gerade unter anderem in Deutschland am Frauenhoferinstitut bastelt, funktionieren werden. Nein, hier soll nun von Ihnen, verehrte Leser, nicht geschlossen werden, man hätte Gadhafi einer ähnlichen Versuchsreihe unterziehen sollen oder den Herrn Assad! Von dem Saleh in Yemen mag ich gar nicht schreiben. Weiß auch nicht warum. Irgendwie ist der so weit und so fern, da irgendwo zwischen Lebkuchenhäusern in einer Lebkuchenhäuserstadt namens Altstadt von Sanaa und so. Syrien regt mich da mehr auf. Da kann ich schon fast wütend werden. Dieses Schwein! Jawohl! Menschen-Ratten-Schwein, das sich Löwe nennt – Assad! Löwen sind glaube ich auch Aasfresser.

Zu Aasfresser fällt mir unweigerlich ein, dass die Türkei Syrien und den Iran hinter den Attacken vermutet irgendwo im Osten der Türkei, wo über 20 junge Soldaten fielen – mal abgesehen von Israel, der EU und Anderen.

Doch ich mag provokant anführen, dass der türkische Staat früher mal die Hisbullah der Türkei losgeschickt hat, um kurdische Intellektuelle und andere (Kurden) zu killen. Warum sollte er heutzutage nicht Kurden der PKK losschicken, um Soldaten der Türkei kaltzumachen? Undenkbares denkt man besser gleich zuerst. Das scheint mir vermehrt die neue Regel im globalen Sein zu werden oder zu sein. Ja, warum sollte man seine Vorteile aus irgendeinem perfiden Grunde nicht auf diese Weise zu ziehen versuchen? Gibt es nicht bereits 100e andere Beispiele und mehr in der Welt, wo das Undenkbare machbar vorgeführt auf dem Sessel sitzend vor einem in der TV-Kiste erscheint?

Wie dem auch sei, da waren es vielleicht doch noch 6 oder 7, die – noch – übrig blieben?

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Verehrte Leserschaft! Ich dachte mir, es kann doch gar nicht schaden, Ihnen einige Zeitzeugen vorzustellen – Menschen, die auf Zypern seit einiger Zeit leben.

Noch immer kenne ich recht wenig Leute hier, hat es den Eindruck. Doch die, die mir hier gelegentlich über den Weg laufen, ließen diesen obigen Gedanken der Zeitzeugenschaft in mir aufkommen, weil einige unter ihnen irgendwie etwas Besonderes haben, aus meiner Sicht. Und daher gilt es nun sogleich und hiermit diesen Gedanken umzusetzen.

(Denkmal der Tänzerin in Aresheim, Schweiz, wofür Frau Lang einst Modell saß)

Zum Anfang der Zeitzeugenschaft mag ich mit Frau Jolanda Lang beginnen. Sie ist eine Schweizerin, die inzwischen 88 Jahre alt sein soll. Derzeit wohnt sie in einem Hotel, unweit von Larnaka in der Ortschaft Oriklini. Davor hatte sie in einem Wohnheim gewohnt, welches eigentlich über die Straße von ihrer jetzigen Bleibe liegt. Dort ist sie ausgezogen, weil die Insassen des Heims völlig apathisch herumlagen, nicht mehr ansprechbar waren; und sie, noch in geistig reger Verfassung und gut zu Fuß, sich diesen Anblick nicht länger geben wollte.

Frau Lang hatte einen Lebensgefährten, der Zypriote war. Von diesem spricht sie wenig, aber mit viel Liebe und Zuneigung. Der Gefährte ist leider schon vor einiger Zeit gestorben. Sie waren über 30 Jahren zusammen.

Frau Lang führt die Daisy tagtäglich aus. Das ist ein Labrador-Hund, den sie offenbar auch pflegt. Gesehen habe ich den Hund nicht, da sie ihn nicht zum Interview mitbrachte, welches wir auf der Terrasse des Palm Beach Hotels durchführten. Daisy muss schon ziemlich alt sein, „wie ich!“, kommentierte Frau Lang. Sie sagt: „wenn Daisy ‚geht‘, werd auch ich ‚gehen‘!“

Mehr zu und über Frau Lang, die ich im Interview dummerweise mit Frau Lange anspreche, bestens aus ihrem Munde, dazu gilt es, hier zu klicken, bitte:  SR001RT

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Klimawandel

„Der östliche Mittelmeerraum und der Nahe Osten (ömno) ergibt sich aus 12 Ländern, der über 400 Mill. Einwohner beherbergt. Das Gebiet erstreckt sich über einen Radius von 2.000 km. Nach Jahren intensiver Industrialisierung, rapidem Bevölkerungszuwachs und extensivem Anbau, hat sich der ömno zu einem globalen ‚hot spot‘ des Klimas entwickelt. Um die sich verändernden Wettermuster und deren Implikationen zu verstehen, haben Forscher den Klimawandel fürs 21e Jahrhundert versucht zu prognostizieren. Dazu benutzen sie ein regionales Klimamodell, welches auf intermediärer Emission beruht mit vorsehbaren Auswirkungen auf die Umwelt. … Erwartet wird eine kontinuierliche und graduelle Erwärmung der Temperaturen, die im Norden des ömno höchste Messwerte erzielen dürfte. Der durchschnittliche Temperaturanstieg wird bei  1-3 Grad Celsius liegen in den nächsten 3 Dekaden. Zur Mitte des Jahrhunderts wird dieser bei 3-5 Grad Celsius sich einpendeln und bei 3,5-7 zum Ende desselben. … Das zeigt, dass die Region ziemlich wahrscheinlich sich schneller erwärmen wird als es im globalen Vergleich der Fall sein wird (2,8 Grad Celsius) zum Ende des Jahrhunderts. Hinzukommt, dass davon ausgegangen werden darf, dass die Sommer-Temperaturen extrem hoch werden dürften.

Die Niederschläge in ömno werden voraussichtlich zurückgehen.  Im Norden des ömno wird ein 10-50%iger Rückgang innerhalb des 21en Jahrhunderts erwartet. Das bedeutet, dass Regen vor allem im Frühling und Sommer zurückgehen wird. Im Süden des ömno hingegen könnte der Niederschlag zunehmen, wegen dem Einfluss der Feuchttropen-Gebiete – die Werte sind allerdings als Bescheiden im Beitrag anzusehen. …

Die Qualität der Luft wird vermutlich abnehmen im ömno. Im Norden wird die Zunahme der Trockenheit zu erhöhtem Brand in der Vegetation führen, was folglich die Luftqualität negativ beeinflusst. Im ömno gib es einige Megastädte, in denen die Qualität der Luft schon ernsthaft angegriffen ist; das Ozon-Niveau wird voraussichtlich steigen. …“ Das alles führt zu erhöhter Verbreitung von Schädlingen, Infektionen etc.

„Der ömno hat eine hohe Bio-Diversität, aufgrund der großen Farbverläufe der Topographie und der Bodenfruchtbarkeit, wie auch den unterschiedlichen Klimas. Die vorhergesehene Trockenheit und Erwärmung des ömno hat das Potential, die Balance der Flora und Fauna der Region dramatisch zu verändern. Es wird angenommen, dass die milderen Winter im Norden des ömno eine Verlängerung der Wachstumsperiode verursachen, was die Landwirtschaft positiv beeinflusst. Jedoch wird diese Annahme überschattet durch die zunehmende Anzahl heißer Tage und der damit einhergehenden Abnahme der Bodenfeuchtigkeit.  Was das Ökosystem des Meeres angeht, so ist dieses bereits durch den Menschen beschädigt und durch den sich vollziehenden Klimawandel. Es wird damit gerechnet, dass sich das Meerwasser zusehends erwärmt, der Salzgehalt darin zunimmt, was wiederum in eine Stabilisation der Wassermasse mündet und den Meeresspiegel um 1.3-2,5 cm erhöhen wird innerhalb einer Dekade. Die Bio-Diversität der Meereslebewesen wird negativ beeinträchtigt, wegen zunehmender Nahrungsknappheit. Die Meere werden tropischer und eine Invasion neuer Lebensformen aus anderen Teilen der Welt (Rotes Meer zum Beispiel) steht bevor….

Fossile Energien dominieren den Energiehaushalt im ömno, und der Gebrauch derselben wächst dort im globalen Vergleich zu einer der höchsten Raten. In der heißen Sommerzeit wird angenommen, dass der Gebrauch von Klimaanlagen weiterhin steigen wird, und zwar signifikant. Dieser Energiebedarf wächst parallel mit dem Mangel an Wasser, was wiederum extra Druck auf die Produktion von Energie ausübt. Alternative Energien und Quellen sowie eine verbesserte Energieeffizienz sind daher wichtig für den ömno.“

Konkreter:

„Das Mittelmeer unterliegt einem Wandel der Umwelt. Untersuchungen konnten klar Zeichen klimatisch bedingten Wechsels nachweisen. Die Bio-Diversität des Meeres im östlichen Mittelmeer, wird angenommen, unterliegt diesem Wechsel ganz besonders. Das wird Konsequenzen haben, die bereits in den kommenden 10 Jahren auftreten werden. Ein abrupter Wechsel der Wasserzirkulation im östlichen Mittelmeer konnte beobachtet werden in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das addiert sich zu einer erhöhten Salzkonzentration und weniger Regen, geringerem Ausfluss von Flüssen, Abkühlung durch harte Winter und Wechsel der Windstärke (ich finde, die Angabe mit den harten Wintern zuvor, muss ein Druck-Fehler sein – „…cooling from severe winters…, weil ja die ganze Zeit davon geredet wurde, dass die Winter nicht mehr so zeitlich lange auftreten, wie einst) Der Wechsel der Zirkulationsmuster dieser klimatischen Antreiber hat einen Haupteinfluss auf das Ökosystem des Meeres, was seinen Einfluss beim Klimawandel bestätigt. Die Gebrauchsrate von Sauerstoff des Wassers am Boden und im mittleren Bereich des östlichen Mittelmeer-Beckens erhöhte sich ums Doppelte, und zwar dem Wechsel des Zirkulationsmusters folgend. Das hat eventuell mit aufgelöstem organischem Karbon zu tun in derartigen Tiefen. Das Meso-Plankton verdoppelte sich als Biomasse; und Tiere, die es ansonsten nur in den nördlichsten Teilen des Mittelmeeres gab, gibt‘s plötzlich in großer Anzahl….“

Ich finde die Info der Broschüre des Cyprus Institute ziemlich dürftig inhaltlich. Vor dem Hintergrund, dass ich nun wirklich alles andere, als ein Experte in Sachen Umwelt und Umwelttechnik bin, mag ich sagen, dass all das, was da so in der Broschüre drinsteht – abgesehen von konkreten Zahlen -, mir schon bekannt war. Ich wünschte mir mehr Material darüber, was die Forschung gedenkt für oder gegen die Umwelt etc. zu tun und welche Forschungen zu welchem Themengebiet derselben ganz konkret laufen!

(Übersetzung von Auszügen einer Broschüre des Cyprus Institute mit dem hochtrabenden Namen: Climate change and impacts in the Eastern Mediterranean and Middle East (A regional climat assessment by the Cyprus Institute. Herausgegeben wurde die Broschüre von ResearchMediaLtd.)

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